KNOLL, Hans (Erdl 5a, Schörfling, A-4861, AT)
| Patentansprüche 1. Fahrbare Vorrichtung für Gleisoberbauarbeiten, insbesondere zum Bearbeiten von Schienenköpfen von in einer Bettung an- geordneten Gleisschienen (2), mit einem ersten Bearbeitungswerkzeug (3A) , welches einen Werkzeugantrieb aufweist und mit Mitteln zur Führung des Bearbeitungswerkzeuges der Höhe und/oder der Seite nach bezüglich der Schienenköpfe zusammenwirkt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine dem ersten Bearbeitungswerkzeug (3A) zugeordnete weitere Bearbeitungseinrichtung mit ihren Funktionskomponenten als eine bauliche Bearbeitungseinheit (3D, 3E) ausgebildet ist, und die fahrbare Vorrichtung (1) zur lösbaren Aufnahme der Bearbeitungseinheit (3D, 3E) eine Aufnahmeeinrichtung (6) aufweist, wobei die Bearbeitungseinheit (3D, 3E) kraftschlüssig oder formschlüssig mit der Aufnahmeeinrichtung (6) in gegenseitigem Kontakt steht bzw. wenigstens mit oder an der Aufnahmeeinrichtung (6) anliegt oder aufgenommen ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die fahrbare Vorrichtung (1) einen Container-Flachwagen (7) zur Aufnahme der weiteren Bearbeitungseinheit (3D, 3E) aufweist . 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die fahrbare Vorrichtung (1) als Schienenfahrzeug oder als Strassenfahrzeug oder als kombiniertes Zweiwegefahrzeug für Schiene und Strasse ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bearbeitungswerkzeug (3A) ein spanabhebendes, rotierendes bzw. oszillierendes Bearbeitungswerkzeug (3A) für eine Reprofilierung der Schienen- köpfe ist. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem ersten Bearbeitungswerkzeug (3A) zumindest ein weiteres spanabhebendes, nichtrotierendes bzw. nichtoszillierendes zweites Bearbeitungswerkzeug (3C) für eine Oberflächenbearbeitung der Schienenköpfe vorgesehen ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine weitere spanabhebende, nichtrotierende bzw. nichtoszillierende zweite Bearbeitungswerkzeug (3C) eine annähernd parallel zur Schienenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifeinrichtung aufweist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die parallel zur Schienenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifeinrichtung wenigstens ein Schleifband und eine dem Schleifband zugeordnete Andrückeinrichtung aufweist. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- durch gekennzeichnet, dass das erste Bearbeitungswerkzeug (3A) ein rotierend angetriebenes Fräswerkzeug mit einem rotierend angetriebenen Fräsmesserkopf ist, der in einem einen Fräsmesserkopfantrieb enthaltenden Fräswerk gelagert ist und mit Mitteln zur Führung des Fräsmesserkopfes der Höhe und/oder der Seite nach zusammenwirkt. |
Die Erfindung betrifft eine fahrbare Vorrichtung für Gleis ¬ oberbauarbeiten nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, insbe- sondere zum Bearbeiten von Schienenköpfen der in einer Bettung angeordneten Gleisschienen.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 32 22 208 PS desselben Patentanmelders bekannt. Diese Vorrichtung hat einen rotierend angetriebenen Fräsmesserkopf, der in einem einen Fräsmesserkopfantrieb enthaltenden Fahrwerk gelagert und mit Mitteln zur Führung des Fräsmesserkopfes der Höhe und/oder der Seite nach zusammenwirkt, wobei der Fräsmesserkopf einen Satz von Messerkopfschneiden zum Fräsen der Schienenköpfe aufweist, deren Profil sich aus annähernd kreisförmigen
Teilbögen verschiedener Radien zusammensetzt, wobei jeder Teilbogen auf der Lauffläche der Gleischiene eine Spur bildet, und der Fräsmesserkopf so viele Schneiden aufweist, wie Teilbögen bzw. Spuren des jeweiligen Schienenkopfes zu fräsen sind. Die vorbekannte Vorrichtung hat sich zum Fräsen von
Schienenköpfen gegenüber dem früher praktizierten Schienenhobeln, bereits wegen der deutlich geringeren Stillzeiten bei Durchführung der Schienenbearbeutung sehr bewährt. Allerdings ist auch bei der bewährten Fräsvorrichtung zumeist noch ein weiterer Arbeitsschritt des Schienenschleifens erforderlich, um eine weitere Glättung des Fräsprofiles im Sinne einer Wiederherstellung des Schienenprofiles zu erzielen. Beim Fräsen der Gleisschienen mit der vorbekannten Vorrichtung entstehen in den einzelnen Frässpuren sogenannte Fräswellungen, d.h. periodische Muster von in Fahrtrichtung abwechselnden Erhöhungen und Vertiefungen, welche zwar kaum sichtbar sind, aber dennoch beseitigt werden müssen, und zwar eben durch einen zusätzlichen Schleifschritt . Ausgehend vom Stand der Technik gemäß der DE 32 22 208 PS liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Vorrichtung für Gleisoberbauarbeiten, insbesondere zum Bear- beiten von Schienenköpfen bei Schienen von in einer Bettung angeordneten Geleisen dergestalt zu verbessern, dass ein einfacherer und schnellerer Werkzeugwechsel gewährleistet werden kann .
