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Title:
DRESSING AIDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/023944
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a dressing aid (10) for putting on an article of clothing provided with at least one opening. Said aid comprises the following components: (a) a mounting section (17a, 17b) for at least partially mounting the article of clothing, (b) an expansion mechanism (11a, 11b, 14) for expanding the mounting section, thus widening the opening of the mounted article of clothing, and (c) locking means (24, 25), which prevent the contraction of the mounting part once the article of clothing has been mounted. The invention also relates to a dressing aid (90) for taking off an article of clothing of this type and to a set comprising a dressing aid (10) for putting on and an aid (90) for taking off said clothing.

Inventors:
Zumbach, Walter (Sonnhalde 60, Münsingen, CH-3110, CH)
Application Number:
PCT/CH2003/000611
Publication Date:
March 25, 2004
Filing Date:
September 10, 2003
Export Citation:
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Assignee:
Zumbach, Walter (Sonnhalde 60, Münsingen, CH-3110, CH)
International Classes:
A47G25/90; (IPC1-7): A47G25/90
Foreign References:
US3727812A
US6283342B1
US4284216A
DE1021148B
US4942988A
US6056171A
DE29717153U1
Attorney, Agent or Firm:
Blaser S. (AMMANN PATENTANWÄLTE AG BERN, Schwarztorstrasse 31, Bern, CH-3001, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. Umziehhilfe (10,40) zum Anziehen eines mit mindestens einer Öffnung versehenen Kleidungsstückes (39), wobei die Umziehhilfe ein Aufziehteil (17a, 17b, 47a, 47b, 67a, 67b) zum zumindest teilweise Aufziehen des Kleidungsstückes und einen Spreizmechanismus (lla, llb, 14,41a, 41b, 44) aufweist, um das Aufziehteil aufzuweiten und so die Öffnung des aufgezogenen Kleidungsstückes zu spreizen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umziehhilfe Sperrmittel (24,25, 79,80, 82a, 82b) umfasst, die ein Verengen des Aufziehteils bei aufgezogenem Kleidungsstück verhindern.
2. Umziehhilfe nach der Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizmechanismus ein Verbindungselement (14,44) und zwei Schenkel (lla, llb, 41a, 41b) umfasst, die gelenkig mit dem Verbindungselement verbunden sind.
3. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufziehteil Bügel (17a, 17b, 47a, 47b, 67a, 67b) umfasst, die vorzugsweise im Wesentlichen U förmig sind.
4. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (lla, llb, 41a, 41b) mit je einem Bügel (17a, 17b, 47a, 47b) versehen sind, der vorzugsweise abnehmbar ist.
5. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufziehteil ein Mittelteil (66) aufweist, welches zwei Bügel (71a, 71b) umfasst, sodass insbesondere ein Kleidungsstück mit zwei Öffnungen auf das Aufziehteil aufgezogen werden kann, wobei die Bügel vorzugsweise im Wesentlichen Uförmig und besonders bevorzugt abnehmbar sind.
6. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrmittel mindestens eine der folgenden Komponenten umfasst : ein Sperrelement (24,25), das drehbar und arretierbar ist, ein Sperrelement (79,80), das verschiebbar und arretierbar ist, eine Ratsche (82a, 82b), einen Klemmverschluss.
7. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (26a, 26b, 56a, 56b) der Schenkel abgerundet sind, sodass sie beim Anziehen des Kleidungsstückes mit geringem Widerstand über eine Fläche geführt werden können.
8. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel ein ausziehbares Ende (56a, 56b) aufweisen, sodass die Länge der Schenkel an die Grösse der Öffnung des Kleidungsstückes anpassbar ist.
9. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit dem Spreizmechanismus verbundenen Stiel (28) aufweist zum Halten und Führen der Umziehhilfe, wobei der Stiel mindestens eines, bevorzugt alle der folgenden Merkmale aufweist : die Länge des Stiels ist einstellbar, der Stiel ist mittels eines Drehgelenks (30) mit dem Spreizmechanismus verbunden, der Stiel ist mittels eines Verschlusses (32) entfernbar mit dem Spreizmechanismus verbunden.
10. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter einen Schnapphaken (36) aufweist, mit welchem das Kleidungsstück eingeklemmt werden kann, um es vor dem Anziehen beispielsweise vom Boden aufzuheben.
11. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizmechanismus Festhaltemittel (77) umfasst, mit welchen das aufgezogene Kleidungsstück zusätzlich fixiert werden kann.
12. Umziehhilfe (90) zum Ausziehen eines mit mindestens einer Öffnung versehenen Kleidungsstückes (39), insbesondere einer Strumpfware, dadurch gekennzeichnet, dass die Umziehhilfe zwei gespreizte Führungsteile (96a, 96b) zum Aufweiten der Öffnung umfasst, sodass das angezogene Kleidungsstück durch Hineinführen der Führungsteile in die Öffnung ausziehbar ist.
13. Umziehhilfe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsteile (96a, 96b) starr mit einem Mittelteil (91) verbunden sind, wobei zwischen den Führungsteilen eine Ausnehmung (98) vorhanden ist, welche zum Ausziehen insbesondere einer Strumpfware im Wesentlichen entlang der Achillessehne in Richtung Ferse geführt werden kann.
14. Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsteile (96a, 96b) eine in etwa spiegelsymmetrische Form mit einer im Wesentlichen runden Kontur (97a, 97b) haben.
15. Satz mit einer ersten Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und einer zweiten Umziehhilfe nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Umziehhilfe je einen Verschluss (32) zum Verbinden mit ein und demselben Stiel (28) aufweisen.
Description:
Umziehhilfen Die Erfindung bezieht sich auf Umziehhilfen gemäss einem der Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche.

