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Patent Searching and Data


Title:
DISCHARGE DEVICE FOR DISCHARGING ELECTRIC CURRENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185447
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a discharge device (10) for discharging electric currents from a rotor part of a machine, said rotor part being formed in particular with a shaft, into a stator part of the machine, the discharge device comprising a contact element (11) and a spring means (12). The spring means can be connected in an electrically conductive manner to the stator part and the contact element is formed substantially from carbon. The contact element can be acted on by a contact force by means of the spring means so as to form an electrically conductive grinding contact between a grinding contact surface (13) of the contact element intended to form the grinding contact and an axial shaft contact surface of the shaft. The contact element has a ring shape, and the grinding contact surface has an at least circular ring shape and can be arranged coaxially relative to the shaft contact surface. The spring means has a ring-shaped support portion (15), by which the shaft of the machine can be surrounded coaxially at least in part, the support portion being designed to bear radially against a contact surface of the stator part.

Inventors:
WEBER, Markus (Edt 62, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
KAIN, Ludwig (Weissenbach 70, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
HEMETSBERGER, Marcus (Dumbastr. 4b/804, 4820 Bad Ischl, 4820, AT)
Application Number:
EP2019/057124
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 21, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHUNK CARBON TECHNOLOGY GMBH (Au 62, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
International Classes:
H02K11/40; H01R39/12; H01R39/64
Domestic Patent References:
WO2015044034A22015-04-02
WO2015044034A22015-04-02
Foreign References:
DE102013223673A12015-06-03
US20160372987A12016-12-22
US20170353087A12017-12-07
DE102010039847A12012-03-01
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Georg-Schlosser-Straße 6, Gießen, 35390, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Ableitvorrichtung (10, 28) zur Ableitung elektrischer Ströme von einem insbesondere mit einer Welle (30) ausgebildeten Rotorteil ei- ner Maschine in einen Statorteil der Maschine, umfassend ein Kon taktelement (11, 34) und eine Federeinrichtung (12, 35), wobei die Federeinrichtung mit dem Statorteil elektrisch leitend verbindbar ist, wobei das Kontaktelement überwiegend aus Kohlenstoff ausgebildet ist, wobei mittels der Federeinrichtung das Kontaktelement zur Aus- bildung eines elektrisch leitenden Schleifkontaktes (43) zwischen ei- ner zur Ausbildung des Schleifkontaktes vorgesehenen Schleifkon taktfläche (13, 41) des Kontaktelements und einer axialen Wellen kontaktfläche (42) der Welle mit einer Kontaktkraft beaufschlagbar ist,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass das Kontaktelement ringförmig ausgebildet ist, wobei die Schleifkontaktfläche zumindest kreisringförmig ausgebildet und rela tiv zu der Wellenkontaktfläche koaxial anordbar ist, wobei die Feder einrichtung einen ringförmigen Stützabschnitt (15, 36) aufweist, von dem die Welle der Maschine zumindest teilweise koaxial umfassbar ist, wobei der Stützabschnitt zur radialen Anlage an einer Anlageflä che (39) des Statorteils ausgebildet ist.

2. Ableitvorrichtung nach Anspruch 1,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Wellenkontaktfläche (42) von einem Wellenabsatz der Welle

(30) oder einem an der Welle angeordneten Ring (33) der Ableitvor richtung (10, 28) ausgebildet ist.

3. Ableitvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass das Kontaktelement (11, 34) überwiegend aus Grafit besteht und einstückig ausgebildet ist.

4. Ableitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Federeinrichtung (12, 35) einen Halteabschnitt (16, 37) auf- weist, der eine Halteeinrichtung (18) zur Halterung des Kontaktele ments (11, 34) ausbildet, wobei die Federeinrichtung einen Federab schnitt (17, 38) aufweist, der von dem Halteabschnitt zu dem Stütz abschnitt (15, 36) verläuft, und eine Bewegung des Kontaktelements relativ zum Stützabschnitt ermöglicht. 5. Ableitvorrichtung nach Anspruch 4,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Federabschnitt (17, 38) aus einer Stützebene (26) des Stütz abschnitts (15, 36) hervorragt und die Halteeinrichtung (18) von dem Stützabschnitt beabstandet. 6. Ableitvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch g ek ennz e i c hn et , dass der Federabschnitt (17, 38) aus zumindest einem Federarm (20), bevorzugt zwei Federarmen, besonders bevorzugt drei oder mehr Fe- derarmen ausgebildet ist.

