KOCH, Nikolaus (Grabenstraße 25, Geislingen, 72351, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e : Elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine (100; 200; 300; 400; 500; 600) zum Abschneiden von Scheiben aus insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einer Schneideeinrichtung, die ein in einem Antriebsgehäuse (2) rotierend gelagertes Kreismesser (3) umfasst, mit einem vom Antriebsgehäuse (2) umschlossenen Elektromotor (4a) zum Antrieb der Schneideeinrichtung, sowie mit einer Basisplatte (5), auf der das Antriebsgehäuse (2) über mindestens eine in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäule (6X) frei tragend montiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützsäule (6V) derart ausgestaltet ist, dass unterhalb der Schneideeinrichtung zwischen dem Antriebsgehäuse (2) und der Basisplatte (5) ein in horizontaler Richtung durchgehender Zwischenraum (7) frei bleibt, in welchem mindestens eine Zubehöreinrichtung für die Weiterverarbeitung von abgeschnittenem Schneidegut (23) angeordnet ist, und dass ein Anschluss der Zubehöreinrichtung im Antriebsgehäuse (2) aufgenommen ist. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäule (6λ) vorgesehen ist, die zusammen mit der Basisplatte (5) eine L-Form beschreibt. 3. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäulen (6\ 6") horizontal nebeneinander angeordnet sind. 4. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abstützsäule (6\ 6") mindestens einen mechanischen Anschluss zur reversiblen Montage einer Zubehöreinrichtung aufweist. 5. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Abdeckungen zur staubfreien Abdeckung der nicht benutzten mechanischen Anschlüsse in der Abstützsäule vorgesehen sind. 6. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Antriebsgehäuse ( 11 ; 21) elektronische Steuerelemente (8.1; 8.2; 8.3; 8.4) und/oder elektrische oder mechanische Bedienelemente aufgenommen sind. 7. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehöreinrichtung eine Folienrolle (9) umfasst, von welcher Folie (10) zur Aufnahme abgeschnittener Schneidegutscheiben (23) in den Zwischenraum (7) zwischen dem Antriebsgehäuse (2) und der Basisplatte (5) geführt werden kann, wobei vorzugsweise eine Drehlagerung ( 11) der Folienrolle (9) in einer der Abstützsäulen (6\ 6") vorgesehen ist. 8. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abstützsäule (6 ) oder außen am Antriebsgehäuse (2) eine Schneideinrichtung zum Abschneiden von Folienstücken oder eine Abreißkante ( 12) Abreißen von Folienstücken angeordnet ist. 9. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehöreinrichtung ein Förderband ( 13) zum Transport abgeschnittener Schneidegutscheiben (23) durch den Zwischenraum (7) zwischen dem Antriebsgehäuse (2) und der Basisplatte (5) umfasst, wobei die Antriebseinrichtung für das Förderband ( 13) im Antriebsgehäuse (2) untergebracht ist. 10. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehöreinrichtung einen, insbesondere L-förmig gebogenen, vorzugsweise angetriebenen Ablagetisch ( 15) zur Aufnahme abgeschnittener Schneidegutscheiben (23) im Zwischenraum (7) zwischen dem Antriebsgehäuse (2) und der Basisplatte (5) umfasst, wobei eine gegebenenfalls vorhandene Antriebseinrichtung für den Ablagetisch (15) im Antriebsgehäuse (2) untergebracht ist. 11. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Ablagetisch ( 15) eine Zahnleiste ( 18) angeordnet ist, die mit einem angetriebenen Zahnrad (19) kämmt. 12. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinrichtung zum Antrieb mindestens einer Zubehöreinrichtung im Antriebsgehäuse (2) aufgenommen ist. 13. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Antriebsgehäuse (2) eine Antriebseinrichtung zum Antrieb eines Abschlägers (22) für abgeschnittene Schneidegutscheiben (23) aufgenommen ist. 14. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Antriebseinrichtungen zum Antrieb aller Zubehöreinrichtungen im Antriebsgehäuse (2) aufgenommen sind. 15. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Belüftungseinrichtung vorgesehen ist, mittels der zumindest während des Betriebs der Scheibenschneidemaschine (100; 200; 300; 400; 500; 600) ein durch eine Einlassöffnung in das Antriebsgehäuse eintretender, zum Elektromotor (4a) gelenkter, an diesem vorbei streichender und durch eine Auslassöffnung aus dem Antriebsgehäuse (2) wieder austretender Kühlungsluftstrom erzeugt werden kann. 16. Scheibenschneidemaschine nach den Ansprüchen 3 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungseinrichtung in einer der Abstützsäulen (6\ 6") angeordnet ist. 17. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungseinrichtung eine Verschlussvorrichtung umfasst, die bei ausgeschaltetem Elektromotor (4a) die Auslassöffnung der Belüftungseinrichtung zumindest spritzwasserdicht verschließt, bei eingeschaltetem Elektromotor (4a) hingegen für den austretenden Kühlungsluftstrom offen hält, wobei die Betätigung der Verschlussvorrichtung an die Betätigung eines Ein/Aus-Schalters gekoppelt ist. 18. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungseinrichtung geometrisch so gestaltet ist, dass der Kühlungsluftstrom im Antriebsgehäuse (2) von unten nach oben strömt, wobei vorzugsweise die Auslassöffnung oberhalb der Einlassöffnung angeordnet ist. |
TRAGENDEM ANTRIEBSGEHÄUSE UND ZUBEHÖREINRICHTUNG
B e s c h r e i b u n g :
Die Erfindung betrifft eine elektrisch betriebene
Scheibenschneidemaschine zum Abschneiden von Scheiben aus
insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einer Schneideeinrichtung, die ein in einem Antriebsgehäuse
rotierend gelagertes Kreismesser umfasst, mit einem vom
Antriebsgehäuse umschlossenen Elektromotor zum Antrieb der
Schneideeinrichtung, sowie mit einer Basisplatte, auf der das
Antriebsgehäuse über mindestens eine in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäule frei tragend montiert ist.
Derartige Scheibenschneidemaschinen sind beispielsweise bekannt aus der DE 103 17 319 AI.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Das Schneidegut, insbesondere in automatisch betriebenen
Scheibenschneidemaschinen für strangförmige Lebensmittel, wie etwa Würste, Schinken, Lachs, Käse etc., wird mit Hilfe einer ZuStelleinrichtung auf einer Zuführungsfläche gegen die Schneideeinrichtung bewegt, meist in Richtung senkrecht zur Schneidebene, in welcher üblicherweise ein oder mehrere rotierende Messer kreisen, um Scheiben vom geförderten
Schneidegut abzuschneiden. Der Antrieb der Schneideeinrichtung erfolgt durch einen Elektromotor, der zum Schutz gegen Spritzwasser und
Verschmutzung sowie zur mechanischen Sicherung gegen äußere Eingriffe vom Maschinengehäuse vollständig umschlossenen ist.
Eine Aufschnittschneidemaschine mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Schneideeinrichtungen, unter welchen ein Förderband zum Abtransport der abgeschnittenen Schneidegut-Scheiben vorgesehen ist, wird in der AT 385939 B beschrieben.
In der Scheibenschneidemaschine gemäß der eingangs zitierten
DE 103 17 319 AI bleibt der Raum, welcher oberhalb der Basisplatte durch die Abstützsäule eröffnet wird, völlig ungenutzt, was die Bauhöhe der Scheibenschneidemaschine unnötig vergrößert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine
gattungsgemäße Scheibenschneidemaschine der eingangs beschriebenen Art kostengünstig und mit einfachen technischen Mitteln dahin gehend zu verbessern, dass die Maschine möglichst kompakt gestaltet ist und eine leichte Umrüstung auf unterschiedliche Betriebsmoden ermöglicht, wobei dafür benötigte Zubehöreinrichtungen sämtlich im gleichen Gehäuse unterbringbar sein sollen wie der Antrieb. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auf ebenso überraschend einfache wie wirkungsvolle Art und Weise dadurch gelöst, dass die Abstützsäule derart ausgestaltet ist, dass unterhalb der Schneideeinrichtung zwischen dem Antriebsgehäuse und der Basisplatte ein in horizontaler Richtung durchgehender Zwischenraum frei bleibt, in welchem mindestens eine Zubehöreinrichtung für die Weiterverarbeitung von abgeschnittenem Schneidegut angeordnet ist, und dass ein Anschluss der
Zubehöreinrichtung im Antriebsgehäuse aufgenommen ist.
