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Title:
DRY-COUPLING RECEIVING PART OF A DRY COUPLING FOR FLUID AND DRY COUPLING FOR FLUID ESTABLISHED THEREWITH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/091326
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a dry-coupling receiving part (6) of a dry coupling (100) for fluid, the receiving part comprising: a receiving-part housing (61); a valve device (1) arranged in the housing and having a guide seat ring (2) and a valve body (3); and a receiving-part control device (5), which has a control sleeve (51) that can be rotated about a receiving-part axis (60) in connection with control elements (55) and by means of which the valve body (3) can be moved into a valve opening position (402) and a valve closing position (401). The receiving-part housing (61) and the guide seat ring (2) have connector elements (28, 66) for coupling to a dry coupling plug-in part (7). A releasable, floating, plug-in interlocking connection (8) is formed between the receiving-part housing (61) and the control sleeve (51), this connection rotationally coupling the receiving-part housing (61) and the control sleeve (51) and securing the control sleeve (51) against the receiving part housing (61), preventing axial movement towards the housing end (611) on the coupling side. At least one plug-in element pair (80, 82) of the plug-in interlocking connection (8) interlockingly couples the receiving-part housing (61) and the control sleeve (51) in an offset angular position, in which an initial position of the control elements (55), which is associated with the closed position (401) of the valve, and coupling connection positions for the connector elements (28, 66) are defined. At least one second plug-in element pair (80, 81, 83) of the plug-in interlocking connection (8) defines the secured axial position. A dry coupling (100) for fluid is formed by the dry-coupling receiving part (6) and a dry-coupling plug-in part (7) connected thereto, the latter having a plug-in-part valve body (751) of a plug-in-part valve (75). The receiving-part valve body (3) and the plug-in-part valve body (751) rest against one another in an axially displaceable sliding union which can be brought out of associated valve closing positions (401, 701), against a restoring force, into valve opening positions (402, 702).

Inventors:
HAMKENS, Hauke Peter (Westeroffenbülldeich 1, Oldenswort, 25870, DE)
SYLLA, Jan-Oliver (Hugo-Buschmann-Straße 15, Tönning, 25832, DE)
Application Number:
EP2014/077579
Publication Date:
June 16, 2016
Filing Date:
December 12, 2014
Export Citation:
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Assignee:
ROMAN SELIGER GMBH (An'n Slagboom 20, Norderstedt, 22848, DE)
International Classes:
F16L37/113; F16L37/36
Foreign References:
US5975491A1999-11-02
GB670666A1952-04-23
DE102012209629A12013-12-12
DE858617C1952-12-08
EP2348242A12011-07-27
DE858617C1952-12-08
DE102012209629A12013-12-12
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE (Postfach 73 04 66, Hamburg, 22124, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Trockenkupplungs-Aufnahmeteil (6) einer Fluid-Trockenkupplung (100), umfassend

(i) ein sich entlang einer zentralen Aufnahmeteilachse (60) axial erstreckendes rohrförmiges Aufnahmeteilgehäuse (61 ) mit einem ersten kuppelseiti- gen Gehäuseende (61 1 ) zum Kuppeln mit einem Trockenkupplungs- Steckteil (7) der Trockenkupplung (100) sowie mit einem zweiten leitungs- seitigen Gehäuseende (612) zur Verbindung mit einem Leitungselement,

(ii) eine in dem Aufnahmeteilgehäuse (61 ) angeordnete Ventileinrichtung (1 ), gebildet durch einen Führungs-Sitzring (2) mit einer Sitzring-Innenwand (21 ) sowie durch einen den Führungs-Sitzring (2) mit einem Teil durchfassenden, an dem Führungs-Sitzring (2) mittels eines Führungs-Radiallagers (25) radial gelagerten und axial gleitbewegbaren Ventilkörper (3), wobei das Aufnahmeteilgehäuse (61 ) und der Führungs-Sitzring (2) zum Kuppeln mit dem Trockenkupplungs-Steckteil (7) in Eingriff bringbare Anschlusselemente (28, 66) aufweisen, die zum Herstellen einer drehfesten Verbindung zwischen dem Führungs-Sitzring (2) und dem Trockenkupplungs-Steckteil (7) sowie zum Herstellen einer Drehverbindung zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse (61 ) und dem Trockenkupplungs-Steckteil (7) eingerichtet sind,

- wobei der Ventilkörper (3) einen Ventilkopf (31 ), einen außerhalb des Führungs-Sitzrings (2) liegenden Ventilfuß (32) sowie einen mittels des Führungs-Radiallagers (25) an der Sitzring-Innenwand (21 ) gelagerten Ventilstegteil (33) aufweist, der den Ventilkopf (31 ) und den Ventilfuß (32) miteinander verbindet und axial beabstandet,

- wobei der Führungs-Sitzring (2) an einem ersten Sitzringende (23) einen Ventilsitz (41 ) aufweist, der zusammen mit dem Ventilkopf (31 ) ein Aufnahmeteil-Ventil (4) bildet, wobei der Ventilkopf (31 ) in Ventil- Schließposition (401 ) dichtend in den Ventilsitz (41 ) einfasst und in Ventil-Öffnungsposition (402) an dem ersten Sitzringende (23) aus dem Führungs-Sitzring (2) hervortritt, ) eine Aufnahmeteil-Steuereinrichtung (5), mittels der der Ventilkörper (3) in die Ventil-Öffnungsposition (402) sowie umgekehrt in die Ventil- Schließposition (401) bewegbar ist, umfassend eine um die Aufnahmeteilachse (60) drehbare Steuerhülse (51) mit einer Führungskulisse (53) sowie Steuerelemente (55), die an dem Ventilfuß (32) angeordnet sind und die in die Führungskulisse (53) einfassen, wobei zentrale Körperachsen (30, 50, 20) des Ventilkörpers (3), der Steuerhülse (51) und des Führungs-Sitzrings (2) koaxial mit der Aufnahmeteilachse (60) sind, der Führungs-Sitzring (2) und die Steuerhülse (51) einen den Ventilkörper (3) mit Fluidströmung beaufschlagenden Fluid-Durchgangsraum (62) bilden und der axial bewegbar gelagerte Ventilkörper (3) durch richtungsabhängige Drehung der Steuerhülse (51) und entsprechende Axialverlagerung in die Ventil-Schließposition (401) bzw. die Ventil-Öffnungsposition (402) setzbar ist, und das Aufnahmeteilgehäuse (61) und die Steuerhülse (51) separate, drehfest miteinander verbundene Bauteile sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse (61) und der Steuerhülse (51) eine lösbare, lose Steck- Formschlussverbindung (8) ausgebildet ist, die die drehfeste Verbindung ausbildet und die Steuerhülse (51) an dem Aufnahmeteilgehäuse (61) gegen axiale Bewegung zum kuppelseitigen Gehäuseende (611) hin festlegt, wobei die Steck-Formschlussverbindung (8) wenigstens ein erstes Steckelementepaar (80, 82) aufweist, das das Aufnahmeteilgehäuse (61) und die Steuerhülse (51) formschlüssig in einer durch den Formschluss fixierten Versatzwinkelposition miteinander verbindet, in der zum Kuppeln und Entkuppeln sowohl eine zu der Ventil-Schließposition (401) gehörende Steuerelement-Anfangsposition von jedem Steuerelement (55) in der Führungskulisse (53) als auch zugehörige Kuppel-Anschluss-positionen der genannten Anschlusselemente (28, 66) bestimmt sind, und wobei die Steck- Formschlussverbindung (8) wenigstens ein zweites Steckelementpaar (80, 81 , 83) aufweist, das die festgelegte Axialposition bestimmt.

Aufnahmeteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steck-Formschlussverbindung (8) derart eingerichtet ist, dass die Steuer- hülse (51) an dem zweiten Gehäuseende (612) des Aufnahmeteilgehäuses (61) in dieses einführbar ist.

Aufnahmeteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steck-Formschlussverbindung (8) der Steuerhülse (51) mittels eines Sicherungselements (89) gesichert ist.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskulisse (53) an ihrer dem ersten Gehäuseende (611 ) des Aufnahmeteilgehäuses (61 ) zugewandten Seite zum Einsetzen und Entnehmen der an dem Ventilfuß (32) angeordneten Steuerelemente (55) axial offen ist

Aufnahmeteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusselemente (28, 66) in ihren Kuppel-Anschlusspositionen Anschlusspaare bilden, wobei jedes Anschlusspaar durch ein Anschlusselement (66) des Aufnahmeteilgehäuses (61) und ein Anschlusselement (28) des Füh- rungs-Sitzrings (2) gebildet ist und diese beiden Anschlusselemente (28, 66) axial miteinander fluchten.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass genannte Anschlusselemente (66), die an dem Aufnahmeteilgehäuse (61) angeordnet sind, durch Anschlussrollen (661) gebildet sind und dass genannte Anschlusselemente (28), die an dem Führungs-Sitzring (2) angeordnet sind, durch Anschlussnocken (281) gebildet sind.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine genannte Steuerelement-Anfangsposition durch ein geschlossenes inneres Steuerkurvenende (56) einer zugehörigen Kulissen-Steuerkurve (530) der Führungskulisse (53) bestimmt ist, wobei das innere Steuerkurvenende (56) von dem ersten Gehäuseende (611) des Aufnahmeteilgehäuses (61) abgewandt ist.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine genannte Steuerelement-Anfangsposition und wenigstens ein genanntes Anschlusselement (28, 66) in einer zugehörigen gemeinsamen, eine Flucht bildenden Flucht-Axialebene (FA) liegen.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ventilfuß (32) des Ventilkörpers (3) im Umfangs- abstand von 180° zwei Steuerelemente (55) angeordnet sind, wobei die zugehörigen Steuerelement-Anfangspositionen in einer Flucht-Axialebene (FA) liegen.

Aufnahmeteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Steuerelemente (55) in einem dem Innendurchmesser der Steuerhülse (55) entsprechenden Radialabstand angeordnet sind.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungs-Radiallager (25) korrespondierende Lagerelemente (26, 34) aufweist, die zwischen dem Führungs-Sitzring (2) und dem Ventilkörper (3) relative Drehung sperren und relative axiale Gleitbeweg- barkeit zulassen, wobei wenigstens ein Teil der genannten Lagerelemente (26, 34) des Führungs-Radiallagers (25) und wenigstens eine genannte Steuerelement-Anfangsposition in einer gemeinsamen, eine Flucht bildenden Flucht- Axialebene (FA) liegen.

Aufnahmeteil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs-Sitzring (2) und der Ventilkörper (3) eine vorgefertigte Ventil- Baueinheit (1 ) bilden, die an dem ersten Gehäuseende (611 ) in das Aufnahmeteilgehäuse (61) einführbar ist.

Aufnahmeteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (3) mit dem Ventilkopf (31), dem Ventilfuß (32) und dem Ventilstegteil (33) einstückig ausgebildet ist.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Montage und Demontage der Ventil-Baueinheit (1) zwischen den Lagerelementen (26, 34) des Führungs-Radiallagers (25) eine Schlüsselverbindung eingerichtet ist, wobei an wenigstens einem ersten Lagerelement (34) wenigstens eine Montageausnehmung (35) ausgebildet ist, in die ein korrespondierendes zweites Lagerelement (26) durch Drehversatz zwischen dem Führungs-Sitzring (2) und dem Aufnahmeteil-Ventilkörper (3) hinein- und umgekehrt herausbewegbar ist, und wobei das zweite Lagerelement (26) über eine in der Montageausnehmung (35) eingenommene Montageposition axial in eine einen Lagersitz des Führungs-Radiallagers (25) bildende Überlappungsposition mit dem zugehörigen ersten Lagerelement (34) setzbar und umgekehrt aus dem Lagersitz axial herausführbar ist.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass wenigstens ein genanntes Steckelementpaar (82) der

Steck-Formschlussverbindung (8) wenigstens ein die drehfeste Verbindung herstellendes Sekantenprofil aufweist.

Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass wenigstens ein genanntes Steckelementpaar (80) der

Steck-Formschlussverbindung (8) ein die drehfeste Verbindung herstellendes Profil mit gerundeter Kontur aufweist.

17. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Endbereich der Steuerhülse (51 ) wenigstens ein Steckelementpaar (81 , 83) der Steckelementpaare (81 , 82, 83) der Steck- Formschlussverbindung (8) ausgebildet ist.

18. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekenn- zeichnet, dass wenigstens ein erstes Steckelementpaar (81 ) einen an der

Innenwand (610) des Aufnahmeteilgehäuses (61) vorspringenden Gehäusesteckrand (816) sowie zugehörig wenigstens einen kragenartigen Hülsensteck- rand (826) aufweist, der an wenigstens einem Ende der Steuerhülse (51) ausgebildet ist.

19. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erstes Steckelementpaar (80, 81 , 83) Radialränder (816, 827; 813, 823) aufweist, die einen Axialanschlag bilden.

Aufnahmeteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialanschläge an beiden Enden der Steuerhülse (51) ausgebildet sind und Axialbewegung der Steuerhülse (51) in Richtung des kuppelseitigen Gehäuseendes (611) des Aufnahmeteilgehäuses (61) sperren.

21. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuerhülse (51) einen Hülsen-Außendurchmesser aufweist, der einem Innendurchmesser des Aufnahmeteilgehäuses (61 ) entspricht, wobei zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse (61) und der Steuerhülse (51) ein Umfangsspalt (58) ausgebildet ist. 22. Fluid-Trockenkupplung (100), gebildet durch ein Trockenkupplungs-

Aufnahmeteil (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 21 und ein an das Trocken- kupplungs-Aufnahmeteil (6) angeschlossenes Trockenkupplungs-Steckteil (7) mit einem einen Steckteil-Ventilkörper (751) aufweisenden Steckteil-Ventil (75), wobei der Ventilkörper (3) des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils (6) und der Steckteil-Ventilkörper (751) des Trockenkupplungs-Steckteils (7) in einem axial verlagerbaren Schiebeverbund aneinander sitzen, der gegen Rückstellkraft aus zugehörigen Ventil-Schließpositionen (401, 701) in Ventil-Öffnungspositionen (402, 702) setzbar ist.

Description:
Trockenkupplungs-Aufnahmeteil einer Fluid-Trockenkupplung sowie damit eingerichtete Fluid-Trockenkupplung

Die Erfindung betrifft ein Trockenkupplungs-Aufnahmeteil einer Fluid-Trockenkupplung umfassend (i) ein sich entlang einer zentralen Aufnahmeteilachse axial erstreckendes rohrförmiges Aufnahmeteilgehäuse mit einem ersten kuppelseitigen Gehäuseende zum Kuppeln mit einem Trockenkupplungs-Steckteil der Trockenkupplung sowie mit einem zweiten leitungsseitigen Gehäuseende zur Verbindung mit einem Leitungselement; (ii) eine in dem Aufnahmeteilgehäuse angeordnete Ventileinrichtung, gebildet durch einen Führungs-Sitzring mit einer Sitzring-Innenwand sowie durch einen den Führungs- Sitzring mit einem Teil durchfassenden, an dem Führungs-Sitzring mittels eines Führungs-Radiallagers radial gelagerten und axial gleitbewegbaren Ventilkörper, wobei das Aufnahmeteilgehäuse und der Führungs-Sitzring zum Kuppeln mit dem

Trockenkupplungs-Steckteil in Eingriff bringbare Anschlusselemente aufweisen, die zum Herstellen einer drehfesten Verbindung zwischen dem Führungs-Sitzring und dem Trockenkupplungs-Steckteil sowie zum Herstellen einer Drehverbindung zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse und dem Trockenkupplungs-Steckteil eingerichtet sind, wobei der Ventilkörper einen Ventilkopf, einen außerhalb des Führungs-Sitzrings liegenden Ventilfuß sowie einen mittels des Führungs-Radiallagers an der Sitzring-Innenwand gelagerten Ventilstegteil aufweist, der den Ventilkopf und den Ventilfuß miteinander verbindet und axial beabstandet, wobei der Führungs-Sitzring an einem ersten

Sitzringende einen Ventilsitz aufweist, der zusammen mit dem Ventilkopf ein

Aufnahmeteil-Ventil bildet, wobei der Ventilkopf in Ventil-Schließposition dichtend in den Ventilsitz einfasst und in Ventil-Öffnungsposition an dem ersten Sitzringende aus dem Führungs-Sitzring hervortritt; (iii) eine Aufnahmeteil-Steuereinrichtung, mittels der der Ventilkörper in die Ventil-Öffnungsposition sowie umgekehrt in die Ventil- Schließposition bewegbar ist, umfassend eine um die Aufnahmeteilachse drehbare Steuerhülse mit einer Führungskulisse sowie Steuerelemente, die an dem Ventilfuß angeordnet sind und die in die Führungskulisse einfassen, wobei zentrale

Körperachsen des Ventilkörpers, der Steuerhülse und des Führungs-Sitzrings koaxial mit der Aufnahmeteilachse sind, der Führungs-Sitzring und die Steuerhülse einen den Ventilkörper mit Fluidströmung beaufschlagenden Fluid-Durchgangsraum bilden und der axial bewegbar gelagerte Ventilkörper durch richtungsabhängige Drehung der Steuerhülse und entsprechende Axialverlagerung in die Ventil-Schließposition bzw. die Ventil-Öffnungsposition setzbar ist und das Aufnahmeteilgehäuse und die Steuerhülse separate, drehfest miteinander verbundene Bauteile sind. Die Steuerhülse ist ein separates Steuerteil, das frei von Kupplungsanschlusselementen ist.

