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Patent Searching and Data


Title:
DOOR, IN PARTICULAR SPIRAL DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/034323
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a door (10), in particular a spiral door or roller door, comprising a flexible curtain or a plurality of profiled elements articulated to each other. The door comprises: a door leaf (20), which can be moved from a closed position into a multi-layer winding position in the course of an opening movement, a guide assembly (30) having a spiral guide track section (32) for guiding the opening movement in the region of the lateral edge (22) of the door leaf (20), and a flexible pulling element (40) for pulling the door leaf into the multi-layer winding position, which pulling element is attached to a portion (24) of the door leaf that is forward in the course of the opening movement.

Inventors:
FISCHER, Jörg (Hofeswiese 54, Dortmund, 44269, DE)
Application Number:
EP2018/067968
Publication Date:
February 21, 2019
Filing Date:
July 03, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SEUSTER KG (Tietmecker Weg 1, Lüdenscheid, 58513, DE)
International Classes:
E06B9/13; E06B9/17; E06B9/171; E06B9/58
Domestic Patent References:
WO2016081576A12016-05-26
Foreign References:
NL1015953C22002-02-19
DE102005056032A12007-05-31
EP0531327B11994-04-20
EP1604091B22009-01-07
EP16002133A2016-10-04
Attorney, Agent or Firm:
SERANSKI, Klaus (Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB, Pettenkoferstraße 22, München, 80336, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Tor (10) mit einem ausgehend von einer Schließstellung im Verlauf einer

Öffnungsbewegung in eine mehrlagige Wickelstellung beweglichen Torblatt (20) und einer Führungsanordnung (30) mit einem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt (32) zur Führung der Öffnungsbewegung im Bereich des seitlichen Rands (22) des Torblatts (20), gekennzeichnet durch ein an einem bei der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Abschnitt (24) des Torblatts angebrachtes flexibles Zugelement (40) zum Ziehen des Torblatts in die mehrlagige Wickelstellung.

2. Tor nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt (20) in der

mehrlagigen Wickelstellung in Form eines Wickels mit voneinander beabstandeten Lagen angeordnet ist.

3. Tor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) ein Gurt, ein Band, eine Kette oder ein Seil ist.

4. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) einerseits an dem vorlaufenden Abschnitt (24) des Torblatts und andererseits an einer drehbaren Wickelwellenanordnung (50) angebracht ist, die von dem Torblatt (20) in der Wickelstellung spiralartig umlaufen wird.

5. Tor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwellenanordnung (50) eine drehfest an einer Wickelwelle (52) angeordnete Gurtscheibe (55) aufweist, auf die das flexible Zugelement (40) im Verlauf der Öffnungsbewegung aufwickelbar ist.

6. Tor nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch einen Torantrieb zum Antreiben der Wickelwellenanordnung (50), insbesondere in Form eines Rohrantriebs in der Wickelwelle der Wickelwellenanordnung.

7. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) in der Schließstellung auf einer etwa spiralförmigen Zugbahn (42) geführt ist, deren Verlauf vorzugsweise im Wesentlichen dem Verlauf des

spiralförmigen Führungsbahnabschnitts (32) der Führungsanordnung nachgebildet ist.

8. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) auf einer Vielzahl von vorzugsweise drehbar gelagerten

Umlenkrollen (45) geführt ist, die derart angeordnet sind, dass sie eine etwa spiralförmige Zugbahn (42) für das flexible Zugelement (40) bereitstellen. 9. Tor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen (45) im Bereich des seitlichen Rands (22) des Torblatts (20) auf der dem Torblatt

abgewandten Seite eines Führungsschlitzes (34) der Führungsanordnung (30) gehalten sind.

10. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von an dem seitlichen Rand (22) des Torblatts vorstehenden und in die Führungsanordnung (30) eingreifenden, bevorzugt drehbar an dem Torblatt (20) angebrachten

Führungselementen (25), die im Verlauf der Öffnungsbewegung des Torblatts in dem vorzugsweise als Führungsschlitz (34) ausgebildeten spiralförmigen

Führungsbahnabschnitt (32) geführt sind.

1 1 . Tor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) an dem im Verlauf der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Führungselement (26) des Torblatts angebracht ist.

12. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt (20) ein zumindest teilweise flexibler Behang (28), bevorzugt ein

Kunststoffbehang, insbesondere ein Kunststoffbehang ist, der Polycarbonat aufweist.

13. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (30) ein mit dem vorzugsweise durch Laserbearbeitung hergestellten Führungsschlitz (34) ausgestattetes Führungsblech aufweist.

14. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (130, 230) eine auf der dem Führungsschlitz (134, 234) abgewandten Seite mittels einer Schienenwand ( 32, 232) geschlossene

Führungsschiene, insbesondere eine profilierte oder als Strangpressprofil ausgeführte Stahl-, Aluminium- und/oder Kunststoffschiene aufweist.

15. Tor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (130, 230) eine zwischen dem Führungsschlitz (134, 234) und der Schienenwand (132, 232) angeordnete, ggf. spiralförmig umlaufende Lauffläche (140) für ein

Führungselement (125) des Torblatts und/oder eine Umlenkrolle (145, 245) für das Zugelement und/oder ein Führungselement des Torblatts aufweist.

16. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt ein Panzer mit einer Vielzahl von gelenkig miteinander verbundenen Profilen ist.

17. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem bei einer Schließbewegung vorlaufenden Rand ein elastisch verformbares Stabilisierungselement (300) angeordnet ist, bei dem die einer Verformung des Stabilisierungselements (300) in einer der Schließrichtung entgegengesetzten Richtung entgegenwirkende Rückstellkraft kleiner ist als die einer Verformung des Stabilisierungselements (300) in einer quer dazu, insbesondere etwa senkrecht zum Torblatt in der Schließstellung verlaufenden Richtung entgegenwirkende

Rückstellkraft.

18. Verfahren zum Öffnen eines Tors, das aufweist:

Ziehen eines Torblatts (20) von einer Schließstellung in eine mehrlagige

Wickelstellung mittels eines flexiblen Zugelements (40), insbesondere eines Gurts, das an einem vorlaufenden Abschnitt des Torblatts angebracht ist, während das Torblatt im Bereich seines seitlichen Rands durch eine Führungsanordnung (30) mit einem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt (32) geführt wird.

19. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zugelement (40) beim Ziehen des Torblatts (20) in die mehrlagige Wickelstellung auf einer etwa spiralförmigen Zugbahn (42) bevorzugt auf einer Vielzahl von Umlenkrollen (45) geführt wird und/oder auf eine Wickelwellenanordnung (50) aufgewickelt wird.

Description:
Tor, insbesondere Spiraltor

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tor, insbesondere ein Spiraltor, mit einem ausgehend von einer Schließstellung im Verlauf einer Öffnungsbewegung in eine mehrlagige Wickelstellung bzw. Öffnungsstellung beweglichen Torblatt und einer Führungsanordnung mit einem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt zur Führung der Öffnungsbewegung im Bereich des seitlichen Rands des Torblatts. Tore dieser Art können beispielsweise zum Verschließen von Garagen und

Halleneinfahrten, zum Verschließen von Durchgängen zwischen Industriehallen oder auch zur Abtrennung verschiedener Bereiche innerhalb einer Industriehalle eingesetzt werden.

