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Patent Searching and Data


Title:
DOOR, IN PARTICULAR A HIGH-SPEED DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/007530
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a high-speed door (1) having a door leaf (5) with a vertical running direction and a winding drive for opening and closing the door. For this purpose, the door leaf (5) has at its lower end a winding core (9), on which at least a lower part of the door leaf (5) can be wound for opening the door.

Inventors:
DÜCK WILHELM (DE)
Application Number:
EP2017/067075
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
July 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
FRINOVA GMBH (DE)
International Classes:
E06B9/13; E06B9/64
Domestic Patent References:
WO1995035427A11995-12-28
WO2016131476A12016-08-25
WO2016119836A12016-08-04
WO2016119836A12016-08-04
WO2016131476A12016-08-25
Foreign References:
FR1555175A1969-01-24
EP3018284A12016-05-11
EP2471356A12012-07-04
DE20310017U12004-11-04
GB2099055A1982-12-01
Attorney, Agent or Firm:
VOLLMANN & HEMMER (DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Tor, insbesondere Schnelllauftor, mit einem Torblatt (5) mit vertikaler Laufrichtung, mit einem Wickelantrieb zum Öffnen und Schließen des Tores, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt (5) an seinem unteren Ende einen Wickelkern (9) aufweist, auf welchen zumindest ein unterer Teil des Torblatts (5) zum Öffnen der Tores aufwickelbar ist.

2. Tor nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelkern durch eine Welle (9) gebildet ist oder eine solche aufweist.

Tor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tor einen Wickelmotor (22) aufweist, der mit der Welle (9) und/oder dem Wickelkern antriebsverbunden ist.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelmotor (22) ortsfest, vorzugsweise im Bereich des oberen Endes des Torblatts (5) am Torrahmen (1 ) angeordnet ist und über einen Seil- oder Bandtrieb (4) mit der Welle (9) und/oder dem Wickelkern antriebsverbunden ist.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (9) oder der Wickelkern mindestens einen unteren Spulenkern (1 1 ) aufweist und das der Wickelmotor (22) mit mindestens einem oberen Spulenkern (15) antriebsverbunden ist, wobei ein Seil oder ein Band (23) zwischen den Spulenkernen (1 1 , 15) vorgesehen ist, welches beim Öffnen des Tores auf den oberen Spulenkern (15) aufgewickelt und vom unteren Spulenkern (1 1 ) abgewickelt und beim Schließen des Tores vom obe- ren Spulenkern (15) abgewickelt und auf den unteren Spulenkern (1 1 ) aufgewickelt wird.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt (5) zumindest in vertikaler Richtung flexibel ausgebildet ist.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Magnetanordnungen zwischen den seitlichen Enden des Torblatts (5) und einer Stirnseite des Torrahmens (1 ) vorgesehen sind, welche die seitlichen Enden des abgewickelten Torblatts (5) am Torrahmen halten.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine obere Spulenkern (15) einen größeren Durchmesser als der mindestens eine untere Spulenkern (1 1 ) aufweist, vorzugsweise das Verhältnis des Durchmessers eines oberen Spulenkerns (15) zum Durchmesser eines unteren Spulenkerns (1 1 ) zwischen 1 ,5 bis 2,5 beträgt.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere, den Wickelkern bildende Welle (9) an einem, vorzugsweise an beiden Enden jeweils einen unteren Spulenkern (15) trägt.

10. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Welle (13) oberhalb der Toröffnung (8) am Torrahmen (1 ) gelagert ist, welche vorzugsweise nahe beiden Enden jeweils einen oberen Spulenkern (15) trägt. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen und unteren Spulenkerne (15, 1 1 ) jeweils paarweise vertikal fluchten und seitliche Führungsscheiben (16, 12) für die Wickel aufweisen.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Torrahmen (1 ) zwei an der Vorderseite des Rahmens (1 ) vorspringende Führungsleibungen (10) aufweist, welche das Torblatt (5) seitlich einfassen und in oder an denen die obere Welle (13) gelagert ist.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Spulenkerne ( 15) auf der Welle ( 13) im Bereich zwischen den Führungsleibungen (10) angeordnet sind.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelantrieb (22) an einem Ende der oberen Welle (13) außerhalb des durch die Führungsleibungen (10) eingegrenzten Raumes angeordnet ist.

Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise an dem anderen Ende der oberen Welle (13) außerhalb des durch die Führungsleibungen (10) eingegrenzten Raumes eine Bremse, insbesondere eine Bandbremse angeordnet ist, welche beim Öffnen und Schließen des Tores wirksam ist.

Description:
Titel: Tor, insbesondere Schnelllauftor

Beschreibung

[01 ] Die Erfindung betrifft ein Tor, insbesondere ein Schnelllauftor mit einem Torblatt mit vertikaler Laufrichtung und mit einem Wickelantrieb zum Öffnen und Schließen.

[02] Ein solches Tor ist aus WO 2016/1 19836 AI bekannt. Von der Funk- tionalität, insbesondere der Geschwindigkeit beim Öffnen und Schließen hat sich dieses Tor bestens bewährt. Allerdings ist es für Anwendungen, bei welchen es auf einen besonders dichten Abschluss des Tors am Torrahmen kommt, weniger geeignet. Insoweit günstiger ist das aus WO 2016/131476 bekannte Schnelllauftor, bei welchem das Torblatt zum Torrahmen in einem spitzen Winkel verläuft oder aber eine Aufwicklung des Torblattes derart vorgesehen ist, dass die seitlichen Magnetverschlüsse zwischen Torblatt und Torrahmen praktikabel abgelöst werden können. Insbesondere letztere Anordnung hat allerdings den Nachteil, dass die Wickelgeschwindigkeit extrem hoch sein muss, um ein schnelles Öffnen und Schließen des Tores zu ermöglichen. In der Praxis ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Tor öffnet bzw. schließt, bei dieser Konstruktion deutlich kleiner als bei der aus WO 2016/1 19836 AI bekannten.

[03] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Tor, insbesondere ein Schnelllauftor dahingehend zu verbessern, dass einerseits eine hohe Öffnungs- bzw. Schließgeschwindigkeit erreichbar ist, andererseits jedoch auch eine dichte Anlage des Torblatts am Torrahmen, beispielsweise durch Magnetanordnungen, möglich ist. [04] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Tor mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung angegeben. [05] Das erfindungsgemäße Tor, welches insbesondere als Schnelllauftor ausgebildet sein kann, weist ein Torblatt mit vertikaler Laufrichtung auf sowie einen Wickelantrieb zum Öffnen und Schließen des Tores, das heißt zum Hoch- und Runterfahren des Torblattes. Gemäß der Erfindung ist das Torblatt an seinem unteren Ende mit einem Wickelkern versehen, auf welchem zumindest ein unterer Teil des Torblatts zum Öffnen des Tores aufwickelbar ist. Die erfindungsgemäße Konstruktion ermöglicht ein schnelles Öffnen und Schließen des Tores bei vergleichsweise geringer Wickelgeschwindigkeit, und dass auch bei magnetischer Anlage des Torblattes am Torrahmen, wie dies beispielsweise bei Toren für Kühl- oder Tiefkühlräume erforderlich ist oder wie dies bei Brandschutztoren zweckmäßig sein kann. Dabei ist die Anordnung von Torblatt und Wickelkern vorteilhaft so gewählt, dass das Torblatt unmittelbar, etwa tangential, in den Wickel hineinläuft, also durch den Wickel quasi am Torrahmen aufgerollt wird, also wickelnah und nicht auf der vom Torrahmen abgewandten Seite des Wickels einläuft.

[06] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, das Torblatt direkt auf einem Wickelkern aufzuwickeln, um so eine möglichst hohe Wickelgeschwindigkeit und somit ein schnelles Öffnen und Schließen des Tores zu gewährleisten. Dabei wird die sonst bei Magnetanlage er- forderliche doppelte Torblattumlenkung mit eingefügtem Stab am unteren Ende entbehrlich, da auch mit der erfindungsgemäßen Lösung ein sicheres und zugleich kraftarmes Ablösen der seitlichen Magnetanordnungen oder auch anderen Anhaftungen, beispielsweise durch ein Festfrieren oder dergleichen, möglich ist. Während die Geschwindigkeit des Öffnens nahezu ausschließlich von der Auslegung des Antriebs ab- hängt, hat die erfindungsgemäße Lösung beim Schließen den Vorteil, dass die Schließbewegung durch das Eigengewicht des aufgewickelten Torblattes unterstützt wird. Diese Anordnung ist in doppelter Hinsicht vorteilhaft, denn es erfolgt nicht nur eine Unterstützung der Schließbe- wegung durch Eigengewicht, sondern diese Unterstützung ist in vorteilhafter Weise bei vollständig geöffnetem Tor am größten und kurz vor der Schließstellung am geringsten, ergänzt also in idealer Weise konstruktiv den Schließvorgang. Es erscheint zunächst technisch aufwendig und wenig praktikabel, dass Torblatt quasi frei beweglich im Raum auf- zuwickeln, statt wie sonst üblich auf einen Wickel mit ortsfester Achse. Die beschriebenen Ausgestaltungen zeigen jedoch, dass diese Anordnung besonders vorteilhaft und konstruktiv vergleichsweise einfach sein kann.