Eine Trockenkupplung setzt sich aus zwei Kupplungshälften zusammen, nämlich aus dem Aufnahmeteil oder Mutterteil sowie aus einem zugehörigen Steckteil oder Vaterteil. Zum Beispiel ist das Aufnahmeteil mit einer Treibstoff-Schlauchleitung verbunden, während das Steckteil einen Anschluss an einem Tank bildet. Eine gattungsgemäße Trockenkupplung weist eine typische Bauart und Funktion auf. Jede Kupplungshälfte umfasst ein Ventil mit einem Ventilkörper, der zum Öffnen und Schließen des zugehörigen Ventils axial verlagerbar ist. Im gekuppelten Zustand der beiden Kupplungshälften befinden sich die beiden Ventilkörper in einem Ventilverbund, der sich durch Drehbewegung eines mit einer Führungskulisse ausgestatteten Gehäuse-Steuerteils des Auf- nahmeteils zum Öffnen und Schließen der Ventile axial verlagern lässt. Wenigstens der Ventilkörper des Steckteils wird mit Rückstellkraft beaufschlagt. Insbesondere weisen die Trockenkupplung und deren Bauteile gemäß einem NATO-Standardisierungsein- kommen (STANAG) standardisierte Merkmale auf. Aus DE 858 617 ist ein gattungsgemäßes Trockenkupplungs-Aufnahmeteil bekannt. Eine Steuerhülse ist in einem Aufnahmeteilgehäuse mittels einer rückwärtigen

Schraubverbindung befestigt, die besonders zu montieren ist. Infolge der bei der gattungsgemäßen Bauart im Betrieb auftretenden erheblichen Druckbeanspruchung muss die rückwärtige Schraubverbindung besonders stark dimensioniert werden. Dies führt zu einer relativ klobigen Bauform der Kupplungshälfte, wobei die Drucksicherheit dennoch beeinträchtigt ist. Zudem bleiben das Montieren und Demontieren einer Ventileinrichtung des bekannten Aufnahmeteils infolge der zu handhabenden

Verbindungsteile und Bauteile unbefriedigend. Es sind weiterhin Aufnahmeteilgehäuse gattungsgemäßer Kupplungen bekannt, die zum Herstellen einer drehfesten

Verbindung einer Steuerhülse mit einem Aufnahmeteilgehäuse statt einer

Schraubverbindung eine Pressverbindung oder eine Schweißverbindung zwischen den Teilen vorsehen. Auch solche Verbindungen erfordern die Verwendung von

besonderem Werkzeug. Zum Herstellen der Verbindung müssen die Teile für den einzurichtenden Drehversatz besonders ausgerichtet werden. Bei der Fertigung können Herstellungsschäden auftreten, die besonders zu vermeiden oder zusätzlich zu beseitigen sind. Im Ganzen ist eine beträchtliche Fertigungszeit unter Verwendung von Sonderwerkzeug erforderlich. Mit einer Press- oder Schweißverbindung bleibt die Drucksicherheit eingeschränkt. Die montierten Teile lassen sich nicht oder nicht ohne weiteres, gegebenenfalls nur durch Zerstörung, voneinander trennen. Aus DE 10 2012 209 629 A1 ist ein Trockenkupplungs-Aufnahmeteil mit einer

Steuerhülse bekannt, die ein kuppelseitige Anschlusselemente aufweisendes erstes Aufnahmeteilgehäuses bildet. Die Steuerhülse ist im Bereich eines Fluid-Durchgangs- raums von einem zweiten Aufnahmeteilgehäuse umgeben, das an der Steuerhülse um diese drehbar gelagert ist und ein leitungsseitiges Anschlussteil bildet. Fertigung und Bauform des Aufnahmeteils bleiben unbefriedigend. In einem Abschnitt des ersten Aufnahmeteilgehäuses sind Steuerkurven durch Fräsen oder Gießen einzuarbeiten, und dieser Abschnitt muss zum hydraulischen Abdichten von dem zweiten

druckbelastbaren Gehäuseteil umgeben werden. Der Erfindung liegen die Ziele zugrunde, den Aufwand für Montage und Demontage des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils mit präzise ausrichtbaren und in bestimmten Positionen festlegbaren Elementen erheblich zu reduzieren, wobei - damit einhergehend - die Bauform und -große verhältnismäßig klein bleiben und dennoch die Drucksicherheit erhöht sein sollen.

Die Ziele werden in Verbindung mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch erreicht, dass zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse und der Steuerhülse eine lösbare, lose Steck-Formschlussverbindung ausgebildet ist, die die drehfeste Verbindung ausbildet und die Steuerhülse an dem Aufnahmeteilgehäuse gegen axiale Bewegung zum kuppelseitigen Gehäuseende hin festlegt, wobei die Steck-Formschlussverbindung wenigstens ein erstes Steckelementpaar aufweist, das das Aufnahmeteilgehäuse und die Steuerhülse formschlüssig in einer durch den Formschluss fixierten Versatzwinkelposition miteinander verbindet, in der zum Kuppeln und

Entkuppeln sowohl eine zu der Ventil-Schließposition gehörende Steuerelement- Anfangsposition von jedem Steuerelement in der Führungskulisse als auch zugehörige Kuppel-Anschlusspositionen der genannten Anschlusselemente bestimmt sind, und wobei die Steck-Formschlussverbindung wenigstens ein zweites Steckelementpaar aufweist, das die festgelegte Axialposition bestimmt. Das erfindungsgemäße Trockenkupplungs-Aufnahmeteil bestimmt auch eine erfindungsgemäße Fluid-Trockenkupplung, die aus dem Trockenkupplungs- Aufnahmeteil und einem damit verbundenen Trockenkupplungs-Steckteil gebildet ist, wobei das Trockenkupplungs-Steckteil ein Steckteil-Ventil mit einem Steckteil- Ventilkörper aufweist, der zusammen mit dem Aufnahmeteil-Ventilkörper einen axial verlagerbaren Schiebeverbund bildet, der gegen Rückstellkraft aus zugehörigen Ventil- Schließpositionen in Ventil-Öffnungspositionen setzbar ist.

Die Angabe„axial" wird jeweils im Zusammenhang als parallel zu oder in Richtung der zentralen Achse des Aufnahmeteilgehäuses (Aufnahmeteilachse) oder einer mit der Aufnahmeteilachse koaxialen Achse verstanden. Die Angabe„axial" bezieht sich insbesondere auf Teile oder Flächen, die sich in Axialrichtung erstrecken und in denen die Aufnahmeteilachse bzw. eine damit koaxiale Achse liegt. Die Angabe„radial" betrifft Richtungen, die von einer zugehörigen Achse ausgehen und senkrecht zu dieser Achse gerichtet sind, oder sie bezieht sich auf Teile oder Flächen, die sich in Bezug auf eine zentrale Achse dazu senkrecht und radial erstrecken.

