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Patent Searching and Data


Title:
DOMESTIC STEAM TREATMENT APPLIANCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185321
Kind Code:
A1
Abstract:
A domestic steam treatment appliance (D) has a steam generator (1), wherein the steam generator has a water tank (2) for receiving water that is to be evaporated, at least one heating element (4) arranged outside the water tank, and a heating element temperature sensor (7) which is thermally coupled to the at least one heating element, wherein the domestic steam generating appliance (D) has a data processing device (8) which is coupled to the at least one heating element temperature sensor, and the data processing device (8) is set up to identify a degree of scaling of the water tank (2) using a heating element temperature (HZT-1, HZT-2, T1, T2) measured by the at least one heating element temperature sensor. A method serves for operating a domestic steam treatment appliance (D), involving operating the at least one heating element (4) with a constant heating power, waiting until the heating element temperature (HZT-1, HZT-2) has reached a temperature plateau, and evaluating at least one heating element temperature (T1, T2) measured in the temperature plateau in order to determine the degree of scaling. The invention can be used particularly advantageously with steam cooking appliances, such as stand-alone steam cooking appliances or cooking appliances having a steam cooking function.

Inventors:
ALBRECHT, Arnaud (25 rue des Roses, Strasbourg, 67100, FR)
CHABUT, Nicolas (3 chemin Loebel, Gertwiller, 67140, FR)
Application Number:
EP2019/055657
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 07, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BSH HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
International Classes:
F24C15/32; A47J27/21; C02F5/00; D06F75/10; F24C15/00
Foreign References:
EP2048444A22009-04-15
EP3278691A12018-02-07
EP2461107A12012-06-06
EP3088800A12016-11-02
DE102010002438A12011-09-01
EP1166698A12002-01-02
US4214148A1980-07-22
DE102015207253A12016-10-27
EP3088800A12016-11-02
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Claims:
Patentansprüche

1. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D), aufweisend einen Dampferzeuger (1 ), wobei der Dampferzeuger (1 )

einen Wassertank (2) zur Aufnahme von zu verdampfenden Wasser, mindestens ein außerhalb des Wassertanks (2) angeordnetes Heizelement (4) und

einen Heizelement-Temperatursensor (7), der mit dem mindestens einen Heizelement (4) thermisch gekoppelt ist,

aufweist, wobei das Haushalts-Dampferzeugungsgerät (D)

eine Datenverarbeitungseinrichtung (8) aufweist, welche mit dem mindestens einen Heizelement-Temperatursensor (7) gekoppelt ist, und

die Datenverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, einen Verkal- kungsgrad des Wassertanks (2) anhand einer durch den mindestens einen Heizelement-Temperatursensor (7) gemessenen Heizelementtemperatur (HZT-1 , HZT-2, T1 , T2) festzustellen.

2. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach Anspruch 1 , wobei

das mindestens eine Heizelement (4) an seiner dem Wassertank (2) abge- wandten Seite von einer metallischen Abdeckung (6) abgedeckt ist und der Heizelement-Temperatursensor (7) an der dem Wassertank (2) abge- wandten Seite der metallischen Abdeckung (6) angebracht ist.

3. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach Anspruch 1 , wobei

der mindestens eine Heizelement (4) an seiner dem Wassertank (2) abge- wandten Seite von einer metallischen Abdeckung (6) abgedeckt ist und der Heizelement-Temperatursensor (7) an der dem Wassertank (2) zuge- wandten Seite der metallischen Abdeckung (6) angebracht ist.

4. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, wobei die Abdeckung (6) mehrere unterschiedliche Abschnitte des mindestens einen Heizelements (4) überdeckt.

5. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach Anspruch 1 , wobei der Heizelement- Temperatursensor (7) an einem Heizelement (4) angebracht ist.

6. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei an der metallischen Abdeckung (6) zusätzlich ein Protektor angebracht ist.

7. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei der Dampferzeuger (1 ) unabhängig von einer Wassertemperatur des in dem Wassertank (2) befindlichen Wassers betreibbar ist.

8. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, während eines Betriebs des Dampferzeugers (1 ) eine zumindest abschnitts- weise konstante elektrische Heizleistung (P1 , P2) in das mindestens eine Heiz- element (4) einprägbar ist.

9. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, den Ver- kalkungsgrad ab einem Zeitpunkt (t1 , t2) festzustellen, zu dem die Heizele- menttemperatur (HZT-1 , HZT-2, T1 , T2) ein Temperaturplateau erreicht.

10. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, den Ver- kalkungsgrad aus einem Temperaturunterschied zwischen einer gemessenen Heizelementtemperatur (HZT-2, T2) und einer Referenztemperatur (HZT-1 , T1 ) für den unverkalkten Zustand des Wassertanks (2) zu bestimmen.

1 1. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, einen kriti- schen Verkalkungsgrad anhand eines Erreichens eines vorgegebenen Schwell- werts zu bestimmen.

12. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei der Verkalkungsgrad in einer Anzeigeeinrichtung anzeigbar ist.

