HEDRICH, Matthias (Voßbrink, Bielefeld, 33739, DE)
SANKE, Michael (Dr. Röttscher-Str. 4, Rheda-Wiedenbrück, 33378, DE)
ZIESCHÈ, Franz (Kampstr. 6, Halle, 33790, DE)
BERGMANN, Michael (Im Windfeld 14, Enger, 32130, DE)
HEDRICH, Matthias (Voßbrink, Bielefeld, 33739, DE)
SANKE, Michael (Dr. Röttscher-Str. 4, Rheda-Wiedenbrück, 33378, DE)
ZIESCHÈ, Franz (Kampstr. 6, Halle, 33790, DE)
| Patentansprüche 1 . Torantriebsvorrichtung (16) zum Antreiben eines Tores (14) mit einer Tormodellerfassungseinrichtung (18) zum Erfassen des Tormodells des anzutreibenden Tores (14). 2. Torantriebsvorrichtung (16) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Tormodellerfassungseinrichtung (18) eine Tormodellerkennungseinrichtung (36) zum automatischen Erkennen des Tormodells und seiner charakteristischen Eigenschaften und/oder eine Tormodelleingabeeinrichtung (38) zur Eingabe des Tormodells aufweist. 3. Torantriebsvorrichtung (16) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tormodellerkennungseinrichtung (36) eine Empfangseinrichtung (46) zum Empfang eines das Tormodell angebenden Signales, einen Barcodeleser (52) zum Einlesen eines das Tormodell angebenden Barcodes (58) und/oder ein RFID- Lesegerät (48) zum Einlesen eines Signals eines das Tormodell anzeigenden RFID-Signales aufweist. 4. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Torantriebseinheit (17) mit Motor (32) und Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung (34) für den Motor (32) vorgesehen ist, wobei die Tormodellerkennungseinrichtung (36) Teil der Torantriebseinheit (17) ist oder als mit der Torantriebseinheit (17) verbindbare Einheit ausgeführt ist. 5. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tormodelleingabeeinrichtung (38) eine Benutzerschnittstelle (60) zum Eingeben wenigstens einer für das Tormodell charakteristischen Information aufweist, wobei die Benutzerschnittstelle (60) Zahlen- und/oder Buchstaben- (62) und/oder Piktogrammtasten (66) und/oder einen Drehauswahlknopf (68) aufweist. 6. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tormodellerfassungseinrichtung (18) eine Tormodellauswahleinrichtung (40) aufweist, um ein Tormodell aus mehreren vorgegebenen Tormodellen auszuwählen. 7. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tormodellerfassungseinrichtung (18) eine Speichereinrichtung (42) aufweist, in der mehrere Tormodelle und/oder für mehrere erfassbare Tormodelle charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte vorgegeben gespeichert sind. 8. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung (44) vorgesehen ist, um einen Antriebsvorgang anhand von Steuer- und/oder Überwach ungsfunktionswerten zu steuern und/oder zu überwachen, die für das durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18) erfasste Tormodell charakteristisch sind. 9. Torantriebsvorrichtung (16) nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung (44) mit der Speichereinrichtung (42) verbunden ist, um die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte des durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18) erfassten und mittels der Tormodellauswahleinrichtung (40) ausgewählten Tormodells zu erhalten. 10. Gebäude- oder Einfriedungsabschluss (12) mit einem automatisch anzutreibenden Tor (14) und einer Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche zum Antreiben des Tores, wobei das Tor (14) ein dessen Tormodell und/oder charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte davon angebendes Identifikationsmerkmal (30) aufweist, wobei die Tormodellerfassungseinrichtung (18) zum Erfassen des Identifikationsmerkmal (30) ausgebildet ist. 1 1 . Gebäude- oder Einfriedungsabschluss (12) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Identifikationsmerkmal (30) eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination (64), ein Barcode (58) oder ein RFID-Chip (50) ist. 12. Torsystem (10) zum Bilden eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses (12) nach einem der Ansprüche 10 oder 1 1 , umfassend: wenigstens eine Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und mehrere Tore (14) unterschiedlicher Tormodelle mit jeweils unterschiedlichen durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18) erfassbaren Identifikationsmerkmalen (30) zum Liefern der Information über das entsprechende Tormodell und/oder über charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte davon an die Tormodellerfassungseinrichtung (18). 13. Torsystem (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Tore (14) ausgewählt sind aus mehreren Tormodellen jeweils unterschiedlicher Tortypen, wobei die Tortypen ausgewählt sind aus einer Gruppe, die Sektionaltore, Schwingtore (26), Kipptore, Drehflügeltore, Rolltore, Drehtore, Schiebetore und Falttore umfasst, und die mehreren Tormodelle pro Tortyp jeweils unterschiedliche Größen und/oder unterschiedliche Führungen für den jeweiligen Torflügel des Tores (14) definieren. 14. Herstellverfahren zum Herstellen eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses (12), gekennzeichnet durch die Schritte: a) zur Verfügung Stellen wenigstens eines Tores (14) mit wenigstens einem das Tormodell des Tores (14) und/oder charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte zum Steuern und/oder Überwachen eines Antreibens betreffenden Tormodells des Tores (14) angebenden Identifikationsmerkmal (30); b) Anschließen einer Torantriebsvorrichtung (16) mit einer Torerfassungseinrichtung (18), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, an das Tor (14); und c) Erfassen des Identifikationsmerkmals (30) durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18). 15. Antriebsverfahren zum automatischen Antreiben eines Tores (14), gekennzeichnet durch: a) Erfassen des Tormodells des Tores (14); b) Steuern und/oder Überwachen einer das Tor (14) antreibenden Torantriebseinheit (17) aufgrund von für das Tormodell charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte. 16. Antriebsverfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt a) wenigstens einen der Schritte enthält: a1 a) Automatisches Erkennen des Tormodells, wobei ein das Tormodell angebendes Signal empfangen und/oder ein das Tormodell angebenden Barcode (58) und/oder RFID-Signal eingelesen wird, und/oder a1 b) Eingeben des Tormodells, insbesondere derart, dass eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination eingegeben wird oder eine Piktogrammtaste (66) oder ein Drehauswahlschalter (68) betätigt wird. 17. Antriebsverfahren nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt a) enthält: a2) Auswählen des Tormodells aus mehreren vorgegebenen Tormodellen a3) Ermitteln der Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte des ausgewählten Tormodells. 18. Antriebsverfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt a3) Abfrage einer Speichereinrichtung (42) umfasst, in der die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte für unterschiedliche Tormodelle gespeichert sind. |
GEBÄUDEABSCHLUSS, TORSYSTEM UND HERSTELL- UND
ANTRIEBSVERFAHREN
Die Erfindung betrifft eine Torantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Tores. Weiter betrifft die Erfindung einen mit einer solchen Torantriebsvorrichtung versehenen Gebäude- oder Einfriedungsabschluss, ein Torsystem und ein Herstellverfahren zum Herstellen eines solchen Gebäude- oder
Einfriedungsabschlusses sowie ein Antriebsverfahren zum Betreiben desselben.
