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Title:
DISPLACEMENT UNIT FOR DISPLACING ONE OR MORE PROFILE RAILS, FLOW LINE SYSTEM AND METHOD FOR DISPLACING ONE OR MORE PROFILE RAILS IN A FLOW LINE SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/055939
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a displacement unit for displacing one or more profile rails (4, 6, 7), comprising a mobile unit (8), at least one shaft (9) and a motor (10). Said mobile unit (8) is mounted in such a manner that it can be displaced on the at least one shaft (9) and can be displaced on the at least one shaft (9) by means of the motor (10). Said mobile unit (8) comprises a drive element (15) for the profile rail (4, 6, 7). The invention also relates to a flow line system (1) in which said type of displacement unit (3) is arranged on the front side (2, 5) thereof. The invention further relates to a method for displacing one or more profile rails (4, 6, 7) in said type of flow line system, comprising the following steps: the target positions, in particular varying widths, for the profile rails (4, 6, 7) are inputted; a reference position is approached by the mobile unit (8) of the displacement unit (3); a front side (2, 5) of flow line system (1) is moved away and the actual positions of the profile rails (4, 6, 7) are determined; the difference between the target position and the actual position is determined for each profile rail (4, 6, 7); the profile rails (4, 6, 7) are approached by the mobile unit (8) and are displaced in accordance with the determined differences in relation to the target positions.

Inventors:
BIEGEL, Joachim (Lindenbergstrasse 5, Bettwil, CH-5618, CH)
Application Number:
CH2007/000542
Publication Date:
May 07, 2009
Filing Date:
November 01, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ESSEMTEC AG (Mosenstrasse 20, Aesch, CH-6287, CH)
BIEGEL, Joachim (Lindenbergstrasse 5, Bettwil, CH-5618, CH)
International Classes:
F27B9/30; B23K1/008; B65G15/10; B65G21/12; F27B9/24
Attorney, Agent or Firm:
E. BLUM & CO. AG (Vorderberg 11, Zürich, CH-8044, CH)
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Claims:

Ansprüche

5 1. Verstelleinheit zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen (4, 6, 7), gekennzeichnet durch eine Laufeinheit (8), wenigstens eine Welle (9) und einen Motor (10), wobei die Laufeinheit (8) verschiebbar auf der wenigstens einen Welle (9) gelagert und mittels deso Motors (10) auf der wenigstens einen Welle (9) verschiebbar ist und wobei die Laufeinheit (8) einen Mitnehmer (15) für eine Profilschiene (4, 6, 7) aufweist.

2. Verstelleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer wenigstens einen BoI-5 zen (15) aufweist, der aus der Laufeinheit (8) ausfahrbar ist.

3. Verstelleinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Bolzen (15) über einen Zylinder (14) pneumatisch, hydraulisch oder moto-o risch ausfahrbar ist.

4. Verstelleinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer zwei Bolzen

(15) aufweist, die aus der Laufeinheit (8) ausfahrbar und die beabstandet voneinander angeordnet sind, wobei jedem5 Bolzen (15) ein Zylinder (14) zum pneumatischen, hydraulischen oder motorischen Ausfahren zugeordnet ist.

5. Verstelleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit zum Steuern des Motors (10) vorgesehen ist.0 6. Verstelleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zum Bestimmen der Position einer Profilschiene (4, 6, 7) vorgesehen ist.

7. Verstelleinheit nach Anspruch 6, dadurch5 gekennzeichnet, dass der Sensor zum Bestimmen einer Position einer Profilschiene als Sensor zum Bestimmen einer

Position einer Motorwelle des Motors (10), insbesondere als Kodierer, ausgestaltet ist, .

8. Verstelleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Sensor (16) zum Erkennen einer Profilschiene (4, 6, 7) vorgesehen ist.

9. DurchlaufSystem mit wenigstens zwei Profilschienen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstelleinheit (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 an einer Stirnseite (2, 5) des DurchlaufSystems (1) angeordnet ist.

10. Durchlaufsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Stirnseite (2, 5) des DurchlaufSystems (1) eine Verstelleinheit (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 angeordnet ist.

11. Durchlaufsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder durch die Verstelleinheit (3) verstellbaren Profilschiene (4, 6, 7) ein Seil

(20), insbesondere ein Drahtseil, zugeordnet ist, dass an beiden Enden der Profilschiene (4, 6, 7) mit der jeweiligen Profilschiene (4, 6, 7) fest verbunden ist, wobei das Seil (20) von dem einen Ende der jeweiligen Profilschiene (4, 6, 7) entlang der Seitenwände des DurchlaufSystems (1) zu dem anderen Ende der jeweiligen Profilschiene (4, 6, 7) verläuft und sich in Längsrichtung vor einer Verbindung mit dem anderen Ende der jeweiligen Profilschiene (4, β, 7) kreuzt.

12. Durchlaufsystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des DurchlaufSystems (1) wenigstens eine Brücke (23) mit verschiebbaren Halteelementen (24) zum Halten der Profilschienen (4, 6, 7) vorgesehen sind, die über ein weiteres Seil (25) je Profilschiene (4, 6, 7) an dem einer Profilschiene (4, β, 7) zugeordneten Seil (20) fest befestigbar sind.

13. Durchlaufsystem nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremse (27)

zum Feststellen der Profilschienen (4, 6, 7) vorgesehen ist .

14. Verfahren zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen (4, 6, 7) in einem DurchlaufSystem (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

- Eingeben von Zielpositionen, insbesondere von Differenzbreiten, für die Profilschienen (4, 6, I) 1

- Anfahren einer Referenzposition mit der Laufeinheit (8) der Verstelleinheit (3),

- Abfahren einer Stirnseite (2, 5) des Durchlaufsystems (1) und Ermitteln der Ist-Positionen der Profilschienen (4, 6, 7),

- Ermitteln der Abweichung von Zielposition und Ist-Position für jede Profilschiene (4, 6, 7), und

- Anfahren und Verschieben der Profilschienen (4, 6, 7) mit der Laufeinheit (8) zu den Zielpositionen in Abhängigkeit von den ermittelten Abweichungen.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Ermittlung der Ist-Positionen der

Profilschienen (4, 6, 7) mittels eines Sensors zum Bestimmen einer Position einer Profilschiene, insbesondere mittels eines Sensors zum Bestimmen einer Position einer Motorwelle des Motors (10) der Verstelleinheit (3) , erfolgt und/oder dass die Ermittlung der Abweichung von Zielposition und Ist-Position mittels einer Steuereinheit erfolgt.

