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Title:
DOUBLE-ACTING REFRIGERATION COMPRESSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/093160
Kind Code:
A1
Abstract:
The refrigeration compressor is a double-acting refrigeration compressor, comprising a piston (7), which is freely guided on two cylinder sections (41, 42) that are opposite each other and that cannot be moved relative to each other, and which has a flow channel (8) that extends internally through the piston (7), wherein each cylinder section (41, 42) and the piston (7) have at least one check valve (10, 11, 12) along the flow channel (8), wherein the check valves (10, 11, 12) are arranged in such a way that the flow directions thereof are oriented in the same direction.

Inventors:
SCHMIDT, Werner (Klingerstraße 1, Chemnitz, 09117, DE)
Application Number:
EP2012/050150
Publication Date:
July 12, 2012
Filing Date:
January 05, 2012
Export Citation:
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Assignee:
INFICON GMBH (Bonner Straße 498, Köln, 50968, DE)
SCHMIDT, Werner (Klingerstraße 1, Chemnitz, 09117, DE)
International Classes:
F04B25/02; F04B31/00; F04B39/00; F04B53/12; F04B53/14
Foreign References:
DE10125420C12002-10-24
GB421508A1934-12-21
US1500391A1924-07-08
DE102005038605A12006-03-09
US4051877A1977-10-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
VON KREISLER SELTING WERNER (Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1, Köln, 50667, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor mit einem frei an zwei einander gegenüberliegenden und relativ zueinander nicht beweglichen Zylinderabschnitten (41,42) geführten Kolben (7) mit einem innen durch den Kolben (7) hindurch verlaufenden Strömungskanal (8), wobei jeder Zylinderabschnitt (41,42) und der Kolben (7) entlang des Strömungskanals (8) jeweils mindestens ein Rückschlagventil (10, 11,12) aufweisen, wobei die Rückschlagventile (10,11,12) derart angeordnet sind, dass deren Durchströmungsrichtung gleichgerichtet ist.

2. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) und die Zylinderabschnitte (41,42) rotationssymmetrisch ausgebildet sind, wobei die Rückschlagventile (10,11,12) und der Strömungskanal (8) auf der Mittellängsachse des Kolbens (7) und der Zylinderabschnitte (41,42) angeordnet sind,

3. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderabschnitte (41,42) derart voneinander beabstandet sind, dass ein Bereich des Kolbens (7) von außerhalb der Zylinderabschnitte (41,42) frei zugänglich ist.

4. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kolben (7) und jedem Zylinderabschnitt (41,42) jeweils ein komprimierbares Arbeitsvolumen gebildet ist, welches an das Rückschlagventil (10,11, 12) des betreffenden Zylinderabschnitts (41,42) und an das Rückschlagventil (10, 11,12) des Kolbens (7) grenzt.

5. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) auf einer Stirnseite eine Niederdruck-Kompressionsfläche und auf der gegenüberliegenden Seite eine Hochdruck-Kompressionsfläche, die kleiner als die Niederdruck- Kompressionsfläche ist, aufweist.

6. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil des Kolbens (7) in der Hochdruck- Kompressionsfläche ausgebildet ist.

7. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) zwischen der Niederdruck- Kompressionsfläche und der Hochdruck-Kompressionsfläche eine Hilfskomp- ressionsfläche aufweist, die zusammen mit dem das Niederdruck- Arbeitsvolumen (4) bildenden Zylinderabschnitt (41,42) ein Hilfsvolumen (5) bildet.

8. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Zylinderabschnitt (41,42) als inverser Kolben (23) in dem Kolben (7) geführt ist.

9. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) berührungslos durch zwei gegenläufig arbeitende Elektromagnete angetrieben wird.

10. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) über eine Exzenterführung (61) durch einen Kurbeltrieb angetrieben wird.

11. Doppeltwirkender Kältemittelkompressor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) mit einer Kulissenbahn (73) in Form einer "8" versehen ist, in welche eine Nase (72) eines Rotationsantriebs (71) zum Antreiben des Kolbens (7) greift.

