BOLLSCHWEILER, Hans, Reinhold (2 Rue Honoré Labande, Monaco, Monaco, MC-98000, MC)
| Patentansprüche Dosiervorrichtung zum Beschicken von Vorrichtungen wie z. B. Extruder, Spritzgussmaschinen oder dergleichen, mit Schüttgütern wie Pellets, Spänen, Granulaten, Pulvern, Flakes, Körnern, Mehl oder dergleichen, mit einem Gehäuse (1), das auf je zwei gegenüberliegenden Seiten kreisrunde Anschlussöffnungen (2, 3 bzw. 4, 5) aufweist, deren Mittelpunkte jeweils paar- weise koaxial zueinander angeordnet sind und die sprunglos in Kanäle (6) mit jeweils gleichem Durchmesser einmünden, deren Längsachsen (10, 11 ) entsprechend jeweils paarweise koaxial zueinander angeordnet sind, wobei von oben das Schüttgut über einen Anschlussstutzen mit gleichem Durchmesser sprunglos in einen Zuführkanal (6) zuförderbar ist und seitlich am Gehäuse (1 ) eine Antriebsmotoreinheit (34) über eine Förderschnecke (20) angeordnet ist, die fliegend an einem kegelstumpfförmigen Dichtkörper (22) angeordnet ist, der mit einem Außenteil (21) sprunglos entsprechend der Durchdringungskurve des hier vorgesehenen seitlichen Kanals und des ihn mit seiner Längsachse (10) orthogonal durchdringenden vertikalen Zuführka- nals (6) mit der Innenwand des vertikalen Zuführkanals (6) abschließt und mit einem in Achsrichtung der Förderschnecke (20) angeordneten, im Gehäuse (1) angeordneten Innenteil (22) axiale und radiale Beanspruchungen der Förderschnecke (20) aufnimmt. 2. Dosiervorrichtung zum Beschicken von Vorrichtungen wie z. B. Extruder, Spritzgussmaschinen oder dergleichen, mit Schüttgütern wie Pellets, Spänen, Granulaten, Pulvern, Flakes, Körnern, Mehl oder dergleichen, mit einem Gehäuse (1 ), dass auf je zwei gegenüberliegenden Seiten kreisrunde Anschlussöffnungen (2, 3 bzw. 4, 5) aufweist, deren Mittelpunkte jeweils paarweise koaxial zueinander angeordnet sind und die sprunglos in Kanäle (6) mit jeweils gleichem Durchmesser einmünden, deren Längsachsen (10, 11 ) entsprechend jeweils paarweise koaxial zueinander angeordnet sind, wobei von oben das Schüttgut über einen Anschlussstutzen mit gleichem Durchmesser sprunglos in einen Zuführkanal (6) zuförderbar ist und seitlich am Gehäuse (1 ) eine Antriebsmotoreinheit (34) für eine Förderschnecke (20) angeordnet ist, die fliegend an einem kegelstumpfförmigen Dichtkörper (21 , 22) angeordnet ist, der mit einem Außenteil (21 ) sprunglos entsprechend der Durchdringungskurve des hier vorgesehenen seitlichen Kanals und des ihn mit seiner Längsachse (10) orthogonal durchdringenden vertikalen Zuführkanals (6) mit der Innenwand des vertikalen Zuführkanals (6) mit dem Außenteil (21 ) abschließt und mit einem in Achsrichtung der Förderschnecke (20) angeordneten, im Gehäuse (1 ) angeordneten Innenteil (22) axiale und radiale Beanspruchungen der Förderschnecke (20) aufnimmt, wobei der Dichtkörper (21 , 22) zweiteilig ausgebildet ist, und der eine, als Innenteil (22) ausgebildete Teil kegelstumpfförmig mit einem äußeren Ringflansch (28) und Befestigungsmitteln in einem dem Gehäuse (1) zugeordneten Außenteil (21) form- schlϋssig angeordnet und über einen äußeren Ringflansch (28) und Befesti- gungsmitteln mit dem Außenteil (21 ) einstückig verbunden ist, wobei das ke- gelstumpfförmige Innenteil (22) eine als Gegendruckkörper ausgebildete radiale und axiale Lagerung für die Förderschnecke (20) bildet, wobei das Außenteil (21 ) mit seinem in den Zuführkanal (6) eindringenden Körperteil entsprechend der Durchdringungskurve eine sprunglose Formgestaltung (Man- telfläche 27) mit der Zylinderwand des Zuführkanals (6) bildet. 3. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (21 ) wenigstens eine, vorzugsweise zwei mit axialem Abstand zueinander angeordnete, in Ringnuten (24) vorgesehene Dichtungen aufweist, die das Außenteil (21) gegenüber dem Gehäuse (1) schüttgutdicht nach innen und außen abdichten. 4. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (21) ebenso wie das Innenteil (22) je eine ihn axial durchset- zende Durchgangsöffnung (26 bzw. 30) aufweisen, und dass die Durchgangsöffnung (26 bzw. 30) des Innenteils (22) und des Außenteils (21 ) koaxial zueinander angeordnet sind und von einem Längenabschnitt (42) für die Förderschnecke (20) durchsetzt sind. 5. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der darauf folgenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass der das Innenteil (22) durchdringende Längenabschnitt (42) der Förderschnecke (20) mit einem Kupplungsteil versehen ist, das mit einem Antriebsteil des Antriebsmotors (34) formschlüssig durch Schwenkbewegung in und außer Eingriff bringbar ist. 6. Dosiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmotoreinheit (34) mit dem Kupplungsteil um eine am Gehäuse (1) angeordnete Schwenkachse (35) schwenkbeweglich angeordnet und durch einen Schnellverschluss (38), z. B. einen Kniehebelgelenkverschluss, in Kupplungsstellung arretierbar ist. 7. Dosiervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (38) durch ein Kniehebelgelenk gebildet ist. 8. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der darauf folgenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (20) in einem auswechselbaren Reduzierrohr (14) angeordnet ist, das eine Längsnut (16) aufweist, in die eine von außen einschraubende Arretierschraube (17) mit ihrer Kuppe eingreift. 9. Dosiervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduzierrohr (14) an seinem dem Zuführkanal (6) zugewandten Ende formmäßig derart ausgebildet ist, dass diese Form (19) mit der Durchdringungskurve des Zuführkanals (6) eine sprunglose Oberfläche bildet. 10. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der darauf folgenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Gehäuses (1 ) ein Absperrschieber (7) in Führungen angeordnet ist, der die untere Öffnung (4) verschließt. 11. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 10, da- durch gekennzeichnet, dass der Gegendruckkörper (33) in axialer Projektionsrichtung des Zuführkanals (6) außerhalb der Umgrenzung dieses Zuführkanals (6) angeordnet ist oder nur mit einem geringen axialen Längenabschnitt in dem Zuführkanal (6) angeordnet ist. 12. Dosiervorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotoreinheit (34) mehrere, vorzugsweise zwei diametral gegenüberliegende, als Andrückstücke (40) ausgebildete Körper einstückig zugeordnet sind, die gegen das Innenteil (22) des Dichtkörpers (21 ) einwirken und diesen in der Anschlussöffnung (4) des Gehäuses (1) arretieren. |
Beschreibung
Gattung
Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung zum Beschicken von Vorrichtungen wie z. B. Extruder, Spritzgussmaschinen oder dergleichen, mit Schüttgütern wie Pellets, Spänen, Granulaten, Pulvern, Flakes, Körnern, Mehl oder dergleichen.
Stand der Technik
Dosiervorrichtungen dieser Art gehören zum Stand der Technik. Sie werden zum Beispiel zum Beschicken von Mischern, Mühlen und dergleichen mit Granulat wie Kunststoffgranulaten oder dergleichen verwendet, beispielsweise auch um Farbkomponenten zu mischen. Die Zuführung erfolgt in der Regel über einen Trichter oder Zuführschlauch, der über einen Flansch an ein Gehäuse angeschlossen ist, das an der Anschlussstelle eine quadratische oder annähernd quadratische Ausbildung besitzt. Infolgedessen kommt es hier zu toten Zonen, in denen sich Nester bilden können, die den Materialfluss und damit den Durchfluss des zu fördernden Materials behindern. Auch die in den vertikalen Zuführkanal hineinragende Lagerung der Förderschnecke stört den Durchfluss des Schüttguts ebenfalls, da hier Schüttgut liegen bleiben oder festkleben kann, so dass auch hierdurch die Entleerung des Zuführkanals und damit ein ungestörter Durchfluss des Schüttguts behindert wird.
