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Title:
DIVING GEAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/001725
Kind Code:
A1
Abstract:
Diving gear (1) comprising an air pump (2) having a rigid housing (3) with an interior space (4) and an opening (8) which is closed by a bag-like flexible part (11) in order to form a variable pump volume delimited by the housing (3) and the flexible part (11), wherein the air pump (2) is configured in such a manner that, in the event of a positive pressure caused by surrounding water (22), the flexible part (11) is pressed into the interior space (4), thus reducing the pump volume, and, at least in sections, lies against an inner wall (13) of the housing (3) in a contact portion (12) of the interior space (4), wherein the flexible part (11) can be pulled out of the interior space (4) counter to the positive pressure by muscle force of a diver (17), thus increasing the pump volume. According to the invention, an air duct (20) is provided which is configured in such a manner that, during the suction, the air can flow from the region (10) of an end (7) of the interior space in the direction of a start (6) of the interior space at least into a region (21) of maximum height (18), preferably into the region (9) of the start (6) of the interior space, and into the interior space (4).

Inventors:
TRAGATSCHNIG, Jörg (Erlhofweg 2/2A, 5700 Zell am See, 5700, AT)
Application Number:
EP2017/066262
Publication Date:
January 03, 2019
Filing Date:
June 30, 2017
Export Citation:
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Assignee:
TRAGATSCHNIG, Jörg (Erlhofweg 2/2A, 5700 Zell am See, 5700, AT)
International Classes:
B63C11/20
Domestic Patent References:
WO2002051701A12002-07-04
Foreign References:
EP0297416A11989-01-04
EP0297416B11992-09-02
Attorney, Agent or Firm:
KLIMENT & HENHAPEL PATENTANWAELTE OG (Gonzagagasse 15, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
A N S P R Ü C H E

Tauchgerät (1) umfassend eine Luftpumpe (2) mit einem starren Gehäuse (3) mit einem Innenraum (4), der sich entlang einer Längsachse (5) des Gehäuses (3) von einem Innraumanfang (6) zu einem Innenraumende (7) erstreckt, und einer in einem Bereich (10) des Innenraumendes (7) angeordneten Öffnung (8), die durch ein sackartiges flexibles Teil (11) verschlossen ist, um ein durch das Gehäuse (3) und das flexible Teil (11) begrenztes, veränderbares Pumpenvolumen auszubilden, wobei die

Luftpumpe (2) derart ausgelegt ist, dass bei einem durch umgebendes Wasser (22) verursachten Überdruck das flexible Teil (11) in den Innenraum (4) unter Verminderung des Pumpenvolumens eingedrückt wird und zumindest

abschnittsweise in einem Anlageabschnitt (12) des

Innenraums (4) an einer Innenwand (13) des Gehäuses (3) anliegt, um Luft im Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich (9) des Innenraumanfangs (6) über eine

Atemleitung (16) einem Taucher (17) zuzuführen, wobei sich der Anlageabschnitt (12) entlang der Längsachse (5) vom Innenraumende (7) in Richtung Innenraumanfang (6) bis zu einer maximalen Höhe (18) erstreckt, wobei das flexible Teil (11) durch Muskelkraft des Tauchers (17) gegen den Überdruck und unter Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum (4) gezogen werden kann, um Luft über eine Luft zufuhrleitung (19) von oberhalb eines Wasserspiegels (23) des Wassers (22) anzusaugen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftkanal (20) vorgesehen ist, der derart ausgelegt ist, dass beim Ansaugen die Luft vom Bereich (10) des Innenraumendes (7) in Richtung Innenraumanfang (6) zumindest bis in einen Bereich (21) der maximalen Höhe (18), vorzugsweise bis in den Bereich (9) des

Innenraumanfangs (6), und in den Innenraum (4) strömen kann .

2. Tauchgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (3) normal auf die Längsachse (5) einen Querschnitt aufweist und der Luftkanal (20) innerhalb des Querschnitts angeordnet ist. 3. Tauchgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal (20) innerhalb des Innenraums (4) angeordnet ist.

4. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal (20) zumindest

abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, durch eine vom

Gehäuse (3) separate Kanalbegrenzungswand (31) ausgebildet ist .

5. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal (20) zumindest

abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, durch das

Gehäuse (3) ausgebildet ist.

6. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5 und nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Richtung parallel zur Längsachse (5) gesehen mehrere hintereinander angeordnete Öffnungen vorgesehen sind, die den Luftkanal

(20) mit dem Innenraum (4) fluidisch verbinden, wenn das flexible Teil (11) aus dem Innenraum (4) herausgezogen ist .

7. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich (10) des Innenraumendes

(7) ein Anschluss (44) für die Luftzufuhrleitung (19) vorgesehen ist.

8. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tragevorrichtung (24) für die Luftpumpe (2) vorgesehen und derart ausgelegt ist, dass die Luftpumpe (2) vor der Brust des Tauchers (17) fixierbar ist und dass die Luftzufuhrleitung (19) mittig hinter dem Rücken des Tauchers (17), insbesondere an einem Hüftgurt (40) der Tragevorrichtung, lösbar befestigbar ist .

9. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass für die Luftzufuhrleitung (1) ein erstes Rückschlagventil (14) vorgesehen ist, wobei das erste Rückschlagventil (14) zwischen zumindest einem

Abschnitt des Luftkanals (20) und dem Innenraum (4) geschaltet ist.

10. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9 und nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der

Anschluss (44) für die Luftzufuhrleitung (19) mit einem Schnellverschluss zur Verbindung mit der Luftzufuhrleitung (19) versehen ist, wobei der Schnellverschluss

insbesondere einen Baj onettverschluss und/oder ein

kurzgängiges Gewinde und/oder einen

Schiebemuffenverschluss aufweist .

11. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10 und nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur lösbaren Befestigung der Luftzufuhrleitung (19) mittig hinter dem Rücken des Tauchers (17) eine Schnellabwurfvorrichtung (32) vorgesehen ist, die ein erstes Verschiebeelement (33, 34; 35, 36) aufweist, das an der Luftzufuhrleitung (19) befestigt ist, und ein zweites Verschiebeelement (34, 33; 36, 35) , das an der Tragevorrichtung, vorzugsweise am Hüftgurt (40), befestigt ist, wobei das erste

Verschiebeelement (33, 34; 35, 36) und das zweite

Verschiebeelement (34, 33; 36, 35) jeweils eine zueinander komplementäre Geometrie aufweisen, die ein

Ineinanderschieben der beiden Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) ermöglicht, um die beiden Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) miteinander in einen verbundenen Zustand (37) zu bringen, wobei die beiden Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) im verbundenen Zustand (37) in zumindest einer Richtung über einen gewissen Arbeitsbereich (39) relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden

Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) durch weiteres

Verschieben in dieser Richtung in einen gelösten Zustand (38) überführbar sind.

12. Tauchgerät (1) nach Anspruch 11, dadurch

gekennzeichnet, dass die beiden Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) im verbundenen Zustand (37) in zwei

entgegengesetzten Richtungen über den Arbeitsbereich (39) relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden Verschiebeelemente (33, 34; 35, 36) durch weiteres

Verschieben in diesen Richtungen in den gelösten Zustand (38) überführbar sind.

13. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verschiebeelement als Schiene (35) ausgebildet ist und das zweite

Verschiebeelement als Profilkörper (36) oder umgekehrt. 14. Tauchgerät (1) nach Anspruch 11, dadurch

gekennzeichnet, dass das erste Verschiebeelement als Haken (33) ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement als Öse (34) oder umgekehrt.

15. Tauchgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein

Versteifungselement (41) vorgesehen ist, um Zugkräfte, die beim Ziehen des flexiblen Teils (11) aus dem Innenraum (4) am Gehäuse (3) angreifen, in einen Bereich des Beckens, insbesondere an der Vorderseite, des Tauchers (17)

übertragen zu können, wobei das Versteifungselement (41) mit dem Gehäuse (3) verbunden ist und in einem

Betriebszustand des Tauchgeräts (1) vom Gehäuse (3) im Bereich (10) des Innenraumendes (7) absteht.

16. Tauchgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Versteifungselement (41) mit einem Hüftgurt (40) einer Tragevorrichtung für die

Luftpumpe (2) verbindbar ist.

17. Tauchgerät nach einem der Ansprüche 15 bis 16,

dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine

Versteifungselement (41) im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist.

18. Tauchgerät nach einem der Ansprüche 15 bis 17,

dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine

Versteifungselement (41) schwenkbar am Gehäuse (3) befestigt ist.

Description:
TAUCHGERÄT

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tauchgerät umfassend eine Luftpumpe mit einem starren Gehäuse mit einem Innenraum, der sich entlang einer Längsachse des Gehäuses von einem

Innraumanfang zu einem Innenraumende erstreckt, und einer in einem Bereich des Innenraumendes angeordneten Öffnung, die durch ein sackartiges flexibles Teil verschlossen ist, um ein durch das Gehäuse und das flexible Teil begrenztes,

veränderbares Pumpenvolumen auszubilden, wobei die Luftpumpe derart ausgelegt ist, dass bei einem durch umgebendes Wasser verursachten Überdruck das flexible Teil in den Innenraum unter Verminderung des Pumpenvolumens eingedrückt wird und zumindest abschnittsweise in einem Anlageabschnitt des

Innenraums an einer Innenwand des Gehäuses anliegt, um Luft i: Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich des

Innenraumanfangs über eine Atemleitung einem Taucher

zuzuführen, wobei sich der Anlageabschnitt entlang der

Längsachse vom Innenraumende in Richtung Innenraumanfang bis zu einer maximalen Höhe erstreckt, wobei das flexible Teil durch Muskelkraft des Tauchers gegen den Überdruck und unter Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum gezogen werden kann, um Luft über eine Luftzufuhrleitung von oberhalb eines Wasserspiegels des Wassers anzusaugen. STAND DER TECHNIK

Aus dem Stand der Technik sind Tauchgeräte bekannt, die eine mit dem Körper des Tauchers verbindbare, durch Muskelkraft zu betätigende Luftpumpe aufweisen, mit deren Hilfe Luft von der Atmosphäre angesaugt und verdichtet werden kann, wobei die Verdichtung aufgrund des Wasserdrucks bereits für geringe Tauchtiefen notwendig ist. Solche Tauchgeräte sind für

Tauchtiefen bis ca. 10 Meter einsetzbar und zeichnen sich durch einen einfachen Aufbau und eine einfach zu erlernende Handhabung aus, wobei der Taucher frei von weiteren

technischen Hilfsmitteln wie Druckluftflaschen oder

Kompressoren tauchen kann. Insbesondere wird auch die

Tauchdauer nicht durch die genannten weiteren technischen Hilfsmittel limitiert.

