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Title:
DISK BRAKE FOR A UTILITY VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/170297
Kind Code:
A1
Abstract:
A disk brake for a utility vehicle, comprising a brake caliper (2) extending over a brake disk, said brake caliper being fastened to a stationary brake carrier (1) in an axially mobile manner relative to the brake disk by means of two fastening elements, one being a fixed bearing and the other element being a floating bearing (5). The floating bearing (5) comprises a guide bushing (6) that is firmly held in the brake caliper (2), said guide bushing consisting of a bearing sleeve (7), a stop ring (8) arranged on an extremity thereof, and a sliding bushing (10) that is held in the bearing sleeve (7) so as to be secured against displacement. The sliding bushing consists of a plastic, especially an elastomer, and a guide tube (12) connected to the brake carrier (1) is longitudinally movably guided therein. The bearing sleeve (7) and the stop ring (8) form a single piece.

Inventors:
BECK THOMAS (DE)
Application Number:
EP2014/057568
Publication Date:
October 23, 2014
Filing Date:
April 15, 2014
Export Citation:
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Assignee:
KNORR BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16D55/2265; F16D55/227
Foreign References:
DE102007001213A12008-07-10
DE10341095A12005-04-07
Other References:
None
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Claims:
Ansprüche

Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug, mit einem eine Bremsscheibe (3) umfassenden Bremssattel (2), der mittels zweier Befestigungselemente, von denen eines als Fest- (4) und das andere als Loslager (5) ausgebildet ist, bezogen auf die Bremsscheibe (3), axial verschiebbar an einem ortsfesten Bremsträger (1 ) befestigt ist, wobei das Loslager (5) eine im Bremssattel (2) fest gehaltene Führungsbuchse (6) aufweist, die aus einer Lagerhülse (7), einem daran an einem Ende angeordneten Anschlagring (8) sowie einer in der Lagerhülse (7) verschiebegesichert gehaltenen Gleitbuchse (10) aus einem Kunststoff, insbesondere einem Elastomer besteht, in der ein mit dem Bremsträger (1 ) verbundener Führungsholm (12) längs verschiebbar geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülse (7) und der Anschlagring (8) einstückig ausgebildet sind.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Lagerhülse (7) und der Anschlagring (8) aus Metall, vorzugsweise Stahl bestehen.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülse (7) und der Anschlagring (8) als Kalt- oder Warmfließpressteil ausgebildet sind.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im außenseitigen Übergangsbereich zwischen der Lagerhülse (7) und dem Anschlagring (8) ein Anschlag (9) vorgesehen ist, wobei der Anschlagring (8) einen kleineren Außendurchmesser aufweist als die Lagerhülse (7).

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) im Sinne einer Fase schräg verlaufend ausgebildet ist.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) an einer in einer Bohrung (14) des Bremssattels (2) vorgesehenen Schulter anliegt.

7. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Durchmesser des Anschlagringes (8) kleiner ist als der lichte Durchmesser der Lagerhülse (7), unter Ausbildung einer Stufenbohrung.

8. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbuchse (10) am Grund der Stufenbohrung anliegt.

Description:
Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Der auch als Schiebesattel bezeichnete Bremssattel einer gattungsgemäßen Scheibenbremse ist mittels Befestigungselementen an einem fahrzeugseitigen, also insoweit ortsfesten Bremsträger gehalten. Dabei sind Führungsholme der Befestigungselemente am Bremsträger vorzugsweise durch Verschrauben befestigt, die andererseits in Gleitlagern des Bremssattels so geführt sind, dass dieser, bezogen auf eine an einer Achse des Fahrzeugs verdrehsicher gehaltenen Bremsscheibe, axial verschiebbar ist. Eines der Gleitlager ist als Festlager mit geringem Gleitspiel ausgebildet und dient in der Hauptsache der axialen Führung des Bremssattels, wobei das Lagerspiel so gering wie möglich gehalten ist.

