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Title:
DOOR SENSOR DEVICE AND METHOD FOR OPERATING A DOOR SENSOR DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/072344
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates, among other things, to a door sensor device (20) for mounting on a door element (10), more particularly a swing door, which can be rotated about an axis of rotation (D), having at least one transmission device (21) for generating at least one monitoring beam (S) in the direction of the floor, said beam being oriented at an angle to the door leaf plane (E) of the door element (10), at least one receiving device (22) for receiving reflected or back-scattered radiation, and an evaluation device (23) for evaluating the radiation received by the receiving device (22) and generating an object detection signal. According to the invention, the evaluation device (23) is designed such that it checks whether a predefined exclusion condition is met, wherein the exclusion condition is dependent on at least three values, specifically an angle value specifying the rotational angle of the door element (10), a maximum value predefined for the evaluation device (23), said maximum value specifying a fixed, maximum permitted rotational angle of the door element (10), and a measuring-point-specific advance angle value, which specifies the angle between a section which is bounded by the measuring point (M1-Mn) formed by the monitoring beam (S) on the floor and the axis of rotation (D) of the door element (10), and the door leaf plane (E).

Inventors:
EGGELING, Markus (Victoria-Straße 9, Teltow, 14513, DE)
STRAUCH, Reinhard (Tessenowstraße 14A, Berlin, 13437, DE)
BARTSCH, Stephan (Ostpreußendamm 128, Berlin, 12207, DE)
Application Number:
DE2018/200089
Publication Date:
April 18, 2019
Filing Date:
September 28, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PEPPERL+FUCHS GMBH (Lilienthalstraße 200, Mannheim, 68307, DE)
International Classes:
G01S17/02; E05F15/43; E05F15/73; G01D5/28
Foreign References:
US4851746A1989-07-25
DE102008044990B42014-08-07
EP1375808A22004-01-02
US20130269255A12013-10-17
DE102008044990B42014-08-07
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER, Uwe (Moritzstraße 22, Berlin, 13597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Türsensoreinrichtung (20) zur Montage an einem um eine Drehachse (D) drehbaren Türelement (10), insbesondere einer Drehflügeltür, mit

- zumindest einer Sendeeinrichtung (21) zum Erzeugen zumindest eines winklig zu der Türblattebene (E) des Türelements (10) ausgerichteten Überwachungsstrahls (S) in Richtung Fußboden (30),

- zumindest einer Empfangseinrichtung (22) zum Empfangen reflektierter oder zurück gestreuter Strahlung und

- einer Auswerteinrichtung (23) zum Auswerten der von der Empfangseinrichtung (22) empfangenen Strahlung und Erzeugen eines Objekterkennungssignals,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) derart ausgestaltet ist, dass sie prüft, ob eine vorgegebene Ausschlussbedingung erfüllt ist, wobei die Ausschlussbedingung von zumindest drei Werten abhängig ist, nämlich

- von einem den jeweiligen Drehwinkel des Türelements (10) angebenden Winkelwert,

- von einem der Auswerteinrichtung (23) vorgegebenen Maximalwert, der einen fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements (10) angibt, und

- von einem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert , der den Winkel zwischen einer Strecke, die von der jeweiligen von dem Überwachungsstrahl (S) auf dem Fußboden (30) gebildeten Messstelle (Ml-Mn) und der Drehachse (D) des Türelements (10) begrenzt wird, und der Türblattebene (E) an- gibt.

2. Türsensoreinrichtung (20) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass - der oder die Überwachungsstrahlen (S) auf dem Fußboden (30) Messstellen (Ml-Mn) bilden, für die die Auswerteinrichtung (23) die empfangene Strahlung auswertet, und

- die Auswerteinrichtung (23) empfangene Strahlung derjeni- gen Messstellen (Ml-Mn) verwirft, in modifizierter Weise auswertet oder die Sendeeinrichtung (21) für diejenigen Messstellen (Ml-Mn) abschaltet, für die die Ausschlussbedingung erfüllt ist. 3. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

- der oder die Überwachungsstrahlen (S) auf dem Fußboden

(30) Messstellen (Ml-Mn) bilden, für die die Auswertein- richtung (23) die empfangene Strahlung auswertet,

- die Auswerteinrichtung (23) die Höhe der Messstellen (Ml- Mn) , für die die Ausschlussbedingung erfüllt ist, fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagert, und

- die Auswerteinrichtung (23) die empfangene Strahlung bezo- gen auf die fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagerte

Messstelle auswertet.

4. Türsensoreinrichtung (20) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) , wenn sie die empfangene Strahlung bezogen auf die fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagerte Messstelle auswertet, die empfangene Strahlung ausschließlich für einen Strahlbereich, der sich von der Türsensoreinrichtung (20) bis zu der vom Fußboden (30) nach oben verlagerten Messstelle erstreckt, berücksichtigt.

5. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) die Höhe der fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagerten Messstelle ermittelt gemäß:

wobei

Hei die Höhe der fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagerten i-ten Messstelle (Mi),

γ einen den jeweiligen Drehwinkel des Türelements (10) angebenden Winkelwert,

γmax den Maximalwert, der den fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements (10) angibt,

θ den Abstrahlwinkelwert, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen (S) und der Türblattebene (E) angibt,

H einen Höhenwert, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrichtung (20) an dem Türelement (10) über dem Fußboden (30) angibt, und

Xi einen messstellenindividuellen Abstandswert, der den radialen Abstand der i-ten Messstelle (Mi) von der Drehachse (D) des Türelements (10) angibt,

bezeichnet . 6. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 3 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) die Länge des Strahlweges bis zu der fiktiv vom Fußboden (30) nach oben verlagerten Messstelle (Mi') ermittelt gemäß: wobei

γ einen den jeweiligen Drehwinkel des Türelements (10) ange- benden Winkelwert,

γmax den Maximalwert, der den fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements (10) angibt,

θ den Abstrahlwinkelwert, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen (S) und der Türblattebene (E) angibt,

Li Länge des Strahlweges und

Xi einen messstellenindividuellen Abstandswert, der den radialen Abstand der jeweiligen Messstelle (Ml-Mn) von der Drehachse (D) des Türelements (10) angibt,

bezeichnet und

die Auswerteinrichtung (23) ausschließlich solche empfangene Strahlung berücksichtigt, die maximal das Zweifache der Länge des Strahlweges Li zurückgelegt hat. 7. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) die Ausschlussbedingung für diejenigen Messstellen (Ml-Mn) als erfüllt ansieht, für die die Winkelsumme aus dem Winkelwert und dem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert den Maximalwert erreicht oder überschreitet .

8. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinrichtung (23) den messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert ermittelt unter Heranziehung

- eines Höhenwerts, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrichtung (20) an dem Türelement (10) über dem Fußboden (30) angibt,

- eines Abstrahlwinkelwerts, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen (S) und der Türblattebene (E) angibt, und

- eines messstellenindividuellen Abstandswerts, der den Abstand der jeweiligen Messstelle (Ml-Mn) von der Drehachse (D) des Türelements (10) angibt.

9. Türsensoreinrichtung (20) nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) den messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert ermittelt gemäß ßi den Vorlaufwinkelwert , θ den Abstrahlwinkelwert, H den Höhenwert und Xi den messstellenindividuellen Abstandswert bezeichnet .

10. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Türsensoreinrichtung (20) ihre Anbauhöhe selbst misst und den Höhenwert selbst bestimmt. 11. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Türsensoreinrichtung (20) eine Eingabeschnittstelle aufweist, die eine externe Eingabe des Höhenwerts ermöglicht.

12. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 11,

dadurch gekennzeichnet, dass

- die Auswerteinrichtung (23) den messstellenindividuellen Abstandswert zumindest einer Messstelle (Ml-Mn) auf der Basis eines Startwerts und eines messstellenindividuellen Relativwertes ermittelt,

- wobei der Startwert den Abstand der zu der Drehachse (D) des Türelements (10) nächstliegenden Messstelle (Ml-Mn) von der Drehachse (D) angibt und

- wobei der messstellenindividuellen Relativwert den Abstand der zumindest einen Messstelle (Ml-Mn) von der zu der

Drehachse (D) des Türelements (10) nächstliegenden Messstelle (Ml-Mn) angibt.

13. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 12,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswerteinrichtung (23) die messstellenindividuellen Abstandswerte auf der Basis eines Startwerts, der den Abstand der zu der Drehachse (D) nächstliegenden Messstelle (Ml-Mn) von der Drehachse (D) des Türelements (10) angibt, eines Rasterwerts, der den Rasterabstand zwischen den Messstellen (Ml- Mn) angibt, und einer messstellenindividuellen Rasterposition der jeweiligen Messstelle (Ml-Mn) bestimmt. 14. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, dass die Türsensoreinrichtung (20) ihren Abstand von der Drehachse (D) selbst misst und/oder den Startwert selbst bestimmt.

15. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Türsensoreinrichtung (20) eine Eingabeschnittstelle aufweist, die eine externe Eingabe des Abstands der Türsensoreinrichtung (20) von der Drehachse (D) und/oder des Start- werts ermöglicht.

16. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Rasterwert in der Türsensoreinrichtung (20) gespeichert ist .

17. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 16,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Türsensoreinrichtung (20) den Abstrahlwinkelwert selbst bestimmt .

18. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 17,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Türsensoreinrichtung (20) eine Eingabeschnittstelle aufweist, die eine externe Eingabe des Abstrahlwinkelwerts ermöglicht .

19. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinrichtung (21) eine Vielzahl an Einzelemittern aufweist, die auf einer fiktiven Emitterlinie angeordnet sind und jeweils eine Messstellen (Ml-Mn) bilden. 20. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sendeeinrichtung (21) eine Scannvorrichtung ist, die den Bereich vor dem Türelement (10) entlang einer Scannlinie un- ter Bildung einer Vielzahl an Messstellen (Ml-Mn) scannt, wobei die Länge der Scannlinie und/oder die Anzahl der ausgewerteten Messstellen (Ml-Mn) davon abhängt, wie viele Messstellen (Ml-Mn) in Abhängigkeit von den zumindest drei Werten verworfen werden.

21. Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Türsensoreinrichtung (20) ein Lichttaster ist.

22. Türelement (10), insbesondere Drehflügeltür,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Türelement (10) mit einer Türsensoreinrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche ausgestattet ist.

23. Verfahren zum Betreiben einer Türsensoreinrichtung (20), die zur Montage an einem um eine Drehachse (D) drehbaren Türelement (10), insbesondere einer Drehflügeltür, geeignet ist, wobei

- zumindest ein winklig zu der Türblattebene (E) ausgerichteter Überwachungsstrahl (S) auf den Fußboden (30) gerichtet wird, - reflektierte oder zurück gestreute Strahlung empfangen wird und

- empfangene Strahlung ausgewertet und ein Objekterkennungssignal gebildet wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

geprüft wird, ob eine vorgegebene Ausschlussbedingung erfüllt ist, wobei die Ausschlussbedingung von zumindest drei Werten abhängig ist, nämlich

- von einem den jeweiligen Drehwinkel des Türelements (10) angebenden Winkelwert,

- von einem der Auswerteinrichtung (23) vorgegebenen Maximalwert, der einen fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements (10) angibt, und

- von einem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert , der den Winkel zwischen einer Strecke, die von der jeweiligen von dem Überwachungsstrahl (S) auf dem Fußboden (30) gebildeten Messstelle (Ml-Mn) und der Drehachse (D) des Türelements (10) begrenzt wird, und der Türblattebene (E) gebildet wird.

Description:
Beschreibung

Türsensoreinrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Türsensoreinrichtung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Türsensoreinrichtung zur Montage an einem um eine Drehachse drehbaren Türelement, insbesondere einer Drehflügeltür, mit zumindest einer Sendeeinrichtung zum Erzeugen zumindest eines winklig zu der Tür- blattebene des Türelements ausgerichteten Überwachungsstrahls in Richtung Fußboden, zumindest einer Empfangseinrichtung zum Empfangen reflektierter oder zurück gestreuter Strahlung und einer Auswerteinrichtung zum Auswerten der von der Empfangseinrichtung empfangenen Strahlung und Erzeugen eines Objekt- erkennungssignals .

Eine solche Türsensoreinrichtung ist in der deutschen Patentschrift DE 10 2008 044 990 B4 beschrieben. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Türsensoreinrichtung anzugeben, die einen sicheren Betrieb mit geringem Montageaufwand erlaubt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Türsensorein- richtung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Türsensoreinrichtung sind in Unteransprüchen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Auswertein- richtung derart ausgestaltet ist, dass sie prüft, ob eine vorgegebene Ausschlussbedingung erfüllt ist, wobei die Ausschlussbedingung von zumindest drei Werten abhängig ist, nämlich von einem den jeweiligen Drehwinkel des Türelements an- gebenden Winkelwert, von einem der Auswerteinrichtung vorgegebenen Maximalwert, der einen fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements angibt, und von einem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert , der den Winkel zwischen einer Strecke, die von der jeweiligen von dem Überwachungsstrahl auf dem Fußboden gebildeten Messstelle und der Drehachse des Türelements begrenzt wird, und der Türblattebene angibt . Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Türsensoreinrichtung ist darin zu sehen, dass diese - ohne die Notwendigkeit einer vorherigen Einlernfahrt - betriebsbereit sein kann, nachdem diese montiert ist. Dies ist konkret darauf zurückzuführen, dass das Erreichen einer vorgegebene Schutz- feldgrenze, die das Türelement beim Verschwenken nicht erreichen oder überschreiten darf, sensorseitig allein auf der Basis der drei anspruchsgemäß vorgesehenen Werte erkannt werden kann . Wie weiter unten erläutert wird, können der Winkelwert und die messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwerte mittels eigener Sensoren der Türsensoreinrichtung erfasst werden; alternativ können sie beim Parametrieren der Türsensoreinrichtung eingegeben werden.

Der den jeweiligen Drehwinkel des Türelements angebende Winkelwert kann von der Türsensoreinrichtung selbst gemessen werden, von einem anderen Sensor gemessen und an die Türsensoreinrichtung übertragen werden oder von einem das Türele- ment schwenkenden Antrieb als Stellgröße übermittelt werden.

Vorteilhaft ist es, wenn der oder die Überwachungsstrahlen auf dem Fußboden Messstellen bilden, für die die Auswertein- richtung die empfangene Strahlung auswertet, und die Auswerteinrichtung empfangene Strahlung derjenigen Messstellen verwirft, in modifizierter Weise auswertet oder die Sendeeinrichtung für diejenigen Messstellen abschaltet, für die die Ausschlussbedingung erfüllt ist.

