Hassert, Dirk (Uhlandstrasse 15, Wangen, 73117, DE)
Grickscheit, Helmut (Schafbergstrasse 3, Herrenberg, 71083, DE)
Hassert, Dirk (Uhlandstrasse 15, Wangen, 73117, DE)
| 1. | Anzeigevorrichtung zur Anzeige eines Diebstahlversuchs von an einem Fahrzeug lösbar befestigten Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein piezoelektrischer Sensor (10) in ei¬ ner Aufnahme (11) zwischen dem Fahrzeug und dem Gegen¬ stand angeordnet und in einer Einbaulage des Gegenstands unter Druck gesetzt ist. |
| 2. | Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Sensor (10) über eine Schaltung mit einer Sendeantenne (13) verbunden ist. |
| 3. | Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Empfängerantenne innerhalb des Fahrzeugs ange¬ ordnet ist. |
| 4. | Anzeigevorrichtung nach zumindest einem der vorhergehen¬ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Sensor (10) mit einer Alarman¬ lage gekoppelt ist. |
| 5. | Anzeigevorrichtung nach zumindest einem der vorhergehen¬ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Sensor (10) mittels einer Feder und/oder einem Elastomer (14) unter Druck gesetzt ist. |
| 6. | Anzeigevorrichtung nach zumindest einem der vorhergehen¬ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Sensor (10) in einer Radaufnah¬ me angeordnet. |
| 7. | Anzeigevorrichtung nach zumindest einem der vorhergehen¬ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeantenne (13) im Bereich einer Radnabe ange¬ ordnet ist. |
| 8. | Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung zur An¬ zeige eines Diebstahlversuchs von lösbar befestigten Ge¬ genständen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein in einer Aufnahme (11) zwischen dem Fahrzeug und dem Gegenstand angeordneter piezoelektri¬ scher Sensor (10) in einer Einbaulage des Gegenstands«un¬ ter Druck gesetzt wird. |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass beim Entfernen des Gegenstands aus der Aufnahme der auf den piezoelektrischen Sensor (10) einwirkende Druck sich verändert, wodurch eine an den Sensor (20) ange¬ schlossene Sendeantenne ein Signal abstrahlt zum Aktivie¬ ren einer Alarmanlage. |
| 10. | Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanlage beim Entfernen eines Fahrzeugrads von einer Radaufnahme aktiviert wird. |
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige eines Diebstahlversuchs und ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung nach den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
Zur Diebstahlssicherung von hochwertigen Gegenständen, wie beispielsweise Fahrzeugfelgen, werden üblicherweise mechani¬ sche Felgenschlösser verwendet, die nur mittels spezieller Schlüssel geöffnet werden können. Diese Schlösser können je¬ doch mit handelsüblichem Werkzeug leicht aufgebrochen bzw. die Schlüssel leicht nachgemacht werden, so dass diese Vor¬ richtung keinen ausreichenden Schutz gegen ein unerlaubtes Entfernen bieten kann. Außerdem erfolgt bei der herkömmlichen Vorrichtung keine Anzeige des Diebstahlversuchs durch ein Fahrzeugalarmsystem. Ein Dieb kann somit ungestört hantieren, ohne dass er durch ein optisches oder akustisches Signal von seinem Vorhaben abgehalten wird.
Ferner sind kodierte Radschrauben bekannt, die jedoch keine bessere Sicherheit gegen einen Diebstahlsversuch bieten.
Darüber hinaus sind Anlagen für einen elektronischen Rad- und Abschleppschutz bekannt, die aus einem Lagesensor und einer Auswerteelektronik bestehen. Die Lage des Fahrzeugs wird beim Abstellen auf ebener oder schräger Fläche mit dem Einschalten der Alarmanlage als Null-Lage einprogrammiert. Ein Über¬ schreiten festgelegter Grenzwerte bezüglich Lage und Ände¬ rungsgeschwindigkeit löst dann einen Alarm aus. Normale Lage¬ veränderungen wie beispielsweise Luftverlust in den Reifen, bewusstes Schaukeln des Fahrzeugs oder ein aufweichender Un¬ tergrund können dabei jedoch einen Alarm auslösen, wenn sie von der Elektronik nicht erkannt werden.
In der Offenlegungsschrift US 2004/0056763 Al ist eine Vor¬ richtung für eine Diebstahlssicherung von Fahrzeugfelgen of¬ fenbart, bei der eine Spule im Bereich eines Fahrzeugrads an¬ geordnet ist. Diese wird auf bestimmte Parameter, wie bei¬ spielsweise die Induktivität der Spule in Abhängigkeit von dem Metallgehalt der Felge oder den Blindwiderstand, über¬ wacht. Sobald sich einer der Parameter ändert, wird ein Alarm ausgelöst. Zur Reduzierung des relativ hohen Ruhestrom¬ verbrauchs wird vorgeschlagen, die einzelnen Parameter nur in bestimmten Zeitintervallen abzufragen. Es wird auch eine Kupplung mit einer weiteren Vorrichtung zur Diebstahlssiche¬ rung, wie beispielsweise einem Näherungssensor, oder das An¬ bringen eines separaten Näherungssensors vorgeschlagen. Die Vorrichtung und das damit realisierte Verfahren gestalten sich dadurch jedoch relativ aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige, verbesserte und vereinfachte Anzeigevorrichtung zur Anzeige eines Diebstahlversuchs von an einem Fahrzeug lösbar befes¬ tigten Gegenständen sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung anzugeben, die einen möglichst geringen Energieverbrauch aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unab¬ hängigen Ansprüche gelöst.
Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind der Beschreibung sowie den weiteren Ansprüchen zu entnehmen. Bei der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung ist mindestens ein piezoelektrischer Sensor in einer Aufnahme zwischen einem Fahrzeug und einem daran lösbar befestigten Gegenstand ange¬ ordnet und in einer Einbaulage des Gegenstands unter Druck gesetzt. Vorzugsweise ist der piezoelektrische Sensor in ei¬ ner Radaufnahme angeordnet zur Anzeige eines Diebstahlver¬ suchs einer Fahrzeugfelge oder eines Rades. Es kann sich da¬ bei auch um eine von außen zugängliche Radaufnahme eines Er¬ satzrads handeln, wie sie beispielsweise an Geländefahrzeugen vorgesehen sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass der pie¬ zoelektrische Sensor in einer Aufnahme für einen Dachträger, Fahrradträger oder einen anderen hochwertigen, sicherungsbe¬ dürftigen Gegenstand angeordnet ist.
Zweckmäßigerweise ist der piezoelektrische Sensor mit einer Alarmanlage gekoppelt. Dabei ist der piezoelektrische Sensor vorzugsweise über eine Schaltung mit einer Sendeantenne ver¬ bunden. Bei einer Fahrzeugfelgen-Diebstahlssicherung ist die Sendeantenne zweckmäßigerweise im Bereich einer Radnabe ange¬ ordnet.
In einer Einbaulage des zu sichernden Gegenstands kann der piezoelektrische Sensor vorteilhafterweise durch eine Feder, wie z.B. eine Blattfeder oder eine Spiralfeder, unter mecha¬ nischen Druck gesetzt sein. Der auf den piezoelektrischen Sensor einwirkende Druck kann auch durch eine Vorrichtung mit ähnlicher Wirkung wie beispielsweise einem Elastomerelement, beispielsweise einem Gummiteil, erzeugt werden. Der piezo¬ elektrische Sensor kann auch zum Schutz gegen eine Verschmut¬ zung in einer Elastomerhülle angeordnet sein. Lässt der auf den piezoelektrischen Sensor einwirkende Druck nach, bei¬ spielsweise bei einem unerlaubten Entfernen des zu sichernden Gegenstandes, expandiert der piezoelektrische Sensor und er¬ zeugt aufgrund des bekannten piezoelektrischen Effekts eine - A -
elektrische Spannung. Dies kann vorteilhafterweise dazu ge¬ nutzt werden, um die angeschlossene Sendeantenne zum Senden eines Impulses anzuregen. Dieser Impuls kann von einer güns¬ tigerweise innerhalb des Fahrzeugs angeordneten Empfängeran¬ tenne empfangen werden. Dadurch kann eine Alarmeinrichtung des Fahrzeugs aktiviert werden, die ein Warnsignal abgibt. Es können dabei beispielsweise intermittierende Schallsignale und/oder optische Blinksignale ausgelöst werden. Dadurch wird bekanntermäßen Aufmerksamkeit erregt, und der potentielle Entwender kann von einem Fortsetzen seines Diebstahlversuchs abgehalten werden. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass eine ohnehin bereits vorhandene Alarmanlage im Fahrzeug ausgenutzt werden kann. Der Einbau einer zusätzlichen Alarmeinrichtung erübrigt sich somit. Durch die Verwendung des piezoelektri¬ schen Sensors zur Signalerzeugung kann überdies die Empfän¬ gerantenne passiv ausgeführt sein, wodurch ein Ruhestrom¬ verbrauch des Sensors entfällt.
Gemäß einem Verfahren zum Betreiben einer erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung wird mindestens ein in einer Aufnahme zwi¬ schen einem Fahrzeug und einem zu sichernden Gegenstand, bei¬ spielsweise einer Fahrzeugfelge, angeordneter piezoelektri¬ scher Sensor in einer Einbaulage des Gegenstands unter Druck gesetzt. Beim Entfernen des Gegenstands aus der Aufnahme ver¬ ändert sich der auf den piezoelektrischen Sensor einwirkende Druck, wodurch eine an den Sensor angeschlossene Sendeantenne ein Signal abstrahlt zum Aktivieren einer Alarmanlage.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahl¬ reiche Merkmale in Kombination, die der Fachmann zweckmäßi¬ gerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen wird. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung in einer Radaufnahme;
Fig. 2 eine Detailansicht gemäß Figur 1 im Schnitt; und
Fig. 3 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung im Zustand, in dem ein zu si¬ chernder Gegenstand entfernt wird.