Erfindungsgemäß erreicht man in Kombination eine definierte Axialverbindung und eine definierte drehfeste Verbindung, wobei die Steckelementpaare Formschluss- Passungen mit Schlüsselflächen bilden, die die Teile in loser, aber enger positions- definierter Lage aneinanderfügen. Spiel zwischen den Teilen ist auf das geringste Maß reduziert. Die Teile, nämlich das Aufnahmeteilgehäuse und die Steuerhülse lassen sich einfach nur durch Stecken in Axialrichtung aneinanderfügen. Die Form-Steckverbindung ist vorteilhaft so eingerichtet, dass die Steuerhülse am leitungsseitigen (rückwärtigen) Ende des Aufnahmeteilgehäuses in dieses einsetzbar ist. Dem oder den zweiten Steckelementpaaren kommt wesentliche Bedeutung hinsichtlich der axialen Festlegung zu, die die Steuerhülse gegen Bewegung in Richtung zur Kupplungsseite des Aufnahmeteilgehäuses sperrt. Jedes zweite Steckelementpaar weist radial gerichtete Anschlagflächen auf, die im Betriebszustand des Kupplungs-Aufnahmeteils in besonders großem Maß mit Druckkraft in Richtung der Kupplungsseite beaufschlagbar sind. Es resultiert besonders hohe Drucksicherheit. Das oder die ersten Steckelementpaare legen die relative Dreh- oder Winkelposition (Versatzwinkelposition) und damit den Dreh- oder Umfangsversatz zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse und der Steuerhülse präzise fest. Der Drehversatz ist zur definierten

Winkelposition und Ausrichtung einerseits wenigstens eines Anschluss- oder

Kupplungsteils des Aufnahmeteilgehäuses und andererseits wenigstens eines Teils an dem Führungs-Sitzring eingerichtet. Das heißt, dass die Dreh/Winkelpositionen dieser Teile durch den festgelegten Drehversatz bestimmt werden. Die Positionen werden in Verbindung mit der Anordnung und Gestaltung der Führungskulisse der Steuerhülse bestimmt und festgelegt. Die erfindungsgemäße Steck-Formschlussverbindung kann insbesondere an dem leitungsseitigen Ende der Steuerhülse auf besonders einfache Weise mit einem Sicherungselement wie vorteilhaft einem Sicherungsring gesichert werden. Eine derart einfache Sicherungsmaßnahme reicht in Kombination mit der Steck-Formschlussverbindung aus. Jedes Sicherungselement ist einsetzbar, das frei von einer Kraftschlussverbindung einen Axialversatz der Steuerungshülse zum leitungsseitigen Ende des Aufnahmeteilgehäuses hin sperrt. Mit der erfindungsgemäßen Steck-Formschlussverbindung erreicht man große Drucksicherheit mit relativ kleinbauenden Teilen, deren Dimensionierung optimal reduziert ist. In Verbindung mit den übrigen Merkmalen ist es wesentlich, dass die Steuerhülse nur als Steuerteil gestaltet ist, das als solches kein Druckgehäuse und auch nicht den Teil eines Druckgehäuses bildet. Die Steuerhülse bleibt frei von Anschluss-, Verbindungsund/oder Kupplungsteilen, die wesentliche Bestandteile des Aufnahmeteilgehäuses sind, das als solches das Druckgehäuse der Kupplungshälfte bildet. Ein zusätzliches Außengehäuse entfällt. Im Ganzen erreicht man mit der erfindungsgemäßen Steck- Formschlussverbindung eine erhebliche Verbesserung zur präzisen Montage/Demontage, indem Fertigungszeit und Werkzeugeinsatz wesentlich reduziert werden, wobei die Bauform und -große der Kupplungshälfte bei dennoch großer Druck- Sicherheit verhältnismäßig klein bleiben.

Eine bevorzugte, besonders vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass die Führungskulisse an ihrer dem ersten Gehäuseende des Aufnahmeteilgehäuses zugewandten Seite zum Einsetzen und Entnehmen der an dem Ventilfuß ange- ordneten Steuerelemente axial offen ist. In Kombination mit der erfindungsgemäßen Steck-Formschlussverbindung erreicht man, dass die Steuerhülse von dem

rückwärtigen Ende des Aufnahmeteilgehäuses her in dieses einsetzbar ist und die Ventileinrichtung einschließlich der an diese angesetzten Steuerelemente am vorderseitigen Ende des Aufnahmeteilgehäuses in dieses hineinsetzbar ist. Ein zusätzliches Außengehäuse entfällt. Montage und Demontage des Trockenkupplungs- Aufnahmeteils sind in besonderem Maß vereinfacht. Insbesondere kann die

Ventileinrichtung, die vorzugsweise als modulare Baueinheit gestaltet ist, für

Wartungszwecke in kürzester Zeit dem Aufnahmeteilgehäuse (Druckgehäuse) entnommen und dort wieder eingesetzt oder ausgetauscht werden. Eine Gestaltung besteht darin, dass die Anschlusselemente des Kupplungs-Aufnahme- teils in ihren Kuppel-Anschlusspositionen Anschlusspaare bilden, wobei jedes

Anschlusspaar durch ein Anschlusselement des Aufnahmeteilgehäuses und ein Anschlusselement des Führungs-Sitzrings gebildet ist und diese beiden Anschluss- elemente axial miteinander fluchten. Das Gehäuse-Anschlusselement kommt kuppel- seitig vor dem Sitzring-Anschlusselement in Berührungskontakt mit diesem zu liegen. Dadurch ist, wie an sich bekannt, der Sitzring in der Kuppel-Anschlussposition in dem Aufnahmeteilgehäuse gefangen und festgelegt. Zweckmäßig sind die Gehäuse-Anschlusselemente durch Anschluss- oder Trennrollen und die Sitzring-Anschlussele- mente durch Anschlussnocken oder -vorsprünge gebildet.

Vorzugsweise wird wenigstens eine dem Drehversatz zugeordnete Steuerelement- Anfangsposition durch ein geschlossenes inneres Steuerkurvenende einer zugehörigen Kulissen-Steuerkurve der Führungskulisse bestimmt, wobei das innere Steuerkurvenende von dem ersten Gehäuseende des Aufnahmeteilgehäuses abgewandt ist. Eine Ausführungsform besteht darin, dass wenigstens eine genannte Steuerelement-Anfangsposition und wenigstens ein genanntes Anschlusselement in einer zugehörigen gemeinsamen, eine Flucht bildenden Flucht-Axialebene liegen. Vorteilhaft sind an dem Ventiluß des Ventilkörpers im Umfangsabstand von 180° nur zwei Steuerelemente angeordnet, wobei die zugehörigen Steuerelement-Anfangspositionen in der Flucht-Axialebene liegen. Eine bevorzugte Gestaltung besteht darin, dass die beiden Steuerelemente in einem dem Innendurchmesser der Steuerhülse entsprechenden Radialabstand angeordnet sind. Vorteilhaft befindet sich auch der Ventilstegteil in einer Spielpassung in der Steuerhülse und dem Führungs-Sitzring.

Gemäß einer Gestaltung des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils weist das Führungs- Radiallager korrespondierende Lagerelemente auf, die zwischen dem Führungs- Sitzring und dem Ventilkörper relative Drehung sperren und relative axiale Gleit- bewegbarkeit zulassen, wobei wenigstens ein Teil der genannten Lagerelemente des Führungs-Radiallagers und wenigstens eine genannte Steuerelement-Anfangsposition in einer gemeinsamen, eine Flucht bildenden Flucht-Axialebene liegen.

Hinsichtlich einer weiteren Montageverbesserung ist es vorteilhaft, dass der Ventilkörper der genannten Ventil-Baueinheit einstückig ausgebildet ist. Eine besondere Gestaltung der mit dem erfindungsgemäßen Drehversatz positionierten Ventil- Baueinheit besteht darin, dass zur Montage und Demontage der Ventil-Baueinheit zwischen den Lagerelementen des Führungs-Radiallagers eine Schlüsselverbindung eingerichtet ist, wobei an wenigstens einem ersten Lagerelement wenigstens eine Montageausnehmung ausgebildet ist, in die ein korrespondierendes zweites Lagerelement durch Drehversatz zwischen dem Führungs-Sitzring und dem Aufnahmeteil- Ventilkörper hinein- und umgekehrt herausbewegbar ist, und wobei das zweite

Lagerelement auf dem Weg über eine in der Montageausnehmung eingenommene Montageposition axial in eine einen Lagersitz des Führungs-Radiallagers bildende Überlappungsposition mit dem zugehörigen ersten Lagerelement setzbar und umgekehrt aus dem Lagersitz axial herausführbar ist.

Eine Gestaltung besteht darin, dass wenigstens ein zweites Steckelementpaar der Steck-Formschlussverbindung wenigstens ein die drehfeste Verbindung herstellendes Sekantenprofil aufweist. Eine andere vorteilhafte Gestaltung besteht darin, dass wenigstens ein zweites Steckelementpaar der Steck-Formschlussverbindung ein die drehfeste Verbindung herstellendes Profil mit gerundeter Kontur, und zwar vorteilhaft ein ovalförmiges Profil aufweist. Eine bevorzugte Gestaltung besteht weiter darin, dass im Bereich von jedem Ende der Steuerhülse wenigstens ein Steckelementpaar der Steck-Formschlussverbindung ausgebildet ist. Gemäß einer Gestaltung weist wenigstens ein erstes Steckelementpaar einen an der Innenwand des Aufnahmeteilgehäuses vorspringenden Gehäusesteckrand sowie zugehörig wenigstens einen kragenartigen Hülsensteckrand auf, der in wenigstens einem Endbereich der Steuerhülse ausgebildet ist. Allgemein besteht eine Gestaltung darin, dass wenigstens ein erstes Steckelementpaar Radialränder aufweist, die einen planaren Axialanschlag bilden. Vorteilhaft sind die Axialanschläge an beiden Enden der Steuerhülse ausgebildet, wobei sie Axialbewegung in Richtung des kuppelseitigen Gehäuseendes des Aufnahmeteilgehäuses sperren. Man erhält große Drucksicherheit.

