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Title:
DISPENSING UNIT FOR BAKED PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/025537
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a dispensing unit for baked products (B), in particular for baguettes, having a housing (10), which has a front panel (11), and having at least two non-crossing first and second discharging routes (2, 3, 2', 3') in the housing (10), said discharging routes running adjacent and substantially perpendicularly to one another and directing the baked products (B) to a dispensing device (7) arranged in or on the housing (10), wherein at least respectively a first and a second discharging device (4a, 4b; 4c, 4d), the second being arranged beneath the first, are provided both along the first and along the second discharging route (2, 3), wherein the first and the second discharging device (4a; 4c) of each of the two discharging routes have in each case precisely one compartment (18a, 18b; 18c, 18d) each for accommodating at least one baked product (B), wherein the compartments (18a, 18b; 18c, 18d) of the respective first and second discharging device (4a; 4c) are located directly opposite one another in the vertical direction, and wherein the first and the second discharging device (4a; 4c) of each of the at least two discharging routes each comprise transfer means (5a, 5b; 5c, 5d), which are each capable of assuming a retaining position (I) for holding back the corresponding baked product (B) in a rest position and a release position (II) for releasing said baked product (B) from its rest position, wherein, when the transfer means (5a; 5c) of the respective first discharging device (4a; 4c) is moved from the retaining position into the release position, the baked product (B) drops downwards out of its compartment (18a; 18c) into the compartment (18b; 18d) of the second discharging device (5b; 5d).

Inventors:
WEISS, Reinald (Karl-Philipp-Strasse 23, Schopfloch, 91626, DE)
Application Number:
EP2016/068965
Publication Date:
February 16, 2017
Filing Date:
August 09, 2016
Export Citation:
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Assignee:
R. WEISS VERPACKUNGSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zur Fluegelau 28, Crailsheim, 74564, DE)
International Classes:
G07F17/00; A21B3/00; G07F11/06; G07F11/10; G07F11/58
Foreign References:
DE102005012821A12005-11-17
EP1577848B12007-11-21
EP1688042A22006-08-09
EP0755032A21997-01-22
EP1577848B12007-11-21
Attorney, Agent or Firm:
SCHLIEF, Thomas (Friedrich-Ebert-Strasse 84, Ingolstadt, 85055, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Ausgabeeinheit für Backwaren (B), insbesondere für Baguettes, mit einem Gehäuse (10), welches eine Vorderfront (1 1 ) aufweist, und mit mindestens zwei benachbart und im Wesentlichen senkrecht verlaufenden, sich nicht kreuzenden ersten und zweiten Abgabewegen (2, 3, 2', 3') in dem Gehäuse (10), welche die Backwaren (B) zu einer im oder am Gehäuse (10) angeordneten Ausgabeeinrichtung (7) leiten, wobei sowohl entlang dem ersten als auch dem zweiten Abgabeweg (2, 3) mindestens jeweils eine erste und eine unterhalb der ersten angeordnete zweite Abgabeeinrichtung (4a, 4b; 4c, 4d) vorgesehen sind, wobei die erste und die zweite Abgabeeinrichtung (4a; 4c) jedes der beiden Abgabewege jeweils genau ein Fach (18a, 18b; 18c, 18d) zur Aufnahme von mindestens jeweils einer Backware (B) aufweist, wobei sich die Fächer (18a, 18b; 18c, 18d) der jeweiligen ersten und zweiten Abgabeeinrichtung (4a; 4c) in Vertikalrichtung unmittelbar gegenüber liegen, und wobei die erste und die zweite Abgabeeinrichtung (4a; 4c) jedes der mindestens zwei Abgabewege jeweils Übergabemittel (5a, 5b; 5c, 5d) umfassen, welche jeweils eine Halteposition (I) zum Zurückhalten der entsprechenden Backware (B) in einer Ruhelage und eine Freigabeposition (II) zum Freigeben dieser Backware (B) aus ihrer Ruhelage einzunehmen vermögen, wobei die Backware (B) beim Überführen der Übergabemittel (5a; 5c) der jeweiligen ersten Abgabeeinrichtung (4a; 4c) aus der Halteposition in die Freigabeposition aus deren Fach (18a; 18c) nach unten in das Fach (18b; 18d) der zweiten Abgabeeinrichtung (5b; 5d) fällt.

2. Ausgabeeinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtungen (4a, 4b; 4c, 4d ) und die Übergabemittel (5a, 5b; 5c, 5d) derart angeordnet und ausgebildet sind, dass die Backwaren (B) beim Überführen des jeweiligen Übergabemittels (5a, 5c) der ers- ten Abgabeeinrichtungen (4a, 4c) aus der Halteposition (I) in die Freigabeposition (II) ihre Ruhelage in senkrechter Richtung verlassen und vorzugsweise durch eine ausschließlich senkrechte Bewegung nach unten in das Fach (18b; 18d) der jeweiligen zweiten Abgabeeinrichtung (4b, 4c) gelangen.

3. Ausgabeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Abgabewege (3, 3') nebeneinander entlang der Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) oder mindestens zwei Abgabewege (2, 3; 2', 3') hintereinander in Bezug auf die Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) angeordnet sind.

4. Ausgabeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Abgabewege (3, 3') nebeneinander entlang der Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) und jeweils ein weiterer Abgabeweg (2, 2') hinter jeder dieser Abgabewege (3, 3') angeordnet ist.

