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Title:
DRIVETRAIN HAVING A HYDRODYNAMIC MACHINE DISPOSED ON THE GEARBOX OUTPUT SIDE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/102692
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drivetrain, in particular a motor vehicle drivetrain, comprising: an engine; a gearbox comprising a main output and at least one auxiliary output; a hydrodynamic machine disposed at the auxiliary output on the gearbox output side; the hydrodynamic machine comprises a housing, stator vanes, and a rotor blade wheel; the rotor blade wheel can be driven by an input shaft; the input shaft is the output shaft of the auxiliary output or a shaft coaxially connected thereto. The drivetrain, in particular motor vehicle drivetrain, according to the invention is characterized by the following features: the housing of the hydrodynamic machine is designed in at least two parts, comprising a first housing part comprising the rotor blade wheel and the input shaft and mounted on the gearbox or integral to the same, a second housing part comprising the stator vanes and connection channels for feeding/discharging the working medium, wherein the second housing part is supported by the first housing part and is rotatably mounted on the first housing part or can be mounted on the first housing part at various rotated positions relative to the first housing part.

Inventors:
VOGELSANG, Klaus (W.v. Ketteler Strasse 17, Crailsheim, 74564, DE)
HEILINGER, Peter (Obere Gronach 7, Satteldorf, 74589, DE)
Application Number:
EP2010/000362
Publication Date:
September 16, 2010
Filing Date:
January 22, 2010
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (St. Pöltener Strasse 43, Heidenheim, 89522, DE)
VOGELSANG, Klaus (W.v. Ketteler Strasse 17, Crailsheim, 74564, DE)
HEILINGER, Peter (Obere Gronach 7, Satteldorf, 74589, DE)
International Classes:
B60T10/02; F16D57/06
Foreign References:
EP0970860A2
DE102005051221B3
US5829562A
US5829562A
Attorney, Agent or Firm:
WEITZEL & PARTNER (Friedenstrasse 10, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Antriebsstrang, insbesondere Kraftfahrzeugantriebsstrang, umfassend: 1.1 einen Motor (1 ); 1.2 ein Getriebe (2), das einen Hauptabtrieb (2.1 ) und mindestens einen

Nebenabtrieb (2.2) aufweist;

1.3 eine auf der Getriebeabtriebsseite an dem Nebenabtrieb (2.2) angeordnete hydrodynamische Maschine (3);

1.4 die hydrodynamische Maschine (3) weist ein Gehäuse (4), Statorschaufeln (15) und ein Rotorschaufelrad (5) auf;

1.5 das Rotorschaufelrad (5) ist über eine Eingangswelle (6) antreibbar;

1.6 die Eingangswelle (6) ist eine Abtriebswelle des Nebenabtriebs (2.2) oder eine mit dieser koaxial verbundene Welle; gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: 1.7 das Gehäuse (4) der hydrodynamischen Maschine (3) ist zumindest zweiteilig ausgebildet, umfassend 1.8 ein erstes Gehäuseteil (4.1 ), welches das Rotorschaufelrad (5) und die

Eingangswelle (6) aufweist und am Getriebe (2) montiert ist oder einteilig mit diesem ausgeführt ist, 1.9 ein zweites Gehäuseteil (4.2), welches die Statorschaufeln (15) und

Verbindungskanäle (16) für die Zufuhr/Abfuhr des Arbeitsmediums zur hydrodynamischen Maschine (3) aufweist; wobei 1.10 das zweite Gehäuseteil (4.2) durch das erste Gehäuseteil (4.1) getragen wird und verdrehbar am ersten Gehäuseteil (4.1 ) montiert ist oder in verschiedenen Verdreh Positionen relativ zu dem ersten Gehäuseteil (4.1 ) am ersten Gehäuseteil (4.1 ) montierbar ist.

