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Patent Searching and Data


Title:
DISPENSING UNIT FOR BAKED PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/169819
Kind Code:
A1
Abstract:
A dispensing unit (5) for baked products (3) has at least one transfer compartment (8) for transferring the baked products (3) from a feed unit (4) into the dispensing unit (5), at least one dispensing shaft which is oriented substantially vertically, and a dispensing compartment (7), arranged below the transfer compartment (8), for dispensing the baked products (3), wherein the baked products (3) can be transported in the dispensing shaft from the transfer compartment (8) to the dispensing compartment (7). The dispensing shaft is configured as a drop shaft (6) for transporting an individual baked product (3) purely under the effect of gravity, wherein the drop shaft (6) has a plurality of drop sections (6') arranged one above the other and a plurality of release devices (9), one release device (9) being assigned to each of the drop sections (6'). The drop sections (6') can be released successively from top to bottom by the release devices (9). In a production machine (1) for baked products (3) comprising a baking unit (2) and a feed unit (4) arranged downstream of the baking unit (2), such a dispensing unit (5) is arranged downstream of the feed unit (4). In a method for transporting baked products (3) in a dispensing unit (5) of a production machine (1), an individual baked product (3) is in each case transported purely under the effect of gravity in a dispensing shaft configured as a drop shaft (6), wherein the baked product (3) is transported in a manner dropping in stages through in each case one drop section (6') by means of a plurality of release devices (9) which divide the drop shaft (6) into a plurality of drop sections (6') arranged one above the other.

Inventors:
WEISS, Reinald (Karl-Philipp-Strasse 23, Schopfloch, 91626, DE)
Application Number:
EP2015/059896
Publication Date:
November 12, 2015
Filing Date:
May 06, 2015
Export Citation:
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Assignee:
R. WEISS VERPACKUNGSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zur Flügelau 28, Crailsheim, 74564, DE)
International Classes:
A21B7/00; G07F11/10; G07F11/58
Foreign References:
EP2725560A12014-04-30
US6360140B12002-03-19
DE102009026620A12010-12-02
DE102005012536A12006-09-21
DE2056022A11972-05-18
EP1577848B12007-11-21
EP0755032B12000-03-15
Attorney, Agent or Firm:
SCHLIEF, Thomas (Friedrich-Ebert-Strasse 84, Ingolstadt, 85055, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Ausgabeeinheit (5) für Backprodukte (3), insbesondere für frisch ge- backene Backprodukte (3), mit wenigstens einem Übernahmefach (8) zur Übernahme der Backprodukte (3) von einer Zuführeinheit (4) in die Ausgabeeinheit (5), mit wenigstens einem im Wesentlichen vertikal orientierten Ausgabeschacht, sowie mit einem unterhalb des Übernahmefachs (8) angeordneten Ausgabefach (7) zur Ausgabe der Backprodukte (3), wobei die Backprodukte (3) von dem Übernahmefach (8) durch den Ausgabeschacht zu dem Ausgabefach (7) transportierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgabeschacht als Fallschacht (6) für den rein schwerkraftgetriebenen Transport eines einzelnen Backprodukts (3) ausgebildet ist, wobei der Fallschacht (6) mehrere übereinander angeordnete Fallabschnitte (6') und mehrere Freigabeeinrichtungen (9) aufweist, dass jedem der Fallabschnitte (6') jeweils eine Freigabeeinrichtung (9) zugeordnet ist, und dass die Fallabschnitte (6') durch die Freigabeeinrichtungen (9) sukzessive von oben nach unten freigebbar sind.

2. Ausgabeeinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabeeinrichtungen (9) jeweils von einer Schließposition, in welcher sie einen Halteboden für das Backprodukt (3) ausbilden, in eine Freigabeposition, in welcher sie den ihr zugeordneten Fallabschnitt (6') freigeben, überführbar sind.

3. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fallschacht (6) mehrere Freigabeeinrichtungen (9) in einer Linie übereinander angeordnet sind, wobei vorzugsweise wenigstens eine Freigabeeinrichtung (9) dem wenigstens einen Übernahmefach (8) zugeordnet ist und einen Boden des Über- nahmefachs (8) ausbildet.

4. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabeeinrichtungen (9) zwei einander gegenüberliegend angeordnete, gegenläufig synchron zueinander bewegbare Schließelemente (10), insbesondere zwei im Wesentlichen in einer horizontalen Ebene einander gegenüberliegend angeordnete Fallklappen (10a) umfassen.

5. Ausgabeeinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei einander gegenüberliegend angeordneten Fallklappen (10a) mittels einer Synchronisiereinrichtung, insbesondere mittels eines Hebelmechanismus (1 1 ), miteinander verbunden sind.

6. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Freigabeeinrichtung (9) einen eigenen Antrieb (14), insbesondere einen elektrischen Antrieb (14), aufweist.

7. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für die Schließposition der Freigabeeinrichtungen (9) ein Anschlag (17) vorgesehen ist.

8. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (5) eine Steuereinheit um- fasst, mittels welcher die Freigabeeinrichtungen (9) zeitgesteuert in vorgebbaren Zeitabständen in ihre Freigabeposition überführbar sind, wobei vorzugsweise der Zeitabstand jeder Freigabeeinrichtung (9) frei einstellbar ist.

9. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Freigabeeinrichtungen (9) jeweils wenigs- tens ein Sensor (18) zugeordnet ist, welcher die Position der jeweiligen Freigabeeinrichtung (9) erfasst.

10. Ausgabeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine unterste Freigabeeinrichtung (9) eine Sicherheitseinrichtung (19) gegen Eingriffe von dem Ausgabefach (7) her beinhaltet, wobei vorzugsweise die Sicherheitseinrichtung (19) einen Sicherheitssensor (20) umfasst, mittels welchem Abweichungen der Freigabeeinrichtung (9) von ihrer korrekten Schließposition erfassbar sind.

1 1 . Produktionsautomat (1 ) für Backprodukte (3) mit einer Backeinheit (2), mit einer der Backeinheit (2) nachgeordneten Zuführeinheit (4) und mit einer der Zuführeinheit (4) nachgeordneten Ausgabeeinheit (5), gekennzeichnet durch eine Ausgabeeinheit (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

12. Produktionsautomat nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (5) wenigstens ein Übernahmefach (8) aufweist und dass dem wenigstens einen Übernahmefach (8) wenigstens eine Zuführlinie (22) der Zuführeinheit (4) zugeordnet ist.

