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Title:
DOOR SYSTEM FOR OPENING AND CLOSING A CONTAINER OPENING OF A FURNACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/063643
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furnace, in particular a melting and/or holding furnace, comprising a container for receiving a melt, said container having an opening, and a door for closing and opening the opening. The furnace further comprises at least two first door hinges, which are arranged fixedly relative to the door and define a first door axis of rotation. The furnace also has at least one, preferably precisely one, second door hinge, which is arranged fixedly relative to the door and is at a distance from the first door axis of rotation. The furnace further comprises a first coupling device, which connects the door moveably to the container via the first door hinges, and a second coupling device, which connects the door moveably to the container via the second door hinge. It is particularly advantageous if precisely two first door hinges and precisely one second door hinge are arranged on the door. In this way, the door can be mounted and guided using precisely three hinges.

Inventors:
SCHMITT, Max (Im Tal 15 B, Gummersbach, 51643, DE)
ORLIK, Raphael (Kolberger Straße 77, Erftstadt, 50374, DE)
Application Number:
EP2018/076179
Publication Date:
April 04, 2019
Filing Date:
September 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
STRIKOWESTOFEN GMBH (Hohe Straße 14, Gummersbach, 51643, DE)
International Classes:
F27D1/18
Foreign References:
US20060024633A12006-02-02
AT380566B1986-06-10
US20110168707A12011-07-14
EP2044377A12009-04-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PFENNING, MEINIG & PARTNER MBB (Joachimsthaler Straße 10-12, Berlin, 10719, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Ofen (1), insbesondere zum Schmelzen von Metall, umfassend:

einen eine Öffnung (3) aufweisenden Behälter (2) zum Aufnehmen einer Schmelze;

eine Tür (4) zum Verschließen und zum Öffnen der Öffnung (3);

wenigstens zwei erste türseitige Gelenke (5, 5'), die relativ zur Tür (4) fest angeordnet sind;

wenigstens ein zweites türseitiges Gelenk (6), das relativ zur Tür (4) fest angeordnet ist;

eine erste Kopplungsvorrichtung (7), die die Tür (4) über die ersten türseitigen Gelenke (5, 5') beweglich mit dem Behälter (2) verbindet;

eine zweite Kopplungsvorrichtung (8), die die Tür (4) über das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk (6) beweglich mit dem Behälter (2) verbindet;

wenigstens ein erstes behälterseitiges Gelenk (9), das relativ zum Be- hälter (2) fest angeordnet ist; und

wenigstens ein zweites behälterseitiges Gelenk (10), das relativ zum Behälter (2) fest angeordnet ist;

wobei die erste Kopplungsvorrichtung (7) wenigstens einen ersten Kopplungsarm (7', 7") aufweist, der jeweils wenigstens eines der ersten tür- seitigen Gelenke (5, 5')mit wenigstens einem des wenigstens einen ersten behälterseitigen Gelenks (9, 9') verbindet; und

wobei die zweite Kopplungsvorrichtung einen zweiten Kopplungsarm (8') aufweist, der das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk (6) mit dem wenigstens einen zweiten behälterseitigen Gelenk (10, 10') verbindet;

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest eines des wenigstens einen ersten behälterseitigen Gelenks (9, 9') ein Kugelgelenk umfasst und/oder dass das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet ist.

2. Ofen (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei ersten türseitigen Gelenke als Kugelgelenke ausgebildet sind.

3. Ofen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet,

dass der erste Kopplungsarm (7') wenigstens ein erstes elastisches Element (17a, 17b) umfasst, insbesondere eine erste Feder oder einen ersten pneumatischen Zylinder, wobei das erste elastische Element derart angeordnet und ausgebildet ist, dass eine Länge des ersten Kopplungsarmes (7'), die durch einen Abstand der über den ersten Kopplungsarm (7') miteinander verbundenen Gelenke gegeben ist, durch eine Veränderung der Belastung des ersten elastischen Elements veränderbar ist; und/oder

dass der zweite Kopplungsarm (8') ein zweites elastisches Element umfasst, insbesondere eine zweite Feder oder einen zweiten pneumatischen Zy- linder, wobei das zweite elastische Element derart angeordnet und ausgebildet ist, dass eine Länge des zweiten Kopplungsarmes (8'), die durch einen Abstand der über den zweiten Kopplungsarm (8') miteinander verbundenen Gelenke gegeben ist, durch eine Veränderung der Belastung des zweiten elastischen Elements veränderbar ist.

4. Ofen (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

dass der erste Kopplungsarm (7') eine erste Vorspannvorrichtung zum Vorspannen des ersten elastischen Elements (17a, 17b) aufweist, so dass die Länge des ersten Kopplungsarmes (7') bei Vorspannung des ersten elastischen Elements nur veränderbar ist, wenn die Belastung des ersten elastischen Elements (17a, 17b) einen von Null verschiedenen ersten Schwellwert übersteigt; und/oder dass der zweite Kopplungsarm (7') eine zweite Vorspannvorrichtung zum Vorspannen des zweiten elastischen Elements aufweist, so dass die Länge des zweiten Kopplungsarmes (8') bei Vorspannung des zweiten elastischen Elements nur veränderbar ist, wenn die Belastung des zweiten elastischen

Elements einen von Null verschiedenen zweiten Schwellwert übersteigt.

5. Ofen (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vorspannvorrichtung zur Veränderung der Vorspannung des ersten elastischen Elements (17a, 17b) und zur Veränderung des ersten Schwellwertes verstellbar ist; und/oder

dass die zweite Vorspannvorrichtung zur Veränderung der Vorspan- nung des zweiten elastischen Elements und zur Veränderung des zweiten

Schwellwertes verstellbar ist.

6. Ofen (1) nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elastische Element wenigstens eine erste Feder (17a, 17b) umfasst und dass die erste Vorspannvorrichtung ein erstes Anschlagelement (18a, 18b) umfasst, das eingerichtet ist, eine Bewegung der ersten Feder (17a, 17b) zu begrenzen, wobei das erste Anschlagelement (18a, 18b) zum Verstellen einer Vorspannung der ersten Feder relativ zu einer Strebe (13) des ersten Kopplungsarmes (7') verschiebbar ist; und/oder

dass das zweite elastische Element wenigstens eine zweite Feder umfasst und dass die zweite Vorspannvorrichtung ein zweites Anschlagelement umfasst, das eingerichtet ist, eine Bewegung der zweiten Feder zu begrenzen, wobei das zweite Anschlagelement zum Verstellen einer Vorspannung der zweiten Feder relativ zu einer Strebe des zweiten Kopplungsarmes (8') verschiebbar ist.

7. Ofen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk (6) von einer durch die wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenke definierten Geraden beabstandet ist und dass das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk zum Reduzieren von mechanischen Spannungen genau ein zweites türseitiges Gelenk (6) umfasst.

8. Ofen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenke (5, 5') eine erste türseitige Drehachse (5d) definieren.

9. Ofen (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass

das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk (6) eine zweite türseitige Drehachse (6d) oder einen türseitigen Drehpunkt definiert; das wenigstens eine erste behälterseitige Gelenk (9) eine erste behäl- terseitige Drehachse (9d) definiert; und

das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk (10) eine zweite behälterseitige Drehachse (lOd) definiert;

wobei die ersten türseitigen Gelenke (5, 5'), das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk (6), das wenigstens eine erste behälterseitige Gelenk (9, 9') und das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk (10, 10') derart angeordnet und ausgebildet sind, dass die erste türseitige Drehachse (5d), die erste behälterseitige Drehachse (9d), und die zweite behälterseitige Drehachse (lOd) und vorzugsweise die zweite türseitige Drehachse (6d) im Wesentlichen paarweise parallel zueinander ausgerichtet sind.

