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Patent Searching and Data


Title:
DRIVE ARRANGEMENT FOR A DRIVETRAIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/072069
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drive arrangement for a drivetrain of a vehicle. The invention includes that a transmission element for transmitting a force and/or a torque and a joint can be reversibly connected to one another in force-transmitting and/or torque-transmitting fashion.

More Like This:
JPH0741111A propeller shaft
Inventors:
SZENTMIHÁLYI, Volker (Lindenmatte 1, Gutach, 77793, DE)
EBERT, Alexander (Am Tanzberg 10, Oberkirch, 77704, DE)
ETZOLD, Thomas (Ortenberger Strasse 86, Offenburg, 77654, DE)
LEHMANN, Martin (In der Öhle 1, Homberg, 78132, DE)
HERTTER, Tobias (Grandlstasse. 40, Muenchen, 81247, DE)
HOMBAUER, Michael (Weissenfelder Strasse 9, Parsdorf, 85599, DE)
Application Number:
EP2013/003385
Publication Date:
May 15, 2014
Filing Date:
November 11, 2013
Export Citation:
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Assignee:
AMTEK TEKFOR HOLDING GMBH (Hauptstrasse 115, Offenburg, 77652, DE)
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B60K17/22; F16D3/223; F16D11/00
Domestic Patent References:
WO2002014092A12002-02-21
WO2010069578A12010-06-24
Foreign References:
DE3234456A11984-03-22
GB2255380A1992-11-04
DE102011106355A12012-01-12
US20030209939A12003-11-13
EP0879728A21998-11-25
DE102011106355A12012-01-12
Attorney, Agent or Firm:
WALLINGER, Michael (Wallinger Ricker Schlotter Tostmann, Patent- und RechtsanwälteZweibrückenstrasse 5-7, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Antriebsanordnung für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Übertragungselement zum Übertragen einer Kraft und/oder eines Drehmoments vorgesehen ist,

dass mindestens ein Gelenk vorgesehen ist,

und

dass das Übertragungselement und das Gelenk reversibel kraft- und/oder drehmomentübertragend miteinander verbindbar sind.

2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mindes- tens eine Aktorikvorrichtung vorgesehen ist, die eine kraft- und/oder drehmomentübertragende Verbindung zwischen dem Übertragungselement und dem Gelenk

»

herstellt und/oder aufhebt.

3. Antriebsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ge- lenk mindestens ein Außenteil mit Kugelbahnen, ein zumindest teilweise in dem

Außenteil angeordnetes Innenteil mit Kugelbahnen, einen zwischen Außenteil und Innenteil angeordneten und Fenster aufweisenden Käfig und in den Fenstern des Käfigs angeordnete Kugeln aufweist. 4. Antriebsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil und das Innenteil relativ zueinander bewegbar sind.

5. Antriebsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktorikvorrichtung für ein Aufheben der kraft- und/oder drehmomentübertragenden Verbindung das Außenteil und das Innenteil derartig relativ zueinander bewegt, dass die Kugeln außerhalb der Kugelbahnen des Außenteils und/oder außerhalb der Kugelbahnen des Innenteils angeordnet sind.

6. Antriebsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktorikvorrichtung für ein Herstellen der kraft- und/oder drehmomentübertragenden Verbindung das Außenteil und das Innenteil derartig relativ zueinander bewegt, dass die Kugeln innerhalb der Kugelbahnen des Außenteils und innerhalb der Ku- gelbahnen des Inrienteils angeordnet sind.

7. Antriebsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktorikvorrichtung mindestens eine Schiebemuffe aufweist, über die die Aktorikvorrichtung das Außenteil relativ zum Innenteil bewegt.

8. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement um eine Drehachse drehbar ist, dass das Gelenk um eine Längsachse drehbar ist und dass das Außenteil und das Innenteil entlang der Längsachse relativ zueinander bewegbar sind.

9. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass angrenzend an die Kugelbahnen des Außenteils ein Losring angeordnet ist und dass die Aktorikvorrichtung für das Aufheben der kraft- und/oder drehmomentübertragenden Verbindung das Außenteil derartig relativ zum Innenteil ver- schiebt, dass die Kugeln innerhalb des Losrings angeordnet sind.

10. Antriebsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Losring in mindestens einem Lagerelement gelagert ist.

Description:
Antriebsanordnung für einen Antriebsstrang

Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs.

Der Antriebsstrang eines Fahrzeugs dient generell dazu, die Kraft und das Drehmoment wenigstens eines Motors auf die Räder des Fahrzeugs zu übertragen. Dabei gibt es Fahrzeuge, bei denen beide Querachsen angetrieben werden, sogenannte Allradfahrzeuge. Bei den meisten Fahrzeugen wird jedoch nur eine Achse angetrieben. Es gibt jedoch auch Fahrzeuge, bei denen die Allradfunktion nicht permanent gegeben, sondern zu- und abschaltbar ist.

Eine mechanische Trennung im Antriebsstrang steigert dabei insbesondere die Effizienz des Fahrzeugs und erlaubt auch eine erleichterte Verwendung von unter- schiedlichen Antriebssystemen bei Hybridantrieben.

Für das Wechseln zwischen dem Antreiben nur einer Achse und dem Allradantrieb gibt es im Stand der Technik bereits mehrere Umsetzungen. Dem Dokument WO 2010/069578 A1 lässt sich eine Kupplungsanordnung mit einem Differential entnehmen, über die eine Antriebsachse eines mehrachsgetrie- benen Kraftfahrzeug zuschaltbar ist.

Die Offenlegungsschrift US 2003/0209939 A1 beschreibt eine Anordnung, über die die Kraft- und Drehmomentübertragung zu einem Rad eines Kraftfahrzeugs über eine Zahnkupplung aufhebbar ist.

Das Verteilen eines Drehmoments auf beide Achsen eines Kraftfahrzeugs wird gemäß der Offenlegungsschrift EP 0 879 728 A2 über ein Planetengetriebe und einem Doppeltrennungsmechanismus realisiert.

Die im Stand der Technik teilweise verwendeten Kupplungen gehen dabei zumeist mit einem erhöhten Bauraumbedarf und einem erhöhten Gewicht einher. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsanordnung als Teil eines Antriebsstrangs vorzuschlagen, die eine Alternative zum Stand der Technik darstellt und ein Zu- bzw. Abschalten der Kraft- und/oder Drehmomentübertragung insbesondere zu einer Achse erlaubt.

Die erfindungsgemäße Antriebsanordnung, bei der die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist zunächst und im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Übertragungselement zum Übertragen einer Kraft und/oder eines Drehmoments vorgesehen ist, dass mindestens ein Gelenk vorge- sehen ist, und dass das Übertragungselement und das Gelenk reversibel kraft- und/oder drehmomentübertragend miteinander verbindbar sind.

Ein solches Gelenk lässt sich beispielweise der Offenlegungsschrift DE 10 201 1 106 355 A1 entnehmen.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung besteht insbesondere darin, dass sie auf einer Anordnung aufbaut, wie sie bereits in etlichen Fahrzeugen des Standes der Technik Verwendung findet. Dabei dienen die Gelenke in den Antriebssträngen gemäß dem Stand der Technik hauptsächlich dem Ausgleich von zueinander versetzten Abschnitten oder Komponenten des Antriebsstrangs und zusätzlich insbesondere in der Art von Verschiebegelenken auch dazu, axiale Relativbewegungen zwischen den Abschnitten des Antriebsstrangs zuzulassen. Bei der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung sind daher keine grundlegend neuen Elemente in den Antriebsstrang einzufügen. Da nur eine gemäß dem Stand der Tech- nik bereits bestehende Antriebsanordnung in Bezug auf die Reversibilität erweitert wird, ist entsprechend auch der Raumbedarf geringer und wird ein geringeres zusätzliches Gewicht erzeugt.

