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Title:
DISCHARGE LAMP WITH A HOLDING APPARATUS FOR THE ELECTRODES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/141243
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a discharge lamp, in particular a high-pressure discharge lamp, having a discharge vessel (1) which has two diametrically opposite necks (2, 3) into each of which a holding rod (5, 10) is fused at least in places, with an electrode (4, 9) which extends into the discharge vessel (1) being arranged on each holding rod (5, 10), and with in each case at least one annular plate (7, 12) at least partially clasping a holding rod (5, 10), with at least one of the annular plates (7, 12) being arranged in the discharge vessel (1).

Inventors:
KOGER, Rainer (Arndtstr. 39, Berlin, 10965, DE)
MENZEL, Lars (Seelingstr. 6, Berlin, 14059, DE)
MORKEL, Matthias (Boxhagener Str. 43, Berlin, 10245, DE)
Application Number:
EP2007/055471
Publication Date:
December 13, 2007
Filing Date:
June 04, 2007
Export Citation:
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Assignee:
PATENT-TREUHAND-GESELLSCHAFT FÜR ELEKTRISCHE GLÜHLAMPEN MBH (Hellabrunner Str. 1, München, 81543, DE)
KOGER, Rainer (Arndtstr. 39, Berlin, 10965, DE)
MENZEL, Lars (Seelingstr. 6, Berlin, 14059, DE)
MORKEL, Matthias (Boxhagener Str. 43, Berlin, 10245, DE)
International Classes:
H01J61/073; H01J61/36; H01J61/86; H01J61/06; H01J61/36; H01J61/84
Attorney, Agent or Firm:
RAISER, DR, Franz (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Entladungslampe, insbesondere Hochdruckentladungslam ¬ pe, mit einem Entladungsgefäß (1), das zwei diametral gegenüberliegende Hälse (2, 3) aufweist, in welche jeweils ein Haltestab (5, 10) zumindest bereichsweise eingeschmolzen ist und an jedem Haltestab (5, 10) ei ¬ ne sich in das Entladungsgefäß (1) erstreckende E- lektrode (4, 9) angeordnet ist, und jeweils zumindest ein ringartiger Teller (7, 12) einen Haltestab (5, 10) zumindest teilweise umgreift, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der ringartigen Teller (7, 12) in dem Entladungsgefäß (1) angeordnet ist.

2. Entladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Entladungsgefäß (1) angeordnete Teller (7, 12) in einem Trägerkörper (14) angeordnet ist.

3. Entladungsgefäß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller (7, 12) in den Trägerkörper (14) einge- schmolzen ist.

4. Entladungslampe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (14) rohrförmig ausgebildet ist und sich in das Entladungsgefäß (1) erstreckt.

5. Entladungslampe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

der Trägerkörper (14) den ringartigen Teller (7, 12) und einen Quarzblock (8'), an dessen Außenseite Molybdänfolien (15) angebracht sind, umgibt.

6. Entladungslampe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Haltestab (5) in den Quarzblock (8') erstreckt .

7. Entladungslampe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Entladungsgefäß (1) angeordnete Teller (7, 12) an dem Quarzblock (8') anliegt.

8. Entladungslampe nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (14) an der Innenseite eines Halses (2, 3) anliegt.

9. Entladungslampe nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Trägerkörper (14) an der dem Entladungsgefäß (1) abgewandten Seite des Tellers (7, 12) abdichtend in den Hals (2, 3) eingeschmolzen ist.

10. Entladungslampe nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (14) an einem der Elektrode (4, 10) zugewandten Ende (141) abgerundet ausgebildet ist und der Haltestab (5, 10) durch eine öffnung (142) im Trägerkörper (14) geführt ist.

11. Entladungslampe nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (14) aus Glas ausgebildet ist.

12. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige ringartige Teller (7, 12), welcher den Hal ¬ testab (5, 10), an dem eine Anode (4) angebracht ist, in dem Entladungsgefäß (1) positioniert ist.

13. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche als Quecksilberdampflampe ausgebildet ist.