10. Ofen (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kopplungsvorrichtung (7) und die zweite Kopplungsvorrichtung (8) derart ausgebildet sind, dass ein durch die erste Kopplungsvorrichtung (7) definierter erster Abstand (al) zwischen der ersten türseitigen Drehachse (5d) und der ersten behälterseitigen Drehachse (9d) verschieden ist von einem durch die zweite Kopplungsvorrichtung (8) definierten zweiten Abstand (a2) zwischen der zweiten türseitigen Drehachse bzw. dem türseitigen Drehpunkt (6d) und der zweiten behälterseitigen Drehachse (lOd), und zwar derart, dass sich ein Öffnungswinkel (a) zwischen einer durch die türseitigen Drehachsen (5d, 6d) aufgespannten türseitigen Ebene bzw. zwischen einer senkrecht auf der ersten türseitigen Drehachse stehenden und durch den - durch das genau eine zweite türseitige Gelenk definierten - Drehpunkt verlaufenden Geraden und einer durch die behälterseitigen Drehachsen (9d, lOd) aufgespannten behälterseitigen Ebene bei einer Bewegung der Tür (4) aus einer geschlossenen Position, in der die Tür (4) die Öffnung (3) des Behälters (2) verschließt, in eine geöffnete Position, in der die Tür (4) die Öffnung (3) des Behälters (2) wenigstens teilweise freigibt, vergrößert, insbesondere um eine Inspektion der Türinnenseite sowie deren Reinigung in der geöffneten Position zu erleichtern.

11. Ofen (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kopplungsvorrichtung (7) eine erste Justiervorrichtung zum Verändern des ersten Abstands (al) umfasst und/oder dass die zweite Kopplungsvorrich- tung (8) eine zweite Justiervorrichtung zum Verändern des zweiten Abstands (a2) umfasst.

12. Ofen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk (10) wenigstens zwei Gelenke umfasst.

13. Ofen (1) nach Anspruch 12, sofern dieser auf Anspruch 7 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das genau eine zweite türseitige Gelenk (6) und die wenigstens zwei zweiten behälterseitigen Gelenke (10, 10') derart angeordnet sind, dass eine Position einer senkrechten Projektion des genau einen zweiten türseitigen Gelenks (6) auf die durch die zweiten behälterseitigen Gelenke (10, 10') definierte zweite behälterseitige Drehachse (lOd) entlang der zweiten behälterseitigen Drehachse (lOd) zwischen zweien der wenigstens zwei zweiten behälterseitigen Gelenke (10, 10') angeordnet ist, vorzugsweise mittig.

14. Ofen (1) nach Anspruch 9 oder nach einem der Ansprüche 10 bis 13, soweit rückbezogen auf Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die türseitigen (5, 5', 6) und behälterseitigen Gelenke (9, 9', 10, 10') derart ausgebildet und angeordnet sind, dass in einer geschlossenen Position, in der die Tür (4) die Behälteröffnung (3) verschließt, eine von der ersten türseitigen Drehachse (5d) und von der ersten behälterseitigen Drehachse (9d) aufgespannte Ebene und eine von der zweiten türseitigen Drehachse oder von dem durch das genau eine zweite türseitige Gelenk definierten Drehpunkt (6d) und von der zweiten behälterseitigen Drehachse (lOd) aufgespannte Ebene parallel ausgerichtet sind.

15. Ofen (1) nach Anspruch 7 oder nach einem der Ansprüche 8 bis 14, soweit rückbezogen auf Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenke (5, 5') jeweils einen identischen Abstand von dem genau einen zweiten türseitigen Gelenk (6) haben.

16. Ofen (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichn durch eine Feststellvorrichtung zum Arretieren der Tür (4) in einem geöffne ten Zustand und/oder in einem geschlossenen Zustand.

17. Ofen (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Antrieb (12) zum Bewegen der Tür (4) aus einer geöffneten Position in eine geschlossene Position und/oder umgekehrt.

Description:
Türsvstem zum Öffnen und Schließen einer Behälteröffnung eines Ofens

Die Erfindung betrifft einen Ofen, insbesondere einen Schmelz- und/oder Warmhalteofen zum Schmelzen und/oder Warmhalten von Metall, mit einem Türsystem zum Öffnen und Schließen einer Behälteröffnung.

Industrieöfen, beispielsweise Schmelzöfen, weisen häufig Behälter mit Behälteröffnungen auf, um eine Zugänglichkeit zum Ofeninneren, beispielsweise zum Reinigen einer Schmelzkammer, zu gewährleisten. Aus dem Stand der Technik sind Türsysteme bekannt, mit denen Industrieöfen versehen sind, um diese Behälteröffnungen zu öffnen und zu schließen. Dabei ist es erforderlich, dass die Türsysteme eine gute Dichtwirkung erzielen und die Behälteröffnung möglichst spaltfrei geschlossen werden kann, beispielsweise um eine Effizienz des Ofens, eine Schmelzgutqualität zu gewährleisten und um zu vermeiden, dass Wärme über die Behälteröffnung aus dem Ofen entweicht.

Insbesondere bei großen Behälteröffnungen ergeben sich dabei Türgrößen mit Türgewichten, die eine unterstützende Türführung und/oder einen Antrieb beim Öffnen und Schließen der Türen erfordern. Aus dem Stand der Technik sind dazu verschiedene Führungs- und/oder Antriebsmechanismen bekannt, die eine Ofentür beim Öffnen vertikal entlang von Führungsschienen oder durch zweiseitig angebrachte Hebel geführt nach oben bewegen.

Derartige Ofen-Türsysteme sind bei Betrieb des Ofens oft hohen Belastungen durch Wärmeeinfluss ausgesetzt. Die heiße Schmelze im Inneren des Ofens kann Verformungen der Ofentür und/oder zu Verformungen an einer die Behälteröffnung umgebenden Türanlagefläche hervorrufen. Ferner kann erstarrende Schmelze, beispielsweise flüssiges Metall, oder Partikel im Bereich der Behälteröffnung zu Verschmutzungen und Unebenheiten im Dichtbereich zwischen der Ofentür und dem Ofen führen. Diese Verformungen und Verschmutzungen können zur Folge haben, dass eine Dichtfläche der Ofentür nicht mehr dichtend an einer Türanlagefläche anliegt und Spalte zwischen dem Ofen und der geschlossenen Tür entstehen. Die Breite der entstehenden Spalte kann dabei mehrere Zentimeter betragen und die Spalte können, abhängig von einem in dem Ofen vorherrschenden Druck, ein unerwünschtes Ansaugen von Umgebungsluft oder ein unerwünschtes Ausstoßen der Ofenatmosphäre ermöglichen. Dies kann die Effizienz des im Ofen ablaufenden Prozesses verringern, beispielsweise eines Schmelzprozesses, da ggf. ein erhöhter Energieaufwand zum Erhitzen des Ofeninneren betrieben werden muss. Im Lichte dessen ergibt sich für die vorliegende Erfindung die Aufgabe, einen

Ofen mit einem Türsystem vorzuschlagen, das Undichtigkeiten möglichst verringert und eine Effizienz des Ofens möglichst verbessert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Türsystem gemäß dem Gegenstand des Anspruches 1.