16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (4, 6, 7) mittels des Mitnehmers (15) der Laufeinheit (8) verschoben wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bolzen (15) des Mitnehmers nach dem Anfahren einer Profilschiene (4, 6, 7) zum Verschieben der Profilschiene (4, 6, 7) aus der Laufeinheit (8) ausgefahren und nach dem Verschieben wieder in die Laufeinheit (8) eingefahren wird.

Description:

Vβrstelleinhβit zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen, DurchlaufSystem und Verfahren zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen in einem DurchlaufSystem

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Verstelleinheit zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1, ein DurchlaufSystem gemäss Oberbegriff des Anspruchs 9 und ein Verfahren zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen in einem DurchlaufSystem gemäss Oberbegriff des Anspruchs 14. Bei dem DurchlaufSystem kann es sich insbesondere um einen Durchlaufofen handeln. Ein Durchlaufofen kann zum Beispiel als Trocknungsofen, als so genannter Reflowofen (Lötofen) oder als Brennofen ausgebildet sein. Bei dem DurchlaufSystem kann es sich ferner zum Beispiel um einen Bestückungsautomaten, einen Dosierautomaten (so genannter Dispenser) , ein Transportsystem oder einen Druckautomaten handeln. Diese Aufzählungen sind nicht ab- schliessen. Ein Brennofen kann beispielsweise zum Brennen von Solarzellen eingesetzt werden. Ein Reflowofen wird beispielsweise zum Löten von SMD-Bauteilen (Surface Moun- ted Device) auf eine Leiterplatte eingesetzt. Ein Bestückungsautomat dient beispielsweise zum Bestücken von Platinen mit Halbleiterbauelementen (z.B. SMD-Bauteilen). Eine Dosiereinheit dient beispielsweise zum Dosieren von Klebstoff, Silikonmasse, Flüssigkeit, Leitkleber und/oder Lotpaste. Trockenöfen werden beispielsweise zum Trocknen und/oder Aushärten von Farben, Solarzellen, Brennstoffzellen, Klebstoffen, Vergussmassen, Leitklebern etc. verwendet . Unter einer Profilschiene werden einerseits

Profiltransportschienen und andererseits Unterstützungsprofilschienen, insbesondere Mittelunterstützungsprofil-

schienen, verstanden. Eine Profiltransportschiene weist üblicherweise ein U-förmiges Profil auf, das eine Spur bildet, in der eine Stiftkette beweglich gelagert werden kann, so dass die Stiftkette in der Spur der Profiltrans- portschiene laufen kann. Die Stifte der Stiftkette ragen aus dem Profil seitlich heraus und zwar beispielsweise 3 Millimeter. Sind zwei Profiltransportschienen in einem bestimmten Abstand von einander angeordnet, so kann auf den jeweiligen Stiften ihrer Stiftketten beispielsweise eine Platine entsprechender Breite gelagert werden. Zwei Profiltransportschienen bilden hierbei ein Profiltransportsystem bzw. eine Transportspur. Die Stiftketten werden über einen Motor gezogen, was zu einer Bewegung der auf den Stiften gelagerten Leiterplatten führt. Zwischen zwei Profiltransportschienen können Mittelunterstützungs- profilschienen vorgesehen sein, die die von den Stiftketten der Profiltransportschienen transportierten Leiterplatten oder Bauteile von unten stützen. Die Unterstützungsprofilschienen bzw. Mittelunterstützungsprofilschie- nen sind in der Regel als Ketten, Drahtseile, Rollen oder ähnliches ausgeführt. Der Einfachheit halber wird der Begriff „Profilschiene" im Folgenden umfassend sowohl für eine Profiltransportschiene als auch für eine Unterstützungsprofilschiene bzw. Mittelunterstützungsprofilschiene verwendet .

Stand der Technik

Sollen in einem DurchlaufSystem Bauteile, beispielsweise Leiterplatten, unterschiedlicher Breite erhitzt werden können, so ist es erforderlich, die Profilschienen parallel zu verschieben, so dass die Breite eines durch zwei Profiltransportschienen gebildeten Pro- filtransportsystems und die Position der Mittelunterstüt- zungsprofilschienen geändert werden.

Aus dem Stand der Technik ist es für einen Durchlaufofen bekannt, Profilschienen mittels Trapezgewindespindeln zu verschieben. Hierbei ist jeder Trapezgewindespindel eine eigene Antriebseinheit in Form eines Motors zugeordnet, die entsprechend angesteuert wird.

Ferner sind ausserhalb der Heizkammern des Durchlaufofens längs geführte Wellen vorgesehen, die die Parallelverschiebung der Profilschienen bzw. der von diesen gebildeten Transportsystemen über die ganze Länge gewährleisten. Die bekannte Lösung erfordert einen hohen

Platzbedarf, einen hohen Konstruktionsaufwand und eine hohe Präzision bei den Schweiss- und Fräskonstruktionen des Gesamtrahmens eines Durchlaufofens . Insbesondere bei längeren Durchlauföfen kann dies zu Problemen führen, da die Trapezgewindespindeln an mehreren unterschiedlichen Stellen gelagert werden müssen. Falls im Inneren des Durchlaufofens Haltebalken für die Profilschienen in Form von Brücken mit Halteelementen in Form von Mittelabgriffen vorgesehen sind, bedingen diese eine Stirnkranzver- zahnung an den entsprechenden Abgriffspositionen der Längswellen.

Darstellung der Erfindung

Es ist Aufgabe der Erfindung eine Verstelleinheit zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen bereitzustellen, die wenig Bauraum benötigt. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung ein DurchlaufSystem zu schaffen, bei dem die Profilschienen einfach verschoben werden können. Es ist weiter Aufgabe der Erfindung ein einfaches und benutzerfreundliches Verfahren zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen in einem DurchlaufSystem bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch eine Verstelleinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Durchlauf-

System mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst.

Die erfindungsgemässe Verstelleinheit zum

Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen kennzeich- net sich durch eine Laufeinheit, wenigstens eine Welle und einen Motor aus, wobei die Laufeinheit verschiebbar auf der wenigstens einen Welle gelagert und mittels des Motors auf der wenigstens einer Welle verschiebbar ist. Die Laufeinheit weist einen Mitnehmer für eine Profil- schiene auf, der vorzugsweise als Bolzen ausgestaltet ist und der aus der Laufeinheit ausfahrbar ist.