2. Antriebsstrang gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (4.2) in einen ersten Abschnitt (4.2.1 ) mit den Statorschaufeln (15) und einen zweiten Abschnitt (4.2.2) mit den

Verbindungskanälen (16) unterteilt ist, wobei die Abschnitte (4.2.1 , 4.2.2) gegeneinander verdrehbar montiert oder in verschiedenen Verdrehpositionen relativ zueinander montierbar ausgebildet sind, und wobei die Verbindungskanäle (16) insbesondere zumindest im Bereich der Trennfläche (19) zwischen dem ersten Abschnitt (4.2.1) und dem zweiten Abschnitt (4.2.2) als zumindest Teilabschnitte eines umlaufenden Kanals, insbesondere eines Kreisrings, ausgebildet sind.

3. Antriebsstrang gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungskanäle (16) im Bereich der Trennfläche (19) als konzentrische umlaufende Kanäle, insbesondere konzentrische Kreisringe, ausgebildet sind.

4. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterteilung des Gehäuses (4) in seine Gehäuseteile (4.1 , 4.2) so ausgebildet ist, dass die Anschlussfläche (18) zwischen den Gehäuseteilen (4.1 , 4.2) durch den Arbeitsraum der hydrodynamischen Maschine (3) verläuft.

5. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hauptabtrieb (2.1 ) zugewandte Seite (4.3) des Gehäuses (4), zumindest des ersten Gehäuseteils (4.1 ) der hydrodynamischen Maschine (3) eine konkave Wölbung aufweist, welche im wesentlichen parallel zu der Oberfläche einer Ausgangswelle (7) des Hauptabtriebs (2.1 ) ist.

6. Antriebsstrang gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ferner die Seite (4.4) des Gehäuses (4), die der dem Hauptabtrieb (2.1) zugewandten Seite (4.3) entgegengesetzt angeordnet ist, eine konkave Wölbung aufweist, die gespiegelt im Wesentlichen parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle (7) des Hauptabtriebs (2.1 ) ist und/oder spiegelbildlich zu der dem Hauptabtrieb (2.1 ) zugewandten Seite (4.3) gestaltet ist.

7. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Seite (4.3) des Gehäuses (4) der hydrodynamischen Maschine (3), welche dem Hauptabtrieb (2.1) zugewandt ist, im Wesentlichen parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle (7) des Hauptabtriebs (2.1 ) ausgeführt ist und insbesondere ferner die gesamte Seite (4.4) des Gehäuses (4), die der dem Hauptabtrieb (2.1) zugewandten Seite (4.3) entgegengesetzt angeordnet ist, im Wesentlichen gespiegelt parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle (7) des Hauptabtriebs (2.1 ) ausgeführt ist.

8. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrodynamische Maschine (3) ein Retarder, insbesondere ein Wasserretarder, ist.

9. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorschaufelrad (5) der hydrodynamischen Maschine (3) fliegend auf der Abtriebswelle des Nebenabtriebs (2.2) gelagert ist.

10. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4), zumindest das erste Gehäuseteil (4.1 ), der hydrodynamischen Maschine (3) in Richtung der Drehachse betrachtet spiegelsymmetrisch über einer Senkrechten (8) durch den Gehäusemittelpunkt ist.

11. Antriebsstrang gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4), zumindest das erste Gehäuseteil (4.1 ), der hydrodynamischen Maschine (3) spiegelsymmetrisch in Richtung der Drehachse betrachtet über einer Waagerechten (9) durch den Gehäusemittelpunkt ist.

Description:
Antriebsstrang mit einer auf der Getriebeabtriebsseite angeordneten hydrodynamischen Maschine

Die Erfindung betrifft einen Antriebsstrang gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 , vergleiche US 5 829 562 A. Die Erfindung ist dabei besonders im

Antriebsstrang eines Lastkraftwagens oder eines Busses anwendbar.