Eine bevorzugte Bauform in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Steck-Form- Schlussverbindung besteht darin, dass die Steuerhülse einen Hülsen-Außendurchmesser aufweist, der einem Innendurchmesser des Aufnahmeteilgehäuses entspricht, wobei zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse und der Steuerhülse ein Umfangsspalt ausgebildet ist. Auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Unteransprüche gerichtet. Lediglich besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen und-möglichkeiten werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Jede beschriebene Einzel- oder Detailgestaltung innerhalb eines Ausführungsbeispiels ist als strukturell selbständiges Detailbeispiel für andere nicht oder nicht vollständig beschriebene, unter die Erfindung fallende Ausführungen und Gestaltungen zu verstehen. Im Folgenden wird insbesondere mit der Angabe „allgemein" ein solches Merkmal bezeichnet und verstanden, das isoliert von anderen Merkmalen eines oder mehrerer Ausführungsbeispiele zu dem erfindungsgemäßen Erfolg der allgemeinen Lehre der Erfindung beiträgt.

Es zeigen

Fig. 1A, 1 B im Längsschnitt eine mit einem erfindungsgemäßen Trocken- kupplungs-Aufnahmeteil ausgestattete erfindungsgemäße Trockenkupplung mit geschlossenen und geöffneten Ventilen,

Fig. 2A, 2B im Längsschnitt das mit einer erfindungsgemäßen Steck- Formschlussverbindung eingerichtete Aufnahmeteil der

Trockenkupplung gemäß Fig. 1A, 1 B mit geschlossenem und geöffnetem Ventil,

Fig. 3 in axonometrischer Explosionsdarstellung Teile der

Trockenkupplung gemäß Fig. 1A und 1 B, Fig. 4 in axonometrischer Darstellung eine Steuerhülse des

Aufnahmeteils gemäß Fig. 2A, 2B mit Elementen einer erfindungsgemäßen Steck-Formschlussverbindung,

Fig. 5A, 5B im Längsschnitt sowie in Rückansicht das Aufnahmeteilgehäuse des Aufnahmeteils gemäß Fig. 2A, 2B mit Elementen einer erfindungsgemäßen Steck-Formschlussverbindung,

Fig. 6A, 6B in axonometrischer Ansicht und in einem weiteren Längsschnitt das Aufnahmeteilgehäuse gemäß Fig. 5A, 5B. Fig. 7A, 7B Schnittansichten einer Steuerhülse einer erfindungsgemäßen Steck-Formschlussverbindung,

Fig. 8A, 8B in Längsansicht und Stirnansicht, teilweise geschnitten, und 9A, 9B eine Ventil-Baueinheit des Aufnahmeteils gemäß Fig. 2A, 2B mit

Ventilkörper in fertiggestelltem Zustand (Fig. 8A, 8B) sowie in einer Phase der Montage.

In der Zeichnung wird ein erfindungsgemäßes Trockenkupplungs-Aufnahmeteil 6 so- wohl in der Einbauposition und -anordnung in einer Trockenkupplung 100 als auch davon getrennt dargestellt. Eine Ventileinrichtung 1 des Aufnahmeteils 6 ist mit einem Aufnahmeteil-Ventilkörper 3 ausgestattet. Die Ventileinrichtung 1 bildet im

Ausführungsbeispiel ein eigenständiges Modulteil des Aufnahmeteils 6, nämlich eine Ventil-Baueinheit, die gleichfalls mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet wird.

Die in Fig. 1 A und 1 B in gekuppeltem Zustand dargestellte Trockenkupplung 100 weist das Aufnahmeteil 6 (Mutterteil) und ein Steckteil 7 (Vaterteil) auf, die Kupplungshälften bilden. Das Aufnahmeteil 6 und das Steckteil 7 sind im Bereich einer Kupplungs-Trenn- stelle 1 10 aneinander gekuppelt. Eine Aufnahmeteilachse 60 und eine Steckteilachse 70 fallen in einer Kupplungsachse 101 zusammen. Im Kupplungszustand liegen an der Trennstelle 1 10 der Aufnahmeteil-Ventilkörper 3, der Bestandteil eines Aufnahmeteil- Ventils 4 ist, und ein Steckteil-Ventilkörper 751 eines Steckteil-Ventils 75 aneinander, wobei sie sich in einem in der Kupplungsachse 101 verlagerbaren Schiebeverbund befinden. Der Steckteil-Ventilkörper 751 ist in einem Steckteil-Gehäuse 71 gegen Federkraft einer Druckkrafteinrichtung 76 axial schiebebewegbar gelagert. Der

Ventilkörper 3 ist innerhalb eines rohrförmigen Aufnahmeteilgehäuses 61 gelagert und in Axialrichtung in definierte Positionen translatorisch bewegbar. Eine Aufnahmeteil- Steuereinrichtung 5 setzt eine Drehbewegung des Aufnahmeteilgehäuses 61 um die Kupplungsachse 101 in die definierte translatorische Bewegung um. Gehäuse- Handgriffe 67 sind an dem Aufnahmeteilgehäuse 61 zur Drehverstellung angebracht.

In Fig. 1 A befinden sich die Ventilkörper 3, 751 in Schließpositionen 401 , 701 der Ventile 4 und 75. Fluid-Durchgang wird infolgedessen gesperrt. Der Ventilkörper 3 weist einen Ventilkopf 31 auf, der bei geschlossenem Aufnahmeteil-Ventil 4 in einen

Aufnahmeteil-Ventilsitz 41 einfasst. An der Trennstelle 1 10 fasst der Steckteil- Ventilkörper 751 entsprechend in einen Steckteil-Ventilsitz 77 ein. Im Schließzustand der Ventile 4, 75 gemäß Fig. 1 A können die Kupplungshälften durch Lösen von Anschlusselementen 66, 73, die sie verbinden, voneinander getrennt werden.

Ebenfalls ausgehend von dem Kupplungszustand gemäß Fig. 1 A können die Ventile 4, 75 zum Durchleiten von Fluid durch die Trockenkupplung 100 geöffnet werden. Infolge einer definierten Drehverstellung einer Steuerhülse 51 der Aufnahmeteil-Steuereinrichtung 5, die drehfest mit dem Aufnahmeteilgehäuse 61 verbunden ist, wird der

Ventilkörper 3 axial verlagert, so dass der Ventilkopf 31 den Ventilsitz 41 in einer Aufnahmeteil-Ventilöffnungsposition 402 verlässt und den Steckteil-Ventilkörper 751 gegen die Federkraft der Druckkrafteinrichtung 76 in eine Steckteil-Ventilöffnungsposition 702 axial verschiebt. Mittels der Steuereinrichtung 5 wird die Lage des Ventil- Schiebeverbunds zum Öffnen der Ventile 4, 75 definiert und beibehalten. Dieser Zustand ist in Fig. 1 B dargestellt. Zum Schließen der Ventile 4, 75 wird der Ventil- Schiebeverbund durch umgekehrte Drehverstellung der Steuerhülse 51 unter der Kraft der Druckkrafteinrichtung 76 wieder in die Position gemäß Fig. 1 A zurückgesetzt.

An dem ersten Gehäuseende 61 1 des Aufnahmeteilgehäuses 61 ist eine Schutzmanschette 613 angebracht. Zwischen den Teilen der Ventile 4, 75 und den anderen Teilen der beiden Kupplungshälften sind jeweils übliche Dichtungselemente angeordnet.

Anhand der Fig. 2A und 2B ist das Trockenkupplungs-Aufnahmeteil 6 detaillierter dargestellt. In Fig. 2A befindet sich das Aufnahmeteil-Ventil 4 in geschlossenem Zustand 401 , während in Fig. 2B die Öffnungsposition 402 dargestellt ist. Das

Aufnahmeteil 6 setzt sich allgemein modular aus dem Aufnahmeteilgehäuse 61 , der Steuerhülse 51 und der Ventil-Baueinheit 1 zusammen.