Bevorzugt weist die Laufeinheit einen Zylinder auf, über den bzw. aus dem der wenigstens eine Bolzen pneumatisch oder hydraulisch ausfahrbar ist, d.h. es han- delt sich vorzugsweise um einen pneumatischen oder hydraulischen Zylinder. Selbstverständlich kann der Bolzen auch motorisch aus dem Zylinder ausgefahren werden. Zur besseren Stabilisierung der Laufeinheit ist diese bevorzugt auf zwei Wellen verschiebbar gelagert. Selbstver- ständlich kann die Laufeinheit auch auf mehr als zwei

Wellen, beispielsweise auf drei Wellen verschiebbar gelagert sein.

Zum Steuern des Motors ist bevorzugt eine Steuereinheit vorgesehen. Ferner ist bevorzugt ein Sensor zum Bestimmen einer Position einer Profilschiene vorgesehen, der als Kodierer bzw. Encoder ausgeführt sein kann. Der Sensor zum Bestimmen einer Position einer Profilschiene ist bevorzugt als Sensor zum Bestimmen einer Position einer Motorwelle des Motors vorgesehen, der insbe- sondere als Kodierer bzw. Encoder, insbesondere als rotatorischer Kodierer, ausgebildet ist, der auf der Motorwelle angeordnet ist. Der als Kodierer ausgebildete Sensor zum Bestimmen einer Position der Motorwelle des Motors ist vorzugsweise integriert mit dem Motor ausgebil- det und kann beispielsweise ein Hall-Sensor, ein induktiver Sensor, ein optischer Sensor und/oder ein anderer Sensor sein, der das gemessene Signal in ein digitales

Signal umwandelt. Aus der ermittelten Position der Motorwelle des Motors kann dann auf die Position einer Profilschiene geschlossen werden, wie weiter unten beschrieben ist. Selbstverständlich kann als Sensor zum Bestimmen ei- ner Position einer Profilschiene auch ein Sensor (zum Beispiel in Form eines Kodierers) eingesetzt werden, der die Position der Profilschiene im Wesentlichen direkt bestimmt. Dabei kann es sich insbesondere um einen linearen Kodierer, eine Linearmessschiene oder ein anderes ent- sprechendes Messsystem/eine andere entsprechende Messschiene handeln.

Die Laufeinheit weist vorzugsweise wenigstens einen Sensor zum Erkennen einer Profilschiene auf, bei dem es sich insbesondere um einen induktiven Sensor han- delt. Die Profilschienen sind üblicherweise aus Metall. Bevorzugt sind zwei in vertikaler Richtung beabstandet voneinander angeordnete Sensoren zum Bestimmen der Position der Laufeinheit vorgesehen, die an der Laufeinheit angeordnet sind. Gemäss bevorzugter Ausgestaltung der Verstelleinheit weist der Mitnehmer der Laufeinheit zwei Bolzen auf, die aus der Laufeinheit ausfahrbar und in vertikaler Richtung beabstandet voneinander angeordnet sind. Jedem Bolzen ist hierbei vorzugsweise ein Zylinder zugeordnet, aus dem er pneumatisch ausgefahren werden kann. Hierdurch kann ein stabileres Verschieben der Profilschienen bewirkt werden.

Das erfindungsgemässe Durchlaufsystem zeichnet sich dadurch aus, dass an einer seiner Stirnseiten, insbesondere an seiner Auslaufseite, das heisst der Seite, aus der die Bauteile herauslaufen, eine erfindungsgemässe Verstelleinheit angeordnet ist. Selbstverständlich kann die erfindungsgemässe Verstelleinheit alternativ auch an der anderen Stirnseite (der Einlaufseite) ange- ordnet sein. Ferner kann das erfindungsgemässe Durchlaufsystem auch an jeder seiner Stirnseiten eine erfindungsgemässe Verstelleinheit aufweisen. Dies kann insbesondere

für Feinkorrekturen bei den Positionen der Profilschienen vorteilhaft sein.

Jeder durch die Verstelleinheit verschiebbaren Profilschiene ist gemäss bevorzugter Ausgestaltung ein Seil, insbesondere ein Drahtseil, zugeordnet, das an beiden Enden der Profilschiene mit der jeweiligen Profilschiene - beispielsweise über eine Schraube - fest verbunden ist. Das jeweilige Seil läuft von dem einen Ende der Profilschiene, der es zugeordnet ist, entlang der Seitenwände des DurchlaufSystems zu dem anderen Ende der jeweiligen Profilschiene und überkreuzt sich in axialer Richtung bevor es mit dem anderen Ende der Profilschiene fest verbunden ist. Durch das überkreuzen wird eine Parallelverschiebung der Profilschienen gewährleistet, so dass, wenn eine Profilschiene an einem Ende mittels der Verstelleinheit verschoben wird, automatisch auch das andere Ende der Profilschiene entsprechend verschoben wird und dadurch eine Parallelverschiebung stattfindet.

Um eine Parallelverschiebung einer Profil- schiene insbesondere unter Berücksichtigung der Temperaturunterschiede zwischen dem Innenraum eines als Durchlaufofen ausgeführten DurchlaufSystems und seiner Umgebung zu verbessern, können im Inneren des DurchlaufSystems eine oder mehrere Brücken mit verschiebbaren Halte- elementen zum Halten der Profilschienen vorgesehen sein, wobei die verschiebbaren Halteelemente über ein weiteres Seil je Profilschiene an dem oben genannten, einer Profilschiene zugeordneten Seil fest befestigbar bzw. fixierbar sind. Wird eine Profilschiene an einem Ende mit- tels der Verstelleinheit verschoben, so wird eben diese Profilschiene über das an den Halteelementen der Brücke fest befestigte Seil automatisch im Inneren des Durchlaufsystems mitverschoben, so dass ein Parallellauf gewährleistet ist. Das erfindungsgemässe Verfahren zum Verschieben einer oder mehrerer Profilschienen in einem Durchlaufsystem kennzeichnet sich dadurch aus, dass Zielposi-

tionen, insbesondere Differenzbreiten, für die Profilschienen eingegeben werden, eine Referenzposition mit der Laufeinheit der Verstelleinheit angefahren wird, die Stirnseite des DurchlaufSystems abgefahren und dabei die Ist-Positionen der Profilschienen ermittelt werden, die Abweichung der Zielposition von der Ist-Position für jede Profilschiene insbesondere mittels einer Steuereinheit ermittelt wird und die Profilschienen mit der Laufeinheit angefahren und zu den Zielpositionen in Abhängigkeit von den ermittelten Abweichungen von den Ist-Positionen ver ¬ schoben werden.