Description:

Beschreibung

ENTLADUNGSLAMPE MIT HALTEVORRICHTUNG FüR DIE ELEKTRODEN

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Entladungslampe, insbesondere eine Hochdruckentladungslampe, mit einem Entladungsgefäß, das zwei diametral gegenüberliegende Hälse aufweist, in welche jeweils ein Haltestab zumindest bereichsweise ein- geschmolzen ist, und an jedem Haltestab eine sich in das Entladungsgefäß erstreckende Elektrode angeordnet ist. An jedem Haltestab ist jeweils zumindest ein ringartiger Teller zumindest teilweise umgreifend angeordnet.

Stand der Technik

Hochdruckentladungslampen, beispielsweise Quecksilber- dampflampen (HBO-Lampen) , sind wegen ihrer Größe und Konstruktion empfindlich gegenüber Schockbelastungen, wie sie bei relativ starken, kurzzeitigen Krafteinwirkungen auftreten können. Insbesondere beim Transport können derartige Lampen solchen Schockbelastungen ausgesetzt sein. Besonders bei Lampen mit Leistungen größer als 2 kW, besteht aufgrund der Größe der Elektroden ein nicht unerhebliches Risiko eines Bruchs der Lampe, wenn derartige Krafteinwirkungen erfolgen. Daraus resultierende Beschä ¬ digungen können zur NichtVerwendbarkeit der Lampe führen. Nicht zuletzt wird dadurch ein vermeidbarer Ausschuss an Lampen erzeugt und darüber hinaus auch die Kundenzufrie ¬ denheit gesenkt.

Bei einigen Lampentypen wurden bereits bei relativ geringen Krafteinwirkungen, wie sie beispielsweise beim Auf-

prall auf einem Boden von relativ geringer Höhe auftreten können, beobachtet. Durch relativ aufwendige konstruktive änderungen an der Lampe kann dabei eine Erhöhung der Bruchstabilität erzielt werden. Dennoch ist auch diese begrenzt und es treten dennoch Lampenbrüche bei derarti ¬ gen kurzzeitigen Krafteinwirkungen auf.

Im Betrieb der Lampe treten beispielsweise bei HBO-Lampen nach der Verdampfung des Entladungsträgers Quecksilber hohe Drücke von einigen 10 bar auf. Die Konstruktion der Lampe muss diesen Drücken standhalten.

Aus Fig. 1 ist in einer Schnittdarstellung ein Teilbereich einer bekannten Hochdruckentladungslampe darge ¬ stellt. Die Lampe I umfasst ein Entladungsgefäß 1, wel ¬ ches als Quarzglaskolben ausgebildet ist und an welchem diametral gegenüberliegend zwei Hälse 2 und 3 angeordnet sind. In dem Entladungsgefäß 1 ist eine Anode 4 angeord ¬ net, welche an einem Haltestab 5 befestigt ist. Der Hal ¬ testab 5 erstreckt sich in den Kolbenhals 2, wobei er da ¬ bei zumindest bereichsweise in einem Halteteil angeordnet ist, welches ein konusförmiges Stützröllchen 6, einen daran anschließenden ringartigen Teller 7 und einen daran anschließenden Quarzblock 8 umfasst. Die Komponenten 6, 7 und 8 weisen zentrale Bohrungen auf, in die der Haltestab 5 eingeführt ist. Das Stützröllchen 6 ist ebenfalls aus Quarzglas ausgebildet. Die genannten Komponenten 5 bis 8 sind in dem Kolbenhals 2 eingeschmolzen.

Darüber hinaus umfasst die Hochdruckentladungslampe I ei ¬ ne Kathode 9, welche ebenfalls im Entladungsgefäß 1 ange ¬ ordnet ist und an einem Haltestab 10 befestigt ist. Auch dieser Haltestab 10 erstreckt sich in den Kolbenhals 3

und ist dabei in einer zentralen Bohrung eines Stützröll ¬ chens 11, welches aus Quarzglas ausgebildet ist, angeord ¬ net. An dieses Stützröllchen 11 schließt sich wiederum ein ringartiger Teller 12 an, in welchen sich der Halte- stab 10 ebenfalls erstreckt. Anschließend an den Halte ¬ stab 10 und den Teller 12 schließt sich wiederum ein Quarzblock 13 an. Die Teller 7 und 12 sind auf die Halte ¬ stäbe 5 bzw. 10 aufgelötet und zur Verankerung der Halte ¬ stäbe 5 bzw. 10 im Lampenschaft bzw. den Kolbenhälsen 2 und 3 ausgebildet. Die Teller 7 und 12 sind dabei fest in das Quarzmaterial der Lampenschafte eingebettet, wodurch auftretende Drehmomente bei Schockbelastungen aufgefangen werden. Die Haltestäbe sind relativ lang ausgebildet und insbesondere der Abstand zwischen einem Teller und der Elektrode ist relativ groß, wodurch relativ große Hebel ¬ kräfte bei einer Krafteinwirkung auftreten.