Personen, die sich z. B. aufgrund eines Rückenleidens nicht bücken können, haben grosse Schwierigkeiten, Kleidungsstücke, wie z. B. Socken, an-oder abzuziehen und benötigen daher eine Umziehhilfe, die ein selbstständiges Umziehen unterstützt oder unter Umständen erst ermöglicht.

In der Patentschrift US 4 756 453 ist eine Umziehhilfe zum Anziehen einer Socke beschrieben. Die Umziehhilfe weist zwei Stangen auf, die jeweils mit einem Bügel versehen und mittels eines Gelenks miteinander verbunden sind. Eine Socke wird zum Anziehen über die beiden Bügel gestreift und dann durch Spreizen der beiden Stangen gestreckt, sodass der Fuss in die Öffnung der Socke hineinschlüpfen kann.

Nachteilig an dieser Umziehhilfe ist, dass für das Anziehen ein wesentlicher Kraftaufwand nötig ist, um die beiden Stangen zu spreizen, und sich daher das Anziehen einer Socke als schwierig erweist. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Bügel und das Gelenk nach dem Anziehen der Socke auf der Seite des Wadenbeins befinden und somit mit dem Fuss über das Gelenk gestiegen werden muss, um die beiden Stangen nach vorne zu bringen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Umziehhilfe anzugeben, die diese Nachteile zumindest teilweise behebt und das Umziehen von Kleidungsstücken erleichtert.

Eine Umziehhilfe, die diese Aufgabe löst, ist in dem unabhängigen Anspruch 1 angegeben. Die weiteren Ansprüche geben nebst einer weiteren Umziehhilfe bevorzugte Ausführungen sowie einen Satz von Umziehhilfen an.

Die erfindungsgemässe Umziehhilfe hat den Vorteil, dass das Umziehen von Kleidungsstücken erleichtert wird und insbesondere der Kraftaufwand zum Aus-bzw. Anziehen eines Kleidungsstückes relativ gering ist. Weitere Vorteile gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform einer Umziehhilfe zum Anziehen von Kleidungsstücken mit mindestens einer Öffnung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Umziehhilfe gemäss Fig. 1 beim Anziehen einer Socke, Fig. 3 eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform einer Umziehhilfe zum Anziehen von Kleidungsstücken mit einer oder zwei Öffnungen, Fig. 4 eine Seitenansicht einer Umziehhilfe zum Ausziehen von Strumpfwaren und Fig. 5 eine Vorderansicht der Umziehhilfe gemäss Fig. 4.