Die Ermittlung der Ist-Positionen der Profil ¬ schienen erfolgt vorzugsweise mittels des Sensors zum Bestimmen der Position der Motorwelle des Motors der Ver- Stelleinheit und mittels des Sensors zum Erkennen einer Profilschiene. Die Verschiebung der Profilschienen erfolgt über den Mitnehmer der Laufeinheit, wobei der Mitnehmer wenigstens einen Bolzen aufweist, der nach dem Anfahren einer Profilschiene zum Verschieben der Profil- schiene aus der Laufeinheit ausgefahren und nach dem Verschieben der Profilschiene wieder in die Laufeinheit eingefahren wird.

Durch die erfindungsgemässe Verstelleinheit, das erfindungsgemässen DurchlaufSystem mit der Verstell- einheit und das erfindungsgemässe Verfahren wird eine parallele Breitenverstellung eines oder mehrerer Profiltransportsysteme bzw. eine parallele Verschiebung einer oder mehrerer Profilschienen, die sowohl Profiltransportschienen als auch Mittelunterstützungsprofilschienen sein können, ermöglicht, wobei die hierfür eingesetzte Verstelleinheit nur eine einzige Antriebseinheit in Form eines Motors benötigt. Ferner ist für die parallele Verschiebung nur eine Seilverbindung zwischen den auf der Auslaufseite des DurchlaufSystems befindlichen Enden der Profilschienen und den auf der Einlaufseite befindlichen Enden der Profilschienen erforderlich. Vorzugsweise wird ein Sensor in Form eines Kodierers, der auf der Motorwel-

Ie angeordnet ist, für die Messung der Position der Profilschiene eingesetzt. Es kann jedoch auch beispielsweise ein linearer Kodierer bzw. Enkoder, der nicht auf der Motorwelle eingesetzt ist, zur Positionsbestimmung der Pro- filschiene zum Einsatz kommen.

Es ist somit vorteilhafterweise nur ein einziger Motor zur Verschiebung mehrerer Profilschienen bzw. Profiltransportsysteme erforderlich. Insbesondere das Vorsehen des nur einen Motors und der Seilverbindung füh- ren zu einer kostengünstigen Lösung für das Verschieben der Profilschienen in einem DurchlaufSystem. Die Seilverbindung mit entsprechenden Umlenkrollen kann unabhängig von der Länge des DurchlaufSystems von der Einlauf- zur Auslaufseite variabel realisiert werden und zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Präzision aus. Eine hohe Präzision der Schweiss- und Fräskonstruktion des gesamten DurchlaufSystems ist somit nicht mehr erforderlich, da Präzisionsteile im Wesentlichen nur noch auf der Einlaufseite und der Auslaufseite notwendig sind. Durch das Vorsehen beliebig vieler Brücken im

Inneren des DurchlaufSystems, die auch als Haltebalken bezeichnet werden können und Halteelementen (auch: Mittelabgriffe) für die Profilschienen aufweisen und deren Halteelemente an die von der Einlaufseite zur Auslaufsei- te verlaufende Seilverbindung parallel angeklemmt werden, kann die Genauigkeit der Parallelverschiebung der Profilschienen auch im Inneren des DurchlaufSystems erhöht werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und den anhand der Zeichnungen nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines DurchlaufSystems mit einer Verstelleinheit,

Figur 2 eine perspektivische Darstellung einer Stirnseite eines DurchlaufSystems mit einer Verstell- einheit,

Figur 3 eine Draufsicht auf ein Durchlaufsys- tem mit einer Verstelleinheit,

Figur 4 eine Seitenansicht einer Stirnseite eines DurchlaufSystems mit einer Verstelleinheit, Figur 5 eine Verstelleinheit in perspektivischer Darstellung,

Figur 6 den vertikalen Abschnitt einer Profilschiene in perspektivischer Darstellung,

Figur 7 eine schematische Darstellung der Seilverbindung eines DurchlaufSystems mit einer Verstelleinheit,

Figur 8 ein Durchlaufsystem mit Verstelleinheit in perspektivischer Darstellung mit dargestelltem Innenraum, Figur 9 eine Brücke zum Halten einer Profilschiene in perspektivischer Darstellung und

Figur 10 exemplarisch drei Profilschienen, die von einer Brücke, wie sie in Figur 10 dargestellt ist, gehalten werden, in perspektivischer Darstellung.

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen strukturell bzw. funktionell gleich bzw. gleichwirkende Komponenten.

Weg(e) zur Ausführung der Erfindung

In den Figuren 1 bis 4 ist ein DurchlaufSystem 1 mit einer Verstelleinheit 3 dargestellt, die an ei- ner als Auslaufseite 2 des DurchlaufSystems fungierenden Stirnseite angebracht ist. Selbstverständlich kann die

Verstelleinheit 3 alternativ auch an der Einlaufseite 5 angebracht sein.

In dem DurchlaufSystem 1 sind Profilschienen 4 vorgesehen, mittels denen ein Bauteil, beispielsweise eine Platine, durch das DurchlaufSystem 1 von der Einlaufseite 5 zu der Auslaufseite 2 befördert werden kann. Die Profilschienen 4 können als Profiltransportschienen 6 ausgebildet sein, mittels derer wie eingangs beschrieben ein Bauteil, insbesondere eine Platine, transportiert werden kann. Die Profilschienen können ferner als Mittel- unterstützungsprofilschienen 7 ausgebildet sein, die ein Bauteil, insbesondere eine Platine, das von den Profiltransportschienen 6 transportiert wird, zusätzlich von unten stützen. Die Mittelunterstützungsschienen 7 sind ebenfalls eingangs beschrieben.

