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Title:
DISK BRAKE FOR A UTILITY VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/036767
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a disk brake for a vehicle, in particular for a utility vehicle, comprising a) a brake caliper (1), which extends over a brake disk (2), b) a brake application device (8) arranged in the brake caliper (1) for pressing brake linings (3) against the brake disk (2), c) at least one brake piston (4), which can be moved axially by means of the brake application device (8), d) an adjustment device (5), which is positioned in the brake caliper (1) and which is operatively connected, by means of a gearing (24), to the brake piston (4) in order to axially adjust the brake piston in order to compensate a clearance change resulting from wear, e) wherein the gearing (24) has an input gear (25), which is retained on the adjustment device (5) for conjoint rotation, and an output gear (26), which is retained on the brake piston (4) for conjoint rotation. The disk brake is designed in such a way that the output gear (26) connected to the brake piston (4) for conjoint rotation and the input gear (25) of the adjustment device (5), which input gear corresponds thereto, are arranged in a driver device (27), which is held in an axially movable but rotationally fixed manner.

Inventors:
HIDRINGER MICHAEL (DE)
BECK THOMAS (DE)
PRITZ WOLFGANG (DE)
Application Number:
EP2016/069209
Publication Date:
March 09, 2017
Filing Date:
August 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16D55/2255; F16D65/56
Foreign References:
DE112013003793T52015-04-30
DE102012006112A12013-10-10
DE102008036765A12010-02-11
DE102009018223A12010-11-11
DE102012012818A12014-01-02
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Claims:
Ansprüche

Scheibenbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, mit a) einem eine Bremsscheibe (2) übergreifenden Bremssattel (1 ), b) einer im Bremssattel (1 ) angeordnet Zuspanneinrichtung (8) zum Andrücken von Bremsbelägen (3) an die Bremsscheibe (2), c) mindestens einem Bremsstempel (4), der mittels der Zuspanneinrichtung (8) axial verschiebbar ist,

d) einer im Bremssattel (1 ) positionierten Nachstelleinrichtung (5), die mit dem Bremsstempel (4) zu dessen axialer Verstellung zum Ausgleich einer verschleißbedingten Änderung eines Lüftspiels über ein Getriebe (24) in Wirkverbindung steht,

e) wobei das Getriebe (24) ein an der Nachstelleinrichtung (5) verdrehfest gehaltenes Antriebsrad (25) und ein an dem Bremsstempel (4) verdrehfest gehaltenes Abtriebsrad (26) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Bremsstempel (4) verdrehfest verbundene Abtriebsrad (26) und das damit korrespondierende Antriebsrad (25) der Nachstelleinrichtung (5) in einer axial verschieblich, jedoch verdrehsicher gehaltenen Mitnehmereinrichtung (27) angeordnet sind.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Mitnehmereinrichtung (27) am Bremsstempel (4) und/oder der Nachstelleinrichtung (5) befestigt ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtung (27) axial gesichert an einer das Antriebsrad (25) tragenden Aufnahmehülse (33) der Nachstelleinrichtung (5) gehalten ist, die in der Mitnehmereinrichtung (27) verdrehbar gehalten ist.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtung (27) aus zwei abständig zueinander angeordneten Koppelgliedern besteht, die miteinander verbunden sind.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelglieder aus Platten (28, 28') gebildet sind, die parallel und abständig zueinander angeordnet sind, unter Bildung eines das Antriebsrad (25) und das Abtriebsrad (26) aufnehmenden Zwischenraums.

6. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (28, 28') durch Schrauben (29) miteinander verbunden sind, wobei auf diesen Schrauben (29) Distanzhülsen (30) geführt sind, deren Stirnseiten sich jeweils an einer Innenfläche der Platten (28, 28') abstützen.

7. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einer Platte (28, 28'), vorzugsweise in beiden Platten (28, 28') Sicken (15) vorgesehen sind, die miteinander verbunden sind.

8. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (28, 28') durch einen Bolzen (18) miteinander verbunden sind, auf dem die Distanzhülse (30) geführt ist und der durch Lichtbogenschweißen mit zumindest einer Platte (28, 28') verbunden ist.

9. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (25) und/oder das Abtriebsrad (26) jeweils an mindestens einem Gleitring (31 ) anliegen.

10. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (31 ) in eine Platte (28, 28') eingelassen ist.

1 1 . Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gebildete Reibpaarung aus Gleitring (31 ) und Antriebsrad (25) und/oder Abtriebsrad (26) einen geringen Reibungskoeffizienten aufweisen.

Description:
Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

In der DE 10 2008 036 765 A1 sowie der DE 10 2009 018 223 A1 ist jeweils eine Scheibenbremse offenbart, bei der eine verdrehfeste Stellspindel eines Bremsstempels ein Mutterteil bildet, das auf einer relativ dazu verdrehbaren Gewindespindel geführt ist, wobei das Innengewinde der Stellspindel und Außengewinde der Gewindespindel eine Gewindepaarung bilden.

Zum Ausgleich einer verschleißbedingten Änderung eines Lüftspiels, d.h. des Abstands zwischen dem zuspannseitigen Bremsbelag und einer fahrzeugseiti- gen Bremsscheibe, wird die Gewindespindel gegenüber der verdrehfest gehaltenen Stellspindel mittels einer im Bremssattel angeordneten Nachstelleinrichtung verdreht.

Hierzu weist die Nachstelleinrichtung ein Antriebsrad auf, das verdrehfest und axial gesichert mit einer Antriebsspindel der Nachstelleinrichtung verbunden ist und das mit einem verdrehfest an der Gewindespindel gehaltenen Abtriebsrad in Wirkverbindung steht.

Bei diesen bekannten Scheibenbremsen sind jeweils zwei parallel und abstän- dig zueinander angeordnete Bremsstempel vorgesehen, die zum Lüftspielausgleich über die zentral, d.h. zwischen beiden Bremsstempeln angeordnete Nachstelleinrichtung zum Ausgleich des Lüftspiels antreibbar sind, wobei jeder Stellspindel ein Abtriebsrad zugeordnet ist, die Bestandteil eines Zahnradgetriebes der Nachstelleinrichtung sind.

In der DE 10 2012 012 818 A1 ist eine vergleichbare Scheibenbremse thematisiert, die allerdings lediglich einen zentral angeordneten Bremsstempel auf- weist, dessen Stellspindel als Gewindehülse ausgebildet ist, mit einem Innengewinde, das in Eingriff steht mit einer dazu verdrehbaren Gewindespindel, an deren Abtriebsrad wiederum das axial gesichert gehaltene Antriebsrad der seitlich dazu angeordneten Nachstelleinrichtung angreift.

Neben den aus dem genannten Stand der Technik bekannten Zahnradgetrieben kann zur Übertragung der Verdrehung der Nachstelleinrichtung auf den oder die Bremsstempel auch ein anderes Getriebe Verwendung finden, beispielsweise ein Zugmitteltrieb.

Im Fall einer Bremsung, d.h. bei Betätigung des Bremshebels, wird der Bremsstempel axial in Richtung des Bremsbelages verschoben, einschließlich des verdrehfest an der Gewindespindel gehaltenen Abtriebsrades, das, wie erwähnt, in Wirkverbindung mit dem Antriebsrad des Nachstellers steht, der je- doch axial fest positioniert ist. D.h., das Antriebs- ebenso wie das Abtriebsrad vollführen eine Relativbewegung zueinander in axialer Richtung, was jedoch zu einer erheblichen mechanischen Belastung führt, durch die die Standzeit des Bremssystems beeinträchtigt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Scheibenbremse der gattungsgemäßen Art so weiterzuentwickeln, dass die Funktionsfähigkeit verbessert und die Standzeit erhöht wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des An- Spruchs 1 gelöst.

Dazu ist das Antriebsrad der Nachstelleinrichtung zwar verdrehfest, jedoch axial verschieblich gelagert und zwar sowohl in Zustellrichtung, also in Bremsrichtung, wie auch in Rückstellrichtung.

