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Patent Searching and Data


Title:
DISK BRAKE FOR UTILITY VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/174707
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a disk brake (1) for a utility vehicle, comprising a brake disk (19), a brake caliper (2), which extends around the brake disk (19), an application-side brake pad (3), a rim-side brake pad (3a) and an application-side application device (4) arranged in the brake caliper (2), wherein the application device (4) has at least an adjustment spindle (5) and a pressure plate (6), which is arranged axially between the adjustment spindle (5) and the application-side brake pad (3), characterized in that a plain bearing element (7) is arranged between the pressure plate (6) and the adjustment spindle (5).

Inventors:
HARDER, Markus (Georg-Meier-Straße 2, Hockenheim, 68766, DE)
Application Number:
EP2018/056060
Publication Date:
September 19, 2019
Filing Date:
March 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
WABCO EUROPE BVBA (Chaussee de la Hulpe 166, 1170 Bruxelles, 1170, BE)
International Classes:
F16D65/18
Foreign References:
DE102015110231A12016-12-29
DE102011115212A12013-03-28
DE10341095A12005-04-07
DE102015114349A12017-03-02
Attorney, Agent or Firm:
COPI, Joachim (WABCO GmbH, Am Lindener Hafen 21, Hannover, 30453, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Scheibenbremse (1 ) für ein Nutzfahrzeug umfassend eine Brems scheibe (19), einen die Bremsscheibe (19) umfassenden Brems sattel (2), einen zuspannseitigen Bremsbelag (3), einen felgensei tigen Bremsbelag (3a) und einer in dem Bremssattel (2) angeord neten zuspannseitigen Zuspanneinrichtung (4), wobei die Zuspan neinrichtung (4) wenigstens eine Stellspindel (5) und einen axial zwischen der Stellspindel (5) und dem zuspannseitigen Bremsbe lag (3) angeordneten Druckteller (6) aufweist, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Gleitlagerelement (7) zwischen dem Druckteller (6) und der Stellspindel (4) angeordnet ist.

2. Scheibenbremse (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) axial an einem Drucktellerzapfen (13) des Drucktellers (6) angeordnet ist.

3. Scheibenbremse (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn

zeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) zumindest eine Prägung (8, 8a, 8b) aufweist.

4. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Gleitlagerelement (7) aufweisende Druckteller (6) axial mittels einem Pressvorgang an einer Stirnseite (10) der Stellspindel (5) angeordnet ist.

5. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) an einer Innenwand (9) des Gleitlagerelements (7) eine Kunststoffbeschich tung (1 1 ) aufweist.

6. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) eine In nenwand (9) aufweist und die Innenwand (9) des Gleitlagerele ments (7) kreisförmig ausgebildet ist.

7. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) dazu ausgebildet ist, den Druckteller (6) während einer entgegengesetzt der Richtung des zuspannseitigen Bremsbelages (3) verlaufenden Rückstellbewegung der Stellspindel (5), axial an der Stellspindel (5) zu sichern.

8. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) dazu ausgebildet ist, ein Spiel zwischen dem Druckteller (6) und der Stellspindel (5) herzustellen.

9. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) eine Gleitlagerbuchse (7) ist.

10. Scheibenbremse (1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (7) aus ei nem Metallwerkstoff gebildet ist.

Description:
Scheibenbremse für Nutzfahrzeuge

Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 Scheibenbremsen für Fahrzeuge, insbesondere für Nutz fahrzeuge weisen im Allgemeinen eine Bremsscheibe und einen die Bremsscheibe umfassenden Bremssattel auf. Darüber hinaus ist in dem Bremssattel, an der Felgenseite, ein felgenseitiger Bremsbelag und auf der gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe ein zuspann seitiger Bremsbelag und eine Zuspanneinrichtung angeordnet. Als Fel genseite ist die Seite definiert, die in Richtung der Felge des Fahr zeugs zeigt. Als Zuspannseite ist der Bereich der Scheibenbremse zu verstehen, in dem die Zuspanneinrichtung angeordnet ist und die Zu spanneinrichtung während eines Bremsvorgangs den zuspannseitigen Bremsbelag gegen die Bremsscheibe drückt, also zuspannt. Die Nach stelleinrichtung weist zum Zuspannen des zuspannseitigen Bremsbe lags, axial in Richtung des zuspannseitigen Bremsbelags, eine Stell spindel auf. An der Stirnseite der Stellspindel ist ein Druckteller ange ordnet. Der Druckteller ist während eines Bremsvorgangs in Kontakt mit dem zuspannseitigen Bremsbelag. Der Druckteller und die Stell spindel sind nur über einen Zapfen des Drucktellers oder über einen Zapfen der Stellspindel miteinander verbunden.