13. Haushalts-Dampfbehandlungsgerät (D) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei mit Erreichen eines kritischen Verkalkungsgrad ein Hinweis an einen Nutzer ausgebbar ist. 14. Verfahren zum Betreiben eines Haushalts-Dampfbehandlungsgeräts (D) nach ei- nem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem

der mindestens eine Heizelement (4) mit einer konstanten Heizleistung betrie- ben wird,

abgewartet wird, bis die Heizelementtemperatur (HZT-1 , HZT-2) ein Tempera- turplateau erreicht hat und

mindestens eine in dem Temperaturplateau gemessene Heizelementtempera- tur (T 1 , T2) ausgewertet wird, um den Verkalkungsgrad zu bestimmen.

Description:
Haushalts-Dampfbehandlungsgerät

Die Erfindung betrifft ein Haushalts-Dampfbehandlungsgerät, aufweisend einen Dampfer- zeuger, wobei der Dampferzeuger einen Wassertank zur Aufnahme von zu verdampfen- den Wasser, mindestens ein außerhalb des Wassertanks angeordnetes Heizelement und einen Temperatursensor aufweist, wobei das Haushalts-Dampferzeugungsgerät eine Da- tenverarbeitungseinrichtung aufweist, welche mit dem mindestens einen Temperatur- sensor gekoppelt ist und die Datenverarbeitungseinrichtung zu eingerichtet ist, einen Ver- kalkungsgrad des Wassertanks anhand einer durch den mindestens einen Temperatur- sensor gemessenen Temperatur festzustellen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Haushalts-Dampfbehandlungsgeräts. Die Erfindung ist ins- besondere vorteilhaft anwendbar auf Dampfgargeräte, z.B. eigenständige Dampfgargerä- te oder Gargeräte mit Dampfgarfunktion.

EP 1 166 698 A1 offenbart einen Boiler, insbesondere für ein Dampfgargerät, das einen Wassertemperatursensor zum Messen der Wassertemperatur und einen Heiztemperatur- sensor zum Messen der Temperatur einer in einem Wassertank angeordneten Heizung besitzt. Eine große Differenz zwischen den von den beiden Sensoren gemessenen Tem- peraturen oder eine hohe Temperatur des Heiztemperatursensors zeigt einer Kalk- Messeinheit an, dass eine Entkalkung durchgeführt werden muss.

US 4,214,148 offenbart, dass eine Verkalkung, die ausreicht, um eine Materialverschlech- terung einer Wärmeübertragung zu verursachen, in einem Wasser-Durchlauferhitzer in einem elektrischen Gerät, wie einer Kaffeemaschine, angezeigt. Der Wasser- Durchlauferhitzer weist einen ersten und einen zweiten temperaturabhängigen Schalter auf, die thermisch mit einem wasserführenden Metallrohr des Wasser-Durchlauferhitzers gekoppelt sind. Der erste Schalter dient als Endschalter oder zur Temperaturregelung. Eine Schalttemperatur des zweiten Schalters liegt unterhalb derjenigen des ersten Schal- ters im Bereich von Temperaturen, die im Wasserheizbetrieb auftreten, wenn eine über- mäßige Verkalkung vorliegt. Ein Zeitverzögerungsglied betätigt nach einer vorbestimmten Zeit ein Anzeigesignal. Das Zeitverzögerungsglied ist in Betrieb, wenn sich nur der zweite temperaturabhängige Schalter in einem Ansprechzustand befindet. DE 10 2015 207 253 A1 offenbart eine Heizeinrichtung zum Verdampfen von Flüssigkei ten für ein Elektrogargerät mit einem Behälter für die Flüssigkeit, der höher ist als breit, wobei außen an einer seitlichen Behälterwand Heizelemente flächig verteilt sind und meh- rere Temperatursensoren vorgesehen sind. Es sind mindestens drei separate und separat betreibbare Heizkreise, wobei jeder Heizkreis mindestens ein Heizelement aufweist. Die mehreren Temperatursensoren sind in zwei Arten vorhanden, wobei eine erste Art diskre- te Bauteile sind, die außen auf der Behälterwand aufgesetzt sind, und wobei eine zweite Art als flächige Beschichtung an der Außenseite der Behälterwand aufgebracht ist.

EP 3 088 800 A1 offenbart eine Heizeinrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten für ein Elektrogargerät mit einem Behälter für die Flüssigkeit, der höher ist als breit, wobei außen an einer seitlichen Behälterwand Heizelemente flächig verteilt sind und mehrere Temperatursensoren vorgesehen sind. Es sind mindestens drei separate und separat betreibbare Heizkreise vorhanden, wobei jeder Heizkreis mindestens ein Heizelement aufweist. Die mehreren Temperatursensoren sind in zwei Arten vorhanden, wobei eine erste Art diskrete Bauteile sind, die außen auf der Behälterwand aufgesetzt sind, und wo bei eine zweite Art als flächige Beschichtung an der Außenseite der Behälterwand aufge- bracht ist.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu überwinden und insbesondere eine besonders zuverlässige und einfache Feststellung eines Verkalkungszustands oder Verkalkungsgrads eines Haus- halts-Dampfbehandlungsgeräts der betreffenden Art bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteil- hafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Zeichnungen.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Haushalts-Dampfbehandlungsgerät, aufweisend einen Dampferzeuger, wobei der Dampferzeuger

- einen Wassertank zur Aufnahme von zu verdampfenden Wasser,

- mindestens ein außerhalb des Wassertanks angeordnetes Heizelement und

- einen Heizelement-Temperatursensor, der mit dem mindestens einen Heizelement thermisch gekoppelt ist, aufweist, wobei das Haushalts-Dampferzeugungsgerät

- eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, welche mit dem mindestens einen Temperatursensor ("Heizelement-Temperatursensor") gekoppelt ist und

- die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, einen Verkalkungsgrad des Wassertanks anhand einer durch den mindestens einen Heizelement- Temperatursensor gemessenen Temperatur ("Heizelementtemperatur") festzustel- len.