Heutzutage ist es üblich, beispielsweise Lastkraftwagen oder Busse mit verschleißfreien Bremsen, sogenannten Retardem, auszurüsten. Herkömmlich waren solche Retarder Ölretarder, das heißt Retarder, welche mit einem

Hydrauliköl als Arbeitsmedium betrieben wurden. Aufgrund der beim Bremsen entstehenden Wärme musste dieses Öl durch einen eigens dafür vorgesehenen Wärmetauscher geleitet werden, in welchem die Wärme vom Öl auf beispielsweise den Wasserkühlkreislauf des Fahrzeugs übertragen wurde. Mittels des Wasserkühlkreislaufs des Fahrzeugs, welcher bekanntlich Wasser oder ein

Wassergemisch (Wasser-Glykol-Gemisch) enthält, wurde die Wärme dann über einen Fahrzeugkühler an die Umgebung abgegeben.

In jüngerer Zeit ist man dazu übergegangen, anstelle des Ölretarders Wasserretarder zu verwenden. Unter Wasserretardem versteht man dabei

Retarder, deren Arbeitsmedium das Kühlmedium des Fahrzeugkühlkreislaufs ist, somit Wasser oder ein Wassergemisch. Vorteil dieser Ausführung ist, dass ein zusätzlicher Wärmetauscher eingespart werden kann, was die Kosten und den notwendigen Bauraum reduziert. Dadurch kann die Position des Retarders im Antriebsstrang am Getriebe auf der Getriebeabtriebsseite flexibler ausgewählt werden. Wenn beispielsweise ein Bus mit einem herkömmlichen Ölretarder ausgerüstet wurde, so wurde dieser auf einer Seite neben dem Hauptabtriebsstrang, das heißt neben dem Getriebeflansch des Hauptabtriebsstranges, an einem Nebenabtriebsstrang angeordnet, und gleichzeitig musste auf der entgegengesetzten Seite des Getriebeflansches der notwendige Wärmetauscher angeordnet werden. Dies hat dazu geführt, den Ölretarder meist auf einer bestimmten Seite des Hauptabtriebsstranges anzuordnen. Dem gegenüber ist man durch die Ausführung der Retarder als Wasserretarder aufgrund des Wegfalls des Wärmetauschers hinsichtlich der

Positionierung freier geworden. So kann der Retarder auf beliebigen Selten des Hauptabtriebsstranges angeordnet werden.

Diese beliebige Anordnung weist bis heute jedoch einen erheblichen Nachteil auf. So ist es üblich, den Aufbau des Retarders und insbesondere die Außenkontur des Gehäuses des Retarders jeweils in Abhängigkeit der gewünschten Positionierung des Retarders auf der Getriebeabtriebsseite für den Einzelfall zu gestalten. Dies führt zu vergleichsweise hohen Entwicklungs- und Produktionskosten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antriebsstrang mit einer hydrodynamischen Maschine, welche an einem Nebenabtrieb eines Getriebes angeordnet ist, darzustellen, welcher gegenüber dem Stand der Technik verbessert ist. Insbesondere soll ein entsprechender Antriebsstrang dargestellt werden, welcher kostengünstiger in der Entwicklung und der Produktion ist und die oben genannten Nachteile überwindet.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Antriebsstrang mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Der Aufbau der Erfindung mit einem zweiteiligen Gehäuse der hydrodynamischen Maschine erlaubt eine hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung der Maschine selbst, da der zweite Gehäuseteil mit beliebiger axialer Verdrehung am ersten Gehäuseteil angebracht werden kann, solange die Achse des Rotorschaufelrads auf der einen Seite und die virtuelle Achse der Statorschaufeln auf der anderen Seite korrespondieren. Außerdem erlaubt dies das erste Gehäuseteil als standardisiertes Anschlusselement des Gehäuses, umfassend Eingangswelle und Rotorschaufelrad, mit annähernd beliebig geformten, die Statorschaufeln enthaltenden Gehäuseteilen zu kombinieren. Somit kann ein einfaches und standardisiertes Anschlussteil der hydrodynamischen Maschine an das Getriebe geschaffen werden, wobei die hydrodynamische Maschine dann über das entsprechende Statorgehäuseteil variabel ausgestaltet werden kann. Selbstverständlich ist es möglich, verschiedene erste Gehäuseteile, die sich beispielsweise in der Geometrie des zugehörigen Rotorschaufelrades unterscheiden, vorzuhalten, um eines von diesen wahlweise mit einem passenden zweiten Gehäuseteil zu kombinieren.

In einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Gehäuseteil dabei in einen ersten Abschnitt mit den Statorschaufeln und einen zweiten Abschnitt mit den Anschlüssen für die Verbindungskanäle unterteilt, wobei diese Abschnitte gegeneinander verdrehbar ausgebildet sind. Im Bereich der

Abschnittsgrenzen sind die Verbindungskanäle vorteilhaft zumindest als Abschnitte von Kreisringen ausgebildet. Dadurch kann ohne weiteren Aufwand der Abschnitt mit den Verbindungskanälen gegenüber dem Abschnitt mit den Statorschaufeln entsprechend verdreht werden. Durch die in Form von Kreisabschnitten ausgebildeten Verbindungskanäle kann ein Verdrehen der beiden Abschnitte gegeneinander erfolgen, ohne dass die Verbindungskanäle unterbrochen werden. Dadurch kann die oben bereits genannte Flexibilität des Antriebsstranges noch weiter erhöht werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das zweite

Gehäuseteil ein Ventil oder mehrere Ventile auf, um die Strömung von Arbeitsmedium in die hydrodynamische Maschine beziehungsweise den Arbeitsraum derselben, der insbesondere torusförmig ausgebildet ist, oder aus der hydrodynamischen Maschine beziehungsweise dem Arbeitsraum derselben zu steuern oder zu regeln. Zusätzlich oder alternativ kann das zweite Gehäuseteil auch eine Steuervorrichtung aufweisen, welche die Strömung von Arbeitsmedium in die oder aus der hydrodynamischen Maschine beziehungsweise deren Arbeitsraum insbesondere mittels der genannten Ventile steuert oder regelt.

In einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist es außerdem vorgesehen, dass die dem Hauptabtrieb zugewandte Seite des Gehäuses der hydrodynamischen Maschine eine konkave Wölbung aufweist, welche im Wesentlichen parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle des Hauptabtriebs ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen sowie aus dem Ausführungsbeispiel, welches nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert wird.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf zwei unterschiedliche Antriebsstränge mit herkömmlichen Ölretardern;

Figur 2 die hydrodynamische Maschine in einer detaillierten Darstellung;

Figur 3 die Anschlusselemente zwischen den Abschnitten des Gehäuseteils mit den Statorschaufeln der hydrodynamischen Maschine; und

Figur 4 eine axiale Draufsicht auf die Getriebeabtriebsseite eines erfindungsgemäßen Antriebsstrangs.

In der Figur 1 sind Antriebsstränge mit einem Ölretarder exemplarisch gezeigt. Die Figur 1a zeigt schematisch die üblichen Bauraumverhältnisse bei einem Bus, während die Figur 1b die üblichen Bauraumverhältnisse bei einem LKW zeigt. In der Figur 1c ist nochmals das Detail der Anordnung des Retarders 3 aus der Figur 1a vergrößert dargestellt. In den Ansichten erkennt man den Rahmen 10 des Kraftfahrzeugs sowie Motor 1 und das axial daran angeschlossene Getriebe 2. Das Getriebe 2 weist eine Getriebeabtriebsseite 2.3 auf, auf weicher ein Hauptabtrieb 2.1 und ein Nebenabtrieb 2.2 dargestellt ist. Der Hauptabtrieb 2.1 treibt beispielsweise die Hinterachse des Fahrzeugs über eine Gelenkwelle 11 an. Dazu ist am