ähnliche Ausgestaltungen von Hochdrucklampen sind aus der DE 102 09 426 Al und der DE 102 09 424 Al bekannt.

Ein Nachteil der bestehenden, starren Konstruktion, in der die Teller 7 und 12 in den Kolbenhälsen 2 und 3 verankert sind, ist darin zu sehen, dass bei Schockbelastung auftretende Drehmomente an den Haltestäben 5 und 10 und den Tellern 7 und 12 im Wesentlichen ungedämpft auf das Glas des Entladungsgefäßes 1 übertragen werden und so zu einer hohen Glasspannung führen. Die Gefahr eines Bruchs oder zumindest das Auftreten von funktionsbeeinträchti- genden Rissen ist dadurch relativ groß.

Darstellung der Erfindung

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Entladungslampe zu schaffen, welche konstruktiv derart ausgestaltet ist, dass Beschädigungen bei kurzzeitigen Krafteinwirkungen zumindest vermindert werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine Entladungslampe, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, gelöst.

Eine erfindungsgemäße Entladungslampe, insbesondere eine Hochdruckentladungslampe, umfasst ein Entladungsgefäß, welches zwei bevorzugt diametral gegenüberliegende Hälse aufweist, in welche jeweils ein Haltestab zumindest be ¬ reichsweise eingeschmolzen ist, und an jedem Haltestab eine sich in das Entladungsgefäß erstreckende Elektrode angeordnet ist. Zumindest an einem, bevorzugt an beiden Haltestäben, ist jeweils zumindest ein ringartiger Teller zumindest teilweise umgreifend angeordnet. Zumindest ei ¬ ner dieser ringartigen Teller ist in dem Entladungsgefäß positioniert. Durch diese konstruktive Ausgestaltung kann eine Entladungslampe geschaffen werden, bei welcher auch bei relativ starken Schockbelastungen, wie sie beispiels- weise während des Transportes auftreten können, aufgenom ¬ men werden können, ohne dass die Lampe beschädigt oder zerstört wird. Insbesondere kann durch die Anordnung des ringartigen Tellers in dem Entladungsgefäß eine konstruk ¬ tive Ausgestaltung erreicht werden, welche bei einer Krafteinwirkung Freiheitsgrade dahingehend bietet, dass die Anordnung zumindest so schwingen kann, dass keine Sprünge oder Rissbildungen in dem Entladungsgefäß auftre ¬ ten. Drehmomente wie sie bei solchen Schockbelastungen auftreten können, werden somit nicht mehr im Wesentlichen

ungedämpft auf die Hälse und insbesondere auf das Entla ¬ dungsgefäß übertragen. Versuche haben gezeigt, dass die Entladungslampe kurzzeitige Schockbelastungen mit Fallbe ¬ schleunigungen von 80g unbeschadet übersteht.

Der Teller ist bevorzugt so angeordnet, dass im Vergleich zum Stand der Technik deutlich kürzere Haltestäbe verwendet werden können. Insbesondere ist der Abstand zwischen dem Teller und dem dem Haltestab zugewandten Ende einer Elektrode deutlich kürzer als beispielsweise zur Ausges- taltung einer Lampe gemäß Fig. 1. Dadurch können die Hebelkräfte bei einer Krafteinwirkung wesentlich reduziert werden. Es kann vorgesehen sein, dass dieser Abstand um etwa 25 Prozent, insbesondere 50 Prozent, insbesondere 75 Prozent im Vergleich zum insbesondere in Fig. 1 gezeigten Stand der Technik ist.

Vorzugsweise ist dieser zumindest eine ringartige Teller, welcher in dem Entladungsgefäß angeordnet ist, durch ei ¬ nen Trägerkörper zumindest in axialer Richtung des Haltestabs fixiert. Bevorzugt ist der Teller zumindest be- reichsweise in dem Trägerkörper angeordnet, wobei der Trägerkörper den Teller in vorteilhafter Weise vollständig umschließt.

