| JP2000250510 | DISPLAY CONTROLLER |
| JP2010267460 | LIGHT SOURCE DEVICE |
| JP2012011341 | LIGHT IRRADIATION DEVICE |
Vollkommer, Frank (Neurieder Str. 18, Buchendorf, 82131, DE)
Hitzschke, Lothar (Theodor-Alt-Str. 6, München, 81737, DE)
Vollkommer, Frank (Neurieder Str. 18, Buchendorf, 82131, DE)
| 1. | Entladungslampe mit zwei Entladungsgefäßplatten (1, 2), zwischen denen ein Entladungs raum angeordnet ist, und einem Elektrodensatz zur Erzeugung dielektrisch behinderter Entladungen in dem Entladungsraum, welcher Elektrodensatz an einer dem Entladungsraum abgewandten Seite einer ersten (1) der Entladungsgefäßplatten angeordnet ist, wobei die erste Entladungs gefäßplatte (1) eine dielektrische Barriere zwischen dem Elektroden satz und dem Entladungsraum bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Entladungsgefäßplatte (1) auf ihrer dem Elektrodensatz zugewandten Seite durch eine Stabili sierungsplatte (9) gestützt ist. |
| 2. | Entladungslampe nach Anspruch 1, bei der die Stabilisierungsplatte (9) eine durchgehende Platte ist. |
| 3. | Entladungslampe nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Stabilisierungsplatte (9) eine Glasplatte ist. |
| 4. | Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die erste Entladungsgefäßplatte (1) und die Stabilisierungsplatte (9) an einer über ihre Fläche verteilten Vielzahl von Stellen (10) mit einander verbunden sind. |
| 5. | Entladungslampe nach Anspruch 4, bei der die beiden Entladungs gefäßplatten (1, 2) über in dem Entladungsraum angeordnete Stütz elemente (3) gegeneinander abgestützt sind und die zwischen den Verbindungsstellen (10) aus der Vielzahl auftretenden Biegelängen der ersten Entladungsgefäßplatte (1) höchstens so groß wie die maximalen Biegelängen der ersten Entladungsgefäßplatte (1) zwischen den Stützelementen (3) sind. |
| 6. | Entladungslampe nach Anspruch 5, bei der die Biegelängen der ersten Entladungsgefäßplatte (1) zwischen den Verbindungsstellen (10) höchstens halb so groß wie die maximalen Biegelängen der ersten Entladungsgefäßplatte (1) zwischen den Stützelementen (3) sind. |
| 7. | Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die erste Entladungsgefäßplatte (1) auf der dem Elektrodensatz ab gewandten Seite eine Leuchtstoffschicht und/oder eine Reflektor schicht trägt. |
| 8. | Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die erste Entladungsgefäßplatte (1) zwischen 0,1 und 0,8 mm stark ist. |
| 9. | Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, zu mindest Anspruch 3, bei der die Stabilisierungsplatte (9) zwischen 0,4 und 3 mm stark ist. |
| 10. | Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die zweite Entladungsgefäßplatte (2) einen integrierten Rahmen vorsprung (4) zur Abdichtung des Entladungsraums und integrierte Stützelemente (3) zur Abstützung gegen die erste Entladungsgefäß platte (1) aufweist. |
| 11. | Verfahren zum Herstellen einer Entladungslampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem ein Entladungsgefäß mit zwei Entladungsgefäßplatten (1, 2) hergestellt wird, zwischen denen ein Entladungsraum angeordnet ist, wobei ein Elektrodensatz zur Erzeugung dielektrisch behinderter Entladungen in dem Entladungsraum an einer dem Entladungs raum abgewandten Seite einer ersten (1) der Entladungsgefäßplatten angeordnet wird und die erste Entladungsgefäßplatte (1) eine dielektrische Barriere zwischen dem Elektrodensatz und dem Ent ladungsraum bildet. dadurch gekennzeichnet, dass die erste Entladungsgefäßplatte (1) auf ihrer dem Elektrodensatz zugewandten Seite durch eine Stabili sierungsplatte (9) gestützt wird. |
