| 1. | Spender für Etiketten, Aufhänger, Klettbänder und dergleichen Flachmaterialstücke (18) zum Anbringen an Nähgut (78) mit einem eine Vorschubeinrichtung (20) zum abschnittsweisen Vorschieben eines biegeschlaffen Flachmaterialbandes (14) und eine Abschnei devorrichtung (24) zum Abschneiden der freien Endabschnitte des Flachmaterialbandes (14) als einzelne Flachmaterialstücke (18) um fassenden Spendekopf (10) und einer Übergabeeinheit (16) zur Übergabe der abgeschnittenen Flachmaterialstücke (18) von dem Spendekopf (10) an eine Verarbeitungsstelle, insbesondere eine Nähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Spendekopf (10) mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Vorschubstrecken (12) zum wahlweisen Vorschub jeweils eines darin geführten Flach materialbandes (14) aufweist. |
| 2. | Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor schubeinrichtung (20) eine einzige, quer über die Vorschubstrecken (12) hinweg sich erstreckende angetriebene Vorschubwalze (30) aufweist. |
| 3. | Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor schubeinrichtung (20) den Vorschubstrecken (12) einzeln zugeord nete, unter Andrücken des jeweiligen Flachmaterialbandes (14) wechselweise gegen die Vorschubwalze (30) bewegbare Gegen druckwalzen (38) aufweist. |
| 4. | Spender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ge gendruckwalzen (38) durch jeweils eine Freischalteinheit (48) von der Vorschubwalze (30) weg in eine Ruhestellung auslenkbar sind, wobei die Freischalteinheit (48) das zugehörige Flachmaterialband (14) gegen ungewollte Verschiebung klemmend fixiert. |
| 5. | Spender nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckwalzen (38) durch jeweils eine Andrückeinheit (46) in eine Transportstellung gegen die Vorschubwalze (30) bewegbar sind. |
| 6. | Spender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Frei schalteinheit (48) und die Andrückeinheit (46) durch gegenläufig ge schaltet, pneumatisch oder hydraulisch arbeitende Stellzylinder ge bildet sind. |
| 7. | Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, daß die Vorschubstrecken (12) jeweils eine vorzugsweise durch eine Gleitplatte gebildete Bandführung (40) für ein Flachma terialband (14) aufweisen, wobei die Bandführungen (40) seitlich ne beneinander verlaufen. |
| 8. | Spender nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandführungen (40) gegenüber der Vorschubwalze (30) begrenzt verschwenkbar sind. |
| 9. | Spender nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckwalzen (38) an den Bandführungen (40) gelagert sind. |
| 10. | Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, daß die Flachmaterialbänder (14) jeweils durch einen Nie derhalter (50) in ihrer Vorschubstrecke (12) gehalten sind. |
| 11. | Spender nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalter (50) zugleich als Auslenkorgan der Freischalteinheit (48) ausgebildet ist. |
| 12. | Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, daß die Übergabeeinheit (16) einen Greifer (17) zur klem menden Halterung einer Mehrzahl von Flachmaterialstücken (18) aufweist. |
| 13. | Spender nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (17) einen feststehenden Halteschenkel (56) und den Vor schubstrecken (12) einzeln zugeordnete, seitlich nebeneinander an geordnete und gegen den Halteschenkel (56) unter Zwischenklem men eines Flachmaterialstücks (18) klemmend bewegliche Klemm schenkel (58,60) aufweist. |
| 14. | Spender nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zumin dest die von dem Spendekopf (10) abgewandten Klemmschenkel (60) an ihrer freien Außenseite mit einer gegen die Vorschubrichtung geneigten Auflaufschräge (72) für das Flachmaterialband (14) verse hen sind. |
| 15. | Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn zeichnet, daß zwischen der Abschneidevorrichtung (24) und der Übergabeeinheit (16) eine räumlich gekrümmte Leitfläche (70) ange ordnet ist, an welcher Leitfläche (70) die daran auflaufenden abge schnittenen Enden der Flachmaterialstücke (18) durch eine hinund hergehende Bewegung der Übergabeeinheit (16) weg von dem Vor schubbereich der Flachmaterialbänder (14) ausrichtbar sind. |
