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Patent Searching and Data


Title:
DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/091204
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a door comprising a door leaf and a guide rail arrangement, in which the guide rail arrangement comprises supplementary rails which cooperate with guide means arranged in the region of an edge, which leads during an opening movement, of a door leaf member which leads during the opening movement, said supplementary rails comprising a third section which linearly extends above the second linearly extending section and approximately in parallel thereto.

Application Number:
EP2017/075753
Publication Date:
May 24, 2018
Filing Date:
October 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HÖRMANN KG BROCKHAGEN (Horststraße 17, Steinhagen, 33803, DE)
International Classes:
E05D15/24; E06B3/48
Domestic Patent References:
WO2012089358A12012-07-05
Foreign References:
EP0230999A21987-08-05
EP0370376A21990-05-30
Attorney, Agent or Firm:
SERANSKI, Klaus (Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB, Pettenkoferstraße 22, München, 80336, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Tor mit einem längs einer durch eine Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung, in der es etwa in einer Vertikalebene angeordnet ist, und einer Öffnungsstellung, in der es über Kopf etwa in einer Horizontalebene angeordnet ist, bewegbaren Torblatt, das eine Mehrzahl von in Torblattbewegungsrichtung hintereinander angeordneten und bezüglich senkrecht zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattgliedern aufweist, wobei

die Führungsschienenanordnung zwei im Bereich der parallel zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden seitlichen Ränder des Torblatts angeordnete Führungsschienen aufweist, von denen jede einen ersten etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Schließstellung etwa in Schwererichtung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt, einen zweiten, etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Öffnungsstellung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt und einen die geradlinig verlaufenden Abschnitte miteinander verbindenden bogenförmigen Abschnitt aufweist, dessen Krümmungsradius an einer inneren Führungsfläche davon 400 mm oder mehr, vorzugsweise 420 mm oder mehr, besonders bevorzugt 450 mm oder mehr, insbesondere 500 mm oder mehr beträgt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienenanordnung mit im Bereich des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands des bei der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Torblattglieds angebrachten vorlaufenden Führungsmitteln zusammenwirkende Ergänzungsschienen aufweist, die einen oberhalb des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts etwa parallel dazu verlaufenden dritten geradlinig verlaufenden Abschnitt aufweisen.

2. Tor nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der dritte geradlinig verlaufende Abschnitt an seinem in der Torblattschließstellung einer dem damit verschlossenen Raum zugewandten inneren Begrenzungsfläche des Torblatts zugewandten vorderen Ende in einen nach unten abfallenden Endabschnitt übergeht, der mit Abstand vor einer Ebene endet, die die innere Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enthält.

3. Tor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vorlaufenden Führungsmittel ein in der Ergänzungsschiene aufgenommenes Führungselement, wie etwa eine bezüglich einer etwa parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Drehachse drehbar gelagerte Führungsrolle, aufweisen, das über einen bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem bei der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Torglied angebrachten Halter an dem vorlaufenden Torglied angebracht ist.

4. Tor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse in einer ersten in der Schließstellung eingenommenen Schwenkstellung des Halters in Richtung Innenraum einen Abstand von der inneren Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torglieds aufweist, der bei einer Öffnungsbewegung des Torblatts durch Verschwenken des Halters verringert wird.

5. Tor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter über ein bezüglich der inneren Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torglieds festlegbares Befestigungsmittel an dem vorlaufenden Torglied befestigt ist, wobei der Halter bezüglich der vorzugsweise in einer senkrecht zur inneren Begrenzungsfläche verlaufenden Richtung versetzt zu einer Begrenzungsfläche verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem Befestigungsmittel gehalten ist und/oder die Lage des Befestigungsmittels bezüglich des vorlaufenden Torglieds in einer die Begrenzungsfläche enthaltenden Ebene, insbesondere in Richtung des seitlichen Torblattrands, wählbar ist.

6. Tor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorlaufenden Führungsmittel zwei bezüglich parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Drehachsen drehbar an dem Halter gelagerte Führungsrollen aufweisen.

7. Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Drehachsen enthaltende Führungsebene einen stumpfen Winkel mit einer die Schwenkachse und die der Schwenkachse nächstliegenden Drehachse enthaltenden Schwenkebene einschließt, wobei die Schwenkebene in der Schließstellung ausgehend von der Schwenkachse in Richtung auf die Schnittlinie von Führungsebene und Schwenkebene steiler ansteigt als die in der Schließstellung etwa parallel zu einer Tangente an den Endabschnitt der Ergänzungsschiene ansteigende Führungsebene.

8. Tor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsebene in der Öffnungsstellung auf der der inneren Begrenzungsfläche des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Torglieds zugewandten Seite der Schwenkachse etwa parallel zur inneren Begrenzungsfläche, vorzugsweise etwa koplanar dazu verläuft.

9. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine die Öffnungsbewegung unterstützende Gewichtsausgleichseinrichtung mit einem an das in der Schließstellung unterste Torglied gekoppelten Zugmittel, das im Verlauf einer Öffnungsbewegung auf eine oberhalb des bogenförmigen Abschnitts oder hinter einem dem bogenförmigen Abschnitt abgewandten Ende des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts angeordneten Wickeleinrichtung aufwickelbar ist.

10. Tor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel ein Zugseil aufweist und die Wickeleinrichtung eine bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Trommelachse Wickeltrommel mit einer die Trommelachse wendeiförmig umlaufenden Füh- rungsnut im Trommelmantel für das im Verlauf der Öffnungsbewegung darauf aufzuwickelnde Zugseil aufweist.

11. Tor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein das unterste Torglied mit der Seiltrommel verbindender Abschnitt des Zugseils im Verlauf der Schließbewegung an seinem der Seiltrommel zugewandten Ende ausgehend von einem dem seitlichen Rand des Torblatts zugewandten Bereich der Seiltrommel in Richtung auf einen dem seitlichen Rand des Torblatts abgewandten Bereich der Seiltrommel wandert und dabei eine die Ergänzungsschiene durchsetzende und senkrecht zu den Gelenkachsen verlaufenden Ebene erreicht und ggf. durchläuft.

12. Tor nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die die Ergänzungsschiene durchsetzende Ebene den dem seitlichen Rand des Torblatts abgewandten Bereich der Seiltrommel durchsetzt.

13. Tor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, das die Seiltrommel an eine oberhalb des bogenförmigen Abschnitts oder hinter einem dem bogenförmigen Abschnitt abgewandten Ende des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts angeordnete und im Verlauf einer Schließbewegung zu spannende Torsionsfederanordnung gekoppelt ist, wobei die Trommelachse vorzugsweise etwa parallel, insbesondere etwa kolinear zur Torsionsfederachse verläuft.

14. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenradius des bogenförmige, insbesondere kreisbogenförmigen Abschnitts weniger als 800 mm, vorzugsweise weniger als 700 mm, insbesondere 600 mm oder weniger beträgt.

15. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Innenradius zur Höhe mindestens eines Torglieds in einer parallel zu dessen seitlichen Rändern verlaufenden Richtung 0,6 oder mehr, vorzugsweise 0,65 oder mehr, insbesondere 0,665 oder mehr, besonders bevorzugt etwa 0,68 beträgt.

16. Tor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Innenradius zur Höhe mindestens eines Torglieds 0,8 oder weniger, vorzugsweise 0,75 oder weniger, besonders bevorzugt 0,7 oder weniger beträgt.

17. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe mindestens eines Torblattglieds in Richtung des seitlichen Rands des Torblatts 550 bis 950 mm, insbesondere 600 bis 900 mm, besonders bevorzugt 700 bis 800 mm beträgt.

18. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an das Torblatt gekoppelte elektromotorische Antriebseinrichtung zum Bewirken der Torblattbewegung.

19. Tor nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Anthebseinrichtung so ausgelegt ist, dass die Torblattschließbewegung automatisch abgebremst wird, wenn der bei der Schließbewegung vorlaufende Rand eine Höhe von 2,50 m unterschreitet.

20. Tor nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung eine Lichtgitteranordnung aufweist, mit der ein von dem bei der Schließbewegung vorlaufenden Torblattrand durchlaufener Raum überwacht und in diesen Raum gelangende Gegenstände und/oder Personen erfasst werden können.

21. Tor, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem längs einer durch eine Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung, in der es etwa in einer Vertikalebene angeordnet ist, und einer Öffnungsstellung, in der es über Kopf vorzugsweise etwa in einer Horizontalebene angeordnet ist, bewegbaren Torblatt, das eine Mehrzahl von in Torblattbewegungsrichtung hintereinander angeordneten und bezüglich senkrecht zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattgliedern aufweist, wobei

die Führungsschienenanordnung zwei im Bereich der parallel zu der vorgegebenen Bahnverlaufenden seitlichen Ränder des Torblatts angeordnete Führungsschienen aufweist, von denen jede einen ersten etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Schließstellung in Schwererichtung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt, einen zweiten, etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Öffnungsstellung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt und einen die geradlinig verlaufenden Abschnitte miteinander verbindenden bogenförmigen Abschnitt aufweist, sowie

mit im Bereich des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Torblattglieds angebrachten vorlaufenden Führungsmitteln zusammenwirkende Ergänzungsschienen aufweist, die einen oberhalb des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts etwa parallel dazu verlaufenden dritten geradlinig verlaufenden Abschnitt aufweisen,

dadurch gekennzeichnet, dass die vorlaufenden Führungsmittel ein in der Ergänzungsschiene aufgenommenes Führungselement, wie etwa eine bezüglich einer etwa parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Drehachse drehbar gelagerte Führungsrolle, aufweisen, das über einen bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Torglied angebrachten Halter an dem vorlaufenden Torglied angebracht ist.

22. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Torblatts 3,50 m oder mehr, insbesondere 4,0 m oder mehr beträgt.

23. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergänzungsschiene eine vorzugsweise als fensterartige Ausnehmung darin ausgeführte Aufnahme zum Aufnehmen zumindest eines Teils der vorlaufenden Führungsmittel bei Erreichen der Schließstellung aufweist.

24. Tor nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahme eine der Bewegung des in der Aufnahme aufgenommenen Führungsmittels in der Öffnungsrichtung entgegenwirkende Anschlaganordnung zugeordnet ist.

25. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Schließstellung unterer und beim Anheben nachlaufender Rand des Torblatts zumindest bei Erreichen der Öffnungsstellung durch eine Schwenkbewegung eines diesen Rand aufweisenden unteren Torblattglieds in einer Heberichtung bezüglich einem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattglied bezüglich der vorgegebenen Bahn gesondert anhebbar ist, wobei vorzugsweise eine die Schwenkbewegung des unteren Torblattglieds in der Heberichtung zumindest längs eines Abschnitts der vorgegebenen Bahn begrenzende Begrenzungseinrichtung vorgesehen ist.

26. Tor nach Anspruch 25, wobei das Tor eine den gesondert anhebbaren Rand des unteren Torblattglieds beim Übergang von der Öffnungsstellung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn drängende erste Vorspanneinrichtung aufweist.

27. Tor nach Anspruch 25 und Anspruch 26, wobei in der Schließstellung des Torblatts eine zweite Vorspanneinrichtung einer Bewegung des gesondert anhebbaren Randes in einer Richtung orthogonal zur Torblattebene entgegenwirkt.

28. Tor nach einem der Ansprüche 23 bis 25, wobei auf jeder der einer Führungsschiene zugewandten Seiten des den gesondert anhebbaren Rand aufweisenden Torblattglieds mindestens ein Führungselement am unteren Rand dieses Torblattglieds angeordnet ist.

29. Tor nach einem der Ansprüche 25 bis 28, wobei in der Öffnungsstellung der anhebbare Rand des Torblattglieds in einer senkrecht dazu verlaufenden Richtung weiter von einem an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement beabstandet ist als in der Schließstellung und gegenüber dem Führungselement nach oben angehoben ist.

30. Tor nach einem der Ansprüche 25 bis 29, wobei das gesonderte anhebbare Torblattglied über einen Schwenkhebel einer eine Änderung des Abstands zwischen mindestens einem an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement und dem Torblattglied ermöglichende Hebelanordnung mit dem Führungselement verbunden ist, wobei das Führungselement bei Erreichen der Öffnungsstellung durch Verschwenken des Schwenkhebels bzgl. einer Hebelachse in einer der Heberichtung entgegengesetzten Richtung bzgl. dem unteren Torblattglied verschwenkt wird.

31. Tor nach einem der Ansprüche 25 bis 30, wobei das das Torblatt von der Schließstellung in die Öffnungsstellung anhebendes Zugmittel an seinem einen Ende mit dem unteren Rand des Torblatts verbunden ist und an seinem anderen Ende mit einer Gewichtsausgleichseinrichtung gekoppelt ist, und wobei das Zugmittel der ersten Vorspanneinrichtung entgegenwirkt.

32. Tor nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel über eine bzgl. einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufende Schwenkachse verschwenkbar an dem unteren Rand angebrachte Kopplungseinrichtung an den unteren Rand des Torblatts gekoppelt ist, wobei die Schwenkachse in der Schließstellung unterhalb der Hebelachse angeordnet ist.

33. Tor Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung unter der Zugwirkung des Zugmittels bei Erreichen der Öffnungsstellung in einer der Heberichtung (P1) entgegengesetzten Richtung (P2) bzgl. dem unteren Torblattelement verschwenkt wird.

34. Tor nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung ein der Kupplungseinrichtung zugeordnetes und mit dieser bzgl. der Schwenkachse verschwenkbares Begrenzungselement und ein der Hebelanordnung zugeordnetes und mit dieser bzgl. der Hebelachse verschwenkbares Begrenzungselement aufweist.

35. Tor nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Begrenzungselemente eine die Hebelachse und/oder die Schwenkachse zumindest teilweise umlaufende Begrenzungskulisse aufweist.

36. Tor nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Begrenzungselemente eine bei der Schwenkbewegung des unteren Torblattelements in Heberichtung (P1 ) in Anlage an die Begrenzungskulisse gelangendes Anschlagelement aufweist.

37. Tor nach einem der Ansprüche 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungskulisse einen sich ausgehend von einem sich etwa senkrecht zu den Gelenkachsen erstreckenden Halter der Kopplungseinrichtung quer, insbesondere etwa senkrecht dazu erstrecken- den Kragen aufweist und/oder das Anschlagelement an dem Schwenkhebel angebracht ist und bei der Schwenkbewegung des unteren Torblattelements in Heberichtung (P1) in Anlage an die der Schwenkachse zugewandte Begrenzungsfläche der Begrenzungskulisse gelangt.

38. Tor nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement bei Erreichen der Öffnungsstellung von der Begrenzungskulisse freigegeben wird.

39. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung eine bei Erreichen der Öffnungsstellung mit einer am unteren Rand des unteren Torblattelements angebrachten Begrenzungselement zusammenwirkende feststehende Führungsfläche aufweist.

40. Tor nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehende Führungsfläche an der die Randöffnung aufweisenden Wand angebracht ist und sich schräg nach oben erstreckt.

41. Tor nach Anspruch 39 oder 40, gekennzeichnet durch eine an dem dem bogenförmigen Führungsschienensegment abgewandten Ende des über Kopf verlaufenden Führungsschienensegments angebrachte in der Öffnungsbewegung an den bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rand des Torblatts anlegbare Schubeinrichtung, mit der das am unteren Rand des Torblatts angebrachte Begrenzungselement in der Öffnungsstellung gegen die Führungsfläche gedrängt wird.

42. Tor nach einem der Ansprüche 25 bis 41 , dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Vorspanneinrichtung ein Federelement aufweist.

43. Tor nach einem der Ansprüche 26 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Vorspanneinrichtung eine Torsionsfeder aufweist.

44. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an das Torblatt gekoppelte Antriebseinrichtung mit einem Elektromotor, einer an den Elektromotor gekoppelten Getriebeanordnung und einer Motorsteuerung sowie einer die Öffnungsbewegung des Torblatts unterstützenden Gewichtsausgleichseinrichtung.

45. Tor, insbesondere nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeanordnung ein an den Elektromotor gekoppeltes selbsthemmendes und untersetzendes Schneckengetriebe und ein an die Abtriebswelle des Schneckengetriebes gekoppeltes übersetzendes Getrie- be, wie etwa Kettengetriebe, mit einem Übersetzungsverhältnis von vorzugsweise 1 :1 ,5 oder mehr, insbesondere 1 :2 oder mehr, besonders bevorzugt 1 :3,5 aufweist.

46. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor und die Getriebeanordnung zum Erzeugen einer Öffnungs- und/oder Schließgeschwindigkeit von 0,6 m/sec oder mehr, insbesondere 1 m/sec ausgelegt ist.

47. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor einen frequenzgesteuerten Motor aufweist.

48. Tor nach einem der Ansprüche 44 bis 47, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorsteuerung zum Anfahren und/oder Abbremsen des Torblatts aus einer Ruhelage bzw. aus einer Torblattbewegung mit einem vorgegebenen Beschleunigungsprofil betreibbar ist.

