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Patent Searching and Data


Title:
DRAWER SIDE WALL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/148221
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drawer side wall (1), comprising a carrier body (2), a side wall profile (3) and a holding device (4) for fastening a drawer rear wall (5), wherein the side wall profile (3) and the holding device (4) are each fastened to the carrier body (2), wherein the holding device (4) is oriented obliquely to a longitudinal extension (6) of the carrier body (2), at least in the non-fastened state of the drawer rear wall (5).

Inventors:
IRGANG, Markus (Wetterweg 2, 6844 Altach, 6844, AT)
KAMPL, Markus (Förstergasse 21, 6850 Dornbirn, 6850, AT)
Application Number:
AT2019/060010
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 10, 2019
Export Citation:
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Assignee:
JULIUS BLUM GMBH (Industriestrasse 1, 6973 Höchst, 6973, AT)
International Classes:
A47B88/90
Domestic Patent References:
WO2012068604A12012-05-31
Foreign References:
US3416850A1968-12-17
FR2505635A11982-11-19
DE202010007427U12011-09-05
US20130049560A12013-02-28
FR1378237A1964-11-13
Attorney, Agent or Firm:
GANGL, Markus et al. (Wilhelm-Greil-Str. 16, 6020 Innsbruck, 6020, AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Schubladenseitenwand (1 ), umfassend einen Trägerkörper (2), ein Seitenwandprofil (3) und eine Haltevorrichtung (4) zur Befestigung einer Schubladenrückwand (5), wobei das Seitenwandprofil (3) und die Haltevorrichtung

(4) jeweils am Trägerkörper (2) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (4) zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand (5) schräg zu einer Längserstreckung (6) des Trägerkörpers

(2) ausgerichtet ist.

2. Schubladenseitenwand (1 ) nach Anspruch 1 , wobei die Haltevorrichtung (4) zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand (5) einen Winkel

(7) kleiner als 90°, bevorzugt einen Winkel (7) größer als 85° und kleiner als 90°, besonders bevorzugt einen Winkel (7) von in etwa 89,5°, zur Längserstreckung (6) des Trägerkörpers (2) aufweist.

3. Schubladenseitenwand (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Seitenwandprofil

(3) wenigstens einen Anschlag (8) aufweist, an welchem die Schubladenrückwand

(5) abstützbar ist.

4. Schubladenseitenwand (1 ) nach Anspruch 3, wobei der wenigstens eine Anschlag

(8)

- senkrecht zur Längserstreckung (6) des Trägerkörpers (2) ausgerichtet ist, und/oder

- einen ersten Bereich (9) und einen zweiten Bereich (10) aufweist, wobei der erste Bereich (9) einen kleineren Abstand zum Trägerkörper (2) aufweist als der zweite Bereich (10), wobei die Schubladenrückwand (5) im an der Haltevorrichtung (4) befestigten Zustand zumindest am zweiten Bereich (10) des Anschlags (8) anliegt, vorzugsweise wobei die Schubladenrückwand (5) zum ersten Bereich (9) durch einen Spalt (11 ) beabstandet ist.

5. Schubladenseitenwand (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Haltevorrichtung (4) im Wesentlichen aus wenigstens einem Kunststoff besteht, und/oder wenigstens eine Haltevorrichtungsschnittstelle (15) zur Befestigung am Trägerkörper (2) aufweist.

6. Schubladenseitenwand (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei wenigstens eine Befestigungsstelle (12) zur, vorzugsweise lösbaren, Befestigung der Schubladenrückwand (5) an der Haltevorrichtung (4) vorgesehen ist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Befestigungsstelle (12) einen ersten an der Haltevorrichtung (4) angeordneten Teil (13) einer Rastverbindung für einen an der Schubladenrückwand (5) angeordneten und mit dem ersten Teil (13) zusammenwirkenden zweiten Teil (14) der Rastverbindung umfasst.

7. Schubladenseitenwand (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei eine Befestigungsvorrichtung (16) vorgesehen ist, über welche die Haltevorrichtung (4) am Trägerkörper (2) befestigt ist.