Dieses Haushalts-Dampfbehandlungsgerät weist den Vorteil auf, dass ein Verkalkungs- zustand des Wassertanks unter Verwendung eines konstruktiv einfachen und langlebigen Aufbaus besonders verlässlich nachweisbar ist. Dabei wird ausgenutzt, dass die Kalk- schicht als Wärmeisolationsschicht wirkt, und das Heizelement wird mit fortschreitender Verkalkung - auch bei gleicher Heizleistung - eine höhere Temperatur annimmt. Diese durch die Verkalkung bewirkte Erhöhung der Heizelementtemperatur ist zumindest annä- hernd proportional zu einer von dem mindestens einen Heizelement auf den Wassertank übertragenen Energie. Somit lässt sich aus dem Temperaturunterschied zuverlässig auf die Dicke einer Kalkschicht an einer Innenseite des Wassertanks, die dem Heizelement gegenüberliegt, zurückschließen und damit auf den Verkalkungsgrad. Mittels des Haus- halts-Dampfbehandlungsgerät ist die Heizelementtemperatur besonders genau messbar ist, da thermische Einflüsse anderer Komponenten des Haushalts- Dampfbehandlungsgeräts wie die einer thermischen Masse des Wassertanks und/oder des Wassers besonders gering sind.

Es ist eine Weiterbildung, dass das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät ein Gargerät ist. Das Gargerät kann ein beispielsweise ein dedizierter Dampfgarer oder ein Gargerät mit zuschaltbarer Dampfbehandlungsfunktion sein. Ein Gargerät mit zuschaltbarer Dampfbe- handlungsfunktion kann beispielsweise ein Backofen und/oder ein Mikrowellengerät mit zuschaltbarer Dampfbehandlungsfunktion sein. Das Gargerät kann jedoch auch ein reines Dampfbehandlungsgerät ohne Garunktion sein. Das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät kann ferner ein Wäschepflegegerät sein.

Der Dampferzeuger kann in einer Weiterbildung außerhalb eines Behandlungsraums des Haushalts-Dampfbehandlungsgeräts angeordnet sein und mit geeigneten Zufuhreinrich- tungen zur Einleitung des von dem Dampferzeuger erzeugten Dampfs (z.B. Stutzen, Roh- ren oder Schläuchen) in den Behandlungsraum verbunden sein. Der Dampferzeuger kann in einer anderen Weiterbildung innerhalb des Behandlungsraums angeordnet sein, dass sein Wassertank zu dem Behandlungsraum offen ist. Der Wassertank kann dann auch als "Wasserschale" bezeichnet werden. Das mindestens eine Heizelement befindet sich dann vorteilhafter Weise außerhalb des Behandlungsraums. Ein solcher zu dem Behandlungs- raum offener oder geöffneter Wassertank kann beispielsweise bodenseitig in den Behand- lungsraum eingelassen sein.

Der Wassertank kann ein fest in dem Haushalts-Dampfbehandlungsgerät untergebrachter Wassertank sein oder durch einen Nutzer zur Nachfüllung von Wasser und/oder zur Rei- nigung oder Entkalkung entnehmbar sein. Insbesondere ist in dem Wassertank stehendes Wasser durch das Heizelement zur Dampferzeugung erhitzbar. Diese Anordnung kann auch als "Boiler" bezeichnet werden.

Das mindestens eine Heizelement kann genau ein Heizelement oder mehrere Heizele- mente umfassen. Insbesondere, falls genau ein Heizelement vorhanden ist, kann dieses mehrfach gekrümmt sein, beispielsweise U-förmig oder W-förmig verlaufen.

Das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät kann zudem einen oder mehrere solche Heiz- element-Temperatursensoren aufweisen. Jedoch ist es für eine einfache Ausgestaltung und Bestimmung des Verkalkungsgrad besonders vorteilhaft, wenn nur genau ein Heiz- element-Temperatursensor vorhanden ist.

Dass das mindestens eine Heizelement außerhalb des Wassertanks angeordnet ist, um- fasst insbesondere, dass das Heizelement in geringer Nähe zu dem Wassertank ange- ordnet ist. Das mindestens eine Heizelement kann den Wassertank kontaktieren oder von dem Wassertank beanstandet sein. Dabei ist zur effektiven Wärmeübertragung auf den Wassertank besonders vorteilhaft, wenn das mindestens eine Heizelement den Wasser- tank kontaktiert. Das Heizelement kann beispielsweise mit dem Wassertank verlötet sein. Es ist eine Weiterbildung, dass das mindestens eine Heizelement bodenseitig an dem Wassertank angeordnet ist, da so auch noch geringe Wassermengen energiesparend und effektiv verdampft werden können. Das mindestens eine Heizelement ist insbesondere ein elektrisch betreibbares Wider- standsheizelement. Das mindestens eine Heizelement kann mittels einer Strom- oder Spannungsquelle mit einer vorgegebenen Heizleistung betrieben werden. Die Heizleis- tung kann beispielsweise durch mittels eines Konstantstroms oder getaktet in das mindes- tens eine Heizelement eingeprägt werden.