Während eines Rückstellvorgangs, also wenn die Stellspindel sich axi al entgegensetzt der Richtung des zuspannseitigen Bremsbelags be wegt, kann sich der Druckteller von der Stellspindel lösen.

Zudem führt eine fehlende axiale Sicherung des Drucktellers während eines Bremsvorgangs bei hohen Bremsscheibentemperaturen zum An- kleben an dem zuspannseitigen Bremsbelag. Die Folge sind defekte Dichtungen der Nachstelleinrichtung bis hin zu einer Schädigung der Scheibenbremse. Weiterhin führt ein zu großer Bewegungsfreiraum zwischen dem Druckteller und der Stellspindel zu einer nicht akzeptab len Bremsverschleißkompensation. Als Spiel wird in der Fertigungs und Anwendungstechnik der Bewegungsfreiraum definiert. Nach der Montage des Drucktellers mit der Stellspindel ist als Spiel die freie Be weglichkeit des Drucktellers gegen oder mit der Stellspindel definiert.

Eine Lösung zur Vermeidung der zuvor genannten Probleme geht aus der DE 10 2015 1 14 349 A1 hervor. Der Spindelkopf weist eine umfängli che oder eine teilumfängliche Nut auf, in der zur Sicherung des Drucktel lers eine Halteklammer geführt ist. Die Stirnkante des Aufnahmerings des Drucktellers liegt auf der Halteklammer auf. Zudem offenbart die DE 10 2015 1 14 349 A1 eine weitere Lösung zur axialen Sicherung des Drucktel lers an der Stellspindel. An dem stirnseitig angeordneten Zapfen der Stell spindel sind zwei Nuten eingebracht. Der Aufnahmering des Drucktellers weist Bohrungen auf. Nach dem Anflanschen des Drucktellers an dem Zapfen der Stellspindel werden zwei Stifte durch die Bohrungen und die Nuten geführt, wobei die zwei Stifte den Druckteller an der Stellspindel fixieren.

Die Befestigungsvarianten, also die Halteklammer und die Stifte, der DE 10 2015 1 14 349 A1 weisen den Nachteil auf, dass das Spiel zwi schen dem Druckteller und der Stellspindel nicht genau eingestellt werden kann. Die Halteklammer und die Stifte dienen nur zur axialen Sicherung gegen ein ungewolltes Lösen des Drucktellers von der Stellspindel.

Es ist daher die Aufgabe den genannten Stand der Technik zu verbes sern und ein Befestigungsmittel bereitzustellen, welches zum einen den Druckteller gegen ein ungewolltes Lösen von der Stellspindel si- chert und zum anderen ein genaues Einstellen des Spiels zwischen dem Druckteller und der Stellspindel erlaubt.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zwischen einem Druckteller und einer Stellspindel ein Gleitlagerelement angeordnet ist. Entgegen dem Stand der Technik kann sich das Gleitlagerelement im eingebauten Zustand nicht von dem Druckteller lösen oder ungewollt verstellen, da das Gleitlagerelement zwischen dem Druckteller und der Stellspindel angeordnet ist. Je nach Dimensionierung, also je nach Höhe, Breite und/oder Länge des Gleitlagerelements, kann ein unterschiedliches Spiel zwischen dem Druckteller und der Stellspindel eingestellt werden. Das Gleitlagerelement ist vorzugsweise einteilig ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass das Gleitlagerelement aus zwei oder mehre ren Einzelteilen zusammengesetzt ist.

