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Patent Searching and Data


Title:
DRILL BIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/108465
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drill bit (10) which can be driven about a drilling axis (22), comprising a cutting portion (11) with an annular portion (16) and one or more cutting segments (17), a drill shank portion (12) having a cylindrical drill shank (18), and a coupling piece (19) as well as a receiving portion (13) with a mating coupling piece (20) and an insertion end (21). The coupling piece (19) has a continuous inner bore with an opening diameter, the opening diameter of the inner bore being larger than the inner diameter of the drill shank (18).

Inventors:
HOOP, Matthaeus (Eschestr. 38, 9492 Eschen, 9492, LI)
Application Number:
EP2016/080564
Publication Date:
June 29, 2017
Filing Date:
December 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (Feldkircherstr. 100, 9494 Schaan, 9494, LI)
International Classes:
B23B51/04; B28D1/04
Domestic Patent References:
2013-06-27
2014-06-26
2014-06-26
Foreign References:
EP1447195A12004-08-18
DE3533929A11986-11-13
US20090169317A12009-07-02
EP0314123B11996-03-27
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Claims:
Patentansprüche

1 . Bohrkrone (10; 40), die um eine Bohrachse (22) antreibbar ist, aufweisend:

einen Schneidabschnitt (1 1 ) mit einem Ringabschnitt (16) und einem oder mehreren Schneidsegmenten (17), die in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse (22) einen Schneidring (27) mit einem Außendurchmesser (DA) und einem Innendurchmesser

(Di) bilden,

einen Bohrschaftabschnitt (12; 42) mit einem zylinderförmigen Bohrschaft (18; 45), der in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse (22) einen Außendurchmesser (dA) und einen Innendurchmesser (di) aufweist, und einem Kupplungsstück (19; 46), das ein erstes Verbindungselement (31 ) und eine durchgehende Innenbohrung (33) mit einem Öffnungsdurchmesser (d) aufweist, wobei das Kupplungsstück (19; 46) mit dem Bohrschaft (18; 45) verbunden ist, und

einen Aufnahmeabschnitt (13; 43), der ein Einsteckende (21 ; 48) und ein Kupplungsgegenstück (20; 47) mit einem zweiten Verbindungselement (32) aufweist, wobei das erste Verbindungselement (31 ) des Kupplungsstücks (19; 46) und das zweite Verbindungselement (32) des Kupplungsgegenstücks (20; 47) eine lösbare erste Verbindung (14; 44) bilden,

dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsdurchmesser (d) der Innenbohrung (33) des Kupplungsstücks (19; 46) grösser als der Innendurchmesser (di) des Bohrschaftes (18; 45) ist.

2. Bohrkrone nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsgegenstück (20) und das Einsteckende (21 ) des Aufnahmeabschnittes (13) einteilig ausgebildet sind.

3. Bohrkrone nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeabschnitt (43) mehrteilig aus einem ersten Adapter (51 ), der das Kupplungsgegenstück (47) aufweist, und einem zweiten Adapter (52), der das Einsteckende (48) aufweist, ausgebildet ist, wobei der erste und zweite Adapter (51 , 52) über eine lösbare Verbindung (53) verbindbar sind.

4. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verbindungselement (31 ) des Kupplungsstücks (19; 46) und das zweite Verbindungs- element (32) des Kupplungsgegenstücks (20; 47) eine Bajonettverbindung bilden.

5. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verbindungselement des Kupplungsstücks und das zweite Verbindungselement des Kupplungsgegenstücks eine Gewindeverbindung bilden. Bohrkrone nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung (53) zwischen dem ersten und zweiten Adapter (51 , 52) als Gewindeverbindung ausgebildet ist.

Bohrkrone nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrschaft (18; 45) aus einem ersten Material und das Kupplungsstück (19; 46) aus einem zweiten Material hergestellt ist.

