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Patent Searching and Data


Title:
DISPLAY UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110257
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a display unit which comprises a front panel (1) with a curved contour (K1) and a display element (2), with an intermediate layer (3) arranged between these. According to the invention, the intermediate layer consists of an adhesive material.

Inventors:
BOLTE, Peter (Pfingstweg 12, Buseck, 35418, DE)
GENTHE, Manfred (Michael-Groß-Straße 3, Niedernberg, 63843, DE)
Application Number:
EP2018/081237
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
November 14, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
G02F1/1333; B60Q3/64; G02F1/13
Domestic Patent References:
WO2014096199A12014-06-26
WO2017158031A12017-09-21
Foreign References:
DE102004040508A12005-03-17
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Claims:
Patentansprüche

1. Anzeigeeinheit, aufweisend eine Frontplatte (1) mit ge

krümmter Kontur (Kl) und ein Anzeigeelement (2) zwischen denen eine Zwischenschicht angeordnet ist, wobei die Zwischen schicht aus einem adhäsiven Material besteht.

2. Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 1, wobei die Zwischenschicht ein Koppelpolster (3,31,32,33) ist.

3. Anzeigeeinheit gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Koppelpolster (3,31,32,33) aus Silikon besteht, insbesondere aus einem auf Liquid-Silicon-Rubber basierenden Material .

4. Anzeigeeinheit gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Koppelpolster (3,31,32,33) eine der Kontur (Kl) der Frontplatte (1) angepaßte Kontur (K 31) aufweist.

5. Anzeigeeinheit gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend einen Rahmen (4), der Koppelpolster (3,31,32,33) und Anzeigeelement (2) zumindest teilweise umschließt, und der an dem Anzeigeelement (2) befestigt ist.

6. Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 5, wobei zur Befestigung

Klebepunkte (5) vorgesehen sind.

7. Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 5, wobei der Rahmen (4)

Luftkanäle (42) aufweist.

8. Anzeigeelement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen Anzeigeelement (2) und Frontplatte (1) zu mindest ein Lichtleiter (21,22) angeordnet ist, und das Koppelpolster (3,31,32,33) an den Lichtleiter (21,22) koppelt .

9. Verfahren zum Montieren einer Anzeigeeinheit gemäß einem der Ansprüche 1-8, aufweisend: - positionsgenaues Aneinanderlagern (Sl) von Frontplatte (1), Koppelpolster (3,31,32,33) und Anzeigeelement (2) zu einem Aufbau ( 132 ) ,

- Fügen (S3) dieses Aufbaus (132) unter Druckatmosphäre und erhöhter Temperatur.

10. Verfahren gemäß Anspruch 9, weiterhin aufweisend zumindest eines aus:

- Umgeben (S4) von Koppelpolster (3,31,32,33) und Anzei geeinheit (2) mit einem Rahmen (4),

- Anbringen (S5) von Klebepunkten (5) am Rahmen (4),

- Evakuieren (S2) des Aufbaus (132) vor dem Fügen.

11. Verfahren zum Demontieren einer Anzeigeeinheit gemäß einem der Ansprüche 1-8, aufweisend:

- Einbringen (S6) eines Fluids zwischen Koppelpolster (3,31,32,33) und Anzeigeelement (2) oder Frontplatte (1),

- Entfernen (Sl) des Anzeigeelements (2) oder der Frontplatte (1) vom Koppelpolster (3,31,32,33).

12. Verfahren zum Bearbeiten eines Elements einer Anzeigeeinheit, aufweisend :

- Demontieren (S6-S7) gemäß Anspruch 11,

- Ersetzen (S8) oder Inspizieren (S9) oder Verändern (S 10) eines oder mehrerer der Elemente Frontplatte (1), Koppel polster (3,31,32,33) und Anzeigeeinheit (2),

- Montieren (S1-S5) gemäß einem der Ansprüche 8 und 9.

13. Gerät zum Bearbeiten einer Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 12.

Description:
Beschreibung

Anzeigeeinheit

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigeeinheit, die eine Frontplatte mit gekrümmter Kontur und ein Anzeigeelement aufweist, zwischen denen sich eine Zwischenschicht befindet.

Aus der WO 2017/158 031 Al ist eine solche Anzeigeeinheit bekannt. Das Anzeigeelement ist hier eine Leuchtfolie, die sich auf ihrer Frontseite in Kontakt mit einer als gekrümmte

Glasplatte ausgebildeten Frontplatte befindet, und auf ihrer Rückseite mit einem Träger. Der Träger hat eine größere Abmessung als die Leuchtfolie und ist außerhalb der Leuchtfolie mit der Glasplatte in Kontakt. Zwischen Leuchtfolie und Frontplatte befindet sich eine Zwischenschicht als Splitterschutz. Eine demgegenüber verbesserte Anzeigeeinheit ist erwünscht.

