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Title:
DISC BRAKE LINING, ASSEMBLED DEPENDING ON THE DIRECTION OF ROTATION, FOR A FIXED CALIPER DISC BRAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/215299
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a disc brake lining which is assembled depending on the direction of rotation in order to obtain a new type of simplified friction lining bearing while avoiding reversing clicks, said disc brake lining comprising a back plate (1) as a carrier for a friction material and comprising diametrically opposite sides 6, 7 designed without a friction material. The back plate is asymmetrically shaped in relation to a central axis in that: the back plate has a bearing (6) which is placed on the inlet side relative to a preferred direction of rotation and which is provided radially inwardly in relation to a central wheel rotational axis, in particular radially offset below a brake piston axis, as a holder (10) having a hole (11) for receiving a retaining pin, said bearing consequently defining a fixedly placed friction lining fixed bearing A; and a guide (12) is provided radially outwardly in relation to the central wheel rotational axis, in particular radially offset above a brake piston axis, on an outlet-side bearing (7) of the back plate (1), said guide being designed as an open-edged mouth opening (13) having a receiving pocket (14) for receiving a guide pin and consequently defining a fixedly allocated friction lining floating bearing B.

Inventors:
DREHER, Herbert
GOLZ, Dietrich
ZIMNOCH, Frederic
Application Number:
EP2019/061974
Publication Date:
November 14, 2019
Filing Date:
May 09, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestr. 7, Frankfurt am Main, 60488, DE)
International Classes:
F16D65/092
Domestic Patent References:
WO2005064188A12005-07-14
WO2005064188A12005-07-14
Foreign References:
DE102016209069A12017-03-02
DE19626296A11998-01-08
DE102014223649A12016-05-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1), mit einer Rückenplatte (2) als Träger für einen Reib werkstoff (3) , zwecks Kooperation mit einer drehbaren Brems scheibe (4) die von einem drehfest gelagerten Festsattel scheibenbremsgehäuse (5) umgriffen ist, und den Scheiben bremsbelag (1) lagert, wobei die Rückenplatte (2) aus einem streifenförmigen, ebenen Stahlblechwerkstoff, in Relation zu einer Reibbelagmittelachse Y asymmetrisch ausgetrennt ist, der Reibwerkstoff (3) weitgehend zentral sowie mittelbar oder unmittelbar auf einer Frontseite (6) von der Rückenplatte (2) fixiert ist, und mit distalen, sowie querverlagert versetzt arrangierten, reibwerkstofffrei gestalteten Lagerflanken (7,8), wobei die in Vorzugsdrehrichtung (V +) einlaufseitig platzierte Lagerflanke (7), in Relation zu einer Kolbenachse K nach radial innen querversetzt ist, und über eine Halterung mit einem Loch (9) zur Haltebolzenaufnahme verfügt, um ein fix platziertes Reibbelagfestlager A zu definieren, und dass die auslaufseitig platzierte, sowie nach radial außen querversetzt allokierte Lagerflanke (8) der Rückenplatte (2), mit einer Verdrehsicherung ausgestattet ist, die als randoffene Maulöffnung (10) mit Aufnahmetasche (11) als Führungsbolzenaufnahme ausgebildet ist, um ein fix platziertes Reibbelagloslager B zu definieren.

2. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (9) als ein Rundbogenfenster mit definierter Höhe h und mit de finierter Breite h ausgebildet ist.

3. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ausbildung einer parallel zur Reibbelagmittelachse Y ausge- richteten Langlochstruktur die Höhe h des Rundbogenfensters zumindest geringfügig größer als dessen Breite b definiert ist.

4. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundbogenfenster im Wesent lichen über einen Halbkreisrundbogen verfügt, der mit einem vorgegeben definierten Nennradius R zwei im Wesentlichen zu einander parallel sowie parallel zur Reibbelagmittelachse Y ausgerichtete Fensterlaibungen (12,13) überspannt.

5. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fensterlaibungen (12, 13) mittels einer im Wesentlichen eben, orthogonal zur Reibbe lagmittelachse Y, ausgeprägten Fensterbasis (14) miteinander verbunden sind.

6. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass Fensterbasis (14) und Haikreis rundbogen im Wesentlichen zueinander gegenüberliegend vorge sehen sind.

7. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterbasis (14) im We sentlichen orthogonal zu Fensterleibungen (12,13) vorgesehen ist .

8. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Fensterbasis (14) und jeder Fensterlaibung (12,13) jeweils ein Viertelkreisrandbogen mit einem definierten Radius eingefügt ist, und wobei ein Kreisradius der Viertelkreisrandbögen im Wesentlichen geringer bemessen ist, als die Hälfte des Haltebolzendurchmessers D.

9. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Viertelkreisrandbögen mit zueinander unterschiedlich bemessenen Radien, sowie zueinander gegenüberliegend ausgerichtet, aus gebildet sind.

10. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein einlaufseitig allokierter Viertelkreisrandbogen über einen größeren Radius verfügt, als ein auslaufseitig allokierter Viertelkreisrandbogen .

11. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien der Viertelkreis randbögen jeweils für sich genommen kleiner als der Radius des Haikreisrundbogens bemessen sind.

12. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien der beiden Viertelkreisrandbögen in Summe gerechnet inetwa mit dem Radius des überspannenden Haikreisrundbogens übereinstimmen.

13. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Radius eines Viertelkreis randbogens im Vergleich zum Radius des Halbkreisrundbogens inetwa 20 % - 80 % kleiner bemessen ist.

14. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass die randoffene Maulöffnung (10) durch zwei im Wesentlichen zueinander parallel aus gerichtet angeordnete Maulflächen (15,16) definiert ist.

15. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-14, dadurch gekennzeichnet, dass die Maulflächen (15,16) in der Rückenplatte (2) mit einem Anstellwinkel zwischen etwa 0° - ± 45° ausgebildet sind.

16. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der An stellwinkel einer bevorzugten Ausführungsform insbesondere = 0 oder = + 15° beträgt.

17. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-16, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (9) und/oder die Maul- öffnung (10) auf einer Rückseite (17) der Rückenplatte (2) jeweils mit einer umlaufend halbkreisförmig abgerundeten Kante mit Radius R von etwa 1 mm, oder alternativ mit einer gebrochenen Kante mittels eine Fase von etwa 1 x 30 °, oder mit wechselweise ausgeprägten Mischformen der vorstehenden Gestaltungen aus gebildet sind.

18. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-17, gekennzeichnet durch eine einseitig fixe Reibbelaghalterung in Tangentialrichtung T, umfassend einen einseitig platzierten Haltebolzen (18) , mit Verzicht auf einen Anlagewechsel, und eine einseitig zugeordnete Haltebolzenaufnahme, und wobei die ge bildete Toleranzkette ausschließlich definiert ist durch Ad- dition bzw. Substraktion von zwei Nennmaßen einschließlich deren oberem und unterem Abmaß im Bereich der unmittelbar festla gerseitig am A-Festlager beteiligten Maße, nämlich zwischen a) Haltebolzendurchmesser D (inclusive dessen jeweiliger Ab maßtoleranzen AD) und b) Bolzenaufnahmeöffnung d in der Rü ckenplatte 1 (inclusive deren jeweiliger Abmaßtoleranzen Ad), nach der Formel

Ad ± d + AD ± D = AS ± S.

19. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Tole ranzkette in der Lagerung verkürzt ist, indem auf rechnerischen Einbezug eines Bolzenabstandes (Distanz L) verzichtet wird.

20. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine konstruktiv formschlüssige Codierung zur Vermeidung einer drohenden Reibbelagfehlmontage definiert ist, indem beispielsweise das Loch (9) und die Maulöffnung (10) in der Rückenplatte (2) über wechselweise unterschiedlich gestaltete oder identisch dimensionierte Durchmesser ausgebildet sind, und wobei die korrekt zu paarenden Haltebolzen (18) und Führungsbolzen (19) ihrerseits dazu eineindeutig passende, also identische oder unterschiedlich dimensionierte, Durchmesser aufweisen, oder dass den quer versetzt ausgeprägten Lagerflanken (7,8) der Rückenplatte (2) ganz besondere individuell maßgeschneidert passende Aufnah meöffnungen im Festsattelscheibenbremsgehäuse (5) zugeordnet sind, so dass durch diese formschlüssig codierten Mittel ausschließlich eine korrekte Montagepaarung ermöglichst ist.

21. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Rückenplatte (2) die seitlich dia metral, distal, ausgerichtete sowie in Radialrichtung R zu einander querversetzt arrangierte Lagerflanken (7,8) mit zwei ganz unterschiedlich ausgeformten Bolzenaufnahmeöffnungen verfügt .

22. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerflanken (7,8) und/oder Bolzenaufnahmeöffnungen mit maximaler Distanz L zueinander versetzt an der Rückenplatte (2) vorgesehen sind.

23. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Loch (9) vorgesehen ist, das aus einem Dreiviertelkreisrundbogen und einem Viertelkreisrandbogen zusammengesetzt ist.

24. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse umfassend ein Festsattelscheibenbremsgehäuse (5) zur drehfesten Lagerung und zur parallelverschiebbaren Führung von wenigstens zwei, entlang einer Kolbenachse K relativverschiebbar angeordneten, sowie jeweils kolbenbetätigten Scheibenbremsbelägen (1), die beidseits zu einander sowie parallel zu Reibflächen einer rotierenden Bremsscheibe (4) arrangiert sind, gekennzeichnet durch eine per fixem Festlager A jeweils ortsfest einlaufseitig, bezogen auf eine Vorzugsdrehrichtung V +, definierte Brems krafteinleitung in das Festsattelscheibenbremsgehäuse (5) , und umfassend ein fix platziertes Reibbelagloslager B, das nach den Merkmalen von einem oder mehreren der vorhergehenden Pa tentansprüchen 1-23, mit Bezug auf die Vorzugsdrehrichtung V + auslaufseitig platziert angeordnet ist.

25. Scheibenbremsbelagersatzteilsatz, umfassend zumindest zwei im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zueinander ausgeführte, drehrichtungsabhängig konfektionierte Scheibenbremsbeläge (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche 1-23, gekennzeichnet durch die Verwendung zur Neuherstellung,

Instandsetzung und/oder Wartung, wie insbesondere Reparatur, einer Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse nach den Merkmalen des Patentanspruches 24.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 10. Juli 2019 (10.07.2019)

1. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1), mit einer Rückenplatte (2) als Träger für einen Reib werkstoff (3), zwecks Kooperation mit einer drehbaren Brems scheibe (4) die von einem drehfest gelagerten Festsattel scheibenbremsgehäuse (5) umgriffen ist, und den Scheiben bremsbelag (1) lagert, wobei die Rückenplatte (2) aus einem streifenförmigen, ebenen Stahlblechwerkstoff, in Relation zu einer Reibbelagmittelachse Y asymmetrisch ausgetrennt ist, der Reibwerkstoff (3) weitgehend zentral sowie mittelbar oder unmittelbar auf einer Frontseite (6) von der Rückenplatte (2) fixiert ist, und mit distalen, sowie querverlagert versetzt arrangierten, reibwerkstofffrei gestalteten Lagerflanken (7,8), wobei die in Vorzugsdrehrichtung (V +) einlaufseitig platzierte Lagerflanke (7) , in Relation zu einer Kolbenachse K nach radial innen querversetzt ist, und über eine Halterung mit einem Loch (9) zur Haltebolzenaufnahme verfügt, um ein fix platziertes Reibbelagfestlager A zu definieren, und dass die auslaufseitig platzierte, sowie nach radial außen querversetzt allokierte Lagerflanke (8) der Rückenplatte (2), mit einer Verdrehsicherung ausgestattet ist, die als randoffene Maulöffnung (10) mit Aufnahmetasche (11) als Führungsbolzenaufnahme ausgebildet ist, um ein fix platziertes Reibbelagloslager B zu definieren, wobei das Loch (9) als ein Rundbogenfenster mit definierter Höhe h und mit definierter Breite h ausgebildet ist, und wobei zwecks Ausbildung einer parallel zur Reibbelagmittelachse Y ausge richteten Langlochstruktur die Höhe h des Rundbogenfensters zumindest geringfügig größer als dessen Breite b definiert ist.

2. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rund-

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) bogenfenster im Wesentlichen über einen Halbkreisrundbogen verfügt, der mit einem vorgegeben definierten Nennradius R zwei im Wesentlichen zueinander parallel sowie parallel zur Reib belagmittelachse Y ausgerichtete Fensterlaibungen (12,13) überspannt .

3. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Ansprüchen 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Fensterlaibungen (12,13) mittels einer im Wesentlichen eben, orthogonal zur Reibbelagmittelachse Y, ausgeprägten Fenster basis (14) miteinander verbunden sind.

4. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass Fensterbasis (14) und Halb kreisrundbogen im Wesentlichen zueinander gegenüberliegend vorgesehen sind.

5. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterbasis (14) im We sentlichen orthogonal zu Fensterleibungen (12,13) vorgesehen ist .

6. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Fensterbasis (14) und jeder Fensterlaibung (12,13) jeweils ein Viertelkreisrandbogen mit einem definierten Radius eingefügt ist, und wobei ein Kreisradius der Viertelkreisrandbögen im Wesentlichen geringer bemessen ist, als die Hälfte des Haltebolzendurchmessers D.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

7. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden

Viertelkreisrandbögen mit zueinander unterschiedlich bemessenen Radien, sowie zueinander gegenüberliegend ausgerichtet, aus gebildet sind.

8. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein einlaufseitig allokierter Viertelkreisrandbogen über einen größeren Radius verfügt, als ein auslaufseitig allokierter Viertelkreisrandbogen .

9. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien der Viertelkreis randbögen jeweils für sich genommen kleiner als der Radius des Haikreisrundbogens bemessen sind.

10. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien der beiden Viertelkreisrandbögen in Summe gerechnet inetwa mit dem Radius des überspannenden Haikreisrundbogens übereinstimmen.

11. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Radius eines Viertelkreis randbogens im Vergleich zum Radius des Halbkreisrundbogens inetwa 20 % - 80 % kleiner bemessen ist.

12. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die randoffene Maulöffnung (10)

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) durch zwei im Wesentlichen zueinander parallel ausgerichtet angeordnete Maulflächen (15,16) definiert ist.

13. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Maulflächen (15,16) in der Rückenplatte (2) mit einem Anstellwinkel zwischen etwa 0° - ± 45° ausgebildet sind.

14. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der An stellwinkel einer bevorzugten Aus führungs form insbesondere = 0 oder = + 15° beträgt.

15. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehrere der vorhergehenden Ansprüche 1-14, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (9) und/oder die Maul öffnung (10) auf einer Rückseite (17) der Rückenplatte (2) jeweils mit einer umlaufend halbkreisförmig abgerundeten Kante mit Radius R von etwa 1 mm, oder alternativ mit einer gebrochenen Kante mittels eine Fase von etwa 1 x 30 °, oder mit wechselweise ausgeprägten Mischformen der vorstehenden Gestaltungen aus gebildet sind.

16. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-15, gekennzeichnet durch eine einseitig fixe Reibbelaghalterung in Tangentialrichtung T, umfassend einen einseitig platzierten Haltebolzen (18) , mit Verzicht auf einen Anlagewechsel, und eine einseitig zugeordnete Haltebolzenaufnahme, und wobei die ge bildete Toleranzkette ausschließlich definiert ist durch Ad dition bzw. Substraktion von zwei Nennmaßen einschließlich deren oberem und unterem Abmaß im Bereich der unmittelbar festla-

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) gerseitig am A-Festlager beteiligten Maße, nämlich zwischen a) Haltebolzendurchmesser D (inclusive dessen jeweiliger Ab maßtoleranzen AD) und b) Bolzenaufnahmeöffnung d in der Rü ckenplatte 1 (inclusive deren jeweiliger Abmaßtoleranzen Ad), nach der Formel

Ad ± d + DΌ ± D = AS ± S.

17. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Tole ranzkette in der Lagerung verkürzt ist, indem auf rechnerischen Einbezug eines Bolzenabstandes (Distanz L) verzichtet wird.

18. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine konstruktiv formschlüssige Codierung zur Vermeidung einer drohenden Reibbelagfehlmontage definiert ist, indem beispielsweise das Loch (9) und die Maulöffnung (10) in der Rückenplatte (2) über wechselweise unterschiedlich gestaltete oder identisch dimensionierte Durchmesser ausgebildet sind, und wobei die korrekt zu paarenden Haltebolzen (18) und Führungsbolzen (19) ihrerseits dazu eineindeutig passende, also identische oder unterschiedlich dimensionierte, Durchmesser aufweisen, oder dass den quer versetzt ausgeprägten Lagerflanken (7,8) der Rückenplatte (2) ganz besondere individuell maßgeschneidert passende Aufnah meöffnungen im Festsattelscheibenbremsgehäuse (5) zugeordnet sind, so dass durch diese formschlüssig codierten Mittel ausschließlich eine korrekte Montagepaarung ermöglichst ist.

19. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Rückenplatte (2) die seitlich dia-

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) metral, distal, ausgerichtete sowie in Radialrichtung R zu einander querversetzt arrangierte Lagerflanken (7,8) mit zwei ganz unterschiedlich ausgeformten Bolzenaufnahmeöffnungen verfügt .

20. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-19, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerflanken (7,8) und/oder Bolzenaufnahmeöffnungen mit maximaler Distanz L zueinander versetzt an der Rückenplatte (2) vorgesehen sind.

21. Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-20, dadurch gekennzeichnet, dass ein Loch (9) vorgesehen ist, das aus einem Dreiviertelkreisrundbogen und einem Viertelkreisrandbogen zusammengesetzt ist.

22. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse umfassend ein Festsattelscheibenbremsgehäuse (5) zur drehfesten Lagerung und zur parallelverschiebbaren Führung von wenigstens zwei, entlang einer Kolbenachse K relativverschiebbar angeordneten, sowie jeweils kolbenbetätigten Scheibenbremsbelägen (1), die beidseits zu einander sowie parallel zu Reibflächen einer rotierenden Bremsscheibe (4) arrangiert sind, gekennzeichnet durch eine per fixem Festlager A jeweils ortsfest einlaufseitig, bezogen auf eine Vorzugsdrehrichtung V +, definierte Brems krafteinleitung in das Festsattelscheibenbremsgehäuse (5), und umfassend ein fix platziertes Reibbelagloslager B, das nach den Merkmalen von einem oder mehreren der vorhergehenden Pa tentansprüchen 1-21, mit Bezug auf die Vorzugsdrehrichtung V + auslaufseitig platziert angeordnet ist.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

23. Scheibenbremsbelagersatzteilsatz, umfassend zumindest zwei im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zueinander ausgeführte, drehrichtungsabhängig konfektionierte Scheibenbremsbeläge (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche 1-21, gekennzeichnet durch die Verwendung zur Neuherstellung,

Instandsetzung und/oder Wartung, wie insbesondere Reparatur, einer Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse nach den Merkmalen des Patentanspruches 22.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Beschreibung

Drehrichtungsabhängig konfektionierter Scheibenbremsbelag für eine Festsattelscheibenbremse

Die Erfindung bezieht sich auf einen drehrichtungsabhängig konfektionierten, asymmetrisch verbesserten Scheibenbremsbelag in Rückenplattenkonfiguration für eine Festsat- tel-Teilbelag-Kraftfahrzeugscheibenbremse sowie auf eine be vorzugte paarweise Verwendung derselben Scheibenbremsbeläge in einem entsprechend adaptiert ausgelegten Festsattelscheiben- bremssystem, wobei zwecks drehfester Reibbelaghalterung und zur parallelverschieblichen Reibbelagführung, in dem passend ab gestimmt konfigurierten Festsattelbremsgehäuse zwei jeweils zueinander, sowie jeweils zu einer Raddrehachse, parallel gerichtet arrangierte Bolzen aufgenommen sind, und wobei diese Bolzen zwecks Kraft- bzw. Momentenstütze und/oder Führung entsprechend der Raumfreiheitsgrade zweckgerichtet mit dieser Reibbelagrückenplatte kooperieren .

