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Patent Searching and Data


Title:
DRILL GUIDE WITH A LIMIT STOP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/024328
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a drill guide (1) for use in dentistry. It comprises a grip part (5) and at least two guide sleeves (10) arranged on the grip part, the grip part (5) having a top face (25) and an underside (30), and the underside (30) of the grip part being intended at least partially to bear on a drill template. The at least two guide sleeves (10) protrude from the underside (30) of the grip part, and the top face (25) of the grip part has at least one limit stop (55), which is a continuation of one of the at least two guide sleeves (10) in the axial direction.

Inventors:
SUTER, Edmund (Wiedenackerstrasse 3, Niederdorf, CH-4435, CH)
STREFF, Patrick (Pfädlistrasse 32, Weil am Rhein, 79576, DE)
KÜHNE, Steffen (Soleweg 10, Möhlin, CH-4313, CH)
Application Number:
EP2008/006823
Publication Date:
February 26, 2009
Filing Date:
August 20, 2008
Export Citation:
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Assignee:
STRAUMANN HOLDING AG (Peter Merian-Weg 12, Basel, CH-4002, CH)
SUTER, Edmund (Wiedenackerstrasse 3, Niederdorf, CH-4435, CH)
STREFF, Patrick (Pfädlistrasse 32, Weil am Rhein, 79576, DE)
KÜHNE, Steffen (Soleweg 10, Möhlin, CH-4313, CH)
International Classes:
A61C1/08; A61C8/00
Domestic Patent References:
Foreign References:
US5888034A
US20060240378A1
Attorney, Agent or Firm:
SCHAAD BALASS MENZL & PARTNER AG (Dufourstrasse 101, Postfach, Zürich, CH-8034, CH)
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Claims:

Ansprüche

1. Bohrerführung (1) zur Verwendung im Dentalbereich umfassend einen Griffteil (5) und wenigstens zwei am

Griffteil angeordneten Führungshülsen (10), wobei der Griffteil (5) eine Oberseite (25) und eine Unterseite

(30) aufweist, und die Unterseite (30) des Griffteils dazu bestimmt ist, zumindest teilweise auf einer

Bohrschablone aufzuliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Führungshülsen (10) auf der Unterseite (30) des Griffteils vorstehen und auf der

Oberseite (25) des Griffteils wenigstens ein Anschlag

(55) vorsteht, der eine Verlängerung einer der wenigstens zwei Führungshülsen (10) in axialer

Richtung ist.

2. Bohrerführung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Endbereichen des Griffteils (5) je eine Führungshülse (10) angeordnet ist.

3. Bohrerführung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (25) des

Griffteils genau ein Anschlag vorsteht, der in axialer Richtung eine Verlängerung einer der zwei Führungshülsen (10) ist.

4. Bohrerführung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (25) des

Griffteils wenigstens zwei Anschläge vorstehen, die jeweils in axialer Richtung eine Verlängerung einer der zwei Führungshülsen (10) sind und in axialer Richtung eine unterschiedliche Höhe aufweisen.

5. Bohrerführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrerführung (1) einstückig ist.

6. Bohrerführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrerführung (1) mehrstückig ist.

7. Bohrerführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil in der Nähe der Führungshülse einen s-förmigen Abschnitt aufweist .

8. Bohrerführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil (5) von Hand biegbar ist.

9. Bohrerführung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülsen (10) in axialer Richtung parallel zueinander stehen.

10. Bohrerführung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülsen (10) in axialer Richtung angewinkelt zueinander stehen.

11. Bohrerführung (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche aus rostfreiem Stahl.

12. Bohrerführung (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der wenigstens zwei Führungshülsen identisch ist.

13. Bohrerführung (1) nach Anspruch 12, dass die Bohrerführung zwei Führungshülsen mit identischem

Innendurchmesser aufweist, wobei der Innendurchmesser eine Grosse ausgewählt aus der Gruppe von 2.2 mm, 2.8 mm, 3.5 mm und 4.2 mm aufweist.

14. Set, umfassend eine Bohrschablone (50) mit Bohrlöchern und eine Bohrerführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser der Führungshülse (10) passend zum Innendurchmesser der Bohrlöcher der Bohrschablone ist.

