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Patent Searching and Data


Title:
DRIVE DEVICE FOR A WATERCRAFT, AND WATERCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115444
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drive device (1) for installation on the hull of a watercraft for passenger transport, in particular on an air mattress, comprising a first drive means (11) and a second drive means (12), a control unit (19), an energy source (18), a control device (30), at least one strap-shaped fastening means (10), wherein the drive device (1) is supplied with electrical energy by the energy source (18), wherein the control unit (19) controls the first drive means (11) and the second drive means (12) as a factor of user input on the control device (30), and wherein the first drive means (11) and the second drive means (12) are arranged, parallel and spaced apart from each other, fixed to the fastening means (10).

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Inventors:
MATAIJA IVICA (DE)
Application Number:
EP2018/084133
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
December 10, 2018
Export Citation:
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Assignee:
IMTECH GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
B63H25/42; B63B7/08; B63H20/00; B63H21/17; B63H5/14
Domestic Patent References:
WO2014164522A12014-10-09
Foreign References:
US20050042970A12005-02-24
US20140178218A12014-06-26
ES1171885U2016-12-09
CA2266916A12000-09-24
AT378355B1985-07-25
DE202012010580U12012-12-14
DE2645764A11978-04-13
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Antriebsvorrichtung (1) zur rümpfseitigen Montage an einem Wasserfahrzeug zur Personenbeförderung, insbeson dere an einer Luftmatratze, umfassend:

- ein erstes Antriebsmittel (11) und ein zweites An

triebsmittel (12),

- eine Steuereinheit (19),

- eine Energiequelle (18),

- eine Bedieneinrichtung (30),

- mindestens ein Befestigungsmittel (10),

- wobei die Antriebsvorrichtung (1) durch die Energie quelle (18) mit elektrischer Energie versorgt ist,

- wobei die Steuereinheit (19) das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebmittel (12) in Abhängig keit von einer Benutzereingabe an der Bedieneinrich tung (30) ansteuert, und

- wobei das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) parallel und beabstandet fest an dem mindestens einen Befestigungsmittel (10) angeord net sind.

2. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Antriebsrichtungsänderung durch eine Ansteuerung des ersten Antriebsmittels (11) und des zweiten An triebsmittels (12) durch die Steuereinheit (19) ohne ein Manövrierorgan erfolgt.

3. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebs mittel (12) jeweils eine Wellenanlage (13) mit jeweils mindestens einem Motor (14), einer Antriebswelle (15) und einer Antriebsschraube (16) umfasst.

4. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Antriebsschraube (16) des ersten Antriebsmittels und die Antriebsschraube (16) des zweiten Antriebsmit tels (12) gegenläufig betrieben sind.

5. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Wellenanlage (13) ein V- oder L-Trieb oder ein Saildrive aufweist.

6. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis

5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Abstand zwischen dem Motor (14) und der jeweiligen An triebsschraube (16) abstandsvariabel ist.

7. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Steuereinheit (19) eine Antenne (20) aufweist, und dass die Bedieneinrichtung (30) eine Fernbedienung ist.

8. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Bedieneinrichtung (30) wasserdicht und schwimmfähig ist .

9. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das mindestens eine Befestigungsmittel (10) eine Druck kammer (27) mit einem Druck (PI) umfasst, und dass die Druckkammer (27) zur rümpfseitigen Befestigung der An triebsvorrichtung (1) an dem Wasserfahrzeug (2) ausge bildet ist.

10. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass mindestens eines der Befestigungsmittel (10, 10') ein gurtförmiges Klettband, ein Riemen, ein Gürtelband, ein Spanngurt, ein Klebeband, ein Seil ist und/oder eine Knopf-, Reißverschluss-, Zipper- oder Stoffschlüssige Verbindung oder dergleichen herstellt.

11. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Gehäuse (22) vorgesehen ist, dass das Gehäuse (22) eine dem Wasserfahrzeug (2) zugewandte Seite (23) auf weist und eine von dem Wasserfahrzeug (2 ) abgewandte Seite (24), wobei auf der von dem Wasserfahrzeug (2) abgewandten Seite (24) das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) angeordnet sind.

12. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 11,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Gehäuse (22) wasserdicht ist, und dass in dem Ge häuse (22) die Steuereinheit (19) und die Energiequelle (18) angeordnet sind.

13. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der Anspruch 7 bis

12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Antenne (20) in dem mindestens einen Befestigungs mittel (10) angeordnet ist.

14. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten An sprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebs mittel (12) eine Antriebsleistung von jeweils mindes tens 25W aufweisen.

15. Wasserfahrzeug (2) mit einer Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) auf einer Rumpfseite (4) des Wasserfahrzeuges (2) ange ordnet sind, und wobei die Antriebsvorrichtung (1) durch das Befestigungsmittel (10) an dem Wasserfahrzeug (2) lösbar gehalten ist.

16. Wasserfahrzeug (2) nach Anspruch 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Wasserfahrzeug (2) eine Luftmatratze mit wenigstens einer mit einem Druck (PI) aufblasbaren Luftkammer ist.

17. Wasserfahrzeug (2) nach Anspruch 16,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Druck (P2) der Druckkammer größer ist als der Druck (PI) der Luftkammer, bevorzugt P2 > 2*P1.

Description:
Antriebsvorrichtung für ein Wasserfahrzeug sowie ein Wasser fahrzeug

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung eines Wasserfahrzeuges, insbesondere einer Luftmatratze, die unkompliziert und lösbar an einem Wasserfahrzeug angebracht werden kann nach den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Was serfahrzeug mit einer Antriebsvorrichtung nach Anspruch 13.

Wasserfahrzeuge, insbesondere Luftmatratzen, sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt und dienen dem Transport einer oder mehrerer Personen. Derar tige Wasserfahrzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Transport und zur Lagerung besonders platzsparend sind und zur Benutzung durch ein Aufblasen, Aufklappen oder Auffalten in einen Betriebszustand gebracht werden können, so dass der min destens eine Benutzer sich mit diesem auf einem Gewässer bewe gen kann.

Die Fortbewegung mittels solcher Wasserfahrzeuge erfolgt her kömmlich durch Erzeugung von Vortrieb durch den mindestens ei nen Benutzer, beispielsweise durch Schwimmbewegungen, Paddel bewegung oder mittels technischer Hilfsmittel, beispielsweise Paddel. Auch motorisierte Antriebsvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik vorbekannt.

Ein solcher Antrieb ist beispielsweise aus der DE 20 2012 010 580 Ul vorbekannt und weist zwei Schaufelräder auf, die auf dem Wasserfahrzeug angeordnet sind. Die beiden Schaufelräder werden eigenständig rotatorisch angetrieben, wobei eine Rich tungsänderung des Wasserfahrzeuges durch unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten der beiden Schaufelräder erreicht ist. Die Antriebsvorrichtung mit den Schaufelrädern ist auf der Nutzseite des Wasserfahrzeugs angeordnet, wodurch der Benutzer bei der Benutzung des Wasserfahrzeuges eingeengt und der Be nutzerkomfort stark eingeschränkt ist.

Aus der DE 26 45 764 Al ist eine selbst schwimmende Antriebs vorrichtung für ein Wasserfahrzeug vorbekannt, welche batte riebetrieben ist. Die Antriebsvorrichtung kann entweder die Luftmatratze ziehen, oder nach Art eines Außenbordmotors schieben, wobei der sich auf der Luftmatratze befindliche Be nutzer die Antriebsvorrichtung hält und entsprechend einer ge wünschten Lenkbewegungen zustellt, wodurch der Benutzer stets mit der Antriebsvorrichtung beschäftigt ist und die Fahrt mit dem Wasserfahrzeug nicht uneingeschränkt genießen kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Antriebs vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die einerseits ein

Höchstmaß an Benutzerkomfort ermöglicht. Die Antriebsvorrich tung soll andererseits an unterschiedlichen Bauarten und Grö ßen von Wasserfahrzeuge adaptierbar sein, intuitiv bedienbar und kostengünstig in der Herstellung sein.