Erfindungsgemäß besteht die Zwischenschicht aus einem adhäsiven Material, welches keine materialschlüssige Verbindung, ins besondere keine Klebeverbindung, mit den anderen Komponenten eingeht. Dies hat den Vorteil, daß sich die mittels der Zwi schenschicht hergestellte Verbindung zwischen Frontplatte und Anzeigeelement lösen läßt, ohne diese Komponenten zu beschä digen. Dadurch ist eine kostengünstige Reparatur der Anzei geeinheit ermöglicht.

Gemäß der Erfindung ist die Zwischenschicht ein Koppelpolster. Das Koppelpolster stellt vorteilhafterweise die optische Kopplung zwischen Anzeigeelement und Frontplatte her, insbe sondere indem es den gleichen oder nahezu gleichen Brechungsindex hat wie die Frontplatte. Ein weiterer Vorteil des Koppelpolsters liegt darin, daß es einen Schutz des Anzeigeelements vor me chanischen Einflüssen darstellt, die über die Frontplatte auf das Anzeigeelement übertragen werden können. Solche Einflüsse werden beispielsweise bei einem Touchpad durch Druckausübung auf einen in die Frontplatte integrierten oder an dieser angeordneten Berührungssensor hervorgerufen. Ein weiterer Vorteil des Koppelpolsters liegt darin, daß es leichter handhabbar ist als ein bei der Montage flüssig aufzubringendes und dann auszu- härtedes Material für die Zwischenschicht. Die Zwischenschicht dient zum Verbinden von Anzeigeelement und Frontplatte, als Schutzschicht, und zum optischen Bonden. Das Anzeigeelement ist beispielsweise ein starrer oder flexibler Bildschirm, basierend auf LCD, OLED, Kathodenstrahlröhren oder einer anderen Bild schirmtechnologie. Das Anzeigeelement kann im einfachsten Fall auch ein Leuchtelement sein, wie eine Glühbirne oder eine LED. Die Frontplatte ist eine Glasplatte, eine aus Polycarbonat oder PMMA bestehende Platte oder eine Platte, die aus einem anderen durchsichtigen Material besteht, welches auch weitere Be schichtungen wie beispielsweise eine Hard-Coat-, eine An- ti-Glare-, eine Anti-Reflex-, und/oder eine An- ti-Fingerprint-Beschichtung aufweisen kann. Für eine sogenannte 3D-Displayabdeckung ist insbesondere vorgesehen, daß die Frontplatte eine tiefgezogene Folie ist oder ein gekrümmtes Kunststoff-Spritzteil ist, und der entsprechende Hohlraum zwischen gekrümmter Frontplatte und flachem Anzeigeelement mittels des Koppelpolsters gefüllt wird.

Vorteilhafterweise besteht das Koppelpolster aus Silikon, vorzugsweise einem mittels Liquid-Silicon-Rubber, auch LSR genannt, hergestellten Material oder einem entsprechenden Material. Ein solches Material wird beispielsweise auch als Schutzhülle für Mobiltelefone verwendet. Es ist weich, stoß dämpfend und kann mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften hergestellt werden. Beim erfindungsgemäßen Einsatz ist ein optisch klares Material vorgesehen, beispielsweise ein LSR des Herstellers Momentive (es wird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um einen Markennamen handeln könnte) . Dieses Material ist extrem weich eingestellt und hochtransparent. Ein Koppelpolster aus einem derartigen Material hat vorteilhafte mechanische Schutzeigenschaften, ist als Massenprodukt kostengünstig, beispielsweise mittels LSR-Spritzguß , in unterschiedlichster Formgebung herstellbar, und kann durch geeignete Wahl der chemischen Zusammensetzung und/oder physikalischen Struktur relativ gut auf den optischen Brechungsindex der Frontplatte eingestellt werden.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß das Koppelpolster eine der Kontur der Frontplatte angepaßte Kontur aufweist. Dies hat den Vorteil, daß Koppelpolster und Frontplatte gut zueinander passen und somit bei der Montage kaum Verformungen auftreten. Es treten weiterhin keine Lücken zwischen Frontplatte und Koppelpolster auf, die den optischen Eindruck der fertig montierten Anzei geeinheit negativ beeinflussen könnten. Als angepaßte Kontur wird hier eine Kontur angesehen, die derjenigen der Frontplatte entspricht. Als angepaßte Kontur wird ebenfalls eine Kontur angesehen, die in einem mittleren Bereich etwas überhöht ist, damit beim Zusammenfügen oder in einem späteren Herstel lungsschritt Luft nach außen entweichen kann. Als angepaßte Kontur wird ebenfalls eine Kontur angesehen, die an bestimmten Stellen überhöht ist um ein gewünschtes Anpreßverhalten auf die Frontplatte zu erzielen.

Vorteilhafterweise ist ein Rahmen vorhanden, der das Koppel polster und das Anzeigeelement zumindest teilweise umschließt und der an dem Anzeigeelement befestigt ist . Dies hat den Vorteil, daß der Rahmen das Koppelpolster in Position hält, sodaß das Koppelpolster sowohl während der bestimmungsgemäßen Nutzung als auch während einer Montage verformbar bleiben kann, also keine Ausweitung erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß sich das Koppelpolster auch nach der Montage und vor Be endigung der ordnungsgemäßen Nutzung von der Frontplatte und/oder dem Anzeigeelement lösen läßt. Dies ermöglicht eine Demontage dieser Bauteile, beispielsweise zwecks Inspektion, Austausch oder Ergänzung dieser Bauteile. Hier ist bei spielsweise das Aufbringen einer Schutz- oder Dekorationsschicht vorgesehen .