Als nächstliegender Stand der Technik ist das aus der

EP 0297416 Bl bekannte Tauchgerät anzusehen, welches eine Luftpumpe mit einem starren Gehäuse mit einem Innenraum umfasst, der sich entlang einer Längsachse des Gehäuses von einem Innraumanfang zu einem Innenraumende erstreckt, und einer in einem Bereich des Innenraumendes angeordneten

Öffnung, die durch ein sackartiges flexibles Teil verschlossen ist, um ein durch das Gehäuse und das flexible Teil

begrenztes, veränderbares Pumpenvolumen auszubilden, wobei die Luftpumpe derart ausgelegt ist, dass bei einem durch

umgebendes Wasser verursachten Überdruck das flexible Teil in den Innenraum unter Verminderung des Pumpenvolumens

eingedrückt wird und zumindest abschnittsweise in einem

Anlageabschnitt des Innenraums an einer Innenwand des Gehäuses anliegt, um Luft im Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich des Innenraumanfangs über eine Atemleitung einem Taucher zuzuführen, wobei sich der Anlageabschnitt entlang der Längsachse vom Innenraumende in Richtung Innenraumanfang bis zu einer maximalen Höhe erstreckt und wobei das flexible Teil durch Muskelkraft des Tauchers gegen den Überdruck und unter Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum gezogen werden kann, um Luft über eine Luftzufuhrleitung von oberhalb eines Wasserspiegels des Wassers anzusaugen. Dieses Tauchgerät weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. Insbesondere ist es bei diesem Tauchgerät vorgesehen, dass die

Luftzufuhrleitung (ebenso wie die Atemleitung) im Bereich des Innenraumanfangs am Gehäuse anzuschließen ist und von dort über die Schulter des Tauchers geführt wird. Dies führt jedoch dazu, dass Zugkräfte, die an der Luftzufuhrleitung angreifen und in einem gewissen Ausmaß zwangsweise auftreten, da beim Tauchen die Luftzufuhrleitung an ihrem zur Atmosphäre

weisenden Ende mit einer an der Wasseroberfläche schwimmenden Boje verbunden ist und die Boje vom Taucher somit über die Luftzufuhrleitung beim Tauchen nachgezogen werden muss, nicht am Schwerpunkt des Tauchers angreifen. Die Folge hiervon ist, dass der Taucher durch die Zugkräfte in Rotation versetzt würde, wenn er nicht aktiv durch entsprechende Bewegungen gegen die Einleitung der Rotationsbewegung arbeitet.

Insbesondere wird der Taucher also beim Vorwärtsschwimmen fortlaufend aus seiner idealen, vorzugsweise waagrechten,

Tauchposition gedrängt, indem der Oberkörper des Tauchers nach oben gezogen wird.

Ein weiterer Nachteil des bekannten Tauchgeräts ist darin zu sehen, dass es zu Notsituationen kommen kann, wenn sich die Luftzufuhrleitung an einem Hindernis verfängt oder verheddert, beispielsweise wenn der Taucher unter dem Hindernis

durchtaucht. Es kann sehr schwierig und langwierig für den Taucher sein, sich aus einer solchen Situation zu befreien, was in Verbindung mit einer möglichen Panik des Tauchers mitunter lebensgefährlich für diesen werden kann.

Beim bekannten Tauchgerät ist eine Tragevorrichtung mit

Schultergurten vorgesehen, um die Luftpumpe vor der Brust des Tauchers zu fixieren. Hieraus ergibt sich jedoch ein weiterer Nachteil, da die beim Herausziehen des flexiblen Teils aufzubringenden Zugkräfte, die mit zunehmender Tauchtiefe entsprechend immer größer werden, praktisch ausschließlich von den Schultern des Tauchers aufgenommen bzw. abgestützt werden müssen. Dies wird, insbesondere mit zunehmender Tauchtiefe, vom Taucher als unangenehm empfunden und schmälert den Komfort sowie mitunter auch die Tauchperformance des Tauchers.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein

verbessertes Tauchgerät zur Verfügung zu stellen, das die oben genannten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll beim

erfindungsgemäßen Tauchgerät gewährleistet sein, dass über die Luftzufuhrleitung eingeleitete Zugkräfte nicht zu einer ungewünschten Rotation des Tauchers führen.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Zur Lösung der genannten Aufgabe ist es bei einem Tauchgerät umfassend eine Luftpumpe mit einem starren Gehäuse mit einem Innenraum, der sich entlang einer Längsachse des Gehäuses von einem Innraumanfang zu einem Innenraumende erstreckt, und einer in einem Bereich des Innenraumendes angeordneten

Öffnung, die durch ein sackartiges flexibles Teil verschlossen ist, um ein durch das Gehäuse und das flexible Teil

begrenztes, veränderbares Pumpenvolumen auszubilden, wobei die Luftpumpe derart ausgelegt ist, dass bei einem durch

umgebendes Wasser verursachten Überdruck das flexible Teil in den Innenraum unter Verminderung des Pumpenvolumens

eingedrückt wird und zumindest abschnittsweise in einem

Anlageabschnitt des Innenraums an einer Innenwand des Gehäuses anliegt, um Luft im Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich des Innenraumanfangs über eine Atemleitung einem r

0

Taucher zuzuführen, wobei sich der Anlageabschnitt entlang der Längsachse vom Innenraumende in Richtung Innenraumanfang bis zu einer maximalen Höhe erstreckt, wobei das flexible Teil durch Muskelkraft des Tauchers gegen den Überdruck und unter Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum gezogen werden kann, um Luft über eine Luftzufuhrleitung von oberhalb eines Wasserspiegels des Wassers anzusaugen, erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Luftkanal vorgesehen ist, der derart ausgelegt ist, dass beim Ansaugen die Luft vom Bereich des Innenraumendes in Richtung Innenraumanfang zumindest bis in einen Bereich der maximalen Höhe, vorzugsweise bis in den Bereich des Innenraumanfangs , und in den Innenraum strömen kann. Entsprechend muss ein Anschluss für die

Luftzufuhrleitung nicht im Bereich des Innenraumanfangs vorgesehen werden, sondern kann im Bereich des Innenraumendes vorgesehen werden, was im Hinblick auf eine Einleitung von Zugkräften nahe dem Schwerpunkt des Tauchers günstig ist.

Dass das Gehäuse starr ist, schließt eine gewisse - nicht zuletzt physikalisch unvermeidbare - elastische Verformbarkeit des Gehäuses in Abhängigkeit einer Krafteinwirkung natürlich nicht aus. Die Starrheit des Gehäuses ist insbesondere in Relation zur Flexibilität des flexiblen Teils zu sehen, wobei das flexible Teil auch als (flexible) Membran oder Pumpbalg bezeichnet werden könnte. Sowohl das Gehäuse als auch das flexible Teil können aus jeweils geeigneten Kunststoffen gefertigt sein.

Die Öffnung ist eine Öffnung des Innenraums durch das Gehäuse nach außen, wobei jedoch in einem Betriebszustand des

Tauchgeräts die Öffnung vom flexiblen Teil verschlossen ist. Typischerweise kann jedoch das flexible Teil zu Wartungs- und Reinigungszwecken entfernt werden, wobei dann die Öffnung freigegeben ist und sich das Tauchgerät in einem

Wartungszustand befindet. Im Betriebszustand des Tauchgeräts kann mit diesem in Wasser getaucht werden, wobei es dann (wenn also der Taucher mit dem Tauchgerät taucht) dazu kommt, dass das Tauchgerät und der Taucher vom Wasser umgeben sind.

Die Begrenzung des Pumpenvolumens durch das Gehäuse und das flexible Teil ist so zu verstehen, dass nicht ausgeschlossen ist, dass noch andere Elemente notwendig sind, um das

Pumpenvolumen vollständig zu begrenzen, beispielsweise

Rückschlagventile und/oder zumindest ein Abschnitt des

Luftkanals .

Unter dem Bereich des Innenraumendes / des Innenraumanfangs ist ein räumlicher Bereich rund um das Innenraumende / den Innenraumanfang zu verstehen, der das Innenraumende / den Innenraumanfang umfasst aber nicht notwendigerweise auf den Innenraum beschränkt ist. Da sich komprimierte Luft jedenfall im Innenraum befindet, wird die komprimierte Luft also insbesondere aus jenem Bereich des Innenraums dem Taucher zugeführt, der im Bereich des Innenraumanfangs liegt bzw. im Bereich rund um den Innenraumanfang . Wie geschildert geschieh diese Zuführung über eine Atemleitung, die entsprechend mit jenem Bereich des Innenraums, der im Bereich des

Innenraumanfangs liegt, fluidisch verbunden sein muss und daher üblicherweise im Bereich des Innenraumanfangs mit dem Gehäuse verbunden ist.

Dabei ist für den Fachmann klar, dass eine geeignete

Ventilanordnung vorzusehen ist, die sicherstellt, dass durch die Luftzufuhrleitung angesaugte Luft nicht wieder aus der Luftzufuhrleitung entweicht, wenn das flexible Teil in den Innenraum gedrückt wird. Dies kann insbesondere mit einem ersten Rückschlagventil, das auch als Luftzufuhrventil bezeichnet werden könnte, erreicht werden. Weiters ist klar, dass die Ventilanordnung dem Taucher das Einatmen durch die Atemleitung ermöglichen muss, ohne dass die eingeatmete Luft wieder aus seiner Lunge gesaugt wird, wenn das flexible Teil aus dem Innenraum gezogen wird. Dies kann insbesondere durch ein zweites Rückschlagventil erreicht werden. Im genannten Beispiel werden sowohl das erste als auch das zweite

Rückschlagventil mit dem vollen Druck, der im Pumpenvolumen durch die Luftkompression aufgebaut wird, belastet und müssen diesem standhalten. Schließlich ist klar, dass die

Ventilanordnung dem Taucher auch das Ausatmen der eingeatmeten und verbrauchten Luft ins umgebende Wasser ermöglichen muss. Entsprechend kann im genannten Beispiel zusätzlich zum ersten und zweiten Rückschlagventil ein Ausatem-Ventil zum Ausatmen der Luft ins Wasser vorgesehen sein, wobei das Ausatem-Ventil einer vergleichsweise niedrigeren Druckbelastung ausgesetzt ist als das erste und das zweite Rückschlagventil.

