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Title:
DOSING DEVICE WITH COMMUNICATIONS INTERFACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015285
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a dosing device with a dosing chamber in which a displacement element is movably arranged in such a way that it is movable to and fro between two positions, wherein the volume of the dosing chamber in one position is greater than in the other position. The dosing device moreover has an actuator for driving the displacement element, which actuator has an actuator input for an electrical control signal and is constructed in such a way that an electrical control signal present at the actuator input is converted into a mechanical movement. Moreover, the dosing device has a sensor for detecting a physical or chemical parameter, which sensor has a sensor output for an electrical measurement signal and is configured in such a way that it detects the physical or chemical parameter, converts it into an electrical measurement signal and makes the latter available at the sensor output. Finally, the dosing device has a communications interface via which the dosing device can communicate with a remote server.

Inventors:
KAIBEL, Jens (Bibliser Weg 35, Lampertheim-Hofheim, 68623, DE)
DAMNIK, Markus (Spraulache 12b, Brühl, 68782, DE)
Application Number:
EP2017/067812
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
July 14, 2017
Export Citation:
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Assignee:
PROMINENT GMBH (Im Schuhmachergewann 5-11, Heidelberg, 69123, DE)
International Classes:
F04B13/00; F04B43/04; F04B43/067; F04B49/06
Foreign References:
EP1754891A22007-02-21
US20020155832A12002-10-24
US20120282111A12012-11-08
GB2312419A1997-10-29
EP2966299A12016-01-13
EP0183351A11986-06-04
EP1757809A12007-02-28
Attorney, Agent or Firm:
KÖPPEN, Manfred et al. (WSL Patentanwälte Partnerschaft mbB, Kaiser-Friedrich-Ring 98, Wiesbaden, 65185, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

Dosiereinrichtung (1 , 12) mit einer Dosierkammer, in der ein Verdrängungselement derart beweglich angeordnet ist, dass es zwischen zwei Positionen hin- und her bewegbar ist, wobei das Volumen der Dosierkammer in der einen Position größer als in der anderen Position ist, wobei die Dosiereinrichtung (1 , 12) weiterhin aufweist:

einen Aktor (2, 14) zum Antreiben des Verdrängungselement, welcher einen Aktoreingang für ein elektrisches Ansteuersignal aufweist und derart aufgebaut ist, dass ein am Aktoreingang anliegendes elektrisches Ansteuersignal in eine mechanische Bewegung umgesetzt wird,

einen Sensor (3, 13) zur Erfassung einer physikalischen oder chemischen Messgröße, der einen Sensorausgang für ein elektrisches Messsignal aufweist und derart ausgebildet ist, dass er die physikalische oder chemische Messgröße erfasst, in ein elektrisches Messsignal umsetzt und dieses am Sensorausgang zur Verfügung stellt,

eine Kommunikationsschnittstelle, über die die Dosiereinrichtung (1 , 12) mit einem entfernt angeordneten Server (16) kommunizieren kann,

dadurch gekennzeichnet, dass

Aktor (2, 14), Sensor (3, 13) und Kommunikationsschnittstelle derart ausgebildet sind, dass ein im Betrieb der Dosiereinrichtung (1 , 12) am Sensorausgang anliegendes elektrisches Messsignal über die Kommunikationsschnittstelle an den entfernten Server (16) übertragbar ist und ein elektrisches Ansteuersignal über die Kommunikationsschnittstelle empfangbar und an den Aktoreingang übertragbar ist.

Dosiereinrichtung (1 , 12) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (3, 13) einen Sensorbetriebseingang für ein elektrisches Betriebssignal aufweist, wobei eine Betriebssignalerzeugungseinrichtung vorgesehen ist, welche ein elektrisches Betriebssignal erzeugen kann und mit den Sensorbetriebseingang verbunden ist, wobei die Betriebs- signalerzeugungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie über die Kommunikationsschnittstelle mit einem entfernt angeordneten Server (16) kommunizieren kann.