Hauptabtrieb 2.1 eine Ausgangswelle 7 mit einem angeschlossenen Getriebeflansch 7.1 vorgesehen. Mittels des Nebenabtriebs 2.2 wird jeweils ein Retarder angetrieben. Der Retarder weist ein Gehäuse 4 und eine Eingangswelle 6 auf, welche das Rotorschaufelrad 5 des Retarders antreibt. Das Gehäuse 4 ist dabei in einen ersten Gehäuseteil 4.1 und einen zweiten Gehäuseteil 4.2 unterteilt, auf weiche im weiteren Verlauf noch näher eingegangen wird. Alle Darstellungen sind rein schematisch ausgeführt, im Detail wird sich der Retarder in der Regel gegenüber der gezeigten Darstellung unterscheiden.

Das Gehäuse 4 des Retarders kann beispielsweise ausschließlich am Gehäuse des Getriebes 2 gelagert sein. Gleichfalls ist es denkbar, das Rotorschaufelrad 5 des Retarder fliegend, insbesondere unmittelbar auf der Abtriebswelle des Nebenabtriebs 2.2, zu lagern. Alternativ ist das Rotorschaufelrad 5 im Gehäuse 4 gelagert.

Beispielsweise kann die Eingangswelle 6, welche das Rotorschaufelrad 5 antreibt, unmittelbar die Abtriebswelle des Nebenabtriebs 2.2 sein oder aber auch eine separate Welle, welche insbesondere koaxial mit der Abtriebswelle des Nebenabtriebs 2.2 verkoppelt ist.

Aufgrund dessen, dass in der gezeigten Ausführung die hydrodynamische Maschine 3 mit Hydrauliköl als Arbeitsmedium arbeitet, ist ein Wärmetauscher 12, der als Öl-Wasser-Wärmetauscher ausgeführt ist, vorgesehen. Aufgrund des kurzen axialen Bauraums des dargestellten Antriebsstranges eines Busses in der Figur 1 ist der Wärmetauscher 12 auf der anderen Seite des Hauptabtriebs 2.1 angeordnet wie die hydrodynamische Maschine 3. In der Figur 1 b steht bei dem gezeigten LKW mehr axialer Bauraum zur Verfügung. Daher ist der Wärmetauscher 12 unmittelbar stirnseitig in axialer Richtung am Retarder beziehungsweise der hydrodynamischen Maschine 3 angeordnet.

Wie man sieht, ist der notwendige Bauraum, welcher für die hydrodynamische Maschine 3 zusammen mit dem Wärmetauscher 12 erforderlich ist, relativ groß.

Dies engt die mögliche Positionierung dieser Bauteile ein.

In der Figur 2 ist der im Rahmen der Figur 1c bereits angedeutete Aufbau nochmals detaillierter aber hinsichtlich der Lagerung des Rotorschaufelrades 5 abgeändert dargestellt, wobei auch hier lediglich eine Prinzipdarstellung der hydrodynamischen Maschine 1 gewählt wurde. Das Gehäuse 4 der hydrodynamischen Maschine 3 ist in zwei Gehäuseteile 4.1 und 4.2 unterteilt. Das erste Gehäuseteil 4.1 weist dabei die Eingangswelle 6 sowie das Rotorschaufelrad 5, welches von dieser Eingangswelle 6 angetrieben wird, auf. Außerdem ist beispielhaft ein Zahnrad 13 angedeutet, welches mit einem Zahnrad 14 des

Getriebes 2 im Eingriff steht. Über diese Triebverbindung wird die Eingangswelle 6 und damit das Rotorschaufelrad 5 der hydrodynamischen Maschine 3 entsprechend angetrieben. Das zweite Gehäuseteil 4.2 des Gehäuses 4 weist die Statorschaufeln 15 und Verbindungsleitungen 16 für das Arbeitsmedium für den Retarder auf. Außerdem können im Bereich des Gehäuses 4 Ventileinrichtungen

17 im Bereich der Verbindungskanäle 16 im oder am Gehäuse 4 angeordnet sein.