Description:
TOR

Die Erfindung betrifft ein Tor mit einem längs einer durch eine Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung, in der es etwa in einer Vertikalebene angeordnet ist, und einer Öffnungsstellung, in der es über Kopf vorzugsweise etwa in einer Hori- zontalebene angeordnet ist, bewegbaren Torblatt, das eine Mehrzahl von in Torblattbewegungs- richtung hintereinander angeordneten und bezüglich senkrecht zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattgliedern aufweist, wobei die Führungsschienenanordnung zwei im Bereich der parallel zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden seitlichen Ränder des Torblatts angeordnete Führungsschienen aufweist, von denen jede einen ersten, etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Schließstellung etwa in Schwererichtung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt, einen zweiten, etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Öffnungsstellung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt und einen die geradlinig verlaufenden Abschnitte miteinander verbindenden bogenförmigen Abschnitt aufweist, dessen Krümmungsradius (Innenradius) an einer inneren Führungsfläche davon 400 mm oder mehr, vorzugsweise 420 mm oder mehr, besonders bevorzugt 450 mm oder mehr, insbesondere 500 mm oder mehr beträgt. Derartige Tore werden zum Verschließen von Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr eingesetzt, wie sie im Bereich von Industriehallen, Lagerhallen, Flugzeughangars oder dergleichen vorkommen, bei denen entsprechende Durchfahrtshöhen benötigt werden.

Die einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Torblattglieder durchlaufen bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung einen bogenförmigen Führungsschienenabschnitt, in dem sie zwischen einer vertikalen Ausrichtung, die sie in der Schließstellung einnehmen, und einer im Allgemeinen horizontalen Ausrichtung, die in der Öffnungsstellung eingenommen wird, umgelenkt werden. Das ermöglicht eine Torblattbewegung, ohne dafür übermäßig viel Raum für ausschwenkende großflächige Schließelemente zur Verfügung stellen zu müssen. Bei entsprechenden Toren wird die Öffnungsbewegung üblicherweise mit Hilfe einer im Allgemeinen eine Federanordnung aufweisenden Gewichtsausgleichsanordnung unterstützt.

Die Federanordnung wird bei der Schließbewegung unter Aufnahme der dabei vom Torblatt abgegebenen potentiellen Energie gespannt. Die in der Federanordnung gespeicherte Energie steht dann zur Unterstützung der Öffnungsbewegung zur Verfügung. Dazu ist die Federanordnung üblicherweise über ein Zugmittel an das Torblatt gekoppelt. Das Zugmittel ist einerseits an dem in der Schließstellung unteren Rand des Torblatts befestigt und kann an seinem anderen Ende im Verlauf der Öffnungsbewegung auf einer Wickeleinrichtung aufgewickelt werden.

Aus Kostengründen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, ein Zugmittel in Form eines Drahtseils einzusetzen. Ein solches Drahtseil kann auf einer oberhalb des bogenförmigen Abschnitts angeordneten Wickeltrommel aufgewickelt werden, wobei eine störungsfreie Auf- und Abwicklung des Drahtseils begünstigt wird, wenn das Drahtseil während des Wickelvorgangs in einer die Trommelachse wendeiförmig umlaufenden Nut geführt und unter Bildung von nur einer Wickellage aufgewickelt wird.

Zur Unterstützung der Öffnungsbewegung kann ferner ein elektromotorischer Antrieb vorgesehen sein, der an die Wickeltrommel gekoppelt ist und unter Berücksichtigung der durch die Federanordnung zur Verfügung gestellten Unterstützung so dimensioniert ist, dass die gewünschte Öffnungsgeschwindigkeit bereitgestellt werden kann indem die Wickeltrommel in eine Drehung um die Trommelachse versetzt wird, wodurch das an den unteren Rand des Torblatts gekoppelte Drahtseil auf die Wickeltrommel aufgewickelt und das Torblatt insgesamt angehoben wird.

Bei diesem Antriebskonzept ist der elektromotorische Antrieb direkt an eine koaxial zu einer Wickelwelle verlaufende Wickeltrommel gekoppelt. Man spricht von einem Wellenantrieb. Die Federanordnung kann eine die Wickelwelle wendeiförmig umlaufende Torsionsfeder aufweisen, welche bei einer Schließbewegung des Torblatts durch Drehung der Wickelwelle, in deren Verlauf auch das Drahtseil von der Wickeltrommel abgewickelt wird, gespannt wird.

Bei einem anderen Antriebskonzept ist der elektromotorische Antrieb an ein sich üblicherweise oberhalb der zu verschließenden Gebäudeöffnung ausgehend von der Gebäudeöffnung in Richtung auf den Gebäudeinnenraum erstreckendes, umlaufendes Zugmittel gekoppelt. Das Zugmittel kann in einer Antriebsschiene geführt sein, wobei der elektromotorische Antrieb im Bereich des der Gebäudeöffnung abgewandten Endes der Antriebsschiene angebracht und derart an das endlos umlaufende Zugmittel gekoppelt ist, dass dieses in eine Umlaufbewegung versetzt wird. Das endlos umlaufende Zugmittel ist dann an eine Kopplungsanordnung gekoppelt, die andererseits üblicherweise um eine parallel zu den Gelenkachsen verlaufende Schwenkachse verschwenkbar an dem in der Schließstellung oberen Rand des Torblatts befestigt ist. In diesem Fall wird von einem schienengeführten Antrieb gesprochen.

Unabhängig vom Antriebskonzept kann die Federanordnung als oberhalb der Gebäudeöffnung angeordnete Torsionsfederanordnung ausgeführt sein, wobei die Wickeltrommel koaxial zur Torsionsfederwelle angebracht sein kann. Entsprechende Antriebsanordnungen und Federanordnungen können auch im Rahmen dieser Erfindung zum Einsatz kommen. Insofern kann auch im Rahmen dieser Erfindung auf die bekannten Antriebskonzepte und die bekannten Auslegungen von Federanordnungen, ggf. mit oberhalb der Gebäudeöffnung angeordneten Torsionsfederanordnungen zurückgegriffen werden.

Unabhängig vom Antriebskonzept und der Auslegung der Federanordnung durchlaufen die einzelnen Torblattglieder, wie vorstehend bereits angesprochen, den bogenförmigen Abschnitt der Führungsschiene und erfahren dort eine durch den sogenannten Polygoneffekt bewirkte Beschleunigung. Entsprechend wird die gelenkige Verbindung zwischen den einzelnen Torgliedern und die Führungsschienenanordnung mit Beschleunigungskräften beaufschlagt, die einerseits zu Verschleiß und andererseits zu einer Geräuschentwicklung führen. Die durch den Polygoneffekt verursachten Beschleunigungskräfte hängen einerseits vom Krümmungsradius der inneren Führungsfläche des bogenförmigen Abschnitts der Führungsschiene und andererseits von der Höhe der Torglieder in Richtung der seitlichen Ränder ab. Bei Toren zum Verschließen von Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr kommen im Sinne einer Reduzierung der Anzahl der benötigten Torblattglieder solche Torblattglieder zum Einsatz, die eine Höhe von 750 mm oder mehr aufweisen, was zu entsprechen hohen Polygonbeschleunigungen führt.

Zur Reduzierung der auftretenden Kräfte wurde bereits vorgeschlagen, den Krümmungsradius der inneren Führungsfläche des bogenförmigen Abschnitts ausgehend von ursprünglich etwa 360 mm auf 400 mm oder mehr zu erhöhen. Allerdings führt diese Erhöhung des Krümmungsradius an der inneren Führungsfläche (Innenradius) zu einem erhöhten Platzbedarf für die Gesamtkonstruktion, weil oberhalb der zu verschließenden Öffnung ein Raum mit einer dem Radius entsprechenden Höhe zur Aufnahme des bogenförmigen Abschnitts zur Verfügung gestellt werden muss. Zur Beseitigung dieses Mangels wurde bereits vorgeschlagen, im Bereich des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands des obersten Torblattglieds ein mit der Führungsschienenanordnung zusammenwirkendes Führungsglied derart anzubringen, dass der Abstand dieses Führungsglieds von einer in der Schließstellung dem verschlossenen Raum zugewandten inneren Begrenzungsfläche des Torblatts bei Erreichen der Schließstellung größer wird, um so den Abstand zwischen der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts und einem bogenförmigen Abschnitt der Führungsschienen zu überbrücken. Dadurch wird eine vertikale Ausrichtung des Torblatts in der Schließstellung auch dann ermöglicht, wenn der obere Rand des Torblatts in der Schließstellung zwischen den zumindest teilweise im Bereich der seitlichen Ränder der Gebäudeöffnung angeordneten bogenförmigen Abschnitte der Führungsschienenanordnung angeordnet ist. Dazu wurde das üblicherweise als Führungsrolle verwirklichte Führungsglied über einen bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Schwenkachse schwenkbar an das oberste Torglied angelenkten Halter an dem obersten Torglied befestigt. Bei Erreichen der Schließstellung wurde dieser Halter bezüglich dem obersten Torglied derart verschwenkt, dass der Abstand zwischen der Führungsrolle bzw. der Drehachse der Führungsrolle und der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts erhöht wurde.

Mit zunehmendem Krümmungsradius des bogenförmigen Abschnitts nimmt allerdings auch der konstruktive Aufwand und die mechanische Belastung des schwenkbaren Halters zu. Ferner nimmt bei zunehmendem Krümmungsradius auch der von dem Halter zu überbrückende Abstand zwischen der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts und der am obersten Torblattglied befestigten Führungsrolle in der Torblattschließstellung zu, was zu einer Instabilität der Gesamtkonstruktion führt.

Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Tor zum Verschließen von Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr bereitzustellen, welches einerseits nur wenig Einbauraum über der Gebäudeöffnung benötigt und andererseits eine Verminderung der mechanischen Belastung im Verlauf einer Öffnungs- und Schließbewegung ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung bekannter Tore der eingangs beschriebenen Art gelöst, die im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Führungsschienenanordnung mit im Bereich des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Torblattglieds angebrachten vorlaufenden Führungsmitteln zusammenwirkende Ergänzungsschienen aufweist, die einen oberhalb der zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitte etwa parallel dazu verlaufenden dritten geradlinig verlaufenden Abschnitt aufweisen.

Diese aus dem Bereich der Garagentore zum Verschließen von Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von weniger als 3,0 m , regelmäßig weniger als 2,50 m an sich beispielsweise aus der EP 0 230 999 A2 bekannte Führungsschienenanordnung ermöglicht eine Schließbewegung des Torblatts, bei der der bei der Schließbewegung nachlaufende Rand des Torblatts den bogenförmigen Abschnitt der Führungsschienenanordnung nicht durchlaufen muss, sondern mit Hilfe der Ergänzungsschiene in die Schließlage geführt wird, in der das oberste Torblattglied ebenso wie die darunter angeordneten Torblattglieder etwa in einer Vertikalebene angeordnet sind.

Im Rahmen dieser Erfindung wurde erkannt, dass die Ergänzungsschiene der Führungsschienenanordnung so konstruiert und montiert werden kann, dass sie auch bei Toren für Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von mehr als 3,50 m weder die Torblattbewegung selbst noch den Wickelvorgang des an den unteren Rand des Torblatts gekoppelten und im Verlauf der Öffnungsbewegung auf die auch bei erfindungsgemäßen Toren vorzugsweise oberhalb des bogenförmigen Abschnitts der Führungsschienenanordnung angeordneten Wickeltrommel aufzuwickelnden Zugmittels, das beispielsweise in Form eines Drahtseils mit einem Durchmesser von 3 mm oder mehr verwirklicht sein kann, behindern. So können entsprechende Torblätter mit entsprechend hohen (700 mm oder mehr) Torblattgliedern längs eines bogenförmigen Abschnitts mit einem Krümmungsradius im Bereich der inneren Führungsfläche von mehr als 400 mm, insbesondere 500 mm oder mehr, und entsprechend geringen Beschleunigungskräften mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit geöffnet und geschlossen werden, ohne dass dafür übermäßig viel Einbauraum oberhalb der Gebäudeöffnung bereitgestellt werden muss.

Im Rahmen der Erfindung wird eine störungsfreie Auf- und Abwicklung eines Zugmittels einer die Öffnungsbewegung des Torblatts unterstützenden Gewichtsausgleichseinrichtung begünstigt, wenn der dritte geradlinig verlaufende Abschnitt der Ergänzungsschiene an seinem in der Torblattschließstellung einer dem damit verschlossenen Raum zugewandten Raum inneren Begrenzungsfläche des Torblatts zugewandten vorderen Ende in einen nach unten abfallenden Endabschnitt übergeht, der mit Abstand vor einer Ebene endet, die die innere Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enthält. Dadurch wird in der Torblattschließstellung zwischen der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts und dem dieser inneren Begrenzungsfläche zugewandten vorderen Ende des nach unten abfallenden Endabschnitts der Ergänzungsschiene ein Raum bereitgestellt, in dem sich das zwischen der oberhalb des bogenförmigen Abschnitts angeordneten Wickeltrommel und dem unteren Rand des Torblatts verlaufende Zugmittel im Verlauf des Wickelvorgangs bewegen kann. Dadurch wird ein Wickelvorgang auch dann ohne Störung durch die Führungsschienenanordnung ermöglicht, wenn die Wickeltrommel eine solche axiale Länge aufweist, dass sie im montierten Zustand eine die Führungsschienenanordnung enthaltende und senkrecht zur Trommelachse verlaufende Ebene durchsetzt. Eine entsprechend axiale Länge wird bei erfindungsgemäßen Toren dann benötigt, wenn eine der Torblatthöhe entsprechende Seillänge darauf aufgewickelt werden muss und nicht genügend Raum für die Vergrößerung des Trommelradius zur Verfügung steht. Der Abschnitt zwischen der Ebene, die die innere Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enthält, und dem dieser Ebene zugewandten Ende der Ergänzungsschiene beträgt zweckmäßigerweise mehr als 2 cm, vorzugsweise mehr als 5 cm. Im Hinblick auf die nachstehend beschriebene Ankopplung des im Bereich des oberen Rands des in der Schließstellung obersten Torglieds angebrachten Führungsmittels beträgt dieser Abstand aber vorzugsweise weniger als 20 cm, insbesondere 15 cm oder weniger.

Wenn der Endabschnitt der Ergänzungsschiene mit Abstand vor der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung endet, muss dieser Abstand mit Hilfe eines an der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts im Bereich des am in der Schließstellung oberen Rands dieser Begrenzungsfläche angebrachten Halters überbrückt werden. Andererseits würde ein entsprechender Abstand zwischen dem mit Hilfe dieses Halters an der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts angebrachten Führungselement und der Ergänzungsschiene in der Öffnungsstellung des Torblatts zu einem Abwinkein des bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Torblattglieds bezüglich der nachlaufenden Torblattglieder und einer entsprechenden Überknickung führen. Eine solche Überknickung kann zu Beschädigungen im Bereich der benachbarten Ränder aufeinanderfolgender Torblattglieder führen.

Aus diesem Grund ist es im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt, wenn die vorlaufenden Führungsmittel, das heißt die im Bereich des in der Schließstellung oberen Rands des Torblatts angebrachten Führungsmittel ein in der Ergänzungsschiene aufgenommenes Führungselement, wie etwa eine bezüglich einer etwa parallel zu den Gelenkachsen verlaufende Drehachse drehbar gelagerte Führungsrolle, aufweisen, das über einen bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Torglied angebrachten Halter an dem vorlaufenden Torglied angelenkt ist. Mit Hilfe eines derartigen Halters kann eine Konstruktion verwirklicht werden, bei der die Drehachse der Führungsrolle in einer ersten in der Schließstellung eingenommenen Schwenkstellung des Halters einen Abstand von der inneren Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torglieds in Richtung auf den Endabschnitt der Ergänzungsschiene aufweist, der bei einer Öffnungsbewegung des Torblatts durch Verschwenken des Halters verringert wird.

So kann der Abstand zwischen dem der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung zugewandten Endabschnitt der Ergänzungsschiene und der inneren Begren- zungsfläche des Torblatts selbst mit Hilfe des Halters in der Schließstellung überbrückt werden, wobei der Abstand zwischen Führungselement und Begrenzungsfläche des Torblatts im Verlauf der Öffnungsbewegung verringert wird, um so eine Überknickung im Bereich einander zugewandter Ränder aufeinanderfolgender Torblattglieder zu vermeiden.

Der Abstand zwischen den Drehachsen der Führungsrollen der vorlaufenden Führungsmittel und der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts kann zur erläuterten Vermeidung von Überknickungen in der Öffnungsstellung einerseits und der Überbrückung des Abstands zwischen dem vorderen Ende des Endabschnitts der Ergänzungsschiene und dem Torblatt in der Schließstellung andererseits besonders einfach eingestellt werden, wenn der Halter über ein bezüglich der inneren Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torglieds festlegbares Befestigungsmittel an dem vorlaufenden Torglied befestigt ist, wobei der Halter bezüglich der vorzugsweise in einer senkrecht zu der inneren Begrenzungsfläche verlaufenden Richtung in der Schließstellung in den verschlossenen Raum versetzt zur inneren Begrenzungsfläche verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem Befestigungsmittel gehalten ist und/oder die Lage des Befestigungsmittels bezüglich dem vorlaufenden Torglied in einer die innere Begrenzungsfläche davon enthaltenden Ebene insbesondere in Richtung der seitlichen Torblattränder wählbar ist.