Auf diese Weise wird ein definierter, durchgehender Raumbereich oberhalb der Basisplatte eröffnet, welcher durch die Anordnung von
Zubehöreinrichtungen, deren Anschlüsse abdeckbar im Antriebsgehäuse vorgesehen sind, sinnvoll ausgenutzt werden kann, was die
erfindungsgemäße Scheibenschneidemaschine kompakter und vielseiter gestaltbar macht. Die Anschlüsse im Antriebsgehäuse ermöglichen einen schnellen und problemlosen Austausch verschiedener
Zubehöreinrichtungen, sodass die Scheibenschneidemaschine leicht umgerüstet werden kann und eine hohe Flexibilität hinsichtlich
verschiedener Betriebsmoden sowie eine vereinfachte Wartung und
Reinigung der verwendeten Teile bietet.
Bei einer einfachen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine ist nur eine in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäule vorgesehen, die zusammen mit der Basisplatte eine L-Form beschreibt. Damit lässt sich die volle Breite des Maschinengehäuses für die Zubehöreinrichtung(en) nutzen, sodass ein Maximum an nutzbarem Raum zwischen der Basisplatte und dem Antriebsgehäuse zur Verfügung steht. Alternativ können bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zwei (oder auch mehr) in vertikaler Richtung ausgedehnte Abstützsäulen horizontal nebeneinander angeordnet sein, was die mechanische Stabilität der Konstruktion erhöht.
Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine, bei denen mindestens eine Abstützsäule mindestens einen mechanischen Anschluss zur reversiblen Montage einer Zubehöreinrichtung aufweist, sodass nicht nur das Antriebsgehäuse, sondern auch die Abstützsäulen für Anschlüsse genutzt werden können, um die Variabilität der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine bei gleichzeitig hohem Kompaktheitsgrad weiter zu erhöhen.
Bei vorteilhaften Weiterbildungen dieser Ausführungsformen können Abdeckungen zur staubfreien Abdichtung der nicht benutzten
mechanischen Anschlüsse in der Abstützsäule vorgesehen sein.
Noch kompakter können Ausführungsformen der Erfindung gestaltet werden, bei denen im Antriebsgehäuse elektronische Steuerelemente für einen automatisierten Betrieb der Scheibenschneidemaschine und/ oder elektrische oder mechanische Bedienelemente aufgenommen sind.
Bei einer Klasse von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine umfasst eine Zubehöreinrichtung eine
Folienrolle, von welcher Folie zur Aufnahme abgeschnittener
Schneidegutscheiben in den Zwischenraum zwischen dem
Antriebsgehäuse und der Basisplatte geführt werden kann, wobei vorzugsweise eine Drehlagerung der Folienrolle in einer der Abstützsäulen vorgesehen ist. Auf diese Weise fällt das Schneidegut direkt auf die Verpackungsfolie und kann damit besonders hygienisch weiterverarbeitet werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Klasse von Ausführungsformen zeichnen sich dadurch aus, dass an der Abstützsäule oder außen am
Antriebsgehäuse eine Schneideinrichtung zum Abschneiden von
Folienstücken oder eine Abreißkante Abreißen von Folienstücken
angeordnet ist, um eine - in verschiedenen Betriebszuständen auch variierende - Verpackungsgröße für eine gewünschte Anzahl von
Schneidegutscheiben herstellen zu können.
Alternativ oder zusätzlich kann bei einer weiteren Klasse von
Ausführungsformen eine Zubehöreinrichtung vorgesehen sein, die ein Förderband zum Transport abgeschnittener Schneidegutscheiben durch den Zwischenraum zwischen dem Antriebsgehäuse und der Basisplatte umfasst, wobei die Antriebseinrichtung für das Förderband im
Antriebsgehäuse untergebracht ist, um die Einrichtung besonders kompakt zu gestalten. So kann die gesamte Förderbandmechanik einschließlich Antrieb des Bandes im gleichen Motorgehäuse untergebracht werden, wie der Antrieb der Scheibenschneidemaschine selbst.
Eine weitere Klasse von Ausführungsformen der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass - alternativ oder ergänzend - eine Zubehöreinrichtung einen, insbesondere L-förmig gebogenen, vorzugsweise angetriebenen Ablagetisch zur Aufnahme abgeschnittener Schneidegutscheiben im
Zwischenraum zwischen dem Antriebsgehäuse und der Basisplatte umfasst, wobei eine gegebenenfalls vorhandene Antriebseinrichtung für den Ablagetisch im Antriebsgehäuse untergebracht ist. Bei einer bevorzugten und leicht herzustellenden Weiterbildung dieser Ausführungsformen ist am oder im Ablagetisch eine Zahnleiste
angeordnet, die mit einem - gegebenenfalls durch einen eigenen Motor angetriebenen - Zahnrad kämmt.
