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Patent Searching and Data


Title:
DRYING APPARATUS CONTAINING AN ALUMINOPHOSPHATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/154530
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to apparatus comprising an aluminophosphate with heat management for more efficient drying of objects and instruments. The present invention further relates to a drying process for obtaining dried objects and instruments and also to a process for regeneration by desorption of water from water-containing aluminophosphate.

Inventors:
TISSLER, Arno (Isarstrasse 23, Tegernheim, 93105, DE)
SAUERBECK, Silke (Gutenbergstrasse 2, Bruckmühl, 83052, DE)
KURZHALS, Rolf (Kastanienweg 67, Queis, 06188, DE)
Application Number:
EP2011/059705
Publication Date:
December 15, 2011
Filing Date:
June 10, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SÜD-CHEMIE AG (Lenbachplatz 6, München, 80333, DE)
TISSLER, Arno (Isarstrasse 23, Tegernheim, 93105, DE)
SAUERBECK, Silke (Gutenbergstrasse 2, Bruckmühl, 83052, DE)
KURZHALS, Rolf (Kastanienweg 67, Queis, 06188, DE)
International Classes:
C01B37/08; A47L15/48; B01D53/26; B01J20/18; B01J20/28; B01J20/34
Attorney, Agent or Firm:
STOLMÁR SCHEELE & PARTNER (Blumenstrasse 17, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Trocknungsvorrichtung mit Wärmemanagement, umfassend einen Adsorptionsbehälter mit einem Alumo-Phosphat als Adsorptionsmittel .

2. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Alumo-Phosphat ein regenerierbares Silico-Alumo-Phosphat (SAPO) ist.

3. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Silico-Alumo-Phosphat ein mikroporöses Silico-Alumo-Phosphat (SAPO) des Typs SAPO- 5, SAPO-8, SAPO-11, SAPO-16, SAPO-17, SAPO-18, SAPO-20, SAPO-31, SAPO-34, SAPO-35, SAPO-36, SAPO-37, SAPO-40, SAPO-41, SAPO-42, SAPO-44, SAPO-47, SAPO-56 ist.

4. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Silico-Alumo-Phosphat mindestens ein weiteres Metall ausgewählt aus Silizium, Titan, Eisen, Mangan, Kobalt, Kupfer, Chrom, Zink und Nickel enthält.

5. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Alumo-Phosphat weiter mindestens ein Metall oder Halbmetall ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Silizium, Titan, Eisen, Mangan, Kupfer, Chrom, Zink, Kobalt und Nickel enthält.

6. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, in der das Alumo-Phosphat als Festbett oder lose Materialschüttung vorliegt.

7. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Alumo-Phosphat als loses binderhaltiges oder binderfreies Granulat vorliegt Granulat vorliegt.

8. Trocknungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in der das Alumo-Phosphat in einer Beschichtung auf einem Formkörper vorliegt. 9. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorstehenden

Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Aufnahmeraum für zu trocknende Gegenstände und Geräte enthalten ist. 10. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Aufnahmeraum mindestens zwei miteinander verbundene Aufnahmeräume umfasst, von denen mindestens einer einen

Adsorptionsbehälter umfasst.

11. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 10, mit einer Heizvorrichtung.

12. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11, weiter umfassend ein Gebläse zur

Erzeugung einer Luftströmung.

13. Trocknungsvorrichtung, nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Aufnahmeraum Überdruck oder Unterdruck herrscht.

14. Trocknungsvorrichtung, nach einem der Ansprüche 1 bis 13, die eine Geschirrspülmaschine oder ein Wäschetrockner ist.

15. Verfahren zur Trocknung von Gegenständen und Geräten mit Restfeuchte unter Verwendung einer Trocknungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 14, umfassend die Schritte des a) BereitStellens von zu trocknenden Gegenständen mit Restfeuchte,

b) Adsorbierens von Restfeuchte durch das Alumo- Phosphat in der Adsorptionsvorrichtung, unter Erhalt von wasserhaltigem Alumo-Phosphat,

c) Erhaltens von getrockneten Gegenständen.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass vom Alumo-Phosphat zwischen 5 % bis 30 % der anhaftenden Restfeuchte reversibel adsorbiert werden.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Alumo-Phosphat in einer Gewichtsmenge von 0,1 kg bis 10 kg eingesetzt wird.