Es ist eine Weiterbildung, dass das Heizelement ein stab- oder rohrförmiges Heizelement ist. Das Heizelement kann aber auch in Form einer auf den Wassertank aufgebrachten, z.B. aufgedruckten, Heizleiterbahn vorliegen.

Der Heizelement-Temperatursensor dient zur direkten oder indirekten Messung oder Ab- fühlung der Temperatur des Heizelements als solchem und ist dazu mit dem Heizelement direkt oder indirekt thermisch gekoppelt. Der Heizelement-Temperatursensor dient also insbesondere nicht zur Messung der Temperatur des Wassertanks oder des in dem Was sertank. befindlichen Wassers. Der Heizelement-Temperatursensor ist insbesondere ein Kontaktsensor, kann aber grundsätzlich auch ein berührungslos messender Temperatur- sensor wie ein IR-Sensor sein. Der Heizelement-Temperatursensor kann z.B. ein Heißlei- ter, Kaltleiter, Halbleiter-Temperatursensor oder Thermoelement sein.

Die Datenverarbeitungseinrichtung kann aufgrund ihrer Kopplung mit dem Temperatur- sensor Messdaten des Heizelement-Temperatursensors empfangen und zur Bestimmung des Verkalkungsgrads verarbeiten bzw. auswerten.

Es ist eine Ausgestaltung, dass das mindestens eine Heizelement an seiner dem Wasser- tank abgewandten Seite von einer metallischen Abdeckung abgedeckt ist und der Heiz- element-Temperatursensor an der metallischen Abdeckung angebracht ist. Dies ergibt den Vorteil, dass der Heizelement-Temperatursensor besonders einfach und zuverlässig anbringbar ist, da eine Formgebung der Abdeckung grundsätzlich frei wählbar ist. Insbe- sondere kann die Abdeckung dazu einen ebenen oder planen Bereich zur Befestigung des Heizelement-Temperatursensors aufweisen.

Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, dass durch die Abdeckung eine Temperatur des Heizelements flächig vergleichmäßigt wird und so besonders zuverlässig bestimmbar ist. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die Abdeckung mehrere unterschiedliche Abschnitte des Heizelements, die merklich unterschiedliche Temperaturen aufweisen können, über- deckt. Die unterschiedlichen Temperaturen können innerhalb eines Heizelements oder, bei Vorliegen mehrerer Heizelemente, zwischen unterschiedlichen Heizelementen auftre- ten.

Auch ergibt sich der Vorteil, dass durch die Abdeckung Temperaturspitzen vermieden werden, die zu einer Beschädigung der Befestigung des Heizelement-Temperatursensors führen könnten. Auch wird eine Schädigung des Heizelements bei sehr hohen Temperatu- ren aufgrund einer Reaktion mit einer Befestigung des Heizelement-Temperatursensors besonders zuverlässig vermieden. Ist beispielsweise der Heizelement-Temperatursensor mittels einer Lötverbindung befestigt, wird durch die Anbringung an der Abdeckung ver- hindert, dass bei hohen Temperaturen aus der Lötverbindung möglicherweise austreten- des Flussmittel an das Heizelement gelangt und diesen schädigen kann.

Es ist eine Weiterbildung, dass dann, wenn die Abdeckung zwei Heizelementabschnitte abdeckt (insbesondere Heizelementabschnitte von zwei Heizelementen), der Heizele- ment-Temperatursensor auf der Abdeckung in der Mitte zwischen den beiden Heizele- menten angeordnet ist, da so mittels der Abdeckung vorteilhafterweise mögliche Tempe- raturunterschiede der Heizelemente ausgeglichen werden können und die Heizele- menttemperatur dadurch besonders zuverlässig bestimmbar ist.

Es ist eine Ausgestaltung, dass der Heizelement-Temperatursensor an der dem Wasser- tank abgewandten Seite der metallischen Abdeckung angebracht ist. So wird der Vorteil erreicht, dass der Heizelement-Temperatursensor besonders einfach anbringbar ist. Auch kann so eine korrekte Befestigung des Heizelement-Temperatursensors besonders ein- fach überprüft werden und der Heizelement-Temperatursensor bei Bedarf besonders ein- fach ausgetauscht werden.

Es ist eine Ausgestaltung, dass der Heizelement-Temperatursensor an der dem Wasser- tank abgewandten Seite der metallischen Abdeckung angebracht ist, also zwischen der Abdeckung und dem Wassertank. Dies ergibt den Vorteil, dass der Heizelement- Temperatursensor in einem besonders nahen Abstand zu dem Heizelement angeordnet ist. Es ist eine Weiterbildung, dass die Abdeckung aus einem Metall mit einer besonders ho- hen Wärmeleitfähigkeit besteht, insbesondere mit einer Wärmeleitfähigkeit von mindes- tens 75 W/(m-K), insbesondere von mindestens 150 W/(m-K). Die Abdeckung kann bei- spielsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen. Die Abdeckung kann in Form einer Metallplatte, insbesondere Aluminiumplatte, vorliegen.