Das Gleitlagerelement ist fest, also verdrehsicher, in einer stirnseitigen Vertiefung der Stellspindel eingepresst. Eine Verdrehung des Gleitla gerelements ist nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Verdrehung der Stellspindel möglich. Eine Relativbewegung zwischen dem Druck teller und dem Gleitlagerelement muss dagegen stets gewährleistet sein. Der Innendurchmesser der stirnseitigen Vertiefung ist so gewählt, dass das Gleitlagerelement in der stirnseitigen Vertiefung eingebracht werden kann.

Es hat sich weiterhin als Vorteil erwiesen, dass das Gleitlagerelement axial an einem Drucktellerzapfen des Drucktellers angeordnet ist. Der Drucktellerzapfen und der Druckteller sind aus einem Gussteil geformt. Das Gleitlagerelement wird während eines Montageschrittes, axial in Richtung des Drucktellers, auf den Drucktellerzapfen geschoben. Zur einfacheren Montage und zur Vermeidung von Fehlmontagen kann der Drucktellerzapfen auch als Kodierung dienen, indem der Drucktel lerzapfen und das dazugehörige Gleitlagerelement eine spezielle Ge ometrie aufweisen. Anders ausgedrückt, passt das Gleitlagerelement nur auf den Drucktellerzapfen, der die gleiche Geometrie aufweist wie eine Innenwand des Gleitlagerelements.

In einer weiteren Ausgestaltung weist das Gleitlagerelement zumindest eine Prägung auf. Die Prägung des Gleitlagerelements dient, zusätz lich zur Dimensionierung des Gleitlagerelements, der Einstellung des Spiels zwischen dem Druckteller und der Stellspindel. Mit Hilfe eines Umformwerkzeuges wird die Prägung des Gleitlagerelements in das Gleitlagerelement eingebracht. Als Umformwerkzeug ist insbesondere ein Prägewerkzeug gemeint. Prägewerkzeuge weisen den Vorteil eines schnellen und unkomplizierten Formschlusses von Teilen auf. Nach der Anordnung des Gleitlagerelements auf dem Drucktellerzapfen, wird mit Hilfe des Prägewerkzeugs das Gleitlagerelement geprägt. Das heißt, es findet zumindest an einem Bereich des Gleitlagerelements eine Umformung statt indem, in axialer Richtung des Gleitlagerele ments, an der Innenwand des Gleitlagerelements zumindest eine als Nut ausgebildete Prägung geprägt wird. Vorteilhaft erstreckt sich die Nut über die gesamte axiale Länge des Gleitlagerelements. In dem Bereich des Gleitlagerelements, in dem die Nut geprägt ist, wölbt sich die Außenwand entgegen der Richtung des Drucktellerzapfens radial nach außen. Vorzugsweise weist das Gleitlagerelement drei Prägun gen mit einem Abstand von 120 Grad auf.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass der mit dem Gleitlagerelement aufweisende Druckteller vorteilhaft axial mittels eines Pressvorgangs an einer Stirnseite der Stellspindel in der stirnseitigen Vertiefung der Stellspindel angeordnet ist. Der Drucktellerzapfen des Drucktellers wird mit dem auf dem Drucktellerzapfen geprägten Gleitlagerelement in die stirnseitige Vertiefung der Spindel mit einem Presswerkzeug gepresst.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Gleitlagerele ment an der Innenwand des Gleitlagerelements eine Kunststoffbe- Schichtung auf. Während der Bremsvorgänge treten hohe Belastungen zwischen der Stellspindel und dem Druckteller auf. Als Folge der ho hen Belastungen kann zwischen dem Gleitlagerelement und dem Drucktellerzapfen unter thermischer Belastung ein Verschweißen des Gleitlagerelements mit dem Drucktellerzapfen stattfinden. Durch nach folgende anhaltende Bewegungen, zum Beispiel durch eine Rückstell bewegung der Stellspindel, wird das Gleitlagerelement von dem Druck tellerzapfen erneut getrennt. Bei jedem Schweiß- und Trennvorgang verbleiben Werkstoffteilchen von dem Gleitlagerelement oder dem Drucktellerzapfen an dem Drucktellerzapfen oder dem Gleitlagerele ment und führen zu einer Schädigung des Drucktellerzapfens und dem Gleitlagerelement. Der zuvor beschriebene Vorgang ist in der Technik auch als„Fressen“ bekannt. Zur Vermeidung des Fressens, weist das Gleitlagerelement an der Innenfläche, in Richtung des Drucktellerzap fens, eine Kunststoffbeschichtung auf. Mit der Kunststoffbeschichtung weist das Gleitlagerelement eine gewisse Gleiteigenschaft auf, die ein Verschweißen an dem Drucktellerzapfen verhindert. Die Oberfläche der Kunststoffbeschichtung oder des Kunststoffelements ist vorzugs weise als ebene Fläche ausgebildet.