Einen besonders geringen Bauraum nehmen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine ein, bei welchen eine Antriebseinrichtung zum Antrieb mindestens einer Zubehöreinrichtung im Antriebsgehäuse aufgenommen ist.
Insbesondere kann bei Weiterbildungen dieser Ausführungsformen im Antriebsgehäuse eine Antriebseinrichtung zum Antrieb eines Abschlägers für abgeschnittene Schneidegutscheiben aufgenommen sein.
Vorzugsweise sind bei besonders kompakten Weiterbildungen sogar sämtliche Antriebseinrichtungen zum Antrieb aller Zubehöreinrichtungen im Antriebsgehäuse aufgenommen.
Dadurch, dass der Antriebsmotor der Scheibenschneidemaschine in der Regel vom Maschinengehäuse vollständig umschlossenen ist, wird die beim Betrieb erzeugte Abwärme innerhalb des Maschinengehäuses aufgestaut. Vor allem bei professionell im Dauerbetrieb ununterbrochen durchlaufenden Maschinen, deren Elektromotor meist auch dann nicht abgeschaltet wird, wenn gerade keine Scheiben vom Schneidegut abgeschnitten werden, ergibt sich ein erhebliches Problem durch die Gefahr der Überhitzung empfindlicher Teile der Vorrichtung. Um diese Stau-Wärme zumindest teilweise nach außen abzuführen, ist bei besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung eine
Belüftungseinrichtung vorgesehen, mittels der zumindest während des Betriebs der Scheibenschneidemaschine ein durch eine Einlassöffnung in das Antriebsgehäuse eintretender, zum Elektromotor gelenkter, an diesem vorbei streichender und durch eine Auslassöffnung aus dem
Antriebsgehäuse wieder austretender Kühlungsluftstrom erzeugt werden kann. Derartige Belüftungseinrichtungen sind per se beispielsweise bekannt aus der EP 0 115 788 AI.
Besonders einfache und kompakte Weiterbildungen dieser
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine zeichnen sich dadurch aus, dass die Belüftungseinrichtung in einer der Abstützsäulen angeordnet ist und einen Kühlluftkanal bildet, durch welchen die Kühlluft zu einem Ausgang unterhalb der Antriebseinrichtung geleitet wird.
Viele der bisher bekannten Belüftungseinrichtungen sind allerdings einerseits relativ aufwändig im Aufbau und erlauben andererseits keine einfache und gründliche Reinigung der Scheibenschneidemaschine durch Abspritzen mit Wasser selbst im ausgeschalteten Zustand des
Elektromotors, weil durch zu große Einlass- und die Auslassöffnungen Spritzwasser ins Innere des Maschinengehäuses eintreten und zu
Beschädigungen des Elektromotor führen könnte. Zur Vermeidung derartiger Wasserschäden sowie aus hygienischen Gründen sind bei manchen der bekannten Belüftungseinrichtungen lediglich relativ kleine Lüftungsschlitze vorgesehen, auf die zudem innerhalb des
Maschinengehäuses in der Regel erst ein Dichtungslabyrinth anschließt, bevor die Zuluft an den Elektromotor und die Abluft von dort wieder nach außen gelangt. Oftmals ist auch ein Lüfterrad vorgesehen, welches einen Druckgradienten und damit einen Luftstrom durch die Luftkanäle der Belüftungseinrichtung erzeugt. Dennoch sind am Markt kaum
Scheibenschneidemaschinen zu finden, deren Maschinengehäuse selbst außerhalb des Betriebszustands abgespritzt werden darf. Damit die erfindungsgemäße Scheibenschneidemaschine zumindest im Nicht-Betriebszustand durch Abspritzen mit Wasser leicht gereinigt werden kann, wobei aber eine ausreichende Wärmeabführung der Abwärme des Elektromotors im Betriebszustand gewährleistet bleibt, ist bei vorteilhaften Weiterbildungen der oben beschriebenen Ausführungsformen vorgesehen, dass die Belüftungseinrichtung eine Verschlussvorrichtung umfasst, welche bei ausgeschaltetem Elektromotor die Auslassöffnung der
Belüftungseinrichtung zumindest spritzwasserdicht verschließt, bei eingeschaltetem Elektromotor hingegen für den austretenden
Kühlungsluftstrom offen hält, wobei die Betätigung der
Verschlussvorrichtung an die Betätigung eines Ein/Aus-Schalter gekoppelt ist. Damit lassen sich auf elegante Weise zwei eigentlich diametral entgegengesetzte Anforderungen an industrielle
Scheibenschneidemaschinen gleichzeitig erfüllen, nämlich einerseits die Sicherstellung einer guten Kühlung von Elektromotor und
temperaturempfindlicher Elektronik und andererseits eine ausreichende Dichtheit des Maschinengehäuses gegen Spritzwasser, damit die
Scheibenschneidemaschine durch einfaches Abspritzen mit einem
Wasserstrahl leicht, aber dennoch gründlich gereinigt werden kann, was gerade bei der Verarbeitung von Lebensmitteln aus hygienischen Gründen eine wichtige Forderung ist.