| 12. | Verfahren nach Anspruch 11, bei dem die beiden Entladungsgefäß platten (1, 2) miteinander einerseits und die erste Entladungsgefäß platte (1) und die Stabilisierungsplatte (9) miteinander andererseits in einem gemeinsamen Heizschritt verbunden werden. |
| 13. | Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, bei dem zwischen den beiden Entladungsgefäßplatten (1, 2) während eines Heizschritts Abstands halter (6) vorgesehen sind, die das Entladungsgefäß zum Befüllen mit einem Entladungsmedium offen halten und im Verlauf des Heizschritts erweichen, so dass sich das Entladungsgefäß schließt. |
| 14. | Verfahren nach Anspruch 13, bei dem auch zwischen der ersten Entladungsgefäßplatte (1) und der Stabilisierungsplatte (9) Abstandshalter (7) vorgesehen sind, die im Verlauf des Heizschritts erweichen. |
| 15. | Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, bei dem die Abstandhalter (6, 7) aus SF6Glas bestehen. |
Stand der Technik Entladungslampen für dielektrisch behinderte Entladungen sind von be- sonderem Interesse, seit bekannt ist, dass sich mit einer gepulsten Betriebs- weise (US 5 604 410) relativ hohe Wirkungsgrade in der Erzeugung von UV-
Licht und mit geeigneten Leuchtstoffen auch anderem Licht, insbesondere sichtbarem Licht, erzeugen lassen. Unter anderem sind dabei Lampen von Interesse, die auch als Flachstrahler bezeichnet werden und bei denen sich der Entladungsraum zwischen zwei in der Regel im wesentlichen plan- parallelen Entladungsgefäßplatten befindet, von denen zumindest eine zu- mindest teilweise lichtdurchlässig ist. Dabei kann natürlich eine nicht im eigentlichen Sinn direkt lichtdurchlässige Leuchtstoffschicht vorgesehen sein. Flachstrahler sind beispielsweise zur Hinterleuchtung von Displays, Monitoren und dergleichen interessant.
Darstellung der Erfindung Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine für dielektrisch behinderte Entladungen ausgelegte Entladungslampe mit einem verbesserten Aufbau anzugeben.
Die Erfindung richtet sich zum einen auf eine Entladungslampe mit zwei Entladungsgefäßplatten, zwischen denen ein Entladungsraum angeordnet ist, und einem Elektrodensatz zur Erzeugung dielektrisch behinderter Ent- ladungen in dem Entladungsraum, welcher Elektrodensatz an einer dem Entladungsraum abgewandten Seite einer ersten der Entladungsgefäßplatten angeordnet ist, wobei die erste Entladungsgefäßplatte eine dielektrische Barriere zwischen dem Elektrodensatz und dem Entladungsraum bildet, da- durch gekennzeichnet, dass die erste Entladungsgefäßplatte auf ihrer dem Elektrodensatz zugewandten Seite durch eine Stabilisierungsplatte gestützt ist.
Ferner richtet sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Entladungslampe, bei dem ein Entladungsgefäß mit zwei Ent- ladungsgefäßplatten hergestellt wird, zwischen denen ein Entladungsraum angeordnet ist, wobei ein Elektrodensatz zur Erzeugung dielektrisch be-
hinderter Entladungen in dem Entladungsraum an einer dem Entladungs- raum abgewandten Seite einer ersten der Entladungsgefäßplatten angeord- net wird und die erste Entladungsgefäßplatte eine dielektrische Barriere zwischen dem Elektrodensatz und dem Entladungsraum bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Entladungsgefäßplatte auf ihrer dem Elektro- densatz zugewandten Seite durch eine Stabilisierungsplatte gestützt wird.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen an- gegeben.