Gleiche oder im Wesentlichen gleich bleibende Elemente werden in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen beziffert.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausfüh¬ rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung in einer bevorzugten Radaufnahme, die zur Sicherung eines mon¬ tierten Fahrzeugrads gegen einen Diebstahlsversuch dient . In einer Stirnseite 11 eines Radträgers 12 sind Gewindebohrungen 15 angeordnet, die zur Aufnahme von nicht gezeigten Rad¬ schrauben dienen, mit denen ein nicht dargestelltes Rad an den Radträger 12 befestigt ist. Der Einfachheit halber sind nur einige der Gewindebohrungen 15 mit einem Bezugszeichen versehen. In seiner Einbaulage ist das Rad der Stirnseite 11 des Radträgers 12 zugewandt. In einem zwischen zwei Gewinde¬ bohrungen 15 liegenden Bereich 16 ist eine Bohrung 18 ange¬ ordnet, in der sich ein piezoelektrischer Sensor 10 befindet. Der in der Bohrung 18 angeordnete piezoelektrische Sensor 10 ist mit einer nicht gezeigten Alarmanlage gekoppelt. Im de¬ montierten Zustand ist der piezoelektrische Sensor 10 entlas¬ tet, während bei montiertem Rad der Sensor 10 unter Druck setzbar ist. Im demontierten Zustand steht die Feder 14 an der Stirnseite 11 des Radträgers 12 über, wie anhand der Dar¬ stellung in Figur 3 ersichtlich ist.
In der Figur 2 ist der Bereich 16 aus der Figur 1 im Schnitt illustriert mit einem Radträger 12, mit einer Gewindebohrung 15, in die eine Radschraube 17 eingeschraubt ist, und einer Bohrung 18, in der ein piezoelektrischer Sensor 10 angeordnet ist. Der piezoelektrische Sensor 10 ist über eine Schaltung mit einer Sendeantenne 13 verbunden, die im Bereich einer nicht näher dargestellten Radnabe angeordnet ist. Innerhalb des Fahrzeugs ist eine mit der Sendeantenne 13 gekoppelte Empfängerantenne angeordnet, die in den Figuren nicht gezeigt wird.
Die zu sichernde Fahrzeugfelge bzw. das zu sichernde Rad be¬ findet sich in der Figur 2 in Einbaulage und wird nicht ge¬ zeigt. In der Einbaulage ist der piezoelektrische Sensor 10 unter mechanischen Druck gesetzt. Dies erfolgt mittels einer Feder 14, die als Spiralfeder ausgebildet ist. Diese befindet sich zwischen dem piezoelektrischen Sensor 10 und einem frei¬ en Ende 19 der Bohrung 18 und ist in einer Einbaulage der zu sichernden Fahrzeugfelge komprimiert. Die nicht gezeigte Fahrzeugfelge übt in Einbaulage einen Druck auf die Feder 14 aus, der auf den piezoelektrischen Sensor 10 wirkt und diesen in Einbaulage unter Druck hält.
Beim Entfernen der Fahrzeugfelge bzw. des Rades von dem Rad¬ träger 12 wird die Feder 14 entlastet, wodurch sich der auf den piezoelektrischen Sensor 10 einwirkende Druck verringert. Durch die dabei erzeugte elektrische Spannung erhält die an den Sensor 10 angeschlossene Sendeantenne einen Impuls und strahlt ein Signal zum Aktivieren einer Alarmanlage ab.
In der Figur 3 ist der Zustand der erfindungsgemäßen Anzeige¬ vorrichtung beim oder nach dem Entfernen der Fahrzeugfelge gezeigt, wobei die Feder 14 expandiert und somit der Druck auf den piezoelektrischen Sensor 10 nachlässt. Aufgrund des bekannten piezoelektrischen Effekts erzeugt dieser eine Wech¬ selspannung, welche die angeschlossene Sendeantenne 13 zum Senden eines Impulses oder eines Datentelegramms anregt, der oder das von der Empfängerantenne empfangen wird. Dadurch wird eine Alarmanlage aktiviert und ein optischer und/oder akustischer Alarm ausgelöst, wodurch ein möglicher Dieb¬ stahlsversuch unterbunden werden kann.
Durch die Verwendung des piezoelektrischen Senders kann die im Fahrzeug angeordnete Empfängerantenne passiv ausgeführt sein, wodurch vorteilhafterweise kein Ruhestrom verbraucht wird.
Die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung und das Verfahren zum Betreiben der Anzeigevorrichtung kann auch bei von außen zu¬ gänglichen Ersatzrädern, beispielsweise an Geländefahrzeugen, oder für andere zu sichernde Gegenstände wie z.B. für Dach¬ träger, Fahrradträger und dgl. verwendet werden.