Aus der DE 196 29 824 A1 ist eine Fördereinrichtung für pulver- oder granulatför- mige Feststoffe vorbekannt mit einer ein- oder mehrwelligen Förderschnecke und einem Aufgabeschacht, wobei zwischen dem Gehäuse der ein- oder mehrwelligen Förderschnecke und dem Aufgabeschacht ein die Schnecke(n) umschließendes Befeuchtungsbauteil zur Eindosierung einer Flüssigkeit in den Schneckenraum angeordnet ist, das aus einem Gehäusering mit mindestens einer Flüssigkeitszuführung und einem in dem Gehäusering einschiebbaren ringförmigen Düsenein- satz besteht, wobei zwischen dem Gehäusering und dem Düseneinsatz ein mit der Flüssigkeitszuführung verbundener Ringraum verbleibt. Der Düsenseinsatz ist mit Düsenbohrungen versehen, die den Ringraum mit dem Schneckenraum verbinden. Die Innenkontur des Düseneinsatzes ist kreisförmig, wobei die Bohrungen gleichmäßig über den Umfang verteilt entlang der Innenkontur angeordnet sind. Die Innenkontur des Düseneinsatzes ist brillenförmig gestaltet und dem Schneckenraum angepasst. Dabei sind die Düsenbohrungen am Düseneinsatz im Wesentlichen achsenparallel ausgeführt, wobei an dem Gehäusering eine ringför- mige, schräg stehende Leitfläche derart angeordnet ist, dass die aus den Düsenbohrungen austretenden Flüssigkeitsstrahlen auf die Leitflächen auftreffen und von dort in den Schneckenraum umgelenkt werden. Die Leitfläche sind unter einem Winkel von 30° bis 45° gegen die Achse angebracht. Hierdurch soll die Be- feuchtung vereinfacht werden, wobei das Produkt reproduzierbar und gleichmäßig befeuchtet werden kann. Im Übrigen könne man die Befeuchtung kontinuierlich vornehmen bei geringer Staubentwicklung.
Aus der GB 2 182 628 A ist eine Vorrichtung zum kontrollierbaren Zuführen von Granulat vorbekannt. Hierzu weist ein rohrförmiges Gehäuse ein mit seiner Längsachse orthogonal dazu angeordnetes Zuführrohr auf, auf dem ein Trichter angeordnet ist. Ein Motor treibt eine in dem rohrförmigen Rohr angeordnete Förderschnecke an, die in ein auf der gegenüberliegenden Seite des Zufuhrrohres, ebenfalls mit seiner Längsachse orthogonal zur Längsachse der Förderschnecke angeordnetes Auslassrohr austrägt.
Die GB 666,686 A beschreibt eine Vorrichtung zum Transportieren von brennbarem Material, zum Beispiel Koks oder Kohle in einem rohrförmigen Gehäuse mit einem schneckenartigen, motorisch angetriebenen Element, dem durch einen Fördertrichter von oben das Fördergut zugeführt wird. Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dosiervorrichtung gemäß der vorausgesetzten Gattung derart auszugestalten, dass sie bei allen in Betracht kom- menden Schüttgütern, auch bei leichtem Mahlgut wie bei schwerfließenden Mahlgütern hohe Förderleistungen ermöglicht.
Lösung
Die Aufgabe wird durch die in Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2 wiedergegebenen Merkmale gelöst.