Diese Aufgaben werden durch die Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und dem Wasserfahrzeug gemäß An spruch 13 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Bestandteil der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung zur rümpfseitigen Montage an ein Wasserfahrzeug zur Personenbeförderung, insbe sondere an eine Luftmatratze, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 umfasst ein erstes Antriebsmittel und ein zweites Antriebs mittel, eine Steuereinheit, mindestens eine Energiequelle, eine Bedieneinrichtung und mindestens ein Befestigungsmittel. Die Energiequelle versorgt dabei die Antriebsvorrichtung mit elektrischer Energie, wobei die Steuereinheit in Abhängigkeit von Benutzereingaben an der Bedieneinrichtung das erste An triebsmittel und das zweite Antriebsmittel unabhängig vonei nander ansteuert. Die Antriebsvorrichtung ist somit unterhalb des Wasserfahrzeuges an dessen Rumpf angeordnet, wodurch die Nutzseite des Wasserfahrzeuges vollständig für einen Benutzer zur Verfügung steht. Darüber hinaus weist die Antriebsvorrich tung kein Manövrierorgan auf, wie beispielsweise ein Ruder, wodurch sich einerseits die Steuerung für den Benutzer beson ders einfach darstellt und andererseits die Komplexität der Antriebsvorrichtung auf das Geringste reduziert ist. Das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel können fest oder querbeweglich an dem mindestens einen Befestigungsmittel ange ordnet sein, wodurch der Abstand zwischen dem ersten Antriebs mittel und dem zweiten Antriebsmittel an die Breite des Was serfahrzeuges angepasst werden kann. Es hat sich nämlich er wiesen, dass mit steigendem Abstand zwischen dem ersten An triebsmittel und dem zweiten Antriebsmittel die Manövrierfä higkeit des Wasserfahrzeuges gesteigert ist, wobei bevorzugt das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel eine halbe Breite des Wasserfahrzeuges voneinander entfernt sind, so dass auch bei unterschiedlichen Positionen des Benutzers auf dem Wasserfahrzeug keines der Antriebsmittel Gefahr läuft, aufzutauchen .

Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das erste Antriebsmit tel und das zweite Antriebsmittel jeweils eine Wellenanlage mit jeweils mindestens einer Antriebsschraube umfasst. Die Wellenanlage besteht dabei aus mindestens einem elektrischen Motor und mindestens einer Welle, die den Motor mit der An triebsschraube koppelt. Dabei ist besonders bevorzugt die Wellenanlage als ein V-, L- Trieb oder als Saildrive ausgebildet, wobei besonders bevor zugt der V- oder L-Trieb ist, da dieser keine Getriebe, Zahn räder oder dergleichen zwangsweise benötigt. Weiter bevorzugt ist dabei ein L-Trieb, da dieser die Motorleistung besonders gut in einen Vortrieb umsetzt.

Die Wellenanlage kann dabei abstandsvariabel ausgebildet sein, wodurch der Abstand zwischen dem jeweiligen Motor und der je weiligen Antriebsschraube einstellbar ist. Die Wellenanlage kann hierzu beispielsweise teleskopartig ausgestaltet sein, wodurch die Antriebseinrichtung auch bei unterschiedlich breit ausgestalteten Wasserfahrzeugen für einen bestmöglichen Vor trieb und eine größtmögliche Manövrierfähigkeit sorgt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorlie genden Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuereinheit eine Antenne aufweist, und die Bedieneinrichtung eine Fernbedienung ist. Die Antriebsvorrichtung kann somit durch die Bedienein richtung ferngesteuert werden. Die Fernbedienung ist handlich und mobil, wodurch der Benutzer auf dem Wasserfahrzeug absolut uneingeschränkt ist und der Benutzerkomfort erheblich gestei gert ist. Die Bedieneinrichtung ist vorteilhafterweise geeig net, auch über große Entfernungen mit der Steuereinheit des ersten Antriebsmittels und des zweiten Antriebsmittels zu kom munizieren. Die Fernbedienung kann beispielsweise in einem ISM-Band im Frequenzbereich von 2,4 GHz betrieben werden und eine Reichweite von mehr als 50 m, weiterhin mehr als 500 m bis ca. maximal 5000 m aufweisen. Die Bedieneinrichtung kann eine Vielzahl von Kanälen aufweisen und eine maximale Stö rungsunempfindlichkeit durch optimiertes Frequenzhopping, breiter Kanalspreizung und Antennendiversifikation erhalten. Darüber hinaus ist es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Be dieneinrichtung wasserdicht und schwimmfähig ist. Die Bedien einrichtung kann von dem Benutzer des Wasserfahrzeuges sorglos mitgeführt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass diese durch Wassereinwirkung beschädigt wird. Auch kann der Benutzer bei einem Bad in dem Gewässer die Bedieneinrichtung mitnehmen und das Wasserfahrzeug durch entsprechende Eingaben an der Be dieneinrichtung nachführen.

