Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DISPERSION MACHINE COMPRISING AT LEAST ONE FLOW RESISTANCE ELEMENT AND A METHOD FOR OPERATING THE DISPERSION MACHINE COMPRISING A FLOW RESISTANCE ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/003588
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a dispersion machine and a method for operating a dispersion machine (1) for producing a layer or a complete mat (9) consisting of a dispersion material (4), especially during the production of material plates in a press. Dispersion material (4) is transported along a form belt (14) by means of an air flow (10) in a wind dispersion chamber (13) defined at the bottom by said form belt (14), and at least partially flows through a flow resistance element (7) during the transport. According to the invention, the flow resistance element (7) consists of a plurality of sifting rods (8) arranged at a distance from each other and held in at least one suspension element (16). The method for operating a dispersion machine (1) is characterised in that a plurality of interspaced sifting rods (8) held in at least one suspension element (16) are used as flow resistance elements (7), and in order to adjust the technological properties of the flow resistance element (7), the sifting rods (8) can be moved individually, in groups, or all at the same time, into their position and/or arrangement.

Inventors:
KROLL, Detlef (Panoramastr. 20, Eppingen, 75031, DE)
Application Number:
EP2010/004097
Publication Date:
January 13, 2011
Filing Date:
July 07, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
DIEFFENBACHER GMBH CO. KG (Heilbronnerstr. 20, Eppingen, 75031, DE)
KROLL, Detlef (Panoramastr. 20, Eppingen, 75031, DE)
International Classes:
B27N3/14; B07B1/12; B07B4/02
Attorney, Agent or Firm:
HARTDEGEN, Anton (Angerfeldstr. 12, Gilching, 82205, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Streumaschine zur Herstellung einer Schicht oder einer

vollständigen Streugutmatte (9) aus Streugut (4), insbesondere im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten in einer Presse, wobei in einer bodenseitig durch ein Formband (14) begrenzten

Windstreukammer (13) mittels eines Luftstromes (10) Streugut (4) entlang des Formbandes (14) gefördert wird und während der Förderung zumindest teilweise einen Strömungswiderstand (7) durchströmt, dadurch gekennzeichnet, dass

der Strömungswiderstand (7) aus mehreren zueinander beabstandet angeordneten Sichtstäben (8) besteht und die Sichtstäbe (8) in zumindest einer Aufhängung (16) gehalten sind. 2. Streumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung (16) als ein Fest- oder ein Loslager ausgebildet ist.

3. Streumaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Aufhängung (16) für die

Sichtstäbe (8) im Wesentlichen oberhalb des Luftstromes (10) angeordnet ist.

4. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sichtstäbe (8) des Strömungswiderstands (7) im Wesentlichen den gleichen Abstand zueinander aufweisen.

5. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sichtstäbe (8) im Wesentlichen über die gesamte Breite des Luftstromes (10) oder der zu bildenden Streugutmatte (9) oder der Windstreukammer (13) angeordnet sind.

6. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sichtstäbe (8) in ihrem Abstand zum Formband (14) einzeln, in Gruppen und/oder vollständig mittels zumindest einer

Höhenverstellvorrichtung (24) in ihrem Abstand zum Formband (14) verstellbar angeordnet sind.

7. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den

Sichtstäben (8) ein Abstützelement (5) angeordnet ist.

8. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Abstützelement (5) als Loslager angeordnet ist. 9. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Abstützelement (5) Mittel, wie Nuten (20) oder Kontaktstellen (18), zur Fixierung des Abstandes der Sichtstäbe (8) zueinander aufweist. 10. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (5) eine Stellvorrichtung zur Verstellung des Abstandes (25) der Sichtstäbe (8) zueinander aufweist. 11. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abstützelement (5) ein Antrieb (17) zur Rotation und/oder zur Bewegung des Abstützelements (5) angeordnet ist. 12. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur

Einklemmung der Sichtstäbe (8) an dem Abstützelement (5) zumindest ein Gegenhalter (11 ) angeordnet ist.

13. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abstützelement (5) zumindest im Bereich der Sichtstäbe (8) ein

Exzenter (23) angeordnet ist.

14. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sichtstäbe (8) einen Durchmesser von 1 bis 20 mm aufweisen, vorzugsweise 5 bis 10 mm.

15. Verfahren zum Betreiben einer Streumaschine (1) mit zumindest einem Strömungswiderstand (7) zur Herstellung einer Schicht oder einer vollständigen Streugutmatte (9) aus Streugut (4),

insbesondere im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten in einer Presse, wobei in einer unten durch eine Formband (14) begrenzten Windstreukammer (13) mittels eines Luftstromes (10) Streugut (4) entlang des Formbandes (14) gefördert wird und während der Förderung zumindest teilweise einen Strömungswiderstand (7) durchströmt.d adurch gekennzeichnet, dass

als Strömungswiderstand (7) mehrere zueinander beabstandet angeordnete Sichtstäbe (8) verwendet werden, die in zumindest einer Aufhängung (16) gehalten sind, wobei zur Einstellung der technologischen Eigenschaften des Strömungswiderstandes (7) die Sichtstäbe (8) einzeln, in Gruppen oder alle gleichzeitig in ihrer Lage und/oder ihrer Anordnung verstellt werden.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Sichtstäbe (8) zur Luftströmung (10)

und/oder der Abstand der Stützstäbe (8) zueinander

und/oder der Abstand eines, mehrerer oder aller Stützstäbe (8) zum Formband (14) und/oder der Abstand eines, mehrerer oder aller

Stützstäbe (8) zur Streugutmatte (9) verstellt wird.