Ein weiterer Vorteil der vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht darin, dass durch die Kopplung der Verschlussvorrichtung an den Ein/Aus-Schalter auch ohne Zutun einer Bedienungsperson stets
sichergestellt ist, dass bei eingeschaltetem Elektromotor ein ausreichender Kühlungsluftstrom in das Maschinengehäuse gelangt, während bei ausgeschaltetem Elektromotor das Maschinengehäuse automatisch nach außen hin spritzwasserdicht geschlossen wird. Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der obigen Ausführungsformen schließlich zeichnet sich dadurch aus, dass die Belüftungseinrichtung geometrisch so gestaltet ist, dass der Kühlungsluftstrom im
Maschinengehäuse von unten nach oben strömt, wobei vorzugsweise die Auslassöffnung oberhalb der Einlassöffnung angeordnet ist. Bei Einsatz der Scheibenschneidemaschine in einem Lebensmittelgeschäft kann auf diese Weise gekühlte Luft aus einer unterhalb der Schneidebene angeordneten Kühltheke angesaugt und nach oben in die Umgebung abgeblasen werden. Bei vielen Scheibenschneidemaschinen mit Belüftungseinrichtungen nach dem Stand der Technik wird übrigens im Gegensatz dazu die
verschmutzte und erwärmte Abluft ausgerechnet nach unten abgelassen, was sich auf das meistens unterhalb der Scheibenschneidemaschine in einem Ablegebereich gestapelte Schnittgut sowie auf den Betrieb einer dort unten angeordneten Kühltheke sowohl in technischer als auch in hygienischer Hinsicht eher negativ auswirkt. Diese Anordnung ist aber bei den bekannten Scheibenschneidemaschinen notwendig, weil aus
hygienischen Gründen eine glatte Oberfläche zur einfacheren Reinigung der im Betrieb besonders verschmutzenden Flächen erforderlich ist.
Lüftungsschlitze würden diese glatte Oberfläche jedoch durchbrechen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden. eine räumliche Ansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine mit einer Folienrolle zur Aufnahme von abgeschnittenem Schneidegut; einen schematischen Vertikalschnitt durch eine
Ausführungsform nach Fig. la von der Vorderseite aus gesehen; einen Ausschnitt eines schematischen Vertikalschnitts durch die Ausführungsform nach Fig. la von der Seite aus gesehen; einen schematischen Vertikalschnitt durch eine weitere
Ausführungsform mit schräg angeordnetem Kreismesser sowie mit einem Förderband zur Aufnahme von abgeschnittenem Schneidegut, von der Vorderseite aus gesehen; einen Ausschnitt eines schematischen Vertikalschnitts durch die Ausführungsform nach Fig. 3a von der Seite aus gesehen; einen schematischen Vertikalschnitt durch eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine mit einem Förderband zur
Aufnahme von abgeschnittenem Schneidegut, von der
Vorderseite aus gesehen, bei welcher das Kreismesser vertikal angeordnet ist;
Fig. 4a einen schematischen Vertikalschnitt durch eine weitere
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine mit schräg angeordnetem
Kreismesser sowie mit einem angetriebenen Ablagetisch zur Aufnahme von abgeschnittenem Schneidegut, von der
Vorderseite aus gesehen;
Fig. 4b einen Ausschnitt eines schematischen Vertikalschnitts durch die Ausführungsform nach Fig. 5a von der Seite aus gesehen;
Fig. 5 einen schematischen Vertikalschnitt durch eine weitere
Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine mit einem Kettenband zum
Abheben von abgeschnittenem Schneidgut vom Kreismesser, einem Abschläger zum Trennen des Schneideguts vom
Kettenband und einem angetriebenen Ablagetisch zur
Aufnahme des Schneideguts, von der Seite aus gesehen;
Fig. 6a einen schematischen Vertikalschnitt durch eine alternative
Ausführungsform nach Fig. 5, mit einem Förderband zur Aufnahme des Schneideguts, von der Seite aus gesehen; und
Fig. 6b wie Fig. 6a, aber von der Vorderseite aus gesehen.