Bei einer als besonders vorteilhaft angesehenen Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass der oder die Überwachungsstrahlen auf dem Fußboden Messstellen bilden, für die die Auswert- einrichtung die empfangene Strahlung auswertet, die Auswerteinrichtung die Höhe der Messstellen, für die die Ausschlussbedingung erfüllt ist, fiktiv vom Fußboden nach oben verlagert, und die Auswerteinrichtung die empfangene Strahlung bezogen auf die fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerte Mess- stelle auswertet. Das Verlagern der Messstelle nach oben erfolgt vorzugsweise derart, dass die verlagerte Messstelle auf der Schutzfeldgrenze liegt, und zwar mit einem vertikalen Abstand vom Fußboden. Vorzugsweise berücksichtigt die Auswerteinrichtung, wenn sie die empfangene Strahlung bezogen auf die fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerte Messstelle auswertet, die empfangene Strahlung ausschließlich für einen Strahlbereich, der sich von der Türsensoreinrichtung bis zu der vom Fußboden nach o- ben verlagerten Messstelle erstreckt.

Die Auswerteinrichtung wird die Höhe der fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerten Messstelle bevorzugt ermitteln gemäß:

wobei Hei die Höhe der fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerten i- ten Messstelle,

γ einen den jeweiligen Drehwinkel des Türelements angebenden Winkelwert,

γmax den Maximalwert, der den fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements angibt,

θ den Abstrahlwinkelwert, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen und der Türblattebene angibt, H einen Höhenwert, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrichtung an dem Türelement über dem Fußboden angibt, und

Xi einen messstellenindividuellen Abstandswert, der den radialen Abstand der jeweiligen i-ten Messstelle von der Drehachse des Türelements angibt,

bezeichnet .

Auch ist es vorteilhaft, wenn die Auswerteinrichtung die Länge des Strahlweges bis zu der fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerten Messstelle ermittelt gemäß: wobei

γ einen den jeweiligen Drehwinkel des Türelements angebenden Winkelwert,

γmax den Maximalwert, der den fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements angibt,

θ den Abstrahlwinkelwert, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen und der Türblattebene angibt, Li Länge des Strahlweges und Xi einen messstellenindividuellen Abstandswert, der den radialen Abstand der jeweiligen Messstelle von der Drehachse des Türelements angibt,

bezeichnet und

die Auswerteinrichtung ausschließlich solche empfangene

Strahlung berücksichtigt, die maximal das Zweifache der Länge des Strahlweges Li zurückgelegt hat.

Die Auswerteinrichtung sieht die Ausschlussbedingung vorzugs- weise für diejenigen Messstellen als erfüllt an, für die die Winkelsumme aus dem Winkelwert und dem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert den Maximalwert erreicht oder überschreitet . Die Auswerteinrichtung ermittelt den messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert vorzugsweise unter Heranziehung eines Höhenwerts, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrichtung an dem Türelement über dem Fußboden angibt, eines Abstrahlwinkelwerts, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwa- chungsstrahlen und der Türblattebene angibt, und eines messstellenindividuellen Abstandswerts, der den Abstand der jeweiligen Messstelle von der Drehachse des Türelements angibt.

Die Auswerteinrichtung ermittelt den messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert vorzugsweise gemäß

ßi den Vorlaufwinkelwert , θ den Abstrahlwinkelwert, H den Hö- henwert und Xi den messstellenindividuellen Abstandswert bezeichnet . Die Türsensoreinrichtung misst ihre Anbauhöhe vorzugsweise selbst und bestimmt den Höhenwert somit vorzugsweise selbst.

Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Türsensoreinrichtung eine Eingabeschnittstelle aufweist, die eine externe Eingabe des Höhenwerts ermöglicht.

Mit Blick auf die messstellenindividuellen Abstandswerte wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Auswerteinrichtung den messstellenindividuellen Abstandswert zumindest einer Messstelle auf der Basis eines Startwerts und eines messstellenindividuellen Relativwertes ermittelt, wobei der Startwert den Abstand der zu der Drehachse des Türelements nächstliegenden Messstelle von der Drehachse angibt und wobei der messstellenindividuellen Relativwert den Abstand der zumindest einen Messstelle von der zu der Drehachse des Türelements nächstliegenden Messstelle angibt.

Auch kann es vorteilhaft sein, wenn die Auswerteinrichtung die messstellenindividuellen Abstandswerte auf der Basis eines Startwerts, der den Abstand der zu der Drehachse nächstliegenden Messstelle von der Drehachse des Türelements angibt, eines Rasterwerts, der den Rasterabstand zwischen den Messstellen angibt, und einer messstellenindividuellen Ras- terposition der jeweiligen Messstelle bestimmt.

Die Türsensoreinrichtung misst ihren Abstand von der Drehachse vorzugsweise selbst und/oder bestimmt den Startwert vorzugsweise ebenfalls selbst.

Alternativ oder zusätzlich kann die Türsensoreinrichtung eine Eingabeschnittstelle aufweisen, die eine externe Eingabe des Abstands der Türsensoreinrichtung von der Drehachse und/oder des Startwerts ermöglicht.

Der genannte Rasterwert ist bevorzugt in der Türsensorein- richtung gespeichert.

Die Türsensoreinrichtung bestimmt den Abstrahlwinkelwert vorzugsweise selbst. Auch ist es vorteilhaft, wenn die Türsensoreinrichtung eine Eingabeschnittstelle aufweist, die eine externe Eingabe des Abstrahlwinkelwerts ermöglicht.

