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Patent Searching and Data


Title:
DOOR HINGE FOR MOTOR VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/057966
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a motor vehicle door hinge, having a pillar part that can be mounted on a vehicle body and a door part that can be mounted on a motor vehicle door, pivotally connected to each other by means of a hinge pin rotationally fixedly connected to the pillar part and the door part and pivotally connected to the pillar part and door part, and a catching device having a catch body carrier rotationally fixedly connected to the hinge pin and extending radially to same and comprising a catch body, and a catching element, different from the pillar part and the door part and adjustable with respect to the catch body carrier and disposed coaxially to the hinge pin axis and engaging with the catch body, comprising at least one catch mark, said element being disposed inside a housing enclosing the hinge pin and the catch body carrier. In order to create a motor vehicle door hinge of the type indicated above that can be produced at low cost, according to the invention, the housing comprises an upper and a lower housing opening opposite each other in the direction of the hinge axis and closed by correspondingly designed closure elements, wherein both housing openings are designed for allowing access by the catch body carrier having the hinge pin to the interior of the housing.

Inventors:
LÖWEN, Jakob (Zedernweg 8, Gummersbach, 51647, DE)
Application Number:
EP2010/066904
Publication Date:
May 19, 2011
Filing Date:
November 05, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ISE AUTOMOTIVE GMBH (Othestraße 19, Bergneustadt, 51702, DE)
LÖWEN, Jakob (Zedernweg 8, Gummersbach, 51647, DE)
International Classes:
E05D11/10
Attorney, Agent or Firm:
WENZEL & KALKOFF (Martin-Schmeisser-Weg 3a-3b, Dortmund, 44227, DE)
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Claims:
Ansprüche

Kraftfahrzeugtürscharnier mit

- einem an einer Fahrzeugkarosserie befestigbaren Säulenteil und

- einem an einer Kraftfahrzeugtür befestigbaren Türteil, die

- über einen mit dem einen von Säulenteil und Türteil verdrehfest und mit dem anderen von Säulenteil und Türteil gelenkig verbunden Scharnierstift drehgelenkig miteinander verbunden sind und

- einer Feststelleinheit, mit

- einem verdrehfest mit dem Scharnierstift verbundenen und sich radial zu diesem erstreckenden sowie einen Rastkörper aufweisenden Rastkörperträger und

- einem an der anderen von Säulenteil und Türteil gegenüber dem Rastkörperträger verstellbares, koaxial zur Scharnierstiftachse angeordnetes und mit dem Rastkörper in Eingriff befindliches, mindestens eine Rastmarke aufweisenden Rastierungselement, das innerhalb eines den Scharnierstift und den Rastkörperträger umgebenden Gehäuses angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (23) eine obere und eine untere, in Scharnierachsenrichtung gegenüberliegend und durch korrespondierend ausgebildete Abschlußelemente (16, 24) verschlossene Gehäuseöffnung (38, 39) aufweist, wobei beide Gehäuseöffnungen (38, 39) derart ausgebildet sind, dass sie eine Zugänglichkeit des mit dem Rastkörperträger (18) versehenen Scharnierstift (7) zum Gehäuseinnenraum ermöglichen.

2. Kraftfahrzeugtürscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift (7) verdrehfest mit dem Türteil (2) verbunden und das Gehäuse (23) an dem Säulenteil (3) angeordnet ist. 3· Kraftfahrzeugtürscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und untere Gehäuseöffnung (38, 39) einen im Wesentlichen identisch Öffnungsquerschnitt aufweisen. 4. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sich von der oberen bis zur unteren Gehäuseöffnung (38, 39) erstreckende Gehäuseinnenraum (22) in Scharnierachsenrichtung einen im Wesentlichen gleichbleibenden Innenquerschnitt aufweist. 5. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlußelemente durch einen oberen und einen unteren Gehäusedeckel (16, 24) gebildet sind, die den Gehäuseinnenraum abdichtend verschließen. 6. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Säulenteil (3) einstückig ausgebildet.

7. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastierungselement (13) form-, kraft,- und/oder stoff- schlüssig an einer Innenwandung (22) des Gehäuseinnenraums angeordnet ist.

8. Kraftfahrzeugtür Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusedeckel (16, 24) Lagerungsabschnitte (28, 36) zur Führung des Scharnierstift (7) aufweisen.

9. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastkörperträger (18) eine profilierte Aufnahmeöffnung (19) zur formschlüssigen Verbindung mit dem einen korrespondierend ausgebildeten Verbindungsabschnitt aufweisenden Scharnierstift (7) aufweist.

10. Kraftfahrzeugtürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastkörper durch einen Zylinderstift (21) gebildet ist, der in Richtung auf das Rastierungselement (13) vorgespannt drehbar an dem Rastkörperträger (18), gelagert ist.

Description:
Türscharnier für Kraftfahrzeuge

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugtürscharnier, mit

einem an einer Fahrzeugkarosserie befestigbaren Säulenteil und

einem an einer Kraftfahrzeugtür befestigbaren Türteil, die

- über einen mit dem einen von Säulenteil und Türteil verdrehfest und mit dem anderen von Säulenteil und Türteil gelenkig verbunden Scharnierstift drehgelenkig miteinander verbunden sind und

- einer Feststelleinheit, mit

- einem verdrehfest mit dem Scharnierstift verbundenen und sich radial zu diesem erstreckenden sowie einen Rastkörper aufweisenden Rastkörperträger und - einem an der anderen von Säulenteil und Türteil gegenüber dem Rastkörperträger verstellbares, koaxial zur Scharnierstiftachse angeordnetes und mit dem Rastkörper in Eingriff befindliches, mindestens eine Rastmarke aufweisenden Rastierungselement, das innerhalb eines den Scharnierstift und den Rastkörperträger umgebenden Gehäuses angeordnet ist.

Kraftfahrzeugtürscharniere mit Feststellern dienen zur Anbindung einer Fahrzeugtür an einer Fahrzeugkarosserie und sind in verschiedenen Ausgestaltungen aus dem Stand der Technik bekannt. Ein grundsätzliches Problem bei der Anbindung der Fahrzeugtür an der Fahrzeugkarosserie besteht dabei - sofern keine stufenlose Arretierung der Fahr- zeugtür vorgesehen ist - in der Bereitstellung einer möglichst großen Anzahl an Rastpositionen durch den Feststeller, so dass die Tür gegenüber der Fahrzeugkarosserie in möglichst vielen Öffnungspositionen gegen ein unbeabsichtigtes Verschwenken gesichert ist.

Ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeugtürscharnier der eingangs genannten Art ist bei- spielsweise aus der DE 200 15 850 Uibekannt. Der Feststeller dieses Kraftfahrzeugtürscharniers weist dabei ein mit einem Scharnierteil verbundenes Gehäuse auf, in dem ein Rastkörperträger relativ gegenüber einem mit Rastmarken versehenen Rastierungselement verschwenkbar ist. Eine Arretierung der Fahrzeugtür erfolgt über den in die Rastmarken eingreifenden Rastkörper. Das Gehäuse des Feststellers weist jedoch den Nachteil einer topfartigen Ausgestaltung auf, in das der Rastkörperträger nur von einer Seite in dem Gehäuseinneren platziert werden kann, was bei der Montage aufgrund der nur einseitigen Zugänglichkeit einen erhöhten Arbeitsaufwand zur Folge hat. Überdies ist die Herstellung des Gehäuses aufgrund der komplexen Ausbildung mit einem Gehäuseboden sehr aufwendig und kostenintensiv.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeugtürschar- nier der eingangs genannten Art zu schaffen, das sich kostengünstig herstellen lässt.

Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Kraftfahrzeugtürscharnier mit den Merkmalen des Anspruchs l. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Kennzeichnend für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürscharnier ist eine Ausgestaltung des Gehäuses mit einer oberen und einer unteren Gehäuseöffnung, die, in Scharnierachsenrichtung betrachtet, gegenüberliegend angeordnet sind. Die Gehäuseöffnungen sind dabei derart ausgestaltet, dass der Rastkörperträger sowohl über die obere als auch über die untere Gehäuseöffnung im Gehäuseinnenraum platziert werden kann, in dem der Rastkörperträger mit dem daran gelagerten Rastkörper relativ gegenüber dem Rastierungselement verstellbar ist. Die Gehäuseöffnungen sind zur Sicherung der Funktion des Feststellers, nämlich zum Schutz vor schädigenden äußeren Einflüssen dabei mittels Abdeckelementen verschlossen, die entsprechend der Gehäuseöffnungen ausge- bildet sind.