In der Erfindung wird die Anordnung zwischen dem Gelenk und einem Übertra- gungselement, das beispielsweise als Welle ausgestaltet ist, derartig modifiziert, dass das Übertragungselement und das Gelenk reversibel in Bezug auf die Übertragung von Kräften und/oder Drehmomenten miteinander verbindbar sind. Die Übertragung lässt sich also herstellen und wieder auflösen. Dies wiederum erlaubt es beispielsweise, eine Achse zuzuschalten oder wegzuschalten. Das Übertra- gungselement und das Gelenk sind daher nicht fest wie im Stand der Technik miteinander in Bezug auf die Übertragung von Kräften und Drehmomenten miteinander verbunden, sondern die - in einer Ausgestaltung insbesondere formschlüssige - Verbindung bzw. Übertragung wird temporär erzeugt bzw. aufgehoben.

In einer Ausgestaltung ist mindestens eine Aktorikvorrichtung vorgesehen, die eine kraft- und/oder drehmomentübertragende Verbindung zwischen dem Übertragungselement und dem Gelenk herstellt und/oder aufhebt. Die zu- und wieder wegschalt- bare und damit reversible Verbindung zwischen dem Übertragungselement und dem Gelenk wird in dieser Ausgestaltung über eine Aktorvorrichtung realisiert. Die Aktorvorrichtung dient dabei im Wesentlichen als eine Art von Schalter, der die Übertragung einer Kraft bzw. eines Drehmoments ein- oder ausschalten kann.

Eine Ausgestaltung widmet sich dem verwendeten Gelenk, das dabei insbesondere ein sogenanntes Verschiebegelenk ist. Dabei ist vorgesehen, dass das Gelenk mindestens ein Außenteil mit Kugelbahnen, ein zumindest teilweise in dem Außenteil angeordnetes Innenteil mit Kugelbahnen, einen zwischen Außenteil und Innenteil angeordneten und Fenster aufweisenden Käfig und in den Fenstern des Käfigs angeordnete Kugeln aufweist. Dabei ist in einer Variante das Gelenk als Verschie- begelenk ausgestaltet, so dass das Außenteil und das Innenteil - vor allem axial entlang einer Längsachse des Gelenks - relativ zueinander bewegbar (oder speziell: verschiebbar) sind. Die Anzahl der Kugelbahnen des Außen- und des Innenteils ist insbesondere in einer Ausgestaltung gleich, wobei sich die Kugelbahnen jeweils paarweise einander zugeordnet sind. In einer Ausgestaltung befindet sich in jedem Paar von Kugelbahnen jeweils eine Kugel in einem Fenster des (Kugel-)Käfigs. Solche Gelenke sind im Stand der Technik bereits gut bekannt.

In einer Ausgestaltung hebt die Aktorikvorrichtung die kraft- und/oder drehmomentübertragende Verbindung zwischen dem Übertragungselement und dem Gelenk dadurch auf, dass die Aktorikvorrichtung das Außenteil und das Innenteil derartig relativ zueinander bewegt, dass die Kugeln außerhalb der Kugelbahnen des Außenteils und/oder außerhalb der Kugelbahnen des Innenteils angeordnet sind. Die Aktorikvorrichtung bewegt somit das Außen- und das Innenteil - indem sie entweder das Außenteil oder das Innenteil bewegt - derartig relativ zueinander, so dass die Kugeln nicht mehr in den Kugelbahnen des Außen- und des Innenteils befindlich sind. Sind die Kugeln jedoch nicht mehr in den Kugelbahnen des Außen- und/oder des Innenelements, so kann über die Kugeln auch keine Kraft- und keine Drehmomentübertragung zwischen Außen- und Innenteil mehr stattfinden.

