BAUMHOFF, Alfons (Gartenstrasse 15, Kirchhundem, 57399, DE)
Patentansprüche
1. Karussellhaspel mit zwei in einem drehbaren Rotor gelagerten, unabhängig voneinander drehangetriebenen, zum aufeinanderfolgenden, kontinuierlichen Wickeln vom Metallband vorgesehenen Haspeln, welche jeweils Spreizköpfe aufweisen, die aus mehreren spreizbewegbaren Segmenten bestehen, welche sich auf axial verschiebbaren keilförmig ausgebildeten Leitflächen abstützen und bei welchen die Haspel durch drehen des Rotors zyklisch jeweils aus einer Ausgangsposition in eine Bandbund- übergabeposition verfahrbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor aus zwei einander gegenüberstehenden, durch mindestens eine Hohltraverse (3) miteinander verbundene Rotorscheiben (2, 2') besteht und dass der Rotor mindestens zwei Doppelspreizkopfhaspel trägt.
2. Karussellhaspel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheiben(2, 2') über zwei Führungen (4, 4') miteinander verbunden sind.
3. Karussellhaspel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizköpfe (7, 7'; 8, 8') jedes Doppelspreizkopfhaspels von sich gegenüber liegenden Dornaufnahmen (5, 5'; 6, 6') getragen sind, dass die Spreizköpfe (7, 7'; 8, 8') aufeinander zuweisen und dass die Donraufnah- men (5, 5'; 6, 6') jedes Doppelspreizkopf-Haspels auf der Hohltraverse (3) und/oder den Führungen (4, 4') aufeinander zu bzw. voneinander weg verlagerbar geführt sind.
4. Karussellhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hohltraverse (3) mindestens eine drehangetriebene Keilwelle
(9, 9') gelagert ist und dass die Dornaufnahmen (5, 5'; 6, 6 1 ) mit der Keilwelle (9, 9') in Wirkverbindung stehende Antriebselemente aufweisen, die zudem mit den Spreizköpfen (7, 7'; 8, 8') der Doppelspreizkopf-Haspel in Wirkverbindung stehen.
5. Karussellhaspel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilwelle (9, 9') in Längsrichtung zweigeteilt ist.
6. Karussellhaspel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohltraverse (3) geschlitzt ist und die Wirkverbindung der Antriebselemente und der Keilwelle (9, 9') durch den Schlitz erfolgt.
7. Karussellhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheiben (2, 2') auf Tragrollen gelagert sind und mindestens eine der Rotorscheiben (2 1 ) um die Achse der Hohltraverse (3) durch einen Antrieb (14) drehangetrieben ist.
8. Karussellhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohltraverse (3) annähernd mittig angeordnet mindestens einen Anschlag (11 , 11 ') für die Dornaufnahmen (5, 5'; 6, 6') aufweist und dass zwischen den Anschlägen (11 , 11 ') und den Dornaufnahmen (5, 5'; 6, 6')
Kolbenzylindereinheiten (12, 12'; 13, 13') angeordnet sind, um die Dornaufnahmen (5, 5'; 6, 6') axial zu verschieben und zu positionieren.
9. Karussellhaspel nach Anspruch 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anschläge (11 , 11 ') vorgesehen sind, welche Lager der zweiteiligen Keilwelle (9, 9') tragen.
10. Karussellhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente zwischen den Rotorscheiben (2, 2') und den Anschlägen (11 , 11 ') vorgesehen sind.
11. Karussellhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilwelle (9, 9') und/oder die Rotorscheiben (2, 2') getrennte Antriebe aufweisen.
12. Karussellhaspel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (10, 10'; 14) in ihrer Wirkung aneinander anpassbar z.
B. untereinander synchronisierbar sind. |
DOPPELSPREIZKOPF-KARUSSELLHASPEL
Die Erfindung betrifft einen Karussellhaspel mit zwei in einem drehbaren Rotor gelagerten, unabhängig voneinander drehantreibbaren, zum aufeinander folgenden, kontinuierlichen Wickeln von Metallband vorgesehenen Haspeln, wel- che jeweils Spreizköpfe aufweisen, die aus mehreren spreizbewegbaren Segmenten bestehen, welche sich auf axial verschiebbaren keilförmig ausgebildeten Gleitflächen abstützen und bei welchen die Haspel durch drehen des Rotors zyklisch jeweils aus einer Ausgangsposition in eine Bandbundübergabeposition bringbar sind.
Derartige Karussellhaspel sind z. b. durch die DE 198 36 159 bekannt geworden. Sie weisen fliegend gelagerte Haspeldorne auf, wodurch sich eine aus der fliegenden Lagerung resultierende Gewichtsgrenze des zu tragenden bzw. zu wickelnden Bundes ergibt. Sollen schwerere Bunde gewickelt werden, muss der Haspeldorn sowie der Rotor entsprechend stark ausgebildet werden.
Es ist auch bekannt, in Karussellhaspeln das Band auf einen fliegenden Dorn anzuwickeln. Der Rotor wird anschließend von der Anwickelposition in die Fertigwickelposition verdreht. In dieser Fertigwickelposition wird eine Außenlage- rung so verschwenkt, dass die Dornspritze abgestützt wird. In dieser Position können dann auch entsprechend große Bundgewichte gewickelt werden. Aber schon beim Drehen in die Fertigwickelposition kommt der Haspeldorn aufgrund der hohen Bandzüge schnell an seine Belastungsgrenzen. Auch beim Abnehmen des Bundes vom nicht mehr abgestützten Haspeldorn werden die Grenzen der Belastung schnell erreicht. Hinzu kommt der aufwendige Aufbau zum Einschwenken eines Außenlagers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Karussellhaspel so auszubilden, dass ein anschwenkbares Außenlager überflüssig wird, dass das Bund bzw. das zu wickelnde Bund in jeder Position stets beidseitig abgestützt ist, und
dass der Karussellhaspel sowohl zum Aufwickeln als auch Abwickeln von Bunden genutzt werden kann.