Description:
Bohrkrone Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bohrkrone gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Stand der Technik

Bohrkronen bestehen aus mehreren Bohrkronenabschnitten, die als Schneidabschnitt, Bohrschaftabschnitt und Aufnahmeabschnitt ausgebildet sind. Der Schneidabschnitt umfasst ei- nen Ringabschnitt und ein oder mehrere Schneidsegmente, die mit dem Ringabschnitt verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befestigungsart befestigt sind. Die Schneidsegmente sind ringförmig angeordnet und bilden in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse einen Schneidring mit einem Innendurchmesser, einem Außendurchmesser und einer Segmentbreite. Der Bohrschaftabschnitt umfasst einen zylinderförmigen Bohr- schaft, der in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse eine Ringform mit einem Innendurchmesser, einem Außendurchmesser und einer Schaftbreite aufweist. Der Aufnahmeabschnitt umfasst einen Deckel und ein Einsteckende, über das die Bohrkrone in der Werkzeugaufnahme eines Kernbohrgerätes befestigt wird. Für die Größenverhältnisse zwischen dem Bohrschaft und dem Schneidring gilt, dass der Innendurchmesser des Bohrschaftes grösser als der Innendurchmesser des Schneidringes ist, der Außendurchmesser des Bohrschaftes kleiner als der Außendurchmesser des Schneidringes ist und die Schaftbreite des Bohrschaftes kleiner als die Segmentbreite des Schneidringes ist.

Der Bohrschaftabschnitt ist über eine erste Verbindung mit dem Aufnahmeabschnitt und über eine zweite Verbindung mit dem Schneidabschnitt verbunden. Die erste Verbindung und die zweite Verbindung können als lösbare Verbindungen oder als nicht-lösbare Verbindungen ausgebildet sein. Bekannt sind Bohrkronen mit einer lösbaren ersten und einer lösbaren zweiten Verbindung, Bohrkronen mit einer lösbaren ersten und einer nicht-lösbaren zweiten Verbindung, Bohrkronen mit einer nicht-lösbaren ersten und einer lösbaren zweiten Verbindung und Bohrkronen mit einer nicht-lösbaren ersten und einer nicht-lösbaren zweiten Ver- bindung. Bei Bohrkronen mit einer lösbaren zweiten Verbindung sind der Ringabschnitt und der Bohrschaft lösbar verbunden, beispielsweise über kombinierte Steck- und Stiftverbin- düngen mit einem losen Stiftelement, wie sie in WO 2013/093060 A1 beschrieben sind, oder über kombinierte Steck- und Stiftverbindungen mit einem festen Stiftelement, wie sie in WO 2014/096360 A1 und WO2014/096366 A1 beschrieben. Bei Bohrkronen mit einer nichtlösbaren zweiten Verbindung können der Ringabschnitt und der Bohrschaft monolithisch ausgebildet sein und die gleichen Innen- und Außendurchmesser aufweisen; alternativ kann der Ringabschnitt stoffschlüssig mit dem Bohrschaft verbunden sein.

EP 0 314 123 B1 offenbart eine Bohrkrone mit einer lösbaren ersten Verbindung zwischen dem Bohrschaftabschnitt und dem Aufnahmeabschnitt. Der Bohrschaftabschnitt umfasst neben dem zylinderförmigen Bohrschaft ein Kupplungsstück, das mit dem Bohrschaft auf der dem Schneidabschnitt abgewandten Seite verbunden ist. Das Kupplungsstück umfasst eine durchgehende Innenbohrung mit einem Öffnungsdurchmesser und ein erstes Verbindungselement. Der Aufnahmeabschnitt umfasst neben dem Deckel und Einsteckende ein Kupplungsgegenstück, das ein zweites Verbindungselement aufweist. Das erste Verbindungselement des Kupplungsstücks und das zweite Verbindungselement des Kupplungsgegenstücks bilden die lösbare erste Verbindung der Bohrkrone, die als Bajonett-Verbindung ausgebildet ist. Die aus EP 0 314 123 B1 bekannte Bohrkrone weist Nachteile auf, wenn der Bohrkern in der Bohrkrone steckt und nach dem Kernbohren vom Bediener aus der Bohrkrone entfernt werden muss.

Darstellung der Erfindung Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, eine Bohrkrone dahingehend weiterzuentwickeln, dass das Entfernen des Bohrkerns aus der Bohrkrone für den Bediener erleichtert ist.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Bohrkrone erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Öffnungsdurchmesser der Innenbohrung des Kupplungsstücks grösser als der Innendurchmesser des Bohrschaftes ist, wobei die kleinste Abmessung der Innenbohrung als Öffnungsdurchmesser definiert ist. Bei der erfindungsgemäßen Bohrkrone ist die erste Verbindung zwischen dem Bohrschaftabschnitt und dem Auf- nahmeabschnitt lösbar ausgebildet. Die lösbare erste Verbindung zwischen dem Kupplungsstück des Bohrschaftes und dem Kupplungsgegenstück des Aufnahmeabschnittes kann dazu genutzt werden, den Bohrkern aus der Bohrkrone zu entfernen.

