| JP62152608 | DRILLING METHOD FOR REFERENCE HOLE OF BASE PLATE |
| WO/2005/023472 | DRILL BIT DEPTH ADJUSTMENT |
| JP01240211 | HOLE OPENING JIG FOR OPENING WALL HOLE OF COUPLING HOUSING BOX |
Linka, Martin (Kuglerweg 6 Horb, 72160, DE)
| 1. | Bohrer zum Herstellen von Bohrlöchern mit Hinterschneidung in einem Mauer werk, mit einem Bohrerschaft und einem Bohrkopf, der mindestens eine Seiten schneide zum Ausreiben der Hinterschneidung aufweist, und mit einem Tiefen anschlag, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag (22) ein Metallteil ist und mindestens ein Federelement (26) aufweist, mit dem sich der Bohrer (10) bei Erreichen einer vorgesehenen Bohrlochtiefe elastisch an einer Oberfläche des Mauerwerks abstützt. |
| 2. | Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag (22) ein einstückiges Blechstanzund Biegeteil ist. |
| 3. | Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag (22) eine Federlasche (26) als Federelement aufweist. |
| 4. | Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag (22) ein Clipselement (28) aufweist und auf den Bohrerschaft (12) aufgesetzt ist. |
| 5. | Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrerschaft (12) ein Widerlager (36) für den Tiefenanschlag (22) aufweist. |
| 6. | Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrerschaft (12) eine Ausbauchung (21) zur Bildung eines Schwenklagers im Bohrloch zwischen dem Tiefenanschlag (22) und dem Bohrkopf (14) aufweist. |
Ein derartiger Bohrer ist bekannt aus der EP 0 385 059 B1. Der bekannte Bohrer weist einen Bohrerschaft und einen Bohrkopf mit Stirn-und mit Seitenschneiden auf. Die Stirnschneiden dienen zum Bohren eines zylindrischen Bohrlochs, die Seitenschneiden zum Ausreiben einer konischen Hinterschneidung im Bereich eines Bohrlochgrundes.
Zum Ausreiben der Hinterschneidung wird eine Taumelbewegung mit dem Bohrer voll- führt bei gleichzeitigem Drehantrieb des Bohrers. Die Hinterschneidung wird am Ende des Bohrens des zylindrischen Bohrlochs ausgerieben.
Des Weiteren weist der bekannte Bohrer einen Tiefenanschlag auf, der eine Bohrloch- tiefe begrenzt und als Wiederiager beim Ausreiben der Hinterschneidung dient. Der Tiefenanschlag des bekannten Bohrers umfasst eine Lochscheibe aus Kunststoff, die ein Dämpfungselement bildet. Die Lochscheibe stützt sich axial über eine Lagerscheibe an einem am Bohrerschaft ausgebildeten Bund ab. Außerdem umfasst der Tiefenan- schlag des bekannten Bohrers ein ringförmiges Blechgehäuse, das den Bund des Bohrerschafts und die das Dämpfungselement bildende Lochscheibe axial übergreift und die Lochscheibe am Bund auf dem Bohrerschaft hält.
Durch die mehrteilige Ausbildung aus unterschiedlichen Materialien ist der Tiefen- anschlag des bekannten Bohrers aufwendig in der Herstellung. Außerdem kann eine beim Schlagbohren oder Bohrhämmern auftretende thermische Belastung die aus Kunststoff bestehende, das Dämpfungselement bildende Lochscheibe bis zur Erwei- chung und Zerstörung erwärmen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bohrer der vorstehend erläuterten Art vorzuschlagen, dessen Tiefenanschlag einfach und preisgünstig herstellbar und dessen thermische und mechanische Belastbarkeit verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Tiefenanschlag des erfindungsgemäßen Bohrers ist ein Metallteil und deswegen ther- misch und mechanisch hoch belastbar. Der Tiefenanschlag weist mindestens ein Feder- element auf, das bei Erreichen einer vorgesehenen Bohrlochtiefe auf einer Oberfläche eines Mauerwerks oder eines sonstigen Bohrgrundes aufsitzt und den Bohrer elastisch an der Oberfläche abstützt. Auf diese Weise wird ein elastischer Tiefenanschlag erreicht, von einer Schlagbohrmaschine oder einem Bohrhammer ausgehende Schlag- stöße werden gedämpft. Die vorgesehene Bohrlochtiefe ist die durch den Tiefen- anschlag vorgegebene Bohrlochtiefe, die durch einen Axialabstand des Tiefenanschlags vom Bohrkopf bestimmt ist. Durch die Herstellung des Tiefenanschlags aus Metall wird aufgrund von Wärmeleitung und großer Oberfläche eine verbesserte Wärmeabgabe an die Umgebungsluft und damit eine verringerte Erwärmung erreicht. Eine Standzeit des Tiefenanschlags ist erhöht. Darüber hinaus behindert der erfindungsgemäße Tiefen- anschlag einen Bohrmehlaustritt aus dem Bohrloch weniger stark als der bekannte Tiefenanschlag, ein Bohrmehlaustritt ist verbessert.