Dosiereinrichtung (1 , 12) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Sensor (3, 13) zur Erfassung einer weiteren physikalischen oder chemischen Messgröße vorgesehen ist, der einen Sensorausgang für ein elektrisches Messsignal aufweist und derart ausgebildet ist, dass er die weitere physikalische oder chemische Messgröße erfasst, in ein elektrisches Messsignal umsetzt und dieses am Sensorausgang zur Verfügung stellt, wobei weiterer Sensor (3, 13) und Kommunikationsschnittstelle derart ausge- bildet sind, dass ein am Sensorausgang des weiteren Sensor (3, 13) anliegendes elektrische Messsignal über die Kommunikationsschnittstelle an den entfernt angeordneten Server (16) übertragen werden kann.

Dosiereinrichtung (1 , 12) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Notfalleinrichtung vorgesehen ist, welche detektiert, ob die Dosiereinrichtung (1 , 12) über die Kommunikationsschnittstelle mit einem entfernten Server (16) kommuniziert und, falls keine oder länger als ein vorbestimmtes Zeitintervall keine Kommunikation detektiert wird, eine Notabschaltung oder eine Notlaufregelung initiiert.

Dosiersystem mit mindestens einer Dosiereinrichtung (1 , 12) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und einem entfernt angeordneten Server (16) mit einer Dosiereinrichtungssoftware, welche eine Regeleinrichtung verwirklicht, in welcher das über die Kommunikationsschnittstelle übertragene elektrische Messsignal mit einer Sollwert-Kurve verglichen, daraus eine Stellgröße errechnet und die Stellgröße als elektrisches Ansteuersignal über die Kommunikationsschnittstelle an den Aktoreingang übertragen wird.

Dosiersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Server (16) eine Remote-Access-Schnittstelle aufweist, über die von einem externen Gerät mit der Dosiereinrichtungssoftware kommuniziert werden kann, wobei vorzugsweise die Remote-Access- Schnittstelle eine Webschnittstelle ist.

Dosiersystem nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinrichtungssoftware eine Alarmierungseinrichtung aufweist, die in der Lage ist, eine Alarmmeldung an ein externes Gerät zu senden.

Dosiersystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Dosiereinrichtungen (1 , 12) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, vorgesehen sind.

Dosiersystem nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Server (16) einen Datenlogger aufweist, der mit der Dosiereinrichtungssoftware kommunizieren kann.

0. Dosiersystem nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Server (16) eine Wartungsschnittstelle aufweist, über die von einem Wartungsserver (26) auf den Server (16) zugegriffen werden kann. Dosieranlagensystem mit einer Mehrzahl von Dosiersystemen nach einem der Ansprüche 5 bis 10 und einem Wartungsserver (26), über den die Dosiereinrichtungssoftware ausgetauscht werden kann und der Inhalt des Datenloggers ausgelesen werden kann.

Description:
Dosiereinrichtung mit Kommunikationsschnittstelle

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dosiereinrichtung mit einer Dosierkammer, in der ein Verdrängungselement derart beweglich angeordnet ist, dass es zwischen zwei Positionen hin- und herbewegbar ist, wobei das Volumen der Dosierkammer in der einen Position größer als in der anderen Position ist.

Die Dosiereinrichtung weist weiterhin einen Aktor zum Antreiben des Verdrängungselementes auf, welcher einen Aktoreingang für ein elektrisches Ansteuersignal aufweist und derart aufgebaut ist, dass ein am Aktoreingang anliegendes elektrisches Ansteuersignal in eine mechanische Bewegung umgesetzt wird. Des Weiteren weist die Dosiereinrichtung einen Sensor zur Erfassung einer physikalischen oder chemischen Messgröße auf, der einen Sensorausgang für ein elektrisches Messsignal aufweist und derart ausgebildet ist, dass er die physikalische oder chemische Messgröße erfasst, in ein elektrisches Messsignal umsetzt und dieses am Sensorausgang zur Verfügung stellt. Schließlich weist die Dosiereinrichtung eine Kommunikationsschnittstelle auf, über die die Dosiereinrichtung mit einem entfernt angeordneten Server kommunizieren kann.