Es ist eine Weiterbildung, dass die metallischen Abdeckung aus einem Metall besteht, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit aufweist als die dem Heizelement gegenüberliegende Fläche des Wassertanks. So kann die Abdeckung aus Aluminium oder einer Aluminium- legierung bestehen, während der Wassertank aus Edelstahl besteht. Dies erhöht eine Zuverlässigkeit der Bestimmung der Heizelementtemperatur weiter.

Die metallische Abdeckung kann in Kontakt mit dem mindestens einen Heizelement ste- hen oder in einer geringen Entfernung von (kontaktlos zu) dem mindestens einen Heiz- element angeordnet sein. So kann die Abdeckung auf dem mindestens einen Heizele- ment aufgelötet oder mittels eines thermisch gut leitfähigen Haftmittels (z.B. eines wärme- leitfähigen Klebers oder einer wärmeleitfähigen Paste, TIM; "Thermal Interface Material") daran befestigt sein, oder die Abdeckung kann so angeschraubt sein, dass sie in ständi- gem Druckkontakt mit dem mindestens einen Heizelement steht.

An der metallischen Abdeckung kann auch ein Protektor angebracht sein kann, was den Vorteil ergibt, dass auch ein Überhitzungsschutz für das Heizelement besonders zuver- lässig ermöglicht wird. Der Protektor ist typischerweise ein temperaturabhängig schalten- des Glied, das mit Erreichen einer vorgegebenen Temperatur ("Schutztemperatur") einen Stromkreis zu dem mindestens einen Heizelement unterbricht. Der Protektor kann bei- spielsweise ein Bimetallelement aufweisen.

Es ist eine Ausgestaltung, dass der Heizelement-Temperatursensor an dem Heizelement angebracht ist. So lässt sich vorteilhafterweise die Heizelementtemperatur auf einem be- sonders hohen Niveau bestimmen. Der Heizelement-Temperatursensor kann an dem Heizelement beispielsweise aufgelötet sein, daran angeschraubt sein oder mittels eines wärmeleitfähigen Haftmittels befestigt sein. Es ist eine Ausgestaltung, dass der Dampferzeuger unabhängig von einer Wassertempe- ratur des in dem Wassertank befindlichen Wassers betreibbar ist. Das Haushalts- Dampfbehandlungsgerät weist dann in einer Weiterbildung keinen in oder an dem Was sertank. angebrachten Temperatursensor ("Innen-Temperatursensor") auf, der dazu vor- gesehen ist, eine Wassertemperatur und/oder ein Eintreten eines Sieden des Wassers zu messen. Dies ergibt den Vorteil, dass ein Betrieb des Haushalts-Dampf- behandlungsgeräts besonders einfach und preiswert umsetzbar ist.

Es ist eine Ausgestaltung, dass während eines Betriebs des Dampferzeugers eine zumin- dest zeit- oder abschnittsweise konstante elektrische (Heiz-)Leistung in das mindestens eine Heizelement einprägbar ist. Die Heizleistung ist vorteilhafter Weise so hoch, dass sie das in dem Wassertank befindliche Wasser auch bei einem hohen Verkalkungsgrad si- cher zum Sieden bringt. Durch eine Verkalkung wird dann lediglich der Zeitpunkt des Sie- den verzögert. Je höher der Verkalkungsgrad ist, desto höher wird die an dem Heizele- ment (bzw. indirekt an der Abdeckung) gemessene Heizelementtemperatur sein. Die kon- stante elektrische Leistung kann auch durch eine getaktete Bestromung des mindestens eine Heizelements erreicht werden, wobei dann die Konstanz der Bestromung über min- destens eine Taktdauer betrachtet wird. Insbesondere kann die konstante elektrische (Heiz-)Leistung für eine Mindest-Zeitdauer zwischen t = 50 s und t = 400 s konstant gehal- ten werden.

Es ist eine alternative Ausgestaltung, dass das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät zu- sätzlich einen Innen-Temperatursensor aufweist und die Datenverarbeitungseinrichtung zu eingerichtet ist, die Heizelementtemperatur zur Bestimmung des Verkalkungsgrad erst ab einem Zeitpunkt auszuwerten, bei dem das Wasser zum Sieden gebracht worden ist. Zur Bestimmung des Verkalkungsgrad wird in dieser Ausgestaltung also die von dem In- nen-Temperatursensor gemessene Temperatur nicht mit der Heizelementtemperatur ver- knüpft, sondern legt lediglich einen frühesten Zeitpunkt fest, zu dem die Bestimmung des Verkalkungsgrad allein anhand der Heizelementtemperatur durchgeführt wird.

Es ist eine Ausgestaltung, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, den Verkalkungsgrad ab einem Zeitpunkt festzustellen, zu dem die Heizelementtempera- tur ein Temperaturplateau erreicht. So wird der Vorteil erreichte, dass der Verkalkungs- grad dann besonders zuverlässig messbar ist, wenn sich der Dampferzeuger in einem thermisch einen geschwungenen Zustand befindet. Unter einem Temperaturplateau kann insbesondere ein Verlauf der Heizelementtemperatur verstanden werden, innerhalb des- sen sich über einen vergleichsweise langen Zeitraum die Heizelementtemperatur nur ge- ringfügig ändert, beispielsweise innerhalb eines vorgegebenen (engen) Temperaturbands befindet oder von einem Mittelwert nur geringfügig abweicht.

