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Patent Searching and Data


Title:
DISPLAY OBJECT BASED ON PHOTOGRAPHIC IMAGE DATA AND METHOD FOR PRODUCING A DISPLAY OBJECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/145340
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a method for producing a display object (150) on the basis of photographic image data which a user (10) transmits in digital form via the internet (20) to a provided database (15). The display object (150) to be produced comprises a transparent or translucent glass substrate (60), on which is arranged a colour layer (160) which constitutes the image object (40) and comprises a plurality of pixels. The invention further relates to such a display object (150), to a group of such display objects (150) and to an internet-based system (1) for producing such display objects (150).

Inventors:
ZANDER, Kristof (Theresienstraße 15, Köln, 50931, DE)
Application Number:
EP2019/051587
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
PLEXIPEOPLE GMBH (Mathias-Brüggen-Str. 71, Köln, 50829, DE)
International Classes:
B26D5/00; B41M3/00; B41M5/00; B44C5/00; B44F3/00; G09F1/08; G09F1/10; G09F13/18
Foreign References:
JPH04261900A1992-09-17
FR2792576A12000-10-27
CN105212452A2016-01-06
CN203920233U2014-11-05
JP4261900A
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BAUER VORBERG KAYSER PARTGMBB (Goltsteinstraße 87, Köln, 50968, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines Aufstellobjekts (150) auf Basis von fotografi- schen Bilddaten, die folgenden Schritte aufweisend :

a. Bereitstellen einer Datenbank (15), auf die Nutzer (10) über das Inter- net (20) zugreifen können,

b. Übertragen von fotografischen Bilddaten in digitaler Form auf die Da- tenbank (15) durch einen Nutzer (10),

c. Bestimmen eines Bildbereichs (30) in den fotographischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt (150) darzustellende Bildobjekt (40) vollständig umfasst,

d. Herstellen eines Druckerzeugnisses (110) auf Basis des Bildbereichs (30), indem zumindest das Bildobjekt (40) in einem Druckvorgang i. direkt auf ein Glassubtrat (60) gedruckt wird, oder ii. auf eine bevorzugt transparente Folie oder ein sonstiges Trä- germaterial wie ein Fotopapier gedruckt wird, welche(s) auf ei- nem Glassubstrat (60) angeordnet und mit diesem dauerhaft verbunden wird,

e. Identifikation eines Bildobjekts (40) im Bildbereich (30) und

f. Ermitteln einer Kontur (120) des identifizierten Bildobjekts (40), g. Heraustrennen des Aufstell Objekts (150) aus dem Druckerzeugnis

(110) mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung entlang der ermittelten Kontur (120).

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bildobjekt auf der Rückseite des Glassubstrats (60) angeordnet wird.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur

(120) vor dem Druckvorgang ermittelt wird, und im Druckvorgang nur inner- halb der Kontur (120) liegende Bildpunkte gedruckt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckvorgang zumindest zwei übereinanderliegende Farbschichten (161, 162) aufgebracht werden, die jeweils eine Vielzahl von Bildpunkten umfassen und das Bildob- jekt (40) darstellen.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckvorgang zwischen den zwei Farbschichten (161, 162), die das Bildobjekt (40) darstel- len, eine einfarbige, bevorzugt weiße, dritte Farbschicht (163) aufgetragen wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckvorgang ein innerhalb der ermittelten Kontur (120) des Bildobjekts (40) liegender Streifen (164) unbedruckt bleibt.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Streifens (164) zwischen 0,5 und 50 Millimetern beträgt, bevorzugt zwischen 1 und 10 Millimetern.

8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Identifizieren eines Bildobjekts (40) und/oder das Ermitteln einer Kontur (120) des identifi- zierten Bildobjekts (40) automatisiert erfolgt.

9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Druckerzeugnis (110) und/oder das Aufstellobjekt (150) mittels einer oberflächenveredelnden Schutzschicht (170) versehen wird, die bevorzugt oberhalb der Farbschicht (160) angeord- net ist.

10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Glassubstrat (60) ein- oder beidseitig bedruckt wird und/oder ein- oder beidseitig mit der bedruckten Folie und/oder einseitig mit dem bedruckten Fotopapier versehen wird.

11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Glassubstrat (60) transparent oder transluzent ist.

12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Glassubstrat (60) farblos oder farbig ist.

13. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Material des Glassubstrats (60) aus- gewählt ist aus der Gruppe PMMA, PC, PET, PP, PVC, PBT, Silikatglas.

14. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Folie transparent oder transluzent ist.

15. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Folie farblos oder farbig ist.

16. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Material der Folie ausgewählt ist aus der Gruppe PMMA, PC, PET, PP, PVC, PBT.

17. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein unterer Abschnitt des Aufstell Objekts (150) um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen einen oberen Ab- schnitt des Aufstell Objekts (150) gebogen wird, so dass ein integraler Auf- steiler (180) erhalten wird.

18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels Kontu- renschnitt oder -fräsung erzeugte Kante in einem weiteren Verfahrensschritt poliert wird.

19. Verfahren zur Bereitstellung eines Aufstell Objekts (150) auf Basis von foto- grafischen Bilddaten eines Nutzers (10), durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:

a. die Verfahrensschritte gemäß Anspruch 1, und

b. Ausliefern des hergestellten Aufstell Objekts (150) an den Nutzer (10).

20. Aufstellobjekt (150) basierend auf fotografischen Bilddaten eines Bildobjekts (40), wobei das Aufstellobjekt (150) ein transparentes oder transluzentes Glassubstrat (60) umfasst, auf welchem eine das Bildobjekt (40) darstellen- de, eine Vielzahl von Bildpunkten umfassende Farbschicht (160) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Glassubstrat (60) der Kontur (120) des Bildobjekts (40) folgend beschnitten ist.

21. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht (160) unmittelbar auf das Glassubstrat (60) aufgedruckt ist.

22. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht (160) auf eine transparente oder transluzente Folie oder ein sonstiges Trägermaterial wie ein Fotopapier aufgedruckt ist, die bzw. das dauerhaft mit dem Glassubstrat (60) verbunden ist.

23. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht (160) auf der Rückseite des Glassubstrats (60) angeordnet ist.

24. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 20, wobei das Aufstellobjekt (150) zwei das Bildobjekt (40) darstellende, übereinanderliegende Farbschichten (161, 162) aufweist, die jeweils eine Vielzahl von Bildpunkten umfassen.

25. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Farbschichten (161, 162) entweder auf derselben Seite des Glassub- strats (60) angeordnet sind oder auf verschiedenen Seiten des Glassubstrats (60).

26. Aufstellobjekt (150) gemäß Anspruch 24, wobei zwischen den zwei das Bil- dobjekt darstellenden, übereinanderliegenden Farbschichten (161, 162) eine einfarbige, bevorzugt weiße, dritte Farbschicht (163) angeordnet ist.

27. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellobjekt (150) einen das Bildobjekts (40) umgebenden unbedruckten Streifen (164) aufweist.

28. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Streifens (164) zwischen 0,5 und 50 Millimetern beträgt, bevor- zugt zwischen 1 und 10 Millimetern.

29. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass zu- mindest eine Oberfläche des Aufstellobjekts (150) mit einer oberflächenver- edelnden Schutzschicht (170) versehen ist, die bevorzugt die Farbschicht (160) abdeckt.

30. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Glassub- strat (60) transparent oder transluzent ist.

31. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Glassub- strat (60) farblos oder farbig ist.

32. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Glassubstrats (60) ausgewählt ist aus der Gruppe PMMA, PC, PET, PP, PVC,

PBT, Silikatglas.

33. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie transparent oder transluzent ist.

34. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie farblos oder farbig ist.

35. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Folie ausgewählt ist aus der Gruppe PMMA, PC, PET, PP, PVC, PBT.

36. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels Konturenschnitt oder -fräsung erzeugte Kante poliert ist.

37. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstell- Objekt (150) einen oberen und einen unteren Abschnitt aufweist, wobei der untere Abschnitt um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen den oberen Abschnitt abgewinkelt ist.

38. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellobjekt (150) eine Kantenbeleuchtung aufweist.

39. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenbeleuchtung eine oder mehrere LED umfasst. 40. Aufstellobjekt (150) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das

Aufstellobjekt (150) einen Aufsteller (180) aufweist, der eine Nut (181) auf- weist, welche zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats (60) ausgebildet ist.

41. Aufstellobjekt (150) gemäß Ansprüchen 38 und 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenbeleuchtung in den Aufsteller (180) integriert ist.

42. Gruppe (151) von Aufstellobjekten (150) gemäß Anspruch 20, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Gruppe (151) einen Aufsteller (180) umfasst, der a) eine Nut (181) aufweist, welche zur stehenden Aufnahme der Glassub- strate (60) der Aufstellobjekte (150) ausgebildet ist, oder

b) eine Mehrzahl von Nuten aufweist, die jeweils zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats zumindest eines Aufstellobjektes ausgebildet sind.