Torantriebsvorrichtungen zum Antreiben eines Tores sind im Stand der Technik wie beispielsweise der DE 79 17 854 U1 häufig beschrieben.
Bei angetriebenen Toren ergibt sich jedoch das Problem, dass sie daraufhin überwacht werden müssen, dass sie während der Überführungsbewegung zwischen einer Offen-Steil ung und einer Schließ-Stellung keine Beschädigung an Gegenständen oder Verletzungen an Personen hervorrufen, wenn diese unabsichtlich in die Bewegungsbahn des an dem Torantrieb befestigten Torblattes geraten.
Dazu wurden verschiedene Einrichtungen und Verfahren entwickelt, um diesen Gefahren Rechnung zu tragen, die beispielsweise in der GB 00 83 947 A1 , der DE 40 00 730 A1 und der DE 199 605 14 A1 beschrieben sind.
In jüngerer Zeit sind die Sicherheitsbestimmungen für automatisch angetriebene Tore verschärft worden. Trifft das Tor auf ein Hindernis, wie beispielsweise eine Person, so muss der Antrieb innerhalb kürzester Zeit reagieren. Hierbei sind bestimmte Kraftgrenzen zu beachten, die nicht überschritten werden dürfen. Ein Problem stellt dabei die derzeitige Praxis dar, dass Torantriebe als universelle Antriebe hergestellt und geliefert werden, die für eine Vielzahl von
unterschiedlichen Torgattungen (beispielsweise Sektionaltore, Schwingtore, Drehtore, Canopy-Tore, Schiebetore) und Tormodellen (Modelle des Tores aus einer bestimmten Torgattung abhängig von beispielsweise angewählter Führung, Breite, Höhe, Masse, Beschlag, Schalung) passen.
Es gibt demnach eine ganze Vielfalt von Tormodellen, die durch einen Torantrieb angetrieben werden können. Diese Tormodelle weisen je nach Führung und Masse usw. unterschiedliche Kraftverläufe und unterschiedliche Übersetzungen auf. Trifft nun das Tor auf ein Hindernis, so muss der Antrieb sehr schnell reagieren können, um ihn abzuschalten.
Wenngleich die voranstehend beschriebenen Verfahren zur Überwachung des Betriebs des automatisch angetriebenen Tores Kraftverläufe erfassen können, so bleibt doch ein Problem mit der Schnelligkeit der Abschaltung. In der Regel besteht dieses Problem bei der Aufwärtsfahrt nicht. Dort ist der Torantrieb in der Regel ohnehin mehr belastet, da er auch bei mit Gewichtsausgleichseinrichtung versehenen Toren noch eine Restlast des zu öffnenden Tores antreiben muss. Weiter muss der Torverlauf am Endanschlag nicht reversiert werden, sondern lediglich stoppen. Bei einer Schließfahrt hingegen sind die Kräfte, die der
Torantrieb leisten muss, weitaus geringer. Daher sind auch die Beträge einer sich bei einer Auffahrt auf ein Hindernis ändernden Kraft relativ gering. Damit diese Kraftänderungen ausreichen, eine Kraftabschaltung am Torantriebsmotor herbeizuführen, darf die Schließgeschwindigkeit nicht zu hoch sein.
Bei den bisher bekannten Torantrieben wird daher die Schließgeschwindigkeit partiell begrenzt, um den Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen.
Eine geringe Schließgeschwindigkeit hat aber Nachteile bezüglich des Komforts des Tores, beispielsweise wenn der Benutzer die vollständige Schließung des Tores abwarten will. Auch hat eine geringe Schließgeschwindigkeit Nachteile, da bei offenem Tor die Wärme aus der Garage oder dem sonstigen durch das Tor zu verschließendem Raum entweicht und daher die Öffnungszeiten des Tores möglichst gering gehalten werden sollen.
Wird daher eine schnelle Schließung des Tores verlangt, ist man bisher auf eine Schließkantensicherung angewiesen. Eine solche sieht zusätzliche Sensoren an der Schließkante, wie beispielsweise Lichtschranken oder dergleichen vor, die bei einem drohenden Auffahren auf ein Hindernis sofort ein Signal abgeben und den Torantrieb sofort abschalten oder reversieren lassen können.