[07] Vorteilhaft ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Wi- ckelkern durch eine Welle gebildet oder weist zumindest eine solche auf. Wenn beispielsweise der Wickelkern aufgrund der zulässigen Biegung des Tors einen vergleichsweise großen Durchmesser aufweisen muss, so kann dieser an seinen Enden mit Wellenabschnitten versehen werden, anstelle einer sonst vorgesehenen durchgehenden Welle. [08] Der Wickelantrieb wird vorteilhaft durch einen vorzugsweise elektrischen Wickelmotor realisiert, der mit der Welle und/oder mit dem Wickelkern antriebsverbunden ist, so dass das Öffnen und Schließen des Tores mittels dieses Wickelmotors erfolgen kann.

[09] Dabei ist es konstruktiv besonders vorteilhaft, wenn der Wickel- motor ortsfest angeordnet ist, vorzugsweise im Bereich des oberen Endes des Torblatts am Torrahmen und über einen Seil- oder Bandantrieb mit der Welle und/oder dem Wickelkern antriebsverbunden ist. Alternativ kann der Wickelmotor auch durch einen Rohrmotor gebildet sein, dessen Stator dann den Wickelkern bildet und dessen Rotor durch eine geeignete seitliche Führung drehfest aber vertikal bewegbar am Torrahmen anzuordnen ist.

[10] Die Antriebsverbindung mittels eines Seil- oder Bandantriebs ist besonders vorteilhaft, da über einen solchen Seil- oder Bandantrieb zum einen die Gewichtskräfte des Wickels aufgenommen werden können und zum anderen das Auf- und Abwickeln selbst erfolgt. Dabei ist der Seil- oder Bandantrieb in Verbindung mit dem Wickelmotor in erster Linie zum Aufwickeln, das heißt zum Öffnen des Tores vorgesehen, wohingegen zum Abwickeln, das heißt zum Schließen, das Eigengewicht des Wickels wirkt und der Motor gegebenenfalls lediglich unterstützend oder gegebenenfalls auch bremsend wirkt.

[1 1 ] Zur Realisierung des Seil- oder Bandantriebs ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Welle oder der Wickelkern mindestens einen unteren Spulenkern aufweist und dass der Wi- ckelmotor mit mindestens einem oberen Spulenkern antriebsverbunden ist, wobei ein Seil oder ein Band zwischen den Spulenkernen vorgesehen ist, welches beim Öffnen des Tores auf den oberen Spulenkern aufgewickelt und vom unteren Spulenkern abgewickelt und beim Schließen des Tores vom oberen Spulenkern abgewickelt und auf den unte- ren Spulenkern aufgewickelt wird. Vorteilhaft werden zwei oder gegebenenfalls auch mehr Spulenkerne mit entsprechenden Seil- oder Bandantrieben zu beiden Seiten des Torblattes vorgesehen, um die beim Öffnen und Schließen auftretenden Kräfte gleichmäßig zu übertragen bzw. aufzunehmen. Eine Anordnung mit nur einem Spulenkern ist grundsätzlich denkbar, beispielsweise bei einem Doppeltor mit Spulenanordnung in der Mitte zwischen den Toren oder wenn bei einem einfachen Tor auf der anderen Seite Ausgleichsmaßnahmen getroffen sind. [12] Das Torbla†† muss, damit es auf den Wickelkern oder die Welle aufwickelbar ist, zumindest abschnittsweise beweglich sein, wie es bei Rolltoren zum Stand der Technik zählt. Besonders vorteilhaft ist es allerdings, wenn das Torblatt zumindest in vertikaler Richtung derart flexibel ausgebildet ist, dass es unter Ausnutzung seines elastischen Verhaltens in vertikaler Richtung aufgewickelt werden kann. Dabei ist es vorteilhaft, wenn es in Querrichtung dazu möglichst steif ausgebildet ist. Das Torblatt sollte daher in vertikaler Richtung flexibel und in Querrichtung dazu zumindest quasi starr ausgebildet sein, das heißt erst nach Überwinden einer vorbestimmten Kraft ausweichen, wie dies an sich aus WO 2016/131476 im Zusammenhang mit dem Laufgewicht zum Stand der Technik zählt.