13. Verfahren zum Transportieren von Backprodukten (3), insbesondere frisch gebackenen Backprodukten (3), in einer Ausgabeeinheit (5) eines Produktionsautomaten (1 ), wobei die Backprodukte (3) in einem im Wesentlichen vertikal orientierten Ausgabeschacht von einem Übernahmefach (8), in welches sie in die Ausgabeeinheit (5) übernommen werden, zu einem unterhalb des Übernahmefachs (8) angeordneten Ausgabefach (7) transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass in dem als Fallschacht (6) ausgebildeten Ausgabeschacht jeweils ein einzelnes Backprodukt (3) rein schwerkraftgetrie- ben transportiert wird, wobei das Backprodukt (3) mittels mehrerer Freigabeeinrichtungen (9), welche den Fallschacht (6) in mehrere übereinander angeordnete Fallabschnitte (6') unterteilen, schrittweise um jeweils einen Fallabschnitt (6') fallend von einer Freigabeeinrichtung (9) zur darunterliegenden Freigabeeinrichtung (9) transportiert wird.

14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Backprodukt (3) drehungsfrei und vorzugsweise in rein vertikaler Richtung durch den Fallschacht (6) transportiert wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Backprodukt (3) am Ende eines Fallabschnitts (6') durch die darunter liegende Freigabeeinrichtung (9) vollständig abgebremst wird und erst anschließend der darunter liegende Fallabschnitt (6') freigegeben wird.

Description:
Ausgabeeinheit für Backprodukte

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausgabeeinheit für Backprodukte, insbesondere für frisch gebackene Backprodukte, mit wenigstens einem Übernahmefach zur Übernahme der Backprodukte von einer Zuführeinheit in die Ausgabeeinheit, mit wenigstens einem im Wesentlichen vertikal orientierten Ausgabeschacht, sowie mit einem unterhalb des Übernahmefachs angeordneten Ausgabefach zur Ausgabe der Backprodukte. Die Backprodukte sind in dem Ausgabeschacht von dem Übernahmefach zu dem Ausgabefach transportierbar. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Produktionsautomaten für Backprodukte sowie ein Verfahren zum Transportieren von Backprodukten in einer Ausgabeeinheit eines Produktionsautomaten.

In einem Produktionsautomaten für Backprodukte ist es oftmals erforderlich, die hergestellten Produkte von einem Backofen zu einem Ausgabefach zu transportieren, wo die Backprodukte dann manuell entnommen werden können. Beispielsweise werden bei einem kombinierten Produktions- und Verkaufsautomaten die Backprodukte auf Kundenanforderung durch eine Ausgabeeinheit zu einem Ausgabefach für die Entnahme durch den Kunden transportiert.

Die EP 1 577 848 B1 zeigt eine Ausgabeneinheit für Backwaren, bei der die Backwaren von einem Backofen zu einer Entnahmestelle transportierbar sind. Der Transport der Backwaren erfolgt dabei durch eine Säule, in welcher mehrere Drehkreuze mit horizontaler Drehachse übereinander angeordnet sind. Durch jedes Drehkreuz werden in der Säule vier Aufbewahrungsfächer für die Produkte definiert, die nacheinander unter Drehung des Drehkreuzes befüllt werden. Wenn das letzte Fach des obersten Drehkreuzes befüllt ist, erfolgt die Übergabe an das darunter liegende Drehkreuz dadurch, dass das Backprodukt auf einer schiefen Ebene in das nächste Fach rutscht. Sind auf diese Weise alle Fächer aller Drehkreuze befüllt, kann schließlich die Über- gäbe aus dem letzten Fach des untersten Drehkreuzes an ein Transportband erfolgen, mittels welchem die Backwaren abtransportiert werden. Die Bewegung der einzelnen Backwaren erfolgt somit gesteuert durch die Drehung der Drehkreuze auf einer Art Zickzackkurs. Für empfindliche Backwaren sowie für Backwaren verschiedener Art ist diese Vorrichtung weniger geeignet.

Die EP 0 755 032 B1 zeigt einen Verkaufsautomaten für Eis oder andere tiefgefrorene Produkte. Der Verkaufsautomat weist in seinem Inneren eine Vielzahl von übereinander geordneten, klappbaren Produktfächern auf, die vor dem Verkauf befüllt werden müssen. Möchte nun ein Kunde ein Produkt erwerben, so wird das jeweils unterste Produktfach zur Seite geklappt, so dass das darauf befindliche Produkt durch einen unterhalb der Produktfächer angeordneten Ausgabeschacht kippend zu einer unterhalb gelegenen Entnahmestelle fällt. Das Produktfach bleibt zur Seite geklappt, so dass im folgenden Verkaufsvorgang das nächste Produkt aus dem nächst höher gelegenen Fach in derselben Weise entnommen werden kann. Die Entnahme der Produkte ist somit nur nacheinander von unten nach oben hin möglich. Auch diese Vorrichtung ist für empfindliche Backwaren nicht geeignet

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Ausgabeeinheit vorzuschlagen, mittels welcher auch empfindliche Backprodukte schonend transportiert werden können. Weiterhin soll ein entsprechender Produktionsautomat sowie ein Verfahren zum Transportieren von Produkten in einem Produktionsautomaten vorgeschlagen werden.

Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.

Eine Ausgabeeinheit für Backprodukte, insbesondere für frisch gebackene Backprodukte weist wenigstens ein Übernahmefach zur Übernahme der Backprodukte von einer Zuführeinheit in die Ausgabeeinheit, wenigstens einen im Wesentlichen vertikal orientierten Ausgabeschacht, sowie ein unterhalb des Übernahmefachs angeordnetes Ausgabefach zur Ausgabe der Backprodukte auf. Die Backprodukte sind dabei in dem Ausgabeschacht von dem Übernahmefach zu dem Ausgabefach transportierbar. Es wird vorgeschlagen, dass der Ausgabeschacht als Fallschacht für den rein schwerkraftgetriebenen Transport eines einzelnen Backprodukts ausgebildet ist. Der Fallschacht weist dabei mehrere übereinander angeordnete Fallabschnitte und mehrere Freigabeeinrichtungen auf, wobei jedem der Fallabschnitte jeweils eine Freigabeeinrichtung zugeordnet ist, und wobei die Fallabschnitte durch die Freigabeeinrichtungen sukzessive von oben nach unten freigebbar sind. Das Backprodukt ist somit schrittweise fallend in dem Fallschacht transportierbar.

Bei einem entsprechenden Verfahren zum Transportieren von Backprodukten werden die Backprodukte in einem im Wesentlichen vertikal orientierten Ausgabeschacht von einem Übernahmefach, in welchem sie in die Ausgabeeinheit übernommen werden, zu einem unterhalb des Übernahmefachs angeordneten Ausgabefach transportiert. In dem als Fallschacht ausgebildeten Ausgabeschacht wird nun ein einzelnes Backprodukt rein schwerkraftgetrieben transportiert, wobei das Backprodukt mittels mehrerer Freigabeeinrichtungen, welche den Fallschacht in mehrere übereinander angeordnete Fallabschnitte unterteilen, schrittweise um jeweils einen Fallabschnitt fallend von einer Freigabeeinrichtung zur darunter liegenden Freigabeeinrichtung transportiert wird.