5. Ausgabeeinheit nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtungen (4c, 4d, 4e, 4f; 4a, 4b, 4g, 4h) von zwei benachbart angeordneten Abgabewegen (3, 3'; 2, 2'), die vorzugsweise entlang der und/oder parallel zur Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) verlaufen, unterschiedliche Breiten aufweisen.

6. Ausgabeeinheit nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabemittel (5a, 5b, 5c, 5d) jeweils mindestens eine nach unten von der Halteposition (I) in die Freigabeposition (II) verschwenkende Klappe, vorzugsweise ausgebildet als zweiflügelige Klappe, umfassen.

7. Ausgabeeinheit nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klappe und vorzugsweise alle Klappen jeweils eine Auflagefläche (6) aufweisen, auf welcher die abzugebende Backware (B) in der Halteposition (II) der jeweiligen Abgabeeinrichtung (4a-4h) in ihrer Ruhelage ruht und welche beim Betätigen der jeweiligen Klappe nach unten fällt.

8. Ausgabeeinheit nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb von zumindest einem Abgabeweg (2) eine Überführungseinrichtung (8), insbesondere ein Förderband und/oder eine Rutsche, angeordnet ist, mit dem die Backwaren (B) in Richtung der Ausgabeeinrichtung (7) geleitet werden.

9. Ausgabeeinheit nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung (7) ein Ausgabefach (9) und/oder eine Überführungseinrichtung (8) zu dem Ausgabefach (9) umfasst.

10. Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren (B), insbesondere Ba- guettes, mit einer Vorratseinheit (12), in der die Backwaren (B) mindestens zeitweise bevorratet werden können, und mit mindestens einer Zuführeinrichtung (16a, 16b), die die Backwaren (B) von der Vorratseinheit (12) zu einer Ausgabeeinheit (1 ) leitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (1 ) nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche ausgebildet ist.

1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratseinheit (12) einen Durchlaufbackofen (13) und/oder einen Umlaufförderer (14) mit einer Vielzahl an Trägern (15) umfasst.

12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (16a, 16b) einen Linearförderer, insbesondere ein Förderband, und/oder einen Warenschieber, der eine lineare Schiebebewegung ausführt, um die Backwaren (B) zu verschieben, umfasst.

Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (16a, 16b) oberhalb mindestens zweier in Bezug auf die Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) hintereinander angeordneter Abgabewege (2, 3) ausgebildet ist, welche Backwaren (B) in Richtung auf die Vorderfront (1 1 ) des Gehäuses (10) zur ersten Abgabeeinrichtung (4a) des ersten Abgabewegs (2) und, vorzugsweise auf einem Weg oberhalb dieser Abgabeeinrichtung (4a), auch zur ersten Abgabeeinrichtung (4c) des zweiten Abgabewegs (3) fördern kann.

Description:
Ausgabeeinheit für Backwaren

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausgabeeinheit für Backwaren, insbesondere Baguettes, sowie eine Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren, die eine Ausgabeeinheit umfasst. Solche Ausgabeeinheiten sind beispielsweise in Supermärkten zu finden, denen ein Durchlaufbackofen vorgeschaltet ist. Auf Kundenanforderung per Knopfdruck können verschiedene, frisch geba- ckene oder aufgebackene Backwaren von der Ausgabeeinheit ausgegeben werden.

Aus der EP 1 577 848 B1 ist eine Ausgabeeinheit für insbesondere Backwaren bekannt. Die Ausgabeeinheit umfasst dabei mindestens eine Säule, in der zumindest zwei Drehkreuze mit horizontal ausgerichteten Drehachsen übereinander angeordnet sind. Die Drehkreuze definieren in der Säule eine Mehrzahl von getrennten Fächern, wobei die Waren von einem Fach eines ersten Drehkreuzes in ein nachfolgendes Fach eines zweiten Drehkreuzes übergeben werden, indem sich das Drehkreuz um einen Winkelbetrag dreht, der der Größe eines Faches entspricht, wenn das in Drehrichtung letzte Fach als leer festgestellt wird. Dabei erfolgt die Übergabe von Waren nach Verlassen des letzten Faches eines Drehkreuzes in das erste Fach des nachfolgenden Drehkreuzes über eine schiefe Ebene. Nachteilig bei einer derartigen Ausgabeeinheit ist, dass die Waren relativ viele Quer- und Rotationsbewegungen durchführen, die einerseits zeitaufwändig sind und andererseits die Gefahr erhöhen, dass die Kruste der Backwaren bei den vielen Berührungen mit Maschinenteilen beschädigt wird. Zudem ist der Platzbedarf der Ausgabeeinheit aufgrund der Drehkreuze relativ groß.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ausgabeeinheit und eine Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren zu schaffen, die eine geringe Platzanforderung mit schneller und schonender Backwarenausgabe aufweisen. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Ausgabeeinheit und eine Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.

Die erfindungsgemäße Ausgabeeinheit weist mindestens zwei benachbart und im Wesentlichen senkrecht verlaufende, sich nicht kreuzende erste und zweite Abgabewege in dem Gehäuse auf, welche die Backwaren zu einer in oder an dem Gehäuse angeordneten Ausgabeeinrichtung leiten. Dadurch ist eine besonders platzsparende Ausführung der Ausgabeeinheit gegeben. Somit kann jede der Abgabeeinrichtungen als Speicher für Backwaren dienen. Insbesondere wenn in jeder Abgabeeinrichtung eine Backware aufgenommen ist, können ein Vielzahl an Backwaren bevorratet werden. Ein Kunde, der Backwaren anfordert, erhält zügig die gewünschte Anzahl, da diese bereits in den Abgabeeinrichtungen bereit liegen.

