Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DRILL BIT AND PRODUCTION METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/202768
Kind Code:
A1
Abstract:
A drill bit (1) has, along a drill-bit axis (6), a drilling head (2), a multi-start helix (3), made of two or more helical coils (12), and an insertion end (4). The helix (3) has a helix slope (19) and a pitch (20) in a delivery region (15). In an outlet region (17) of the helix (3), said outlet region being directed towards the insertion end (4), the helical coils (12) merge continuously, within a first portion (26), from orientation in alignment with the helix slope (19) into orientation parallel to the drill-bit axis (6). A length (30) of the portion (26) is at least quarter the pitch (20) of the delivery region (15). The helical coils (12), in a second portion (27), are oriented parallel to the drill-bit axis (6).

Inventors:
DOMANI, Guenter (Kirchstr. 28E, Weissensberg, 88138, DE)
PETERS, Carsten (Wis 14, 9468 Sax, 9468, CH)
SCHROEDER, Florian (Dossenstrasse 7, 9470 Buchs, 9470, CH)
Application Number:
EP2016/063565
Publication Date:
December 22, 2016
Filing Date:
June 14, 2016
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (Feldkircherstr. 100, 9494 Schaan, 9494, LI)
International Classes:
B23B51/02; B21H3/10; B21K5/04; B23P15/32; B28D1/14; E21B10/44
Foreign References:
DE102011085187B32012-12-13
EP0890403A11999-01-13
DE1943586A11971-03-11
DE19722517A11998-12-03
US3427844A1969-02-18
US1543608A1925-06-23
US3504575A1970-04-07
US7628232B22009-12-08
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Bohrer (1 ), der längs einer Bohrerachse (6) einen Bohrkopf (2), eine mehrgängigen Wendel (3) aus zwei oder mehr Wendelstegen (12) und ein Einsteckende (4) aufweist, wobei die Wendel (3) in einem Förderbereich (15) eine Wendelsteigung (19) und eine Ganghöhe (20) aufweist dadurch gekennzeichnet, dass

in einem dem Einsteckende (4) zugewandten Auslaufbereich (17) der Wendel (3) die Wendelstege (12) innerhalb eines ersten Abschnitts (26) von einer Ausrichtung mit der Wendelsteigung (19) kontinuierlich in eine zu der Bohrerachse (6) parallele Ausrichtung übergehen, wobei eine Länge (30) des Abschnitt (26) wenigstens ein Viertel der Ganghöhe (20) des Förderbereichs (15) beträgt, und die Wendelstege (12) in einem zweiten Abschnitt (27) parallel zu der Bohrerachse (6) ausgerichtet sind.

Bohrer (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch kennzeichnet, dass der Förderbereich (15) und der erste Abschnitt (26) des Auslaufbereichs (17) einen abgesehen von der Orientierung bezüglich der Bohrerachse (6) gleichbleibenden Querschnitt aufweisen.

Bohrer (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass die Wendelnuten (14) in dem Förderbereich (15) und dem ersten Abschnitt (26) eine gleichbleibende Tiefe (23) aufweisen.

Bohrer (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Abschnitt (26) die Wendelsteigung (19) der Wendelstege (12) gegenüber der Bohrerachse (6) mit einer Rate zwischen 0,25 Grad und 2 Grad pro einem Grad in dem Drehsinn (5) der Wendel (3) abnimmt.

Bohrer (1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Bereich die Wendelsteigung (19) in dem Drehsinn (5) der Wendel (3) kontinuierlich mit der Rate von einer Wendelsteigung (19) von 90 Grad auf eine Wendelsteigung (19) zwischen 30 Grad und 70 Grad abfällt.

Bohrer (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge (29) des zweiten Abschnitts (27) zwischen einem Viertel und dem Dreifachen der Ganghöhe (20) des Förderbereichs (15) liegt.

7. Bohrer (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Querschnitt des zweiten Abschnitts (27) über wenigstens die Hälfte des zweiten Abschnitts (27) konstant ist. 8. Bohrer (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf (2) aus einem gesinterten Hartmetall ist.

Bohrer (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf (2) zu der Bohrerachse (6) parallele Abbruchkanten (1 1 ) aufweist.