Weiterhin ist eine Innenwand des Gleitlagerelements vorteilhaft kreis förmig ausgebildet. Kreisförmige Geometrien können gegenüber ande ren Geometrien, wie rechteckige Geometrien einfacher bearbeitet und hergestellt werden. Die Innenwand des Gleitlagerelements ist aber nicht auf eine Kreisform beschränkt. Es sind auch alle anderen Geo metrien, wie eine ovale Form, eine Rechteckform oder eine quadrati sche Form denkbar.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Gleitlagerelement dazu ausgebildet den Druckteller, während einer entgegengesetzt der Richtung des zuspannseitigen Bremsbelages verlaufende Rückstellbe wegung der Stellspindel, axial an der Stellspindel zu sichern. Das Gleitlagerelement ist dazu formschlüssig an dem Druckteller angeord net. Zusätzlich ist das Gleitlagerelement kraftschlüssig in der stirnseiti gen Vertiefung der Stellspindel eingebracht.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gleitlagerelement dazu ausgebildet ist, ein Spiel zwischen dem Druckteller und der Stellspindel herzustel len. Das Spiel zwischen dem Gleitlagerelement und dem Drucktel lerzapfen ist so dimensioniert, dass ein herausfallen aus der stirnseiti gen Vertiefung der Stellspindel oder ein Verkanten des Drucktellers und ein daraus resultierender Schrägverschleiß des zuspannseitigen Bremsbelags, durch ein zu großes Spiel zwischen dem Gleitlagerele ment und der Stellspindel, nicht möglich ist.

Je nachdem wie groß das Spiel sein soll, also die Bewegungsmöglich keit des Drucktellerzapfens in der Stellspindel, wird das Gleitlagerele ment mit einer höheren Kraft oder einer niedrigeren Kraft geprägt. Eine Prägung mit einer höheren Kraft hat die Folge, dass sich das Spiel zwischen dem Drucktellerzapfen und der Stellspindel vergrößert. Das Gegenteil tritt bei einer Prägung des Gleitlagerelements mit einer ge ringeren Kraft ein. Bei einer Prägung des Gleitlagerelements mit einer geringen Kraft, ist das Spiel zwischen dem Drucktellerzapfen und der Stellspindel im eingebauten Zustand kleiner. Bevorzugt weist das Gleit lagerelement eine Breite von 12 mm bis 15 mm auf. Besonders bevor zugt weist das Gleitlagerelement eine Breite von 13,6 mm auf. Die Breite des Gleitlagerelements ist entsprechend der Breite des Drucktel lerzapfens angepasst. Damit ist der Druckzapfen vollständig in dem Gleitlagerelement gelagert. Der Innendurchmesser der Innenwand des Gleitlagerelements beträgt vorzugsweise 15 mm bis 17 mm und be sonders bevorzugt 16mm. Der Innendurchmesser des Gleitlagerele ments ist entsprechend dem Durchmesser des Drucktellerzapfens ausgebildet. Zudem weist das Gleitlagerelement vorzugsweise einen Außendurchmesser von 17 mm bis 19 mm und besonders bevorzugt von 18 mm auf. Der Außendurchmesser des Gleitlagerelements wird entsprechend dem Durchmesser der stirnseitigen Vertiefung der Stell spindel angepasst.

