FISCHER, Michael (Wielandstr. 24, Niefern-Oeschelbronn, 75223, DE)
GRABSCH, Hans-Peter (Florian-Geyer-Str. 25/1, Boeblingen, 71034, DE)
FISCHER, Michael (Wielandstr. 24, Niefern-Oeschelbronn, 75223, DE)
Ansprüche
1. Anzeigegerät (10), insbesondere Betriebsdatenanzeigegerät oder Kombinationsinstrument oder Bildschirm, mit einem optischen Anzeigefeld (13) und mit mindestens einem, ggf. integrierten, Lautsprecher (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Lautsprecher als transparenter Folienlautsprecher (12) ausgeführt ist, der auf dem Anzeigefeld (13) angeordnet ist.
2. Anzeigegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienlautspecher (12) durch ein mindestens eine Trägerfrequenz mit einem Audiosignal sendendes übertragungselement aktivierbar ausgebildet ist, wobei das übertragungselement für eine gerichtete Audioübertragung ausgeführt ist.
3. Anzeigegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das übertragungselement mindestens eine Trägerfrequenz zwischen 100 kHz und 200 kHz, insbesondere von 180 kHz aufweist.
4. Anzeigegerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das übertragungselement ein amplitudenmoduliertes übertragungselement ist.
5. Anzeigegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienlautsprecher (12) als Electret-Folie ausgebildet ist.
6. Anzeigegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Flachbildschirm.
7. Anzeigegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere im Anzeigefeld integrierte virtuelle Lautsprecher.
8. Anzeigegerät nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zwei im Anzeigefeld integrierte virtuelle Lautsprecher. |
Beschreibung
Titel
Anzeigegerät insbesondere Bildschirm
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Anzeigegerät nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Stand der Technik
Bekannt sind Flachbildschirme für PCs, Laptops und dergleichen, die integrierte Lautsprecher aufweisen. Dadurch ist eine kompakte Bauform gegeben. Sie können leicht umgestellt werden, ohne dass externe Lautsprecher entsprechend umgestellt werden müssen. Außerdem entfallen externe Anschlusskabel, was besonders bequem ist. Bei derartigen Bildschirmen können jedoch die Lautsprecher leicht durch davorstehende Gegenstände in ihrem Klang beeinträchtigt werden. Außerdem ist es beispielsweise in Großraumbüros sehr störend, wenn eine Vielzahl derartiger Bildschirme aufgestellt ist, so dass eine unangenehme und störende Geräuschkulisse entsteht.
In Kraftfahrzeugen sind ebenfalls die unterschiedlichsten Anzeigegeräte und Kombinationsanzeigegeräte mit Drehzahlmesser und Tachometer bekannt. Auch hier ist das Problem gegeben, dass bei der Anordnung konventioneller Lautsprecher nicht nur Bauraum benötigt wird, sondern auch keine gezielte Information von Fahrer oder
Beifahrer möglich ist.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anzeigegerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das unter allen Umständen eine optimale Klangwiedergabe gewährleistet, wobei eine Audiowiedergabe nur auf eine vor dem Anzeigegerät befindliche Person gerichtet ist.
Diese Aufgabe wird ein Anzeigegerät mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Durch das erfindungsgemäße Anzeigegerät kann der Lautsprecher nicht mehr so leicht verdeckt oder blockiert werden, da das Sichtfeld bzw. das optische Display immer sichtbar sein muss. Die Anordnung auf dem Anzeigefeld ist möglich durch die transparente Ausführung des Lautsprechers. Durch seine als Folie ausgebildete, flache Bauweise ist eine Integration in einem Bildschirm, insbesondere in einem
Flachbildschirm, leicht umsetzbar.
Der erfindungsgemäße Lautsprecher erlaubt darüber hinaus, dass eine Klangwiedergabe nur auf eine vor dem Anzeigegerät bzw. dem Bildschirm befindliche Person gerichtet ist, so dass keine Beschallung auf andere unbeteiligte Personen entsteht.
Ein auf die erfindungsgemäße Weise gestaltetes Anzeigegerät ist zudem sehr kompakt, da kein zusätzlicher Bauraum für zusätzliche Lautsprecher erforderlich ist.
Bei einer Anwendung im Kfz liegen die Vorteile sowohl in dem wegfallenden Bauraum als auch in der Richtwirkung. Durch die Richtwirkung des Wandlerprinzips wird die Umgebung weniger gestört. Es wird z.B. nur der Fahrer informiert, die Fahrgäste bleiben weitgehend unbehelligt von Hinweisen und Warnungen von Fahrerassistenzsystemen.