| 16. | Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekenn zeichnet, daß die Übergabeeinheit (16) eine zwischen den Abholpo sitionen der Flachmaterialstücke (18) an den Vorschubstrecken (12) und der Verarbeitungsstelle verfahrbare Lineareinheit (76) aufweist. |
| 17. | Spender nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die den Greifer (17) tragende Lineareinheit (76) quer oder parallel zu den Vorschubstrecken (12) verfahrbar ist. |
| 18. | Spender nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lineareinheit (76) durch einen zwischen zwei Endlagen und ei nem in einer Zwischenposition fixierbaren, in seine Funktionsstellung umsteuerbaren Anschlag verstellbaren Pneumatikzylinder gebildet ist. |
| 19. | Spender nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lineareinheit (76) einen mittels eines Positionierantriebs frei po sitionierbaren Schlitten aufweist. |
Herkömmliche Etikettenspender für Einnähetiketten sehen ein einziges Eti- kettenband vor, das von einer Vorratsspule abgezogen und durch Ablängen sequentiell in Einzeletiketten geteilt wird. Die Etiketten werden dann einzeln in jeweils einer gesonderten Übergabebewegung an der Nähmaschine zur Weiterverarbeitung bereitgestellt. Zunehmend müssen jedoch an Näh-bzw.
Etikettiergut eine Vielzahl von Etiketten für unterschiedliche Kennzeichnun- gen angebracht werden. Hinzu kommen gegebenenfalls weitere Annähteile wie Aufhänger und Klettbänder, die bei automatisierten Nähanlagen eben- falls rationell zugeführt werden sollen. Hier wurde bereits vorgeschlagen, mehrere separat gesteuerte Spender an der Nähmaschine zu gruppieren, was sich jedoch in der Praxis aufwendig gestaltet und in der räumlichen Zu- ordnung zur Nähmaschine die Handhabung beträchtlich erschwert.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Spen- der insbesondere für Nähetiketten dahingehend zu verbessern, daß die vor- genannten Nachteile vermieden werden und eine hohe Flexibilität und Viel- falt in der Bereitstellung des Spendeguts ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprü- chen.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Spendekopf mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Vorschubstrecken zum wahlweisen Vorschub jeweils eines darin geführten Flachmaterialbandes aufweist. Damit wird neben einer kompakte Bauform mit geringem Platzbedarf eine erhebli- che Verringerung des Handhabungs-und Rüstaufwandes erreicht und zu- dem die Steuerung des Arbeitsablaufes weiter vereinfacht.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorschubeinrichtung eine einzige, quer über die Vorschubstrecken hinweg sich erstreckende angetriebene Vorschubwalze sowie den Vorschubstrecken einzeln zugeordnete, unter Andrücken des jeweiligen Flachmaterialbandes wechselweise gegen die Vorschubwalze bewegbare Gegendruckwalzen auf.
Damit lassen sich die einzelnen Spuren bzw. Bahnen mit nur einem Antrieb ohne Abstimmungsprobleme wahlweise ansteuern.
Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, daß die Gegendruckwalzen durch jeweils eine Freischalteinheit von der Vorschubwalze weg in eine Ruhestel- lung auslenkbar sind, wobei die Freischalteinheit das zugehörige Flachma- terialband gegen ungewollte Verschiebung klemmend fixiert. Weiter ist hier vorteilhaft, wenn die Gegendruckwalzen durch jeweils eine Andrückeinheit in eine Transportstellung gegen die Vorschubwalze bewegbar sind. Dabei kön- nen die Freischalteinheit und die Andrückeinheit durch gegenläufig geschal- tete, pneumatisch oder hydraulisch arbeitende Stellzylinder gebildet sein.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Vor- schubstrecken jeweils eine vorzugsweise durch eine Gleitplatte gebildete
Bandführung für ein Flachmaterialband auf, wobei die Bandführungen seit- lich nebeneinander verlaufen. Um einen wahlweisen Bandvorschub zu reali- sieren, können die Bandführungen gegenüber der Vorschubwalze begrenzt verschwenkbar sein, wobei die Gegendruckwalzen an den Bandführungen gelagert sind.
