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Title:
DISPLAY UNIT FOR A MEASURING DEVICE FOR PROCESSING AND AUTOMATION TECHNOLOGY, AND MEASURING DEVICE HAVING A DISPLAY UNIT OF THIS TYPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/171844
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a display unit for a measuring device for processing and automation technology, comprising a rectangular, but not square, graphic display (3), on which different measurement and/or parameter data of the measuring device (1) can be displayed, wherein the display (3) can be rotated in 90° steps relative to the display unit (2), such that the displayed measurement and/or parameter data can always be oriented horizontally regardless of a rotation of the display unit (2) in the vertical plane. The display (3) has at least two square sub-regions (4a, 4b) and these square sub-regions (4a, 4b) can be rotated independently of one another. The invention also relates to a measuring device for processing and automation technology comprising a display unit of this type.

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Inventors:
REICHART WALTER (DE)
MAY TOBIAS (DE)
Application Number:
DE2018/100265
Publication Date:
September 27, 2018
Filing Date:
March 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
IFM ELECTRONIC GMBH (DE)
International Classes:
G01D1/00; G01D21/00; G01S7/51
Foreign References:
DE102007050296A12009-04-23
US20050044510A12005-02-24
US20040201595A12004-10-14
DE3936233A11990-05-03
US8847991B12014-09-30
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1 . Anzeigeeinheit für ein Messgerät der Prozess- und Automatisierungstechnik, mit einem rechteckförmigen, aber nicht-quadratischen, grafikfähigen Display (3), auf dem diverse Mess- und/oder Parameterdaten des Messgeräts (1 ) darstellbar sind, wobei das Display (3) relativ zur Anzeigeeinheit (2) in 90°-Schritten drehbar ist, so dass die angezeigten Mess- und/oder Parameterdaten unabhängig von einer Drehung der Anzeigeeinheit (2) in der vertikalen Ebene immer horizontal ausrichtbar sind, wobei das Display (3) wenigstens zwei quadratische Teilbereiche (4a, 4b) aufweist und die quadratischen Teilbereiche (4a, 4b) unabhängig voneinander verdrehbar sind.

2. Anzeigeeinheit nach Anspruch 1 ,

wobei die beiden Seitenlängen der Teilbereiche (4a, 4b) zusammen der Breite des rechteckförmigen Displays (3) entsprechen.

3. Anzeigeeinheit nach Anspruch 1 oder 2,

wobei das Display ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweist.

4. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

wobei eine Bedieneinheit (5) in Form wenigstens einer Taste vorgesehen ist und das Display (3) einen Bereich (6) aufweist, der der wenigstens einen Taste zugewiesen ist und deren Funktionalität anzeigt.

5. Messgerät für die Prozess- und Automatisierungstechnik, umfassend eine Anzeigeeinheit (2) mit einem rechteckförmigen, aber nicht-quadratischen, grafikfähigen Display (3), auf dem diverse Mess- und/oder Parameterdaten des Messgeräts (1 ) darstellbar sind, wobei das Display (3) relativ zur Anzeigeeinheit (2) in 90°-Schritten drehbar ist, so dass die angezeigten Mess- und/oder Parameterdaten unabhängig von der Einbaulage des Messgeräts (1 ) immer horizontal ausrichtbar sind, wobei das Display (3) wenigstens zwei quadratische Teilbereiche (4a, 4b) aufweist und die quadratischen Teilbereiche (4a, 4b) unabhängig voneinander verdrehbar sind.

6. Messgerät nach Anspruch 5,

wobei die beiden Seitenlängen der Teilbereiche (4a, 4b) zusammen der Breite des rechteckförmigen Displays (3) entsprechen.

7. Messgerät nach Anspruch 5 oder 6,

wobei die Anzeigeeinheit (2) starr und unverdrehbar mit dem Messgerät (1 ) verbunden ist.

8. Messgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

wobei das Display (3) ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweist.

9. Messgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8,

wobei die Anzeigeeinheit (2) eine Bedieneinheit (5) in Form wenigstens einer Taste umfasst und das Display (3) einen Bereich (6) aufweist, der der wenigstens einen Taste zugewiesen ist und deren Funktionalität anzeigt.

Description:
Anzeigeeinheit für ein Messgerät der Prozess- und Automatisierungstechnik und Messgerät mit einer solchen Anzeigeeinheit

Die Erfindung betrifft eine Anzeigeeinheit für ein Messgerät der Prozess- und

Automatisierungstechnik sowie ein Messgerät mit einer solchen Anzeigeeinheit.