Durch den nur schrittweisen Transport um jeweils einen Fallabschnitt ist es möglich, auch empfindliche Backprodukte wie beispielsweise Blätterteigprodukte schonend auch über größere Strecken zu transportieren. Aufgrund der durch die einzelnen Fallabschnitte verringerten Fallhöhe sowie aufgrund der dadurch geringeren Geschwindigkeit der fallenden Backwaren können Beschädigungen durch einen unsanften Aufprall vermieden werden. Zu einem schonenden Transport trägt weiterhin bei, dass das Backprodukt einzeln transportiert wird, so dass Beschädigungen durch aneinander stoßende Backprodukte vermieden werden. Ebenso werden durch den rein schwer- kraftgetriebenen Transport Beschädigungen durch Schieberelemente, Drehkreuze oder sonstige die Backprodukte antreibenden Elemente vermieden. Der Fallschacht kann dabei mit vergleichsweise kompakten Abmessungen und konstruktiv vergleichsweise einfach hergestellt werden. Besonders vorteilhaft ist weiterhin, dass durch den rein schwerkraftgetriebenen Transport Backprodukte verschiedener Abmessungen in derselben Ausgabeeinheit transportiert werden können.

Eine derartige Ausgabeeinheit kann daher besonders vorteilhaft in einem Produktionsautomaten für Backprodukte mit einer Backeinheit, mit einer der Backeinheit nachgeordneten Zuführeinheit und einer der Zuführeinheit nachgeordneten Ausgabeeinheit eingesetzt werden.

Besonders vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es weiterhin, wenn das zu transportierende Backprodukt im Wesentlichen drehungsfrei transportiert wird. Dies bedeutet, dass das Backprodukt positionskonstant von einer zur nächsten Freigabeeinrichtung transportiert wird und dabei während des Transports allenfalls geringfügig aus seiner Position gekippt wird, jedoch bei Erreichen der nächsten Freigabeeinrichtung wieder seine ursprüngliche Position einnimmt. Transportspuren können auf diese Weise allenfalls am Boden des Produkts entstehen.

Vorteilhaft ist es aus demselben Grund weiterhin, wenn das Backprodukt in rein vertikaler Richtung durch den Fallschacht transportiert wird. In einem entsprechenden Fallschacht sind für einen rein vertikalen Transport mehrere Freigabeeinrichtungen in einer Linie übereinander angeordnet. Dabei befinden sich keinerlei richtungweisende Komponenten in dem Fallschacht. Beschädigungen der Backprodukte durch Anstoßen an den Wandungen des Fallschachts sind dabei nicht zu befürchten. Grundsätzlich ist es jedoch auch denkbar, derartige Freigabeeinrichtungen mit einem geringen Versatz in horizontaler Richtung zueinander in dem Fallschacht anzuordnen, um das Backprodukt auch in horizontaler Richtung um einen geringen Weg zu trans- portieren. In diesem Fall können auch richtungweisende Komponenten wie Rutschbahnen und Ähnliches zwischen den Freigabeeinrichtungen angeordnet sein.

Besonders vorteilhaft ist es bei einem Verfahren zum Transportieren von Backprodukten, wenn das Backprodukt am Ende eines Fallabschnitts durch die darunter liegende Freigabeeinrichtung vollständig abgebremst wird und der darunter liegende Fallabschnitt erst anschließend nach dem vollständigen Abbremsen des Backprodukts durch die jeweils zugeordnete Freigabeeinrichtung freigegeben wird. Vorzugsweise wird dabei der darunter liegende Fallabschnitt erst nach einer bestimmten, insbesondere einstellbaren, Wartezeit freigegeben. Hierdurch kann auch bei verschiedenen Betriebsbedingungen und verschiedenen Produktabmessungen und -eigenschaften sichergestellt werden, dass das Backprodukt zumindest verzögert wird und nicht in einem Stück durch den Fallschacht fällt. Grundsätzlich kann ein gesteuerter, schrittweise fallender Transport aber bereits dann erreicht werden, wenn das Backprodukt am Ende eines Fallabschnitts durch die darunter liegende Freigabeeinrichtung lediglich verzögert wird, etwa wenn diese bei Eintreffen des Backprodukts bereits zu öffnen beginnt.

Bei einer Ausgabeeinheit ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Freigabeeinrichtungen von einer Schließposition, in welcher sie einen Halteboden für das Backprodukt ausbilden, in eine Freigabeposition, in welcher sie den ihr zugeordneten Fallabschnitt freigeben, überführbar sind. Mittels derartiger Freigabeeinrichtungen ist es möglich, ein Backprodukt nicht nur teilweise, sondern auch vollständig abzubremsen und wie oben beschrieben den jeweils nächsten Fallabschnitt erst nach einer definierten Wartezeit freizugeben.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine Freigabeeinrichtung dem wenigstens einen Übernahmefach zugeordnet ist und bildet einen Boden des Übernahmefachs aus. Das Backprodukt kann hierdurch direkt von der Zuführeinheit in im Wesentlichen horizontaler Richtung in das Übergabe- fach transportiert werden, wo es schließlich von der einen Boden ausbildenden Freigabeeinrichtung aufgenommen wird.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die wenigstens eine den Boden des wenigstens einen Übernahmefachs ausbildende Freigabeeinrichtung derart in dem Fallschacht angeordnet ist, dass die Backprodukte in einer horizontalen Ebene von der Zuführeinheit in das Übernahmefach übernehmbar sind. Das Backprodukt kann hierdurch bereits in besonders schonender Weise von der Zuführeinheit direkt auf die Freigabeeinrichtung in den Fallschacht übernommen werden. Es ist jedoch auch möglich, eine Freigabeeinrichtung geringfügig gegenüber der eigentlichen Übernahmestelle nach unten versetzt anzuordnen, wenn die Übernahme als unkritisch angesehen wird, oder dies konstruktiv erforderlich ist. Ein schonender Transport innerhalb der Ausgabeeinheit ist auch dann möglich.

Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Ausgabeeinheit mehrere in einer Linie übereinander angeordnete Übernahmefächer auf, wobei jedem der Übernahmefächer jeweils eine einen Boden des Übernahmefachs ausbildende Freigabeeinrichtung zugeordnet ist. Mittels einer derartigen Ausgabeeinheit ist es möglich, verschiedene Backprodukte von verschiedenen Zuführlinien der Zuführeinheit in die verschiedenen Übernahmefächer der Ausgabeeinheit zu übernehmen und in derselben Ausgabeeinheit zu transportieren. Die Backprodukte können somit der Ausgabeeinheit auch von in verschiedenen Höhen angeordneten Zuführlinien zugeführt werden. Es ist somit auch ausreichend, lediglich ein Ausgabefach für verschiedene Produkte vorzusehen.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Freigabeeinrichtungen jeweils den gleichen vertikalen Abstand zueinander aufweisen. Die Fallabschnitte weisen somit die gleiche Höhe auf, so dass die Backprodukte kontrolliert in stets der gleichen Weise von einer Freigabeeinrichtung zur nächsten fallen können. Aus demselben Grund ist es auch vorteilhaft, wenn der vertikale Abstand ei- ner untersten Freigabeeinrichtung zu einem Boden des Ausgabefachs dem vertikalen Abstand der Freigabeeinrichtungen zueinander entspricht. Insbesondere in einer Ausgabeeinheit, in der unterschiedliche Backprodukte transportiert werden, können die Abstände der Freigabeeinrichtungen zueinander oder zu dem Boden des Ausgabefachs auch unterschiedlich sein.

Die Freigabeeinrichtungen beinhalten vorzugsweise zwei einander gegenüberliegend angeordnete, gegenläufig synchron zueinander bewegliche Schließelemente. Dadurch ist es möglich, den Querschnitt des jeweiligen Fallabschnitts gleichmäßig freizugeben, ohne dem Backprodukt einen Richtungsimpuls zu erteilen, wie dies etwa bei nur einer, einseitig wegklappenden Fallklappe vorkommt. Eine derartige Freigabeeinrichtung trägt somit ebenfalls zu einem positionskonstanten, drehungsfreien Transport des Backprodukts bei. Beispielsweise sind die Schließelemente als zwei in entgegengesetzter Richtung von einer Mittellinie weg bewegliche Schieberelemente ausgebildet.

Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfassen die Freigabeeinrichtungen als Schließelemente jeweils zwei im Wesentlichen in einer horizontalen Ebene einander gegenüberliegend angeordnete Fallklappen. Mittels dieser ist eine schnelle und in Bezug auf das zu transportierende Backprodukt gleichmäßige Freigabe des jeweiligen Fallabschnitts möglich. Zudem haben diese nur einen geringen Platzbedarf.

Um die gegenläufig synchrone Bewegung der beiden einander gegenüberliegend angeordneten Schließelemente, insbesondere Fallklappen, zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn diese mittels einer Synchronisiereinrichtung, beispielsweise einem Hebelmechanismus, miteinander verbunden sind. Die synchrone Bewegung kann hierdurch in konstruktiv einfacher Weise realisiert werden. Alternativ ist es aber auch denkbar, die beiden einander gegenüberliegend angeordneten Schließelemente einzeln anzusteuern. Nach einer vorteilhaften Ausführung beinhaltet ein derartiger Hebelmechanismus zwei Anlenkhebel, welche jeweils mit einer Fallklappe verbunden sind, sowie einen Verbindungshebel, welcher die beiden Anlenkhebel miteinander verbindet.

Daneben ist es vorteilhaft, wenn jede Freigabeeinrichtung einen eigenen Antrieb, insbesondere einen eigenen elektrischen Antrieb, aufweist. Dieser ermöglicht in einfacher Weise das zeitversetzte Überführen in die Freigabeposition. Alternativ wäre es jedoch auch möglich, mehrere Freigabeeinrichtungen mittels eines gemeinsamen Antriebs anzutreiben und die sukzessive aufeinanderfolgende Freigabe von oben nach unten hin mittels entsprechender Kulissen oder Kupplungen zu bewerkstelligen. Eine derartige Ausführung kann dann vorteilhaft sein, wenn mittels des Fallschachts in erster Linie eine vertikale Distanz zwischen dem Übernahmefach und dem Ausgabefach zu überwinden ist, jedoch keine Übernahmestellen in verschiedenen Höhen des Fallschachts angeordnet sind.

Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Antrieb der Freigabeeinrichtungen mittels eines Getriebes, insbesondere mittels eines Riementriebs, mit einem der beiden Anlenkhebel verbunden ist. Hierdurch lässt sich zugleich ein Überlastschutz für den Antrieb realisieren. Besonders vorteilhaft ist dabei der Antrieb mittels eines Rundriemens.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn für die Öffnungs- und/oder für die Schließposition der Freigabeeinrichtungen ein mechanischer Anschlag vorgesehen ist. Hierdurch kann jeweils sichergestellt werden, dass die Freigabeeinrichtung sich in ihrer korrekten Schließposition befindet, um ein Backprodukt sicher zu halten, bzw. dass die Freigabeeinrichtung sich in ihrer korrekten Öffnungsposition befindet und somit den Fallschacht vollständig für den Transport des Produktes freigibt. Beschädigungen des Backprodukts durch eventuell in den Fallschacht hineinragende Bauteile oder durch zu frühes Freigeben werden dadurch vermieden. Um die mehreren Freigabeeinrichtungen sukzessive, d. h. zeitversetzt von oben nach unten, in ihre Freigabeposition zu überführen, ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Ausgabeeinheit eine Steuereinheit umfasst, mittels welcher die Freigabeeinrichtungen zeitgesteuert in ihre Freigabeposition überführbar sind. Die Freigabeeinrichtungen können dabei in vorgebbaren und vorzugsweise individuell für jede Freigabeeinrichtung frei einstellbaren Zeitabständen in ihre Freigabeposition überführt werden. Eine Anpassung an verschiedene Backprodukte oder verschieden hohe Fallabschnitte ist hierdurch in einfacher Weise möglich.

Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann jedoch auch ein Produktsensor an jeder Freigabeeinrichtung vorgesehen sein, welcher er- fasst, ob sich ein Backprodukt auf der sich in ihrer Schließposition befindlichen Freigabeeinrichtung befindet. Detektiert der Sensor ein Backprodukt, so sendet er ein Signal an den Antrieb der jeweiligen Freigabeeinrichtung, welcher die Freigabeeinrichtung daraufhin in ihre Öffnungsposition überführt.