Der erfindungsgemäße Ofen, insbesondere ein Schmelz- und/oder Warmhalteofen zum Schmelzen und/oder Warmhalten von Metall, umfasst einen eine Öffnung aufweisenden Behälter, beispielsweise zum Aufnehmen einer Schmelze und wenigstens eine Tür zum Verschließen und zum Öffnen der Öffnung. Typischerweise umfasst der Ofen eine Schmelzkammer, in der Metall geschmolzen werden kann und/oder eine Warmhaltekammer, in der die Schmelze auf eine verfahrenstechnisch notwendige Temperatur erhitzt und/oder auf dieser Temperatur gehalten werden kann. Der Ofen umfasst wenigstens eine Tür mit wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenken, die relativ zur Tür fest angeordnet sind und die z.B. eine erste türseitige Drehachse definieren. Des Weiteren weist der Ofen wenigstens ein, vorzugsweise genau ein, zweites türseitiges Gelenk auf, das relativ zur Tür fest angeordnet ist. Das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk bzw. das genau eine zweite türseitige Gelenk kann von einer durch die ersten türseitigen Gelenke definierten Geraden beabstandet an der Tür angeordnet sein. Der Ofen umfasst ferner eine erste Kopplungsvorrichtung, die die Tür über die ersten türseitigen Gelenke beweglich mit dem Behälter verbindet und eine zweite Kopplungsvorrichtung, die die Tür über das wenigstens eine, vorzugsweise über das genau eine zweite türseitige Gelenk beweglich mit dem Behälter verbindet. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn an der Tür genau zwei erste türseitige Gelenke und genau ein zweites türseitiges Gelenk angeordnet sind. So kann die Tür über genau drei Gelenke gelagert und geführt werden. Eine derartige Dreipunktlagerung kann den Vorteil haben, dass die Lagerung der Tür in einer geschlossenen Stellung statisch bestimmt ist. Dadurch, dass die Summe der Kräfte und Momente in der Tür und in den Lagern, hier in den Gelenken, die beispielsweise durch eine Gravitationskraft der Tür aufgebracht werden, bei statischer Bestimmtheit immer Null ergibt, werden Verspannungen in der Tür und/oder in Lagerungen der Tür vermieden. Eine Lebensdauer der Tür und der Lager kann so erhöht werden.

Der Ofen kann ferner wenigstens ein erstes behälterseitiges Gelenk, das relativ zum Behälter fest angeordnet ist, und wenigstens ein zweites behälterseitiges Gelenk, das relativ zum Behälter fest angeordnet ist, aufweisen. Typischerweise weist die erste Kopplungsvorrichtung wenigstens einen ersten Kopplungsarm auf, der jeweils wenigstens eines der ersten türseitigen Gelenke z. B. starr mit wenigstens einem des wenigstens einen ersten behälterseiti- gen Gelenks verbindet. Die zweite Kopplungsvorrichtung kann wenigstens einen zweiten Kopplungsarm aufweisen, der das wenigstens eine, vorzugsweise das genau eine zweite türseitige Gelenk z. B. starr mit dem wenigstens einen zweiten behälterseitigen Gelenk verbindet. Das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk, vorzugsweise das genau eine zweite türseitige Gelenk, kann eine zweite türseitige Drehachse oder einen Drehpunkt definieren. Das wenigstens eine erste behälterseitige Gelenk kann eine erste behälterseitige Drehachse definieren. Das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk definiert üblicherweise eine zweite behälterseitige Drehachse. Die ersten türseitigen Gelenke, das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk - vorzugsweise das genau eine zweite türseitige Gelenk -, das wenigstens eine erste behälterseitige Gelenk und das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk können derart angeordnet und ausgebildet sein, dass die erste türseitige Drehachse, die erste behälterseitige Drehachse, und die zweite behälterseitige Drehachse im Wesentlichen paarweise parallel zueinander ausgerichtet sind, z. B. wenigstens in einer Konstruktionslage. Vorzugsweise ist in einer Konstruktionslage auch die zweite türseitige Drehachse parallel zu den genannten Drehachsen ausgerichtet. Dabei kann eine Abweichung von der Parallelität höchstens 10°, vorzugsweise höchstens 8°, besonders bevorzugt höchstens 5° betragen. Dies kann den Vorteil haben, dass ein Türsystem umfassend die Tür und daran angelenkte Kopplungsarme, die zudem an dem Behälter angelenkt sind, als Koppelgetriebe, vorzugsweise als ebenes Kopplungsgetriebe, ausgebildet ist. Die Kopplungsarme können dabei mit starren Längen ausgebildet sein und am Behälter schwingen. Die Kopplungsarme können ferner an der Tür angelenkt sein, sodass die Tür durch eine Schwingbewegung verschwenkt werden kann. Derart kann die Tür die Behälteröffnung schließen oder öffnen.

Das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk - vorzugsweise das genau eine zweite türseitige Gelenk - kann als Kugelgelenk ausgebildet sein. Dies kann vorteilhaft sein, da die Tür derart in einem geöffneten Zustand statisch unbestimmt gelagert sein kann und erst durch ein Anliegen an dem Behälter im geschlossenen Zustand statisch bestimmt ist. So kann die Tür in einem geöffneten Zustand durch zumindest einen unbestimmten Freiheitsgrad taumeln und die Lage der Tür kann sich an behälterseitige Verformungen anpassen. So kann die Tür in geschlossenem Zustand im Wesentlichen dichtend an dem Behälter anliegen.

Unter dem Begriff Kugelgelenk ist im Sinne dieser Anmeldung vorzugsweise ein Gelenk zu verstehen, dass freie Bewegungen mit drei unabhängigen Rota- tionsfreiheitsgraden ermöglicht. Darunter fällt beispielsweise eine Gelenkverbindung zweier Maschinenteile, bei der sich eine Kugel in einer Hohlkugel oder zumindest teilweisen Hohlkugel nach allen Richtungen drehen lässt. Kugelgelenke im Sinne dieser Anmeldung können also insbesondere zu verste- hen sein als Lagerung mit drei unabhängigen rotatorischen Freiheitsgraden, also mit rotatorischen Freiheitsgraden bezüglich drei unabhängiger Achs- oder Raumrichtungen. Sie können beispielsweise ausgeführt sein als Lager mit sphärischen Gleitpaarungen, als kardanisch wirkende Lagerkonstruktion, als Lagerung mit vergrößertem Lagerspiel, welches Winkelversatz ermöglicht oder aus anderen Elementen die diese Eigenschaft haben.

Die in dieser Anmeldung beschriebenen Gelenke können jeweils als Kugelgelenke ausgebildet sein. Dabei kann es insbesondere vorteilhaft sein, die zumindest zwei ersten türseitige Gelenke und das wenigstens eine erste behäl- terseitige Gelenk jeweils als Kugelgelenk auszubilden. Vorzugsweise können mindestens zwei erste behälterseitige Gelenke vorgesehen sein, die vorzugsweise beide als Kugelgelenke ausgebildet sind. Zusätzlich oder alternativ kann das wenigstens eine zweite türseitige als Kugelgelenk und das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet sein. Um ein unkon- trolliertes Pendeln oder seitliches Abkippen der Türe während der Fahrbewegungen zu verhindern, kann es sinnvoll sein, dass das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk jeweils nur zwei rotatorische Freiheitsgrade, vorzugsweise nur einen oder genau einen rotatorischen Freiheitsgrad, aufweist. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn dabei das wenigstens eine erste türseitige Gelenk, das wenigstens eine bzw. genau eine zweite türseitige Gelenk sowie das erste behälterseitige Gelenk oder die ersten behälterseitigen Gelenke jeweils als Kugelgelenke ausgebildet sind.