Stirnseitige Seiten, Enden und Bereiche von sich axial erstreckenden Bauelementen, die der Kuppelseite des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils 6 zugewandt sind oder im Bereich der Kuppelseite liegen, werden mit„vorderseitig" oder„Vorderseite" beschrieben, während entgegengesetzt liegende Enden, Seiten oder Bereiche mit„rückseitig" oder„Rückseite" bezeichnet werden.

Das Aufnahmeteilgehäuse 61 bildet allgemein ein Druckgehäuse mit Anschluss- /Verbindungselementen zum Kuppeln. Das erste (vordere) Gehäuseende 61 1 an der Vorderseite des Aufnahmeteilgehäuses 61 ist zum Kuppeln mit dem

Trockenkupplungs-Steckteil 7 eingerichtet. Ein zweites (hinteres) Gehäuseende 612 an der Stirnrückseite des Aufnahmeteilgehäuses 61 ist zur Verbindung mit einem nicht dargestellten Leitungs- oder Schlauchelement eingerichtet. Im Ausführungsbeispiel ist das Aufnahmeteilgehäuse 61 mit einem Drehgelenkteil 63 bestückt, das an dem rückseitigen Gehäuseende 612 mittels eines Kugellager-Drehgelenks 630 um die Aufnahmeteilachse 60 drehbar gelagert und zum Anschluss an eine Leitung eingerichtet ist. An dem vorderen Gehäuseende 61 1 sind innenliegend Anschlusselemente 66, nämlich Anschluss- oder Trennrollen 661 angeordnet, die zum Verbinden mit dem Kupplungs-Steckteil 7 in das Anschlusselement 73, nämlich in eine umlaufende Anschlussnut des Steckteils 7 setzbar sind (Fig. 3). Ein Flanschrand des Steckteils 7 weist Anschlussausnehmungen 74 auf, durch die die Anschlusselemente 66 zum Kuppeln und Entkuppeln hindurchgesetzt und im Kupplungszustand durch die Drehverstellung des Aufnahmeteilgehäuses 61 in der Anschlussnut gefangen werden. Positionierung und Zuordnung gehen insbesondere aus Fig. 3 hervor. Die Steuerhülse 51 der Steuereinrichtung 5 ist ein separates Bauteil, das keinen Bestandteil eines Druckgehäuses bildet. Die Steuerhülse 51 weist einen Hülsen-Außendurchmesser auf, der einem Innendurchmesser des Aufnahmeteilgehäuses 61 entspricht, derart, dass zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse 61 und der Steuerhülse 51 ein Umfangsspalt 58 bleibt, der sicherstellt, dass die Steuerhülse 51 frei oder leicht- gängig in das Aufnahmeteilgehäuse 61 setzbar ist. Die Steuerhülse 51 ist konzentrisch in das Aufnahmeteilgehäuse 61 eingesetzt, wobei sie, wie aus Fig. 2A und 2B ersichtlich, an dem rückseitigen Gehäuseende 612 in das Aufnahmeteilgehäuse 61 einführbar ist. Erfindungsgemäß sind das Aufnahmeteilgehäuse 61 und die Steuerhülse 51 durch eine besondere, die Teile positionierende Lagerung miteinander verbunden. Es ist allgemein eine schraub-, klemm-, stift- und pressfreie Steck- und Formschlussverbindung 8 ausgebildet, die die Steuerhülse 51 an dem Aufnahmeteilgehäuse 61 präzise zentrisch lagert, die mit dem Aufnahmeteilgehäuse 61 drehfeste, mit de- finiertem Drehversatz eingerichtete Ver-bindung herstellt und die Steuerhülse 51 an ihren beiden Stirnenden in Richtung zum kuppelseitigen Gehäuseende 61 1 gegen Radialanschläge axial lagert. Die Steuerhülse 51 ist an ihrer Rückseite mittels eines Sicherungselements 89 in Form eines an der Innenwand 610 des Aufnahmeteilgehäuses 61 gelagerten Sicherungsrings festgesetzt, der einfach anzubringen und zu entfernen ist. Die Steck-/Formschlussverbindung 8 wird weiter unten insbesondere anhand der Fig. 4, 5A, 5B, 6A, 6B sowie 7A, 7B näher beschrieben.

Das Maß der Drehverstellung der gemeinsam mit dem Aufnahmeteilgehäuse 61 um die Aufnahmeteilachse 60 drehbaren Steuerhülse 51 sowie des damit bewirkten translatorischen Hubs des Ventilkörpers 3 werden durch eine Führungskulisse 53 mit zwei Steuerkurven 530 bestimmt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die beiden Steuerkurven 530 im Umfangsabstand von 180° versetzt angeordnet, wobei sie sich in gleicher Form und Ausrichtung von einem geschlossenen inneren Steuerkurvenende 56 helixförmig zu einem offenen äußeren Steuerkurvenende 57 hin erstrecken. Die offenen äußeren Steuerkurvenenden 57 sind an der dem ersten Gehäuseende 61 1 zugewandten Vorderseite der Steuerhülse 51 mit axialen Kulissenöffnungen 531 axial offen. Die axiale Länge der Steuerhülse 51 ist derart bemessen, dass an der Vorderseite der Steuerhülse 51 ein Führungs-Sitzring 2 unter Zwischenschaltung eines Sitzring- Federelements 65 anschließt und in dem Aufnahmeteilgehäuse 61 Platz findet. Der Führungs-Sitzring 2 und die Steuerhülse 51 bilden die Innenwandung eines Fluid- Durchgangsraums 62. Allgemein weisen eine Innenwand 510 der Steuerhülse 51 und eine Sitzring-Innenwand 21 einen gemeinsamen Innendurchmesser DI auf. Die Steuereinrichtung 5 weist weiterhin Steuerelemente 55 auf, zum Beispiel in Form von durch Steuerrollen 551 gebildeten Steuerköpfen, die allgemein an einem rückwärtigen Teil des Ventilkörpers 3 angeordnet sind und in die Steuerkurven 530 einfassen. Zweckmäßig bildet die Führungskulisse 53 eine Führung, die den maximalen Hub des Ventilkörpers 3 infolge einer Drehverstellung der Steuerhülse 51 von mindestens 90°, vorzugsweise von 100°bis etwa 120°bewirkt. Im Ausführungsbeispiel sind Steuerrollen 551 an radiale Enden eines Fußquerelements 320 des Ventilfußes 32 ansetzbar. In das Fußquerelement 320 ist eine radiale Durchgangsbohrung 325 eingebracht, die zum Lagern von Lagerbolzen 552 der Steuerrollen 551 eingerichtet ist. Die Rollen- Lagerbolzen 552 sind lösbar in um 180° gegenüberliegenden Lagerlöcher der Durchgangsbohrung 325 einsetzbar.

Der Ventilkörper 3, die Steuerhülse 51 und der Führungs-Sitzring 2 weisen zugehörige zentrale Körperachsen 30, 50 und 20 auf, die koaxial mit der Aufnahmeteilachse 60 sind. Das Aufnahmeteilgehäuse 61 , die Steuerhülse 51 , der Führungs-Sitzring 2 und der Ventilkopf 31 sind Teile oder Abschnitte mit kreisförmigen Querschnitten. Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, sind an dem Sitzringende 23 mit

Umfangsabstand von 120° drei stirnseitig vorspringende Anschlusselemente 28 in Form von Nocken ausgebildet, denen die drei Gehäuse-Anschlusselemente 66 zugeordnet sind. Die Anschlusselemente 28 sind an einem vorderseitigen Außenrand 29 des Führungs-Sitzrings 2 ausgebildet. Die Zuordnung und Anordnung ist derart, dass die Sitzring-Anschlusselemente 28 und die Gehäuse-Anschlusselemente 66 zum Kuppeln und Trennen der Kupplungshälften axial miteinander fluchten. In Fig. 3 ist nur eine Flucht-Axialebene FA dargestellt. Man erkennt, dass die Sitzring- Anschlusselemente 28 in die Steckteil-Anschlussausnehmungen 74 einfassen, wenn die Kupplungshälften aneinander gekuppelt sind. Dadurch ist der Führungs-Sitzring 2 zum Kuppeln und während des Kuppeins in eine Sperrposition setzbar, die relative Drehung zwischen dem Führungs-Sitzring 2 und dem Steckteilgehäuse 71 sperrt.