Die Sendeeinrichtung weist vorzugsweise eine Vielzahl an Ein- zelemittern auf, die auf einer fiktiven Emitterlinie angeordnet sind und jeweils eine Messstellen bilden und vorzugsweise gemeinsam ein Lichtgitter erzeugen.

Alternativ, aber ebenso vorteilhaft, kann die Sendeeinrich- tung eine Scannvorrichtung sein, die den Bereich vor dem Türelement entlang einer Scannlinie unter Bildung einer Vielzahl an Messstellen scannt, wobei die Länge der Scannlinie

und/oder die Anzahl der ausgewerteten Messstellen davon abhängt, wie viele Messstellen in Abhängigkeit von den zumin- dest drei Werten verworfen werden.

Die Türsensoreinrichtung ist bevorzugt ein Lichttaster.

Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Türelement, insbesondere eine Drehflügeltür. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass diese mit einer Türsensoreinrichtung ausgestattet ist, wie sie oben beschrieben worden ist. Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Türelements sei auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Türsensoreinrichtung verwiesen. Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Verfahren zum Betreiben einer Türsensoreinrichtung, die zur Montage an einem um eine Drehachse drehbaren Türelement, insbesondere einer Drehflügeltür, geeignet ist, wobei zumindest ein winklig zu der Türblattebene ausgerichteter Überwachungsstrahl auf den Fußboden gerichtet wird, reflektierte oder zurück gestreute Strahlung empfangen wird und empfangene Strahlung ausgewertet und ein Objekterkennungssignal gebildet wird.

Bezüglich eines solchen Verfahrens ist vorgesehen, dass ge- prüft wird, ob eine vorgegebene Ausschlussbedingung erfüllt ist, wobei die Ausschlussbedingung von zumindest drei Werten abhängig ist, nämlich von einem den jeweiligen Drehwinkel des Türelements angebenden Winkelwert, von einem der Auswerteinrichtung vorgegebenen Maximalwert, der einen fest vorgegebe- nen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements angibt, und von einem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert , der den Winkel zwischen einer Strecke, die von der jeweiligen von dem Überwachungsstrahl auf dem Fußboden gebildeten Messstelle und der Drehachse des Türelements begrenzt wird, und der Tür- blattebene gebildet wird.

Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Türsensoreinrichtung verwiesen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft Figur 1 ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Türsensoreinrichtung, die an einem Türelement montiert ist, wobei die Figur 1 eine Frontalansicht auf das Türelement zeigt,

Figur 2 das Türelement gemäß Figur 1 mit der daran montierten Türsensoreinrichtung mit Blick auf die Stirnkante des Türelements, Figur 3 die Türsensoreinrichtung und das Türelement gemäß den Figuren 1 und 2 in einer Sicht von oben, wobei die Figur 3 einen geschlossenen Zustand des Türelements zeigt, Figur 4 das Türelement gemäß den Figuren 1 bis 3 bei einem

Öffnen des Türelements bzw. bei einem Verschwenken des Türelements in Richtung einer vorgegebenen

Schutzfeldgrenze, Figur 5 beispielhaft eine mögliche Arbeitsweise der Türsensoreinrichtung für den Fall, dass diese empfangene Strahlung bezogen auf eine fiktive vom Fußboden nach oben verlagerte Messstelle auswerten soll, Figur 6 ein Ausführungsbeispiel für eine Sendeeinrichtung, die bei der Türsensoreinrichtung gemäß den Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann,

Figur 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Sendeeinrichtung, die bei der Türsensoreinrichtung gemäß den Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann, und Figur 8 ein Ausführungsbeispiel für eine Auswerteinrichtung, die bei der Türsensoreinrichtung gemäß den Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann. In den Figuren werden der Übersicht halber für identische o- der vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet .

Die Figur 1 zeigt in einer Frontaldarstellung ein Türelement 10, das um eine Drehachse D drehbar ist. Bei dem Türelement

10 kann es sich beispielsweise um eine Drehflügeltür handeln. Das Türelement 10 ist mit einer Türsensoreinrichtung 20 ausgestattet, die eine Sendeeinrichtung 21, eine Empfangseinrichtung 22 und eine Auswerteinrichtung 23 umfasst.

Die Sendeeinrichtung 21 der Türsensoreinrichtung 20 erzeugt einen oder mehrere Überwachungsstrahlen S, die auf einem Fußboden 30 Messstellen Ml bis Mn bilden. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 sind beispielhaft zehn Messstellen ge- zeigt, es gilt hier also n=10. Die Anzahl der Messstellen ist selbstverständlich nur beispielhaft zu verstehen.