Eine solche Dosiereinrichtung kann bspw. eine Membrandosierpumpe sein. Als Verdrängungselement dient hier eine bewegliche Membran.

Die Dosierkammer ist im Betrieb über ein Saugrückschlagventil mit einer Saugleitung und über ein Druckrückschlagventil mit einer Druckleitung verbunden. Sowohl Saugrückschlagventil als auch Druckrückschlagventil können Teil der Dosiereinrichtung sein. Sie können jedoch auch anlagen- seitig bereitgestellt werden.

Wird daher die Membran in die Position bewegt, in der das Volumen der Dosierkammer am größten ist, wird zu förderndes Medium über das Saugventil aus der Saugleitung in die Dosierkammer gesaugt. Im Anschluss daran wird die Membran in Richtung derjenigen Position bewegt, in der das Volumen der Dosierkammer am geringsten ist, wodurch bewirkt wird, dass das Saugrückschlagventil geschlossen wird, worauf der Druck in der Dosierkammer ansteigt bis das Druckrückschlagventil öffnet und das sich in der Dosierkammer befindliche zu fördernde Medium in die Druckleitung gedrückt wird. Damit die Membran, d.h. das Verdrängungselement zwischen den beiden Positio- nen hin- und herbewegt werden kann, ist ein entsprechender Antriebsaktor vorgesehen. Beispielsweise kann die Membran hydraulisch angetrieben werden, sodass der Aktor ein entsprechender Kolben ist, dessen eine Fläche mit dem Hydraulikfluid in Kontakt steht. Alternativ könnte die Membran auch magnetisch angetrieben werden. Beispielsweise könnte die Membran mit einer Schubstange fest verbunden sein, die in einem im Pumpengehäuse fest verankerten Magnetmantel in der Längsachse axial beweglich gelagert ist, sodass die Schubstange und damit die Membran bei der elektrischen Ansteuerung der Magnetspule in den Magnetmantel gegen die Wirkung einer Druckfeder in die Bohrung des Magnetmantels hinein gezogen wird und die Schubstange nach Deaktivierung des Magneten durch die Druckfeder in die Ausgangslage zurückkehrt, sodass die Membran bei fortgesetzter Aktivierung und Deaktivierung der Magnetspule eine oszillierende Bewegung durchführt. In diesem Fall ist die Magnetspule als Aktor anzusehen.

Diese Dosiereinrichtungen weisen häufig einen Sensor zur Erfassung einer physikalischen oder chemischen Messgröße auf. Beispielsweise könnte der pH-Wert des zu fördernden Mediums in der Druckleitung erfasst werden. Alternativ kann aber auch der Strom und/oder die Spannung durch die den Aktor bildende Magnetspule erfasst werden. Der Sensor erfasst die entsprechende Messgröße im Betrieb und wandelt die erfasste Messgröße in ein elektrisches Messsignal um, dass er am Sensorausgang zur Verfügung stellt. Der Sensor kann somit beispielsweise eine Be- triebsgröße der Dosiereinrichtung (z.B. Strom oder Spannung des Antriebs, Position des Verdrängungselementes, Druck in der Dosierkammer) oder eine externe Größe (z.B. pH-Wert in der Druckoder Saugleitung, Umgebungstemperatur, Luftdruck usw.) messen.

Die EP 1 757 809 A1 beschreibt eine bewegungsgeregelte Magnetdosierpumpe. Diese weist als Sensor einen Positionssensor auf, der die Position der Membran bzw. der mit der Membran verbundenen Schubstange erfasst. Die dort beschriebene Magnetdosierpumpe vergleicht die erfasste Position mit einem vorgegebenen Sollwertprofil und regelt die Bewegung des Verdrängungselementes derart, dass die Abweichung zwischen Istposition und Sollposition möglichst gering wird. Die bekannte Dosiereinrichtung weist somit eine entsprechende Steuereinrichtung auf, mit deren Hilfe eine geregelte Dosierung erfolgen kann. Das entsprechende Regelungsverfahren ist dabei in einer Software abgelegt, die innerhalb der Dosiereinrichtung gespeichert ist. Bei der Verwendung der Pumpe müssen entsprechende Eingaben am Gerät selbst vorgenommen werden, um der Dosiereinrichtung mitzuteilen, in welcher Form eine entsprechende Regelung erfolgen soll.