Umgekehrt stellt in einer weiteren ergänzenden oder alternativen Ausgestaltung die Aktorikvorrichtung die kraft- und/oder drehmomentübertragende Verbindung her, indem sie das Außenteil und das Innenteil derartig relativ zueinander bewegt, dass die Kugeln innerhalb der Kugelbahnen des Außenteils und innerhalb der Kugelbah- nen des Innenteils angeordnet sind. Dabei ist diese Verbindung reversibel, d. h. wieder aufhebbar, indem eine umgekehrte, trennende Relativbewegung - insbesondere in der Art der zuvor beschriebenen Ausgestaltung - erzeugt wird. Dadurch ist ein Allradantrieb zuschaltbar und ist nicht ständig gegeben. In einer Ausgestaltung weist die Aktorikvorrichtung mindestens eine Schiebemuffe auf. Über diese Schiebemuffe bewegt die Aktorvorrichtung das Außenteil relativ zum Innenteil.

In einer Ausgestaltung ist das Übertragungselement drehbar um eine Drehachse und das Gelenk drehbar um eine Längsachse ausgestaltet und angeordnet. Damit lassen sich im verbundenen bzw. gekoppelten Zustand eine Kraft und ein Drehmoment über das Gelenk übertragen. Für das Ein- und Ausschalten der Verbindungen und damit auch für dessen Reversibilität sind das Außenteil und das Innenteil entlang der Längsachse relativ zueinander bewegbar.

In einer Ausgestaltung ist angrenzend an die Kugelbahnen des Außenteils ein Losring vorgesehen. Dabei ist in einer Variante der Losring insbesondere mit der Kontur versehen, wie sie auch das Außenteil auf seiner Innenseite aufweist. Weiterhin verschiebt die Aktorikvorrichtung für das Aufheben der kraft- und/oder dreh- momentübertragenden Verbindung das Außenteil derartig relativ zum Innenteil, dass die Kugeln innerhalb des Losrings angeordnet sind. Das Innenteil bewegt sich dabei vorzugsweise nicht axial, sondern bleibt in seiner Position. Durch die relative Bewegung zwischen dem Außen- und Innenteil wandern somit die Kugeln aus den Kugelbahnen des Außenteils in die vorzugsweise Kugelbahnen aufweisende Struktur des Losrings.

In einer alternativen Ausgestaltung erstreckt sich anschließend an die Kugelbahnen des Innenteils eine passende Struktur eines weiteren Strukturträgers, der in dieser alternativen Ausgestaltung im nicht-verbundenen Zustand von Außen- und Innenteil die Kugeln führt bzw. hält.

Die Struktur bzw. die Konturen des Außenteils und des Losrings sind dabei insbe- sondere so ausgestaltet, dass sie ein Verschieben der Kugeln für das Erzeugen bzw. Aufheben der dadurch reversiblen Verbindung zwischen Übertragungselement und Gelenk erlauben.

Weist der Losring insbesondere Kugelbahnen für die Kugeln auf, so ist vorzugweise für die Herstellung der Verbindung dafür Sorge zu tragen, dass das Außenteil und der Losring keine oder nur eine geringe Drehzahldifferenz aufweisen, damit die Kugeln aus dem Losring wieder in die Kugelbahnen des Außenteils wandern können. In einer Ausgestaltung ist der Losring in mindestens einem Lagerelement gelagert. Dient der Losring einerseits dazu, die Kugeln im unverbundenen Zustand von Übertragungselement und Gelenk zu halten, so muss auch andererseits eine Kraft- und Drehmomentverbindung zwischen dem Losring und dem Außenteil bzw. dem Übertragungselement verhindert bzw. zumindest minimiert werden. Dafür ist hier vorge- sehen, dass der Losring in mindestens einem Lagerelement, beispielsweise einem Wälzlager gelagert ist. Für eine kompakte und stabile Ausgestaltung ist der Losring beispielsweise über das mindestens eine Lagerelement in einer Aussparung des Außenteils angeordnet. In einer Ausgestaltung ist das Übertragungselement zumindest teilweise und vorzugsweise an dem dem Gelenk zugewandten Abschnitt hülsenartig ausgestaltet.