8. Schubladenseitenwand (1 ) nach Anspruch 7, wobei die Befestigungsvorrichtung (16)

- am Trägerkörper (2) angeschweißt ist, und/oder

- im Wesentlichen aus wenigstens einem metallischen Werkstoff besteht, und/oder

- wenigstens eine Befestigungsvorrichtungsschnittstelle (17) zur Verbindung der Haltevorrichtung (4) mit der Befestigungsvorrichtung (16) aufweist, wobei zumindest die wenigstens eine Befestigungsvorrichtungsschnittstelle (17) einen Winkel (18) von 90° zur Längserstreckung (6) des Trägerkörpers (2) aufweist.

9. Schubladenseitenwand (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Haltevorrichtung (4) zumindest bereichsweise innerhalb des Seitenwandprofils (3) angeordnet ist.

10. Anordnung (19) aus wenigstens einer Schubladenseitenwand (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer Schubladenrückwand (5), welche an der Haltevorrichtung (4) befestigt ist. 11. Anordnung (19) nach Anspruch 10, wobei die Haltervorrichtung (4) im befestigten

Zustand der Schubladenrückwand (5) einen größeren Winkel (20) zur Längserstreckung (6) des Trägerkörpers (2) aufweist als im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand (5).

Description:
Schubladenseitenwand

Die Erfindung betrifft eine Schubladenseitenwand, umfassend einen Trägerkörper, ein Seitenwandprofil und eine Haltevorrichtung zur Befestigung einer Schubladenrückwand, wobei das Seitenwandprofil und die Haltevorrichtung jeweils am Trägerkörper befestigt sind. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anordnung aus wenigstens einer solchen Schubladenseitenwand und einer Schubladenrückwand, welche an der Haltevorrichtung befestigt ist.

Solche Schubladenseitenwände, auch in Kombination mit einer Schubladenrückwand, sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt.

Ein Problem, dass vor allem bei großen Bauhöhen auftritt, besteht darin, dass im Bereich der Verbindung einer Schubladenseitenwand mit einer Schubladenrückwand ein Spalt auftritt, der aus ästhetischen Gründen vom Endanwender als störend empfunden wird, und zwar umso mehr, je weiter oben der Spalt in Bezug auf den Trägerkörper angeordnet ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dieses Problem zumindest teilweise zu vermeiden und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Schubladenseitenwand bzw. Anordnung mit einer solchen verbesserten Schubladenseitenwand anzugeben.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 10.

Bei der Schubladenseitenwand ist es also erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Haltevorrichtung zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand schräg zu einer Längserstreckung des Trägerkörpers ausgerichtet ist.

Durch diese Maßnahme ist es möglich, eine an der Haltevorrichtung befestigte Schubladenrückwand in Bezug auf die Schubladenseitenwand mit einer Vorspannung zu beaufschlagt, wodurch sichergestellt ist, dass die Schubladenrückwand zumindest im oberen, vom Trägerkörper beabstandeten Verbindungsbereich spaltfrei an der Schubladenseitenwand anliegt.

Als vorteilhaft hat es sich dabei herausgestellt, dass die Haltevorrichtung zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand einen Winkel kleiner als 90°, bevorzugt einen Winkel größer als 85° und kleiner als 90°, besonders bevorzugt einen Winkel von in etwa 89,5°, zur Längserstreckung des Trägerkörpers aufweist.