17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch

gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Aufhängungen (16) mittels einer Höhenverstellvorrichtung (24) und/oder ein oder mehrere Abstützelemente (5) zur Verstellung der Sichtstäbe (8) mittels eines Antriebes (17) verfahren und/oder rotiert werden.

Description:
Streumaschine mit zumindest einem Strömunqswiderstand und ein

Verfahren zum Betreiben der Streumaschine mit einem

Strömunqswiderstand Die Erfindung betrifft eine Streumaschine mit zumindest einem

Strömungswiderstand nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Weiter bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Betreiben einer

Streumaschine mit einem Strömungswiderstand nach dem Oberbegriff des Anspruches 15.

Die Herstellung von Werkstoffplatten aus zum Beispiel mitteldichten Fasern oder anderen rieselfähigen Materialien sind mittlerweile automatisierte Prozesse und werden bereits in vielen Ländern seit Jahren angewandt. Wie bekannt findet die Verpressung von aufbereiteten Spänen oder Fasern entweder taktgebunden oder kontinuierlich statt. Dabei spielt neben den vielen Anlagenteilen vor und nach der Presse die Herstellung einer

Streugutmatte mittels Streumaschinen eine herausragende Rolle, ist doch die Qualität der erstellten Streugutmatte neben der Qualität der Rohstoffe ein wichtiger Faktor.

Bei der großindustriellen Herstellung von Holzwerkstoffplatten kommen kontinuierlich arbeitende Pressen oder Ein- bzw. Mehretagenpressen zum Einsatz, die mit auf einem kontinuierlich fortbewegten Formband erstellten Streugutmatten beschickt werden. Zur Herstellung von Streugutmatten werden Streumaschinen verwendet, die sich in zwei Kategorien unterteilen lassen:

- in Walzenstreumaschinen mit einem das Streugut klassierenden und kontrolliert abwerfendem Walzenbett aus Klassier- und/oder

Orientierungswalzen und

- in Wurf- bzw. Windstreumaschinen, in denen das Streugut mittels mechanischer Impulsvorrichtungen oder mittels einer kontrollierten pneumatischen Strömung durch die Dichte und/oder Größe des Streugutes separiert wird und meist sofort im Anschluss auf einem

Formband eine Streugutmatte bilden.

Vorliegende Erfindung bezieht sich im Besonderen auf Streumaschinen mit Windstreukammern (Windsichter), kann aber auch in anderen

Streumaschinen verwirklicht werden. Bei der Windsichtung wird eine

Luftströmung in einer Kammer erzeugt, die im Wesentlichen parallel zum Formband ausgerichtet ist. Durch diese Luftströmung werden kleine und feine Streugutpartikel weit getragen und gelangen beispielsweise je nach Anordnung der Streumaschine zuerst auf das Formband, um eine

Deckschicht aus Feinpartikeln zu bilden. Größeres und schwereres Streugut wird durch die Luftströmung nicht so stark beeinflusst und gelangt somit bereits auf einen Teppich aus den Deckschichtpartikeln und bildet so den gröberen Teil einer Deckschicht oder eine Mittelschicht insofern die Förderrichtung des Formbandes entgegengesetzt zur Luftströmung eingerichtet ist.

Mit DE 10 2006 038 183 A1 ist ein Verfahren und eine Streumaschine zur vollständigen oder schichtweisen Herstellung einer Streugutmatte bekannt geworden, in der in einem speziellen Verfahren das Streugut vor oder während einer Windsiebung durch mehrere Siebe und Klassiervorrichtungen geführt wird. Dieses Verfahren und die Streumaschine ist sehr speziell ausgeführt und wird bevorzugt zur Herstellung dünner Werkstoffplatten benutzt, bei denen eine hochgenaue Streuung der Streugutmatte notwendig ist um Maschinenelemente der Presse nicht zu gefährden oder zu zerstören. Im Bereich der Luftströmung sind hierzu so genannte Flugspansiebe angeordnet, die im Bereich der Luftströmung übergroßes Streugut zurückhalten und in Richtung einer Austragsvorrichtung aus der

Streumaschine leiten. Daneben haben derartige Flugspansiebe auch die Aufgabe den Luftstrom zu leiten oder dessen Gleichmäßigkeit zu fördern. Besonders bei einer wolkigen Einbringung von Streugut in den Luftstrom (Schüttfehler im Einbringtrichter der Streumaschine) kann dies dazu führen, dass in der Windstreukammer über die Länge und Höhe unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten auftreten, die wiederum zu schwankenden

Flächengewichtsverhältnissen in Länge und Breite der Streugutmatte führen können. Grundsätzlich dienen Flugspansiebe aber auch als

Strömungswiderstände und fördern die Vergleichmäßigung der Luftströmung. Zu den bekannten Flugspansieben zählen Lochsiebe oder Harfensiebe. Diese Siebe weisen in der Regel eine rechteckige Ausführung aus, sind in der Windstreukammer fest angeordnet und weisen in der Regel ein feststehendes Siebraster auf, das nicht geändert werden kann.