In mehr oder minder regelmäßigen Abständen entwickelt der Pumpenhersteller verbesserte Regelverfahren, die jedoch nicht unmittelbar von der Dosiereinrichtung verwendet werden können. Es ist daher vielmehr notwendig, dass ein entsprechender Servicetechniker vor Ort die Software auf der Dosiereinrichtung mittels eines Firmware Updates aktualisiert. Mit fortschreitender Entwicklung werden den Dosiereinrichtungen immer höhere Rechen- und Speicherleistungen zur Verfügung gestellt mit der Folge, dass ältere Modelle der Dosiereinrichtungen nicht mehr mit aktuellen Firmwareupdates versehen werden können, da sie die entsprechenden Rechen- und/oder Speichervo- raussetzungen nicht mehr erfüllen. In diesem Fall muss dann entweder auf die verbesserten Regelverfahren verzichtet werden oder die gesamte Dosiereinrichtung ausgetauscht werden.

Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Dosiereinrichtung bereitzustellen, die vom Benutzer einfacher angesteuert werden kann und die unabhängig von Hardwarevoraussetzungen einfach an verbesserte Regelungsverfahren angepasst werden kann.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, dass Aktor, Sensor und Kommunikationsschnittstelle derart ausgebildet sind, dass ein am Sensorausgang anliegendes elektrisches Messsignal über die Kommunikationsschnittstelle an den entfernten Server übertragen werden kann und eine elektrisches Ansteuersignal über die Kommunikationsschnittstelle empfangen und an den Aktoreingang übertragen werden kann.

Mit anderen Wort wird die eigentliche Regelaufgabe von der Dosiereinrichtung an den entfernten Server übertragen. Die Dosiereinrichtung selbst muss daher lediglich in der Lage sein, das am Sensorausgang anliegende elektrische Messsignal an den entfernten Server zu übertragen und ein entsprechendes elektrisches Ansteuersignal für den Aktoreingang vom entfernten Server zu empfangen. Die Kommunikationsschnittstelle ist vorzugsweise eine Netzwerkschnittstelle, d. h. eine Schnittstelle, die Sensor und Aktor Zugang zu einem Rechnernetz ermöglichen. In diesem Fall muss auch der entfernte Server eine entsprechende als Netzwerkschnittstelle ausgebildete Kommmunikati- onsschnittstelle aufweisen, um dem Server ebenfalls Zugang zu dem Rechnernetz zu ermöglichen. So könnte bspw. ein Dosiersystem mindestens eine der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtungen und einen entfernt zur Dosiereinrichtung angeordneten Server mit einer Dosiereinrichtungssoft- ware umfassen, wobei die Dosiereinrichtungssoftware eine Regeleinrichtung verwirklicht, in welcher das über die Kommunikationsschnittstelle übertragene elektrische Messsignal mit einer Sollwertkurve verglichen, daraus eine Stellgröße errechnet und die Stellgröße als elektrisches Ansteu- ersignal über die Kommunikationsschnittstelle an den Aktoreingang übertragen wird. Der entfernt angeordnete Server muss nicht im selben Raum wie die Dosiereinrichtung angeordnet sein, sondern kann bspw. im Nachbarraum oder in irgendeinem beliebigen Raum, der eine entsprechende Prozessleitstelle aufweist, angeordnet sein. Besonders bevorzugt ist die Kommunikationsschnittstelle derart ausgebildet, dass sie über das Internet kommunizieren kann, sodass der entfernte Server an einem beliebigen Ort, z.B. bei dem Dosiereinrichtungshersteller angeordnet sein kann. Insbesondere im letzteren Fall kann das Dosiersystem eine Vielzahl von Dosiereinrichtungen aufweisen, die alle mit dem entfernt angeordneten Server kommunizieren. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Sensor einen Sensorbetriebseingang für ein elektrisches Betriebssignal auf, wobei eine Betriebssignalerzeugungseinrichtung vorgesehen ist, welche ein elektrisches Betriebssignal erzeugen kann und mit dem Sensorbetriebseingang verbunden ist, wobei die Betriebssignalerzeugungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie über die Kommunikationsschnittstelle mit einem entfernt angeordneten Server kommunizieren kann.