Herstellungsverfahren für einen Bohrer mit einer mehrgängigen Wendel (3) und einem Einsteckende (4) mit den Schritten:

Umformen eines zylindrischen Rohlings (33), indem mehrere geradlinige, parallel zu der Achse (36) des Rohlings (33) ausgerichtete Längsnuten (39) in den Rohling (33) eingeformt werden,

Verdrallen der geradlinigen Längsnuten (39) mittels eines Verdrallwerkzeugs (47) zum Erzeugen einer Wendel (3) mit einer Wendelsteigung (19) und einer Ganghöhe (20) in einem Förderbereich (15), wobei in einem ersten Teilabschnitt (52) der Längsnuten (39), dessen Länge (30) wenigstens einem Viertel der Ganghöhe (20) entspricht, die Längsnuten (39) des Rohlings (33) von der zu der Achse (36) parallelen Ausrichtung in die Ausrichtung gemäß der Wendelsteigung (19) in dem Förderbereich (15) kontinuierlich umgeformt werden und ein zweiter Teilabschnitt (50) der Längsnuten (51 ) von dem Verdrallen ausgenommen ist.

Herstellungsverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge (49) des zweiten Teilabschnitts (50) zwischen einem Viertel und dem Dreifachen der Ganghöhe (20) des Förderbereichs (15) liegt.

Herstellungsverfahren nach Anspruch 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnuten (39) durch ein Walzen (35) längs der Achse (36) des Rohlings (33) geformt werden.

Description:
Bohrer und Herstellungsverfahren

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bohrer, insbesondere für den Abbau von mineralischen Bauwerkstoffen, und ein Herstellungsverfahren für den Bohrer.

Ein Bohrer zum Abbau mineralischer Bauwerkstoffe, z.B. US 7,628,232, hat einen Bohrkopf mit einer Meißelkante. Die Meißelkante wird durch ein Schlagwerk einer Handwerkzeugmaschine periodisch gegen den Bauwerkstoff geschlagen. Der Bauwerkstoff wird dabei zerstoßen. Der Bohrer wird fortlaufend um seine Bohrerachse gedreht, wodurch die Meißelkante von einem Schlag zum nächsten um einen Winkel gedreht wird. Der Bohrkopf kann bei dem Drehen zusätzlich Material von der Bohrlochwand abbrechen, wodurch sich ein etwa kreisförmiges Bohrloch ergibt. Die Wendel unterliegt hohen mechanischen Belastungen, insbesondere wenn der Anwender den Bohrer beim Bohren querbelastet.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Der erfindungsgemäße Bohrer, welcher bevorzugt für eine schlagende Bearbeitung von mineralischen und armierten Bauwerkstoffen ausgelegt ist, hat längs einer Bohrerachse einen Bohrkopf, eine mehrgängigen Wendel aus zwei oder mehr Wendelstegen und ein Einsteckende. Die Wendel weist in einem Förderbereich eine Wendelsteigung und eine Ganghöhe auf. In einem dem Einsteckende zugewandten Auslaufbereich der Wendel gehen die Wendelstege innerhalb eines ersten Abschnitts von einer Ausrichtung mit der Wendelsteigung kontinuierlich in eine zu der Bohrerachse parallele Ausrichtung über. Eine Länge des Abschnitts beträgt wenigstens ein Viertel der Ganghöhe des Förderbereichs. Die Wendelstege sind in einem zweiten Abschnitt parallel zu der Bohrerachse ausgerichtet. Der Auslaufbereich mit dem schwach gekrümmten ersten Abschnitt und dem geradlinigen zweiten Abschnitt erweist sich als hilfreich Biegebelastungen aufzunehmen und die Biegespannungen zwischen dem Bohrkopf und dem Einsteckende zu dämpfen.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass ein Querschnitt in dem ersten Abschnitt und dem Förderbereich gleichbleibend ist. Der Querschnitt hat nur eine aufgrund der Helixform der Wendel sich längs der Bohrerachse ändernde Orientierung. Der Querschnitt kann jedoch an beliebigen Stellen innerhalb des ersten Abschnitts und des Förderbereichs mit sich durch eine geeignete Drehung um die Achse zur vollständigen Deckung gebracht werden. Die Wendel setzt sich somit in den Auslaufbereich fort, jedoch steigt deren Wendelsteigung an und erreicht 90 Grad. Die Wendelstege ändern nicht ihrer Abmessungen, d.h. Höhe und Stärke. Biegespannungen können gleichmäßig eingeleitet werden und erzeugen keine lokalen Spitzen.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Wendelnuten in dem Förderbereich und dem ersten Abschnitt eine gleichbleibende Tiefe aufweisen.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass in dem ersten Bereich die Wendelsteigung der Wendelstege gegenüber der Bohrerachse mit einer Rate zwischen 0,25 Grad und 2 Grad pro einem Grad in dem Drehsinn der Wendel abnimmt. Die Wendelsteigung ändert sich vorzugsweise kontinuierlich über die gesamte Länge des ersten Bereichs. Die Wendelsteigung kann im Förderbereich zwischen 30 Grad und 70 Grad betragen, die Wendelsteigung in dem ersten Bereich nimmt kontinuierlich ab, bis diese Wendelsteigung erreicht ist. Eine Ausgestaltung sieht vor, dass eine Länge des zweiten Abschnitts zwischen einem Viertel und dem Dreifachen der Ganghöhe des Förderbereichs liegt. Der zweite Abschnitt verlängert den Bohrer unnötig, auch hat keine und nur eine sehr geringe Förderwirkung für das Bohrmehl. Dieser zweite Abschnitt kann jedoch die Dauerfestigkeit des Bohrers erhöhen. Ein Querschnitt des zweiten Abschnitts kann über wenigstens die Hälfte des zweiten Abschnitts konstant sein.