Über die verdrehfeste Verbindung des Scharnierstifts mit dem einen von Tür- und Säulenteil, die verdrehfeste Verbindung des den Rastkörper tragenden Rastkörperträgers mit dem Scharnierstift und die starre Verbindung des Rastierungselements mit dem anderen von Tür- und Säulenteil wird gewährleistet, dass ein Verschwenken der Kraft- fahrzeugtür eine Relativbewegung des Rastkörpers gegenüber dem Rastierungselement zur Folge hat. Beim Verschwenken der Kraftfahrzeugtür gelangt der Rastkörper in die an dem Rastierungselement angeordneten Rastmarken, wodurch die Kraftfahrzeugtür gegen ungewolltes Verschwenken gesichert ist.

Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Kraftfahrzeugtürscharnieren er- laubt die erfindungsgemäße Ausgestaltung einen deutlich vereinfachten Zusammenbau des Kraftfahrzeugtürscharniers, insbesondere des Feststellers. Die gute Zugänglichkeit zum Feststeller sowie die Möglichkeit, über beide Gehäuseöffnungen Zugang zum Gehäuseinnenraum zu erlangen, erleichtert die Montage des Kraftfahrzeugtürscharniers sowie dessen Wartung und gegebenenfalls eine Instandsetzung auch im am Fahrzeug montierten Zustand.

Grundsätzlich ist, auch unter Berücksichtigung der konstruktiven Rahmenbedingungen, frei wählbar, mit welchem der Teile von Tür- und Säulenteil der Scharnierstift verdrehfest und das Gehäuse verbunden sind. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfin- dung ist der Scharnierstift jedoch verdrehfest mit dem Türteil verbunden und das Gehäuse ist an dem Säulenteil angeordnet, so dass eine Schwenkbewegung der Fahrzeugtür zu einer Verstellung des Rastkörpers gegenüber dem mit dem Säulenteil verbundenen Rastierungselement führt. Diese Ausgestaltung der Erfindung weist den Vorteil auf, dass im Falle einer Demontage der Tür über eine Trennung des Kraftfahrzeugscharniers das voluminösere Säulenteil mit dem Gehäuse des Feststellers am Kraftfahrzeug verbleibt, was eine einfachere Lagerung der demontierten Fahrzeugtür erlaubt. Eine Trennung des Kraftfahrzeugtürscharniers erfolgt dabei in der Regel durch Aufhebung der lösbar ausgestalteten verdrehfesten Verbindung des Scharnierstifts mit dem Türteil. Wesentlich für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugscharnier ist die Möglichkeit, den Rastkörperträger über beide Gehäuseöffnungen im Gehäuseinnenraum anordnen zu können. Die Ausgestaltung der Gehäuseöffnungen ist dabei jedoch grundsätzlich frei wählbar, sofern eben diese Zugänglichkeit gewährleistet ist. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass die obere und untere Gehäuseöffnung einen im Wesentlichen identischen Öffnungsquerschnitt aufweisen, so dass das Gehäuseinnere von beiden Gehäuseöffnungen gleichwertig zugänglich ist. Darüber hinaus ermöglicht es diese Weiterbildung, das Gehäuse in ergänzendem Maße kostengünstig herzustellen, nachdem zur Herstellung der Gehäuseöffnungen die gleichen Werkzeuge mit überein- stimmenden Arbeitsabläufen verwendbar sind. Ferner bietet diese Ausgestaltung der Erfindung die Möglichkeit der Verwendung baugleicher Abdeckelemente für beide Gehäuseöffnungen, was ergänzend zu einer Kostenreduzierung beiträgt und die Montage des Kraftfahrzeugtürscharniers erleichtert.