Im Hinblick auf eine optimale Funktion der Luftpumpe bzw. des Tauchgeräts ist es von Vorteil, wenn möglichst kein

„ungenutztes" Luftpumpenvolumen vorhanden ist, in dem die Luft nur komprimiert und wieder entspannt und nicht dem Taucher zugeführt wird. Um ein solches ungenutztes Luftpumpenvolumen so klein wie möglich zu machen oder gar ganz zu vermeiden, sollte der Anlageabschnitt sich so weit wie möglich über den Innenraum, vorzugsweise im Wesentlichen über den gesamten Innenraum, erstrecken und sollte das flexible Teil am

größtmöglichen Abschnitt der Innenwand, vorzugsweise im

Wesentlichen an der gesamten Innenwand, im Anlageabschnitt anliegen, wenn das flexible Teil in den Innenraum gedrückt ist. Im optimalen Fall erstreckt sich entsprechend die

maximale Höhe bis zum Innenraumanfang . Die Funktion des

Tauchgeräts bleibt jedoch grundsätzlich auch dann

gewährleistet, wenn sich die maximale Höhe nicht bis zum

Innenraumanfang erstreckt, wobei jedoch aufgrund des dann vorliegenden ungenutzten Pumpenvolumens eine etwas schwächere Performance des Tauchgeräts gegeben sein kann.

Damit der Taucher das flexible Teil aus dem Innenraum wieder rausziehen kann, kann eine an sich bekannte

Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein. Letztere kann insbesondere Beingurte mit Fußschlaufen umfassen sowie

Anschlussmittel, um die Beingurte mit dem flexiblen Teil zu verbinden. In diesem Fall kann der Taucher mittels seiner Beine das flexible Teil aus dem Innenraum ziehen. Es sind jedoch auch Varianten der Betätigungsvorrichtung bekannt, wo alternativ oder zusätzlich Griffelemente für die Hände des Tauchers vorgesehen sind, sodass der Taucher das flexible Teil zumindest teilweise auch mit seinen Armen aus dem Innenraum ziehen kann.

Unter dem Bereich der maximalen Höhe ist ein räumlicher

Bereich rund um die maximale Höhe zu verstehen, der die maximale Höhe umfasst aber nicht notwendigerweise auf den Innenraum beschränkt ist. Falls der Bereich nicht im Innenraum liegt, wird die Luft jedoch von diesem Bereich in den

Innenraum gesaugt, sodass, wie spezifiziert, die Luft in den Innenraum strömen kann. Mit anderen Worten strömt die Luft jedenfalls bis in den Bereich der maximalen Höhe, und sofern die Luft dann noch nicht im Innenraum ist, strömt sie vom Bereich der maximalen Höhe in den Innenraum. Sofern auch der Bereich der maximalen Höhe im Innenraum liegt, ist das

Merkmal, wonach die Luft in den Innenraum strömen kann, automatisch erfüllt.

Grundsätzlich sind unterschiedlichste Ausführungsvarianten denkbar, die den besagten Luftkanal umfassen. Z.B. könnte der Luftkanal als vom Gehäuse separates Element außerhalb des Gehäuses angeordnet sein. Da ein solcher Luftkanal jedoch zwangsweise ein vom Gehäuse abstehendes Element bildet, ist dies der Handlichkeit des Tauchgeräts zumindest nicht

zuträglich. Zudem wird die Gefahr erhöht, dass sich ein

Hindernis am Tauchgerät, nämlich am Luftkanal, beim Tauchen verfängt. Um sicherzustellen, dass die Handlichkeit des

Tauchgeräts durch den Luftkanal nicht beeinträchtigt wird, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass das Gehäuse normal auf die Längsachse einen Querschnitt aufweist und der Luftkanal innerhalb des Querschnitts angeordnet ist.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts ist vorgesehen, dass der

Luftkanal innerhalb des Innenraums angeordnet ist. In diesem Fall kann der Luftkanal besonders einfach mittels eines zusätzlichen, vom Gehäuse grundsätzlich separaten Elements realisiert werden, welches im Innenraum angeordnet ist, was die Herstellung technisch mitunter stark vereinfacht. Analog ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass der Luftkanal zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, durch eine vom Gehäuse separate Kanalbegrenzungswand ausgebildet ist. Die Kanalbegrenzungswand kann dabei die Rolle des oben genannten separaten Elements übernehmen. Wenn dann (also im

Falle der Anordnung des Luftkanals im Innenraum) das flexible Teil in den Innenraum gedrückt wird, kommt es dabei

zwangsläufig abschnittsweise zur Anlage an der

Kanalbegrenzungswand. In gewisser Weise kann dabei die

Kanalbegrenzungswand als Abstandhalter zwischen einem

Abschnitt der Innenwand des Gehäuses und dem flexiblen Teil angesehen werden, um die ungehinderte Luftströmung vom Bereich des Innenraumendes zum Bereich des Innenraumanfangs zu

ermöglichen . Weiters kann vorgesehen sein, dass die Kanalbegrenzungswand lösbar am Gehäuse, vorzugsweise im Innenraum, befestigt ist. Dies ermöglicht ein Entfernen der Kanalbegrenzungswand zu Wartungs- und Reinigungszwecken im Wartungszustand des

Tauchgeräts . Um eine besonders hohe mechanische Robustheit zu realisieren, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass der Luftkanal zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, durch das Gehäuse ausgebildet ist. Insbesondere kann dabei eine

Gehäusewand geometrisch entsprechend so gestaltet sein, dass der Luftkanal innerhalb des Querschnitts der Gehäusewand angeordnet ist. Dies kann auch herstellungstechnische Vorteile haben, indem das Gehäuse samt Luftkanal in einem

Herstellungsschritt produziert werden kann, beispielsweise mittels eines Spritzgussverfahrens.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts ist vorgesehen, dass in einer Richtung parallel zur Längsachse gesehen mehrere hintereinander angeordnete

Öffnungen vorgesehen sind, die den Luftkanal mit dem Innenraum fluidisch verbinden, wenn das flexible Teil aus dem Innenraum herausgezogen ist. Der Luftkanal könnte dabei im Wesentlichen auch durch ein Gitter ausgebildet sein, wobei die Öffnungen so groß bzw. klein gewählt sind, dass das flexible Teil nicht bzw. nur vernachlässigbar wenig durch die Öffnung ein- bzw. durchgesaugt bzw. durchgedrückt wird.

Die genannte Ausführung, insbesondere als Gitter, kann

hygienische Vorteile beim Auswaschen haben. Zudem ist das Tauchgerät aufgrund der Materialeinsparung durch die Öffnungen vergleichsweise leichter und ermöglicht damit einen

komfortableren Transport des erfindungsgemäßen Tauchgeräts. Weiters kann die Materialeinsparung zu einer gewissen

Ersparnis bei den Herstellungskosten führen. Der Luftkanal ermöglicht die optimale Positionierung eines Anschlusses der Luftzufuhrleitung, um eine fluidische

Verbindung der Luftzufuhrleitung mit dem Luftkanal und damit auch mit dem Innenraum herzustellen, ohne dass es bei

Zugkrafteinwirkung auf die Luftzufuhrleitung zu einer Rotation des Tauchers aus einer im Wesentlichen waagrechten in eine aufrechte Lage kommt. Entsprechend ist es bei einer

bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass im Bereich des Innenraumendes ein Anschluss für die Luftzufuhrleitung vorgesehen ist. Der Anschluss muss dabei nicht unbedingt direkt an den Luftkanal anschließen bzw. an diesem angeordnet sein, sondern kann auch am Gehäuse angeordnet sein. Letzteres kann insbesondere dann der Fall sein, wenn der Luftkanal innerhalb des Querschnitts des

Gehäuses bzw. innerhalb des Innenraums angeordnet ist.

Um in Notsituationen ein rasches Lösen der Luftzufuhrleitung, insbesondere vom Gehäuse, zu ermöglichen, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass der Anschluss für die

Luftzufuhrleitung mit einem Schnellverschluss zur Verbindung mit der Luftzufuhrleitung versehen ist, wobei der

Schnellverschluss insbesondere einen Baj onettverschluss und/oder ein kurzgängiges Gewinde und/oder einen

Schiebemuffenverschluss aufweist. Bei dem Schnellverschluss handelt es sich um an sich bekannte Verbindungen.

Beispielsweise ist ein Schiebemuffenverschluss als

Gartenschlauchverbindung wohlbekannt und kann eine Trennung der Luftzufuhrleitung vom Anschluss durch ein einfaches Ziehen an bzw. Schieben der Schiebemuffe ermöglichen. Generell kann aber eine Vielzahl von bekannten Schnellverschlüssen in Frage kommen, z.B. auch ein Rastverschluss , der über eine zu

betätigende Taste oder einen zu betätigenden Hebel freigebbar ist . Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Tauchgeräts ist vorgesehen, dass eine Tragevorrichtung für die Luftpumpe vorgesehen und derart ausgelegt ist, dass die

Luftpumpe vor der Brust des Tauchers fixierbar ist und dass die Luftzufuhrleitung mittig hinter dem Rücken des Tauchers, insbesondere an einem Hüftgurt der Tragevorrichtung, lösbar befestigbar ist. Die Fixierung der Luftpumpe, insbesondere des Gehäuses, vor der Brust des Tauchers ist wünschenswert, um einen geringfügig höheren Druck des umgebenden Wassers im Bereich der Luftpumpe verglichen mit dem Druck des umgebenden Wassers im Bereich der Lunge des Tauchers sicherzustellen, wenn sich der Taucher in einer typischen Tauchposition, d.h. in einer annähernd waagrechten oder leicht aufrechten Lage mit dem Bauch nach unten weisend, befindet. Entsprechend wird dann die Luft durch die Luftpumpe auf einen leicht erhöhten Druck, der typischerweise 5 cm bis 15 cm Wassersäule entspricht, komprimiert, was dem Taucher ein problemloses Einatmen

ermöglicht .