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Vorrichtung gelöst.
Erfindungsgemäß ist eine fahrbare Vorrichtung für Gleisober- bauarbeiten, insbesondere zum Bearbeiten von Schienenköpfen von in einer Bettung angeordneten Gleisschienen vorgesehen, mit einem ersten Bearbeitungswerkzeug, welches einen Werkzeugantrieb aufweist und mit Mitteln zur Führung des Bearbeitungswerkzeuges der Höhe und/oder der Seite nach bezüglich der Schienenköpfe zusammenwirkt. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eine dem ersten Bearbeitungswerkzeug zugeordnete weitere Bearbeitungseinrichtung mit ihren Funktionskomponenten als eine bauliche Bearbeitungseinheit ausgebildet ist, und die fahrbare Vorrichtung zur lösbaren Aufnahme der Bearbeitungseinheit eine Aufnahmeeinrichtung aufweist, wobei die Bearbeitungseinheit kraftschlüssig oder formschlüssig mit der Aufnahmeeinrichtung in gegenseitigem Kontakt steht bzw. wenigstens mit oder an der Aufnahmeeinrichtung anliegt oder aufgenommen ist. Die weitere Bearbeitungseinheit ist insbe- sondere eine Spanabsaugeinrichtung, oder eine Spansammeieinrichtung .
Dem Prinzip der Erfindung folgend kann vorgesehen sein, dass die fahrbare Vorrichtung einen Container-Flachwagen zur Auf- nähme der weiteren Bearbeitungseinheit aufweist.
Die fahrbare Vorrichtung gemäß der Erfindung kann als Schienenfahrzeug oder als Strassenfahrzeug oder auch als kombiniertes Zweiwegefahrzeug für Schiene und Strasse ausgebildet sein. Das erste Bearbeitungswerkzeug ist vorzugsweise ein spanabhebendes, rotierendes bzw. oszillierendes Bearbeitungswerkzeug für eine Reprofilierung der Schienenköpfe. Neben dem ersten Bearbeitungswerkzeug kann zumindest ein weiteres spanabheben- des, nichtrotierendes bzw. nichtoszillierendes zweites Bearbeitungswerkzeug für eine Oberflächenbearbeitung der Schienenköpfe vorgesehen sein.
Von Vorteil weist das zumindest eine weitere spanabhebende, nichtrotierende bzw. nichtoszillierende zweite Bearbeitungswerkzeug eine annähernd parallel zur Schienenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifeinrichtung auf. Bei einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass die parallel zur Schienenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifein- richtung wenigstens ein Schleifband und eine dem Schleifband zugeordnete Andrückeinrichtung aufweist.
Das erste Bearbeitungswerkzeug kann ein rotierend angetriebenes Fräswerkzeug mit einem rotierend angetriebenen Fräsmes- serkopf sein, der in einem einen Fräsmesserkopfantrieb enthaltenden Fräswerk gelagert ist und mit Mitteln zur Führung des Fräsmesserkopfes der Höhe und/oder der Seite nach zusammenwirkt . Weitere Vorteile, Zweckmäßigkeiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
Bei dem in der (einzigen) Figur 1A (rechter Teil der Vorrichtung) und 1B (linker Teil der Vorrichtung) dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen fahrbaren Vorrichtung 1 zum Bearbeiten von Schienenköpfen von in einer Bettung angeordneten Gleisschienen 2 ist ein erstes Bearbeitungswerkzeug 3A vorgesehen, welches einen (nicht näher dargestellten) Werkzeugantrieb aufweist und mit (nicht näher dargestellten) Mitteln zur Führung des Bearbei ¬ tungswerkzeuges 3A der Höhe und/oder der Seite nach bezüg ¬ lich der Schienenköpfe zusammenwirkt. Es ist eine dem ersten Bearbeitungswerkzeug 3A zugeordnete weitere Bearbeitungsein ¬ richtung 3D und 3E mit ihren Funktionskomponenten als eine bauliche Bearbeitungseinheit ausgebildet, wobei die fahrbare Vorrichtung 1 zur lösbaren Aufnahme der Bearbeitungseinheit 3D, 3E eine Aufnahmeeinrichtung 6 aufweist, wobei die Bear- beitungseinheit kraftschlüssig oder formschlüssig mit der Aufnahmeeinrichtung 6 in gegenseitigem Kontakt steht bzw. wenigstens mit oder an der Aufnahmeeinrichtung 6 anliegt oder aufgenommen ist. Das erste Bearbeitungswerkzeug 3A ist zusammen mit seinen Werkzeugkomponenten ebenfalls als eine bauliche Werkzeugeinheit 4 ausgebildet und in einem Gehäuse 5 untergebracht.