Je nach Konfiguration des DurchlaufSystems 1 kann eine unterschiedliche Anzahl von Profiltransportschienen 6 und Mittelunterstützungsschienen 7 vorgesehen sein. So sind in der Figur 1 beispielhaft drei Profil- transportschienen 6 und eine Mittelunterstützungsschiene 7 dargestellt (vgl. Figur 2) . Die innen liegende Profiltransportschiene 6 ist dabei derart ausgebildet, dass sie eine Doppelspur aufweist, d.h. dass in ihr sowohl eine rechts und als auch eine links von ihr gelagerte Platine oder ein anderes Bauteil befördert werden können. Die aussen liegenden Profiltransportschienen brauchen dagegen nur mit einer, nach innen weisenden Spur versehen zu sein.

Jeweils zwei Profiltransportschienen 6 bilden • ein Profiltransportsystem bzw. eine Transportspur. Bei den Durchlauföfen gemäss den Figuren 1 und 2 sind somit insgesamt zwei Profiltransportsysteme bzw. zwei Transportspuren vorgesehen, wobei die vom Betrachter aus gesehen rechte eine Mittelunterstützungsprofilschiene 7 auf- weist. Alternative Ausgestaltungen sind denkbar. So können beispielsweise zwei Transportspuren bzw. Profiltransportsysteme vorgesehen sein, die durch insgesamt drei

Profiltransportschienen 6 gebildet werden, wobei die eine Transportspur zwischen zwei Profiltransportschienen 6 zwei Mittelunterstützungsprofilschienen 7 aufweist, während die andere Transportspur zwischen zwei Profiltrans- portschienen 6 eine Mittelunterstützungsprofilschiene 7 aufweist. Die Transportspuren teilen sich hierbei eine Profiltransportschiene. Ferner können beispielsweise fünf Transportspuren vorgesehen sein, wobei keine Mittelunterstützungsprofilschiene 7 vorgesehen ist. Die innen lie- genden vier Profiltransportschienen 6 sind hierbei mit einer Doppelspur versehen. Weitere Anordnungen sind möglich.

Figur 5 zeigt die Verstelleinheit 3 in perspektivischer Darstellung. Die Verstelleinheit 3 weist eine Laufeinheit 8 auf, die auf zwei Wellen 9, die als Rundwellen ausgebildet sind, verschiebbar angeordnet ist, wobei die Verschiebung in den durch den gestrichelten Pfeil angegebenen Richtungen erfolgen kann. Je nach Ausführung können auch drei Wellen 9 vorgesehen sein. Die Verstelleinheit 3 weist weiter eine als Motor 10 ausgebildete Antriebseinheit auf, die die Laufeinheit 8 auf den Wellen 9 über einen ersten Zahnriemen 11 bewegen kann. Der erste Zahnriemen 11 ist über ein Zahnrad 12 mit nicht näher bezeichneter, durchgehender Welle und einem zweiten Zahnriemen 13 mit der nicht näher bezeichneten Motorwelle des Motors 10 verbunden.

Dem Motor 10 ist ein Kodierer bzw. Signalencoder zugeordnet (nicht dargestellt) , der bevorzugt auf dessen Motorwelle aufgesetzt ist und mittels dem die Po- sition der Motorwelle bestimmt werden kann (nicht dargestellt) .

Die Laufeinheit 8 weist einen pneumatischen Zylinder 14 mit einem ausfahrbaren Bolzen 15 auf. Vorzugsweise ist unterhalb des pneumatischen Zylinders 14 bei der Laufeinheit 8 ein zweiter, nicht dargestellter pneumatischer Zylinder vorgesehen, der ebenfalls einen ausfahrbaren Bolzen aufweist, wobei sich der Begriff „un-

terhalb" auf die Darstellung in Figur 5 bezieht und beide Bolzen in dieselbe Richtung ausfahrbar sind. Der bzw. die Bolzen 15 weisen in den Innenraum des DurchlaufSystems 1 und dienen als Mitnehmer für eine Profilschiene 4, 6, 7. Es sind ferner zwei induktive Sensoren 16 an der Laufeinheit 8 vorgesehen, die in vertikaler Richtung (bezugnehmend auf die Darstellung in Figur 5) in einem Abstand zueinander angeordnet sind. Die induktiven Sensoren 16 dienen der Erkennung einer Profilschiene 4, 6, 7. Die Verstelleinheit 3 weist vorzugsweise eine

Bremse 27, die parallel zu den Wellen 9 verläuft, auf, mittels derer die Profilschienen 4, 6, 7 im Betrieb des DurchlaufSystems 1, d.h. nach erfolgter Parallelverschiebung, festgestellt, insbesondere festgeklemmt, werden können. Die Bremse 26 weist vorzugsweise Gummi als Material auf. Bei einer Feststellung der Profilschienen 4, 6, 7 durch die Bremse 26 können die Profilschienen 4, 6, 7 nicht mehr von Hand oder von einem von ihnen gehaltenen Bauteil, insbesondere einer Platine, verschoben werden. Zum Feststellen der Profilschienen 4, 6, 7 weisen diese vorzugsweise entsprechende öffnungen/Löcher auf, in die ein Bolzen der Bremse 27 zum Feststellen eingebracht werden kann, wobei der Bolzen ähnlich wie der Bolzen 15 der Laufeinheit 3 über einen Zylinder pneumatisch gesteuert werden kann.

Die Verstelleinheit 3 ist an dem Durchlaufsystem 1 entweder an der Einlaufseite oder an der Auslaufseite derart angeordnet, dass die Wellen 9 sich senkrecht zur Längsausdehnung der Profilschienen 4, 6, 7 erstrecken (vgl. Figuren 1 und 2) .

Zur Steuerung des Motors 10, wobei eine Steuerung auch eine Ansteuerung umfasst und eine Regelung umfassen kann, und zur Auswertung der Messsignale des nicht dargestellten Kodierers und der induktiven Sensoren 16 ist eine nicht dargestellte Steuereinheit vorgesehen, die vorzugsweise eine Steuer- bzw. Controllerkarte mit einem Prozessor und einen Computer (PC - Personal Computer) um-

fasst, wobei die Steuerkarte bevorzugt über eine serielle Schnittstelle und/oder über eine USB-Schnittstelle (Universal Serial Bus) von dem Computer gesteuert werden kann. In dem Computer und/oder in einem entsprechenden Bauelement der Steuerkarte werden mittels eines entsprechenden Algorithmus die Messsignale des Kodierers ausgewertet und überwacht, wobei sie insbesondere in Längenmasse umgerechnet werden. Ferner ist in dem Computer und/oder der Steuerkarte die Konfiguration des Durchlauf- Systems, insbesondere die Anzahl und Anordnung von dessen Profilschienen 4, 6, 7, beispielsweise wie viele Profiltransportschienen β und wie viele Mittelunterstützungs- profilschienen 7 vorgesehen sind und wie diese in Relation zueinander angeordnet sind bzw. deren Position in ei- ner Reihe, hinterlegt.