Im Einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Antriebsanordnung auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die folgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen Fig.1 eine schematische, im Wesentlichen die funktionalen Wirkzusammenhänge verdeutlichende Darstellung einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung im Schnitt in einem ersten Zustand,

Fig. 2 die Anordnung der Fig. 1 in einem zweiten Zustand und

Fig. 3 die Anordnung der Figuren 1 und 2 in dem zweiten Zustand mit einem abgewinkelten Gelenk.

In den Fig. 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen An- triebsanordnung 1 eines Antriebsstrangs eines Fahrzeugs dargestellt. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen Antriebsstrang in Form einer Längs- oder Seitenantriebswelle. Dabei kann die Antriebsanordnung 1 mit weiteren - hier nicht dargestellten - Komponenten wie beispielsweise Getriebeausgangswellen, Differentialaus- oder -eingangswellen, Radnaben oder dergleichen verbunden sein. Bei- spielsweise können auch - hier nicht dargestellte - Längenausgleichselemente vorhanden sein.

Die Antriebsanordnung 1 verfügt über ein Übertragungselement 2 und ein Gelenk 3. Das Übertragungselement 2 ist hier teilweise hülsenartig ausgestaltet und ist bei- spielweise Teil einer Welle, die mit einem Drehmoment eines Motors beaufschlagt wird. In einer alternativen Ausgestaltung wird von dem Übertragungselement 2 eine Kraft bzw. ein Drehmoment abgeführt. Um die Kraft- und/oder Momentenverbindung zwischen dem Übertragungselement 2 und dem Gelenk 3 zu steuern, d. h. zu erzeugen bzw. aufzuheben, ist eine Aktorikvorrichtung 4 vorgesehen.

Das Gelenk 3 ist insbesondere ein sogenanntes Verschiebegelenk, das neben der Übertragung eines Drehmoments auch eine axiale Verschiebung erlaubt. Hierfür besteht das Gelenk 3 aus einem Außenteil 5, das mit Kugelbahnen 6 versehen ist, und einem Innenteil 7, in dem ebenfalls Kugelbahnen 8 eingebracht sind. Die Ku- gelbahnen 6, 8 des Außen- 5 bzw. Innenteils 7 sind sich jeweils paarweise zugeordnet. Zwischen dem Außen- 5 und dem Innenteil 7 befindet sich ein Käfig 9 mit Fenstern, in denen Kugeln 10 geführt werden. Die Kugeln 10 dienen der eigentlichen Kraft- und omentenübertragung zwischen dem Außenteil 5 und dem Innen- teil 7 und werden durch den Käfig 9 jeweils in einer Ebene gehalten, um ein Verklemmen des Gelenks 3 zu verhindern. In dem in der Fig. 1 gezeigten Zustand befinden sich die Kugeln 10 in den Kugelbahnen 6 des Außenteils 5 und in den Kugelbahnen 8 des Innenteils 6, so dass eine Kraft- und Drehmomentübertragung über die Kugeln 10 zwischen dem Außenteil 5 und dem Innenteil 7 des Gelenks 3 stattfindet.

Das Außenteil 5 - im Stand der Technik auch als Außennabe bezeichnet - ist über eine Schiebemuffe 11 (oder allgemein Schaltmuffe) als Teil der Aktorikvorrichtung 4 mit dem Übertragungselement 2 verbunden, so dass ein Kraft- und Drehmomenten- fluss zwischen beiden stattfinden kann. Die Schiebemuffe 11 dient weiterhin dem Zweck, das Außenteil 5 relativ zum Innenteil 7 zu verschieben.