15. Set, umfassend eine Bohrschablone mit Bohrlöchern enthaltend Standardbohrhülsen und eine Bohrerführung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser der Führungshülse passend zum Innendurchmesser der in den Bohrlöchern der Bohrschablone enthaltenen Standardbohrhülsen ist.

16. Set, umfassend wenigstens zwei Bohrerführungen gemäss Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Bohrerführungen Führungshülsen mit unterschiedlichen Innendurchmessern aufweisen.

17. Set nach Anspruch 16, umfassend vier Bohrerführungen gemäss Anspruch 12.

Description:

Bohrerführung mit einem Anschlag

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bohrerführung mit einem Anschlag zur Verwendung im Dentalbereich.

Zum Erzielen einer prothetisch optimierten Implantatachse wird häufig eine Bohrschablone, z.B. eine OP-Schablone/CT- Schiene eingesetzt. Bekannt sind Bohrschablonen zum Führen von Dentalimplantatbohrern zur Aufbereitung der Kieferknochen, welche zur Aufnahme eines oder mehreren Dentalimplantaten dienen sollen. Derartige Bohrschablonen werden manuell modelliert oder computergesteuert hergestellt (CAM) . Sie weisen Bohrlöcher auf, die zur Führung eines Dentalimplantatbohrers oder des Implantates während eines operativen Eingriffs dienen. Oft werden in die Bohrschablonen standardisierte Metallbohrhülsen (nachfolgend Standardbohrhülsen) eingearbeitet, z.B. einpolymerisiert oder eingepresst, um die Präzision der Bohrungen zu erhöhen. Während eines operativen Eingriffs, wird der Dentalimplantatbohrer durch eine derartige Hülse geführt. Die Bohrschablone dient somit dazu, die Bohrung präzise gemäss den aus der Planung ermittelten optimalen Implantatachsen umzusetzen.

Bei den meisten Implantationsverfahren werden die Bohrungen in mehreren Schritten erarbeitet. Beispielsweise erfolgt eine erste Bohrung mit einem Pilotbohrer geringen Durchmessers, gefolgt von einer Bohrung mit einem Spiralbohrer mit dem definitiven Durchmessers des zu setzenden Implantats. Es können je nach Verfahren auch weitere Bohrer mit Zwischendurchmessern oder anderen Schneidgeometrien erforderlich sein.

Um dieses Verfahren anzuwenden, werden entsprechende Reduktionshülsen, die den Durchmesser der Bohrung

definieren, in die Löcher oder Standardbohrhülsen der Bohrschablonen eingelegt.

Da die Reduktionshülsen auch während der Behandlung ausgetauscht werden und diese typischerweise Durchmesser von weniger als 6mm haben, ergeben sich Schwierigkeiten bei der Handhabung oder gar die Gefahr der Aspiration durch den Patienten.

Ein weiteres Problem ist, dass der Bohrer nicht zu tief in den Knochen eindringen darf, da ansonsten die Nerven geschädigt werden können.

Aus WO 06/130067 sind Reduktionshülsen mit griffartigen Verlängerungen bekannt. Die schrittweise Durchmesserreduktion wird durch Ineinanderstapeln mehrerer Reduktionshülsen erreicht.

In WO 06/014130 wird eine Reduktionshülse beschrieben, die über ein Kugelgelenk mit einem Griffteil verbunden ist, um verschiedenen Platzsituationen im Patientenmund gerecht werden zu können.

WO 97/49351 offenbart eine implantatgestützte Vorrichtung zur Bohrerführung mit einem Hilfseinsatz, aus dem zwei Reduktionshülsen gleichen Durchmessers ragen, die über eine flache Verbindung in paralleler Position gehalten werden .

US 5,888,034 beschreibt eine Bohrerführung mit einer an einem Griffteil angebrachten Führungshülse, deren Länge teleskopartig eingestellt werden kann. In dem Griff befinden sich weitere Reduktionshülsen. Die manuelle Einstellung der gewünschten Bohrtiefe ist zeitintensiv und verlängert die Behandlungszeit. Zudem ist die beschriebene

Bohrerführung schwer sterilisierbar.

WO 94/00073 beschreibt eine Sicherungsvorrichtung, die eine relativ zu der Sicherungsvorrichtung verschiebbare Bohrerführung enthält. Zur Befestigung der Sicherungsvorrichtung ist eine Pilotbohrung notwendig, die nicht geführt gebohrt werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach zu handhabendes Hilfsmittel zur Durchmesserreduktion der Löcher in Bohrschablonen bereitzustellen, das gleichzeitig ein zu tiefes Eindringen des Bohrers verhindert. Die Aufgabe wird durch eine Bohrerführung mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 17.