Ist der Sensor ein amperometrischer Sensor, wie z.B. ein Chlorsensor, so kann beispielsweise ein Aktivierungsbetrieb gestartet werden. Die Art der Aktivierung kann von verschiedenen Faktoren, wie z.B. dem speziellen Anwendungsfall, der Art des zu fördernden Mediums, dem zeitlichen Konzentrationsverlauf oder dem Alter des Sensors abhängen. Dadurch, dass die Betriebssignalerzeu- gungseinrichtung mit einem entfernt angeordneten Server kommunizieren kann, kann die entsprechende Betriebsspannung von dem entfernt angeordneten Server bestimmt werden.

Stellt sich bspw. nach Auslieferung der Dosiereinrichtung mit einem entsprechenden Sensor heraus, dass nach einer gewissen Betriebszeit des Sensors die Stärke des Messsignals nachlässt, so kann durch Kommunikation mit dem entfernt angeordneten Sensor der Aktivierungsbetrieb zur Erhöhung des Messsignals ausgelöst werden.

Der Sensor kann in einer bevorzugten Ausführungsform in der Dosierkammer angeordnet sein. Alternativ kann der Sensor eine Betriebsgröße des Antriebes des Verdrängungselementes erfassen. Betriebsgrößen des Aktors können beispielsweise die Position des Verdrängungselementes oder die Spannung oder der Strom am Aktor sein.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Dosiereinrichtung einen weiteren Sensor zur Erfassung einer weiteren physikalischen oder chemischen Messgröße auf, der ebenfalls einen Sensorausgang für ein elektrisches Messsignal aufweist und derart ausgebildet ist, dass er die weitere physikalische oder chemische Messgröße erfasst, in ein elektrisches Messsig- nal umsetzt und dieses am Sensorausgang zur Verfügung stellt, wobei der weitere Sensor und die Kommunikationsschnittstelle derart ausgebildet sind, dass ein am Sensorausgang des weiteren Sensor anliegendes elektrisches Messsignal über die Kommunikationsschnittstelle an den entfernt angeordneten Server übertragbar ist. Der auf dem entfernt angeordneten Server bereitgestellten Dosiereinrichtungssoftware liegt somit die Information über den Wert einer weiteren physikalischen oder chemischen Messgröße vor. Diese Information kann bspw. in die Regeleinrichtung integriert werden. Sie kann stattdessen oder zusätzlich auch für eine Notabschaltung oder eine Alarmierung verwendet werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine Notfalleinrichtung vorgesehen, welche detektiert, ob die Dosiereinrichtung über die Kommunikationsschnittstelle mit einem entfernten Server kommuniziert und, falls keine Kommunikation oder länger als ein vorbestimmtes Zeitintervall keine Kommunikation detektiert wird, eine Notabschaltung initiiert.

