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Patent Searching and Data


Title:
DRUM FOR A TOWED ANTENNA/STREAMER, WINCH, TOWED ANTENNA/STREAMER, AND WATER VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198252
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drum for a towed antenna, comprising a drive and a drum core. A first layer of the towed antenna can be wound on the drum core and/or unwound, and a first core element or multiple first core elements can be arranged at a first distance from the drum core such that a second layer of the towed antenna can be wound on the first core element or the multiple first core elements and/or unwound. The invention further relates to a winch for a towed antenna, to a towed antenna for towing in water, to a water vehicle for towing a towed antenna, and to a method for winding and unwinding a towed antenna.

Inventors:
BOCHENTIN, Thorsten (Schwachhauser Heerstrasse 50, Bremen, 28209, DE)
Application Number:
DE2017/100307
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
April 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ATLAS ELEKTRONIK GMBH (Sebaldsbrücker Heerstrasse 235, Bremen, 28309, DE)
International Classes:
G01V1/38; B63B27/08; B66D1/36; B66D1/48; G01V1/20
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Claims:
Patentansprüche :

1. Trommel (101, 201) für eine Schleppantenne (109, 209) mit einem Antrieb (107) und einem Trommelkern (103, 203), wobei eine erste Lage (119, 219) der Schleppantenne auf dem Trommelkern aufwickelbar und/oder abwickelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Abstand zum Trommelkern ein erstes Kernelement oder mehrere erste Kernelemente (111, 211, 212) anordnenbar ist oder sind, sodass eine zweite Lage (121, 221) der Schleppantenne auf dem ersten Kernelement oder den mehreren ersten Kernelementen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist.

2. Trommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Abstand vom Trommelkern ein zweites Kernelement und/oder mehrere zweite Kernelemente (113, 213, 214) und/oder in einem dritten Abstand vom Trommelkern ein drittes Kernelement und/oder mehrere dritte Kernelemente und/oder in einem vierten Abstand vom Trommelkern ein viertes Kernelement und/oder mehrere vierte Kernelemente und/oder in einem weiteren Abstand vom Trommelkern ein weiteres Kernelement und/oder mehrere weitere Kernelemente anordnenbar ist oder sind, sodass eine dritte Lage (123) und/oder eine vierte Lage und/oder eine fünfte Lage und/oder eine weitere Lage der Schleppantenne auf dem jeweiligen Kernelement oder den jeweiligen mehreren Kernelementen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist oder sind.

3. Trommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel eine Vorratsvorrichtung (135) zum Anordnen des Kernelementes oder der Kernelemente an der Trommel und/oder zum Entfernen des Kernelementes oder der Kernelemente von der Trommel aufweist. Trommel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel eine

Befestigungseinrichtung zum Fixieren und/oder Lösen des Kernelementes oder der Kernelemente an und/oder von der Trommel aufweist.

Trommel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement oder die Kernelemente ein Vollmaterial und/oder ein kantiges und/oder rundes und/oder elliptisches Rohr und/oder eine elliptische Querschnittsfläche und/oder eine Halbschale (211, 212, 213, 214) und/oder Teilschale aufweist oder aufweisen .

Winde (333) für eine Schleppantenne, dadurch gekennzeichnet, dass die Winde mindestens eine Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 aufweist.

Schleppantenne (109, 209) zum Schleppen im Wasser, gekennzeichnet durch eine Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 5.

Schleppantenne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppantenne ein Strömungselement oder mehrere Strömungselemente (110, 210, 310) aufweist, sodass die Schleppantenne frei von einer Beschädigung des Strömungselementes oder der Strömungselemente in mindestens zwei Lagen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist .

Schleppantenne nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement oder die Strömungselemente ein flexibles Material aufweist oder aufweisen .

Wasserfahrzeug (330) zum Schleppen einer Schleppantenne im Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserfahrzeug eine Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und/oder eine Winde nach Anspruch 6 und/oder eine Schleppantenne nach einem der Ansprüche 7 bis 9 aufweist.

Verfahren zum Auf- und/oder Abwickeln einer Schleppantenne mittels einer Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und/oder einer Winde nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch folgende Schritte im Falle des Abwickeins der Schleppantenne

- Abwickeln der obersten Lage der Schleppantenne von einem obersten Kernelement oder von mehreren obersten Kernelementen,

- Lösen einer Fixierung des obersten Kernelementes oder der mehreren obersten Kernelemente und Entfernen des obersten Kernelementes oder der mehreren obersten Kernelemente von der Trommel,

- Abwickeln der nächstobersten Lage der Schleppantenne unter Wiederholen der oben genannten Schritte bis zur untersten Lage der Schleppantenne auf einem Trommelkern, und/oder im Falle des Aufwickeins der Schleppantenne

- Aufwickeln einer untersten Lage der Schleppantenne auf dem Trommelkern,

- Einsetzen eines untersten Kernelementes oder mehrerer unterster Kernelemente in einem Abstand zum Trommelkern in die Trommel und Fixieren des untersten Kernelementes oder der mehreren untersten Kernelemente,

- Aufwickeln der zweituntersten Lage der Schleppantenne auf das unterste Kernelement oder die mehreren untersten Kernelement ,

- Wiederholen der obengenannten Schritte bis ausreichende Lagen zum Aufwickeln der Schleppantennen vorhanden sind.