Die Steuereinheit steuert ferner ein pneumatisches (oder hydraulisches) Ventil (nicht dargestellt) an, um den bzw. die Zylinder 14 der Laufeinheit 8 mit Druckluft (oder einer Flüssigkeit, insbesondere öl) zu versorgen und auf diese Weise den bzw. die Bolzen 15 aus der Laufeinheit 8 auszufahren bzw. um die Druckluft (oder die Flüssigkeit, insbesondere das öl) wieder zurückzunehmen und auf diese Weise den bzw. die Bolzen 15 wieder in die Laufeinheit 8 einzufahren. Selbstverständlich ist auch eine hydraulische oder andersartige - bzw. motorische - Ausgestaltung und Steuerung des/der Zylinder 14 und des bzw. der Bolzen 15 denkbar.

Figur 6 zeigt in perspektivischer Darstellung einen vertikalen Abschnitt einer Profilschiene 4, β, 7, die eine Profiltransportschiene 6 oder eine Mittelunter- stützungsprofilschiene 7 sein kann. Der Ausdruck „in vertikaler Richtung" bezieht sich auf die Darstellungen in den Figuren 1, 2 und 4. Die Profilschiene 4, 6, 7 bzw. der dargestellte vertikale Abschnitt der Profilschiene 4, 6, 7 weist eine öffnung 18 zur Aufnahme des ausfahrbaren Bolzens 15 der Laufeinheit 8 auf. In vertikaler Richtung beabstandet von dieser öffnung 18 kann eine weitere,

nicht dargestellte öffnung zur Aufnahme eines weiteren ausfahrbaren Bolzens der Laufeinheit 8 vorgesehen sein, wobei der Abstand zwischen den beiden öffnungen dem Abstand zwischen den beiden Bolzen entspricht. Das Vorsehen von zwei Bolzen 15 und entsprechend von zwei öffnungen 18 führt zu einer höheren Stabilität.

An der Profilschiene 4, 6, 7 bzw. dem dargestellten vertikalen Abschnitt der Profilschiene 4, 6, 7 sind in vertikaler Richtung beabstandet zwei Referenz- punkte 19 für die induktiven Sensoren 16 vorgesehen, an denen mittels der induktiven Sensoren 16 eine Messung vorzugsweise durchgeführt werden kann bzw. die die induktiven Sensoren 16 detektieren können. Der Abstand zwischen den beiden Referenzpunkten 19 entspricht vorzugs- weise dem Abstand zwischen den beiden induktiven Sensoren 16. Durch das Vorsehen zweier Sensoren 16 und entsprechend zweier Referenzpunkte 19 lässt sich eine genauere Messung erzielen.

Um eine parallele Verschiebung der Profil- schienen 4, 6, 7, d.h. eine gleichmässige Verschiebung an beiden Enden der Profilschienen 4, 6, 7, zu gewährleisten ist jeder Profilschiene 4, 6, 7 ein Drahtseil bzw. eine Drahtseilverbindung 20 zugeordnet, die jeweils an den Enden der Profilschienen 4, 6, 7 fixiert, d.h. fest befes- tigt sind, wobei die Fixierung über entsprechende Schrauben und Gewinde erfolgen kann. Mit den Enden der Profilschienen 4, 6, 7 sind die jeweils aus den Stirnseiten (der Einlaufseite 5 und der Auslaufseite 2) herausragenden Abschnitte der Profilschienen 4, 6, 7 gemeint. Figur 7 zeigt schematisch den Verlauf der

Drahtseile 20, wobei von den Profilschienen 4, 6, 7 der Einfachheit halber jeweils nur die Ende und ein mittlerer Abschnitt als Blöcke dargestellt sind. Von der Verstelleinheit 3 ist der Einfachheit halber nur die Laufeinheit 8 mit dem Bolzen 15 dargestellt, der in die öffnung 18 einer Profilschiene 4, 6, 7 eingreift, um diese in Richtung des Pfeils, der sich auf der vom Betrachter aus ge-

sehen linken Seite der Figur 7 befindet, zu bewegen. Das jeweilige Drahtseil 20 verläuft über eine entsprechende Führung und Umlenkrollen 21 entlang der Stirnseite 2, 5, an der die Verstelleinheit 3 angeordnet ist und weiter entlang den nicht näher bezeichneten Seitenwänden des Durchlaufsystems 1 auf der Aussenseite des DurchlaufSystems. Figur 2 zeigt der Einfachheit halber nur drei an einer nicht näher bezeichneten Seitenwand des Durchlaufsystems 1 entlang geführte Drahtseile 20 und einen Drahtseilabschnitt an der Auslaufseite 2 zwischen einer Profiltransportschiene 6 und einer Mittelunterstützungs- profilschiene 7. An der Stirnseite 5, 2, an welcher die Verstelleinheit 3 nicht vorgesehen ist, wird das jeweiligen Drahtseil 20 gekreuzt, bevor es an dem an dieser Stirnseite 5, 2 befindliche Ende der jeweiligen Profilschiene 4, β, 7 fest befestigt ist. Der Begriff „bevor" bezieht sich hierbei auf die Darstellung in Figur 7, wenn der Betrachter von links kommt bzw. seinen Blick von links nach rechts wendet. Die Kreuzung ermöglicht eine parallele Verschiebung der Profilschienen 4, 6, 7 auf einfache Weise in Richtung der beispielhaft in der Figur 7 an den Stirnseiten 2, 5 des DurchlaufSystems 1 angegebenen Pfeile. Sämtliche in Figur 7 angegebenen Pfeile markieren bei- spielhaft die Bewegungsrichtung der Drahtseile 20 bei einem Verschieben einer Profilschiene 4, 6, 7 durch die Verstelleinheit 3.