Dabei ist das Torblatt in der Schließstellung üblicherweise etwa in einer Vertikalebene angeordnet, wobei der untere Rand des Torblatts am Boden der zu verschließenden Öffnung anliegt und das Torblatt die Öffnung verschließt. Ausgehend von der Schließstellung ist das Torblatt im Verlauf einer Öffnungsbewegung entgegen der Schwererichtung nach oben in eine Öffnungsstellung beweglich. Im Verlauf der Öffnungsbewegung wird das Torblatt zu einem mehrlagigen Wickel aufgewickelt. Die Öffnungsstellung, in der das Torblatt in Form des mehrlagigen Wickels angeordnet ist, wird im Folgenden als„mehrlagige Wickelstellung" bezeichnet. Dabei kann der mehrlagige Wickel eine Wickelwelle spiralartig umlaufen, die üblicherweise hinter dem den oberen Rand der zu verschließenden Öffnung bildenden Sturz angeordnet ist. Hierdurch wird eine Platz sparende Unterbringung des Torblattes in der Öffnungsstellung gewährleistet. Das Torblatt kann in Form eines sog. Panzers mit einer Vielzahl von bzgl. senkrecht zur Bewegungsrichtung des Torblattes verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Profilen gebildet sein. In Fällen, bei denen es weniger auf einen

einbruchsicheren Abschluss der Einfahrt als auf eine schnelle Öffnung der Toröffnung ankommt, kann das Torblatt in Form eines flexiblen bahnförmigen Behangs gebildet sein und beispielsweise aus PVC bestehen.

Bei einem in der Druckschrift EP 0 531 327 B1 beschriebenen Rolltor ist das Torblatt in der Öffnungsstellung mit seinen seitlichen Rändern in Führungsschienen mit einem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt aufgenommen und wird von diesen abgestützt. Zur Herstellung der gelenkigen Verbindung zwischen den einzelnen Profilen des Rolltorblatts sind die Profile an ihren jeweils benachbarten Profilen zugewandten Rändern mit

Eingriffseinrichtungen in Form von sogenannten Einschiebeprofilen ausgestattet.

Bei herkömmlichen Spiral- oder Rolltoren wird die Schubkraft zum Bewegen des Torblatts in die Öffnungsstellung typischerweise am untersten Profil des Panzers in das Torblatt eingeleitet. Beispielsweise wird die Schubkraft von einem Antrieb mithilfe einer Kette oder eines Zahnriemens auf das unterste Profil des Panzers übertragen, und das Torblatt wird entgegen der Schwerkraft nach oben in die Öffnungsstellung geschoben. Dazu ist auf zumindest einer Seite des Torblatts ein Seitenteil vorgesehen, in dem eine umlaufende Kette oder ein umlaufender Zahnriemen angeordnet ist. Die Kraftübertragung erfolgt bei solchen Toren linear in vertikaler Richtung. Dies erfordert einen entsprechenden Platzbedarf seitlich des Torblatts.

Bei anderen Spiral- oder Rolltoren wird die Schubkraft unter Einsatz eines

teleskopierbaren Auslegers in das bei der Öffnungsbewegung vorlaufende Profil des Panzers eingeleitet. Das der Wickelachse abgewandte Ende des spiralförmigen Auslegers, das an den bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Rand des Panzers gekoppelt ist, folgt dabei dem spiralförmigen Weg des Profils. Eine solche Torblattführung ist jedoch sehr aufwändig und hat ebenfalls einen erhöhten Platzbedarf, da die Teleskopeinheit sowie der Antrieb aufgrund des aufzubringenden hohen Drehmoments hoch zu dimensionieren sind.

In Anbetracht der beschriebenen Probleme ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tor, insbesondere ein Roll- oder Spiraltor, bereitzustellen, dessen Antrieb und Führungsanordnung einen verringerten Platzbedarf haben, und dessen Torblatt präzise und zuverlässig zwischen der Öffnungs- und Schließstellung beweglich ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Tor gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben. Das erfindungsgemäße Tor hat ein an einem bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitt, insbesondere dem vorlaufenden Rand des Torblatts angebrachtes flexibles Zugelement zum Ziehen des Torblatts in die mehrlagige Wickelstellung.

Das flexible Zugelement ist beispielsweise an einem vorlaufenden Rand des Torblatts befestigt und zieht das Torblatt von der Schließstellung entgegen der Schwerkraft in die mehrlagige Wickelstellung, in der das Torblatt eine Wickelwelle mehrfach umläuft und in Form des mehrlagigen Wickels angeordnet ist. Wenn das Torblatt als Panzer mit einer Mehrzahl von gelenkig miteinander verbundenen Profilen ausgebildet ist, kann das flexible Zugelement an dem beim Öffnen vorlaufenden Profil, bspw. an dessen seitlichem Rand, angebracht sein. Wenn das Torblatt als ein bahnförmiger Behang ausgebildet ist, kann das flexible Zugelement an dem beim Öffnen vorlaufenden Rand des Behangs bzw. an einer Seite einer dort angeordneten Behangversteifung angebracht sein.

Das flexible Zugelement ist vorzugsweise ein Seil- oder Gurtelement wie etwa bspw. ein Gurt, ein Seil, ein Drahtseil, ein Band, ein Riemen, eine Kette oder ein Kabel.

Vorzugsweise ist das flexible Zugelement ein Gurt wie etwa bspw. ein Flachgurt, der zum Ablaufen auf Laufflächen von Umlenkrollen und/oder zum Aufwickeln auf eine Gurtscheibe eingerichtet sein kann.

Die Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, dass durch die Krafteinleitung in einen bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitt des Torblatts eine vertikale

Kraftübertragungseinheit seitlich des Torblatts wie etwa eine umlaufende Kette zur

Krafteinleitung in das unterste Profil nicht erforderlich ist. Hierdurch kann das Seitenteil des Tors sehr platzsparend ausgeführt werden. Ferner kann dadurch, dass die Kraftübertragung auf das Torblatt an dessen„oberen" Rand verlagert wird, aufgrund der Platzersparnis im unteren Bereich des Torblatts auf einfachere Weise ein Crashmechanismus realisiert werden. Bei Spiral- oder Rolltoren mit Krafteinleitung am bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitt des Torblatts verschiebt sich der Schubpunkt im Verlauf der

Öffnungsbewegung aufgrund des spiralförmigen Verlaufs des Führungsbahnabschnitts beim Aufwickeln des Torblatts radial von außen nach innen, weshalb bei Spiraltoren mit