Dabei kann die Lage des Befestigungsmittels bezüglich der inneren Begrenzungsfläche des Torblattglieds gewählt und in der gewählten Lage arretiert werden. Dazu kann das Befestigungsglied beispielsweise mittels einer Schraubverbindung an der inneren Begrenzungsfläche des Torblattglieds befestigt sein, wobei die entsprechenden Schrauben Langlöcher in dem Befestigungsmittel durchgreifen, welche eine Verschiebung des Befestigungsmittels bezüglich der in dem Torblattglied aufgenommenen Schrauben ermöglicht und eine Arretierung erlauben, indem die Schrauben nach Wahl der gewünschten Lage angezogen werden.

Zusätzlich oder alternativ kann die Lage der Schwenkachse, bezüglich der der Halter verschwenkbar an dem Befestigungsmittel gehalten ist, in einer senkrecht zur inneren Begrenzungsfläche des Torblatts laufenden Richtung einstell- und/oder arretierbar sein.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die vorlaufenden Führungsmittel zwei bezüglich parallel zu den Gelenkachsen verlaufender Drehachsen drehbar an dem Halter gelagerte Führungsrollen auf. Dadurch kann die Torblattbewegung im Bereich des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands stabilisiert werden. Wenn die Führungsrollen der vorlaufenden Führungsmittel in der Schließstellung in dem nach unten abfallenden Endabschnitt der Ergänzungsschiene aufgenommen sind und die Schwenkachse des Halters dann unterhalb der Drehachsen der Führungsrollen angeordnet sind, kann so auch eine Aufschiebesicherung verwirklicht werden. Bei Druck auf den oberen Rand des in der Schließstellung obersten Torblattglieds bildet die zwischen der Schwenkachse und der anderen Drehachse angeordnete Drehachse der der Schwenkachse benachbarten Führungsrolle eine Drehachse, bezüglich der der Halter bei Druck auf den oberen Rand des Torblatts derart verschwenkt wird, dass die der Gelenkachse benachbarte Führungsrolle gegen eine untere Führungsfläche des nach unten abfallenden Endabschnitts gedrängt wird, während die andere, auf der der Schwenkachse abgewandten Seite dieser Drehachse angeordnete Führungsrolle gegen die gegenüberliegende Seite des Endabschnitts der Ergänzungsschiene gedrückt wird, so dass eine Verkeilung der Führungsrollen innerhalb des Endabschnitts der Ergänzungsschiene erfolgt, durch die einer Öffnungsbewegung bei Druck auf den oberen Rand des obersten Torblattglieds entgegengewirkt wird.

Es hat sich gezeigt, dass diese Blockadewirkung dann besonders wirkungsvoll ist, wenn eine die Drehachsen der Führungsrollen enthaltende Führungsebene einen stumpfen Winkel mit einer die Schwenkachse und die der Schwenkachse benachbarte bzw. nächstliegende Drehachse enthaltenden Schwenkebene einschließt, wobei diese Schwenkebene in der Schließstellung ausgehend von der Schwenkachse in Richtung auf die Schnittlinie von Führungsebene und Schwenkebene steiler ansteigt als die in der Schließstellung vorzugsweise etwa parallel zu einer Tangente an den Endabschnitt der Ergänzungsschiene ansteigende Führungsebene.

Im Sinne einer Vermeidung von Überknickungen in der Öffnungsstellung des Torblatts hat es sich als sinnvoll erwiesen, dass Führungsebene, Schwenkebene und Schwenkachse so angeordnet sind, dass die Führungsebene in der Öffnungsstellung auf der der inneren Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torblattglieds zugewandten Seite der Schwenkachse etwa parallel zur inneren Begrenzungsfläche, vorzugsweise etwa koplanar dazu, verläuft, dadurch wird der Abstand zwischen innerer Begrenzungsfläche des vorlaufenden Torblattglieds und den Achsen der daran angebrachten Führungsrollen so verringert, dass das vorlaufende Torblattglied in der Öffnungsstellung etwa in derselben Ebene angeordnet ist wie die nachlaufenden Torblattglieder, deren Bewegung mit Hilfe der in dem unter der Ergänzungsschiene angeordneten zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitt der Führungsschiene aufgenommenen Führungsrolle geführt wird. Es muss dann nur vorgesehen sein, dass der Abstand der Drehachsen der an den nachlaufenden Torblattgliedern angebrachten Führungsrollen und der inneren Begrenzungsfläche entsprechender Torblattglieder etwa dem Abstand zwischen dem dritten geradlinig verlaufenden Führungsschienenabschnitt der Ergänzungsschiene und dem zweiten Führungsschienenabschnitt entspricht.

Wie eingangs bereits angesprochen, ist es bei erfindungsgemäßen Toren besonders bevorzugt, wenn eine die Öffnungsbewegung unterstützende Gewichtsausgleichseinrichtung mit einem an das in der Schließstellung unterste Torblattglied gekoppelten Zugmittel vorgesehen ist, wobei das Zugmittel im Verlauf einer Öffnungsbewegung auf eine oberhalb des bogenförmigen Abschnitts oder hinter einem dem bogenförmigen Abschnitt abgewandten Ende des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts angeordnete Wickeleinrichtung aufwickelbar ist. Wie bei herkömmlichen Toren kann das Zugmittel ein beispielsweise als Drahtseil verwirklichtes Zugseil aufweisen und die Wickeleinrichtung eine bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Trommelachse drehbare Wickeltrommel mit einer die Trommelachse wendeiförmig umlaufenden Führungsnut im Trommelmantel für das im Verlauf der Öffnungsbewegung darauf aufzuwickelnde Zugseil umfassen. Wenn die Gewichtsausgleichseinrichtung eine oberhalb des bogenförmigen Abschnitts der Führungsschienenanordnung oder hinter einem dem bogenförmigen Abschnitt abgewandten Ende des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts angeordnete Torsionsfeder aufweist, kann die Trommelachse koaxial zur Torsionsfederachse verlaufen. Die Torsionsfeder umläuft in diesem Fall vorzugsweise eine drehfest mit der Wickeltrommel verbundene Torsionsfederwelle.

Eine störungsfreie Auf- und Abwicklung des Zugseils kann erreicht werden, wenn ein das unterste Torblattglied mit der Seiltrommel verbindender Abschnitt des Zugseils im Verlauf der Öffnungsbewegung an seinem der Seiltrommel zugewandten Ende ausgehend von einem dem seitlichen Rand des Torblatts zugewandten Bereich der Seiltrommel in Richtung auf einen dem seitlichen Rand des Torblatts abgewandten Bereich der Seiltrommel wandert und dabei eine die Ergänzungsschiene durchsetzende und senkrecht zu den Gelenkachsen verlaufende Ebene erreicht und ggf. durchläuft. Der dafür benötigte Raum wird bei erfindungsgemäßen Toren bereitgestellt, indem die Ergänzungsschiene mit Abstand vor der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts endet.

Ähnlich wie bei herkömmlichen Toren kann auch die Seiltrommel erfindungsgemäßer Tore an eine oberhalb des bogenförmigen Abschnitts angeordnete und im Verlauf der Schließbewegung zu spannende Torsionsfederanordnung gekoppelt sein, wobei die Trommelachse vorzugsweise etwa parallel zur Torsionsfederachse verläuft.

Im Rahmen einer Optimierung der Bewegungseigenschaften erfindungsgemäßer Tore hat es sich gezeigt, dass die durch den Polygoneffekt verursachten Beschleunigungen und Kräfte nur noch geringfügig abnehmen, wenn der Innenradius des bogenförmigen, insbesondere kreisbogenförmigen, Abschnitts der Führungsschiene mehr als 600 mm beträgt. Im Sinne einer Optimierung der Bewegungseigenschaften bei gleichzeitiger Reduzierung des Raumbedarfs hat es sich daher als zweckmäßig erwiesen, wenn der Innenradius des bogenförmigen Abschnitts weniger als 800 mm, vorzugsweise weniger als 700 mm, insbesondere 600 mm oder weniger beträgt. Mithin ist es erfindungsgemäß besonders bevorzugt, wenn der Innenradius zwischen 500 und 600 mm beträgt. Selbstverständlich hängen die durch den Polygoneffekt verursachten Beschleunigungen und Kräfte auch von der Höhe der Torblattglieder ab. Im Rahmen weiterer Optimierungen hat es sich gezeigt, dass die Kinematik der Torblattbewegung bei gleichzeitiger Begrenzung des Bauraums besonders zufriedenstellend ist, wenn das Verhältnis des Innenradius des bogenförmigen, vorzugsweise kreisbogenförmigen Abschnitts der Führungsschiene zur Höhe mindestens eines Torblattglieds, vorzugsweise sämtlicher Torblattglieder, in einer parallel zu dessen (deren) seitlichen Rändern verlaufenden Richtung mehr als 0,6, vorzugsweise mehr als 0,65, besonders bevorzugt 0,665 oder mehr, insbesondere 0,68, aber weniger als 0,8, vorzugsweise weniger als 0,75, besonders bevorzugt 0,7 oder weniger beträgt. Dabei bezeichnet die Höhe des Torglieds die Höhe der im montierten Zustand in der Schließstellung sichtbaren Fläche eines einzelnen Torglieds. Falls Torglieder mit Fingerschutzprofilen an den oberen und unteren Rändern zum Einsatz kommen, wie sie beispielsweise in der EP 370376 A beschrieben sind, wird die Höhe eines in der Schließstellung in einer Ausnehmung am unteren Rand des darüber angeordneten Paneels abgebrachten Vorsprungs im Bereich des oberen Torgliedrands bei der Bestimmung der Torgliedhöhe nicht mit einbezogen. Die Torgliedhöhe kann dann auch so bestimmt werden, dass die Höhe zwischen dem oberen Scheitel der die Aufnehmung aufnehmenden Ausnehmung am unteren Rand des Torglieds bis zum oberen Scheitel des Vorsprungs gemessen wird.

Demnach bezeichnet die Torgliedhöhe bei einem in der Schließstellung zwischen zwei Torgliedern angeordneten Torglied den vertikalen Abstand zwischen den diesem Torglied zugeordneten Gelenkachsen in der Schließstellung.

Besonders gute Ergebnisse wurden mit Torblattgliedhöhen im Bereich von 500 bis

950 mm, insbesondere 600 bis 900 mm, besonders bevorzugt 700 bis 800 mm und Innenradien im Bereich zwischen 400 und 650 mm, insbesondere 420 und 600 mm, besonders bevorzugt 480 und 530 mm erzielt, wobei der Bereich zwischen 740 und 760 mm Torblattgliedhöhe und 500 und 520 mm Innenradius sich als besonders vorteilhaft gezeigt hat.

Wie vorstehend bereits erläutert, ist es besonders vorteilhaft, wenn eine an das Torblatt gekoppelte elektromotorische Antriebseinrichtung zum Bewirken der Torblattbewegung vorgesehen ist. Die durch Optimieren von Innenradius der Führungsschienen und Torblattgliedhöhen optimierte Kinematik erfindungsgemäßer Tore kann auch dazu benutzt werden, die Öffnungsund Schließbewegung mit erhöhter Geschwindigkeit zu bewirken. Andererseits muss im Besonderen im Bereich der Schließbewegung dafür gesorgt werden, dass Gegenstände und Personen nicht durch den vorlaufenden Rand des Torblatts beschädigt bzw. verletzt werden. Herkömmliche Schließkantensicherungen sind bei hohen Torblattbewegungsgeschwindigkeiten zu träge, um eine ausreichende Sicherung zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist der Antriebseinrichtung erfindungsgemäßer Tore zweckmäßigerweise so ausgelegt, dass die Torblattschließbewe- gung automatisch abgebremst wird, wenn der bei der Schließbewegung vorlaufende Rand des Torblatts eine Höhe von 2,50 m unterschreitet, unterhalb der insbesondere das Auftreffen des vorlaufenden Torblattrands auf sich in der Bewegungsbahn aufhaltende Personen befürchtet werden muss. Wenn die Torblattbewegung in diesem Bereich bereits abgebremst ist, kann auch mit einer herkömmlichen Schließkantensicherung noch eine ausreichende Sicherung bewirkt werden.

Zusätzlich oder alternativ zu einer Abbremsung der Torblattbewegung kann zur Sicherung erfindungsgemäßer Tore auch eine Lichtgitteranordnung vorgesehen sein, mit der ein von dem bei der Schließbewegung vorlaufenden Torblattrand durchlaufener Raum überwacht und in diesen Raum gelangende Gegenstände und/oder Personen erfasst werden können. Ansprechend auf eine Erfassung von Gegenständen und/oder Personen mit Hilfe der Lichtgitteranordnung kann die Torblattbewegung abgebremst oder gestoppt werden.

Wie vorstehend bereits im Einzelnen erläutert, ist diese Erfindung im Besonderen im Bereich der Tore zum Verschließen von Gebäudeöffnungen mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr, insbesondere 4,0 m oder mehr und einer entsprechende Torblatthöhe geeignet. Allerdings kann die Erfindung, soweit sie sich auf die Schaffung eines Raums für die Wanderbewegung eines Zugseils im Verlauf einer Öffnungsbewegung des Torblatts bezieht, auch mit Vorteil für herkömmliche Garagentore eingesetzt werden.

Ein entsprechend erfindungsgemäß gestaltetes Garagentor weist ein längs einer durch eine Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung, in der es etwa in einer vertikalen Ebene angeordnet ist, und einer Öffnungsstellung, in der es über Kopf vorzugsweise etwa in einer Horizontalebene angeordnet ist, bewegbares Torblatt auf, das eine Mehrzahl von in Torblattbewegungsrichtung hintereinander angeordneten und bezüglich senkrecht zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torbiattgliedern umfasst, wobei die Führungsschienenanordnung zwei im Bereich der parallel zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Seitenränder des Torblatts angeordnete Führungsschienen aufweist, von denen jede einen ersten etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Schließstellung etwa in Schwererichtung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt, und einen zweiten, etwa parallel zu einem seitlichen Rand des Torblatts in der Öffnungsstellung im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Abschnitt, und einem die geradlinig verlaufenden Abschnitte miteinander verbindenden bogenförmigen Abschnitt aufweist, wobei die Führungsschienenanordnung mit im Bereich des in der Öffnungsbewegung vorlaufenden Rands des bei der Öffnungsbewegung vorlaufenden Torglieds angebrachten vorlaufenden Führungsmitteln zusammenwirkende Ergänzungsschienen aufweist, die einen oberhalb des zweiten geradlinig verlaufenden Abschnitts etwa parallel dazu verlaufenden dritten geradlinig verlaufenden Abschnitt aufweisen.

Die Verbesserung im Bereich der Garagentore ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass der dritte geradlinig verlaufende Abschnitt an seinem in der Torblattschließstellung einer inneren Begrenzungsfläche des Torblatts zugewandten vorderen Ende in einen nach unten abfallenden Endabschnitt übergeht, der mit Abstand vor einer Ebene endet, die die innere Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enthält und die vorlaufenden Führungsmittel ein in der Ergänzungsschiene aufgenommenes Führungselement, wie etwa eine bezüglich einer etwa parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Drehachse drehbar gelagerte Führungsrolle aufweisen, die über einen bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufenden Schwenkachse verschwenkbar an dem bei der Öffnungs beweg ung vorlaufenden Torblattglied angebrachten Halter an dem vorlaufenden Torblattglied angebracht sind.

Auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung beträgt der Abstand zwischen der die innere Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enthaltenden Ebene und dem dieser Ebene zugewandten Ende der Ergänzungsschiene vorzugsweise mehr als 2 cm, insbesondere mehr als 5 cm, jedoch üblicherweise weniger als 20 cm, insbesondere weniger als 15 cm.

Vorstehend wurde bereits erläutert, dass bei erfindungsgemäßen Toren eine Aufschiebesicherung durch die besondere Anbringung der im Bereich des oberen Rands des oberen Torglieds angeordneten Führungsrollen über einen verschwenkbaren Halter verwirklicht werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann eine Aufschiebesicherung bei erfindungsgemäßen Toren aber auch dadurch erreicht werden, wenn die Ergänzungsschiene vorzugsweise eine als fensterartige Ausnehmung darin ausgeführte Aufnahme zum Aufnehmen zumindest eines Teils der vorlaufenden Führungsmittel bei Erreichen der Schließstellung aufweist. Die Aufnahme ist im Bereich des dem Torblatt in der Schließstellung zugewandten Endabschnitts der Ergänzungsschiene vorgesehen. Das in der Ergänzungsschiene aufgenommene Führungsmittel kann nur gegen einen beachtlichen Widerstand aus der Aufnahme herausgehoben werden. Dadurch wird eine Aufschiebesicherung erreicht. Die Aufschiebesicherung kann verbessert werden, wenn der Aufnahme eine der Bewegung des in der Aufnahme aufgenommenen Führungsmittels in der Öffnungsrichtung entgegenwirkende Anschlaganordnung zugeordnet ist. Die Anschlaganordnung kann im Bereich der Aufnahme die Führungsschiene übergreifen und in der Schließstellung des Torblatts an einer Rollenachse der als Führungsrollen ausgeführten Führungsmittel im Bereich des oberen Rands des oberen Torblattglieds anliegen.