1. Ausführungsform Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Umziehhilfe in Form einer Anziehhilfe 10, die insbesondere zum Anziehen von Strumpfwaren wie z. B. Socken geeignet ist.

Die Anziehhilfe weist zwei Schenkel lla und llb auf, die mit einem Verbindungselement 14 gelenkig verbunden sind. Das

Verbindungselement 14 ist quaderförmig und weist eine Ausnehmung auf, durch welche das jeweilige Ende der Schenkel lia und llb geführt ist. Die Enden der Schenkel lla und lib weisen jeweils eine Hülse 12a bzw. 12b auf, durch welche eine Schraube geführt ist, die am Verbindungselement 14 festgeschraubt ist. Diese Lagerung der beiden Schenkel lia und llb ermöglicht es, die Schenkel lia und llb auf-und zuzuklappen, wodurch sich ein Spreizmechanismus ergibt.

Das Verbindungselement 14 weist weiter zwei geknickte Kunststoffteile 15a und 15b auf, die zwischen den Enden der Schenkel lla und llb und der Innenseite des Verbindungselementes 14 eingeklemmt sind. Dadurch wird ein Bewegen der Schenkel lia und llb abgefedert, sodass sie sich nicht lose hin-und herbewegen können, wenn beispielsweise die Anziehhilfe 10 herumgetragen oder verstaut wird.

Die Schenkel lia und lib weisen jeweils einen Bügel 17a bzw.

17b auf, der einen runden Querschnitt hat, um die Gefahr von Verletzungen beim Anziehen des Kleidungsstückes zu minimieren. Die Bügel 17a und 17b bilden zusammen das Aufziehteil, auf welches das anzuziehende Kleidungsstück gestreift wird.

Die Schenkel lla und llb sind je mit zwei runden Vertiefungen 18a, 19a bzw. 18b, 19b versehen, in welche jeweils ein Ende der Bügel 17a, 17b hineingesteckt ist. Die Bügel 17a und 17b sind abnehmbar, sodass ein Verstauen der Anziehhilfe 10 erleichtert wird. Auch ist es möglich, Bügel von verschiedener Form und Grösse einzusetzen, um sie beispielsweise optimaler an die Form und Grösse eines Fusses oder eines anzuziehenden Kleidungsstückes anzupassen.

Die Bügel 17a und 17b weisen von der Seite gesehen im Wesentlichen eine U-Form auf. Die Höhe der Bügel 17a und 17b entspricht in etwa der Knöchelhöhe. Das jeweilige vordere Ende 20a bzw. 20b der Bügel 17a, 17b ist in einem etwa rechten Winkel abgebogen, sodass die beiden Bügel- Mittelteile 21a und 21b bei geschlossener Stellung der Schenkel lla und llb von oben gesehen aufeinander zu laufen und bei halboffener Stellung der Schenkel lia und llb etwa parallel sind.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weisen die Schenkel lia und llb eine leicht abgeknickte Form auf, sodass die Schenkel- Mittelteile 13a und 13b, auf welchem die Bügel 17a und 17b befestigt sind, bei geschlossener Stellung der Schenkel lla und llb etwa parallel zueinander sind.

Durch die ausgewählte Formgebung der Schenkel lla und llb und der Bügel 17a und 17b wird erreicht, dass durch das Aufziehteil 17a, 17b sowohl bei Kleidungsstücken mit kleiner als auch mit grosser Öffnung ein möglichst gleichmässiges Spreizen der Öffnung gewährleistet ist.