7. Ableitvorrichtung nach Anspruch 6,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass der Federarm (20) schraubenförmig oder spiralförmig von dem Halteabschnitt (16, 37) zu dem Stützabschnitt (15, 36) verläuft.

8. Ableitvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass eine Länge des Federarms (20) 1/2, 1/3, 1/4 oder l/Federarmzahl

Windung beträgt.

9. Ableitvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass das Kontaktelement (11, 34) formschlüssig und/oder stoffschlüs- sig an der Halteeinrichtung (18) befestigt ist.

10. Ableitvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Halteeinrichtung (18) ein ringförmiges Halteblech (19) aus- bildet, an dem das Kontaktelement (11, 34) mittels Nieten, Schwei- ßen, Löten, Bördeln oder Kleben befestigt ist.

11. Ableitvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Halteeinrichtung (18) ein ringförmiges Kontaktblech (14) umfasst, an dem das Kontaktelement (11, 34) mittels Nieten, Schwei- ßen, Löten, Bördeln oder Kleben befestigt ist, wobei das Kontakt blech mittels Nieten, Schweißen, Löten, Bördeln oder Kleben an ei- nem ringförmigen Halteblech (19) der Halteeinrichtung (18) befestigt ist.

12. Ableitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Stützabschnitt (15, 36) aus einer radialen Ringscheibe (21) und einem daran anschließenden axialen Ringkranz (22) zur Anlage an der Anlagefläche (39) ausgebildet ist.

13. Ableitvorrichtung nach Anspruch 12,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Ringkranz (22) konisch ausgebildet ist.

14. Ableitvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass in dem Ringkranz (22) Schlitze (23) ausgebildet sind, die Feder krallen (24) zur Anlage an der Anlagefläche (39) ausbilden. 15. Ableitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Federeinrichtung (12, 35) aus einem elektrisch leitenden Metall, vorzugsweise Federbronze, Messing oder Stahl besteht.

16. Ableitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Federeinrichtung (12, 35) einstückig, vorzugsweise aus ei- nem Blech (25) mittels Stanzen und Biegen ausgebildet ist.

17. Ableitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et , dass die Federeinrichtung (12, 35) eine Beschichtung aus Kupfer, Ni- ckel, Zinn, Zink, Gold oder Silber aufweist.

18. Maschine mit einer einen Rotorteil ausbildenden Welle (30) und

einen Statorteil, sowie einer Ableitvorrichtung (10, 28) nach einem der vorangehenden Ansprüche.

19. Maschine nach Anspruch 18,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Anlagefläche (39) eine Innenfläche eines Gehäuses (29) der Maschine ist. 20. Maschine nach Anspruch 19,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass an der Innenfläche ein Wälzlager (31) der Welle (30) anliegt.

Description:
Ableitvorrichtung zur Ableitung elektrischer Ströme

Die Erfindung betrifft eine Ableitvorrichtung zur Ableitung elektrischer Ströme von einem insbesondere mit einer Welle ausgebildeten Rotorteil einer Maschine in einen Statorteil der Maschine, umfassend ein Kontakt element und Federeinrichtung, wobei die Federeinrichtung mit dem Statorteil elektrisch leitend verbindbar ist, wobei das Kontaktelement überwiegend aus Kohlenstoff ausgebildet ist, wobei mittels der Federein richtung das Kontaktelement zur Ausbildung eines elektrisch leitenden Schleifkontaktes zwischen einer zur Ausbildung des Schleifkontaktes vorgesehenen Schleifkontaktfläche des Kontaktelements und einer axialen Wellenkontaktfläche der Welle mit einer Kontaktkraft beauf- schlagbar ist.

Ableitvorrichtungen der eingangs genannten Art sind in unterschiedli chen Ausführungsformen aus dem Stand der Technik bekannt. Insbeson dere ist es bekannt, zur Ableitung niederfrequenter Gleichströme Kohle bürsten einzusetzen, die auf einem Schleifring in radialer Verteilung um eine Welle angeordnet und über Anschlusslitzen mit einem Stator kon taktiert sind. Die dabei in einer Halteeinrichtung beziehungsweise einem Bürstenhalter aufgenommenen Kohlebürsten ermöglichen aufgrund ihres geringen elektrischen Widerstands eine direkte Ableitung elektrischer Ströme und können somit eine unerwünschte Stromführung über Lager stellen der Welle vermeiden, die aufgrund punktueller Verschweißung oder Funkenerosion zu Oberflächenschäden der Lagerkörper oder Lager ringe führen könnte.