Wie aus Fig. 2A ersichtlich, weist die Steck-Formschlussverbindung 8 zum radialen, axialen und drehfesten Lagern der Steuerhülse 51 Steckelementpaare 80 auf. An der Vorderseite der Steuerhülse 51 ist zwischen dieser und dem Aufnahmeteilgehäuse 61 ein Steckelementpaar 81 ausgebildet. An der Rückseite der Steuerhülse 51 ist zwischen dieser und dem Aufnahmeteilgehäuse 61 ein Steckelementpaar 82 sowie ein Steckelementpaar 83 ausgebildet. Die Steckelemente der Steckelementpaare 81 , 82 und 83 sind derart angeordnet und aneinander angepasst, dass sie in der Steck- Formschlussverbindung 8 aneinander sitzen, wobei die Steuerhülse 51 von der rückwärtigen Seite des Aufnahmeteilgehäuses 61 in dieses einsteckbar und in der eingesteckten Position gegen axiale Bewegung in Richtung der Vorderseite des Aufnahmeteilgehäuses 61 sowie gegen Drehung um die Körperachsen 50, 60 in einer definierten Drehversatz-Winkelposition zwischen der Steuerhülse 51 und dem Aufnahmeteilgehäuse 61 gesperrt ist.

Die Steckelemente der Steckelementpaare 81 , 82 und 83 gehen im Detail aus Fig. 4 (Steuerhülse 51 ) und Fig. 5A, 5B und 6A, 6B (Aufnahmeteilgehäuse 61 ) hervor.

Das Steckelementpaar 81 weist einen an der Innenwand 610 des Aufnahmeteilgehäuses 61 vorspringenden Gehäusesteckrand 816 sowie einen am vorderen Ende der Steuerhülse 51 ausgebildeten kragenartigen oder stufenförmigen Hülsensteckrand 826 auf. Der Gehäusesteckrand 816 und der stufige Hülsensteckrand 826 fassen zum freien zentrischen Lagern der Steuerhülse 51 an dem Aufnahmeteilgehäuse 61 formschlüssig ineinander. Das Steckelementpaar 82 weist einen innenseitig an dem Aufnahmeteilgehäuse 61 ausgebildeten trapezförmigen Vorsprung 81 1 sowie eine formgleiche sekantenartige Randausnehmung 821 auf, die an einem kragenartigen oder stufenförmigen Hülsensteckrand 822 am hinteren Ende der Steuerhülse 51 ausgebildet ist. Das Steckelementpaar 83 weist einen an der Innenwand 610 des Aufnahmeteilgehäuses 61 vorspringenden zweiten Gehäusesteckrand 812 und zugehörig den zweiten Hülsensteckrand 822 auf. Der stufige Gehäusesteckrand 812 und der stufige Hülsensteckrand 822 fassen zum freien zentrischen Lagern der Steuerhülse 51 an dem Aufnahmeteilgehäuse 61 formschlüssig ineinander. Der Hülsensteckrand 822 bildet zudem eine Distanzschulter, die den Umfangsspalt 58 zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse 61 und der Steuerhülse 51 festlegt.

Die Drehversatz-Winkelposition ist durch Eingriff des Gehäusevorsprungs 81 1 in die Hülsenrandausnehmung 821 fixiert. Die Axialposition ist dadurch bestimmt, dass ein radialer Kragenrand 823 des Hülsensteckrandes 822 gegen einen rückseitigen Stirnrand 813 des Gehäusesteckrandes 812 anliegt. Mit diesem rückwärtigen axialen planaren Anschlag der Steuerhülse 51 gegen das Aufnahmeteilgehäuse 61 korrespondiert ein vorderseitiger Passsitz, in dem ein axial zurückspringender radialer Stirnrand 827 des Hülsensteckrandes 826 gegen den Gehäusesteckrand 816 planar anschlägt.

Wie aus Fig. 5A, 5B und 6A, 6B ersichtlich, sind in den Gehäusesteckrand 816 Ausnehmungen 819 eingebracht, die so angeordnet sind, dass sie in der Steck- Formschlussverbindung 8 mit den axialen Kulissenöffnungen 531 an den äußeren Steuerkurvenenden 57 fluchten. Man erreicht, dass die Ventil-Baueinheit 1 mit angesetzten Steuerelementen 55 von der Vorderseite des Aufnahmeteilgehäuses 61 in dieses sowie in die Steuerhülse 51 zum Fertigen des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils 6 axial einschiebbar ist. Anstelle der beschriebenen Elemente der Steck-Formschlussverbindung 8 können zum Lagern, Fixieren der Drehversatz-Winkelposition sowie zur axialen Positionierung Elemente jeder Lager- und Formschlussverbindung eingerichtet werden, die die Steuerhülse 51 und das Aufnahmeteilgehäuse 61 koaxial in loser, freier Verbindung lagert und in definierten Positionen drehfest und axial nur mittels Formschluss aneinander festsetzt. Es kommt allgemein darauf an, dass die Lagerung und Verbindung durch eine frei lösbare, insoweit lose Passung gebildet ist, die frei von Kraft- oder Reibschluss ist. Zum Beispiel kann die drehfeste Verbindung mehrere beschriebene Sekantenverbindungen oder Formflächen eines Polygonzuges aufweisen. Allgemein kann die Steck-Formschlussverbindung durch konkave/konvexe Konturpassungen gebildet sein, die die drehfeste Verbindung mit dem definierten Drehversatz herstellen.

Ein Beispiel für eine Steck-Formschlussverbindung, die eine kurvenförmige Konturpassung aufweist, geht aus Fig. 7A, 7B hervor. Fig. 7B zeigt die Vorderansicht einer Steuerhülse 51 ', die in Fig. 7B im Schnitt A-A zu sehen ist. Anstelle der gemäß Fig. 4 für die Trapez/Sekanten-Passung (Steckelementpaar 82) eingerichteten Steuerhülse ist die Steuerhülse 51 ' gemäß Fig. 7A, 7B mit im Umfangsabstand von 180° angeordneten Steckelementen vorgesehen. Die Steckelemente sind durch stufige Hülsensteckränder 822' mit gegenüberliegenden konvexen Form-Vorsprüngen gebildet. Die Außenkontur des Hülsensteckrandes 822' ist ovalähnlich mit einem kleinen Durchmesser H1 , der dem Innendurchmesser eines rohrförmigen Aufnahmeteilgehäuses 61 entspricht, sowie mit einem die Ausformung bestimmenden größeren Durchmesser H2. Die Hülsensteckränder 822' weisen entsprechend geformte radiale Kragenränder 823' auf. Das nicht dargestellte zugehörige Aufnahmeteilgehäuse 61 weist eine korrespondierende konkave Kurvenkontur des Steckmundes des Gehäusesteckrandes 812 auf. Im Übrigen ist die Steuerhülse 51 ' gemäß Fig. 7A, 7B sowie die Steuerhülse 51 gemäß Fig. 4 gestaltet und eingerichtet.

Es ist weiterhin erfindungswesentlich, dass mit der definierten Drehversatz- Winkelposition der Steck-Formschlussverbindung 8 der Ventil-Schließposition 401 zugeordnete Kuppel-Anschlusspositionen der Anschlusselemente 28, 66 sowie Anfangspositionen der Steuerelemente 55 in der Führungskulisse 53 eingerichtet und bestimmt sind. Mit dem erfindungsgemäß einfachen definierten Drehversatz zwischen der Steuerhülse 51 und dem Aufnahmeteilgehäuse 61 werden sämtliche Bauteile des Trockenkupplungs-Aufnahmeteils 6 zum Fertigen desselben sowie zum Kuppeln mit einem zugehörigen Steckteil 7 der Trockenkupplung 100 zugeordnet und präzise in die erforderlichen Positionen gesetzt.