Mit der zunehmenden Verwendung von Recyclingmaterial bei der Spanbzw. Faseraufbereitung aufgrund ökonomischer und ökologischer Gründe erhöht sich deutlich der Anteil an faserigem Material. Besonders bei der Wiederverwertung alter MDF-Platten entstehen längere faserige Späne. Dieses faserige Material neigt gegenüber dem sonst kubischen Spanmaterial zur Anhaftung an Sieben. Besonders gilt dies, wenn die Siebe aus Drähten und/oder Feinbauten aufgebaut sind, die kreuzende Stützanordnungen aufweisen. Hier bleibt das faserige Material hängen und kann nicht vertikal herabrutschen. Es bilden sich aufgrund des hohen Materialdurchsatzes schnell wachsende Anbackungen am Sieb, was zwangsläufig zu einem gestörten und ungleichmäßigen Luftstrom in der Windstreukammer führt.

Ein wichtiger Produktivitätsfaktor bei großindustriellen Anlagen ist die mögliche Ausnutzung der einzelnen Anlagenteile und deren grundsätzlichen Stillstandszeiten aufgrund von Wartung und/oder Reinigung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine regelmäßige Reinigung notwendig ist,

insbesondere bei Streumaschinen mit Altholzverwendung oder in einem Klima mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit. Zur manuellen Reinigung betritt eine Person mit einer Luftdrucklanze die stillgelegte Streumaschine und reinigt die darin angeordneten Siebe und die Wände.

Um nun die Siebe einer Streumaschine automatisch zu reinigen, ist mit DE 27 42 566 A1 eine Windstreukammer offenbart, in der nach Figur 2 dieser Offenlegung ein Bandfilter verbaut ist, der umlaufend die Funktion eines Flugspansiebes annähernd erfüllt. Dieser Bandfilter wird während seines Umlaufens durch eine feststehende Reinigungsbürste kontinuierlich abgestreift. Eine Reinigungsfunktion selbst ist hier nicht beschrieben, vielmehr soll somit für einen gleichmäßigen Materialeintrag in die

Pressgutmatte gesorgt werden. Derartige Bandfilter sind für geringe

Durchsätze an Spanmaterial durchaus praktikabel, aber bei hochindustriellen Anlagen mit mehr als 20 m 3 /h Spandurchsatz nicht mehr verwendbar. Hinzu kommt, dass dieser Bandfilter eine Trennungsfunktion von der verwendeten Luft und dem Sichtungsmaterial vorsieht und nicht mit den üblichen verwendeten Flugspansieben in heutigen Windstreukammern vergleichbar ist. Diese werden mittlerweile verwendet, um verschiedene Fraktionen des Sichtungsmaterials zu trennen. Mit DE 199 14 389 C1 ist ein Verfahren zum Reinigen der Luftkanäle einer Windsichteinrichtung bekannt geworden, mit dem die Luftkanäle einzeln oder in zusammengefassten Gruppen nacheinander gereinigt werden, indem die vom Gebläse erzeugte Luftzufuhr jeweils zu den nicht zu reinigenden Kanälen unterbrochen und gleichzeitig die Gebläseleistung durch kurzzeitige Erhöhung der üblichen Gebläsedrehzahl erhöht wird. Mit diesem Verfahren lassen sich die Flugspansiebe in einer Windstreukammer nicht reinigen, da selbst eine punktuelle starke Luftströmung, die aus einem Register austritt nicht ausreichend ist, um ein mehr als einen Meter entferntes Flugspansieb zu reinigen. Weder weiter hinten in der Streumaschine angeordnete

Flugspansiebe noch unterhalb der Luftströmung angeordnete Flugspansiebe könnten mit dem vorgeschlagenen Verfahren gereinigt werden. Im weiteren Verlauf werden die angeordneten Siebe jeglicher Art, besonders Flugspansiebe nur noch als Siebe bezeichnet. Es ist nachvollziehbar, dass in diesem Kontext ein Strömungswiderstand auch wesentliche Eigenschaften eines Siebes aufweist und ggf. mit einer Vorrichtung versehen werden kann, die Streugut aus dem Herstellungsprozess aussondert.

