Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DISPLAY DEVICE AND ELECTRICALLY DRIVEN SCOOTER HAVING A CORRESPONDING DISPLAY DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068580
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a display device (110) for an in particular electrically driven motor scooter (1), comprising: a first display device, namely a flat screen, having a first resolution; a second electrical or electronic display device having a second resolution, wherein preferably the second resolution is significantly lower than the first resolution. The display device (110) is further designed to display information, which is based on a measurement value, e.g. a charge state of a battery of the motor scooter (1) and/or an actuating variable, simultaneously on the first display device and the second display device.

More Like This:
Inventors:
DAVID, Patrick (Hölderlinstraße 35, Blaustein, 89134, DE)
Application Number:
EP2018/076464
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 28, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
UJET S.A. (1 rue de la Poudrerie, 3364 Leudelange, 3364 Leudelange, 3364, LU)
International Classes:
B60K35/00; B60K37/00; B62K11/00; B60R11/02; G01D7/00
Attorney, Agent or Firm:
WÜRMSER, Julian (Widenmayerstraße 47, München, 80538, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Anzeigevorrichtung (110) für einen insbesondere elektrisch angetriebenen Motorroller (1), Folgendes aufweisend:

- eine erste Anzeigeeinrichtung, nämlich einen Flachbildschirm (120), mit einer ersten Auflösung;

- eine zweite elektrische oder elektronische Anzeigeeinrichtung mit einer zweiten Auflösung, wobei vorzugsweise die zweite Auflösung deutlich geringer ist als die erste Auflösung,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

die Anzeigevorrichtung (110) dazu ausgebildet ist, eine Information, die auf einem Messwert (1) und/oder einer Stellgröße basiert, gleichzeitig auf der ersten Anzeigeeinrichtung und der zweiten Anzeigeeinrichtung anzuzeigen.

2. Anzeigevorrichtung (110) nach Anspruch 1,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

die erste Anzeigeeinrichtung physisch getrennt von der zweiten

Anzeigeeinrichtung, vorzugsweise in einer Abdeckung (125), angeordnet ist.

3. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

die zweite Anzeigeeinrichtung eine Vielzahl von Leuchtdioden umfasst, wobei die Anzahl der Leuchtdioden kleiner als 50, insbesondere kleiner als 20 ist.

4. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

zumindest einige der Leuchtdioden im Wesentlichen entlang einer Geraden oder einem Teilkreisbogen angeordnet sind.

5. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

die erste Anzeigeeinrichtung eine zumindest im Wesentlichen rechteckige Anzeigefläche umfasst, wobei zumindest einige der Bauelemente, insbesondere der Leuchtdioden, der zweiten Anzeigeeinrichtung entlang der Seitenränder der Anzeigefläche angeordnet sind.

6. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, g e ke n n ze i c h n et durch:

ein zumindest abschnittsweise transparentes Abdeckungselement mit einer Oberseite und einer Unterseite, wobei die erste und zweite

Anzeigeeinrichtung jeweils an der Unterseite der Abdeckung angeordnet sind.

7. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 6,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

zumindest einige Abschnitte des transparenten Abdeckungselements oberhalb von Bauelementen, insbesondere Leuchtdioden, der zweiten Anzeigeeinrichtung beklebt und/oder eingefärbt sind.

8. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

die erste Anzeigeeinrichtung ein LCD-Flachbildschirm, ein Plasma- Flachbildschirm oder ein OLED-Flachbildschirm mit einer Auflösung von vorzugsweise mehr als 1000 Bildpunkten, insbesondere mehr als 10000 Bildpunkten, umfasst.

9. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, g e ke n n ze i c h n et durch:

- eine/die Abdeckung (125) zur Aufnahme der ersten und/oder zweiten Anzeigeeinrichtung, und

- eine Basis (111), wobei die Abdeckung über ein Anzeigegelenk (121) an der Basis derart angebracht ist, dass die Abdeckung von einer ersten Stellung (PI) in eine zweite Stellung (P2) verschwenkbar ist.

10. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 9,

g e ke n n ze i c h n et durch:

- einen Aktuator, insbesondere einen Elektromotor (130), und

- eine Steuereinrichtung (140), die dazu ausgebildet ist, in Reaktion auf mindestens eine Eingabe den Aktuator (30) derart anzusteuern, dass die/eine Abdeckung (125) von der ersten Stellung (PI) in die zweite Stellung (P2) verschwenkt wird.

11. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 9 oder 10,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

- die Anzeigevorrichtung (110) ferner einen Lichtsensor (112) zum

Messen einer Lichteinstrahlung aufweist; und

- die Steuereinrichtung (140) den Aktuator (30) derart steuert, dass Reflektionen von einer durch die erste Anzeigeeinrichtung definierten Spiegelebene, umgelenkt werden, sodass das Blenden eines Benutzers beim Verwenden der Anzeigevorrichtung (110) verringert wird.

12. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 11,

d a d u rc h g e ke n n ze i c h n et, dass

in einer Speichereinrichtung mindestens ein Spiegelwinkel (γ, γλ) gespeichert ist, der einer Reflektion von einer/der Spiegelebene

zugeordnet ist,

wobei die Steuereinrichtung (140) dazu ausgebildet ist, den Aktuator (30) derart anzusteuern, dass eine/die Abdeckung (125) in eine Fahrstellung verschwenkt wird, wobei in der Fahrstellung (P2, P3) mindestens ein Reflektionswinkel (a, ß) von dem mindestens einen Spiegelwinkel (γ, γλ) verschieden ist.

13. Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, g e ke n n ze i c h n et durch

einen/den Lichtsensor (112), der dazu ausgebildet ist, eine Lichtquelle zu detektieren, wobei eine/die Steuereinrichtung (140) dazu ausgebildet ist, einen/den mindestens einen Reflektionswinkel (a, ß) unter Verwendung der detektierten Lichtquelle zu berechnen.

14. Elektrisch angetriebener Roller mit einer Anzeigevorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Anzeigevorrichtung und elektrisch angetriebener Roller mit entsprechender

Anzeigevorrichtung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung sowie einen elektrisch

angetriebenen Roller mit einer entsprechenden Anzeigevorrichtung .

Mit elektrischen Antrieben ausgestattete Motorroller sind beispielsweise aus der EP 1 857 314 A2 bekannt. Entsprechende elektrische Motorroller oder

motorisierte Zweiräder haben üblicherweise eine Karosserie und zwei Räder, wobei eines der Räder über einen elektrischen Antrieb angetrieben wird .

Ferner haben solche Motorroller üblicherweise eine Lenkerbaugruppe,

umfassend einen Lenker sowie eine Anzeigevorrichtung zur Darstellung von Geschwindigkeitsinformationen oder dem Ladezustand einer Batterie. Zusätzlich ist an der Lenkerbaugruppe oftmals ein Zündschloss vorgesehen, welches als Diebstahlsicherung des Motorrollers dient.

Die Anzeigevorrichtungen sind manchmal mit einem Flachbildschirm ausgestattet, welches durch eine Abdeckschicht, beispielsweise eine Glas- oder

Kunststoffschicht geschützt wird. Folglich können an dem Flachbildschirm

Reflektionen auftreten, die die Lesbarkeit des Flachbildschirms erschweren.

Die Lesbarkeit des Displays bzw. Flachbildschirms wird besonders stark von äußeren Umweltfaktoren, wie Hagel, Schnee oder Regen, beeinflusst. Weiterhin ist es möglich, dass entsprechende Flachbildschirme ausfallen. Ein Schaden an einem Flachbildschirm, z. B. eine zerbrochene Glasscheibe, kann dazu führen, dass das gesamte Fahrzeug nicht mehr funktionsfähig ist, da z. B.

Geschwindigkeitsinformationen nicht mehr abgelesen werden können.

Allgemein ist die sichere und gut lesbare Darstellung von gewissen

Informationen, z. B. Geschwindigkeit, für den Fahrer hoch relevant. Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden

Erfindung, die vorstehend beschriebenen Nachteile zu beheben. Insbesondere soll eine Anzeigevorrichtung bereitgestellt werden, die dazu beiträgt, die

Verkehrssicherheit, insbesondere auf Grund einer guten Wahrnehmbarkeit der angezeigten Informationen, zu erhöhen.

Die Aufgabe wird durch eine Anzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 1 sowie durch einen elektrisch angetriebenen Roller gemäß dem Anspruch 14 gelöst.

Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Anzeigevorrichtung für einen elektrisch angetriebenen Roller gelöst, wobei die Anzeigevorrichtung umfasst:

- eine erste Anzeigeeinrichtung, nämlich einen Flachbildschirm, mit einer ersten Auflösung;

- eine zweite elektrische oder elektronische Anzeigeeinrichtung mit einer zweiten Auflösung, wobei vorzugsweise die zweite Auflösung deutlich geringer ist als die erste Auflösung, wobei die Anzeigevorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Information, die auf einem Messwert, und/oder einer Stellgröße basiert (z. B. ein Ladezustand einer Batterie des Motorrollers), gleichzeitig auf der ersten Anzeigeeinrichtung und der zweiten Anzeigeeinrichtung anzuzeigen.

Ein Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht also darin, wichtige

Informationen, beispielsweise Messwerte und/oder Stellgrößen auf zwei sich unterscheidenden Anzeigeeinrichtungen darzustellen. In einer Ausführungsform unterscheiden sich die Anzeigeeinrichtungen hinsichtlich der verwendeten

Technologie. So kann beispielsweise die zweite elektrische Anzeigeeinrichtung einfache Lampen und/oder LEDs verwenden, um Informationen zu visualisieren. Die erste Anzeigeeinrichtung kann ein Flachbildschirm, beispielsweise basierend auf OLED-Technologie sein. Die unterschiedlichen Technologien haben

unterschiedliche Vorteile, so dass nicht nur eine Redundanz geschaffen wird, sondern auch in sich unterscheidenden Situationen stets eine optimale

Darstellung der Information gewährleistet ist. So kann der Flachbildschirm beispielsweise völlig anders auf starke Sonneneinstrahlung reagieren als die exemplarisch genannten Leuchtdioden bzw. LEDs. Die erste und die zweite Anzeigeeinrichtung können in Extremsituationen, z. B. Hitze, Kälte, Schläge, Wasser, unterschiedlich reagieren. Das redundante Anzeigen auf unterschiedlichen Anzeigeeinrichtungen ermöglicht es auch, in diesen

Extremsituationen die Sicherheit des Benutzers des Motorrollers zu gewährleisten.

In einer Ausführungsform unterscheiden sich die erste und die erste

Anzeigeeinrichtung anhand der verwendeten Auflösung. So ist es angedacht, die erste Anzeigeeinrichtung mit einer Auflösung auszustatten, die deutlich höher ist als die der zweiten Anzeigeeinrichtung. Erfindungsgemäß kann„deutlich höher" so definiert werden, dass die Auflösung um mindestens 30 %, insbesondere um mindestens 50 %, insbesondere um mindestens 70 % höher ist.

Dementsprechend kann der Begriff„deutlich geringer" definiert sein.

Die angezeigte Information kann jede beliebige Information sein. In einem

Ausführungsbeispiel handelt es sich hierbei um einen Ladezustand einer Batterie des Motorrollers und/oder eine Geschwindigkeitsanzeige des Motorrollers. Die angezeigte Information kann auf der ersten Anzeigeeinrichtung völlig anders dargestellt werden, wie auf der zweiten Anzeigeeinrichtung. Beispielsweise ist es denkbar, die Informationen auf der ersten Anzeigeeinrichtung aufgrund der hohen Auflösung in Form von Zahlen, z. B. 10 %, 20 %, 30 %, 40 %

darzustellen. Bei der zweiten Anzeigeeinrichtung kann die gleiche Information mittels Balken, z. B. Ladebalken dargestellt sein. So können beispielsweise sechs beleuchtete Balken eine vollständige Ladung der Batterie anzeigen. Soweit nur einige der sechs verfügbaren Balken beleuchtet sind, ist der Ladezustand entsprechend reduziert.

In einer Ausführungsform ist die erste Anzeigeeinrichtung physisch getrennt von der zweiten Anzeigeeinrichtung angeordnet. Vorzugsweise sind beide zumindest teilweise Anzeigeeinrichtungen in einer Abdeckung angeordnet. Gegebenenfalls kann die physische Trennung auch mit einer elektrischen Trennung der

Anzeigeeinrichtungen einhergehen.