18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerieren des Alumo-Phosphats unter Nutzung der Restwärme in der Trocknungsvorrichtung erfolgt, umfassend die Schritte des a) Regenerierens des wasserhaltigen Alumo-Phosphats durch eine Wärmebehandlung,

b) Erhaltens von regeneriertem Alumo-Phosphat in der Adsorptionsvorrichtung und wasserhaltiger Luft, c) Abtransportierens der wasserhaltigen Luft mittels Luftströmung .

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung bei 50 °C bis 100 °C durchgeführt wird .

Description:
Trocknungsvorrichtung enthaltend ein Alumo-Phosphat

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung mit Wärmemanagement umfassend ein Alumo-Phosphat als Adsorptionsmittel zur energetisch verbesserten Trocknung von Gegenständen und Geräten.

Weiter betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Befreiung von Gegenständen und Geräten von Restfeuchte, sowie ein Verfahren zur Regeneration eines wasserhaltigen Alumo- Phosphats .

Zeolithe zu denen auch die Alumo-Phosphate gezählt werden, bilden eine strukturell vielfältige Familie aus komplex aufgebauten Silikat-Mineralien. Sie kommen natürlich vor, werden aber auch synthetisch hergestellt. Die Minerale dieser Gruppe können je nach Strukturtyp etwa bis zu 40 Prozent des Trockengewichtes an Wasser speichern, das beim Erhitzen auf 350 bis 400 °C wieder abgegeben wird. Durch die Regeneration wird Material erhalten, das erneut zur Trocknung eingesetzt werden kann.

Strukturelle Vielfalt und gutes Adsorptionsvermögen zeigen jedoch nicht nur Alumo-Silikat-Zeolithe, sondern auch die Gruppe der Alumo-Phosphate. Strukturen dieser Gruppe werden gemäß der „Structure Commission of the International Zeolite Association" aufgrund ihrer Porengrößen entsprechend den IUPAC-Regeln (International Union of Pure and Applied Chemistry) eingeteilt. Als mikroporöse Verbindungen weisen sie Porengrößen von 0,3 nm bis 0,8 nm auf. Die Kristallstruktur und damit die Größe der gebildeten Poren und Kanäle wird durch Syntheseparameter wie pH, Druck und Temperatur gesteuert. Weitere Faktoren wie die Verwendung von Templaten bei der Synthese, sowie das Al/P/ ( Si ) -Verhältnis bestimmen zusätzlich die resultierende Porosität. Sie kristallisieren in mehr als zweihundert verschiedenen Varianten, in mehr als zwei Dutzend verschiedenen Strukturen, die unterschiedliche Poren, Kanäle und Hohlräume aufweisen.

Alumo-Phosphate sind aufgrund der ausgeglichenen Anzahl an Aluminium- und Phosphoratomen ladungsneutral. Durch isomorphen Austausch von Phosphor durch Silizium entstehen Silico-Alumo- Phosphate (SAPO). Durch den Austausch entstehen überzählige negative Ladungen, die durch Einlagerung von zusätzlichen Kationen in das Poren- und Kanalsystem ausgeglichen werden. Der Grad der Phosphor-Silizium-Substitution bestimmt so die Anzahl der zum Ausgleich benötigten Kationen, und somit die maximale Beladung der Verbindung mit positiv geladenen Kationen, z.B. Wasserstoff- oder Metallionen. Durch die Einlagerung der Kationen können die Eigenschaften der Silico- Alumo-Phosphate (SAPO) eingestellt und verändert werden.

Die Gerüststrukturen der Alumo-Phosphate sind aus regelmäßigen, dreidimensionalen Raumnetzwerken mit charakteristischen Poren und Kanälen aufgebaut, die ein-, zwei- oder dreidimensional miteinander verknüpft sein können. Die vorstehend erwähnten Strukturen entstehen aus eckenverknüpften Tetraederbausteinen (A10 4 , P0 4 , ggf. Si0 4 ) , bestehend aus jeweils vierfach von Sauerstoff koordiniertem Aluminium und Phosphor, sowie ggf. Silizium. Die Tetraeder werden als primäre Baueinheiten bezeichnet, deren Verknüpfung zur Bildung von sekundären Baueinheiten führt. Alumo-Phosphate und Silico-Alumo-Phosphate werden typischerweise mittels Hydrothermal-Synthese erhalten, ausgehend von reaktiven Alumo-Phosphat-Gelen, oder den einzelnen AI, P, und ggf. Si-Komponenten, welche in stöchiometrischem Verhältnissen eingesetzt werden. Die Kristallisation der erhaltenen Alumo-Phosphate wird mittels Zugabe von strukturdirigierenden Templaten,

Kristallisationskeimen oder Elementen erreicht (siehe z.B. die DE 102009034850.6) .