Ein besonderer Nachteil der bisherigen bekannten Siebausführungen ist die üblicherweise rechteckige Ausführung der Siebe an sich. Da die

Anforderungen an die produzierende Industrie neben einem großen

Spektrum an Produktionsgrößen auch eine sparende Produktion umfasst, werden bestellte Werkstoffplatten zwar mit Aufmass, aber dennoch möglichst mit geringem Verschnitt produziert. Eine wesentliche Eigenschaft einer Streumaschine umfasst also die Möglichkeit unterschiedlich breite Streugutmatten zu produzieren. Üblicherweise erfolgt die Einstellung der Breite der Streugutmatte über direkt auf dem Formband angeordneten verstellbaren Trennwänden. Bei schmalen Streugutmatten werden die beiden außen liegenden Trennwände aufeinander zu verfahren, wobei in der Regel die darüber angeordneten Seitenwände der Windstreukammer feststehend ausgeführt sind. Streugut, das außerhalb der Seitenwände auf das Formband fällt wird in der Regel vom Formband abgesaugt und wieder dem Produktionsprozess zugeführt. Es ergibt sich die Problematik, dass die Siebe oder Strömungswiderstände in rechteckiger Ausführung oberhalb dieser verstellbaren Trennwände angeordnet sein müssen. Es ergibt sich je nach Differenz zwischen der Höhe der Trennwände zu der Höhe der

Streugutmatte ein mehr oder weniger großer Spalt über die Breite der Streugutmatte. Es hat sich gezeigt, dass auch bei geringen Spaltgrößen der Luftstrom der Windstreukammer signifikante Verwirbelungen oberhalb der Streugutmatte erzeugt, die wiederum für Unregelmäßigkeiten im gesamten Luftstrom der Windstreukammer sorgen können.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde eine Streumaschine mit einem Strömungswiderstand in einer Windstreukammer zu verwirklichen, der in einfacher Art und Weise an verschiedene Betriebsparameter (Stärke und geometrische Abmessungen der Luftströmung, unterschiedliche Streuhöhen oder Streubreiten der Streugutmatte u. a.) der Streumaschine anpassbar ist. Weiter soll ein Verfahren zum Betreiben einer Streumaschine mit einem Strömungswiderstand geschaffen werden, das es ermöglicht den Strömungswiderstand an geänderte geometrische und/oder verfahrenstechnische Änderungen im Zuge einer Produktionsänderung, vorzugsweise on-line, anzupassen. Die Aufgabe für die Streumaschine mit einem Strömungswiderstand in einer Windstreukammer wird dadurch gelöst, dass der Strömungswiderstand aus mehreren zueinander beabstandet angeordneten Sichtstäbe besteht und die Sichtstäbe in zumindest einer Aufhängung gehalten sind. Die Lösung für ein Verfahren zum Betreiben einer Streumaschine besteht darin, dass als Strömungswiderstand mehreren zueinander beabstandet angeordneten Sichtstäben verwendet werden, die in zumindest einer Aufhängung gehalten sind, wobei zur Einstellung der technologischen Eigenschaften des Strömungswiderstandes die Sichtstäbe einzeln, in Gruppen oder alle gleichzeitig in ihrer Lage und/oder ihrer Anordnung verstellt werden.

In einer Erweiterung der Aufgabe soll der Strömungswiderstand in der Streumaschine selbst reinigend angeordnet sein. In einer erweiterten Aufgabe für das Verfahren soll während des laufenden Betriebes eine Reinigung der Siebe durchführbar sein, ohne signifikante bzw. statistisch erkennbare Störungen in der Streuqualität der Pressgutmatte zu bewirken. In vorteilhafter Weise ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren und die Streumaschine eine On-Line-Einstellung der Verfahrensparameter in der Streumaschine betreffend des Widerstandsverhaltens des

Strömungswiderstandes.

Dabei ist besonders hervorzuheben, dass durch den einfachen Aufbau des Strömungswiderstandes mit hängenden Sichtstäben der

Strömungswiderstand auch auf unterschiedlich breite Streugutmatten problemlos eingerichtet werden kann. Die Sichtstäbe können dabei einseitig, vorzugsweise oben in der Windstreukammer, besonders vorzugsweise außerhalb der Luftströmung, gelagert sein. Die einseitige Lagerung weist ggf. Mittel zur winkeligen Verstellung der Sichtstäbe, respektive des

Strömungswiderstandes im Ganzen gegenüber der Luftströmung bzw. dem Formband auf. Hierzu können beispielsweise die an einer Aufhängung angebrachten Sichtstäbe einzeln, in Gruppen und/oder vollständig in der Höhe verstellt werden. Wird beispielsweise von einer 200 mm hohen

Streugutmatte auf eine 300 mm hohe Streugutmatte umgestellt, verfährt vorzugsweise die vollständige Aufhängung nach oben. Alternativ oder in Kombination kann bei einer vorhandenen zweiten Abstützung das

Abstützelement verfahren werden, wodurch sich der Winkel des

Strömungswiderstandes im Luftstrom, respektive zur

Streugutmattenoberfläche verändert. Welche der drei möglichen Verstellvarianten verwendet wird, bedarf einer Klärung vor Ort, da eine Vielzahl an Parametern zusätzlich zu beachten wäre.

Wird nun die Breite der Streugutmatte verändert, beispielsweise durch ein Verfahren der seitlichen Trennwände direkt über dem Formband, so werden die außen liegenden Sichtstäbe in der Höhe verstellt, wobei hierzu auch die obigen Verstellalternativen denkbar wären. Bei aufwändigen Anlagen kann vorgesehen sein, dass jeder einzelne Sichtstab oder zumindest Gruppen an Sichtstäben, einzeln in der Höhe verstellbar angeordnet sind. In diesem Zusammenhang kann auch eine Reinigungsmöglichkeit vorgesehen sein, die entweder durch Verschieben in Richtung der Längsachse oder durch

Rotation um die Längsachse der Sichtstäbe durchgeführt wird.