Das Übertragungselement 2 ist um eine Drehachse 12 drehbar und das Gelenk 3 um die Längsachse 13. Beide Achsen 12, 13 fallen in diesem Zustand der Kraft- und/oder Drehmomentübertragung zwischen Übertragungselement 2 und Gelenk 3 zusammen. Entlang der Längsachse 13 des Gelenks 3 sind insbesondere auch das Außenteil 5 und das Innenteil 7 relativ zueinander verschiebbar.

Durch die Schiebemuffe 11 wird das Außenteil 5 relativ zum Innenteil 7 entlang der Längsachse 12 verschoben, um den Kraft- und Momentenfluss zwischen dem

Übertragungselement 2 (und damit auch mit den mit dem Übertragungselement 2 verbundenen bzw. nachgeordneten - hier nicht dargestellten - Komponenten des Antriebsstrangs) und dem Gelenk 3 bzw. den mit dem Gelenk verbundenen - hier nicht dargestellten - Komponenten zu steuern, d. h. zu unterbrechen bzw. herzu- stellen.

Im gezeigten Zustand sind das Außenteil 5 und das Innenteil 7 des Gelenks 3 so relativ zueinander positioniert, dass die Kugeln 10 sowohl in die Kugelbahnen 6 des Außenteils 5 als auch in die Kugelbahnen 8 des Innenteils 7 eingreifen, wodurch eine Kraft- und/oder Drehmomentübertragung stattfindet.

Angrenzend an die Kugelbahnen 6 des Außenteils 5 ist ein Losring 14 vorgesehen, der über Lagerelemente 15 (hier handelt es sich als Beispiel um Wälzlager) im Außenring 5 drehbar gelagert ist. Der Losring 14 dreht sich dabei frei um die Längsachse 13 des Gelenks 3 ohne eine Kraft- oder Drehmomentverbindung mit dem Außenteil 5. In dem Losring 14 befinden sich Strukturen 16, die den Kugelbahnen 6 des Außenteils 5 entsprechen.

Die Abbildung Fig. 2 zeigt die Antriebsanordnung 1 der Fig. 1 , nachdem durch die Aktorvorrichtung 4 das Außenteil 5 - während das Innenteil 7 axial stehen bleibt - derartig verschoben worden ist, dass die Kugeln 10 außerhalb der Kugelbahnen 6 des Außenteils 5 und in den Kugelbahnen 16 des Losrings 14 befindlich sind.

Dadurch übertragen die Kugeln 10 auch keine Kraft und keine Drehmomente zwischen Außenteil 5 und Innenteil 7.

In der gezeigten beispielhaften Ausgestaltung der Antriebsanordnung 1 wird dabei bei einer Bewegung des Außenteils 5 der Losring 14 mitgeführt, wodurch die Ku- geln 10 bei der Entkoppelbewegung der Schaltmuffe 11 aus den Kugelbahnen 6 des Außenteils 6 in die Bahnen 16 des Losrings 14 gelangen. Da der Losring 14 jedoch frei drehend in den Lagerelementen 15 gelagert ist, findet über die Kugeln 10 keine Kraft- oder Drehmomentübertragung zwischen Außenteil 5 und Innenteil 7 statt, so dass auch die beiden Seiten des Antriebsstrangs, zwischen denen sich das Gelenk 3 befindet, voneinander entkoppelt sind.

In einer alternativen - hier nicht dargestellten - Ausgestaltung wird das Innenteil 7 relativ zum Außenteil 5 bewegt, so dass die Kugeln 10 die Kugelbahnen 8 des Innenteils 7 verlassen und in einer Struktur eines passendes Träger- oder Hilfsele- ments liegen.

Die Fig. 3 zeigt den„entkoppelten" Zustand der Antriebsanordnung 1 der Fig. 2 mit einem gebeugten Gelenk 3 gegenüber dem gestreckten Gelenk 3 der Fig. 1 und Fig. 2. Das Innenteil 7 ist dabei gegenüber dem Außenteil 5 abgewinkelt, so dass auch die Längsachse 13 des Gelenks 3 nicht mehr mit der Drehachse 12 des Übertragungselements 2 zusammenfällt.