In den Figuren lb, 2a, 3, 4a, 5, und 6a sind im schematischen
Vertikalschnitt jeweils Ausführungsformen einer erfindungs-gemäßen elektrisch betriebenen, vorzugsweise automatischen
Scheibenschneidemaschine 100; 200; 300; 400; 500; 600
dargestellt. Diese weist jeweils ein Antriebsgehäuse 2 sowie eine
Schneideeinrichtung auf, welche ein im Antriebsgehäuse 2 rotierend gelagertes, ebenes Kreismesser 3 mit umlaufender kreisförmiger
Schneidklinge umfasst. Vom Antriebsgehäuse 2 vollständig umschlossen ist ein Elektromotor 4a zum Antrieb der Schneideeinrichtung, welcher mit einem Antriebsriemen 4b das Kreismesser 3 antreibt. Das
Antriebsgehäuse 2 ist freitragend auf mindestens einer in vertikaler Richtung ausgedehnten Abstützsäule 6" montiert. Alternativ kann die erfindungsgemäße Scheibenschneidemaschine 1 auch eine zweite
Abstützsäule 6" umfassen. Unterhalb der Schneideeinrichtung bleibt zwischen einer Basisplatte 5 und dem Antriebsgehäuse 2 ein
Zwischenraum 7 frei, in welchem mindestens eine Zubehöreinrichtung für die Weiterverarbeitung von abgeschnittenem Schneidegut 23 (siehe Fig. 5, 6a und 6b) angeordnet ist. Die Funktionen der
Scheibenschneidemaschine und der Zubehöreinrichtungen lassen sich übe elektronische Bedienelemente 8.1; 8.2; 8.3; 8.4 steuern.
Außerdem ist eine Belüftungseinrichtung vorgesehen, mittels der zumindest während des Betriebs der Scheibenschneidemaschine 1 ein durch eine Einlassöffnung in das Antriebsgehäuse 2 eintretender, zum Elektromotor 4a gelenkter, an diesem vorbei streichender und durch eine Auslassöffnung aus dem Antriebsgehäuse wieder austretender
Kühlungsluftstrom erzeugt werden kann.
Aus hygienischen Gründen wird - wenn sich dies technisch leicht realisieren lässt - die Belüftungseinrichtung geometrisch so gestaltet sein, dass der Kühlungsluftstrom im Antriebsgehäuse 2 von unten nach oben strömt, wobei vorzugsweise die Auslassöffnung oberhalb der
Einlassöffnung angeordnet ist. Allerdings sind auch andere geometrische Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine möglich, falls dies aus anderen Gründen erforderlich sein sollte.
Erfindungsgemäß umfasst die Belüftungseinrichtung jeweils eine
Verschlussvorrichtung, die bei ausgeschaltetem Elektromotor 4a die Auslassöffnung der Belüftungseinrichtung zumindest spritzwasserdicht verschließt, bei eingeschaltetem Elektromotor 4a hingegen für den austretenden Kühlungsluftstrom offen hält, wobei die Betätigung der Verschlussvorrichtung an die Betätigung des Elektromotors gekoppelt ist.
Fig. la zeigt eine räumliche Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine 100, bei der die
Zubehöreinrichtung aus einer auf eine Folienrolle 9 aufgewickelten
Folie 10 besteht. Für die Folienrolle 9 ist eine Drehlagerung 11
vorgesehen. Die Folie 10 kann am vorderen Ende der
Scheibenschneidemaschine 100 an einer Abrisskante 12 abgerissen werden, zum Beispiel nachdem das abgeschnittene Schneidegut 23 (siehe Figuren 6 und 8) in die Folie 10 eingewickelt wurde.