Description:
TROMMEL FÜR EINE SCHLEPPANTENNE / EINEN STREAMER, WINDE, SCHLEPPANTENNE / STREAMER UND WASSERFAHRZEUG

[Ol] Die Erfindung betrifft eine Trommel für eine Schleppantenne mit einem Antrieb und einem Trommelkern, wobei eine erste Lage der Schleppantenne auf dem Trommelkern aufwickelbar und/oder abwickelbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Winde für eine Schleppantenne, eine Schleppantenne zum Schleppen im Wasser und ein Wasserfahrzeug zum Schleppen einer Schleppantenne.

[02] Eine Schleppantenne wird üblicherweise über eine Winde am Heck eines Wasserfahrzeuges ins Wasser gelassen und/oder an Bord geholt. Dazu wird die Schleppantenne zum Ausbringen ins Wasser auf einer Trommel der Winde abgewickelt und/oder zum Einholen aufgewickelt.

[03] Zugkabel und/oder Schleppantennen weisen üblicherweise widerstandsoptimierte Stabilisatoren (sogenannte hard und soft fairings) auf, um Vibrationen des Kabels und/oder der Schleppantenne und den Zug zu reduzieren, sodass eine größere Tiefe für das vorgegebene Kabel und/oder die vorgegebene Schleppantenne eingestellt werden kann. Nachteilig bei insbesondere harten und/oder festen Stabilisatoren ist, dass diese grundsätzlich nicht in mehreren Lagen gewickelt werden können während weiche und/oder flexible Stabilisatoren bei Wickeln in mehreren Lagen beschädigt werden, sodass die Stabilisatoren und somit das Zugkabel und/oder die Schleppantenne nur eine eingeschränkte Lebensdauer aufweisen.

[04] Um eine Beschädigung durch Wickeln zu reduzieren, werden nach dem Stand der Technik sehr breite Windentrommeln mit hohem Trommelkerndurchmesser verwendet, um beim einlagigen Wickeln die mögliche Kabellänge zu maximieren. Dies bedingt jedoch einen enormen Platzbedarf. Alternativ werden ineinandergeschobene Windentrommeln verwendet. Diese benötigen jedoch einen entsprechend hohen Platzbedarf und einen hohen Aufwand in der Handhabung.

[05] Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik zu verbessern .

[06] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Trommel für eine Schleppantenne mit einem Antrieb und einem Trommelkern, wobei eine erste Lage der Schleppantenne auf den Trommelkern aufwickelbar und/oder abwickelbar ist, und in einem ersten Abstand zum Trommelkern ein erstes Kernelement oder mehrere erste Kernelemente anordnenbar ist oder sind, sodass eine zweite Lage der Schleppantenne auf dem ersten Kernelement oder den mehreren ersten Kernelementen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist.

[07] Es ist besonders vorteilhaft, dass dadurch keine Belastung der bereits aufgewickelten Lage entsteht.

[08] Somit wird eine Trommel bereitgestellt, auf deren Trommelkern nur eine erste Lage aufgewickelt und/oder abgewickelt wird, während die zweite Lage der Schleppantenne auf einem Kernelement oder mehreren Kernelementen auf- und/oder abgewickelt wird, welches oder welche sich in einem Abstand vom Trommelkern befindet.

[09] Dadurch, dass jede Lage der Schleppantenne räumlich getrennt einzeln aufgewickelt wird, wird eine Beschädigung von weichen und/oder flexiblen Stabilisatoren der Schleppantenne und/oder des Schleppkabels verhindert und ein weiteres Wickeln harter Stabilisatoren überhaupt erst ermöglicht .

[10] Der Trommelkern kann im Vergleich zu herkömmlichen Windentrommeln kleiner dimensioniert werden, da dieser nur eine einzige Lage der Schleppantenne aufnimmt. Zudem weist die Trommel gegenüber herkömmlichen Windentrommeln eine konstante, geringere Breite auf. Somit ist eine kleinere Bauform gegenüber dem Stand der Technik realisierbar.

[11] Es ist besonders vorteilhaft, dass in einer einzigen Trommel mehrere beabstandete Wickelkerne bereitgestellt werden .

[12] Des Weiteren wird durch die jeweils einlagige Wicklung der Schleppantenne das Führen der Schleppantenne beim Aufwickeln und/oder Abwickeln vereinfacht.