Die Kopplungsarme der ersten und/oder zweiten Kopplungsvorrichtung kön- nen z. B. Hebel, Streben oder Balken umfassen oder auch eine andere Form aufweisen. Unabhängig von der Form können die Kopplungsarme z. B. eine starre oder im Wesentlichen starre Verbindung zwischen den jeweiligen behälterseitigen und türseitigen Gelenken herstellen. Die Kopplungsarme können jeweils in ihrer Länge veränderbar oder justierbar sein.

Einer oder mehrere der Kopplungsarme können derart angeordnet und aus- gebildet sein, dass die Tür einen zusätzlichen Freiheitsgrad enthält. Z. B. kann wenigstens einer der Kopplungsarme oder können mehrere der Kopplungsarme jeweils ein elastisches Element enthalten, z. B. eine Feder oder einen pneumatischen Zylinder. Dieses elastische Element kann dann jeweils derart angeordnet und ausgebildet sein, dass eine Länge des jeweiligen Kopplungsarmes, die durch einen Abstand der über diesen Kopplungsarm miteinander verbundenen Gelenke gegeben ist, durch eine Veränderung der Belastung des elastischen Elements veränderbar ist. Der Kopplungsarm oder die Kopplungsarme kann oder können zusätzlich jeweils eine Vorspannvorrichtung zum Vorspannen des jeweiligen elastischen Elements aufweisen. Wenn das elastische Element dann mittels dieser Vorspannvorrichtung vorgespannt ist, so ist die Länge des jeweiligen Kopplungsarmes bei Vorspannung des jeweiligen elastischen Elements nur veränderbar, wenn die Belastung dieses elastischen Elements einen von Null verschiedenen ersten Schwellwert übersteigt. Damit kann z. B. gewährleistet werden, dass die Kopplungsarme beim Verfahren der Tür eine notwendige Mindeststeifig- keit aufweisen. Die Vorspannvorrichtung kann zur Veränderung der Vorspannung des elastischen Elements und zur Veränderung des genannten Schwellwertes verstellbar sein. Beispielsweise kann das elastische Element des Kopplungsarmes wenigstens eine Feder aufweisen. Die Vorspannvorrichtung kann dann ein Anschlagelement umfassen, das eingerichtet ist, eine Bewegung der Feder zu begrenzen, insbesondere dadurch, dass die Feder an das Anschlagelement anschlägt. Zum Verstellen einer Vorspannung der Feder kann das Anschlagelement dann relativ zu einer Strebe des jeweiligen Kopplungsarmes verschiebbar sein. Beispielsweise können die Strebe des Kopplungsarmes und das Anschlagelement komplementäre und ineinandergreifende Gewinde aufwei- sen, so dass das Anschlagelement durch eine Schraubbewegung des Anschlagelements relativ zur Strebe verschiebbar ist.

Die erste Kopplungsvorrichtung und die zweite Kopplungsvorrichtung können derart ausgebildet sein, dass ein durch die erste Kopplungsvorrichtung defi- nierter erster Abstand zwischen der ersten türseitigen Drehachse und der ersten behälterseitigen Drehachse verschieden ist von einem durch die zweite Kopplungsvorrichtung definierten zweiten Abstand zwischen der zweiten tür- seitigen Drehachse und der zweiten behälterseitigen Drehachse. Umfasst das zweite türseitige Gelenk nur genau ein Gelenk, z.B. ein Kugelgelenk, und definiert damit den zuvor genannten Drehpunkt, so kann der zweite Abstand auch als der Abstand zwischen der zweiten behälterseitigen Drehachse und diesem durch das genau eine zweite türseitige Gelenk definierten türseitigen Drehpunkt definiert werden. Für einen Fall, in dem die erste türseitige Drehachse und die erste behälterseitige Drehachse von einer Parallelität abweichen, kann der erste Abstand der kleinste Abstand zwischen den ersten türseitigen Gelenken und der ersten behälterseitigen Drehachse sein. Der erste Abstand kann z.B. wenigstens das 1,1-fache, wenigstens das 1,2-fache oder wenigstens das 1,5-fache des zweiten Abstands betragen.

Dabei kann sich ein Öffnungswinkel zwischen einer durch die türseitigen Drehachsen aufgespannten türseitigen Ebene und einer durch die behälterseitigen Drehachsen aufgespannten behälterseitigen Ebene bei einer Bewegung der Tür aus einer geschlossenen Position, in der die Tür die Öffnung des Behälters verschließt, in eine geöffnete Position, in der die Tür die Öffnung des Behälters wenigstens teilweise freigibt, vergrößern. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, um eine Reinigung der Tür in der geöffneten Position zu erleichtern, insbesondere an einer dem Behälter zugewandte Türinnenseite. Vorzugsweise verläuft die durch die behälterseitigen Drehachsen aufgespannte Ebene parallel zu einer Vertikalen. Die aufgespannten Ebenen können derart ausgerichtet sein, dass die auf den

Türkörper wirkende Schwerkraft eine Kraftkomponente erzeugt, die die Selbstausrichtung der Tür bewirkt und gleichzeitig als ausreichend große Dichtkraft wirksam wird. Der Öffnungswinkel beträgt typischerweise wenigstens 20°, vorzugsweise wenigstens 30°, besonders bevorzugt wenigstens 40°. Der Öffnungswinkel beträgt üblicherweise höchstens 80°, vorzugsweise höchstens 70°, besonders bevorzugt höchstens 60°. Umfasst das zweite türseitige Gelenk nur genau ein Gelenk, z. B. ein Kugelgelenk, und definiert den zuvor genannten türseitigen Drehpunkt, so kann der Öffnungswinkel türseitig auch durch eine Gerade definiert sein, die senkrecht auf der ersten türseitigen Drehachse steht und die durch den genannten türseitigen Drehpunkt verläuft, der durch das genau eine zweite türseitige Gelenk bestimmt ist.

Ist eines oder mehrere der türseitigen und/oder behälterseitigen Gelenke als Kugelgelenk ausgebildet, so kann die parallele Lage der Achsen sich in eine

„nur annähernd parallele" Lage verändern. Dies ermöglicht eine zusätzliche räumliche Taumel- oder Kippbewegung der Tür, z. B. bezüglich einer Taumeloder Kippachse. Diese Taumel- oder Kippachse kann z. B. in einer Ebene liegen oder innerhalb einer Ebene bewegbar sein, die senkrecht zu der durch die ersten behälterseitigen Gelenke aufgespannten Drehachse und/oder senkrecht zu der durch die zweiten behälterseitigen Gelenke aufgespannten Drehachse ausgerichtet ist. In Konstruktionslage können die zuvor genannten tür- und behälterseitigen Ebenen beispielsweise parallel sein, während die Ebenen im Betrieb der Tür von der Parallelität abweichen können. Dies ist vorteilhaft, da die Tür sich durch die genannte Taumel- oder Kippbewegung auf eine veränderte Geometrie der türseitigen oder behälterseitigen Dichtflächen anpassen kann.

Es kann auch vorgesehen sein, dass der erste Abstand zum zweiten Abstand ein Abstand-Verhältnis von kleiner 1 aufweist. In diesem Fall kann sich der genannte Öffnungswinkel bei einer Bewegung der Tür aus einer geschlossenen Position in eine geöffnete Position verkleinern.