Indem die Luftzufuhrleitung mittig hinter dem Rücken des

Tauchers an der Tragevorrichtung befestigt wird, kann der Taucher stets optimal austariert werden, selbst wenn Zugkräfte an der Luftzufuhrleitung auftreten. Insbesondere kann die Luftzufuhrleitung den Taucher nicht rotieren und/oder zur Seite ziehen, weil Zugkräfte, die über die Luftzufuhrleitung am Taucher angreifen, nahe des Schwerpunkts des Tauchers - ungefähr dem Bauchnabel des Tauchers gegenüberliegend - angreifen. Darüberhinaus ergibt sich ein ergonomisch besonders günstiger Zugang zum Anschluss, der für den Taucher leicht auch mit angeschnalltem Tauchgerät möglich ist.

Die Vorsehung des Luftkanals eröffnet für die Positionierung des Luftzufuhrventils bzw. des ersten Rückschlagventils eine Vielzahl von Möglichkeiten, die über die Positionierung im Bereich des Anschlusses der Luftzufuhrleitung hinausgehen. Darüberhinaus könnte besagtes Ventil theoretisch auch an einer beliebigen Stelle im gesamten Verlauf der Luftzufuhrleitung angeordnet sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts ist vorgesehen, dass für die Luftzufuhrleitung ein erstes Rückschlagventil vorgesehen ist, wobei das erste Rückschlagventil zwischen zumindest einem Abschnitt des Luftkanals und dem Innenraum geschaltet ist. Mit „geschaltet" soll die funktionelle Anordnung betont werden, die nicht notwendigerweise ident mit der räumlichen Anordnung sein muss . Vorzugsweise schließt das erste Rückschlagventil direkt an den Luftkanal an.

Das erste Rückschlagventil könnte aber auch mitten im

Luftkanal angeordnet sein, wo ein besonders guter Schutz des ersten Rückschlagventils gegen äußere Einflüsse gegeben ist. Besonders vorteilhaft ist eine Positionierung des ersten

Rückschlagventils im Luftkanal im Bereich des

Innenraumanfangs , da somit das ungenutzte Luftpumpenvolumen minimiert werden kann. Hierzu sei bemerkt, dass bei Ausführungsvarianten, bei denen der Luftkanal mit Öffnungen bzw. als Gitter ausgeführt ist, eine Anordnung des ersten Rückschlagventils im Luftkanal üblicherweise nicht sinnvoll ist, da das erste

Rückschlagventil seine Sperrfunktion bei der Luftkompression dann nicht optimal erfüllen kann. In diesem Fall ist vor allem eine Anordnung des ersten Rückschlagventils im Anschluss der Luftzufuhrleitung die bevorzugte Ausführungsform.

Wie bereits geschildert, kann in Notsituationen der Taucher die Luftzufuhrleitung vom Anschluss trennen, insbesondere mittels eines Schnellverschlusses. Gemäß den obigen

Ausführungen ist der Taucher dann jedoch noch nicht stets vollständig von der Luftzufuhrleitung getrennt, sondern ist die Luftzufuhrleitung bei bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Tauchgeräts noch im Bereich mittig hinter dem Rückens des Tauchers mit der Tragevorrichtung verbunden. Da besagter Bereich für den Taucher schwer erreichbar ist, soll erfindungsgemäß eine automatische Trennung in

Notsituationen gewährleistet sein. Um nun eine automatische Trennung der Luftzufuhrleitung von der Tragevorrichtung zu gewährleisten, insbesondere nachdem die Verbindung der

Luftzufuhrleitung mit dem zugehörigen Anschluss durch den Taucher getrennt worden ist, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass zur lösbaren Befestigung der Luftzufuhrleitung mittig hinter dem Rücken des Tauchers eine Schnellabwurf orrichtung vorgesehen ist, die ein erstes Verschiebeelement aufweist, das an der Luftzufuhrleitung befestigt ist, und ein zweites

Verschiebeelement, das an der Tragevorrichtung, vorzugsweise am Hüftgurt, befestigt ist, wobei das erste Verschiebeelement und das zweite Verschiebeelement jeweils eine zueinander komplementäre Geometrie aufweisen, die ein Ineinanderschieben der beiden Verschiebeelemente ermöglicht, um die beiden

Verschiebeelemente miteinander in einen verbundenen Zustand zu bringen, wobei die beiden Verschiebeelemente im verbundenen Zustand in zumindest einer Richtung über einen gewissen

Arbeitsbereich relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden Verschiebeelemente durch weiteres Verschieben in dieser Richtung in einen gelösten Zustand überführbar sind.

Je nach konkreter Geometrie der Verschiebeelemente kann das Ineinanderschieben auch ein Aufeinanderschieben umfassen.

Durch die Schnellabwurfvorrichtung wird also eine gewisse Verschiebung der beiden Verschiebeelemente zugelassen, ohne dass es zu einer Trennung der Verschiebeelemente kommt. Dies ist notwendig, um beim normalen Tauchvorgang eine gewisse, unvermeidbare Bewegung zwischen der Tragevorrichtung und der daran befestigten Luftzufuhrleitung zuzulassen. Zu dieser unvermeidbaren Bewegung trägt außerdem eine gewisse

Elastizität bzw. Verformbarkeit der Luftzufuhrleitung sowie des Körpers des Tauchers bei. In der geschilderten

Notsituation kommt es jedoch zu einer wesentlich größeren Verschiebung, wenn sich der Taucher mit der Tragevorrichtung von der an einem Hindernis verhedderten Luftzufuhrleitung weg bewegt, sodass die Schnellabwurfvorrichtung die Verbindung zwischen Luftzufuhrleitung und Tragevorrichtung frei gibt.

Da die Bewegungsrichtung des Tauchers hierbei stets eindeutig von der Luftzufuhrleitung weg weist, genügt grundsätzlich die Freigabe, wenn die Verschiebung in genau einer bestimmten Richtung ein gewisses Maß übersteigt. Folglich kann die

Schnellabwurf orrichtung sehr einfach und kostengünstig hergestellt werden. Entsprechend ist es daher bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass das erste Verschiebeelement als Haken ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement als Öse oder umgekehrt. Denkbar wären natürlich aber auch noch andere Ausführungsformen, beispielsweise mit einer Schiene und einem passenden Profilkörper, wobei die Schiene einen Anschlag aufweist, der die Verschiebung des Profilkörpers und der

Schiene relativ zueinander in einer Richtung begrenzt.

Darüberhinaus ist ganz allgemein festzuhalten, dass der

Profilkörper selbstverständlich zumindest abschnittsweise auch eine Hakenform aufweisen kann.

Allerdings ist in diesem Fall, wo eine Freigabe nur bei einer hinreichend großen Verschiebung in genau einer bestimmten Richtung erfolgt, zur Gewährleistung der Sicherheit auf eine korrekte Anordnung der beiden Verschiebeelemente zueinander zu achten, wenn die Luftzufuhrleitung an der Tragevorrichtung befestigt ist. Zur Erhöhung der Sicherheit sowie des Komforts für den Taucher beim Anlegen des Tauchgeräts, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass die beiden Verschiebeelemente im verbundenen Zustand in zwei entgegengesetzten Richtungen über den Arbeitsbereich relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden Verschiebeelemente durch weiteres Verschieben in diesen Richtungen in den gelösten Zustand überführbar sind.

Um insbesondere in diesem Fall eine herstellungstechnisch besonders einfache Realisierung sicherzustellen, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass das erste Verschiebeelement als Schiene ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement als Profilkörper oder umgekehrt.

Weiters sind Ausführungsvarianten denkbar, bei denen

zusätzlich eine hinreichend große Verschiebung in einer oder mehreren weiteren Richtungen, die nicht parallel zu den beiden entgegengesetzten Richtungen ist/sind, eine Überführung in den gelösten Zustand bewirkt.

Beim Tauchen mit dem erfindungsgemäßen Tauchgerät muss mit größer werdender Tiefe aufgrund des steigendenden Überdrucks durch das umgebende Wasser eine größer werdende Zugkraft aufgebracht werden, um das flexible Teil aus dem Innenraum zu ziehen. In 5 m Tiefe kann diese Kraft beispielsweise ca. 450 N groß sein. Wie oben ausgeführt, wird diese Kraft

typischerweise von den Beinen aufgebracht. Über die Tragevorrichtung, insbesondere über Schultergurte der Tragevorrichtung, werden die Zugkräfte im Wesentlichen auf die Schultern des Tauchers und von dort in den oberen Bereich des Rückens bzw. der Brust / des Bauchs des Tauchers übertragen, was bei höherer Belastung, d.h. bei größerer Tiefe, als unangenehm empfunden wird und den Komfort und die

Tauchperformance schmälern kann.

Um den Komfort und die Tauchperformance des Tauchers zu verbessern, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass mindestens ein Versteifungselement vorgesehen ist, um Zugkräfte, die beim Ziehen des flexiblen Teils aus dem Innenraum am Gehäuse angreifen, in einen Bereich des Beckens, insbesondere an der Vorderseite, des Tauchers übertragen zu können, wobei das Versteifungselement mit dem Gehäuse verbunden ist und in einem Betriebszustand des Tauchgeräts vom Gehäuse im Bereich des Innenraumendes absteht. Durch das am Gehäuse befestigte Versteifungselement werden also die am Gehäuse auftretenden Zugkräfte zumindest teilweise - als Druckkräfte - in den Bereich der Hüfte bzw. des Beckens des Tauchers geleitet, wobei der Bereich üblicherweise an der Körpervorderseite des Tauchers angeordnet ist, da die

Luftpumpe, insbesondere das Gehäuse, wie oben ausgeführt, üblicherweise vor der Brust des Tauchers fixiert ist. Dabei muss aus anatomischen Gründen, nämlich aufgrund der Position der Lunge im Körper des Tauchers, das Gehäuse relativ hoch am Oberkörper platziert sein, um möglichst dicht an der Lunge angeordnet zu sein und bei Lageveränderung des Tauchers entsprechend einen möglichst konstanten geringfügigen

Überdrück des mit der Luftpumpe aufgrund des

Umgebungsüberdrucks erzeugten Luftdrucks gegenüber dem

Umgebungsüberdruck am Ort der Lunge des Tauchers zu

gewährleisten. So wird sichergestellt, dass der Druck der den Lungen des Tauchers zugeführten Luft optimal an den durch das umgebende Wasser verursachten Überdruck (im Bereich der Lunge des Tauchers) angepasst (d.h. geringfügig größer) ist. Diese Anordnung hat aber eine gewisse Distanz des Gehäuses zum

Becken-/Hüftbereich des Tauchers zur Folge, welche Distanz durch das mindestens eine Versteifungselement überbrückt wird. Entsprechend ist das Versteifungselement so angeordnet, dass es zumindest im Betriebszustand sowohl vom Innenraumende als auch vom Innenraumanfang weg weist und sich zumindest

abschnittsweise entlang der Längsachse des Gehäuses erstreckt.