Erfindungsgemäß sind zur Befestigung Klebepunkte vorgesehen. Ebenfalls im Rahmen der Erfindung liegend sind Klebeflächen, Schweiß- oder Lötpunkte, Verschraubungen, Clip-Verbindungen oder ähnliches. Der Vorteil einer solchen Befestigung liegt darin, daß sie eine mechanische Sicherung gewährleistet, flexibel anbringbar und bei Bedarf entfernbar ist. Der Rahmen ist gemäß einer Variante vorteilhafterweise mit der Frontplatte ebenfalls mittels Klebeverbindungen über Klebepunkte oder über eine Klebelinie verbunden. Das Koppelpolster braucht dann keine Befestigungsfunktion für das Anzeigeelement auszuüben. Gemäß einer Variante wird die Stärke der Adhäsion in diesem Fall geringer eingestellt, was eine spätere Demontage nochmals erleichtert .

Der Rahmen weist vorteilhafterweise Luftkanäle auf. Diese ermöglichen während der Montage das Entweichen von Luft, die sich gegebenenfalls noch zwischen Koppelpolster und Frontplatte oder Koppelpolster und Anzeigeelement befindet. Die Luftkanäle ermöglichen weiterhin vorteilhaft während einer Demontage oder Teildemontage das Einblasen von Luft, welches ein Trennen der entsprechenden Bauteile erleichtert.

Vorteilhafterweise ist zwischen Anzeigeelement und Frontplatte zumindest ein Lichtleiter angeordnet, wobei das Koppelpolster an den Lichtleiter koppelt. Dies hat den Vorteil eines Tole ranzausgleichs, insbesondere wenn mehrere Lichtleiter vorhanden sind, die untereinander gekoppelt werden, oder wenn der

Lichtleiter starr ist, also wenig flexibel bezüglich Tole ranzausgleich ist. Ein Toleranzausgleich ist auch dann vor teilhaft, wenn die verwendeten Materialien unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen oder unterschiedliche Bauteile im Betrieb unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt sind und sich daher unterschiedlich stark ausdehnen. Das Koppelpolster gleicht diese Toleranzunterschiede aus und ist durch seine frei definierbare Form auch geometrisch gut zum Koppeln geeignet. Das Anzeigeelement ist in diesem Fall bei spielsweise eine LED, eine herkömmliche Lichtquelle wie

Glühbirne oder Halogenleuchte eines Kombinationsinstruments eines Kraftfahrzeugs, eines Einzelinstruments oder auch eines Bedienelements wie ein Bedienknopfs. Der Lichtleiter leitet Licht von der entfernten Lichtquelle, dem Anzeigeelement, zur Frontplatte. Er ist beispielsweise ein aus PMMA bestehendes Spritzgußteil .

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Montieren einer erfin dungsgemäßen Anzeigeeinheit weist das positionsgenaue Anei nanderlagern von Frontplatte, Koppelpolster und Anzeigeelement auf, und das anschließende Fügen dieses Aufbaus unter Druck atmosphäre und erhöhter Temperatur. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß es ohne Flüssigkeit und die damit verbundenen Gefahren, sowie der zu deren Abwendung oder Reduzierung er forderlichen Maßnahmen auskommt. Es ist kein Verkleben er forderlich, dennoch wird ein stabiler Zusammenhalt von

Frontplatte und Anzeigeelement durch Adhäsion erreicht. Dies ermöglicht eine zerstörungsfreie oder weitgehend störungsfreie Demontage von Frontplatte und Anzeigeelement. Somit kann eine fehlerhaft montierte oder im weiteren Herstellungsprozeß oder auch im Gebrauch beschädigte Anzeigeeinheit einer kosten günstigen Reparatur, Inspektion oder Veränderung zugeführt werden. Das Aneinanderlagern von Frontplatte, Koppelpolster und Anzeigeelement erfolgt vorzugsweise ohne mechanischen Druck. Dabei ist es sowohl sinnvoll möglich, zunächst Frontplatte und Koppelpolster und dann die Anzeigeeinheit aneinander zu lagern als auch zunächst die Anzeigeeinheit und das Koppelpolster aneinander zu lagern und erst anschließend die Frontplatte hinzuzufügen. Der Herstellungsprozeß ist somit an unter schiedliche Gegebenheiten, die beispielsweise durch die

Formgebung der einzelnen Bauteile, die Prozeßlogistik oder die verwendeten Herstellungsmaschinen bedingt sind, anpaßbar. Das Fügen erfolgt vorteilhafterweise in einem Autoklaven. Dabei haben sich ein Druck von 6 bar und eine Temperatur von 60 °C, die über etwa 30 Minuten gehalten wird, als vorteilhaft erwiesen. Andere Bedingungen können sich in Abhängigkeit von Materialwahl, Form der einzelnen Bauteile und anderen Randbedingungen ebenfalls als vorteilhaft heraussteilen. Durch das Fügen wird eine blasenfreie, optisch klare Adhäsion erzielt.