Eingesetzt werden Alumo-Phosphate gerne in

Dehydrierungsreaktionen (EP 2 022 565 AI) aufgrund ihrer guten wasseranziehenden Eigenschaften und ihrer hohen

Adsorptionsfähigkeit .

Die Adsorptionsfähigkeit der Alumo-Phosphate ist aufgrund der mikroporösen Gerüststruktur besonders gut. An der großen Oberfläche können viele Moleküle adsorbiert werden. Treffen Wassermoleküle auf die Oberfläche des Alumo-Phosphats , werden diese adsorbiert. Es erfolgt eine exotherme Anlagerung an der Oberfläche, unter Abgabe der kinetischen Energie der Wassermoleküle sowie ihrer Adsorptionsenergie, die in Form von Adsorptionswärme frei wird. Die Adsorption ist reversibel. Die Desorption stellt dabei den umgekehrten Prozess dar. Allgemein liegen Adsorption und Desorption in einem konkurrierenden Gleichgewicht vor, das durch Temperatur und Druck gesteuert werden kann.

Aufgrund ihrer geringen Toxizität und ihrer leichten Handhabung werden Zeolithe im alltäglichen Leben in verschiedenen Bereichen zur Trocknung eingesetzt.

Aus dem Stand der Technik sind Zeolithe aufgrund ihrer wasseranziehenden Eigenschaften bekannt. Sie werden zur Trocknung von Lösungen oder zur Entfeuchtung von geschlossenen Räumen eingesetzt, sowie zum Trocknen von Textilien nach einem Waschvorgang oder von Geschirr in Geschirrspülmaschinen.

Zeolithe unterstützen die Trocknung von Textilien, da üblicherweise deren Trocknung bei niedrigen Temperaturen und geringer Bewegung der feuchten Textilien erfolgt. Zu hohe Temperaturen führen dazu, dass empfindliches Gewebe schrumpfen kann und unbrauchbar wird. Alternativen bietet die statische Durchführung des Trockenvorgangs wodurch jedoch die Trocknungsdauer erhöht wird, da den Textilien das enthaltene Wasser nur oberflächlich entzogen werden kann.

Die Trocknung von Geschirr in Geschirrspülmaschinen soll idealerweise möglichst gleichmäßig erfolgen, da sonst unerwünschte Wasserflecken entstehen können. Insbesondere in der Gastronomie und im Haushalt führt dies zu unbefriedigenden optischen Ergebnissen und erfordert häufig ein Nachbearbeiten von Geschirr, Gläsern und Besteck.

Daher wird versucht, den Vorgang des Trocknens zu optimieren, z.B. durch die Verwendung von besseren Geschirrspülmitteln mit Perleffekt oder einer stärkeren Wasserentfernung aus den Textilien, bereits in der Waschmaschine, was durch höhere Umdrehungszahlen beim Schleudern erreicht werden kann. Diese können jedoch nicht beliebig erhöht werden. Die Erhöhung der Umdrehungszahlen führt zu einer stärkeren Materialbelastung der Waschmaschine, zu starker Geräuschentwicklung sowie dazu, dass Textilien durch zu starkes Schleudern ihre Form als auch ihre Elastizität verlieren.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Standard-Verfahren zur Trocknung von Gegenständen und Geräten bekannt. Textilien werden meist mittels erwärmter Luftströme unter kontinuierlicher Bewegung getrocknet.