Eine solche Schließkantensicherung ist aber aufwändig. Meist benötigt sie weitere Anschlüsse, wie z. B. ein Spiralkabel, welches zwischen dem Torblatt und der Torantriebssteuerung anzuschließen ist. Möglich ist auch ein drahtlos arbeitendes System, das aber ebenso aufwändig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Torantriebsvorrichtung zu schaffen, mit der bei sicherer Einhaltung der einschlägigen Sicherheitsbestimmungen die
Schließgeschwindigkeit bei einfachem und kostengünstigem Aufbau maximiert und optimiert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Vorrichtung des Patentanspruches 1 gelöst. Ein Gebäude- oder Einfriedungsabschluss einer solchen
Torantriebsvorrichtung, ein Torsystem und ein Herstellverfahren zum Bilden eines solchen Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses sowie ein Antriebsverfahren zum automatischen Antreiben eines Tores sind Gegenstand der Nebenansprüche.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung schafft eine Torantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Tores mit einer Tormodellerfassungseinrichtung zum Erfassen des Tormodells des anzutreibenden Tores und seiner charakteristischen Eigenschaften.
Durch eine solche Tormodellerfassungseinrichtung wird es möglich, dass die Torantriebsvorrichtung erkennt, welches Tormodell (also nicht nur Torgattung, sondern welches bestimmte Tormodell, z. B. aus einer Reihe von Modellen pro Torgattung) an sie angeschlossen ist.
Bei bekannten Torantrieben führt die Kraftbegrenzung, d. h. der Punkt, bei dem der Antrieb abgeschaltet oder invertiert wird, dazu, dass die Schließgeschwindigkeit des Torblattes deutlich niedriger ist als die Öffnungsgeschwindigkeit, um die vorgegebenen Kräfte einzuhalten. Die maximal mögliche Schließgeschwindigkeit unter Einhaltung der vorgeschriebenen Kräfte ist abhängig von dem Tor, seiner Konstruktion und den daraus resultierenden Eigenschaften. Wenn die
Torantriebsvorrichtung nun erkennt, welches Tormodell angeschlossen worden ist, kann die Schließgeschwindigkeit abhängig von diesem Tormodell reguliert werden. Dies erhöht den Komfort des kraftbetätigten Tores.
Bei bekanntem Tormodell und Vorgabe seiner Parameter kann im Prinzip auch eine Lernfahrt komplett entfallen, und somit die Installation der
Torantriebsvorrichtung noch einfacher gestaltet werden.
Die Erfassung des Tormodells kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Besonders bequem ist eine automatische Erfassung des Tores. Dies setzt aber voraus, dass das Tor und der Torantrieb in irgendeiner Art und Weise
kommunizieren können. Dies ist einfach bewerkstelligbar, indem das Tor herstellerseitig entsprechend vorbereitet wird, beispielsweise mit einem
Signalgeber, wie beispielsweise einem RFID-Chip versehen wird, welcher dann von dem Torantrieb bei Anschluss erkannt wird. Auch andere Arten zum Markieren des Tores sind denkbar. Dies setzt allerdings wiederum Maßnahmen am Tor voraus. Eine andere Art und Weise, die auch bei bereits bestehenden Toren funktioniert, ist eine Eingabe des Tormodells durch den Benutzer. Demgemäß ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die
Tormodellerfassungseinrichtung eine Tormodellerkennungseinrichtung zum automatischen Erkennen des Tormodells und/oder eine
Tormodelleingabeeinrichtung zur Eingabe des Tormodells aufweist. Mit einer solchen Tormodellerkennungseinrichtung und/oder einer Tormodelleingabeeinrichtung ist es für die Torantriebsvorrichtung besonders einfach zu erkennen, welches Tormodell gerade angeschlossen ist.
Vorzugsweise weist die Tormodellerkennungseinrichtung eine
Empfangseinrichtung zum Empfang eines das Tormodell angebenden Signals auf. Alternativ kann auch ein Barcodeleser zum Einlesen eines Barcodes, der das Tormodell angibt, vorgesehen sein oder ein RFID-Lesegerät vorhanden sein, das ein RFID-Signal einliest, das das Tormodell anzeigt. Durch solche Einrichtungen ist die Torantriebsvorrichtung selbständig in der Lage, das an sie angeschlossene Tormodell zu erkennen. Die Person, die das Torsystem installiert, muss daher nach dem Einbau der Einzelteile keine weiteren Schritte unternehmen. Dies macht die Installation besonders einfach.
Die Torantriebsvorrichtung weist in der Regel eine Torantriebseinheit auf, die einen Motor und eine Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung z. B. zum Überwachen und/oder Steuern des Motors umfasst. Die Tormodellerkennungseinrichtung kann als Teil der Torantriebseinheit aufgeführt oder mit ihr verbindbar sein. Der Motor der Torantriebseinheit treibt automatisch das Tor an. Besonders bevorzugt ist es, wenn dieser Motor dann durch die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung aufgrund der für das Tormodell charakteristischen Steuerungsparameterwerte überwacht und gesteuert wird, so dass er die optimalen Parameter wie zu jedem Zeitpunkt oder Wegstrecke benötigte Stromstärke, Spannung und Polung erhält. So ist es möglich, dass das Tor mit einer maximalen Schließgeschwindigkeit bei Einhalten der vorgegebenen Kraft bewegt werden kann.
Eine separate Ausführung von Torantriebseinheit und
Tormodellerkennungseinrichtung kann Vorteile hinsichtlich der Herstellungskosten bieten. Die Tormodellerkennungseinrichtung ist im Prinzip nur bei der Einrichtung des Tores oder bei einer Neueinrichtung im Einsatz. Daher könnte sie auch von einem Monteur mitgeführt und bei der Montage mit der Torantriebseinheit verbunden werden. Eine solche Vorgehensweise wäre insbesondere bei komplizierterer Erfassung der Tormodellmerkmale vorteilhaft. Beispielsweise könnte ein Barcodeleser mit Speichereinheit, in der die unterschiedlichen Parameterwerte gespeichert sind, als separate Tormodellerkennungseinrichtung vorgesehen sein. An jedem Tormodell, für das der Torantrieb konzipiert ist, wird ein Barcode vorgesehen, der dann durch diesen - als separate Einheit leicht beweglichen - Barcodeleser gelesen werden kann. Über eine Schnittstelle, wie beispielsweise eine Steckerverbindung wird dann die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung entsprechend mit Informationen versorgt. Für einfachere
Systeme, wie beispielsweise Auslesen per Funk, ist eine einfache Implementierung der Tormodellerkennungseinrichtung auf einer Platine als Teil der Überwachungsund/oder Steuereinrichtung denkbar. Dann könnte die
Tormodellerkennungseinrichtung integraler Bestandteil der Torantriebseinheit sein.