Durch die Erfindung, nach der eine Mitnehmereinrichtung vorgesehen ist, mit der die beiden in Wirkverbindung stehenden Getrieberäder derart miteinander gekoppelt sind, dass die bremsbedingte axiale Bewegung des Bremsstempels auf das Antriebsrad der Nachstelleinrichtung übertragen wird, werden die bis- lang zu beklagenden mechanischen Belastungen vermieden.

Naturgemäß ergibt sich daraus eine Standzeiterhöhung der Scheibenbremse insgesamt mit in der Folge deutlich reduzierten Betriebskosten, die sich zum einen aus der Reparatur der Scheibenbremse, einschließlich einer Ersatzteil- beschaffung, und zum anderen aus der Stillstandszeit des Nutzfahrzeuges während der Reparaturarbeiten ergeben.

Darüber hinaus wird auch die Betriebs- bzw. Funktionssicherheit der Scheiben- bremse durch die Erfindung verbessert, da die Nachstelleinrichtung nunmehr quasi über die gesamte Betriebsdauer der Bremsbeläge, d.h. bis zu deren verschleißbedingten Austausch, funktionssicher ist.

Die Mitnehmereinrichtung kann konstruktiv unterschiedlichst gestaltet sein, wo- bei wesentlich ist, dass die miteinander in Wirkverbindung stehenden Getrieberäder in einer Art miteinander verbunden sind, dass sie frei drehbar bleiben.

Hierzu sind Koppelglieder vorgesehen, die nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung aus zwei parallel und abständig zueinander angeordneten Platten, vorzugsweise aus Blech bestehen, zwischen denen die Getrieberäder, beispielsweise Zahnräder, gleichermaßen aber auch Kettenräder, positioniert sind.

Dabei sind diese beiden Platten miteinander verbunden und mit geeigneten Mitteln wie Sicken, Distanzhülsen oder dergleichen auf Abstand gehalten, der im Wesentlichen entsprechend der Dicke der Getrieberäder ausgelegt ist.

Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen der Koppelglieder denkbar. Wie erwähnt, ist die Erfindung sowohl bei einer Scheibenbremse mit lediglich einem Bremsstempel wie auch bei einer solchen mit zwei Bremsstempeln realisierbar, wobei bei ersterer der Bremsstempel zentral angeordnet ist mit seitlich positionierter Nachstelleinrichtung, während die Nachstelleinrichtung bei einer Scheibenbremse mit zwei Bremsstempeln dazwischen angeordnet ist.

Hierbei liegen die Getrieberäder an beiden Platten an, bevorzugt mittelbar, unter Beteiligung von Gleitringen, an denen sich die Getrieberäder abstützen und die aus einem Material bestehen, das in Korrespondenz mit dem Getrieberad einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist.

Diese Gleitringe können in die Platten eingelassen sein oder in die Getrieberäder selbst, wobei der Gleitring die Form eines Torus einnimmt, so dass eine geringe Kontaktfläche mit dem relativ dazu verdrehbaren Bauteil vorliegt. Im Übrigen lässt sich die Mitnehmereinrichtung sehr günstig herstellen, da die die Mitnehmereinrichtung im Wesentlichen bildenden Platten als einfache Blechstanzteile ausgebildet sind, in die gleichzeitig die genannten Sicken als Abstandshalter eingeformt werden können, wobei diese Sicken in den durch die beiden abständig zueinander angeordneten Platten gebildeten Zwischenraum ragen und so aneinander liegen, dass sie beispielsweise durch Verschweißen miteinander verbunden werden können.

Die als Abstandshalter genannten Distanzhülsen sind ebenfalls einfach und kostengünstig herzustellen, insbesondere als Rohrabschnitte.

Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

Figur 1 eine Scheibenbremse nach dem Stand der Technik in einer teilweise geschnittenen Draufsicht

Figur 2 eine Zuspann- und Nachstelleinrichtung als Einzelheit in einer perspektivischen Ansicht

Figur 3 die Zuspanneinrichtung nach Figur 2 in einer schematisch geschnittenen Seitenansicht

Figur 4 eine Einzelheit der Zuspanneinrichtung nach Figur 2, ebenfalls in einer perspektivischen Darstellung

Figur 5 einen Ausschnitt einer Einzelheit der Scheibenbremse in einer perspektivischen Ansicht

Figur 6 einen weiteren Ausschnitt der Scheibenbremse in einer geschnittenen Ansicht, gleichfalls schaubildlich dargestellt.

In der Figur 1 ist eine Scheibenbremse nach dem Stand der Technik in sche- matischer Ansicht dargestellt, mit einem eine Bremsscheibe 2 übergreifenden, als Schiebesattel ausgebildeten Bremssattel 1 , in dem zwei Bremsbeläge 3 angeordnet sind, die in Funktion, also bei einer Bremsung, gegen die Bremsscheibe 2 gepresst sind. Zunächst wird dabei der zuspannseitige Bremsbelag 3 mittels einer Zuspan- neinrichtung 8 gegen die Bremsscheibe 2 gepresst, während nachfolgend, aufgrund der Reaktionskräfte, durch Mitnahme des sich verschiebenden Bremssattels 1 der reaktionsseitige Bremsbelag 3 gegen die Bremsscheibe 2 gepresst wird.

Die Zuspanneinrichtung weist einen zentralen Bremsstempel 4 auf, der über einen Bremshebel 9 axial verschiebbar gegen den zuspannseitigen Bremsbelag 3 drückbar ist. Der Bremsstempel 4 besteht aus einer verdrehbaren Gewindespindel 6 und einer verdrehsicher gehaltenen Gewindehülse 7, deren Innengewinde in das Außengewinde der Gewindespindel 6 eingreift. Auf der dem zugeordneten

Bremsbelag 3 zugewandten Seite ist an der Gewindehülse 7 ein plattenförmi- ges Druckstück 10 befestigt, das im Bremsfall am Bremsbelag 3 anliegt und im Übrigen zur Verdrehsicherung der Gewindehülse 7 formschlüssig daran gehalten ist.

Mit der Gewindespindel 6 steht eine Nachstelleinrichtung 5 zum Ausgleich eines sich verschleißbedingt verändernden Lüftspiels, d.h. des Abstands zwi- sehen dem Bremsbelag 3 und der Bremsscheibe 2 in Verbindung.

Zum Schutz einer die Zuspanneinrichtung 8 und die Nachstelleinrichtung 5 aufnehmenden Aufnahmekammer des Bremssattels 1 ist eine Montageöffnung des Bremssattels 1 auf der der Bremsscheibe 2 zugewandten Seite mit einer Verschlussplatte 1 1 verschlossen, die mit dem Bremssattel 1 durch Schrauben 12 verbunden ist.

Der Bremsstempel 4 durchtritt die Verschlussplatte 1 1 , während sich die Nachstelleinrichtung 5 an der Verschlussplatte 1 1 durch eine Druckfeder 14 belastet abstützt.

Der Durchtrittsbereich des Bremsstempels 4 ist durch einen Faltenbalg 13 abgedichtet, der einerseits an der Verschlussplatte 1 1 und andererseits am Druckstück 10 bzw. an dem Bremsstempel 4 dichtend anliegt. Der Bremshebel 9 stützt sich über eine Kugel als Zwischenelement am Bremsstempel 4 schwenkbar ab, ebenso wie über Kugeln am Bremssattel 1 . In der Figur 2 ist als Einzelheit die Zuspanneinrichtung 8 sowie die daneben angeordnete Nachstelleinrichtung 5 abgebildet, die in ihrer funktionalen Ausgestaltung der in der den Stand der Technik wiedergebenden Figur 1 entspricht. D.h., hier ist ein zentraler Bremsstempel 4 vorgesehen, mit der benachbart dazu angeordneten Nachstelleinrichtung 5, mit der ein verdrehfest angeschlosse- nes, als Zahnrad ausgebildetes Antriebsrad 25 eines Zahnradgetriebes 24 antreibbar ist.