Die Erfindung geht dabei davon aus, dass es an sich bekannt ist, bei Ent- ladungslampen für dielektrisch behinderte Entladungen die Elektroden oder einen Teil der Elektroden außerhalb des Entladungsgefäßes anzuordnen und einen entsprechenden Teil der Entladungsgefäßwand als dielektrische Barriere auszunutzen. Da die Entladungsgefäßwände in der Regel aus Glas bestehen, sind sie für diese Funktion an sich gut geeignet. Allerdings müssen die Entladungsgefäßwände auch mechanische Aufgaben erfüllen und sind daher je nach Anwendungsfall etwa einige mm stark. Dies gilt umso mehr für die hier betrachteten Flachstrahler, bei denen die Platten aus geo- metrischen Gründen relativ solide ausgelegt sein müssen. Um in solchen Entladungslampen Entladungen zünden und betreiben zu können, müssen jedoch vergleichsweise hohe Spannungen an die Elektroden angelegt werden. Dies hat jedoch einen erhöhten Aufwand bei der Auslegung der elektrischen Versorgung, d. h. des elektronischen Vorschaltgeräts, und bei der Sicherheitsauslegung zur Folge.
Andererseits sind auch mit den bislang häufig verwendeten innenliegenden Elektroden Schwierigkeiten verbunden, insbesondere was die Herstellung der dann gesondert anzubringenden dielektrischen Beschichtung betrifft.
Diese dielektrische Beschichtung muss nämlich hinsichtlich der Genauigkeit und der Gleichmäßigkeit der Materialstärke und hinsichtlich der Lücken-
freiheit relativ hohen Anforderungen genügen. Dies ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch mit einem hohe Kosten verursachenden technischen Auf- wand und unvermeidlichem Ausschuss verbunden.
Gemäß der Erfindung ist nun vorgesehen, eine Entladungsgefäßwand, näm- lich eine der beiden Entladungsgefäßplatten, als dielektrische Barriere zu verwenden, diese Platte jedoch relativ dünn auszulegen, um bei der Stärke der dielektrischen Barriere auf die elektrischen Gesichtspunkte und die Optimierung der Versorgung besser eingehen zu können bzw. die Stärke der dielektrischen Barriere im Einzelfall ausschließlich nach solchen Kriterien zu messen.
Daher ist die die Elektroden tragende Entladungsgefäßplatte (hier auch als erste Entladungsgefäßplatte bezeichnet) gewissermaßen doppelt vorgesehen.
Zum einen als eigentliche erste Entladungsgefäßplatte, die die Elektroden trägt und die dielektrische Barriere bildet, und zum zweiten als zusätzliche Stabilisierungsplatte, die die erste Entladungsgefäßplatte stützt und mecha- nisch stabilisiert. Die Elektroden befinden sich also bei der fertigen Ent- ladungslampe zwischen der ersten Entladungsgefäßplatte einerseits und der Stabilisierungsplatte andererseits (jedoch nicht notwendigerweise direkt da- zwischen). Hier ist übrigens anzumerken, dass diese Ausführungen nicht für alle Elektroden der Entladungslampe zutreffen müssen, sondern nur für einen Teil der Elektroden gelten können, vorzugsweise für den Teil, der eine dielektrische Barriere aufweisen soll. In diesem Sinn ist auch der Begriff "Elektrodensatz"in den Ansprüchen zu verstehen.
Die Stabilisierungsplatte kann vorzugsweise eine durchgehende Platte sein, beispielsweise eine Glasplatte, wie sie konventionellerweise als Entladungs- gefäßplatte dienen würde. Der Begriff"Stabilisierungsplatte"ist jedoch im Hinblick auf die Geometrie sehr umfassend zu verstehen und impliziert lediglich, dass die Stabilisierungsplatte in einem flächigen Sinn stabilisierend
wirken kann. Sie muss dazu nicht notwendigerweise durchgehend sein, kann also auch Durchbrüche, Ausnehmungen und Ähnliches aufweisen. Es kann sich beispielsweise auch um eine Gitterkonstruktion handeln. Vorteil- haft ist jedoch, wenn die Stabilisierungsplatte einen Berührschutz im Hin- blick auf die hochspannungsversorgten Elektroden bildet.