Weiterhin hat es sich als günstig erwiesen, dass das Seitenwandprofil wenigstens einen Anschlag aufweist, an welchem die Schubladenrückwand abstützbar ist. Dabei kann es vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Anschlag senkrecht zur Längserstreckung des Trägerkörpers ausgerichtet ist, und/oder einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich aufweist, wobei der erste Bereich einen kleineren Abstand zum Trägerkörper aufweist als der zweite Bereich, wobei die Schubladenrückwand im an der Haltevorrichtung befestigten Zustand zumindest am zweiten Bereich des Anschlags anliegt, vorzugsweise wobei die Schubladenrückwand zum ersten Bereich durch einen Spalt beabstandet ist. Im günstigsten Fall liegt die Schubladenrückwand zwar über ihre gesamte Höhe spaltfrei an der Schubladenseitenwand an, allerdings kann - gerade bei großen Bauhöhen - nicht immer vermieden werden, dass im ersten Bereich ein geringfügiger Spalt vorliegt. Dieser ist aber im Vergleich zu einem Spalt im zweiten Bereich verschmerzbar.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Bei der Anordnung aus wenigstens einer erfindungsgemäßen Schubladenseitenwand und einer Schubladenrückwand, welche an der Haltevorrichtung befestigt ist, kann es gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Haltervorrichtung im befestigten Zustand der Schubladenrückwand einen größeren Winkel zur Längserstreckung des Trägerkörpers aufweist als im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 einen Ausschnitt einer Anordnung aus einer Schubladenseitenwand und einer Schubladenrückwand in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 2a in einer schematisch dargestellten Seitenansicht eine Anordnung aus einer Schubladenrückwand, einem Trägerkörper und einer Flaltevorrichtung in einem unverbundenen Zustand,

Fig. 2b die Anordnung gemäß Figur 2a, wobei die Flaltevorrichtung am

Trägerkörper befestigt ist,

Fig. 2c die Anordnung gemäß Figur 2b, wobei zusätzlich die

Schubladenrückwand an der Flaltevorrichtung befestigt ist,

Fig. 2d die Anordnung gemäß Figur 2c, wobei zusätzlich ein Seitenwandprofil am

Trägerkörper angeordnet ist,

Fig. 3a in einer Seitenansicht eine Anordnung aus einem Trägerkörper und einer

Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer Schubladenfrontblende,

Fig. 3b die Anordnung gemäß Figur 3a, wobei zusätzlich eine Flaltevorrichtung am Trägerkörper befestigt ist,

Fig. 4 die Flaltevorrichtung und die Befestigungsvorrichtung im unverbundenen

Zustand in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 5 einen Ausschnitt der Anordnung gemäß Figur 3b aus dem Bereich der

Schubladenrückwand, wobei zusätzlich ein Seitenwandprofil am Trägerkörper angeordnet ist, und

Fig. 6 den Ausschnitt gemäß Figur 5, wobei zusätzlich ein Rückwandbeschlag der Schubladenrückwand an der Flaltevorrichtung befestigt ist.

Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Anordnung 19 aus einer Schubladenseitenwand 1 und einer Schubladenrückwand 5, gesehen aus dem Schubladeninneren einer mithilfe der Anordnung 19 aufgebauten Schublade.

Die Schubladenseitenwand 1 umfasst einen Trägerkörper 2, ein Seitenwandprofil 3 und eine Flaltevorrichtung 4 zur Befestigung einer Schubladenrückwand 5, wobei das Seitenwandprofil 3 und die Haltevorrichtung 4 jeweils am Trägerkörper 2 befestigt sind (vergleiche auch die nachfolgenden Figuren).

Im dargestellten Fall ist die Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4 befestigt.

Das Seitenwandprofil 3 weist einen Anschlag 8 auf, an welchem die

Schubladenrückwand 5 abgestützt ist. Der Anschlag 8 ist senkrecht zur

Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 ausgerichtet. Der Anschlag 8 ist an einer der Schubladenrückwand 5 zugewandten Stirnseite der Schubladenseitenwand 1 am Seitenwandprofil 3 angeordnet.

Der Anschlag 8 weist einen ersten Bereich 9 und einen zweiten Bereich 10 auf, wobei der erste Bereich 9 einen kleineren Abstand zum Trägerkörper 2 aufweist als der zweite Bereich 10, wobei die Schubladenrückwand 5 im an der Haltevorrichtung 4 befestigten Zustand zumindest am zweiten Bereich 10 des Anschlags 8 anliegt. Gleichzeitig kann die Schubladenrückwand 5 - je nach Ausführungsform - zum ersten Bereich 9 durch einen Spalt 11 beabstandet sein (vergleiche auch Figur 6), wobei die Schubladenrückwand 5 im Idealfall auch im ersten Bereich spaltfrei am Anschlag 8 des Seitenwandprofils 3 anliegt.

Das Seitenwandprofil 3 weist eine Aussparung 24 auf, in welcher die Schubladenseitenwand 5 im an der Haltevorrichtung 4 befestigten Zustand bereichsweise angeordnet ist.