D er Begriff„Welle“ wird hier als ein Synonym für den Begriff„Rotor teil“ oder„Achse“ verwendet. Daher sind unter dem Begriff„Welle“ alle drehenden Maschinenteile zu verstehen, über die eine Ableitung von Strömen in ein feststehendes Statorteil beziehungsweise Maschinenteil einer Maschine erfolgen kann.

Ableitvorrichtungen werden auch regelmäßig in der Bahntechnik einge setzt, wo Wechselströme oder auch ein Arbeitsstrom über Radachsen abfließen kann. So ist aus der DE 10 2010 039 847 A l eine Ableitvor richtung bekannt, bei der an einem axialen Ende einer Welle beziehungs weise Radachse eines Radsatzes eine elektrisch leitende Endkappe montiert ist, die mit einer Mehrzahl von in axialer Richtung relativ zur Welle angeordneten von den Bürstenhaltern gehalterten Kohlebürsten kontaktierbar ist. Die Kohlebürsten sind jeweils über eine Litze direkt an ein Erdungskabel angeschlossen und über eine Feder wird eine Kontakt kraft jeweils auf Schleifkontaktflächen der Kohlebürsten bewirkt.

Auch bei elektrischen Maschinen im Allgemeinen, beispielsweise für Kraftfahrzeuge, sind vergleichbare Maßnahmen zur Ableitung von Strömen erforderlich. Bei Motorantriebswellen oder daran angeschlosse nen Getriebewellen beziehungsweise anderen funktionalen Komponenten können kontinuierlich schwankende Wechselspannungen beziehungswei se Ströme und hochfrequente Strompulse auftreten, die auch Lagerstellen einer Rotorwelle oder Getriebewelle schädigen können, weshalb hier regelmäßig Ableitvorrichtungen erforderlich sind. Nachteilig bei den bekannten Ableitvorrichtungen ist jedoch, dass diese bauartbedingt vergleichsweise viel Bauraum erfordern. Zwar sind auch Lösungen bekannt, bei denen anstelle von Kohlebürsten Faser- oder Drahtgeflechte verwendet werden, wobei jedoch Faser- oder Drahtgeflechte aufgrund ei ner sehr kleinen Kontaktoberfläche eines Schleifkontaktes einen großen Übergangswiderstand aufweisen und nur geringe Ströme abgeleitet werden können. Zur Ausbildung einer großen Kontaktoberfläche zur Welle ist hingegen eine Mehrzahl von Kohlebürsten erforderlich, die aufgrund ihrer Anordnung jeweils Bürstenhalter mit einem vergleichs weise großen Bauraum und einen entsprechenden Montageaufwand erfordern. Aus der WO 2015/044034 A2 ist eine Kontakteinheit bekannt, die aus einem Kontaktstück und einer Feder gebildet ist, wobei die Feder eine Rotorwelle eines Rotors einer elektrischen Maschine kreisringförmig umgibt und so einen Stützabschnitt ausbildet, der an einem Gehäuse der elektrischen Maschine anliegt. Von dem Stützabschnitt ausgehend erstreckt sich eine Federabschnitt, an dessen Ende eine Kontaktstück stoffschlüssig befestigt ist. Das Kontaktstück liegt an einer Stirnfläche beziehungsweise einem sich drehenden Lagerring des Rotors an, so dass ein induzierter elektrischer Strom von dem Rotor über das Kontaktstück und die Feder zu dem Gehäuse abgeleitet werden kann. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine

Ableitvorrichtung vorzuschlagen, die einen niedrigen Übergangswider stand aufweist und einfach mit einem kleinen Bauraum zu montieren ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Ableitvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst.