Die jeweiligen Drahtseile 20 verlaufen also rund um das Durchlaufsystem 1 bzw. bei einem als Durch- laufofen ausgebildeten Durchlaufsystem rund um dessen O- fenkammer. Die Drahtseile 20 sind entsprechend stark gespannt, so dass kein Schlupf entstehen kann. Wird eine Profilschiene 4, 6, 7 an der Einlaufseite 5 oder an der Auslaufseite 2 des DurchlaufSystems 1 bewegt, so wird au- tomatisch durch die hierdurch verursachte Bewegung des Drahtseils 20 die Bewegung auf das Ende der Profilschiene 4, 6, 7 an der anderen Stirnseite, d.h. die Auslaufseite

2 oder Einlaufseite 5 übertragen. Somit ist ein Parallellauf bzw. eine Parallelverschiebung der jeweiligen Profilschiene 4, 6, 7 gewährleistet.

Zur besseren Halterung der Profilschienen 4, 6, 7 können im Inneren des DurchlaufSystems 1 eine oder mehrere Brücken 23 , die auch als Haltebalken bezeichnet werden können, vorgesehen sein (vgl. Figur 8). Die Figuren 9 und 10 zeigen eine solche Brücke 22 bzw. eine Brücke 23, die beispielhaft drei Profiltransportschienen 6 hält. Die Brücken 23 sind vorzugsweise im Inneren des DurchlaufSystems 1 vorgesehen, weil im Betrieb - insbesondere bei einem als Durchlaufofen ausgestalteten Durchlaufsystem 1 wesentlich höhere Temperaturen im Inneren des DurchlaufSystems 1 als ausserhalb des Durchlauf- Systems 1 herrschen, was ein unterschiedliches Verhalten der Profilschienen 4, β, 7 im Inneren und im äusseren des DurchlaufSystems 1 zufolge haben kann. Die Brücken 23 sind parallel zu den Wellen 9 der Verstelleinheit 3 angeordnet und weisen verschiebbar gelagerte Halteelemente 24 auf, wobei pro Profilschiene 4, 6, 7 ein Halteelement 24 je Brücke 23 vorgesehen ist. An den Halteelementen 24 ist pro Profilschiene 4, 6, 7 ein weiteres Drahtseil 25 fest befestigt, beispielsweise über ein Gewinde und entsprechende Schrauben. In der Figur 9 sind beispielhaft drei weitere Drahtseile 25 und drei Halteelemente 24 für drei Profilschienen 4, 6, 7 dargestellt. Das weitere Drahtseil 25 ist bevorzugt ausserhalb des DurchlaufSystems 1, insbesondere nahe der Seitenwände, mit dem der jeweiligen Profilschiene 4, 6, 7 zugeordneten Drahtseil 20, welches an der Einlaufseite 5 und an der Auslaufseite 2 des

DurchlaufSystems 1 verläuft, fest verbunden, insbesondere an dieses angeklemmt.

Hierdurch wird eine exakte Parallelverschiebung der Profilschienen 4, 6, 7 auch im Inneren der Ofen- kammer des als Durchlaufofen ausgebildeten DurchlaufSystems 1 gewährleistet, da durch eine Bewegung des Drahtseils 20 über eine Bewegung einer Profilschiene 4, 6, 7

durch die Verstelleinheit 3 auch das weitere Drahtseil 25 und somit das jeweilige Halteelement 24 in der Brücke 23 in die für die Parallelverschiebung richtige Richtung bewegt werden.

5 Oftmals sind unterhalb der Profilschienen 4,

6, 7 Transportgliederbänder zum Transportieren von Bauteilen, z.B. Platinen, vorgesehen. In diesem Fall sind die Brücken 23 vorzugsweise oberhalb der Profilschienen 4, 6, 7 angeordnet und weisen nur Halteelemente 24 zumo Halten der Profiltransportschienen 6 auf, da die Mittel- unterstützungsprofilschienen 7 unterhalb der von den Profiltransportschienen 6 transportierten Bauteile gelagert sind.

Zum Verschieben einer oder mehrerer Profil- 5 schienen 4, 6, 7 in dem DurchlaufSystem 1 werden über die Steuereinheit bzw. eine Eingabeeinheit der Steuereinheit (beispielsweise die Tastatur eines Computers) die Zielpositionen für die Profilschiene 4, 6, 7 eingegeben. Insbesondere werden die Zielpositionen als die gewünschteno Breiten bzw. Differenzbreiten zwischen den Profiltransportschienen 6 und als die gewünschten Positionen der Mittelunterstützungsprofilschienen 7 eingegeben. Die Eingaben können beispielsweise in den Masseinheiten Millimeter oder Inch erfolgen. 5 Danach bewegt der Motor 10 die Laufeinheit 8 auf den Wellen 9 und fährt eine Referenzposition 26, d.h. eine Nullposition, an (vgl. Figur 2), bei der es sich beispielsweise um die Ausgangsposition bzw. Anfangsposition einer in Querrichtung gesehen ersten Profiltrans-o portschiene 6 handeln kann.

Ausgehend von der Referenzposition 26 fährt die Laufeinheit 3, die entsprechend von dem Motor 10 angesteuert wird, die komplette Breite der Stirnseite (der Einlaufseite 5 oder der Auslaufseite 2) , an der sie ange-5 ordnet ist, ab. Hierbei werden durch die induktiven Sensoren 16 die einzelnen Profilschienen 4, 6, 7 erfasst bzw. erkannt und ihnen wird der jeweilige Messwert des

Kodierers zugeordnet, um die Ist-Position der jeweiligen Profilschiene 4, β, 7 zu erhalten. Die ermittelten Ist- Positionen werden in der Steuereinheit hinterlegt. Der Kodierer misst für die Ermittlung der Ist-Positionen aus- gehend von der Referenzposition 26 den zurückgelegten Weg bis zu den Stellen, an denen die Profilschienen 4, 6, 7 von den induktiven Sensoren 16 erkannt wurden. Beim Abfahren der Stirnseite des DurchlaufSystems 1 zur Ermittlung der Ist-Positionen der Profilschienen 4, 6, 7 blei- ben der bzw. die Bolzen 15 in der Laufeinheit 8 eingefahren.

Selbstverständlich können die Zielpositionen, insbesondere die gewünschten Differenzbreiten, bei dem erfindungsgemässen Verfahren auch nach der Ermittlung der Ist-Positionen der Profilschienen 4, 6, 7 eingegeben werden.