Ein Herstellungsverfahren für den Bohrer kann folgende Schritte umfassen. In einen zylindrischen Rohling werden mehrere geradlinige, parallel zu der Achse des Rohlings ausgerichtete Längsnuten eingeformt. Die Längsnuten werden mit einem Verdrallwerkzeug verdrallt. Ein Teilabschnitt der Längsnuten wird so verdrallt, dass die Längsnuten des Rohlings von der zu der Achse parallelen Ausrichtung in die Ausrichtung gemäß der Wendelsteigung in dem Förderbereich kontinuierlich umgeformt werden. Der erste Teilabschnitt hat eine Länge, die wenigstens einem Viertel der Ganghöhe entspricht. Ein zweiter Teilabschnitt der Längsnuten ist von dem Verdrallen ausgenommen.

Die Längsnuten werden vorzugsweise durch ein Längswalzen eingeformt. KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen und Figuren. In den Figuren zeigen:

Fig. 1 einen Bohrer

Fig. 2 einen Querschnitt durch den Bohrer in der Ebene II-II Fig. 3 einen Querschnitt durch den Bohrer in der Ebene III-III Fig. 4 einen Querschnitt durch den Bohrer in der Ebene IV-IV Fig. 5 einen Querschnitt durch den Bohrer in der Ebene V-V

Fig. 6 einen Querschnitt durch den Bohrer in der Ebene Vl-Vl Fig. 7 einen Längsschnitt durch einen geradlinigen Abschnitt der Wendel, Fig. 8 abgerollte Darstellung der Wendel Fig. 9 Walzen eines Rohlings Fig. 10 einen Querschnitt zu Fig. 9

Fig. 1 1 einen Halbling

Fig. 12 Umformen des Halblings mit einer rotierenden Matrize Fig. 13 Querschnitt durch eine Stützmatrize Fig. 14 Querschnitt durch eine Matrize

Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.

AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG Fig. 1 zeigt einen beispielhaften Bohrer 1. Der Bohrer 1 hat einen Bohrkopf 2, einen Wendel 3 und ein Einsteckende 4. Der Bohrer 1 ist beispielsweise für den Abbau von mineralischen Werkstoffen, z.B. armiertem Beton, ausgelegt. Der Bohrer 1 wird im Betrieb in einem Drehsinn 5 um seine Längsachse 6 (Bohrerachse) gedreht. Der Bohrer 1 kann dazu in eine Handwerkzeugmaschine eingesetzt werden, welche einen entsprechenden Drehantrieb aufweist. Ein Schlagwerk der Handwerkzeugmaschine schlägt periodisch auf das freie Ende 7 des Einsteckendes 4. Die Stoßwelle der Schläge läuft durch die Wendel 3 in Schlagrichtung 8 zu dem Bohrkopf 2. Der Bohrkopf 2 zertrümmert den Werkstoff. Die Drehbewegung stellt erstens sicher, dass der Bohrkopf 2 unter verschiedenen Orientierungen auf den Untergrund aufschlägt und das Bohrloch gleichmäßig ausgeschlagen wird, und bewirkt zweitens den Abtransport des Bohrguts aus dem Bohrloch mittels der Wendel 3. Der beispielhafte Bohrkopf 2 hat vier Meißelkanten 9. Die Meißelkanten 9 laufen an einer Spitze 10 auf der Bohrerachse 6 zusammen. Die Spitze 10 ist vorzugsweise der in Schlagrichtung 8 höchste Punkt, welche somit beim Bohren zuerst den Werkstoff kontaktiert. Die Meißelkanten 9 können in radialer Richtung von außen zur Bohrerachse 6 hin längs der Schlagrichtung 8 ansteigen. Die Meißelkanten 9 weisen alle in die Schlagrichtung 8. Die Meißelkante 9 wird durch jeweils eine im Drehsinn vorauslaufende Facette und eine nachlaufende Facette gebildet, die beide in die Schlagrichtung 8 weisen. Die beiden Facetten sind zueinander geneigt, der Dachwinkel an der Meißelkante 9 ist größer als 45 Grad, vorzugsweise größer 60 Grad und geringer als 120 Grad. Die Meißelkanten 9 können alle gleich ausgestaltet sein, oder paarweise verschieden sein. Der Bohrkopf 2 hat vier Abbruchkanten 11 , die parallel zu der Bohrerachse 6 verlaufen. Die Abbruchkanten 11 gehen in die Meißelkanten 9 über. Die Abbruchkanten 11 definieren den Durchmesser des Bohrkopfs 2. Die Anzahl der Meißelkanten 9 und der Abbruchkanten 11 kann in Abhängigkeit des Durchmessers des Bohrers 1 gewählt sein. Beispielsweise kann bei einem Bohrer 1 geringen Durchmessers der Bohrkopf 2 zwei Meißelkanten 9, ein Bohrkopf 2 großen Durchmessers mehr als vier Meißelkanten 9 und entsprechende Zahl von Abbruchkanten 11 aufweisen.

Der Bohrkopf 2 ist vorzugsweise aus einem gesinterten Werkstoff, insbesondere Wolframkarbid, hergestellt. Die Meißelkanten 9 und die Abbruchkanten 11 sind vorzugsweise monolithisch zusammenhängend, insbesondere ohne Fügezone miteinander verbunden. Die Wendel 3 des Bohrers 1 hat beispielsweise vier Wendelstege 12. Die Anzahl der Wendelstege 12 ist vorzugsweise gleich der Anzahl der Meißelkanten 9. Die Wendelstege 12 laufen längs der Bohrerachse 6 mehrfach um diese Bohrerachse 6 um. Die Wendelstege 12 beschreiben beim Drehen des Bohrers 1 eine zylindrische Einhüllende 13. Jeweils benachbarte Wendelstege 12 schließen zwischen sich eine Wendelnut 14 ein, die in radialer Richtung durch die Einhüllende 13 als geometrisch begrenzt angesehen wird. Das Bohrgut wird in den Wendelnuten 14 durch die Wendelstegen 12 längs der Bohrerachse 6 transportiert. Die Wendel 3 hat längs der Bohrerachse 6 verschiedene Abschnitte, die sich um verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, in der Steigung der Wendelstege 12 unterscheiden. Ein Förderbereich 15 ist der dominierende Abschnitt und dient dem Fördern des Bohrguts. Der Förderbereich 15 erstreckt sich typischerweise um mehr als 80 % der Länge der Wendel 3. Der Förderbereich 15 kann unmittelbar an den Bohrkopf 2 angrenzen, alternativ ist zwischen dem Bohrkopf 2 und dem Bohrkopf 2 ein Befestigungsbereich 16, welcher an besondere Erfordernisse für die Befestigung des Bohrkopfs 2 an die Wendel 3 ausgelegt ist. Die Wendel 3 schließt an ihrem zum Einsteckende 4 weisenden Ende 7 mit einem Auslaufbereich 17 ab. Der Auslaufbereich 17 geht in den zylindrischen Schaft 18 des Einsteckendes 4 über.