In manchen Fällen ragt das untere Torblattglied in der Öffnungsstellung in die lichte Wandöffnung hinein. Dies kann zum Beispiel dadurch bedingt sein, dass der bogenförmige Füh- rungsschienenabschnitt zumindest teilweise im Bereich der lichten Wandöffnung angeordnet ist und die Länge des zweiten Führungsschienenabschnitts kürzer ist als die Höhe des Torblatts. Diese Anordnung kann aber auch dadurch bedingt sein, dass die zum Anheben des Sektio- naltors von der Schließstellung in die Öffnungsstellung ausgebildete Zugmittelanordnung das untere Torblattglied nicht vollständig in die Horizontalebene anheben kann. Eine solche Zugmittelordnung besteht im allgemeinen aus einem Zugmittel, beispielsweise in Form eines Zugseils oder einer Zugkette, welches an seinem einen Ende mit dem unteren Rand des unteren Torblattglieds verbunden ist, und dessen anderes Ende über Führungs- und/oder Umlenkrollen an einen Zugmechanismus angekoppelt ist. Die Führungs- und/oder Umlenkrollen sind im Allgemeinen in einem Abstand vom Sturz angeordnet, der geringer ist als der Radius des bogenförmigen Führungsschienenabschnitts. Wenn der untere Rand des unteren Torblattglieds im Verlauf der Öffnungsbewegung den bogenförmigen Führungsschienenabschnitt erreicht, gelangt er in eine Lage, in der das an den unteren Rand gekoppelte Zugmittel und damit auch die Richtung der Zugkraft senkrecht zu dem bogenförmigen Führungsschienenabschnitt verläuft. Dann hat der untere Rand seine Endlage bei der Öffnungsbewegung erreicht, weil mit Hilfe des Zugmittels und der damit auf den unteren Rand ausgeübten Zugkraft keine weitere Bewegung des unteren Rands des Torblattglieds in Öffnungsrichtung mehr bewirkt werden kann. Der untere Rand des unteren Torblattglieds ist bei dieser Anordnung in seiner Endlage in dem bogenförmigen Führungsschienenabschnitt angeordnet und blockiert einen Bereich der lichten Wandöffnung. Ein Hineinragen des Torblatts in die lichte Wandöffnung kann aber auch beabsichtigt sein, um das erforderliche Losbrechmoment beim Einleiten der Öffnungs beweg ung zu verkleinern, wobei aber auch in diesem Fall eine unerwünschte Verkleinerung der lichten Wandöffnung in Kauf zu nehmen ist.

Im Hinblick auf die angesprochenen Probleme hat es sich bei erfindungsgemäßen Toren als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn ein in der Schließstellung unterer und beim Anheben nachlaufender Rand des Torblatts zumindest bei Erreichen der Öffnungsstellung durch eine Schwenkbewegung eines diesen Rand aufweisenden unteren Torblattelements in einer Heberichtung bezüglich einem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattelement und bezüglich der vorgegebenen Bahn gesondert anhebbar ist.

Wenngleich bei den soeben beschriebenen Toren die lichte Höhe der Wandöffnung besser ausgenutzt werden kann, hat es sich beim Langzeitbetrieb dieser Tore gezeigt, dass diese einem erhöhten Verschleiß unterliegen. Bei erfindungsgemäßen Toren wird diesem Mangel vorzugsweise durch eine Weiterbildung begegnet, die im Wesentlichen gekennzeichnet ist durch eine die Schwenkbewegung des unteren Torblattelementes in der Heberichtung zumindest längs eines Abschnitts der vorgegebenen Waren begrenzende Begrenzungseinrichtung.

Dabei wird von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, dass durch die bei Erreichen der Öffnungsstellung gewünschte Schwenkbewegung des unteren Rands des Torblatts in der Heberichtung ein zusätzlicher Bewegungsfreiheitsgrad eingeführt wird, der bei anderen Phasen der Torblattbewegung störend und verschleißfördernd wirken kann. Bei geschlossenem Tor würde die Schwenkbewegung des unteren Torblattglieds in der Heberichtung ein Ausschwenken des unteren Torblattglieds bezüglich dem darüber angeordneten Torblattglied in den vor dem Torblatt liegenden Raum bewirken. Dieses Ausschwenken kann zu einer schleifenden Anlage des unteren Randes des unteren Torblattglieds an der üblicherweise im Bereich der seitlichen Ränder angeordneten Seitendichtungen im Verlauf der Öffnungsbewegung führen, was zu einem erhöhten Verschleiß der Seitendichtungen führt. Der zusätzliche Freiheitsgrad kann des Weiteren zu einer den Verschleiß der gelenkigen Verbindungen zwischen den Torblattgliedern erhöhenden unkontrollierten Schwenkbewegung des unteren Randes des unteren Torblattglieds führen. Das kann erfindungsgemäß durch Einsatz der Begrenzungseinrichtung verhindert werden. Dadurch wird der Verschleiß erfindungsgemäßer Tore auch dann reduziert, wenn diese Tore so ausgelegt sind, dass sie eine bessere Nutzung der lichten Wandöffnung ermöglichen.

Die bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zum Einsatz kommende Begrenzungseinrichtung kann so ausgelegt sein, dass sie nicht nur im Bereich des ersten Führungsschienenabschnitts und des ersten Teils des bogenförmigen Führungsschienenabschnitts wirksam wird, sondern auch dort, wo ein Anheben des unteren Randes des unteren Torblattelementes gewünscht ist, also im Bereich des an den horizontalen Führungsschienenabschnitt angrenzenden Endbereichs des bogenförmigen Führungsschienenabschnitts. In diesem Bereich kann durch die erfindungsgemäß vorgesehene Begrenzungseinrichtung verhindert werden, dass der untere Rand des unteren Torblattglieds gegen die Umlenkrolle oder das Umlenkritzel für das Zugmittel schlägt. Auch dadurch wird die Betriebszuverlässigkeit erfindungsgemäßer Tore verbessert.

Im Folgenden wird das bei der Öffnungsbewegung vorlaufende / bei der Schließbewegung nachlaufende Torblattglied als das„obere Torblattglied" bezeichnet. Das bei der Öffnungsbewegung nachlaufende / bei der Schließbewegung vorlaufende Torblattglied wird als das„unte- re Torblattglied" bezeichnet. Sind zwischen dem oberen und dem unteren Torblattglied weitere Torblattglieder angeordnet, so werden diese als„Zwischenelemente" bezeichnet.

Bei einem Sektionaltor gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung folgt der untere Rand des unteren Torblattglieds beim Erreichen der Öffnungsstellung nicht der vorgegebenen Bahn, welche wenigstens eines der Zwischenelemente beim Übergang von der Schließstellung in die Öffnungsstellung beschreibt, sondern der untere Rand des unteren Torblattglieds ist bei Erreichen der Öffnungsstellung im Vergleich zu den darüber angeordneten Torblattgliedern gesondert anhebbar. Das untere Torblattglied kann somit in Richtung der Ebene bewegt werden, in der zumindest die Zwischenelemente angeordnet sind. Diese Ebene ist über Kopf angeordnet. Diese Ebene kann in etwa parallel zur Horizontalebene sein. Das untere Torblattglied kann in der Öffnungsstellung vollständig in der Ebene der Zwischenelemente angeordnet sein, und kann somit vollständig im Sturzbereich liegen. Damit ist die lichte Wandöffnung vollständig freigegeben. Der untere Rand des unteren Torblattglieds kann aber auch einen Bereich der lichten Wandöffnung blockieren.

Weiter kann durch den gesondert anhebbaren Rand das zur Einleitung der Schließbewegung notwendige Losbrechmoment erzeugt werden. In der Öffnungsstellung des Torblatts ist der gesondert anhebbare Rand des unteren Torblattglieds im Vergleich zu dem unteren Rand eines herkömmlichen Sektionaltors weiter angehoben. Diese zusätzliche potentielle Energie wird beim Übergang in die Schließstellung in zusätzliche kinetische Energie umgewandelt, wodurch das Einleiten der Schließbewegung erleichtert und/oder ermöglicht werden kann.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Tor eine den gesondert anhebbaren Rand des unteren Torblattglieds beim Übergang von der Öffnungsstellung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn drängende erste Vorspanneinrichtung auf. Dadurch kann eine kontrollierte Bewegung des Torblatts beim Übergang von der Öffnungsstellung in die Schließstellung längs der vorgegebenen Bahn erreicht werden. Außerdem kann die erste Vorspanneinrichtung zur Erzeugung des zur Einleitung der Schließbewegung erforderlichen Losbrechmoments beitragen, da sie den unteren Rand des Torblatts in Richtung der vorgegebenen Bahn drängt. Die erste Vorspanneinrichtung kann am unteren Rand des unteren Torblattelementes angeordnet sein. Sie kann aber auch an einer anderen Stelle des Sektionaltors angeordnet sein.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform des Tores zeichnet sich dadurch aus, dass in der Schließstellung des Torblatts eine zweite Vorspanneinrichtung einer Bewegung des gesondert anhebbaren Randes in einer Richtung orthogonal zur Torblattebene entgegenwirkt. Die zweite Vorspanneinrichtung kann dabei gleich der ersten Vorspanneinrichtung sein. Sie kann aber auch von der ersten Vorspanneinrichtung verschieden sein. Die zweite Vorspanneinrichtung kann an dem unteren Rand des unteren Torblattglieds angeordnet sein. Sie kann aber auch an einem anderen Bereich des Sektionaltorblatts angeordnet sein. Durch die zweite Vorspanneinrichtung kann ein zufriedenstellender Verschluss des unteren Bereichs der lichten Wandöffnung erreicht werden. Insbesondere kann die zweite Vorspanneinrichtung einer gewaltsamen Bewegung des unteren Randes des unteren Torblattglieds in einer Richtung orthogonal zur Torblattebene entgegenwirken, wodurch das Ausbilden eines Spaltes zwischen dem Torblattglied und der Wand verhindert wird. Dadurch kann die Einbruchssicherheit in den mit dem Sektionaltor verschlossenen Raum verbessert werden. Zusätzlich kann einer z. B. durch Wind bewirkten Bewegung des unteren Torblattglieds in einer Richtung senkrecht zur Wandöffnung und einer damit verbundenen Geräuschentwicklung entgegengewirkt werden.

Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Begrenzungseinrichtung bereits in der Schließstellung des Torblatts wirksam ist. Es reicht aus, wenn die Begrenzungseinrichtung in einem oberen Bereich des vertikalen Führungsschienenabschnitts wirksam wird und/oder nur in einem dem vertikalen Führungsabschnitt zugewandten Bereich des bogenförmigen Führungsschienenabschnitts wirksam ist.

Wie vorstehend bereits angesprochen, kann ein erfindungsgemäßes Tor durch eine Führungsschienenanordnung längs der vorgegebenen Bahn geführt werden. Die Führungsschienenanordnung kann dabei zwei an entgegengesetzten Rändern des Torblatts angeordnete Führungsschienen aufweisen, und jede Führungsschiene kann jeweils mindestens einen etwa parallel zur Schwererichtung verlaufenden vertikalen Führungsschienenabschnitt, mindestens einen über Kopf, vorzugsweise etwa in horizontaler Richtung verlaufenden Führungsschienenabschnitt sowie mindestens einen den vertikalen und das über Kopf verlaufenden Führungsschienenabschnitt miteinander verbindenden bogenförmigen Führungsschienenabschnitt aufweisen. Der über Kopf verlaufende Führungsschienenabschnitt und der bogenförmige Führungsschienenabschnitt können getrennt voneinander ausgebildet sein. Der über Kopf verlaufende Führungsschienenabschnitt und der bogenförmige Führungsschienenabschnitt können aber auch einstückig ausgebildet sein. Der über Kopf verlaufende Führungsschienenabschnitt kann in etwa horizontal ausgerichtet sein. Er kann aber auch einen Winkel α > 0 mit der Horizontalen einschließen. Eine solche Führungsschienenanordnung ist besonders dann geeignet, wenn der mit dem Torblatt zu verschließende Raum eine große Höhe aber eine geringe Tiefe aufweist. Bei einem erfindungsgemäßen Sektionaltor kann auf jeder der einer Führungsschiene zugewandten Seite des den gesondert anhebbaren Rand aufweisenden Torblattglieds mindestens ein Führungselement am unteren Rand dieses Torblattglieds angeordnet sein. Dadurch kann das Torblatt besonders zuverlässig in der vorgegebenen Bahn geführt werden. Am oberen Rand des Torblattglieds können zusätzliche Führungselemente angeordnet sein. Dadurch kann die Führung des Torblatts entlang der vorgegebenen Bahn weiter verbessert werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann in der Öffnungsstellung der anhebbare Rand des Torblattglieds in einer senkrecht dazu verlaufenden Richtung weiter von einem an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement beabstandet sein als in der Schließstellung und gegenüber dem Führungsglied nach oben angehoben sein. Da das Führungselement in der Führungsschienenanordnung angeordnet ist, kann der untere Rand des Torblatts somit oberhalb der Führungsschienenanordnung angeordnet sein. In einem Fall, in dem das an dem unteren Torblattglied angeordnete Führungselement in der Öffnungsstellung in dem bogenförmigen Führungsschienensegment angeordnet ist, kann der untere Rand des unteren Torblattglieds in der Öffnungsstellung gegenüber dem bogenförmigen Führungsschienensegment nach oben angehoben sein.

Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sektionaltors zeichnet sich dadurch aus, dass das gesondert anhebbare Torblattglied über eine eine Änderung des Ab- stands zwischen mindestens einem an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement und dem Torblattglied ermöglichende Hebelanordnung mit dem Führungselement verbunden ist. Die Gelenkanordnung erlaubt ein Anheben des unteren Randes des Torblatts und eine Rückführung des Randes in eine Position, in der der Abstand zwischen dem Führungselement und dem Torblattglied minimal ist.

Die Hebelanordnung kann eine an dem Torblattglied angeordnete Aufnahme aufweisen. Ein Schwenkhebel der Hebelanordnung kann verschwenkbar mit der Aufnahme verbunden sein. Der Schwenkhebel kann mit einem bzgl einer Schwenkachse an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement verbunden sein.

Die Aufnahme kann eine im Wesentlichen parallel zur Ebene des Torblattglieds verlaufende Aufnahmebasis aufweisen. Die Aufnahmebasis kann mit dem Torblattglied verbunden sein. Diese Verbindung kann beispielsweise über eine Schraubverbindung erfolgen. Die Aufnahme kann weiter eine erste und eine zweite Aufnahmeseitenwand aufweisen, die sich von der Aufnahmebasis aus zu dieser orthogonal nach oben erstrecken und in der Schließstellung in etwa in Schwererichtung verlaufen. Die Aufnahme kann beispielsweise aus Metall ausgebildet sein. Die Aufnahmeseitenwände und die Aufnahmebasis können einstückig ausgebildet sein.

Die Aufnahme kann den Schwenkhebel aufnehmen. Der Schwenkhebel kann an den Aufnahmeseitenwänden befestigt sein. Die Befestigung kann über einen in etwa senkrecht zu und zwischen den Aufnahmeseitenwänden verlaufenden Schaft erfolgen. Der Schaft kann in Ausnehmungen oder Öffnungen in den Aufnahmeseitenwänden gelagert sein. Der Schaft kann drehbar gelagert sein.

Der über den Schaft verschwenkbar mit der Aufnahme gekoppelte Schwenkhebel kann sich von dem Schaft aus auf den untere Rand des Torblattglieds zu erstrecken. Der Schwenkhebel kann eine Schwenkhebelbasis und Schwenkhebelseitenwände aufweisen. Die Schwenkhebelbasis kann in einem Zustand, in dem der Schwenkhebel vollständig in der Aufnahme aufgenommen ist an der Aufnahmebasis anliegen. Die Schwenkhebelbasis kann dann parallel zur Aufnahmebasis verlaufen. Die Schwenkhebelseitenwände können sich orthogonal von der Schwenkhebelbasis aus weg erstrecken und sich in einer den oberen und den unteren Rand des Torblattglieds verbindenden Richtung erstecken.

Der Schwenkhebel kann in einem Bereich eines ersten Endes über die Schwenkhebelseitenwände mit dem Schaft verbunden sein. Das dem ersten Ende des Schwenkhebels entgegengesetzte zweite Ende des Schwenkhebels kann mit einem Führungselement verbunden sein. In einem Fall, in dem das Führungselement eine Laufrolle ist kann die Achse der Laufrolle in einem an dem zweiten Ende des Schwenkhebels angeordneten röhrenförmigen Abschnitt angeordnet sein.