Description:
Doppeltwirkender Kältemittelkompressor

Die Erfindung betrifft einen doppeltwirkenden Kältemittelkompressor.

Im Bereich des Recycling von Kältemittel aus Kühlanlagen, insbesondere aus Klimaanlagen, ist der Einsatz externer Kompressoren erforderlich, die in der Lage sind, unter den am Einsatzort der Klimaanlage herrschenden Bedingungen das Kältemittel aus der Kühlanlage abzupumpen und in einen entsprechenden Transportbehälter umzufüllen.

Die erforderlichen Kompressoren müssen hierbei einen Gasdruck in der Flasche erzeugen, der oberhalb des Dampfdruckes des Kältemittels bei den jeweiligen Umgebungstemperaturen liegt. Dieser Gasdruck kann im Extremfall deutlich über die 30 bar hinausgehen, so dass für die weiteren Annahmen von einem Arbeitsdruck bis maximal 40bar ausgegangen wird.

Bei bekannten Recyclinggeräten zur Überführung des Kältemittels aus einer Kälteanlage in einen Recyclingbehälter ist das Recyclinggerät mit einem Kompressor und einer den Kompressor überbrückenden Bypassleitung versehen. Die Kompressorleitung und die Bypassleitung sind jeweils mit Ventilen versehen, wobei zunächst das druckbeaufschlagte Kältemittel durch die Bypassleitung in den Recyclingbehälter strömt. Nach erfolgtem Druckausgleich zwischen Recyclingbehälter und Kälteanlage wird das restliche Kältemittel über den Kompressor des Recyclinggeräts in den Recyclingbehälter überführt, wobei die Bypassleitung verschlossen ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kältemittelkompressor mit einfacher und kostengünstiger Bauausführung und mit der für die Kältemittelrückgewinnung erforderlichen hohen Kompressionsleistung zu schaffen.

Der erfindungsgemäße Kältemittelkompressor ist definiert durch die Merkmale von Patentanspruch 1. Demnach ist der Kältemittelkompressor ein doppeltwirkender Kältemittelkompressor mit einem frei an zwei einander gegenüberliegenden Zylinderabschnitten geführten Kolben. Die Zylinderabschnitte sind relativ zueinander nicht beweglich. Der Kolben weist einen innen durch den Kolben hindurch verlaufenden Strömungskanal auf. Jeder Zylinderabschnitt und der Kolben weisen entlang des Strömungskanals mindestens ein Rückschlagventil auf, wobei die Durchströmungsrichtungen der Rückschlagventile gleichgerichtet sind.

Die Zylinderabschnitte können Bestandteile eines einstückigen Zylinders oder separate Bauteile sein. Entscheidend ist, dass die Zylinderabschnitte relativ zueinander nicht beweglich sind und dass der Kolben in den Zylinderabschnitten frei, das heißt ohne eine Verbindung mit weiteren Bauteilen, wie z. B. Kolbenstangen, und dichtend geführt ist. Durch den Kolben ist ein innenliegender Strömungska- nal von dem einen Kolbenende bis zu dessen gegenüberliegendem Kolbenende vollständig hindurchgeführt. Der Kolben weist im Bereich des Strömungskanals mindestens ein Rückschlagventil auf. Jeder Zylinderabschnitt weist ebenfalls mindestens ein Rückschlagventil auf. Vorzugsweise ist der Strömungskanal entlang einer geraden Längsachse ausgebildet, entlang der auch die Rückschlagventile angeordnet sind. Die Durchströmungsrichtungen der Rückschlagventile sind gleichgerichtet, das heißt bei Durchströmung des Kolbens durch ein Kältemittel in einer ersten Strömungsrichtung sind die Rückschlagventile geöffnet und bei Durchströmung des Kolbens in einer zweiten, zu der ersten Durchströmungsrichtung entgegengesetzten Durchströmungsrichtung sperren die Rückschlagventile.