Das andere Gleitlager hingegen weist funktionsbedingt ein größeres Lagerspiel auf, da neben der axialen Führung auch ein Toleranzausgleich sowie thermisch bedingte Ausdehnungen berücksichtigt werden müssen.

Aufgrund des größeren Lagerspiels können im Fahrbetrieb Klappergeräusche entstehen, zu deren Verhinderung bzw. Dämpfung bei der bekannten Schei- benbremse eine aus Kunststoff, vornehmlich einem Elastomer bestehende Gleitbuchse Verwendung findet, in der der Führungsholm axial verschieblich gelagert ist.

Diese Gleitbuchse ist in einer Lagerhülse aus Metall, insbesondere aus Stahl- blech verschiebegesichert gehalten, die in eine Bohrung des Bremssattels ein- gepresst, also reibschlüssig darin gehalten ist, wobei die Gleitbuchse und die Lagerhülse Bestandteile einer Führungsbuchse sind.

Als drittes Element der Führungsbuchse kommt ein Anschlagring zum Einsatz, der an einer Schulter der die Führungsbuchse aufnehmenden Bohrung des Bremssattels anliegt und der zum einen die Gleitbuchse vor zu starken Stößen schützt und damit die Lebensdauer der Führungsbuchse insgesamt erhöht. Zum andern dient der Anschlagring der Einschubbegrenzung beim Eindrücken der Führungsbuchse in die Bohrung.

Dabei können die Lagerhülse, die Gleitbuchse und der Anschlagring als vormontierte Baueinheit vorliegen, bei der der Anschlagring insbesondere formschlüssig mit der Gleitbuchse verbunden ist. Bei einer anderen Konstruktion ist zunächst der Anschlagring in die Bohrung eingeführt, während anschließend die als Baueinheit vorliegenden Lagerhülse/Gleitbuchse in die Bohrung einge- presst werden.

In jedem Fall sind drei separate Bauteile herzustellen und zu montieren, was naturgemäß nur mit einem entsprechend hohen Fertigungs- bzw. Montageauf- wand verbunden ist.

In der Folge ergeben sich erhebliche Kostennachteile, die insoweit besonders beklagenswert sind, als es sich bei gattungsgemäßen Scheibenbremsen um Serienprodukte handelt, die in großen Stückzahlen hergestellt werden und Verwendung finden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Scheibenbremse der gattungsgemäßen Art so weiterzuentwickeln, dass sie konzeptionell vereinfacht und ihre Herstellung und Montage einfacher und damit kostengünstiger wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die erfindungsgemäß vorgesehene einstückige Ausbildung der Lager- hülse und des Anschlagringes ergeben sich eine ganze Reihe von Vorteilen, die zu einer Kostenminimierung der Scheibenbremse sowohl bei der Herstellung wie auch bei der Montage beitragen.

Während der Anschlagring bislang als Drehteil hergestellt wird, die Lagerhülse als Rohrabschnitt oder Tiefziehteil, kann diese neue einstückige Komponente beispielsweise durch Kalt- oder Warmfließpressen gefertigt werden, wobei hierzu ein auch höherwertiges Material, d.h. ein entsprechender Stahl Verwendung finden kann durch den eine verbesserte Sitzfestigkeit, also ein höherer Reibschluss der Lagerhülse mit der Wandung der Bohrung erreicht wird. Die einstückige Ausbildung führt demnach zu einer entsprechenden Kostenreduzierung durch den geringeren Fertigungsaufwand, bei gleichzeitig verbesserter Funktion. Auch die Montage der neuen Führungsbuchse gestaltet sich einfacher, da der Anschlagring nicht mehr separat montiert werden muss, sei es bei einer Vormontage durch Verbindung mit der Gleitbuchse oder bei der Endmontage, bei der der Anschlagring vor Einführen der Baueinheit Lagerhülse/Gleitbuchse in die Bohrung eingebracht werden muss.