Wie bereits erläutert, kann die zweite Anzeigeeinrichtung eine Vielzahl von Leuchtdioden umfassen. In einer Ausführungsform ist die Anzahl der

Leuchtdioden für die zweite Anzeigeeinrichtung kleiner als 50, insbesondere kleiner als 20. Zumindest einige der Leuchtdioden können im Wesentlichen entlang einer Geraden oder einem Teilkreisbogen angeordnet sein. Mittels einer

entsprechenden Anordnung ist es möglich, Füllzustände bzw. Ladezustände besonders gut zu visualisieren. Entsprechend können auch

Geschwindigkeitsanzeigen ausgehend von einer Maximalgeschwindigkeit angezeigt werden. Erfindungsgemäß bedeutet im Wesentlichen entlang einer Geraden und/oder eines Teilkreisbogens, dass der Abstand zwischen der

Leuchtdiode und der entsprechenden Geraden oder dem entsprechenden

Teilkreisbogen kleiner oder gleich als 1 cm, insbesondere kleiner oder gleich als 0,5 cm ist.

In einer Ausführungsform umfasst die erste Anzeigeeinrichtung eine zumindest im Wesentlichen rechteckige Anzeigefläche. Die Bauelemente der zweiten

Anzeigeeinrichtungen können in dieser Ausführungsform entlang, beispielsweise linksseitig oder rechtsseitig der rechteckigen Anzeigefläche angeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Teilmenge der Leuchtdioden auf der linken oder der rechten Seite der rechteckigen Anzeigefläche angeordnet.

Vorzugsweise sind jeweils mindestens fünf Leuchtdioden vorgesehen, um eine Geschwindigkeit oder einen Füllzustand anzuzeigen.

In einer Ausführungsform umfasst die Anzeigevorrichtung ein

Abdeckungselement. Das Abdeckungselement kann beispielsweise Teil der bereits genannten Abdeckung und derart ausgerichtet sein, dass das Abdeckungselement auf der dem Benutzer zugewandten Seite angeordnet ist. Das Abdeckungselement ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise transparent. An der Unterseite, also der dem Benutzer abgewandten Seite des Abdeckungselements, können sich die erste und die zweite Anzeigeeinrichtung befinden.

In einer Ausführungsform sind zumindest 80 % des Bereichs, der die erste Anzeigeeinrichtung überdeckt, transparent. Oberhalb von Bauelementen, beispielsweise Leuchtdioden, der zweiten Anzeigeeinrichtung, können

Einfärbungen oder Beklebungen oder Gravuren vorhanden sein. Die Einfärbungen ermöglichen es, unterschiedliche Farben herzustellen. Mittels der Beklebung können Symbole, beispielsweise zur Visualisierung von Defekten dargestellt werden. In einer Ausführungsform handelt es sich bei der ersten Anzeigeeinrichtung um einen LCD-Flachbildschirm, einen Plasma-Flachbildschirm oder einen OLED- Flachbildschirm mit einer Auflösung von mehr als 1.000 Bildpunkten.

Vorzugsweise kann die Auflösung mehr als 10.000 Bildpunkte betragen.

Eine entsprechend hochauflösende Anzeigeeinrichtung kann verwendet werden, um Informationen sehr differenziert anzuzeigen.

In einer Ausführungsform weist die Anzeigevorrichtung eine Abdeckung auf, wobei die Abdeckung über ein Anzeigegelenk verschwenkbar, insbesondere drehbeweglich, an einer Basis gelagert ist. Die Anzeigevorrichtung kann (in dieser Ausführungsform) einen Aktuator aufweisen, der in Wirkverbindung mit der Abdeckung und/oder dem Anzeigegelenk steht und dazu ausgebildet ist, die Abdeckung von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung zu verschwenken. Die Anzeigevorrichtung kann darüber hinaus eine Steuereinrichtung zum

Ansteuern des Aktuators aufweisen.

Der Aktuator kann als Elektromotor, insbesondere als ein bürstenloser

Gleichstrommotor, ausgebildet sein. Der Aktuator kann derart angeordnet sein, dass eine Drehwelle in axialer Richtung derart in das Anzeigegelenk eingreift, dass eine Drehung der Welle ein Verschwenken der Abdeckung bewirkt.

Die Steuereinrichtung kann dazu ausgebildet sein, in Reaktion auf mindestens eine Eingabe, den Aktuator derart anzusteuern, dass die Abdeckung von der ersten Stellung, z. B. einer geschlossenen Stellung, in die zweite Stellung, z. B. einer geöffneten Stellung, verschwenkt wird.