Zur Übertragung der Drehbewegung zum Zwecke eines Lüftspielausgleichs steht das Antriebsrad 25 mit einem ebenfalls als Zahnrad ausgebildeten Ab- triebsrad 26 in Eingriff, das verdrehfest mit der Gewindespindel 6 verbunden ist, so dass sich bei Verdrehung des Abtriebsrades 26 und damit der Gewindespindel 6 die darauf geführte Gewindehülse 7 axial verstellt.

Die Anordnung des Abtriebsrades 26 ist auch in den Figuren 3 und 4 erkenn- bar.

Bei dem in der Figur 3 gezeigten Beispiel stützt sich ein konvexer Abschnitt 21 des Bremshebels 9 über eine Lagerschale 22 am Abtriebsrad 26 ab, wozu dies in Form eines Stirnrades einen geschlossenen Boden aufweist.

Denkbar ist jedoch auch, den konvexen Abschnitt 21 des Bremshebels 9 an der zugewandten Stirnseite der Gewindespindel 6 anzulegen.

In den Figuren 2-4 ist erkennbar, dass das Antriebsrad 25 und das Abtriebsrad 26 des Getriebes 24, gemäß der Erfindung, in einer Mitnehmereinrichtung 27 positioniert sind, die aus zwei parallel und abständig zueinander angeordneten Platten 28, 28 ' als Koppelglieder gebildet sind.

Diese wiederum sind durch Schrauben 29 miteinander verbunden, auf denen Distanzhülsen 30 geführt sind, die sich mit ihren Stirnseiten an den einander zugewandten Innenflächen der Platten 28, 28 ' abstützen, wodurch sich ein Zwischenraum zur Aufnahme des Getriebes 24 ergibt. In den Figuren 5 und 6 sind jeweils weitere Beispiele dargestellt, wie ein Zwischenraum zur Aufnahme des Getriebes 24 gebildet werden kann.

So zeigt die Figur 5 auf einander zu gerichtete Sicken 15, die in die sich ge- genüberliegenden Platten 28, 28 ' eingedrückt sind und die bolzenförmig mit ihren einander zugewandten Stirnflächen aneinander liegen und beispielsweise miteinander verschweißt sind.

In der Figur 6 ist ein Bolzen 18 durch die Platte 28 geführt, der sich einerseits mit einem Kopf an der Außenseite der Platte 28 abstützt und andererseits an der Innenseite der Platte 28 ' anliegt und dort eine Schweißstelle 23 bildet, die sich durch Lichtbogenschweißen mit der Platte 28 ' ergibt, durch das die Platten 28, 28 ' miteinander verbunden sind . Der Abstand zur Bildung des Zwischenraumes zwischen den beiden Platten 28, 28 ' wird, entsprechend dem Ausfüh- rungsbeispiel nach Figur 4, durch eine Distanzhülse 30 erreicht, durch die der Bolzen 18 gesteckt ist.

Bei einem Verschwenken des Bremshebels 9 zum Zuspannen der Bremse wird über einen Exzenter 16 der Bremsstempel 4 axial in Richtung des Bremsbela- ges 3 (Figur 1 ) verschoben, unter Mitnahme des Abtriebsrades 26. Mittels der Mitnehmereinrichtung 27 wird gleichzeitig auch das Antriebsrad 25 der Nachstelleinrichtung 5 mitgenommen, wozu das Antriebsrad 25 zwar verdrehfest, jedoch axial verschieblich an der Nachstelleinrichtung 5 gehalten ist. Da sich das Antriebsrad 25 und das Abtriebsrad 26 gegenüber den Platten 28, 28 ' in Funktion verdrehen, sind, um einen Reibwiderstand zwischen dem Antriebs- und dem Abtriebsrad 25, 26 und den Platten 28, 28 ' zu reduzieren, Gleitringe 31 vorgesehen, wie in der Figur 3 deutlich zu erkennen ist. Dieser Gleitring ist im vorliegenden Beispiel in die Platte 28 eingelassen mit geringem Überstand in dem gebildeten Zwischenraum, so dass das Antriebsrad 25 bzw. das Abtriebsrad 26 gegenüber der Platte 28 spielfrei gehalten ist.