Aus der WO 2005/064188 Al ist eine Hochleistungsfestsattelbremse bekannt, die im Grundsatz für Vorwärtsfahrt sowie für Rück wärtsfahrt gleichhoch belastbar ist. Der Reibbelag ist zu einer Reibbelagmittelachse symmetrisch konfektioniert sowie mit Q-förmiger Struktur gestaltet. Bezogen auf eine Reibbelag mittelachse liegt im Festsattelbremsgehäuse eine quasiredun dante, symmetrisch konstruierte Reibbelaglagerung + Reibbe lagbolzenführung anhand von zwei identisch ausgelegten Bol zenlagern vor. Die beiden Bolzenlager sind in Radialrichtung auf einheitlichem, identischem Niveau platziert, und radial un terhalb eines theoretischen Reibkraftangriffspunktes arran giert, der etwa mit einem radial ausgerichteten Höhenniveau einer Bremskolbenachse fluchtet. Dabei ist der Kraftfluss einer Haltekrafteinleitung in das Festsattelbremsgehäuse - also die Bremsumfangskraftübertragung - über diejenige Bohrungswandung der gelochten Rückenplatte am jeweils einlaufseitig arrangierten Bolzen gelöst. Die Kippmoment- bzw. Drehmomentabstützung wird über die beiden Bolzen geleistet. Infolge Bremsung nach einem Raddrehrichtungswechsel erfolgt daher stets ein Anlagewechsel in Bezug auf die Einleitung der Bremsumfangskräfte, so dass keinerlei Festlager vorliegt. Im Wechsel ermöglicht der jeweils andere Bolzen eine Drehsperre, damit der Reibbelag nicht außer Eingriff geschwenkt wird. Diese Reibbelaglagerung- und Führung umfasst zwei stets spiegelbildlich arrangierte

Ösen/Aufnahmeöffnungen in einer Reibbelagrückenplatte. Die Abstimmung dieser Reibbelaglagerung ist so, dass Umfangskräfte jeweils am einlaufseitigen Bolzen abgetragen werden, mit der Folge, dass der Lastwechsel im Kraftfluss mit einem Bolzenwechsel verbunden ist. Geräuschfreies Lastwechselverhalten erfordert eine entsprechend hochpräzise, ergo strenge Maßtolerierung in Bezug auf die Reibbelaglagerung sowie Führung über die beiden Bolzenlager; eine besondere Präzision in Bezug auf die im Kraftfluss einbezogenen Komponenten, wie insbesondere exakt passend eingefügte Bolzen und Ösen als Bolzenaufnahmelöcher in den zugedachten Rückenplatten. Eine Folge dieser feinmecha nischen Abstimmung ist entsprechende Kostenlast. Andererseits goutiert der Radbremsmarkt prinzipiell symmetrisch ausgeformte Reibbelagrückenplattenkonfigurationen, weil diese grundsätz lich ästhetisch wirken, die Bremsenwartungsprozesse erleichtern können, und zudem eine rationelle, abfallreduzierte, Blech streifenausnutzung gestatten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist demzufolge primär ein neuartiger Vorschlag über eine verbesserte Reibbelaglagerung für eine Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse, unter Vermeidung der Probleme wie NVH und Klackgeräusche infolge Drehrichtungswechsel, und unter Vermeidung von hohen Kompo nentenkosten, sowie Vermeidung kostenintensiver Gehäusebear- beitung. Die vorliegende Erfindung wendet sich im Prinzip gegen einen vollsymmetrisch konfektionierten, drehrichtungsunab hängig gestalteten, Mainstream indem eine Lagerung unter Verzicht auf drehrichtungsunabhängige Redundanzen vorgelegt wird, indem vereinfacht zusammengefasst eine neuartige, und asymmetrisch gelagerte Reibelaghalterung sowie Reibbelagführung definiert ist, die eine drehrichtungsabhängig selektiv gebundene Rückenplattenkonfektionierung beinhaltet. Die Erfindung beruht demzufolge auf dem Grundsatz eines fest definierten Festlagers A in Verbindung mit einem besonders praxisgerechten Anforde rungskollektiv, das auf der Grundannahme beruht, dass größte Bremsleistung WB stets in Richtung Vorwärts- also Vorzugs drehrichtung V + erfordert ist, wohingegen eine Rückwärts drehrichtung V - im praxisgerechten Lastkollektiv einen re duzierten Bremsenergieeintrag WB verursacht. Die Erfindung beinhaltet weiterhin eine neuartige Reibbelagkonfiguration, wie insbesondere auch deren paarweise Reibbelagverwendung als verkaufsfähig zusammengestellter Verschleißteilersatz. Pa rallel dazu wird zudem ein Vorschlag vorgelegt, der das ent sprechend neuartig konfigurierte Festsattelscheibenbremssystem als die zweckgerichtet passend abgerichtete Aufnahmekomponente für die Reibbelagkomponenten betrifft, und wobei ein erfin dungsgemäßer Bremssystemzusammenbau gemeinsam mit der Offen barung der vorliegenden Erfindung gleichermaßen beansprucht und dokumentiert ist.