[13] Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung beruht darauf, dass nicht nur ein Trommelkern sondern mehrere räumlich beabstandete Wickelkerne zum Aufwickeln einer

Schleppantenne innerhalb einer einzelnen Windentrommel bereitgestellt werden, wobei jeweils eine einlagige Wicklung der Schleppantenne auf jedem Wickelkern erfolgt. [14] Neben dem Verhindern des Kontaktes zweier Lagen ist es durch eine entsprechende räumliche Beabstandung der Kernelemente zudem möglich, auch Schleppkörper und/oder Endflossen an der Schleppantenne und/oder dem Zugkabel, mit aufzuwickeln und/oder abzuwickeln, ohne dass diese manuell beim Aufwickeln und/oder Abwickeln an der Schleppantenne oder dem Zugkabel eingeklinkt und/oder ausgeklinkt werden müssen .

[15] Folgendes Begriffliche sei erläutert:

[16] Eine „Trommel" (auch „Scheibenspule" oder

„Kabeltrommel" genannt) ist insbesondere eine Spule oder Rolle, auf welche oder welcher Material mit insbesondere rundem Querschnitt auf- und/oder abgewickelt wird. Insbesondere weist die Trommel an den beiden äußeren Seiten Flanken auf, welche eine Ausbreitung des aufgerollten Materials begrenzen. Auf einer Trommel werden insbesondere eine Schleppantenne, ein Zugseil und/oder -kabel, ein Leitungskabel und/oder ein Schleppsonar aufgewickelt und/oder abgewickelt. Zudem weist eine Trommel insbesondere einen Antrieb und/oder einen Führungsschlitten zum Führen des Kabels und/oder der Schleppantenne auf.

[17] Ein „Trommelkern" ist insbesondere der Kern (auch „Spulenkörper"), auf den eine Schleppantenne aufgewickelt und/oder abgewickelt wird. Der Trommelkern erstreckt sich insbesondere entlang der Längsachse der Trommel.

[18] Ein „Antrieb" ist insbesondere eine konstruktive Einheit, welche mittels Energieumformen eine Trommel bewegt. Dazu weist insbesondere jede Trommel einen eigenen Antrieb auf oder ein Antrieb bewegt mehrere Trommeln. Durch den Antrieb der Trommel und die entsprechende Drehbewegung der Trommel ist insbesondere eine Schleppantenne auf- oder abwickelbar. Bei dem Antrieb handelt es sich insbesondere um einen mechanischen, elektrischen und/oder hydraulischen Antrieb .

[19] Eine „Schleppantenne" ist insbesondere eine lange Linienantenne, welche nach einem Zugkabel (oder Zugseil) hinter einem Schiff geschleppt wird. Insbesondere weist die Schleppantenne eine elastische, schlauchförmige Hülle auf, in welcher insbesondere mehrere Hydrophone angeordnet sind. Die schlauchförmige Hülle kann mit Gel oder Flüssigkeit gefüllt sein. Eine Schleppantenne ist insbesondere Bestandteil eines passiven und/oder der akustische Empfangsteil eines aktiven Schleppsonars . Insbesondere wird die Schleppantenne in einer geeigneten Tiefe geschleppt und somit entfernt von Geräuschen des Schleppschiffes betrieben. Insbesondere umfasst die Schleppantenne auch ein verbundenes oder separates Zugkabel und/oder Zugseil. Bei dem Zugkabel kann es sich insbesondere auch um ein Multifunktionskabel handeln.

[20] Ein „Zugkabel" setzt insbesondere durch Zug einen mechanischen Prozess in Gang oder hält ihn aufrecht. Insbesondere überträgt ein Zugkabel die Zugkraft eines Schiffes auf eine durch das Wasser zu ziehende Schleppantenne. Des Weiteren kann die Schleppantenne insbesondere einen oder mehrere Schleppkörper und/oder eine Endflosse aufweisen, wobei in einem Schleppkörper beispielsweise der aktive Sendeteil eines Schleppsonars angeordnet sein kann.

[21] „Eine Lage" bedeutet insbesondere, dass die Schleppantenne nur in einer Wickelschicht angeordnet ist. Bei einer Lage werden die Wicklungen der Schleppantenne insbesondere um den Trommelkern oder um ein Kernelement oder um mehrere Kernelemente gewickelt, sodass die Windungen der Schleppantenne seitlich aneinander, jedoch nicht übereinander liegen.