Das Verbindungselement 14 weist als Sperrmittel eine oder mehrere rechteckige Platten 24 auf, die in der Mitte jeweils mit einem Loch versehen sind. Durch die Löcher ist eine Schraube mit einem Drehrad 25 hindurchgeführt, wobei das Schraubenende in ein Gewinde des Verbindungselements 14 greift. Die Platten 24 sind somit um ihr Loch herum drehbar und mittels des Schraubverschlusses 25 in einer bestimmten Orientierung arretierbar, wodurch die Schenkel lla und llb entsprechend gespreizt werden können. Mittels der arretierten Platten 24 wird somit ein Zusammenklappen der Schenkel lla und llb verhindert, wenn das Kleidungsstück auf die Bügel 17a und 17b gestreift und dann angezogen wird. Das

Auseinanderklappen der Schenkel lla und lib wird durch das aufgezogene Kleidungsstück selbst verhindert, da aufgrund seiner Elastizität die Bügel 17a und 17b belastet werden.

Da die Schenkel lia und llb stufenlos spreizbar sind, ist die Anziehhilfe 10 auf fast jeden beliebigen Fuss und fast jede beliebige Knöchelform optimal einstellbar. Die Platten 24 verhindern zwar ein Zusammenklappen der Schenkel lia und llb, nicht aber das Auseinanderklappen. Dadurch ist es möglich, dass sich die Schenkel lia und lib beim Anziehen eines Kleidungsstückes weiter spreizen und sich so dem Umfang des Beines bis über das Knie hinweg anpassen können.

Anstelle der rechteckigen Platten 24 kann auch eine Platte mit einer ovalen Form verwendet werden, sodass je nach Stellung der Platte, die Schenkel lia und lib mehr oder weniger gespreizt sind.

Anstelle der Platten 24 und des Schraubverschlusses 25 ist es auch denkbar, ein auf einem Zwischenteil verschiebbares Sperrelement zu benutzen (ähnlich dem Zwischenteil 66 und dem Sperrelement 79 in Fig. 3), um die Schenkel lla und llb in einer bestimmten Stellung zu sperren.

Es ist auch möglich als Sperrmittel Ratschen zu verwenden, wobei die Enden der Schenkel lia und llb jeweils mit einer Ratsche fest verbunden sind, sodass die Schenkel lia und llb bei Belastung nicht zusammenklappen, jedoch auseinanderklappen können. Wie weiter unten erläutert, zeigt Fig. 3 diese Variante von Sperrmitteln in Form der Ratschen 82a und 82b.

Weiter ist es denkbar, die Schenkel lla und llb mittels Klemmverschlüssen in einer bestimmten Stellung zu arretieren.

Die offenen Enden 26a und 26b der Schenkel lla und llb sind abgerundet, wozu beispielsweise jeweils ein Kunststoffteil über die Schenkelenden gestreift ist. Die abgerundeten Enden 26a und 26b erlauben es, die Anziehhilfe 10 mit geringem Widerstand über eine Fläche zu führen, sodass es beispielsweise auch für eine im Bett liegende Person möglich ist, das Kleidungsstück mithilfe der Anziehhilfe anzuziehen.

Optional kann vorgesehen sein, dass die offenen Enden 26a und 26b herausziehbar gestaltet sind, sodass die Schenkel lla und llb verlängerbar sind, um auch Kleidungsstücke von grösserem Umfang anziehen zu können.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist ein Stiel 28 vorgesehen zum Halten und Führen der Anziehhilfe 10. Der Stiel 28 ist teleskopartig ausgebildet, sodass seine Länge auf die Grösse des Benutzers eingestellt und mittels einer konischen Drehhemmung (nicht dargestellt) arretiert werden kann. Das Ende des Stiels 28 ist auf einen mit einem Drehgelenk 30 verbundenen Stutzen 31 aufsetzbar und mittels eines Schnellverschlusses 32 arretierbar. Dadurch wird es ermöglicht, den Stiel 28 z. B. zum Verstauen der Anziehhilfe 10 zu entfernen.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Seitenteile der Bügel 17a und 17b in etwa rechtwinklig zu den Schenkeln lla und llb angeordnet, sodass keine Teile den Fuss beim Hineinschlüpfen in die Socke behindern.