Es ist eine Ausgestaltung, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, den Verkalkungsgrad aus einem Temperaturunterschied zwischen einer gemessenen Heizelementtemperatur und einer Referenztemperatur für den unverkalkten Zustand des Wassertanks zu bestimmen. Beispielsweise kann der Temperaturunterschied als mit dem Verkalkungsgrad eindeutig zusammenhängend, z.B. proportional zu dem Verkalkungs- grad, angenommen werden und so der Verkalkungsgrad besonders einfach aus dem Temperaturunterschied berechnet werden. Jedoch sind auch andere mathematische Ver- knüpfungen oder Formeln zur Berechnung des Verkalkungsgrads aus dem Temperatur- Unterschied nutzbar. Der Temperaturunterschied zwischen der Heizelementtemperatur und der Referenztemperatur ist ein positiver Unterschied, d. h., dass die Heizelementtem- peratur typischerweise der Referenztemperatur entspricht (z.B. unmittelbar nach einer Entkalkung) oder höher ist als die Referenztemperatur. Die Referenztemperatur kann eine fest vorgegebene Temperatur sein, die beispielsweise durch Referenzmessungen des Herstellers bestimmt worden ist und im Werk in das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät eingespeichert worden ist. Die Referenztemperatur kann zusätzlich oder alternativ eine durch das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät bestimmte Temperatur sein. Beispielswei- se kann die Referenztemperatur durch das Haushalts-Dampfbehandlungsgerät nach ei- nem Entkalkungsvorgang bestimmt werden.

Es ist eine Ausgestaltung, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, einen kritischen Verkalkungsgrad anhand eines Erreichens eines vorgegebenen Schwell- werts der Heizelementtemperatur zu bestimmen. Dies eröffnet die Möglichkeit, einen ef- fektiven Betrieb des Dampferzeugers besonders zuverlässig zu erhalten. In diesem Fall nimmt der Verkalkungsgrad also nur zwei Zustände ein, nämlich "nicht kritisch verkalkt" oder "kritisch verkalkt". Unter einem "kritischen Verkalkungsgrad" kann insbesondere ein solcher Verkalkungsgrad verstanden werden, mit dessen Erreichen ein effektiver oder ein ordnungsgemäßer Betrieb des Dampferzeugers nicht mehr oder bald nicht mehr gewähr- leistet werden kann. Der Schwellwert kann eine absoluter Temperaturwert sein, wobei io

dann auf die Verwendung von Referenztemperaturen verzichtet werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann der Schwellwert ein Wert für den Unterschied zwischen der Heiz- elementtemperatur und einer Referenztemperatur sein. Es ist eine Weiterbildung, dass der vorgegebene Schwellwert abhängig von einer in das mindestens eine Heizelement eingeprägten elektrischen Heizleistung ist.

Es ist eine Ausgestaltung, dass der Verkalkungsgrad in einer Anzeigeeinrichtung anzeig- bar ist. So wird der Vorteil erreicht, dass einem Nutzer ein aktueller Verkalkungsgrad an- gezeigt werden kann und der Nutzer so besonders frühzeitig eine Entkalkung des Was sertanks einleiten kann. Die Anzeigeeinrichtung kann z.B. eine Segmentanzeige, ein Bild schirm usw. sein.

Es ist eine Ausgestaltung, dass mit Erreichen eines kritischen Verkalkungsgrad ein Hin- weis an einen Nutzer ausgebbar ist. So wird eine Möglichkeit bereitgestellt, den Nutzer auf eine nun zweckmäßigerweise durchzuführende Reinigung des Wassertanks hinzu- weisen. Der Hinweis kann ein textlicher Hinweis in einer Anzeigeeinrichtung, ein optischer Hinweis durch blinken einer entsprechenden Leuchte und/oder ein akustischer Hinweis sein.

Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Haushalts- Dampfbehandlungsgeräts, bei dem einen Verkalkungsgrad des Wassertanks anhand ei- ner durch den mindestens einen Heizelement-Temperatursensor gemessenen Heizele- menttemperatur festgestellt wird.

Das Verfahren kann analog zu dem Haushalts-Dampfbehandlungsgerät ausgestaltet wer- den und gibt die gleichen Vorteile.

So ist es eine Ausgestaltung, dass

- das mindestens eine Heizelement mit einer konstanten Heizleistung betrieben wird,

- abgewartet wird, bis die Heizelementtemperatur ein Temperaturplateau erreicht hat und

- mindestens eine in dem Temperaturplateau gemessene Heizelementtemperatur ausgewertet wird, um den Verkalkungsgrad zu bestimmen. Es ist eine Weiterbildung, dass der Verkalkungsgrad am Ende eines Heizvorgangs des Dampfgargeräts bestimmt wird, da so auch während dieses Heizvorgangs auftretende Kalkablagerungen mitberücksichtigt werden können.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden schematischen Beschreibung eines Ausführungsbei- spiels, das im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert wird.