Befindet sich ein Objekt im Bereich des oder der Messstrahlen S, so wird dies die Auswerteinrichtung 23 anhand der von der Empfangseinrichtung 22 empfangenen Strahlung feststellen, beispielsweise an der Intensität der Strahlung oder der Entfernung der durch das Objekt gebildeten Reflexions- und/oder Streuungsstelle. Im Falle eines erkannten Objekts erzeugt die die Auswerteinrichtung 23 ein Objekterkennungssignal, das ein erkanntes Objekt anzeigt, und andernfalls ein Signal bzw. Objekterkennungssignal, das kein erkanntes Objekt anzeigt. Ein Höhenwert, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrichtung 20 an dem Türelement 10 über dem Fußboden 30 angibt, ist in der Figur 1 mit dem Bezugszeichen H gekennzeichnet. Die Figur 2 zeigt das Türelement 10 mit der daran montierten Türsensoreinrichtung 20 in einer Sicht auf die von der Drehachse D gemäß Figur 1 entfernte Stirnkante (Hauptschließkante) . Es lässt sich erkennen, dass die Sendeeinrichtung 21 den oder die Überwachungsstrahlen S mit einem Abstrahlwinkel re- lativ zur Türblattebene E abstrahlt. Der Abstrahlwinkel bzw. der Abstrahlwinkelwert ist in der Figur 2 mit dem Bezugszeichen θ gekennzeichnet.

Durch den Abstrahlwinkel bzw. den Abstrahlwinkelwert θ wird eine Schutzfeldweite SW festgelegt, die den räumlichen Abstand zwischen jeder der Messstellen und dem Türelement 10 angibt. Die Schutzfeldweite SW berechnet sich wie folgt:

SW = H tanθ.

Durch den Abstrahlwinkel θ relativ zur Türblattebene E bzw. durch die Schutzfeldweite SW ergibt sich ein messstellenindi- vidueller Vorlaufwinkel zwischen jeder der Messstellen und der Türblattebene E.

Die Figur 3 zeigt die Vorlaufwinkel der Messstellen Ml bis Mn am Beispiel der ersten Messstelle Ml und der n-ten Messstelle Mn näher im Detail. Die Vorlaufwinkel bzw. Vorlaufwinkelwerte der Messstellen Ml und Mn sind in der Figur 3 mit den Bezugs- zeichen ßl und ßn gekennzeichnet.

Für die n Messstellen Ml bis Mn lassen sich die Vorlaufwinkelwerte wie folgt ermitteln: wobei ßi den Vorlaufwinkelwert der i-ten Messstelle (1 ≤ i ≤ n) , θ den Abstrahlwinkelwert, H den Höhenwert und Xi den Abstandswert der i-ten Messstelle von der Drehachse D bezeichnet .

Wird nun bei der Darstellung gemäß Figur 3 das Türelement 10 geöffnet und in Richtung einer vorgegebenen Schutzfeldgrenze 40 gedreht, so werden die Messstellen Ml bis Mn die Schutzfeldgrenze 40 zu unterschiedlichen Zeitpunkten bzw. bei unterschiedlichen Drehwinkeln γ des Türelements erreichen. Konkret wird die erste Messstelle Ml aufgrund ihres größten Vor- laufwinkels ßl zuerst die Schutzfeldgrenze 40 erreichen, wohingegen die n-te Messstelle Mn aufgrund ihres kleineren Vorlaufwinkels ßn als letzte Messstelle auf die Schutzfeldgrenze 40 trifft. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 3 liegt die

Schutzfeldgrenze 40 bei einem Drehwinkel des Türelements von 90°; dies ist nur beispielhaft zu verstehen, die Schutzfeldgrenze 40 kann auch bei einem anderen, also kleineren oder größeren Drehwinkel des Türelements liegen.

Die Figur 4 zeigt das Türelement 10 in einem teilgeöffneten Zustand. Der Drehwinkel des Türelements 10 bzw. dessen Winkelwert ist in der Figur 4 mit dem Bezugszeichen γ gekennzeichnet. Ein Maximalwert, der einen fest vorgegebenen maxi- mal zulässigen Drehwinkel γ des Türelements 10 und damit die Winkellage der Schutzfeldgrenze 40 angibt, ist in der Figur 4 mit dem Bezugszeichen γmax gekennzeichnet.

In der Figur 4 lässt sich erkennen, dass - wie bereits im Zu- sammenhang mit der Figur 3 erläutert - die Messstellen Ml bis Mn die Schutzfeldgrenze 40 bei unterschiedlichen Drehwinkeln γ des Türelements 10 erreichen. Bei der Darstellung gemäß Figur 4 hat die erste Messstelle Ml die Schutzfeldgrenze 40 bereits passiert, die zweite Messstelle M2 liegt genau an der Schutzfeldgrenze 40.

Die Auswerteinrichtung 23 ist bei der Türsensoreinrichtung 20 gemäß den Figuren 1 bis 4 derart ausgestaltet, dass sie die Auswertung bzw. die Art der Auswertung der von den Messstel- len Ml bis Mn empfangenen Strahlung in Abhängigkeit davon vornimmt, ob eine vorgegebene Ausschlussbedingung erfüllt ist oder nicht.