In dem Förderbereich 15 liegt eine Wendelsteigung 19 der Wendelstege 12, d.h. eine Neigung der Wendelstege 12 gegenüber einer zu der Bohrerachse 6 senkrechten Ebene, in einem Bereich zwischen 35 Grad und 70 Grad. Die Wendelsteigung 19 der Wendelstege 12 ist vorzugsweise über den gesamten Förderbereich 15 konstant. Die konstante Wendelsteigung 19 stellt einen gleichmäßigen Transport des Bohrguts in der Wendel 3 sicher. Die konstante Wendelsteigung 19 bedingt eine konstante Ganghöhe 20 der Wendel 3. In einer alternativen Ausgestaltung können die Wendelsteigung 19 und die Ganghöhe 20 in Schlagrichtung 8 zunehmen. Die Wendel 3 hat in dem Förderbereich 15 einen längs der Bohrerachse 6 gleichbleibenden Querschnitt (Fig. 3), der sich kontinuierlich um die Bohrerachse 6 dreht. Der Querschnitt kann unter Anderem durch den Wendeldurchmesser 21 , einen Kerndurchmesser 22, eine Höhe der Wendelstege 12 und Tiefe 23 der Wendelnuten 14, eine mittlere Stärke 24 der Wendelstege 12 und eine mittlere Breite 25 der Wendelnuten 14 beschrieben werden. Der Wendeldurchmesser 22 ist der Durchmesser des Bohrers 1 oder der Einhüllenden 13 der Wendel 3, d.h. des kleinsten Hohlzylinders, in welchem die Wendel 3 um ihrer Bohrerachse 6 gedreht werden kann. Der Kerndurchmesser 22 ist der Durchmesser des größten Kreises, der sich vollständig in den Querschnitt der Wendel 3 einschreiben lässt. Die mittlere Stärke 24 und die mittlere Breite 25 können zum Beispiel auf halber Höhe der Wendelstege 12 bestimmt werden. Der Kerndurchmesser 22, die Höhe der Wendelstege 12 und die Tiefe 23 der Wendelnuten 14 bleibt längs des gesamten Förderbereichs 15 konstant. Vorzugsweise bleiben auch die mittlere Stärke 24 der Wendelstege 12 und die mittlere Breite 25 der Wendelnuten 14 längs des gesamten Förderbereichs 15 konstant.

Der Förderbereich 15 geht bei dem beispielhaft dargestellten Bohrer 1 in Schlagrichtung 8 in den Befestigungsbereich 16 über. Der Bohrkopf 2 ist auf der vorzugsweise ebenen Stirnseite des Befestigungsbereichs 16 angelötet oder angeschweißt. Die Wendelsteigung 19 nimmt in dem Befestigungsbereich 16 kontinuierlich zu. Vorzugsweise geht die Wendelsteigung 19 in eine zu der Bohrerachse 6 parallele Orientierung über. Der Querschnitt der Wendel 3 in dem Befestigungsbereich 16 kann über dessen gesamte Länge konstant bleiben. Vorzugsweise ist der Querschnitt des Befestigungsbereichs 16 deckungsgleich zu dem Querschnitt in dem Förderbereich 15. Insbesondere sind vorzugsweise der Kerndurchmesser 22, die Höhe der Wendelstege 12 und die Tiefe 23 der Wendelnuten 14 gleichbleibend.

In dem Auslaufbereich 17 der Wendel 3 gehen die Wendelstege 12 aus dem Förderbereich 15 in das zylindrische Einsteckende 4 über. Der Auslaufbereich 17 ist längs der Bohrerachse 6 in einen gekrümmten Abschnitt 26 und einen geradlinigen Abschnitt 27 unterteilt. Der gekrümmte Abschnitt 26 grenzt an den Förderbereich 15 an, der geradlinige Abschnitt 27 grenzt an das zylindrische Einsteckende 4 an. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den gekrümmten Abschnitt 26 in der Ebene IV-IV, Fig. 5 zeigt einen ersten Querschnitt durch den geradlinigen Abschnitt 27 in der Ebene V-V und Fig. 6 zeigt einen zweiten Querschnitt durch den geradlinigen Abschnitt 27 in der Ebene Vl-Vl. Die Querschnitte sind im Maßstab 2:1 gegenüber der Darstellung von Fig. 1 . Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt entlang der Bohrerachse 6 durch den Auslaufbereich 17bz.