Die Behälteröffnung liegt üblicherweise in einer Ebene, die durch eine die Be- hälteröffnung begrenzende Kante des Behälters aufgespannt wird. In einer geschlossenen Position ist die Tür dann beispielsweise vertikal ausgerichtet. Die Behälteröffnung kann auch in einer Ebene liegen, die mit einer Vertikalen Ebene einen von Null verschiedenen Winkel einschließt. Ein derartiger Neigungswinkel einer Behälteröffnungsebene kann beispielsweise wenigstens 10° betragen. Eine Dichtfläche der Tür, die die Behälteröffnung in einer geschlossenen Position umgibt, an einer Türanlagefläche des Behälters anliegt und die Behälteröffnung vorzugsweise abdichtet, ist in der geschlossenen Position typischerweise im Wesentlichen parallel zur Behälteröffnungsebene ausgerichtet. Liegt die Behälteröffnung in einer Ebene, die einen von Null verschie- denen Neigungswinkel mit der Vertikalen einschließt, so hat die Tür in der geschlossenen Position typischerweise ebenfalls diesen Neigungswinkel zur vertikalen Ebene. Die auf die Tür wirkende Gravitationskraft, die im Schwerpunkt der Tür angreift und vertikal nach unten zeigt, kann so genutzt werden, um eine Schließ- und Dichtwirkung zu erzielen. So kann die Tür beispielsweise ohne einen zusätzlichen Antrieb, der eine zusätzliche Dichtkraft aufbringt, die Behälteröffnung in einem geschlossenen Zustand abdichten.

Es kann vorteilhaft sein, wenn die behälterseitigen und die türseitigen Gelenke derart angeordnet und ausgebildet sind, dass eine erste Ebene, die von der ersten Türseitigen Drehachse und von der ersten behälterseitigen Drehachse aufgespannt wird, in der geschlossenen Position, in der die Tür die Behälteröffnung verschließt, parallel zu einer zweiten Ebene ausgerichtet ist, die von der zweiten türseitigen Drehachse und der zweiten behälterseitigen Drehachse aufgespannt wird. In dem Fall, dass das zweite türseitige Gelenk nur genau ein Gelenk umfasst, z. B. ein Kugelgelenk, das dann den zuvor genannten tür- seitigen Drehpunkt definiert, kann die genannte zweite Ebene anstatt durch die zweite türseitige Drehachse und die zweite behälterseitige Drehachse auch durch diesen türseitigen Drehpunkt und die zweite behälterseitige Drehachse aufgespannt werden. Dies kann den Vorteil haben, dass die über die wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenke und die über das wenigstens eine zweite türseitige Gelenk in die Tür einleitbaren Kräfte wenigstens in der geschlossenen Position der Tür ebenfalls parallel zueinander ausgerichtet sind, sodass z.B. im Moment des Schließens eine Eigenrotation der Tür um den Türschwerpunkt vermieden wird. Eine Dichtkraft, durch die die Dichtfläche der Tür in der geschlossenen Position an die Türanlagefläche des Behälters ge- drückt wird, kann so im Wesentlichen gleichmäßig über die Dichtfläche der

Tür verteilt sein. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn eine auf die Tür wirkende Bewegungskraft dabei durch die auf die Tür wirkende Gravitationskraft aufgebracht wird, beispielsweise durch die oben beschriebene geneigte Anordnung der Behälteröffnungsebene oder durch eine geführte Bewegungs- richtung die eine Vertikalkomponente enthält.

Die erste Kopplungsvorrichtung kann eine erste Justiervorrichtung zum Verändern des ersten Abstands umfassen. Die zweite Kopplungsvorrichtung kann eine zweite Justiervorrichtung zum Verändern des zweiten Abstands umfas- sen. Durch Verformungen der Türanlagefläche und/oder der türseitigen Dichtfläche oder infolge von Ablagerungen können - wie oben bereits beschrieben - in der geschlossenen Position der Tür unerwünschte Spalte zwischen der Tür und der Behälteröffnung entstehen. Durch Justiervorrichtungen können der erste und/oder der zweite Abstand derart veränderbar sein, dass eine Ausrichtung der Tür gegenüber der Behälteröffnung nachjustiert werden kann. Dabei können der erste und/oder der zweite Abstand derart justierbar sein, dass der erste und der zweite Abstand nach einem Justieren unterschiedliche Längen aufweisen. Ferner können der erste und/oder der zweite Abstand derart justierbar sein, dass die erste und/oder die zweite türseitige Drehachse aus einer gegenüber der ersten und/oder zweiten behälterseitigen Drehachse parallelen Position in eine gegenüber der ersten und/oder zweiten behälterseitigen Drehachse geneigte Position justierbar ist. So kann die Führungskonstruktion, die durch die erste und die zweite Koppelvorrichtung realisiert ist, angepasst werden und ein Abdichten trotz Verschmutzungen oder Verformungen der tür- oder behälterseitigen Dichtflächen realisiert werden. Im Falle der statisch eindeutigen Führungssituation der Tür über die oben beschriebene Dreipunktlagerung ist ein derartiger Justiervorgang z. B. vergleichsweise einfach vorzunehmen, da aus einem Verändern des ersten und/oder des zweiten Abstands keine Verspannungen resultieren, wie es beispielsweise bei den überbestimmten Systemen des Standes der Technik, die insbesondere durch Vierpunktlagerungen realisiert sind, der Fall ist. Die Justiervorrichtung kann beispielsweise nach einem Spannschloss-Prinzip vergleichsweise einfach realisiert werden. Dabei werden ein rechts- und ein linksdrehendes Gewinde derart kombiniert, dass beispielsweise der erste und/oder der zweite Abstand durch Verdrehen eines das links- und rechtsdrehende Gewinde aufnehmenden Innengewindes verändert werden kann. Die Gewinde können beispielsweise an den Kopplungsarmen angeordnet sein.

Alternativ oder zusätzlich zur Justiervorrichtung kann die erste Kopplungsvorrichtung und/oder die zweite Kopplungsvorrichtung eine, vorzugsweise je- weils eine, Federvorrichtung umfassen. Die Federvorrichtung kann der Tür einen zusätzlichen Freiheitsgrad verleihen, der zum Selbstdichten der Tür beitragen kann. Dies kann den Nachstellbedarf durch eine Justiervorrichtung verringern, da die Türe innerhalb der konstruktiv möglichen Federwege den Effekt der Längenjustierung übernehmen kann.

Die Tür ist typischerweise ein im Wesentlichen starres Bauteil, das starken Einflüssen von Wärme bzw. Temperaturunterschieden ausgesetzt sein kann. So ist ein Behälterinneres üblicherweise deutlich wärmer als eine äußere Ofenumgebung. Typischerweise wird ein Behälterinneres auf mehr als 800° erhitzt, während in der äußeren Ofenumgebung normalerweise Temperaturen von ca. 50° vorherrschen. Dies kann beispielsweise zu Verformungen führen oder, infolge von Materialveränderungen der Feuerfestmaterialien, Formänderungen verursachen.

Das wenigstens eine zweite behälterseitige Gelenk kann ggf. auch wenigstens zwei Gelenke umfassen. So können Gewichtskräfte der Tür auf verschiedene behälterseitige Gelenke verteilt werden.

Wenn das zweite türseitige Gelenk nur genau ein Gelenk umfasst , können wenigstens zwei zweite behälterseitige Gelenke derart angeordnet sein, dass eine Position einer senkrechten Projektion des genau einen zweiten türseitigen Gelenks auf die durch die zweiten behälterseitigen Gelenke definierte zweite behälterseitige Drehachse entlang der zweiten behälterseitigen Drehachse zwischen zweien der wenigstens zwei zweiten behälterseitigen Gelenke angeordnet ist, vorzugsweise mittig. Ferner können zumindest zwei der wenigstens zwei ersten türseitigen Gelenke in diesem Fall jeweils einen identischen Abstand von dem genau einen zweiten türseitigen Gelenk haben. Durch eine derart symmetrische Anordnung können von der Lagerung aufzunehmende Kräfte im Wesentlichen gleichmäßig auf die zweiten behälterseitigen Gelenke verteilt werden.