Die WO 2009/010446 offenbart einen Adsorptionstrockner, der unter Verwendung von Unterdruck und einer Wärmevorrichtung zur Trocknung von Textilien eingesetzt wird. Zur Verbesserung der Trocknungswirkung wird zusätzlich ein Zeolith als Adsorptionsmittel eingesetzt. Die zusätzliche Verwendung eines Zeolithen als Adsorptionsmittel zur Feuchtigkeitsentfernung aus den Textilien, ermöglicht eine schnellere Trocknung der Textilien. Dies ist jedoch mit einem höheren Aufwand an Energie verbunden. Zur Regeneration des wasserhaltigen Zeolithen muss dieser erhitzt werden, wodurch zusätzliche Energiekosten anfallen. Die Desorption von Wasser aus der Gerüststruktur des Zeolithen erfolgt anschliessend durch eine längere Behandlung bei hohen Temperaturen von 350 °C bis 400 °C.

Zeolithe können auch in Geschirrspülmaschinen zur besseren Trocknung des Geschirrs eingesetzt werden (DE 20 2208 011 159 Ul). Zur Regeneration des wasserhaltigen Zeolithen unter Desorption des adsorbierten Wassers ist eine Behandlung bei hohen Temperaturen (350 °C bis 400 °C) nötig, die zusätzliche Energiekosten verursacht.

Trotz des Vorteils, dass die Trocknungszeiten von Geschirr und Textilien kürzer sind, ist von Nachteil, dass mehr Energie pro Trocknungsvorgang aufgewendet werden muss. Obwohl die Trocknungswirkung durch die Verwendung von Zeolithen erhöht wird, entstehen jedoch höhere Stromkosten, die durch die energieintensive Regeneration des wasserhaltigen Zeolithen verursacht werden. Dies stellt einen unerwünschten Nebeneffekt dar, der insbesondere in Zeiten des Energiesparens nicht erwünscht ist. Aus dem Stand der Technik sind somit keine energieeffizienten Trocknungsvorrichtungen oder Verfahren bekannt, die eine energie- und kostenreduzierte, sowie effiziente, gleichmäßige und schonende Trocknung von Gegenständen und Geräten ermöglichen. Dabei stellt die energieeffiziente Regeneration des Adsorptionsmittels zur Desorption des adsorbierten Wassers eine besondere Herausforderung dar, deren Lösung aus dem Stand der Technik bislang nicht bekannt ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine Trocknungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die unter Verwendung eines energieeffizienten Trocknungsverfahrens eine energie- und kostenreduzierte, sowie effiziente, zeitsparende, gleichmäßige und schonende Trocknung von Gegenständen und Geräten ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine

Trocknungsvorrichtung mit Wärmemanagement gelöst, umfassend einen Adsorptionsbehälter enthaltend ein ( Silico- ) Alumo- Phosphat als Adsorptionsmittel.

Unter „Wärmemanagement" wird erfindungsgemäß ein Ausnutzen von Restwärme verstanden. Dies kann beispielsweise nach einem Spülvorgang in einer Spülmaschine erfolgen, oder in einer Trocknungsvorrichtung, wie beispielsweise einem

Wäschetrockner. Die Nutzung der Restwärme dient der Regeneration des wasserhaltigen Alumo-Phosphats , das nach Desorption wieder einsatzfähig wird.

Unter „Wärmemanagement" wird weiter verstanden, dass durch das Ausnutzen von Restwärme die Regeneration des wasserhaltigen Alumo-Phosphats erleichtert wird. Durch die Restwärme desorbiert bereits ein Teil des adsorbierten Wassers aus dem vorgewärmten wasserhaltigen Alumo-Phosphat . Das restliche adsorbierte Wasser kann durch geringe Wärmeaufwendung entfernt werden, wodurch die Energiekosten niedrig gehalten werden. Weiter wird unter „Wärmemanagement" verstanden, dass erwärmte, Restfeuchte enthaltende Luftströme bereits das wasserhaltige Adsorptionsmittel regenerieren können. Diese Restfeuchte enthaltenden Luftströme, die aus dem Aufnahmeraum, der Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte enthält, zur Adsorptionsvorrichtung geleitet werden, erwärmen das Adsorptionsmittel, das die Restfeuchte aus den Luftströmen aufnimmt, und gleichzeitig durch die Wärme regeneriert wird.