Eine ergänzende Reduzierung der Herstellungskosten kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht werden, dass sich der von der oberen bis zur unteren Gehäuseöffnung erstreckende Gehäuseinnenraum in Scharnierachsenrichtung einen im Wesentlichen gleichbleibenden Innenquerschnitt aufweist. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht es aufgrund der durchgängig von der oberen bis zur unteren Gehäuseöffnung gleichbleibenden Querschnittsgeometrie des Gehäuseinnenraums, diesen in der Regel ohne Sonderwerkzeuge in einem einzigen Arbeitsgang herzustellen. In der einfachsten Form weist der Innenraum einen kreisförmigen Querschnitt auf, so dass dieser durch einen Bohr- oder einfach gestalteten Fräsvorgang herstellbar ist. Darüber hinaus erlaubt diese Ausgestaltung der Erfindung die Verwendung von vorgefertigten Strangpressprofilen, die bereits einen entsprechend dem Innenraum ausgestalteten Längskanal aufweisen. Das Gehäuse lässt sich dann durch einfaches Ablängen des ebenfalls kostengünstig herstellbaren Strangpressprofils bilden.

Das Säulen- sowie das Türteil können grundsätzlich aus mehreren miteinander verbundenen Teilen hergestellt werden, wobei die Verbindungsart grundsätzlich frei wählbar ist. Im Falle der Verwendung eine Strangpressprofils zur Herstellung des Gehäuses muss dieses nur mit einer zur Befestigung an der Fahrzeugkarosserie geeigneten Grundplatte verbunden werden, wobei die Verbindung form-, stoff- und/oder kraftschlüssig ausgebildet sein kann.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Säulenteil jedoch einstückig ausgebildet. Demgemäß sind die Grundplatte und das sich an die Grundplatte anschließende Gehäuse sowie ein gegebenenfalls vorhandener, das Gehäuse tragender Ausleger aus einem Bauteil gebildet. Diese Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch seinen in ergänzender Weise reduzierten Montageaufwand aus, da kein Zusammenbau des Säulenteils und im Falle der ebenfalls möglichen einteiligen Ausgestaltung des Türteils, kein Zusammenbau des Türteils erfolgen muss. Zudem wird bei der einteiligen Ausges- taltung das Vorhandensein von aus dem Zusammenbau resultierenden Toleranzen, die u.U. zu Funktionsstörungen führen können, vollständig vermieden

Die Abschlusselemente, die zum Verschluss des Gehäuseinnenraums dienen, können grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein, sofern die Gehäuseöffnungen zuverlässig abgedeckt sind. Auch können die Abschlusselemente derart ausgestaltet sein, dass sie weitere Funktionen, wie beispielsweise die Lagerung des durch sie hindurchragenden Scharnier- stifts erfüllen. Besonders vorteilhaft sind die Abschlusselemente durch einen oberen und einen unteren Gehäusedeckel gebildet, die den Gehäuseinnenraum abdichtend ver- schließen. Die Gehäusedeckel können hierzu zudem zur Aufnahme von Dichtungselementen oder aber auch selbsttätig abdichtend ausgebildet sein. Im Falle der gemäß einer vorteilhafterweise vorgesehenen Ausgestaltung, wonach die obere und untere Gehäuseöffnung einen identischen Öffnungsquerschnitt aufweisen, besteht überdies die Möglichkeit der Verwendung eines einzigen Gehäusedeckels, welcher zum Verschluss beider Gehäuseöffnungen verwendet werden kann. Hierdurch können die Herstellungskosten in ergänzender Weise reduziert werden.