In der Automatisierungs- und Prozesstechnik kommen häufig Sensoren bzw.

Messgeräte zum Einsatz, die den erfassten Messwert - z.B. Druck, Temperatur, Durchfluss, aber auch Abstand oder Vibration - in ein diesen Messwert

repräsentierendes Ausgangssignal in Form eines analogen oder digitalen Stromoder Spannungssignals umwandeln und dieses Signal an ihrem Kabel- oder

Steckeranschluss, aber teilweise auch drahtlos zur weiteren Verarbeitung einer übergeordneten Steuereinheit anbieten, bspw. einer SPS.

Ein typisches Messgerät besteht zunächst aus einem Sensorelement, auch als Messwertaufnehmer bezeichnet, das der Erfassung und Umwandlung einer physikalischen Messgröße eines Prozesswerts in ein Messsignal dient. Des Weiteren ist eine Auswerteeinheit vorgesehen, die häufig als Mikrocontroller ausgeführt ist und in der die vom Sensorelement generierten Messsignale aufbereitet, d.h. verstärkt, und zumeist auch schon verarbeitet werden. Die Auswerteinheit ist ausgangsseitig mit einer Kommunikationsschnittstelle verbunden, über die die aufbereiteten

Messsignale an die bereits erwähnte Steuereinheit übertragen werden können.

Häufig umfasst das Messgerät auch eine Anzeigeeinheit, auf der u.a. die aktuellen Messwerte angezeigt werden. Des Weiteren dient die Anzeigeeinheit häufig auch zum Einrichten und Parametrieren des Messgeräts. Hierzu verfügt das Messgerät zusätzlich noch über entsprechende Eingabemöglichkeiten.

Bei den Anzeigeeinheiten sind seit vielen Jahren Segmentanzeigen bekannt, mit denen auf grafisch einfache Weise Ziffern und Buchstaben darstellbar sind. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch grafikfähige Displays, bspw. auf LCD- oder LED- Basis, auf denen je nach Auflösung der Grafikoberfläche auch anspruchsvolle Darstellungen von Ziffern, Buchstaben und Symbolen möglich sind, teilweise auch mehrfarbig.

Andererseits hat sich bei verschiedenen Anwendungen der Bedarf ergeben, das Display stets leicht ablesen zu können, indem es unabhängig vom Einbau des Messgeräts immer horizontal ausgerichtet ist. Bei grafikfähigen Displays bietet sich an, anstatt einer mechanischen Verdrehung der gesamten Anzeigeeinheit lediglich die Ausrichtung der Darstellung, d.h. der Anzeige selbst zu ändern. Anstatt einer mechanischen Verdrehung wird diese Aufgabe durch eine entsprechende Software gelöst.

Bei quadratischen Anzeigefenstern ist das insofern weitgehend unproblematisch, weil sich bei einer Verdrehung in 90°-Schritten an der Wahrnehmung der Anzeige selbst nichts ändert. Bei einer rechteckigen, nicht-quadratischen Anordnung, bspw. im 16:9-Format, stellt eine Verdrehung jedoch aufgrund der Vertauschung von Höhe und Breite eine gravierende Veränderung der Darstellung dar, wenn die angezeigten Daten ursprünglich im Querformat unter Ausnutzung der vollen Breite nunmehr im Hochformat dargestellt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Darstellung auf einem grafikfähigen Display für ein Messgerät der eingangs genannten Art zu ermöglichen, die auch in nichtquadratischer Ausführung drehbar und trotzdem einfach und vollständig ablesbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Anzeigeeinheit mit den

Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Messgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 5. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den

Unteransprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß sind Mess- und/oder Parameterdaten des Messgeräts bei vertikaler Anordnung der nicht-quadratischen Anzeigeeinheit unabhängig von einer Drehung der Anzeigeeinheit in der vertikalen Ebene horizontal ausrichtbar und damit gut und vollständig ablesbar. Dadurch, dass das Display wenigstens zwei

quadratische Teilbereiche aufweist und diese quadratischen Teilbereiche

unabhängig voneinander verdrehbar sind, d.h. sie besitzen jeweils eine eigene Drehachse, können die beiden quadratischen Teilbereiche bei horizontaler

Ausrichtung der Anzeigeeinheit nebeneinander und bei vertikaler Ausrichtung übereinander angeordnet werden. Die Darstellung in den Teilbereichen selbst bleibt dabei auch nach einer Verdrehung unverändert, weil durch das Quadrat Höhe und Breite identisch sind.