In einer Ausführung kann zumindest eines des wenigstens einen ersten behälterseitigen Gelenks ein Kugelgelenk umfassen. Es können auch mehrere des wenigstens einen ersten behälterseitigen Gelenks ein Kugelgelenk umfassen. Dadurch kann die Ofentür weitere Freiheitsgrade erhalten, die ein selbsttätiges Ausrichten der Tür durch Taumeln ermöglichen können. Wirken keine Antriebskräfte auf die Tür, kann sich die Tür selbsttätig ausrichten bis sie in einer Ruhelage verbleibt. In der Ruhelage hat sich typischerweise ein Kräftegleichgewicht eingestellt und die Tür liegt mit ihrer Dichtfläche an der Türanlagefläche an.

Der Ofen kann ferner eine Festellvorrichtung zum Arretieren der Tür in einem geöffneten Zustand der Tür und/oder in einem geschlossenen Zustand der Tür umfassen. So kann gewährleistet werden, dass die Tür sicher verankert ist, während eine Person die Tür reinigt bzw. während einer Reinigung des Ofen- Innenraumes.

Die Tür kann, wie oben beschrieben, ausschließlich durch ihre Gewichtskraft eine ausreichende Dichtkraft auf die die Behälteröffnung umgebende Türanlagefläche aufbringen, sodass die Behälteröffnung in der geschlossenen Position der Tür ausreichend abgedichtet ist. Der Ofen kann zusätzlich oder alter- nativ auch einen Antrieb zum Bewegen der Tür von dem geöffneten Zustand in den geschlossenen Zustand und/oder umgekehrt umfassen. Durch eine Antriebskraft kann die Tür bewegt werden. Zusätzlich kann der Antrieb eine Kraft in Richtung der Türanlagefläche, vorzugsweise senkrecht zur Türanlagefläche, auf die Tür aufbringen, wenn die Tür bereits in der geschlossenen Posi- tion ist, sodass eine Dichtwirkung erhöht wird. Der Antrieb kann beispielsweise auch nur eine Öffnungs- oder Schließbewegung unterstützen. Der Antrieb kann beispielsweise einen Elektromotor und eine damit verbundene Seilwinde umfassen, wobei die Tür an der Haspel durch Auf- bzw. Abwickeln einer Kette oder eines Stahlseils nach oben gezogen bzw. wieder abgelassen werden kann. Der Antrieb kann auch in Form eines Aktuators realisiert werden, der beispielsweise in den zweiten Kopplungsarm integriert ist.

Beispielhafte Ausführungen der Erfindung sind nachfolgend anhand von Abbildungen erläutert.

Es zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt eines Ofens in einer perspektivischen Ansicht mit einer Tür in einer geöffneten Position, einen Ausschnitt des Ofens der Figur 1 in perspektivischer Ansicht mit einer Tür in einer geschlossenen Position,

Fig. 3 eine schematische Ansicht eines viergliedrigen Koppelgetriebes, Fig. 4 eine schematische Vorderansicht auf eine Tür mit einer ersten und einer zweiten Kopplungsvorrichtung,

Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer Tür mit einer ersten und einer zweiten Kopplungsvorrichtung, sowie

Fig. 6 schematisch eine Ausführungsform einer Kopplungsvorrichtung gemäß Fig. 5 in einer perspektivischen Darstellung.

Die Figuren 1 und 2 zeigen jeweils einen Ausschnitt eines Ofens 1, z.B. zum Schmelzen von Metall, in einer perspektivischen Ansicht. Der Ofen weist einen

Behälter 2 zum Aufnehmen einer Metallschmelze auf. Der Behälter 2 weist eine Öffnung 3 auf. Der Ofen umfasst ferner eine Tür 4, die ausgebildet ist, die Öffnung 3 zu öffnen und zu schließen. An der Tür 4 sind zwei erste türseitige Gelenke 5 und 5'angeordnet, die relativ zur Tür 4 fest angeordnet sind. Die Gelenke 5, 5' sind hier als Drehgelenke ausgebildet und definieren eine erste türseitige Drehachse 5d. Genau ein zweites türseitiges Gelenk 6 ist relativ zur Tür 4 fest angeordnet und von der Drehachse 5d beabstandet. Das genau eine zweite türseitige Gelenk 6 ist z.B. als Kugelgelenk ausgebildet und definiert einen Drehpunkt 6d. Bei alternativen Ausführungsformen ist es auch denkbar, dass anstelle des hier gezeigten genau einen zweiten türseitigen Gelenks zwei oder mehr zweite türseitige Gelenke fest an der Tür angeordnet sind. Diese können dann eine zweite türseitige Drehachse definieren, die z. B. parallel zur ersten türseitigen Drehachse 5d ausgerichtet ist. Eine erste Kopplungsvorrichtung 7 verbindet die Tür 4 über die zwei ersten türseitigen Gelenke 5 und 5' beweglich mit dem Behälter 2. Eine zweite Kopplungsvorrichtung 8 verbindet den Behälter 2 beweglich über das genau eine türseitige Gelenk 6 mit der Tür 4. Zwei erste behälterseitige Gelenke 9 und 9' sind relativ zum Behälter 2 fest angeordnet. Die ersten behälterseitigen Ge- lenke 9 und 9' sind hier z.B. als Kugelgelenke ausgebildet. Zwei zweite behälterseitige Gelenke 10 und 10' sind relativ zum Behälter 2 fest angeordnet. (Die behälterseitigen Gelenke 9' und 10 ,sind in Figur 1 nicht sichtbar, in Figur 2 jedoch deutlich erkennbar.) Das zweite behälterseitige Gelenk 10 ist von dem ersten behälterseitigen Gelenk 9 beabstandet. Z. B. ist das Gelenk entlang der Vertikalen oberhalb des Gelenks 9 angeordnet. Die erste Kopplungsvorrichtung 7 weist erste Kopplungsarme 7' und 7" auf. Der Kopplungsarm 7' verbindet das erste türseitige Gelenk 5' z. B. starr mit dem ersten behälterseitigen Gelenk 9'. Der Kopplungsarm 7" verbindet das erste türseitige Gelenk 5 z. B. starr mit dem ersten behälterseitigen Gelenk 9. Die zweite Kopplungsvorrichtung 8 weist einen zweiten Kopplungsarm 8' auf, der das genau eine zweite türseitige Gelenk 6 z. B. starr mit den behälterseitigen Gelenken 10 und 10' verbindet. Der zweite Kopplungsarm 8' ist dabei als Stahlbügel ausgebildet. Die zwei ersten behälterseitigen Gelenke 9 und 9' definieren eine erste behälterseitige Drehachse 9d. Die zwei zweiten behälter- seitigen Gelenke 10 und 10' definieren eine zweite behälterseitige Drehachse lOd. Die türseitige Drehachse 5d und die behälterseitigen Drehachsen 9d und lOd sind paarweise parallel zueinander ausgerichtet, z.B. wenigstens in einer Konstruktionslage. Ein erster Abstand al zwischen der ersten behälterseitigen Drehachse 9d und der ersten türseitigen Drehachse 5d beschreibt im gezeigten Beispiel jeweils eine Länge der ersten Kopplungsarme 7",7'. Der erste Abstand al beträgt beispielsweise 45 cm. Ein zweiter Abstand a2 zwischen der zweiten behälterseitigen Drehachse lOd und dem durch das genau eine zweite türseitige Gelenk 6 definierten Drehpunkt beträgt hier dagegen z. B. nur 30 cm. Der durch die ersten Kopplungsarme 7' und 7"definierte erste Abstand al ist bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel somit größer als der zweite Abstand a2. Dies hat zur Folge, dass ein Öffnungswinkel α zwischen einer behälterseitigen Ebene, die von den behälterseitigen Drehachsen 9d und lOd aufgespannt wird, und einer türseitigen Ebene, die von der ersten türseitigen Drehachse 5d und dem durch das genau eine türseitige Gelenk 6 definierten türseitigen Drehpunkt 6d aufgespannt wird, sich beim Öffnen der Tür 4 vergrößert. Anstatt durch die genannte türseitige Ebene kann der Winkel α türseitig auch durch eine Gerade definiert sein, die die türseitige Drehachse 5d senkrecht schnei- det und durch den Drehpunkt verläuft, der durch das genau eine zweite türseitige Gelenk 6 definiert ist. In einer geschlossenen Position, in der die Tür 4 die Öffnung 3 verschließt, beträgt der Winkel al beispielsweise 20°, und in einer geöffneten Position, in der die Tür 4 die Öffnung 3 freigibt, beträgt der Winkel a2 beispielsweise 30°, wie in Figur 5 gut ersichtlich ist. Dadurch, dass die ersten Kopplungsarme 7' und 7" länger ausgebildet sind als der zweite