Die erfindungsgemäße Bohrkrone umfasst einen Schneidabschnitt, der einen Ringabschnitt und ein oder mehrere Schneidsegmente aufweist, einen Bohrschaftabschnitt, der einen zy- linderförmigen Bohrschaft und ein Kupplungsstück mit einer durchgehenden Innenbohrung aufweist, und einen Aufnahmeabschnitt, der ein Einsteckende und ein Kupplungsgegenstück aufweist. Der Schneidabschnitt umfasst ein einzelnes Schneidsegment, das einen geschlossenen Schneidring bildet, oder mehrere Schneidsegmente, die einen Schneidring mit Zwi- schenräumen bilden. Der zylinderförmige Bohrschaft weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse eine Querschnittsform mit einem Außendurchmesser und einem Innendurchmesser auf. Der Bohrschaft kann ringförmig oder wellen-, trapez- oder zickzackförmig ausgebildet sein. Als Innen- und Außendurchmesser eines wellen-, trapez- oder zickzackförmigen Bohrschaftes sind die Durchmesser eines angrenzenden Innen- und Außenkreises definiert. Das Kupplungsstück weist ein erstes Verbindungselement und das Kupplungsgegenstück ein zweites Verbindungselement auf, wobei das erste und zweite Verbindungselement eine lösbare Verbindung bilden.

Die Schneidsegmente bilden den Schneidring mit einem Innendurchmesser und einem Außendurchmesser. Der Innendurchmesser des Schneidrings legt den Durchmesser des Bohr- kerns und der Außendurchmesser des Schneidrings den Durchmesser des Bohrlochs fest. Um den Bohrkern aus der Bohrkrone zu entfernen, wird der Aufnahmeabschnitt vom Bohrschaftabschnitt entfernt und der Bohrkern durch das Kupplungsstück geschoben. Die Innenbohrung des Kupplungsstücks ist so gestaltet, dass der Öffnungsdurchmesser der Innenbohrung grösser als der Durchmesser des Bohrkerns ist. Um ein Verklemmen des Bohrkerns in der Innenbohrung zu verhindern, ist der Öffnungsdurchmesser der Innenbohrung grösser als der Innendurchmesser des Bohrschaftes. Die Möglichkeit, den Bohrkern von hinten aus der Bohrkrone zu entfernen, ist besonders vorteilhaft bei Bohrkronen, die eine nicht-lösbare zweite Verbindung zwischen dem Bohrschaftabschnitt und dem Schneidabschnitt aufweisen.

In einer bevorzugten Ausführung sind das Kupplungsgegenstück und das Einsteckende des Aufnahmeabschnittes einteilig ausgebildet. Die einteilige Ausbildung des Aufnahmeabschnittes bietet sich an, wenn eine Bohrkrone von Kernbohrgeräten mit einer einheitlichen Werkzeugaufnahme angetrieben werden soll. Ein einteiliger Aufnahmeabschnitt kann kompakter als ein mehrteiliger Aufnahmeabschnitt ausgebildet sein.

In einer alternativen bevorzugten Ausführung ist der Aufnahmeabschnitt mehrteilig aus ei- nem ersten Adapter, der das Kupplungsgegenstück aufweist, und einem zweiten Adapter, der das Einsteckende aufweist, ausgebildet, wobei der erste und zweite Adapter über eine zweite lösbare Verbindung verbindbar sind. Die mehrteilige Ausbildung des Aufnahmeabschnittes aus einem ersten und zweiten Adapter hat den Vorteil, dass verschiedene Einsteckenden mit einer Bohrkrone kombiniert werden können oder das Einsteckende mit mehre- ren Bohrkronen verwendet werden kann. Die lösbare Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Adapter bildet eine sogenannte logistische Schnittstelle, die beispielsweise als Ge- windeverbindung ausgebildet ist. Die mehrteilige Ausbildung des Aufnahmeabschnittes bietet sich an, wenn eine Bohrkrone von Kernbohrgeräten mit unterschiedlichen Werkzeugaufnahmen angetrieben werden soll. Für jede Werkzeugaufnahme ist nur ein zweiter Adapter mit passendem Einsteckende erforderlich, beispielsweise ein zweiter Adapter für ein BI+- Einsteckende und ein zweiter Adapter für ein BL-Einsteckende.