Erfindungsgemäß umfasst ein drehrichtungsabhängig konfektio nierter Scheibenbremsbelag 1 eine Rückenplatte 2 als Träger für einen Reibwerkstoff 3, zwecks Kooperation mit einer drehbaren Bremsscheibe 4 die von einem fahrzeugfesten Festsattelschei- benbremsgehäuse Übergriffen ist, und wobei die Rückenplatte 2 aus einem streifenförmigen, ebenen Stahlblechwerkstoff, zu einer Reibbelagmittelachse Y asymmetrisch, ausgetrennt ist, der Reibwerkstoff 3 weitgehend zentral sowie mittelbar oder un- mittelbar auf einer Frontseite 6 von der Rückenplatte 2 fixiert ist, und mit diametral zueinander gegenüberliegenden, reib- werkstofffrei gestalteten Lagerflanken 7,8 und wobei die Rückenplatte 2 in Relation zu der Reibbelagmittelachse Y asymmetrisch ausgeformt ist. Denn die Rückenplatte 2 besitzt an seiner, bezüglich Vorzugsdrehrichtung V+ einlaufseitig plat zierten Lagerflanke 7, eine radial unterhalb zur Bremskolbe nachse K versetzt platzierte fixe Bremskrafthalterung mit einem Loch 9, das zur Haltebolzenaufnahme dient. Demzufolge ist einerseits ein ortsfestes, fix platziertes, Reibbelagfestlager A definiert. Es ist dadurch erfindungsgemäß keinerlei Orts wechsel bzw. Bolzenwechsel zur Haltekraftübertragung definiert, selbst wenn sich die Lastrichtung durch Drehrichtungswech sel/Fahrzeugfahrtrichtungswechsel ändern sollte. Auslaufseitig ist an der Rückenplatte 2 eine Lagerflanke 8 allokiert, die mit Ihrem Führungsmittel/Drehmomentstütze/Verdrehsicherung in Bezug auf die Kolbenachse K nach radial auswärts querversetz arrangiert ist. Diese Führung liegt als randoffene Maulöffnung 10 mit Aufnahmetasche 11 zur Führungsbolzenaufnahme vor. Mit dieser Maßnahme ist auslaufseitig (bezogen auf die Vorzugs drehrichtung V +) ein fix allokiertes Reibbelagloslager B definiert. Anhand ihrer erfindungsgemäß seitenweise fix verteilt arrangierten Halte- und Führungsfunktionalität ermöglicht die vorliegende Erfindung erstmals eine verblüffend einfache Komponentenherstellung + Maßtolerierung . Weiterhin wird auf nachteiligen Wechsel bzw. Unterbrechung im Kraftfluss infolge drehrichtungswechselnder Haltekraftabstützung verzichtet. Anders ausgedrückt definiert die vorliegende Erfindung eine statisch fix platzierte Festlager- und Loslagerkonfiguration, ohne Kraftflussunterbrechung .

Sowohl die funktionalen Zusammenhänge, als auch die kon struktiven Einzelheiten von ganz besonders bevorzugten Vari anten, respektive bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, gehen aus der ausführlichen Beschreibung anhand der Zeichnung hervor. In diesem Zusammenhang verdeutlicht die Zeichnung in ihren einzelnen Figuren, teils illustrativ oder schematisch aufbereitet, in unterschiedlichstem Maßstab wechselweise vergrößert oder verkleinert, sowie in unter schiedlichsten Perspektiven bzw. Ausschnitten, teilweise in generalistischer Chartgestaltung :

Fig. la zeigt Prinzipskizzen zwecks Verdeutlichung einer fix konfektionierten Halterung per Festlagerung A anhand eines selbsttätig verlagerbar ausgelegten Haltebolzenkontaktes · in einem fest zugewiesenen Loch 9 einer Rückenplatte 2 für ver schiedene, unterschiedlich wechselhafte Bremsbetriebsbedin gungen, am Beispiel einer bevorzugten Ausgestaltung eines erfindungsgemäß drehrichtungsabhängig ausgelegten Festsat telreibbelages 1;

Fig. lb zweigt eine alternative Festlagervariante umfassend eine dreiviertelkreisbogenförmige Rundbogenlochvariante;

Fig. 2 Prinzipskizze betreffend die Form-, Lage und

Maßtolerierungssituation, am Beispiel einer bevorzugten Aus gestaltung eines erfindungsgemäß drehrichtungsabhängig auf genommenen Festsattelreibbelages 1, mit fix allokiertem

Festlager A umfassend einen kreisquerschnittförmigen Halte bolzen 18 und ein halbreisbogenförmig konfiguriertes Rundbo genloch/Öse 9 die mit Versatz radial unterhalb einer Kolben längsachse K vorliegen, sowie mit einem Loslager B für einen kreisquerschnittförmigen Führungsbolzen 19, der weitgehend radial oberhalb der Kolbenachse K versetzt ist;

Fig. 3 Prinzipschaubild mit Gegenüberstellung verschiedener Messergebnisse über Geräuschereignisse in Verbindung mit grundlegendem System-/PrüfStandaufbau und der verantwortlichen Reibbelaggestaltungsvariation, wobei eine vorbekannte Stan dardhalterung mit einer erfindungsgemäß bevorzugt gestalteten Rundbogenfestlagerung verglichen ist;

Fig. 4 Rückenplattenrückansicht einer ersten bevorzugten Reibelagvariante in verkleinertem Maßstab, mit Anstellwinkel von etwa 0° im Bereich der Maulöffnung 10;

Fig. 5 die Einzelheit V aus Fig. 4 jedoch vergrößert, mit halbkreisbogenförmig ausgeprägtem Rundbogenloch/Öse/Fenster 9 zur Aufnahme eines kreisquerschnittförmigen Haltebolzens 18 in einer Reibbelagrückenplatte 2, zur Festlagerung A;

Fig. 6 die Einzelheit VI aus Fig. 4 jedoch vergrößert, mit einer randoffen ausgetrennten Aufnahmetasche 11 zur Aufnahme eines Führungsbolzens 19, zur Loslagerung B, und mit rückseitig aufgebrachtem Kantenradius R 1,3 (vgl. Schnitt E am rechten Seitenrand) ;

Fig. 7 Reibbelag 1 mit Verwendung der ersten Rückenplat tenvariante nach der Fig. 4, jedoch perspektivisch;

Fig. 8 Rückenplattenrückansicht einer zweiten bevorzugten Reibbelaggestaltungsvariante in verkleinertem Maßstab und mit Anstellwinkel von etwa = 15° im Bereich der Maulöffnung 10;

Fig. 9 die Einzelheit IX aus Fig. 8 jedoch vergrößert, mit halbkreisbogenförmig ausgeprägtem Rundbogenloch/Öse/Fenster 9 zur Aufnahme eines Haltebolzens 18 in einer Reibbelagrücken platte 2 als Festlagerung A;

Fig. 10 die Einzelheit X aus Fig. 8 jedoch vergrößert, mit einer randoffen ausgetrennten Aufnahmetasche 11 für einen Führungsbolzen 19, zwecks Loslagerung B, und mit rückseitig aufgebrachter Fase 0,5 x 30° (vgl. Teilschnitt E-E unterhalb der Fig . 10); und

Fig. 11 ein Reibbelag 1 unter Verwendung der zweiten be vorzugten Rückenplattenvariation wie in Fig. 4, jedoch per spektivisch .

Nachstehend wird die Erfindung vorwiegend mit Schwerpunkt auf einige ermöglichte Reibbelagdesignvarianten erläutert, obwohl sämtliche angepassten und einbezogenen Komponenten bzw. Teile der Bremse in den Schutzumfang der Erfindung einbezogen sind.