Die Funktion der Hebelanordnung ist wie folgt: In einer Führungslage liegen die Aufnahmebasis und die Schwenkhebelbasis aneinander an. Das Führungselement ist dann benachbart zu dem unteren Rand des unteren Torblattglieds angeordnet. Der untere Rand des unteren Torblattelements wird dann in der durch die Führungsschienen vorgegebenen Bahn geführt. Beim Übergang des Torblatts von der Schließstellung in die Öffnungsstellung kann die Schwenkhebelbasis durch ein Verschwenken des Schwenkhebels gegenüber der Aufnahme in eine Schwenklage bewegt werden, soweit dies von der Begrenzungseinrichtung zugelassen wird. In der Schwenklage ist der untere Rand des unteren Torblattglieds von dem Führungselement weg bewegt. Der untere Rand des unteren Torblattglieds ist dann von dem Führungselement beabstandet. Aufgrund der Ausgestaltung der Aufnahme und des Schwenkhebels kann der untere Rand des Torblatts in Bezug auf das Führungselement nur nach oben angehoben werden. Ein Absenken nach unten ist nicht möglich. Wird das Torblatt von der Öffnungsstellung in die Schließstellung zurückbewegt, so wird durch ein Verschwenken des Schwenkhebels gegenüber der Aufnahme der untere Rand des unteren Torblattglieds von der Schwenklage in die Führungslage zurückgeführt. Der untere Rand des unteren Torblattglieds kann dann entlang der vorgegebenen Bahn in die Schließstellung zurückgeführt werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die erste und/oder die zweite Vorspanneinrichtung zusammenwirkend mit der Hebelanordnung den gesondert anhebbaren Rand des Torblattglieds bei der Bewegung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn drängen und/oder in der Schließstellung in eine die Wandöffnung vollständig verschließende Stellung drängen. Wird das den gesonderte anhebbaren Rand aufweisende Torblattglied durch ein Zusammenwirken der ersten Vorspanneinrichtung und der Hebelanordnung bei der Bewegung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn gedrängt, so kann das Torblatt besonders sicher von der Öffnungsstellung in die Schließstellung bewegt werden. Weiter kann durch dieses Zusammenwirken der ersten Vorspanneinrichtung mit der Hebelanordnung zur Erzeugung des zur Einleitung der Schließbewegung erforderlichen Losbrechmoments beigetragen werden. Weiter kann eine Geräuschentwicklung, die dadurch entsteht, dass der untere Rand des Torblatts etwa orthogonal zur vorgegebenen Bahn bewegbar ist, unterdrückt werden. Durch das Zusammenwirken des zweiten Vorspannelements mit der Hebelanordnung kann in der Schließstellung das untere Torblattglied in eine die Wandöffnung vollständig verschließende Stellung gedrängt werden. Dadurch kann ein besonders sicherer Verschluss des mit dem Torblatt verschlossenen Raumes erreicht werden. Weiter kann eine Geräuschentwicklung durch einen beispielsweise durch Luftdruck orthogonal zur Vertikalebene hin und her bewegten unteren Rand des Torblattglieds verhindert werden. Das kann auch erreicht werden, wenn die Begrenzungseinrichtung in der Schließstellung nicht wirksam ist. Die erste Vorspanneinrichtung und die zweite Vorspanneinrichtung können dabei identisch oder voneinander verschieden sein. Das kann auch erreicht werden, wenn die Begrenzungseinrichtung in der Schließstellung nicht wirksam ist.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann die erste und/oder die zweite Vorspanneinrichtung ein Federelement aufweisen. Die erste und/oder zweite Vorspanneinrichtung kann eine Torsionsfeder aufweisen. Der untere Rand des unteren Torblattglieds kann dann durch eine Federkraft bei der Bewegung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn gedrängt werden. In der Schließstellung kann der untere Rand des Torblatts durch die Federkraft in eine die Wandöffnung vollständig verschließende Stellung gedrängt werden. Die Torsionsfeder kann an dem Schaft der Gelenkanordnung angeordnet sein. Die Torsionsfeder kann drei Schenkel aufweisen. Der erste und der dritte Schenkel können an den entgegengesetzten Enden der zylinderförmig ausgebildeten Torsionsfeder ausgebildet sein. Der zweite Schenkel kann in etwa in der Mitte zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel ausgebildet sein. Der erste und der dritte Schenkel können an dem Schwenkhebel anliegen. Die Schenkel können dabei an der Schwenkhebelbasis anliegen. Der zweite Schenkel kann an der Aufnahme anliegen. Dabei kann der zweite Schenkel an der Aufnahmebasis anliegen. Der zweite Schenkel kann U-förmig ausgebildet sein. Durch eine solche Anordnung kann der untere Rand des unteren Torblattglieds besonders zuverlässig beim Übergang von der Öffnungsstellung in die Schließstellung in die vorgegebene Bahn gedrängt werden und in der Schließstellung in eine die Wandöffnung vollständig verschließende Stellung gedrängt werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein das Torblatt von der Schließstellung in die Öffnungsstellung anhebendes Zugmittel an seinem einen Ende mit dem unteren Rand des Torblatts verbunden sein und an seinem anderen Ende mit einer Gewichtsausgleichseinrichtung gekoppelt sein, und das Zugmittel kann der ersten Vorspanneinrichtung entgegenwirken.

Bei dem Zugmittel kann es sich beispielsweise um eine Kette oder um ein Seil handeln. Das Zugmittel kann sich in der Schließstellung des Torblatts ausgehend von dem unteren Rand des Torblatts in vertikaler Richtung nach oben erstrecken. Wenn die Gewichtsausgleichseinrichtung, wie etwa eine Torsionsfederanordnung, im Bereich des dem bogenförmigen Führungsschienenabschnitt abgewandten Endes des horizontalen Führungsschienenabschnitts angeordnet ist, kann das Zugmittel über ein im Bereich des Sturzes angebrachtes Umlenkelement umgelenkt und sich ausgehend von dem Umlenkelement etwa in horizontaler Richtung bzw. parallel zu dem über Kopf verlaufenden Führungsschienenabschnitt bis zu der Gewichtsausgleichseinrichtung erstrecken. Das Umlenkelement kann ein Kettenritzel sein und das Zugmittel kann in einem ersten Bereich, der dem unteren Rand des Torblatts zugewandt ist, als Kette ausgebildet sein. In einem zweiten Bereich, der der Gewichtsausgleichseinheit zugewandt ist kann das Zugmittel als Seil ausgebildet sein. Das Zugmittel kann aus Metall ausgebildet sein.

Bei erfindungsgemäßen Toren ist es möglich, das beispielsweise als Kettenritzel ausgeführte Umlenkelement in der Nähe des Sturzes anzuordnen und beispielsweise an der das vertikale Führungssegment haltenden Zarge und/oder der die Wandöffnung aufweisenden oder benachbarten Wand zu befestigen. Das ermöglicht eine stabile Befestigung des Umlenkelements im Bereich ohnehin vorhandener Bauelemente oder der Wand. Diese Anordnung ist bei Toren gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ohne Beeinträchtigung der Durchfahrtshöhe möglich, wenn der untere Rand des unteren Torblattglieds gesondert anhebbar ist und die- se Schwenkbewegung in Heberichtung nicht durch die im Bereich des unteren Randes angebrachte Führungsrolle beeinträchtigt wird, wie dies bei herkömmlichen Toren der Fall ist. Bei diesen Toren wirkt die Zugkraft des Zugmittels, wie vorstehend erläutert, senkrecht zum bogenförmigen Führungsschienensegment, wenn das Umlenkelement in der Nähe der Wandöffnung angeordnet ist. Eine Fortsetzung der Öffnungsbewegung ist dann nicht mehr möglich.

Die Gewichtsausgleichseinrichtung dient der Erleichterung der Öffnungsbewegung, indem sie das Torblatt zumindest in der Schließstellung auf die Öffnungsstellung zu drängt. Die Gewichtsausgleichseinrichtung kann auch eine unkontrollierte Schließbewegung verhindern, womit einschlägigen Sicherheitsvorschriften Rechnung getragen wird. Die Gewichtsausgleichseinrichtung kann eine mechanische Feder, beispielsweise eine Zugfeder oder eine Torsionsfeder umfassen, die über das Zugmittel an dem Torblatt angreift. Die Gewichtsausgleichseinrichtung wird üblicherweise bei der Schließbewegung des Torblatts unter Schwerkraftwirkung mit Hilfe des Gewichts des Torblatts gespannt. Mit der so erzeugten Federspannung wird dann die Öffnungsbewegung unterstützt.

Im Folgenden wird die Bewegung des Torblatts eines Sektionaltors von der Schließstellung in die Öffnungsstellung beschrieben, wobei das Torblatt durch das Zugmittel angehoben wird. Das Zugmittel greift dabei am unteren Rand des Torblatts an um die gelenkigen Verbindungen der Torblattglieder im Verlauf der Öffnungsbewegung nicht übermäßig zu belasten. Vielmehr ist es durch diese Anordnung möglich, dass die einzelnen Torglieder sich bei der Öff- nungs- bzw. Schließbewegung aneinander abstützen und insgesamt von dem am unteren Rand des Torblatts befestigten Zugmittel gehalten werden. Das Zugmittel ist so über Umlenkrollen geführt, dass während der gesamten Öffnungsbewegung des Torblatts eine Kraft auf den unteren Rand des unteren Torblattglieds wirkt, die in etwa parallel zur Schwererichtung nach oben gerichtet ist. In der Schließstellung des Torblatts wird der untere Rand des unteren Torblattglieds durch ein Zusammenwirken der Gelenkanordnung und des zweiten Vorspannelements (die mit der ersten Vorspanneinrichtung identisch sein kann) in eine die Wandöffnung vollständig verschließende Stellung gedrängt. Der untere Rand des unteren Torblattglieds ist benachbart zu dem an diesem Torblattglied angeordneten Führungselement angeordnet. Das Führungselement kann beispielsweise als Laufrolle ausgebildet sein. Das Führungselement ist in der Führungsschienenanordnung angeordnet und wird durch diese geführt.

Nun wird das Torblattglied durch das Zugmittel nach oben angehoben. Das an dem unteren Rand des unteren Torblattglieds angeordnete Führungselement bewegt sich dann aufgrund der Zwangsführung durch das vertikale Führungsschienensegment in etwa in vertikaler Richtung nach oben. Aufgrund des Zusammenwirkens des ersten Vorspannelements, beispielsweise einer Torsionsfeder, mit der Gelenkanordnung folgt auch der untere Rand des unteren Torblattglieds der Bahn des Führungselements. Der untere Rand des unteren Torblattglieds und das Führungselement folgen solange gemeinsam dieser vertikalen Bahn bis das Führungselement in das bogenförmige Führungsschienensegment einläuft. Aufgrund der Zwangsführung durch das bogenförmige Führungsschienensegment folgt das Führungselement weiter der bogenförmigen Bahn der Führungsschienenanordnung. Auf den unteren Rand des unteren Torblattglieds wirkt jedoch weiter die Zugkraft des Zugmittels etwa parallel zur Schwererichtung nach oben. Da die Gelenkanordnung ein Verschwenken des unteren Rands des unteren Torblattglieds bezüglich dem Führungselement nach oben erlaubt wird der untere Rand des unteren Torblattglieds folglich nach oben angehoben, sobald und/oder soweit dies von der Begrenzungseinrichtung ermöglicht wird. Der untere Rand des unteren Torblattglieds ist dann von dem Führungselement in vertikaler Richtung beabstandet. Die lichte Wandöffnung wird dadurch weiter freigegeben. Das obere Torblattglied und die Zwischenelemente sind in diesem Zustand in einer durch das über Kopf verlaufende Führungsschienensegment vorgegebenen Überkopf-Stellung angeordnet.

Diese Öffnungsbewegung kann unter der Unterstützung der vorgespannten Gewichtsausgleichseinrichtung erfolgen. Das Zugmittel kann beim Anheben des Torblatts, ggf. unterstützt durch die Gewichtsausgleichseinrichtung, der ersten Vorspanneinrichtung entgegenwirken. Die Vorspanneinrichtung kann durch die Zugkraft des Zugmittels vorgespannt werden. Diese Vorspannkraft kann zur Erzeugung des zur Einleitung der Schließbewegung notwendigen Losbrechelements beitragen, wodurch der Übergang des Torblatts von der Öffnungs- in die Schließstellung ermöglicht und/oder unterstützt wird.

Zusätzlich zu dem über Kopf verlaufenden Führungsschienensegment kann ein zweites über Kopf verlaufendes Führungsschienensegment oberhalb dem ersten über Kopf verlaufenden Führungsschienensegment angeordnet sein. Dieses zweite über Kopf verlaufende Führungsschienensegment kann zumindest den oberen Rand des oberen Torblattglieds aufnehmen. Dadurch kann die Sturzhöhe weiter reduziert werden. Während in der Öffnungsstellung des Torblatts zumindest die Zwischenelemente in etwa in einer Ebene liegen ist das untere Torblattglied gegenüber dieser Ebene verkippt. Das untere Torblattglied schließt mit der Ebene der Zwischenelemente einen spitzen Winkel ß ein. Bei einem herkömmlichen Sektionaltor ohne gesondert anhebbaren Rand liegt das untere Torblattglied in einer Ebene, die durch den oberen Rand des unteren Torblattglieds und das in dem bogenförmigen Führungsschienensegment angeordnete Führungselement aufgespannt ist. Bei einem erfindungsgemäßen Sektionaltor mit einem gesondert anhebbarem Rand ist der untere Rand des Torblatts gegenüber dem Führungselement nach oben bewegt. Dadurch wird der spitze Winkel ß, den das untere Torblattglied mit der Ebene der Zwischenelemente einschließt verkleinert. Die lichte Wandöffnung wird somit weiter freigegeben.

Die bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zum Einsatz kommende Begrenzungseinrichtung kann besonders kompakt ausgeführt sein, wenn sie im Verlauf der Torblattbewegung von dem Torblatt mitgeführte Begrenzungselemente aufweist. In diesem Fall kann von der Bereitstellung einer sich über die gesamte Torblatthöhe im Bereich der Wandöffnung erstreckenden Begrenzungseinrichtung abgesehen werden.

In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn das Zugmittel, wie etwa eine Rollenkette über eine bzgl. einer parallel zu den Gelenkachsen verlaufende Schwenkachse verschwenkbar an dem unteren Rand angebrachte Kopplungseinrichtung an den unteren Rand des Torblatt gekoppelt ist, wobei die Schwenkachse in der Schließstellung vorzugsweise unterhalb der Hebelachse angeordnet ist, bezüglich welcher der Schwenkhebel mit der Führungsrolle in Bezug auf den unteren Rand des unteren Torblattglieds verschwenkt werden kann. Durch die verschwenkbare Anbringung der Kopplungseinrichtung wird es ermöglicht, dass diese unter der Zugwirkung des Zugmittels bei Erreichen der Öffnungsstellung in einer der Heberichtung entgegengesetzten Richtung bezüglich dem unteren Torblattglied verschwenkt wird, so dass der Anlenkpunkt des Zugmittels an der Kopplungseinrichtung bezüglich dem unteren Rand des unteren Torblattglieds bei Erreichen der Öffnungsstellung nach oben geschwenkt wird. Es wird dann also sowohl der untere Rand des unteren Torblattglieds bzgl. dem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattglied in der Heberichtung nach oben verschwenkt, als auch die Kopplungseinrichtung in einer der Heberichtung entgegengesetzten Richtung nach oben verschwenkt. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass der Schwenkhebel bei einer Schwenkbewegung des unteren Rands des unteren Torblattglieds bezüglich dem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattglieds in der Heberichtung bezüglich der Hebelachse in einer der Heberichtung entgegengesetzten Richtung bzw. einem entgegengesetzten Drehsinn verschwenkt wird.

Unter Ausnutzung dieser Kinematik kann die Begrenzungseinrichtung besonders kompakt ausgeführt werden, wenn sie ein der Kopplungseinrichtung zugeordnetes und mit dieser bzgl. der Schwenkachse verschwenkbares Begrenzungselement und ein der Hebelanordnung zugeordnetes und mit dieser bzgl. der Hebelachse verschwenkbares Begrenzungselement aufweist. Durch den Abstand zwischen Hebelachse und Schwenkachse einerseits sowie die Anordnung der Begrenzungselemente andererseits kann der Bereich, in dem die Begrenzungseinrichtung wirksam ist, individuell eingestellt werden. Bei der angesprochenen kompakten Ausführung der Begrenzungseinrichtung kann eines der Begrenzungselemente eine die Hebelachse und/oder die Schwenkachse zumindest teilweise umlaufende Begrenzungskulisse aufweisen, wobei das andere Begrenzungselement als Anschlagelement ausgeführt ist, das bei einer Schwenkbewegung des unteren Torblattglieds in Heberichtung in Anlage an die Begrenzungskulissen gelangt.