[22] Bei einem „Kernelement" handelt es sich insbesondere um einen Kern, auf dessen Oberfläche und/oder um den herum eine Schleppantenne auf- und/oder abwickelbar ist. Das Kernelement oder mehrere Kernelemente werden in einem Abstand zum Trommelkern und/oder dem vorherigen Kernelement oder den mehreren vorherigen Kernelementen so angeordnet, dass ein ausreichend räumlicher Abstand besteht, sodass die Schleppantenne jeweils einlagig auf dem Trommelkern und/oder einem Kernelement und/oder mehreren Kernelementen aufgewickelt wird. Beispielsweise werden in einem Abstand vom Trommelkern auf einem Kreisradius gleichmäßig vier, bevorzugt acht, Stangen als Kernelemente angeordnet, wobei die Schleppantenne auf den nach außen gerichteten Oberflächen der vier, bevorzugt acht Stangen aufgewickelt wird. Ebenso können beispielsweise acht Kreisbogensegmente angeordnet auf einem Kreisradius zum Auf- oder Abwickeln einer Lage verwendet werden. Die Anzahl und/oder die Form der Kernelemente wird oder werden insbesondere an die Schleppantenne und/oder das Zugkabel angepasst. [23] In einer weiteren Ausführungsform der Trommel ist oder sind in einem zweiten Abstand vom Trommelkern eines zweites Kernelement und/oder mehrere zweite Kernelemente und/oder in einem dritten Abstand vom Trommelkern ein drittes Kernelement und/oder mehrere dritte Kernelemente und/oder in einem vierten Abstand vom Trommelkern ein viertes Kernelement und/oder mehrere vierte Kernelemente und/oder in einem weiteren Abstand vom Trommelkern ein weiteres Kernelement und/oder mehrere weitere Kernelemente anordnenbar, sodass eine dritte Lage und/oder eine vierte Lage und/oder eine fünfte Lage und/oder eine weitere Lage der Schlepppantenne auf dem jeweiligen Kernelement oder den jeweiligen mehreren Kernelementen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist oder sind.

[24] Somit kann entsprechend der Länge einer Schleppantenne die notwendige Anzahl an Wickelkernen für jeweils eine einlagige Wicklung bereitgestellt werden.

[25] Es ist besonders vorteilhaft, dass die Kernelemente in ihrer Anzahl und/oder ihrer Form und/oder dem jeweiligen Abstand vom Trommelkern an den Wickelradius der Schleppantenne angepasst werden können.

[26] Zudem können die Abstände zwischen dem Trommelkern und den ersten Kernelementen und/oder den vorhergehenden Kernelementen und den nächsten Kernelementen frei gewählt und unterschiedlich ausgestaltet werden.

[27] Dadurch kann die Trommel optimal an den Durchmesser der Schleppantenne und/oder an Strömungskörper und/oder - elemente an der Schleppantenne angepasst werden. [28] Zum einfachen Handhaben und flexiblen Positionieren des Kernelementes oder der Kernelemente an der Trommel, weist die Trommel eine Vorratsvorrichtung zum Anordnen des Kernelementes oder der Kernelemente an der Trommel und/oder zum Entfernen des Kernelementes oder der Kernelemente von der Trommel auf.

[29] Dadurch können die Kernelemente in unmittelbarer Nähe der Trommel bereitgestellt und bei Bedarf an der Trommel angeordnet und/oder von dieser entfernt werden. Durch ein schrittweises Anordnen und/oder Entfernen von Kernelementen werden das Aufwickeln der nächsten Lage und/oder das Abwickeln der darunterliegenden Lage vereinfacht.

[30] Zudem können über die Vorratsvorrichtung bedarfsgerecht die Kernelemente bereitgestellt und flexibel entsprechend des notwendigen Wickelradius der

Schleppantenne angeordnet werden.

[31] Eine „Vorratsvorrichtung" ist eine Vorrichtung mit einem Behälter an Kernelementen, aus denen die Kernelemente der Trommel zugeführt und/oder abgeführt werden. Bei einer Vorratsvorrichtung handelt es sich insbesondere auch um ein Magazin. Aus der Vorratsvorrichtung kann ein Kernelement händisch und/oder automatisch an der Trommel angeordnet und/oder entfernt werden. Insbesondere stellt sich die Vorratsvorrichtung automatisch auf die vorgegebene Position zum Einführen und/oder Entfernen eines Kernelementes ein. Das Anordnen und/oder Entfernen von Kernelementen erfolgt insbesondere von oben und/oder seitlich über die Seitentrommelwände der Trommel. [32] In einer weiteren Ausführungsform weist die Trommel eine Befestigungseinrichtung zum Fixieren und/oder Lösen des Kernelements oder der Kernelemente an und/oder von der Trommel auf.

[33] Dadurch wird eine Lagefixierung des Kernelementes oder der Kernelemente vor und während des Aufwickeins und/oder Abwickeins der Schleppantenne erreicht. Somit kann beim Aufwickeln das nächste Kernelement oder die nächsten Kernelemente angeordnet und lagefixiert werden, bevor die nächste Lage der Schleppantenne auf diesem Kernelement oder diesen Kernelementen aufgewickelt wird. Ebenso kann nach Abwickeln einer Lage das entsprechende nun freiliegende Kernelement oder die entsprechenden freiliegenden Kernelemente von der Trommel gelöst und somit aus der Trommel entfernt werden, um das Abwickeln der darunterliegenden Lage zu ermöglichen.

[34] Folglich wird durch die Befestigungseinrichtung auch eine stabile Position jeder Lage der Schleppantenne ermöglicht .