Dieser Aufbau erlaubt es, den zweiten Teil 4.2 des Gehäuses im Wesentlichen unabhängig vom ersten Teil 4.1 des Gehäuses 4 auszuführen, da hier lediglich die Anschlussfläche 18 sowie die Koaxialität der Statorschaufeln 15 und des

Rotorschaufelrades 5 eingehalten werden muss. Im Übrigen kann mit dem ersten Gehäuseteil 4.1 eine Art standardisiertes Anschlussteil geschaffen werden, welches mit dem Getriebe 2 entsprechend zusammenwirkt. An dieses Anschlussteil 4.1 kann dann ein annähernd beliebig ausgestaltetes zweites Gehäuseteil 4.2 angesetzt werden, so dass eine hohe Flexibilität hinsichtlich der

Anordnung und des Bauraums der hydrodynamischen Maschine 3 ermöglicht wird. Das Anschlussteil 4.1 kann damit besonders kostengünstig hergestellt werden.

Da die Anschlussfläche 18 den Arbeitsraum des Retarders trennt, kann auch bezüglich des Austausches beziehungsweise der Auswahl des

Rotorschaufelrades 5 eine gewisse Flexibilität erreicht werden. Das zweite Gehäuseteil 4.2 kann an die entsprechende Geometrie des Rotorschaufelrades 5 angepasst werden kann. Damit können mit nur durch die geeignete Auswahl des Rotorschaufelrades 5.1 und sonst unverändertem Anschlussteil 4.1 unterschiedliche Charakteristiken des Retarders erzielt werden.

In der Figur 2 ist nun eine besonders günstige Variante des zweiteiligen Gehäuses 4 der hydrodynamischen Maschine 3 dargestellt, in welcher das zweite Gehäuseteil 4.2 nochmals in zwei Teilabschnitte 4.2.1 und 4.2.2 unterteilt ist. Im ersten Teilabschnitt 4.2.1 sind die Anschlussfläche 18 an das erste Gehäuseteil

4.1 sowie die Statorschaufeln 5 integriert. Im zweiten Abschnitt 4.2.2 des zweiten Gehäuseteils 4.2 oder außen daran angeschlossen sind die Anschlusselemente, wie beispielsweise die hier exemplarisch dargestellten Ventileinrichtungen 17 für die Verbindungskanäle 16 angeordnet. Die beiden Gehäuseabschnitte 4.2.1 und 4.2.2 können nun entsprechend gegeneinander verdreht werden, so dass die

Flexibilität hinsichtlich der Zufuhr und Abfuhr des Arbeitsmediums und gegebenenfalls des Anschlusses von weiteren Bauteilen, wie beispielsweise dem Wärmetauscher 12 oder einfach Rohrleitungen, weiter erhöht werden kann.

In den Figuren 3a bis 3c sind nun zwei Ausführungsformen für die Ausgestaltung der Verbindungskanäle im Bereich der Trennfläche 19 zwischen den beiden Teilabschnitten 4.2.1 und 4.2.2 des zweiten Gehäuseteils 4.2 zu erkennen. In Figur 3a ist eine erste Ausführungsform dargestellt, bei der die Verbindungskanäle 16 in einem der beiden Gehäuseabschnitte 4.2.1 als umlaufender - hier kreisringförmiger - Kanal ausgebildet, welcher in einen Zulauf 16.1 und einen

Ablauf 16.2 unterteilt ist. Der zweite, dem dargestellten ersten Gehäuseabschnitt 4.2.1 zugeordnete Gehäuseabschnitt (zweiter Gehäuseabschnitt 4.2.2 in der Figur 2) kann dann beispielsweise kreisrunde Öffnungen zum Ausbilden der Verbindungskanäle 16 aufweisen, wobei wenigstens jeweils eine Öffnung jeweils den Zulauf 16.1 und wenigstens jeweils eine Öffnung dem Ablauf 16.2 zugeordnet ist. Selbstverständlich sind andere Geometrien für die Verbindungskanäle in dem zweiten Gehäuseabschnitt 4.2.2 möglich. Aufgrund der kreisringförmigen