Nach Maßgabe einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist das mindestens eine Befestigungs mittel gurtförmig ausgebildet. Das gurtförmige Befestigungs mittel ist aufgrund der individuell und flexibel anpassbaren Form bestens geeignet, die erfindungsgemäße Antriebsvorrich tung und/oder Teile der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung an einer beliebigen Form eines Wasserfahrzeuges zu befestigen.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das min destens eine Befestigungsmittel ein Klettband, ein Gürtel, ein Riemen, ein Spanngurt, ein Klebeband, ein Seil oder derglei chen ist. Auch kann das mindestens eine Befestigungsmittel eine Knopfverbindung, einen Reißverschluss eine Schnallenver bindung oder eine Stoffschlüssige Verbindung umfassen. Das Be festigungsmittel wird in diesen konkreten nicht abschließend genannten Beispielen um das Wasserfahrzeug gelegt und entspre chend verzurrt, wodurch die Antriebsvorrichtung oder Teile da von fest an dem Wasserfahrzeug befestigt werden können. Das Befestigungsmittel kann bevorzugt das Wasserfahrzeug umgrei fen. Um die Ausrichtung der Antriebsvorrichtung in der Quer achse des Wasserfahrzeuges zu vereinfachen, kann das Befesti gungsmittel auf der dem Wasserfahrzeug abgewandten Seite mit einer Skala, Skalierung, einem Maßband oder dergleichen verse- hen sein. Die Skala an dem Befestigungsmittel ermöglicht be sonders einfach eine Zentrierung der Antriebsvorrichtung unter dem Wasserfahrzeug. Durch entsprechende Materialwahl kann das Befestigungsmittel auf der Seite des Wasserfahrzeuges eine als angenehm empfundene Oberfläche aufweisen, wodurch sich das Be festigungsmittel nicht benutzerkomfortmindernd auswirkt. Das Befestigungsmittel befestigt somit lösbar die Antriebsvorrich tung an dem Wasserfahrzeug, so dass nach dem Gebrauch des Was serfahrzeuges die Antriebsvorrichtung ohne weiteres demontiert werden kann und erneut bei dem gleichen Wasserfahrzeug oder auch bei einem anderen Wasserfahrzeug zum Einsatz kommen kann.

Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn das mindes tens eine Befestigungsmittel, durch das das erste Antriebsmit tel und das zweite Antriebsmittel parallel und beabstandet rumpfseitig an dem Wasserfahrzeug angeordnet sind, einen

Druckkörper umfasst, der mit in einem druckbeaufschlagten Me dium z.B. Luft gefüllt ist. Der Druck in dem Druckkörper ist derart groß gewählt, dass der Druckkörper eine ausreichend hohe Steifigkeit aufweist, um das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel in ihrer Positionierung bei allen denk baren fahrbaren Manövern des Wasserfahrzeuges zu halten. Typi scher Weise ist der Druck in dem Druckkörper um ein Vielfaches größer als in einer Luftmatratze. Auch kann der Druckkörper zum Auftrieb des Wasserfahrzeuges beitragen, um das Gewicht der beiden Antriebsmittel, der Steuereinheit, der Energie quelle usw. zu kompensieren. Der Druckkörper kann auf belie bige Art mit dem Wasserfahrzeug verbunden sein. So kann der Druckkörper z. B. über Befestigungsgurte an dem Wasserfahrzeug befestigt sein. Eine bevorzugte Befestigung erfolgt aber z. B. mit Verkleben, Verschweißen, insbesondere Laserschweißen oder Ähnlichem. Die letztgenannten Befestigungsarten sind insbeson dere dann vorteilhaft, wenn der Druckkörper und das Wasser fahrzeug eine äußere Kunststoffhaut aufweisen

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Antriebsvorrichtung ein Gehäuse aufweist, an dem das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel angeordnet sind. Das Gehäuse weist mindestens eine dem Wasserfahrzeug zu gewandte Seite und mindestens eine von dem Wasser abgewandte Seite auf, wobei besonders bevorzugt das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel fest auf der dem Wasserfahrzeug abgewandten Seite angeordnet sind. Das Gehäuse kann hydrodyna misch günstig ausgeformt sein. Das Gehäuse hält das erste An triebsmittel und das zweite Antriebsmittel ausgerichtet in der gewünschten Position. Insbesondere ein Verschwenken bzw. ein Verdrehen in einer Achse quer zur Fahrtrichtung ist dadurch verhindert, wodurch der Vortrieb besonders effizient ist und dass Vorschubverhalten stabilisiert ist.

Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn das Gehäuse was serdicht ist und in dem Gehäuse die Steuereinheit sowie die Energiequelle angeordnet sind. Das Gehäuse kann eine oder meh rere Gehäuseöffnungen aufweisen, durch die die Energiequelle, beispielsweise wiederaufladbare Batterien, eingesetzt werden können. Das Gehäuse kann ein oder mehrteilig ausgebildet sein und aus einem Kunststoff spritzgegossen werden, wobei die bei den Gehäuseteile mittels einer Dichtung, insbesondere einer Gummidichtung, verschlossen sind. An dem Gehäuse sind die Be festigungsmittel angebracht. Bei dem Betrieb der Antriebsvor richtung befinden sich somit alle wesentlichen Bauteile rumpf seitig des Wasserfahrzeuges, so dass die Nutzseite für den Be nutzer freigehalten ist. Die Antriebsvorrichtung kann darüber hinaus mindestens ein Schwert oder einen Kiel aufweisen, durch welche ein seitliches Abdriften reduziert ist, und das Wasserfahrzeug bei der Was serfahrt stabilisiert ist. Das Schwert oder der Kiel können in der Längsrichtung klappbar an der Antriebsvorrichtung befes tigt sein, so dass diese für den Transport oder bei Grundkon takt eingeklappt werden können.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Antenne zum Empfang der Steuer signale von der Bedieneinrichtung in dem Befestigungsmittel angeordnet. Aufgrund der höheren Extinktion der elektromagne tischen Wellen in Wasser ist die Reichweite der als Fernbedie nung ausgebildeten Bedieneinrichtung, die von dem Rumpf des Wasserfahrzeuges hervorkommt, sehr begrenzt. Die Antenne kann beispielsweise in den Gurt, das Band, das Seil oder derglei chen eingearbeitet oder eingeformt sein, sodass größtmögliche Reichweite auch bei geringer Funkleistung ermöglicht ist.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel jeweils eine An triebsleistung von mindestens 25 W aufweisen. Weiterhin vor teilhaft sind Antriebsleistungen von 50 W, 100 W oder sogar 200 W oder mehr. Da bis zu einer Gesamtleistung von 11,03 kW kein gesonderter Führerschein notwendig ist, sollte vorteil hafterweise die Gesamtleistung diesen Wert nicht überschrei ten. Als Antriebsmittel sind besonders Gleichstrommotoren, insbesondere bürstenlose Gleichstrommotoren (BLDC) , geeignet.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Wasserfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung, umfassend das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel, die Steu ereinheit, die Energiequelle, die Bedieneinrichtung und das Befestigungsmittel, wobei das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel auf der Rumpfseite des Wasserfahrzeuges angeordnet sind, und wobei die Antriebsvorrichtung durch das mindestens eine Befestigungsmittel an dem Wasserfahrzeug lös bar gehalten ist.

Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn das Wasserfahr zeug eine Luftmatratze ist, wobei im Sinne dieser Offenbarung das Wasserfahrzeug eine Luftmatratze mit einer oder mehreren Luftkammern, ein Schwimmbrett oder eine Schwimmmatte ist, wel che individuell geformt ausgebildet sein können. Luftmatratzen können in Form alltäglicher Dinge wie Schlauchboot, Mobiltele fon, Sessel, Tier oder dergleichen ausgeformt sein. Schwimm bretter oder Schwimmmatten können falt- oder klappbar sein und aus einem Schaumstoff und/oder aus mindestens einem festen Schwimmkörper gebildet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie len unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausfüh rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Antriebsvor richtung die durch ein Befestigungsmittel an dem Rumpf eines Wasserfahrzeuges gehalten ist,

Figur 2 eine schematische Draufsicht auf den Rumpf des Was serfahrzeuges mit der erfindungsgemäßen Antriebsvor richtung gemäß Figur 1,

Figur 3 eine teilweise geschnittene Darstellung des Wasser fahrzeuges mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrich tung entlang der Schnittlinie Y-Y, Figur 4 ein teilweise geschnittene Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Wasserfahrzeuges mit der er findungsgemäßen Antriebsvorrichtung, und

Figur 5 eine schematische Draufsicht auf das Wasserfahrzeug mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung gemäß Figur 4.

Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 5 zwei erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele der Erfindung im Detail beschrieben.

Figur 1 ist ein Wasserfahrzeug 2 zur Personenbeförderung mit einer Antriebsvorrichtung 1 zu entnehmen. Das Wasserfahrzeug 2 ist eine Luftmatratze in Form eines Liegesessels, der aus ei ner Vielzahl von befüllbaren und luftdicht verschließbaren Luftkammern gebildet ist. Die Luftkammer ist mit Luft mit ei nem Druck PI gefüllt. Auf einer Nutzseite 3 kann ein Benutzer 5 auf dem Wasserfahrzeug 2 Platz nehmen und mit dem Wasser fahrzeug 2 auf einem Gewässer 6 fahren. Dabei taucht das Was serfahrzeug 2 mit seiner Rumpfseite 4 durch eine Wasserober fläche 7 in das Gewässer 6 ein.