43. Internetbasiertes System (1) zur Herstellung eines Aufstell Objekts (150) auf Basis von fotografischen Bilddaten, die folgenden Merkmale aufweisend : a. eine Datenbank (15), auf die Nutzer (10) über das Internet (20) zu- greifen und Bilddaten in digitaler Form übertragen können, b. Mittel (85) zum Bestimmen eines Bildbereichs (30) in den fotographi- schen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt (150) darzustellende Bildobjekt (40) vollständig umfasst,

c. Mittel (50) zum Herstellen eines Druckerzeugnisses (110) auf Basis des Bildbereichs (30), wobei die Mittel (50) dazu eingerichtet sind, in einem Druckvorgang zumindest das Bildobjekt (40)

i. direkt auf ein Glassubtrat (60) zu drucken, oder

ii. auf eine bevorzugt transparente Folie oder ein sonstiges Trä- germaterial wie ein Fotopapier zu drucken,

d. ggf. Mittel (70) zum Anordnen der bedruckten Folie oder des sonstigen Trägermaterials auf einem Glassubstrat (60) und zu deren dauerhaften Verbinden mit dem Glassubstrat (60),

e. ggf. Mittel (80) zur Identifikation eines Bildobjekts (40) im Bildbereich (30),

f. Mittel (90) zum Ermitteln einer Kontur (120) des identifizierten Bildob- jekts (40),

g. Mittel (100) zum Heraustrennen des Aufstell Objekts (150) aus dem Druckerzeugnis (110) mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung entlang der ermittelten Kontur (120).

44. System (1) nach Anspruch 43, wobei weiterhin Mittel (140) vorgesehen sind, die dazu eingerichtet sind, einen unteren Abschnitt des Aufstell Objekts (150) um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen einen oberen Abschnitt des

Aufstell Objekts (150) zu biegen, so dass ein integraler Aufsteller (180) erhal- ten wird.

45. System (1) nach Anspruch 43, wobei weiterhin Mittel (130) vorgesehen sind, die dazu eingerichtet sind, die mittels Konturenschnitt oder -fräsung erzeugte

Kante in einem weiteren Verfahrensschritt zu polieren.

Description:
Bezeichnung der Erfindung: Aufstellobjekt basierend auf fotografischen Bild- daten sowie Verfahren zur Herstellung eines Auf- stellobjekts

Technisches Gebiet

Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aufstellob- jekts, insbesondere einer Aufstellfigur, auf Basis von fotografischen Bilddaten sowie eine Aufstellfigur mit einem konturierten und mit einer Druckschicht versehenem Glassubstrat sowie einen Aufsteller für die erfindungsgemäße Aufstellfigur. Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Set bestehend aus der erfindungsgemäßen Aufstellfigur und dem Aufsteller.

Technischer Hintergrund

Aufstellfiguren zur Werbe- und Dekorationszwecken sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt und werden derzeit in kleinen, mittleren und lebensgro- ßen Varianten aus Wellpappe angeboten. Für eine kurzfristige Verwendung, bei- spielsweise in Kinos oder auf Messen, sind die derzeit erhältlichen Aufstellfiguren qualitativ ausreichend.

Für einen langfristigen Gebrauch sind diese jedoch ungeeignet. So weisen bei- spielsweise mittlere und lebensgroße Varianten ein oder mehrere Knickfalten auf, die zwar für den Transport der Aufstellfiguren zweckmäßig sind, jedoch optisch un- schön aussehen und somit für eine langfristige Verwendung ungeeignet und unge- wünscht sind. Weiterhin sind die aus bedruckter Wellpappe bestehenden Aufstellfi- guren aufgrund des einfachen Aufbaus nur für den Indoorbereich vorgesehen. Ob- wohl die Aufstellfiguren hauptsächlich im Indoorbereich verwendet werden, nimmt die optische Qualität dieser bereits nach relativ kurzer Zeit ab und die Aufstellfigu- ren wirken verblasst.

Weiterhin können die aus dem Stand der Technik bekannten Aufstellfiguren derzeit nicht mit Lichteffekten kombiniert werden. Aus der JP H4 261900 A ist ein Verfahren zur Herstellung von dekorativen Objek- ten, beispielsweise Figuren, auf Basis eines Fotos bekannt. Dabei ist es das Ziel des Verfahrens, im Unterschied zum einfachen Anordnen von Fotos beispielsweise in Bilderrahmen einen Tiefen- bzw. 3D-Effekt („stereoscopic effect") zu erreichen Dazu wird verfahrensgemäß zunächst ein konventionelles Foto auf eine (Glas-)Platte la- miniert. Sodann wird mit einer Kamera das Foto aufgenommen und die auszu- schneidende Kontur von einem Operator erkannt. Die so gewonnenen Schnittinfor- mationen werden an eine Schneideeinheit übertragen. Die Schneideeinheit schnei- det das auf die Glasplatte auflaminierte Foto dann gemäß den gewonnenen Schnittinformationen als Figur aus der Glasplatte heraus, beispielsweise mittels La- serschneiden.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Aufstellfigur bereitzustellen die sowohl im Indoor- als auch im Outdoorbereich langfristig und ohne Qualitätseinbußen verwendbar ist. Auch eine Gruppe derartiger Aufstellfiguren soll angegeben werden, die vorteilhafte Eigen- schaften aufweist. Weiterhin ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Aufstellfiguren anzugeben sowie ein Verfahren, mit dem einem Nutzer eine solche Aufstellfigur bereitgestellt werden kann. Schließlich soll ein vor- teilhaftes internetbasiertes System zur Herstellung eines solchen Aufstell Objekts angegeben werden.

Gelöst wird diese Aufgabe durch Verfahren mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 19, durch ein Aufstellobjekt mit den Merkmalen des Patentanspruchs 20, durch eine Gruppe von Aufstellobjekten gemäß Anspruch 42 sowie ein System ge- mäß Anspruch 44.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung ergeben sich aus den ab- hängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. So können die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander als auch mit den in der nachfolgenden Beschreibung näher erläuterten Merkmalen kombiniert werden und andere vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung darstellen. Eine Kombination von Merkmalen ist insbesondere auch über die Grenzen der verschiedenen Anspruchskategorien hinweg möglich.

Ein erfindungsgemäßes Aufstellobjekt basiert auf fotografischen Bilddaten eines Bil- dobjekts. Diese Bilddaten werden in der Regel von einem Benutzer bereitgestellt, sie können als Bildobjekt insbesondere Darstellungen von einzelnen Personen, Tie- ren, Pflanzen, Landschaftsformationen oder sonstigen Gegenständen umfassen, o- der von Gruppen davon. Auch Kombinationen der genannten Objekte können um fasst sein.

Das Aufstellobjekt umfasst ein transparentes oder transluzentes Glassubstrat, auf welchem eine das Bildobjekt darstellende, eine Vielzahl von Bildpunkten umfassen- de Farbschicht angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist das Glassubstrat der Kontur des Bildobjekts folgend beschnitten. Ein solches Aufstellobjekt ist in nahezu beliebigen Größen herstellbar, die von wenigen Millimetern bis zu einigen Metern reichen kön- nen. Typische Abmessungen für eine Verwendung im privaten Bereich liegen bei einigen bis einigen zig Zentimetern. Bei einer Verwendung zu Werbezwecken liegt die typische Größe zwischen einigen zig Zentimetern bis hin zu einigen Metern. Aufgrund des konturfolgenden Beschnitts ist das Aufstellobjekt ästhetisch beson- ders ansprechend. Die Ausgestaltung des Aufstell Objekts basierend auf einem be- druckten Glassubstrat sorgt nicht nur für eine hohe Brillanz, sondern wegen des Materials des Substrats auch für eine sehr hohe Witterungs- bzw. Alterungsbestän- digkeit. Diese wird flankiert von der Verfügbarkeit von digitalen Druckverfahren, mit denen ebenfalls witterungs- und alterungsbeständige, insbesondere farbechte Farbschichten erzeugt werden können, ggf. auch unmittelbar auf dem Substrat des Aufstellobjekts. Geeignete Druckverfahren sind beispielsweise Laserdruckverfahren, Tintenstrahldruck, Thermosublimationsdruck sowie Thermotransferverfahren. Die Farbschichten können in hoher Farbtiefe erzeugt werden, aber auch in Graustufen, je nach Wunsch des Nutzers.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstell Objekts ist die Farbschicht unmittelbar auf das Glassubstrat aufgedruckt.

In einer alternativen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstell- objekts ist die Farbschicht nicht unmittelbar auf das Glassubstrat aufgedruckt, son- dern auf eine transparente oder transluzente Folie oder ein sonstiges Trägermateri- al wie ein Fotopapier. Die bedruckte Folie bzw. das bedruckte Trägermaterial wird dann nachfolgend dauerhaft mit dem Glassubstrat verbunden, beispielsweise ver- klebt oder thermisch verschweißt. Diese Ausgestaltung hat sich als vorteilhaft er- wiesen, wenn das erfindungsgemäße Aufstellobjekt große Abmessungen aufweist, d.h. Abmessungen von mehr als einigen zig Zentimetern, insbesondere Abmessun- gen, die über einem Meter liegen.

Als sonstiges Trägermaterial kommen neben Papier beispielsweise auch Metallfolien in Frage.

Ein besonders brillanter Farbeindruck für einen Betrachter kann erzielt werden, wenn die Farbschicht auf der dem Betrachter abgewandten Rückseite des Glassub- strats angeordnet ist.