Das Seitenwandprofil 3 weist eine Öffnung für ein Betätigungselement 21 auf, wobei das Betätigungselement 21 mit einer Vorrichtung zur Einstellung der Neigung der Schublade in Bezug auf beidseitig an der Schublade befestigbare oder befestigte Ausziehführungen gekoppelt ist.

Sowohl die Schubladenseitenwand 1 als auch die Schubladenrückwand 5 weisen jeweils einen Auflagesteg 22 bzw. 23 für einen Schubladenboden auf.

Beim Trägerkörper 2 kann es sich um ein schienenförmiges Profil handeln, welches im Querschnitt bereichsweise als„U“ ausgebildet ist. Figur 2a zeigt eine Anordnung aus einer Schubladenrückwand 5, einem Trägerkörper 2 und einer Haltevorrichtung 4 in einem unverbundenen Zustand.

Die Haltevorrichtung 4 weist erste Teile 13 einer Rastverbindung für an der Schubladenrückwand 5 angeordnete und mit den ersten Teilen 13 zusammenwirkende zweite Teile 14 der Rastverbindung auf. Zusammen bilden die ersten Teile 13 und zweiten Teile 14 Befestigungsstellen 12 zur lösbaren Befestigung der Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4 aus.

Die Haltevorrichtung 4 weist eine Haltevorrichtungsschnittstelle 15 zur Befestigung am Trägerkörper 2 auf.

Die Haltevorrichtung 4 besteht im Wesentlichen aus einem Kunststoff.

Es ist eine Befestigungsvorrichtung 16 vorgesehen, über welche die Haltevorrichtung 4 am Trägerkörper 2 befestigbar ist. Die Befestigungsvorrichtung 16 ist am Trägerkörper 2 angeschweißt. Die Befestigungsvorrichtung 16 besteht im Wesentlichen aus einem metallischen Werkstoff.

Die Befestigungsvorrichtung 16 weist eine Befestigungsvorrichtungsschnittstelle 17 zur Verbindung der Haltevorrichtung 4 mit der Befestigungsvorrichtung 16 auf, wobei zumindest die wenigstens eine Befestigungsvorrichtungsschnittstelle 17 einen Winkel 18 von 90° zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 aufweist. Vorzugsweise weist die gesamte Befestigungsvorrichtung 16 einen Winkel 18 von 90° zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 auf.

Anstelle der mittelbaren Befestigung über die Befestigungsvorrichtung 16 kann die Haltevorrichtung 4 auch unmittelbar am Trägerkörper 2 befestigt sein. Die Befestigungsvorrichtung 16 entfällt in diesem Fall.

Figur 2b zeigt die in Zusammenhang mit der Figur 2a beschriebene Anordnung, wobei die Haltevorrichtung 4 über die Befestigungsvorrichtung 16 am Trägerkörper 2 befestigt ist. Die Haltevorrichtung 4 ist zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand 5 schräg zu einer Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 ausgerichtet. Dabei weist die Haltevorrichtung 4 einen Winkel 7 von in etwa 89,5° zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 auf. Das bedeutet, dass die Haltevorrichtung 4 leicht gegenüber der Senkrechten in Richtung des Trägerkörpers 2 schräg gestellt ist.

Diese Schrägstellung der Haltevorrichtung 4 ist auch bei einer unmittelbaren Befestigung der Haltevorrichtung 4 am Trägerkörper 2 erzielbar.

Figur 2c zeigt die in Zusammenhang mit den Figuren 2a und 2b beschriebene Anordnung, wobei zusätzlich die Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4 über die Befestigungsstellen 12 befestigt ist. Die Schubladenrückwand 5 ist parallel zur Haltevorrichtung 4 ausgerichtet.

Gestrichelt eingezeichnet ist die Lage 35 des Anschlags 8 des Seitenwandprofils 3 der Schubladenseitenwand 1. Wie man sieht, würde die Schubladenrückwand 5 im oberen Bereich 10 in das Seitenwandprofil 3 hineinragen. Dies ist aber nur eine theoretische Einbausituation, die in Realität aufgrund der Existenz des Seitenwandprofils 3, nicht eintritt.