Die erfindungsgemäße Ableitvorrichtung zur Ableitung elektrischer Ströme von einem insbesondere mit einer Welle ausgebildeten Rotorteil einer Maschine in einen Statorteil der Maschine, umfasst ein Kontaktele ment und eine Federeinrichtung, wobei die Federeinrichtung mit dem Statorteil elektrisch leitend verbindbar ist, wobei das Kontaktelement überwiegend aus Kohlenstoff ausgebildet ist, wobei mittels der Federein richtung das Kontaktelement zur Ausbildung eines elektrisch leitenden Schleifkontakts zwischen einer zur Ausbildung des Schleifkontakts vor gesehenen Schleifkontaktfläche des Kontaktelements und einer axialen Wellenkontaktfläche der Welle mit einer Kontaktkraft beaufschlagbar ist, wobei das Kontaktelement ringförmig ausgebildet ist, wobei die Schleif kontaktfläche zumindest kreisringförmig ausgebildet und relativ zu der Wellenkontaktfläche koaxial anordbar ist, wobei die Federeinrichtung einen ringförmigen Stützabschnitt aufweist, von dem die Welle der Maschine zumindest teilweise koaxial umfassbar ist, wobei der Stützab schnitt zur radialen Anlage an einer Anlagenfläche des Statorteils ausge bildet ist.

Die Ableitvorrichtung ist demnach zur Montage an einer sich drehenden Welle oder Achse einer Maschine ausgebildet. Dabei ist vorgesehen, die Ableitvorrichtung an einem Abschnitt der Welle radial so anzuordnen, dass die Welle von der Ableitvorrichtung radial umgeben ist. Die axial ausgebildete Wellenkontaktfläche ist dann in dem betreffenden Abschnitt der Welle angeordnet. Mittels der Federeinrichtung ist dann das Kontakt element mit der axial in Richtung einer Rotationsachse der Welle wir kenden Kontaktkraft beaufschlagbar, so dass das Kontaktelement mit seiner Schleifkontaktfläche an die Wellenkontaktfläche angedrückt wird. Da das Kontaktelement ringförmig ausgebildet ist, kann gegenüber einem herkömmlichen Schleifstück eine wesentlich größere Schleifkontaktflä che ausgebildet werden, wodurch eine besonders sichere, und gut leiten de elektrische Verbindung zwischen der Welle und dem Statorteil der Maschine geschaffen werden kann. Auch kann das Kontaktelement dann hinsichtlich seiner axialen Erstreckung vergleichsweise kurz bzw. dünn sein. Das Kontaktelement weist demnach eine kreisringförmige Schleif kontaktfläche auf, die dann relativ zu der Wellenkontaktfläche koaxial angeordnet werden kann. Da sich ein abrasiver Abrieb des Schleifkontak tes im Verhältnis zu der großen Schleifkontaktfläche vermindert, kann das Kontaktelement auch scheibenförmig bzw. dünn ausgebildet werden, ohne dass es wesentlich früher verschleißt als ein aus dem Stand der Technik bekanntes Kontaktelement mit kleiner Schleifkontaktfläche und großer Länge. Gegenüber einem herkömmlichen Schleifstück kann so Bauraum eingespart werden, da das Kontaktelement dann hinsichtlich seiner axialen Erstreckung vergleichsweise kurz bzw. dünn ist. Auch ist es nicht mehr erforderlich eine Mehrzahl von Kontaktelementen zur Erzielung eines geringen Übergangswiderstandes an der Welle zu mon tieren, da bereits ein einziges kreisringförmiges Kontaktelement eine ausreichend große Schleifkontaktfläche ausbilden kann. Weiter ergibt sich aus der axialen Anordnung des Kontaktelements bzw. der Federein richtung relativ zu dem Rotor eine im Vergleich zu einer radialen Anord nung besonders einfache Montage der Ableitvorrichtung. So ist die Ableitvorrichtung hier im Wesentlichen alleine aus dem Kontaktelement und der Federeinrichtung gebildet und kann bei einer Montage einfach zwischen einem Gehäuse der Maschine und der Welle eingelegt bzw. geklemmt werden.