Des Weiteren umfassen die erste und die zweite Abgabeeinrichtung jeder der beiden Abgabewege jeweils genau ein Fach zur Aufnahme von mindestens jeweils einer Backware, wobei sich die Fächer der jeweiligen ersten und zweiten Abgabeeinrichtung in Vertikalrichtung gemäß der Erfindung unmittelbar gegenüber liegen. Zudem weisen die erste und die zweite Abgabeeinrichtung jeder der mindestens zwei Abgabewege jeweils Übergabemittel auf, mittels denen die aufgenommenen Backwaren nach unten weitergegeben werden können. Die Übergabemittel gemäß der Erfindung können jeweils eine Halteposition zum Zurückhalten der entsprechenden Backware in einer Ruhelage und eine Freigabeposition zum Freigeben dieser Backware aus ihrer Ruhelage einnehmen. Zuerst werden die Backwaren dabei von einem oberen Fach der Abgabeeinrichtung unmittelbar - d.h. ohne eine Richtungsumkehr der Backwaren oder eine nennenswerte Verschiebung in Horizontalrichtung - zum Fach der weiter unten nächstliegenden Abgabeeinrichtung weitergegeben, bis in dem Abgabeweg die letzte, insbesondere die unterste, Abgabeeinrichtung erreicht ist. Ist die letzte Abgabeeinrichtung erreicht, werden die Backwaren an eine Ausgabeeinrichtung übergeben. Dadurch können die Backwaren von oben nach unten durch die Abgabewege zu der Ausgabeeinrichtung durchgeleitet werden. Über die Ausgabeeinrichtung können die bereitgestellten Backwaren von dem Kunden entnommen werden.

Die Vorteile der Erfindung sind insbesondere darin zu sehen, dass durch die Anordnung der - pro Abgabeeinrichtung einzigen - Fächer zueinander und die Überführung der Übergabemittel eine kurze, schnelle, platzsparende und für die Backwaren beschädigungsarme Ausgabe der Backwaren realisiert wird.

Es ist von Vorteil, wenn bei einer Betätigung der Übergabemittel die Backwaren ihre Ruhelage senkrecht nach unten verlassen können. Die Backware erfährt somit - zumindest anfänglich - keinen Querimpuls, weder in Form einer Rotationsbewegung noch durch Verschieben in waagerechter Richtung. Stattdessen kann die Backware senkrecht nach unten fallen, wobei es bevorzugt ist, dass die gesamte Fallstrecke bis zur nächsten Abgabeeinrichtung oder - falls diese Abgabeeinrichtung die letzte im Abgabeweg ist - zur Ausgabeeinrichtung senkrecht verläuft. Bei einer solchen Ausgestaltung fluchten die Transportwege der Backwaren bei der Weitergabe von der jeweiligen ersten Abgabeeinrichtung zur zweiten Abgabeeinrichtung und dann weiter von der zweiten Abgabeeinrichtung miteinander.

Eine rein vertikale Bewegung der Backwaren von ihrer Ruheposition in der einen Abgabeeinrichtung bis zur Ruheposition in einer nachfolgenden Abgabeeinrichtung hat den Vorteil, dass die Abgabeeinrichtungen und somit die Abgabewege besonders platzsparend ausgebildet werden können, da die Backwaren weder einer Rotationsbewegung unterworfen noch horizontal verschoben werden.

Außerdem können die Backwaren direkt und ohne Verzögerung durch die Abgabewege, insbesondere durch die Abgabeeinrichtungen, hindurchgeleitet werden. Bevorzugt fallen hierbei die Backwaren von einem Fach einer obe- ren zu einem Fach einer unteren Abgabeeinrichtung, welche wiederum die Backware unmittelbar im Anschluss daran weiter nach unten leitet, entweder an die nächste darunter liegende Abgabeeinrichtung (wenn diese nicht schon mit einer oder mehreren Backwaren belegt ist) oder zur Ausgabeeinrichtung. Alternativ können die Übergabemittel derart betätigt werden, dass die Backwaren durch die Abgabewege von oben nach unten hindurchfallen, ohne dass die Backwaren mit einem Bauteil der Ausgabeeinheit kollidieren. Hierbei sind die Übergabemittel allesamt in ihrer Freigabeposition, so dass ein Fallschacht realisiert wird. Eine derartige Ausgabe von Backwaren kann dabei besonders schnell abgeschlossen werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass ein solcher relativ langer Fall nicht zu Beschädigungen an der Backware, beispielsweise Abplatzungen der Kruste, führt.

Mittels der bevorzugten ausschließlich vertikalen Bewegung der Backwaren aus einer Abgabeeinrichtung heraus ist deren Bewegungsstrecke auf ein Minimum reduziert. Ein Verschieben der Backwaren in den Abgabewegen wird so vermieden. Es resultiert eine Zeitersparnis und eine Minimierung an Beschädigungen der Backwaren.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die zumindest zwei Abgabewege nebeneinander entlang der Vorderfront des Gehäuses oder hintereinander in Bezug auf die besagte Vorderfront angeordnet sind. Wenn die Abgabewege beispielsweise hintereinander angeordnet sind, kann die Ausgabeeinheit mit einer kompakteren Breite ausgebildet werden. Unter dem Begriff„hintereinander" ist auch zu verstehen, dass die beiden diesbezüglich hintereinander angeordneten Abgabewege beispielsweise die unterste Abgabeeinrichtung teilen; oberhalb dieser Abgabeeinrichtung können zwei hintereinander angeordnete Abgabeeinrichtungen vorgesehen sein, welche jeweils die Backwaren zur untersten Abgabeeinrichtung leiten. Sind die Abgabewege dagegen nebeneinander angeordnet, kann die Bautiefe der Ausgabeeinheit geringer sein. In beiden Fällen ist eine Speicherung von beispielsweise zumindest vier Baguettes - bei jeweils einem Baguette in jedem der mindestens zwei Abgabeeinrichtungen - über jeden von mindestens zwei Abgabewegen möglich, so dass zumindest vier von Kunden angeforderte Baguettes äußerst schnell ausgegeben werden können.