Zur genauen Kontrolle des Bandvorschubs ist es günstig, wenn die Flach- materialbänder jeweils durch einen Niederhalter in ihrer Vorschubstrecke gehalten sind. Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, daß die Niederhalter zugleich als Auslenkorgan der Freischalteinheit ausgebildet ist.
Vorteilhafterweise weist die Übergabeeinheit einen Greifer zur klemmenden Halterung einer Mehrzahl von Flachmaterialstücken auf. Hierfür kann der Greifer einen feststehenden Halteschenkel und den Vorschubstrecken ein- zeln zugeordnete, seitlich nebeneinander angeordnete und gegen den Hal- teschenkel unter Zwischenklemmen eines Flachmaterialstücks klemmend bewegliche Klemmschenkel aufweisen.
Um den Bandvorschub nicht zu beeinträchtigen, ist es von Vorteil, wenn zu- mindest die von dem Spendekopf abgewandten Klemmschenkel an ihrer freien Außenseite mit einer gegen die Vorschubrichtung geneigten Auflauf- schräge für das Flachmaterialband versehen sind. Eine weiterhin vorteilhafte Ausführung sieht vor, daß zwischen der Abschneidevorrichtung und der Übergabeeinheit eine räumlich gekrümmte Leitfläche angeordnet ist, an wel- cher die daran auflaufenden abgeschnittenen Enden der Flachmaterialstük- ke durch eine hin-und hergehende Bewegung der Übergabeeinheit weg von dem Vorschubbereich der Flachmaterialbänder ausrichtbar sind.
Um den Transport des Spendeguts zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, wenn die Übergabeeinheit eine zwischen den Abholpositionen der Flachmateri- alstücke an den Vorschubstrecken und der Verarbeitungsstelle verfahrbare
Lineareinheit aufweist. Dabei kann die den Greifer tragende Lineareinheit quer oder parallel zu den Vorschubstrecken verfahrbar sein. Um hierbei ver- schiedene Verarbeitungspositionen zu bedienen, ist es günstig, wenn der Greifer mittels einer Dreheinrichtung drehbar an der Übergabeeinheit ange- ordnet ist.
In einer besonders einfachen Ausführung ist die Lineareinheit durch einen zwischen zwei Endlagen und einem in einer Zwischenposition fixierbaren, in seine Funktionsstellung umsteuerbaren Anschlag verstellbaren Pneuma- tikzylinder gebildet. Um komplexere Positionieraufgaben zu bewerkstelligen, kann die Lineareinheit einen mittels eines Positionierantriebs frei positionier- baren Schlitten aufweisen, an welchem der Greifer angeordnet ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schemati- scher Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Etikettenspender mit zwei Vorschubstrecken in der Drauf- sicht ; Fig. 2 und 3 den Etikettenspender nach Fig. 1 in einer Transport-und einer Ruhestellung einer Vorschubstrecke in Seitenansicht ; Fig. 4a bis 4e die Mehrfachaufnahme von Etiketten in der Übergabe- einheit in verschiedenen Ablaufschritten im Vertikalschnitt ; und Fig. 5 verschiedene beispielhafte Konfigurationen von Etiketten an einem Nähgut in ausschnittsweiser schaubildlicher Darstellung.
Der in der Zeichnung dargestellte Etikettenspender ermöglicht die gleichzei- tige Zuführung von zwei unterschiedlichen Einnähetiketten zur Weiterverar- beitung an einer nicht gezeigten Nähmaschine. Er besteht im wesentlichen
aus einem Spendekopf 10 mit zwei Vorschubstrecken 12 zum wahlweisen Vorschub jeweils eines darin geführten textilen Etikettenbandes 14 und einer Übergabeeinheit 16 mit einem Doppelgreifer 17 zur Übergabe der endseitig von den Etikettenbändern 14 abgeschnittenen Etiketten 18 an die Nähma- schine.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, umfaßt der Spendekopf 10 eine Vorschubeinrich- tung 20 zum abschnittsweisen Vorschieben der von einer abgebrochen ge- zeigten Vorratstrommel 22 abgezogenen Etikettenbänder 14 zu einem spen- deseitig angeordneten Schneidmesser 24. Die Vorschubeinrichtung 20 weist einen Servoantrieb 26 auf, der über Getriebemittel 28 auf eine Vorschubwal- ze 30 wirkt. Um einen definierten etikettenweisen Bandvorschub zu ermögli- chen, sind Markenleser 32 vorgesehen, die über optische Sensoren 34 Mar- kierungen auf den Etikettenbändern 14 abtasten und den Servoantrieb 26 entsprechend ansteuern.