Querschnitte des Zulaufes 16.1 und des Ablaufes 16.2 in dem ersten Gehäuseabschnitt 4.2.1 bleiben die zugeordneten Abschnitte der Verbindungskanäle 16 in dem zweiten Gehäuseabschnitt auch beim Verdrehen beider Gehäuseabschnitte 4.2.1 und 4.2.2 relativ zueinander in geeigneter strömungsleitender Verbindung mit dem Zulauf 16.1 und dem Ablauf 16.2.

Anstelle der in der Figur 3a dargestellten, gemeinsam einen vollen Kreisring ausbildenden Querschnitte des Zulaufes 16.1 und 16.2 können beispielsweise auch solche Querschnitte für den Zulauf 16.1 und den Ablauf 16.2 ausgewählt werden, dass diese jeweils nur einen Sektor eines umlaufenden - hier kreisringförmigen - Kanals ausbilden, ohne dass ein voller Kreisring gebildet wird. Eine solche Ausbildungsform ist in der Figur 3b dargestellt. Andere sich über dem Umfang in einem Axialschnitt durch das zweite Gehäuseteil 4.2 erstreckende Querschnittsformen der Verbindungskanäle 16 sind möglich, sowohl in dem ersten Teilabschnitt 4.2.1 als auch in dem zweiten Teilabschnitt 4.2.2 des zweiten

Gehäuseteils 4.2, wobei es ausreichend ist, wenn nur einer der beiden Teilabschnitte 4.2.1 und 4.2.2 Verbindungskanäle 16 mit einer entsprechenden Erstreckung in Umfangsrichtung innerhalb der Trennfläche 19 aufweist.

In der Figur 3c ist eine alternative Ausführungsform gezeigt, bei der die

Verbindungskanäle 16 im Bereich der Trennfläche 19 jeweils in Form von konzentrischen Kreisringen ausgeführt sind. Im dargestellten Beispiel soll der äußere Ring der Zulauf 16.1 sein, während der innere Ring der Rücklauf 16.2 ist. Hier kann ohne Einschränkung des Drehwinkels ein Verdrehen der beiden Abschnitte 4.2.1 und 4.2.2 gegeneinander erfolgen. Im weiteren Verlauf des Ausführungsbeispiels wird ein Aufbau des Gehäuses 4 an sich beschrieben, welcher sowohl mit einem geteilten Gehäuse 4 in zwei Teilen 4.1 , 4.2, als auch mit einem nochmals in zwei Teilabschnitte 4.2.1 , 4.2.2 unterteilen zweiten Gehäuseteil 4.2 entsprechend realisiert werden kann.

In der Figur 4 erkennt man weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf das Gehäuse 4 der hydrodynamischen Maschine 3. Dabei sind zwei unterschiedliche erfindungsgemäße Ausführungen dargestellt, nämlich in der Figur -Sβ-eine Ausführung des Gehäuses 4, bei welchem nur die dem Hauptabtrieb 2.1 zugewandte Seite 4.3 parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle 7 ausgestaltet

Q b ist. In der Figur-S&ist zusätzlich die Seite 4.4 des Gehäuses 4, welche entgegengesetzt zu der Seite 4.3 angeordnet ist, parallel ausgestaltet, und zwar umgekehrt parallel zu der Oberfläche der Ausgangswelle 7.