Eine weitere, mechanisch einfach zu realisierende Möglichkeit zur

Einstellung eines Strömungswiderstandes aus Sichtstäben besteht darin die lichte Weite der Sichtstäbe zueinander zu verändern. Beispielsweise kann bei Streumaschinen, die sehr hohe bewegliche Trennwände haben, auf ein Anheben der Sichtstäbe verzichtet werden. Diese rücken bei kleinen

Streugutmattenbreiten näher zusammen, wenn die Trennwände zueinander verfahren werden. Durch die vorteilhafte Anordnung eines optionalen

Abstützelements, vorzugsweise auf der Aufprallseite des Streugutes am

Strömungswiderstand, lässt sich der Strömungswiderstand ebenfalls einfach in seiner Ausrichtung und in seinen technologischen Eigenschaften verstellen. Durch ein im Wesentlichen Parallel zu den Sichtstäben gerichtetes Bewegen des Abstützelement, ggf. in Verbindung mit einer Rotationsbewegung ergibt sich hier ebenfalls eine sichere

Reinigungswirkung an den Sichtstäben. Dabei können Nuten oder Mittel zur Ausrichtung der Sichtstäbe an dem Abstützelement geometrisch oder in ihrer Oberfläche derart gestaltet sein, dass sich die Reinigungswirkung erhöht. In einer weiteren Ausführungsform kann das Abstützelement oder eine andere Vorrichtung dazu benutzt werden die lichte Weite zwischen den Sichtstäben, zumindest einseitig respektive an der Anlagestelle der Sichtstäbe am

Abstützelement, zu verändern. Beispielsweise können am Umfang des Abstützelements die eingetragenen Nuten unterschiedliche Abstände zueinander aufweisen, so dass bei einer kurzen Rotation die Kontaktflächen zwischen Abstützelement und Sichtstäben einen anderen Abstand am

Abstützelement entlang aufweisen.

Das Abstützelement kann im Übrigen auch als Lochbalken ausgeführt sein, der vorzugsweise oberhalb der Luftströmung, insbesondere in der Nähe der Aufhängung, angeordnet ist. Dabei sind die Sichtstäbe in den Bohrungen des Lochbalkens gehalten, wobei die Bohrungen des Lochbalkens einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die Aufhängung der Sichtstäbe. Es ergibt sich bei einem verfahren des Lochbalkens entlang der Sichtstäbe eine spreizende Funktion, mit der ebenfalls die wesentlichen Eigenschaften des Strömungswiderstandes einfach angepasst werden können. Die mögliche Spreizung wird vorzugsweise so angewendet, dass bei schmalen Streugutmatten die Sichtstäbe im Wesentlichen parallel zueinander gestellt sind. Bei breiten Streugutmatten werden die Sichtstäbe gespreizt, so dass im oberen Bereich des Luftstromes ein enger Abstand der Sichtstäbe verbleibt und ein hoher Strömungswiderstand für große Fasern verbleibt und im unteren Bereich des Luftstromes nahe der Streugutmattenoberfläche sich ein großer Abstand der Sichtstäbe einstellt mit einem geringen

Strömungswiderstand.

Die Reinigung kann, abhängig von der Gestaltung des Abstützelements durch Schabung und/oder Rotation des Abstützelements an den Sichtstäben durchgeführt werden, wobei das angebackene Streugut an den Sichtstäben sicher entfernt wird. Dabei treten keinerlei schädliche Auswirkungen auf ein eingestelltes Flächengewicht der Streugutmatte bzw. der später verpressten Platte auf, auch wenn diese Reinigung während des Betriebes durchgeführt wird. Im Besonderen wird als eine weitere bevorzugte Ausführungsform eine selbst reinigende Anordnung des Strömungswiderstandes im Luftstrom vorgeschlagen. Bei dieser Anordnung ist der Strömungswiderstand derart schräg gegenüber der Luftströmung angeordnet, dass diese zuerst im oberen Bereich der Windstreukammer auf die Sichtstäbe des

Strömungswiderstands trifft und erst danach auf den unteren Bereich der Sichtstäbe. Der Strömungswiderstand ist bis auf wenige Ausnahmen grundsätzlich quer über die Breite des Formbandes respektive der

Streugutmatte angeordnet, steht also im rechten Winkel zu den Wänden der Windstreukammer. An den Sichtstäben anhaftende Späne oder Fasern werden durch die Luftströmung, ggf. an den Sichtstäben entlang, nach unten transportiert, bis diese das Ende der Sichtstäbe erreichen und auf das Formband fallen.

Besonders vorteilhaft ist hierbei die extrem nahe Anordnung der Enden der Sichtstäbe an der Oberseite der Streugutmatte zu nennen, die unabhängig von einer etwaigen Breitenverstellung der Streugutmatte respektive der Seitenwände eingestellt werden kann.

Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden

Beschreibung mit der Zeichnung hervor.

Es zeigen:

Figur 1 in schematischer Seitenansicht einen Längsschnitt durch eine

Streumaschine mit einer Windstreukammer und einem darunter angeordnetem Formband mit einer Streugutmatte nach dem

Stand der Technik,

Figur 2 eine vereinfachte Darstellung eines Strömungswiderstandes mit optionalem Abstützelement,

Figur 3 eine vereinfachte Darstellung einer möglichen Anordnung eines

Strömungswiderstandes in einer Windstreukammer nach Figur 1 ,

Figur 4 einen senkrechten Schnitt durch die Sichtstäbe eines

Strömungswiderstandes und Figur 5 eine Draufsicht in oder entgegen der Luftströmung mit außenseitig angehobenen Sichtstäben zur Verringerung der Breite der Streugutmatte. In Figur 1 ist in einer schematischen Seitenansicht ein Längsschnitt durch eine Streumaschine 1 mit einer Windstreukammer und einem darunter angeordnetem Formband 14 mit einer Streugutmatte 9 dargestellt. Die nicht maßstabsgetreue Darstellung wurde wegen der Übersichtlichkeit auf das Wesentliche beschränkt und ist nicht limitierend auf gattungsgleiche

Ausführungsformen anzusehen. Nicht dargestellt sind in diesem

Zusammenhang Luftregister, Streugutverteilvorrichtungen, Auflösewalzen, Leitbleche oder dergleichen. Grundsätzlich wird das Streugut 4 von oben über einen Streuguteintrag 3 der Streumaschine 1 in die Windstreukammer 13 eingetragen und in den Luftstrom 10 eingeführt. Das Streugut 4 wird durch den Luftstrom 10 entgegengesetzt zur Produktionsrichtung 2

(Bewegungsrichtung Formband) in der Windstreukammer 13 transportiert und durch zumindest einen Strömungswiderstand 7 geführt. Der

Strömungswiderstand 7 weist vorzugsweise im oberen Bereich der

Windstreukammer 13 eine Aufhängung 16 als Lagerung für die Sichtstäbe 8 auf. Dabei ist die Aufhängung 16 vorzugsweise nicht im Bereich des

Luftstroms 10 angeordnet. In einer einfachen Ausführungsform sind die Sichtstäbe 8 an der Aufhängung 16 aufgehängt, wobei die Sichtstäbe 8 im Rahmen eines weiteren Ausführungsbeispieles quer zum Luftstrom 10, respektive über die Breite des Formbandes 14, mittels einer Stellvorrichtung verschieblich angeordnet sind. Die Aufhängung 16 für die Sichtstäbe 8 kann über die Breite des Formbandes 14 mehrfach unterteilt sein und/oder wird vorzugsweise im Ganzen in der Höhe mittels einer geeigneten Vorrichtung (nicht dargestellt) verfahren, wenn beispielsweise andere Höhen der

Streugutmatte 9 für die Produktion eingestellt werden. Übergroßes Streugut 15 wird in der beispielhaften Windstreukammer 13 von einem ersten Sieb 22 zurückgehalten und gelangt auf ein weiteres, im Wesentlichen waagrechtes Sieb 6. Direkt am Sieb 22 oder nach Sieb 6 kann eine Austragsvorrichtung 12 angeordnet sein, die das übergroße Streugut 15 aus dem

Herstellungsprozess ausscheidet. Das Sieb 6 weist zur Anpassung an die Stellung des Siebes 7 ggf. eine verstellbare Aufhängung 19 auf. Das Sieb 22 und oder das Sieb 6 können je nach Ausführungsart der Windstreukammer 13 ebenfalls nach Art des beschriebenen Strömungswiderstandes 7 aufgebaut sein.

Sofern notwendig sind in Figur 2 die möglichen Anordnungen eines oder mehrere optionalen Abstützelemente 5 prinzipiell dargestellt, die

vorzugsweise als Loslager ausgeführt sind. Beim ersten Sieb 22 ist das Abstützelement 5, in Strömungsrichtung des Luftstroms 10 gesehen, hinter dem Sieb 22 angeordnet. Bei dem Strömungswiderstand 7 hingegen ist das Abstützelement 5 in Richtung des Luftstroms 10 vor dem

Strömungswiderstand 7 angeordnet. Bei der zweiten Anordnung kann das Abstützelement 5 eine qualitativ bessere Reinigungsfunktion übernehmen, als bei der ersten Anordnung. Je nach Bedarf, Anordnung, Ausgestaltung der Sichtstäbe 8, Art des Streugutes 4 und Stärke des Luftstroms 10 ist ein Gegenhalter 11 auf der gegenüberliegenden Seite der Sichtstäbe 8 in Bezug auf das Abstützelement 5 angeordnete. Dieses ist vorzugsweise in

Wirkverbindung mit dem Abstützelement 5 angeordnet, kann aber auch eigenständige Bewegungsmittel wie Motoren, Linearantriebe oder dergleichen aufweisen, oder, ist ggf. mit dem Abstützelement wirkverbunden ausgeführt.