In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden das Koppelpolster und die Anzeigeeinheit mit einem Rahmen umgeben. Dies hat den Vorteil, daß der Rahmen mechanischen Schutz und Stabilität gewährleistet. Eine weitere Weiterbildung sieht das Anbringen von Klebepunkten am Rahmen vor. Dies hat den Vorteil eine sichere Befestigung des Rahmens an der Anzeigeeinheit und gegebenenfalls auch an der Frontplatte zu gewährleisten. Eine weitere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß der Aufbau vor dem Fügen evakuiert wird. Dies hat den Vorteil, daß Blasenfreiheit gewährt ist und während des Fügens eine definierte Atmosphäre vorliegt, die eine gewünschte chemische Reaktion begünstigt bzw. unerwünschte chemische Reaktionen ausschließt oder stark vermindert. Das Evakuieren erfolgt vorteilhafterweise durch Entfernen von Luft mittels Unterdrück. Ein leichtes Vakuum reicht dabei in den meisten Anwendungsfällen aus. Das Evakuieren kann auch durch das Ersetzen der Umgebungsluft durch ein Schutzgas realisiert werden, um beispielsweise Sauerstoff zu entfernen, wenn dieser beim nachfolgenden Fügen störend ist.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Demontieren einer erfin dungsgemäßen Anzeigeeinheit weist das Einbringen eines Fluids zwischen Koppelpolster und Anzeigeelement oder zwischen Kop pelpolster und Frontplatte auf und das Entfernen des Anzei geelements beziehungsweis der Frontplatte vom Koppelpolster. Dies ist eine besonders effektive und materialschonende Mög lichkeit zum Demontieren. Als Fluid ist Luft vorgesehen, al ternativ kann hier auch ein anderes Medium sinnvoll Verwendung finden, welches sowohl ein gasförmiges als auch ein flüssiges Medium sein kann. Insbesondere eine Flüssigkeit, die nach Anwendung schnell verdunstet ist hier vorteilhaft verwendbar. Das Lösen des Koppelpolsters von der Frontplatte oder dem Anzeigeelement kann auch auf andere Art und Weise erfolgen, beispielsweise durch Vorformen des Koppelpolsters an einer Seite, um dort beginnend die Adhäsion aufzuheben. Auch eine Kombination mehrerer der genannten oder weiterer Trennmög lichkeiten liegen im Rahmen der Erfindung.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Bearbeiten eines der Elemente einer erfindungsgemäßen Anzeigeeinheit besteht aus Demontieren und Montieren gemäß einem erfindungsgemäßen Ver fahren und dazwischengeschaltetem Ersetzen, Inspizieren und/oder Verändern eines oder mehrerer der Elemente der An zeigeeinheit, insbesondere der Frontplatte, dem Koppelpolster oder des Anzeigeelements.

Ein erfindungsgemäßes Gerät zum Demontieren einer erfin dungsgemäßen Anzeigeeinheit ist dazu eingerichtet, eines oder mehrere der erfindungsgemäßen Verfahren auszuführen.

Weitere Vorteile der Erfindung lassen sich auch der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Abbildungen entnehmen. Dabei sind gleiche Bezugszeichen für gleiche oder gleichwirkende Elemente in allen Figuren verwendet, aber nicht notwendigerweise zu jeder Figur einzeln beschrieben. Es zeigen:

Fig.1 Anzeigeeinheit in Explosionsdarstellung

Fig .2 Anzeigeeinheit, Rückseite

Fig .3 Montageschritt einer Anzeigeeinheit

Fig.4 Montageschritt einer Anzeigeeinheit

Fig .5 montierte Anzeigeeinheit

Fig .6 Anzeigeeinheit gemäß weiterer Ausführungsform

Fig.7 gebogene Frontplatte, Seitenansicht

Fig.8 gebogene Frontplatte, räumliche Darstellung

Fig.9 gebogene Frontplatte, räumliche Darstellung

Fig.10 Montageverfahren für eine Anzeigeeinheit

Fig.11 Demontageverfahren für eine Anzeigeeinheit

Fig .12 Bearbeitungsverfahren für eine Anzeigeeinheit

Fig.l zeigt eine erfindungsgemäße Anzeigeeinheit in Explosi onsdarstellung. Man erkennt die Frontplatte 1, das Anzei geelement 2 und das zwischen diesen angeordnete Koppelpolster 3. Das Koppelpolster 3 dient sowohl zur mechanischen Kopplung von Frontplatte 1 und Anzeigeelement 2 mittels Adhäsion als auch zur optischen Kopplung, bei der das vom Anzeigeelement 2 erzeugte Licht ohne für einen Betrachter erkennbare Grenzflächen bis zur dem Betrachter zugewandten, also dem Koppelpolster 3 abgewandten Oberfläche der Frontplatte 1 gelangt. Weiterhin erkennt man einen Rahmen 4, dessen Abmessungen so sind, daß er das Anzeigeelement 2 und das Koppelpolster im montierten Zustand umschließt. Der Rahmen 4 weist Vorsprünge 41 auf, die im montierten Zustand mittels Klebepunkten 5 an der Rückseite des Anzeigeelements 2 befestigt werden. Die Frontplatte weist eine leicht gekrümmte Kontur Kl auf, die im wesentlichen einer Krümmung mit dem hier nur angedeuteten Radius RI entspricht. Der Radius RI beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel RI = 800 mm. Das Koppel polster 3 weist eine entsprechend gekrümmte Kontur K13 auf deren hier ebenfalls nur angedeutetem Radius R3 dem Radius RI der Kontur Kl der Frontplatte entspricht. Koppelpolster 3 und Frontplatte

1 liegen somit lückenlos aneinander an wenn sie aneinander gelagert werden. Die Rückseite des Koppelpolsters 3 weist eine gerade Kontur K32 auf, die der geraden Kontur K2 des Anzei geelements entspricht. Somit liegen auch Anzeigeelement 2 und Koppelpolster 3 lückenlos aneinander an, wenn sie aneinander gelagert werden. Das Koppelpolster 3 besteht aus einem extrem weichen und hochtransparenten Material, das aus Li- quid-Silicon-Rubber hergestellt ist. Dieses Material wird auch als LSR bezeichnet. Das Koppelpolster 3 wird aus Li- quid-Silicon-Rubber im Spritzguß hergestellt. Dabei werden zwei chemische Komponenten in einem Mischer zum LSR gemischt, in einer gekühlten Schnecke einer Spritzgußmaschine zur Spritzgußform gefördert, spritzgegossen und in der Spritzgußform bei spielsweise durch Heizen bei einer bestimmten Temperatur vernetzt, sodaß ein extrem weicher Körper, das Koppelpolster 3, entsteht. Das Koppelpolster 3 ist sehr weich und elastisch und paßt sich beim Aneinanderfügen sehr dicht an die Frontplatte 1 und das Anzeigeelement 2 an, mit denen es in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt durch Adhäsion verbunden wird. Der Rahmen 4 umgibt das Anzeigeelement 2 und das Koppelpolster 3. Der Rahmen 4 ist über die Klebepunkte 5 nach Montage mit dem Anzeigeelement

2 verbunden. Gemäß einer Variante der Erfindung ist der Rahmen 4 über eine hier nicht dargestellte Kleberaupe mit der

Frontplatte 1 verbunden. Der Rahmen 4 weist Luftkanäle 42 auf, die sich in dessen oberem Bereich befinden. Durch die Luftkanäle 42 kann, wenn bei der Montage zunächst das Anzeigeelement 2 und der Rahmen 4 aneinandergelagert und miteinander verbunden werden, und diese dann an die bereits aneinandergelagerten Frontplatte 1 und Koppelpolster 3 angelagert werden, die Luft entweichen, sodaß sich nach Beenden des Aneinanderlagerns keine Luft mehr zwischen Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 befindet .

Fig.2 zeigt die Rückseite der montierten Anzeigeeinheit. Man erkennt die Rückseite des Anzeigeelements 2, die Seite des Rahmens 4 und die Klebepunkte 5 mittels denen der Rahmen 4 über seine Vorsprünge 41 mit dem Anzeigeelement 2 verbunden ist. Das Anzeigeelement 2 ist über das hier nicht sichtbare Koppelpolster 3 mit der Frontplatte 1 über Adhäsion verbunden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform reicht die Adhäsionskraft zwischen Koppelpolster 3 und Frontplatte 1 einerseits und zwischen Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 andererseits aus, um diese ausreichend stabil zu verbinden. Gemäß einer anderen Variante ist vorgesehen, daß auch der Rahmen 4 mit der Frontplatte 1 durch Kleben verbunden ist. Durch die Luftkanäle 42 kann zur Demontage Luft eingeblasen werden, die zwischen Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 eindringt und damit die Adhäsion aufhebt oder zumindest so weit verringert, daß das Anzeigeelement 2 vom Koppelpolster 3 entfernt werden kann. Das Anzeigeelement 2 kann nun ausgetauscht, repariert, gereinigt oder auf andere Art und Weise bearbeitet oder verändert werden um anschließend wieder zu einer dichten Anlage an das Koppelpolster 3 gebracht zu werden. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Koppelpolsters 3 ist somit eine einfache Demontage und erneute Montage ermöglicht. Es ermöglicht ebenfalls eine Trennung von Frontplatte 1 und Koppelpolster 3 wenn Bedarf besteht, die Frontplatte 1 aus zutauschen, zu reparieren oder zu bearbeiten. Entsprechendes gilt für das Koppelpolster 3.