In einer Ausführungsform ermöglicht die Anzeigevorrichtung also das

Verschwenken der Abdeckung zwischen verschiedenen Stellungen. Es ist somit auf einfache Weise möglich, die erste und/oder zweite Anzeigeeinrichtung zu verstellen. Zum Schutz der ersten und/oder zweiten Anzeigeeinrichtung kann die Abdeckung zum Beispiel beim Verlassen des Fahrzeugs in eine geschlossene Stellung verschwenkt werden, sodass diese empfindlichen Komponenten geschützt sind.

Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin durch einen elektrisch

angetriebenen Roller mit einer Anzeigevorrichtung gelöst, die einige oder alle Merkmale der vorab beschriebenen Anzeigevorrichtung umfasst. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen elektrisch angetriebenen Motorroller in einer Seitenansicht;

Fig. 2 eine Lenkerbaugruppe in einer Rückansicht;

Fig. 3 eine Anzeigevorrichtung mit einer ersten und einer zweiten

Anzeigevorrichtung

Fig. 4 eine Anzeigevorrichtung in geöffneter Stellung;

Fig. 5 die Anzeigevorrichtung der Fig. 3 in geschlossener Stellung;

Im Folgenden werden für gleiche oder gleichwirkende Teile dieselben

Bezugsziffern verwendet.

Die Fig. 1 zeigt einen elektrisch angetriebenen Motorroller 1 mit Vorder- und Hinterrad 5, 5\ An dem Hinterrad 5 ist ein Elektromotor 2 als Außenläufermotor in die Felge des Hinterrades 5 integriert. Der Elektromotor 2 wird über eine Batterie 3 gespeist, die als Teil des Fahrersitzes ausgebildet ist. Hierzu ist die Batterie 3 mit dem Motor 2 elektrisch verbunden. Der Motorroller 1 verfügt ferner über eine Lenkerbaugruppe 6, die u.a. eine Anzeigevorrichtung 110 und einen Gasdrehgriff 9 umfasst.

Die Fig. 2 zeigt die Lenkerbaugruppe 6 in einer Rückansicht. Die

Lenkerbaugruppe 6 umfasst einen linken Rückspiegel 7 sowie einen rechten Rückspiegel 7\ Die Lenkerbaugruppe 6 beherbergt die Anzeigevorrichtung 110, mittels derer die Betriebsdaten bzw. Informationen des Motorrollers 1 angezeigt werden. Die Anzeigevorrichtung 110 umfasst eine erste Anzeigeeinrichtung in Form eines Flachbildschirms 120 sowie eine zweite Anzeigeeinrichtung, die sich in mehrere Teilsegmente untergliedern lässt. Gemäß dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei diesen Teilsegmenten, um ein erstes Teilsegment zur Darstellung der Geschwindigkeit (vgl. LED- Geschwindigkeitsanzeige 113) sowie um ein zweites Teilsegment zur Darstellung des Ladezustands des Motorrollers (vgl. LED-Ladeanzeige 114). Weitere

Teilsegmente beschäftigen sich mit den gesetzten Blinkern bzw. Fahrtrichtungsanzeigern (vgl. Pfeile oben), den Scheinwerfern (vgl. Symbole auf der unteren rechten Seite) und weiteren Betriebszuständen (vgl. die weiteren Symbole, z. B. das Batteriesymbol).

Auch auf dem Flachbildschirm 120 wird erfindungsgemäß die aktuell gefahrene Geschwindigkeit sowie die verbleibende Reichweite des Motorrollers 1 bzw. der Ladezustand angezeigt. Zur Erhöhung der Sicherheit sind neben dem

Flachbildschirm 120, unter einem teilweise transparenten Abdeckungselement Leuchtdioden vorgesehen, die in redundanter Weise die Geschwindigkeit des Motorrollers 1 anzeigen. Diese Leuchtdioden bilden die zusammen mit den

Symbolen auf dem Abdeckungselement und unter Nutzung von nichttransparenten Abschnitten die zweite Anzeigeeinrichtung, wie diese exemplarisch in Fig. 3 dargestellt ist.

Die Leuchtdioden können unterschiedlich eingefärbtes Licht emittieren, das beispielsweise den momentanen Fahrmodus angibt.