In dem Fall, dass eine Tormodelleingabeeinrichtung vorgesehen ist, ist es vorteilhaft, wenn eine Benutzerschnittstelle zum Eingeben wenigstens einer für das Tormodell charakteristischen Information vorgesehen ist. Dies kann beispielsweise ein Tastenblock mit Symbolen wie z. B. Zahlen oder Buchstaben sein, aber auch ein Drehauswahlknopf. Der Benutzer kann so einfach z. B. eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination eingeben oder einen Drehauswahlknopf auf die
gewünschte Stellung drehen. Auch ist eine Tormodellauswahl über Menüführungen an einem Display denkbar. Dies macht die Bedienung besonders einfach.
In besonders bevorzugter Ausgestaltung weist die Tormodellerfassungseinrichtung eine Tormodellauswahleinrichtung auf, um ein Tormodell aus mehreren
vorgegebenen Tormodellen auszuwählen. Vorzugsweise sind der
Torantriebsvorrichtung mehrere Tormodelle bekannt. Damit kann der Benutzer aus einer Vielzahl von Tormodellen das für ihn individuell passende Tor auswählen und dennoch das Torsystem einfach installieren. Die Torantriebsvorrichtung kann durch die Tormodellauswahleinrichtung selbständig auswählen, welches Tormodell gerade angeschlossen ist und so die optimalen Parameter über die
Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung an den Motor auszugeben.
Weiter vorzugsweise weist die Tormodellerfassungseinrichtung eine
Speichereinrichtung auf, in der mehrere Tormodelle und/oder charakteristische Steuer- und/oder Überwach ungsfunktionswerte mehrerer Tormodelle vorgegeben gespeichert sind.
Vorteilhaft werden für das erfasste Tormodell charakteristische Funktionswerte in eine Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung eingegeben, damit diese den Antriebsvorgang anhand dieser Funktionswerte überwacht und/oder steuert, um so den Antriebsvorgang je nach Tormodell zu kontrollieren. Vorzugsweise ist die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung mit der oben genannten
Speichereinrichtung verbunden, um so die Funktionswerte des ausgewählten Tormodells von der Speichereinrichtung zu empfangen.
Erkennt die Tormodellerfassungseinrichtung nun das angeschlossene Tormodell, indem sie das Tormodell über die Tormodellerkennungseinrichtung selbständig erkennt oder über die Tormodelleingabeeinrichtung durch eine Bedienperson eingegeben wird, kann die Tormodellauswahleinrichtung das erkannte Tormodell aus mehreren vorgegebenen Tormodellen auswählen, und somit auch die charakteristischen Steuer- und/oder Überwach ungsfunktionswerte auswählen, die in der Speichereinrichtung gespeichert sind. Die Speichereinrichtung weiß nun, welche Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte sie an die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung weitergeben muss, um so den Antriebsvorgang des Motors zu steuern und/oder zu überwachen.
Um eine bequeme, gegebenenfalls auch automatische Tormodellerkennung zu ermöglichen, weist ein Gebäude- oder Einfriedungsabschluss ein automatisch anzutreibendes Tor mit einer Torantriebsvorrichtung wie oben beschrieben auf, wobei das Tor ein Identifikationsmerkmal aufweist, das das Tormodell und/oder die dafür charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte angibt. Ein solcher Gebäude- oder Einfriedungsabschluss kann hinsichtlich seiner
Schließgeschwindigkeit optimiert werden, da anhand der uns bekannten
Torparameter die maximale Schließgeschwindigkeit für sicheren Betrieb eingestellt werden kann. Für bereits eingebaute Tore ohne Identifikationsmerkmal ist eine externe
Datenverarbeitung vorgesehen, die nach Eingabe von charakteristischen
Parametern eines Tormodells das Identifikationsmerkmal ausgibt. So kann die Torantriebseinheit auch nicht gekennzeichnete Tormodelle erkennen und mit hoher Schließgeschwindigkeit verfahren.
Vorteilhaft ist die Tormodellerfassungseinrichtung derart ausgebildet, dass sie das Identifikationsmerkmal erfassen kann. Somit kann die Torantriebsvorrichtung einfach anhand des an dem Tor angebrachten Identifikationsmerkmals erkennen, welches Tormodell gerade angeschlossen ist, um so den Steuer- und/oder
Überwachungsvorgang zu initiieren.
Von Vorteil ist, wenn das Identifikationsmerkmal als Buchstaben- und/oder
Zahlenkombination, als Barcode oder als RFID-Chip ausgebildet ist. Dies sind besonders einfache Ausführungsformen, um ein Identifikationsmerkmal zu bilden, das einfach ausgelesen werden kann oder durch eine Bedienperson eingegeben werden kann.
Vorzugsweise weist ein Torsystem zum Bilden eines Gebäude- oder
Einfriedungsabschlusses eine oben beschriebene Torantriebsvorrichtung sowie mehrere Tore auf, die unterschiedliche Tormodelle sein können, wobei die Tore alle mit durch die Tormodellerfassungseinrichtung erfassbaren
Identifikationsmerkmalen ausgestattet sind, damit so die Information, welches Tormodell gerade angeschlossen ist sowie welche charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte dieses hat, an die
Tormodellerfassungseinrichtung gegeben werden kann.