Durch die modifizierte Konstruktion kann zumindest einer der ringartigen Teller in das Entladungsgefäß hineingezo- gen angeordnet werden, ohne dass die Position der an dem zugeordneten Haltestab angeordneten Elektrode verändert werden müsste. Die Position dieser Elektrode ist weiterhin genau definiert. Bei Schockbelastungen kann dieser ringartige Teller jedoch zumindest derart schwingen, dass

die Kräfte nicht mehr ungedämpft und vollständig auf das Entladungsgefäß und/oder die Hälse übertragen werden.

Der Teller ist in vorteilhafter Weise in den Trägerkörper eingeschmolzen. Auch der Trägerkörper erstreckt sich so- mit zumindest bereichsweise in den Innenraum des Entla ¬ dungsgefäßes hinein. Dadurch kann einerseits eine mecha ¬ nisch stabile Konstruktion geschaffen werden, welche andererseits jedoch einen ausreichenden Freiheitsgrad zum Schwingen des Tellers ermöglicht.

Bevorzugt ist der Trägerkörper rohrförmig ausgebildet und zur Aufnahme weiterer Komponenten der Entladungslampe konzipiert. Konstruktiv ist der Trägerkörper in bevorzugter Weise so ausgestaltet, dass er neben dem ringartigen Teller einen Quarzblock, an dessen Außenseite zumindest eine Molybdänfolie angebracht ist, umgibt. Auch der Quarzblock kann dabei derart angeordnet sein, dass er sich teilweise in das Entladungsgefäß hinein erstreckt. Vorteilhafterweise erstreckt sich auch der Haltestab in diesen Quarzblock hinein. In einer konstruktiv bevorzug- ten Ausführung liegt der ringartige Teller, welcher in dem Entladungsgefäß angeordnet ist, an einem vorderen En ¬ de des Quarzblocks an und der Haltestab erstreckt sich durch eine zentrale öffnung dieses Tellers sowie eine zentrale Bohrung in dem Quarzblock. Durch diese Anordnung kann die gesamte Befestigung der einzelnen Komponenten miteinander nochmals verbessert werden und die gesamte Stabilität der Lampe erhöht werden.

Der Trägerkörper ist in bevorzugter Weise an einer Innenseite des Halses anliegend angeordnet, in welchem sich bevorzugt auch der Haltestab der zugeordneten Elektrode

erstreckt. Der Trägerkörper und bevorzugt auch der Quarzblock sind in vorteilhafter Weise beabstandet zum Teller an der dem Entladungsgefäß abgewandten Seite des Tellers abdichtend in den entsprechenden Hals eingeschmolzen. Zur Fixierung des Tellers insbesondere in axialer Richtung der Entladungslampe, welche der axialen Richtung des Hal ¬ testabs entspricht, wird das Elektrodensystem somit be ¬ vorzugt zweifach eingeschmolzen. Dabei umspannt in vorteilhafter Weise der Trägerkörper das gesamte Foliensys- tem, welches an dem Quarzblock außen angebracht ist, und den ringartigen Teller in dem Entladungsgefäß. Das eigentliche Schaftrohr bzw. der eigentliche Hals wird be ¬ vorzugt nur an einem Bereich hinter dem Teller und somit in einem Bereich, welcher auf der der Elektrode abgewand- ten Seite des Tellers liegt, aufgeschmolzen.

Durch die Erstreckung des Haltestabs bis in den Quarzblock hinein können auch Drehungen senkrecht zur Lampenachse und somit auch Rotationsbewegungen um die Achse des Haltestabs vermieden werden.