Die Brillanz des Farbeindrucks kann nochmals verbessert werden, indem die Farb- schicht einer einzelnen zwei oder mehr, das Bildobjekt darstellende, übereinander- liegende Farbschichten aufweist, die jeweils eine Vielzahl von Bildpunkten umfas- sen. Diese mindestens zwei Farbschichten können entweder auf derselben Seite des Glassubstrats angeordnet sein, oder aber auf verschiedenen Seiten des Glassub- strats.

Eine ganz besonders hohe Farbbrillanz kann erzielt werden, wenn zwischen zwei aufeinanderfolgenden, das Bildobjekt darstellenden, übereinanderliegenden eine einfarbige, bevorzugt weiße, dritte Farbschicht angeordnet ist.

Besondere Vorteile bezüglich der Farbbrillanz ergeben sich, wenn diese einfarbige dritte Farbschicht eine gewisse Transluzenz aufweist. In diesem Fall ergibt sich für einen Betrachter bei geeigneter Beleuchtung von der Rückseite der Farbschicht ein vertiefter Farbeindruck, wenn er das Aufstellobjekt von der der Farbschicht abge- wandten Vorderseite des Glassubstrats betrachtet.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts weist dieses zumindest zwei Farbschichten auf, die das Bildobjekt darstellen, zwischen denen jeweils eine einfarbige, bevorzugt weiße Farbschicht angeordnet ist. Alle mindestens drei Farbschichten grenzen unmittelbar aneinander an bzw. sind aufeinander aufgetragen.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Aufstellobjekt einen das von der Farbschicht dargestellte Bildobjekt umgebenden unbedruckten Streifen auf. Dieser Streifen macht eine randseitige Bearbeitung des Glassubstrats auch nach dem Anbringen der Farbschicht auf dem Glassubstrat möglich, ohne dass die Gefahr besteht, die Farbschicht zu beschädigen.

Vorteilhaft ist der unbedruckte Streifen (auch) am Fuß des Aufstellobjekts angeord- net. In Zusammenwirkung mit einem erfindungsgemäßen Aufsteller, auf den nach- folgend noch genauer eingegangen wird und der zumindest eine Nut zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats eines Aufstellobjekts aufweist, ergibt sich der Vorteil, dass das auf dem Glassubstrat angeordnete Bildobjekt nicht oder nur partiell durch den Aufsteller verdeckt wird, wenn dieses stehend in der Nut des Aufstellers ange- ordnet ist.

Vorteilhaft beträgt die Breite des unbedruckten Streifens zwischen 0,5 und 50 Mil- limetern, bevorzugt zwischen 1 und 10 Millimetern.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts ist zumindest eine Oberfläche des Aufstell Objekts mit einer oberflächenver- edelnden Schutzschicht versehen ist, die bevorzugt oberhalb der Farbschicht ange- ordnet ist. Bei einer solchen Schutzschicht kann es sich um eine bevorzugt hoch- glänzende Kunststoff-Folie handeln, die zumindest randseitig, bevorzugt aber flä- chig mit der abzudeckenden transparenten Oberfläche verbunden ist, z.B. mittels Verklebung oder thermischer Verschweißung.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts deckt die oberflächenveredelnde Schutzschicht die Farbschicht vollständig ab.

Eine oberflächenveredelnde Schutzschicht kann aber auch über eine Beschichtung der abzudeckenden Oberfläche mit einer transparenten Lackschicht erzeugt wer- den, die nachfolgend aushärtet. Bevorzugt ist das Glassubstrat des erfindungsgemäßen Aufstell Objekts transparent oder transluzent. Dabei kann es farbig oder farblos ausgestaltet sein, wobei farblo- se Glassubstrate bevorzugt sind. Ein farbloses Glassubstrat führt zu einer möglichst geringfügigen Beeinträchtigung der Farbwirkung der Farbschicht, die das Bildobjekt darstellt.

Vorteilhaft ist das Material des Glassubstrats ausgewählt aus der Gruppe PMMA (Po- lymethylmethacrylat, z.B. Plexiglas®), PC (Polycarbonat), PET (Polyethylentereph- thalat), PP (Polypropylen), PVC (Polyvinylchlorid), PBT (Polybutadien), Silikatglas. Alle genannten Materialien sind sowohl farbig als auch farblos verfügbar sowie in transparenter bzw. transluzenter Form.

Wegen der gegenüber Silikatglas besseren Verarbeitbarkeit, der höheren Schlagzä- higkeit, der teilweise deutlich besseren Anhaftung der das Bildobjekt darstellenden Farbschicht sowie der guten mechanischen Verbindbarkeit mit Kunststofffolien wird die Verwendung von Glas-Substraten aus Kunststoffen, insbesondere thermoplasti- schen Kunststoffen, besonders bevorzugt.

Wird die das Bildobjekt darstellende Farbschicht nicht unmittelbar auf das Glassub- strat aufgebracht, sondern auf eine Folie, so ist diese bevorzugt transparent oder zumindest transluzent. Eine solche Folie kann farblos oder farbig sein, wobei sich die Verwendung farbloser Folien besonders bewährt hat.

Auch in Bezug auf eine solche Folie hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Material der Folie ausgewählt ist aus der Gruppe PMMA, PC, PET, PP, PVC, PBT.

Wegen ihrer thermischen Verschweißbarkeit ist die Verwendung eines thermoplasti- schen Kunststoffs für die Folie besonders vorteilhaft. In einer besonders bevorzug- ten Ausgestaltung ist sowohl das Material des Glassubstrats als auch der Folie ein thermoplastischer Kunststoff, die insbesondere thermisch miteinander verschweiß- bar sind. Insbesondere können sowohl für das Glassubstrat als auch für die Folie identische Kunststoffe verwendet werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts ist dessen Kante zumindest gratfrei, bevorzugt aber darüber hinaus optisch klar. Hierzu kann die die mittels Konturenschnitt oder -fräsung erzeugte Kante po- liert sein, z.B. durch eine geeignete mechanische oder auch thermische Behandlung der Kante. Letzteres hat sich insbesondere bewährt im Falle eines thermoplasti- schen Materials des Substrats.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das erfindungsgemäße Aufstell- objekt einen oberen und einen unteren Abschnitt auf, wobei der untere Abschnitt um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen den oberen Abschnitt abgewin- kelt ist. Auf diese Weise bildet der untere Abschnitt einen integralen Aufsteller für das erfindungsgemäße Aufstellobjekt aus. Bevorzugt erstreckt sich der untere Ab- schnitt über eine Länge von der 5% bis 20% der Gesamtlänge des Glassubstrats, insbesondere über 10-15%.

Wird ein Glassubstrat aus einem thermoplastischen Kunststoff verwendet, so kann dieses durch eine einfache thermische Behandlung erweicht werden, so dass die gewünschte mechanische Umformung des Glassubstrats auf besonders einfache Weise möglich ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung weist das erfindungsgemäße Aufstellobjekt wei- terhin eine Kantenbeleuchtung auf. Eine solche Kantenbeleuchtung koppelt Licht in das Glassubstrat des Aufstell Objekts ein, insbesondere über die Kanten des Glas- substrats. Dieses in das Glassubstrat eingekoppelte Licht kann nachfolgend wieder aus dem Glassubstrat austreten, insbesondere an diesen Kanten und auf diese Wei- se einen ästhetisch ansprechenden Lichteffekt erzeugen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Material des Glassubstrats mit licht- streuenden Partikeln dotiert, so dass das von der Kantenbeleuchtung in das Glas- substrat eingekoppelte Licht nicht nur in erster Linie an den Kanten aus dem Glas- substrat austreten kann, sondern auch während seiner Propagation im Glassubstrat von den lichtstreuenden Partikeln aus dem Glassubstrat heraus gestreut wird. Hie- raus ergibt sich ein Leuchteffekt des gesamten Aufstellobjekts.

Vorteilhaft umfasst die Kantenbeleuchtung eine oder mehrere Lichtquellen, bevor- zugt Weißlichtquellen. Aber auch farbige Lichtquellen sind möglich. Besonders be- währt hat sich die Verwendung von LED, da diese äußerst langlebig und dabei energiesparend sind und nur wenig Abwärme produzieren.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist das erfindungsgemäße Aufstell- objekt weiterhin einen Aufsteller auf. Dieser ist bevorzugt separat vom Glassubstrat des Aufstell Objekts ausgebildet. Der Aufsteller ist zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats ausgebildet. Hierzu weist der Aufsteller eine Nut auf.

Der Aufsteller weist bevorzugt ein so hohes Gewicht und/oder eine solche Formge- bung auf, dass er einem senkrecht oder nahezu senkrecht stehenden Glassubstrat eines Aufstellobjekts eine ausreichende Standfestigkeit verleiht.

Als geeignete Materialien für den Aufsteller haben sich Kunststoffe aller Art, Metalle wie Aluminium, Stahl, Messing, etc., Stein wie Granit oder Marmor auch Holz be- währt.

In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist eine Kantenbeleuchtung für das Aufstellobjekt in den Aufsteller integriert.