Fig.3 zeigt einen ersten Montageschritt, bei dem Frontplatte 1, Anzeigeelement 2 und Koppelpolster 3 aneinander gelagert werden. Man erkennt daß die Kontur Kl der Frontplatte 1 mit der oberen Kontur K31 des Koppelpolsters 3 übereinstimmt und dessen untere Kontur K32 mit der oberen Kontur K2 des Anzeigeelements 2. Nach dem Aneinanderlagern wird der aus Frontplatte 1, Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 bestehende Aufbau 132 in einem weiteren Verfahrensschritt unter Druckatmosphäre und geeigneter Tem peratur in einem Autoklaven behandelt. Dabei lagern sich Frontplatte 1 und Koppelpolster 3 sowie Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 so dicht aneinander an, daß sie durch Adhäsion ausreichend fest verbunden sind.

Fig.4 zeigt den derartig verbundenen Aufbau 132 bestehend aus Frontplatte 1, Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2, welcher noch nicht mit dem Rahmen 4 verbunden ist. Der Rahmen 4 wird von der Rückseite des Aufbaus 132 her an diesen herangeführt und um schließt nach vollständigem Heranführen das Anzeigeelement 2 sowie das Koppelpolster 3 seitlich. Damit ist sichergestellt, daß auf das Koppelpolster 3 keine mechanischen Einflüsse von au ßerhalb des Rahmens 4 einwirken können. Lediglich durch die Luftkanäle 42 kann zur Demontage Luft in den Bereich des Koppelpolsters 3 eingebracht werden.

Fig.5 zeigt die montierte Anzeigeeinheit mit Frontplatte 1, Anzeigeelement 2 und Rahmen 4. Letztere sind über Klebepunkte 5 miteinander verklebt. Die Luftkanäle 42 sind als Bohrungen ausgelegt, die sich im montierten Zustand in einem Bereich befinden, in dem das Koppelpolster 3, welches hier nicht sichtbar ist, eine relativ große Dicke aufweist. Bei Lufteintrag, oder dem Eintrag eines anderen Fluides, kann es an dieser dicken Stelle besonders gut nachgeben, wodurch das Eindringen des Fluides zwischen Koppelpolster 3 und Anzeigeeinheit 2 oder zwischen Koppelpolster 3 und Frontplatte 1 erleichtert ist. Die Luftkanäle 42 sind zudem an einer Stelle angebracht, an der die Frontplatte 1 nur geringfügig über den Rahmen 4 hinausragt. Sie sind somit bei der Demontage leichter erreichbar als an Stellen, an denen der Überstand größer ist.

Fig.6 zeigt eine Anzeigeeinheit gemäß einer weiteren Ausfüh rungsform. Als Frontplatte 1 ist hier als ein Warnanzeigein strument 11 vorgesehen, welches ein Warnsymbol 12 zeigt, wenn es hinterleuchtet wird. Die Hinterleuchtung erfolgt über ein Anzeigeelement 2 welches hier als Lichtquelle 20 symbolisch dargestellt ist. Über einen ersten Lichtleiter 21 und einen zweiten Lichtleiter 22 wird das von der Lichtquelle 20 erzeugte Licht zum Warnanzeigeinstrument 11 geleitet. Dazu wird das von der Lichtquelle 20 erzeugte Licht mittels eines ersten Kop pelpolsters 31 in den ersten Lichtleiter 21 eingekoppelt. Zwischen dem ersten Lichtleiter 21 und dem zweiten Lichtleiter 22 ist ein zweites Koppelpolster 32 angeordnet, mittels dessen das aus dem ersten Lichtleiter 21 austretende Licht in den zweiten Lichtleiter 22 eingekoppelt wird. Zwischen dem zweiten

Lichtleiter 22 und dem Warnanzeigeinstrument ist ein drittes Koppelpolster 33 angeordnet, mittels denen das aus dem zweiten Lichtleiter 22 austretende Licht in das Warnanzeigeinstrument 11 eingekoppelt wird. Das Warnanzeigeelement 11 ist dazu teilweise geschnitten dargestellt, um einen Blick auf das dritte Kop pelpolster 33 zu ermöglichen. Die Koppelpolster 31,32,33 und die Lichtleiter 21,22 sind hier nur schematisch dargestellt und können in der Realität ganz anders geformt und miteinander verbunden sein, je nachdem, wie es die örtlichen Gegebenheiten erfordern. Da die Koppelpolster 31,32,33 weich sind und in frei definierbarer Formgebung herstellbar sind, wird hier eine große Variabilität in der Konstruktion und der Anordnung der einzelnen Elemente ermöglicht sowie ein Toleranzausgleich zwischen den üblicherweise aus einem spröden bzw. wenig elastischen Material bestehenden Lichtleitern 21, 22.

Fig.7 zeigt eine Seitenansicht einer gebogenen Frontplatte 1. Man erkennt, daß sie in ihren Randbereichen um eine senkrecht auf der Zeichenebene stehende Achse gebogen ist. Dies ist durch den Radius Rll im in der Zeichnung oberen Bereich und den Radius R12 im in der Zeichnung unteren Bereich angedeutet. Eine derart gebogene Frontplatte 1 wird als 2 , 5D-gekrümmtes Element be zeichnet. Aufgrund der frei definierbaren Form des Koppel polsters 3, ist dieses problemlos mit einer dieser 2 , 5D-Krümmung entsprechenden Oberfläche herstellbar.