Vorteilhafterweise entsprechen die beiden Seitenlängen der quadratischen

Teilbereiche zusammen der Breite des rechteckförmigen Displays, so dass die gesamte Displayfläche durch die zwei Quadrate ausgefüllt und damit gut ausgenutzt wird.

Bei einem Messgerät, das eine solche Anzeigeeinheit aufweist, kann das Display unabhängig von der Einbaulage des Messgeräts immer so ausgerichtet werden, dass es aufgrund der horizontalen Ausrichtung und der nicht-verzerrten Darstellung gut ablesbar ist.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Anzeigeeinheit starr und unverdrehbar auf bzw. mit dem eigentlichen Messgerät verbunden, wodurch ein erhöhter Aufwand bspw. bei der Abdichtung entfällt und trotzdem eine gute Ablesbarkeit der

angezeigten Werte erreicht werden kann.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter

Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen schematisch:

Figur 1 ein Messgerät für die Prozess- und Automatisierungstechnik mit einer erfindungsgemäßen Anzeigeeinheit in waagerechter Einbaulage und

Figur 2 das Messgerät aus Fig. 1 in senkrechter Einbaulage.

Bei der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.

Figur 1 zeigt ein Messgerät 1 für die Prozess- und Automatisierungstechnik in Form eines magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräts (MID), welches vorliegend in einer waagerechten Einbaulage dargestellt ist. Die Anzeigeeinheit 2 ist vom eigentlichen Messgerät 1 abgesetzt angeordnet und umfasst ein rechteckförmiges, aber nicht-quadratisches, grafikfähiges Display 3 auf LCD- oder LED-Basis, auf dem diverse Mess- und/oder Parameterdaten des Messgeräts 1 angezeigt werden. Das Display 3 besteht im Wesentlichen aus zwei quadratischen Teilbereichen 4a, 4b, wobei im ersten Bereich 4a aktuelle Messwerte in Form von Durchflussmenge und Mediumstemperatur angezeigt werden und im zweiten Bereich 4b Parameterdaten bzw. Einstellwerte wie Schaltpunkte und dergleichen. Die Menübedienung erfolgt entweder über vorliegend nicht weiter dargestellte Bedientasten oder auch über ein Berühren der Displayoberfläche 3, sofern das Display als sogenannter Touchscreen ausgeführt ist. In Figur 2 ist das Messgerät 1 in einer senkrechten Einbaulage dargestellt, d.h. das gesamte Messgerät 1 inklusive der Anzeigeeinheit 2 ist nun gegenüber der waagerechten Einbaulage um 90° gedreht. Um nun dennoch das Display 3 gut ablesen zu können, sollten die angezeigten Mess- und Parameterdaten wieder horizontal ausgereichtet werden. Deswegen sind nun die beiden quadratischen Teilbereiche 4a, 4b jeweils um 90° gedreht und übereinander angeordnet. Das Besondere ist nun, dass nicht das ganze Display 3 gedreht wird, was zu einer Veränderung des Breite-Höhen-Verhältnisses führen würde, sondern dass aufgrund der Unterteilung in die zwei quadratischen Teilbereiche 4a, 4b diese unabhängig voneinander gedreht werden können und wegen der quadratischen Gestalt das Breite-Höhen-Verhältnis beibehalten wird.

Ferner ist in Fig. 2 die Anzeigeeinheit 2 mit der bereits erwähnten Bedieneinheit 5 in Form von zwei Tasten als ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Die zwei Tasten 5 sind dafür vorgesehen, um auch eine Bedienung des Messgeräts 1 vor Ort vornehmen zu können. Diesen Tasten 5 ist ein schmales Fenster innerhalb des Displays 3 zugeordnet, in dem die Funktionalitäten der Tasten 5 angezeigt werden. Dabei kann die jeweilige Funktionalität auch abhängig von der Menüposition veränderlich sein. Angezeigt wird die jeweilige Funktionalität durch ein Element in Form eines Symbols oder einer Beschriftung. Bei einer Drehung des Messgeräts 1 drehen sich entsprechend die angezeigten Elemente in sich, um in der Leserichtung zu den zwei quadratischen Teilbereichen 4a, 4b zu sein. Die Zuordnung zu den Tasten 5 und die Position der einzelnen Symbole bleibt bestehen.

Im Ergebnis besteht der Vorteil der Erfindung auch darin, dass die Anzeigeeinheit 2 gegenüber dem eigentlichen Messgerät 1 keine Verdrehbarkeit aufweisen muss, was häufig mit großem Aufwand bspw. bei der Abdichtung verbunden ist, insbesondere wenn das Messgerät 1 in Hygienebereichen eingesetzt werden soll.