Fig.1 zeigt eine Sicht auf einen Boden eines Dampferzeugers eines Haushalts- Dampfbehandlungsgeräts und

Fig.2 zeigt Temperaturkurven einer Heizelementtemperatur für einen verkalkten

Zustand und einer Heizelementtemperatur für einen unverkalkten Zustand ei- nes Wassertanks des Dampferzeugers.

Fig.1 zeigt eine Aufsicht auf einen Boden 3 eines Dampferzeugers 1 eines Haushalts- Dampfbehandlungsgeräts in Form z.B. eines Dampfgargeräts D. Der Dampferzeuger 1 weist einen Wassertank 2 z.B. aus Edelstahl auf, von dem hier eine Außenseite seines Bodens 3 gezeigt ist. Der Wassertank 2 kann z.B. an seiner dem Boden 3 gegenüberlie- genden Oberseite offen sein oder einen Dampfauslass aufweisen und dient zur Aufnahme von zu verdampfen Wasser.

An der Außenseite des Bodens 3 sind zwei, hier: identische, längliche Heizelemente 4 parallel zueinander verlaufend angeordnet. Beispielsweise können die Heizelemente 4 an dem Boden 3 befestigt sein, beispielsweise daran angelötet sein. Die Form des Bodens 3 ist ebenfalls länglich, wobei die beiden Heizelemente 4 sich über einen Großteil der Länge des Bodens 3 erstrecken. Beide Heizelemente 4 weisen an ihren Enden jeweils elektri- sche Anschlüsse 5 zum Anschluss einer Strom- oder Spannungsversorgung (o. Abb.) auf. Mittels der Strom- oder Spannungsversorgung kann den Heizelementen 4 eine jeweilige Heizleistung aufgeprägt werden, die insbesondere für beide Heizelemente 4 gleich groß sein kann. Beide Heizelemente 4 werden an ihrer dem Boden 3 des Wassertanks 2 abgewandten Seite von einer gemeinsamen metallischen Abdeckung in Form einer Aluminiumplatte 6 abgedeckt. Die Aluminiumplatte 6 überdeckt somit nebeneinanderliegende Abschnitte der Heizelemente 4. Die Aluminiumplatte 6 befindet sich in Kontakt mit beiden Heizelementen 4, beispielsweise dadurch, dass sie an beide Heizelemente 4 angelötet ist.

An einer dem Wassertank 2 abgewandten Seite der Aluminiumplatte 6 ist ein Heizele- ment-Temperatursensor 7 angebracht, z.B. angelötet oder angeschraubt. Der Heizele- ment-Temperatursensor 7 ist somit über die Aluminiumplatte 6 mit beiden Heizelementen 4 auf effektive Weise (mit einem geringen thermischen Widerstand) indirekt thermisch gekoppelt. Besonders vorteilhaft ist der Heizelement-Temperatursensor 7 auf der Alumi- niumplatte 6 in der Mitte zwischen beiden Heizelementen 4 angeordnet, so dass mögliche Temperaturunterschiede der von der Aluminiumplatte 6 überdeckten Heizelemente 4 aus- geglichen werden können und die Heizelementtemperatur dadurch besonders zuverlässig bestimmbar ist.

Der Temperatursensor 7 ist mit einer Datenverarbeitungseinrichtung 8 des Dampfgarge- räts D verbunden. Die Datenverarbeitungseinrichtung 8 ist dazu eingerichtet, einen Ver- kalkungsgrad im Inneren des Wassertanks 2 anhand einer durch den Heizelement- Temperatursensor 7 gemessenen Heizelementtemperatur (siehe auch Fig.2) festzustel- len.

An der Aluminiumplatte 6 kann zusätzlich ein Protektor (o. Abb.) angebracht sein.

Fig.2 zeigt Temperaturkurven einer Heizelementtemperatur HZT-1 für einen nicht verkalk- ten Zustand und einer Heizelementtemperatur HZT-2 für einen verkalkten Zustand des Wassertanks 2, aufgetragen als Werte einer Temperatur T in °C gegen eine Zeit t seit Beginn eines Verdampfungsvorgangs.

Zu Beginn des Heizvorgangs zwischen t = 0 s und ca. t = 425 s werden die beiden Heiz- elemente 4 gleichmäßig mit einer gemeinsamen Heizleistung P1 = 2700 Watt bestromt. Ab ca. t = 425 s wird die Heizleistung auf einen Wert P2 = 1000 W abgesenkt. Dann wird auch nur noch eines der beiden Heizelemente 4 bestromt. Jedoch sind die möglichen Heizleistungen nicht auf diese beiden Werte beschränkt. Sowohl im verkalkten Zustand als auch im nicht verkalkten Zustand steigt die Heizele- menttemperaturen HZT-1 und HZT-2 an, bis sie einen zumindest ungefähr eingeschwun- genen Zustand erreicht, der auch als Temperaturplateau bezeichnet werden kann. Eine durchschnittliche Heizelementtemperatur T1 innerhalb eines Temperaturplateaus ist im unverkalkten Zustand merklich geringer als eine Heizelementtemperatur T2 im verkalkten Zustand, da durch die Kalkschicht eine Wärmedämmung erzeugt wird, welche eine Über- tragung thermischer Energie von den Heizelementen 4 auf das in dem Wassertank 2 be- findliche Wasser thermisch behindert. Die Höhe der Heizelementtemperatur HZT-2 = T2 im Bereich ihres Temperaturplateaus stellt also ein Maß für den Grad der Verkalkung in dem Wassertank 2 dar. Je höher die Heizelementtemperatur T2 ist, desto stärker ist die Verkalkung.