Vielmehr muss die Schubladenrückwand 5 - wie aus einem Vergleich mit der Figur 2d hervorgeht - durch die Anlage am Seitenwandprofil 3 ausweichen. Dabei wird die Schubladenrückwand 5 im Wesentlichen parallel zum Anschlag 8 des Seitenwandprofils 3 ausgerichtet oder zumindest die theoretische Schrägstellung der Schubladenrückwand 5 signifikant reduziert. Das für diese Lageänderung notwendige Spiel wird durch die Haltevorrichtung 4, die Befestigungsvorrichtung 16 und den Trägerkörper 6 bereitgestellt. Die Haltervorrichtung 4 weist im befestigten Zustand der Schubladenrückwand 5 einen größeren Winkel 20 zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 auf als im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand 5.

Im Ergebnis liegt die Schubladenrückwand 5 im an der Haltevorrichtung 4 befestigten Zustand spaltfrei zumindest am zweiten Bereich 10 - und im Idealfall auch am ersten Bereich 9 - des Anschlags 8 an. Dadurch ist ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild der Schublade im Bereich der Verbindung von Schubladenrückwand 5 und Schubladenseitenwand 1 sichergestellt.

Figur 3a zeigt einen Trägerkörper 2, an welchem eine Befestigungsvorrichtung 16 angeordnet ist, über welche die Haltevorrichtung 4 am Trägerkörper 2 befestigbar ist. Die Befestigungsvorrichtung 16 weist einen Winkel 18 von 90° zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 auf.

Die Befestigungsvorrichtung 16 ist im hinteren, der Schubladenrückwand 5 zugewandten Bereich des Trägerkörpers 2 angeordnet. Im vorderen, einer Schubladenfrontblende zugewandten Bereich des Trägerkörpers 2 ist eine Befestigungsvorrichtung 25 zur Befestigung einer Schubladenfrontblende am Trägerkörper 2 angeordnet.

In der Figur 3b, ist die zuvor in Zusammenhang mit Figur 3 beschriebene Anordnung dargestellt, wobei zusätzlich eine Haltevorrichtung 4 am Trägerkörper 2 befestigt ist, und zwar über die Befestigungsvorrichtung 16. Die Haltevorrichtung 4 ist zumindest im unbefestigten Zustand der Schubladenrückwand 5 schräg zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 ausgerichtet. Genauer gesagt weist die Haltevorrichtung 4 einen Winkel von in etwa 89,5° zur Längserstreckung 6 des Trägerkörpers 2 auf.

In der Figur 4 sind die Haltevorrichtung 4 und die Befestigungsvorrichtung 16 im unverbundenen Zustand dargestellt.

Die Befestigungsvorrichtung 16 weist eine Befestigungsvorrichtungsschnittstelle 17 zur Verbindung der Haltevorrichtung 4 mit der Befestigungsvorrichtung 16 auf, wobei die Befestigungsvorrichtungsschnittstelle 17 sechs Vorsprünge 27 umfasst. Diese können - wie im dargestellten Fall - als Prägungen oder gezogene Hälse ausgebildet sein.

Die Haltevorrichtung 4 weist eine Haltevorrichtungsschnittstelle 15 zur Befestigung am Trägerkörper 2 auf, wobei die Haltevorrichtungsschnittstelle 15 sechs Öffnungen 26 umfasst. Die Öffnungen 26 korrespondieren in ihrer Form mit der Form der Vorsprünge 27. Zur Befestigung der Haltevorrichtung 4 am Trägerkörper 2 bzw. an der Befestigungsvorrichtung 16 werden die Vorsprünge 27 in die Öffnungen 26 eingeführt. Anschließend kann noch eine Fixierung, beispielsweise durch Taumeln oder Verkleben, erfolgen.

Es sei angemerkt, dass auch die kinematische Umkehr möglich ist, dahingehend dass die Vorsprünge an der Haltevorrichtung 4 und die Öffnungen an der Befestigungsvorrichtung 16 angeordnet sind.