Das mindestens eine Rastmarke aufweisende Rastierungselement dient im Zusammenwirken mit dem im Eingriff befindlichen Rastkörper zur Arretierung der Fahrzeugtür in der der Rastmarke zugeordneten Öffnungsposition. Der Rastkörper wird dabei aufgrund der Schwenkbewegung der Fahrzeugtür relativ gegenüber einer die Rastmarke aufweisenden Rastoberfläche des Rastierungselements, mit der sich der Rastkörper in Eingriff befindet, verstellt. Die Ausgestaltung des Rastierungselements mit seiner Rastierungso- berfläche ist dabei grundsätzlich entsprechend der konstruktiven Vorgaben frei wählbar. Neben der im wesentlichen freien Materialwahl, welche u.a. unter Berücksichtigung der Materialwahl für den Rastkörper und die Art der Reibpaarung mit dem Rastkörper in komfortabler Weise die Festlegung der Betätigungsmomente unter Berücksichtigung der konstruktiven Vorgaben erlaubt, ist auch die Anordnung des Rastierungselements frei wählbar. So besteht u.a. die Möglichkeit, das Rastierungs-element aus der Innenwan- dung des Gehäuseinnenraums herauszubilden, so dass das Rastierungselement einstückig mit dem Gehäuse ausgebildet ist. Über die Anzahl der Rastmarken lässt sich die Anzahl der Rastpositionen der Fahrzeugtür festlegen. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastierungselement jedoch form-, kraft,- und/oder stoffschlüssig an einer Innenwandung des Gehäuseinnenraums angeordnet. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine von der Materialwahl für das Gehäuse unabhängige Wahl des Materials für das Rastierungselement, wodurch auf ein deutlich größeres Materialspektrum zurückgegriffen werden kann. Neben einer optimalen Ausgestaltung der Werkstoffpaarung können somit auch die Kosten für das Kraftfahrzeugtürscharnier in ergänzender Weise reduziert werden. Darüber hinaus bietet die Verwendung eines separaten Rastierungselements die Möglichkeit, dieses - falls erforderlich - zu Wartungs- oder Instandsetzungszwecken auszutauschen, wobei hierfür eine formschlüssige Verbindung besonders vorteilhaft ist. Gegebenenfalls ist die das

Rastierungselement tragende Innenfläche des Innenraums derart ausgebildet, dass eine formschlüssige Anbindung des entsprechend ausgebildeten Rastierungselements möglich ist.

Die Art der Verbindung des Rastkörperträgers mit dem Scharnierstift ist grundsätzlich, unter der Voraussetzung der Herstellung einer verdrehfesten Verbindung frei wählbar. Denkbar ist beispielsweise eine Verbindung nach Art einer Presspassung oder eine stoffschlüssige Verbindung. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Rastkörperträger jedoch eine profilierte Aufnahmeöffnung zur formschlüssigen Verbindung mit dem einen korrespondierend ausgebildeten Verbindungsabschnitt aufweisenden Scharnierstift auf. Die Aufnahmeöffnung sowie der Verbindungsabschnitt können dabei beispielsweise eine polygonale Form aufweisen oder mit einem Verzahnungsprofil versehen sein. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine besonders einfache Montage sowie im Falle einer Instandsetzung Demontage. Zudem wird durch den Form- schluss eine hohe Funktionssicherheit gewährleistet.

Die Ausgestaltung des Rastkörpers und der Rastmarken an der Rastoberfläche ist, ebenso wie die Anzahl der am Rastkörperträger gelagerten Rastkörper oder die Art der Lagerung am Rastkörperträger grundsätzlich frei wählbar. So können die Rastkörper durch Kugeln gebildet sein, die gleichzeitig oder wechselweise mit den zugeordneten Rastmarken in Eingriff gelangen. Die Rastkörper können derart gelagert sein, dass sie mit dem Rastierungselement in Gleitreibung und/oder Rollreibung zusammenwirken. Die Rastmarken können im Querschnitt symmetrisch oder asymmetrisch verlaufen, wodurch von der Bewegungsrichtung der Fahrzeugtür abhängige, unterschiedliche Betätigungskräfte realisiert werden können.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Rastkörper jedoch durch einen Zylinderstift gebildet, der in Richtung auf das Rastierungselement vorgespannt drehbar an dem Rastkörperträger gelagert ist. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht die Realisierung ausreichend hoher Rastmomente auf einem geringen Bauraum. Der Zylinderstift zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, dass er besonders einfach drehbar an dem Rastkörperträger gelagert werden kann, wobei der Rastkörper vor- teilhafterweise in einer entsprechend ausgebildeten Rastkörperaufnahme an dem Rastkörperträger gehalten ist.

Besonders vorteilhaft ist der Rastkörper in Richtung auf die Rastoberfläche vorgespannt, wodurch eine zuverlässige Anlage an dem Rastierungselement gewährleistet wird. Die Vorspannkraft kann dabei insbesondere einstellbar ausgebildet sein, wodurch in einfacher Weise eine Justierung oder Nachstellbarkeit zur Erreichung der geforderten Rastmomente möglich ist. Zur Vorspannung eignen sich insbesondere Schraubendruckfedern, die an dem Rastkörperträger derart gehalten sind, dass sie einerseits an dem Rastkörperträger anliegen und andererseits den Rastkörper in Richtung auf das Rastierung- selement vorspannen. Eine Einstellbarkeit der Federkraft kann dabei durch eine Verstellbarkeit der rastkörperträgerseitigen Anlagefläche der Schraubendruckfeder erreicht werden.