In einer ersten bevorzugten Variante bilden das erste Verbindungselement des Kupplungsstücks und das zweite Verbindungselement des Kupplungsgegenstücks eine Bajonettverbindung. Eine Bajonettverbindung, die das Kupplungsstück des Bohrschaftabschnittes und das Kupplungsgegenstück des Aufnahmeabschnittes lösbar verbindet, hat den Vorteil, dass sich die Verbindung einfach und schnell öffnen und schließen lässt.

In einer zweiten bevorzugten Variante bilden das erste Verbindungselement des Kupplungsstücks und das zweite Verbindungselement des Kupplungsgegenstücks eine Gewindeverbindung. Eine Gewindeverbindung, die das Kupplungsstück des Bohrschaftabschnittes und das Kupplungsgegenstück des Aufnahmeabschnittes lösbar verbindet, hält auch großen Kräften und Drehmomenten stand.

Besonders bevorzugt ist die lösbare Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Adapter des Aufnahmeabschnittes als Gewindeverbindung ausgebildet. Dabei weist der erste Adapter besonders bevorzugt ein Innengewinde und der zweite Adapter ein Außengewinde auf. Die lösbare Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Adapter des Aufnahmeabschnit- tes bildet eine logistische Schnittstelle und ermöglicht die Kombination verschiedener erster und zweiter Adapter. Eine Gewindeverbindung, die den ersten und zweiten Adapter lösbar verbindet, hält auch großen Kräften und Drehmomenten stand.

In einer bevorzugten Ausführung sind der Bohrschaft aus einem ersten Material und das Kupplungsstück aus einem zweiten Material hergestellt. Die Auswahl eines geeigneten Mate- rials für den Bohrschaft und das Kupplungsstück hängt unter anderem von den Belastungen des Bohrschaftes und des Kupplungsstücks ab. Die Verwendung von Kunststoff als Material bietet ein geringeres Gewicht als Stahl, hat aber den Nachteil einer geringeren Festigkeit. Der Bohrschaft und das Kupplungsstück können aus dem gleichen Material oder aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein. Ausführungsbeispiele

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematischer und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im Folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei gegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen verwendet.

Es zeigen:

FIG. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäße Bohrkrone mit einem

Schneidabschnitt, einem Bohrschaftabschnitt und einem Aufnahmeabschnitt, der über eine lösbare Verbindung mit dem Bohrschaftabschnitt verbindbar ist;

FIG. 2 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Bohrkrone der FIG. 1 entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 1 ;

FIG. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone mit einem

Bohrschaftabschnitt und einem Aufnahmeabschnitt, der über eine lösbare Verbindung mit dem Bohrschaftabschnitt verbindbar ist; und

FIG. 4 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Bohrkrone der FIG. 3 entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 3.

FIG. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone 10, die einen Schneidabschnitt 11 , einen Bohrschaftabschnitt 12 und einen austauschbaren Aufnahmeabschnitt 13 aufweist. Der Bohrschaftabschnitt 12 ist über eine lösbare erste Verbindung 14 mit dem Aufnahmeabschnitt 13 verbunden und der Schneidabschnitt 1 1 ist über eine weitere Verbindung 15 mit dem Bohrschaftabschnitt 12 verbunden. Die weitere Verbindung 15 kann als lösbare oder nicht-lösbare Verbindung ausgebildet sein. Eine Verbindung wird als lösbar bezeichnet, wenn die Verbindung vom Anwender zerstörungsfrei gelöst werden kann, wie beispielsweise eine Steckverbindung, eine Stiftverbindung oder eine Gewindeverbindung. Eine Verbindung wird als nicht-lösbar bezeichnet, wenn der Anwender die Verbindung nur durch Zerstörung der Verbindungsmittel lösen kann, wie beispielsweise eine Lötverbindung, eine Schweißverbindung oder eine Klebeverbindung. FIG. 1 zeigt eine Bohrkrone, bei der die weitere Verbindung 15 als nicht-lösbare Verbindung ausgebildet ist. Der Schneidabschnitt 1 1 umfasst einen Ringabschnitt 16 und mehrere Schneidsegmente 17, die mit dem Ringabschnitt 16 verbunden sind. Die Schneidsegmente 17 sind mit dem Ringabschnitt 16 verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befestigungsart am Ringabschnitt 16 befestigt. Der Bohrschaftabschnitt 12 umfasst einen zylinder- förmigen Bohrschaft 18 und ein Kupplungsstück 19, das mit dem Bohrschaft 18 verbunden ist. Der Aufnahmeabschnitt 13 umfasst ein Kupplungsgegenstück 20 und ein Einsteckende 21 , über das die Bohrkrone 10 in einer Werkzeugaufnahme eines Kernbohrgerätes befestigt wird.