Dazu wird vorgeschlagen, dass der Rotor aus zwei einander gegenüberstehenden, durch mindestens eine Hohltraverse miteinander verbundenen Rotor- Scheiben besteht und dass der Rotor mindestens zwei Doppelspreizkopf- Haspel trägt. Die beiden zu einem Doppelspreizkopf gehörenden Spreizköpfe bilden im zusammengefahrenen Zustand eine Wickeltrommel, die das Band stets beidseitig abstützt, d.h. auch beim Drehen des Rotors ist das Band beidseitig gestützt. Es gibt keine aus einer fliegenden Lagerung resultierende Gewichts- und Bandzuggrenze des Bundes.
Nachahmenswert ist, dass die Rotorscheiben zusätzlich durch mindestens zwei Führungen miteinander verbunden sind.
Zweckmäßig ist, dass die Haspel jedes Doppelspreizkopf-Haspels von sich gegenüberliegenden Dornaufnahmen getragen sind und aufeinander zuweisen und dass die Dornaufnahmen jedes Doppelspreizkopfhaspels auf den Führungen und/oder der Hohltraverse aufeinander zu bzw. voneinander weg verlagerbar geführt sind. Dadurch können die zwei zu einem Doppelspreizkopfhaspel gehörenden Spreizköpfe im zusammengefahren Zustand zum An- und Aufwickeln sowie Abwickeln von auch verschieden breitem Band dienen. Werden die Spreizköpfe auseinander gefahren, so lässt sich das Coil entnehmen.
Bemerkenswert ist, dass in der Hohltraverse mindestens eine drehangetriebene Keilwelle gelagert ist und dass die Dornaufnahmen mit der Keilwelle in Wirkverbindung stehende Antriebselemente aufweisen, die zudem mit den Spreizköpfen der Doppelspreizkopfhaspel in Wirkverbindung stehen.
Es hat sich bewährt, dass die Keilwelle in Längsrichtung zweigeteilt ist. Die KeN- wellen können damit durch zwei verschiedene Antriebe drehangetrieben werden.
Bedeutsam ist, dass die Hohltraverse geschlitzt ist und die Wirkverbindung der Antriebselemente und der Keilwellen durch den Schlitz erfolgt.
Vorteilhaft ist, dass die Rotorscheiben auf Tragrollen gelagert sind, und mindes- tens eine der Rotorscheiben um die Achse der Hohltraverse und der Keilwellen drehangetrieben ist. Damit lassen sich die Dornaufnahmen z. B. von einer An- wickelstellung in eine Fertigwickelstellung verdrehen.
Es empfiehlt sich, dass die Hohltraverse annähernd mittig zumindest einen An- schlag für die Dornaufnahmen aufweist und dass zwischen den Anschlägen und den Dornaufnahmen Kolbenzylindereinheiten angeordnet sind um die Dornaufnahmen axial zu verschieben und zu positionieren.
Von Vorteil ist, dass zwei Anschläge vorgesehen sind, wobei jeder Anschlag eines der beiden Lager der zweiteiligen Keilwelle trägt.
Zudem können Halteelemente vorgesehen sein, welche die Anschläge in Position halten.
Zweckmäßig ist, dass die Keilwellen und/oder die Rotorscheiben getrennte Antriebe aufweisen. Dabei können die Antriebe bevorzugt in ihrer Wirkung aneinander angepasst, z. B. untereinander synchronisiert sein.
Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
Figur 1 den erfindungsgemäßen Karussellhaspel in Vorderansicht, und
Figur 2 den erfindungsgemäßen Karussellhaspel in Seitenansicht.
Die Figuren zeigen einen Karussellhaspel 1 der zwei Rotorscheiben 2, 2' auf- weist, welche durch eine Hohltraverse 3 sowie zwei Führungen 4, 4' miteinander verbunden sind.
Auf den Führungen 4, 4' sind jeweils Dornaufnahmen 5, 5 1 und 6, 6' aufeinander zu bzw. voneinander fort verschiebbar gelagert. Die Domaufnahmen 5und 6 weisen Spreizköpfe 7, 7' und 8, 8' von Haspeln auf.
In der Hohltraverse 3 ist eine zweigeteilte Keilwelle 9, 9' gelagert. Die freien Enden der über Antriebe 10, 10' drehangetriebenen Keilwellen 9, 9' werden von in Anschlägen 11 , 11' vorgesehenen Lagern gehalten. Zwischen den Anschlägen 11 , 11 ' und den Dornaufnahmen 5, 5'; 6, 6' sind Kolbenzylindereinheiten 12, 12'; 13, 13' angeordnet. Die Rotorscheibe 2' ist über einen Antrieb 14 in Drehbewegung versetzbar.
Bezugszeichenübersicht
1 Karussellhaspel
2,2' Rotorscheiben
3 Hohltraverse
4,4' Führungen
5,5' Dornaufnahmen
6,6' Dornaufnahmen
7,7' Spreizköpfe
8,8' Spreizköpfe
9,9' Keilwellen
10, 10' Antriebe
11, 11' Anschläge
12, 12' Kolbenzylindereinheiten
13,13' Kolbenzylindereinheiten
14 Antrieb