Im übrigen sind natürlich auch andere Materialien als Glas denkbar, ins- besondere auch im Hinblick auf andere zusätzliche Funktionen. Etwa könnte die Stabilisierungsplatte gleichzeitig zur Montage, als Kühlelement oder als elektromagnetische Abschirmung dienen und dementsprechend aus Kunst- stoffen oder Metallen oder anderen Materialien gefertigt sein. Übrigens ist auch die erste Entladungsgefäßplatte nicht notwendigerweise aus Glas auf- gebaut. Sie muss lediglich aus einem Dielektrikum bestehen, das die not- wendigen elektrischen Daten zur Verfügung stellt, wobei die Plattenstärke entsprechend angepasst werden kann.
Im Prinzip kann die Stabilisierungsplatte ihre Funktion schon dann wahr- nehmen, wenn sie die vergleichsweise dünne erste Entladungsgefäßplatte nur dadurch stützt und stabilisiert, dass sie mit der übrigen, also zweiten, Entladungsgefäßplatte bzw. einem mit dieser verbundenen Rahmen ver- bunden ist, also jedenfalls stabilisierender Teil des Entladungsgefäßes ist.
Dann übernimmt die Stabilisierungsplatte einen Teil der mechanischen Stabilisierung des gesamten Entladungsgefäßes, der konventionellerweise von der ersten Entladungsgefäßplatte übernommen wird. Im übrigen kann die Stabilisierungsplatte die erste Entladungsgefäßplatte dabei auch gegen eine Beschädigung von außen schützen-bei dichtem äußerem Abschluss sogar gegen den Aussendruck schützen. Im übrigen können die erste Ent- ladungsgefäßplatte und die Stabilisierungsplatte natürlich flächig durch- gehend miteinander verbunden sein. Erfindungsgemäß bevorzugt ist jedoch, dass die Verbindung zwischen den beiden Platten nur stellenweise erfolgt,
diese Stellen jedoch in einer größeren Zahl vorgesehen und über die Platten- flächen verteilt sind. Insbesondere kann bei der Anordnung der Ver- bindungsstellen auf das Muster des Elektrodensatzes oder andere Rand- bedingungen Rücksicht genommen werden. Außerdem kann der Ver- bindungsvorgang in dieser Weise einfacher oder mit geringerem Material- einsatz erfolgen. Als Verbindungsverfahren kommen beispielsweise ein Ver- kleben, Verschweißen, Verlöten oder Verschmelzen der Platten in Betracht.
Bei Flachstrahlern sind zwischen den Entladungsgefäßplatten häufig Stütz- elemente vorgesehen, insbesondere bei größeren Flachstrahlerformaten.
Diese stützen den Entladungsraum gegen einen eventuellen äußeren Über- druck und verkürzen die Biegelängen. Die erfindungsgemäßen Ver- bindungsstellen zwischen der ersten Entladungsgefäßplatte und der Stabili- sierungsplatte sollten dabei vorzugsweise so dicht vorgesehen sein, dass sich höchstens die durch diese Stützelemente definierten Biegelängen ergeben.
Vorzugsweise sind jedoch die Abstände zwischen den Verbindungsstellen noch deutlich kleiner, etwa höchstens halb so groß wie die durch die Stütz- elemente vorgesehenen Biegelängen.
Dabei kann vor allem eine geometrische Abstimmung zwischen der An- ordnung der Stützelemente und der Anordnung der Verbindungsstellen vorgesehen sein. Beispielsweise können die Verbindungsstellen oder einige von ihnen im wesentlichen an den selben Stellen (in der entsprechenden Projektion senkrecht zu den Platten) vorgesehen sein wie die Stützelemente.