Gemäß einer bevorzugten Alternative sind sowohl mindestens zwei Abgabewege nebeneinander entlang der Vorderfront des Gehäuses als auch jeweils ein weiterer Abgabeweg hinter jeder dieser Abgabewege vorgesehen. Durch diese von oben und von der Seite gesehene jeweilige 2x2-Anordnung (insgesamt 2x2x2) der Abgabewege kann beispielsweise ein Speichervorrat von acht Baguettes realisiert werden, wobei die Ausgabeeinheit aufgrund dieser großen Anzahl auch mit unterschiedlichen Baguette-Sorten bestückt werden kann. Beispielsweise lassen sich dann vier Baguettes französischer Art und vier Baguettes nach Steinofenart in der Ausgabeeinheit vorhalten.

Besonders bevorzugt weisen die Abgabeeinrichtungen von zwei benachbart angeordneten Abgabewegen, die vorzugsweise entlang der Vorderfront des Gehäuses verlaufen, unterschiedliche Breiten auf. Somit können beispielsweise die Abgabeeinrichtungen eines Abgabewegs zum Vorhalten von dünnen, aber langen französischen Baguettes sehr breit ausgeführt sein, während daneben oder dahinter schmalere Abgabeeinrichtungen für kürzere Baguettes vorgesehen sein können. Insgesamt ist damit eine Optimierung der Breite der Ausgabeeinheit (die Stellfläche in Supermärkten ist stets möglichst klein zu halten) bei gleichzeitiger großer Produktvielfalt realisierbar.

Vorzugsweise umfassen die Übergabemittel jeweils mindestens eine nach unten von der Halte- in die Freigabeposition verschwenkende Klappe, die vorteilhafterweise als zweiflügelige Klappe ausgebildet ist. Die Klappe ist hierbei an einer Unterseite der jeweiligen Abgabeeinrichtung angeordnet und kann besonders einfach mit einem Servomotor und/oder mit einem pneumatischen Kolben gedreht werden.

Die mindestens eine Klappe und vorzugsweise alle Klappen weisen vorzugsweise jeweils eine Auflagefläche auf, auf welcher die abzugebende Backware in der Halteposition der jeweiligen Abgabeeinrichtung ruht. Aus dieser Ruhelage fällt dann die Backware beim Betätigen der jeweiligen Klappe nach unten. Die Auflagefläche kann beispielsweise horizontal ausgebildet sein. Gemäß einer von mehreren Alternativen ist auch eine im Querschnitt trichterförmige Ausgestaltung von zwei Blechen o.ä. möglich, die zusammen die Auflagefläche für eine Backware bilden.

Gemäß einer Alternative zu einer Klappe kann beispielsweise ein seitlich verschiebbarer Schieber vorgesehen sein, der ebenfalls mit einem Servomotor und/oder einem pneumatischen Kolben betätigbar ausgeführt sein kann. Ist der Schieber dabei in die Abgabeeinrichtung vorgeschoben, befinden sich der Schieber in der Halteposition und die Backware in der Ruhelage. Im zurückgefahrenen Zustand befindet dieser sich in der Freigabeposition.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn vorzugsweise unterhalb von mindestens einem Abgabeweg zumindest eine Überführungseinrichtung, beispielsweise in Form eines Förderbandes und/oder einer Rutsche, angeordnet ist, mit dem die Backwaren in Richtung der Ausgabeeinrichtung geleitet werden. Damit können beispielsweise verschiedene Sorten Backwaren zusammengeführt werden.

Wenn die Ausgabeeinrichtung ein Ausgabefach direkt unterhalb der Abgabeeinrichtungen umfasst, bringt dies weitere Platzersparnisse mit sich. Zusätzlich oder alternativ kann die Ausgabeeinrichtung eine Überführungseinrichtung, beispielsweise ein Förderband und/oder eine Rutsche, umfassen, das zu dem Ausgabefach führt. Falls das Ausgabefach von der Ausgabeeinheit räumlich entfernt angeordnet ist, kann ein Transport der Backwaren mittels der Überführungseinrichtung vorteilhaft sein, so dass ein Kunde die Backwaren bequemer aus dem Ausgabefach entnehmen kann.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird des Weiteren eine Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren, insbesondere Baguettes, vorgeschlagen mit einer Vorratseinheit, in der die Backwaren zumindest zeitweise bevorratet werden können. Mittels der Vorratseinheit sind zu jeder Zeit genügend Backwaren bevorratbar, so dass auch eine große Anzahl von Aufträgen vieler Kunden ohne längere Wartezeiten abgearbeitet werden kann. Ferner umfasst die Vorrichtung zumindest eine Zuführeinrichtung, die die Backwaren von der Vorratseinheit zu einer wie vorbeschriebenen Ausgabeeinheit leitet.