Daneben ist es vorteilhaft, wenn den Freigabeeinrichtungen jeweils ein Sensor zugeordnet ist, welcher die Position der jeweiligen Freigabeeinrichtung erfasst. Es kann somit für jede Freigabeeinrichtung erfasst werden, ob sie sich in ihrer Öffnungsposition oder in ihrer Schließposition befindet. Mittels derartiger Sensoren können wiederum die Antriebe der Freigabeeinrichtung angesteuert werden und die korrekte sukzessive Freigabe sichergestellt werden. Zusätzlich oder alternativ kann eine Fehlermeldung ausgegeben werden, wenn beispielsweise eine Freigabeeinrichtung nicht in der erwarteten Position detektiert werden kann.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zumindest die unterste Freigabeeinrichtung eine Sicherheitseinrichtung gegen einen Eingriff von außen bzw. von dem Ausgabefach her beinhaltet. Die Unfallgefahr durch bewegliche Teile in der Ausgabeeinheit wird dadurch vermindert und zugleich die Ausgabeeinheit vor Beschädigungen durch Manipulationen von außen geschützt.

Vorteilhaft ist es, wenn die Sicherheitseinrichtung einen Sicherheitssensor umfasst, mittels welchem Abweichungen der Freigabeeinrichtung von ihrer korrekten Schließposition erfassbar sind. Vorteilhafterweise wird dabei bei Abweichungen von der korrekten Schließposition ein Signal ausgegeben, so dass beispielsweise Personal alarmiert werden kann.

Bei einem Produktionsautomaten mit einer derartigen Ausgabeeinheit ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Ausgabeeinheit wenigstens ein Übernahmefach aufweist und dem wenigstens einen Übernahmefach wenigstens eine Zuführlinie der Zuführeinheit zugeordnet ist. Die Zuführlinie kann dabei neben dem Zuführen der Backprodukte auch der Zwischenspeicherung der Backprodukte dienen.

Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Ausgabeeinheit mehrere Übernahmefächer aufweist und jedem der Übernahmefächer jeweils wenigstens eine Zuführlinie der Zuführeinheit zugeordnet ist. Mittels eines derartigen Produktionsautomaten ist es möglich, verschiedene Produkte in einer Produktionseinheit herzustellen und diese auf verschiedenen Zuführlinien der Zuführeinheit abzutransportieren, zu speichern und bei Bedarf ein einzelnes Backprodukt von einer der Zuführlinien in einen gemeinsamen Fallschacht zu übernehmen. Der Produktionsautomat kann hierdurch mit besonders kompakten Abmessungen bereitgestellt werden.

Bei einem Verfahren zum Transportieren von Backprodukten ist es schließlich noch vorteilhaft, wenn die Backprodukte auf einem Produktträger durch den Fallschacht transportiert werden. Es können dadurch sowohl sehr empfindliche Produkte als auch Backprodukte verschiedener Abmessungen sicher und beschädigungsfrei in ein und demselben Fallschacht transportiert werden. Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben: Es zeigen:

Figur 1 einen Produktionsautomat für Backprodukte in einer schematischen Übersichtsdarstellung;

Figur 2 eine schematische Darstellung einer Ausgabeeinheit in einer

Seitenansicht nach einer ersten Ausführung;

Figur 3 eine schematische Darstellung einer Ausgabeeinheit in einer

Seitenansicht nach einer weiteren Ausführung;

Figur 4 eine schematische Draufsicht auf einen Fallschacht einer Ausgabeeinheit entsprechend dem Ansichtspfeil A in Figur 1 ;

Figur 5 eine weitere schematische Draufsicht entsprechend dem Ansichtspfeil A in Figur 1 ;

Figur 6 eine schematische Seitenansicht einer Ausgabeeinheit entsprechend dem Ansichtspfeil B der Figur 1 , sowie

Figur 7 eine Freigabeeinrichtung der Ausgabeeinheit der Figur 6 in einer Detaildarstellung.

Figur 1 zeigt einen Produktionsautomaten 1 für Backprodukte 3, wie beispielsweise Brötchen, Baguettes, Croissants, Brote und dergleichen, in einer schematischen Übersichtsdarstellung. Der Produktionsautomat 1 weist eine Backeinheit 2 auf, in welcher verschiedene Backprodukte 3 gebacken werden können und in hier nicht näher beschriebener Weise einer Zuführeinheit 4 zugeführt werden, wie durch den Mehrfachpfeil zwischen der Backeinheit 2 und der Zuführeinheit 4 angedeutet. Die Zuführeinheit 4 beinhaltet nach der vorliegenden Darstellung mehrere Zuführlinien 22, auf welchen die frisch ge- backenen Backprodukte 3 zwischengespeichert und zu einer Ausgabeeinheit 5 transportiert werden. Die Zuführlinien 22 beinhalten vorliegend jeweils ein Transportband 24. Ebenso ist es jedoch möglich, anstelle eines Transportbandes 24 beispielsweise eine leicht geneigte Rollenbahn oder bei wenig empfindlichen Backprodukten 3 eine Rutschebene vorzusehen. Aus der Ausgabeeinheit 5 können die Backprodukte 3 dann aus einem Ausgabefach 7 manuell oder auch maschinell entnommen werden, wie durch den Pfeil rechts unten im Bild dargestellt.

Die Ausgabeeinheit 5 weist nun einen Fallschacht 6 auf, der nach vorliegender Darstellung mehrere Übernahmefächer 8 aufweist, an welchen die Backprodukte 3 in den Fallschacht 6 übernommen werden können. Der Fallschacht 6 ist im Wesentlichen vertikal orientiert und ermöglicht den rein schwerkraftgetriebenen Transport, also einen weitgehend frei fallenden Transport, eines Backproduktes 3 zu dem unterhalb der Übernahmefächer 8 angeordneten Ausgabefach 7. Um auch empfindliche Backwaren ohne Beschädigungen durch die Ausgabeeinheit 5 zu transportieren, ist nun vorgesehen, dass der Fallschacht 6 mehrere übereinander angeordnete Fallabschnitte 6' aufweist, so dass das einzelne Backprodukt 3 schrittweise um jeweils einen Fallabschnitt 6' fallend transportiert wird. Dabei wird das einzelne Backprodukt 3 am Ende eines jeden Fallabschnitts 6' verzögert oder vorzugsweise vollständig abgebremst.

Um den schrittweisen, frei fallenden Transport des Backprodukts 3 zu ermöglichen, ist jedem der Fallabschnitte 6' eine Freigabeeinrichtung 9 zugeordnet, die den jeweiligen Fallabschnitt 6' erst dann freigibt, wenn das Backprodukt 3 die jeweilige Freigabeeinrichtung 9erreicht hat. Wird nun ein bestimmtes Backprodukt 3 angefordert, so wird das Transportband 24 derjenigen Zuführlinie 22, auf welcher das gewünschte Produkt zwischengespeichert ist, in Bewegung gesetzt und ein einzelnes Backprodukt 3 wird in das jeweils der entsprechenden Zuführlinie 22 zugeordnete Übernahmefach 8 des Fall- Schachts 6 übernommen. Vorliegend ist dieser Vorgang in gestrichelter Darstellung im Bereich der obersten Zuführlinie 22 dargestellt.