Vorteilhaft ist es, wenn die Auswerteinrichtung 23 die Aus- Schlussbedingung für diejenigen Messstellen Mi als erfüllt ansieht, für die die Winkelsumme aus dem Winkelwert γ, der den jeweiligen Drehwinkel des Türelements 10 angibt, und dem messstellenindividuellen Vorlaufwinkelwert ßi, der den Vorlaufwinkelwert der jeweiligen Messstelle Mi definiert, den Maximalwert γmax, der den maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements 10 angibt, erreicht oder überschreitet. Konkret wird die Auswerteinrichtung 23 die Ausschlussbedingung also für diejenigen Messstellen Mi (1 ≤ i ≤ n), als erfüllt ansehen, für die gilt: In Abhängigkeit von dem Erfüllen oder Nichterfüllen der Ausschlussbedingung kann die Auswerteinrichtung 23 empfangene Strahlung der jeweiligen Messstelle Mi verwerten, verwerfen oder in anderer Weise auswerten. Beispielsweise kann die Aus- werteinrichtung 23 die empfangene Strahlung von denjenigen

Messstellen außer Betracht lassen bzw. verwerfen, für die die Ausschlussbedingung erfüllt ist.

Alternativ kann die Auswerteinrichtung 23 die empfangene Strahlung von denjenigen Messstellen, bei denen die Ausschlussbedingung erfüllt ist, in anderer Weise verwerten bzw. auswerten als für diejenigen Messstellen, für die die Ausschlussbedingung nicht erfüllt ist. Dies soll beispielhaft nachfolgend im Zusammenhang mit der Figur 5 näher erläutert werden.

Die Figur 5 zeigt beispielhaft das Türelement 10 in einer Sicht auf die Stirnkante des Türelements 10 bei unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Türelements:

Mit dem Bezugszeichen 11 ist das Türelement in der in der Figur 1 gezeigten geschlossenen Stellung gezeigt.

Das Bezugszeichen 12 zeigt das Türelement in einer Stellung, bei der die i-te Messstelle Mi die Schutzfeldgrenze 40 noch nicht erreicht hat.

Das Bezugszeichen 13 zeigt das Türelement, nachdem durch das Drehen um die Drehachse D in Figur 1 die Messstelle Mi die Schutzfeldgrenze 40 bereits passiert hat. So lässt sich in der Figur 5 erkennen, dass die Messstelle Mi jenseits der Schutzfeldgrenze 40 liegt. Das Überschreiten der Schutzfeldgrenze 40 kann die Auswerteinrichtung 23 durch die Überprüfung der Ausschlussbedingung feststellen :

Da diese Ausschlussbedingung bei der mit dem Bezugszeichen 13 gekennzeichneten Stellung des Türelements erfüllt ist, wird die Auswerteinrichtung 23 die Messstelle Mi fiktiv nach oben verlagern, und zwar derart, dass die fiktiv verlagerte Messstelle Mi' genau auf der Schutzfeldgrenze 40 oberhalb des Fußbodens 30 liegt.

Die fiktiv verlagerte Messstelle Mi' liegt somit nicht mehr auf dem Fußboden 30, sondern weist gegenüber dem Fußboden 30 eine Höhe auf, die in der Figur 5 mit dem Bezugszeichen Hci gekennzeichnet ist. Die Höhe der fiktiv nach oben verlagerten Messstelle Mi' lässt sich wie folgt berechnen:

wobei Hci die Höhe der fiktiv vom Fußboden nach oben verlagerten i-ten Messstelle und Xi einen messstellenindividuellen Abstandswert, der den radialen Abstand der jeweiligen i-ten Messstelle von der Drehachse D des Türelements angibt (siehe Figur 3), bezeichnet.

Nachdem nun die Auswerteinrichtung 23 die Höhe Hci der fiktiv nach oben verlagerten Messstelle Mi' ermittelt hat, kann sie die von dieser verlagerten Messstelle Mi' kommende Strahlung ausschließlich für einen Strahlbereich auswerten, der sich von der Türsensoreinrichtung 20 bis zu der verlagerten Mess- stelle Mi' erstreckt. Beispielsweise kann die Auswerteinrichtung 23 die Länge Li des Strahlwegs bis zu der fiktiv vom Fußboden 30 nach oben verlagerten Messstelle Mi' ermitteln gemäß :

Die Auswerteinrichtung 23 kann nun beispielsweise ausschließlich solche empfangene Strahlung berücksichtigen, die maximal das Zweifache der Länge des Strahlweges Li zurückgelegt hat.

Das Berücksichtigen empfangener Strahlung in Abhängigkeit von der Länge Li des Strahlwegs ist beispielsweise möglich, wenn die Auswerteinrichtung 23 die Verzögerungszeit auswertet, die von dem Wegsenden des Überwachungsstrahls S durch die Sendeeinrichtung 21 bis zum Empfangen der empfangenen Strahlung durch die Empfangseinrichtung 22 vergeht. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass es sich bei der Empfangseinrichtung 22 um einen Distanzsensor handelt, der die Dis- tanz empfangener Strahlung ermitteln kann und es somit der Auswerteinrichtung 23 ermöglicht, ausschließlich empfangene Strahlung bis zu der verlagerten Messstelle Mi' zu verwerten.

Die Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Sendeein- richtung 21, die bei der Türsensoreinrichtung 20 gemäß den

Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann. Die Sendeeinrichtung 21 weist eine Stromquelle 100 auf, die mit einer Vielzahl an Lichtemittern 110 in Verbindung steht und diese mit Strom speisen kann. Bei den Lichtemittern kann es sich beispiels- weise um Leuchtdioden, insbesondere Infrarotleuchtdioden, handeln . Die Lichtemitter 110 sind bei dem Ausführungsbeispiel entlang einer geradlinigen Emitterlinie angeordnet, so dass sich die in den Figuren 1 bis 5 gezeigten und ebenfalls auf einer Linie liegenden Messstellen Ml bis Mn erzeugen lassen.