Die Vorschubwalze 30 erstreckt sich quer über beide Vorschubstrecken 12 bzw. Etikettenbänder 14 hinweg. Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, wird ein wahl- weiser Bandvorschub durch jeweils eine Kupplungsanordnung 36 erreicht, welche das vorzuschiebende Etikettenband in Reibschluß mit der Vorschub- walze 30 bringt. Zu diesem Zweck ist in jeder Vorschubstrecke 12 eine sepa- rate Gegendruckwalze 38 vorgesehen, die zwischen einer Transportstellung (Fig. 1) und einer Ruhestellung (Fig. 2) umsteuerbar ist, wobei das Etiketten- band 14 in der Transportstellung zwischen der angetriebenen Vorschubwal- ze 30 und der frei drehbaren Gegendruckwalze 38 unter Reibschluß hin- durchläuft.
Die Gegendruckwalze 38 ist an einer das Etikettenband 14 führenden Gleit- platte 40 gelagert, welche über eine Blattfeder 42 begrenzt schwenkbar an dem Gehäuse 44 des Spendekopfs 10 angelenkt ist. Ein von unten auf die Gleitplatte 40 wirkender pneumatischer Andrückzylinder 46 ermöglicht die
Einnahme der Transportstellung, während ein gegenläufig dazu schaltbarer pneumatischer Freischaltzylinder 48 zur Auslenkung der Gleitplatte 40 unter Rückstellung der Gegendruckwalze 38 in die Ruhestellung dient.
Um die Etikettenbänder 14 flach auf den Gleitplatten 40 zu halten und da- durch ein zuverlässiges Abtasten der Etikettenmarkierungen zu ermöglichen, ist an jeder Vorschubstrecke 12 ein Niederhalter 50 vorgesehen. Die Nieder- halter 50 sind als Schleifarm an einem nicht gezeigten gehäusefesten Quer- träger angelenkt und liegen in der Transportstellung mit ihrem freien Ende unter Schwerkrafteinfluß auf dem jeweiligen Etikettenband 14 auf. Beim Um- schalten in die Ruhestellung vermitteln die Niederhalter 50 die Auslenkkraft des Freischaltzylinders 48 auf die Gleitplatte 40 und sorgen so für eine Fixie- rung des Etikettenbandes 14 gegen ungewollte Verschiebung.
Die über die Spendekante 52 des Spendekopfs 10 hinaus vorgeschobenen freien Endabschnitte 54 der Etikettenbänder 14 lassen sich durch den Dop- pelgreifer 17 an der Spende-bzw. Abholposition der Vorschubstrecken 12 klemmend erfassen und mittels des Schneidmessers 24 als gesonderte Eti- ketten 18 abtrennen. Zu diesem Zweck weist der Doppelgreifer 17 einen feststehenden Halteschenkel 56 und zwei gegen den Halteschenkel 56 be- wegliche, seitlich nebeneinander angeordnete Klemmschenkel 58,60 auf.
Um die Etiketten 18 mit überlappenden Enden schlaufenförmig falten zu können, ist zwischen dem Schneidmesser 24 und dem Doppelgreifer 17 ein Falzmechanismus 62 angeordnet, welcher einen gehäusefesten Träger 64 und eine auf und ab bewegliche Klammer 66 aufweist.