Im Fokus steht die grundsätzlich neuartige, asymmetrisch ausgetrennte Reibbelagrückenplattengeometrie. Eine Rücken platte 2 umfasst dazu ein fix allokiertes Festlager A das als randgeschlossene Durchgangsöffnung bzw. Loch oder Öse 9 in Gestaltung als Rundbogenfenster mit definierter Höhe h und mit definierter Breite b ausgetrennt ist. Das Loch 9 ist zur zweckgerechten Anlage an Haltebolzen 18 mit graduell kleinerem Kreisquerschnitt angepasst, indem oberhalb ein Rundbogen di ametral gegenüberliegend (überwiegend in den Skizzen vertikal oben) zu einer gedachten Raddrehachse M/Bremsscheibendrehachse platziert ist.

In weiterhin präzisierter Ausgestaltung kann diese Rundbo genstruktur, nämlich Loch 9 im Sinne eines Langlochs auch verzerrt bzw. aus mehreren einfachen Kreisbogensegmenten und aus mehreren Gradenstücken zusammengesetzt sein. Eine zusammen- gestetzte Struktur aus anders geformten geometrischen Teilen bzw. Kurvensegmenten sind genauso denkbar. Jedenfalls ver deutlichen die Figuren mithin eine langlochartig gestreckte Lochstruktur deren Höhe h zumindest geringfügig größer als deren Breite b definiert ist und wobei die Höhe h parallel zur Reibbelagmittelachse Y bemessen ist. Im Ergebnis ist ein kreisquerschnittförmiger Haltebolzen 18 orthogonal zu seiner Haltekraftflussrichtung gerichtet, also quer mit geringfügigem Spiel in seiner Lochaufnahme aufnehmbar. Dadurch wird es beispielsweise vorteilhaft ermöglicht, dass zwischengelagerte Verschleiß- bzw. Korrosionsprodukte oder auch Schmutz infolge gegenseiter Relativverschiebung anhand dieser selbstreinigenden Betriebsauslegung selbsttätig abgetragen werden.

Das bevorzugt gebildete Rundbogenfenster verfügt im Wesentlichen über einen Halbkreisrundbogen, der mit einem vorgegeben de finierten Nennradius zwei im Wesentlichen zueinander parallel ausgerichtete Fensterlaibungen 12, 13 derart überspannt, dass der Bogen jeweils ansatzlos in die zugehörigen Fensterlaibungen 12,13 übergeht. Der doppelte Nennradius ist dabei zumindest geringfügig übermäßig so toleriert, so dass ein kreisquer schnittförmiger Haltebolzen 18 mit Übergangspassung bzw. mit geringem Spiel noch einfach montierbar in dem Loch 9 aufnehmbar ist. In einem unteren Teil des Lochs 9 sind die beiden Fens terlaibungen 12,13 durch eine, im Wesentlichen eben ausge bildete, Fensterbasis 14 miteinander verbunden. Fensterbasis 14 und Haikreisrundbogen sind im Wesentlichen zueinander gegen überliegend vorgesehen . Jede Fensterbasis 14 ist im Wesentlichen orthogonal, quer, also lotrecht zu deren Fensterleibungen 12,13 ausgerichtet. Es ist möglich, dass zwischen Fensterbasis 14 und Fensterlaibung 12, 13 jeweils ein Viertelkreisrandbogen mit einem definierten Kreisradius eingefügt ist, so dass ein Eck vermieden wird, bzw. sich ein kreisquerschnittförmiger Haltebolzen günstig in die Lochstruktur einschmiegen kann. Dabei können die be teiligten Kreisradien jeweils unterschiedlich dimensioniert sein. Vorzugsweise ist der Kreisradius der Viertelkreisrandbögen im Wesentlichen geringer bemessen, als die Hälfte des Halte bolzendurchmessers. Festgehen bzw . Korrosionsschaden wird durch unterschiedliche Radien vorteilhafterweise vermieden. In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung dieser bevorzugten Aus- führungsform sind die beiden Viertelkreisrandbögen mit zuei nander unterschiedlich bemessenen Radien, sowie zueinander gegenüberliegend ausgerichtet, ausgebildet. Dadurch wird eine besonders leistungsgerechte, zielführende gegenseitige An passung im Tragverhalten (Flächenpressungsreduktion) zwischen den gepaarten, gekrümmten Kontaktflachen ermöglicht. In wei terhin leistungsgerechter Spezifikation wird erfindungsgemäß zudem vorgeschlagen, dass ein einlaufseifig allokierter

Viertelkreisrandbogen über einen größeren Radius verfügt, als ein auslaufseifig allokierter Viertelkreisrandbogen. Als un teres Grenzmaßdefinition empfiehlt es sich, dass die Radien der Viertelkreisrandbögen jeweils für sich genommen kleiner als der Radius des Haikreisrundbogens bemessen sind. Als obere

Grenzmaßdefinition gilt demgegenüber, dass die Radien der beiden Viertelkreisrandbögen in Summe gerechnet inetwa mit dem Radius des überspannenden Haikreisrundbogens übereinstimmen sollen. Beispielsweise ist ein Radius eines Viertelkreisrandbogens im Vergleich zum Radius des Halbkreisrundbogens inetwa 20 % - 80 % kleiner bemessen.

Nachstehend wird vertieft auf Einzelheiten der Gestaltung des Loslagers B im Bereich der Lagerflanke 8 eingegangen. Grund sätzlich kann eine vergleichsweise einfach ausgeprägte Dreh- hemmung/Momentensperre anhand der Rückenplatte 2 ausreichen. Eine hier bevorzugte konstruktive Gestaltung umfasst eine randseitig offene Maulöffnung 10 mit Aufnahmetasche 11 und im Wesentlichen zueinander parallel ausgerichteten Maulflächen 15,16 sowie mit einem bodenseitigen Freistich als Freigang für den Führungsbolzen 19. Anhand des Freistichs wird in diesem Zusammenhang sichergestellt, dass der Kraftfluss über den Führungsbolzen 19 frei von tangential gerichteten Haltekräften ist. Mit anderen Worten überträgt der Führungsbolzen 19 aus schließlich Querkräfte. Also ist sichergestellt, dass der Führungsbolzen 19 von jeglicher Halteaufgabe freigestellt ist, und ausschließlich dazu dient, dass sich der Reibbelag 1 nicht unkontrolliert verdrehen kann.

Für eine integrale Aushebesicherung bietet es sich an, wenn die Maulflächen 15,16 der Maulöffnung 10 ganz oder zumindest im Abschnitt der Führungsbolzenaufnahme weitgehend zueinander parallel ausgerichtet, sowie mit einem Anstellwinkel zwischen etwa 0° - ± 45° definiert querversetzt vorgesehen sind. Versuche haben darüber hinaus ergeben, dass ein Anstellwinkel = + 15° besonders günstige Ergebnisse ermöglichen kann.