Vorteilhaft kann das Torsystem mehrere Tormodelle aufweisen. Pro Torgattung sind vorzugsweise mehrere Tormodelle vorgesehen. Torgattungen können z. B. Sektionaltore, Schwingtore, Kipptore, Drehflügeltore, Rolltore, Drehtore,
Schiebetore und Falttore sein. Unterschiedliche Tormodelle in einer Torgattung bezeichnen z. B. Tore gleicher Torgattung, aber unterschiedlicher Größe und/oder mit unterschiedlichen Führungen oder mit unterschiedlich schweren Torflügeln. Damit kann der Benutzer unter Verwendung eines einzigen Torantriebes, der besonders einfach zu installieren ist, aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Tormodellen auswählen.
Die Steuerung kann dann das Verhalten des Tormodells genau vorausberechnen. Aufgrund bekannter genauerer Werte für Torflügelmasse und zeitlichem Verlauf sowie des Verhaltens bei Bremsen oder Beschleunigung kann die
Schließgeschwindigkeit maximiert werden und dennoch eine sichere Abschaltung im Fall von Hindernissen oder dergleichen sicher gestellt werden.
Bei einem Herstellverfahren zum Herstellen eines Gebäude- oder
Einfriedungsabschlusses wird vorzugsweise zunächst ein Tor zur Verfügung gestellt, das ein Identifikationsmerkmal aufweist, wobei das Identifikationsmerkmal das Tormodell des Tores und/oder die für das Tormodell charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte angibt. In einem weiteren Schritt wird an das Tor die Torantriebsvorrichtung mit der Torerfassungseinrichtung wie oben beschrieben angeschlossen und schließlich durch die
Tormodellerfassungseinrichtung das Identifikationsmerkmal des Tores erfasst.
In einem Antriebsverfahren zum automatischen Anhalten eines Tores wird vorzugsweise zunächst das Tormodell des Tores erfasst und danach aufgrund der für das Tormodell charakteristischen Steuer- und/oder
Überwachungsfunktionswerte die Torantriebseinheit, die das Tor antreibt, gesteuert und/oder überwacht. Mit diesem Antriebsverfahren lässt sich bei einfachem Aufbau und sicherem Betrieb die Schließgeschwindigkeit maximieren.
Vorteilhaft wird dabei das Tormodell automatisch erkannt, wobei ein Signal empfangen wird oder ein Barcode ausgelesen wird oder ein RFID-Signal eingelesen wird, die das Tormodell angeben. Das Tormodell kann jedoch auch eingegeben werden, indem eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination eingegeben wird oder eine Piktogrammtaste gedrückt wird oder ein
Drehauswahlschalter betätigt wird. Weiter vorteilhaft wird aus mehreren vorgegebenen Tormodellen das Tormodell ausgewählt und daraufhin die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte des ausgewählten Tormodells ermittelt.
Dazu wird vorzugsweise eine Speichereinrichtung abgefragt, in der die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte für die unterschiedlichen Tormodelle gespeichert sind.
Mit einem solchen Antriebsverfahren ist es möglich, dass der Torantrieb entweder vollständig selbständig oder durch eine kurze Bedienung, d. h. eine kleine Eingabe von Informationen, das Modell des Tores erkennt und die Überführungsfahrten des Tores angepasst auf das Tormodell durchführen kann. Dazu sind charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte in dem Speicher der
Torantriebseinheit eingespeichert und auslesbar.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 einen ersten Gebäudeabschluss mit einem anzutreibenden Tor der
Torgattung Sektionaltor und einer Torantriebsvorrichtung;
Fig. 2 ein einschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 3 ein erstes doppelschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 4 ein zweites doppelschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 5 eine breite Ausführungsform des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 6 eine schmale Ausführungsform des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 7 eine schematische Blockschaltansicht für eine bei der
Ausführungsform von Fig. 1 verwendbare Torantriebsvorrichtung; Fig. 8 eine erste Ausführungsform einer Tormodellerkennungseinrichtung;
Fig. 9 eine zweite Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung;
Fig. 10 eine erste Ausführungsform einer Tormodelleingabeeinrichtung;
Fig. 1 1 eine zweite Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung;
Fig. 12 eine dritte Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung;
Fig. 13 ein Flussdiagramm eines Antriebsverfahrens zum automatischen
Antreiben des Tores aus Fig. 1 ;
Fig. 14 ein Tormodell der Torgattung Sektionaltor mit Niedrigsturzbeschlag;
Fig. 15 ein Tormodell eines Sektionaltores mit Beschlag für höhere Stürze;
Fig. 16 ein Tormodell eines Sektionaltores mit Schlupftür;
Fig. 17 ein erstes Tormodell der Torgattung Schwingtor; und
Fig. 18 ein zweites Tormodell der Torgattung Schwingtor.
Fig. 1 zeigt ein Torsystem 10 eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses 12 eines nicht gezeigten Gebäudes mit einem Tor 14 und einer Torantriebsvorrichtung 16. Das Tor 14 ist als Sektionaltor 26b ausgeführt und an die
Torantriebsvorrichtung 16 gekoppelt. Über eine Kraftübertragungseinrichtung 28 ist das Sektionaltor 26b an die Torantriebsvorrichtung 16 gekoppelt.
Die Torantriebsvorrichtung 16 weist eine Torantriebseinheit 17 mit einer
Tormodellerfassungseinrichtung 18 auf. Das Tor 14 weist ein Torblatt 20 auf, das über eine Zarge 22 an dem nicht gezeigten Gebäude befestigt ist und über Führungsschienen 24 geführt wird. Die Führungsschienen 24 weisen drei Bereiche auf, einen ersten Bereich 27a, der parallel zu Gebäudewand 29a angeordnet ist, einen zweiten Bereich 27b, der parallel zur Decke 29b angeordnet ist, und einen dritten Bereich 27c, der gekrümmt ist und den ersten Bereich 27a mit dem zweiten Bereich 27b verbindet.