Wie bereits zuvor dargestellt ist die Wahl des Materials für das Säulenteil und/oder Tür- teil frei wählbar. Insbesondere eignen sich jedoch Aluminiumlegierungen zur Herstellung, so dass in ergänzender Weise eine Gewichtsreduzierung erreichbar ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig.i eine Explosionsdarstellung eines Kraftfahrzeugtürscharniers mit

Feststeller;

Fig. 2 eine Ansicht eines Schnitts durch den Feststeller von Figur 1; Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Feststellers von Fig. ι;

Fig. 3a eine perspektivische Ansicht des Feststellers von Fig.i mit

aufgeschnittenem Gehäuse;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Säulenteils des

Kraftfahrzeugtürscharniers von Fig. l und

Fig. 4a eine perspektivische Ansicht des Säulenteils von Fig. 4 ohne

Gehäusedeckel.

In Fig. 1 ist ein Kraftfahrzeugtürscharnier 1 mit Feststeller 4 in einer Explosionsdarstel- lung wiedergegeben, in der die einzelnen Teile des Kraftfahrzeugtürscharniers 1 getrennt voneinander dargestellt sind, wobei deren relative Anordnung zu einer Hauptachse beibehalten ist.

Das Kraftfahrzeugtürscharnier 1 weist ein an einer hier nicht dargestellten Fahrzeugka- rosserie anbringbares Säulenteil 3 sowie ein über einen Scharnierstift 7 verschwenkbar mit dem Säulenteil 3 verbundenes Türteil 2 auf, welches an einer hier ebenfalls nicht dargestellten Kraftfahrzeugtür befestigbar ist (vgl. Fig.2 bis Fig. 4a).

Das Säulenteil 3 weist zur Befestigung an der Fahrzeugkarosserie eine Grundplatte 6 auf. Diese ist mit Durchgangsöffnungen 30 versehen, die zur Aufnahme von Befestigungsschrauben geeignet sind, mittels derer das Säulenteil 3 an einer Fahrzeugkarosserie anschraubbar ist. An die Grundplatte 6 des Säulenteils 3 schließt sich in Richtung auf das Türteil 2 ein Ausleger 34 an, an dem ein Gehäuse 23 eines nachstehend näher erläuterten Feststellers 4 ausgebildet ist.

Der Ausleger 34, der einstückig mit der Grundplatte 6 ausgebildet ist und somit ein einstückiges Säulenteil 3 bildet, erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zur Grundplatte 6. An dem Ausleger 34 ist das Gehäuse 23 des Feststellers 4 ausgebildet. Das Gehäuse 23 weist dabei eine ringförmige, einen Innenraum einrahmende Gestalt auf, wobei der Querschnitt des Innenraums - in Längsachsenrichtung des Scharnierstifts 7 betrachtet - von einer oberen Gehäuseöffnung 38 bis zu einer unteren Gehäuseöffnung 39 konstant bleibt.

An einer Innenwandung 22 des Innenraums ist ein Rastierungselement 13 angeordnet. In der in Fig. 1 dargestellten Explosionsdarstellung ist das Rastierungselement 13 als separates Bauteil ausgeführt, welches an der Innenwandung form-, kraft- und/oder stoffschlüssig befestigt ist. Das Rastierungselement 13 kann jedoch auch, wie in den weiteren Abbildungen dargestellt, aus der Innenwandung 22 des Gehäuses 23 gebildet werden. Eine oder mehrere Rastmarken 14 sind dann direkt in die Innenwandung 22 des Gehäuses 23 eingebracht.

An dem Scharnierstift 7 ist auf einem Verbindungsabschnitt ein Rastkörperträger 18 angeordnet. Der Scharnierstift 7 erstreckt sich dabei durch eine Aufnahmeöffnung 19 des Rastkörperträgers, die ein Vielzahnprofil aufweist, so dass der Rastkörperträger 18 über den korrespondierend ausgebildeten Verbindungsabschnitt verdrehfest mit dem Schar- nierstift 7 verbunden ist.