Die Wendelstege 12 verlaufen in dem geradlinigen Abschnitt 27 durchgehend parallel zu der Bohrerachse 6, d.h. mit einer Wendelsteigung 19 von 90 Grad. Die Wendelstege 12 und die Wendelnuten 14 bilden ihre Form in dem geradlinigen Abschnitt 27 aus. Die Höhe der Wendelstege 12 und die Tiefe 18 der Wendelnuten 14 erreichen in dem geradlinigen Abschnitt 27 die Werte des Förderbereichs 15. Der angrenzende Schaft 18 ist zylindrisch mit einem Schaftdurchmesser 28. Die Wendelstege 12 steigen gegenüber dem Schaftdurchmesser 28 an und die Böden der Wendelnuten 14 sinken gegenüber dem Schaftdurchmesser 28 in Schlagrichtung 8 ab. Die Wendel 3 erreicht innerhalb des geradlinigen Abschnitts 27 bereits den Querschnitt, welcher sich in dem Förderbereich 15 fortsetzt. Insbesondere erreicht der Querschnitt den Wendeldurchmesser 21 , den Kerndurchmesser 22 und die Tiefe 18 der Wendelnuten 14. Die Höhe der Wendelstege 12 bzw. die Tiefe 18 der Wendelnuten 14 erreicht beispielsweise zwischen 20 % und 25 % des Wendeldurchmessers 21. Der geradlinige Abschnitt 27 hat vorzugsweise eine Länge 29, die zwischen einem Viertel und dem Dreifachen der Ganghöhe 20 im Förderbereich 15 entspricht, vorzugsweise ist die Länge 29 größer als die Ganghöhe 20. Die parallel zu der Bohrerachse 6 und geradlinig verlaufenden Wendelstege 12 erweisen sich als günstig für die Stabilität des Bohrers 1 gegenüber Biegebelastungen. Die Biegebelastungen treten beispielsweise auf, wenn der Anwender den Bohrer 1 nicht ausschließlich parallel zu der Bohrerachse 6 führt, sondern zum Beispiel aufgrund des Gewichts der Bohrmaschine an dem Bohrer 1 quer zu der Bohrerachse 6 hängen lässt.

In dem gekrümmten Abschnitt 26 des Auslaufbereichs 17 verringert sich kontinuierlich die Wendelsteigung 19. Die Wendelstege 12 gehen von der zu der Bohrerachse 6 parallelen Ausrichtung in dem geradlinigen Abschnitt 27 in die geneigte Orientierung des Förderbereichs 15 über. Die Änderung der Wendelsteigung 19 ist in Fig. 8 in einer abgerollten Darstellung der viergängigen Wendel 3 illustriert. Die Länge 30 des gekrümmten Abschnitts 27 ist größer als 25 % der Ganghöhe 20, vorzugsweise größer als 50 % der Ganghöhe 20. Die langsame Anpassung der Wendelsteigung 19 verbessert die Biegebelastbarkeit der Wendel 3. Die Länge 30 ist vorzugsweise geringer 100 % der Ganghöhe 20. Die Änderung der Wendelsteigung 19 kann bezogen auf den Umlaufwinkel des Wendelstegs 12 im Drehsinn 5 angegeben werden. Die Wendelsteigung 19 erhöht sich vorzugsweise zwischen 0,5 Grad und 2 Grad für jedes Grad, das sich der Wendelsteg 12 um die Bohrerachse 6 windet. Die Änderungsrate kann konstant sein. Das beispielhafte Einsteckende 4 des Bohrers 1 ist für die Verwendung von drehmeißelnden Handwerkzeugmaschinen ausgelegt. Das Einsteckende 4 hat zwei geschlossene Nuten 31 , in welchen Verriegelungselemente der Handwerkzeugmaschine radial eingreifen und längs der Bohrerachse 6 gleiten können. Zur Bohrerachse 6 längs ausgerichtete Stege 32 ermöglichen ein Einleiten eines Drehmoments von der Handwerkzeugmaschine.