Vorzugsweise umfasst die Vorratseinheit einen Durchlaufbackofen, in dem eine größere Anzahl an Backwaren unterschiedlichster Sorten, bevorzugt gleichzeitig und kontinuierlich, gebacken oder aufgebacken werden kann. Somit kann der Durchlaufbackofen als Vorratseinheit bezeichnet werden, da ständig frische Backwaren nachgeliefert werden können. Zusätzlich oder alternativ kann die Vorratseinheit einen dem Durchlaufbackofen nachgeschalteten Umlaufförderer mit einer Vielzahl an Trägern umfassen, wobei die Backwaren auf den Trägern gelagert werden können. Der Umlaufförderer ist ein in sich geschlossener Förderer, der sich beispielsweise mit Hilfe von Ketten auf einer Kreis-, einer Ellipsen- und/oder ovalen Bahn bewegt. Die Träger sind an dem Umlaufförderer angeordnet, so dass darauf befindliche Backwaren endlos im Umlauf transportiert werden, bevor sie zur Ausgabeeinheit geleitet werden.

Bei Bedarf werden die Backwaren dann von einer oder mehreren Zuführeinrichtungen von dem Durchlaufbackofen und/oder von den Trägern des Umlaufförderers zur Ausgabeeinheit geschoben und/oder geleitet.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die genannte Zuführeinrichtung einen Linearförderer, der als Förderband ausgebildet sein kann. Der Linearförderer weist geringe Platzanforderungen auf. Zusätzlich oder alternativ kann die Zuführeinrichtung auch als Warenschieber ausgebildet sein, der die Backwaren mittels einer Schiebebewegung von und/oder aus der Vorratseinheit zur Ausgabeeinheit schiebt. Bei einer diesbezüglich vorteilhaften Ausführungsform ist die Zuführeinrichtung oberhalb (nicht notwendigerweise genau darüber, es ist auch ein seitlicher Versatz möglich) mindestens zweier in Bezug auf die Vorderfront des Gehäuses hintereinander angeordneter Abgabewege vorgesehen und ist vorzugsweise als Linearschieber ausgebildet. Die Zuführeinrichtung dient hierbei zum Zuführen von Backwaren - vorzugsweise in deren Querrichtung - zu den obersten Abgabeeinrichtungen, um die Ausgabeeinheit zu bestücken. Der Waren- bzw. Linearschieber ist hierbei vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Backwaren in Richtung auf die Vorderfront des Gehäuses zu zwei auf im Wesentlichen gleicher Höhe liegenden Abgabeeinrichtungen zweier unterschiedlicher Abgabewege geschoben werden können. Zum einen kann der Waren- bzw. Linearschieber die Backwaren zur ersten (hier der obersten) Abgabeeinrichtung des ersten Abgabewegs und auch - an dem vorgenannten Abgabeweg vorbei - zur ersten (hier der obersten) Abgabeeinrichtung des zweiten Abgabewegs schieben. Von der jeweiligen ersten Abgabeeinrichtung können die Backwaren dann nach unten weitergegeben werden.

Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht einer Ausgabeeinheit für Backwaren,

Figur 2 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren mit einer Vorratseinheit und einer Ausgabeeinheit,

Figur 3 eine Seitenansicht einer weiteren Ausgabeeinheit für Backwaren, Figur 4 eine schematische Vorderansicht auf eine Ausgabeeinheit mit zwei nebeneinander verlaufenden Abgabewegen, und

Figur 5 eine schematische Draufsicht auf eine Ausgabeeinheit mit zwei nebeneinander und zwei hintereinander verlaufenden Abgabewegen.

In Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Ausgabeeinheit 1 für Backwaren B dargestellt. Der Einfachheit halber sind hier und in den folgenden Figuren nur einzelne Backware B mit einem Bezugszeichen versehen. Die Ausgabeeinheit 1 umfasst in den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und 3 jeweils zwei Abgabewege, nämlich den ersten Abgabeweg 2 und den zweiten Abgabeweg 3. Die Abgabewege 2, 3 umfassen jeweils eine erste und eine zweite Abgabeeinrichtung 4a, 4b bzw. 4c, 4d, wobei die Abgabeeinrichtungen 4a, 4b dem Abgabeweg 2 und die Abgabeeinrichtungen 4c, 4d dem Abgabeweg 3 zugeordnet sind. Die Abgabewege 2, 3 können hierbei auch mehr als zwei Abgabeeinrichtungen umfassen (s. Fig. 2). Jede Abgabeeinrichtung 4a-4d weist des Weiteren jeweils Übergabemittel 5a-5d auf, mittels denen die Backwaren B nach unten weitergegeben werden können.

Die Ausgabeeinheit 1 mit ihren verschiedenen Abgabewegen 2, 3, ist in einem Gehäuse 10 untergebracht, welches eine Vorderfront 1 1 aufweist, die zur Kundenseite in einem Supermarkt ausgerichtet wird und insbesondere Informationstafeln, Backwaren-Anforderungs-Bedienelemente sowie ein Zugriff auf die ausgegebenen Backwaren aufweist.