Unter dem Begriff „Wärmemanagement" wird erfindungsgemäß auch die Nutzung der Adsorptionswärme eines Adsorptionsmittels verstanden, die durch die Adsorption von Wasser an einer Oberfläche entsteht. Diese Adsorptionswärme wird in Form von Wärme frei, und kann dazu genutzt werden, um in thermischem Kontakt dazu stehende Aufnahmeräume, Kammern, Reaktoren, Gegenstände, oder Geräte von Restfeuchte zu befreien. Diese werden durch die Adsorptionswärme vorgewärmt und können so leichter von Restfeuchte befreit werden. Die Adsorptionswärme kann auch dazu genutzt werden um Flüssigkeiten, z.B. Betriebsflüssigkeiten, wie Spülwasser in Geschirrspülmaschinen zu erwärmen. Dies führt vorteilhafterweise dazu, dass die Energiekosten gesenkt werden können.

Der vorliegend verwendete Begriff „Wärmemanagement" umfasst weiter die Nutzung der Adsorptionswärme einer in Adsorption befindlichen Trockenvorrichtung für die Vorwärmung von Betriebsflüssigkeiten. Die Wärmeabgabe erfolgt durch direkten thermischen Kontakt des Adsorptionsbehälters mit dem Betriebsflüssigkeiten enthaltenden Behälter, wodurch ein thermischer Austausch garantiert wird. Dies kann besonders vorteilhaft in Spülmaschinen zur Erwärmung von Spülwasser o.ä. erfolgen.

Ebenso wird unter „Wärmemanagement" die Nutzung der Adsorptionswärme zur Vorwärmung von trockenen Luftströmen oder Trägergasströmen verstanden, z.B. von Luftströmen in Wäschetrocknern. Durch das Ausnutzen der Adsorptionswärme kann daher das Trocknen der Gegenstände und Geräte noch leichter und schneller erfolgen.

Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung weist gegenüber den Trocknungsgeräten aus dem Stand der Technik den Vorteil auf, dass energie- und kostenreduziert, sowie effizient, zeitsparend, gleichmäßig und schonend, unter Verwendung eines energieeffizienten Trocknungsverfahrens Gegenstände und Geräte von Restfeuchte befreit werden können.

Es wurde überraschenderweise gefunden, dass sich Alumo- Phosphate für den Einsatz als Adsorptionsmittel für die Trocknung von Gegenständen und Geräten eignen. Aufgrund ihrer guten Adsorptionsfähigkeit von Wasser können Alumo-Phosphate sehr gut als Adsorptionsmittel zur Entfernung von Restfeuchte aus Gegenständen und Geräten eingesetzt werden. Da die Adsorptionsfähigkeit um ein Vielfaches höher ist als die Adsorptionsfähigkeit von Zeolithen, kann die Menge an benötigtem Adsorptionsmittel bei gleicher Adsorptionsfähigkeit verringert werden.

Unter „Regenerieren" wird erfindungsgemäß die Rückgewinnung von einsatzfähigem Adsorptionsmittel verstanden, ausgehend von wasserhaltigem Adsorptionsmittel. Das wasserhaltige Alumo- Phosphat wird durch das Einwirken von Wärme wieder einsatzfähig. Das adsorbierte Wasser wird unter Desorption entfernt, und das Adsorptionsmittel so rückgewonnen. Überraschenderweise können Alumo-Phosphate, die in einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung eingesetzt werden, bereits bei einer geringen Desorptionstemperatur von 20 °C bis 150 °C wieder regeneriert werden. Durch ihre geringere Desorptionstemperatur im Vergleich zu Zeolithen, können die Energiekosten die für die Regeneration des Adsorptionsmittels bisher entstanden gesenkt werden.

Von besonderem Vorteil ist, dass das Alumo-Phosphat bereits bei geringen Temperaturen von 20 °C bis 150 °C, bevorzugt 50 °C bis 100 °C, bevorzugt bis 70 °C regeneriert werden kann. Dadurch können die Energiekosten für die Regeneration des Alumo-Phosphats sehr gering gehalten werden.

Erfindungsgemäß umfasst das Trocknungsverfahren ein Verfahren zur Regeneration von wasserhaltigem Alumo-Phosphat in der Trocknungsvorrichtung unter Nutzung von Wärmemanagement, umfassend die Schritte des a) Regenerierens des wasserhaltigen Alumo-Phosphats mittels einer Wärmebehandlung,

b) Erhaltens von regeneriertem Alumo-Phosphat in der Adsorptionsvorrichtung und wasserhaltiger Luft, c) Abtransportierens der wasserhaltigen Luft mittels Luftströmung .