Der Bohrschaft 18 und das Kupplungsstück 19 können aus dem gleichen Material oder aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Die Auswahl eines geeigneten Materials für den Bohrschaft 18 und das Kupplungsstück 19 hängt unter anderem von den Belastungen des Bohrschaftes 18 und des Kupplungsstücks 19 ab. Die Verwendung von Kunststoff als Material bietet ein geringeres Gewicht als Stahl, hat aber den Nachteil einer geringeren Festigkeit.

Im Bohrbetrieb wird die Bohrkrone 10 vom Kernbohrgerät um eine Bohrachse 22 angetrieben und in einer Bohrrichtung 23 parallel zur Bohrachse 22 in das zu bearbeitende Werkstück 24 bewegt. Die Bohrkrone 10 erzeugt im Werkstück 24 einen Bohrkern 25 und ein Bohrloch 26 mit einem Bohrlochdurchmesser D. Die lösbare erste Verbindung 14 zwischen dem Kupplungsstück 19 des Bohrschaftabschnittes 12 und dem Kupplungsgegenstück 20 des Aufnahmeabschnittes 13 kann dazu genutzt werden, den Bohrkern 25 aus der Bohrkrone 10 zu entfernen. Um den Bohrkern 25 zu entfernen, wird der Aufnahmeabschnitt 13 vom Bohrschaftabschnitt 12 entfernt und der Bohrkern 25 durch das Kupplungsstück 19 geschoben.

FIG. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Bohrkrone 10 der FIG. 1 entlang der Schnittlinie A- A in FIG. 1 . Die Bohrkrone 10 umfasst den Schneidabschnitt 1 1 , den Bohrschaftabschnitt 12 und den Aufnahmeabschnitt 13, der über die lösbare erste Verbindung 14 mit dem Bohrschaftabschnitt 12 verbindbar ist. Die Schneidsegmente 17 bilden in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse 22 einen Schneidring 27 mit einem Innendurchmesser Di, einem Außendurchmesser D A und einer Segmentbreite B, die als halbe Differenz aus dem Innen- und Außendurchmesser Di, D A des Schneidringes 27 berechnet wird.

Der Bohrschaft 18 weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse 22 eine Ringform mit einem Innendurchmesser di, einem Außendurchmesser d A und einer Schaftbreite b, die als halbe Differenz aus dem Innen- und Außendurchmesser di, d A berechnet wird, auf. Für die Größenverhältnisse zwischen dem Bohrschaft 18 und dem Schneidring 27 gilt, dass der Innendurchmesser di des Bohrschaftes 18 grösser als der Innendurchmesser Di des Schneidringes 27 ist, der Außendurchmesser d A des Bohrschaftes 18 kleiner als der Außendurchmes- ser D A des Schneidringes 27 ist und die Schaftbreite b des Bohrschaftes 18 kleiner als die Segmentbreite B des Schneidringes 27 ist.

Der Aufnahmeabschnitt 13 ist über die lösbare erste Verbindung 14 mit dem Bohrschaftabschnitt 12 verbunden. Das Kupplungsstück 19 des Bohrschaftabschnittes 12 weist ein erstes Verbindungselement 31 und das Kupplungsgegenstück 20 des Aufnahmeabschnittes 13 ein zweites Verbindungselement 32 auf. Das erste Verbindungselement 31 ist in Form von L- förmigen Schlitzen ausgebildet und das zweite Verbindungselement 32 ist in Form von Stiftelementen ausgebildet; das erste und zweite Verbindungselement 31 , 32 bilden eine Bajonettverbindung. Das Kupplungsstück 19 weist neben dem ersten Verbindungselement 31 ei- ne durchgehende Innenbohrung 33 mit einem Öffnungsdurchmesser d auf. Die Innenbohrung 33 ist im Ausführungsbeispiel aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt und besteht aus einem zylinderförmigen Abschnitt und einem kegelstumpfförmigen Abschnitt. Als Öffnungsdurchmesser der Innenbohrung 33 ist die kleinste Abmessung der Innenbohrung 33 definiert. Die lösbare erste Verbindung 14 zwischen dem Kupplungsstück 19 und dem Kupplungsgegenstück 20 kann dazu genutzt werden, den Bohrkern 25 aus der Bohrkrone 10 zu entfernen. Um den Bohrkern 25 zu entfernen, wird der Aufnahmeabschnitt 13 vom Bohrschaftabschnitt 12 entfernt und der Bohrkern 25 durch das Kupplungsstück 19 geschoben. Die Innenbohrung 33 des Kupplungsstücks 19 ist so gestaltet, dass der Öffnungsdurchmesser d grösser als der Durchmesser des Bohrkerns 25 ist. Um ein Verklemmen des Bohrkerns 25 in der Innenbohrung 33 zu verhindern, ist der Öffnungsdurchmesser d grösser als der Innendurchmesser di des Bohrschaftes 18.