Nach der Ermittlung der Ist-Positionen wird die Laufeinheit 8 über den Motor 10 wieder an die Referenzposition 26 gefahren. Dann wird sie von der Referenz- position 26 aus durch den Motor 10 zu einer ersten zu verstellenden Profilschiene 4, 6, 7 gefahren. Als erste zu verstellende Profilschiene 4, 6, 7 wird diejenige von der Steuereinheit bestimmt, die, wenn sie durch die Laufeinheit 8 verschoben wird, derart verschoben werden, dass bei und/oder mit den anderen Profilschienen 4, 6, 7 beim Verschieben der ersten Profilschiene 4, 6, 7 keine Kollision erfolgt. Je nach Konfiguration der Profilschienen 4, 6, 7 kann es also durchaus sein, dass ausgehend von der Referenzposition 26 die letzte bzw. hinterste Profil- schiene 4, 6, 7 als erste verschoben werden muss, um einen Freilauf bzw. eine Nicht-Kollision der anderen Profilschienen 4, 6, 7 zu gewährleisten. Diese erste Profilschiene 4, 6, 7 stellt eine Referenzprofilschiene dar, von der ausgehend die Zielpositionen der anderen Profil- schienen bestimmt werden, d.h. die Zielpositionen der anderen Profilschienen 4, 6, 7 sind relative Zielpositionen, die sich jeweils aus einer Differenz einer absoluten

Zielposition und der Zielposition der Referenzprofilschiene ergeben, wobei die Breite der Profilschienen 4, 6, 7 berücksichtigt wird. In der Steuereinheit wird die jeweilige Abweichung zwischen der Ist-Position und der Zielposition ermittelt und die jeweilige Profilschiene 4, β, 7 wird von der Laufeinheit 8 in Abhängigkeit von der ermittelten Abweichung an die Zielposition verschoben.

Nach dem Anfahren der ersten Profilschiene 4, 6, 7 und vor deren Verstellung wird die Bremse 27, die zum Feststellen der Profilschienen 4, 6, 7 während des Betriebs des DurchlaufSystems 1 insbesondere an der Verstelleinheit 3 vorgesehen ist, gelöst (vgl. Figur 5) .

Zum Verschieben einer Profilschiene 4, 6, 7 steuert die Steuereinheit den Bolzen 15 der Laufeinheit 8 über ein entsprechendes pneumatisches Ventil derart an, dass der Bolzen 15 aus der Laufeinheit 8 heraus und in die öffnung 18 der Profilschiene 4, 6, 7 hineinfährt. Bewegt nun der Motor 10 die Laufeinheit 8 mit der auf diese Weise angekoppelten Profilschiene 4, 6, 7, so bewegt sich die Profilschiene 4, 6, 7 mit der Laufeinheit 8 mit und kann über entsprechende Ansteuerung des Motors bis an die hinterlegte Zielposition bewegt werden. Als Zielposition wird dabei auch eine vorübergehende Parkposition bzw. Ruheposition bezeichnet, d.h. eine Position, in der die Profilschiene 4, 6, 7 nicht beim Betrieb des Durchlaufsystems 1 benutzt wird. Ist die Zielposition erreicht, so wird der Bolzen 15 über den pneumatischen Zylinder und ein entsprechendes pneumatisches Ventil derart angesteuert, dass er wieder in die Laufeinheit 8 einfährt und so- mit die Profilschiene 4, 6, 7 wieder freigegeben wird. Durch die Eigenhaltung der Profilschiene 4, 6, 7 ist sie im Wesentlichen daran gehindert, sich von alleine zu verschieben.

Die Laufeinheit 8 fährt nun über entsprechen- de Motoransteuerung die nächste, zu verschiebende Profilschiene 4, β , 7 an und verschiebt diese analog zu der ersten Profilschiene 4, 6, 7. Dieser Vorgang wird solange

wiederholt, bis alle zu verschiebenden Profilschienen 4, 6, 7 an ihren Zielpositionen stehen. Danach werden die Profilschienen 4, 6, 7 wieder mittels der Bremse 26 festgestellt. Optional können die nun eingestellten Positionen der Profilschienen 4, 6, 7 gemessen und auf einer entsprechenden Anzeige beispielsweise in den Längenmasseinheiten Millimeter bzw. Inch ausgegeben werden. Bei diesem Messvorgang wird wie bei der Ermittlung der Ist- Positionen der Profilschienen 4, 6, 7 die Stirnseite 2, 5 des Durchlaufsystems 1, an welcher sich die Verstelleinheit 3, befindet, von der Laufeinheit 8 abgefahren, wobei von den induktiven Sensoren 16 die Profilschienen 4, 6, 7 erkannt und deren aktuelle Positionen über den Kodierer ermittelt werden. Auf diese Weise kann kontrolliert werden, ob die nun aktuellen Positionen auch tatsächlich den gewünschten Zielpositionen entsprechen, d.h. es kann eva- luiert werden, ob die Verschiebung der Profilschienen 4, 6, 7 im Wesentlichen fehlerfrei erfolgt ist. Die erfindungsgemässe Verstelleinheit, das erfindungsgemässe DurchlaufSystem und das erfindungsgemässe Verfahren haben den Vorteil, dass unabhängig davon, wie viele Profiltransportschienen und/oder Mittelunter- stützungsprofilschienen in einem Durchlaufsystem montiert sind, immer nur ein einziger Motor mit Kodierer erforderlich ist. Unabhängig von der Länge des DurchlaufSystems und der Anzahl seiner Transportspuren bleibt die Reibung der Drahtseile, die für die Parallelverschiebung eingesetzt werden, vorteilhafterweise nahezu gleich. Die von der einen Stirnseite (beispielsweise der Einlaufseite) zur anderen Stirnseite (beispielsweise der Auslaufseite) für die Parallelverschiebung der Profilschiene durch die Drahtseile übertragene Kraft wird nur unwesentlich durch das Eigengewicht der Drahtseile beeinflusst. Die bei län- geren Drahtseilen vorliegende stärkere Spannung der

Drahtseile wird wegen des Umlaufs der Drahtseile um das Durchlaufsystem im Wesentlichen nur von den Umlaufrollen,

nicht aber von den Profilschienen 4, 6, 7 aufgenommen, so dass die auf diese einwirkende Kraft sozusagen neutral bleibt.

Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausgestaltungen bzw. Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.