Im Sinne eines verbesserten Verletzungsschutz darf weiterhin definiert sein, dass die umlaufenden, ausgetrennten Kanten der Rückenplatte 2, allseitig oder selektiv, und entweder bereits am Rückenplattenstanzrohteil oder zumindest jedoch am Reibbe lagfertigteil vorzugsweise maschinell trovalisiert , abge schliffen, gebrochen, definiert gefast oder abgerundet aus gebildet sind. Insbesondere sollte ein Rundbogenfenster bzw. die Maulöffnung 10 auf der Rückseite 17 der Rückenplatte 2 jeweils mit einer definierten Gestaltung versehen sein, entweder per umlaufend halbkreisförmig abgerundeter Kante mit Radius R, bzw. alternativ durch eine definiert angefaste Kante von mindestens etwa 0,5 x 30 °, oder wechselweise durch variiert ausgeprägte Mischformen dieser Varianten, damit eine verletzungsfreie Montierbarkeit sichergestellt ist.

Die Erfindung definiert schließlich einen drehrichtungsabhängig konfektionierten Festsattelscheibenbremsbelag 1 mit einer besonders verkürzten Toleranzkette die ausschließlich definiert ist durch Addition bzw. Substraktion von zwei Nennmaßen ein schließlich deren oberem und unterem Abmaß im Bereich der unmittelbar festlagerseitig am A-Festlager beteiligten Maße, nämlich zwischen a) Haltebolzendurchmesser D (inclusive dessen j eweiliger Abmaßtoleranzen AD) und b) Bolzenaufnahmeöffnung d in der Rückenplatte 2 (inclusive deren jeweiliger Abmaßtoleranzen Ad) , nach der Formel

Ad ± d + AD ± D = AS ± S.

Dabei ist die Toleranzkette durch die einseitig fix allokierte Festlagerung zwischen Rückenplatte 2 und Haltebolzen 18 er findungsgemäß verkürzt, und wobei der gegebene Bolzenabstandes L zwischen Haltebolzen 18 und Führungsbolzen 19 auf die

Kraftflusseinleitung der Haltekräfte in das Festsattelgehäuse 5 keinen Einfluss hat.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann zwecks Vermeidung von Verwechslung definiert sein, dass das Loch 9 und die Maulöffnung 10 über wechselweise unterschiedliche oder identisch dimensionierte Durchmesser verfügen, und wobei die zugeordneten Haltebolzen 18 und Führungsbolzen 19 ihrerseits wechselweise angepasste, also identische oder unterschiedlich dimensionierte, Durchmesser aufweist, so dass ausschließlich eine korrekte gegenseitige Montagepaarung ermöglicht ist. Beispielsweise kann auf Grundlage von formschlüssigen Ge setzmäßigkeiten oder gegenseitig abgestimmten Passformen au tomatisch konstruktiv ausgeschlossen werden, dass der Füh rungsbolzen 19 irrtümlich mit dem Loch 9 gepaart wird, oder es kann auch vermieden werden, dass der Haltebolzen 19 irrtümlich mit der Maulöffnung 10 kombiniert wird.

In Draufsicht sind die Maßnahmen zur Halterung und zur Führung an der Rückenplatte 2 so arrangiert, dass diese jeweils lateral zueinander diametral beabstandet und in Relation zu einer Kolbenachse K radialversetzt platziert sind. Dieses Arrangement kann so umgesetzt sein, dass ein maximierter Radialversatz zwischen den unterschiedlichen Abstützpunkten vorliegt. Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Festsattel scheibenbremse mit einem Bremssattelgehäuse 5 zur drehfesten Lagerung von wenigstens zwei, in Betätigungsrichtung parallel zueinander relativverschiebbar geführt gelagert angeordneten, sowie jeweils kolbenbetätigten Scheibenbremsbelägen 1, die beidseits zu einander parallel gerichteten Reibflächen einer rotierenden Bremsscheibe 4 arrangiert sind, indem die per Festlager A jeweils ortsfest definierte Bremskrafteinleitung in das Bremssattelgehäuse 5, und ein dazu ortsfest platziertes Reibbelagloslager B vorgesehen ist, und wobei im Übrigen we nigstens ein Reibbelag 1 vorliegt, der irgendeine Merkmals kombination nach einem oder mehreren der vorstehend im Detail beschriebenen Arrangements erfüllen kann.

Erfindungsgemäß bietet es sich insbesondere ganz besonders an, einen Scheibenbremsbelagersatzteilsatz als Montageset lose gebündelt, in einer Umverpackung konfektioniert vorzulegen, wobei als Teilbestandteil zwei im Wesentlichen spiegelsym metrisch zueinander ausgeführte, drehrichtungsabhängig kon fektionierte Scheibenbremsbeläge 1 vorliegen, die mindestens eines der vorstehenden Merkmale erfüllen, beziehungsweise alternativ oder in Kombination jegliche beliebige Kombination davon, und wobei dieses Montageset dazu geeignet und bestimmt ist, zur Neuherstellung, Instandsetzung und/oder Wartung, wie insbesondere zur Reparatur, einer vorstehend beschriebenen Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse zu dienen.

In der hiermit vorgeschlagenen Lösung dieser Aufgabenstellung stellt die Rückenplatte 2 eine neuartige, zentrale und separat vorgefertigte Komponente eines Scheibenbremsbelags 1 dar. Die Rückenplatte 2 ist dabei aus einem streifenförmigen, ebenen Stahlblechwerkstoff ausgetrennt, und in Bezug auf eine Mit telachse Y mit asymmetrisch dazu allokierter Lagerung und Führung über Bolzen 18,19 definiert vorgesehen. Die Reibbelagrücken platte 2 ist bezüglich Ihrer eigenen Mittelachse Y asymmetrisch ausgetrennt, wie insbesondere fein- oder lasergeschnitten, und dient als Träger für eine weitegehend symmetrisch zur Mittelachse aufgebrachte, verfestigte Reibwerkstoffmischung 3 die weit gehend zentral sowie mittelbar oder unmittelbar auf der

Frontseite 6 fixiert ist. Die Rückenplatte 2 verfügt zudem über diametral gegenüberliegend versetzte, reibwerkstofffreie, Lagerflanken 7,8 die asymmetrisch zueinander, ausgeprägte Vorsprünge ausbilden können. Die Einzelheiten und Details gehen aus der Beschreibung anhand der Zeichnung hervor.