Einige Vorteile
Eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung besitzt einen kreisrunden, zylindrischen, vertikal verlaufenden Zuführkanal, der keine den Fluss störende Kanten oder Übergänge aufweist. Der Zuführtrichter oder Zuführschlauch ist so gearbeitet, dass er zum Zuführkanal hin den gleichen Radius, wie der Zuführkanal in dem Gehäuse an der Anschlussöffnung aufweist, so dass er genau mit der Peripherie des Zuführkanals sprunglos koaxial anschließt. Lediglich das als kegel- stumpfförmiger Dichtkörper ausgebildete Rückdrucklager für die Förderschnecke kann etwas horizontal in den Zuführkanal hineinragen. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des als konischer Dichtkörper ausgebildeten Rückdrucklagers kann hier kein Material liegen bleiben. Dadurch, dass der vertikale Zuführkanal auch unterhalb der Förderschnecke mit gleichem Durchmesser zylindrisch bis zu einem Entleerungsschieber fortgeführt wird, ist eine saubere und schnelle Entleerung des Zuführkanals auf einfache Art und Weise möglich.
Eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung kann zur Beschickung von z. B. Extrudern, Spritzgussmaschinen, von Mischern, Mühlen, zum Beispiel auch in Mischanlagen für große Mengen Granulat und/oder sehr leichtem Mahlgut, verwendet werden, oder als Speisegerät für unterfütterte Fahrweise bzw. für Fahrweise vom vollen Trichter dienen.
Besonders vorteilhaft ist, dass die Dosiervorrichtung nach der Erfindung nicht nur für hohe Leistungen von zum Beispiel 4000 bis 8000 kg/h, vorzugsweise 6600 kg/h, sondern vor allem auch für die Dosierung von sehr leichtem Mahlgut geeignet ist. Durch den großen Einzug und den entsprechenden Trichter-Auslauf können auch schwerfließende Mahlgüter verarbeitet werden.
Da durch die besondere Ausgestaltung des vertikalen Zufuhrkanals auch eine schnelle Entleerung möglich ist, lässt sich eine Dosiervorrichtung auch entsprechend schnell reinigen. Dies ermöglicht einen raschen Materialwechsel. Zum Schneckenwechsel kann der Motor mit Schnellverschlüssen problemlos weggeklappt werden.
Weitere erfinderische Ausgestaltungen
Weitere erfinderische Ausgestaltungen sind in den Patentansprüchen 3 bis 12 beschrieben, die auch eigenständige Lösungen der Aufgabe darstellen. Bei Ausgestaltung gemäß Patentanspruch 3 ergibt sich eine schüttgutdichte Abdichtung durch den Dichtkörper selbst im Zusammenhang mit diesen zugeordneten Dich- tungen.
Patentanspruch 4 ermöglicht eine zuverlässige, fliegende Lagerung der Förderschnecke.
Patentanspruch 5 beschreibt eine vorteilhafte Ausführungsform.
Wird eine Dosiervorrichtung gemäß Patentanspruch 6 ausgestaltet, so lässt sich der Antriebsmotor mit dem Kupplungsteil in einfacher Weise nach Lösen eines Schnellverschlusses seitlich wegschwenken und damit außer Kupplungsstellung und durch eine entgegengesetzte Schwenkstellung und Anbringung der Schnellverschlüsse auch wieder in Kupplungsstellung bringen. Dadurch lassen sich War- tungs- und Reinigungsarbeiten schnell und problemlos durchführen. Bei der Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 7 sind die Schnellverschlüsse als Kniehebelgelenke ausgebildet, die eine zuverlässige und schnelle Bedienung ermöglichen.
Durch die Verwendung von Reduzierrohren unterschiedlichen Durchmessers lassen sich auch Förderschnecken unterschiedlich ausgestalten und damit unterschiedliche Charakteristiken und Fördereigenschaften je nach dem zu fördernden Schüttgut einsetzen. Die Längsnut ermöglicht hierdurch zusammen mit der Arre- tierschraube eine verdrehsichere Arretierung in dem Anschlussstutzen des Gehäuses - Patentanspruch 8.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform nach Patentanspruch 9, bei welcher das Ende des Reduzierrohres, dass dem Zuführkanal zugewandt ist, ent- sprechend der Durchdringungskurve gestaltet ist, so dass sich hier keine Schüttgutnester bilden können, sondern der Durchfluss reibungsarm vonstatten geht.