[13] Um einen dichten Abschluss zwischen Torblatt und Torrahmen zu gewährleisten, sind gemäß einer Weiterbildung der Erfindung Mag- netanordnungen zwischen den seitlichen Enden des Torblatts und einer Stirnseite des Torrahmens vorgesehen, welche die seitlichen Enden des abgewickelten Torblatts am Torrahmen durch Magnetkraft halten. Hierbei können entweder in den seitlichen Enden des Torblattes Magnete eingegliedert, typischerweise eingenäht oder eingeklebt sein, die mit einem entsprechend ferromagnetisch ausgestalteten Teil des Torrahmens zusammenwirken oder umgekehrt torrahmenseitig Magnete angeordnet sein, die mit ferromagnetischen Platten, Stäben oder sonstwie geformten Abschnitten im Torblatt zusammenwirken.

[14] Die Bemessung von Spulenkernen und Seil bzw. Band, letzteres ist besonders vorteilhaft, ist abhängig vom Wicklungsdurchmesser, also vom Durchmesser des Wicklungskerns und der Dicke des aufzuwickelnden Torblattes sowie vom zur Verfügung stehenden Antriebssystem, insbesondere Wickelmotor. In der Praxis besonders bewährt hat es sich, wenn der mindestens eine obere Spulenkern einen größeren Durchmes- ser als der mindestens eine untere Spulenkern aufweist, weil dadurch die Aufwickelgeschwindigkeit bzw. Abwickelgeschwindigkeit ange- passt werden kann. Dabei ist ein Verhältnis des Durchmessers des oberen Spulenkerns zum Durchmesser des unteren Spulenkerns zwischen 1 ,5 und 2,5 besonders vorteilhaft, dies insbesondere unter Zugrundelegung einer Dicke des Torblattes von 10 bis 40 mm und einer Dicke des auf den Spulenkern auf- bzw. abzuwickelnden Bandes von 2 mm. Dabei kann beispielsweise der obere Spulenkern einen Durchmesser von 130 mm aufweisen und der untere Spulenkern von 60 mm. Dies bei einer wirksamen Höhe von 4 m, das heißt einer Öffnungshöhe von 4 m. Es sei betont, dass typischerweise zwei obere Spulenkerne und zwei untere Spulenkerne vorgesehen werden, also jeweils ein Spulenkernpaar zu einer Seite des Torblattes, wobei die Durchmesser der oberen Spulenkerne einerseits und die der unteren Spulenkerne andererseits jeweils gleich sein sollten. [15] Vorteilhaft ist es dabei, wenn der oder die unteren Spulenkerne an einer den Wickelkern bildenden Welle oder den Wellenabschnitten an den Enden des Wickelkerns angeordnet sind, vorzugsweise an beiden Enden.

[1 6] Für die Anordnung der oberen Spulenkerne ist zweckmäßiger- weise eine obere Welle oberhalb der Toröffnung am Torrahmen gelagert, welche nahe den Enden jeweils einen oberen Spulenkern trägt. Dabei sind die oberen und unteren Spulenkerne jeweils paarweise fluchtend angeordnet und weisen vorteilhaft seitliche Führungsscheiben für die Wickel des Bandes auf. Grundsätzlich kann dies auch mit Seilen realisiert werden, die Bandanordnung ist jedoch hinsichtlich der Aufwickel- und Trageigenschaften zu bevorzugen.