Erfindungsgemäß erlaubt die Erfindung eine vorteilhafte Kon zentration auf ein Festlager A indem vorgesehen wird, dass eine Bolzenaufnahmeöffnung zur Ausbildung eines Festlagers A im Belagträger (Rückenplatte) für den bremskraft-übertragenden Haltebolzen mit einer kreisbogenförmigen, wie insbesondere halbkreisförmigen Kontur im oberen Bereich ausgestattet ist. Als Sonderform ist eine Ausführung mit einer halbkreisförmigen Kontur oder auch mit einer Freiform-Kontur prinzipiell möglich.

Die Spielsituation und Toleranzrechung zwischen Rückenplatte und Haltebolzen ist erfindungsgemäß „verkürzt", weil diese aus schließlich beeinflusst ist durch die festlagerseitig am A-Festlager definierten Maße zwischen a) Haltebolzendurchmesser ( inclusive der j eweiligen Toleranz ) undb) Bolzenaufnahmeöffnung im Bremsbelagträger (inklusive der jeweiligen Toleranz) . Dadurch ist eine vergröberte Tolerierung in einer Distanz/Beabstandung der Länge L zwischen Haltebolzen und Führungsbolzen ermöglicht. Mit anderen Worten ist eine Tolerierung im Abstand L zwischen Festlager A und Loslager B ohne besondere Rückwirkung auf die NVH-Resultate (Quietschgeräusche) . Demzufolge ermöglicht eine vergröberte Tolerierung in der Länge L eine sehr vorteilhafte Auswirkung auf die Herstellkosten (Kostenreduktion) . Thermisch bedingte Maßveränderungen haben auch keine funktionale Be einträchtigung zur Folge. Erfindungsgemäß wird als prinzipielle Lösungsformel zur konstruktiven Reibbelaglagerung die folgende, verkürzt definierte, Toleranzkette definiert:

Ad ± d + Dϋ ± D = AS ± S

In Weiterbildung der Erfindung kann an der Bolzenaufnahme des A-Festlagers noch vorgesehen sein, dass an eine oben definierte bogenförmige bzw. alternativ halb-elliptische Kontur zusätzlich eine Krümmung im rechten, unteren Quadranten zwischen etwa 3-Uhr und 6-Uhr in die Aufnahme des Haltebolzens eingearbeitet ist. Die dadurch erzeugte „Schmiegung" ermöglichst einen allmählichen, geführten Übergang bei gradueller Änderung der Kraftrichtung und leistet dadurch einen Beitrag zur Vermeidung einer abrupten Änderung im jeweiligen Kontaktpunkt nach veränderten Bedin gungen. Radialspiel ist also einfach reduziert auslegbar.

Eine Spielsituation zwischen Rückenplatte 2 und Belagfüh rungsbolzen 19 wird erfindungsgemäß lediglich beeinflusst durch die Durchmesser-Toleranzrechnung bezogen auf das A-Lager (Festlager) . Insbesondere ist ein Abstand L zwischen Haltebolzen 18 und Führungsbolzen 19 (also die Distanz zwischen A-Festlager und B-Loslager) für die Toleranzrechnung ohne Belang. Thermisch bedingte Maßveränderungen sind erfindungsgemäß auch ohne jeden Einfluss. Günstige Vorteile der Erfindung erwachsen dadurch, dass für NVH und Klackgeräuschvermeidung reduzierte Spielsi tuation durch geringere Kosten aufgrund entfeinerte Toleranz, reduzierte Maßhaltigkeit der Komponenten bzw. gröbere Bear beitung des Gehäuses erzielt werden kann. Die neue Kontur erlaubt nach Drehrichtungswechsel eine eindeutige und unmittelbar Adaptierte Kontaktsituation am Festlager A zwischen einem einzigen Belaghaltebolzen und der zugeordneten Bolzenaufnahme in der Öffnung des Belagträgers an dem jeweils individuell ge- kennzeichneten Kontaktpunkt (in Abhängigkeit von der Brems belastung) für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt bei kostengüns tigerer Maßhaltigkeit. Keine Mehrpunktberührung im Belas tungsbereich, der für die Geräuschentwicklung relevant ist. Kontinuierlicher Übergang des Kontaktpunktes bei Steigerung bzw. Reduzierung der Bremsbelastung und Fahrtrichtungswechsel. Diese kontinuierlichen Übergänge verbessern auch das Klapperge räuschverhalten bei Schlechtwegbetrieb.

Demzufolge wird anhand einer erfindungsgemäßen Rückenplatte 2 in besonders vereinfachter, ökonomischer wie auch in äußerst vorteilhaft-einschwenkmontierbarer Art und Weise eine statisch bestimmte und gleichzeitig komfortorientierte Lagerung zwischen Scheibenbremsbelag 1 und Kraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse aufgezeigt .

Fehlmontage oder Verwechslung ist durch konstruktiv integrierte Codierung nach dem poka yoke Prinzip ausgeschlossen. Bei spielsweise verfügt in einer Ausgestaltung das Loch 11 und die Maulöffnung 13 über unterschiedlich oder identisch dimensio nierte Durchmesser, und wobei zugeordnete Haltebolzen 21 und Führungsbolzen 22 ihrerseits über angepasste und identisch oder unterschiedlich dimensionierte Durchmesser verfügen.

Bezugszeichenliste

WB Bremsenergie

V+ Vorwärtsdrehrichtung (Vorzugsdrehrichtung)

V- Rückwärtsdrehrichtung

A Festlager

B Loslager

L Distanz

AL Distanztoleranz

D Haltebolzendurchmesser

AD Haitebo1zendurchmessertoieranz

d Haltebolzenaufnahme

Ad Haltebolzenaufnahmetoleranz

R Nennradius

R X/r Radius

S Toleranz

AS Toleranzabweichung

Rad Radialrichtung

Ax Axialrichtung

T Tangentialrichtung

K Kolbenachse

M Rad-/ (Bremsscheiben-) Drehachse

Y Reibbelagmittelachse

• Kontaktpunkt Anstellwinkel [°]

h Höhe

b Breite 1 (Kraftfahrzeug) Scheibenbremsbelag

2 Rückenplatte

3 Reibwerkstoff

4 Bremsscheibe

5 Festsattelscheibenbremsgehäuse

6 Frontseite

7 Lagerflanke

Lagerflanke

9 Loch/Öse

10 randoffene Maulöffnung

1 1 Aufnähmetasche

12 Fensterlaibung

13 Fensterlaibung

14 Fensterbasis/Schwelle

15 Maulfläche

1 6 Maulfläche

17 Rückseite

1 8 Trag- oder Haltebolzen

19 Drehmomentstütz- oder Führungsbolzen