Zur Anschlagbegrenzung beim Eindrücken der Führungsbuchse in die Bohrung ist der Anschlagring gegenüber der Lagerhülse abgesetzt, d.h. dessen Außendurchmesser ist kleiner als der Außendurchmesser der Lagerhülse, wodurch sich ein Anschlag ergibt, der an der genannten Schulter der Bohrung anliegt.

Um das Einpressen der Führungsbuchse in die Bohrung zu erleichtern, quasi als Zentrierhilfe, ist der Anschlag entgegen der Einpressrichtung abgeschrägt, wobei der Außendurchmesser der Lagerhülse gegenüber dem lichten Durchmesser der Bohrung des Bremssattels mit geringem Übermaß vorliegt, um ei- nen Presssitz zu erreichen.

Die Befestigung der aus Elastomer bestehenden Gleitbuchse an der Lagerhülse erfolgt wie bisher stoffschlüssig, beispielsweise durch Anspritzen. Dabei liegt die Lagerhülse mit einer Stirnseite an einer Stufenfläche an, die am inneren Übergang zwischen dem Anschlagring und der Lagerhülse gebildet ist, wobei die gemeinsame Innenbohrung als Stufenbohrung ausgebildet ist.

Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

Figur 1 eine Scheibenbremse in einer schematischen Draufsicht

Figur 2 einen Ausschnitt der Scheibenbremse gemäß der Angabe "A" in

Figur 1 , in einem Teil-Längsschnitt Figur 3 eine Einzelheit der Scheibenbremse in einem Längsschnitt.

In der Figur 1 ist eine Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug dargestellt, die in ihrem Grundaufbau einen Bremssattel 2 aufweist, der eine Bremsscheibe 3 umfasst, die an einer nicht dargestellten Achse des Nutzfahrzeuges verdrehsicher befestigt ist.

Der Bremssattel 2 ist an einem Bremsträger 1 des Nutzfahrzeuges, bezogen auf die Bremsscheibe 3, axial verschiebbar angeordnet.

Hierzu sind zwei Befestigungselemente vorgesehen, die jeweils einen mit dem Bremsträger 1 verbundenen Führungsholm 12 aufweisen, der mittels einer Schraube 13 (Figur 2) am Bremsträger 1 befestigt ist, wobei ein Befestigungselement als Festlager 4 und das andere als Loslager 5 ausgebildet ist.

Zur Lagerung des Führungsholms 12, d.h. zur axialen Führung des Bremssattels 2 auf dem Führungsholm 12 weist das Loslager 5 eine Führungsbuchse 6 auf, die als Einzelheit in der Figur 3 dargestellt ist. Die Führungsbuchse 6 weist eine metallische, vorzugsweise aus Stahl hergestellte Lagerhülse 7, an die sich einstückig ein Anschlagring 8 anschließt.

In der Lagerhülse 7 ist eine Gleitbuchse 10 aus einem Kunststoff, vorzugsweise einem Elastomer befestigt, in der der Führungsholm 12 geführt ist, und die auf der dem Führungsholm 12 zugewandten Innenseite mit Schmiernuten 1 1 versehen ist.

Der Außendurchmesser der Lagerhülse 7 ist geringfügig größer als der lichte Durchmesser einer die Führungsbuchse 6 aufnehmenden Bohrung 14 des Bremssattels 2, so dass sich ein Reibschluss ergibt.

Zur Anschlagbegrenzung beim Einpressen der Führungsbuchse 6 in die Bohrung 14 ist im Übergangsbereich zwischen der Lagerhülse 7 und dem Anschlagring 8 außenseitig ein umfänglicher Anschlag 9 vorgesehen, der sich an einer nicht dargestellten Schulter der Bohrung 14 abstützt, wobei der Anschlag 9 ausgehend vom Anschlagring 8, im Sinne einer Fase schräg ansteigend ausgebildet ist.