Figur 2 zeigt eine vereinfachte Darstellung eines Strömungswiderstandes 7 mit mehreren walzenförmigen Abstützelementen 5, dieses kann auch als Lochbalken oder als Vorrichtung mit entsprechenden Ringführungen ausgeführt sein. Entsprechende Bewegungspfeile stellen mögliche

Bewegungsrichtungen der einzelnen Maschinenelemente dar. Eine

Höhenverstellvorrichtung 24, im Einzelnen nicht weiter dargestellt, kann einzelne oder Gruppen an Sichtstäben 8 des Strömungswiderstandes 7 verschieben und/oder auch rotieren. Dies gilt insbesondere bei

Multifunktionsstreuvorrichtungen, die unterschiedliche Breiten an

Streugutmatten herstellen können und hierzu oberhalb des Formbandes 14 verschiebbare Trennwände 27 aufweisen. Bei geringen Breiten der

Streugutmatte 9 werden entweder die Abstände 25 zwischen den

Sichtstäben 8 verringert und/oder es werden die äußersten, an den Trennwände 27 angrenzende Sichtstäbe 8 nach oben verfahren, um die Trennwände 27 zur Einstellung der Breite der Streugutmatte 9 verfahren zu können (Figur 5). Alternativ können diese auch vollständig herausgezogen werden. Aus den genannten Gründen kann die Aufhängung 16

unterschiedliche ausgeführt sein. Beispielsweise kann eine

Höhenverstellvorrichtung für die gesamte Aufhängung 16, oder wie bereits ausgeführt auch für einzelne oder Gruppen an Sichtstäben 8, angeordnet sein. Das obere Abstützelement 5 ist hier als glatter walzenförmiger Köper ausgebildet, an dem die Sichtstäbe 8 frei an liegen. Je nach Anwendungsfall kann die Aufhängung 16 oder sind die Sichtstäbe 8 ggf. steifer ausgebildet oder es sind mehrere Abstützelemente 5 entlang der Sichtstäbe 8

angeordnet.

Das Abstützelement 5 kann nun zur Reinigung des Strömungswiderstandes 7 entlang der Sichtstäbe 8 mit den Antrieben 17 nach oben oder nach unten verfahren werden und optional auch eine Rotation ausführen um die

Reinigungswirkung zu verstärken. Nach Figur 3 weist das Abstützelement 5, bevorzugt in den Nuten 20, einen Exzenter 23 auf um eine

Reinigungswirkung zu erzielen. Dies ist besonders bevorzugt, wenn das Abstützelement 5 nicht im Bereich der Luftströmung 10 angeordnet ist, sondern in der Nähe der Aufhängung 16, so dass durch den Überstand der Lagerung die Sichtstäbe 8 vereinfacht in Schwingungen versetzt werden können. Schwingungen können im Übrigen auch durch die Luftströmung angeregt werden, was durch die vorgeschlagene, insbesondere bei einer einseitigen einfachen oder doppelten Lagerung der Sichtstäbe 8 wieder die Selbstreinigungsfähigkeiten des Strömungswiderstandes erhöht. Die

Aufhängung 16 kann im Übrigen auch durch die Decke selbst der

Windstreukammer 13 gebildet werden. Idealerweise ist aber an diesem Punkt nur eine abgedichtete Durchführung für die Sichtstäbe 8 angeordnet. Bei einer Verstellung des Abstützelements 5 in horizontaler Richtung, wie in Figur 3 dargestellt, verändert sich die Winkeligkeit des

Strömungswiderstandes 7 zur Luftströmung 10 respektive zur Horizontalen (Formbandebene) bei einer feststehenden Aufhängung 16. Neben dieser Möglichkeit zur Anpassung des Strömungswiderstandes 7 an

unterschiedliche Höhen der Streugutmatte 9 kann natürlich auch der

Strömungswiderstand 7 selbst an seiner Aufhängung 16, was verschiedene Möglichkeiten zur Anpassung des Strömungswiderstandes 7 an

unterschiedliche Höhen der Streugutmatte 9 oder an unterschiedliche Materialien zur Streuung ermöglicht.

Nach Figur 3 ist in Richtung des Luftstromes vor dem Abstützelement 5 ein optionales Windschild 21 angebracht. Dies ist besonders bevorzugt bei einer Reinigung des Strömungswiderstandes während des Betriebes der

Windstreukammer 13. Alternativ kann das Abstützelement 5 in Ruheposition oberhalb des Luftstromes 10 angeordnet sein, wobei die Sichtstäbe 8 frei bis kurz oberhalb der Streugutmatte 9 angeordnet werden. In dieser Anordnung treibt der Luftstrom 10 das an den Sichtstäben haften gebliebene Streugut 4 in Richtung der Streugutmatte 9.

Figur 4 zeigt eine mögliche Variante zur Verstellung der lichten Weite der Sichtstäbe 8 zueinander. Dabei rotiert der walzenförmige Körper des

Abstützelements 5 um seine Längsachse. Die rechts in den Abstützelement 5 eingebrachten Nuten 20 weisen einen vom Zentrum der Längsachse nach außen vergrößerten Abstand zur geometrischen Mitte des Abstützelements 5 auf und vergrößern so den lichten Abstand 25 zwischen den einzelnen Sichtstäben 8 bei einer Teilumdrehung. Die genaue und grundsätzliche geometrische Auslegung einer derartigen Verstellmöglichkeit der Abstände der einzelnen Sichtstäbe 8 zueinander ist dem Fachmann überlassen.