Die Abgabeeinrichtungen 4a-4d weisen vorliegend Fächer 18a-18d mit senkrechten Wänden auf, wohingegen die Übergabemittel 5a-5d die Fächer 18a- 18d unterseitig abschließen. Die Fächer 18a, 18b bzw. 18c, 18d von jeweils einem Abgabeweg 2 bzw. 3 liegen sich unmittelbar in Vertikalrichtung gegenüber. Die Übergabemittel 5a-5d sind vorliegend als zweiflügelige Klappen ausgebildet, die derart angeordnet sind, dass an deren Oberseite eine Aufla- gefläche 6 ausgebildet ist (der Einfachheit ist wieder nur eine Auflagefläche 6 mit einem Bezugszeichen versehen). Auf der Auflagefläche 6 liegen die Backwaren B auf, so dass diese von den Übergabemitteln 5a-5d in den Fächern 18a-18d der Abgabeeinrichtungen 4a-4d gehalten sind. Bei einem Betätigen der Übergabemittel 5a-5d sind diese von einer Halteposition I in eine Freigabeposition II überführbar. In dem in den Fig. 1 -3 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Klappen von der Halteposition I nach unten in die Freigabeposition II verschwenkbar. In der Halteposition I sind die Backwaren B in den Abgabeeinrichtungen 4a-4d gehalten und in der Freigabeposition II werden die Backwaren B senkrecht nach unten weitergegeben, wobei die Backwaren B frei fallen.

Beispielsweise führt die Backware B aus der zweiten Abgabeeinrichtung 4c mittels Betätigen der Übergabemittel 5c nur eine Bewegung vertikal nach unten in Förderrichtung fr1 aus. Die Backware B gelangt in die Abgabeeinrichtung 4d, wobei diese auf der Auflagefläche 6 der Übergabemittel 5d zum Liegen kommt. Mittels eines Betätigens der Übergabemittel 5d wird die Backware B nach unten weitergegeben, wobei die Backware B zu einer Ausgabeeinrichtung 7 gelangt. Allgemein kann eine Backware B innerhalb eines Abgabeweges kaskadenartig von einer Abgabeeinrichtung zu der darunter liegenden weitergegeben werden.

Alternativ kann das Übergabemittel 5d auch während dieses Vorgangs in der Freigabeposition II angeordnet sein, so dass die Backware B durch die Abgabeeinrichtung 5d hindurchfällt und direkt zur Ausgabeeinrichtung 7 gelangt. Wenn also aus der unteren Abgabeeinrichtung 4b oder 4d ein Ba- guette angefordert wird und anschließend ein zweites, kann das zweite Ba- guette direkt von der oberen Abgabeeinrichtung 4a oder 4c zur Ausgabeeinrichtung fallen. Allgemein ausgedrückt können die Übergabemittel aller Abgabeeinrichtungen eines Abgabeweges in der Freigabeposition sein, so dass die Backwaren von oben nach unten durch diesen Abgabeweg fallen, insbe- sondere ohne gegen Übergabemittel zu stoßen oder dadurch in der vertikalen Bewegung behindert zu werden.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Ausgabeeinrichtung 7 eine als Rutsche ausgebildete Überführungseinrichtung 8 und ein Ausgabefach 9, das über eine Entnahmeöffnung 9a an der Vorderfront 1 1 des Gehäuses 10 für einen Kunden zugänglich ist. Backwaren B aus der Abgabeeinrichtung 4b fallen auf die Rutsche und rutschen in Förderrichtung fr2 darauf zum Ausgabefach 9. Backwaren aus der Abgabeeinrichtung 4d fallen hingegen direkt in das Ausgabefach 9.

In einem alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Überführungseinrichtung 8 beispielsweise als insbesondere waagerechtes Förderband ausgebildet, das die Backwaren aus den Abgabeeinrichtungen 4b, 4d empfängt und zu einem weiter entfernt liegenden Ausgabefach 7 fördert, wo die Backwaren B von einem Kunden entnommen werden können.

In Figur 2 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung 100 zur Ausgabe von Backwaren B mit einer Vorratseinheit 12 und einer Ausgabeeinheit 1 gezeigt. Die Vorratseinheit 12 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel einen Durchlaufbackofen 13, in dem die Backwaren B frisch gebacken oder aufgebacken werden und einen Umlaufförderer 14. Von dem Durchlaufbackofen 13 gelangen die Backwaren B zu dem Umlaufförderer 14, der eine Vielzahl an Trägern 15 aufweist, auf denen die Backwaren B vom Umlaufförderer 14 auf einer beispielsweise ovalen Umlaufbahn transportiert werden.

Die Backwaren B werden vorliegend zuerst von einer Zuführeinrichtung 16b, die in diesem Ausführungsbeispiel als Förderband ausgebildet ist, von dem Durchlaufbackofen 13 in Förderrichtung fr4 auf die Träger 15 des Umlaufförderers 14 geleitet. Wenn die Backwaren B auf den Trägern 15 bei deren Umlauf auf Höhe der Abgabeeinrichtungen 4a, 4c angelangt sind, schiebt eine Zuführeinrichtung 16a, die hier als Warenschieber ausgebildet ist, die Backwaren B in Förderrichtung fr3 zu der Ausgabeeinheit 1 . Dabei kann der Warenschieber die Backwaren B zu dem Abgabeweg 2 oder zu dem Abgabeweg 3 schieben. Insbesondere weisen dazu die obersten Abgabeeinrichtungen 4a, 4c an deren Oberseite jeweils eine Verschlusseinrichtung 17a, 17c auf, so dass eine Backware B über die Verschlusseinrichtung 17a hinweg auf die Verschlusseinrichtung 17c geschoben werden kann, ohne dass die Backware B bereits vorher in die Abgabeeinrichtung 4a fällt. Die Verschlusseinrichtungen 17a, 17c können als Klappen ausgebildet sein, die bei einer Betätigung, beispielsweise einem Verschwenken, die Backwaren B nach unten freigeben, so dass diese in das Fach 18a bzw. 18c der jeweiligen Abgabeeinrichtung 4a, 4c gelangen. Dabei führen die Backwaren B vorteilhafterweise ebenfalls nur eine vertikale Bewegung nach unten aus.