Das Versteifungselement kann die am Gehäuse angreifenden

Zugkräfte somit als Druckkräfte aufnehmen und zumindest teilweise in mechanisch robuste Bereiche des Körpers des

Tauchers einleiten bzw. sich an diesen Bereichen abstützen, wobei hier insbesondere der Bereich des Schambeins zu nennen ist .

Das Versteifungselement kann dabei vorzugsweise aus einem im Wesentlichen starren Kunststoff bestehen, um die Zugkräfte besonders effizient übertragen zu können. Um dabei den Komfort des Tauchers zu erhöhen, kann das Versteifungselement aber auch Polsterelemente (z.B. aus Neopren) aufweisen,

insbesondere an Abschnitten, die am Körper des Tauchers aufliegen und bei Übertragung der Zugkräfte besonders stark auf den Körper des Tauchers drücken.

Es sei betont, dass das Versteifungselement unabhängig von der Schnellabwurf orrichtung und/oder dem Luftkanal vorgesehen sein kann. Entsprechend ist es bei einem Tauchgerät umfassend eine Luftpumpe mit einem starren Gehäuse mit einem Innenraum, der sich entlang einer Längsachse des Gehäuses von einem

Innraumanfang zu einem Innenraumende erstreckt, und einer in einem Bereich des Innenraumendes angeordneten Öffnung, die durch ein sackartiges flexibles Teil verschlossen ist, um ein durch das Gehäuse und das flexible Teil begrenztes,

veränderbares Pumpenvolumen auszubilden, wobei die Luftpumpe derart ausgelegt ist, dass bei einem durch umgebendes Wasser verursachten Überdruck das flexible Teil in den Innenraum unter Verminderung des Pumpenvolumens eingedrückt wird und zumindest abschnittsweise in einem Anlageabschnitt des

Innenraums an einer Innenwand des Gehäuses anliegt, um Luft im Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich des

Innenraumanfangs über eine Atemleitung einem Taucher

zuzuführen, wobei sich der Anlageabschnitt entlang der

Längsachse vom Innenraumende in Richtung Innenraumanfang bis zu einer maximalen Höhe erstreckt, wobei das flexible Teil durch Muskelkraft des Tauchers gegen den Überdruck und unter Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum gezogen werden kann, um Luft über eine Luftzufuhrleitung von oberhalb eines Wasserspiegels des Wassers anzusaugen, erfindungsgemäß vorgesehen, dass mindestens ein Versteifungselement vorgesehen ist, um Zugkräfte, die beim Ziehen des flexiblen Teils aus dem Innenraum am Gehäuse angreifen, in einen Bereich des Beckens, insbesondere an der Vorderseite, des Tauchers übertragen zu können, wobei das Versteifungselement mit dem Gehäuse

verbunden ist und in einem Betriebszustand des Tauchgeräts vom Gehäuse im Bereich des Innenraumendes absteht.

Um die auftretenden Zugkräfte noch besser in den Becken- /Hüftbereich des Tauchers ableiten zu können, ist ein Hüftgurt der Tragevorrichtung vorgesehen, der vorzugsweise besonders breit bzw. hoch gestaltet ist. Um ein optimales Zusammenwirken des Hüftgurts mit dem mindestens einen Versteifungselement und damit eine optimale Ableitung der auftretenden Zugkräfte in den Becken-/Hüftbereich des Tauchers zu ermöglichen, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass das mindestens eine Versteifungselement mit einem Hüftgurt einer

Tragevorrichtung für die Luftpumpe verbindbar ist.

Grundsätzlich kann das mindestens eine Versteifungselement unterschiedlichste Formen aufweisen, solange das

Versteifungselement nur steif genug ist, um die auftretenden Druckkräfte aufnehmen und übertragen zu können. Beispielsweise kann das mindestens eine Versteifungselement als Streben und/oder Bügel ausgebildet sein. Bei einer besonders

bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts ist vorgesehen, dass das mindestens eine Versteifungselement im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist. Dies ermöglicht neben der Sicherstellung der notwendigen Steifheit auch eine für den Taucher angenehme Auflage des Versteifungselements am Körper .

Wie bereits geschildert, stellt das mindestens eine

Versteifungselement eine Überbrückung des Abstands zwischen dem Gehäuse und dem Becken-/Hüftbereich des Tauchers dar, wenn der Taucher das erfindungsgemäße Tauchgerät verwendet.

Entsprechend ergibt sich eine Länge des Versteifungselements, die vergleichbar ist mit einer Länge des Gehäuses, wobei die Längen im Betriebszustand jeweils entlang der Längsachse des Gehäuses gemessen werden und typischerweise im Bereich von 20 cm bis 40 cm liegen. Um einerseits eine bessere Anpassung des Versteifungselements an den Körper des Tauchers und andererseits einen platzsparenden Transport des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts zu ermöglichen, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts vorgesehen, dass das mindestens eine

Versteifungselement schwenkbar am Gehäuse befestigt ist. Beim Transport kann das mindestens eine Versteifungselement

vorzugsweise so verschwenkt werden, dass es am Gehäuse anliegt und von diesem nicht absteht, um eine minimale Länge des erfindungsgemäßen Tauchgeräts zu gewährleisten. Das

erfindungsgemäße Tauchgerät befindet sich dann in einem

Transportzustand . Eine entsprechende Schwenkachse des Versteifungselements ist im Wesentlichen normal zur Längsachse des Gehäuses angeordnet. Insbesondere kann die Schwenkachse dabei parallel zu einer Richtung, in der eine Breite des Gehäuses gemessen wird, sein. Entsprechend liegt bei einer plattenförmigen Ausführung des Versteifungselements die Schwenkachse dann vorzugsweise in einer Plattenebene des Versteifungselements.

Denkbar wäre aber auch eine Anordnung der Schwenkachse, die normal zur Längsachse des Gehäuses und normal zur Richtung, in der die Breite des Gehäuses gemessen wird, ist. Entsprechend ist bei einer plattenförmigen Ausführung des

Versteifungselements die Schwenkachse dann vorzugsweise normal zur Plattenebene des Versteifungselements angeordnet.

Besonders bevorzugt schneidet die so angeordnete Schwenkachse die Längsachse des Gehäuses. Es sei bemerkt, dass es auch denkbar wäre, das mindestens eine Versteifungselement lösbar am Gehäuse zu befestigen, wobei im Transportzustand das Versteifungselement vom Gehäuse gelöst ist. Letzteres hat jedoch gegenüber der Ausführungsvariante mit der Verschwenkbarkeit des Versteifungselements den

Nachteil, dass das Versteifungselement beim Transport leichter verloren gehen kann.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls einengen oder gar abschließend wiedergeben. Dabei zeigt:

Fig. 1 ein Tauchgerät gemäß dem Stand der Technik

Fig. 2 eine schematische teilweise aufgeschnittene

Frontansicht eines Gehäuses einer Luftpumpe einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht des Gehäuses gemäß der Schnittlinie A-A aus Fig. 2, wobei die Pfeile die Blickrichtung andeuten

Fig. 4 eine Ansicht analog zu Fig. 3 einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts Fig. 5 eine Ansicht analog zu Fig. 3 einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts

Fig. 6 eine Ansicht analog zu Fig. 3 einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts

Fig. 7 eine Ansicht analog zu Fig. 3 einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts

Fig. 8a bis Fig. 8d unterschiedliche Ausführungsformen einer

Schnellabwurfvorrichtung des erfindungsgemäßen

Tauchgeräts, wobei ein erstes und ein zweites Verschiebeelement in einem verbundenen Zustand

vorliegen

Fig. 9a und 9b eine Detailansicht unterschiedlicher

Ausführungsformen einer Schnellabwurfvorrichtung des erfindungsgemäßen Tauchgeräts, wobei das erste und das zweite Verschiebeelement in einem gelösten Zustand vorliegen

Fig. 10 eine schematische Frontansicht eines Gehäuses einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts mit einem Versteifungselement

WEGE ZUR AUSFUHRUNG DER ERFINDUNG

Fig. 1 zeigt ein Tauchgerät 1 gemäß dem Stand der Technik, wie es in der EP 0297416 Bl offenbart ist. Um beim Tauchen in

Wasser 22 Luft von der Atmosphäre über einem Wasserspiegel 23 ansaugen und auf den für die jeweilige Tiefe unter Wasser 22 passenden Druck komprimieren zu können, umfasst das Tauchgerät

I eine Luftpumpe 2, die ein starres Gehäuse 3 mit einem

Innenraum 4 (vgl. Fig. 2) sowie ein sackartiges flexibles Teil

II aufweist. In einem Betriebszustand des Tauchgeräts 1, in dem mit dem Tauchgerät 1 getaucht werden kann, verschließt das sackartige flexible Teil 11 eine Öffnung 8 des Innenraums 4. Der Innenraum 4 erstreckt sich entlang einer Längsachse 5 des Gehäuses 3 von einem Innenraumanfang 6 zu einem Innenraumende 7, wobei in einem Bereich 10 des Innenraumendes 7 bzw. rund um das Innenraumende 7 die Öffnung 8 angeordnet ist.

Das Gehäuse 3 und das flexible Teil 11 begrenzen somit ein veränderbares Pumpenvolumen, wobei die Luftpumpe 2 derart ausgelegt ist, dass bei einem durch das umgebende Wasser 22 verursachten Überdruck das flexible Teil 11 in den Innenraum 4 unter Verminderung des Pumpenvolumens eingedrückt wird und zumindest abschnittsweise in einem Anlageabschnitt 12 des Innenraums 4 an einer Innenwand 13 des Gehäuses 3 anliegt, um Luft im Pumpenvolumen zu komprimieren und aus einem Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 über eine Atemleitung 16 einem Taucher 17 zuzuführen. Der Anlageabschnitt 12 des Innenraums 4

erstreckt sich dabei entlang der Längsachse 5 vom

Innenraumende 7 in Richtung Innenraumanfang 6 bis zu einer maximalen Höhe 18.