In vorzugsweiser Ausgestaltung der Erfindung ist der Tiefenanschlag als einstückiges Blechstanz-und Biegeteil hergestellt. Der Tiefenanschlag ist dadurch einfach und kostengünstig herstellbar. Durch Herstellung aus einem widerstandsfähigen Material wie beispielsweise Federstahl weist der Tiefenanschlag eine lange Standzeit auf, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Bohrers über derjenigen des Bohrers liegt, so dass sich ein Ende der Nutzbarkeit des Bohrers durch Abnutzung des Bohrers selbst und nicht durch eine Abnutzung des Tiefenanschlags ergibt. Des Weiteren ist durch Verwendung eines widerstandsfähigen Materials wie Federstahl für den Tiefenanschlag eine Beschädigung des Tiefenanschlags durch Erwärmung bei bestimmungsgemäßem Gebrauch an sich ausgeschlossen.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Tiefenanschlag eine Federlasche als Federelement auf, die ohne zusätzlichen Aufwand durch Stanzen und Biegen des Tiefenanschlags herstellbar ist. Um den Tiefenanschlag auf dem Bohrerschaft zu halten sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Tiefenanschlag als Clipselement ausgebildet ist. Dies kann ebenfalls durch eine oder mehrere Federlaschen bewerkstelligt sein, die beispielsweise federelastisch in eine Nut im Bohrerschaft eingreifen oder einen Bund des Bohrerschafts federelastisch hintergreifen.
Um den Tiefenanschlag in axialer Richtung auf dem Bohrerschaft zu halten sieht eine Ausgestaltung der Erfindung ein Widerlager am Bohrerschaft vor, gegen das sich der Tiefenanschlag axial abstützt. Das Widerlager kann beispielsweise eine Nut oder ein Bund des Bohrerschafts sein.
Zur Bildung eines Schwenklagers für den Bohrer zum Ausreiben der Hinterschneidung sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine Ausbauchung am Bohrerschaft vor. Die Ausbauchung ist zwischen dem Tiefenanschlag und dem Bohrkopf vorgesehen. Zu- sammen mit dem Bohrloch bildet die Ausbauchung eine Art Schwenklager, um das der Bohrer in alle Richtungen schwenkbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es zeigen : Figur 1 einen erfindungsgemäßen Bohrer in perspektivischer Darstellung ; Figur 2 einen Tiefenanschlag des Bohrers aus Figur 1 als Einzelteil in perspekti- vischer Darstellung ; und Figur 3 einen Achsschnitt des Bohrers aus Figur 1 im Bereich des Tiefen- anschlags.
Der in Figur 1 dargestellte, erfindungsgemäße Bohrer 10 dient zum Bohren eines eine Hinterschneidung aufweisenden Bohrlochs in einem Mauerwerk oder einem sonstigen Bohrgrund. Der Bohrer 10 weist einen Bohrerschaft 12 mit einem Bohrkopf 14 an einem Ende auf. Das andere Ende des Bohrerschafts 12 dient zum Einspannen des Bohrers 10 in ein Bohrfutter eines nicht dargestellten Bohrhammers.
In einen quer durchgehenden Schlitz im Bohrkopf 14 ist in an sich bekannter Weise eine Hartmetallplatte 16 eingesetzt und eingelötet. Die Hartmetallplatte 16 steht an einer Stirnseite und am Umfang des Bohrkopfs 14 über und bildet an der Stirnseite Stirn- schneiden und am Umfang Seitenschneiden des Bohrers 10. Der Bohrkopf 14 hat die Form eines Kegelstumpfs, der sich in Richtung des Endes des Bohrerschafts 12 er- weitert. Am Bohrkopf 14 beginnend verlaufen zwei Bohrmehinuten 18 wendelförmig in Richtung einer Längsmitte des Bohrerschafts 12.
Ungefähr in seiner Längsmitte weist der Bohrer 10 einen umlaufenden Bund 20 auf, an dem ein Tiefenanschlag 22 auf den Bohrer 10 aufgesetzt ist. Der in Figur 2 als Einzelteil dargestellte Tiefenanschlag 22 ist als Blechstanz-und Biegeteil einstückig aus einem Federstahlblech hergestellt. Der Tiefenanschlag 22 weist eine Grundplatte 24 auf, die als Lochscheibe mit achteckigem Umriss ausgebildet ist. An den insgesamt acht Außen- rändern weist die Grundplatte 24 acht Federlaschen 26,28 auf, die einstückig mit der Grundplatte 24 sind. Vier der Federlaschen 26 stehen zu einer Seite und die anderen vier Federlaschen 28 stehen zur anderen Seite von der Grundplatte 24 ab, wobei die Federlaschen 26,28 jeweils abwechselnd zur einen und zur anderen Seite der Grund- platte 24 umgebogen sind.