[1 7] Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Torrahmen zwei an der Vorderseite vorspringende Führungsleibungen aufweist, welche das Torblatt seitlich einfassen und in oder an denen die obere Welle gelagert ist. Diese Führungsleibungen können bei Einsatz eines Rohrmotors Nuten aufweisen, in welchen die Rotorwelle drehfest aber vertikal beweglich geführt ist. Diese Führungsleibungen sorgen jedoch auch dafür, dass das Torblatt seitlich ge- schützt ist und keine Verletzungsgefahr beim Öffnen und Schließen des Tores in diesem Bereich besteht. Auch können in diesen Führungsleibungen entsprechende Lichtschrankenanordnungen angebracht sein, um den sicheren Betrieb des Tores zu gewährleisten. Konstruktiv besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn in oder an diesen Führungsleibungen gleichzeitig die obere Welle gelagert ist, wobei vorteilhaft die oberen Spulenkerne auf der Welle im Bereich zwischen den Führungsleibungen angeordnet sind und der Wickelantrieb außerhalb, an einem Ende der oberen Welle. Ebenso außerhalb ist zweckmäßigerweise an dem anderen Ende der oberen Welle eine Bremse angeordnet, insbesondere eine Bandbremse, welche zumindest beim Schließen, vorteilhaft jedoch beim Öffnen und Schließen des Tores wirksam ist, es wird in diesem Zusammenhang auf WO 201 6/1 19836 AI verwiesen, wo eine solche Bremseinrichtung in unterschiedlichen Varianten beschrieben ist.

[18] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Figuren dar- gestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in stark vereinfachter schematischer Darstellung ein

Schnelllauftor gemäß der Erfindung von der Außenseite,

Hg. 2 eine Vorderansicht des Tors gemäß Fig. 1 ,

Hg. 3 eine Draufsicht auf das Tor gemäß Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht des Tors gemäß Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt längs der Schnittlinie A-A in Fig. 2,

Fig. 6 einen Schnitt längs der Schnittlinie B-B in Fig. 2,

Fig. 7 einen Schnitt längs der Schnittlinie C-C in Fig. 2,

Fig. 8 einen Schnitt längs der Schnittlinie D-D in Fig. 2, Fig. 9 einen Schnitt längs der Schnittlinie F-F in Fig. 2,

Fig. 10 einen Schnitt längs der Schnittlinie G-G in Fig. 2,

Fig. 1 1 die Einzelheit XI in Fig. 4,

Fig. 12 die Einzelheit XII in Fig. 5,

Fig. 13 die Einzelheit XIII in Fig. 6, Fig. 14 die Einzelheit XIV in Fig. 7,

Fig. 15 die Einzelheit XV in Fig. 8,

Fig. 16 in schematischer Vertikalschnittdarstellung ein geschlossenes Schnelllauftor,

Fig. 17 die Einzelheit XVII in Fig. 16, Fig. 18 ein Schnelllauftor in geöffneter Stellung in Darstellung gemäß Fig. 1 6, Hg. 19 die Einzelheit XIX in Fig. 18,

Fig. 20 in stark vereinfachter Darstellung einen Horizontalschnitt durch ein Schnelllauftor und

Fig. 21 die Einzelheit XXI in Fig. 20. [19] Das anhand der Figuren dargestellte Schnelllauftor weist einen Torrahmen 1 auf, welcher zwei vertikale Träger 2 sowie einen diese verbindenden horizontalen Träger 3 aufweist. Dieser Torrahmen 1 ist in den Figuren auf einem Fundament 4 dargestellt, es versteht sich, dass dieser typischerweise vor einer Gebäudeöffnung oder innerhalb einer Ge- bäudeöffnung integriert wird, wie dies bei Toren üblich ist. Das dargestellte Schnelllauftor weist ein Torblatt 5 auf, welches zumindest in vertikaler Richtung flexibel ist, in Querrichtung hingegen im Wesentlichen starr ausgebildet ist. Das Torblatt 5 hat eine textile Grundstruktur, in welcher stabilisierende und tragende Elemente eingegliedert sein können, wie beispielsweise segellattenähnliche Querträger, Blattfedern oder auch Rundstäbe mit dazwischen befindlichen Federabschnitten. In der dargestellten Ausführungsform weist das Torblatt 5 einen durchsichtigen fensterähnlichen Abschnitt 6 auf. Darüber hinaus ist das Torblatt 5 an der Vorderseite des horizontalen Trägers 3 des Torrahmens 1 fest und dicht angebracht, hierzu ist eine Befestigungsleiste 7 vorgesehen, welche das obere Torblattende gegenüber dem horizontalen Träger 3 über die gesamte Torbreite festlegt.