Der Trägerkörper ist in bevorzugter Weise an einem der Elektrode zugewandten Ende abgerundet ausgebildet. Bevor ¬ zugt weist jeder Körper an dieser abgerundeten vorderen Seite eine zentrale Bohrung auf, durch die sich der Hal ¬ testab erstreckt. Der Trägerkörper ist in vorteilhafter Weise so angeordnet, dass er den Haltestab zwischen dem ringartigen Teller, welcher in dem Entladungsgefäß angeordnet ist, und der frei in dem Entladungsgefäß angeord ¬ neten Elektrode umgreift. Bevorzugt ist der Teller unmit ¬ telbar an diesem vorderen abgerundeten Ende des Träger- körpers positioniert, so dass durch diese verjüngte Aus ¬ gestaltung des vorderen Ende dieses Trägerkörpers der

ringartige Teller in axialer Richtung dadurch gehalten wird und an der gegenüberliegenden Seite durch den bevorzugt unmittelbar angrenzenden Quarzblock gehalten wird.

Der Trägerkörper ist in vorteilhafter Ausgestaltung aus Glas oder glasähnlichem Material ausgebildet. Bevorzugt ist dieser Trägerkörper aus einem derartigen Material konzipiert, welcher eine weitere Bearbeitung im Hinblick auf das Einbringen, insbesondere Einschmelzen, der Komponenten in den Hals des Entladungsgefäßes ermöglicht.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist zumindest der ringartige Teller, insbesondere ausschließlich der ringartige Teller, welcher denjenigen Haltestab umgibt, an dem die Anode angebracht ist, in dem Entladungsgefäß positioniert. Da gerade die Anode im Hinblick auf ihre Formgebung und ihr Gewicht hauptsächlich für die bei Schockbelastung auftretenden Beschädigungen der Lampe verantwortlich ist und somit insbesondere in demjenigen Hals, in dem der Haltestab der Anode eingeschmolzen ist, Beschädigungen auftreten, welche sich auf das Entladungs- gefäß gegebenenfalls erstrecken, ist es besonders vor ¬ teilhaft, wenn genau dieser, der Anode zugeordnete ring ¬ artige Teller, in das Entladungsgefäß konzeptionell hi ¬ neingezogen positioniert ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass anstatt oder zusätzlich ein ringartiger Teller der Kathode in dem Entladungsgefäß angeordnet ist.

Die Entladungslampe ist in einer vorteilhaften Ausführung als Quecksilberdampflampe (HBO-Lampe) ausgebildet.

Durch die vorgeschlagene Entladungslampe kann neben der Bruchstabilität auch die Berstdruckstabilität erhöht wer-

den. Insbesondere durch das Einschmelzdesign wird die erhöhte Berstdruckstabilität ermöglicht.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten Hochdruckentladungslampe; und

Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines Teilbereichs einer erfindungsgemäßen Entladungslampe .

Bevorzugte Ausführung der Erfindung

In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Ele ¬ mente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

In der schematischen Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 sind die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Komponenten einer als Quecksilberdampflampe I ausgebildeten Entladungslampe gezeigt. Die Quecksilberdampflampe I um- fasst ein Entladungsgefäß 1 aus Quarzglas welches ellip ¬ tisch geformt ist. Daran schließen sich an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei Enden an, die als Hälse 2 und 3 ausgeführt sind. Die Hälse 2 und 3 sind im Ausführungs- beispiel über ihre Länge im Wesentlichen mit konstantem Durchmesser ausgebildet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Hälse über ihre Länge im Durchmesser variieren und insbesondere im Bereich, in dem sie in das Ent ¬ ladungsgefäß 1 übergehen, verjüngt, insbesondere konisch, ausgebildet sind.

Im Ausführungsbeispiel ist im Hals 3 die gemäß Fig. 1 be ¬ kannte Anordnung gezeigt, wobei dabei eine analoge Aus ¬ gestaltung zur bekannten Entladungslampe gemäß Fig. 1 in diesem Bereich vorgesehen ist. Dazu ist eine Kathode 9 in dem Entladungsgefäß 1 positioniert und an einem Haltestab 10 befestigt, welcher sich in ein Stützröllchen 11 erstreckt, wobei dazu das Stützröllchen 11 eine zentrale Bohrung aufweist. Anschließend an das Stützröllchen 11 ist ein ringartiger Teller 12 vorgesehen, welcher eben- falls eine zentrale Bohrung aufweist, in die sich der Haltestab erstreckt. Anschließend an den ringartigen Tel ¬ ler 12 ist ein Quarzblock 13 vorgesehen, wobei diese Komponenten in den Hals 3 abdichtend eingeschmolzen sind. Im Bereich der Kathode 9 und somit im Bereich des Halses 3 erstreckt sich lediglich der Haltestab 10 teilweise in den Entladungsraum und somit in das Entladungsgefäß 1 hinein .