Auf diese Weise wird ermöglicht, dass unter hohem Druck von z. B. 40 bar stehende Kältemittel einer Kältemittelanlage in einen Recyclingbehälter mit niedrigerem Druck überführt werden können, ohne dass eine separate Bypassleitung erforderlich ist. Bei erfolgtem Druckausgleich zwischen Kältemittelanlage und Recyclingbehälter saugt der Kolben während einer Hubbewegung Kältemittel von der Kältemittelanlage in Richtung des Recyclingbehälters durch das Rückschlagventil desjenigen Zylinderabschnitts, der der Kältemittelanlage zugewandt ist, an. Bei der nachfolgenden entgegengesetzten Hubbewegung des Kolbens von dem Recyclingbehälter in Richtung zu der Kältemittelanlage öffnet das Rückschlagventil des Kolbens und das zuvor aus der Kältemittelanlage angesaugte Kältemittel strömt durch den innenliegenden Strömungskanal durch den Kolben hindurch auf dessen gegenüberliegende, dem Recyclingbehälter zugewandte Seite. Bei erneuter Umkehr der Hubbewegung sperrt das Rückschlagventil des Kolbens und der Kolben presst das Kältemittel durch das Rückschlagventil des Zylinderabschnitts, der dem Recyclingbehälter zugewandt ist, hindurch und in Richtung des Recyclingbehälters.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Kältemittelkompressors liegt darin, dass eine separate Bypassleitung zur Entnahme von Kältemittel aus einer Kältemittelanlage in einen Recyclingbehälter bis zum Druckausgleich nicht erforderlich ist. Der in- nenliegende Strömungskanal kann auf einfache Weise, z. B. durch eine Bohrung, hergestellt werden. Durch den in den Zylinderabschnitten jeweils frei geführten Kolben sind Dichtungen zur Verbindung einer äußeren Mechanik mit dem Kolben durch die Zylinder hindurch nicht erforderlich. Die einzigen Dichtungen sind im Bereich der Rückschlagventile und der Kontaktbereiche zwischen Kolben und Zylinderabschnitten vorzusehen.

Im Falle rotationssymmetrischer Zylinderabschnitte und Kolben mit Rückschlagventilen und Strömungskanal auf der Mittellängsachse ist eine Herstellung des erfindungsgemäßen Kältemittelkompressors durch Drehen und Bohren besonders einfach.

Vorzugsweise ist zwischen den Zylinderabschnitten ein derartiger Abstand vorgesehen, dass ein Bereich des Kolbens von außen frei zugänglich ist, um einen Zugriff auf den Kolben zu dessen Antrieb zu ermöglichen, ohne dass Dichtungen durch die Zylinderabschnitte hindurchzuführen wären.

Vorteilhafterweise ist der Kolben zwischen seinen beiden stirnseitigen Kompressionsflächen mit einer Hilfskompressionsfläche versehen, die zusammen mit einem der beiden Zylinderabschnitte ein Hilfsvolumen bildet, welches bei einer Hubbewegung des Kolbens durch eine Antriebskraft eine der Antriebskraft entgegenwirkende Rückstell kraft erzeugt.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn mindestens einer der beiden Zylinderabschnitte als inverser Kolben in dem Kolben geführt ist, so dass der Kolben den jeweiligen Zylinderabschnitt außen umschließt und dort, z. B. zu dessen Antrieb, frei zugänglich ist. Insbesondere können beide Zylinderabschnitte als inverse Kolben in dem Kolben geführt sein, wobei die beiden Zylinderabschnitte relativ zueinander unbeweglich sind und nur der Kolben eine Bewegung ausführt. Der Kolben kann berührungslos durch zwei gegenläufig arbeitende Elektromag- nete, z. B. als Flachankerantrieb oder als Tauchankerantrieb, angetrieben werden. Im Falle des Flachankerantriebs ragt die Ankerplatte vorteilhafterweise durch den Abstand zwischen den beiden Zylinderabschnitten hindurch in das von den Elektromagneten erzeugte Magnetfeld hinein. Hierbei ist theoretisch grundsätzlich denkbar, einen der beiden Elektromagnete durch einen Federantrieb zu ersetzen. Im Falle des Tauchankerantriebs kann der Kolben vollständig als Tauchanker innen in einen einstückigen Zylinder geführt sein.