Das Drehgelenk 30 mit dem Stutzen 31, welches am Verbindungselement 14 fixiert ist, ermöglicht es, den Neigungswinkel zwischen dem Stiel 28 und den Schenkeln lla und llb einzustellen. Zum Arretieren einer bestimmten Neigung dient ein am Drehgelenk 30 vorhandener Klemmverschluss 33.

Das Drehgelenk 30 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass der Stiel 28 nach unten verschwenkt werden kann, sodass dieser beim Aufziehen eines Kleidungsstückes auf die Bügel 17a, 17b nicht im Wege steht. Beispielsweise ist es denkbar als Drehgelenk 30 ein Gabelgelenk zu verwenden, sodass der Stiel 28 um mehr als 180 Grad, z. B. bis zu 270 Grad, verschwenkbar ist.

Optional kann die Anziehhilfe 10 noch mit einem Schnapphaken 36 ausgerüstet sein, der mittels eines Gelenks 37 am Kopf des Verbindungselementes 14 montiert ist. Der Schnapphaken 36 dient dazu, Kleidungsstücke, die z. B. auf dem Boden liegen, auflesen zu können, ohne dass sich der Benutzer dazu bücken müsste. Dazu wird zuerst der Schnapphaken aufgeklappt, wie dies durch die strichpunktierten Linien 38 in Fig. 2 gezeigt ist, zum Kleidungsstück geführt und dann die Ausziehhilfe 10 gegen den Boden gedrückt, sodass der Schnapphaken 36 zuschnappt und das Kleidungsstück einklemmt.

Die Anziehhilfe 10 wird zum Anziehen beispielsweise einer Socke 39 wie folgt verwendet. Entsprechend der Grösse der Socke 39 wird der Spreizwinkel zwischen den beiden Schenkeln lla und llb und somit zwischen den beiden Bügel-Mittelteilen 21a und 21b durch Verdrehen der Platten 24 eingestellt und zwar so, dass die Socke 39 noch gut auf die Bügel 17a und 17b gestülpt werden kann, dieser aber dennoch etwas gestrafft wird. Die Socke 39 wird dabei so über die Bügel

17a und 17b gestreift, dass die Innenseite der Socke 39 aussen zu liegen kommt.

Die Socke 39 wird dann soweit nach unten gestreift, bis mindestens das Fersenteil der Socke sichtbar wird und im Wesentlichen auf den Bügel-Mittelteilen 21a und 21b aufliegt.

Der Stiel 28 wird in seiner Länge und Neigung eingestellt und arretiert. Der Benutzer führt dann die Ausziehhilfe 10 zum Fuss und schlüpft mit diesem in die Socke 39 hinein.

Unterstützend kann gleichzeitig die Anziehhilfe 10 in Richtung des Knies geführt werden, wodurch die Socke 39 faltenfrei entlang der Wade abgerollt wird.

Ein Benutzer kann die Anziehhilfe 10 sowohl im Stehen als auch im Sitzen oder im Liegen einsetzen, wobei aber vorausgesetzt ist, dass seine beiden Hände funktionsfähig sind.

Die Umziehhilfe 10 weist u. a. folgende Vorteile auf : Die Umziehhilfe 10 kann zum Anziehen von verschiedenen Arten von Kleidungsstücken verwendet werden, z. B. solchen mit einer Öffnung wie Socken, Jupes, etc. oder solchen mit mehr als einer Öffnung wie Slip, Hosen, etc.

Da das Kleidungsstück zumindest teilweise über das Aufziehteil 17a, 17b gestreift werden kann, wird verhindert, dass das Kleidungsstück beim Hineinschlüpfen des entsprechenden Körpergliedes herunterfallen kann. So ist z. B. auch im Falle, dass der Fuss etwas feucht ist und somit das Anziehen einer Socke erschwert ist, gewährleistet, dass die Socke beim Hineinschlüpfen durch das Aufziehteil 17a,

17b anfangs sicher festgehalten ist und dann mit abnehmendem Widerstand entlang des Beins abgerollt werden kann.