Ein beispielhaftes Herstellungsverfahren beginnt mit einem stabförmigen und zylindrischen Rohling 33. Der Rohling hat vorzugsweise eine Querschnittsfläche, die etwa gleich oder um bis zu 50 % größer als die Querschnittsfläche der Wendel 3 ist. Die Länge des Rohlings 33 liegt beispielsweise etwa im Bereich zwischen der Länge 34 der Wendel 3 und der Länge des Bohrers 1. Der Rohling 33 besteht vorzugsweise aus einem niedriglegiertem Stahl. Der Rohling 33 wird einem ersten Walzgerüst zugeführt und in einen Halbling 34 umgeformt (Fig. 9). Das Walzgerüst hat mehrere Walzen 35, die parallel zu der Achse 36 des Rohlings 33 abrollen. Die Walzen 35 rotieren um entsprechend zu der Vorschubrichtung 37 und Achse 36 senkrechte Drehachsen 38. Die Walzen 35 erzeugen zu der Achse 36 parallele Längsnuten 39 in dem Halbling 34.

Die beispielhaften Walzen 35 haben entlang ihres Umfangs ein kreisförmiges Segment 40 zum Umformen des Rohlings 33 und ein flaches Segment 41. Die Walzen 35 werden mit den flachen Segmenten 41 dem Rohling 33 zugewandt ausgerichtet. Der Abstand der flachen Segmente zu der Achse 36 ist größer als der Radius des Rohlings 33. so dass der Rohling 33, ohne umgeformt zu werden, längs der Achse 36 zwischen die Walzen 35 eingeführt werden kann. Der Rohling 33 wird für eine vorgegebene Strecke zwischen die Walzen 35 hineingeschoben. Die Walzen 35 werden nun geschwenkt, wodurch die kreisförmigen Segmente in den Rohling 33 eingreifen und den Rohling 33 umformen. Der Abstand der kreisförmigen Segmente zu der Achse 36 ist entsprechend geringer als der Radius des Rohlings 33. Die Walzen 35 treiben den Rohling 33 in die Vorschubrichtung 37 vor, bis der Rohling 33 zwischen den Walzen 35 herausfällt.

Die Längsnuten 39 werden in einen umzuformenden Abschnitt 42 des Rohlings 33 eingebracht. Ein unverändert zu belassener Abschnitt 43 des Rohlings 33 bleibt unbearbeitet. Die Längsnuten 39 haben einen Übergangsbereich 44 zwischen dem umgeformten Abschnitt 43 und dem unveränderten Abschnitt 43. In dem Übergangsbereich 44 ändert sich kontinuierlich der Querschnitt von dem umgeformten Abschnitt 42 an den unveränderten Abschnitt 43 an. Die Tiefe 45 wird über eine Distanz 46 erreicht, welche einem Fünftel bis zu der Hälfte der Tiefe 45 entspricht.

Alternativ zu dem Walzen, können die Längsnuten in den Rohling mittels Fließpressen eingebracht werden. Eine Matrize hat eine trichterförmig zulaufende Öffnung. Die Öffnung verjüngt sich bis auf einen Querschnitt entsprechend dem Komplementär zu dem ersten Abschnitt des Halblings. Die Trichterform der Matrize ist komplementär zu dem Übergangsbereich. Die Matrize ist demzufolge wenigstens so lange wie der Übergangsbereich. Der Nutboden steigt vorzugsweise durchgehend kontinuierlich in dem Übergangsbereich an. Die Form des Nutbodens längs der Achse kann kreissegmentförmig oder geradlinig stetig ansteigend sein.