In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst das Aufstellobjekt neben ei- nem Aufsteller einen Haltemagnet und ein ferromagnetisches Gegenstück. Hal- temagnet und Gegenstück sind so am Glassubstrat bzw. dem Aufsteller oder umge- kehrt angeordnet, dass sie durch magnetische Zusammenwirkung das Glassubstrat mechanisch fest, aber lösbar, mit dem als Sockel fungierenden Aufsteller verbin- den. Hierbei kann im Aufsteller zusätzlich eine Nut zur Aufnahme des Glassubstrats vorvorsehen sein, muss aber nicht.

Eine erfindungsgemäße Gruppe von Aufstellobjekten umfasst einen Aufsteller, der der zur stehenden Aufnahme der Glassubstrate mehrerer erfindungsgemäßer Auf- stellobjekte ausgebildet ist. Dabei können die Aufstellobjekte dasselbe oder ver- schiedene Bildobjekte darstellen. Der Aufsteller weist zumindest eine Nut auf, die die Glassubstrate mehrerer separat ausgebildeter Aufstell Objekte stehend aufneh- men kann. Der Aufsteller kann aber auch mehrere entsprechend ausgebildeter Nu- ten aufweisen, die jeweils zumindest ein Glassubstrat eines Aufstellobjekts, ggf. aber auch mehrere Glassubstrate mehrerer separat ausgebildeter Aufstell Objekte aufnehmen kann.

Eine solche Gruppe von Aufstellobjekten kann auf einfache Weise dazu verwendet werden, Gruppen von Bildobjekten darzustellen, bei denen ggf. einzelne Mitglieder der Gruppe ausgetauscht werden sollen. Dies kann beispielsweise von besonderem Vorteil sein, wenn eine erfindungsgemäße Gruppe die Mitglieder einer Arbeitsgrup- pe oder einer Firma darstellen soll, die naturgemäß mit der Zeit wechseln können. Ebenso kann mit einer solchen Gruppe die aktuelle Anwesenheit von Personen bei- spielsweise in den Geschäftsräumen einer Firma angezeigt werden.

Aber auch im privaten Umfeld kann eine erfindungsgemäße Gruppe vorteilhaft ver- wendet werden, beispielsweise um neue Familienmitglieder zu einer Familie hinzu- zufügen, oder um das Erwachsenwerden von Kindern zu verdeutlichen.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Gruppe weist der zugehörige Aufsteller eine Mehrzahl von Nuten aufweist, die jeweils zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats zumindest eines Aufstellobjekts ausgebildet sind.

Sind diese Nuten parallel zueinander sowie hintereinanderliegend angeordnet, so können auf einfachste Weise Gruppen von Aufstellobjekten, die beispielsweise je- weils einzelne Familienmitglieder zeigen, räumlich gestaffelt aufgestellt werden. Dies gibt einen besonders ansprechenden räumlichen Eindruck der aufgestellten Gruppe von Aufstellobjekten.

Nachfolgend wird genauer auf das erfindungsgemäße Verfahren eingegangen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die vorstehende Diskussion der Merkma- le und Vorteile der diversen Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts bzw. einer Gruppe von Aufstellobjekten verwiesen, die unmittelbar auf die nachfolgende Diskussion der verschiedenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens übertragbar sind, ohne dass es für den Fach- mann eines erfinderischen Zutuns bedürfte. Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist insbesondere zur Herstellung eines erfin- dungsgemäßen Aufstell Objekts geeignet. Grundlage hierfür sind in der Regel foto- grafische Bilddaten eines Nutzers. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf, die nicht zwingend in der nachfolgend wiedergegebenen Reihenfolge ausgeführt werden müssen : a) Bereitstellen einer Datenbank, auf die Nutzer über das Internet zugreifen können,

b) Übertragen von fotografischen Bilddaten in digitaler Form auf die Datenbank durch einen Nutzer,

c) Bestimmen eines Bildbereichs in den fotographischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt darzustellende Bildobjekt vollständig umfasst,

d) Herstellen eines Druckerzeugnisses auf Basis des Bildbereichs, indem zumin- dest das Bildobjekt in einem Druckvorgang

i. direkt auf ein Glassubtrat gedruckt wird, oder

ii. auf eine bevorzugt transparente Folie oder ein sonstiges Trägermateri- al wie ein Fotopapier gedruckt wird, welche(s) auf einem Glassubstrat angeordnet und mit diesem dauerhaft verbunden wird,

e) Identifikation eines Bildobjekts im Bildbereich,

f) Ermitteln einer Kontur des identifizierten Bildobjekts,

g) Heraustrennen des Aufstell Objekts aus dem Druckerzeugnis mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung entlang der ermittelten Kontur.

Sowohl das Bestimmen eines Bildbereichs in den fotographischen Bilddaten, wel- cher das vom Aufstellobjekt darzustellende Bildobjekt vollständig umfasst, als auch die Identifikation des darzustellenden Bildobjekts im Bildbereich als auch das Ermit- teln einer Kontur des identifizierten Bildobjekts können von einem Nutzer des Ver- fahrens bzw. einem Bediener zur Ausführung des Verfahrens einer geeigneten Her- stellvorrichtung persönlich vorgenommen werden.

So kann beispielsweise das Bestimmen eines Bildbereichs in den fotographischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt darzustellende Bildobjekt vollständig um fasst, als auch die Identifikation des darzustellenden Bildobjekts im Bildbereich von dem Nutzer, der die Bilddaten in der Datenbank abgelegt hat, mittels einer geeig- neten Eingabemaske vorgenommen werden, bevorzugt in einer Internetbasierten Anwendung.

Das Ermitteln einer Kontur des identifizierten Bildobjekts kann zwar mittels geeig- neter Bildbearbeitungstools dem Nutzer überlassen werden. In der Praxis hat es sich aber bewährt, diesen Bearbeitungsschritt von einem professionellen Bediener vornehmen zu lassen, der insbesondere auf professionelle Softwaretools für eine Bildbearbeitung zurückgreifen kann.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird zumindest der Schritt des Ermittelns einer Kontur des identifizierten Bildobjekts automatisiert durchgeführt, beispielsweise auf Basis geeigneter Softwarebasierter Algorithmen für eine Bildver- arbeitung. Ein Nutzereingriff kann hier auf eine Endkontrolle, d.h. eine Freigabe des Ergebnisses der Konturermittlung für eine Weiterverarbeitung in Rahmen des erfin- dungsgemäßen Verfahrens, beschränkt werden, oder bevorzugt ganz entfallen.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auch der Verfahrensschritt des Bestimmens eines Bildbereichs in den fotogra- phischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt darzustellende Bildobjekt voll- ständig umfasst, oder/und der Identifikation des darzustellenden Bildobjekts im Bildbereich teilweise oder ganz automatisiert ausgeführt, insbesondere mithilfe ge- eigneter softwarebasierter Tools für die Bildverarbeitung. Auch hier kann sich ein Nutzereingriff auf eine Endkontrolle, d.h. eine Freigabe des Ergebnisses des jeweili- gen Verfahrensschrittes, für eine Weiterverarbeitung in Rahmen des erfindungsge- mäßen Verfahrens beschränken, oder bevorzugt ganz entfallen. Als Ergebnis dieses Verfahrensschritts kann sich auch ergeben, dass kein Bildausschnitt gewählt wer- den muss, sondern unmittelbar eine Weiterverarbeitung der vom Nutzer eingege- benen digitalen Bilddaten z.B. zur Ermittlung der Kontur möglich ist. Insbesondere kann dies der Fall sein, wenn die eingegebenen Bilddaten insgesamt nur ein Bildob- jekt enthalten, so dass eine Auswahlentscheidung zwischen verschiedenen Bildob- jekten nicht erforderlich ist.

Die ermittelte Kontur kann konturscharf mit dem abzubildenden Bildobjekt ab- schließen. Sie kann aber auch der Kontur des abzubildenden Bildobjekts in einem vorgegebenen, bevorzugt konstanten Abstand folgen. Dieser Abstand beträgt ty- pisch zwischen 0,5 und 50 Millimetern, bevorzugt zwischen 1 und 10 Millimetern.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Bildobjekt auf der Rückseite des Glassubstrats angeordnet, welche im aufgestellten Zustand des Aufstell Objekts von einem Betrachter abgewandt ist.

In einer ersten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Kontur vor dem Druckvorgang ermittelt. Bevorzugt werden im dann nachfolgenden Druckvor- gang nur innerhalb der Kontur liegende Bildpunkte gedruckt. Dies ermöglicht eine deutliche Reduktion der im Rahmen des Verfahrens für die Erzeugung der das dar- zustellende Bildobjekt enthaltenden Farbschicht verbrauchten Farbmenge. Auf diese Weise können einerseits Kosten durch die Vermeidung eines unnötigen Farbver- brauchs eingespart werden, andererseits kann der Druckvorgang beschleunigt wer- den, was ebenfalls Kosteneinsparungen durch eine Effizienzsteigerung ermöglicht. Schließlich erlaubt diese Verfahrensführung die Erzeugung eines unbedruckten Rands innerhalb der Kontur, auf dessen Vorteile bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Aufstellobjekt eingegangen wurde und auf dessen Vorteile im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens nachfolgend noch genauer einge- gangen wird.