Vorteilhaft ist es auch, dass der Stützabschnitt ringförmig ausgebildet und zur radialen Anlage an einer Anlagefläche des Statorteils bzw. eines Gehäuses ausgebildet ist. Die Federeinrichtung kann dann in ihren Außenabmessungen rund ausgebildet sein, so dass sie sich besonders einfach in einem Gehäuse der Maschine montieren lässt. Eine derartige Federeinrichtung kann einfach durch Anlage eines Außendurchmessers des Stützabschnittes an einen Durchmesser des Gehäuses oder auch eines Gehäusedeckels positioniert bzw. zentriert werden, ohne dass eine besondere Befestigung der Federeinrichtung an dem Gehäuse erforderlich wäre. Gleichwohl kann die Federeinrichtung auch mit dem Stützabschnitt form- oder kraftschlüssig mit dem Gehäuse elektrisch leitend verbunden werden.

Die Wellenkontaktfläche kann von einem Wellenabsatz der Welle oder einem an der Welle angeordneten Ring der Ableitvorrichtung ausgebildet sein. Eine Stirnfläche des Wellenabsatzes kann dann die axiale Wellen- kontaktfläche der Welle ausbilden. Alternativ kann ein Ring in Art eines Schleifrings vorgesehen sein, der auf der Welle befestigt ist, wobei dann eine axiale Seitenfläche des Rings die Wellenkontaktfläche der Welle ausbilden kann. Der Ring kann hier Bestandteil der Ableitvorrichtung sein. Auch ist es denkbar, dass die Wellenkontaktfläche von einem

Lagerring eines Lagers, beispielsweise eines Wälzlagers ausgebildet ist.

Das Kontaktelement kann überwiegend aus Graphit bestehen und ein stückig ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Kontaktelement ein Kohlenstoffformkörper sein, der durch Pressen und Brennen bzw. Sintern ausgebildet ist. Das Kontaktelement kann aus Graphit, Ruß, Kohlenstoff- fasern oder einer Mischung dieser Materialien bestehen sowie Partikel der Metalle Eisen, Nickel, Kuper, Zink, Silber, Aluminium und/oder Chrom und einen Binder bzw. eine Binderphase enthalten. Ein Außen durchmesser bzw. ein maximales Außenmaß des ringförmigen Kontakt- elements kann ein Vielfaches einer Dicke des Kontaktelements betragen. Das Kontaktelement kann mit einem Verhältnis von Außenmaß zur Dicke von 2 : 1 , 3 : 1 , 4 : 1 , 5 : 1 oder 10 : 1 ausgebildet sein.

Die Federeinrichtung kann einen Halteabschnitt aufweisen, der eine Halteeinrichtung zur Halterung des Kontaktelements ausbildet, wobei die Federeinrichtung einen Federabschnitt aufweisen kann, der von dem Halteabschnitt zu dem Stützabschnitt verläuft, und eine Bewegung des Kontaktelements relativ zum Stützabschnitt ermöglicht. Die Halteein richtung kann an dem Federabschnitt angeformt sein. Weiter kann der Halteabschnitt an einer Innenseite des Federabschnitts an diesen ange- formt sein. Das Kontaktelement kann in einer nahezu beliebigen Art an der Halteeinrichtung befestigt sein. Der Federabschnitt kann zumindest teilweise ringförmig, vorzugsweise vollständig ringförmig und an den Stützabschnitt angeformt sowie innerhalb des Stützabschnitts ausgebildet sein. Wenn der Federabschnitt innerhalb des Stützabschnitts ausgebildet ist, kann das Kontaktelement dicht an einer Welle positioniert werden, wodurch ein Verschleiß des Kontaktelements relativ zu einem fern von der Welle kontaktierten Kontaktelement vergleichsweise geringer ist.

Der Federabschnitt kann aus einer Stützebene des Stützabschnitts hervor ragen und die Halteeinrichtung von dem Stützabschnitt beabstanden. Die Stützebene kann dabei orthogonal zu einer Rotationsachse der Welle verlaufen. Ein Abstand der Stützebene relativ zum Halteabschnitt bzw. der Halteeinrichtung entspricht dann im Wesentlichen einem möglichen Federweg des Federabschnitts der Federeinrichtung. Prinzipiell ist es aber auch möglich, dass der Federabschnitt im Wesentlichen in der Stützebene liegt und erst durch Aufbringen einer Federkraft aus der

Stützebene herausbewegt wird. In allen Fällen ist es jedoch erforderlich, dass das an der Federeinrichtung befestigte Kontaktstück die Stützebene des Stützabschnitts so weit überragt, dass zumindest über den Federab- schnitt eine Kontaktkraft auf das Kontaktelement und damit die Welle bzw. die Wellenkontaktfläche bewirkt werden kann.