[20] Das Torblatt 5 überragt die innerhalb des Torrahmens 1 gebildete Toröffnung 8 nicht nur nach oben, sondern auch seitlich. In diesen Sei- tenbereichen sind in das Torblatt 5 über die gesamte vertikale Länge Magnete 25 eingenäht (Fig. 20), welche mit rahmenseitig an den vertikalen Trägern 2 ausgebildeten ferromagnetischen Abschnitten 26 zusammenwirken, derart, dass bei Anlage des Torblatts an der Vorderseite des Torrahmens 1 diese Magnete 25 eine feste kraftschlüssige Verbindung der Seiten des Torblattes 5 mit den vertikalen Trägern 2 des Torrahmens 1 bilden. Dabei kann rahmenseitig in die vertikalen Träger 2 entweder eine ferromagnetische Leiste 26 integriert oder aufgelegt sein (Fig. 20) oder aber zumindest diese nach außen weisende Seite des Torrahmens ferromagnetisch ausgebildet sein.

[21 ] Das untere Ende des Torblatts 5 ist über die gesamte horizontale Breite mit einer Welle 9 verbunden, welche das Torblatt 5 zu beiden Seiten überragt und einen Wickelkern bildet, auf welchem das Torblatt 5 aufwickelbar ist. Diese Welle 9 ist an beiden Seiten in von den vertikalen Trägern 2 zur Außenseite hin vorspringenden Führungsleibungen 10 geführt. Innerhalb dieser Führungsleibungen 10 ist die Welle 9 nahe ihren Enden mit zwei Spulenkernen 1 1 versehen, die zu beiden Seiten jeweils Führungsscheiben 12 aufweisen. [22] Innerhalb der Führungsleibungen 10 ist oberhalb der Toröffnung 8 und der Befestigungsleiste 7 eine Antriebswelle 13 angeordnet. Diese Antriebswelle 13 ist in Lagern 14 gelagert, die in der dargestellten Ausführungsform an der Oberseite der Führungsleibungen 10 angebracht sind, diese können jedoch auch in die Führungsleibungen eingegliedert sein. Auf der Antriebswelle 3 sind zwei Spulenkerne 15 drehfest angeordnet, die ebenfalls mit Führungsscheiben 1 6 versehen sind und die vertikal fluchtend zu den Spulenkernen 1 1 mit den Führungsscheiben 12 angeordnet sind, also innerhalb des durch die Führungsleibungen 10 begrenzten Raumes liegen. [23] Nahe dem in Fig. 1 linken Ende der Antriebswelle 13 ist eine Bandbremse 17 angeordnet, welche eine drehfest mit der Welle 13 verbundene Scheibe 18 aufweist, um die über etwa 270° umlaufend ein Bremsband 19 geführt ist, welches einerseits am Torrahmen 1 befestigt ist und andererseits federbelastet über eine Schraube 20 ebenfalls am Torrahmen 1 festgelegt ist. Über diese Schraube 20 kann die Vorspannkraft entgegen der Rückstellkraft einer Feder 21 eingestellt werden, wodurch die wirksame Bremskraft eingestellt wird. Die Bremse 17 ist so ausgelegt, dass das Torblatf 5 unabhängig von der Öffnungs- /Schließsfellung in seiner aktuellen Stellung verharrt, wenn der Antrieb ausfällt. Dabei ist das Bremsband 19 auf der Scheibe 18 so geführt, dass es in Aufwickelrichfung des Torblaftes eine im Wesentlichen konstante Bremskraft aufbringt, wohingegen in Abwickelrichtung die Bremse bremskraftverstärkend wirkt, das heißt durch den Reibungseffekt zwi- sehen Bremsscheibe 18 und Bremsband 19 sich die Bremse zuzieht und somit die Bremswirkung erhöht.