In einer zweiten Variante wird der gesamte ausgewählte Bildbereich auf das Glas- substrat gedruckt, also nicht nur die innerhalb der Kontur liegenden Bildpunkte.

In einer dritten Variante wird aus dem ausgewählten Bildbereich ein Unterabschnitt ausgewählt, dessen Größe kleiner ist als die des ausgewählten Bildbereichs, der aber dennoch das gesamte darzustellende Bildobjekt enthält. Zur Auswahl eines solchen Unterabschnitts wird vorteilhaft eine Softwarebasierte Routine zur Bildver- arbeitung angewendet, die dazu eingerichtet ist, die Fläche des Unterabschnitts zu minimieren während dennoch weiterhin das gesamte darzustellende Bildobjekt ent- halten ist.

Sowohl in der zweiten als auch in der dritten Variante des Verfahrens kann die er- findungsgemäß durchzuführende Ermittlung der Kontur nach dem Druckvorgang erfolgen, muss aber nicht. In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im Druckvorgang zumindest zwei übereinanderliegende Farbschichten aufgebracht, die jeweils eine Vielzahl von Bildpunkten umfassen und das Bildobjekt darstellen. Diese mindestens zwei Farbschichten können entweder auf derselben Seite des Glassub- strats angeordnet werden, oder aber auf verschiedenen Seiten des Glassubstrats.

Eine ganz besonders hohe Farbbrillanz kann erzielt werden, wenn im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zwischen zwei aufeinanderfolgenden, das Bildobjekt darstellenden, übereinanderliegenden Farbschichten eine einfarbige, bevorzugt wei- ße, dritte Farbschicht angeordnet wird. Dies stellt eine besonders bevorzugte Wei- terbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird der Druckvorgang so ausgeführt, dass das von der Farbschicht dargestellte Bildobjekt umgebenden unbedruckten Streifen aufweist. Dieser Streifen macht eine randseitige Bearbeitung des Glassub- strats auch nach dem Anbringen der Farbschicht auf dem Glassubstrat möglich, oh- ne dass die Gefahr besteht, die Farbschicht zu beschädigen.

Vorteilhaft beträgt die Breite des unbedruckten Streifens zwischen 0,5 und 50 Mil- limetern beträgt, bevorzugt zwischen 1 und 10 Millimetern.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem weiteren Verfahrensschritt zumindest eine Oberfläche des Aufstellob- jekts mit einer oberflächenveredelnden Schutzschicht versehen, die bevorzugt oberhalb der Farbschicht angeordnet wird . Bei einer solchen Schutzschicht kann es sich um eine bevorzugt hochglänzende transparente Kunststoff-Folie handeln, die zumindest randseitig, bevorzugt aber flächig mit der abzudeckenden Oberfläche verbunden wird, z.B. mittels Verklebung oder thermischer Verschweißung .

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens deckt die oberflächenveredelnde Schutzschicht die Farbschicht vollständig ab.

Eine oberflächenveredelnde Schutzschicht kann aber erzeugt werden, indem die abzudeckende Oberfläche mit einer transparenten Lackschicht beschichtet wird, die nachfolgend aushärtet oder ausgehärtet wird, z.B. durch Zufuhr von Wärme, durch Bestrahlung mit UV-Licht oder mit ionisierender Strahlung.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Glassubstrat ein- oder beidseitig bedruckt.

Alternativ wird das Glassubstrat ein- oder beidseitig mit der bedruckten Folie ver- bunden, z.B. mittels Verklebung oder thermischer Verschweißung.

Alternativ wird das Glassubstrat ein- oder beidseitig mit dem bedruckten sonstigen Trägermaterial, beispielsweise einem Fotopapier, verbunden, z.B. mittels Verkle- bung oder thermischer Verschweißung.

Alternativ kann eine Oberfläche des Glassubstrats direkt mit einer Farbschicht be- druckt werden und die andere Oberfläche mit einer bedruckten Folie oder mit einem bedruckten sonstigen Trägermaterial verbunden werden.

Der weitere erfindungsgemäße Schritt des Heraustrennens des Aufstell Objekts aus dem Druckerzeugnis mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturen- fräsung entlang der ermittelten Kontur erfolgt dann mittels einer mechanischen Be- arbeitung des Glassubstrats, beispielsweise in einer CNC-gesteuerten Laserschneid- station, Wasserstrahlschneidstation oder Frässtation.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem weiteren Verfahrensschritt ein unterer Abschnitt des Aufstell Objekts um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen einen oberen Abschnitt des Auf- stellobjekts beispielsweise thermisch umgeformt, so dass ein integraler Aufsteller erhalten wird. Dieser weitere Verfahrensschritt kann vor oder nach dem Druckvor- gang sowie vor oder nach dem Heraustrennen des Aufstell Objekts aus dem Druck- erzeugnis ausgeführt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem weiteren Verfahrensschritt die mittels Konturenschnitt oder -fräsung erzeugte Kante des Aufstell Objekts poliert, z.B. mechanisch oder bevorzugt ther- misch durch lokale Einwirkung von Hitze auf ein thermoplastisches Material des Glassubstrats.

Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verfügung, welches die Bereitstellung eines Aufstellobjekts einem Nutzer erlaubt, welches bevorzugt auf fotografischen Bilddaten des Nutzers basiert. Dieses Verfahren weist mindestens die folgenden Verfahrensschritte auf: a) die Verfahrensschritte des Verfahrens gemäß Anspruch 1, und

b) Ausliefern des hergestellten Aufstell Objekts an den Nutzer.

Bevorzugte Weiterbildungen dieses Verfahrens umfassen die Merkmale einer ein- zelnen oder mehrerer Ausgestaltungen oder Weiterbildungen des Verfahrens gemäß Anspruch 1.

Bei der Ausführung dieses ebenfalls erfindungsgemäßen Verfahrens tritt der Erfolg des vorgenannten Herstellungsverfahrens für ein Aufstellobjekt mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ggf. weiterer, auf Anspruch 1 rückbezogener Ansprüche, bei dem Nutzer ein, der mit dem Übertragen von fotografischen Bilddaten in digitaler Form auf die im Rahmen des Verfahrens bereitgestellte Datenbank die Ausführung des Verfahrens angestoßen hat.

Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein internetbasiertes System zur Her- stellung eines Aufstellobjekts auf Basis von fotografischen Bilddaten. Hierbei kann es sich insbesondere um ein erfindungsgemäßes Aufstellobjekt handeln .

Das internetbasierte System weist zumindest die folgenden Merkmale auf: a) eine Datenbank, auf die Nutzer über das Internet zugreifen und Bilddaten in digitaler Form übertragen können,

b) Mittel zum Bestimmen eines Bildbereichs in den fotographischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt darzustellende Bildobjekt vollständig umfasst, c) Mittel zum Herstellen eines Druckerzeugnisses auf Basis des Bildbereichs, wobei die Mittel dazu eingerichtet sind, in einem Druckvorgang zumindest das Bildobjekt i. direkt auf ein Glassubtrat zu drucken, oder

ii. auf eine bevorzugt transparente Folie oder ein sonstiges Trägermateri- al wie ein Fotopapier zu drucken,

d) ggf. Mittel zum Anordnen der bedruckten Folie oder des bedruckten sonstigen Trägermaterials auf einem Glassubstrat und zu deren dauerhaften Verbinden mit dem Glassubstrat,

e) ggf. Mittel zur Identifikation eines Bildobjekts im Bildbereich,

f) Mittel zum Ermitteln einer Kontur des identifizierten Bildobjekts, und g) Mittel zum Heraustrennen des Aufstell Objekts aus dem Druckerzeugnis mit- tels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung entlang der er- mittelten Kontur.

Bezüglich der vorstehend genannten Mittel wird auf die Erläuterungen im Zusam- menhang mit den erfindungsgemäßen Verfahren sowie im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen verwiesen. Die dort genannten Mittel sind exemplarisch zu verstehen. Ihre jeweilige Verwendung stellt jeweils eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen internetbasierten Systems dar.

In einer bevorzugten Weiterbildung des Systems sind weiterhin Mittel vorgesehen, die dazu eingerichtet sind, einen unteren Abschnitt des Aufstell Objekts um einen Winkel im Bereich von 90 - 120° gegen einen oberen Abschnitt des Aufstell Objekts beispielsweise thermisch umzuformen, so dass ein integraler Aufsteller erhalten wird . Diese Mittel können neben Umformmitteln auch Mittel zu einer lokalen ther- mischen Behandlung des umzuformenden Glassubstrats umfassen.

In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des Systems sind schließlich weiterhin Mittel vorgesehen, die dazu eingerichtet sind, die mittels Konturenschnitt oder - fräsung erzeugte Kante des Glassubstrats in einem weiteren Verfahrensschritt zu polieren.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen nä- her erläutert. Diese Ausführungsbeispiele sind beispielhaft und nicht einschränkend zu verstehen und sollen den Fachmann in die Lage versetzen, die Erfindung auszu- führen. Die Ausführungsbeispiele werden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den Ausführungsbeispielen genannten technischen Merkmale, insbesondere technischen Mittel, einzeln und auch in Kom- bination miteinander vom Fachmann zur Weiterbildung der erfindungsgemäßen Ge- genstände herangezogen werden können.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 : zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä- ßen Aufstellobjekts,

Fig. 2: zeigt einen Schnitt durch das Glassubstrat des Aufstellobjekts gemäß Fig.