Alternativ könnte durch den Abstand zwischen den beiden Zylinderabschnitten eine Exzenterführung eines Kurbeltriebs mit dem Kolben verbunden sein oder ein Rotationsantrieb mit einer Nase in eine 8-förmige Kulissenbahn auf der Oberfläche des Kolbens eingreifen.

Im Folgenden werden anhand der Figuren Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 das erste Ausführungsbeispiel in einem ersten Betriebszustand,

Fig. 2 das erste Ausführungsbeispiel in einem zweiten Betriebszustand,

Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel in einem ersten Betriebszustand,

Fig. 4 das zweite Ausführungsbeispiel in einem zweiten Betriebszustand,

Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel in einem ersten Betriebszustand,

Fig. 6 das dritte Ausführungsbeispiel in einem zweiten Betriebszustand,

Fig. 7 ein viertes Ausführungsbeispiel in einem ersten Betriebszustand, Fig. 8 das vierte Ausführungsbeispiel in einem zweiten Betriebszustand,

Fig. 9 ein fünftes Ausführungsbeispiel,

Fig. 10 ein sechstes Ausführungsbeispiel

Fig. 11 ein siebtes Ausführungsbeispiel,

Fig. 12 ein achtes Ausführungsbeispiel und

Fig. 13 ein neuntes Ausführungsbeispiel.

Bei dem Kältemittelkompressor des in den Figuren 1 und 2 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels besteht das Kompressorsystem aus dem gestuften Zylinder 1 in dem der Kolben 7 mit dem zentralen Überströmkanal 9 in axialer Richtung geführt wird. Der Zylinder ist durch die Einlass-Ventilplatten 2 und die Aus- lass-Ventilplatte 3 abgeschlossen, in denen das Einlassventil 10 und das Auslassventil 12 eingesetzt ist. Der Überströmkanal 8 wird auf der dem Auslass zugeordneten Seite mit einem weiteren Ventil 11 abgeschlossen.

Hierbei bildet der linke Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser des gestuften Zylinders 1 den ersten Zylinderabschnitt 41 und der rechte Abschnitt mit vermindertem Durchmesser den zweiten Zylinderabschnitt 42. Die beiden Zylinderabschnitte 41 und 42 sind also einstückig miteinander verbunden und bilden den Zylinder 1.

Die Grundfunktion des doppeltwirkenden Inline-Freikolbenkompressors wird folgendermaßen beschrieben: Der Kolben wird durch einen hier noch nicht dargestellten Antrieb in eine lineare Schwingungsbewegung gebracht. Das kann als Resonanzschwingung oder als erzwungene Schwingung geschehen.

Funktionell hat der Kompressor drei charakteristische Volumen, die die Arbeit des Systems beeinflussen und den Kraftverlauf bestimmen: das Niederdruck-Arbeitsvolumen 4

das Hochdruck-Arbeitsvolumen 6

das Hilfsvolumen 5, welches beim Steuern des Kolbens hilft (am besten mit Bypass zu links vor dem Ventil 10, oder zu rechts von dem Ventil 12)

Bewegt sich der Kolben 7 nach links, wird im Niederdruck-Arbeitsvolumen 4 das Medium verdrängt. Da das Ventil 10 durch den Druckanstieg schließt, wird das Medium über den Überströmkanal 8 und das Überströmventil 11 in das sich vergrößernde Hochdruck-Arbeitsvolumen 6 gedrückt. Hierdurch wird eine Vorkompression des Mediums erreicht, wobei die Vorkompression näherungsweise vom Verhältnis der Zylinderquerschnitte des Niederdruck-Arbeitszylinders 4 zum Querschnitt des Hochdruck-Arbeitszylinders 6 bestimmt ist.

Hat der Kolben seinen linken Wendepunkt erreicht, kehrt die Bewegung um. Das Medium wird nun aus dem Hochdruck-Arbeitsvolumen 6 verdrängt und gelangt über das Auslassventil 12 in den Auslass. Gleichzeitig vergrößert sich das Niederdruck-Arbeitsvolumen 4. Der Druckabfall im Niederdruck-Arbeitsvolumen 4 und der Druckanstieg im Hochdruck-Arbeitsvolumen 6 führen zum Schließen des Überströmventils 11. Gleichzeitig wird durch das Einlassventil 10 das Medium aus dem Einlass angesaugt.