Eventuelle weitere Verbindungsstellen können dann die Abstände zwischen den so angeordneten Verbindungsstellen unterteilen. Eine Abstimmung zwischen der Anordnung der Stützelemente und der Anordnung der Ver- bindungsstellen bietet sich auch deswegen an, weil möglicherweise bei beiden Anordnungen auf das Muster des Elektrodensatzes bzw. das damit in
Verbindung stehende Muster der Entladungen Rücksicht genommen werden soll.
Die erste Entladungsgefäßplatte kann übrigens auf der dem Elektrodensatz abgewandten Seite eine Leuchtstoffschicht tragen und/oder auch eine Reflektorschicht aufweisen. Übrigens könnten auch weitere Elektroden auf dieser Seite vorgesehen sein, die dann eben nicht zu dem erfindungsgemäß auf der anderen Seite angeordneten Elektrodensatz gehören, insbesondere Kathoden.
Günstige Zahlenwerte für die Stärke der ersten Entladungsgefäßplatte kön- nen zwischen 0,1 und 0,8 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,7 mm und besonders vorzugsweise zwischen 0,3 und 0,6 mm liegen. Die Stabilisie- rungsplatte wiederum kann zwischen 0,4 mm und 3 mm stark sein, ist je- doch nicht auf diesem Bereich eingeschränkt.
Besonders bevorzugt ist eine Struktur der zweiten Entladungsgefäßplatte, bei der diese zum einen lichtdurchlässig ist und zum anderen einen integ- riert ausgeführten Rahmenvorsprung zur äußeren Abdichtung des Ent- ladungsraumes und integriert in der zweiten Entladungsgefäßplatte aus- geführte Stützelemente für die Abstützung gegenüber der ersten Ent- ladungsgefäßplatte aufweist. Zu weiteren Einzelheiten dieser Entladungs- lampenstruktur wird verwiesen auf die vorherigen Anmeldungen WO 02/27761 und WO 02/27759 und der selben Anmelderin.
Eine Variante der Erfindung besteht darin, die erste Entladungsgefäßplatte mit der zweiten Entladungsgefäßplatte einerseits und mit der Stabilisie- rungsplatte andererseits in ein und demselben Verfahrensschritt zu ver- binden. Dies bezieht sich speziell auf Verbindungstechniken, bei denen die beteiligten Teile geheizt werden müssen. Dann kann der gesamte Ent-
ladungsgefäßaufbau, können jedenfalls die drei erwähnten Platten, in einem gemeinsamen Heizschritt verbunden werden.
Vorzugsweise werden dabei zwischen den beiden Entladungsgefäßplatten Abstandhalter eingesetzt, die zwischen diesen Entladungsgefäßplatten zunächst einen Abstand aufrechterhalten, der zum Befüllen des Entladungs- gefäßes mit einem Entladungsmedium dient. Nach dem Befüllen kann dann die Temperatur soweit hochgefahren werden, dass die Abstandhalter er- weichen und sich die obere der beiden Entladungsgefäßplatten auf die untere absenkt. Dazu kann ihr Eigengewicht oder auch eine zusätzliche Beschwerung dienen.