Für den Transport des Backprodukts 3 werden die einzelnen Fallabschnitte 6' nun sukzessive von oben nach unten durch die jeweils zugeordneten Freigabeeinrichtungen 9 freigegeben, wie durch die vorliegend sechs Fallpfeile im rechten Bereich der Figur 1 angedeutet ist. Schließlich gelangt das Backprodukt 3 zu dem am Ende des untersten Fallabschnitts 6' befindlichen Ausgabefach 7, aus dem das Backprodukt 3 entnommen werden kann. Die Freigabeeinrichtungen 9 können dabei im einfachsten Fall, je nach Ausführung und Abmessungen des Fallschachts 6 sowie der Ausführung und der Abmessungen der zu transportierenden Backprodukte 3, ein einzelnes Schließelement 10 zum Verschließen und Freigegeben des Fallschachts 6 beinhalten. Vorzugsweise sind jedoch zwei in einer horizontalen Ebene einander gegenüberliegend angeordnete Schließelemente 10 wie Fallklappen 10a oder Schieberelemente 10b vorgesehen.

Die Funktionsweise der Freigabeeinrichtungen 9 wird nun anhand der Figuren 2 und 3 dargestellt. Wie den Figuren 2 und 3 sowie auch der Figur 6 entnehmbar, sind die Freigabeeinrichtungen 9 von einer Schließposition, welche in den genannten Figuren stets in durchgezogenen Linien dargestellt ist, in eine Freigabeposition, welche stets in gestrichelter Darstellung gezeigt ist, überführbar. Dabei bilden die Freigabeeinrichtungen 9 in ihrer Schließposition einen Halteboden für das Backprodukt 3 aus. Erst wenn die Freigabeeinrichtung 9 in ihre gestrichelt dargestellte Freigabeposition überführt wird, wird der Fallschacht 6 bzw. der der jeweiligen Freigabeeinrichtung 9 zugeordnete Fallabschnitt 6' durch die Freigabeeinrichtung 9 freigegeben und somit der Transport des Backproduktes 3 frei fallend ermöglicht.

Figur 2 zeigt dabei eine vorteilhafte Ausführung einer Freigabeeinrichtung 9, die zwei einander gegenüberliegend angeordnete Fallklappen 10a umfasst. Die Ansicht der Figur 2 entspricht dabei der Blickrichtung der Übersichtsdar- Stellung der Figur 1 . Die Fallklappen 10a sind dabei um eine Schwenkachse 23 (erkennbar in den Figuren 4 und 5) schwenkbar im Bereich der Seitenwände des Fallschachts 6 gelagert. Zum Überführen der Fallklappen 10a aus der Schließposition in die Freigabeposition können diese dann synchron zueinander um ihre jeweilige Schwenkachse 23 geschwenkt werden (siehe Pfeile). Durch die synchrone Öffnungsbewegung der Fallklappen 10a wird eine gleichmäßige Freigabe des Fallabschnittes 6' erreicht, so dass dem Produkt kein Richtungsimpuls aufgeprägt wird, sondern dieses rein schwerkraftgetrieben in rein vertikaler Richtung fällt. Es ist somit ein kontrollierter Transport eines Backprodukts 3 auch dann möglich, wenn der Schachtquerschnitt nicht an das Backprodukt 3 angepasst ist, auch wenn eine derartige Anpassung der Abmessungen des Fallschachts 6 an die Backprodukte 3 natürlich vorteilhaft ist, wie anhand der Figuren 4 und 5 noch erläutert werden wird.

Eine andere vorteilhafte Ausführung einer Freigabeeinrichtung 9 ist in Figur 3 gezeigt. Die Figur 3 gibt dabei eine Ansicht entsprechend dem Ansichtspfeil B der Figur 1 wieder. Dabei ist ebenfalls in einem Übernahmefach 8 des Fallschachts 6 eine Freigabeeinrichtung 9 angeordnet, die vorliegend als Schließelemente 10 zwei einander gegenüberliegende, gegenläufig synchron zueinander bewegliche Schieberelemente 10b aufweist. Die Schieberelemente 10b sind in horizontaler Richtung aus ihrer Schließposition in ihre in gestrichelten Linien dargestellte Freigabeposition überführbar, wie durch entsprechende Pfeile symbolisiert. Auch mittels einer derartigen Ausführung der Freigabeeinrichtungen kann eine gleichmäßige Freigabe des Fallschachts 6 erreicht werden, die einen drehungsfrei, schonenden Transport des Produkts in rein vertikaler Richtung ermöglicht.

In den Figuren 2 und 3 ist dabei ebenso wie bei dem Produktionsautomaten der Figur 1 die Höhe der Fallabschnitte 6' weitgehend gleich. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, wie beispielsweise aus Fig. 6 hervorgeht. Gezeigt ist weiterhin auch hier eine Zuführlinie 22, die jeweils einem Übernahmefach 8 zugeordnet ist. Ebenso könnten jedoch einem Übernahmefach 8 auch mehrere Zuführlinien 22 insbesondere auf derselben Höhe radial versetzt zueinander zugeordnet sein.

Abweichend von der in Figur 2 und 3 gezeigten Darstellung könnten natürlich bei einem Produktionsautomaten mit nur einem Übernahmefach 8 bei größeren zu überwindenden Höhenunterschieden noch weitere Freigabeeinrichtungen 9 übereinander in dem Fallschacht 6 angeordnet sein.

Weiterhin können die in den Figuren 2 und 3 gezeigten Freigabeeinrichtungen 9 natürlich ebenso vorteilhaft in einer Ausgabeeinheit 5 mit mehreren Übernahmestellen 8 bzw. mehreren Zuführlinien 22 übereinander, wie in den Figuren 1 und 6 dargestellt, eingesetzt werden.

Wesentlich ist dabei stets, dass das Backprodukt 3 weitgehend positionskonstant, d. h. ohne Drehungen um seine eigene Achse, und ohne größere Kippbewegungen in dem Fallschacht 6 transportiert werden kann, um Beschädigungen des Backprodukts 3 zu vermeiden.