Hat der Kolben den rechten Wendepunkt erreicht, kehrt die Bewegung wieder um und der Prozess wiederholt sich. In der Betriebsart für das Kühlmittel-Recycling hat die Konstruktion den Vorteil, dass ein passiver Druckausgleich zwischen dem Einlass und dem Auslass erfolgt. In der Anwendung kann der herkömmlicherweise nach dem Stand der Technik erforderliche Bypass entfallen. Durch die Konstruktion des doppeltwirkenden Inli- ne-Freikolbenkompressors kann das Medium durch das Einlassventil 10, das Überströmventil 11 und das Auslassventil 12 direkt überströmen. Das kann sowohl als flüssige als auch als gasförmige Fraktion erfolgen.

Nach dem Druckausgleich wird im Niederdruck-Arbeitsvolumen 4 und im Hochdruck-Arbeitsvolumen 6 der Dampfdruck des Kühlmittels, welcher vorliegend mit 40 bar angenommen wird, bestehen. Durch den Druck im Nebenvolumen 5 wird nun das Kraft-Weg-Verhalten des Systems erheblich beeinflusst.

Variante 1: Das Volumen wird zur Umwelt belüftet. Der Druck ist also stets

Normaldruck 1 bar.

Variante 2: Das Volumen ist gasdicht und wird mit einem konstanten Vordruck

Po als Gasdruckfeder ausgeführt.

Variante 3: Das Volumen wird mit der Einlassleitung verbunden, so dass der

Vordruck gleich dem Arbeitsdruck in der Kühlanlage ist.

Variante 4: Das Volumen wird mit der Auslassleitung verbunden, so dass der

Vordruck im Nebenvolumen gleich dem Arbeitsdruck im Recyclingbehälter.

Eine Modifikation des ersten Ausführungsbeispiels ergibt sich durch die Öffnung des Zylinders in der Mitte, so dass als zweites Ausführungsbeispiel eine Bauform gemäß den Fign. 3 und 4 entsteht, bei der der erste Zylinderabschnitt 41 von dem zweiten Zylinderabschnitt 42 beabstandet ist. Durch die Teilung des Zylinders in zwei voneinander beabstandete Zylinderabschnitte 41, 42 wird ein direk- ter mechanischer Zugang zu dem Kolben und somit auch ein Antrieb unter Verwendung von Formschluss ermöglicht.

Aus einer weiteren Modifikation resultiert das dritte Ausführungsbeispiel in den Figuren 5 und 6 mit inverser Kompressionskammer. Der Kompressor mit inverser Kompressionskammer besteht aus dem Kolben 25 mit dem Überströmkanal 8, dem Zwischenventil 11 und der inversen Kompressionskammer 6. Der Kolben 25 läuft in dem Zylinder 24, der mit der Einlassventilplatte 2 abgeschlossen ist. In der Einlassventilplatte 2 ist das Einlassventil 10 eingebaut. Einlassventilplatte 2, Zylinder 24 und Kolben 25 bilden das Niederdruckkompressionsvolumen 4.

In der inversen Kompressionskammer 6 ist der feststehende inverse Kolben 23 mit dem Auslasskanal und dem Auslassventil 12 eingesetzt. Zylinder 24 und inverser Kolben 23 sind über ein hier nicht dargestelltes Gestell fest miteinander Verbunden und bilden das stationäre System des Kompressors.

Vorteilhaft bei dieser Anordnung ist der direkte mechanische Zugang zum Kolben bei Beibehaltung der Inlineströmung des Mediums, so dass einerseits der Antrieb des Kolbens auch mit einer Zwangsführung, beispielsweise mit einem Kurbeltrieb, erfolgen kann und andererseits das Medium direkt vom Einlass durch alle Ventile hindurch zum Auslass strömen kann.

Bei dem vierten Ausführungsbeispiel in den Fign. 7 und 8 sind beide Zylinderabschnitte 41 und 42 als inverse Kolben in den Kolben 25 geführt.