Teleskopausleger eine komplexe und potentiell anfällige Mechanik und ein hoch

dimensionierter Antrieb erforderlich sein können. Die vorliegende Erfindung beruht auch auf der Erkenntnis, dass ein flexibles Zugelement wie etwa ein Gurt zum Ziehen des Torblatts in die Wickelstellung aufgrund seiner Biegsamkeit problemlos entlang einer sich spiralförmig verengenden Bahn verlaufen kann, so dass bei Einsatz des flexiblen Zugelements keine komplexe Mechanik und keine groß dimensionierten Antriebe erforderlich sind. Vielmehr kann ein flexibles Zugelement das Torblatt unabhängig vom Verlauf der Führungsbahn des Torblatts entlang dieser Führungsbahn in die Wickelstellung ziehen und dabei zwischen dem Bereich der Krafteinleitung in das Torblatt und einer Speichereinrichtung, wie etwa einer Gurtscheibe, auf die das beispielsweise als Gurt ausgeführte Zugelement im Verlauf der Öffnungsbewegung aufgewickelt wird, dem spiralförmigen Verlauf der Führungsbahn folgen. Bei einem erfindungsgemäßen Tor, insbesondere Spiraltor, ist das Torblatt in der mehrlagigen Wickelstellung vorzugsweise in Form eines Wickels mit voneinander beabstandeten Lagen angeordnet. Mit anderen Worten liegen die einzelnen Wickellagen des mehrlagigen Wickels anders als bei einem einfachen Rolladen vorzugsweise nicht aneinander an. Hierdurch kann das Risiko einer Beschädigung des Torblatts beim Auf- und Abwickeln verringert werden. Beispielsweise haben zwei benachbarte Wickellagen des

Wickels in der Öffnungsstellung einen Abstand von 1 cm oder mehr, insbesondere 5 cm oder mehr voneinander. Benachbarte Windungen des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts der Führungsanordnung können entsprechend voneinander beabstandet sein.

Ein zuverlässiger Öffnungsmechanismus zum Öffnen des Torblatts kann dadurch bereitgestellt werden, dass das flexible Zugelement einerseits an dem vorlaufenden

Abschnitt des Torblatts und andererseits an einer drehbaren Wickelwellenanordnung angebracht ist, die von dem Torblatt in der Wickelstellung spiralartig umlaufen wird.

Die drehbare Wickelwellenanordnung umfasst vorzugsweise eine senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Torblatts verlaufende Wickelwelle, die oberhalb der mit dem Torblatt zu verschließenden Öffnung und/oder hinter dem Sturz der zu verschließenden Toröffnung, angeordnet sein kann. Das flexible Zugelement kann derart an der Wickelwellenanordnung befestigt sein, dass es darauf aufgewickelt werden kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das vordere Ende des flexiblen Zugelements an dem vorlaufenden Abschnitt des Torblatts und das dem vorderen Ende entgegengesetzte hintere Ende des flexiblen Zugelements, an der

Wickelwellenanordnung befestigt. Wenn sich die Wickelwellenanordnung dreht, wird das flexible Zugelement auf die Wickelwellenanordnung gewickelt, und zieht dabei an dem vorlaufenden Abschnitt des Torblatts, so dass das Torblatt entlang des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts die die Wickelstellung bewegt werden kann. Ein zuverlässiges Aufwickeln und Abwickeln des flexiblen Zugelements auf die

Wickelwellenanordnung kann durch eine Gurtscheibe gewährleistet werden, auf die das flexible Zugelement im Verlauf der Öffnungsbewegung aufwickelbar ist. Die Gurtscheibe ist vorzugsweise drehfest mit einer Wickelwelle der Wickelwellenanordnung verbunden, so dass sie sich zusammen mit der Wickelwelle dreht. Die Gurtscheibe kann eine Führung für das flexible Zugelement aufweisen. Bspw. ist die Breite der Gurtscheibe an die Breite des flexiblen Zugelements angepasst. In einer Ausführungsform weist die Gurtscheibe zwei von der Wickelwelle ringförmig abstehende Kragen auf, zwischen denen das flexible Zugefement aufwickelbar ist.

Die Gurtscheibe ist vorzugsweise an einem seitlichen Randabschnitt der Wickelwelle befestigt. Beispielsweise ist die Gurtscheibe in einem Randabschnitt der Wickefwelle angeordnet, der seitlich aus dem mehrlagigen Wickel heraussteht, wenn dieser in der Öffnungsstellung um die Wickelwelle herum gewickelt ist. Hierdurch kann das flexible Zugelement im Verlauf der Öffnungsbewegung auf die Gurtscheibe aufgewickelt werden, ohne den sich formenden Wickel des Torblatts zu behindern oder von diesem behindert zu werden.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass das Tor vorzugsweise auf beiden Seiten (also auf einer rechten Seite und einer linken Seite der Toröffnung) eine

Führungsanordnung mit jeweils einem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt aufweist, wobei auf jeder Seite des Torblatts zumindest ein flexibles Zugelement zum Ziehen des Torblatts in die mehrlagige Wickelstellung angeordnet ist. Beispielsweise ist ein erstes flexibles Zugelement an einer ersten Seite des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitts des Torblatts angebracht, und ein zweites flexibles Zugelement ist an einer zweiten Seite des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitts des Torblatts angebracht. Hierdurch ist eine symmetrische Krafteinleitung auf beiden Seiten des Torblatts möglich, und das Torblatt kann gleichmäßig und ohne die Gefahr von Verklemmungen in die mehrlagige Wickelstellung gezogen werden. In diesem Fall kann die Wickelwellenanordnung eine Wickelwelle mit zwei Gurtscheiben in zwei entgegengesetzten Randabschnitten der Wickelwelle aufweisen.

Zum Bewegen des Torblatts kann mindestens ein Torantrieb vorgesehen sein. Der Torantrieb kann zum Antreiben der Wickelwellenanordnung eingerichtet sein, so dass diese um ihre eigene Achse rotiert. In einigen Ausführungsformen ist der Torantrieb ein

Rohrantrieb, der zumindest teilweise im Inneren der Wickelwelle angeordnet ist.

Beispielsweise ist der Torantrieb ein in der Wickelwelle angeordneter Rohrmotor. Ein Rohrantrieb hat den Vorteil, dass seitlich der Wickelwelle weniger Platz für eine

Antriebseinheit erforderlich ist, so dass eine kompakte und platzsparende Bauform bereitgestellt werden kann.

Alternativ kann der Torantrieb ein axial an die Wickelwelle angeflanschter Antrieb wie etwa ein Aufsteckantrieb sein. Typischerweise kann ein axial an der Wickelwelle

angeordneter Torantrieb ein gegenüber einem Rohrantrieb erhöhtes Drehmoment bereitstellen, so dass ein solcher Antrieb bspw. bei größeren Toren zum Einsatz kommen kann.

Vorzugsweise wird das flexible Zugelement im Verlauf der Öffnungsbewegung auf einer etwa spiralförmigen Zugbahn geführt. In einer ersten möglichen Ausführungsform wird das flexible Zugelement bspw. durch den spiralförmigen Führungsbahnabschnitt der Führungsanordnung geführt, durch den auch das Torblatt geführt wird.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird das flexible Zugelement auf einer spiralförmigen Zugbahn geführt, deren Verlauf im Wesentlichen dem Verlauf des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts der Führungsanordnung nachgebildet ist.