Die Antriebsvorrichtung 1 ist durch ein erstes Befestigungs mittel 10 auf der Rumpfseite 4 an dem Wasserfahrzeug 2 unter halb der Wasseroberfläche 7 befestigt und umfasst, wie Figur 2 und Figur 3 zu entnehmen ist, ein erstes Antriebsmittel 11 und ein zweites Antriebsmittel 12, eine Energiequelle 18, eine Steuereinheit 19 sowie eine Bedieneinrichtung 30. In diesem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Befestigungsmittel 10 gurtförmig ausgebildet. Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 sind in einer Querachse Y-Y parallel und beabstandet an einem Gehäuse 22 angeordnet und voneinander unabhängig durch die Steuereinheit 19 angesteuert.

Das Gehäuse 22 ist zweiteilig aus einem Kunststoff spritzge gossen und die beiden Gehäusehälften sind wasserdicht mittels einer Dichtung verschlossen. Das Gehäuse 22 weist eine dem Wasserfahrzeug 2 zugewandte Seite 23 und eine von dem Wasser fahrzeug 2 abgewandte Seite 24 auf und umhüllt die Energie quelle 18 und die Steuereinheit 19. Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 sind auf der von dem Was serfahrzeug 2 abgewandten Seite 24 angeordnet, die hydrodyna misch günstig ausgeformt ist und liegt flächig mit der Seite 23 an dem Wasserfahrzeug 2 an. Auf der abgewandten Seite 24 sind zwei Kiele 25 bzw. Schwerter angeordnet, durch die das Wasserfahrzeug 2 stabilisiert ist und ein Abdriften vermindert ist .

Durch das Anliegen der Seite 23 an dem Gehäuse 22 ist verhin dert, dass bei der Erzeugung des Vortriebs durch das erste An triebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 die Antriebs vorrichtung 1 bzw. das Gehäuse 22 um die Querachse Y-Y ver dreht wird. Dadurch ist der Vortrieb bestmöglich in dem Gewäs ser 6 bei allen Betriebspunkten ausgerichtet.

Das Gehäuse 22 ist darüber hinaus mit dem ersten Befestigungs mittel 10 verbunden. Das erste Befestigungsmittel 10 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein flaches Gurtband z.B aus einem Gewebe mit zwei freien Enden, welche gegenläufig um das Wasserfahrzeug 2 gelegt werden und unter Zug mittels eines Klettverschlusses miteinander verbunden werden können. Das erste Befestigungsmittel 10 umreift fest das Wasserfahrzeug 2, wodurch die Antriebsvorrichtung 1 an dem Wasserfahrzeug 2 fi xiert ist. Auf der dem Wasserfahrzeug 2 zugewandten Seite des Gurtbandes kann eine Haftungsverbesserung, beispielsweise Gum mirippen, Noppen oder dergleichen angeordnet sein, wodurch die Haltekraft des ersten Befestigungsmittels 10 an dem Wasser fahrzeug 2 verbessert ist. Auf der von dem Wasserfahrzeug 2 abgewandten Seite des Gurtbandes ist - siehe Figur 2 - eine Skala 26 angeordnet, durch die der Benutzer 5 die möglichst zentrische Positionierung in der Querachse Y-Y an dem Wasser fahrzeug 2 qualitativ und quantitativ überprüfen kann.

Das erste Befestigungsmittel 10 ist in einer Längsrichtung X-X mittig an dem Gehäuse 22 befestigt. Alternativ kann das Befes tigungsmittel 10 auch beabstandet von der Mitte des Gehäuses 22 an diesem befestigt sein, um ein durch den Vorschub erzeug tes Drehmoment an dem Gehäuses 22 besser am Wasserfahrzeug 2 aufnehmen zu können. Das Befestigungsmittel 10 ist wie in Fi gur 3 dargestellt zwischen der Seite 23 und Seite 24 an dem Gehäuse 22 befestigt , wodurch das Gehäuse 22 durch das Befes tigungsmittel 10 besonderes gut gegen das Wasserfahrzeug 2 ge drückt ist.