Dem Prinzip der Erfindung folgend kann vorgesehen sein, dass die fahrbare Vorrichtung 1 einen Container-Flachwagen 7 auf- weist mit einem Fahrgestellrahmen 8 eines Fahrgestelles bzw. Fahrzeuges 9 mit wechselseitigen oder paarweise angeordneten Rädern 10. Der Fahrgestellrahmen 8 kann Teil eines gezogenen Fahrgestelles sein oder aber auch eines selbstfahrenden Fahrzeuggestelles. Dazu können an sich bekannte Antriebsmittel verwendet werden, die daher nicht dargestellt sind. Ferner kann die Vorrichtung als selbstfahrende Einheit ausgebildet sein in Form einer Lokomotive, die die Antriebsmittel für das Fahrwerk, die Versorgungsmittel für den Antriebsmotor und zur Betätigung der Hubzylinder und anderen Verstellmitteln trägt. Die fahrbare Vorrichtung gemäß der Erfindung kann als Schienenfahrzeug oder als Strassenfahrzeug oder auch als kombiniertes Zweiwegefahrzeug für Schiene und Strasse ausgebildet sein. Das erste Bearbeitungswerkzeug 3A ist vorzugsweise ein spanabhebendes, rotierendes bzw. oszillierendes Bearbeitungswerkzeug für eine Reprofilierung der Schienenköpfe. Das erste Bearbeitungswerkzeug 3A ist insbesondere ein rotierend angetriebenes Fräswerkzeug mit einem rotierend angetriebenen Fräsmesserkopf, der in einem einen Fräsmesserkopfantrieb ent haltenden Fräswerk gelagert ist und mit Mitteln zur Führung des Fräsmesserkopfes der Höhe und/oder der Seite nach zusammenwirkt. Eine Fräsereinheit besteht aus einem Fräsergehäuse im dem über entsprechende Antriebsmittel ein von einem Fräserkopfantriebsmotor angetriebener mehrspuriger Fräsmesserkopf angeordnet ist. In Fahrtrichtung vor und hinter der Fräsereinheit sind höhenverstellbar Gleitschuhe vorgesehen, die sich bei bestimmten Betriebsbedingungen auf einen Schienenkopf einer Schiene eines in einer Bettung angeordneten Ge leises auflegen bzw. abstützen. Dem ersten Bearbeitungswerkzeug 3A kann ein weiteres erstes Bearbeitungswerkzeug 3B der selben Bauart nachgeschaltet sein.
Neben dem ersten Bearbeitungswerkzeug 3A kann zumindest ein weiteres spanabhebendes, nichtrotierendes bzw. nichtoszillie rendes zweites Bearbeitungswerkzeug 3C für eine Oberflächen- bearbeitung der Schienenköpfe vorgesehen sein. Von Vorteil weist das zumindest eine weitere spanabhebende, nichtrotierende bzw. nichtoszillierende zweite Bearbeitungswerkzeug 3C eine annähernd parallel zur Schienenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifeinrichtung auf. Bei einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass die parallel zur Schie nenlängsachse geführte bzw. gelagerte Schleifeinrichtung wenigstens ein Schleifband und eine dem Schleifband zugeordnet Andrückeinrichtung aufweist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind in der baulich ver einigten Werkzeugeinheit 4 die drei Bearbeitungswerkzeuge 3A 3B, und 3C untergebracht. Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung sind in einer baulich vereinigten Werkzeugeinheit lediglich zwei Bearbeitungswerkzeuge oder auch nur ein einzi ges Bearbeitungswerkzeug mitsamt den zugehörigen Werkzeugkom ponenten untergebracht.
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