Da in dem Durchlaufbackofen 13 gleichzeitig und kontinuierlich eine Vielzahl an Backwaren B gebacken oder aufgebacken werden, kann der Durchlaufbackofen 13 ebenfalls zur Bevorratung von Backwaren B dienen. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können deshalb die Backwaren B direkt aus dem Durchlaufbackofen 13 zu der Ausgabeeinheit 1 geleitet werden, so dass die Vorrichtung 100 noch platzsparender ausgebildet werden kann. Der Durchlaufbackofen 13 kann hinsichtlich Größe und/oder Leistung derart ausgebildet sein, dass immer genügend Backwaren B gleichzeitig oder nacheinander gebacken oder aufgebacken und bevorratet werden, so dass die Kundenaufträge in einer gewünschten Zeit abgearbeitet werden können. Dazu kann die Zuführeinrichtung 16b von dem Durchlaufbackofen 13 direkt zu der Ausgabeeinheit 1 heranführen, so dass die Backwaren B auf kurzem Weg von dem Durchlaufbackofen 13 zur Ausgabeeinheit 1 gelangen.

Sind die Backwaren dann in den Fächern 18a, 18c der obersten Abgabeeinrichtungen 4a, 4c angelangt, können diese je nach freien Abgabeeinrichtun- gen sukzessive in die Fächer 18b bzw. 18e der Abgabeeinrichtungen 4b bzw. 4e und weiter in die Fächer 18c bzw. 18f der Abgabeeinrichtungen 4c bzw. 4f mittels der Übergabemittel 5a-5f nach unten durchgereicht werden, so dass die Backwaren B die Ausgabeeinheit 1 vollständig zu füllen vermögen. Die Ausgabeeinrichtung 7 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel wieder ein Ausgabefach 9, das von der Abgabeeinrichtung 4c über eine Rampe 8 bzw. direkt von der Abgabeeinrichtung 4f von oben mit Backwaren B beschickt wird.

Vorzugsweise stellt eine Sensorik im Zusammenspiel mit einer Steuereinrichtung fest, wie viele Backwaren B zu welchen Zeitpunkten (z.B. in Abstimmung mit der Kundenfrequenz und dem Kaufverhalten) optimal in den Abgabeeinrichtungen 4a-4f vorgehalten werden. In Zeiten geringer Kaufaktivität reicht es beispielsweise, nur zwei oder drei der Abgabeeinrichtungen 4a-4f zu bestücken, während zu Stoßzeiten alle sechs Abgabeeinrichtungen 4a-4f zur Vorhaltung von Backwaren B Verwendung finden.

Die genannte Steuereinrichtung ist ebenfalls für die Initiierung und Ausgabe der Befehle an die verschiedenen Schieber, Förderer, Übergabemittel, etc. verantwortlich, sowie auch für die Verarbeitung der Kundenanforderungen.

Wie schon angedeutet, umfasst bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 2 jeder Abgabeweg 2, 3 drei Abgabeeinrichtungen 4a-4c bzw. 4d-4f, so dass in den Abgabewegen 2, 3 zumindest sechs Backwaren B gespeichert werden können, so dass wiederum ein Kundenauftrag bzw. mehrere Kundenaufträge hintereinander schneller abgewickelt werden können. Alternativ können selbstverständlich auch noch mehr Abgabeeinrichtungen in der Ausgabeeinheit 1 angeordnet sein, so dass noch mehr Backwaren B zwischengespeichert werden können.

In Figur 3 ist eine weitere Ausgabeeinheit 1 für Backwaren B gezeigt (nicht hingegen das Gehäuse). Die Ausgabeeinheit 1 umfasst hier zwei Abgabe- wege 2, 3 (s. Figur 1 ), die jeweils zwei Abgabeeinrichtungen 4a, 4b bzw. 4c, 4d aufweisen. Die Backwaren B werden wieder in der bereits beschriebenen Weise durch die Abgabewege 2, 3 zu der Ausgabeeinrichtung 7 geleitet. Die Backwaren B gelangen mittels Zuführeinrichtungen 16a, 16b einschließlich Rampen 16c, 16d (als Teil der Zuführeinrichtungen) zu den jeweiligen Abgabewegen 2, 3 der Ausgabeeinheit 1 . Die Zuführeinrichtungen 16a, 16b sind übereinander angeordnet, so dass die Zuführeinrichtung 16a dem Abgabeweg 2 und die Zuführeinrichtung 16b dem Abgabeweg 3 zugeordnet werden kann. Die Zuführeinrichtungen 16a, 16b umfassen in diesem Ausführungsbeispiel Förderbänder, die die Backwaren B in Förderrichtung fr3 über die Rampen 16c, 16d zur Ausgabeeinheit 1 leiten.