[35] Eine „Befestigungseinrichtung" ist eine Einrichtung zum Fixieren und/oder Lösen eines Kernelementes oder mehrerer Kernelemente an und/oder von der Trommel. Somit wird durch die Befestigungsvorrichtung die Position eines Kernelementes oder mehrerer Kernelemente fixiert und/oder gelöst. Bei der Befestigungsvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine einfache Arretierung eines Kernelementes handeln, oder die Trommel weist treppenförmige Schlitze zur Aufnahme von mehreren Kernelementen auf, wobei bei Einführen des Kernelementes in die vorgegebene Position des Schlitzes dieses beispielsweise durch einen Klappenstellmechanismus fixiert wird. Beim Abwickeln der Schleppantenne kann beispielsweise dieser Klappenstellmechanismus durch den geringeren Druck aufgrund des fehlenden Gewichtes der Schleppantenne wieder deaktiviert und das Kernelement aus der Fixierung gelöst werden .

[36] Um das Kernelement oder die Kernelemente an den Wickelradius der Schleppantenne anzupassen, weist oder weisen das Kernelement oder die Kernelemente ein Vollmaterial und/oder ein kantiges und/oder rundes und/oder elliptisches Rohr und/oder eine elliptische

Querschnittsfläche und/oder eine Halbschale und/oder eine Teilschale auf.

[37] Somit kann über die Form jedes einzelnen Kernelementes und/oder durch Kombination mehrerer Kernelemente eine entsprechende Auflagefläche zum Aufwickeln und/oder Abwickeln einer Lage der Schleppantenne bereitgestellt werden. Beispielsweise kann ein halbkreisförmiger AufWickelkern durch Aneinanderset zen einer Vielzahl von dünnen Stangen oder durch eine einzelne Halbschale ausgebildet werden.

[38] In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch eine Winde, wobei die Winde mindestens eine zuvor beschriebene Trommel aufweist.

[39] Durch Reduzierung der Dimension des Trommelkerns und Verlagerung auf mehrere AufWickelkerne kann die Winde kompakter gebaut werden. Es ist insbesondere vorteilhaft, dass die Winde eine geringere Breite gegenüber herkömmlichen Winden aufweist, da gerade die zur Verfügung stehende Breite am Heck eines Wasserfahrzeuges üblicherweise limitiert ist.

[40] Falls der Abstand zwischen Kernelementen der jeweiligen Lage nicht ausreicht, um einen Schwimmkörper und/oder eine Endflosse aufzunehmen, können diese wegen der geringeren Breite der erfindungsgemäßen Winde optimal neben dieser angeordnet werden und folglich einfach an der Schleppantenne und/oder dem Zugkabel aus- und/oder eingeklinkt werden.

[41] Somit kann eine Winde für verschiedene Schleppantennen angepasst und verwendet werden. Dies ist besonders vorteilhaft, da herkömmliche Winden speziell für eine Schleppantenne eingerichtet sind und deshalb ein Austausch der kompletten Winde mit Schleppantenne erfolgen muss, wenn eine andere Schleppantenne an Bord eingesetzt werden soll. Folglich wird eine Winde bereitgestellt, welche direkt an Bord für verschiedene Einsat z zwecke und/oder

Schleppantennen in einfacher Weise angepasst werden kann.

[42] Eine „Winde" (auch „Winsch" genannt) ist insbesondere eine Seilwinde zum Übertragen von Zugkräften. Insbesondere weist eine Winde eine Trommel auf, auf welcher eine Schleppantenne oder ein Zugkabel aufwickelbar und/oder abwickelbar ist oder sind. [43] In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch eine Schleppantenne zum Schleppen im Wasser, wobei die Schleppantenne eine zuvor beschriebene Trommel aufweist.

[44] In einer weiteren Ausführungsform der Schleppantenne weist die Schleppantenne ein Strömungselement oder mehrere Strömungselemente auf, sodass die Schleppantenne frei von einer Beschädigung des Strömungselementes oder der Strömungselemente in mindestens zwei Lagen aufwickelbar und/oder abwickelbar ist. [45] Mithin können widerstandoptimierte Strömungskörper an der Schleppantenne und/oder einem Zugkabel angeordnet werden, ohne dass diese beim Aufwickeln und/oder Abwickeln beschädigt werden. Somit ist die Schleppantenne zwar in mehreren Lagen aufwickelbar, da die Lagen aber räumlich getrennt auf verschiedenen Wickelkernen angeordnet sind, wird ein entsprechender schädigender Druck, welcher bei einer mehrlagigen aneinander liegenden Wicklung vorliegt, auf die Strömungselemente vermieden.

[46] Bei einem „Strömungselement" handelt es sich insbesondere um eine geometrische Struktur am Zugkabel und/oder an der Schleppantenne zur Strömungsführung um das Zugkabel und/oder die Schleppantenne. Durch das Strömungselement wird insbesondere der Zug reduziert und somit für ein vorgegebenes Kabel und/oder eine vorgegebene Schleppantenne eine größere Tiefe und/oder Geschwindigkeit eingestellt und/oder die Vibration des Zugkabels und/oder der Schleppantenne wird durch Wirbelablösung an dem Strömungselement reduziert. Bei einem Strömungselement kann es sich beispielsweise um strömungslinienförmige, tropfenförmige feste Schalen handeln (hard fairings), welche insbesondere in Sektionen an das Zugkabel und/oder die Schleppantenne geklammert sind. Auch kann es sich insbesondere bei dem Strömungselement um flexible Bänder und/oder haarähnliche flexible Strukturen an einem Zugkabel und/oder einer Schleppantenne handeln (soft fairings, hairy fairings) . Ein Strömungselement kann aber insbesondere auch ein Schleppkörper, beispielsweise zur Aufnahme des aktiven Teils eines Schleppsonars , oder eine Endflosse der Schleppantenne sein. Ein Strömungselement weist insbesondere Gummi und/oder Kunststoff auf.