Die Dosiervorrichtung nach Schutzanspruch 10 weist an der Unterseite des Gehäuses einen Absperrschieber auf, der in Führungen angeordnet ist, und der eine schnelle Entleerung und damit Reinigung der Dosiervorrichtung ermöglicht. Auch bei der Ausführungsform nach Patentanspruch 11 ergibt sich ein glatter Durchlauf für das zugeführte Schüttgut, weil der als Rückdrucklager ausgebildete Gegendruckkörper in axialer Projektion des Zuführkanals gesehen außerhalb oder annähernd außerhalb der Umgrenzung dieses Zuführkanals angeordnet ist.
Patentanspruch 12 beschreibt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung.
In der Zeichnung ist die Erfindung - teils schematisch - beispielsweise veran- schaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Dosiervorrichtung gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung, ohne Zuführtrichter;
Fig. 2 die aus Fig. 1 ersichtliche Dosiervorrichtung, ebenfalls perspektivisch dargestellt, teils aufgeschnitten, ohne unteren Absperrschieber;
Fig. 3 einen teilweise axialen Längsschnitt in Richtung der Linie III - III der
Fig. 1 ;
Fig. 4 ein kegelstumpfförmiges Innenteil eines zweiteiligen Dichtkörpers im axialen Längsschnitt; Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A der Fig. 4;
Fig. 6 das aus den Fig. 4 und 5 ersichtliche kegelstumpfförmige Innenteil des Dichtkörpers in perspektivischer Darstellung;
Fig. 7 ein als Außenring ausgebildetes Außenteil des Dichtkörpers, ebenfalls im axialen Längsschnitt;
Fig. 8 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B der Fig. 7;
Fig. 9 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles C der Fig. 7;
Fig. 10 das aus den Fig. 7 bis 9 ersichtliche Außenteil des Dichtkörpers in per- spektivischer Darstellung, von der Innenseite her gesehen;
Fig. 11 das aus Fig. 10 ersichtliche als Außenring ausgebildete Außenteil des Dichtkörpers in Blickrichtung des Pfeiles D der Fig. 10;
Fig. 12 ein Gehäuse mit materialmäßig einstückigem Anschlussstutzen für eine Förderschnecke in der Draufsicht; Fig. 13 einen Axialschnitt nach der Linie XIII - XIII der Fig. 12;
Fig. 14 ein Reduzierrohr im Längsschnitt;
Fig. 15 das aus Fig. 14 ersichtliche Reduzierrohr in perspektivischer Darstellung;
Fig. 16 das aus Fig. 14 ersichtliche Reduzierrohr in der Draufsicht und
Fig. 17 eine Förderschnecke, teils im axialen Längsschnitt, teils in der Ansicht.
Mit dem Bezugszeichen 1 ist ein Gehäuse bezeichnet, das auf je zwei gegenüberliegenden Seiten kreisrunde Anschlussöffnungen 2, 3 bzw. 4, 5 aufweist. Die Mittelpunkte der Anschlussöffnungen 2, 3 einerseits sowie 4, 5 andererseits sind jeweils koaxial zueinander angeordnet. Die Radien der Anschlussöffnungen 2, 3 sowie 4, 5 sind bei der dargestellten Ausführungsform gleich groß. Außerdem münden die Anschlussöffnungen 2, 3 einerseits sowie 4, 5 andererseits in Kanäle oder Kanalabschnitte mit gleich großem Durchmesser wie die zugehörigen An- Schlussöffnungen 2, 3 bzw. 4, 5, was bedeutet, dass die Anschlussöffnungen sprunglos und somit glattwand ig, zylindrisch in die entsprechenden Kanäle oder Kanalabschnitte einmünden. An den Anschlussöffnungen 2 ist ein nicht darge- stellter Trichter oder dergleichen zum Zuführen von Schüttgütern angeordnet, deren Mündungsöffnung koaxial zu der Anschlussöffnung 2 ausgerichtet ist und dessen Ausströmöffnung den gleichen Durchmesser wie die Anschlussöffnung 2 aufweist, so dass sich ein sprungloser Übergang von dem Zuführtrichter oder der sonstigen hier vorgesehenen Zuführungseinrichtung, z. B. Zuführschlauch, in die Anschlussöffnung 2 und den sich daran anschließenden vertikalen Zuführkanal 6 ergibt. An der Unterseite dieses Zuführkanals 6 ist bei der dargestellten Ausführungsform ein in Führungen orthogonal zur Längsachse des Zuführkanals 6 verschieblich angeordneter Absperrschieber 7 (Fig. 1 ) in Gleitführungen längsverschieblich angeordnet, der die untere Anschlussöffnung 3 schüttgutdicht verschließt, aber auch die Anschlussöffnung zu einem Auslassstutzen 8 (Fig. 1 , 2 und 3) freigeben kann, damit Material aus dem Gehäuse 1 , insbesondere aus dem Zuführkanal 6, rasch entfernt werden kann, um zum Beispiel Materialwechsel vornehmen zu können.