Die Begrenzungskulisse kann einen sich ausgehend von einem sich etwa senkrecht zu den Gelenkachsen erstreckenden Halter der Kopplungseinrichtung quer, insbesondere etwa senkrecht dazu erstreckenden Kragen aufweisen, während das Anschlagelement an dem Schwenkhebel angebracht sein kann und bei der Schwenkbewegung des unteren Torblattglieds in Heberichtung bzw. bei einer Schwenkbewegung des Schwenkhebels bzgl. der Hebelachse in einer der Heberichtung entgegengesetzten Richtung in Anlage an die der Schwenkachse zugewandte Begrenzungsfläche der Begrenzungskulisse gelangt.

Die Begrenzungseinrichtung dient in ersten Linie dazu, eine unkontrollierte und unerwünschte Bewegung des unteren Rands des unteren Torblattglieds bzgl. dem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattglied bzw. bzgl. der Führungsschienenanordnung vor Erreichen der Öffnungsstellung zu begrenzen. Sie soll aber auch die gewünschte Schwenkbewegung des unteren Torblattrandes in der Heberichtung bei Erreichen der Öffnungsstellung ermöglichen. Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß vorzugsweise vorgesehen, dass das Anschlagelement im Verlauf der Öffnungsbewegung des Torblatts spätestens bei Erreichen der Öffnungsstellung von der Begrenzungskulisse freigegeben wird. Demnach umläuft die Begrenzungskulisse die Schwenkachse oder die Hebelachse nur teilweise, sodass die Schwenkbewegung der Begrenzungskulisse im Verlauf der Öffnungsbewegung zu einer Freigabe des Anschlagelements führt. Dabei kann sich der radiale Abstand der Begrenzungskulisse von der Schwenkachse in einer der Heberichtung entgegengesetzten Umlaufrichtung der Schwenkkulisse bzgl. der Schwenkachse vergrößern. Dadurch kann auch erreicht werden, dass die Schwenkkulisse einen Einlauftrichter bildet, der die lagerichtige Anlage des Anschlagelementes an der Schwenkkulisse im Verlauf der Schließbewegung des Torblatts erleichtert.

Sobald das Anschlagelement von der Schwenkkulisse freigegeben ist, kann der untere Rand des unteren Torblattglieds ohne weitere Maßnahmen in der Heberichtung frei nach oben verschwenkt werden. Das induziert das Risiko, dass der untere Rand des unteren Torblattglieds im Verlauf der Schwenkbewegung in der Heberichtung an das ggf. im Sturzbereich der Wandöffnung angeordnete Umlenkelement für das Zugmittel anschlägt. Dieses unerwünschte Anschla- gen kann verhindert werden, wenn die Begrenzungseinrichtung eine bei Erreichen der Öffnungsstellung mit einem am unteren Rand des Torblatts angebrachten Begrenzungselement, wie etwa einer um eine parallel zu den Gelenkachsen verlaufende Drehachse drehbaren Führungsrolle, zusammenwirkende feststehende Führungsfläche aufweist. Diese feststehende Führungsfläche kann an der die Wandöffnung aufweisende Wand angebracht sein und sich im oberen Bereich der Wandöffnung, insbesondere im Bereich des bogenförmigen Führungsschienenabschnitts, schräg nach oben erstrecken.

Wie vorstehend bereits angesprochen, können herkömmliche Tore eine an dem dem bogenförmigen Führungsschienensegment abgewandten Ende des horizontalen bzw. über Kopf verlaufenden Führungsschienensegments angebrachte und in der Öffnungsstellung an dem bei einer Öffnungsbewegung vorlaufenden Rand des Torblatts anliegende Schubeinrichtung aufweisen. Eine solche Schubeinrichtung kann im Rahmen der Erfindung auch dazu ausgenutzt werden, das am unteren Rand des Torblatts angebrachte Führungselement in der Öffnungsstellung gegen die Führungsfläche zu drängen.

Wie vorstehend bereits erläutert, wird zur Unterstützung der Torblattbewegung üblicherweise eine elektromotorische Antriebseinrichtung eingesetzt, die an die Wickeltrommel (bei Anordnung der Wickeltrommel oberhalb des bogenförmigen Abschnitts) oder an die Umlenkeinrichtung (bei Anordnung der Wickeltrommel hinter dem zweiten Führungsschienenabschnitt) gekoppelt sein kann. Insbesondere bei großen und schweren Toren ist es zum Erhalt des für die Torblattbewegung benötigten Drehmoments erforderlich, ein untersetzendes Getriebe zu verwenden, mit dem die Drehzahl der Motorwelle herabgesetzt und gleichzeitig das verfügbare Drehmoment erhöht wird. Üblicherweise kommen zu diesem Zweck Schneckengetriebe zum Einsatz. Derartige Schneckengetriebe haben den weiteren Vorteil, dass sie selbstbremsend wirken. Daher kann bei derartigen Toren regelmäßig auf den Einsatz zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Mängeln an der Gewichtsausgleichseinrichtung verzichtet werden. Wenn die Gewichtsausgleichseinrichtung beispielsweise durch Bruch der Federelemente beschädigt wird, führt das zu einer reduzierten Unterstützung der Öffnungs beweg ung durch die elektromotorische Antriebsanordnung und damit auch zu einer erhöhten Leistungsaufnahme des Elektromotors. Das wird von der Motorsteuerung erkannt. Diese kann dann eine automatische Abschaltung des Motors veranlassen.

In der jüngeren Vergangenheit werden an Sektionaltore neben den Anforderungen bezüglich eines sicheren Raumabschlusses auch noch erhöhte Anforderungen hinsichtlich der thermischen Eigenschaften gestellt. Es soll ein übermäßiger Wärmeverlust im Bereich der durch das Torblatt verschlossenen Wandöffnung vermieden werden. Mit Blick auf diese Anforderungen können sowohl im Bereich des Torblatts als auch im Bereich einer Torzarge wärmedämmende Materialien zum Einsatz kommen.

Beim Betrieb bekannter Sektionaltore hat es sich gezeigt, dass es in vielen Fällen zu einem hohen Verschleiß der Getriebeanordnung kommt. Ferner können die Anforderungen hinsichtlich der Reduzierung des Wärmeverlusts über die mit dem Tor zu verschließende Gebäudeöffnung oft nicht zufriedenstellend erfüllt werden.

Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein elektromotorisch angetriebenes Sektionaltor bereitzustellen, mit dem ein Langzeitbetrieb ohne Beeinträchtigung thermischer Eigenschaften sichergestellt werden kann.

Im Rahmen dieser Erfindung können auch diese Probleme gelöst werden, wenn das im Folgenden als Polygonverhältnis bezeichnete Verhältnis des Krümmungsradius des bogenförmigen Abschnitts an einer inneren Führungsfläche davon zur Höhe mindestens eines Torglieds, insbesondere zur Höhe sämtlicher Torglieder, längs einer senkrecht zu den Gelenkachsen und etwa parallel zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Richtung 0,6 oder mehr, vorzugsweise 0,65 oder mehr, besonders bevorzugt etwa 0,665 oder mehr, insbesondere etwa 0,68 beträgt.

Dabei wird von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, dass der beobachtete erhöhte Verschleiß der Getriebeanordnung von Antriebseinrichtungen für Sektionaltore in vielen Fällen darauf zurückgeführt werden kann, dass der Bruch einzelner Federn der Gewichtsausgleichseinrichtung nicht erkannt wird. Ein nicht erkannter Federbruch sorgt nicht zuletzt im Hinblick auf die Eigenschaften des üblicherweise selbstbremsenden Schneckengetriebes mit einem Steigungswinkel von 2,5° oder weniger nicht für einen unmittelbaren Torabsturz, sondern für einen hohen Verschleiß des Getriebes, wenn die Tore ohne Erkennen des Bruchs einzelner Federelemente weiterbetrieben werden. Die Tore sind dann nicht mehr optimal gewichtsausgeglichen. Das kann dazu führen, dass sich die Schneckenverzahnung verschleißt, die Zähne dünner werden und möglicherweise im Verlauf des Betriebs brechen und/oder nicht mehr dazu in der Lage sind, den nächsten Federbruch aufzunehmen.

Das ist das Ergebnis einer mangelhaften Erkennung von Mängeln der Gewichtsausgleichseinrichtung durch die Motorsteuerung. Die Motorsteuerung muss so ausgelegt werden, dass sie die während des regulären Torbetriebs auftretenden Kräfte und Kraftänderungen, bzw. während des regulären Torbetriebs auftretenden Schwankungen der Leistungsaufnahmen des Elektromotors, toleriert. Die während des regulären Betriebs auftretenden Kräfte und die die Leistungsaufnahme des Elektromotors mitbestimmenden Kräfte werden unter anderem durch die sogenannte Polygonbeschleunigung bestimmt. Unabhängig vom Antriebskonzept und der Auslegung der Federanordnung durchlaufen die einzelnen Torblattglieder den bogenförmigen Abschnitt der Führungsschiene und erfahren dort eine durch den sogenannten Polygoneffekt bewirkte Beschleunigung. Diese Beschleunigung beeinflusst die Leistungsaufnahme des Elektromotors. Die so hervorgerufenen Schwankungen der Leistungsaufnahme dürfen aber nicht zur Beeinflussung des Torantriebs führen. Entsprechend groß müssen die Toleranzen bei der Motorsteuerung ausgelegt sein. Die durch den Polygoneffekt verursachten Beschleunigungskräfte hängen einerseits vom Krümmungsradius der inneren Führungsfläche des bogenförmigen Abschnitts der Führungsschiene und andererseits von der Höhe der Torglieder in Richtung der seitlichen Ränder ab.

Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass eine Motorsteuerung, mit der auch der Bruch eines vergleichsweise kleinen Elements der Federanordnung als Bestandteil der Gewichtsausgleichseinrichtung, z. b. einer einzelnen Feder, mit einem Drehmoment von nur 50 Nm erkannt werden kann, wenn das im Rahmen dieser Beschreibung auch als Polygonverhältnis bezeichnete Verhältnis des Krümmungsradius des bogenförmigen Abschnitts an einer inneren Führungsfläche davon zur Höhe mindestens eines Torglieds längs einer senkrecht zu den Gelenkachsen und etwa parallel zu der vorgegebenen Bahn verlaufenden Richtung 0,6 oder mehr, insbesondere 0,65 oder mehr beträgt. Das ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Mängeln der Gewichtsausgleichseinrichtung und eine darauf ansprechende Abschaltung der Antriebseinrichtung, bevor es zu einem übermäßigen Verschleiß der Getriebeanordnung durch die bei Bruch einzelner Federelemente auftretenden erhöhten Kräfte kommt. Insgesamt kann so ein Langzeitbetrieb erfindungsgemäßer Tore ohne das Risiko übermäßigen Verschleißes sichergestellt werden.

Unter Einsatz erfindungsgemäßer Tore können auch die thermischen Eigenschaften verbessert werden, indem die Torlaufgeschwindigkeit von Sektionaltoren erhöht wird. Die Reduzierung der Polygonbeschleunigungen bei gegebener Torlaufgeschwindigkeit ermöglicht auch eine Erhöhung der Torlaufgeschwindigkeit ohne übermäßigen Anstieg der Polygonbeschleunigungen und der dadurch verursachten Kräfte. Dadurch können auch die im Bereich der Tore auftretenden Wärmeverluste reduziert werden. Dieser Gesichtspunkt der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die in vielen Fällen nur mäßigen thermischen Eigenschaften im Bereich von Sektionaltoren nicht in erster Linie auf Mängel der thermischen Dämmung der Tore zurückzuführen sind, sondern darauf, dass die Polygonbeschleunigungen die Torlaufgeschwindigkeiten begren- zen, so dass für das Öffnen und Schließen der Tore so viel Zeit benötigt wird, dass es zu einem übermäßig hohen Wärmeverlust kommt. Durch die im Rahmen der Erfindung bevorzugte Einstellung des Polygonverhältnisses kann bei gleichbleibender Genauigkeit der Motorsteuerung eine Beschleunigung der Torblattbewegung erreicht werden. Dadurch können die thermischen Eigenschaften erfindungsgemäßer Tore verbessert werden.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass eine Beschleunigung der Torblattbewegung durch Erhöhen der Motordrehzahl wiederum in vielen Fällen zu einem frühzeitigen Verschleiß der Getriebeanordnung führen kann. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung, dem selbstständiger erfinderischer Gehalt zukommt, wird diesem Mangel dadurch begegnet, dass eine Getriebeanordnung zum Einsatz kommt, welche ein an den Elektromotor gekoppeltes selbsthemmendes bzw. selbstbremsendes und untersetzendes Schneckengetriebe, insbesondere mit einem Steigungswinkel von etwa 2,5° oder weniger, aufweist, dem ein an die Abtriebswelle des Schneckengetriebes gekoppeltes übersetzendes Getriebe, wie etwa ein Kettengetriebe, nachgeschaltet ist. Dabei kann das Übersetzungsverhältnis, also das Verhältnis, in dem die Ausgangsdrehzahl des Schneckengetriebes durch das Kettengetriebe zum Erhalt einer hohen Drehzahl im Bereich der Seiltrommel bzw. der Umlenkeinrichtung erhöht wird, 1 :1 ,5 oder mehr, insbesondere 1 :2 oder mehr, besonders bevorzugt 1 :3,5 oder mehr aufweisen.

Gemäß diesem Gesichtspunkt der Erfindung ist demnach also zwischen dem Elektromotor und der Seiltrommel bzw. der Umlenkeinrichtung der Gewichtsausgleichsanordnung zunächst ein untersetzendes Getriebe angeordnet, und danach ein übersetzendes Getriebe vorgesehen. Mit dem untersetzenden Schneckengetriebe wird die Motordrehzahlt reduziert und gleichzeitig das Drehmoment erhöht. Das untersetzende Schneckengetriebe hat selbsthemmende bzw. selbstbremsende Eigenschaften, die einen Verzicht auf separate Brems- bzw. Sicherungseinrichtungen für den Fall von Schäden an der Gewichtsausgleichseinrichtung erlauben. Dem untersetzenden Schneckengetriebe ist ein übersetzendes Getriebe nachgeschaltet, mit dem die Ausgangsdrehzahl des Schneckengetriebes wiederum erhöht wird, um so eine schnellere Torlaufgeschwindigkeit zu erhalten.

Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass die beobachteten Mängel im Bereich des Schneckengetriebes auch darauf zurückzuführen sind, dass eine erhöhte Motordrehzahl zum Erhalt eines schnelleren Torlaufs zu einer erhöhten Gleitgeschwindigkeit im Mittenkreis von Schnecke und Schneckenrad führt, die in Abhängigkeit von der Materialpaarung zu einem Verschleiß führen kann, weil ein Schmierfilmabriss erfolgen kann. Die Drehzahl, bei der der Schmierfilmabriss erfolgt, hängt dabei selbstverständlich von der Temperatur, dem verwendeten öl, dem Achsabstand zwischen Schneckenrad und Schnecke und insgesamt zur Getriebeübersetzung ab. Jedenfalls können diese Mängel beseitigt werden, wenn dem Schneckengetriebe ein übersetzendes Getriebe, wie etwa ein Kettengetriebe, nachgeordnet wird, welches vergleichbare Verschleißeigenschaften nicht aufweist, um so die gewünschte Drehzahl im Bereich der Gewichtsausgleichseinrichtung bzw. der Seiltrommel und damit auch die gewünschte Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit zu erreichen.

Diese Erfindung ermöglicht auch den Einsatz gleicher Antriebsaggregate, bestehend aus Elektromotor und Schneckengetriebe für den Antrieb von großen und schweren Toren mit hoher Geschwindigkeit sowie von kleinen und leichten Toren mit ebenfalls hoher Geschwindigkeit. Bei großen und schweren Toren können zur Erhöhung der Geschwindigkeit auch entsprechend große Seiltrommeln zum Einsatz kommen, weil bei großen Toren üblicherweise genügend Einbauraum zur Verfügung steht. Dann kann unter Umständen auf den Einsatz eines übersetzenden Kettengetriebes verzichtet werden. Es können bekannte zweistufige Getriebeanordnungen mit einem untersetzenden Schneckengetriebe und ggf. einem ebenfalls untersetzenden Kettengetriebe zum Einsatz kommen, wie etwa in der WO 2012/089358 A1 beschrieben. Das gleiche Antriebsaggregat kann aber auch in Verbindung mit kleinen und leichten Toren eingesetzt werden, bei denen üblicherweise nur wenig Einbauraum zur Verfügung steht und daher auch nur kleine Seiltrommeln zum Einsatz kommen. Bei kleinen und leichten Toren mit kleinen Seiltrommeln kann die gewünschte Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit durch ein entsprechend übersetzendes Getriebe bzw. Kettengetriebe erreicht werden.

Wenn bei einem großen Tor eine Drehzahl am Ausgang der Getriebeanordnung von nur 80 Umdrehungen/Minute ausreicht und auch ohne übermäßigen Verschleiß des Schneckengetriebes erreicht werden kann, kann mit Hilfe eines übersetzenden Kettengetriebes mit einem Übersetzungsverhältnis von 1 :2 oder mehr eine Drehzahl von 160 Umdrehungen/Minute und eine entsprechend hohe Torblattgeschwindigkeit erreicht werden.