In Versuchen hat sich außerdem gezeigt, dass das Gleitlagerelement in einer Weiterbildung als Gleitlagerbuchse ausgebildet ist. Mit der Gleitlagerbuchse ist eine vollständige und dauerhafte Lagerung des Drucktellerzapfens in der stirnseitigen Vertiefung der Spindel gewähr leistet.

In einer letzten vorteilhaften Ausgestaltung ist das Gleitlagerelement aus einem Metallwerkstoff gebildet. Als Metallwerkstoff ist vorzugswei se Stahl vorgesehen. Es sind auch aber auch Metallwerkstoffe aus Aluminium, Messing oder Bronze denkbar.

Nachfolgend werden ausgewählte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Figuren erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine geschnittene schematische Ansicht der Scheibenbremse in der Draufsicht,

Fig.2 ein Gleitlagerelement in einer geschnittenen Seitenansicht,

Fig. 2a ein Gleitlagerelement ohne eine Kunststoffbeschichtung oder einem Kunststoffelement nach Fig. 2 in einer Frontalansicht,

Fig. 2b ein Gleitlagerelement mit einer Kunststoffbeschichtung nach Fig. 2 in einer Frontalansicht,

Fig. 3 eine Stellspindel mit einem Druckteller. Fig. 1 zeigt eine Scheibenbremse 1 mit einem Bremsträger 12, in dem ein zuspannseitiger Bremsbelag 3 und ein felgenseitiger Bremsbelag 3a angeordnet sind. Ein Bremssattel 2 umfasst den Bremsträger 12, wobei der Bremssattel 2 in Axialrichtung A der Scheibenbremse 1 glei tend auf dem Bremsträger 12 gelagert ist. Eine Zuspanneinrichtung 4 umfasst einen Zuspannhebel 16, eine Druckplatte 17 und eine Nach stelleinrichtung 18 mit einer Stellspindel 5 und einen Druckteller 6. Die Zuspanneinrichtung 4 drückt über eine Drehbewegung, in Richtung des zuspannseitigen Bremsbelags 3 des Zuspannhebels 16, die Druckplat te 17 während eines Bremsvorgangs gegen den zuspannseitigen Bremsbelag 3. Der zuspannseitige Bremsbelag 3 wiederum drückt ge gen eine Bremsscheibe 19 und bremst die Bremsscheibe 19 ab. Nach einem Bremsvorgang stellt die Nachstelleinrichtung 18 das Lüftspiel über die Stellspindel 5 und dem an der Stellspindel 5 angeordneten Druckteller 6 ein. Als Lüftspiel wird der Abstand zwischen der Brems scheibe 19 und dem zuspannseitigen Bremsbelag 3 bzw. zwischen der Bremsscheibe 19 und dem felgenseitigen Bremsbelag 3a bezeichnet. Ein Gleitlagerelement 7 sichert den Druckteller 6 gegen ein Herausfal len aus der Stellspindel 5 während einer Rückstellbewegung, also eine Bewegung entgegengesetzt dem zuspannseitigen Bremsbelag 3, der Stellspindel 5. Ein Rückstellvorgang wird zum Beispiel bei einem

Wechsel des zuspannseitigen Bremsbelags 3 und/oder des felgensei tigen Bremsbelags 3a durchgeführt. Das Gleitlagerelement 7 ist in ei ner stirnseitigen Vertiefung 14 der Stellspindel 5 an einem Drucktel lerzapfen 13 des Drucktellers 6 angeordnet. Die stirnseitige Vertiefung 14 der Stellspindel 5 ist axial an einer, in Richtung des zuspannseitigen Bremsbelags 3 zeigenden, Stirnseite 10 der Stellspindel 5 eingebracht.

In Fig.2 ist das Gleitlagerelement 7 mit einer Innenwand 9 und einer Außenwand 15 im Detail gezeigt. Das Gleitlagerelement 7 weist in Axi alrichtung AG eine Breite B von 13,6 mm auf. Ein Innendurchmesser „Di“ des Gleitlagerelements 7 beträgt 16 mm und ein Außendurchmes- ser„Da“ des Gleitlagerelements 7 beträgt 18 mm. An der Innenwand 9 des Gleitlagerelements 7 sind im Abstand von 120 Grad drei Prägun gen 8, 8a, 8b eingefügt. Die Prägungen 8, 8a, 8b sind an der Innen wand 9 des Gleitlagerelements 7 als Nuten 8, 8a, 8b ausgebildet und erstrecken sich über die gesamte Breite B des Gleitlagerelements 7.