Durch die erfindungsgemässe Bohrerführung ist es möglich, mit einer Vielzahl von verschiedenen Bohrern in einer Bohrschablone zu arbeiten, ohne dass eine komplizierte Handhabung von kleinen Reduktionshülsen nötig ist. Gleichzeitig ist es möglich, die maximale Bohrtiefe festzulegen, in dem ein weiteres Eindringen des Bohrers durch eine Anschlagfläche auf der Oberseite eines wenigstens einen Anschlags oder auf der Oberseite des Griffteils verhindert wird. Der Chirurg kann durch einfaches Drehen der erfindungsgemässen Bohrerführung eine Führungshülse mit einem bestimmten Innendurchmesser und einer bestimmten Bohrtiefe in die Bohrschablone einführen. Anschliessend nimmt er die nächste Bohrerführung, die einen grosseren Innendurchmesser aufweist, und führt sie so in die Bohrschablone ein, dass er wieder eine identische Bohrtiefe wie mit der ersten Bohrerführung erhält. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis ein

Loch mit gewünschtem Durchmesser und Tiefe erhalten wird. Im Normalfall reicht ein Set bestehend aus vier Bohrerführungen mit unterschiedlichen Innendurchmessern aus, um eine Standardimplantatbohrung zu erhalten.

Die erfindungsgemässe Bohrerführung umfasst einen Griffteil und wenigstens zwei Führungshülsen mit jeweils einem oberen Ende und einem unteren Ende. Der Griffteil weist eine Oberseite und eine Unterseite auf. Die wenigstens zwei Führungshülsen an der Unterseite des Griffteils stehen vor, d.h. sie sind auf der gleichen Seite des Griffteils angeordnet. Auf der Oberseite des Griffteils steht wenigstens ein Anschlag vor, der eine Verlängerung einer der wenigstens zwei Führungshülsen in axialer Richtung ist. Ein solcher Anschlag hat eine Höhe von ein paar Millimetern, daher kann eine erfindungsgemässe Bohrerführung auch bei einer schwierigen Platzsituation im Patientenmund einfach zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass die beiden Führungshülsen auf der gleichen Seite des Griffteils angeordnet sind, um einen optimalen Einsatz der Bohrerführung auch im Backenzahnbereich zu ermöglichen. Zusätzlich ist dadurch gewährleistet, dass die Sicht des Operateurs nur minimal durch die erfindungsgemässe Bohrerführung eingeschränkt wird.

Ein Anschlag, der auf der Oberseite des Griffteils vorsteht und in axialer Richtung eine Verlängerung einer Führungshülse ist und weitere Anschläge, die ebenfalls auf der Oberseite des Griffteils vorstehen und in axialer Richtung eine Verlängerung einer Führungshülse sind, oder die Oberseite des Griffteils unmittelbar beim oberen Ende der Führungshülse, dienen als Anschlagfläche für den Bohrer, d.h. sie stellen sicher, dass der Chirurg nicht zu

tief bohrt. Dadurch werden Verletzungen von Nerven beim Bohren vermieden. Da die Höhe der Anschlagflächen des wenigstens einen Anschlags verschieden zu der Höhe der Anschlagfläche eines weiteren Anschlags oder der Höhe der Anschlagfläche auf der Oberseite des Griffteils ist, hat der Operateur die Wahl zwischen verschiedenen Bohrtiefen.

Der Griffteil kann starr oder formbar sein. Ebenso kann er flach, halbrund oder rund sein. Um eine bessere Sterilisierbarkeit zu gewährleisten, ist die Oberfläche bevorzugt glatt. Die Länge der erfindungsgemässen Bohrerführung ist derart gewählt, dass die potentiellen Bohrstellen im Kieferbereich erreicht werden und dabei der Griffteil in der Regel ausserhalb der Mundhöhle gefasst werden kann. Das bevorzugte Griffteil der erfindungsgemässen Bohrerführung hat eine Länge zwischen 5 und 12 cm.