1 im Bereich der Farbschicht,

Fig. 3: zeigt eine seitliche Ansicht des Aufstellobjekts gemäß Fig. 1,

Fig. 4: zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä- ßen Aufstellobjekts,

Fig. 5: zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Gruppe von Auf- stellobjekten,

Fig. 6: zeigt den Sockel der Gruppe von Aufstellobjekten gemäß Fig. 5 in Auf- sicht,

Fig. 7: zeigt den Sockel aus Fig. 6 im Schnitt längs der Linie A-A,

Fig. 8: zeigt ein Blockdiagramm, welches den Verfahrensablauf eines ersten Aus- führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt,

Fig. 9: zeigt ebenfalls ein Blockdiagramm, welches den Verfahrensablauf eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens dar- stellt, und

Fig. 10: zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sys- tems, welches zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und insbesondere zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Aufstellobjekts eingerichtet ist.

Ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Aufstell Objekts 150 ist in Fig 1 schematisch dargestellt. Es basiert auf fotografischen Bilddaten eines Bildob- jekts 40, die von einem Benutzer 10 bereitgestellt wurden und die Darstellung einer einzelnen Person umfassen.

Das Aufstellobjekt umfasst ein transparentes, farbloses Glassubstrat 60 aus PMMA, auf welchem eine das Bildobjekt 40 darstellende, eine Vielzahl von Bildpunkten um- fassende Farbschicht 160 angeordnet ist. Das Glassubstrat 60 ist der Kontur 120 des Bildobjekts 40, d.h. der dargestellten Person, folgend beschnitten.

Die Dicke des Glassubstrats 60 beträgt etwa 5 mm, die Größe des dargestellten Aufstell Objekts 150 beträgt etwa 300 mm Höhe x 150 mm Breite.

Das Aufstellobjekt 150 weist einen unbedruckten Streifen 164 auf, der das von der Farbschicht dargestellte Bildobjekt umgibt. Dieser Streifen 164 macht eine randsei- tige Bearbeitung des Glassubstrats 60 auch nach dem Anbringen der Farbschicht 160 auf dem Glassubstrat 60 möglich, ohne dass die Gefahr besteht, die Farb- schicht 160 zu beschädigen.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Breite des unbedruckten Streifens 164 etwa 3 mm.

Die witterungs- und alterungsbeständige, insbesondere farbechte, Farbschicht 160 ist mittels eines digitalen Druckverfahrens erzeugt, nämlich mittels eines Laser- druckverfahrens. Dabei weist die Farbschicht 160 eine hohe Farbtiefe auf.

Die Farbschicht 160 des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels weist einen mehr- schichtigen Aufbau auf, der in Fig 2. schematisch dargestellt ist. Eine erste Farb- schicht 161, die das darzustellende Bildobjekt 40 in Vollfarbe darstellt, ist unmittel- bar auf das Glassubstrat 60 aufgedruckt.

Rückseitig auf dieser ersten Farbschicht 161 ist eine einheitlich weiße dritte Farb- schicht 163 aufgedruckt, die die erste Farbschicht 161 vollständig abdeckt, wobei die erste und die dritte Farbschicht 163 entweder im Wesentlichen deckungsgleich sind oder aber wie im Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1 und 2 die dritte Farbschicht 163 randseitig etwas über die erste Farbschicht 161 übersteht, bei- spielsweise unter Ausbildung eines überstehenden Rands einheitlicher Breite, die beispielsweise etwa 0,5 mm betragen kann.

Rückseitig auf dieser dritten Farbschicht 163 ist eine zweite Farbschicht 162 aufge- druckt, die ebenfalls das darzustellende Bildobjekt 40 in Vollfarbe darstellt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die erste und die zweite Farbschicht 162, 163 identisch ausgebildet, insbesondere bezüglich der realisierten Auflösung, der Farbtiefe und bezüglich der Abmessungen des dargestellten Bildobjekts 40 bzw. des jeweiligen Druckbereichs sowie der Positionierung des dargestellten Bildobjekts 40.

Die zweite Farbschicht 162 ist etwas kleiner ausgebildet als die dritte Farbschicht 163, so dass die dritte Farbschicht 163 randseitig auch etwas über die zweite Farb- schicht 162 übersteht unter Ausbildung eines überstehenden Rands einheitlicher Breite von etwa 0,5 mm.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die einfarbige dritte Farbschicht 163 eine gewisse Transluzenz auf, die von einem Betrachter mit bloßem Auge unter Umge- bungslicht wahrgenommen werden kann. Auf diese Weise entsteht auf der Vorder- seite der dritten Farbschicht 163 ein gewisser Farbeindruck von der auf der Rück- seite der dritten Farbschicht 163 angeordneten zweiten Farbschicht 162, die eben- falls das Bildobjekt 40 darstellt, so dass sich eine besondere Farbbrillanz ergibt.

Weiterhin ist im gezeigten Ausführungsbeispiel die gesamte Oberfläche des Glas- substrats 60, auf der die aus erster, zweiter und dritter Farbschicht 161, 162, 163 zusammengesetzten Farbschicht 160 angeordnet ist, vollflächig mit einer oberflä- chenveredelnden Schutzschicht 170 versehen, die die gesamte Farbschicht 160 ab- deckt.

In der in Fig. 2 mittels eines Schnitts durch das Glassubstrat 60 im Bereich der Farbschicht 160 veranschaulichten ersten Ausgestaltung ist die oberflächenver- edelnde Schutzschicht 170 als ausgehärtete transparente Lackschicht ausgebildet, die die gesamte Farbschicht 160 abdeckt.

In einer nicht dargestellten zweiten Ausgestaltung handelt es sich bei dieser Schutzschicht 170 um eine hochglänzende Folie aus einem transparenten Kunst- stoff, die mittels Verklebung flächig mit der abzudeckenden Oberfläche des be- druckten Glassubstrats verbunden ist.

In einem nicht dargestellten aber im Wesentlichen mit dem ersten Ausführungsbei- spiel übereinstimmenden zweiten Ausführungsbeispiel ist die Farbschicht 160 nicht unmittelbar auf das Glassubstrat 60 aufgedruckt, sondern auf eine transparente, farblose Kunststofffolie aus PVC. Die bedruckte Folie ist dauerhaft mit dem Glassub- strat 60 verklebt. Dabei ist das Aufstellobjekt 40 etwa lebensgroß, d.h. es weist ei- ne Höhe von etwa 2000 mm auf bei einer maximalen Breite von etwa 750 mm. Die Dicke des Glassubstrats beträgt 6 mm. Die Farbschicht 160 liegt vor Umwelteinflüs- sen geschützt zwischen Glassubstrat 60 und transparenter Folie.

In beiden Ausführungsbeispielen ist die Kante des Aufstell Objekts 150 gratfrei und optisch klar. Hierzu ist die die mittels Konturenschnitt erzeugte Kante poliert.

In beiden Ausführungsbeispielen weist das erfindungsgemäße Aufstellobjekt 150 einen Aufsteller 180 auf, der in den Figuren 1 und 3 dargestellt ist. Dabei zeigt Fig. 3 eine seitliche Ansicht des Aufstellobjekts gemäß Fig. 1. Dieser Aufsteller 180 ist separat vom Glassubstrat 60 des Aufstell Objekts 150 ausgebildet. Der Aufsteller 180 weist eine Nut 18 auf, welche zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats 60 ausgebildet ist. Der Aufsteller 180 weist ein so hohes Gewicht sowie eine solche Formgebung auf, dass er einem senkrecht stehenden Glassubstrat 60 eines Aufstel- lobjekts 150 eine ausreichende Standfestigkeit verleiht.

Für ein Aufstellobjekt 150 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels haben sich Alu- minium, Kunststoff oder Holz als Material für den Aufsteller 180 bewährt.

Für ein Aufstellobjekt 150 gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels haben sich als Material für den Aufsteller 180 Stahl, Beton oder Granit bewährt.

Das Aufstellobjekt 150 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels weist weiterhin eine Kantenbeleuchtung auf. Die Kantenbeleuchtung ist in den Aufsteller 180 des Auf- stellobjekts 150 integriert und koppelt über die Kante des Glassubstrats 60 Licht in das Glassubstrat 60 des Aufstellobjekts 150 ein. Dieses in das Glassubstrat 60 ein- gekoppelte Licht kann nachfolgend wieder aus den Kanten des Glassubstrats aus- treten und auf diese Weise einen ästhetisch ansprechenden Lichteffekt erzeugen. Die Kantenbeleuchtung weist mehrere auf LED-Technik basierende Weißlichtquellen auf. Im ersten Ausführungsbeispiel ist das Material des Glassubstrats 60 mit lichtstreu- enden Partikeln dotiert, so dass das von der Kantenbeleuchtung in das Glassubstrat 60 eingekoppelte Licht nicht nur an den Kanten aus dem Glassubstrat 60 austreten kann, sondern auch während seiner Propagation im Glassubstrat 60 von den licht- streuenden Partikeln aus dem Glassubstrat 60 heraus gestreut wird. Hieraus ergibt sich ein Leuchteffekt des gesamten Aufstell Objekts 150.