Mit dem Bezugszeichen 9 ist ein Sicherungsgitter bezeichnet, dessen Maschenweite so bemessen ist, dass ein Hineinfassen in den Auslassstutzen 8 und damit in den Zuführkanal 6 nicht möglich ist.
Die Längsachse 10 des Zuführkanals 6 einerseits, die durch die Mittelpunkte der Anschlussöffnungen 2 und 3 verläuft und die Längsachse 11 , die durch die Mit- telpunkte der Anschlussöffnungen 4, 5 andererseits verläuft, schneiden sich orthogonal vorzugsweise in der Mitte des Zuführkanals 6 innerhalb des Gehäuses 1.
Mit der Anschlussöffnung 5 des Gehäuses 1 ist ein bei der dargestellten Ausfüh- rungsform materialmäßiger Anschlussstutzen 12 verbunden, der aber auch mit einem nicht dargestellten Flansch schüttgutdicht angeflanscht und abgedichtet sein kann. Dieser Anschlussstutzen 12 ist bei der dargestellten Ausführungsform
(Fig. 1) außen mehreckig ausgebildet, weist allerdings in seinem Innern einen durchgehenden zylindrischen Kanal 13 auf, in dem ein Reduzierrohr 14 angeord- net ist. Das Reduzierrohr 14 kann aus einem geeigneten Kunststoff, zum Beispiel aus Polyamid, bestehen, das an seiner Außenseite zylindrisch ausgebildet ist (Fig.
14 bis 16).
Das Reduzierrohr 14 liegt mit seiner äußeren Mantelfläche 15 satt an der zylindri- sehen Innenwand des Kanals 13 des Anschlussstutzens 12 an. Das Reduzierrohr 14 weist an seiner in der Zeichnung gesehen oberen Seite eine Längsnut 16 auf, in die eine Arretierschraube 17 mit orthogonaler Längsachse zur Längsachse des Anschlussstutzens 12 von außen einschraubbar ist, um das Reduzierrohr 14 in der vorgesehenen Position zu führen und auch zu arretieren.
An seiner nach außen weisenden Stirnseite 18 ist das Reduzierrohr 14 mit einer orthogonal zur Längsachse des Anschlussstutzens 12 verlaufenden Wand verse- hen, die bündig mit der hier vorgesehenen Stirnseite des Anschlussstutzens 12 abschließt (Fig. 1 bis 3).
An seinem entgegengesetzten Ende weist dagegen das Reduzierrohr 14 eine Formgebung 19 auf, die der Durchdringungskurve des Reduzierrohres 14 und des Anschlussstutzens 12 in den Zuführkanal 6 entspricht, derart, dass die Formgebung 19 sprunglos und der Kanal 13 mit den Wandungen des Zuführkanals 6 abschließen, so dass sich hier keine Materialnester bilden können oder Materialtransport behindert wird. Die Wandung des Zuführkanals 6 ist an der Durchdrin- gungskurve praktisch glattwandig ausgebildet, so dass es zu einem ungestörten Materialfluss kommt.
Das Reduzierrohr 14 wird koaxial von einer Förderschnecke 20 durchgriffen, die fliegend in einem aus einem Außenteil 21 und einem Innenteil 22 bestehenden Dichtkörper im Bereich der Öffnung 4 gelagert ist. Der zweiteilige, aber funktionell einstückige, kegelstumpfförmige Dichtkörper, gebildet aus dem als Außenring ausgebildeten Außenteil 21 und dem kegelstumpfförmigen Innenteil 22 ist in der Anschlussöffnung 4 gelagert.