Die Energiequelle 18 ist eine Batterie, besonders bevorzugt eine wiederaufladbare Batterie, durch die die elektrischen Mo toren 14 des ersten Antriebsmittels 11 und des zweiten An triebsmittels 12 betrieben sind. Die Energiequelle 18 und die Steuereinheit 19 sind in dem wasserdichten Gehäuse 22 vor Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen geschützt.

Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 umfassen jeweils eine Wellenanlage 13 in Form eines L-Triebs mit einem Motor 14, einer Antriebswelle 15 und einer Antriebs schraube 16, wobei durch die Rotation der Antriebsschraube 16 der Vorschub der Antriebsvorrichtung 1 erzeugt ist. Die elektrischen Motoren 14 des ersten Antriebsmittels 11 und des zweiten Antriebsmittels 12 sind bürstenlose 12V Gleichstrommo toren und haben jeweils eine Leistung von 100 W. Das erste An triebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 umfassen dar über hinaus jeweils eine Gondel 17, durch die die jeweilige Antriebsschraube 16 gekapselt ist. Die Gondel 17 schützt die Antriebsschraube 16 und verhindert ein Kontakt mit menschli chen Gliedmaßen, wodurch eine Verletzungsgefahr für den Benut zer 5 verhindert ist.

Der Benutzer 5 kann mittels der Bedieneinrichtung 30 Befehle an die Steuereinheit 19 übergeben, welche durch eine entspre chende Ansteuerung des ersten Antriebsmittels 11 und des zwei ten Antriebsmittels 12 umgesetzt werden. Die Bedieneinrichtung 30 ist eine Fernbedienung, die eingerichtet ist, auch über größere Entfernungen mit der Steuereinheit 19 zu kommunizie ren. Ein weitere Benutzer 5' kann beispielsweise vom Ufer das Wasserfahrzeug 2 fernsteuern. Die Bedieneinrichtung 30 kommu niziert mit der Steuereinheit 19 mittels Funk auf einem ISM- Band in einem Frequenzbereich von ca. 2,4 GHz. Alternativ kön nen typische Frequenzbänder für den Modellbau verwendet wer den, beispielsweise 27 MHz, 35 MHz, 40 MHz und 433 MHz.

Die Bedieneinrichtung 30 ist wasserfest und als Schwimmkörper ausgebildet. Der Benutzer 5 kann zusammen mit der Bedienein richtung 30 von dem Wasserfahrzeug 2 wegschwimmen, und dieses gegebenenfalls hinterher fahren lassen. Bei Verlust der Bedie neinrichtung 30 kann diese ohne weiteres von der Wasserober fläche 7 abgefischt werden.

Bei einer einfachen Geradeausfahrt werden das erste Antriebs mittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 in gleicher Weise betrieben, wobei bevorzugt die Antriebsschraube 16 des ersten Antriebsmittels 11 und die Antriebsschraube 16 des zweiten An triebsmittels 12 gegenläufig rotieren, um den Radeffekt zu un terdrücken. Bei der Geradeausfahrt erzeugen beide Antriebsmit tel 11, 12 den gleichen Vorschub. Durch entsprechende Eingabe an der Bedieneinrichtung 30, welche beispielsweise einen Steu erknüppel 31 aufweist, kann eine Kurvenfahrt eingeleitet wer den. Die Steuereinheit 19 steuert das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 unterschiedlich an, wodurch beispielsweise das erste Antriebsmittel 11 mehr Vorschub er zeugt als das zweite Antriebsmittel 12 und vice versa und eine Kurvenfahrt eingeleitet ist, ohne dass ein Manövrierorgan vor gesehen ist. Auch unterschiedliche Vorschubrichtungen des ers ten Antriebsmittels 11 und des zweiten Antriebsmittels 12 sind möglich, beispielsweise wenn an Ort und Stelle gewendet werden soll bzw. wenn das Wasserfahrzeug 2 sich kontinuierlich drehen soll. Bei einer Kurvenfahrt kann die gesamte Antriebsleistung der Antriebsvorrichtung konstant gehalten werden, indem bei spielsweise das erste Antriebsmittel 11 weniger Leistung er zeugt und das zweite Antriebsmittel 12 um den gleichen Betrag mehr Leistung liefert.