In ähnlicher Weise kann auch die Verbindung zwischen der ersten Ent- ladungsgefäßplatte und der Stabilisierungsplatte erfolgen, und zwar, wie bereits erwähnt, vorzugsweise gleichzeitig mit der Verbindung zwischen den beiden Entladungsgefäßplatten. Die Abstandhalter könnten aus SF6-Glas bestehen, das einen Erweichungspunkt in einem geeigneten Temperatur- bereich hat. Wenn die Lote geringe oder keine Verunreinigungen ver- ursachen, kann an dieser Stelle auch auf Abstandhalter verzichtet werden, können die erste Entladungsgefäßplatte und die Stabilisierungsplatte also von vorneherein direkt aufeinander gelegt werden. Dann können bei der oben erwähnten Temperatur beispielsweise Glaslotstellen an den Ver- bindungsstellen aufschmelzen, um die erste Entladungsgefäßplatte und die Stabilisierungsplatte zu verbinden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Im folgenden wird anhand der Figuren ein Ausführungsbeispiel be- schrieben. Dabei offenbarte Einzelmerkmale können auch in anderen als den dargestellten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Im Einzelnen zeigt Figur 1 eine Querschnitts-und Ausschnittsdarstellung einer erfindungs- gemäßen Entladungslampe vor ihrer Fertigstellung, und Figur 2 eine Draufsicht auf die Entladungslampe aus Figur 1 zur Illustration der Anordnung von Glaslotpunkten in Figur 1.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung Figur 1 zeigt eine Ausschnitts-und Querschnittsdarstellung durch eine Ent- ladungslampe, deren bauliche Einzelheiten, von der vorliegenden Erfindung abgesehen, den Darstellungen in den früheren Anmeldungen WO 02/27761 und WO 02/27759 der selben Anmelderin entsprechen. Mit 1 ist eine erste Entladungsgefäßplatte bezeichnet, wobei es sich um eine 0,4 mm starke Glasplatte handelt. Mit 2 ist eine zweite Entladungsgefäßplatte bezeichnet, nämlich eine etwa 1 mm starke transparente Glasplatte, die hier als Deckenplatte und zum Lichtaustritt dient. Die zweite Entladungsgefäßplatte 2 hat eine Struktur mit integriert ausgebildeten und auf die erste Entladungsgefäßplatte 1 spitz zulaufend nach innen weisenden Stützvorsprüngen 3, wozu auf die bereits zitierten Anmeldungen verwiesen wird. Im äußeren, d. h. in Figur 1 linken, Bereich weist die zweite Entladungsgefäßplatte 2 einen ebenfalls integriert ausgebildeten Rahmen 4 auf, dessen der ersten Entladungsgefäßplatte 1 zugewandte Unterseite ein Glaslotmaterial 5 trägt.
Außerhalb des Rahmens 4 ruht ein äußerster Bereich der zweiten Ent- ladungsgefäßplatte 2 auf einem Abstandhalter 6 aus SF6-Glas, wobei die An- ordnung tatsächlich vor bzw. hinter der Zeichenebene liegt, wie sich aus Figur 2 ergibt. Der Abstandhalter 6 stützt die zweite Entladungsgefäßplatte 2 gegenüber der ersten Entladungsgefäßplatte 1 ab und lässt andererseits einen
Durchtritt zu dem (späteren) Entladungsgefäßinneren zwischen den Ent- ladungsgefäßplatten 1 und 2 frei. In dem in Figur 1 dargestellten Zustand kann das Entladungsgefäß aus den Platten 1 und 2 also gespült und befüllt werden.
Die erste Entladungsgefäßplatte 1 ruht über einen weiteren Abstandhalter 7, der dem Abstandhalter 6 im übrigen entspricht, auf einer Auflage 8, die nur zur Herstellung des Entladungsgefäßes dient und nicht zum Entladungs- gefäß selbst gehört. Auf der Auflage 8 ruht ferner eine Stabilisierungsplatte 9, nämlich eine etwa 1 mm starke Glasplatte. Der Abstandhalter 7 sorgt in dem in Figur 1 dargestellten Zustand für einen Zwischenabstand zwischen der ersten Entladungsgefäßplatte 1 und der Stabilisierungsplatte 9.
Auf der gemäß Figur 1 unteren Seite der ersten Entladungsgefäßplatte 1 sind in der Figur nicht eingezeichnete Elektroden aus Silber (Ag) vorgesehen, die also von dem (späteren) Entladungsraum zwischen den beiden Platten 1 und 2 durch die erste Entladungsgefäßplatte 1 getrennt sind. Auf der selben un- teren Seite der ersten Entladungsgefäßplatte 1 sind ferner Glaslotpunkte 10 verteilt, zu deren Anordnung auch auf Figur 2 verwiesen wird. In Figur 2 sind die Glaslotpunkte 10 als Punkte und die Stützvorsprünge 3 als Kreuze eingezeichnet. Man erkennt jedoch bereits in Figur 1, dass einer der Glaslot- punkte unter dem Stützvorsprung 3 der zweiten Entladungsgefäßplatte 2 liegt, und ein weiterer der Glaslotpunkte 10 im Bereich des Rahmens 5 liegt.