Im Ausführungsbeispiel ist auf der gegenüberliegenden Seite die Anode 4 ebenfalls innerhalb des Entladungsgefä- ßes 1 angeordnet. Diese Anode 4 ist an einem Haltestab 5 befestigt, welcher sich in einen Quarzblock 8' erstreckt. Der Quarzblock 8' weist dazu eine zentrale Bohrung an seiner der Anode 4 zugewandten Seite auf. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist der Haltestab 5 von einem ringartigen Teller 7 umgeben, welcher sich innerhalb des Entladungsgefäßes 7 befindet. Der ringartige Teller 7 ist dabei an der Vorderseite des Quarzblocks 8' angeordnet und weist eine öffnung auf, durch die sich der Haltestab 5 erstreckt. Wie aus der Darstellung in Fig. 2 zu erkennen ist, ist der Quarzblock 8' so angeordnet, dass er sich auch teilweise in das Entladungsgefäß 1 hinein erstreckt.

An einer Außenseite des Quarzblocks 8' sind Molybdänfo ¬ lien 15 angebracht, insbesondere aufgeschmolzen. Diese Molybdänfolien 15 sind über die gesamte Länge des zylind ¬ rischen Quarzblocks 8' entlang geführt und zur elektri- sehen Kontaktierung vorgesehen.

Der ringartige Teller 7 sowie der Quarzblock 8' und die daran anliegenden Folien 15 sind in einem rohrförmigen Trägerkörper 14 eingeschmolzen, welcher im Ausführungsbeispiel aus Quarzglas ausgebildet ist. Wie dabei zu er- kennen ist, ist der Trägerkörper 14 an seinem der Anode 4 zugewandten vorderen Ende verjüngt ausgebildet und weist abgerundete Bereiche 141 auf. Der Trägerkörper 14 er ¬ streckt sich ebenfalls teilweise in das Entladungsgefäß hinein und umgibt auch zumindest teilweise den Haltestab 5, wobei sich dieser Haltstab 5 durch eine öffnung 142 des Trägerkörpers 14 erstreckt. Wie zu erkennen ist, ist der ringartige Teller 7 im vorderen Bereich dieses Trägerkörpers 14 angeordnet und unmittelbar angrenzend an die abgerundeten Bereiche 141 positioniert. Der ringarti- ge Teller 7 wird somit in axialer Richtung und somit in Längsachsenrichtung des Haltestabes 5 durch den Trägerköper 14 und den unmittelbar anliegenden Quarzblock 8' fixiert. Wie zu erkennen ist, ist der Trägerkörper 14 so angeordnet, dass er den Haltestab 5 zwischen dem ringar- tigen Teller 7 und der Anode 4 umgreift.

Zur weiteren Befestigung und positionsgenauen Anordnung dieses Trägerkörpers 14 und der darin angeordneten und befestigten genannten Komponenten, wird der Hals 2 lediglich in einer von der Anode 4 abgewandten Seite des ring- artigen Tellers 7 aufgeschmolzen. Das Elektrodensystem der Anode 4 ist somit insbesondere zur Fixierung des

ringartigen Tellers 7 zweifach eingeschmolzen. Der Trägerkörper 14 liegt somit mit seiner Außenseite unmittel ¬ bar an einer Innenseite des Halses 2 zumindest bereichs ¬ weise an.

Durch diese Anordnung des ringartigen Tellers 7 ist einerseits eine mechanisch exakte Positionierung von diesem gewährleistet, andererseits dennoch auch ermöglicht, dass zumindest dieser ringartige Teller 7 bei Schockbelastungen auf die Quecksilberdampflampe I zumindest so frei- liegt, dass ein Schwingen möglich ist und somit die ein ¬ wirkenden Kräfte gedämpft und quasi abgeleitet werden können, ohne dass sie im Wesentlichen vollständig auf den Hals 2 und das Entladungsgefäß 1 übertragen werden. Durch diese Konstruktion kann die Bruchstabilität deutlich er- höht werden und es ist zu erwarten, dass auch die Druckbeständigkeit des Entladungsgefäßes und somit die Be ¬ triebssicherheit zunimmt.