FIG. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone 40, die einen Bohrschaftabschnitt 42 und einen Aufnahmeabschnitt 43 aufweist. Der Bohrschaftabschnitt 42 ist über eine lösbare erste Verbindung 44 mit dem Aufnahmeabschnitt 43 verbindbar. Die lösbare erste Verbindung 44 ist als Bajonettverbindung ausgebildet; alternativ kann die lösbare erste Verbindung 44 als Gewindeverbindung oder andere geeignete lösbare Verbindung ausgebildet sein.

Der Bohrschaftabschnitt 42 umfasst einen zylinderförmigen Bohrschaft 45 und ein Kupp- lungsstück 46, das mit dem Bohrschaft 45 verbunden ist. Der Aufnahmeabschnitt 43 umfasst ein Kupplungsgegenstück 47 und ein Einsteckende 48. Die lösbare erste Verbindung 44 zwischen dem Kupplungsstück 46 des Bohrschaftabschnittes 42 und dem Kupplungsgegenstück 47 des Aufnahmeabschnittes 43 kann dazu genutzt werden, den Bohrkern 25 aus der Bohrkrone 40 zu entfernen. Um den Bohrkern 25 zu entfernen, wird der Aufnahmeabschnitt 43 vom Bohrschaftabschnitt 42 entfernt und der Bohrkern 25 durch das Kupplungsstück 46 geschoben.

FIG. 4 zeigt einen Längsschnitt durch die Bohrkrone 40 der FIG. 3 entlang der Schnittlinie A- A in FIG. 3. Die Bohrkrone 40 umfasst den Bohrschaftabschnitt 42 und den Aufnahmeab- schnitt 43, der über die lösbare erste Verbindung 44 mit dem Bohrschaftabschnitt 42 verbindbar ist. Die Bohrkrone 40 unterscheidet sich im Aufbau des Aufnahmeabschnittes 43 von der Bohrkrone 10 der FIG. 1 , ansonsten sind die Bohrkronen 10, 40 gleich aufgebaut.

Der Aufnahmeabschnitt 43 ist zweiteilig aus einem ersten Adapter 51 und einem zweiten Adapter 52 ausgebildet, die über eine lösbare Verbindung 53 verbindbar sind. Der erste Adapter 51 umfasst das Kupplungsgegenstück 47 und der zweite Adapter 52 umfasst das Einsteckende 48. Die lösbare Verbindung 53 zwischen dem ersten und zweiten Adapter 51 , 52 ist als Gewindeverbindung ausgebildet und bildet eine logistische Schnittstelle zwischen dem ersten und zweiten Adapter 51 , 52.

Ein mehrteiliger Aufnahmeabschnitt 43 hat den Vorteil, dass verschiedene Einsteckenden 48 mit einer Bohrkrone kombiniert werden können oder das Einsteckende 48 mit mehreren Bohrkronen verwendet werden kann. Die mehrteilige Ausbildung des Aufnahmeabschnittes 43 bietet sich an, wenn eine Bohrkrone von Kernbohrge raten mit unterschiedlichen Werkzeugaufnahmen angetrieben werden soll. Für jede Werkzeugaufnahme ist ein zweiter Adapter 52 mit passendem Einsteckende 48 vorgesehen. Die Anzahl an benötigten ersten Adap- tern 51 entspricht der Anzahl an unterschiedlichen Kupplungsstücken des Bohrschaftabschnittes 42. Alle zweiten Adapter 52 weisen die gleiche logistische Schnittstelle auf, so dass jeder erste Adapter 51 mit jedem zweiten Adapter 52 kombiniert werden kann.