An dem Tor 14 sind mehrere Identifikationsmerkmale 30 vorgesehen. In dem dargestellten Beispiel sind ein RFID-Chip 50, ein Barcode 68 sowie eine
Buchstaben- und Zahlenkombination 64 vorgesehen.
Fig. 2 zeigt ein Paneel eines einschalig ausgeführten Sektionaltors 26b. Paneele des Torblatts 20 dieses Tormodells weisen lediglich auf einer ersten Seite 31 a eine erste Schalung 31 b auf. In den Fig. 3 und 4 sind doppelschalige
Ausführungsformen von Paneelen des Sektionaltores 26b gezeigt. Beide weisen zusätzlich zu der ersten Schalung 31 b auf der ersten Seite 31 a eine zweite Schalung 31 c auf einer zweiten Seite 31 d auf. Der zwischen den Schalungen 31 b, 31 c entstehende Zwischenraum 31 e ist mit einem Füllmaterial 31 f verfüllt. Der Zwischenraum 31 e zwischen den Schalungen 31 b, 31 c der ersten doppelschaligen Ausführungsform von Fig. 3 ist schmäler als der Zwischenraum 31 e der zweiten doppelschaligen Ausführungsform von Fig. 4. Daher weist der Zwischenraum 31 e in Fig. 4 mehr Füllmaterial 31 f auf. Die Tormodelle der Fig. 2 bis Fig. 4 haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauweise ein unterschiedliches Gewicht.
In den Fig. 5 und 6 sind Ausführungsformen des Tores 14 aus Fig. 1 mit unterschiedlichen Breiten gezeigt. Aufgrund der unterschiedlichen Dimensionen haben diese Ausführungsformen ebenfalls ein unterschiedliches Gewicht.
Außerdem müssen Kräfte zum Auf- und Zufahren des Tores 14 an
unterschiedlichen Stellen angreifen. Das Sektionaltor 26b in Fig. 6 ist mit zusätzlichen Metall-Dekobeschlägen 31 g ausgestattet, die ebenfalls Einfluss auf die Eigenschaften dieses Tormodells haben. Auch sind unterschiedliche Tormodelle mit unterschiedlichen Führungen 24 vorgesehen (nicht dargestellt). Die Führungen 24 können je nach räumlicher Gegebenheit unterschiedlich ausgebildet sein, z. B. als Niedrigsturzbeschlag, mit vorderer Torsionsfederwelle, mit hinterer Torsionsfederwelle, mit Schrägverlauf usw.
Fig. 7 zeigt schematisch ein Blockschaltbild der Torantriebseinheit 17.
Die Torantriebseinheit 17 weist einen Motor 32 sowie eine Überwachungsund/oder Steuereinrichtung 34 für den Motor 32 auf. Weiter ist die
Tormodellerfassungseinrichtung 18 in der Torantriebseinheit 17 angeordnet.
Die Tormodellerfassungseinrichtung 18 weist eine
Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. eine Tormodelleingabeeinrichtung 38 auf, die weiter unten in verschiedenen Ausführungsformen gemäß Fig. 8 bis Fig. 12 noch beschrieben werden. Weiter weist die Tormodellerfassungseinrichtung 18 eine Tormodellauswahleinrichtung 40 sowie eine Speichereinrichtung 42 auf.
In der Torantriebseinheit 17 ist weiter eine Steuer- und/oder
Überwachungsvorrichtung 44 vorgesehen.
Die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung 44 ist mit der Speichereinrichtung 42 in der Tormodellerfassungseinrichtung 18 sowie mit der Überwachungsund/oder Steuereinrichtung 34 verbunden. Die Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung 34 ist weiterhin mit dem Motor 32 verbunden. Die
Speichereinrichtung 42 ist mit der Tormodellauswahleinrichtung 40 verbunden, die weiter eine Verbindung zu der Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung 38 aufweist. Von dem Motor 32 geht die
Kraftübertragungseinrichtung 28 zu dem Torblatt 20 ab.
Die Ausführungsformen der Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. der
Tormodelleingabeeinrichtung 38 sind in den Fig. 8 bis Fig. 12 dargestellt. Fig. 8 und Fig. 9 zeigen dabei Ausführungsformen der Tormodellerkennungseinrichtung 36.
In einer ersten Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung 36, dargestellt in Fig. 8, ist diese als Empfangseinrichtung 46 bzw. als RFID-Lesegerät 48 ausgebildet, um Signale allgemeiner Art oder als RFID-Signale empfangen zu können, die das Tormodell anzeigen. Als Identifikationsmerkmal 30 an dem Tor 14 ist der RFID-Chip 50 vorgesehen, der ein Signal ausgibt, das von der
Empfangseinrichtung 46 empfangen werden kann.
In Fig. 9 ist in einer zweiten Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung 36 ein Barcodeleser 52 dargestellt, der über einen Port 54 an die
Torantriebseinheit 17 angeschlossen werden kann. Der Barcodeleser 52 weist ein Verlängerungskabel 56 auf, um so mit Abstand zu der Torantriebseinheit 17 den Barcode 58 auszulesen, der an dem Tor 14 als Identifikationsmerkmal 30 angebracht ist.
In den Fig. 10 bis Fig. 12 sind drei Ausführungsformen der
Tormodelleingabeeinrichtung 38 dargestellt.