Die Unterseite des Griffteils ist zumindest teilweise dazu bestimmt, auf einer Bohrschablone aufzuliegen. Dadurch erhält der Zahnarzt während dem Bohren noch eine zusätzliche Stabilität, so dass der Bohrer nicht rutschen kann. Bevorzugt liegt dabei dieser Auflageteil unmittelbar zur Führungshülse benachbarte auf der Bohrschablone auf. Dies kann beispielsweise die radial nach aussen gehende Fortsetzung der Führungshülse am Griffteil sein oder aber auch ein Endstück des Griffteils.

Die Führungshülsen, die an der Unterseite des Griffteils vorstehen, weisen ein oberes und ein unteres Ende auf. Das obere Ende ist zu dem Griffteil gerichtet, während das untere Ende auf der von der Unterseite des Griffteils abgewandten Seite angeordnet ist. Es ist möglich die Führungshülsen separat zu fertigen und diese in den

Griffteil einzufügen, wobei das obere Ende der Führungshülse mit dem Griffteil verbunden wird. Bevorzugt wird jedoch die Bohrerführung einstückig gefertigt, um eine bessere Sterilisierbarkeit sicherzustellen. Die Führungshülsen sind zylindrisch und weisen einen solchen Aussendurchmesser auf, dass sie passgenau in die Bohrlöcher der Bohrschablone respektive die entsprechenden Standardbohrhülsen passen. Der Innendurchmesser ist auf die Durchmesser der Bohrer abgestimmt.

Die Höhe der Führungshülsen und der Anschlagfläche des wenigstens einen Anschlags respektive der Anschlagfläche der Oberseite des Griffteils bestimmen zusammen mit der Bohrergeometrie die Präzision und die Tiefe der Bohrung. Lange Führungshülsen erhöhen zwar die Präzision der Bohrerführung, gleichzeitig aber auch die Gesamthöhe der aufeinanderliegenden Teile der Bohrschablone, Bohrerführung und Bohrergerät. Befriedigende Ergebnisse werden mit Führungshülsen ab 5 mm Höhe im zylindrischen Bereich erreicht. Idealerweise beträgt die Höhe aber nicht mehr als 10 mm.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Bohrerführung genau zwei Führungshülsen auf. Diese sind vorzugsweise jeweils im Endbereich des Griffteils angeordnet. Dadurch sind die Führungshülsen in einem maximalen Abstand zueinander, was zur Folge hat, dass die zweite Führungshülse nicht den Einsatz der ersten Führungshülse behindert.

Besonders bevorzugt ist dabei, wenn auf der Oberseite des

Griffteils genau ein Anschlag vorsteht, der in axialer Richtung eine Verlängerung einer der zwei Führungshülsen ist. Hier hat der Operateur demnach die Auswahl zwischen

zwei Bohrtiefen. Entweder wählt er die Seite der Bohrerführung, die eine Führungshülse und einen Anschlag aufweist, oder aber er wählt die Seite, die eine Führungshülse aufweist und bei der als Anschlagfläche die bei oberen Ende dieser Führungshülse liegende Oberseite des Griffteils dient. Im ersten Fall wird der Bohrer weniger tief in den Knochen eindringen als beim zweiten Fall, da die Anschlagfläche des Anschlags früher auf den Bohrer trifft als die Anschlagfläche des Griffteils. Der Operateur kann damit auf einfache Weise die Bohrtiefe festlegen, ohne dass an dem Instrument, d.h. der Bohrerführung, vor dem Einsatz noch durch Schrauben oder Drehen eine bestimmte Einstellung eingerichtet werden muss. Idealerweise weisen bei dieser Ausführungsform die beiden Führungshülsen einen identischen Innendurchmesser auf. Dieser wird vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 2.2 mm, 2.8 mm, 3.5 mm und 4.2 mm.

Alternativ ist es auch möglich, dass anstelle der Anschlagfläche des Griffteils die Bohrerführung einen zweiten Anschlag aufweist, der in axialer Richtung eine Verlängerung der zweiten Führungshülse ist. In diesem Fall ist die Höhe des ersten Anschlags in axialer Richtung unterschiedlich von der Höhe des zweiten Anschlages. Idealerweise ist dabei die Höhe des ersten Anschlags im Bereich von 1 bis 2 mm und die Höhe des zweiten Anschlags im Bereich von 3 bis 4 mm. Idealerweise weisen auch bei dieser Ausführungsform die beiden Führungshülsen einen identischen Innendurchmesser auf. Dieser wird vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 2.2 mm, 2.8 mm, 3.5 mm und 4.2 mm.