Vier Federlaschen 26 sind bogenförmig von den Rändern der Grundplatte 24 zunächst nach außen und mit Abstand von der Grundplatte 24 wieder radial nach innen weisend gebogen. Freie Enden 30 dieser Federlaschen 26 befinden sich in einem Abstand von der Grundplatte 24 in einer gedachten Ebene parallel zur Grundplatte 24. Diese Feder- laschen 26 stehen in Richtung des Bohrkopfs 14 von der Grundplatte 24 ab und werden nachfolgend als Federelemente 26 bezeichnet.
Die anderen vier Federlaschen 28 bilden Clipselemente 28 und werden nachfolgend als solche bezeichnet. Die Clipselemente 28 stehen von den Rändern der Grundplatte 24 des Tiefenanschlags 22 zunächst schräg nach innen ab und sind an ihren Enden schräg nach außen stehend umgebogen. Diese freien, schräg nach außen stehenden Enden der Clipselemente 28 bilden Ausrückflächen 32.
Zum Zusammenbau wird der Tiefenanschlag 22 mit dem Mittelloch 34 in der Grundplatte 24 vom Bohrkopf 14 her auf den Bohrerschaft 12 aufgesetzt. Dabei weisen die Clips- elemente 28 in Richtung des Bundes 20. Der Tiefenanschlag 22 wird soweit auf den Bohrerschaft 12 aufgeschoben, dass die Clipselemente 28 den Bund 20 überwinden.
Dabei stoßen zunächst die Ausrückflächen 32 gegen den Bund 20, wodurch die Clips- elemente 28 elastisch auseinander federn bis sie den Bund 20 überwunden haben. Die Clipselemente 28 federn anschließend wieder zusammen, sie übergreifen den Bund 20 und halten den Tiefenanschlag 22 auf dem Bohrerschaft 12.
Wie in Figur 3 zu sehen ist eine dem Bohrkopf 14 zugewandte Stirnfläche des Bundes 20 als Radialfläche ausgebildet, sie bildet ein Widerlager 36 für die Grundplatte 24 des Tiefenanschlags 22. Zwischen dem Bohrkopf 14 und dem Bund 20 weist der Bohrer- schaft 12 eine tonnenförmige Ausbauchung 38 auf, die in einem Bohrloch eine Art Schwenklager zum allseitigen Schwenken des Bohrers 10 bildet.
Wird in an sich bekannter Weise mit dem Bohrer 10 ein Bohrloch in ein nicht darge- stelltes Mauerwerk gebohrt, setzen die Federelemente 26 auf eine Oberfläche des Mauerwerks auf und die Grundplatte 24 des Tiefenanschlags 22 stützt sich axial am Widerlager 36 ab, so dass der Tiefenanschlag 22 eine Bohrlochtiefe begrenzt. Dabei sitzt der Tiefenanschlag 22 über seine Federelemente 26 elastisch auf der Oberfläche des Mauerwerks auf und dämpft Schlagstöße eines zum Bohren verwendeten Bohr- hammers.
Nach Erreichen einer vorgesehenen, durch den Tiefenanschlag 22 begrenzten Bohr- lochtiefe wird der Bohrer 12 bei weiterhin drehendem Antrieb in einer Taumelbewegung im Bohrloch geführt, d. h. eine gedachte Bohrerachse wird auf einer gedachten Kegel- mantelfläche bewegt. Bei der Taumelbewegung reiben die Seitenschneiden der Hart- metallplatte 16 eine kegelstumpfförmige Hinterschneidung am Grund des Bohrlochs aus. Die Ausbauchung 21 des Bohrerschafts 12 bildet mit einer Bohrlochwandung eine Art Schwenklager, um die der Bohrer 10 zur Ausführung der Taumelbewegung in alle Richtungen schwenkbar ist. Beim Ausreiben der Hinterschneidung durch die Taumel- bewegung wird der Tiefenanschlag 22 mit seinen Federelementen 26 an der Oberfläche des Mauerwerks anliegend gehalten, er bildet eine Art axiales Widerlager beim Aus- reiben der Hinterschneidung am Grund des Bohrlochs. Der Tiefenanschlag 22 weist eine ausreichende Elastizität und Beweglichkeit auf den Bohrerschaft 12 auf, um die bei der Taumelbewegung auftretenden Winkeländerungen des Bohrers 10 in Bezug zum Mauerwerk ausgleichen zu können.
Next Patent: CNC WEB SLITTER MACHINE