In einer ersten vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen Anzeigegerätes ist vorgesehen, dass der Folienlautsprecher durch ein eine Trägerfrequenz mit einem Audiosignal sendendes übertragungslement aktivierbar ausgebildet ist, wobei das übertragungselement für eine gerichtete Audioübertragung ausgeführt ist. Auf diese Weise kann das Audiosignal auf dem Bildschirm durch die Trägerfrequenz praktisch
ähnlich einem Funksignal übertragen werden, so dass keine übertragungsleitungen auf dem Weg vom übertragungselement zur Folie benötigt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das übertragungselement eine Trägerfrequenz zwischen 100 kHz und 200 kHz, insbesondere 180 kHz auf. Durch diese relativ hohe Trägerfrequenz sind sehr kurze Abstände vom Ort der Folie zum Ort, an dem der Audioschall gut zu hören ist, möglich. Insbesondere für Flachbildschirme ist eine solche Bauweise wichtig. Mit mehreren Trägerfrequenzen lassen sich vorteilhafterweise unterschiedliche Richtungen bedienen.
Zweckmäßigerweise ist das übertragungselement ein amplitudenmoduliertes übertragungselement. Eine Amplitudenmodulation ist mit relativ geringem elektronischen Aufwand umzusetzen.
Eine transparente Ausführung des flachen Lautsprechers ist leicht zu fertigen, wenn der
Folienlautsprecher als sogenannte Electret-Folie ausgebildet ist. Durch eine entsprechende Prozesstechnik können hohe Trägerfrequenzen von vorzugsweise etwa 180 kHz realisiert werden. Solche Folien lassen sich außerdem so herstellen, dass sie transparent sind. Dabei ist eine Electret-Folie eine Folie, die permanent elektrisch polarisiert wurde.
Auf der Folie selber sind im übertragenen Sinne eine Vielzahl von Lautsprechern ausbildbar, die geeignet zusammengeschaltet einen gerichteten „Schallstrahl" erzeugen, aus dem in einer bestimmten Entfernung (Trägerfrequenz) der Audioschall durch die Nichtlinearität der Luft entsteht. Insofern könnte man eventuell die vielen kleinen
Lautsprecher auf der Folie so schalten, dass man zwei gerichtete Audiostrahlen hat, also zwei virtuelle „Lautsprecher". Hierdurch kann das z.B. Anzeigegerät als PC-Bildschirm mit der üblichen Klangwiedergabe eingesetzt werden.
Die Electret-Folie, d.h. eine Folie, die permanent elektrisch polarisiert wurde, wird dabei unter Nutzung des Wandler-Prinzips verwendet.
Durch Anlegen von Wechselspannung an die Electret-Folie wird die Folienoberfläche in Normalen-Richtung bewegt. Diese Bewegungen führen zu einer Schallabstrahlung. Dies
fünktioniert für hohe Frequenzen besser, da hier nur kleine Auslenkungen der Folienoberfläche benötigt werden. Durch Zusammenschaltung vieler kleiner Bereich der Folienoberfläche zu einem Phased Array, last sich ein Schallstrahl ausrichten. Der später hörbare Schall wird auf die hohe (Träger)-Frequenz aufmoduliert (Amplitude). Die Umsetzung des hochfrequenten amplitudenmodulierten Schalls in hörbaren Schall erfolgt nach einer gewissen Wegstrecke durch einen Nichtlinearitätseffekt der Luft, ähnlich einem einfachen Demudolator in einem Mittelwellenradio.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Die Figur zeigt in rein schematischer Darstellung einen nach der Erfindung ausgeführten Flachbildschirm, insbesondere ein PC-Monitor.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
Die Figur zeigt einen Flachbildschirm 10 mit einem Gehäuse 11, einem optischen
Anzeigefeld 13 und einem integrierten Lautsprecher 12.
Der Lautsprecher 12 ist erfindungsgemäß als transparenter Folienlautsprecher ausgeführt und auf dem Anzeigefeld angeordnet. Möglich ist die Unterbringung von zwei beispielsweise nebeneinander angeordneten Folienlautsprechern.
Der Lautsprecher 12 deckt vorzugsweise das gesamte Anzeigefeld 13 ab.
Der als Folienlautsprecher 12 ausgebildete Lautsprecher wird durch ein nicht dargestelltes übertragungselement betätigt. Das übertragungselement benutzt eine
Trägerfrequenz, auf der ein Audiosignal moduliert und für eine gerichtete Audioübertragung ausgeführt ist. Vorzugsweise weist das übertragungselement eine Trägerfrequenz von etwa 180 kHz auf. Das übertragungselement besitzt eine Elektronik, die die Signale amplitudenmoduliert. Der Folienlautsprecher 12 ist als Electret-Folie
ausgebildet, so dass sehr kurze übertragungsabstände zwischen dem Ort der Folie und dem Ort, an dem der Audioschall gut zu hören ist, möglich sind.
Eine Aufbringung der Lautsprecherfolie auf anderen optischen Displays bzw. anderen Bildschirmen oder anderen Geräten, wie beispielsweise auf einem Kombiinstrument in einem Fahrzeug, ist möglich.
Da ein Bauraum für zusätzliche Lautsprecher entfällt sowie der Lautsprecher 12 nicht verdeckt oder blockiert werden kann, weil das optische Display immer sichtbar sein muss, bietet diese Lösung gegenüber bekannten Lösungen erhebliche Vorteile.