Instrumente in der dentalen Implantologie müssen im besonderen Masse die Dimensionen und die Physiologie im

Patientenmund berücksichtigen. Werden zwei Führungshülsen über ein Griffteil verbunden, sollten sie derart angeordnet sein, dass das zweite Ende der Bohrerführung, das sich nicht in der Bohrschablone befindet, nicht den Einsatz der in der Bohrschablone einzusetzenden ersten Führungshülse behindert. Nebst der Tatsache, dass die Führungshülsen auf der gleichen Seite des Griffteils angeordnet sind, ist es von Vorteil, wenn der Griffteil abgewinkelt ist. In einer bevorzugten Ausführungsform sind beispielsweise beide Enden des Griffteils s-förmig, sodass das Griffteil eine brückenartige Form aufweist. Dadurch hat die Zunge des Patienten darunter ausreichend Platz und wird durch das darüber liegenden Griffteil von der Bohrstelle ferngehalten. Zudem ist die Bohrerführung vorzugsweise derart geformt sein, dass sie sich auch im teilbezahnten Kiefer problemlos an jeder Stelle einsetzen lässt. Daher sollte die s-förmige Abwinkelung im Griffteil möglichst nahe bei der Führungshülse liegen. Gleichzeitig muss über der Führungshülse ausreichend Platz für das Kopfstück der gebräuchlichen Dentalbohrvorrichtungen bleiben. Die Führungshülsen der vorliegenden Erfindung stehen vorzugsweise parallel zueinander am Griffteil, weil dadurch die Gesamthöhe der Bohrerführung kleiner bleibt. Es ist jedoch auch eine Abwinkelung des Griffteils denkbar, wobei diese Abwinkelung vorzugsweise im mittleren Teil des Griffteils angeordnet ist. Durch eine solche Abwinkelung stehen die Führungshülsen ebenfalls abgewinkelt zueinander.

Bei der Verwendung von mehreren erfindungsgemässen Bohrerführungen kann eine Kodierung verwendet werden. Die häufig auf den Bohrern verwendeten Farbcodes können für die Bohrerführungen übernommen und an geeigneter Stelle, etwa am Griffteil nahe der entsprechenden Führungshülse,

aufgebracht werden. Ebenso kann der Operateur durch eine Kodierung über die Bohrtiefe, d.h. über die Höhe des Anschlags informiert werden. Alternativ kann die Führungshülse selbst in der entsprechenden Farbe eingefärbt werden.

Operationsinstrumente in der Chirurgie müssen zuverlässig gereinigt und sterilisiert werden können. Es werden deshalb einteilige Bohrerführungen mit glatten, zugänglichen Oberflächen bevorzugt. Besonders bevorzugt werden einteilige einstückige Bohrerführungen, da sie auch keine Verbindungsstellen aufweisen. Mehrstückige Bohrerführungen, deren Verbindungsstellen keine Ritzen aufweisen und einfach zu reinigen sind, sind jedoch ebenfalls denkbar. Ebenfalls vorteilhaft ist es während einer Behandlung Operationsinstrumente verwenden zu können, die weder verstellt, umgebaut noch ausgetauscht werden müssen. Die erfindungsgemässe Bohrerführung werden diesen Anforderungen gerecht. Sie weisen keine Hinterschnitte auf und lassen sich leicht sterilisieren.

Die bevorzugten Materialen, aus denen die Bohrerführung der vorliegenden Erfindung gefertigt sind, umfassen rostfreien Stahl, Titan oder andere in der Chirurgie gängige Metalllegierungen. Um die Langlebigkeit der Bohrerführung zu erhöhen, können Teile der Bohrerführung, wie etwa die Führungshülsen, zusätzlich mit oberflächenhärtenden Verfahren behandelt werden. Ein zweckmässiges Verfahren zur Härtung von rostfreiem Stahl ist Kolsterisieren. In einer Ausführungsform ist das Material so gewählt, dass der Griffteil von Hand biegbar ist, so dass der Operateur ihn so formen kann, dass er möglichst optimal den räumlichen Gegebenheiten im Mund angepasst wird.