Alternativ sind natürlich noch andere Verstellmechanismen denkbar. Auf der linken Seite des Abstützelements 5 nach Figur 4 sind eckige Nuten 20 eingebracht, die ggf. eine höhere geometrische Reinigungsfunktion ausweisen als Rundnuten. An den Kontaktstellen 18 können abrasive Mittel zur Erhöhung der Reinigungsleistung angebracht sein. Natürlich sind neben Nuten auch andere geometrische Ausgestaltungen (Erhebungen, Stacheln ...) denkbar. Insbesondere im Zusammenspiel mit einem Gegenhalter 11.

Die Sichtstäbe 8 sind in ihrer Steifigkeit ausreichend stark bemessen, so dass diese in den üblichen geplanten Betriebsverhältnissen nicht verbogen werden. Vorzugsweise werden Sichtstäbe 8 verwendet, die einen Durchmesser von 1 bis 20 mm aufweisen, vorzugsweise 5 bis 10 mm.

Unabhängig davon kann eine flexible Biegefähigkeit der Sichtstäbe 8 während des Betriebes, insbesondere durch den Luftstrom 10, respektive durch das Impulsverhalten der Fasern, gewollt sein. Besonders

hervorzuheben ist gegenüber Harfensieben aus Drähten, dass Harfensiebe eine zweifache Einspannung (oben/unten) benötigen, damit die Drähte gespannt sind und ihren Zweck erfüllen. Dazu wird aber immer eine Seite der Einspannung zwangsläufig knapp oberhalb der Streugutmatte 9 angeordnet sein und für Irritationen im Betrieb sorgen, wobei diese Art der Anwendung hier vorzugsweise nicht zur Anwendung kommt.

In besonderen Anwendungsfällen wird der Strömungswiderstand 7 einer starken Belastung im Betrieb unterworfen, beispielsweise durch eine

Anordnung in der Nähe des Streuguteintrages 3 und damit verbunden einer großen Menge und/oder großkalibrigem Streugut 4. Hierzu ist es ggf. sinnvoll das Abstützelement 5 im Bereich der Luftströmung anzuordnen,

vorzugsweise nicht direkt oberhalb der Streugutmatte 9. Während des Betriebes lagern sich aber nun bevorzugt an dem Abstützelement 5 oder in Nischen zwischen dem Abstützelement 5 und dem Sichtstäben 8 Späne oder Fasern ab. In diesem Fall kann das Abstützelement 5 während des Betriebes der Streumaschine 1 periodisch oder kontinuierlich rotieren um diese Ablagerungen zu entfernen. Natürlich sind auch die anderen

vorgeschlagenen Reinigungsfunktionen nutzbar, ggf. auch während des Betriebes. Auch die Nutzung von mehreren Abstützelemente 5 zur Reinigung und zur Abstϋtzung der Sichtstäbe 8 wäre denkbar und sicherlich in einigen Anwendungsfällen notwendig, wenn beispielsweise keine anderen

herkömmlichen Flugspansiebe in der Windstreukammer 13 zum Einsatz kommen.

In Figur 5 ist zusätzlich verdeutlicht, wie ein einstellbarer

Strömungswiderstand 7 eingestellt ist, wenn eine schmale Streugutmatte 9 hergestellt wird, wobei die jeweils links und rechts außenseitigen Sichtstäbe 8 durch die Höhenverstellvorrichtung 24 angehoben worden sind. Die

Aufhängung 16 kann als ein Fest- oder ein Loslager ausgebildet sein.

Bevorzugt sind die Sichtstäbe 8 im Wesentlichen über die gesamte Breite des Luftstromes 10 oder der zu bildenden Streugutmatte 9 oder der

Windstreukammer 13 angeordnet, um einen einheitlichen Luftstrom 10 in der Windstreukammer zu gewährleisten. Dazu muss aber der Abstand zwischen den Enden der Sichtstäbe 8 und der Oberfläche der Streugutmatte 9 möglichst gering gehalten werden.

Die Sichtstäbe 8 können beispielsweise aus Voll- oder Teilmaterial bestehen und in runder, elliptischer, vieleckiger oder einer anderen beliebigen Form angewendet werden. Bezugszeichenliste:

1. Streumaschine

2. Produktionsrichtung

3. Streuguteintrag

4. Streugut

5. Abstützelement

6. Sieb

7. Strömungswiderstand

8. Sichtstäbe

9. Streugutmatte

10. Luftstrom

11. Gegenhalter

12. Austragsvorrichtung

13. Windstreukammer 14. Formband

15. übergroßes Streugut

16. Aufhängung

17. Antrieb

18. Kontaktstelle

19. Aufhängung

20. Nuten

21. Windschild

22. Sieb

23. Exzenter

24. Höhenverstellvorrichtung

25. Abstand

26. Antrieb

27. Trennwand