Figur 2 zeigt insgesamt in einer schematisierten Draufsicht, dass die Glaslot- punkte 10 ein quadratisches Gitter und die Stützvorsprünge 3 ein flächen- zentriert quadratisches Gitter bilden, wobei der Gitterabstand zwischen den Glaslotpunkten 10 halb so groß ist wie der zwischen den Stützvorsprüngen 3. Dabei sind die beiden Gitter aufeinander ausgerichtet, es liegen also jeweils unter den Stützvorsprüngen 3 Glaslotpunkte 10. Die maximalen Biegelängen zwischen den Stützvorsprüngen 3 werden demzufolge von
jeweils einem Glaslotpunkt 10 halbiert. Die Abstandhalter 6,7 sind in Figur 2 in den äußersten Ecken der Entladungsgefäßplatten 1 und 2 dargestellt, könnten jedoch auch an anderen Stellen liegen. Es genügt jedoch, wenn Sie die Platten 1, 2 und 9 vor dem endgültigen Verschließen (nach dem Befüllen) des Entladungsgefäßes ausreichend auseinander halten.
Erfindungsgemäß verschmelzen nach dem Befüllen des Entladungsraumes zwischen den Platten 1 und 2 und dem Erweichen der Abstandhalter 6 und 7 nicht nur die Glaslotschicht 5 unter dem Rahmen 4 mit der ersten Ent- ladungsgefäßplatte 1, sondern auch die Glaslotpunkte 10 auf der Unterseite der ersten Entladungsgefäßplatte 1 mit der Stabilisierungsplatte 9. Dadurch ist die sehr dünne erste Entladungsgefäßplatte 1 flächig mit der Stabilisie- rungsplatte 9 verbunden und damit sowohl gegen äußere Beschädigungen durch Schlag oder Druck, als auch im Hinblick auf Biegebelastungen des Entladungsgefäßes durch die Stabilisierungsplatte 9 stabilisiert. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Zwischenraum zwischen der ersten Entladungs- gefäßplatte 1 und der Stabilisierungsplatte 9 nicht vakuumdicht abgeschlos- sen, so dass im Betrieb der Atmosphärendruck zwischen den beiden Platten 1 und 9 vorliegt und bei einem (typischen) Unterdruck im Inneren des Ent- ladungsgefäßes ein Teil des Atmosphärendruckes auf der ersten Ent- ladungsgefäßplatte 1 ruht. Da jedoch die Abstände zwischen den Glaslot- punkten 10 ausreichend klein sind, kann auch die dünne Entladungs- gefäßplatte 1 diesem äußeren Überdruck standhalten.
Auf der Oberseite der ersten Entladungsgefäßplatte 1 sind zunächst eine Reflektorschicht und darüber eine Leuchtstoffschicht angeordnet. Die durch die Elektroden zwischen den Platten 1 und 2 erzeugten dielektrisch be- hinderten Entladungen produzieren VUV-Strahlung, die die Leuchtstoff- schicht zur Emission von sichtbarem Licht anregt. Die unter der Leuchtstoff- schicht liegende Reflektorschicht sorgt für eine Optimierung der Aus-
nutzung der sichtbaren Strahlung für eine Abstrahlung nach oben durch die zweite Entladungsgefäßplatte 2.
Die 0,4 mm betragende Stärke der ersten Entladungsgefäßplatte 1 bietet eine günstige Schichtdicke für die dielektrische Barriere auf den Elektroden und erfordert keinen unnötigen Aufwand in der elektrischen Versorgung der Entladungslampe. Die Stabilisierungsplatte wiederum sorgt für eine Berühr- sicherheit, die einer konventionellen Variante mit innenliegenden Elektroden entspricht.
Next Patent: METHOD AND DEVICE FOR ALIGNING A CHARGED PARTICLE BEAM COLUMN