Wie bereits angesprochen, sind Getriebeanordnungen mit einem untersetzende Schneckengetriebe und einem nachgeschalteten Kettengetriebe beispielsweise in der WO 2012/089358 A1 beschrieben. In dieser Schrift kommen ausschließlich untersetzende Kettengetriebe zum Einsatz, wobei das Untersetzungsverhältnis des Kettengetriebes in Abhängigkeit vom Torblatt eingestellt werden kann. Gemäß dieser Schrift wird die Antriebsgetriebeübersetzung in Abhängigkeit von dem jeweiligen Torgetriebe, also der Größe der Seiltrommel, so ausgewählt, dass der Weg des Torblatts zumindest im Bereich der Schließendstellung pro Umdrehung des Elektromotors bei unterschiedlichen Torgetrieben im Wesentlichen konstant ist. Eine Beeinflussung der thermischen Eigenschaften durch die Torgeschwindigkeit ist in dieser Schrift ebenso wenig angesprochen wie die Optimierung der thermischen Eigenschaften unter gleichzeitiger Sicherstellung einer zufriedenstellenden Verschleißfestigkeit des Antriebsaggregats durch Einsatz eines übersetzenden Getriebes im Anschluss an das selbstbremsende Schneckengetriebe.

Wie vorstehend erläutert, wird im Rahmen der Erfindung sowohl mit Blick auf die Optimierung der thermischen Eigenschaften eines Tores als auch mit Blick auf die angestrebte erhöhte Verschleißfestigkeit ein Polygonverhältnis von 0,6 oder mehr, vorzugsweise 0,65 oder mehr, besonders bevorzugt etwa 0,665 oder mehr, insbesondere 0,68 gewählt. Im Hinblick darauf, dass die einzelnen Torglieder insbesondere bei besonders hohen Toren mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr auch eine Höhe von 400 mm oder mehr aufweisen sollten, um so die Anzahl der benötigten Torglieder in erträglichen Grenzen zu halten, hat es sich im Rahmen der Erfindung als zweckmäßig erwiesen, wenn das Polygonverhältnis für mindestens ein Torglied 0,8 oder weniger, vorzugsweise 0,75 oder weniger, besonders bevorzugt 0,7 oder weniger beträgt. Dadurch kann der Innenradius des bogenförmigen Abschnitts noch in erträglichen Grenzen gehalten werden, was eine Anpassung an die üblichen Einbauverhältnisse ermöglicht, ohne dass der Bogen zu weit in die Toröffnung hineinragt.

Im Rahmen einer Optimierung des Polygonverhältnisses hat es sich gezeigt, dass oberhalb eines Polygonverhältnisses von etwa 0,68 nur noch eine geringfügige Reduzierung der Polygonbeschleunigungen beobachtet wird. Aus diesem Grund ist die Wahl eines Polygonverhältnisses im Bereich zwischen 0,6 und 0,7, insbesondere im Bereich von etwa 0,68 besonders bevorzugt. Bei Toren mit einer Torgliedhöhe von etwa 750 mm hat sich ein Innenradius von etwa 510 mm als bevorzugt erwiesen.

Wie vorstehend bereits angesprochen, hat es sich im Rahmen der Erfindung als zweckmäßig erwiesen, wenn die Gewichtsausgleichseinrichtung mindestens eine über ein Zugmittel an das in der Schließstellung unterste Torglied gekoppelte Federanordnung aufweist, wobei das Zugmittel auf eine vorzugsweise oberhalb des bogenförmigen Abschnitts der Führungsschienenanordnung angeordnete Wickeltrommel aufwickelbar ist.

Bei den gerade beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung kann die Antriebseinrichtung ebenfalls an die Wickeltrommel oder eine Umlenkeinrichtung für das Zugmittel, wie etwa ein Kettenritzel, gekoppelt sein. Im Rahmen der Erfindung werden im Sinne einer Optimierung des Polygonverhältnisses bei gleichzeitigem Einsatz von Torblattgliedern mit einer zur Reduzie- rung der benötigten Anzahl der Torblattglieder erforderlichen Mindesthöhe vorzugsweise bogenförmige Abschnitte mit einem Krümmungsradius an einer inneren Begrenzungsfläche davon (Innenradius) von 400 mm oder mehr, vorzugsweise 420 mm oder mehr, besonders bevorzugt 450 mm oder mehr, insbesondere 600 mm oder mehr eingesetzt. Mit Blick auf den üblicherweise verfügbaren Einbauraum oberhalb der mit dem Torblatt zu verschließenden Raumöffnung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn der Innenradius 800 mm oder weniger, besonders 760 mm oder weniger beträgt. Die Höhe mindestens eines Torblattglieds kann 550 bis 950 mm, insbesondere 600 bis 900 mm, besonders bevorzugt 700 bis 800 mm betragen.

Im Hinblick auf die vorstehend angesprochenen thermischen Eigenschaften bzw. im Hinblick auf die Vermeidung eines übermäßigen Wärmeverlustes im Bereich der mit dem Torblatt zu verschließenden Öffnung ist es im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt, wenn der Elektromotor und die Getriebeanordnung, ggf. zusammenwirkend mit der Seiltrommel und dem Umlenkritzel, zum Erzeugen einer Öffnungs- oder Schließgeschwindigkeit von 0,6 m/sec oder mehr, insbesondere 1 m/sec oder mehr ausgelegt sind.

Wenngleich mit erfindungsgemäßen Toren eine erhöhte Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit erreicht werden kann, muss im Besonderen im Verlauf der Schließbewegung auch dafür gesorgt werden, dass Gegenstände und Personen nicht durch den vorlaufenden Rand des Torblatts beschädigt bzw. verletzt werden. Herkömmliche Schließkantensicherungen sind bei hohen Torblattbewegungsgeschwindigkeiten zu träge, um eine ausreichende Sicherung zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist die Motorsteuerung erfindungsgemäßer Tore zweckmäßigerweise so ausgelegt, dass die Torblattschließbewegung automatisch abgebremst wird, wenn der bei der Schließbewegung vorlaufende Rand des Torblatts eine Höhe von 2,50 m unterschreitet, unterhalb der insbesondere das Auftreffen des vorlaufenden Torblattrands auf sich in der Bewegungsbahn aufhaltende Personen befürchtet werden muss. Wenn die Torblattbewegung in diesem Bereich bereits abgebremst ist, kann auch mit einer herkömmlichen Schließkantensicherung eine ausreichende Sicherung bewirkt werden. Zusätzlich oder alternativ zu einer Abbremsung der Torblattbewegung kann zur Sicherung erfindungsgemäßer Tore auch eine Lichtgitteranordnung vorgesehen sein, mit der ein von dem bei der Schließbewegung vorlaufender Torblattrand durchlaufender Raum überwacht und in diesen Raum gelangende Gegenstände und/oder Personen erfasst werden können. Ansprechend auf eine Erfassung von Gegenständen und/oder Personen mit Hilfe der Lichtgitteranordnung kann die Torblattbewegung abgebremst oder gestoppt werden. Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass übersetzende Kettengetriebe zum Einsatz kommen. Das kann in Kombination mit dem untersetzenden Schneckengetriebe nicht nur zu einer erhöhten Torlaufgeschwindigkeit, sondern auch zu einer erhöhten Beschleunigung des Torblatts führen. Erhöhte Beschleunigungskräfte führen aber zu einem erhöhten Verschleiß. Aus diesem Grund kann vorgesehen sein, dass die Motorsteuerung zum Anfahren und Abbremsen des Torblatts aus einer Ruhelage bzw. aus einer Betriebsstellung, in der das Torblatt mit maximaler Geschwindigkeit bewegt wird, gemäß einem vorgegebenen Beschleunigungsprofil betreibbar ist. Dieses gesteuerte Beschleunigen und Abbremsen wird auch als„S-Verschliff" bezeichnet. Durch geeignete Motorsteuerung kann so ein übermäßiger Verschleiß im Bereich des Getriebes und des Tores vermieden werden. Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann ein eine komplexe Motorsteuerung erlaubender frequenzgesteuerter Elektromotor zum Einsatz kommen.

Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten ausdrücklich Bezug genommen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine Detaildarstellung eines erfindungsgemäßen Tors in der Schließstellung,

Fig. 2 eine Detaildarstellung des Tors gemäß Fig. 1 in der Öffnungsstellung,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Tors in einer die Trommelachse einer Wickeltrommel für ein Lastseil enthaltenen Horizontalschnittebene

Fig. 4 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Kinematik herkömmlicher Tore,

Fig. 5 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Kinematik erfindungsgemäßer Tore

Fig. 6 eine vergleichende Darstellung auf Grundlage der Fig. 3 und 4.

Fig 7 Eine Begrenzungseinrichtung eines erfindungsgemäßen Tors in der Schließstellung, und

Fig. 8 Die Begrenzungseinrichtung gemäß Fig. 7 in der Öffnungsstellung. In Fig. 1 ist der obere Rand eines in der Schließstellung obersten Torblattglieds 10 in der Schließstellung dargestellt. Das Tor umfasst eine Laufschiene mit einem bogenförmigen Laufschienenabschnitt 100 und zwei in Fig. 1 nicht dargestellten geradlinig verlaufenden Abschnitten, von denen der eine etwa in Schwererichtung und parallel zum seitlichen Torblattrand in der Schließstellung verläuft und der andere etwa in horizontaler Richtung und parallel zum seitlichen Torblattrand in der Öffnungsstellung verläuft. Das Tor umfasst ferner eine Ergänzungsschiene 200 mit einer in Richtung auf das Torblatt, wenn sich dieses in der Schließstellung befindet, nach unten abfallenden vorderen Endabschnitt 210, der oberhalb des bogenförmigen Abschnitts 100 der Laufschiene angeordnet ist.

Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist die zur Führung von an in der Figur nicht dargestellten, unterhalb des Torblattglieds 10 angeordneten Torblattgliedern angebrachte Laufrollen dienende innere Führungsfläche 120 des bogenförmigen Abschnitts 100 einen Krümmungsradius von 510 mm auf. Die in der Zeichnung nicht dargestellten, an unteren Torblattgliedern angebrachten Laufrollen rollen auf der inneren Führungsfläche 120 des bogenförmigen Abschnitts ab. Am oberen Rand des Torblattglieds 10, welches in der Schließstellung das oberste Torblattglied des Torblatts ist, sind Laufrollen 60 und 62 angebracht, die in der Ergänzungslaufschiene 200 geführt sind. Zur Anbringung der Laufrollen 60 und 62 ist ein Halter 50 vorgesehen, der bezüglich einer Schwenkachse 24 verschwenkbar an einem als Befestigungsmittel dienenden Befestigungsbügel 20 angelenkt ist.

Der Halter 50 ist bezüglich einer parallel zu den Gelenkachsen, bezüglich denen aufeinanderfolgende Torglieder gelenkig miteinander verbunden sind, verlaufenden Schwenkachse 24 an dem Befestigungsbügel 20 angelenkt. Der Befestigungsbügel 20 kann U-förmig ausgeführt sein, wobei die äußeren Schenkel einen Schwenkschenkel 52 des Halters 50 umgreifen und ein Verbindungsschenkel an der inneren Begrenzungsfläche 12 des Torglieds 10 anliegt und dort befestigt werden kann. Dabei kann die Lage des Befestigungsbügels 20 in vertikaler Richtung eingestellt werden, wie durch den Doppelpfeil 22 angedeutet. Zu diesem Zweck kann der Verbindungsschenkel des Befestigungsbügels 20 von sich in der Schließstellung in Schwererichtung erstreckenden Langlöchern durchsetzt sein, die von Befestigungsschrauben durchgriffen sind, welche andererseits in das Torblattglied 10 eingreifen.

Zusätzlich kann die Lage der Schwenkachse 24 in einer senkrecht zur inneren Begrenzungsfläche 12 des Torglieds 10 verlaufenden Richtung verstellbar sein, wie durch den Doppelpfeil 23 angedeutet. Der Schwenkschenkel 52 des Halters 50 geht in einen einen stumpfen Winkel damit einschließenden Führungsschenkel 54 über, wobei die Drehachse 61 der Laufrolle 60 im Übergangsbereich zwischen Schwenkschenkel und Führungsschenkel des Halters 50 angeordnet ist und sich etwa parallel zur Schwenkachse 24 erstreckt. Ebenso erstreckt sich die Laufrollenachse 63, bezüglich der die Laufrolle 62 drehbar am Führungsschenkel 54 des Halters gehalten ist, parallel zur Schwenkachse 24.

Wie in Fig. 1 dargestellt, schließt eine die Drehachsen 63 und 61 der Laufrollen 62 und 60 enthaltende Führungsebene 55 mit einer die Drehachse der der Schwenkachse 24 benachbarten Führungsrolle 60 und die Schwenkachse 24 enthaltende Schwenkebene 53 einen stumpfen Winkel α ein, der dem stumpfen Winkel zwischen dem Schwenkschenkel 52 und dem Führungsschenkel 54 entspricht. In der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung steigt die Schwenkebene 52 ausgehend von der Schwenkachse 24 in Richtung auf die Schnittlinie zwischen Schwenkebene und Führungsebene an, wobei sich die Führungsebene 55 ausgehend von der Schnittlinie zwischen Schwenkebene 53 und Führungsebene 55 etwa parallel zum Endabschnitt 210 der Ergänzungsschiene 200 erstreckt.

Insgesamt wird durch den Halter 50 ein Abstand zwischen dem vorderen, dem Torblatt in der Schließstellung zugewandten Ende des Endabschnitts 210 der Ergänzungsschiene 200 und der inneren Begrenzungsfläche 12 des obersten Torblattglieds 10 in der Schließstellung überbrückt. Dadurch wird ein in Fig. 1 mit 70 bezeichneter Raum freigehalten, in dem ein an das unterste Torblattglied gekoppeltes Zugseil geführt sein kann, ohne die Bewegung des Torblatts zu behindern. Durch die in Fig. 1 dargestellte Lage von Schwenkachse 24 und Drehachsen 61 und 63 wird des Weiteren erreicht, dass bei Druck auf den oberen Torblattgliedrand von außen eine Klemmwirkung von den in dem Endabschnitt 210 der Ergänzungsschiene 200 aufgenommenen Führungsrollen 60 und 62 hervorgebracht wird, indem die Führungsrolle 60 gegen eine untere Begrenzungsfläche des Endabschnitts 210 gedrängt wird, während die Führungsrolle 62 gegen eine obere Begrenzungsfläche des Endabschnitts 210 der Ergänzungsschiene 200 gedrängt wird.

Diese Klemmwirkung wird dadurch begünstigt, dass die Führungsebene 55 einen stumpfen Winkel mit der Schwenkebene 53 einschließt, so dass der Halter 50 bei Druck den oberen Torblattgliedrand bezüglich der Drehachse 61 der Führungsrolle 60 verschwenkt wird, wodurch die oben beschriebene Klemmwirkung erreicht werden kann. Der stumpfe Winkel zwischen Füh- rungsebene und Schwenkebene beträgt vorzugsweise etwa 120° bis 165°. Besonders bevorzugt ist der Winkelbereich zwischen 130° und 150°.

Bei Übergang von der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung in die in Fig. 2 dargestellten Öffnungsstellung wird der Halter 50 bezüglich der Schwenkachse 24 in Richtung auf die innere Begrenzungsfläche 12 des Torblattglieds 10 verschwenkt. Wenn die Laufrollen 60 und 62 von dem nach unten abfallenden Endabschnitt 2 0 der Ergänzungsschiene 200 in den etwa in horizontaler Richtung verlaufenden geradlinigen Abschnitt 220 der Ergänzungsschiene 200 gelangen, wird die Führungsebene 55 so verschwenkt, dass sie in der in Fig. 2 dargestellten Öffnungsstellung etwa parallel, vorzugsweise koplanar zur inneren Begrenzungsfläche 12 des Torblattglieds 10 verläuft.

Bei der gesamten Öffnungsbewegung eilt die Laufrolle 62 dem oberen Rand des Torblattglieds 10 voraus. Durch Variieren des Abstands der Schwenkachse 24 von der inneren Be- grenzungsfläche 12 des Torblattglieds 10 kann erreicht werden, dass das Torblattglied 10 in der Öffnungsstellung ebenso wie in der Schließstellung etwa in derselben Ebene angeordnet ist, wie die bei der Öffnungsbewegung nachlaufenden Torblattglieder, deren Laufrollen in einer in Fig. 2 nicht dargestellten, unterhalb des Ergänzungsschienenabschnitts 220 etwa parallel dazu verlaufenden Führungsschiene geführt sind. Das Torblattglied 10 ist im Endabschnitt der Öffnungsbewegung etwa in einer Horizontalebene ausgerichtet, so dass es bei Auflaufen auf einen am hinteren Ende der Bewegungsbahn angeordneten Federpuffer, der zur Auslösung der Schließbewegung eingesetzt werden kann, nicht„aufgestellt" wird. Es kommt dann auch nicht zu Überknickungen.