Die Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Sendeeinrichtung 21, die bei der Türsensoreinrichtung 20 gemäß den Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann. Die Sendeeinrichtung 21 weist einen Lichtemitter 200 und einen um eine Achse 210 rotierenden Umlenkspiegel 220 auf, der die von dem Lichtemitter 200 erzeugte Strahlung je nach seiner jeweiligen Drehwinkelstellung ω umlenkt. Die Sendeeinrichtung 21 gemäß Figur 7 bildet somit eine Scannanordnung, die den Bereich vor dem Türelement 10 entlang einer Scannlinie unter Bildung ei- ner Vielzahl an Messstellen scannt. Die Länge der Scannlinie oder die Anzahl der ausgewerteten Messstellen, die von der Auswerteinrichtung 23 ausgewertet werden, kann beispielsweise davon abhängig gemacht werden, wie viele Messstellen - in Abhängigkeit von dem Erfülltsein oder dem Nichterfülltsein der Ausschlussbedingung - ausgewertet oder verworfen werden sollen .

Die Figur 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Auswerteinrichtung 23, die bei der Türsensoreinrichtung 20 gemäß den Figuren 1 bis 5 eingesetzt werden kann. Die Auswerteinrichtung 23 umfasst eine Recheneinrichtung 300 und einen Speicher 310. In dem Speicher 310 ist ein Betriebsprogramm BP abgespeichert, das den Betrieb der Recheneinrichtung 300 festlegt und es der Recheneinrichtung 300 ermöglicht, wie oben be- schrieben zu arbeiten und die Ausschlussbedingung zu prüfen.

In dem Speicher 310 können beispielsweise einer oder mehrere der folgenden Werte abgespeichert sein: - der den jeweiligen Drehwinkel des Türelements angebende Winkelwert γ,

- der Maximalwert γmax, der den fest vorgegebenen, maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements und damit die Lage der Schutzfeldgrenze 40 angibt,

- der Abstrahlwinkelwert θ, der den Abstrahlwinkel zwischen dem oder den Überwachungsstrahlen S und der Türblattebene E angibt,

- der Höhenwert H, der die Anbauhöhe der Türsensoreinrich- tung 20 an dem Türelement 10 über dem Fußboden 30 angibt, und

- die messstellenindividuellen Abstandswerte Xl-Xn, die den radialen Abstand der jeweiligen Messstelle von der Drehachse D des Türelements 10 angeben.

Der Winkelwert γ, der Abstrahlwinkelwert θ, der Höhenwert H und die messstellenindividuellen Abstandswerte Xl-Xn können von der Türsensoreinrichtung 20 mittels eigener Sensoren selbst bestimmt und im Speicher 310 hinterlegt werden.

Sind die Messstellen äquidistant, so ist es vorteilhaft, wenn die Auswerteinrichtung 23 die messstellenindividuellen Abstandswerte der Messstellen M2-Mn auf der Basis eines Startwerts und eines messstellenindividuellen Relativwertes ermit- telt. Der Startwert ist zum Beispiel der Abstandswert XI zwischen der Messstelle Ml und der Drehachse D, und der mess- stellenindividuelle Relativwert ist zum Beispiel ein Rasterwert, der den Rasterabstand zwischen den Messstellen angibt. Alternativ können die oben genannte Werte oder einzelne der oben genannten Werte im Rahmen einer montageseitigen Paramet- rierung der Türsensoreinrichtung 20 von außen an einer Einga- beschnittsteile E23 eingegeben und im Speicher 310 abgespeichert werden.

Die Eingabeschnittstelle E23 ermöglicht im Rahmen der monta- geseitigen Parametrierung der Türsensoreinrichtung 20 darüber hinaus die Eingabe des Maximalwerts γmax, der den fest vorgegebenen maximal zulässigen Drehwinkel des Türelements 10 und damit die Position der Schutzfeldgrenze 40 gemäß Figur 4 definiert .

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Bezugs zeichenliste

10 Türelement

11 geschlossene Stellung des Türelements 12 leicht geöffnete Stellung des Türelements

12 weit geöffnete Stellung des Türelements

20 Türsensoreinrichtung

21 Sendeeinrichtung

22 Empfangseinrichtung

23 Auswerteinrichtung

30 Fußboden

40 Schutzfeldgrenze

100 Stromquelle

110 Lichtemitter

200 Lichtemitter

220 Umlenkspiegel

300 Recheneinrichtung

310 Speicher D Drehachse

E Türblattebene

E23 Eingabeschnittstelle

H Höhenwert

Hei Höhe

Li Länge

Ml-Mn Messstellen

Mi Messstelle

Mi' Messstelle

S Überwachungsstrahlen

SW Schutzfeldweite

E Türblattebene θ Abstrahlwinkelwert ß1, ßi Vorlaufwinkelwerte γ Winkelwert γmax Maximalwert ω Drehwinkelstellung