Durch das Zusammenwirken der Sperrmittel 24,25 und des Spreizmechanismus lla, llb, wird zwar ein Zusammenklappen des Aufziehteils 17a, 17b unter Belastung verhindert, jedoch nicht ein Aufweiten. Dadurch wird erreicht, dass beim Anziehen eines Kleidungsstückes dieses immer gut gespannt ist, während sich das Aufziehteil 17a, 17b durch Spreizen an den Umfang des entsprechenden Körperglieds anpassen kann.

Das Drehgelenk 30 ermöglicht es, den Stiel 28 nach unten zu verschwenken, sodass dieser den Benutzer beim Überstreifen eines anzuziehenden Kleidungsstückes auf das Aufziehteil 17a, 17b nicht behindert. So kann der Benutzer z. B. im Sitzen die Umziehhilfe 10 auf seine Oberschenkel legen, den nach unten verschwenkten Stiel 28 zwischen seinen Beinen festklemmen und das Kleidungsstück auf das Aufziehteil 17a, 17b streifen. Zum Anziehen des Kleidungsstückes wird der Stiel 28 dann wieder nach oben verschwenkt. Diese Vorgehensweise ist insbesondere auch für korpulente Benutzer von Vorteil.

Aufgrund des Spreizmechanismus lla, llb ist es auch denkbar, die Anziehhilfe 10 dazu zu verwenden, das Anziehen von Kleidungsstücken für den Oberkörper, wie Hemden oder Jacken, zu unterstützen. Gegebenenfalls ist die Anziehhilfe 10 noch mit zusätzlichen Haltemitteln wie Klammern zu versehen, um ein über das Aufziehteil gestreiftes Kleidungsstück zusätzlich fixieren zu können. Zum Anziehen wird die Anziehhilfe 10 beispielsweise an einem Ständer fixiert, sodass sie sich auf einer geeigneten Höhe befindet und der Benutzer ohne Bücken in das Kleidungsstück schlüpfen kann.

2. Ausführungsform Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Umziehhilfe in Form einer Anziehhilfe 40, die dazu geeignet ist Kleidungsstücke mit einer oder zwei Öffnungen anzuziehen.

Ähnlich wie die erste Ausführungsform umfasst die Anziehhilfe gemäss Fig. 3 zur Bildung eines Spreizmechanismus zwei Schenkel 41a und 41b, deren jeweiliges eine Ende gelenkig mit einem Verbindungselement 44 verbunden ist. Die Schenkel 41a und 41b sind miteinander durch eine Feder 45 verbunden, um ein Schlenkern zu verhindern. Die Schenkel 41a und 41b weisen jeweils einen Bügel 47a und 47b auf, dessen Enden in runde Vertiefungen 48a, 49a bzw. 48b, 49b des jeweiligen Schenkels 41a, 41b gesteckt sind. Die offenen Enden 56a und 56b der Schenkel 41a und 41b sind mit einem abgerundeten Kunststoffteil versehen, sodass sie gut über eine Fläche gleiten können.

Die Ausziehhilfe 40 weist weiter ein u-förmiges Zwischenteil 66 auf, welches mit dem Verbindungselement 44 fest verbunden ist. Das Zwischenteil 66 ist mit zwei Bügeln 67a und 67b versehen, die in runde Vertiefungen 68a, 69a bzw. 68b, 69b hineingesteckt sind.

Die Bügel 47a, 47b, 67a und 67b haben einen runden Querschnitt und sind von der Seite gesehen im Wesentlichen U-förmig.

Die Bügel 47a und 47b auf den Schenkeln 41a und 41b sind etwas versetzt gegenüber den Bügeln 67a und 67b auf dem Zwischenteil 66 angeordnet, wie dies in Fig. 3 durch die strichpunktierten Linien 46 dargestellt ist. Bei mittlerer Spreizung der beiden Schenkel 41a und 41b, entsprechend den

ausgezogenen Linien in Fig. 3, liegen die Bügel-Mittelteile 51a, 51b und 71a, 71b etwa auf derselben Höhe. Dadurch wird gewährleistet, dass die Öffnungen beispielsweise einer auf den Bügeln 51a, 51b, 71a, 71b aufgezogenen Unterhose nicht einen Schlitz bilden, sondern möglichst gleichmässig aufgeweitet sind.