In einer nicht dargestellten bevorzugten Weiterbildung beider Ausführungsbeispiele umfasst das Aufstellobjekt 150 einen Haltemagnet und ein ferromagnetisches Ge- genstück. Haltemagnet und Gegenstück sind so am Glassubstrat 60 bzw. dem Auf- steiler 180 oder umgekehrt angeordnet, dass sie durch magnetische Zusammen- wirkung das Glassubstrat 60 mechanisch fest, aber lösbar, mit dem als Sockel fun- gierenden Aufsteller 180 verbinden.

Fig. 4 zeigt ein weiteres Beispiel eines erfindungsgemäßen Aufstellobjekts 150, wel- ches im Wesentlichen dem in den Figuren 1 - 3 dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht. Es unterscheidet sich jedoch einerseits im Material des Aufstellers 180, welches transparent ist, so dass das gesamte Aufstellobjekt 150 - auch durch den Aufsteller 180 hindurch - sichtbar ist. Bei dem Material des Aufstellers 180 handelt es sich entweder um PMMA oder um Silikatglas.

Weiterhin folgt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 die Kontur 120 des Aufstellob- jekts 150 nicht überall dem Umriss des von der Farbschicht 160 dargestellten Bil- dobjekts 40. So sind die Beine der dargestellten Frau nicht freigestellt, wodurch sich eine Verringerung des Aufwands für die Ermittlung der Kontur 120 für das Her- austrennen des Aufstell Objekts 150 aus dem bedruckten Glassubstrat 60 ergibt. Weiterhin kann auf diese Weise - falls erforderlich - die mechanische Stabilität des hergestellten Aufstell Objekts 150 erhöht werden.

Fig. 5 zeigt eine erfindungsgemäße Gruppe 151 von Aufstellobjekten 150. Diese umfasst einen Aufsteller 180, der eine Mehrzahl von Nuten 181 aufweist, welche zur stehenden Aufnahme der Glassubstrate 60 mehrerer erfindungsgemäßer Auf- stellobjekte 150 ausgebildet sind. Dabei können die Aufstellobjekte 150 dasselbe oder verschiedene Bildobjekte 40 darstellen. Die im Aufsteller 180 vorgesehenen Nuten 181 sind jeweils zur stehenden Aufnahme des Glassubstrats 60 zumindest eines Aufstellobjekts 150 ausgebildet. Die Nuten 181 sind parallel zueinander sowie hintereinanderliegend angeordnet, so dass eine Gruppe 151 von Aufstellobjekten 150 räumlich gestaffelt hintereinander aufgestellt werden kann. Dies gibt einen be- sonders ansprechenden räumlichen Eindruck der aufgestellten Gruppe 151 von Auf- stellobjekten 150. Fig. 6 zeigt in Aufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Aufstellers 180 mit den vorgenannten Merkmalen. Fig. 7 zeigt den Sockel aus Fig. 6 im Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 6.

Fig. 8 illustriert schematisch den Ablauf eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens anhand eines Blockdiagramms. Das dargestellte Verfahren ist insbesondere zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Aufstellob- jekts 150 gemäß einem der vorstehenden Ausführungsbeispiele geeignet. Grundla- ge des Verfahrens sind Bilddaten eines Nutzers 10, beispielsweise aus einer Foto- grafie.

Das Verfahren gemäß des in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiels weist die folgen- den Schritte auf:

In Block 200 wird eine Datenbank 15 bereitgestellt, auf die Nutzer 10 über das In- ternet 20 zugreifen können.

In Block 210 überträgt ein Nutzer 10 über das Internet 20 fotografische Bilddaten in digitaler Form auf die Datenbank 15.

In Block 220 identifiziert der Nutzer 10 einen Bildbereich 30 in den fotographischen Bilddaten, welcher das vom Aufstellobjekt 150 darzustellende Bildobjekt 40 voll- ständig umfasst. Der Bildbereich 30 kann ggf. auch die gesamten Bilddaten umfas- sen.

In Block 230 wird mittels einer Softwareroutine das im Bildbereich enthaltene dar- zustellende Bildobjekt 40 identifiziert sowie dessen Kontur 120 ermittelt. Im gezeig- ten Ausführungsbeispiel folgt die ermittelte Kontur 120 der Kontur des abzubilden- den Bildobjekts 40 in einem vorgegebenen konstanten Abstand von 4 mm. In Block 240 wird auf Basis des Bildbereichs 30 ein Druckerzeugnis 110 in einem Druckvorgang hergestellt, indem die innerhalb der ermittelten Kontur 120 liegen- den Bildpunkte des darzustellenden Bildobjekts 40 in einem Druckvorgang direkt auf ein Acrylglassubtrat 60 gedruckt werden. Der Aufbau der im Druckvorgang er- zeugten Farbschicht 160 entspricht dem in den vorausgegangenen Ausführungsbei- spielen erfindungsgemäßer Aufstell Objekte 150 offenbarten dreischichtigen Aufbau, auf die dortigen Ausführungen wird verwiesen. Wegen der Eigenschaften der in Block 230 durchgeführten Identifizierung der Kontur 120 wird der Druckvorgang so ausgeführt, dass das von der Farbschicht 160 dargestellte Bildobjekt 40 einen um gebenden unbedruckten Streifen 154 mit einer Breite von 4 mm von der in Block 230 ermittelten Kontur 120 getrennt ist.

In Block 250 wird die mit dem Bildobjekt 40 bedruckte Oberfläche des Aufstellob- jekts 150 vollflächig mit einer oberflächenveredelnden Schutzschicht 170 in Form einer hochglänzenden Kunststofffolie verklebt, die die gesamte Farbschicht 160 ab- deckt.

In Block 260 wird das Aufstellobjekt 160 aus dem Glassubstrat 60 des Drucker- zeugnisses 110 herausgetrennt mittels eines laserbasierten Konturenschnitts ent- lang der ermittelten Kontur 120.

Wird das die Schritte gemäß der Blöcke 200 bis 260 umfassende Verfahren um den weiteren, in Block 270 dargestellten Verfahrensschritt erweitert, ergibt sich ein Aus- führungsbeispiel des weiteren erfindungsgemäßen Verfahrens, welches die Bereit- stellung eines Aufstell Objekts 150 einem Nutzer 10 erlaubt, welches bevorzugt auf fotografischen Bilddaten des Nutzers 10 basiert. Dieses Verfahren weist neben den Verfahrensschritten gemäß der Blöcke 200 bis 260 den mit Block 2 70 dargestell- ten Verfahrensschritt des Auslieferns des hergestellten Aufstell Objekts 150 an den Nutzer 10 auf.

Fig. 9 dient zur Veranschaulichung eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfin- dungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Aufstell Objektes 150 in Form einer Aufstellfigur auf Basis von fotografischen Bilddaten und umfasst zunächst den Schritt des Bereitstellens einer über das Internet 20 zugreifbaren Datenbank 15, auf die Nutzer 10 fotografische Bilddaten in digitaler Form übertragen können. Hierzu wird den Nutzern 10 eine Weboberfläche oder eine Software, insbesondere eine auf einem mobilen Gerät installierbare App bereitgestellt, über die die Nutzer 10 ihre Bilddaten über ein internetfähiges Mobiltelefon oder einen an das Internet angeschlossenen Computer in die Datenbank 15 hochladen können.

In einem nächsten Schritt werden die vom Nutzer 10 erhaltenen Bilddaten mittels eines Bildbearbeitungsprogramms bearbeitet, um ein konturiertes Bildobjekt 40, in Form eines Datenpakets, zu erhalten.

Mit dem Begriff „konturiertes Bildobjekt 40" wird im Sinne der vorliegenden Erfin- dung ein Teilbereich eines fotografischen Bildes verstanden, der mittels einer Kon- tur 120 definiert wird und als Einheit vom restlichen Bild abtrennbar ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um abfotografierte Objekte jedweder Art und/oder um Personen oder Personengruppen handeln, welche anhand des Umrisses oder einer Silhouette optisch begrenzt werden.

Gemäß einer ersten Ausführungsvariante kann der Nutzer 10 hierzu unmittelbar nach dem Upload oder zeitlich versetzt, die Bildbearbeitung selbst vornehmen. Hierfür bietet die Weboberfläche, die Software oder die App entsprechende Bildbe- arbeitungswerkzeuge an, die eine einfache und Software-unterstützte Bildbearbei- tung erlauben. Nach erfolgter Bildbearbeitung wird das erhaltene konturierte Bil- dobjekt 40 vom Nutzer 10 in der Datenbank 15 abgespeichert und für den weiteren Prozess freigegeben.

Gemäß einer alternativen zweiten vorteilhaften Ausführungsvariante werden die bereitgestellten und in der Datenbank 15 hinterlegten Bilddaten zunächst von der Datenbank 15 mittels eines an die Datenbank 15 angeschlossenen Computers ab- gerufen. Die Bilddaten werden nach dem Upload in die Datenbank 15 von einer ent- sprechenden Software vollautomatisch erfasst und bearbeitet, um das konturierte Bildobjekt 40 zu erhalten.