[47] In einer weiteren Ausführungsform der Schleppantenne weist oder weisen das Strömungselement oder die Strömungselemente ein flexibles Material auf.

[48] Dadurch können auch weiche und/oder flexible Strömungselemente zur Verbesserung des

Umströmungsverhaltens einer Schleppantenne eingesetzt werden, ohne dass diese durch den Druck der darüber liegenden Lage beschädigt werden.

[49] Ein „flexibles Material" ist insbesondere ein elastisches Material, welches unter Krafteinwirkung seine Form verändert und bei Wegfall der einwirkenden Kraft in die Ursprungsform zurückkehrt. Bei einem flexiblen Material handelt es sich insbesondere auch um ein plastisch oder teilplastische verformbares Material. Bei einem flexiblen Material kann die Verformung unter Krafteinwirkung insbesondere irreversible oder reversible sein. Ein flexibles Material ist insbesondere Gummi oder Schaumstoff.

[50] In einem zusätzlichen Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch ein Wasserfahrzeug zum Schleppen einer Schleppantenne im Wasser, wobei das Wasserfahrzeug eine zuvor beschriebene Trommel und/oder eine zuvor beschriebene Winde und/oder eine zuvor beschriebene Schleppantenne aufweist .

[51] Mithin wird ein Wasserfahrzeug bereitgestellt, mit welchem eine Schleppantenne insbesondere mit flexiblen Strömungselementen frei von einer Beschädigung auf- und abgewickelt und somit ins Wasser abgelassen und/oder wieder an Bord eingeholt werden kann.

[52] Ein „Wasserfahrzeug" ist ein Fahrzeug, welches sich insbesondere auf dem Wasser, im Wasser und/oder unter Wasser fortbewegen kann. Bei einem Wasserfahrzeug kann es sich beispielsweise um ein Schleppschiff und/oder um ein U- Boot handeln.

[53] In einem zusätzlichen Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Auf- und/oder Abwickeln einer Schleppantenne mittels einer zuvor beschriebenen Trommel und/oder einer zuvor beschriebenen Winde, mit folgenden Schritten: im Falle des Abwickeins der Schleppantenne - Abwickeln der obersten Lage der Schleppantenne von einem obersten Kernelement oder von mehreren obersten Kernelementen,

- Lösen einer Fixierung des obersten Kernelementes oder der mehreren obersten Kernelemente und Entfernen des obersten Kernelementes oder der mehreren obersten Kernelemente von der Trommel,

- Abwickeln der nächstobersten Lage der Schleppantenne unter Wiederholen der oben genannten Schritte bis zur untersten Lage der Schleppantenne auf einem Trommelkern, und/oder im Falle des Aufwickeins der Schleppantenne

- Aufwickeln einer untersten Lage der Schleppantenne auf dem Trommelkern,

- Einsetzen eines untersten Kernelementes oder mehrerer unterster Kernelemente in einem Abstand zum Trommelkern in die Trommel und Fixieren des untersten Kernelementes oder der mehreren untersten Kernelemente ,

- Aufwickeln der zweituntersten Lage der Schleppantenne auf das unterste Kernelement oder die mehreren untersten Kernelemente,

- Wiederholen der oben genannten Schritte bis ausreichende Lagen zum Aufwickeln der Schleppantenne vorhanden sind. [54] Somit wird ein Verfahren bereitgestellt, mit dem eine Schleppantenne in mehreren einzelnen Lagen auf- und/oder abgewickelt werden kann, ohne dass die Schleppantenne und/oder ein daran angeordnetes Strömungselement beschädigt wird oder werden.

[55] Es ist besonders vorteilhaft, dass das Auf- oder Abwickeln gezielt an die Art und/oder Form der Schleppantenne angepasst werden kann.

[56] Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen

Figur la eine schematische Querschnittsdarstellung einer Trommel mit einer Schleppantenne beim Aufwickeln,

Figur lb eine schematische Längsschnittdarstellung der zuvor genannten Trommel,

Figur 2 eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Trommel,

Figur 3 eine schematische Darstellung eines

Schleppschiffes mit einer Winde und einer Schleppantenne .

[57] Eine Trommel 101 ist in einem Gestell 102 angeordnet und weist eine hintere erste Trommelseitenwand 105 und eine in der Querschnittsdarstellung nicht gezeigte vordere zweite Trommelseitenwand 106 auf. Am Gestell 102 der Trommel 101 sind ein Antrieb 107 sowie ein Magazin 135 für eine Lagerung, Anordnung und Entfernung von Stangen 111, 113 an die Trommel 101 angeordnet.