Die erfindungsgemasse Bohrerfuhrung kann in Sets zusammen mit Bohrschablonen zur Verfugung gestellt werden. Die Bohrschablonen können wahlweise Standardbohrhulsen enthalten. Dabei sollte der Aussendurchmesser der Fuhrungshulsen der Bohrerfuhrung passend zum Innendurchmesser der Bohrlocher der Bohrschablone respektive dem Innendurchmesser der Standardbohrhulse sein. Ebenso ist es möglich, in einem Set mehrere Bohrerfuhrungen, die jeweils unterschiedliche Innendurchmesser aufweisen, zur Verfugung zu stellen. Idealerweise umfasst ein solches Set vier Bohrerfuhrungen, wobei jede Bohrerfuhrung zwei Fuhrungshulsen mit identischem Innendurchmesser und einen Anschlag aufweist, der eine Verlängerung einer Fuhrungshulse in axialer Richtung ist. Besonders bevorzugt weisen die Fuhrungshulsen der ersten Bohrerfuhrung einen Innendurchmesser von 2.2 mm, die Fuhrungshulsen der zweiten Bohrerfuhrung einen Innendurchmesser von 2.8 mm, die Fuhrungshulsen der dritten Bohrerfuhrung einen Innendurchmesser von 3.5mm und die Fuhrungshulsen der vierten Bohrerfuhrung einen Innendurchmesser von 4.2 mm auf .

Die erfindungsgemasse Bohrerfuhrung wird nachfolgend im Detail anhand von bevorzugten Ausfuhrungsformen in den Figuren 1 bis 4 weiter erläutert.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemasse Bohrerfuhrung mit zwei Fuhrungshulsen und einem Anschlag.

Fig. 2a und 2b zeigen Ausschnitte der in Figur 1 gezeigten Bohrerfuhrung

Fig. 3a und 3b zeigen die in Figur 1 gezeigte Bohrerfuhrung in einer Bohrschablone

Fig. 4 zeigt eine Set mit vier verschiedenen Bohrführungen.

In Figur 1 wird eine Bohrerführung 1 zur Verwendung im Dentalbereich beschrieben. Die Bohrerführung 1 weist einen einteiligen Griffteil 5 und wenigstens zwei Führungshülsen 10, 10' mit jeweils einem oberen zum Griffteil gerichteten Ende 15 und einem unten vom Griffteil abgewandten Ende 20 auf. Der Griffteil weist eine Oberseite 25 und eine Unterseite 30 auf, wobei ein Teil 35 der Unterseite 30 dazu bestimmt ist, auf der Bohrschablone aufzuliegen. Dieser Teil 35, der in direkter Nachbarschaft zu der Führungshülse 10 steht, gewährleistet den Sitz der Bohrerführung auf der Bohrschablone. Die wenigstens zwei Führungshülsen 10 stehen an der Unterseite 30 des Griffteils vor und sind jeweils am Ende des Griffteils angeordnet. Dadurch, dass die Führungshülse gleichgerichtet sind, d.h. an der gleichen Seite des Griffteils angeordnet sind, ist es möglich, für die Zunge im Mundraum möglichst viel Raum zu lassen und dem Patienten einen angenehmen öffnungswinkel des Mundes während des Bohrvorgangs zu erlauben. Damit die Bohrerführung eingesetzt in die Bohrschablone insgesamt nicht zu weit in den Mundraum wegsteht und dabei eine nachteilige Gesamthöhe erreicht, weist das Griffteil vorzugsweise eine doppelte Abwinkelung oder einen s- förmigen Abschnitt auf, so dass die Bohrerführung eine brückenartige Form hat. Die s-förmige Abwinkelung ist dabei möglichst nahe bei der Führungshülse. Auf der Oberseite 35 des Griffteils steht ein Anschlag 55 vor, der eine Verlängerung einer der zwei Führungshülsen 10 in axialer Richtung ist. Die Oberseite dieses Anschlags dient dazu als Anschlagfläche 80 für den Bohrer zu wirken, um so ein zu tiefes Eindringen in den Knochen zu verhindern. Auf

der Oberseite 25 des Griffteils, der der zweiten Führungshülse 1' ' gegenüberliegt, steht kein Anschlag vor. Hier dient die Oberseite des Griffteils als Anschlagfläche 80' für den Bohrer. Damit wird je nach dem, welche Führungshülse in die Bohrschablone eingeführt wird, eine unterschiedliche Bohrtiefe festgelegt.