Optional kann vorgesehen sein, dass die offenen Enden 56a und 56b der Schenkel 41a und 41b herausziehbar gestaltet sind. Wie dies durch die strichpunktierten Linien 76 in Fig.

3 dargestellt ist, wird es dadurch bei grosser Spreizung möglich, die Schenkel 41a und 41b zu verlängern und so auch Kleidungsstücke von grösserem Umfang anzuziehen. Zusätzlich können die Schenkel 41a und 41b noch mit Halteklammern 77 ausgerüstet sein, um beispielsweise eine Hose oder ein Jupe an ihrem Bund zu fixieren.

Das Zwischenteil 66 weist ein Sperrelement 79 auf, welches entlang dem Zwischenteil 66 verschiebbar angebracht ist und mittels eines Klemmverschlusses 80 arretiert werden kann.

Die beiden Enden des Sperrelementes 79 sind mit Zapfen 81a und 81b versehen, auf welchen die Schenkel 41a und 41b zu liegen kommen. Je nach Position des Sperrelementes 79 werden die Schenkel 41a und 41b mehr oder weniger gespreizt. Das Sperrelement 79 verhindert zwar, dass die Bügelpaare 51a, 71a bzw. 51b, 71b sich bei aufgezogenem Kleidungsstück verengen, das Aufklappen wird hingegen nicht gesperrt.

Dadurch ist es möglich, dass sich die Schenkel 41a und 41b an den Umfang des Beines anpassen können, wenn die Umziehhilfe 40 entlang den Beinen nach oben geführt wird.

In Fig. 3 ist noch eine weitere Variante der Sperrmittel dargestellt, und zwar ist es auch möglich, die Enden der Schenkel 41a und 41b jeweils mit einer Ratsche 82a bzw. 82b

(Zahnkranz mit einer Sperrklinke) fest zu verbinden, sodass ein Zusammenklappen der Schenkel 41a und 41b bei Belastung verhindert wird. Die Ratschen 82a und 82b können zusammen mit dem Sperrelement 80 oder anstelle von diesem eingesetzt werden.

Ähnlich wie in der ersten Ausführungsform, weist das Verbindungselement 44 ein Drehgelenk 30 mit einem Stutzen 31 und einem Klemmverschluss 33 auf, sodass mittels eines Schnellverschlusses ein in der Länge verstellbarer Stiel montiert werden kann.

Das in Fig. 3 dargestellte Aufziehteil 40 umfasst zwei Bügelpaare 51a, 71a und 51b, 71b, sodass Kleidungsstücke mit einer oder zwei Öffnungen aufgezogen werden können. Ganz allgemein können mit der Anziehhilfe 40 sämtliche Kleidungsstücke für den Unterkörper angezogen werden, wie beispielsweise Socken, Kniesocken, Strümpfe, Unterrock, Jupe, Hose, Strumpfhose, Unterhose, Slip etc.

Die Anziehhilfe 40 wird zum Anziehen von Socken ähnlich verwendet wie die Anziehhilfe 10 gemäss der ersten Ausführungsform. Dazu streift der Benutzer die Socken über die beiden Bügelpaare 51a, 71a bzw. 51b, 71b und steigt mit den Füssen in die geöffneten Socken hinein.

Zum Anziehen einer Strumpfhose beispielsweise wird das Sperrelement 79 zum Spreizen der Schenkel 41a und 41b in einer entsprechenden Stellung arretiert und die Strumpfhosenbeine etwa gleichmässig über die Bügelpaare 51a, 71a und 51b, 71b gestreift, bis die Fersenteile sichtbar werden. Der Benutzer steigt dann abwechslungsweise mit seinen Beinen in die Strumpfhose hinein und führt die Anziehhilfe 40 in Richtung seines Rumpfes bis über seine

Knie hinweg. Da die Schenkel 41a und 41b auf den Zapfen 81a und 81b lediglich aufliegen, können sie noch mehr gespreizt werden und sich so der Form der Beine anpassen, deren Umfang nach oben hin zunimmt.