Der positionskonstante, drehungsfreie Transport der Backprodukte 3 durch den Fallschacht 6 kann weiterhin noch dadurch unterstützt werden, dass die Abmessungen des Fallschachts 6 an die Abmessungen des zu transportierenden Backprodukts 3, angepasst sind. In Figur 4, welche eine Draufsicht auf einen Fallschacht 6 zeigt, ist dabei ersichtlich, dass der gezeigte Querschnitt des Fallschachts 6 eine Breite b aufweist, die weniger als das 1 ,5- fache der Breite B des zu transportierenden Backprodukts 3 beträgt. In Figur 4 beträgt beispielsweise die Breite b des Fallschachts 6 etwa das 1 ,3-fache der Breite B des Backprodukts. Ebenso beträgt die Länge I des Fallschachts 6, welche sich senkrecht zu der Breite b erstreckt, weniger als das 1 ,5-fache der Länge L des zu transportierenden Backprodukts 3. Vorliegend beträgt beispielsweise die Länge I des Fallschachts 6 das 1 ,4-fache der Länge L des Backprodukts 3. Dabei ist es bereits ausreichend, wenn nur eine der beiden Abmessungen an das Backprodukt 3 angepasst ist. Hierdurch ist es auch möglich, Backprodukte 3 unterschiedlicher Abmessungen sicher und drehungsfrei in ein und demselben Fallschacht 6 zu transportieren. Die beiden einander gegenüberliegenden Schließelemente 10 können sich dabei wie hier gezeigt in Längsrichtung einander gegenüberliegen oder .auch um 90° versetzt in Breitenrichtung einander gegenüberliegend angeordnet sein. Ebenso können anstelle der dargestellten Fallklappen 10a andere Schließelemente 10 vorgesehen sein.

Nach der Darstellung der Figur 5 sind die Abmessungen des Querschnitts des Fallschachts 6 I und b nicht an die Abmessungen L und B des Backprodukts 3, sondern an die Abmessungen L' und B' eines Produktträgers 21 angepasst. Mittels derartiger Produktträger 21 kann weiterhin zu einem schadensfreien, sicheren Transport auch besonders empfindlicher Backprodukte 3 beigetragen werden. Weiterhin ermöglicht ein derartiger Produktträger 21 den sicheren Transport verschiedener Produkte 3 verschiedener Abmessungen. Im Übrigen gelten die Ausführungen zu Figur 4 ebenso auch für die Figur 5.

Figur 6 zeigt eine Seitenansicht auf eine Ausgabeeinheit 5, welche dem Ansichtspfeil B der Figur 1 entspricht. Figur 7 zeigt zur besseren Übersicht die unterste Freigabeeinrichtung 9 der Ausgabeeinheit der Figur 6 in einer Detaildarstellung. Es handelt sich dabei um schematische Ansichten, in welchen zum besseren Verständnis die Schließelemente 10, vorliegend Fallklappen 10a, sichtbar dargestellt sind, obwohl diese durch eine Seitenwand 27 des Fallschachts 6 verdeckt sind. Nach der vorliegenden Darstellung sind insgesamt vier Freigabeeinrichtungen 9 in einer Linie übereinander angeordnet, wodurch ein besonders schonender, drehungsfreier Transport der Backprodukte 3 in rein vertikaler Richtung ermöglicht wird. Die Freigabeeinrichtungen 9 sind dabei ebenso wie in den vorherigen Figuren jeweils in Übernahmefächern 8 angeordnet bzw. bilden den Boden der Übernahmefächer 8 aus, an welche jeweils durch eine oder mehrere Zuführlinien 22 die Backprodukte 3 zugeführt werden.

Um die beiden Fallklappen 10a synchron zueinander in ihre jeweilige Freigabeposition überführen zu können, sind diese jeweils mittels einer Synchronisiereinrichtung, vorliegend mit einem Hebelmechanismus 1 1 , miteinander verbunden. Der Hebelmechanismus 1 1 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich an einer der Freigabeeinrichtungen 9 im mittleren Bereich beschriftet und kann der Figur 7 im Detail entnommen werden. Der Hebelmechanismus 1 1 beinhaltet zwei Anlenkhebel 12, welche jeweils mit einer der Fallklappen 10a verbunden sind, um diese aus ihrer Schließposition in ihre Freigabeposition zu schwenken, sowie einen Verbindungshebel 13, der die beiden Anlenkhebel 12 miteinander verbindet und hierdurch für die synchrone Bewegung der beiden Fallklappen 10a sorgt.

Nach vorliegender Darstellung (Fig. 6) ist jeder Freigabeeinrichtung 9 ein eigener Antrieb 14 zugeordnet, welcher entweder auf die Fallklappe selbst, auf einen der beiden Anlenkhebel 12 oder auch den Verbindungshebel 13 wirken kann. Ist jeder Freigabeeinrichtung 9 ein eigener Antrieb 14 zugeordnet, so kann die beliebige Entnahme eines Backproduktes 3 von einer beliebigen Zuführlinie 22 in besonders einfacher Weise erfolgen, wobei zudem das Schließen bzw. Freigeben der Freigabeeinrichtungen 9 für jede Freigabeeinrichtung 9 individuell gesteuert werden kann. Der Antrieb 14 muss dabei nicht zwangsläufig als elektrischer Antrieb 14 ausgeführt sein; andere Antriebe, beispielsweise mittels eines Pneumatikzylinders, kommen je nach Einsatzort des Produktionsautomaten 1 ebenso in Frage.

Die Antriebe 14 sind vorliegend mittels eines Riementriebs 15a mit dem Hebelmechanismus 13, vorliegend direkt mit der Schwenkachse 23a einer der Fallklappen 10a, verbunden. Mittels eines derartigen Riementriebs 15a ist in günstiger Weise zugleich ein Überlastschutz für den Antrieb 14 realisierbar, da der Riemen durchrutscht, wenn die Klappen 10a ihre jeweilige Endpositi- on erreicht haben und der Antrieb 14 nicht in anderer Weise abgeschaltet wurde. Besonders vorteilhaft ist es dabei, den Riementrieb 15a mit einem Rundriemen 16 auszustatten.

Wie den Figuren 6 und 7 weiterhin entnehmbar, beinhaltet jede Freigabeeinrichtung 9 einen Sensor 18, welcher erfasst, ob sich die Freigabeeinrichtung 9 gerade in ihre Freigabeposition oder in ihrer Schließposition befindet. Vorliegend wirkt der Sensor 18 zur Positionserkennung mit einem der Anlenkhe- bel 12 zusammen. Auch bei Fig. 6 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich eine Freigabeeinrichtung 9 beschriftet. Weiterhin ist nach der vorliegenden Darstellung sowohl für die Schließposition der Freigabeeinrichtung als auch für die Freigabeposition der Freigabeeinrichtung 9 jeweils ein Anschlag 17 vorgesehen. Vorliegend befindet sich der Anschlag 17 für die Schließposition an einer Wandung 27 des Fallschachts 6 und wirkt mit einem Fortsatz 25 des Verbindungshebels 13 zusammen. Der Anschlag 17 für die Freigabeposition befindet sich hingegen an einem Träger 26, an welchem auch der Antrieb 14 sowie der Sensor 18 zur Positionserfassung der Freigabeeinrichtung 9 angeordnet ist. Natürlich ist es ebenso denkbar, den Anschlag 17 direkt im Inneren des Fallschachts 6 vorzusehen, wo er dann direkt mit der jeweiligen Fallklappe 10a zusammenwirkt.