Beispielsweise verläuft die spiralförmige Zugbahn für das flexible Zugelement neben dem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt zur Führung des Torblatts, bspw. seitlich versetzt dazu. Auf diese Weise kann das flexible Zugelement das Torblatt ohne Kollision entlang des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts in die mehrlagige Wickelstellung ziehen. Die Windungen der spiralförmigen Zugbahn können auch zwischen denjenigen der

Führungsbahn angeordnet sein.

Vorzugsweise wird das flexible Zugelement dabei auf einer Vielzahl von

vorzugsweise drehbar gelagerten Umlenkrollen geführt und abgestützt, die derart angeordnet sind, dass sie die etwa spiralförmige Zugbahn für das flexible Zugelement bereitstellen. Wenn das flexible Zugelement außen auf den Rollflächen der Umlenkrollen geführt ist, ist es etwa spiralförmig angeordnet. Beispielsweise sind die Drehachsen der Umlenkrollen etwa auf einer Spiralbahn angeordnet, deren Verlauf etwa dem Verlauf des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts entspricht und/oder im Wesentlichen parallel oder versetzt dazu angeordnet ist bzw. zwischen den Windungen der Führungsbahn verläuft.

Das flexible Zugelement, bspw. der Gurt, läuft zwischen zwei benachbarten

Umlenkrollen jeweils linear. Je mehr Umlenkrollen deshalb zur Ausbildung der spiralförmigen Zugbahn vorgesehen sind, desto„runder" wird der sich ergebende spiralförmige Verlauf des flexiblen Zugelements in der Öffnungsstellung des Torblatts.

In einigen Ausführungsformen sind 10 oder mehr, insbesondere 20 oder mehr Umlenkrollen zur Führung des flexiblen Zugelements auf der etwa spiralförmigen Zugbahn vorgesehen. Beispielsweise sind zwei, drei oder mehr (bzw.„n") Umlenkrollen jeweils entlang einer ausgehend von der Wickelwelle als Zentrum strahlenförmig radial nach außen verlaufenden Geraden angeordnet, wobei jede dieser zwei, drei oder mehr (bzw.„n") Umlenkrollen einer Schneckenwindung der spiralförmigen Zugbahn zugeordnet ist. In diesem Fall kann das Torblatt von dem entlang der spiralförmigen Zugbahn geführten flexiblen Zugelement in eine Wickellage mit zwei, drei oder mehr (bzw.„n") Wickellagen gezogen werden.

Zwei entlang des Verlaufs der Zugbahn benachbarte Umlenkrollen können bzgl. der Wickelwelle unter einem Winkel von 60° oder weniger, insbesondere 45° oder weniger angeordnet sein. Beispielsweise sind jeweils sechs oder mehr, insbesondere acht oder mehr Umlenkrollen einer Schneckenwindung der Zugbahn zugeordnet und entlang eines Bogens um die Wickelwelle als Zentrum angeordnet. Die Bögen können Kreisbögen mit einem konstanten Radius oder Bögen mit einem sich von Umlenkrolle zu Umlenkrolle allmählich verringernden Radius sein. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen dass unter einer spiralförmigen Bahn allgemein eine Führungsbahn verstanden wird, die in mehreren Windungen um die Wickelwelle als Zentrum herum verläuft und deren Abstand von der Wickelwelle sich dabei von Windung zu Windung verringert. So ist eine Spirale nicht notwendigerweise eine Kreisspirale oder eine runde Spirale. Es ist auch an den Einsatz von ovalen Spiralen gemäß der EP 0 531 327 B1 gedacht, bei denen bogenförmige Abschnitte nach Art eines Ovals durch etwa geradlinig verlaufende Abschnitte miteinander verbunden werden.

Im Falle von drei Schneckenwindungen der spiralförmigen Zugbahn mit jeweils acht unter einem Nachbarwinkel von jeweils 45° angeordneten Umlenkrollen ergibt sich bspw. eine Gesamtanzahl von 24 Umlenkrollen, die die spiralförmige Zugbahn bereitstellen. Bei anderen Ausführungsformen können mehr oder weniger als 24 Umlenkrollen vorgesehen sein.

In der Schließsteliung des Torblatts ist zumindest ein Teil des flexiblen Zugelements von der Gurtscheibe abgewickelt und verläuft entlang der spiralförmigen Zugbahn auf äußeren Rollflächen der Vielzahl von Umlenkrollen. Das Torblatt ist dabei im Wesentlichen vertikal angeordnet und greift nicht oder nur unwesentlich in den spiralförmigen

Führungsbahnabschnitt der Führungsanordnung ein.

Im Verlauf der Öffnungsbewegung des Torblatts wird das Torblatt von dem flexiblen Zugelement entlang des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts gezogen, dessen Verlauf im Wesentlichen dem Verlauf der spiralförmigen Zugbahn des flexiblen Zugelements entsprechen kann. Dabei kann das flexible Zugelement auf eine Gurtscheibe aufgewickelt werden.

In der Öffnungsstellung des Torblatts ist zumindest auf den von der Wickelwelle entfernten äußeren Umlenkrollen kein flexibles Zugelement geführt, da dieses zumindest teilweise auf die Gurtscheibe aufgewickelt ist. Stattdessen greifen hier am seitlichen Rand des Torblatts vorgesehene Führungselemente in den spiralförmigen Führungsbahnabschnitt der Führungsanordnung ein.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vielzahl von Umlenkrollen im Bereich des seitlichen Rands des Torblatts auf der dem Torblatt abgewandten Seite eines Führungsschlitzes der Führungsanordnung gehalten. Der

Führungsschlitz kann zumindest abschnittsweise spiralförmig ausgebildet sein und den spiralförmigen Führungsbahnabschnitt bilden. Das flexible Zugelement kann an einem in den Führungsschlitz eingreifenden Führungselement des Torblatts befestigt sein. Hierdurch kann das Torblatt passgenau und exakt von dem flexiblen Führungselement entlang des spiralförmigen Führungsschlitzes gezogen werden.

Eine exakte und störungsfreie Führung des Torblatts entlang der Führungsanordnung kann durch eine Vielzahl von an dem seitlichen Rand des Torblatts vorstehende und in die Führungsanordnung eingreifende Führungselemente sichergestellt werden. Die

Führungselemente können dabei drehbar an dem seitlichen Rand des Torblatts angebracht sein und bspw. als Rollen- oder Stiftelemente ausgebildet sein.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Führungselemente des Torblatts im Verlauf der Öffnungsbewegung des Torblatts in dem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt geführt. Der spiralförmige Führungsbahnabschnitt kann zu diesem Zweck als spiralförmiger Führungsschlitz ausgebildet sein, dessen

Schlitzbreite an eine Breite der Führungselemente angepasst sein kann. Um ein

Herausgleiten der Führungselemente aus dem Führungsschlitz zu vermeiden, kann ein den Führungsschlitz durchgreifender Abschnitt der Führungselemente jeweils verbreitert sein.