Abstand a2, kann die Tür somit besonders gut von einer der Öffnung 3 zuge- wandten Seite eingesehen und gereinigt werden. Dennoch ist die Tür dabei nicht so stark geneigt dass der Bediener der Strahlung der aufgeheizten Türinnenfläche ausgesetzt ist. Die erste Kopplungsvorrichtung 7 und die zweite Kopplungsvorrichtung 8 weisen beispielsweise jeweils eine Justiervorrichtung auf. Dabei ist an den ersten Koppelungsarmen 7', 1" z.B. jeweils ein Spannschloss integriert, sodass die ersten Koppelungsarme 7' und 1" jeweils unabhängig voneinander in ihrer Länge angepasst werden können. Zwischen dem zweiten Kopplungsarm 8' und dem zweiten türseitigen Gelenk 6 kann eine weitere Justiervorrichtung derart angeordnet sein, dass der zweite Abstand a2 durch die weitere Justiervorrichtung anpassbar ist.

Alternativ oder zusätzlich zur Justiervorrichtung kann der Ofen 1, insbesonde- re die erste und/oder die zweite Kopplungsvorrichtung 7, 8 eine Federvorrichtung umfassen, die der Tür 4 einen zusätzlichen selbstdichtenden Freiheitsgrad verleiht. Dies kann den Nachstellbedarf verringern, da die Türe 4 innerhalb der konstruktiv möglichen Federwege den Effekt der Längenjustierung übernehmen kann.

Das zweite türseitige Gelenk 6 ist bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel genau in der vertikalen Türmittelebene angeordnet. Am Türkörper greift wenigstens eine Kette an, die mittels einer Haspel 11 aufgerollt und abgerollt werden kann. Die Haspel 11 ist von einem Elektromotor 12 antreibbar. Durch Auf- und Abrollen der Kette von der Haspel wird die Tür entweder hochgezogen, sodass die Tür 4 die Öffnung 3 freigibt, oder die Tür 4 wird gesenkt, sodass die Öffnung 3 geschlossen wird. Die Tür 4 kann in jeder beliebigen Position zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Position festgestellt werden. Die Tür 4 kann auch anderweitig angetrieben werden, beispielsweise über Aktuatoren, die den zweiten Kopplungsarm 8' bilden oder von diesem umfasst sind.

Figur 3 zeigt schematisch ein Koppelgetriebe. Das gezeigte Koppelgetriebe entspricht im Wesentlichen dem Koppelgetriebe zum Bewegen der Tür 4 der Figuren 1 und 2. Die Tür 4 ist über das erste türseitige Gelenk, über die erste

Kopplungsvorrichtung 7 und über das erste behälterseitige Gelenk 9 mit dem Behälter 2 gelenkig verbunden. Ferner ist die Tür 4 über das zweite türseitige Gelenk 6, über die zweite Kopplungsvorrichtung 8 und über das zweite behäl- terseitige Gelenk 10 mit dem Behälter 2 verbunden. Die Abstände al und a2 sind in Figur 3 vereinfacht mit identischer Länge dargestellt. Die Abstände al und a2 der Figuren 1 und 2 sind verschieden.

Die Figur 4 zeigt eine schematische Ansicht eines Türsystems, das dem Türsystem der Figuren 1 und 2 entspricht. Figur 6 zeigt in schematischer Darstellung perspektivisch eine Ausführungsform des in den Figuren 2 und 4 gezeigten Kopplungsarmes 7' des Ofens 1, der das türseitige Gelenk 5' mit dem behälterseitigen Gelenk 9' verbindet. Die übrigen Kopplungsarme 1" und 8' können in derselben Weise ausgebildet sein wie der hier gezeigte Kopplungsarm 7'. Der Kopplungsarm 7' definiert eine Längsrichtung 15. Der Kopplungsarm 7' hat eine erste Anlenkung 11 mit einem Auge zur Aufnahme eines Bolzens des türseitigen Gelenks 5' und eine zweite Anlenkung 12 mit einem Auge zur Aufnahme eines Bolzens des behälterseitigen Gelenks 9' (siehe Figur 4). Die erste Anlenkung 11 und die zweite Anlenkung 12 sind entlang der Längsrichtung 15 an entgegengesetzten Enden des Kopplungsarms 7' angeordnet. Ferner umfasst der Kopplungsarm 7' eine

Hohlstrebe 13, die starr mit der ersten Anlenkung 11 verbunden ist. Die Hohlstrebe 13 schließt einen Hohlraum 14 ein, der an einem der zweiten

Anlenkung 12 zugewandten Ende des Hohlraumes 14 offen ist. Die zweite Anlenkung 12 dagegen ist starr mit einer weiteren Strebe 16 verbunden. Die Strebe 16 ist wenigstens teilweise in dem durch die Hohlstrebe

13 geformten Hohlraum 14 aufgenommen. Ein mit der zweiten Anlenkung 12 verbundenes Ende der Strebe 16 ragt wenigstens teilweise aus dem Hohlraum

14 heraus. Die Strebe 16 ist entlang der Längsrichtung 15 innerhalb des Hohl- raums 14 und relativ zur Hohlstrebe 13 verschiebbar. Durch Verschieben der

Strebe 16 innerhalb des Hohlraumes 14 ist eine entlang der Längsrichtung 15 bestimmte Länge des Kopplungsarmes 7' veränderbar, die durch den Abstand der Anlenkungen 11, 12 bzw. durch den Abstand der Gelenke 5', 9' voneinander gegeben ist.