Im Bereich des Ausgabefachs 7, welches vorliegend ebenfalls gestrichelt dargestellt ist und sich auf der der sichtbaren Wandung 27 des Fallschachts 6 gegenüberliegenden Seite befindet, ist weiterhin noch eine Sicherheitseinrichtung 19 vorgesehen, welche einen Schutz gegen Eingriffe von dem Ausgabefach 7 her sowie gegen Manipulationen von außen her bewirkt. Hierzu ist im Bereich der untersten Freigabeeinrichtung 9 ein Sicherheitssensor 20 angeordnet, der Abweichungen der Freigabeeinrichtung 9 von ihrer korrekten Schließposition erkennt. Vorliegend wirkt der Sicherheitssensor 20 mit einem Fortsatz 28 eines der Anlenkhebel 12 zusammen. Der Sicherheitssensor 19 kann dabei beispielsweise mit einer optischen oder akustischen Warneinrichtung verbunden sein, die bei Abweichungen der untersten Freigabeeinrich- tung 9 von ihrer korrekten Schließposition außerhalb eines regulären Ausgabeprozesses ein Warnsignal ausgibt. Wie der Figur 6 entnehmbar, ist weiterhin zumindest das unterste Fallklappenpaar 10a derart ausgebildet, dass es den Querschnitt des Fallschachts 6 nahezu vollständig verschließt und hierdurch auch einen Eingriffsschutz gegen Eingriffe von dem Ausgabefach 7 her bildet.

Wird nun ein bestimmtes Backprodukt 3 angefordert, so wird, wie bereits zu Figur 1 beschrieben, die jeweilige Zuführlinie 22 betätigt und das Produkt in ein Übernahmefach 8 in die Ausgabeeinheit 5 übergeben. In der Ausgabeeinheit 5 ruht es zunächst auf den Fallklappen 10a der obersten Freigabeeinrichtung 9. Nach einer definierten Zeitspanne, welche dazu dient, den sicheren Stillstand des Backprodukts 3 auf der Freigabeeinrichtung 9 zu gewährleisten, wird schließlich der Antrieb 14 in Bewegung versetzt, um die beiden Fallklappen 10a zu öffnen. Das Backprodukt 3 fällt dann um den Fallabschnitt 6' auf das nächst darunter liegende Fallklappenpaar 10a der nächsten Freigabeeinrichtung 9. Nach einer weiteren Zeitspanne, welche wiederum sicherstellt, dass das Backprodukt 3a sicher auf den beiden Fallklappen 10a nun der zweitobersten Freigabeeinrichtung 9 ruht, wird wiederum die zweitoberste Freigabeeinrichtung 9 in ihre Freigabeposition überführt, so dass das Backprodukt 3 dann wiederum auf die Fallklappen 10a der dritten Freigabeeinrichtung 9 fällt. Dieses setzt sich fort, bis das Backprodukt 3 durch den untersten Fallabschnitt 6' bis zu dem Ausgabefach 7 fällt.

Wie der Figur 6 entnehmbar, ist es keineswegs erforderlich, dass die Freigabeeinrichtungen 9 und/oder die Übernahmestellen 8 äquidistant in dem Fallschacht 6 angeordnet sind. So können einzelne Freigabeeinrichtungen 9 auch verschiedene Abstände A zueinander aufweisen, etwa um Backprodukte 3 unterschiedlicher Höhe H transportieren zu können oder um eine Anpassung an konstruktive Erfordernisse vorzunehmen. Vorteilhaft ist es dabei, wenn der vertikale Abstand A der Freigabeeinrichtungen 9 zueinander bzw. ein vertikaler Abstand A' der untersten Freigabeeinrichtung 9 zu der Entnah- mestelle 7 weniger als das 3-fache der Höhe H des kleinsten zu transportierenden Backprodukts 3 aufweist. Hierdurch kann ebenfalls dazu beigetragen werden, Drehungen des Backprodukts 3 während seines Transports durch den Fallschacht 6 zu verhindern. Insbesondere wenn die Breite b oder Länge I des Fallschachts 6 bereits eng an die Abmessungen L und B der zu transportierenden Backprodukte 3 oder der Produktträger 21 angepasst ist, können die Abstände A und A' jedoch auch größer ausfallen. Maßgebend ist dabei lediglich, dass die Fallabschnitte 6' nicht so lang werden, dass es zu Beschädigungen der Backprodukte 3 beim Erreichen der geschlossenen Freigabeeinrichtungen 9 kommt. Neben den konstruktiven Gegebenheiten sowie den Abmessungen der Backprodukte 3 bzw. Produktträger 21 hängt dies auch davon ab, welche Art von Backprodukten 3 transportiert werden. So sind bei empfindlichen Backprodukten 3 gegebenenfalls mehr Fallabschnitte 6' mit mehreren Freigabeeinrichtungen 9 erforderlich.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche fallen ebenfalls unter die Erfindung.

B e z u q s z e i c h e n l i s t e

1 . Produktionsautomat

2. Backeinheit

3. Backprodukt

4. Zuführeinheit

5. Ausgabeeinheit

6. Fallschacht

6' Fallabschnitte

7. Ausgabefach

8. Übernahmefach

9. Freigabeeinrichtung

10. Schließelemente

10a Fallklappen

10b Schieberelemente

1 1 . Hebelmechanismus

12. Anlenkhebel

13. Verbindungshebel

14. Antrieb

15. Riementrieb

16. Rundriemen

17. Anschlag

18. Sensor zur Positionserfassung der Freigabeeinrichtung

19. Sicherheitseinrichtung

20. Sicherheitssensor

21 . Produktträger

22. Zuführlinie

23. Schwenkachse der Fallklappen

24. Transportband

25. Fortsatz des Verbindungshebels

26. Träger

27. Seitenwand des Fallschachts

28. Fortsatz des Anlenkhebels

B Breite des Produkts

B' Breite des Trägers

b Breite des Fallschachtquerschnitts

L Länge des Produkts

U Länge des Trägers

I Länge des Fallschachtquerschnitts

H Höhe des Produkts

A vertikaler Abstand der Freigabeeinrichtungen zueinander

A' vertikaler Abstand der untersten Freigabeeinrichtung zu der Ausgabe- stelle