In Fig. lb ist die Ausführungsform aus Fig. la nochmals im
schematischen Vertikalschnitt, von der Vorderseite aus gesehen, gezeigt.
Fig. lb zeigt im schematischen Vertikalschnitt einen Ausschnitt der
Ausführungsform aus Fig. la von der Seite aus gesehen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist im schematischen Vertikalschnitt in Fig. 2a gezeigt. Hier ist im Zwischenraum 7 ein Förderband 13 zur Aufnahme des abgeschnittenen Schneideguts angeordnet. Ein Motor 14a, welcher über einen Antriebsriemen 14b das Förderband 13 antreibt ist im Antriebsgehäuse 2 untergebracht.
Fig. 2b zeigt im schematischen Vertikalschnitt einen Ausschnitt der
Ausführungsform aus Fig. 3a von der Seite aus gesehen. Eine alternative Variante der Ausführungsform aus Fig. 2a zeigt Fig. 3. Hier ist die Schneideeinrichtung mit dem Kreismesser 3 vertikal
angeordnet, statt in einem Winkel wie bei Fig . 2a.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist im schematischen Vertikalschnitt, von der Vorderseite aus gesehen, gezeigt (Fig. 4a). Hier ist im
Zwischenraum 7 ein Ablagetisch 15 zur Aufnahme des abgeschnittenen Schneideguts 23 angeordnet. Ein Motor 16a treibt über ein
Antriebsgestänge 16b ein Zahnrad 19 an, welches mit einer am
Ablagetisch 15 befestigten Zahnleiste 18 kämmt.
Fig. 4b zeigt im schematischen Vertikalschnitt einen Ausschnitt der Ausführungsform aus Fig. 5a von der Seite aus gesehen. In dieser Ansicht ist auch die Laufrolle 17 zu sehen, auf der der Ablagetisch 15 beweglich gelagert ist.
Im schematischen Vertikalschnitt von der Seite ist in Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine 500 gezeigt. Das abgeschnittene
Schneidegut 23 wird dabei von einem Kettenband 20, an welchem
Haken, Nocken oder Stacheln angeordnet sind, von der
Schneideeinrichtung weg transportiert. Ein Motor 21a dreht über einen Antriebsriemen 21b einen Abschläger 22 um eine Drehachse 21c, welcher das Schneidegut 23 vom Kettenband 20 trennt. Das
Schneidegut 23 fällt vom Abschläger 22 auf eine Zubehöreinrichtung, welche bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel als Ablagetisch 15 ausgeführt ist. Fig. 6a schließlich zeigt eine Alternative zu dem in Fig. 5 gezeigten
Ausführungsbeispiel, bei der im Zwischenraum 7 ein Förderband 13 statt eines Ablagetisches 15 angeordnet ist. Fig. 6b zeigt im schematischen Vertikalschnitt die Ausführungsform aus Fig. 6a von der Vorderseite aus gesehen. Hierbei ist schematisch auch das Kettenband 20 angedeutet, welches das Schneidegut 23 von der
Schneideeinrichtung weg transportiert. Das Kettenband 20 wird von einem weiteren Motor 24 angetrieben. Der Abschläger 22 ist hier von vorne zu sehen.
Bezugszeichenliste:
100 Schneidemaschine 11 Drehlagerung von 9
200 Schneidemaschine 12 Abreißkante
300 Schneidemaschine 13 Förderband
400 Schneidemaschine 14a Motor für 13
500 Schneidemaschine 14b Antriebsriemen für 13
600 Schneidemaschine 15 Ablagetisch
2 Antriebsgehäuse 16a Motor für 15
3 Kreismesser 16b Antriebsgestänge für 19
4a Elektromotor für 3 17 Laufrolle für 15
4b Antriebsriemen für 3 18 Zahnleiste, befestigt an 15
5 Basisplatte 19 Zahnrad, kämmt mit 18
6 Abstützsäule 20 Kettenband
6" Zweite Abstützsäule 21a Motor für 22
7 Zwischenraum 21b Antriebsriemen für 22
8.1 Steuerelemente 21c Drehachse für 22
8.2 Steuerelemente 22 Abschläger
8.3 Steuerelemente 23 Schneidegut
8.4 Steuerelemente 24 Motor für Kettenband
9 Folienrolle
10 Folie