Mittels einer Tragevorrichtung, die im bekannten

Ausführungsbeispiel der Fig. 1 im Wesentlichen aus zwei

Schultergurten 24 besteht, ist die Luftpumpe 2, insbesondere das Gehäuse 3, vor der Brust des Tauchers 17 fixiert. Dabei ist aus anatomischen Gründen, nämlich aufgrund der Position der Lunge im Körper des Tauchers 17, das Gehäuse 3 relativ hoch am Oberkörper platziert, um möglichst dicht an der Lunge angeordnet zu sein und bei Lageveränderung des Tauchers 17 entsprechend einen möglichst konstanten geringfügigen

Überdrück des mit der Luftpumpe 2 aufgrund des

Umgebungsüberdrucks erzeugten Luftdrucks gegenüber dem

Umgebungsüberdruck am Ort der Lunge des Tauchers 17 zu

gewährleisten. So wird sichergestellt, dass der Druck der den Lungen des Tauchers 17 zugeführten Luft optimal an den durch das umgebende Wasser 22 verursachten Überdruck (im Bereich der Lunge des Tauchers 17) angepasst ist, dass nämlich der Druck der den Lungen des Tauchers 17 zugeführten Luft geringfügig größer ist als der durch das umgebende Wasser 22 verursachte Überdruck im Bereich der Lunge des Tauchers 17.

Zum Ansaugen der Luft von über dem Wasserspiegel 23 ist eine Luftzufuhrleitung 19 vorgesehen, die z.B. als an sich

bekannter Druckschlauch ausgeführt sein kann. Gemäß Fig. 1 ist die Luftzufuhrleitung 19 beim Tauchen an einer Boje 25 mittels einer Schlauchverbindung 26 befestigt, wobei die Luft über die Boje 25 in die Luftzufuhrleitung 19 strömen kann. Wenn der Taucher 17 unter Wasser 22 schwimmt, wird die Boje 25 über die Luftzufuhrleitung 19 mitgezogen. Um nun Luft über die

Luftzufuhrleitung 19 anzusaugen, wird das flexible Teil 11 gegen den Überdruck des umgebenden Wassers 22 und unter

Vergrößerung des Pumpenvolumens aus dem Innenraum 4 gezogen, wobei dies durch Muskelkraft des Tauchers 17 geschieht.

Hierzu ist eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen, die gemäß dem Stand der Technik Beingurte 27 mit Fußschlaufen 30 (zur Aufnahme der Füße des Tauchers 17) umfassen kann sowie

Anschlussmittel in Form einer Verbindungsschnalle 28, um die Beingurte 27 mit dem flexiblen Teil 11 zu verbinden. In diesem Fall kann der Taucher 17 mittels seiner Beine das flexible Teil 11 aus dem Innenraum 4 ziehen. Zur Anpassung an die Körpergröße bzw. Beinlänge des Tauchers 17 weisen die

Beingurte 27 jeweils eine an sich bekannte Längenverstellung 29 auf, vgl. Fig. 1.

Eine geeignete Ventilanordnung stellt sicher, dass durch die Luftzufuhrleitung 19 angesaugte Luft nicht wieder aus der Luftzufuhrleitung 19 entweicht, wenn das flexible Teil 11 in den Innenraum 4 gedrückt wird. Dies kann insbesondere mit einem ersten Rückschlagventil 14, das auch als

Luftzufuhrventil bezeichnet werden könnte, erreicht werden, vgl. Fig. 1. Weiters ermöglicht die Ventilanordnung dem

Taucher 17 das Einatmen durch die Atemleitung 16, ohne dass die eingeatmete Luft wieder aus seiner Lunge gesaugt wird, wenn das flexible Teil 11 aus dem Innenraum 4 gezogen wird. Dies kann insbesondere durch ein zweites Rückschlagventil 15 erreicht werden, vgl. Fig. 1. Im in Fig. 1 dargestellten Beispiel werden sowohl das erste Rückschlagventil 14 als auch das zweite Rückschlagventil 15 mit dem vollen Druck, der im Pumpenvolumen durch die Luftkompression aufgebaut wird, belastet und müssen diesem standhalten. Insbesondere in

Abhängigkeit von der Anordnung des zweiten Rückschlagventils 15 kann auch die Atemleitung 16 als an sich bekannter

Druckschlauch ausgeführt sein, vorzugsweise wenn das zweite Rückschlagventil 15 im Bereich des Munds des Tauchers 17 angeordnet ist (nicht dargestellt) . Schließlich ermöglicht die Ventilanordnung dem Taucher 17 auch das Ausatmen der

eingeatmeten und verbrauchten Luft ins umgebende Wasser 22. Hierzu ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 zusätzlich zum ersten Rückschlagventil 14 und zweiten Rückschlagventil 15 ein Ausatem-Ventil 43 zum Ausatmen der Luft ins Wasser 22

vorgesehen, wobei das Ausatem-Ventil 43 einer vergleichsweise niedrigeren Druckbelastung ausgesetzt ist als das erste

Rückschlagventil 14 und das zweite Rückschlagventil 15.

Geeignete Ventile 14, 15, 43 sind an sich bekannt.

Da sich der Anlageabschnitt 12 bis zur maximalen Höhe 18 erstreckt, müssen fluidische Verbindungen zwischen der

Luftzufuhrleitung 19 sowie der Atemleitung 16 einerseits und dem Innenraum 4 in einem Bereich vom Bereich 21 der maximalen Höhe 18 bis zum Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 andererseits hergestellt werden. Ansonsten würden die fluidischen

Verbindungen zwischen der Luftzufuhrleitung 19 / der

Atemleitung 16 und dem Innenraum 4 unterbrochen werden, wenn das flexible Teil 11 im Anlageabschnitt 12 an der Innenwand 13 anliegt. Wenn sich die maximale Höhe 18 bis in den Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 erstreckt, dann müssen entsprechend fluidische Verbindungen in den Innenraum 4 im Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 vorgesehen sein. Gemäß dem Stand der

Technik sind daher ein Anschluss 45 für die Atemleitung 16 und ein Anschluss 44 für die Luftzufuhrleitung 19 am Gehäuse im Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 vorgesehen, vgl. Fig. 1.

Dabei ist im Anschluss 44 der Luftzufuhrleitung 19 das erste Rückschlagventil 14 angeordnet und im Anschluss 45 der

Atemleitung 16 das zweite Rückschlagventil 15.

Dies führt u.a. dazu, dass beim Vorwärtsschwimmen unter Wasser 22 über die Luftzufuhrleitung 19 Zugkräfte eingebracht werden, die den Taucher 17 aus einer optimalen waagrechten Position in eine aufrechte Position zu drehen versuchen. Zudem erweist sich die Position des Anschlusses 44 der Luftzufuhrleitung 19 gemäß dem Stand der Technik als ungünstig, wenn die

Luftzufuhrleitung 19 in Notsituationen rasch vom Anschluss 44 getrennt werden muss. Fig. 2 zeigt eine schematische teilweise aufgeschnittene

Frontansicht eines Gehäuses 3 einer Luftpumpe 2 einer

Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1, bei dem diese Problematik nicht auftritt, da der Anschluss 44 der Luftzufuhrleitung 19 im Bereich 10 des Innenraumendes 7 am Gehäuse 3 angeordnet ist. Entsprechend muss die durch die

Luftzufuhrleitung 19 angesaugte Luft vom Anschluss 44, d.h. vom Bereich 10 des Innenraumendes 7, zumindest bis in jenen Bereich des Innenraums 4 strömen können, der im Bereich 21 der maximalen Höhe 18, vorzugsweise im Bereich 9 des

Innenraumanfangs 6 liegt, um dort komprimiert werden zu können. Dies wird ermöglicht durch einen Luftkanal 20, der die fluidische Verbindung der Luftzufuhrleitung 19 bzw. des

Anschlusses 44 in den Bereich 21 der maximalen Höhe 18 bzw. in den Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 im Innenraum 4

sicherstellt, ohne dass die fluidische Verbindung durch das in den Innenraum 4 gedrückte flexible Teil 11 unterbrochen werden kann. Mit anderen Worten ist der Luftkanal 20 derart

ausgelegt, dass beim Ansaugen die Luft vom Bereich 10 des Innenraumendes 7 in Richtung Innenraumanfang 6 zumindest bis in einen Bereich 21 der maximalen Höhe 18, vorzugsweise bis in den Bereich 9 des Innenraumanfangs 6, und in den Innenraum 4 strömen kann.

Es sind nun unterschiedlichste Ausführungsvarianten für einen solchen Luftkanal 20 möglich. Um sicherzustellen, dass die Handlichkeit des Tauchgeräts 1 durch den Luftkanal 20 nicht beeinträchtigt wird, kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse 3 normal auf die Längsachse 5 einen Querschnitt aufweist und der Luftkanal 20 innerhalb des Querschnitts angeordnet ist. Die Figuren 3, 4, 5 und 6 zeigen jeweils eine schematische Querschnittansicht des Gehäuses 3 gemäß der Schnittlinie A-A (die Pfeile deuten die Blickrichtung an) aus Fig. 2 für unterschiedliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen

Tauchgeräts 1, auf die dies zutrifft. In der Ausführungsvariante der Fig. 3 ist der Luftkanal 20 vollständig durch eine vom Gehäuse 3 separate

Kanalbegrenzungswand 31 ausgebildet, die außerdem auch noch den Anschluss 44 ausbildet.

In den Ausführungsvarianten der Fig. 5 und der Fig. 6 wird der Luftkanal 20 nur teilweise von der Kanalbegrenzungswand 31 ausgebildet, nämlich einerseits vom Gehäuse 3 und andererseits von der Kanalbegrenzungswand 31. Das Gehäuse 3 bzw. eine

Gehäusewand bildet dabei auch den Anschluss 44 aus. Die

Kanalbegrenzungswand 31 bildet einen dem Anschluss 44

gegenüberliegenden Abschnitt des Luftkanals 20 aus.

In Fig. 5 ist dabei die Kanalbegrenzungswand 31 - und damit zumindest abschnittsweise auch der Luftkanal 20 - innerhalb des Innenraums 4 angeordnet, wie auch in Fig. 3. In Fig. 6 hingegen bildet die Kanalbegrenzungswand 31 eine Fortsetzung der Gehäusewand und begrenzt somit den Innenraum 4, d.h. der Luftkanal 20 ist hier zumindest abschnittsweise außerhalb des Innenraums 20 angeordnet.

Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante, bei der der Luftkanal 20 vollständig durch das Gehäuse 3 bzw. die Gehäusewand ausgebildet ist. Gleiches gilt für den Anschluss 44.

Entsprechend ist der Luftkanal 20 zwar innerhalb des genannten Querschnitts des Gehäuses 3, aber außerhalb des Innenraums 4 angeordnet .

Bei den in den Figuren 3, 5 und 6 gezeigten

Ausführungsvarianten mit Kanalbegrenzungswand 31 kommt das flexible Teil 11 nicht nur zur Anlage an der Innenwand 13, sondern auch an der Kanalbegrenzungswand 31, wenn das flexible Teil 11 in den Innenraum 4 gedrückt wird.

Bei der Ausführungsvariante der Fig. 7 ist der Luftkanal 20 sowie der Anschluss 44 zwar ebenfalls durch die

Kanalbegrenzungswand 31 ausgebildet, doch ist letztere sowie der Luftkanal 20 zumindest abschnittsweise außerhalb des

Gehäuses 3 angeordnet, was herstellungstechnisch vorteilhaft sein kann.

Es sei bemerkt, dass das erste Rückschlagventil 14 nicht notwendigerweise stets im Anschluss 44 positioniert sein muss. Das erste Rückschlagventil 14 kann grundsätzlich auch in der Luftzufuhrleitung 19 oder, sofern der Luftkanal 20 an sich luftdicht ausgeführt ist, im Luftkanal 20 bzw. zwischen dem Luftkanal 20 und dem Innenraum 4 angeordnet sein, insbesondere im Innenraum 4 im Bereich 21 der maximalen Höhe 18 bzw. im Bereich 9 des Innenraumanfangs 6 (nicht dargestellt) .

Bei bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen

Tauchgeräts 1 ist weiters vorgesehen, dass die

Luftzufuhrleitung 19 mittig hinter dem Rücken des Tauchers 17, insbesondere an einem Hüftgurt 40 (vgl. z.B. Fig. 8a-d) der Tragevorrichtung, lösbar befestigbar ist. Indem die

Luftzufuhrleitung 19 mittig hinter dem Rücken des Tauchers 17 an der Tragevorrichtung befestigt wird, kann der Taucher 17 stets optimal austariert werden, selbst wenn Zugkräfte an der Luftzufuhrleitung 19 auftreten. Insbesondere kann die

Luftzufuhrleitung 19 den Taucher 17 nicht rotieren und/oder zur Seite ziehen, weil Zugkräfte, die über die

Luftzufuhrleitung 19 am Taucher 17 angreifen, nahe des

Schwerpunkts des Tauchers 17 - ungefähr dem Bauchnabel des Tauchers 17 gegenüberliegend - angreifen. Darüberhinaus ergibt sich ein ergonomisch besonders günstiger Zugang zum Anschluss 44, der für den Taucher 17 leicht auch mit angeschnalltem Tauchgerät 1 möglich ist. In Notsituationen, in denen sich die Luftzufuhrleitung 19 an einem Hindernis verfängt, kann es für den Taucher 17 notwendig sein, sich von der Luftzufuhrleitung 19 zu trennen, um

auftauchen zu können. Um ein einfaches und rasches Trennen der Luftzufuhrleitung 19 vom Anschluss 44 zu ermöglichen, kann ein an sich bekannter Schnellverschlusses (nicht dargestellt) beim Anschluss 44 vorgesehen sein.

Um nun auch eine problemlose Trennung der Luftzufuhrleitung 19 von der Tragevorrichtung mittig hinter dem Rücken des Tauchers 17 zu ermöglichen, ist bei bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 eine automatische Trennung mittels einer für die lösbare Befestigung verwendeten

Schnellabwurfvorrichtung 32 vorgesehen, vgl. Fig. 8a-d sowie Fig. 9a-b. Hierbei ist vorgesehen, dass die

Schnellabwurfvorrichtung 32 ein erstes Verschiebeelement aufweist, das an der Luftzufuhrleitung 19 befestigt ist, und ein zweites Verschiebeelement, das an der Tragevorrichtung, vorzugsweise am Hüftgurt 40, befestigt ist, wobei das erste Verschiebeelement und das zweite Verschiebeelement jeweils eine zueinander komplementäre Geometrie aufweisen, die ein

Ineinanderschieben der beiden Verschiebeelemente ermöglicht, um die beiden Verschiebeelemente miteinander in einen

verbundenen Zustand 37 (vgl. Fig. 8a-d) zu bringen, wobei die beiden Verschiebeelemente im verbundenen Zustand 37 in

zumindest einer Richtung über einen gewissen Arbeitsbereich 39 relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden

Verschiebeelemente durch weiteres Verschieben in dieser

Richtung in einen gelösten Zustand 38 (vgl. Fig. 9a-b)

überführbar sind. Durch die Schnellabwurfvorrichtung 32 wird also eine gewisse Verschiebung der beiden Verschiebeelemente zugelassen, ohne dass es zu einer Trennung der Verschiebeelemente kommt. Dies ist notwendig um beim normalen Tauchvorgang eine gewisse, unvermeidbare Bewegung zwischen der Tragevorrichtung und der daran befestigten Luftzufuhrleitung 19 zuzulassen. In der geschilderten Notsituation kommt es jedoch zu einer wesentlich größeren Verschiebung, wenn sich der Taucher 17 mit der

Tragevorrichtung von der an einem Hindernis verhedderten

Luftzufuhrleitung 19 weg bewegt, sodass die

Schnellabwurfvorrichtung 32 die Verbindung zwischen

Luftzufuhrleitung 19 und Tragevorrichtung frei gibt.

Da die Bewegungsrichtung des Tauchers 17 hierbei stets

eindeutig von der Luftzufuhrleitung 19 weg weist, genügt grundsätzlich die Freigabe, wenn die Verschiebung in genau einer bestimmten Richtung ein gewisses Maß übersteigt.

Folglich kann die Schnellabwurfvorrichtung 32 sehr einfach und kostengünstig hergestellt werden. Entsprechend ist es daher bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 vorgesehen, dass das erste

Verschiebeelement als Haken 33 ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement als Öse 34 oder umgekehrt. Fig. 8a zeigt eine Variante, bei der das erste Verschiebeelement, das mit der Luftzufuhrleitung 19 verbunden ist, als Haken 33

ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement, das mit dem Hüftgurt 40 verbunden ist, als Öse 34. Der Arbeitsbereich 39 wird im Wesentlichen durch eine Hakenlänge zwischen einem freien Ende des Hakens 33 und einem geschlossenen Ende des Hakens 33 definiert, wobei die Freigabe nur in einer Richtung erfolgt. Letzteres wäre dann der Fall, wenn sich der Taucher 17 bzw. der Hüftgurt 40 in Fig. 8a soweit nach rechts bewegen würde, dass die Öse 34 vom freien Ende des Hakens 33 abgleiten würde. Bei einer Bewegung des Hüftgurts 40 nach links würde hingegen keine Überführung in den gelösten Zustand 38

stattfinden, da die Öse 34 am geschlossenen Ende des Hakens 33 anschlagen würde.

Fig. 8b zeigt den umgekehrten Fall, wo der Haken 33 am

Hüftgurt 40 fixiert ist und die Öse 34 an der Luftzufuhrleitung 19, wobei analog das zur Fig. 8a Gesagte gilt .

Es sei bemerkt, dass zur Anpassung an den Körperumfang des Tauchers 17 der Haken 33 (Fig. 8a) bzw. die Öse 34 (Fig. 8b) entlang der Luftleitung 19 entsprechend verschoben werden kann, bevor der Haken 33 (Fig. 8a) bzw. die Öse 34 (Fig. 8b) an der Luftleitung 19 fixiert wird.

Bei den Ausführungsvarianten der Fig. 8a und Fig. 8b, wo eine Freigabe nur bei einer hinreichend großen Verschiebung in genau einer bestimmten Richtung erfolgt, ist zur

Gewährleistung der Sicherheit auf eine korrekte Anordnung der beiden Verschiebeelemente zueinander, d.h. des jeweiligen Hakens 33 zur jeweiligen Öse 34, zu achten, wenn die

Luftzufuhrleitung 19 an der Tragevorrichtung bzw. dem Hüftgurt 40 befestigt ist.

Zur Erhöhung der Sicherheit sowie des Komforts für den Taucher 17 beim Anlegen des Tauchgeräts 1 ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 vorgesehen, dass die beiden Verschiebeelemente im

verbundenen Zustand 37 in zwei entgegengesetzten Richtungen über den Arbeitsbereich 39 relativ zueinander verschiebbar sind, bevor die beiden Verschiebeelemente durch weiteres Verschieben in diesen Richtungen in den gelösten Zustand 38 überführbar sind. Beispielsweise kann das erste

Verschiebeelement als Schiene 35 ausgebildet sein und das zweite Verschiebeelement als Profilkörper 36 oder umgekehrt, wobei der Profilkörper 36 an beiden Enden der Schiene 35 auf diese aufgeschoben werden kann.