Der Halbling 35 wird anschließend ausschließlich in dem umgeformten Abschnitt 42 verdrallt. Das Verdrallen erfolgt beispielsweise mit einer Matrize 47 und einer Stützmatrize 48. Der umzuformende Abschnitt 42 des Halblings 35 wird in die Matrize 47 und die Stützmatrize 48 eingeschoben. Die Matrize 47 hat einen Abstand 49 zu dem unveränderten Abschnitt 43. Der Abstand kann beispielsweise zwischen dem ein- bis dreifachem der späteren Ganghöhe 20 der Wendel 3 betragen. Ein Teilabschnitt 50 des umgeformten Abschnitts 42 wird nicht verdrallt, sondern behält seine geradlinigen Längsnuten 39. Der Teilabschnitt 50 umfasst wenigstens den Übergangsbereich 44, vorzugsweise ist der Teilabschnitt 50 länger als der Übergangsbereich. Die Längsnuten 51 erreichen bereits in dem Teilabschnitt 50 ihre volle Tiefe 45. Die Matrize 47 wird gegenüber der Stützmatrize 48 im Drehsinn 5 der Wendel 3 um einen Verschwenkwinkel verschwenkt. Anschließend wird der Halbling 35 aus der Matrize 47 und der Stützmatrize 48 herausgezogen, wodurch sich der umzuformende Abschnitt 42 in die Wendel 3 verdrallt. Der Verschwenkwinkel wird anfangs innerhalb eines zweiten Teilabschnitts 52 kontinuierlich bis auf einen Sollwert erhöht und dann konstant gehalten. Die Länge 53 des zweiten Teilabschnitts 52 liegt zwischen einem Viertel und einer Ganghöhe 20 der herzustellenden Wendel 3. Der Sollwert für das Verschwenken gibt im Zusammenspiel mit der inneren Geometrie der Matrize 47 die Wendelsteigung 19 vor. Die Wendelsteigung 19 ändert sich in dem zweiten Teilabschnitt 52 mit einer geringen Rate längs der Bohrerachse 6 bzw. dem Drehsinn 5 der Wendel 3. Die Rate liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,25 Grad und 2,0 Grad mit jedem Grad das sich die Wendel 3 um die Bohrerachse 6 windet. Beispielsweise ändert sich die Wendelsteigung 19 von 90 Grad auf 45 Grad innerhalb einer achtel Drehung der Wendel 3, d.h. mit einer mittleren Rate von 1 ,0 Grad pro Grad. Die Stützmatrize 48 hat eine prismatische Durchgangsöffnung 54 (Fig. 13). Der hohle Querschnitt der Durchgangsöffnung entspricht vorzugsweise dem Querschnitt des umgeformten Abschnitts 27 des Halblings 35 bzw. dem Querschnitt der Wendel 3 entsprechen. Die Stützmatrize 48 kann gleitend auf den Halbling 35 aufgeschoben werden, ohne diesen umzuformen und mit vorzugsweise geringem Spiel. Die Innenflächen der Stützmatrize 48 sind vorzugsweise parallel zu der Achse 36.

Die Matrize 47 hat eine Durchgangsöffnung 54, die es erlaubt, die den Halbling 35 ohne Kraftaufwand in die Matrize 47 einzuführen (Fig. 14). Die Durchgangsöffnung 54 umfasst einen prismatischen Hohlraum, dessen hohler Querschnitt dem Querschnitt des umgeformten Abschnitts 27 des Halblings 35, ergo dem Querschnitt der Wendel 3, entspricht. Die dem Drehsinn 5 abgewandten Innenflächen 55 sind so geneigt, dass sich der Querschnitt längs der Abzugsrichtung 56 verjüngt. Beim Verschwenken der Matrize 47 drücken die geneigten Innenflächen 55 auf die geradlinigen Stege 57 des Halblings 35. Die Stege 57 sind in der Stützmatrize 48 abgestützt, wodurch sich die Stege 32 hauptsächlich innerhalb der Matrize 47 umformen. Die Matrize 47 dient nur dazu die geradlinigen Stege 32 zu verdrallen, die Tiefe 45 der Längsnuten 39 bleibt weitgehend erhalten und überträgt sich in die Tiefe der Wendelnuten 14. Die dem Drehsinn 5 zugewandten Innenflächen 58 sind vorzugsweise parallel zu der Achse 36.

Das eine Ende des Halblings 35 auf der Seite der Matrize 47 dreht sich aufgrund des Umformens gegenüber der Stützmatrize 48 und dem anderen Ende 59 des Halblings 35. Ein Antrieb kann die Drehbewegung unterstützen.

Ein Bohrkopf 2, vorzugsweise aus Wolframcarbid, wird an dem freien Ende 59 des Halblings 35 angeschweißt oder angelötet.