Der Federabschnitt kann aus zumindest einem Federarm, bevorzugt aus zwei Federarmen, besonders bevorzugt aus drei oder mehr Federarmen ausgebildet sein. Bereits mit einem Federarm ist es möglich eine Kon taktkraft auf die Wellenkontaktfläche zu erzeugen. Mit zwei oder besser drei Federarmen kann eine besonders gleichmäßige Verteilung einer Kontaktkraft auf die Wellenkontaktfläche, und damit ein weitestehend gleichmäßiger Abrieb an dem Kontaktelement erzielt werden.

Der Federarm kann schraubenförmig oder spiralförmig von dem Halteab schnitt zu dem Stützabschnitt verlaufen. Der Federarm kann dann in Art einer Spiralfeder oder einer Schraubenfeder ausgebildet sein. Relativ bezogen auf eine radiale Erstreckung der Federeinrichtung kann der Federarm dann zwischenliegend dem Halteabschnitt und dem Stützab schnitt angeordnet sein. Prinzipiell kann aber auch vorgesehen sein den Federarm relativ bezogen auf eine axiale Erstreckung der Federeinrich- tung zwischenliegend dem Halteabschnitt und dem Stützabschnitt anzu ordnen. Eine Länge des Federarms kann 1 /2, 1 /3 , 1 /4 oder l/Federarmzahl Win dung betragen. Damit muss der Federarm noch nicht einmal eine gesamte Windung lang sein. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Länge bzw. Windung einer reziproken Anzahl der Federarme der Federeinrichtung entspricht.

Das Kontaktelement kann auch formschlüssig und/oder stoffschlüssig an der Halteinrichtung befestigt sein. Da das Kontaktelement besonders filigran ausgebildet sein kann, ist mit einer derartigen Art der Befesti gung sichergestellt, dass das Kontaktelement bei einer Montage der Ableitvorrichtung nicht ohne weiteres zerstört wird.

Die Halteeinrichtung kann ein ringförmiges Halteblech ausbilden, an dem das Kontaktelement mittels Nieten, Schweißen, Löten, Bördeln oder Kleben befestigt sein kann. Das Halteblech kann demnach formschlüssig und/oder stoffschlüssig sowie elektrisch leitend mit dem Kontaktelement verbunden sein. Durch die Ausbildung des ringförmigen Halteblechs wird es möglich das Kontaktelement direkt an der Federeinrichtung zu befestigen. Beispielsweise kann eine Oberfläche des ringförmigen Halteblechs als eine Anlagefläche für das Kontaktelement dienen. Das Kontaktelement kann dann einfach mit dem Halteblech elektrisch leitend verbunden werden. Die Ableitvorrichtung wird so besonders kostengüns tig ausbildbar.

Die Halteeinrichtung kann alternativ ein ringförmiges Kontaktblech umfassen, an dem das Kontaktelement mittels Nieten, Schweißen, Löten, Bördeln oder Kleben befestigt sein kann, wobei das Kontaktblech mittels Nieten, Schweißen, Löten, Bördeln oder Kleben an dem Halteblech befestigt sein kann. Das Kontaktblech kann demnach formschlüssig und/oder stoffschlüssig mit dem Halteblech verbunden sein, wobei das Halteblech seinerseits formschlüssig und/oder stoffschlüssig mit dem Kontaktblech verbunden sein kann. Durch die Verwendung des Kontakt- blechs wird es möglich das Kontaktelement mechanisch zu stabilisieren derart, dass keine Durchbiegung des Kontaktelements mit einem eventu- ellen Bruch desselben erfolgen kann. Das Kontaktelement kann dann auch besonders dünn ausgebildet werden. Weiter ist es dann auch mög- lich für den Halteabschnitt und/oder den Federabschnitt ein vergleichs- weise dünnes Material, wie beispielsweise ein Blech zu verwenden.

Durch das ringförmige Kontaktblech wird demnach eine gleichförmige Verteilung einer über den Federabschnitt erzeugten Kontaktkraft er reicht.