Fig. 10 zeigt eine Benutzerschnittstelle 60, in der der Benutzer über Zahlen- und/oder Buchstabentasten 62 eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination 64 eingeben kann. Als Identifikationsmerkmal 30, das an dem Tor 14 in Fig. 1 angeordnet ist, dient hier die Buchstaben- und/oder Zahlenkombination 64, die einfach abgelesen und über die Tasten 62 eingegeben wird.
In einer in Fig. 1 1 gezeigten zweiten Ausführungsform der
Tormodelleingabeeinrichtung 38 sind auf der Benutzerschnittstelle 60
Piktogrammtasten 66 vorgesehen, die das Modell des Tores 14 anzeigen.
Fig. 12 zeigt eine dritte Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung 38 mit einem Drehauswahlknopf 68, der über einen Zeiger 70 auf ein den Typ des Tores 14 angebendes Symbol eingestellt wird. Dadurch kann die Torantriebsvorrichtung 16 das Tormodell des anzutreibenden Tores 14 erfassen, indem sie entweder das Tormodell über die
Tormodellerkennungseinrichtung 36 erkennt oder indem ein Benutzer über die Benutzerschnittstelle 60 das Tormodell in die Tormodelleingabeeinrichtung 38 eingibt. Ein Antriebsvorgang kann dann anhand von Charakteristika für dieses Tormodell gesteuert und/oder überwacht werden.
Eine selbständige Erkennung des Tormodells durch die
Tormodellerfassungseinrichtung 18 kann über den Empfang eines Signals durch beispielsweise die Empfangseinrichtung 46 oder das RFID-Lesegerät 48 erfolgen oder indem der Barcodeleser 52 über den Port 54 an die Torantriebseinheit 17 angeschlossen wird und damit ein Barcode 58 ausgelesen wird.
Der Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung 38 ist die Tormodellauswahleinrichtung 40 zugeordnet, um aus mehreren
vorgegebenen Tormodellen das zu erfassende Tormodell auszuwählen.
Tormodelle könnten z. B. unterschiedliche Größen, unterschiedliche
Gewichtsausgleicheinrichtungen, unterschiedliche Zwischengetriebe und/oder unterschiedliche Führungen aufweisen. Die Tormodellauswahleinrichtung 40 ist mit der Speichereinrichtung 42 verbunden, wo für das ausgewählte Tormodell charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte gespeichert sind. Diese werden von der Speichereinrichtung 42 an die Steuer- und/oder
Überwachungsvorrichtung 44 weitergegeben. Die Steuer- und/oder
Überwachungsvorrichtung 44 kann anhand dieser Steuer- und/oder
Überwachungsfunktionswerte nun die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung 34 zur Überwachung und/oder Steuerung des Motors 32 kontrollieren.
Aufgrund der vorgegebenen Funktionswerte können Motorkräfte und
Antriebsgeschwindigkeiten optimiert werden. Da das Verhalten des Tormodells vorbekannt ist und auch entsprechende Charakteristika des gesamten
Mechanismus zwischen der Torantriebseinheit 17 und der Schließkante des Tores 14 vorbekannt sind, kann die Schließgeschwindigkeit so hoch gewählt werden, dass immer noch eine sichere und genügend schnelle Abschaltung beim Auflauf auf ein Hindernis erfolgt. Alle Begrenzungen, die zur Sicherheit wegen der
Unwägbarkeiten wegen des möglichen Vorhandenseins unterschiedlicher
Tormodelle vorgesehen worden sind, sind nunmehr entbehrlich. Die
entsprechenden Charakteristika können beispielsweise für jedes Tormodell über entsprechende Kennfelder vorgegeben werden. Die entsprechenden Kennfelder können empirisch für jedes Tormodell beim Hersteller ermittelt werden.
Ein Verfahren zum Betreiben des Torsystems 10 ist in Fig. 13 dargestellt. Wenn der Benutzer das Torsystem 10 installiert hat, muss er hier nur einen Startknopf 72 drücken, der das Verfahren nach Fig. 13 startet. In einem ersten Schritt 74 wird dabei das Tormodell von der Tormodellerkennungseinrichtung 36 ausgelesen oder von dem Benutzer über die Benutzerschnittstelle 60 in die
Tormodelleingabeeinrichtung 38 eingegeben.
In einem zweiten Schritt 76 wählt nun die Tormodellauswahleinrichtung 40 das eingegebene oder ausgelesene Toraus. Diese Information dient dazu, in einem dritten Schritt 78 die in der Speichereinrichtung 42 gespeicherten, für das
Tormodell charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte abzufragen, die dann in einem vierten Schritt 80 an die Steuer- und/oder
Überwachungsvorrichtung 44 weitergegeben werden. Diese steuert und/oder überwacht in einem fünften Schritt 82 die Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung 34 und somit den Motor 32, der eine Öffnungs- oder Schließfahrt durchführt.
Im Allgemeinen müssen bei kraftbetätigten Toren 14 die auftretenden Öffnungs- und Schließkräfte begrenzt werden, um Unfälle durch Quetschen, Scheren und Einziehen, durch Stoppen oder Reversieren der Torantriebseinheit 17 zu
vermeiden. Dies kann allgemein durch an dem Tor 14 oder an der Torkonstruktion angebrachte Sensorik (sog. Schließkantensicherungen, Lichtschranken, Lichtgitter usw.) ermöglicht werden, als auch dadurch, dass die zum Öffnen oder Schließen benötigte Kraft durch die Torantriebsvorrichtung 16 eingelernt wird und diese bei Überschreiten der tatsächlich benötigten Kraft zuzüglich für die Betriebssicherheit notwendiger Toleranzen gestoppt bzw. reversiert wird.