Aufgrund der verdrehfesten Verbindung zwischen Rastkörperträger 18 und Scharnier- stift 7 wird eine Drehbewegung des Scharnierstifts 7 unmittelbar in eine Schwenkbewe- gung des Rastkörperträgers 18 umgewandelt. Ein an dem, dem Scharnierstift 7 abgewandten Ende des Rastkörperträgers 18 angeordneter Rastkörper 21 befindet sich im montierten Zustand mit dem Rastierungselement 13 in Eingriff und wird bei einer Verdrehung des Scharnierstifts 7 gegenüber diesem verstellt und kommt an vorbestimmten Winkelpositionen mit den Rastmarken 14 in Eingriff.

Der Rastkörper 21 ist durch einen zylindrischen Stift gebildet, der in einer entsprechend ausgebildeten, zum Rastierungselement 13 offenen Rastkörperaufnahme 17 drehbar an dem Rastkörperträger 18 gelagert ist. Um ein ausreichend hohes Rastmoment zu gewährleisten, ist der Rastkörper 21 durch eine in einer Aufnahme des Rastkörperträgers 18 angeordnete Schraubendruckfeder 20 in Richtung auf das Rastie-rungselement 13 vorgespannt. Die Schraubendruckfeder liegt dabei einenends an dem Rastkörper 21 und anderenends an dem Rastkörperträger 18 an. Im montierten Zustand des Feststellers 4 ist der Innenraum des Gehäuses 23 mit dem darin angeordneten Rastkörperträger 18 durch einen oberen und einen unteren Gehäusedeckel 16, 24 verschlossen, wobei geeignete, hier nicht dargestellte Dichtungselemente, den Innenraum abdichten. Zur Führung des im montierten Zustand durch Durchgangs- Öffnungen 16 der Gehäusedeckel 16, 24 hindurchragenden Scharnierstifts 7 weisen diese geeignete Lagerungsabschnitte 28, 36 auf. Distanzringe 25, 26, 31 und Dichtungsringe 25, 29 gewährleisten die Position des Scharnierstifts 7 und verhindern das Eindringen von Verschmutzungen in den Innenraum des Feststellers 4. Der Scharnierstift 7 wird zur axialen Positionssicherung durch Aufweiten einer an einem unteren Scharnierstiftende angeordneten Bohrung 37 vernietet.

Um eine Schwenkbewegung der Fahrzeugtür auf den Feststeller 4 zu übertragen, ist es erforderlich, den Scharnierstift 7 verdrehfest mit dem Türteil 2 zu verbinden. Der Scharnierstift 7 weist hierzu an seinem oberen Scharnierstiftende einen trapezförmig ausge- bildeten, sich in Richtung auf das Türteil 2 verjüngenden Verbindungsabschnitt 33 auf, der im montierten Zustand in einer korrespondieren ausgebildeten Aufnahmeöffnung 11 des Türteils 2 angeordnet ist. Die Aufnahmeöffnung 11 ist dabei an einer Unterseite eines Auslegers 35 des Türteils 2 angeordnet, wobei der Ausleger 35 mit einer mit dem Ausleger 35 einstückig verbundenen Grundplatte 5 das Türteil 2 bildet. Die Aufnahme- Öffnung 11 schließt sich dabei an eine sich durch den Ausleger 35 hindurch erstreckende Bohrung 8 an.

Im montierten Zustand des Kraftfahrzeugtürscharniers 1, in dem der Verbindungsabschnitt 33 in der Aufnahmeöffnung 11 angeordnet ist, verläuft das obere Ende des Scharnierstifts 7 in der Bohrung 8. Zur Positionssicherung des Scharnierstifts 7 dient dabei eine Schraube 12, die von der dem Scharnierstift 7 gegenüberliegenden Seite des Auslegers 35 in eine Gewindebohrung 15 des oberen Endes des Scharnierstifts 7 einschraubbar ist. Das Türteil 2 kann mittels hier nicht dargestellter Befestigungsschrauben, die durch Öffnungen 9, 10 an der Grundplatte 5 ragen, an einer Fahrzeugtür befestigt werden.

Zur Gewichtsreduzierung sind das Türteil 2 und das Säulenteil 3 aus einer Aluminiumlegierung hergestellt.