Die in Figur 1 gezeigte Bohrerführung ist einstückig gefertigt und weist keinerlei Hinterschneidungen auf. Durch die Einstückigkeit gibt es keine Verbindungen zwischen einzelnen Komponenten, die es möglicherweise schwerer machen, die Bohrerführung zu sterilisieren. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Bohrerführung gemäss Figur 1 mehrstückig gefertigt werden, indem die Führungshülsen separat hergestellt und mit dem Griffteil verbunden werden.

Figuren 2a und 2b zeigen einen Ausschnitt der Bohrerführung gemäss Figur 1. In Figur 2a wird die zweite Führungshülse 10' gezeigt, die auf der Unterseite des Griffteils 5 angeordnet ist. Die Führungshülse 10' weist ein oberes Ende 11 und ein unteres Ende 12 auf. Das obere Ende 12 entspricht der Oberseite 25 des Griffteils und dient als Anschlagfläche 80' für den Bohrer. In Figur 2b wird die erste Führungshülse 10 gezeigt, die auf der Unterseite des Griffteils 5 angeordnet ist. Auf der Oberseite des Griffteils steht ein Anschlag 55 vor, der eine Verlängerung der Führungshülse 10 in axialer Richtung ist. Die Oberseite des Anschlags 55 dient als Anschlagfläche 80 für den Bohrer.

Figuren 3a und 3b zeigen einen Schnitt durch eine Bohrschablone 50 mit einer Standardbohrhülse 55, welche die Bohrerführung 1 gemäss Figur 1 enthält. In Figur 3a

ist die Bohrerführung so in die Standardbohrhülse 55 eingeführt, dass der Bohrer 60 gegen die Oberseite des Griffteils, das heisst, die Anschlagfläche 80', schlägt, die damit als Bohrstopp wirkt. Der Bohrer 60 wird durch die Führungshülse 10 der Bohrerführung geführt. In Figur 3b ist die Bohrerführung so in die Standardbohrhülse eingeführt, dass der Bohrer 60 gegen die Anschlagfläche 80 des Anschlags 55 schlägt. Die Anschlagfläche 80 des Anschlags 55, der von der Oberseite 25 des Griffteils vorsteht und eine Verlängerung der Führungshülse 10 in axialer Richtung ist, ist von der Oberseite der Bohrschablone in der Höhe h2 beabstandet. Die Anschlagfläche 80', die der Oberseite des Griffteils entspricht, ist in der Höhe hl von der Oberseite der Bohrschablone beabstandet. Die Differenz h2 - hl entspricht dem Unterschied der Bohrtiefe d2 - dl, der erhalten wird, je nach dem, ob die Führungshülse ohne Anschlag oder die Führungshülse mit Anschlag beim Bohrern eingesetzt wird.

Figur 4 ein Set mit vier erfindungsgemässen Bohrerführungen. Die Bohrerführungen 1, 1', 1'' und 1' ' ' unterscheiden sich dadurch, dass jede Bohrerführung Führungshülsen mit einem unterschiedlichen Innendurchmesser aufweist. Das heisst, die Führungshülsen der ersten Bohrerführung 1 weisen einen identischen Innendurchmesser auf, unterscheiden sich jedoch dadurch, dass sich auf der Oberseite des Griffteils auf der einen Seite ein Anschlag befindet, der eine Verlängerung einer Führungshülse in axialer Richtung ist. Mit der ersten Bohrerführung kann damit der Operateur mit einem bestimmten Bohrerdurchmesser bohren, er hat jedoch zwei Bohrtiefen zur Auswahl. Jede dieser Bohrerführungen 1, 1', 1' ' und 1' ' ' weisen zwei Führungshülsen mit identischem

Innendurchmesser und einem Anschlag auf, der eine Verlängerung einer Führungshülse in axialer Richtung ist. Die Anschläge sämtlicher Bohrerführungen sind gleich hoch. Damit kann der Operateur die Bohrtiefe konstant halten und den Bohrdurchmesser kontinuierlich erweitern. Besonders bevorzugt weisen die Führungshülsen der ersten Bohrerführung 1 einen Innendurchmesser von 2.2 mm, die Führungshülsen der zweiten Bohrerführung 1' einen Innendurchmesser von 2.8 mm, die Führungshülsen der dritten Bohrerführung 1' ' einen Innendurchmesser von 3.5mm und die Führungshülsen der vierten Bohrerführung 1' einen Innendurchmesser von 4.2 mm auf.