Im Ausführungsbeispiel bilden die Anschlusselemente 28, 66 in ihren Kuppel- Anschlusspositionen drei Anschlusspaare, in denen die Anschlusselemente 28, 66 axial miteinander fluchten (Fig. 3). Wie aus Fig. 1 A, 2A ersichtlich, wird der Führungs- Sitzring 2 im Aufnahmeteilgehäuse 61 zwischen den Anschlusselementen 66 und dem Sitzring-Federelement 65 gefangen gehalten. Der definierte Drehversatz zwischen dem Aufnahmeteilgehäuse 61 und der Steuerhülse 51 ist so gewählt, dass die Steuerelemente 55 zugehörig zu den Kuppel-Anschlusspositionen zum Kuppeln und Entkuppeln der beiden Kupplungshälften der Trockenkupplung 100 in Steuerelement- Anfangspositionen an den inneren Steuerkurvenenden 56 einfassen. Die in Fig. 3 zu sehenden Steuerelemente 55 befinden sich in dieser Position. Die Steuerelemente 55 fassen in die Steuerkurven-Raststellen 560 der in Fig. 3 nicht dargestellten Steuerhülse 51 ein. Die Ventil-Baueinheit 1 , wie sie in Fig. 8A, 8B dargestellt ist, ist ein vorgefertigtes Bauteil. Die Ventil-Baueinheit 1 umfasst den Führungs-Sitzring 2 mit der Sitzring-Innenwand 21 und den Ventilkörper 3. Der Ventilkörper 3 umfasst den Ventilkopf 31 , einen Ventilfuß 32 sowie einen Ventilstegteil 33, der den Ventilkopf 31 und den Ventilfuß 32 miteinander verbindet und axial beabstandet. Ein Führungs-Radiallager 25 lagert den Ventilstegteil 33 an der Sitzring-Innenwand 21 derart, dass der Ventilkörper 3 entlang einer zentralen Körperachse 10 der Ventil-Baueinheit 1 zur translatorischen Verstellbewegung axial gleitbewegbar ist. An einem ersten, vorderen Sitzringende 23 ist der Ventilsitz 41 ausgebildet. Erste Lagerelemente 26, die an der Sitzring-Innenwand 21 hervorstehen, und zweite Lagerelemente 34, die an dem Ventilstegteil 33 ausgebildet sind, fassen korrespondierend axial und radial ineinander und bilden dadurch in

Überlappungsverbindung einen Lagersitz. Die korrespondierenden Lagerelemente 26, 34 sind durch Lagerelementpaare gebildet, die jeweils ein nasenförmiges Lagerelement 260 mit U-förmiger Ausnehmung und ein schienenförmiges Lagerelement 340 aufweisen.

Die Ventil-Baueinheit 1 wird zur Montage mit an den Ventilfuß 32 angesetzten Steuerelementen 55 in das Aufnahmeteilgehäuse 61 eingesetzt, wobei die Steuer-elemente 55 in Axialrichtung in die axialen Kulissenöffnungen 531 einführbar sind. Bei diesem Vorgang muss der Außenrand 29 des Führungs-Sitzrings 2 die Gehäuse-Anschluss- elemente 66 passieren. Dies gelingt im Ausführungsbeispiel dadurch, dass in den Außenrand 29 drei Randausnehmungen 27 eingebracht sind, die den Sitzring-Anschlusselementen 28 zugeordnet sind. Die Randausnehmungen 27 befinden sich von den Anschlusselementen 28 in einem Umfangsabstand, der dem Umfangsabstand der axialen Kulissenöffnungen 531 von den Steuerkurven-Raststellen 570 entspricht. Die beiden Lagerelement-Paare sind im Umfangsabstand von 180° angeordnet, wobei an der Sitzring-Innenwand 21 die nasenförmigen Lagerelemente 260 gegenüberliegend hervorstehen und die schienenförmigen Lagerelemente 340 Lagerränder 341 sind, die an dem Ventilstegteil 33 ausgebildet sind. In einer zu dem Lagersitz gehören- den Lagersitz-Lagerebene LA fallen eine axiale Sitzring-Lagerebene SA, in der die nasenförmigen Lagerelemente 260 liegen, und eine axiale Ventilkörper-Lagerebene VA, in der die schienenförmigen Lagerelemente 340 liegen, zusammen.

Das Fußquerelement 320 ist wie das Ventilstegteil 33 in der Lagersitz-Lagerebene LA der schienenförmigen Lagerelemente 340 angeordnet und ausgerichtet und weist einen Fuß-Querdurchmesser DF auf, der größer als ein Lagerinnendurchmesser DL ist, der durch den radialen, diagonalen freien Abstand der ersten Lagerelemente 260 bestimmt ist. Im Ausführungsbeispiel ist auch ein radialer Querdurchmesser DS des Ventilstegteils 33 gleich dem Fuß-Querdurchmesser DF. Der Querdurchmesser DS ist das Abstandsmaß zwischen den Lagerrändern 341 . Es entspricht dem korrespondierenden Abstandsmaß zwischen den Stegen von U-förmigen Gleitaufnahmen 261 , die die ersten Lagerelemente 26 insbesondere in Form von Gleitschuhen 262 bilden können. Wie insbesondere anhand der Fig. 3, insbesondere in Verbindung mit Fig. 8A, 8B deutlich wird, liegen die Lagerelemente 26, 34 bzw. die Lagersitz-Lagerebene LA des Führungs-Radiallagers 25 in der einen Flucht-Axialebene FA, in der im Ausführungsbeispiel auch ein Paar der Anschlusselemente 28, 66 liegt. Man erkennt, dass allgemein auch die Ausrichtung des Ventilkörpers 3 in Korrespondenz mit dem ihn lagernden Führungs-Radiallager 25 durch den definierten Drehversatz eingerichtet wird. Im Ausführungsbeispiel befinden sich die Steuerelemente 55 in den axialen Kulissenöffnungen 531 , wenn sich der Ventilkörper 3 nahezu in der maximalen Ventil- Öffnungsposition 402 befindet, zu der die Steuerkurven-Raststelle 570 gehört. Allgemein ist es wesentlich, dass der Drehversatz zwischen der Steuerhülse 51 und dem Aufnahmeteilgehäuse 61 mit dem zugehörigen Umfangsabstand bzw. Winkel eingerichtete Positionen eines jeden Steuerelements 55 und von Anschlusselementen 28, 66 und insbesondere auch von Lagerelementen eines Führungs-Radiallagers der Ventileinrichtung 1 definiert. Diese Positionen sind im Ausführungsbeispiel durch die Positionen der inneren Steuerkurvenenden 56 und der äußeren Steuerkurvenenden 57 der Steuerkurven 530 bestimmt. Dem Drehversatz können auch andere zu definierende Positionen, z.B. Durchgangspositionen der Steuerelemente 55 entlang der Steuerkurven 530 und/oder Positionen der Anschlusselemente zugeordnet werden.

Wie aus Fig. 8A, 8B und 9A, 9B hervorgeht, ist eine Schlüsselverbindung des

Führungs-Radiallagers 25 zwischen den nasenförmigen Lagerelementen 260 und den schienenförmigen Lagerelementen 340 eingerichtet. Montageausnehmungen 35 sind zur Montage und Demontage der Ventil-Baueinheit 1 durch relative Drehverstellung und Axialverstellung zwischen dem Führungs-Sitzring 2 und dem Ventilkörper 3 mit den zugehörigen nasenförmigen, allgemein formgleichen Lagerelementen 260 in deckungsgleiche freie Montagepositionen setzbar. In diesen Positionen fallen eine

Radialebene SR, in der die ersten Lagerelemente 26 liegen, und eine Radialebene VR, in der sich die Montageausnehmungen 35 befinden, zusammen. Die Dimensionierung des Ventilstegteils 33 ist so, dass der axiale Hub, der zum Öffnen des Aufnahmeteil- Ventils 4 vorgesehen wird, kleiner ist als der maximale Abstand zwischen den

Radialebenen SR, VR (Fig. 8A). Die Montageausnehmungen 35 sind zwischen dem Ventilfuß 32 und dem Ventilstegteil 33 am rückseitigen Ende der Lagerelemente 340 angeordnet.

Auf dem Weg über die Montagepositionen sind die nasenförmigen Lagerelemente 260 mit den U-förmigen Ausnehmungen und die schienenförmigen Lagerelemente 340 axial in die Überlappungsverbindung setzbar bzw. aus dieser herausführbar. Jedes nasenförmige Lagerelement 260 ist durch relativen Drehversatz zwischen dem Führungs-Sitzring 2 und dem Ventilkörper 3 in die Montageausnehmung 35 hineinbewegbar bzw. aus ihr herausbewegbar. Außerhalb der Deckungsposition liegen die nasen- förmigen Lagerelemente 260 und die schienenförmigen Lagerelemente 340 in zwei unterschiedlichen Axialebenen. Das heißt, dass die axiale Sitzring-Lagerebene SA, in der die nasenförmigen Lagerelemente 260 liegen, mit der axialen Ventilkörper- Lagerebene VA, in der die schienenförmigen Lagerelemente 340 liegen, nicht mehr zusammenfallen. Wie in den Figuren dargestellt, kann die Ventil-Baueinheit 1 vorteilhaft aus dem Führungs-Sitzring 2 und einem einstückig ausgebildeten

Ventilkörper 3 zusammengesetzt werden.