Ferner ist eine Steuereinrichtung 127 (vgl. Fig. 4) in der Lenkerbaugruppe 6 vorgesehen, die Positionsdaten von dem Gasdrehgriff 9 empfängt und verarbeitet. Unter Verwendung der Positionsdaten bestimmt die Steuereinheit 127 einen Betriebsmodus für den Elektromotor 2. Hierzu ist die Steuereinrichtung mit der Batterie 3 und dem Elektromotor 2 verbunden. Der Betriebsmodus kann

erfindungsgemäß auf der ersten und/oder zweiten Anzeigeeinrichtung dargestellt werden.

In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Anzeigevorrichtung 110 weiterhin einen Lichtsensor 112. Dieses kann mit der ersten und/oder zweiten Anzeigeeinrichtung interagieren. Beispielsweise kann eine automatische Dimmung in der Nacht erfolgen.

Fig. 4 und 5 zeigen eine schematische Darstellung eines weiteren

Ausführungsbeispiels der Anzeigevorrichtung 110. Die Anzeigevorrichtung 110 ist hier elektrisch betätigbar. Die Anzeigevorrichtung 110 ist in der Fig. 4 in einer geöffneten Stellung P2 dargestellt. Die Anzeigevorrichtung 110 umfasst eine Basis 111 sowie eine Abdeckung 125, in die der Flachbildschirm 120 eingelassen ist. Der Flachbildschirm 120 ist über ein Anzeigegelenk 121 mit der Basis 111 verschwenkbar verbunden. An dem Anzeigegelenk 121 ist ein Elektromotor 130 angeordnet, dessen

Antriebswelle mit dem Anzeigegelenk 121 in Wirkverbindung steht. Das

Verschwenken des Flachbildschirms 120 wird also über den Elektromotor 30 ausgeführt.

An der Anzeigevorrichtung 110 ist an dem Flachbildschirm 120 ein Lichtsensor 112 angeordnet. Der Lichtsensor 112 ist in der vorliegenden Ausführungsform als Kamera ausgebildet, so dass der Bereich vor dem Flachbildschirm 120 erfasst wird. Vorzugsweise ist der Lichtsensor 112 als Weitwinkelkamera 112 ausgebildet, so dass ein möglichst großer Bereich erfasst wird.

An der Basis 111 ist ferner eine Eingabeeinrichtung 123, wie z. B. eine Tastatur, vorgesehen. Die Eingabeeinrichtung 123 kann von einem Fahrer dazu verwendet werden, Benutzereingaben vorzunehmen. Beispielsweise kann eine

Benutzerauthentifikation mittels der Eingabeeinrichtung 123 ausgeführt werden.

Fig. 5 zeigt die Anzeigevorrichtung 110 in einer geschlossenen Stellung PI. Der Flachbildschirm 120 - die erste Anzeigeeinrichtung - ist hierzu von der geöffneten Stellung P2 um das Anzeigegelenk 121 mittels des Elektromotors 130 verschwenkt worden. In der geschlossenen Stellung PI ist der Flachbildschirm 120 vor äußeren Umwelteinflüssen und Vandalismus geschützt. Hierzu kann an der Rückseite der Abdeckung 125 eine feste Oberfläche, z. B. aus Aluminium oder einem Kunststoff vorgesehen sein. Auf der Vorderseite der Abdeckung 125 kann sich eine

Glasscheibe als Abdeckungselement. Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 ist eine zweite Anzeigeeinrichtung in Form einer LED- Geschwindigkeitsanzeige 113 vorgesehen. Die LED-Geschwindigkeitsanzeige 113 kann als LED-Array ausgebildet sein. Das Abdeckungselement schützt die erste und die zweite Anzeigeeinrichtung.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die einzelnen Komponenten oder Ausführungsbeispiele jeweils einzeln und in jeder beliebigen Kombination als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abwandlungen hiervon sind dem Fachmann geläufig und sind von der Patentanmeldung umfasst.

Bezugszeichenliste

1 Motorroller Motor

Batterie

, 5 λ Vorder- Hinterrad

Lenkerbaugruppe, T Linker und rechter Rückspiegel

Blinkerhebel

Gasdrehgriff

0 Griffteil

2 Drehteil

10 Anzeigevorrichtung

11 Basis

12 Lichtsensor

13 LED-Geschwindigkeitsanzeige14 LED-Ladeanzeige

15 Abdeckung

20 Flachbildschirm

21 Anzeigegelenk

22 Spiegelebene

23 Eingabeeinrichtung

30 Elektromotor

40 Steuereinrichtung