Fig.8 zeigt eine räumliche Darstellung der Frontplatte 1 aus Fig.7. Man erkennt, daß die Frontplatte 1 nur entlang der von links oben nach rechts unten verlaufenden gestrichelten Linie gekrümmt ist, nicht aber entlang der von links unten nach rechts oben senkrecht zu dieser verlaufenden gestrichelten Linie.

Fig.9 zeigt eine räumliche Darstellung einer Frontplatte 1 die 3D-gekrümmt ist. Man erkennt hier Krümmungen im allen Raum richtungen, die durch Radien R13-R15 angedeutet sind. Die gestrichelten Linien, die denjenigen zur Fig.8 entsprechen, sind beide gekrümmt. Auch hier ist es durch das erfindungsgemäße Koppelpolster ermöglicht, eine mechanische Kopplung durch Adhäsion und eine optische Kopplung aufgrund der optischen Eigenschaften des Koppelpolsters zwischen der Frontplatte und der hier nicht dargestellten Anzeigeeinheit 2 herzustellen.

Fig.10 zeigt ein Montageverfahren für eine erfindungsgemäße Anzeigeeinheit. In einem Schritt S1 werden Frontplatte 1, Koppelpolster 3 und Anzeigeelement 2 zu einem Aufbau 132 po sitionsgenau aneinander gelagert. In einem optionalen Schritt S2 wird der Aufbau 132 evakuiert. In einem Schritt S3 wird der Aufbau unter Druckatmosphäre und erhöhter Temperatur gefügt. In einem darauffolgenden Schritt S4 werden Koppelpolster 3 und Anzei geeinheit 2 mit einem Rahmen 4 umgeben. Dieser wird optional in einem anschließenden Schritt S5 mittels Klebepunkten 5 mit der Anzeigeeinheit 2 verbunden.

Fig.ll zeigt ein Verfahren zum Demontieren einer erfindungs gemäßen Anzeigeeinheit. Dazu wird in einem Schritt S6 Luft oder ein anderes Fluid zwischen das Koppelpolster 3 und das An zeigeelement 2 oder zwischen das Koppelpolster 3 und die Frontplatte 1 eingebracht. Das Einbringen von Luft kann dabei sowohl nur zwischen zweien dieser Elemente erfolgen als auch gleichzeitig zwischen allen dreien. Anschließend wird in einem Schritt S7 das Anzeigeelement 2 oder die Frontplatte 1 vom Koppelpolster 3 entfernt.

Fig.12 zeigt ein Bearbeitungsverfahren für eine erfindungsgemäße Anzeigeeinheit. Dabei wird die Anzeigeeinheit zunächst gemäß der Schritte S6 und S7 demontiert. Anschließend wird eines oder mehrere der Elemente Frontplatte 1, Koppelpolster 3 und An- zeigeeinheit 2 in einem Schritt S8 entfernt oder in einem Schritt S9 inspiziert oder in einem Schritt S10 verändert. Auch eine Kombination aus zweien oder allen dreien der Schritte S8, S9, S10 ist hier vorteilhaft möglich. Anschließend werden die zuvor demontierten Bestandteile gemäß einem oder mehrere der Schritte S1 bis S5 wieder montiert.

Die Erfindung betrifft also eine Anzeigeeinheit, die mittels einem alternativen Display-Bonding-Verfahren zum mechanischen Verbinden und optischen Bonden von Frontplatte und hinter dieser angeordnetem und durch diese hindurch sichtbaren Anzeigeelement dient. Die erfindungsgemäße Anzeigeeinheit ist für einen zerstörungsfreien Reparaturprozeß vorbereitet. Bei der An zeigeeinheit handelt es sich insbesondere um optisch gebondete Displayanzeigen für Fahrerinformationen in Kraftfahrzeugen. Üblicherweise wird die Frontplatte, die flach oder gekrümmt ist, aus Glas oder Kunststoff besteht, und gegebenenfalls auch einen Touchsensor aufweist, mit dem Anzeigeelement, insbesondere mit dessen Polarisatorfolie, optisch gebondet. Dabei kommen her kömmlicherweise unterschiedliche Verfahren zur Anwendung. Diese sind das sogenannte Wet-Bonding; das sogenannte Hybrid-Bonding, oder das sogenannte Dry-Bonding. Ergebnis dieser Verfahren ist immer ein materialschlüssiger Klebe-Verbund der Komponenten. Eine zerstörungsfreie Trennung der optisch gebondeten Kompo nenten ist bei diesen Verfahren nur mit einem erheblichen Aufwand möglich. Es muß von einer Beschädigung der Komponenten aus gegangen werden.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur zerstörungsfreien Trennung der optisch gebondeten Komponenten, beispielsweise ein Reparaturverfahren. Erfindungsgemäß wird das üblicherweise verwendete Bondingmaterial durch ein hoch transparentes, hochflexibles Koppelpolster ersetzt. Dieses Koppelpolster besteht vorteilhafterweise aus Silikon, welches beispielsweise über LSR-Spritzguß (LSR= Liquid Silicon Rubber) hergestellt wird. Auch ein thermoplastisches Polyurethan, auch TPU genannt, welches ähnliche Eigenschaften aufweist, oder andere Materialien entsprechender Eigenschaften, kommen hier infrage. Die Montage des Koppelpolsters erfolgt positionsgenau, ohne Anpreßdruck auf dem Anzeigeelement und der Frontplatte. Danach wird der Aufbau in einem Autoklaven unter Druck und Temperatur gefügt. Dadurch kommt es zu einer blasenfreien, optisch klaren Adhäsion. Das erfindungsgemäße Koppelpolster geht keine direkte Klebeverbindung mit den beiden Komponenten An zeigeelement und aus Kunststoff oder aus Echtglas bestehender Frontplatte ein. Dadurch ist das Koppelpolster im Reparaturfall rückstandslos und zerstörungsfrei zu entfernen. Erfindungsgemäß erfolgt eine Trennung der Komponenten beispielsweise durch Eintrag von Druckluft durch die Luftkanäle 42 im Rahmen 4 oder durch thermische Behandlung, mittels der die Adhäsionskraft herabgesetzt wird.