Die Zuführeinrichtungen 16a, 16b können beispielsweise die Backwaren direkt aus einem Durchlaufbackofen 13 (vgl. Figur 2) anliefern. Alternativ können die Backwaren B auch aus zwei verschiedenen Durchlaufbacköfen angeliefert werden. Beispielsweise werden über die Zuführeinrichtung 16a eine erste Sorte Backwaren, z.B. längere Baguettes, aus einem ersten Durchlaufbackofen und über die Zuführeinrichtung 16b eine zweite Sorte Backwaren, z.B. kürze Baguettes, aus einem zweiten Durchlaufbackofen zur Ausgabeeinheit 1 geleitet. Unterschiedliche Baguette-Sorten können selbstverständlich auch in einem einzigen Durchlaufbackofen gebacken werden.

Alternativ könnten die Backwaren B auch von zwei als Warenschieber ausgebildeten Zuführeinrichtungen von zwei Trägern 15 auf die Rampen 16c, 16d geschoben werden.

In einer nicht dargestellten Ausführungsform ist zwischen zumindest zwei benachbart angeordneten Abgabewegen zumindest eine Überführungseinrichtung angeordnet, so dass Backwaren von einem Abgabeweg zum anderen Abgabeweg geleitet werden können. Damit können beispielsweise bei einer Beschädigung und/oder einem Ausfall einer Abgabeeinrichtung die Backwaren um diese herum umgeleitet werden. Die Überführungseinrichtung könnte beispielsweise ein schwenkbares Leitblech umfassen, das unter eine Abgabeeinrichtung des einen Abgabeweges geschwenkt wird, so dass die Backwaren über das Leitblech in die Abgabeeinrichtung des anderen Abgabeweges rutschen. Der Schwenkpunkt des Leitbleches kann zwischen den beiden Abgabewegen angeordnet sein, so dass das Leitblech in beide Abgabewege eingeschwenkt werden kann.

In der Fig. 4 ist schematisch eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Ausgabeeinheit 1 dargestellt, wobei die Vorderfront 1 1 des Gehäuses 10 abgenommen ist, so dass die Abgabewege 3 und 3' erkennbar sind. Diese umfassen jeweils, wie vorbeschrieben, zwei übereinander angeordnete erste und zweite Abgabeeinrichtungen 4c, 4d sowie - benachbart dazu und nebeneinander entlang der Vorderfront 1 1 des Gehäuses 10 angeordnet - zwei übereinander platzierte erste und zweite Abgabeeinrichtungen 4e, 4f. Die Breite der Abgabeeinrichtungen 4c, 4d ist größer als die Breite der Abgabeeinrichtungen 4e, 4f. In den breiteren Abgabeeinrichtungen 4c, 4d können beispielsweise Langbaguettes und in den schmaleren Abgabeeinrichtungen 4e, 4f Kurzbaguettes transportiert werden. Die Gesamtbreite des Gehäuses 10 ist hierdurch optimiert, da die Breite der Abgabeeinrichtungen auf die Breite der Backwaren angepasst ist.

In der Fig. 5 ist eine schematische Draufsicht auf vier Abgabewege 4a-4h in einem Gehäuse 10 dargestellt (Deckenwand des Gehäuses entfernt). Entlang der und in unmittelbarer Nähe zur Vorderfront 1 1 des Gehäuses 10 sind zwei Abgabewege 3, 3' vorgesehen, deren erste Abgabeeinrichtungen 4c bzw. 4e zuoberst angeordnet sind. Unter diesen sind jeweils die zweiten Abgabeeinrichtungen 4d bzw. 4f angedeutet (in leicht perspektivischer Darstellung). Hinter jedem der Abgabewege 3 bzw. 3' ist senkrecht zur Vorderfront 1 1 jeweils ein weiterer Abgabeweg 2 bzw. 2' vorgesehen, welche ebenfalls vorliegend jeweils zwei übereinander angeordnete Abgabeeinrichtungen 4a, 4b bzw. 4g, 4h umfassen. Die Übergabemittel 5a-5h sind vorliegend nicht dargestellt (wie auch bei Fig. 4). Die Ausgabeeinheit 1 weist somit acht Spei- cherplätze auf, da in jeder Abgabeeinrichtung 4a-4h Backwaren, vorzugsweise jeweils ein Baguette, vorgehalten werden können. In den Abgabewegen 4a-4d sind längere Baguettes (aber natürlich auch kürzere) und in den Abgabewegen 4e-4h kürzere Baguettes speicherbar. Wenn Kunden aus den unteren Abgabeeinrichtungen 4b, 4d, 4f, 4h Baguettes anfordern, können diese Abgabeeinrichtungen von den darüber liegenden nachgefüllt werden, während die letztgenannten wiederum von mindestens einem Durchlaufbackofen beliefert werden (s. Fig. 2 und 3), so dass stets eine große Anzahl von Baguettes vorhanden ist. Abrufengpässe können somit sehr wirkungsvoll verhindert werden.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Ausgabeeinheit 1 und der Vorrichtung 100 sind auf kleinstem Raum viele Backwaren in schonender Weise speicherbar sowie schnell und einfach ausgebbar.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.

Bezugszeichenliste

1 Ausgabeeinheit

2,2',3,3' Abgabewege

a-4h Abgabeeinnchtungen

5a-5f Übergabemittel

6 Auflagefläche

7 Ausgabeeinrichtung

8 Überführungsein chtung

9 Ausgabefach

9a Entnahmeöffnung

10 Gehäuse

1 1 Vorderfront

12 Vorratseinheit

13 Durchlaufbackofen

14 Umlaufförderer

15 Träger

16a-16d Zuführeinrichtungen

17a, 17c Verschlusseinrichtungen

18a-18d Fächer

100 Vorrichtung

I Halteposition

II Freigabeposition

B Backware

fr1 -fr4 Förderrichtungen