[24] Der Antrieb ist durch eine in Fig. 1 nahe dem rechten Ende der Antriebswelle 13 außerhalb der Führungsleibungen 10 angeordneten Motorgetriebeeinheit 22 gebildet, welche für die erforderliche motori- sehe Kraft zum Auf- und Abwickeln des Torblatts 5 auf einen Wicklungskern, auf der Welle 9, vorgesehen ist. Zur Übertragung der Antriebskräfte von der Antriebswelle 13 auf die Welle 9 sind zwischen den Spulenkernen 1 1 und 15 jeweils Bänder 23 angeordnet, und zwar derart, dass in der in den Figuren dargestellten Schließstellung des Tores das jeweilige Band 23 vom Spulenkern 15 auf der Antriebswelle 13 zum Spulenkern 1 1 auf der Welle 9 führt und dort aufgewickelt ist. Die Bänder 23 sind end- seitig an den Spulenkernen 1 1 und 15 festgelegt, sie sind textiler Natur, also gurtbandähnlich und aus Kunststoff hergestellt, sie weisen eine Breite von 4 cm, eine Dicke von 2 mm auf und laufen mit geringem Spiel zwischen den Führungsscheiben 16. Der Durchmesser des Spulenkerns 15 ist doppelt so groß wie der des Spulenkerns 1 1 , wodurch nicht nur eine hohe Wicklungsgeschwindigkeit realisiert wird, sondern insbesondere der mit zunehmendem Aufwickeln dicker werdende Wickel auf der Welle 9 kompensiert wird. [25] In der in den Figuren dargestellten geschlossenen Stellung des Torblatts 5 ist dieses nahezu vollständig von der Welle 9 abgewickelt (Fig. 1 6) und verschließt die Toröffnung 8 vollständig. Zum Öffnen wird der Antrieb 22 aktiviert, wodurch die Antriebswelle 13 in Rotation ver- setzt und die Bänder 23 auf den Spulenkernen 15 aufgewickelt werden. Dabei werden die auf den Spulenkernen 1 1 aufgewickelten Teile der Bänder 23 abgewickelt und das Torblatt 5 von unten beginnend auf die Welle 9 aufgewickelt. Dabei wird das Gewicht der Welle 9 mit den Spulen 1 1 , 12 und dem sich darauf aufwickelnden Torblatt 5 über die Bän- der 23 auf die Antriebswelle 13 übertragen, welche diese Kräfte aufnimmt. Wie insbesondere aus den Figuren 14, 15 und 18 ersichtlich ist, erfolgt die Aufwicklung so, dass das Torblatt zwischen den vertikalen Trägern 2 und der Welle 9 in den Wickel einläuft, wohingegen die Bänder 23 mit Abstand, also auf der nach außen gerichteten Seite der Spu- lenkerne 1 1 und 15 in die jeweiligen Wickel Ein- bzw. Auslaufen. Das Aufwickeln des Torblattes 5 in dieser Form ist besonders günstig, da der Wickel quasi auf den vertikalen Trägern 2 nach oben gerollt wird und dabei beim Öffnen des Torblatts 5, also beim Aufwickeln des um die Welle 9 gebildeten Torblattwickels, das Torblatt gleichzeitig vom Tor- rahmen 1 gelöst wird, das heißt die magnetische Verbindung zwischen Torblatt 5 und vertikalen Trägern 2 gelöst wird. Umgekehrt wird diese magnetische Verbindung beim Abrollen selbsttätig wieder erzielt.

[26] Um beim Abrollen dafür Sorge zu tragen, dass auch das untere Ende mit der Welle 9 in die bestimmungsgemäße Position einerseits zur Anlage an den vertikalen Trägern 2 und zum anderen auf dem Fundament 4 kommt, sind zwei seitliche Keilführungen 24 vorgesehen, welche zum Torrahmen 1 keilförmig spitz auslaufen und dafür sorgen, dass diese bestimmungsgemäße Endstellung stets erreicht wird. Bezugszeichenliste

1 Torrahmen

2 vertikale Träger des Torrahmens

3 horizontale Träger des Torrahmens 4 Fundament

5 Torblatt

6 durchsichtiger Abschnitt des Torblatts

7 Befestigungsleiste des Torblatts oben

8 Toröffnung

9 Welle und Wickelkern

10 Führungsleibungen

1 1 Spulenkern auf der Welle 9

12 Führungsscheiben zu 1 1

13 Antriebswelle

14 Lager für Antriebswelle

15 Spulenkerne auf der Welle 13

16 Führungsscheiben für 15

17 Bandbremse

18 Scheibe

19 Bremsband

20 Schraube

21 Feder

22 Motorgetriebeeinheit

23 Bänder

24 Keilführungen

25 Magnete

26 ferromagnetische Leiste