Da die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung eine kontinuierliche Verbindung mit dem entfernten Server voraussetzt, kann die Notfalleinrichtung die entsprechende Dosierfunktion unterbrechen, wenn aus irgendeinem Grund die Verbindung zu dem entfernt angeordneten Server ausfällt. Alternativ dazu könnte die Notfalleinrichtung auch eine entsprechende Notfallregelung aufweisen. Diese Notfallregelung muss ohne eine Verbindung zum entfernt angeordneten Server erfolgen. Beispielsweise könnte die Notfallregelung ein zuletzt von dem entfernt angeordneten Server empfangenes Muster des elektrische Ansteuersignais an den Aktoreingang übertragen. Ist beispielsweise der Aktor die Magnetspule des Magnetantriebs einer Dosierpumpe, so wird im Normalbetrieb vom entfernt angeordneten Server ein zeitlich variierendes Ansteuersignal (Signalmuster) empfangen und an den Aktoreingang übertragen. Im Falle einer Notfallregelung könnte das zuletzt empfangene zeitlich variierende Ansteuersignal weiter verwendet werden. Eine aktuelle Anpassung des Signalmusters könnte dann während der Notfallregelung zwar nicht erfolgen, in der Regel sind die Verbindungsunterbrechungen jedoch nur kurzzeitig, so dass sobald die Verbindung wieder be- steht, der entfernt angeordnete Server seine Aufgabe wieder übernehmen kann. Alternativ könnte in der Dosierpumpe auch eine Referenzhubfrequenz abgelegt sein und im Falle der Notfallregelung die Dosierpumpe mit der Referenzhubfrequenz betrieben werden. Falls gewünscht, kann für den Fall, dass die Verbindung zum entfernt angeordneten Server länger als eine vorbestimmte Zeitdauer unterbrochen ist, die Notfallregelung abgebrochen und eine Notabschaltung vorgenommen werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Server eine Remote-Access-Schnittstelle auf, über die von einem externen Gerät mit der Dosiereinrichtungssoftware kommuniziert werden kann, wobei vorzugsweise die Remote-Access-Schnittstelle eine Webschnittstelle ist. Insbeson- dere dann, wenn der entfernt angeordnete Server in einem nicht zugänglichen Serverraum oder sogar beim Hersteller der Dosiereinrichtung angeordnet ist, kann vom die Dosiereinrichtung verwendenden Kunden über die Remote-Access-Schnittstelle auf die Software zugegriffen werden und entsprechende Informationen abgerufen werden. So kann bspw. auf einem PC, einem Smart- phone oder einem Tablet-Computer Informationen über die gemessenen physikalischen oder chemischen Messgrößen visualisiert werden. Zudem kann über die Remote-Access-Schnittstelle die gewünschte Dosiergeschwindigkeit eingestellt werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Dosiereinrichtungssoftware eine Alar- mierungseinrichtung auf, die in der Lage ist, eine Alarmmeldung an ein externes Gerät zu senden. Stellt bspw. die Dosiereinrichtungssoftware auf dem entfernt angeordneten Server fest, dass die erfasste physikalische oder chemische Messgröße zu stark von den erwartenden Messgrößenwert abweicht, so kann sie den Benutzer der Dosiereinrichtung entsprechend alarmieren, bspw. durch versenden einer SMS oder einer E-Mail oder durch Posten einer entsprechenden Twittermeldung.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Server einen Datenlogger auf, der mit der Dosiereinrichtungssoftware kommunizieren kann. In dem Datenlogger werden alle verfügbaren Daten, die die Dosiereinrichtung betreffen, abgelegt. So kann dem Datenlogger entnommen werden, welche Laufzeit die Dosiereinrichtung hat und welche Einsatzbedingungen, wie z.B. Dosiergeschwindigkeit und Förderdruck bei der verwendeten Dosierapplikation vorlagen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Server eine Wartungsschnittstelle auf, über die von einem Wartungsserver auf den Server zugegriffen werden kann. Über den Wartungsserver kann bspw. der Inhalt des Datenloggers abgerufen werden. Zudem ist es möglich, die Dosiereinrichtungssoftware auszutauschen oder bestimmte Funktionalitäten der Software freizuschalten. So ist es bspw. denkbar, dass eine Dosieranlage mit einer Mehrzahl von Dosiereinrichtungen ausgestattet ist, die allesamt mit einem auf dem Gelände der Dosieranlage angeordneten Server, auf dem die Dosiereinrichtungssoftware abgelegt ist, verbunden sind. Ein entsprechender Wartungsserver kann dann bei dem Dosiereinrichtungshersteller angeordnet sein. Mit Hilfe des Wartungsservers kann dann auf einer Vielzahl von Servern zugegriffen werden, wobei bspw. die Dosierein- richtungssoftware ausgetauscht werden kann und/oder der Inhalt des Datenloggers ausgelesen werden kann, wobei die Server ihrerseits wieder eine Mehrzahl von Dosiereinrichtungen regeln.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform. Es zeigen:

Figur 1 den schematischen Aufbau von Dosiereinrichtungen des Standes der Technik und Figur 2 den schematischen Aufbau eines Dosiersystems mit einer Dosiereinrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer Dosiereinrichtung 1 des Standes der Technik gezeigt. Die Dosiereinrichtung 1 umfasst zumindest einen entsprechenden Aktor 2, mit dessen Hilfe das Verdrängungselement angetrieben werden kann. Zudem können ein oder mehrere Sen- soren 3 vorgesehen sein. Beispielsweise kann ein Sensor zur Messung eine pH-Wertes vorhanden sein. Innerhalb der Dosiereinrichtung muss Hard- und Software vorgesehen sein, die die Aktoransteuerung 4, die Sensordatenerfassung 5, die eigentliche Regelungsaufgabe 6, die Rechenleistungsbereitstellung 7, die Ansteuerung von sonstigen Ein- und Ausgängen 8, die Ablaufsteuerung 9, ggf. weitere Funktionen, wie z.B. Datalogging und Datenvisualisierung 10, sowie eine entspre- chende Benutzerführung 1 1 bereitstellt.

Es ist sofort ersichtlich, dass sich die Funktionalitäten 4 bis 1 1 unter Umständen ändern können. In diesem Fall muss die entsprechende Software ersetzt werden, was jedoch in Abhängigkeit von der bereitgestellten Hardware nicht immer möglich ist. Daher wird bei den bekannten Dosierein- richtungen meist mehr Rechenleistung bereitgestellt als notwendig ist, um für zukünftige Firmwareupdates gewappnet zu sein. Dennoch ist der Aufwand, mit der Firmwareaktualisierung hoch und nicht immer ist sichergestellt, dass die bei der Herstellung der Dosiereinrichtung bereitgestellte Rechenleistung tatsächlich später auch ausreicht. Erfindungsgemäß wird daher das in Figur 2 gezeigte System vorgeschlagen. Die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung 12 besteht hier aus einem Sensor 13 und einem Aktor 14 sowie ggf. einer Notlaufregelung 15. Sowohl der Sensor 13 als auch der Aktor 14 sind vernetzbar, d.h. können über eine Kommunikationsschnittstelle mit einem Server 16, der entfernt angeordnet ist, kommunizieren. Der Server, der bspw. virtualisiert sein kann, ist zuständig für die Rechenleistungsbereitstel- lung 17, die Ablaufsteuerung 18, die Regelungsaufgabe 19, stellt einen Webserver 20 zur Verfügung, erlaubt Softwareupdates 21 und kann ggf. vom Kunden zusätzlich erworbene weitere Funktionalitäten 22 freigeben. Der entfernt angeordnete Server 16 kann zusätzliche Internetdienste 23 aufnehmen, kann eine Verbindung zu einem Web-SPS-Systems 24, einem Datalogger 25 aufweisen. Zudem kann ein Wartungsserver 26 vorgesehen sein. Des Weiteren kann eine Alarmierung 27 erfolgen sowie über eine Remote-Access-Schnittstelle 28 eine Visualisierung von Daten bspw. über PC, Smartphone oder einen Tablet-Computer erfolgen. B e z u g s z e i c h e n

1 Dosiereinrichtung

2 Aktor

3 Sensor(en)

4 Aktoransteuerung

5 Sensordatenerfassung

6 Regelungsaufgabe

7 Rechenleistungsbereitstellung

8 Ansteuerung von sonstigen Ein- und Ausgängen

9 Ablaufsteuerung

10 Datalogging und Datenvisualisierung

1 1 Benutzerführung

12 Dosiereinrichtung

13 Sensor

14 Aktor

15 Notlaufregelung

16 Server

17 Rechenleistungsbereitstellung

18 Ablaufsteuerung

19 Regelungsaufgabe

20 Webserver

21 Softwareupdates

22 weitere Funktionalitäten

23 zusätzliche Internetdienste

24 Web-SPS-System

25 Datalogger

26 Wartungsserver

27 Alarmierung

28 Remote-Access-Schnittstelle