Für P1 = 2700 W beträgt die Heizelementtemperatur T1 (P1 ) hier ca. 205 °C, während die Heizelementtemperatur T2 (P1 ) bei ca. 260 °C liegt. Für P2 = 1000 W beträgt die Heiz- elementtemperatur T1 (P2) ca. 145 °C, während die Heizelementtemperatur T2 (P2) bei ca. 180 °C liegt.

Um die Heizelementtemperaturen T1 und T2 besonders genau auswerten zu können, kann können die Temperaturkurven geglättet werden (wie durch die gestrichelten horizon- talen Linie angedeutet), beispielsweise dadurch, dass mehrere aufeinanderfolgende Temperaturmesswerte gemittelt werden, z.B. nach Art eines mitlaufenden Fensters.

In einer Weiterbildung kann die Verkalkung bzw. der Verkalkungsgrad mittels der Daten- verarbeitungseinrichtung 8 durch einen Vergleich der Heizelementtemperatur T2 mit der Heizelementtemperatur T1 ermittelt werden. Insbesondere kann ein Temperaturunter- schied DT = T2 - T1 als Maß für den Verkalkungsgrad verwendet werden, und zwar für beide Heizleistungen P1 und P2. Die Heizelementtemperatur T1 dient dann ein Refe- renzwert. Beispielsweise kann der Temperaturunterschied DT über eine mathematische Formel oder durch eine Nachschlagetabelle auf die Dicke einer Kalkschicht und damit auf den Verkalkungsgrad umgerechnet werden. Der Kurvenverlauf der Heizelementtempera- tur HZT-1 oder auch nur die Heizelementtemperatur T1 am Temperaturplateau des un- verkalkten Zustands kann beispielsweise ab Werk hinterlegt sein oder nach jedem Entkal- kungsvorgang neu gemessen werden. Der Verkalkungsgrad kann beispielsweise auf ei- ner Anzeigeeinrichtung (o. Abb.) des Dampfgargeräts D angezeigt werden. Es ist beson- ders vorteilhaft, wenn der Verkalkungsgrad am Ende eines Heizvorgangs des Dampfgar- geräts D bestimmt wird, da so auch während dieses Heizvorgangs auftretende Kalkabla- gerungen mitberücksichtigt werden können.

In einer zusätzlichen oder alternativen Weiterbildung kann ein kritischer Verkalkungsgrad dadurch bestimmt werden, dass die Heizelementtemperatur T2 einen vorgegebenen Schwellwert erreicht oder überschreitet, der insbesondere abhängig von der in die Heiz- elemente 4 eingeprägten elektrischen Leistung P1 , P2 ist. Auf die Verwendung der Heiz- elementtemperatur T1 als Referenz kann dann verzichtet werden. Jedoch kann der kriti- sche Verkalkungsgrad auch dadurch bestimmt werden, dass der Temperaturunterschied DT einen vorgegebenen Schwellwert erreicht oder überschreitet, der ebenfalls insbeson- dere abhängig von der in die Heizelemente 4 eingeprägten elektrischen Leistung P1 , P2 ist. Mit Erkennen des kritischen Verkalkungsgrad kann an dem Dampfgargerät D ein ent- sprechender Hinweis an einen Nutzer ausgegeben werden.

Die oben beschriebene Art, den Verkalkungsgrad zu bestimmen, weist den Vorteil auf, dass kein weiterer Temperatursensor benötigt wird, insbesondere auch kein an oder in dem Wassertank 2 angeordneter weiterer Temperatursensor (Innen-Temperatursensor). Auch auf an anderer Stelle außerhalb des Wassertanks 2 angeordnete Temperatursenso- ren kann verzichtet werden.

Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbei- spiel beschränkt.

Allgemein kann unter "ein", "eine" usw. eine Einzahl oder eine Mehrzahl verstanden wer- den, insbesondere im Sinne von "mindestens ein" oder "ein oder mehrere" usw., solange dies nicht explizit ausgeschlossen ist, z.B. durch den Ausdruck "genau ein" usw.

Auch kann eine Zahlenangabe genau die angegebene Zahl als auch einen üblichen Tole- ranzbereich umfassen, solange dies nicht explizit ausgeschlossen ist. Bezugszeichenliste

1 Dampferzeuger

2 Wassertank

3 Boden

4 Heizelement

5 Anschluss

6 Aluminiumplatte

7 Heizelement-Temperatursensor

8 Datenverarbeitungseinrichtung

D Dampfgargerät

HZT Heizelementtemperatur

HZT-1 Heizelementtemperatur im nicht verkalkten Zustand

HZT-2 Heizelementtemperatur im verkalkten Zustand

P1 Heizleistung

P2 Heizleistung

t Zeit

T Temperatur

T1 Heizelementtemperatur HZT-1 im Bereich eines Temperaturplateaus

T2 Heizelementtemperatur HZT-2 im Bereich eines Temperaturplateaus

DT Temperaturunterschied