Eine Weiterverwendung der Komponenten nach einer erneuten Prüfung ist dadurch ermöglicht. Dadurch wird eine Kostenein sparung durch Wiederverwendung von fehlerhaften Baugruppen in einem Reparatur- und Aufarbeitungsprozeß erreicht. Ein solcher Reparatur und Aufarbeitungsprozeß ist plausibel, industriell gut umsetzbar und verifizierbar. Er eignet sich insbesondere dann, wenn mehrere Anzeigeelemente unter einer gemeinsamen Frontplatte einer Instrumentenanzeige für Kraftfahrzeuge angeordnet werden. Dazu ist jeweils ein Koppelpolster pro Anzeigeelement vorge sehen. Gemäß einer Variante ist ein gemeinsames Koppelpolster für zwei, drei oder eine noch größere Anzahl von Anzeigeelementen oder weiteren Bauteilen vorgesehen. Ein Koppelpolster gemäß der Erfindung wird vorteilhaft eingesetzt zur optischen Kopplung für gekrümmte 2,5-D- oder 3-D-Displayabdeckungen, wie beispiels weise 3-D-Cluster, 3-D-Kombinationsinstrumente, aber auch für flache 2-D-Displayabdeckungen sowie für 3D-Lichtführungen . Diese können sowohl eine räumlich gekrümmte als auch eine ebene Fläche aufweisen, an der sie mit dem Koppelpolster zur Anlage kommen. Das Koppelpolster ist zu dieser Fläche hin entsprechend geformt. Zur Erreichung von Blasenfreiheit ist gemäß einer Variante der Erfindung das Koppelpolster "von innen nach außen" abnehmend geringfügig überhöht, um beim anpreßdruckfreien Positionieren von Frontplatte, Anzeigeelement und Koppelpolster Luft, die sich vorher zwischen diesen Elementen befunden hat herauszudrücken". Eine solche Überhöhung in der Mitte ist eine Option um sowohl bei dem Fügeprozeß als auch bei in der späteren Applikation Vorteile zu bringen. Ein besseres Fügen wird durch einen überwölbten Anlagepunkt oder eine entsprechende Anla gelinie erreicht, ein sogenannter "Black Mura"-Effekt wird durch Anpassung der Überwölbung des Koppelpolsters vermieden. Gemäß einer anderen Variante wird auf eine solche Überhöhung ver zichtet. Es hat sich gezeigt, daß möglicherweise nach dem Aneinanderlagern vorhandene Restluft durch einen geeigneten Autoklaven-Prozeß komplett entfernt wird, und somit keine Blasen auftreten. Rahmen und Anzeigeelement werden über einen Kle beprozeß materialschlüssig, beispielsweise mittels einer Kleberaupe, verbunden. 3-D-Displayabdeckungen sind solche, bei denen beispielsweise die in Fig.1-5 und Fig.6 gezeigte

2 , 5-D-Frontplatte mit einem weiteren Radius in die andere Richtung versehen ist. Auf diese Weise wird aus einer 2,5-D- eine 3-D-Frontplatte . Da das Koppelpolster mittels LSR-Spritzguß herstellbar ist, sind 2-D-, 2,5-D- aber auch 3-D-Koppelpolster, auch mit komplexeren Geometrien möglich. Bei komplexen

Lichtleitersystemen, die beispielsweise Spritzteile aus PMMA aufweisen, die beispielsweise miteinander kombiniert werden sollen, beispielsweise zum Verlängern einer Lichtleiterstrecke, ist ein erfindungsgemäßes Koppelpolster sinnvoll einsetzbar. Das Koppelpolster ist dann sowohl als optische Komponente, als auch als flexible Toleranzausgleichsgeometrie zu verstehen.

Es versteht sich, daß die in den einzelnen Ausführungsbeispielen und in der Beschreibungseinleitung genannten Maßnahmen auch in anderen als den dargestellten Kombinationen sinnvoll verwendbar sind, und Weiterbildungen im Ermessen des Fachmanns stehen.