Die Flexibilität bei der Anordnung des erfindungsgemäß ausgestalteten Gehäuses 4 der hydrodynamischen Maschine 3 ist durch die gestrichelten Pfeile dargestellt. So kann beispielsweise in der Figur 4a dieselbe hydrodynamische Maschine, das heißt eine hydrodynamische Maschine 3 mit einem identischen oder im Wesentlichen identischen Gehäuse, auf der anderen Seite des Hauptabtriebs 2.1 angeordnet werden. Dies geschieht fiktiv einfach durch Drehen der hydrodynamischen Maschine um 180 Grad um die Längsachse der Abtriebswelle 7 des Hauptabtriebsstranges. Selbstverständlich sind auch Drehungen um andere Gradzahlen denkbar, beispielsweise Drehungen um 90 Grad, so dass die hydrodynamische Maschine 3 oberhalb des Hauptabtriebs 2.1 angeordnet ist.

In der Figur 4b kann die gestrichelt dargestellte mögliche weitere Position der hydrodynamischen Maschine 3 einerseits durch Drehen als auch durch Verschieben erreicht werden, wie wiederum durch die gestrichelten Pfeile dargestellt ist. Das Verschieben bietet den Vorteil, dass die Oberseite der hydrodynamischen Maschine 3 auch in der dargestellten alternativen Position nach oben ausgerichtet ist, was Bedeutung bei der Positionierung von Anschlüssen beispielsweise des hydrodynamischen Retarders haben kann. Wenn zum Beispiel die hydrodynamische Maschine ein Wasserretarder ist, so sind Anschlüsse zum Anschluss an den Kühlkreislauf des Fahrzeugs vorzusehen.

In den gezeigten Ausführungen sind jeweils die gesamten Oberflächen 4.3 beziehungsweise die Oberfläche 4.4 komplanar zu der Oberfläche der

Ausgangswelle 7 des Hauptabtriebs 2.1 ausgeführt. Es ist jedoch im Sinne der Erfindung ausreichend, wenn lediglich eine nach innen gewölbte Vertiefung, das heißt konkave Wölbung, auf der entsprechenden Seite 4.3, 4.4 des Gehäuses 4 vorgesehen ist.

Ferner müssen die genannten Seiten 4.3, 4.4 beziehungsweise die Wölbungen in diesen Seiten nicht vollständig parallel mit der Oberfläche der Ausgangswelle 7 ausgeführt sein. Eine wesentliche parallele Übereinstimmung wird in der Regel ausreichend sein. Unter „wesentlich parallel" ist dabei zu verstehen, dass die Parallelität ausreichend ist, um die hydrodynamische Maschine sehr dicht an der

Ausgangswelle 7 des Hauptabtriebs 2.1 anzuordnen.

Im Allgemeinen bedeutet die Parallelität der entsprechenden Seite 4.3, 4.4 des Gehäuses 4 der hydrodynamischen Maschine 3, dass auch Parallelität mit dem Getriebeabtriebsflansch 7.1 besteht, welcher gegenüber der Welle 7 sich nur durch einen größeren Außendurchmesser unterscheidet. Somit ist es auch möglich, die entsprechenden Seiten 4.3, 4.4 erfindungsgemäß parallel zu dem Außenumfang des Getriebeabtriebsflanschs 7.1 zu gestalten.

Bezugszeichenliste

1 Motor

2 Getriebe

2.1 Hauptabtrieb

2.2 Nebenabtrieb

2.3 Getriebeabtriebsseite

3 hydrodynamische Maschine

4 Gehäuse

4.1 , 4.2 Gehäuseteile

4.2.1 , 4.2.2 Abschnitte des Gehäuseteils 4.2

4.3, 4.4 Seite beziehungsweise Oberfläche des Gehäuses

5 Rotorschaufelrad

6 Eingangswelle

7 Ausgangswelle

7.1 Getriebeabtriebsflansch

8 Senkrechte

9 Waagerechte

10 Rahmen

11 Gelenkwelle

12 Wärmetauscher

13, 14 Zahnräder

15 Statorschaufeln

16 Verbindungskanäle

16.1 Zulauf

16.2 Ablauf

17 Ventileinrichtungen

18 Anschlussfläche

19 Trennfläche




 
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