Um die Manövrierfähigkeit zu steigern ist der Abstand entlang der Querachse Y-Y zwischen dem ersten Antriebsmittel 11 und dem zweiten Antriebsmittel 12 größtmöglichen zu wählen. Dem entsprechend sind das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 22 angeordnet, oder können jeweils an einem eigenen Gehäuse 22 angeordnet sein, wodurch der Benutzer 5 den Abstand zwischen dem ersten Antriebsmittel 11 und dem zweiten An triebsmittel 12 in Abhängigkeit von der Größe und der Bauform des Wasserfahrzeuges 2 positionieren kann. Aufgrund der höheren Extinktion der elektromagnetischen Wellen im Wasser ist in dem ersten Befestigungsmittel 10 eine Antenne 20 angeordnet, durch die die Funksignale oberhalb der Wasser oberfläche 7 des Gewässers 6, insbesondere auf der Nutzseite 3 des Wasserfahrzeuges 2, empfangen werden und zu dem auf der Rumpfseite 4 und unterhalb der Wasseroberfläche 7 angeordneten Gehäuse 22 bzw. der Steuereinheit 19 geleitet werden. Die An tenne 20 ist innerhalb des Gurtes des Befestigungsmittels 10 angeordnet, beispielweise eingewebt oder eingenäht. Nach der Benutzung des Wasserfahrzeugs 2 mit der Antriebsvorrichtung 1 kann die Klett-Verbindung gelöst werden und die Antriebsvor richtung 1 von dem Wasserfahrzeug 2 getrennt werden. Die Luft wird abschließend aus dem Wasserfahrzeug 2 abgelassen, und die Antriebsvorrichtung 1 sowie das Wasserfahrzeug 2 können platz sparend bis zu einem nächsten Einsatz verstaut werden.

Figur 4 zeigt eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen An triebsvorrichtung 1 bzw. des erfindungsgemäßen Wasserfahrzeu ges 2.

Die Antriebsvorrichtung 1 zur rümpfseitigen Montage an einem Wasserfahrzeug 2 umfasst ein erstes Befestigungsmittel 10 so wie ein zweites Befestigungsmittel 10', wobei das erste Befes tigungsmittel 10', das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 parallel und beabstandet hält und eine

Druckkammer 27 umfasst, die mit einem druckbeaufschlagten Me dium z.B. Luft mit einem Druck P2 befällt ist. Der Druck P2 in der Druckkammer 27 ist größer als der Druck PI in der Luftkam mer des Schlauchboots, wodurch die Druckkammer 27 eine ausrei chend hohe Steifigkeit aufweist, um das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 bei allen denkbaren Manö vern exakt in ihrer Positionierung zueinander zu halten. Der Druck P2 in der Druckkammer 27 ist mindestens doppelt so groß wie der Druck PI in der Luftkammer des Schlauchboots, also P2 > 2*P1. Das erste Befestigungsmittel 10 ist eingerichtet, die Antriebsvorrichtung 1 an dem Wasserfahrzeug 2 bzw. dem Schlauchboot zu befestigen, währenddessen das zweite Befesti- gungsmittel 10' ausgebildet ist, die Antenne 20 an dem Wasser fahrzeug 2 bzw. dem Schlauchboot oberhalb der Wasseroberfläche 7 zu befestigen. Das zweite Befestigungsmittel 10' kann in dem ersten Befestigungsmittel 10 integriert sein, wobei sich her ausgestellt hat, dass eine getrennte Anordnung des ersten Be- festigungsmittels 10 und des zweiten Befestigungsmittel 10' strukturelle Vorteile, insbesondere für die Antenne 20, mit sich bringt.

In oder an der Druckkammer 27 kann das Gehäuse 22 angeordnet sein, wodurch dieses rumpfseitig durch das erste Befestigungs mittel 10 unterhalb der Wasseroberfläche 7 angeordnet ist und nicht den Komfort des Benutzers innerhalb, bzw. auf dem Was- serfahrzeig 2 beeinträchtigt.

Bezugszeichenliste

1 Antriebsvorrichtung

2 Wasserfahrzeug

3 Nutzseite

4 Rumpf

5 Benutzer

6 Gewässer

7 Wasseroberfläche

10 Befestigungsmittel

11 erstes Antriebsmittel

12 zweites Antriebsmittel

13 Wellenanlage

14 Motor

15 Antriebswelle

16 Antriebsschraube

17 Gondel

18 Energiequelle

19 Steuereinheit

20 Antenne

22 Gehäuse

23 Wasserfahrzeug zugewandte Seite

24 Wasserfahrzeug abgewandten Seite

25 Kiel

26 Skala

27 Druckkammer

30 Bedieneinrichtung

31 Steuerknüppel