Innerhalb des Hohlraums 14 sind ferner Federn 17a und 17b angeordnet. Die Feder 17a schlägt an einem der ersten Anlenkung 11 zugewandten Ende der Feder 17a an ein Anschlagelement 18a an und schlägt an einem der zweiten Anlenkung 12 zugewandten Ende der Feder 17a an ein z. B. segmentförmiges Anschlagelement 18c an, das fest mit der Hohlstrebe verbunden ist. Das An- schlagelement 18c kann z. B. teilweise in den Hohlraum 14 hineinragen. Vorzugsweise ist das Anschlagelement 18c entlang der Längsrichtung 15 in der Mitte des Hohlraums 14 angeordnet. Die Feder 17a ist somit zwischen den Anschlagelementen 18a, 18c vorgespannt oder vorspannbar. Die Feder 17b dagegen schlägt an einem der zweiten Anlenkung 12 zugewandten Ende der Feder 17b an ein Anschlagelement 18b an und schlägt an einem der ersten

Anlenkung 11 zugewandten Ende der Feder 17b an das Anschlagelement 18c an. Die Feder 17b ist somit zwischen den Anschlagelementen 18b, 18c vorgespannt oder vorspannbar. Das Anschlagelement 18c ist derart angeordnet und ausgebildet, dass es die Beweglichkeit der Strebe 16 und des Anschlags 19 relativ zur Hohlstrebe 13 entlang der Längsrichtung 15 nicht beeinträchtigt.

Das Anschlagelement 18a ist wenigstens teilweise innerhalb des Hohlraums 14 aufgenommen. Eine Position des Anschlagelements 18a relativ zur Hohlstrebe 13 ist entlang der Längsrichtung 15 veränderbar. Z. B. können eine den Hohlraum 14 einfassende Innenwand der Hohlstrebe 13 und das Anschlagelement 18a dazu komplementäre und ineinandergreifende Gewinde aufweisen, so dass das Anschlagelement 18a durch eine Schraubbewegung entlang der Längsrichtung 15 relativ zur Hohlstrebe 13 bewegbar ist. Das Anschlagelement 18b ist in entsprechender Weise wenigstens teilweise innerhalb des Hohlraums 14 aufgenommen. Eine Position des Anschlagelements 18b relativ zur Hohlstrebe 13 ist entlang der Längsrichtung 15 veränderbar. Wiederum können die den Hohlraum 14 einfassende Innenwand der Hohlstrebe 13 und das Anschlagelement 18b dazu komplementäre und ineinandergreifende Gewinde aufweisen, so dass das Anschlagelement 18b durch eine Schraubbewe- gung entlang der Längsrichtung 15 relativ zur Hohlstrebe 13 bewegbar ist.

An einer Außenseite der Strebe 16 ist ein die Strebe 16 teilweise umschließender segmentförmiger Anschlag 19 fest angeordnet. Der Anschlag 19 kann einteilig mit der Strebe 16 ausgebildet oder an der Strebe 16 befestigt sein. Der Anschlag 19 ist zusammen mit der Strebe 16 innerhalb des Hohlraums 14 aufgenommen und entlang der Längsrichtung 15 relativ zur Hohlstrebe 13 bewegbar. Der Anschlag 19 und die Federn 17a, 17b können derart ausgebildet und angeordnet sein, dass wenigstens eine der Federn 17a, 17b stets mit dem Anschlag 19 in Kontakt ist und an diesen anschlägt. Gleichzeitig wird dann diejenige der Federn 17a, 17b, die infolge einer Auslenkung der Strebe 16 nicht in Kontakt mit dem Anschlag 19 ist, vom Anschlag 18c daran gehindert, ihre Länge zu verändern.

Beispielsweise können der Anschlag 19 und die Feder 17a derart ausgebildet und angeordnet sein, dass die Feder 17a im unbelasteten Zustand des Kopp- lungsarms 7' an dem der ersten Anlenkung 11 zugewandten Ende der Feder

17a an das Anschlagelement 18a anschlägt und an einem der zweiten

Anlenkung 12 zugewandten Ende der Feder 17a an den Anschlag 19 anschlägt, so dass die Feder 17a zwischen dem ersten Anschlagelement 18a und dem Anschlag 19 vorgespannt ist. Entsprechend kann die Feder 17b zwischen dem Anschlag 19 und dem Anschlagelement 18b vorgespannt sein.

Die Vorspannung der Federn 17a, 17b und die Länge des Kopplungsarmes 7' sind dann z. B. durch eine Veränderung der Position der Anschlagelemente 18a, 18b relativ zur Hohlstrebe 13 entlang der Längsrichtung 15 einstellbar. Infolge der einstellbaren Vorspannung der Federn 17a, 17b kann eine Veränderung der Länge des Kopplungsarmes 7' und z. B. eine federnde Bewegung der Strebe 16 relativ zur Hohlstrebe 13 nur dann bewirkt werden, wenn eine von der Strebe 16 auf die Hohlstrebe 13 oder eine von der Hohlstrebe 13 auf die Strebe 16 vermittelte Kraft größer ist als ein durch die Vorspannung der Federn 17a, 17b vorgegebener und von Null verschiedener Schwellwert. Dieser kann z. B. mehrere hundert oder mehrere tausend Newton betragen.

Figur 6 zeigt den Kopplungsarm 7' in einer Stellung, in der die Strebe 16 und die fest mit der Strebe 16 verbundene zweite Anlenkung 12 aus dem unbelas- teten Zustand des Kopplungsarm 7', in dem die Federn 17a, 17b z. B. gleich stark gespannt sind, ausgelenkt sind. In Figur 6 ist die Feder 17b stärker belastet (hier: zusammengedrückt) als im unbelasteten Zustand des Kopplungsarmes 7'. Dagegen kann die Feder 17a in Figur 6 z. B. weniger stark belastet sein als im unbelasteten Zustand des Kopplungsarmes 7'. In Figur 6, in der die Strebe 16 entlang der Längsrichtung 15 in eine von der ersten Anlenkung 11 abgewandte Richtung ausgelenkt ist, hindert das Anschlagelement 18c die erste Feder 17a daran, der Auslenkung der Strebe 16 zu folgen. Wenn die Strebe 16 dagegen entlang der Längsrichtung 15 zur ersten Anlenkung 11 hin ausgelenkt wird (nicht gezeigt), hindert das Anschlagelement 18c die zweite Feder 17b daran, der Auslenkung der Strebe 16 zu folgen. Bei alternativen Ausführungsform kann anstelle des Anschlagelements 18c zur Begrenzung der Beweglichkeit der Federn 17a, 17b auch für jede der Federn 17a, 17b ein separates Anschlagelement vorgesehen sein.

Durch das Vorspannen der Federn 17a, 17b mittels der einstellbaren Anschlagelemente 18a, 18b ist eine gute Stabilität der Tür 4 beim Verfahren gegeben, da die vorgespannten Federn 17a, 17b dem Kopplungsarm 7' eine hinreichende Steifigkeit verleihen. Gleichzeitig kann die Vorspannung der Federn 17a, 17b bei einer hinreichend großen Schließ- oder Dichtkraft zwischen der Tür 4 und dem Behälter 2 eine Taumel- oder Kippbewegung der Tür 4 relativ zum Behälter 2 erlauben. So kann sich die Lage der Tür 4 relativ zum Behälter 2 in der geschlossenen Position der Tür 4, in der die Tür 4 die Öffnung 3 des Behälters 2 verschließt, gegebenenfalls an Verunreinigungen im die Öffnung 3 umgebenden Bereich des Behälters 2 anpassen, so dass die Tür 4 stets einen dichten Verschluss der Öffnung 3 gewährleistet. Wie beschrieben sind dazu vorzugsweise zusätzlich wenigstens die ersten tür- und behälterseitigen Gelenke 5, 5', 9, 9' sowie das zweite türseitige Gelenk 6 jeweils als Kugelgelenke ausgebildet.