Das Außenteil 21 weist ein ringförmiges Teil 23 mit ein oder zwei axial beabstan- deten Nuten 24 zur Aufnahme je einer Dichtung auf, wobei ein flanschförmiges Teil 25 in einer entsprechenden ringförmigen Aussparung der hier vorgesehenen Stirnseite des Gehäuses 1 formschlüssig angeordnet ist und hier ebenfalls abgedichtet sein kann. Die Außenseite des ringförmigen Teils 25 kann bündig mit der hier vorgesehenen Außenseite des Gehäuses 1 abschließen.
Das Außenteil 21 weist eine kegelstumpfförmige Aussparung 26 zur formschlüssigen Aufnahme des kegelstumpfförmigen Innenteils 22 auf. Das flanschförmige Teil 25 kann über seinen Umfang mit mehreren Durchtrittsöffnungen zum Durchgreifen von Schraubbolzen versehen sein (nicht dargestellt), durch die sich das Außenteil 21 mit dem Innenteil 22 funktionell einstückig, aber lösbar, verbinden lässt.
Wie insbesondere aus den Fig. 7 sowie 10 und 11 zu erkennen ist, weist das als Außenring ausgebildete Außenteil 21 an seinem durch die Anschlussöffnung 4 in den Zuführkanal 6 hineinragenden Längenabschnitt eine Formgestaltung 27 auf, die der Durchdringungskurve in den hier vorgesehenen Anschlusskanal entspricht, derart, dass die Formgestaltung 27 des Außenteils 21 glattwandig und demgemäß sprunglos in den Zuführkanal 6 einmündet und mit der Zylinderwand des Zuführkanals sprunglos glattwandig abschließt und dadurch den Materialdurchfluss in keiner Weise behindert.
In der kegelstumpfförmigen Aussparung 26 des Außenteils 21 ist das Innenteil 22 formschlüssig angeordnet und bildet ein als Rückdrucklager ausgebildetes Gegendrucklager für die fliegende Lagerung der Förderschnecke 20. In der in Rieh- tung der Längsachse 10 von oben (in der Zeichnungsebene der Fig. 1 bis 3) gesehenen Blickrichtung ragt das kegelförmige Innenteil 22 gar nicht oder kaum in den lichten Querschnitt des Zuführkanals 6, so dass das Innenteil 22 ebenfalls den Materialdurchfluss durch den Zuführkanal 6 nicht behindert. Auf oder an dem In- nenteil 22 kann sich somit kein Material ansetzen oder Nester bilden.
Das Innenteil 22 weist ebenfalls einen Flansch 28 mit über seinen Umfang verteilten Durchgangsbohrungen 29 auf, von denen nur eine aus Gründen der Einfachheit bezeichnet wurde. Die verschiedenen Durchgangsbohrungen 29 können über den Umfang des Flansches 28 mit gleichmäßigen Winkelabständen angeordnet sein. Durch die Durchgangsbohrungen greifen Befestigungsschrauben, die das Innenteil 22 mit dem Außenteil 21 funktionell einstückig, aber lösbar zu einem einheitlichen Dichtkörper verbinden.
Das im wesentlichen kegelstumpfförmige Innenteil 22 besitzt eine zentrische Durchgangsbohrung 30, in der ein zylindrischer Längenabschnitt 31 (Fig. 17) der Förderschnecke 20 angeordnet ist, die mit einem Kragen 32, an der Stirnseite 33a des Innenteils 22 dicht anliegt und dadurch den Axialschub auf das Innenteil 22 überträgt. Dadurch erfolgt ebenfalls eine schüttgutdichte Lagerung der Förder- Schnecke 20. Wie man erkennt, ergibt sich durch die besondere Formgestaltung 19 des Endabschnittes des Reduzierrohres 14 und durch die Formgestaltung 27 des Außenteils 21 und durch die Formgestaltung des Innenteils 22 an seinem Konus 33 ein ungestörter Durchfluss für das Material, da der kreisrunde Zuführkanal 6 den gleichen Durchmesser wie die Anschlussöffnung 2 aufweist und sich keine störenden Kanten und Übergänge ergeben. Vielmehr ist der an die Anschlussöffnung 2 angeschlossene Reduzierzylinder oder dergleichen so gearbeitet, dass er zum Zuführkanal 6 und dessen Anschlussöffnung 2 hin den gleichen Radius hat, wie der Zuführkanal 6. Er schließt daher genau mit der Rundung also dem Durchmesser des Zuführkanals 6 ab. Lediglich das als Kegelstumpf ausgebildete und durch das Innenteil 22 gebildete Rückdrucklager für die Förderschnecke 20 ragt gar nicht oder nur zu einem geringen axialen Längenabschnitt mit seinem Konus 33 und dem Gegendrucklager für die Förderschnecke 20 horizontal in diesen Zuführkanal
6 hinein. Durch die Ausbildung des Gegendrucklagers als Kegelstumpf bleibt beim Entleeren des Zuführkanals 6 auf diesem Rückdrucklager kein Material liegen.