Fig. 8c zeigt zwar einen Fall, bei dem das erste

Verschiebeelement als Profilkörper 36 ausgebildet ist und das zweite Verschiebeelement als Schiene 35, doch weist die

Schiene 35 an einem Ende einen Anschlag 50 auf, sodass sich wieder eine Situation analog zu den Ausführungsbeispielen der Fig. 8a und 8b ergibt. Der Profilkörper 36 kann aufgrund seiner zur Schienengeometrie komplementären Geometrie auf die Schiene 35 aufgeschoben werden, um den verbundenen Zustand 37 herzustellen, allerdings nur an jenem - freien - Ende der Schiene 35, das nicht mit dem Anschlag 50 versehen ist. Im verbundenen Zustand 37 kann der Profilkörper 36 sodann entlang des gesamten Verlaufs der Schiene 35 bewegt werden, ohne dass der verbundene Zustand 37 aufgehoben wird. D.h. der Verlauf der Schiene 35 definiert den Arbeitsbereich 39. Eine Lösung des Profilkörpers 36 von der Schiene 35 ist hier also nur durch hinreichend große Verschiebung in einer Richtung

möglich. Letzteres führt zu einer Auflösung des verbundenen Zustands 37 und stellt den gelösten Zustand 38 her. D.h. wenn in Fig. 8c der Hüftgurt 40 weit genug nach rechts verschoben werden würde, würde dies zur Überführung in den gelösten

Zustand 38 führen. Fig. 8d zeigt den umgekehrten Fall, wo der Profilkörper 36 am Hüftgurt 40 fixiert ist und die Schiene 35 mit Anschlag 50 an der Luftzufuhrleitung 19, wobei analog das zur Fig. 8c Gesagte gilt. Es sei bemerkt, dass zur Anpassung an den Körperumfang des

Tauchers 17 der Profilkörper 36 (Fig. 8c) bzw. die Schiene 35 (Fig. 8d) entlang der Luftleitung 19 entsprechend verschoben werden kann, bevor der Profilkörper 36 (Fig. 8c) bzw. die Schiene 35 (Fig. 8d) an der Luftleitung 19 fixiert wird. Fig. 9a zeigt beispielhaft eine Schiene 35 und einen

Profilkörper 36 im gelösten Zustand 38. Die Schiene 35 weist ein negatives Profil in Form einer Ausnehmung mit im

Wesentlichen U-förmigem Querschnitt mit zueinander weisenden Enden der Schenkel der U-Form auf, in welches der Profilkörper 36 mit einem positiven Profil mit einem im Wesentlichen T- förmigen Querschnitt seitlich eingeschoben werden kann, um den verbundenen Zustand 37 herzustellen. D.h. im verbundenen

Zustand 37 steht der Profilkörper 36 in Eingriff mit der

Schiene 35. Aufgrund der komplementären Geometrien der Schiene 35 und des Profilkörpers 36 kann der Profilkörper 36 im verbundenen Zustand 37 nur entlang des Verlaufs der Schiene 35 verschoben werden, nicht aber etwa senkrecht zum Verlauf der Schiene 35. Die Schiene 35 weist hier zwei freie Enden - ohne Anschlag 50 - auf, sodass ein Überführen vom verbundenen

Zustand 37 in den gelösten Zustand 38 durch hinreichend große Verschiebung des Profilkörpers 36 entlang der Schiene 35 in zwei entgegengesetzten Richtungen möglich ist.

Fig. 9b zeigt eine vollkommen analog Ausführungsform, bei der jedoch die Schiene 35 ein positives Profil mit im Wesentlichen T-förmigem Querschnitt aufweist und der Profilkörper 36 ein negatives Profil mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt mit zueinander weisenden Enden der Schenkel der U-Form. Der Profilkörper 36 kann entsprechend auf die Schiene 35 - an beiden freien Enden - seitlich aufgeschoben werden, um den verbundenen Zustand 37 herzustellen. Wiederum kann aufgrund der komplementären Geometrien der Schiene 35 und des

Profilkörpers 36 der Profilkörper 36 im verbundenen Zustand 37 nur entlang des Verlaufs der Schiene 35 verschoben werden, nicht aber etwa senkrecht zum Verlauf der Schiene 35. Ein

Überführen vom verbundenen Zustand 37 in den gelösten Zustand 38 ist durch hinreichend große Verschiebung des Profilkörpers

36 entlang der Schiene 35 in zwei entgegengesetzten Richtungen möglich . Fig. 10 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 mit einem Versteifungselement 41, welches dafür vorgesehen ist, Zugkräfte, die beim Ziehen des flexiblen Teils 11 aus dem Innenraum 4 am Gehäuse 3 angreifen, als Druckkräfte in einen Bereich des Beckens an der Vorderseite des Tauchers 17 übertragen zu können, wobei das

Versteifungselement 41 mit dem Gehäuse 3 verbunden ist und im Betriebszustand des Tauchgeräts 1 vom Gehäuse 3 im Bereich 10 des Innenraumendes 7 absteht. Das Versteifungselement 41 gemäß Fig. 10 ist plattenförmig ausgeführt mit einer trapezförmigen Geometrie, die symmetrisch zur Längsachse 5 ist und sich in einer Richtung parallel zur Längsachse 5 und vom Gehäuse 3 weg weisend gesehen leicht verjüngt. Der relativ geringe Grad der Verjüngung bewirkt, dass eine Breite des Versteifungselements 41, die in der

Zeichenebene und normal auf die Längsachse 5 gemessen wird, auch an einem unteren, freien Ende 47 des Versteifungselements 41 hinreichend groß ist, um Druckkräfte in für den Taucher 17 angenehmer Weise in den Bereich der Hüfte bzw. des Beckens, insbesondere in den Bereich des Schambeins, des Tauchers 17 zu übertragen. Es wären aber auch andere Geometrien des

Versteifungselements 41, die dies leisten, denkbar,

beispielsweise eine rechteckförmige Geometrie, die

insbesondere symmetrisch zur Längsachse 5 ist.

Für das Versteifungselement 41 ist mindestens ein an sich bekanntes Verbindungselement 42 vorgesehen, mit dem das

Versteifungselement 41 mit dem Hüftgurt 40, der in Fig. 10 nur punktiert angedeutet ist, verbunden werden kann, um eine noch bessere Übertragung der Druckkräfte auf den Bereich des

Beckens bzw. der Hüfte des Tauchers 17 mittels des Hüftgurts 40 zu ermöglichen. Das mindestens eine Verbindungselement 42 kann beispielsweise mindestens eine Schnalle umfassen oder mindestens einen Druckverschluss oder mindestens einen

Nietverschluss etc. Dabei kann das mindestens eine

Verbindungselement 42 jeweils korrespondierende Teile am

Versteifungselement 41 und am Hüftgurt 40 umfassen. Als das mindestens eine Verbindungselement 42 kann aber auch

beispielsweise eine Tasche (nicht dargestellt) am Hüftgurt 40 befestigt sein, in welche das Versteifungselement 41

eingeführt wird, um die Verbindung zum Hüftgurt 40

herzustellen und Druckkräfte auf den Hüftgurt 40 übertragen zu können . Damit eine optimale Kraftübertragung bis in den Bereich des Schambeins des Tauchers 17 sichergestellt werden kann, ist eine entlang der Längsachse 5 gemessene Länge des

Versteifungselements 41 derart bemessen, dass das freie Ende 47 eine Unterkante 48 des Hüftgurts 40 mit einem gewissen

Überstand 49 überragt. In der Darstellung der Fig. 10 ist das freie Ende 47 entsprechend unter der Unterkante 48 angeordnet, mit dem Überstand 49 als Abstand zwischen dem freien Ende 47 und der Unterkante 48. Eine in Fig. 10 nach unten weisende Druckbelastung, die durch das Versteifungselement 41

übertragen wird, kann auf diese Weise in eine Art

Kippbelastung bzw. Kippbewegung des Versteifungselements 41 überführt werden, sodass das Versteifungselement 41 mit einer in die Zeichenebene weisenden Komponente im Bereich des

Schambeins des Tauchers 17 gegen dessen Körper drückt.

Sämtliche oben genannten Verbindungselemente 42 lassen eine derartige Dimensionierung und Anordnung des

Versteifungselements 41 zu.

Wie das Gehäuse 3 kann auch das Versteifungselement 41 aus einem im Wesentlichen starren Kunststoff gefertigt sein.

Um einerseits eine bessere Anpassung des Versteifungselements 41 an den Körper des Tauchers 17 und andererseits einen platzsparenden Transport des erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 zu ermöglichen, ist das Versteifungselement 41 im

Ausführungsbeispiel der Fig. 10 um eine Schwenkachse 46 schwenkbar am Gehäuse 3 befestigt.

Beim Transport kann das Versteifungselement 41 somit um ca. 180° so verschwenkt werden (in Fig. 10 nach oben), dass es am Gehäuse 3 anliegt und von diesem nicht absteht, um eine minimale Länge des erfindungsgemäßen Tauchgeräts 1 zu

gewährleisten. Das erfindungsgemäße Tauchgerät 1 befindet sich dann in einem Transportzustand . Die Schwenkachse 46 des Versteifungselements 41 ist im

Wesentlichen normal zur Längsachse 5 des Gehäuses 3

angeordnet. Insbesondere kann die Schwenkachse 46 parallel zu einer Richtung, in der eine Breite des Gehäuses 3 gemessen wird, angeordnet sein, wobei eine solche Schwenkachse 46 in

Fig. 10 gezeigt ist und in der Zeichenebene der Fig. 10 liegt. Die Zeichenebene fällt dabei wiederum mit einer Plattenebene des plattenförmigen Versteifungselements 41 zusammen.

Es sei jedoch betont, dass auch andere Anordnungen der

Schwenkachse 46 möglich sind, insbesondere eine Anordnung der Schwenkachse 46 normal auf die Längsachse 5 und normal auf die Richtung, in der die Breite des Gehäuses 3 gemessen wird. Eine derartig angeordnete Schwenkachse 46 würde normal auf die Zeichenebene der Fig. 10 stehen. Vorzugsweise kann eine derartig angeordnete Schwenkachse 46 die Längsachse 5

schneiden .

BEZUGSZEICHENLISTE

Tauchgerät

Luftpumpe

Gehäuse

Innenraum

Längsachse des Gehäuses

Innenraumanfang

Innenraumende

Öffnung des Innenraums

Bereich des Innenraumanfangs

Bereich des Innentraumendes

Flexibles Teil

Anlageabschnitt des Innenraums

Innenwand

Erstes Rückschlagventil

Zweites Rückschlagventil

Atemleitung

Taucher

Maximale Höhe des Anlageabschnitts

Luftzufuhrleitung

Luftkanal

Bereich der maximalen Höhe des Anlageabschnitts Wasser

Wasserspiegel

Schultergurt

Boje

Schlauchverbindung

Beingurt

Verbindungsschnalle

Längenverstellung

Fußschlaufe

Separate Kanalbegrenzungswand

Schnellabwurfvorrichtung

Haken

Öse

Schiene

Profilkörper

Verbundener Zustand

Gelöster Zustand

Arbeitsbereich

Hüftgurt

Versteifungselement

Verbindungselement für das Versteifungselement Ausatem-Ventil Anschluss für die Luftzufuhrleitung Anschluss für die Atemleitung

Schwenkachse

Freies Ende des Versteifungselements Unterkante des Hüftgurts

Überstand

Anschlag