Die Rückstellung des Bremsstempels 4 und damit auch die des Abtriebsrades 26 nach einem Lösen der Bremse erfolgt durch die Druckfeder 14, die sich ei- nerseits am Verschlussdeckel 1 1 und andererseits an der zugeordneten Platte 28 abstützt und die auf dem Bremsstempel 4 geführt ist. Wie besonders deutlich in der Figur 4 zu erkennen ist, liegt die dem Bremshebel 9 zugewandte Platte 28 ' am Abtriebsrad 26 lediglich bereichsweise an, während sie eine Aufnahmehülse 33 umschließt. An diese Aufnahmehülse 33 ist das Antriebsrad 25 sowohl axial wie auch umfänglich gesichert gehalten und steht mit der Nachstelleinrichtung 5 derart in Verbindung, dass eine axiale Verschiebung möglich ist, jedoch gleichzeitig ein verdrehsicherer Halt besteht. Die Aufnahmehülse 33 und das Antriebsrad 25 können als ein Bauteil oder als zwei getrennte Bauteile ausgebildet sein.

Dabei taucht die Aufnahmehülse 33 in eine an der Verschlussplatte 1 1 befestigte Führungshülse 32 (Fig. 2) ein, die gleichzeitig eine Abstützung für die Nachstelleinrichtung bildet und der gegenüber die Aufnahmehülse 33 axial verschiebbar ist, bei axialer Verstellung des Bremsstempels 4.

Die in den Figuren 2 und 3 abgebildete Zuspanneinrichtung 8 weist im Gegensatz zu der den Stand der Technik wiedergebenden, in der Figur 1 erkennbaren, einen Bremshebel 9 auf, der sich nicht mit einer Lagerkugel am Bremsstempel 4 abstützt, gleichermaßen nicht über Lagerkugeln am Bremssattel köpf.

Stattdessen ist auf der dem Exzenter 16 gegenüberliegenden Seite im Bremshebel 9 eine Rinne 19 ausgebildet, in der eine Wälzrolle 20 einliegt, die sich an einer am Sattelkopf des Bremssattels 1 vorgesehenen Stützstelle, die eine Lagerstelle sein kann, abstützt. Dabei bildet die Wälzrolle 20 vorzugsweise ein Schwenklager für den Bremshebel 9 aus, was besonders deutlich in der Figur 3 zu erkennen ist.

An dem dem Exzenter 16 gegenüberliegenden Ende des Bremshebels 9 ist eine Vertiefung 17 vorgesehen, in die ein Stößel eines Bremszylinders eingreifen kann, der beispielsweise pneumatisch und/oder elektromotorisch betätigbar ist zur Verschwenkung des Bremshebels 9 im Fall einer Bremsung. BEZUGSZEICHENLISTE

1 Bremssattel

2 Bremsscheibe 3 Bremsbelag

4 Bremsstempel

5 Nachstelleinrichtung

6 Gewindespindel

7 Gewindehülse 8 Zuspanneinrichtung

9 Bremshebel

10 Druckstück

1 1 Verschlussplatte

12 Schraube

13 Faltenbalg

14 Druckfeder

15 Sicke

16 Exzenter

17 Vertiefung

18 Bolzen

19 Rinne

20 Wälzrolle

21 Abschnitt

22 Lagerschale

23 Schweißstelle

24 Getriebe

25 Antriebsrad

26 Abtriebsrad

27 Mitnehmereinnchtung 28 Platte

28 ' Platte

29 Schraube

30 Distanzhülse

31 Gleitring

32 Führungshülse 33 Aufnahmehülse