[58] In der Mitte weist die Trommel 101 einen Trommelkern 103 auf. In einem ersten Abstand zum Trommelkern 103 sind vier erste Stangen 111 gleich beabstandet auf einem Kreisradius angeordnet. In einem zweiten größeren Abstand vom Trommelkern sind vier zweite Stangen 113 gleich beabstandet auf einem Kreisradius angeordnet, in einem noch größeren Abstand vom Trommelkern sind vier Löcher 115 für weitere dritte Stangen angeordnet.

[59] Die ersten Stangen 111 und die zweiten Stangen 113 sind durch entsprechende Löcher in der ersten Trommelwand 105 und der zweiten Trommelwand 106 gesteckt und fixiert.

[60] Das Gestell 102 der Trommel 101 weist oben einen Führungsschlitten 137 auf, durch welchen eine Schleppantenne 109 geführt ist. Die Schleppantenne 109 weist mehrere Abschnitte mit jeweils sechs weichen Kabelstabilisatoren 110 auf.

[61] Die Schleppantenne 109 ist zunächst um den inneren Trommelkern 103 in einer ersten Lage 119 gewickelt. Anschließend geht die Schleppantenne 109 auf die oberste erste Stange 111 über und ist außen um die weiteren drei ersten Stangen 111 gewickelt, sodass eine zweite Lage 121 vorliegt. Von der letzten der ersten Stangen 111 ist die Schleppantenne dann über die oberste zweite Stange 113 in einer neuen, dritten Lage 123 gewickelt. Die Schleppantenne 109 ist weiter entlang der äußeren Oberfläche der weiteren zweiten Stangen 113 geführt und geht von der letzten zweiten Stange 113 durch den Führungsschlitten 137 (im Längsschnitt ist die Führung der Schleppantenne 109 durch den Führungsschlitten 137 sowie das Magazin 135 aus Darstellungsgründen nicht gezeigt) .

[62] In einer Alternative weist die Trommel 201 einen Trommelkern 203 und eine hintere Trommelseitenwand 205 auf (die vordere Trommelseitenwand ist nicht gezeigt) .

[63] Um den Trommelkern 203 ist in einem räumlichen Abstand außermittig von einer Mitte des Trommelkerns 203 eine erste Oberhalbschale 211 und eine erste Unterhalbschale 212 angeordnet. In einem größeren Abstand zum Trommelkern 203 ist außermittig von der Mitte des Trommelkerns 203 eine zweite Oberhalbschale 213 und eine zweite Unterhalbschale 214 angeordnet.

[64] Eine Schleppantenne 209 weist in Abschnitten vier flexible Bänder 210 als Strömungselemente auf. Die Schleppantenne 209 ist um den Trommelkern 203 einlagig gewickelt (erste Lage 219) und geht anschließend für die zweite Lage 221 auf die erste Oberhalbschale 211 gefolgt von der ersten Unterhalbschale 212 über. Durch die außermittige Anordnung der Ober- und Unterhalbschalen 211, 212, 213 und 214 ist die Schleppantenne 209 frei von einer starken Krümmung von der ersten Unterhalbschale 212 auf die zweite Oberhalbschale 213 geführt. Zur Ausbildung der dritten Lage 223 ist die Schleppantenne 209 entlang der Außenoberfläche der zweiten Oberhalbschale 213 und der zweiten Unterhalbschale 214 gewickelt. [65] Ein Schleppschiff 330 fährt an der Wasseroberfläche 331 und weist an einem Heck eine Winde 333 mit zwei Trommeln 101 auf. An der Winde 333 ist das erste Zugkabel 335 angeordnet, welches vier Haarkabelstabilisatoren 310 aufweist. Am Ende des ersten Zugkabels 335 ist ein Schleppkörper 337 angeordnet, an welchem wiederum ein zweites Zugkabel 339 mit drei Haarkabelstabilisatoren 310 befestigt ist. Am Ende des zweiten Zugkabels 339 hängt die Schleppantenne 109, welche Hydrophone 341 aufweist.

[66] Folgende Arbeitsvorgänge werden mit dem Schleppschiff 330, der Winde 333 mit den beiden Trommel 101 und der Schleppantenne 109 realisiert:

[67] An Bord des Schleppschiffes 331 wird die Winde 333 betrieben und die erste Trommel 101 mittels des Antriebes 107 gedreht, sodass die oberste Lage der Schleppantenne 109 von den vier dritten Stangen in den Löchern 115 abgewickelt wird. Sobald die Schleppantenne 109 nicht mehr auf den dritten Stangen in den Löchern 115 aufliegt, werden diese dritten Stangen aus den Löchern 115 mittels des Magazins 135 entfernt und im Magazin 135 aufgenommen. Die oberste erste Lage der Schleppantenne 109 wird ins Wasser abgelassen .