Gemäß dem in Fig. 4a bis 4e veranschaulichten Verfahrensablauf wird zur Bildung eines Schlaufenetiketts 18 zunächst das Etikettenbandende 54 unter Vorschub durch die Durchbrüche des Trägers 64 und der Klammer 66 hin- durchgeschoben (Fig. 4a) und sodann durch Absenken der Klammer 66 an
deren Oberkante festgeklemmt (Fig. 4b). Anschließend kann durch weiteren Bandvorschub eine Schlaufe ausgebildet, durch den Klemmschenkel 60 des Doppelgreifers 17 erfaßt und durch das quer zur Vorschubrichtung bewegli- che Schneidmesser 24 abgetrennt werden, wobei die Klammer 66 in ihre Ausgangslage zurückgefahren wird (Fig. 4c).
Um durch den Doppelgreifer zwei Etiketten 18,18'übereinander liegend auf- zunehmen zu können, sollte ein ungehinderter Vorschub des betreffenden Etikettenbandes 14 gewährleistet sein. Hierfür ist in Verlängerung der Klam- mer 66 ein Leitblech 68 vorgesehen, an welchem durch eine hin-und herge- hende Bewegung der Übergabeeinheit 16 in der Bandebene senkrecht zur Vorschubrichtung die abgetrennten Enden des zuerst aufgenommenen Eti- ketts 18 aus dem Vorschubbereich des Etikettenbandes 14 nach unten ab- leitbar sind (Fig. 4d). Das Leitblech 68 weist hierfür eine räumlich gekrümmte Leitfläche 70 auf, welche sich zu einem über die Band-bzw. Vorschubebene hinaus nach oben überstehenden Endabschnitt hin verjüngt und eine entge- gen der Rückbewegung der Übergabeeinheit 16 gekrümmte Anlaufschräge für die Bandenden bildet. In diesem Verfahrensstadium ist es nun möglich, entsprechend dem vorstehend beschriebenen Ablauf ein weiteres einfaches oder schlaufenförmiges Etikett 18'zu bilden und durch den freien Klemm- schenke 58 zu erfassen (Fig. 4e). Um dabei einen stauchfreien Vorschub des Bandendes 54 sicherzustellen, ist der zuerst betätigte Klemmschenkel 60 an seiner freien Außenseite mit einer gegen die Vorschubrichtung ge- neigten Auflaufschräge 72 versehen.
Zum Verfahren des Doppelgreifers 17 zwischen den Spendepositionen und der Verarbeitungsstelle weist die Übergabeeinheit 16 einen in Richtung des in Fig. 1 gezeigten Doppelpfeils 74 verfahrbaren Linearantrieb 76 auf, der in einfacher Bauweise durch einen Pneumatikzylinder gebildet sein kann, des- sen Endlagen im Bereich der Verarbeitungsstelle und einer der Spendeposi- tionen angeordnet sind, wobei der zweiten Spendeposition zwischen den
Endlagen ein nicht gezeigter Anschlag zugeordnet ist, der wahlweise in sei- ne Funktionsstellung schaltbar ist.
Die gesamten Steueraufgaben, insbesondere die Vorschubregelung und Positionierung sowie Betätigung des Greifers, wird durch eine gemeinsame, nicht gezeigte rechnergestützte Steuereinrichtung vorgenommen. Diese er- möglicht es, auf einfache Weise eine Auswahl aus den verschiedenen mög- lichen Kombinationen von Etikettenanordnungen zu treffen, ohne daß auf- wendige manuelle Eingriffe und Anpassungen erforderlich wären.
Es versteht sich, daß die Etiketten 18 wahlweise als Einfach-oder Schlaufe- netikett abgelängt und durch entsprechendes Positionieren des Doppelgrei- fers 17 in den Spendepositionen neben-oder übereinanderliegend bereitge- stellt werden können, um in verschiedenen Konfigurationen an das Nähgut 78 angenäht zu werden, wie es in Fig. 5 beispielhaft dargestellt ist. Selbst- verständlich ist die erfindungsgemäße Anordnung nicht auf zwei Vor- schubstrecken beschränkt. Vielmehr ist bei entsprechendem Bedarf eine Erweiterung der Etikettenvielfalt durch zusätzliche Bahnen problemlos mög- lich.