Der Stützabschnitt kann aus einer radialen Ringscheibe und einem daran anschließenden axialen Ringkranz zur Anlage an der Anlagefläche ausgebildet sein. Die Ringscheibe erstreckt sich dann relativ zur Welle in einer radialen Richtung und ist durch Bördeln, Stanzen oder Tiefzie- hen eines äußeren Randes derart umgeformt, dass der relativ zur Welle axiale Ringkranz ausgebildet ist. Ein Durchmesser des Ringkranzes entspricht dann im Wesentlichen einem Innendurchmesser der zylinder- förmigen Anlagefläche des Statorteils bzw. Gehäuses der Maschine, in dem die Welle gelagert ist. Zwischen dem axialen Ringkranz und der Anlagenfläche kann beispielsweise eine Presspassung ausgebildet sein, so dass mittels des Stützabschnitts die Ableitvorrichtung mit einfachen Mitteln an einer Maschine montiert werden kann. So ist es besonders vorteilhaft, wenn der Ringkranz konisch ausgebildet ist. Insbesondere kann ein Konus des Ringkranzes zu einem freien Ende des Ringkranz hin mit einem Außendurchmesser sich aufweitend ausge- bildet sein. Die Ableitvorrichtung kann dann besonders gut in einer zylinderförmigen Ausnehmung eingesetzt bzw. zentriert werden. Beim Einsetzen der Ableitvorrichtung kann der konische Ringkranz dabei zumindest teilweise umgeformt werden.

In dem Ringkranz können Schlitze ausgebildet sein, die Federkrallen zur Anlage an der Anlagefläche ausbilden. Durch die Ausbildung von Schlit zen wird es möglich, den Ringkranz ohne großen Kraftaufwand umzufor- men. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von axialen Schlitzen über einem Umfang des Ringkranzes gleichmäßig verteilt ausgebildet ist. Wenn dann der Ringkranz konisch ausgebildet ist, kann der Ringkranz in Art einer Feder leicht elastisch verformt werden. Die Schlitze bilden demnach Federkrallen aus, die dann eine in die radiale Richtung wirkende Federkraft auf die Anlagefläche bewirken. Ein Ein- setzen der Ableitvorrichtung in eine zylindrische Ausnehmung und auch deren Entfernung wird so wesentlich erleichtert.

Die Federeinrichtung kann aus einem elektrisch leitenden Metall, vor zugsweise Federbronze, Messing oder Stahl bestehen. Die Federeinrich tung kann dann als ein Leiter für über das Kontaktelement abzuleitende elektrische Ströme dienen. Insbesondere wenn der ringförmige Stützab schnitt der Federeinrichtung unmittelbar mit der Anlagenfläche des Statorteils in Kontakt steht, ist es nicht mehr erforderlich einen zusätzli chen Leiter, beispielsweise in Form einer Litze oder Ähnlichem, vorzu sehen. Weiter kann die Federeinrichtung einstückig, vorzugsweise aus einem Blech mittels Stanzen oder Biegen ausgebildet sein. Die Federeinrich tung kann folglich in Art einer Blattfeder ausgebildet sein, die aus dem Blech in einem Arbeitsschritt gestanzt werden kann.

Die Federeinrichtung kann auch eine Beschichtung aus Kupfer, Nickel, Zinn, Zink, Gold oder Silber aufweisen. Eine derartige Beschichtung kann eine elektrische Leitfähigkeit oder einen Korrosionsschutz der Federeinrichtung weiter verbessern. Die erfindungsgemäße Maschine weist einen von einer Welle ausgebildeten Rotorteil und einen Statorteil auf sowie eine erfindungsgemäße Ableitvorrichtung. Die Anlagefläche kann eine Innenfläche eines Gehäuses der Maschine sein. Insbesondere kann die Anlagefläche die Welle der Maschine koaxi al umgeben.

An der Innenfläche kann ein Wälzlager der Welle anliegen. Die Ableit vorrichtung kann dann so ausgebildet sein, dass sie einen Außendurch- messer aufweist, der im Wesentlichen einem Außendurchmesser des Wälzlagers entspricht. Dies ermöglicht eine besonders einfache Montage der Ableitvorrichtung benachbart dem Wälzlager. Eine Ableitung elektri scher Ströme über das Wälzlager kann so sicher vermieden werden. Auch kann Bauraum für die Ableitvorrichtung in dem Gehäuse der Maschine eingespart werden. Darüber hinaus wird es möglich bei einem Wechsel des Wälzlagers die Ableitvorrichtung ebenfalls zeitgleich mit auszu- wechseln.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen einer Maschine ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen der auf den Vorrichtungsanspruch 1 rück bezogenen Unteransprüche.

Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ableitvorrichtung;

Fig. 2 eine Schnittansicht einer Ableitvorrichtung in einem Ge häuse einer Maschine.

Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ableitvorrichtung 10 zur Ableitung elektrischer Ströme von einem Insbesondere mit einer hier nicht dargestellten Welle ausgebildeten Rotorteil einer Maschine in einen Statorteil der Maschine. Die Ableitvorrichtung 10 umfasst ein Kontaktelement 1 1 , welches aus Kohlenstoff, insbesondere Graphit ausgebildet ist sowie eine Federeinrichtung 12, welche aus Blech durch Stanzen und Biegen hergestellt ist. Das Kontaktelement 1 1 bildet eine Schleifkontaktfläche 13 aus, über die ein Lagerring oder Schleifring der Welle elektrisch kontaktiert werden kann. Weiter ist das hier ringförmige Kontaktelement 1 1 vergleichsweise dünn ausgebildet und daher auf einem ebenfalls ringförmigen Kontaktblech 14 stoffschlüssig und elek trisch leitend befestigt. Die Federeinrichtung 12 bildet einen Stützab- schnitt 15 , einen Halteabschnitt 16 und einen Federabschnitt 17 aus. Der Halteabschnitt 16 bildet eine Halteeinrichtung 18 mit einem ringförmi gen Halteblech 19 und den darauf angeordneten Kontaktblech 14 aus.

Der Federabschnitt 17 weist drei Federarme 20 auf. Der Stützabschnitt 15 ist aus einer radialen Ringscheibe 21 und einem daran anschließenden axialen Ringkranz 22 ausgebildet, wobei in dem Ringkranz 22 radiale Schlitze 23 ausgebildet sind, die Federkrallen 24 ausbilden. Der Ring kranz 22 dient zur radialen Anlage an einer hier nicht dargestellten Anlagefläche des Statorteils. Weiter sind das Halteblech 19, die Federar me 20, die Ringscheibe 21 zusammen mit dem Ringkranz 22 einstückig aus einem Blech 25 aus Federbronze bzw. Messing oder Stahl ausge stanzt. Der Federabschnitt 17 verbindet dabei das Halteblech 19 mit dem Stützabschnitt 15. Der Federabschnitt 17 ragt insbesondere aus einer Stützebene 26 des Stützabschnitts 15 hervor, und beabstandet so die Halteeinrichtung 18 von dem Stützabschnitt 15 in einer radialen Rich tung, bezogen auf eine Rotationsachse 27 der hier nicht dargestellten Welle.

Die Fig. 2 zeigt eine Ableitvorrichtung 28 in einer Einbausituation in einem hier nur abschnittsweise dargestellten Gehäuse 29 zusammen mit einer Welle 30 einer hier nicht gezeigten Maschine. Die Welle 30 ist insbesondere mittels eines Rillenkugellagers 3 1 in einer zylinderförmi gen Bohrung 32 des Gehäuses 29 gelagert. Auf der Welle 30 ist weiter ein Schleifring 33 der Ableitvorrichtung 28 drehfest angeordnet. Die Ableitvorrichtung 28 umfasst weiter ein Kontaktelement 34 aus Graphit sowie eine Federeinrichtung 35. Die Federeinrichtung 35 bildet einen Stützabschnitt 36, einen Halteabschnitt 37 und einen Federabschnitt 38 aus. Der Stützabschnitt 36 ist an einer Anlagefläche 39 der Bohrung 32 über einen axialen Ringkranz 40 des Stützabschnitts 36 befestigt. Ein Durchmesser des Ringkranzes 40 ist so bemessen, dass der Stützabschnitt 36 in der Bohrung 32 kraftschlüssig verklemmt ist. Über dem Federab schnitt 38 kann eine Federkraft auf das Kontaktelement 34, welches mit einer Schleifkontaktfläche 41 an einer Wellenkontaktfläche 42 des Schleifrings 33 anliegt, bewirkt werden. Über den so ausgebildeten Schleifkontakt 43 können elektrische Ströme von der Welle 30 einfach auf das Gehäuse 29 abgeleitet und das Rillenkugellager 3 1 vor Beschädi- gungen geschützt werden.




 
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