[68] Die erste Trommel 101 dreht sich weiter, sodass die dritte Lage 123 der Schleppantenne 109 von den zweiten Stangen 113 abgewickelt wird. Dieser abgewickelte Teil der Schleppantenne 109 wird wiederum über das Heck des Schleppschiffes 330 ins Wasser gelassen. Anschließend werden die zweiten Stangen 113 wieder mittels des Magazins 135 aus der Trommel 101 entfernt, indem diese zweiten Stangen 113 wiederum aus der ersten Trommelseitenwand 105 und der zweiten Trommelseitenwand 106 rausgezogen werden. Anschließend dreht die Trommel 101 sich weiter, sodass die zweite Lage 121 der Schleppantenne 109 von den ersten Stangen 111 abgewickelt wird. Diese ersten Stangen 111 werden wiederum mittels des Magazins 135 aus der Trommel 101 entfernt. Nachfolgend wird die erste Lage 119 der Schleppantenne 109 vom Trommelkern 103 abgewickelt und manuell am abgewickelten Ende der Schleppantenne 109 ein Ende des zweiten Zugseil 139 an die Schleppantenne 109 befestigt. Anschließend wird das zweite Zugseil 139, der nachfolgende Schleppkörper 337 und das erste Zugkabel 335 von der zweiten Trommel 101 der Winde 333 abgewickelt und ins Wasser gelassen.

[69] Das Schleppschiff 330 schleppt die Schleppantenne 109 mit den nicht gezeigten Abschnitten von weichen Kabelstabilisatoren 110 an dem ersten Zugkabel 335 und dem zweiten Zugkabel 339 durch das Wasser. Die Schleppantenne 109 nimmt mittels der Hydrophone 341 Unterwassergeräusche auf .

[70] Nach Beendigen des Schleppvorgangs wird das erste Zugkabel, der verbundene Schleppkörper 337 und das zweite Zugkabel 339 auf die zweite Trommel 101 der Winde 333 nacheinander aufgewickelt, ohne dass der Schleppkörper ausgehakt wird. Bei Erreichen des Endes des zweiten Zugkabels 339 wird an Bord des Schleppschiffes 330 die Schleppantenne 109 vom zweiten Zugkabel 339 abgetrennt und die Schleppantenne 109 auf die erste Trommel 101 aufgewickelt. Dazu wird die Schleppantenne 109 zunächst auf den Trommelkern 103 in einer ersten Lage 119 aufgewickelt. Anschließend werden die ersten Stangen 111 aus dem Magazin 135 durch die erste und zweite Trommelseitenwand 105, 106 gesteckt und dort arretiert. Nachfolgend dreht die erste Trommel 101 weiter, sodass der nächste Abschnitt der Schleppantenne 109 auf der Außenseite der ersten Stangen 111 zu einer zweiten Lage 121 aufgewickelt wird. Daraufhin werden die vier zweiten Stangen 113 in einem größeren Abstand vom Trommelkern 103 in die beiden Trommelseitenwände 105 und 106 mittels des Magazins 135 eingesetzt und fixiert. Nach Fixieren wird eine dritte Lage 123 der Schleppantenne 109 auf den vier zweiten Stangen entlang ihrer Außenseite aufgewickelt. Daraufhin werden aus dem Magazin 135 die vier dritten Stangen in die Löcher 115 in die beiden Trommelseitenwände 105 und 106 eingesteckt und arretiert, worauf die oberste Lage der Schleppantenne 109 aufgewickelt wird.

[71] Somit wird die Schleppantenne 109 mit den weichen Kabelstabilisatoren 110 in mehreren einzelnen Lagen aufgewickelt, ohne dass die weichen Kabelstabilisatoren 110 aufgrund des Gewichtes der Schleppantenne beschädigt werden. Ebenso wird eine Beschädigung der

Haarkabelstabilisatoren 310 des ersten Zugkabels 335 und des zweiten Zugkabel 339 aufgrund des Aufwickeins auf die erfindungsgemäße Trommel 101 bei diesem Verfahren zum Auf- und Abwickeln einer Schleppantenne vermieden. Bezugs zeichenliste

101 Trommmel

102 Gestell

103 Trommelkern

105 erste Trommelseitenwand

106 zweite Trommelseitenwand

107 Antrieb

109 Schleppantenne

110 weicher Kabelstabilisator

111 erste Stangen

113 zweite Stangen

115 Löcher für dritte Stangen

119 erste Lage

121 zweite Lage

123 dritte Lage

135 Magazin

137 Führungsschlitten

201 Trommmel

203 Trommelkern

205 Trommelseitenwand

209 Schleppantenne

210 flexible Bänder

211 erste Oberhalbschale

212 erste Unterhalbschale

213 zweite Oberhalbschale

214 zweite Unterhalbschale 219 erste Lage

221 zweite Lage 223 dritte Lage

310 Haarkabelstabilisator

330 Schleppschiff

331 Wasseroberfläche 333 Winde

335 erstes Zugkabel 337 Schleppkörper

339 zweites Zugkabel 341 Hydrophone