Das Anziehen einer Hose beispielsweise geschieht dadurch, dass die Schenkel 41a und 41b entsprechend des Hosenumfangs gespreizt und die beiden Hosenstösse auf ein jeweiliges Bügelpaar 51a, 71a bzw. 51b, 71b gestreift werden.

Gegebenenfalls werden die Enden der Schenkel 56a und 56b herausgezogen und der Hosenbund wird zusätzlich mit den Halteklammern 77 fixiert. Der Benutzer steigt dann abwechslungsweise mit seinen Beinen in die Hosenstösse hinein und führt die Anziehhilfe 40 soweit nach oben, dass er den Hosenbund mit den Armen ergreifen kann.

3. Ausführungsform Figuren 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Umziehhilfe, die zum Ausziehen z. B. einer Socke dient (Ausziehhilfe). Die Ausziehhilfe 90 weist ein gekrümmtes Mittelteil 91 auf, dessen Enden 92a und 92b mit Kunststoff von abgerundeter Form versehen sind.

Am Mittelteil 91 ist ein Verbindungsstück 93 angebracht, in welches ein Stiel 94 zum Halten und Führen der Ausziehhilfe geschraubt ist. Es ist auch möglich, das Mittelteil mit einem Schnellverschluss 32 zu versehen, wie er oben beschrieben ist, sodass ein und derselbe Stiel 28 mit den Umziehhilfen 10,40, 90 gemäss den drei beschriebenen Ausführungsformen verbunden werden kann.

Am Mittelteil 91 sind zwei Halter 95a und 95b angeschraubt, die nach vorne gebogen sind. Jeder Halter 95a, 95b ist mit

einem länglichen Führungsteil 96a bzw. 96b verbunden, die eine in etwa spiegelsymmetrische Form haben. Das jeweilige Führungsteil 96a bzw. 96b weist eine im Wesentlichen runde Kontur 97a bzw. 97b in Form einer Sechs auf, wobei dessen Oberfläche ähnlich wie ein Schuhlöffel gebogen ist. Die Führungsteile 96a und 96b bilden zusammen ein Führungselement mit einer Ausnehmung 98 in der Mitte. Dazu, sind die Führungsteile 96a bzw. 96b gespreizt montiert, sodass sie aufeinander zu laufen, aber etwa in der Mitte der beiden Führungsteile ein materialfreier Zwischenraum ist.

Zum Abziehen eines angezogenen Strumpfes wird das Führungselement 96a, 96b zwischen Bein und Strumpf geschoben, sodass die Öffnung des Strumpfes durch die gespreizten Führungsteile 96a und 96b aufgeweitet wird.

Diese werden dann in Richtung Ferse geschoben, wobei beim Abstreifen des Strumpfes die Ausnehmung 98 in etwa entlang der Achillessehne geführt wird. Da der jeweilige untere Teil der Führungsteile 96a und 96b etwas breiter ist als der obere Teil, fällt der vom Fuss abgestreifte Strumpf nicht auf den Boden, sondern bleibt auf dem Führungselement 96a, 96b hängen. Der Strumpf kann somit zur Hand geführt werden, ohne dass sich der Benutzer zu bücken braucht.

Als Materialien zur Herstellung der Umziehhilfen 10,40, 90 eignen sich Kunststoffe und Metalle, wobei leichte Materialien bevorzugt werden, damit die Masse der Umziehhilfen möglichst gering ist. Der Stiel 28 bzw. 94 sowie die Bügel 17a, 17b, 47a, 47b, 67a und 67b sind entfernbar, sodass die Umziehhilfen 10, 40, 90 als kompaktes Handgepäck (beispielsweise in einem Flugzeug) mitgeführt werden können.