Diese Kinematik wird durch den schwenkbar gelagerten Halter 50 sichergestellt, der einerseits einen gewünschten Abstand zwischen Laufrollenachse 61 und innerer Begrenzungsfläche 12 in der Schließstellung, andererseits aber auch eine Annäherung der Laufrollenachsen 61 und 63 in der Öffnungsstellung ermöglicht, die das Aufstellen des oberen Torblattrands verhindert. Durch den Abstand zwischen Laufrollenachse 61 und innerer Begrenzungsfläche 12 des Torblattglieds 10 in der Schließstellung wird eine Konstruktion ermöglicht, bei der die Ergänzungsschiene 200 mit Abstand vor der inneren Begrenzungsfläche 12 des Torblattglieds 10 endet, um so Raum für die Bewegung des Zugseils zur Verfügung zu stellen. In der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 ist ein in der Schließstellung angeordnetes Torblattglied 10 erkennbar, an dessen innerer Begrenzungsfläche 12 über einem schematisch angedeuteten Rollenhalter 14 eine Laufrolle 16 angebracht ist, die bezüglich einer Drehachse 15 drehbar am Rollenhalter 14 gelagert ist. In der in Fig. 3 dargestellten Schließstellung ist die Laufrolle 16 in einem etwa in Schwererichtung verlaufenden Abschnitt 150 einer Führungsschiene aufgenommen. In der schematischen Darstellung gemäß Fig. 3 handelt es sich bei dem Torblattglied 10 um ein unterhalb des in der Schließstellung obersten Torblattglieds angeordnetes Torblattglied. Das in der Schließstellung oberste Torblattglied ist in dieser Darstellung ausgeblendet. Eine Öffnungsbewegung des Torblatts wird bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung mit Hilfe einer im Verlauf einer Schließbewegung gespannten und eine Torsionsfederwelle 400 umlaufende Torsionsfeder unterstützt. Die Torsionsfeder ist in Fig. 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit ausgeblendet.

Die Torsionsfederwelle 400 ist oberhalb des bogenförmigen Abschnitts 100 der Führungsschienenanordnung bezüglich einer horizontal und parallel zu den Gelenkachsen, bezüglich denen die Torblattglieder gelenkig miteinander verbunden sind, verlaufenden Drehachse 420 verdrehbar gelagert. An einem axialen Endbereich der Torsionsfederwelle 400 ist eine koaxial zur Torsionsfederwelle 400 ausgerichtete Seiltrommel 300 drehfest mit der Torsionsfederwelle 400 verbunden. Die Seiltrommel 300 dient zum Aufwickeln eines andererseits an dem in der Schließstellung untersten Torblattglied befestigten Drahtseils 300, mit dem die Rückstellkraft der die Torsionsfederwelle 400 umlaufenden Torsionsfeder in der Torblattschließstellung auf das Torblatt übertragen wird.

Im Verlauf einer Öffnungsbewegung wandert ein das unterste Torblattglied mit der Seiltrommel 300 verbindender Abschnitt des Drahtseils ausgehend von der bei 320a angedeuteten Lage in der durch den Pfeil 325 bezeichneten Richtung bis zu der bei 320b angedeuteten Lage, in der das Drahtseil vollständig auf der Seiltrommel 300 aufgewickelt ist. Im Verlauf einer Schließbewegung wird das Drahtseil 320 von der Seiltrommel 300 abgewickelt. Wie durch den Pfeil 326 angedeutet, wandert ein den unteren Rand des Torblatts mit der Seiltrommel 300 verbindender Abschnitt des Drahtseils im Verlauf der Schließbewegung, ausgehend von der bei 320b angedeuteten Position in Richtung auf die bei 320a angedeutete Position, die es bei Erreichen der Schließstellung erreicht. Im Verlauf dieser Wanderbewegung durchläuft das Drahtseil eine bei 350 angedeutete, senkrecht zur Gelenkachse der gelenkigen Verbindung zwischen einzelnen Torblattgliedern verlaufende und die Führungsschiene 150 beinhaltende Ebene.

Eine entsprechend erhöhte axiale Länge der Seiltrommel 300 wird bei Toren mit einer Höhe von 3,50 m oder mehr und entsprechend langen Drahtseilen benötigt. Eine kollisionsfreie Bewegung des Drahtseils von der bei 320b angedeuteten Öffnungsstellung in die bei 320a angedeutete Schließstellung wird bei erfindungsgemäßen Toren ermöglicht, weil die Ergänzungsschiene mit Abstand vor einer die innere Begrenzungsfläche 12 des Torblatts 10 in der Schließ- Stellung enthaltenden Ebene endet. Alternativ kann auch der Durchmesser der Seiltrommel 300 erhöht werden, um so mit geringerer axialer Länge entsprechende Seillängen einlagig aufwickeln zu können. Das würde allerdings mehr Einbauplatz oberhalb der zu verschließenden Öffnung benötigen, der regelmäßig nicht zur Verfügung steht. Anders als Fig. 3 vermuten lässt, ist der das unterste Torblattglied mit der Seiltrommel 300 verbindende Abschnitt des Drahtseils üblicherweise auf der dem Torblatt zugewandten Seite der Seiltrommel angeordnet und verläuft von dort tangential zur Seiltrommel etwa in Schwererichtung nach unten. Die die Öffnungsstellung andeutende Position 320b und die die Schließstellung andeutenden Position 320a sind in Fig. 3 lediglich aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung auf der dem Torblatt 10 abgewandten Seite der Seiltrommel 300 angedeutet.

Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 4 bis 6 die vorteilhafte Kinematik erfindungsgemäßer Tore mit einem Krümmungsradius der inneren Führungsfläche des bogenförmigen Abschnitts 100 der Laufschienen im Bereich von 450 bis 550 mm erläutert.

In Fig. 4 sind die Beschleunigungswerte an der Oberkante des obersten Torblattglieds im Verlauf einer Öffnungsbewegung in Abhängigkeit von dem zeitlichen Ablauf der Öffnungsbewegung aufgetragen, wie sie durch den Polygoneffekt verursacht werden, wenn der Krümmungsradius der Führungsfläche 120 361 ,5 mm beträgt und die Höhe der einzelnen Torblattglieder in der parallel zu den seitlichen Rändern verlaufenden Richtung 750 mm beträgt, wobei die Öffnungsgeschwindigkeit so eingestellt ist, dass sie im Mittel etwa 300 mm/s beträgt. Bei einem Krümmungsradius von 361 ,5 mm, für den die Beschleunigungen in Fig.4 aufgetragen sind, ergeben sich Beschleunigungssprünge von mehr als 800 mm/s 2 wie in Fig. 4 erkennbar ist.

Wenn der Krümmungsradius auf einen Wert von 510 mm erhöht wird, ergeben sich die in Fig. 5 dargestellten Verhältnisse, bei denen die Beschleunigungssprünge auf weniger als ein Viertel des Werts gemäß Fig. 4 reduziert sind, wodurch die mechanische Belastung der gesamten Torkonstruktion deutlich reduziert werden kann. Bei erfindungsgemäßen Toren kann dieser Vorteil ohne höheren Platzbedarf für die Führungsschienenanordnung genutzt werden, indem für die am obersten Torblattglied angebrachten Laufrollen Ergänzungsschienen bereitgestellt werden, die vorteilhafterweise mit Abstand von der inneren Begrenzungsfläche des Torblatts in der Schließstellung enden.

Fig. 6 zeigt einen Vergleich zwischen den bei herkömmlichen Toren auftretenden Beschleunigungen und den bei erfindungsgemäßen Toren auftretenden Beschleunigungen, der die mit erfindungsgemäßen Toren erreichbaren Vorteile besonders verdeutlicht. In Fig. 6 sind die Beschleunigungen bei gleicher mittlerer Öffnungsgeschwindigkeit von etwa 300 mm/s dargestellt. Die erfindungsgemäß erreichten Vorteile können auch zur Erhöhung der Öffnungsgeschwindigkeit ausgenutzt werden. Eine solche Erhöhung führt zu einer Vergrößerung der Beschleunigungssprünge auch bei erfindungsgemäßen Toren. Allerdings kann die Öffnungsgeschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Toren mehr als verdreifacht werden, bis die bei herkömmlichen Toren schon bei den üblichen Geschwindigkeiten auftretenden Beschleunigungen erreicht werden.

Bei einer systematischen Untersuchung der Kinematik bei der Torblattbewegung wurde herausgefunden, dass ein optimaler Kompromiss zwischen der Minimierung der maximalen Beschleunigungssprünge einerseits und Begrenzung des Platzbedarfs für den bogenförmigen Abschnitt andererseits erreicht werden kann, wenn das Verhältnis des Innenradius (Krümmungsradius der inneren Führungsfläche) zur Höhe der Torblattglieder im Bereich zwischen 0,6 und 0,8, vorzugsweise im Bereich zwischen 0,65 und 0,75, besonders bevorzugt im Bereich zwischen 0,66 und 0,7 gewählt wird, wobei ein Verhältnis von 0,68 sich als besonders zweckmäßig erwiesen hat.

In den Figuren 7 und 8 ist die Begrenzungseinrichtung eines erfindungsgemäßen Tors schematisch dargestellt. Die Begrenzungseinrichtung 1200 weist ein erstes Begrenzungselement 1220 und ein zweites Begrenzungselement 1240 auf. Das erste Begrenzungselement 1220 ist zusammen mit der Kopplungseinrichtung 1082 um eine Schwenkachse 1250 bzgl. dem unteren Torblattglied 1012 verschwenkbar. Die Schwenkachse 1250 verläuft parallel zu den Gelenkachsen, bzgl. derer die einzelnen Torblattglieder gelenkig miteinander verbunden sind. Das Begrenzungselement 1220 weist eine etwa senkrecht zur Schwenkachse 1250 verlaufende Halteplatte 1220 und eine an dem der Schwenkachse 1250 abgewandten Rand der Halteplatte 1220 etwa senkrecht dazu erstreckende Begrenzungskulisse 1230 in Form eines die Schwenkachse 1250 teilweise umlaufenden Kragens 1230 auf. Das Begrenzungselement 1240 ist in Form eines an dem Schwenkhebel 1060 angebrachten Anschlagelements ausgeführt. Das Anschlagelement ist bei der anhand der Zeichnung erläuterten Ausführungsform der Erfindung in Form eines sich etwa parallel zur Schwenkachse 1250 erstreckenden Anschlagsstifts ausgeführt. Anschlagelement 1220 und Abschlagelement 1240 sind in Richtung der Schwenkachse 1250 neben, bei der zeichnerischen Darstellung gem. Fig. 7 hinter dem Torblattglied 1012 angeordnet. In der in Fig. 7 dargestellten Schließstellung gelangt der Begrenzungsstift 1240 bei Verschwenken des Schwenkhebels 1060 in Richtung auf den mit dem Tor verschlossenen Innenraum in der durch den Pfeil P3 angedeuteten Richtung in Anlage an die Begrenzungskulisse 1230. Ebenso gelangt die Begrenzungskulisse 1230 bei Verschwenken des unteren Torblattglieds 1012 in der durch den Pfeil P1 angedeuteten Heberichtung in Anlage an den Begrenzungsstück 1240. Auf diese Weise wird ein Ausschwenken des unteren Torblattglieds 1012 in der durch den Pfeil P1 bezeichneten Richtung bezgl. Der an dem Schwenkhebel 1060 angeordneten Führungsrolle 16 verhindert. Ein Einschwenken des Torblattglieds 1012 in der der Heberichtung P1 entgegengesetzten Richtung kann mit Hilfe eines in der Zeichnung nicht dargestellten und an dem Schwenkhebel 1060 feststehend angebrachten Anschlags verhindert werden.

Beim Übergang des Torblatts von der in Fig. 7 dargestellten Schließstellung in die in Fig. 8 dargestellte Öffnungsstellung, wird die Kopplungseinrichtung 082 und damit auch die Begrenzungskulisse 1230 unter der Zugkraft des zumindest im Bereich eines an das Torblatt gekoppelten Abschnitts als Rollenkette ausgeführten Zugmittels 1080 in der durch den Pfeil P2 angedeuteten Richtung bzgl. dem unteren Rand 1014 des Torblattglieds 1012 um die Schwenkachse 1250 verschwenkt. Wie sich aus einer vergleichenden Betrachtung der Figuren 7 und 8 ergibt, wird das als Begrenzungsstift ausgeführte Begrenzungselement 1240 im Verlauf der Schwenkbewegung der Begrenzungskulisse 1230 um die Schwenkachse 1250 von der Begrenzungskulisse 1230 freigegeben und kann in der durch den Pfeil P3 angedeuteten Richtung bezüglich dem unteren Torblattglied 1012 um die Hebelachse 1068 verschwenkt werden. Das ermöglicht eine Verschwenkbewegung des unteren Torblattrands 1014 in der durch den Pfeil P1 angedeuteten Heberichtung bzgl. dem in der Schließstellung darüber angeordneten Torblattglied. Wie besonders deutlich in Fig. 7 zu erkennen ist, vergrößert sich der radiale Abstand des Begrenzungskragens 1230 von der Schwenkachse 250 in einer dem Pfeil P2 entgegengesetzten Richtung. Dadurch wird ein allmähliches Ausschwenken des Schwenkhebels 1060 bzgl. dem Torblattglied 1012 um die Hebelachse 1068 zur Einleitung der Schwenkbewegung des Torblattglieds 1012 in der Heberichtung ermöglicht. Gleichzeitig bildet der im Bereich 1232 des Begrenzungskragens 1230 mit größerem radialen Abstand von der Schwenkachse 1250 einen Einlauftrichter, der das Einfädeln des am Schwenkhebel 1060 angebrachten Begrenzungsstiftes 1240 im Verlauf der Schließbewegung des Torblatts vereinfacht. Die Schwenkbewegung des Schwenkhebels 1060 um die Hebelachse 1068 in der der Heberichtung P1 entgegengesetzten Richtung P3 kann durch einen am Schwenkhebel 1060 angebrachten und nicht dargestellten Anschlag begrenzt werden. Dadurch wird das Risiko reduziert, dass der untere Rand 1014 des unteren Torblattglieds 1012 unter Einwirkung der durch die Rollenkette 1080 vermittelten Zugkraft gegen das die Rollenkette 1080 umlenkende Umlenkritzel gedrängt wird. Zusätzlich weist die Begrenzungseinrichtung 1200 eine im oberen Bereich der mit dem Torblatt zu verschließenden Gebäudeöffnung angeordnete Führungsfläche 1260 auf, die sich schräg nach oben erstreckt. Der Führungsfläche ist ein weiteres im Bereich des unteren Randes des Torblattglieds 1012 angeordnetes Begrenzungselement zugeordnet. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei dem weiteren Begrenzungselement um eine bzgl. der Schwenkachse 1250 drehbar gelagerte Rolle 1270, die über den unteren Rand 1014 des Torblattglieds 1012 herausragt.

Wie vorstehend bereits beschrieben, gelangt der bei der Öffnungsbewegung vorlaufende obere Rand des Torblatts im Verlauf der Öffnungsbewegung an einer der Führungsschienenanordnung 1020 zugeordnete Schubeinrichtung, die beispielsweise in Form einer Druckfeder angeordnet ist. Unter der Wirkung der Druckfeder wird die Begrenzungsrolle 1270 gegen die feststehende Begrenzungsfläche 1250 gedrängt, um so eine spielarme Führung der Torblattbewegung im Bereich des unteren Randes 1014 zu ermöglichen, während gleichzeitig der untere Rand 1014 des Torblattglieds 1012 in der Heberichtung 1081 gesondert angehoben werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass der Schwenkhebel 1060 und das Begrenzungselement 1220 im Verlauf der Öffnungsbewegung des Torblatts im selben Drehsinn bzgl. der Hebeachse 1068 bzw. der Schwenkachse 1250 verschwenkt werden, während der untere Rand 1014 des Torblattglieds 1012 in einer dazu entgegengesetzten Hebeldrehrichtung bzgl. dem in der Schließstellung oberhalb dieses unteren Torblattglieds 1012 angeordneten Torblattglied verschwenkt wird.

Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr kann auch eine Begrenzungseinrichtung mit einer am Schwenkhebel 1060 angeordneten Schwenkkulisse und einem der Kopplungseinrichtung 1082 zugeordnetem Begrenzungsstift vorgesehen sein. Bei vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung sind die Lage des Begrenzungsstiftes 1240 und der Begrenzungskulisse 1230 so aufeinander abgestimmt, dass ohne Einwirkung äußerer Kräfte eine berührungsfreie Bewegung dieser Bauteile gegeneinander erfolgt. Die Hebelachse 1068 ist bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung oberhalb der Schwenkachse 1250 angeordnet. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Führungsrolle 1016 zwischen Hebelachse 1068 und Schwenkachse 1250 angeordnet. Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann die Kopplungseinrichtung 1082 gleichzeitig als Fangvorrichtung eingesetzt werden, welche einen Absturz des Torblatts verhindert, wenn das Zugmittel reißt oder die an das Zugmittel gekoppelte Gewichtsausgleicheinrichtung bricht.