Besonders sensibel muss die Kraftbegrenzung bei der Schließbewegung sein, da hierbei sowohl die zulässigen Maximal kräfte als auch die zeitliche
Einwirkungsdauer deutlich niedriger als bei der Öffnungsbewegung angesetzt sind. Aus diesem Grund muss üblicherweise die Schließgeschwindigkeit deutlich niedriger als die Öffnungsgeschwindigkeit sein, um die oben genannten Kräfte und Zeiten einzuhalten. Bei der maximal möglichen Schließgeschwindigkeit unter Einhaltung der vorgeschriebenen Kräfte und Zeiten spielen vor allem das Tor 14, seine Konstruktion und die daraus resultierenden Eigenschaften, d. h. das
Tormodell, eine Rolle. Eine möglichst hohe Schließgeschwindigkeit unter
Einhaltung der vorgeschriebenen Kräfte erhöht den Komfort eines kraftbetätigten Tores 14.
Da einer gewöhnlichen Torantriebsvorrichtung 16 das genaue Tormodell nicht bekannt ist, kann die maximal erreichbare Schließgeschwindigkeit bei Einhaltung der vorgeschriebenen Kräfte immer nur ein Kompromiss zwischen Betriebs- und Nutzungssicherheit sein, der sich in der Art und Weise der Programmierung und der Parametrisierung der dortigen Kraftbegrenzungsmechanismen manifestiert.
Bei der hier gezeigten Lehre aber sind die charakteristischen Eigenschaften des zu betätigenden Tormodells der Torantriebsvorrichtung 16 bekannt, so dass dort der zur maximalen Erhöhung der Schließgeschwindigkeit optimale Algorithmus und die geeignetesten Parameter vorab gewählt werden.
Deshalb ist an dem Tor 14 ein Identifikationsmerkmal 30 (eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination 64, ein Barcode 58 oder ein RFID-Chip 50) im
Auslieferungszustand angebracht, durch das die charakteristischen Größen dieses Tormodells beschrieben werden. Bei der Ausrüstung bzw. der Nachrüstung des Tores 14 mit einer Torantriebsvorrichtung 16 wird dieses Identifikationsmerkmal 30 gelesen und in die Torantriebsvorrichtung 16 übertragen. Die charakteristischen Größen aus diesem Identifikationsmerkmal 30 werden dann zur Optimierung der Kraftbegrenzung und natürlich auch der Schließgeschwindigkeit von der Software der Torantriebseinheit 17 genutzt.
Anstelle oder zusätzlich zu den beschriebenen Modellen mit unterschiedlichen Ausführungen von Sektionaltoren können auch weitere Tormodelle aus weiteren Torgattungen auswählbar sein. Z. B. konnten unterschiedliche Schwingtor- Tormodelle (verschiedene Breite/Höhe/Torflügelmasse) und/oder unterschiedliche Kipp- oder Canopy-Tormodelle usw. vorgesehen sein.
In den Fig. 14-16 sind weitere Tormodelle der Torgattung Sektionaltor dargestellt. Das Tormodell in Fig. 14 weist einen Niedrigsturzbeschlag mit zwei parallel verlaufenden Führungsschienen 24 auf. In dem Tormodell in Fig. 15 verläuft der erste Bereich 27a der Führungsschiene 24 schräg zu der Zarge 22. Der Abstand der Führungsschiene 24 nimmt mit zunehmender Höhe immer weiter zu. Durch einen solchen Aufbau verläuft das Torblatt 20 bei Öffnung des Tores 14 nicht nur vertikal nach oben, sondern auch schräg nach hinten versetzt. Das Tormodell in Fig. 15 ist als Hochsturzbeschlagtor ausgebildet, während das Tormodell in Fig. 14 als Niedrigsturzbeschlagtor ausgebildet ist. Das Sektionaltor 26b aus Fig. 16 weist zusätzlich eine Schlupftür 83 auf. Die Tormodelle der Fig. 14-16 haben alle unterschiedliche Öffnungs- und Schließcharakteristiken.
In den Fig. 17 und 18 sind zwei unterschiedliche Tormodelle der Torgattung Schwingtor dargestellt. Das Torblatt 20 in Fig. 17 ist im Vergleich zu dem Torblatt aus Fig. 18 schmäler ausgeführt. Weiter weist das Torblatt 20 nach Fig. 17 eine andere Federkonstruktion 84 als das Torblatt 20 in Fig. 18 auf. Durch die unterschiedliche Konstruktion der beiden Tore 14 in Fig. 17 und Fig. 18 ergeben sich auch hier unterschiedliche Öffnungs- und Schließcharakteristiken und insbesondere anderes Verhalten bei Beschleunigungen und Abbremsungen. Bezugszeichenliste: Torsystem
Gebäude- oder Einfriedungsabschluss Tor
Torantriebsvorrichtung
Torantriebseinheit
Tormodellerfassungseinrichtung
Torblatt
Zarge
Führungsschienen
b Sektionaltor
a erster Bereich
b zweiter Bereich
c dritter Bereich
Kraftübertragungseinrichtung
a Gebäudewand
b Decke
Identifikationsmerkmal
a erste Seite
b erste Schalung
c zweite Schalung
d zweite Seite
e Zwischenraum
f Füllmaterial
g Metall-Dekobeschläge
Motor
Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung Tormodellerkennungseinrichtung
Tormodelleingabeeinrichtung
Tormodellauswahleinrichtung
Speichereinrichtung
Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung Verbindung
Empfangseinrichtung
RFID-Lesegerät
RFID-Chip
Barcodeleser
Port
Verlängerungskabel
Barcode
Benutzerschnittstelle
Zahlen- und/oder Buchstabentasten Buchstaben- und/oder Zahlenkombination Piktogrammtasten
Drehauswahlknopf
Piktogramm
Zeiger
Startknopf
erster Schritt
zweiter Schritt
dritter Schritt
vierter Schritt
fünfter Schritt
Schlupftür
Federkonstruktion
Next Patent: METHODS FOR THE DIAGNOSIS AND THERAPY OF RETINITIS PIGMENTOSA