Der Nutzer 10 erhält sodann im Anschluss das Ergebnis der vollautomatischen Bild- bearbeitung angezeigt und kann diese nochmals selbstständig ändern, verwerfen oder durch abspeichern freigeben und dem weiteren Prozess zuführen. Das in Form eines Datenpakets erhaltene konturierte Bildobjekt 40 wird an eine Druckvorrichtung 50 elektronisch übertragen.

In einem weiteren Schritt wird auf Basis der bearbeiteten Bilddaten ein Drucker- zeugnis 110 erzeugt, welches das konturierte Bildobjekt 40 umfasst und direkt auf einem Acrylglassubstrat 60 gedruckt wird, so dass ein einseitig bedrucktes Drucker- zeugnis 110 erhalten wird.

Bei dem Acrylglassubstrat 60 handelt es sich wiederum um ein Acrylglas ausge- wählt aus der Reihe der farblosen und transparenten Acrylgläser. Die Acrylglassub- strate können unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Typische Durchmesser betragen 3 - 25 mm, bevorzugt 3 bis 10 mm, mehr bevorzugt 3 bis 6 mm. Bevor- zugte Formate des zu verwendenden Acrylglassubstrats liegen im Bereich von 10 x 10 cm bis 200 x 200 cm.

Acrylglas oder auch umgangssprachlich Plexiglas® genannt ist dem Fachmann un- ter der chemischen Bezeichnung Polymethylmethacrylat bekannt und in einer Viel- zahl von unterschiedlichen Varianten erhältlich.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel kommt ein Acrylglassubstrat 60 zum Einsatz, dass Alterungs- und witterungsbeständig sowie UV absorbierend ist und eine Licht- durchlässigkeit von mindestens 92 % aufweist.

In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen eignen sich als mögliche Druckverfah- ren alle aus dem Stand der Technik bekannten und für diesen Prozessschritt geeig- neten Verfahren, die zum Anmeldezeitpunkt existieren oder später noch zugänglich werden. Beispielsweise kann das Druckverfahren ausgewählt sein aus der Gruppe UV-Direktdruck, Laserdruck, Tintenstrahldruck oder Sublimationsdruck. Im in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein UV-Direktdruckverfahren verwendet.

Das erhaltene Druckerzeugnis 110 wird nachfolgend einem weiteren Prozessschritt zugeführt, aus dem nun die Aufstellfigur mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung hergestellt wird. Zur Ausführung eines Konturenschnitts ist insbesondere eine mechanische Fräsvorrichtung geeignet, oder auch ein Wasser- strahlschneider oder eine Vorrichtung zum Laserschneiden. Im in Fig. 7 dargestell- ten Ausführungsbeispiel wird ein Fräsverfahren eingesetzt.

Die Optik und UV-Lichtbeständigkeit des erhaltenen Aufstell Objekts 150 werden weiterhin verbessert, indem das Druckerzeugnis 110 und/oder das Aufstellobjekt 150 in einem nicht dargestellten Verfahrensschritt mittels einer oberflächenver- edelnden Schutzschicht 170, beispielsweise einem UV-Glanzlack oder einem UV- Semimattlack, versehen wird.

In einem weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Verfahrensschritt wird das Glassub- strat 60 des Aufstell Objekts 150 so bearbeitet, dass das Aufstellobjekt 150 einen integralen Aufsteller 180 ausgebildet. Hierzu wird ein unterer Teil der erhaltenen Aufstellfigur 150 um einen Winkel im Bereich von 110° umgebogen, wozu das Ma- terial des Glassubstrats 60 zumindest lokal über seine Erweichungstemperatur hin- aus erwärmt wird. Der untere Teil erstreckt sich dabei über eine Länge von etwa 15% der Gesamtlänge/-höhe des Aufstell Objekts 150, d.h. bei einer Höhe von 300 mm über 45 mm und bei einer Höhe von 2000 mm über etwa 300 mm.

Fig. 10 zeigt schließlich schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsge- mäßen internetbasierten Systems 1 zur Herstellung eines Aufstell Objekts 150 auf Basis von fotografischen Bilddaten. Hierbei kann es sich insbesondere um ein erfin- dungsgemäßes Aufstellobjekt 150 handeln.

Das internetbasierte System 1 weist zumindest die folgenden Merkmale auf: a) eine Datenbank 15, auf die Nutzer 10 über das Internet 20 zugreifen und fo- tografische Bilddaten 25 in digitaler Form übertragen können,

b) Mittel 85 zum Bestimmen eines Bildbereichs 30 in den fotographischen Bild- daten 25, welcher das vom Aufstellobjekt 150 darzustellende Bildobjekt 40 vollständig umfasst,

c) Mittel 50 zum Herstellen eines Druckerzeugnisses 110 auf Basis des Bild be- reichs 30, wobei die Mittel 50 dazu eingerichtet sind, in einem Druckvorgang zumindest das Bildobjekt 40

i. direkt auf ein Glassubtrat 60 zu drucken, oder ii. auf eine bevorzugt transparente Folie oder ein sonstiges Trägermateri- al wie ein Fotopapier zu drucken,

d) ggf. Mittel 70 zum Anordnen der bedruckten Folie oder des sonstigen Trä- germaterials auf einem Glassubstrat 60 und zu deren dauerhaften Verbinden mit dem Glassubstrat 60,

e) ggf. Mittel 80 zur Identifikation eines Bildobjekts 40 im Bildbereich 30, f) Mittel 90 zum Ermitteln einer Kontur 120 des identifizierten Bildobjekts 40, und

g) Mittel 100 zum Heraustrennen des Aufstell Objekts 30 aus dem Druckerzeug- nis 110 mittels eines Konturenschnitts- und/oder einer Konturenfräsung ent- lang der ermittelten Kontur 120.

Die Mittel 85 zum Bestimmen eines Bildbereichs 30 in den fotographischen Bildda- ten sind dabei softwarebasiert ausgebildet, d.h. in Form einer Softwareroutine, die auf einem mit dem Internet 20 verbundenen Computer ausgeführt wird und Zugriff auf die in der Datenbank 15 abgelegten Bilddaten hat.

Bei den Mitteln 50 zum Herstellen eines Druckerzeugnisses 110 auf Basis des Bild- bereichs 30 in einem Druckvorgang handelt es sich im gezeigten Ausführungsbei- spiel um ein Laserdrucksystem, welches mit dem Computer 75 verbunden ist.

Die Mittel 70 zum Anordnen der bedruckten Folie oder des sonstigen Trägermateri- als auf einem Glassubstrat 60 und zu deren dauerhaften Verbinden mit dem Glas- substrat 60 sind als dem Laserdrucksystem nachgeschaltete Folienlaminierstation ausgebildet.

Die Mittel 80 zur Identifikation eines Bildobjekts 40 im Bildbereich 30 sowie die Mit- tel 90 zum Ermitteln einer Kontur 120 des identifizierten Bildobjekts 40 sind wiede- rum softwarebasiert ausgebildet, d.h. in Form einer Softwareroutine, die auf dem Computer ausgeführt wird, auf dem auch die Softwareroutine zum Bestimmen eines Bildbereichs 30 in den fotographischen Bilddaten ausgeführt wird.

Die Mittel 100 zum Heraustrennen des Aufstell Objekts 30 aus dem Druckerzeugnis 110 mittels einer Konturenfräsung entlang der ermittelten Kontur 120 sind als CNC- Fräsmaschine ausgebildet, die über das Internet 20 ebenfalls mit dem vorgenann- ten Computer verbunden ist und von diesem Daten über die ermittelte Kontur 120 des Bildobjekts 40 empfangen kann.

Weiterhin sind Mittel 130 vorgesehen, die dazu eingerichtet sind, die mittels Kon- turenfräsung erzeugte Kante des Glassubstrats 60 in einem weiteren Verfahrens- schritt zu polieren. Hierbei handelt es sich um eine mechanisch arbeitende Polier- station.

Schließlich sind optional zu verwendende Mittel 140 vorgesehen, die dazu einge- richtet sind, einen unteren Abschnitt des Aufstell Objekts um einen Winkel im Be- reich von 90 - 120° gegen einen oberen Abschnitt des Aufstell Objekts thermisch umzuformen, so dass ein integraler Aufsteller 180 erhalten wird. Diese Mittel 140 können neben Umformmitteln wie einer geeigneten Presse auch Mittel zu einer lo- kalen thermischen Behandlung des umzuformenden Glassubstrats umfassen, z.B. eine elektrisch beheizte Wärmesohle.

Bezugszeichenliste

1 System

10 Nutzer

15 Datenbank

20 Internet

25 Bilddaten

30 Bildbereich

40 Bildobjekt

50 Mittel zum Herstellen eines Druckerzeugnisses 60 Glassubstrat

70 Mittel zum Anordnen einer Folie

75 Computer

80 Mittel zur Identifikation eines Bildobjektes

85 Mittel zur Bestimmung eines Bildbereichs

90 Mittel zum Ermitteln einer Kontur

100 Mittel zur Heraustrennen

110 Druckerzeugnis

120 Kontur

130 Mittel zum Polieren

140 Mittel zum Umformen

150 Aufstellobjekt

151 Gruppe

160 Farbschicht

161 erste Farbschicht

162 zweite Farbschicht

163 dritte Farbschicht

164 unbedruckter Streifen

170 Schutzschicht

180 Aufsteller

181 Nut