Durch die zylindrische Fortführung des kreisrunden Zuführkanals 6 mit gleichem Durchmesser auch unterhalb der Förderschnecke 20 bis zu dem Absperrschieber
7 ist eine saubere und schnelle Entleerung des Zuführkanals 6 einfach möglich.
Mit 34 ist eine Antriebsmotoreinheit für die Förderschnecke 20 bezeichnet, der ein Steuer- oder regelbarer Elektromotor zugeordnet ist. Die Steuerungs- oder Regelmittel, zum Beispiel eine speicherprogrammierbare Steuerung, sind nicht darge- stellt. Hierdurch lässt sich eine präzise Drehzahlregelung der Förderschnecke 20 mit hoher Drehzahlkonstanz bei linearem Regelverhalten erzielen. Durch geeignete Steuer- und Regelungsmittel ist eine sichere Reproduzierbarkeit der Einstellungen gegeben.
Die Antriebsmotoreinheit 34 ist über eine vertikale Schwenkachse 35, die in beabstandeten Lagern 36 bzw. 37 angeordnet sind, in Richtung X bzw. Y schwenkbar und durch Bajonettverschlüsse 38 am Gehäuse 1 schnell zu arretieren, aber auch wieder zu lösen. Die Antriebsmotoreinheit 34 besitzt eine Platte 39, der beabstandete Andrückstücke 40 bzw. 41 zugeordnet sind. Die Andrückstücke 40 und 41 wirken gegen das Innenteil 22 des zweiteiligen Dichtkörpers 21 , 22 und arretieren diesen in der Anschlussöffnung 4. Durch Wegschwenken der Antriebsmotoreinheit 34 ist somit nicht nur ein rascher Zugang und Austausch der Antriebsmotoreinheit 34 gegeben, sondern es lässt sich auch der Dichtkörper, beste- hend aus Innenteil 22 und den Außenteil 21 leicht und problemlos austauschen, ggf. zusammen mit der Förderschnecke 20, so dass sich die Dosiervorrichtung auch auf unterschiedliche Materialien durch Austausch unterschiedlicher Förderschnecken 20 und/oder des Reduzierrohres 14 bequem und schnell umrüsten lässt.
Die in der Zusammenfassung, in den Patentansprüchen und in der Beschreibung beschriebenen sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichen
1 Gehäuse
2 Anschlussöffnung
3 »
4
5
6 Zuführkanal
7 Absperrschieber
8 Auslassstutzen
9 Sicherungsgitter
10 Längsachse
11
12 Anschlussstutzen
13 Kanal
14 Reduzierrohr
15 Mantelfläche
16 Längsnut
17 Arretierschraube
18 Stirnseite 19 Formgebung
20 Förderschnecke
21 Außenteil
Dichtkörper 22 Innenteil
23 Teil, ringförmiges
24 Nut
25 Teil, flanschförmiges
26 Aussparung, kegelstumpfförmige 27 Formgestaltung
28 Flansch
29 Durchgangsbohrung 30
31 Längenabschnitt 32 Kragen
33 Konus, Gegendruckkörper 33a Stirnseite
34 Motor, Antriebsmotoreinheit, Motoranordnung
35 Schwenkachse 36 Lager
37
38 Bajonettverschluss, Schnellverschluss 39 Platte
40 Andrückstück 41
42 Längenabschnitt
A Ansichtsrichtung B C D X Schwenkrichtung der Antriebsmotoreinheit 34