Der spiralförmige Führungsbahnabschnitt kann durch einen in einem Führungsblech ausgebildeten spiralförmigen Führungsschlitz ausgebildet sein. Das Führungsblech kann ein gelasertes Blech mit Führungsschlitz sein, in dem als Rollenelemente ausgebildete

Führungselemente des Torblatts laufen. In einer ersten möglichen Ausführungsform ohne Umlenkrollen wird auch das flexible Zugelement in dem Führungsschlitz der

Führungsanordnung geführt. Dies kann jedoch zu einem erhöhten Verschleiß des flexiblen Zugelements durch Reibung führen. Deshalb ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Vielzahl von Umlenkrollen vorgesehen, die derart angeordnet sind, dass sie eine den Verlauf des Führungsschlitzes nachbildende Zugbahn für das flexible Zugelement bereitstellen.

Vorzugsweise ist das flexible Zugelement an dem im Verlauf der Öffnungsbewegung vorlaufenden Führungselement des Torblatts angebracht. Insbesondere ist das flexible Zugelement an einem Abschnitt des vorlaufenden Führungselements des Torblatts angebracht, der einen Führungsschlitz der Führungsanordnung durchgreift. Das flexible Zugelement sowie die Umlenkrollen sind vorzugsweise geschützt hinter einem

Führungsblech der Führungsanordnung, bspw. auf einer dem Torblatt abgewandten Seite des im Führungsblech gebildeten Führungsschlitz angeordnet. Hierdurch können

Beschädigungen des flexiblen Führungselements verhindert und eine gleichmäßige Führung des Torblatts entlang des Führungsschlitzes ermöglicht werden.

Wie vorstehend bereits angesprochen, kann die Führungsanordnung ein mit dem vorzugsweise durch Laserbearbeitung hergestellten Führungsschlitz ausgestattetes

Führungsblech aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann die Führungsanordnung eine auf der dem Führungsschlitz abgewandten Seite mittels einer Schienenwand geschlossene Führungsschiene, insbesondere eine profilierte oder als Strangpressprofil ausgeführte Stahl-, Aluminium- und/oder Kunststoffschiene aufweisen, die ggf. spiralförmig verläuft. Zur

Bereitstellung einer glatten Auflagefläche für Führungselemente des Torblatts und/oder das flexible Zugelement bei gleichzeitiger Sicherstellung einer exakten Führung der

Torblattbewegung mit Hilfe eines präzisen Führungsschlitzes kann die Führungsschiene als G-Schiene ausgführt sein und eine zwischen dem Führungsschlitz und der Schienenwand angeordnete, ggf. spiralförmig umlaufende Lauffläche für ein Führungselement des Torblatts aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann eine Umlenkrolle für das Zugelement und/oder eine um eine feststehende Achse drehbare Führungsrolle für das Torblatt vorgesehen sein, die ggf. in einer als C-Schiene ausgeführten Führungsschiene aufgenommen sein kann.

Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Lauffläche sich

ausgehend von dem Führungsschlitz in Richtung auf die Schienenwand erstreckt und mit Abstand vor der Schienenwand endet. In diesem Fall verbleibt zwischen Lauffläche und Schienenwand noch genügend Platz für die Unterbringung einer Umlenkrolle für das ggf. als Gurt ausgeführte Zugelement.

Die Kraftübertragung über das spiralförmig verlaufende flexible Zugelement kann mit verschiedenen Torblattvarianten gekoppelt werden.

In einigen Ausführungsformen ist das Torblatt ein zumindest teilweise flexibler Behang, bevorzugt ein bahnförmiger Kunststoff behäng. Der Behang ist nicht

notwendigerweise vollständig flexibel, sondern kann mehrere flexible Abschnitte aufweisen, zwischen denen Versteifungen angeordnet sein können, die bspw. der Windsicherung dienen können. Der Behang kann zumindest teilweise aus Bahnelementen aus Polycarbonat (PC) bestehen. Ein leichtes Torblatt kann schnell geöffnet werden und ist kostengünstig herstellbar und transportierbar. Beispielsweise kann das Tor als Schnelllauftor ausgebildet sein, das bspw. einen Durchgang zwischen zwei Abschnitten einer Halle verschließen kann. Ein als flexibler Behang ausgebildetes Torblatt kann wiederholt von einer im Wesentlichen ebenen Stellung in eine mehrlagige Wickelstellung und wieder zurück in die ebene Stellung gebogen werden. Dabei können an den seitlichen Rändern des Behangs Scharnierbänder angeordnet sein, die an Stabilisierungsprofile des Behangs gekoppelt sind.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Torblatt als Panzer aus Aluminium und Elementen aus Polycarbonat ausgebildet.

Die Stabilität und Einbruchssicherheit des Tors kann dadurch verbessert werden, dass das Torblatt ein Panzer mit einer Vielzahl von beispielsweise über Scharniere oder Scharnierbänder gelenkig miteinander verbundenen steifen Profilen ist. Bspw. ist das Tor als Rolltor oder Spiraltor mit einem Lamellenpanzer ausgebildet. Aufgrund der gelenkigen Verbinder der Profile kann das Tor von einer ebenen Stellung in die mehrlagige

Wickelstellung und wieder zurück in die ebene Stellung gebracht werden.

Im Rahmen der Erfindung ist auch an die Ausführung von Toren gedacht, bei denen das Torblatt aus einer Kombination von steifen Profilen und einem nachgiebigen Behang besteht, wobei der nachgiebige Behang insbesondere im Bereich des bei der

Schließbewegung vorlaufenden Rands des Torblatts vorgesehen sein kann.

Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann an dem bei der Schließbewegung vorlaufenden Rand des Torblatts ein elastisch verformbares Stabilisierungselement vorgesehen sein, bei dem die einer Verformung des Stabilisierungselements in einer der Schließrichtung entgegengesetzten Richtung wirkende Rückstellkraft kleiner ist als die einer Verformung des Stabilisierungselements in einer quer dazu, insbesondere etwa senkrecht zum Schließelement in der Schließstellung, verlaufenden Richtung entgegenwirkende Rückstellkraft, um so bei einem Aufprall des Stabilisierungselements auf einen Gegenstand oder eine Person im Verlauf der Schließbewegung das Verletzungsrisiko zu reduzieren.

Entsprechende Stabilisierungselemente sind in der EP 1604091 B2 beschrieben. Der Offenbarungsgehalt dieser Schrift wird hinsichtlich der Ausführung elastisch verformbarer Stabilisierungselemente hiermit durch ausdrückliche Inbezugnahme in diese Beschreibung aufgenommen. Demnach kann das Stabilisierungselement eine in ein Elastomermaterial eingebettete Blattfeder mit senkrecht zur Schließrichtung ausgerichteter Hauptfläche aufweisen.

Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Öffnen eines Tors, insbesondere eines Rolltors oder Spiraltors. Gemäß dem

erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Torblatt mittels eines flexiblen Zugelements von einer Schließstellung in eine mehrlagige Wickelstellung gezogen. Das Zugelement kann als Gurt ausgebildet sein. Das flexible Zugelement ist an einem beim Öffnen des Torblatts vorlaufenden Abschnitt des Torblatts angebracht. Im Bereich seines seitlichen Rands kann das Torblatt durch eine Führungsanordnung mit einem spiralförmigen

Führungsbahnabschnitt geführt werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das flexible Zugelement beim Ziehen des Torblatts in die mehrlagige Wickelstellung auf einer etwa spiralförmig verlaufenden Zugbahn geführt. Die spiralförmige Zugbahn des flexiblen Zugelements kann den Verlauf des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts des Torblatts nachbilden. Auf diese Weise kann das flexible Zugelement das Torblatt ohne Kollision entlang des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts in die mehrlagige Wickelstellung ziehen.

Vorzugsweise wird das flexible Zugelement dabei auf einer Vielzahl von Umlenkrollen geführt, die derart angeordnet sind, dass das flexible Zugelement etwa spiralförmig angeordnet ist, wenn es außen auf den Abrollflächen der Umlenkrollen geführt ist.

Beispielsweise sind die Drehachsen der Umlenkrollen auf einer Spiralbahn angeordnet, deren Verlauf im Wesentlichen dem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt entsprechen kann und/oder die im Wesentlichen parallel oder versetzt dazu angeordnet ist.

Im Verlauf der Öffnungsbewegung wird das flexible Zugelement vorzugsweise auf eine sich drehende Wickelwellenanordnung aufgewickelt. Insbesondere umfasst die

Wickelwellenanordnung eine Gurtscheibe, auf die das flexible Zugelement aufgewickelt wird.

Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht ausdrücklich hervorgehobenen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Tors,

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Führungsanordnung zur Führung des Torblatts aus FIG. 1

Fig 3 eine schematische Ansicht des Teilbereichs des erfindungsgemäßen Tors aus

FIG. 1 mit Führungsanordnung aus FIG. 2,

Hg 4 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßeh Tors,

Fig 5 eine schematische Schnittdarstellung einer Führungsanordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 6 eine schematische Schnittdarstellung einer Führungsanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 7 eine schematische Darstellung der Führungsanordnung gemäß Fig. 5 und

Fig. 8 eine schematische Anordnung der Führungsanordnung gemäß Fig. 6.

Fig. 4 ist eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Tors 10, bspw. eines Spiral- oder Rolltors, mit einem Torblatt 20 zum Verschließen einer Toröffnung. FIG. 4 zeigt das Torblatt 20 in der Schließstellung, in der es die Toröffnung verschießt und im

Wesentlichen vertikal angeordnet ist, wobei der untere Torblattrand am Boden der zu verschließenden Toröffnung aufliegt.

Das Torblatt 20 kann entgegen der Schwererichtung in eine Öffnungsstellung bewegt werden, in der das Torblatt 20 in Form eines mehrlagigen Wickels in einer mehrlagigen Wickelstellung angeordnet ist. Die einzelnen Wickellagen berühren sich in der Wickelstellung und/oder im Verlauf der Öffnungsbewegung vorzugsweise nicht, um Beschädigungen des Torblatts zu vermeiden und um eine exakte Führung von der Schließstellung in die

Öffnungsstellung zu ermöglichen.

Das Torblatt 20 weist einen im Verlauf der Öffnungsbewegung vorlaufenden

Torblattabschnitt 24 und einen im Verlauf der Öffnungsbewegung nachlaufenden

Torblattabschnitt auf. Ferner weist das Torblatt zwei seitliche Ränder 22 auf, an denen das Torblatt 20 jeweils mittels einer Führungsanordnung 30 geführt ist, die einen Führungsschlitz oder eine Führungsschiene aufweisen kann. In der in Fig. 4 dargestellten Schließstellung ist das Torblatt im Bereich seiner seitlichen Ränder 22 in etwa vertikal verlaufenden

Führungsbahnabschnitten der Führungsanordnung 30 geführt, die lediglich durch

gestrichelte Linien angedeutet sind. Die Führungsanordnung 30 weist einen spiralförmigen Führungsbahnabschnitt 32 auf, in dem die seitlichen Ränder 22 des Torblatts beim Bewegen in die mehrlagige Wickelstellung geführt werden. Der spiralförmige Führungsbahnabschnitt 32 ist in Fig. 4 ebenfalls als gestrichelte Linie angedeutet.

In der mehrlagigen Wickelstellung umgibt das Torblatt 20 eine

Wickelwellenanordnung 50 in Form eines mehrlagigen Wickels. Die Wickelwellenanordnung 50 kann eine oberhalb der Toröffnung und/oder hinter einem Sturz der Toröffnung im

Wesentlichen horizontal verlaufende Wickelwelle aufweisen. Die Wickelwellenanordnung 50 kann mittels eines Torantriebs angetrieben werden, der bspw. als Rohrmotor ausgebildet sein kann. Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines oberen Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Tors 10, wie es beispielhaft in Fig. 4 dargestellt ist. Dabei ist die

Führungsanordnung 30 zum Führen des Torblatts 20 im Hinblick auf eine bessere

Übersichtlichkeit in Fig. 1 weggelassen. Die Führungsanordnung 30 ist in Fig. 2 gesondert dargestellt. Fig. 3 zeigt den oberen Teilbereich des erfindungsgemäßen Tors 10 aus Fig. 1 mit der daran angebrachten Führungsanordnung 30 aus Fig. 2.

In Fig. 1 und Fig. 3 ist das Torblatt 20 im Verlauf einer Öffnungsbewegung dargestellt, in der das Torblatt nach oben in die mehrlagige Wickelstellung gebracht wird. Hierzu ist an dem vorlaufenden Abschnitt 24 des Torblatts 20 ein flexibles Zugelement 40 wie etwa ein Gurt zum Ziehen des Torblatts 20 in die mehrlagige Wickelstellung angebracht.

In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist das Torblatt 20 als teilweise flexibler Behang 28 ausgebildet, der senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Torblatts verlaufende Versteifungen aufweisen kann, die der Windsicherung dienen können. Der Gurt kann an einem seitlichen Randabschnitt der im Verlauf der Öffnungsbewegung vorlaufenden

Torblattversteifung angebracht sein. Die seitlichen Ränder sind als Scharnierbänder ausgeführt, welche an den Versteifungen befestigt sind, wie in der EP 16 002 133.3 beschrieben.

Das flexible Zugelement 40 ist durch eine Vielzahl von Umlenkrollen 45 entlang einer spiralförmigen Zugbahn 42 geführt. Der Verlauf der spiralförmigen Zugbahn 42 entspricht im Wesentlichen dem Verlauf des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts 32 (siehe Fig. 2), entlang dem der vorlaufende Abschnitt 24 des Torblatts 20 im Verlauf der

Öffnungsbewegung des Torblatts geführt wird.