Das fünfte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 zeigt einen Flachankerantrieb zum Antreiben des Kolbens. Der Kolben, der selbst aus einem für den Antrieb nicht relevanten Material gefertigt sein kann, wird mit der aus magnetisch weichem Eisen gefertigten Ankerplatte 52 mechanisch verbunden. Beidseitig wird jeweils ein Topfmagnet bestehend aus dem Eisenkern 50 oder 54 und der Elektrospule 51 bzw. 53 angeordnet. Durch ein wechselseitiges Bestromen der Spulen wird jeweils ein Magnetfeld zwischen dem Topfmagnet und der Ankerplatte erzeugt, die den Anker in die entsprechende Bewegung versetzt. Zur Steuerung der Bestromung sind Positionssensoren für den Kolben erforderlich. Das kann im einfachsten Fall ein Schiebeschalter sein, der die Stromführung beim Erreichen einer vorgegebenen Endposition auf die andere Spule umschaltet.

Andere Konzepte können zusätzliche elektronische Elemente nutzen, die die Um- schaltung nicht nur positionsabhängig realisieren, sondern auch beispielsweise die Geschwindigkeit und die Last in die Steuerung einbeziehen. Vorteilhaft an dem Antrieb ist, dass der Flachanker einen Kraft-Weg-Verlauf hat, der gut an den des Kompressors angepasst werden kann. Mit kleiner werdendem Luftspalt zwischen Anker und Magnet steigt die Kraft überproportional an, so dass insbesondere die hohen Kräfte in den Kolbenendlagen aufgebracht werden können.

Bei dem sechsten Ausführungsbeispiel in Fig. 10 wird ein Magnet-Feder-Antrieb für den Kolben angewendet. Das Wirkprinzip ist ein Feder-Masse-Schwinger, wobei der Kolben als Masse zu einer oszillierenden Bewegung angeregt wird. Die Arbeit, die die Maschine abgeben soll, wirkt als Dämpfung und muss als synchrone Anregung durch den Magneten aufgebracht werden. Das Prinzip ist für kleinere Arbeitsleistungen sehr wirkungsvoll. Damit eine Schwingung tatsächlich stattfinden kann, muss die im Feder-Masse-System gespeicherte kinetische bzw. potentielle Energie größer sein, als die abzugebende Arbeit.

Bei dem siebten Ausführungsbeispiel in Fig. 11 wird ein Tauchanker als Antrieb für den Kolben verwendet. Die Spulen erzeugen wechselseitig einen magnetischen Fluss im linken oder im rechten Bereich der Tauchspule. Der Anker wird dann jedes Mal in die entsprechende Endlage gezogen. Auch hier kommt es auf eine optimierte Ansteuerung der Spule an, um ein ungebremstes Anschlagen des Ankers zu vermeiden. Die Steuerung der Spulen erfolgt in gleicher Weise, wie beim Flachanker-Antrieb. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 ist der Kolben 7 über eine Exzenterführung 61 mit einer Welle 60 durch einen herkömmlichen Kurbeltrieb angetrieben. Die symmetrisch angeordnete Welle 60 des Rotationsantriebes kann über ebenfalls bekannte Verfahren in eine zwangsgeführte Oszillation umgesetzt werden. Das Verfahren ist sowohl für die normale Bauausführung als auch für die Ausführung mit inverser Kompressionskammer einsetzbar. Vorteilhaft ist hierbei der Einsatz normaler Rotationsantriebe und die Zwangssteuerung des Weges.

Alternativ kann als herkömmlicher Antrieb auch ein Rotationsantrieb 71 wie in Fig. 13, dessen Rotationsachse der Mittellängsachse des Kolbens 7 entspricht, dazu dienen, mit einer innenliegenden Nase 72 in eine auf der äußeren Umfangs- fläche des Kolbens 7 angeordnete Kulissenbahn 73 in Form einer "8" zu greifen, um durch Rotation des Rotationsantriebs 71 den Kolben 7 in eine oszillierende Hubbewegung zu versetzen.