In dem Bereich des Gleitlagerelements 7, in dem die Nuten 8, 8a, 8b geprägt sind, wölbt sich die Außenwand 15 des Gleitlagerelements 7, entgegengesetzt der Innenwand 9 des Gleitlagerelements, radial nach außen. Je nachdem, wie groß das Spiel zwischen dem Drucktellerzap fen 13 des Drucktellers 6 und der stirnseitigen Vertiefung 14 der Stell spindel 5 gemäß Fig. 1 ausgebildet sein soll, werden die Prägungen 8, 8a, 8b in ihrer Dimension mit einem Umformwerkzeuges kleiner oder größer ausgebildet. Als Dimension ist die Höhe, Breite und/oder Länge der Prägungen 8, 8a, 8b gemeint.

Das Gleitlagerelement 7 ist in dem Ausführungsbeispiel einteilig aus Stahl hergestellt.

Wie das Gleitlagerelement 7 nach Fig. 2 in der Frontalansicht aussieht, zeigt Fig. 2a. Insbesondere ist die Anordnung der drei Prägungen 8,

8a, 8b sichtbar.

In einer zweiten Ausführung, gemäß Fig. 2b, ist das nach Fig. 2 aus gebildete Gleitlagerelement 7 mit einer zusätzlichen Kunststoffbe schichtung 1 1 gezeigt. Die Kunststoffbeschichtung 1 1 verhindert den Kontakt zwischen der Innenwand 9 des Gleitlagerelements 7 und dem Drucktellerzapfen 13. Mit der zusätzlichen Kunststoffbeschichtung 1 1 wird ein ungewolltes Abnutzen oder eine Schädigung der Innenwand 9 des Gleitlagerelements 7 oder des Drucktellerzapfens 13 ganz oder zumindest teilweise vermieden. Fig. 3 zeigt die Stellspindel 5 mit dem Gleitlagerelement 7 nach Fig. 2 und mit dem in axialer Richtung As an der Stellspindel 5 angeordneten Druckteller 6 im Detail. Die stirnseitige Vertiefung 14 der Stellspindel 5 ist topfförmig ausgebildet. An dem Drucktellerzapfen 13 ist das Gleitla gerelement 7 angeordnet, wobei das Gleitlagerelement 7 den Drucktel lerzapfen 13 voll umschließt. Darüber hinaus ist die Anordnung der Prägungen 8, 8a, 8b des Gleitlagerelements 7 gezeigt. Die Prägungen 8, 8a, 8b des Gleitlagerelements 7 stützen sich an der stirnseitigen Vertiefung 14 der Stellspindel 5 ab.

Bezugszeichenliste als Teil der Beschreibung

1 Scheibenbremse

2 Bremssattel

3 zuspannseitiger Bremsbelag

3a felgenseitiger Bremsbelag

4 Zuspanneinrichtung

5 Stellspindel

6 Druckteller

7 Gleitlagerelement

8, 8a, 8b Prägungen des Gleitlagerelements 7

9 Innenwand des Gleitlagerelements 7

10 Stirnseite der Stellspindel 5

1 1 Kunststoffbeschichtung

12 Bremsträger

13 Drucktellerzapfen

14 stirnseitige Vertiefung der Stellspindel 5

15 Außenwand des Gleitlagerelements 7

16 Zuspannhebel

17 Druckplatte

18 Nachstelleinrichtung

19 Bremsscheibe

A Axialrichtung der Scheibenbremse 1

As Axialrichtung der Stellspindel 5

AG Axialrichtung des Gleitlagerelements 7 B Breite des Gleitlagerelements 7

Di Innendurchmesser des Gleitlagerelements 7 Da Außendurchmesser des Gleitlagerelements 7