In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind zwanzig oder mehr Umlenkrollen 45 zur Führung des flexiblen Zugelements 45 entlang der spiralförmigen Zugbahn 42

vorgesehen. In einer alternativen Ausführungsform kann das flexible Zugelement 45 auch gleitend auf einer durchgängigen Spiralbahn geführt werden, bspw. auf dem spiralförmigen Führungsbahnabschnitt 32 der Führungsanordnung 30. Die Führung des flexiblen

Zugelements 40 mittels der vorzugsweise bezüglich koaxial zu Scharnierachsen der

Scharnierbänder 22 verlaufenden Drehachsen drehbaren Umlenkrollen 45 verringert jedoch den Verschleiß des flexiblen Zugelements 40 und die zum Ziehen des Torblatts in die Öffnungsstellung erforderliche Zugkraft.

Die Umlenkrollen 45 können derart angeordnet sein, dass ihre Drehachsen im

Wesentlichen auf einer Spiralbahn mit zwei, drei oder mehr Windungen liegen.

Vorzugsweise sind jeder der Windungen sechs, acht oder mehr Umlenkrollen zugeordnet, so dass durch die Umlenkrollen 45 eine einer Kreisspirale nachgebildete Bahn für das flexible Zugelement bereitgestellt werden kann. Eine hohe Anzahl von unter geringem Abstand angeordneten Umlenkroilen führt dazu, dass die spiralförmige Zugbahn 42 dem

vorzugsweise als Kreisspirale ausgebildeten spiralförmigen Führungsbahnabschnitt 32 besonders nahekommt, wodurch die Führung des Torblatts verbessert und die erforderliche Zugkraft verringert werden kann.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, kann das flexible Zugelement 40 einerseits an dem vorlaufenden Abschnitt 24 des Torblatts 20 und andererseits an einer Gurtscheibe 55 angebracht sein, die drehfest an der Wickelwelle 52 der Wickelwellenanordnung 50 gehalten ist. Die Gurtscheibe 55 ist derart an das flexible Zugelement 40 angepasst, dass dieses ohne die Gefahr von Überkreuzungen oder Verklemmungen auf die Gurtscheibe 55 aufgewickelt und von dieser abgewickelt werden kann. In Fig. 1 ist auch eine an dem entgegengesetzten Ende der Wickelwelle 52 optional angeordnete zweite Gurtscheibe dargestellt, auf der ein optionales zweites flexibles Zugelement beim Bewegen des Torblatts in die Öffnungsstellung aufgewickelt wird. Durch ein zweites flexibles Zugelement wird eine symmetrische

Krafteinleitung in das Torblatt gewährleistet.

Ein als Rohrantrieb ausgebildeter Torantrieb zum Antreiben der Wickelwelle 52 kann in der Wickelwelle 52 angeordnet sein. Alternativ kann auch ein Torantrieb vorgesehen sein, der in axialer Verlängerung der Wickelwelle 52 angeordnet ist und bspw. als Aufsteckantrieb ausgebildet ist.

Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht des spiralförmigen Führungsbahnabschnitts 32 der Führungsanordnung 30. Der spiralförmige Führungsbahnabschnitt 32 kann als ein in eine Führungsplatte eingebrachter spiralförmiger Führungsschlitz 34 ausgebildet sein.

Führungselemente 25 des Torblatts können in den Führungsschlitz 34 eingreifen bzw.

diesen durchgreifen, so dass das Torblatt entlang des spiralförmigen Führungsschlitzes 34 in die mehrlagige Wickellage geführt werden kann. Wie in Fig. 3 dargestellt ist, ist der spiralförmige Führungsbahnabschnitt 32 an einer Seite des Torblatts 20 derart angeordnet, dass seine zentrale Öffnung von der Wickelwellenanordnung 50 durchgriffen wird.

In Fig. 1 ist besonders gut erkennbar, dass die Führungselemente 25 des Torblatts an dem seitlichen Rand 22 des Torblatts 20 vorstehende drehbare Stift- oder Rollenelemente sind. In Fig. 3 ist dargestellt, dass diese Führungselemente 25 den Führungsschlitz 34 der Führungsanordnung 30 durchgreifen können, so dass deren vordere Abschnitte in einem Zwischenraum zwischen der Führungsplatte der Führungsanordnung 30 und einer

Seitenwand aufgenommen sind. In diesem Zwischenraum können auch die Umlenkrollen 45 für das flexible Zugelement drehbar gehalten sein. Die Umlenkrollen 45 sind bspw. im Bereich des seitlichen Rands 22 des Torblatts 20 auf der dem Torblatt abgewandten Seite des spiralförmigen Führungsschlitzes 34 der Führungsanordnung 30 gehalten.

In Fig. 1 ist ferner dargestellt, dass das flexible Zugelement 40 an dem im Verlauf der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Führungselement 26 des Torblatts in einem Abschnitt angebracht ist, der den Führungsschlitz 34 durchgreift.

Wie aus Fig. 3 erkennbar ist, ist das Torblatt 20 in der mehrlagigen Wickelstellung in Form eines Wickels mit voneinander beabstandeten Lagen angeordnet. Der Abstand der Lagen des Torblatts in der Öffnungsstellung entspricht im Wesentlichen dem Abstand benachbarter Windungen der spiralförmigen Führungsnut 34. Dabei sind die

Scharnierbänder 22 auf der dem Behang zugewandten Seite der Führungsplatte angeordnet, während das Zugelement auf der dem Behang abgewandten Seite der Führungsplatte angeordnet ist.

Wie in Fig. 4 bei 300 angedeutet, kann bei allen Ausführungsformen der Erfindung im Bereich des bei der Schließbewegung vorlaufenden Rands des Torblatts ein elastisch verformbares Stabilisierungselement vorgesehen sein, bei dem die einer Verformung des Stabilisierungselements in einer der Schließrichtung entgegenwirkenden Richtung

entgegenwirkende Rückstellkraft kleiner ist als die einer Verformung des

Stabilisierungselements in einer quer dazu, insbesondere etwa senkrecht zum

Schließelement in der Schließstellung verlaufenden Richtung entgegenwirkende

Rückstellkraft. Dadurch kann das Risiko der Beschädigung von Gegenständen und/oder der Verletzung von Personen bei einer Torblattschließbewegung vermieden werden, während gleichzeitig eine ausreichende Stabilisierungswirkung in einer senkrecht zur Torblattebene verlaufenden Richtung erreichbar ist.

Der Einsatz entsprechender Stabilisierungselemente hat sich im Besonderen dann als vorteilhaft erwiesen, wenn zumindest der in der Schließstellung untere Bereich des

Torblatts, eine Verformung ermöglichend, in Form eines nachgiebigen Behangs ausgeführt ist. Bei solchen Torblättern, bei denen der in der Schließstellung untere Bereich als nachgiebiger Behang ausgeführt ist, kann auch die erfindungsgemäß vorgesehene

Ankopplung eines flexiblen Zugelements am bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Abschnitt des Torblatts mit besonderem Vorteil eingesetzt werden, weil der Antrieb ohne Rücksicht auf die Stabilität des Torblatts in dem bei der Schließbewegung vorlaufenden Bereich an das Torblatt angekoppelt werden kann.

Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist die

Führungsanordnung eine als profiliertes Stahlblech oder als Aluminiumstrangpressprofil oder Kunststoffstrangpressprofil ausgeführte Führungsschiene auf, die als G-Schiene ausgeführt ist. In der Führungsschiene bzw. das Führungsprofil kann eine an dem Torblatt 120 angebrachte Führungsrolle 25 aufgenommen sein, deren Rollenachse einen

Führungsschlitz 134 durchsetzt. Die Führungsschiene 130 ist in der in Fig. 5 dargestellten senkrecht zur Bewegungsbahn verlaufenden Schnittebene mit Ausnahme des

Führungsschlitzes 134 geschlossen ausgeführt. Sie weist eine auf der dem Führungsschlitz 134 abgewandten Seite angeordnete Schienenwand 132 auf.

In der Führungsschiene 130 ist eine sich ausgehend von dem Führungsschlitz in Richtung auf die Schienenwand 132 erstreckende, im Wesentlichen ebene oder spiralförmig umlaufende Lauffläche 140 vorgesehen. Diese Lauffläche 140 erstreckt sich etwa parallel zur Bewegungsrichtung des Torblatts 120 und dient als Auflage für die an dem Torblatt 120 angebrachten Laufrollen. Während der Öffnungs- oder Schließbewegung rollen die

Laufrollen 125 auf der Lauffläche 140 der Führungsschiene 130 ab.

Zwischen dem der Schienenwand 132 zugewandten Rand der Lauffläche 140 und der Schienenwand 132 ist beispielhaft eine Umlenkrolle 145 für ein über einen Halter 126 am Torblatt 120 befestigtes Zugelement, wie etwa ein Gurt, dargestellt. Anstelle der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform kann unter Verzicht auf eine gesonderte Umlenkrolle 145 die Führung des Zugelements über die Lauffläche 140 erfolgen. Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung wird durch die Lauffläche 140 eine glatte Auflagefläche für die Führungsrolle und ggf. den Gurt geschaffen. Das ist für einen ruhigen Torlauf von Vorteil.

Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch von der anhand der Fig. 5 erläuterten Ausführungsform, dass unter Verzicht auf eine Lauffläche 140 ein um eine feststehende Drehachse drehbare

Führungsrolle 245 in der Führungsschiene 230 aufgenommen ist. Diese Führungsrolle dient sowohl zur Führung des Zugelements als auch zur Führung eines gleichzeitig als Halter für das Zugelement dienenden Gleitelements des Torblatts. Die in den Fig. 5 und 6 dargestellten Führungsschienen können, wie erwähnt, als profilierte Stahlbleche ausgeführt sein. Sie können aber auch als Strangpressprofile hergestellt sein.

Bei den anhand der Fig. 5 und 6 beispielhaft erläuterten Ausführungsformen der Erfindung können verschiedenartige Anordnungen der Führungselemente und Umlenkrollen gewählt werden. Führungselemente und Umlenkrollen können in einer senkrecht zur Bewegungsrichtung des Torblatts verlaufenden Richtung gegeneinander versetzt angeordnet sein. Die Führungsrollen können eine Doppelfunktion haben und gleichzeitig zur Führung des Zugelements und zur Führung des Torblatts dienen. In Fig. 7a ist der Verlauf der Führungsschienen 130 bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform halbperspektivisch angedeutet. Fig. 7b zeigt schematisch die Anordnung der Umlenkrollen 145 für das als Gurt 160 ausgeführte Zugelement innerhalb der

Führungsschienen 130. Fig. 8a zeigt die in Fig. 6 dargestellten Führungsschienen in schematischer perspektivischer Ansicht. Dabei übernehmen die Führungsrollen 245 eine Doppelfunktion, indem sie einerseits als Umlenkrolle für das als Gurt ausgeführte Zugelement fungieren und andererseits zur Führung der Torblattbewegung dienen. Die Führungsrollen weisen eine Aufnahme für den Führungsgurt auf, die beidseitig von jeweils einem überstehenden Bund begrenzt wird. Sobald der Führungsgurt in der Aufnahme aufgenommen ist, bilden der Führungsgurt und die beidseitig davon angeordneten Bundanordnungen eine ebene

Auflagefläche für die Führung der Torblattbewegung. Fig. 8b zeigt schematisch eine mögliche Anordnung der Führungsrollen 245 innerhalb der Führungsschienen 230.

Anstelle eines Torblatts in Form eines bahnförmigen Behangs kann ein in Form eines Panzers mit einer Vielzahl von gelenkig miteinander verbundenen Profilen ausgebildetes Torblatt vorgesehen sein.

Das Tor kann ferner eine Steuereinrichtung zum Steuern der Torblattbewegung und/oder zum Erzeugen von zum Stoppen der Torblattbewegung dienenden Steuersignalen aufweisen, bspw. wenn mittels eines Sensors ein Hindernis im Bewegungsweg des Torblatts detektiert wird. Der Sensor kann bspw. eine Fotozelle umfassen, auf die ein Lichtstrahl einer Lichtquelle gerichtet sein kann.

Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung erläuterte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr ist der erfindungsgemäße Öffnungsmechanismus auch bei anderen Arten von Toren einsetzbar, deren Torblätter in eine mehrlagige Wickelstellung bewegbar sind. Ferner kann das Torblatt mehrere flexible Zugelemente wie etwa Gurte zum Ziehen des Torblatts in die Öffnungsstellung aufweisen. In der vorliegenden Offenbarung wurde insbesondere die Öffnungsbewegung zum Öffnen des Torblatts beschrieben. Umgekehrt ist das Torblatt natürlich gleichermaßen wieder verschließbar, wobei sich das Torblatt bei Nachlassen der Zugspannung des flexiblen Zugelements unter Schwerkraftwirkung zurück in die Schließstellung bewegen kann. Bezugszeichenliste

10 Tor

20 Torblatt

22 seitlicher Rand des Torbiatts

24 vorlaufender Abschnitt des Torblatts

25 Führungselemente

26 vorlaufendes Führungselement

28 flexibler Behang

30 Führungsanordnung

32 spiralförmiger Führungsbahnabschnitt

34 Führungsschlitz

40 flexibles Zugelement, insbesondere Gurt

42 spiralförmige Zugbahn

45 Umlenkrollen

50 Wickelwellenanordnung

52 Wickelwelle

55 Gurtscheibe

1 20 Torblatt

125 Führungsrolle

126 Halter

130 Führungsschiene

1 32 Schienenwand

1 34 Führungsschlitz

140 Lauffläche

145 Umlenkrolle

230 Führungsschiene

232 Schienewand

234 Führungsschlitz

245 Umlenkrolle

300 Stabilisierungselement