Die Befestigungsvorrichtung 16 weist einen Vertikalsteg 36 und einen Horizontalsteg 37 auf, wobei die Befestigungsvorrichtungsschnittstelle 17 am Vertikalsteg 36 angeordnet ist. Über den Horizontalsteg 37 ist die Befestigungsvorrichtung 16 am Trägerkörper 2 befestigt.

An der Haltevorrichtung 4 sind zwei erste Teile 13 einer Rastverbindung für zwei an der Schubladenrückwand 5 angeordnete und mit den ersten Teilen 13 zusammenwirkende zweite Teil 14 der Rastverbindung angeordnet. Die ersten Teil 13 umfassen einen Rastzapfen. Bei den zweiten Teilen 14 kann es sich um korrespondierende Ausnehmungen handeln (vergleiche Figur 6).

Die Haltevorrichtung 4 weist weiterhin Zentriervorrichtungen 28 auf, welche beispielsweise als Zapfen ausgebildet sein können und welche dazu beitragen, die Schubladenrückwand 5 relativ zur Haltevorrichtung 4 im Zuge der Befestigung der Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4 auszurichten. Die Zentriervorrichtungen 28 können in korrespondierende Öffnungen 31 , welche beispielsweise an einem Rückwandbeschlag 34, welche an der Schubladenrückwand 5 angeordnet ist, eingreifen (vergleiche Figur 6).

Die Haltevorrichtung 4 weist weiterhin ein Federelement 29 sowie Führungselemente 30 auf, an welchen das Seitenwandprofil 3 abstützbar ist.

Figur 5 zeigt einen Ausschnitt der Anordnung gemäß Figur 3b aus dem Bereich der Schubladenrückwand 5, wobei zusätzlich ein Seitenwandprofil 3 am Trägerkörper 2 angeordnet ist. Die Haltevorrichtung 4 ist bereichsweise innerhalb des Seitenwandprofils 3 angeordnet.

Weiterhin erkennt man, dass die Haltevorrichtung 4 nicht nur schräg zum Trägerkörper 2, sondern auch schräg zum Seitenwandprofil 3 ausgerichtet ist. Das führt dazu, dass der erste Teil 13 der oberen Befestigungsstelle 12 einen geringeren Abstand zum Anschlag 8 des Seitenwandprofils 3 aufweist, als der erste Teil 13 der unteren Befestigungsstelle 12.

Figur 6 zeigt den Ausschnitt gemäß Figur 5, wobei zusätzlich ein Rückwandbeschlag 34 der Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4 befestigt ist. Rückwandbeschlag 34 ist fest mit der Schubladenrückwand 5 verbunden und in der Figur 6 repräsentativ für die Schubladenrückwand 5 eingezeichnet.

Die Zentriervorrichtungen 28 greifen in die Öffnungen 31 ein. Wie man darüber hinaus den vergrößerten Ausschnitten A und B entnehmen kann, greifen die ersten Teile 13 in die zweiten Teile 14 ein. Die beiden Teile 13 und 14 bilden jeweils gemeinsam eine Befestigungsstelle 12 zur Befestigung der Schubladenrückwand 5 an der Haltevorrichtung 4.

Wie man ebenfalls den vergrößerten Ausschnitten A und B entnehmen kann, ist die Schubladenrückwand 5 bzw. der Rückwandbeschlag 34 parallel zur Haltevorrichtung 4 ausgerichtet. Der Abstand 33 der beiden Teile 13 und 14 der Befestigungsstellen 12 ist nämlich gleich groß.

Die Schubladenrückwand 5 bzw. der Rückwandbeschlag 34 schließt einen Winkel 32 zur Oberkante des Seitenwandprofils 3 ein, welcher größer als 90°, zum Beispiel 90,5°, ist.

Wie man dem vergrößerten Ausschnitt A, welcher den oberen Bereich 10 zeigt, entnehmen kann, liegt die Schubladenrückwand 5 in diesem Bereich am Anschlag 8 an. Dagegen ist die Schubladenrückwand 5 im unteren Bereich 9, welcher im vergrößerten Ausschnitt B zu sehen ist, über einen Spalt 11 zum Anschlag 8 beabstandet. Im Idealfall ist dieser Spalt 11 nicht vorhanden.




 
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