Nach der Regeneration kann das Alumo-Phosphat erneut im erfindungsgemäßen Trocknungsverfahren eingesetzt werden.

Überraschenderweise können Alumo-Phosphate als

Wärmemanagement-Materialien zur Adsorption von Wasser eingesetzt werden, da bereits aufgrund von Restwärme in den erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtungen mittels vorgewärmten Luftstroms eine Regeneration erfolgt. Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung stellt auch nach dem Trocknungsvorgang ausreichend Wärme zur Verfügung, so dass das wasserhaltige Alumo-Phosphat noch mittels der warmen Luftströme regeneriert werden kann.

Somit erfolgt eine erleichterte und schnellere Regeneration des wasserhaltigen Alumo-Phosphats durch die Nutzung der in der Trocknungsvorrichtung vorherrschenden Temperaturen. Erfindungsgemäß wird somit heisse, Restfeuchte enthaltende Luft mittels Luftstrom zum Adsorptionsmittel geführt. Gleichzeitig wird so das Alumo-Phosphat aufgewärmt und kann durch eine Wärmebehandlung bei relativ niedrigen Temperaturen im Bereich von 50 °C bis 100 °C regeneriert werden. Dies spart Energie, Stromkosten und Zeit, und führt zu einer besonders effizienten Trocknung von Gegenständen und Geräten, da das Adsorptionsmittel bereits nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit ist.

Zur Regeneration des wasserhaltigen Alumo-Phosphats ist eine Wärmebehandlung nötig. Die zur Regeneration benötigten Temperaturen liegen dabei in einem Bereich von 50 °C bis 100 °C, so dass das wasserhaltige Adsorptionsmittel bereits mit feuchter, erwärmter Luft (mit bis zu 63 % Luftfeuchtigkeit) regeneriert werden kann.

Durch den Einsatz des Adsorptionsmittels werden die Gegenstände und Geräte besonders gleichmäßig von Restfeuchte befreit, da die Feuchtigkeit aus dem Aufnahmeraum, der die Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte enthält, sofort durch das Adsorptionsmittel aufgenommen wird, und anschließend mittels Luftstrom aus der Trocknungsvorrichtung transportiert wird . Erfindungsgemäß kann die durch das Adsorptionsmittel getrocknete Luft wieder in den Aufnahmeraum zurück geleitet werden, um dort erneut Feuchtigkeit aufzunehmen. In der Adsorptionsvorrichtung nimmt das Adsorptionsmittel

Feuchtigkeit auf und gibt gleichzeitig Adsorptionsenergie in Form von Wärme ab. Somit wird die Luft nicht nur getrocknet, sondern zusätzlich auch noch erwärmt. Dabei ist besonders von Vorteil, dass diese getrocknete, vorgewärmte Luft im Aufnahmeraum mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, da sie noch trockener als die „Ausgangs"-Luft ist.

Bevorzugt wird als Adsorptionsmittel ein Alumo-Phosphat eingesetzt, das ein regenerierbares Silico-Alumo-Phosphat (SAPO) ist. Durch die Substitution von Phosphor gegen Silizium verbessert sich die Adsorptionseigenschaft und es kann noch mehr Wasser bei gleicher Menge an Adsorptionsmittel adsorbiert werden .

Regenerierbar heißt, dass das wasserhaltige Adsorptionsmittel reversibel das adsorbierte Wasser unter Wärme abgibt. Dadurch wird das Alumo-Phosphat, oder Silico-Alumo-Phosphat zurückgewonnen, und kann erneut zur Trocknung eingesetzt werden .

Unter Alumo-Phosphaten (allgemeine Formel (AIPO 4 -/) ) werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung mikroporöse Alumo-Phosphate verstanden .

Unter dem Begriff Alumo-Phosphat wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung, gemäß der Definition der International Mineralogical Association (D.S. Coombs et al . , Can. Mineralogist, 35, 1997, 1571) eine kristalline Substanz aus der Gruppe der Aluminiumphosphate mit Raumnetzstruktur verstanden. Vorliegende Alumo-Phosphate kristallisieren bevorzugt in der CHA-Struktur (Chabazite) , und werden nach IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) und der „Structure Commission of the International Zeolite Association" aufgrund ihrer Porengröße eingeteilt. Die dreidimensionale Struktur weist ringförmige 8-er Baueinheiten auf, sowie einfach und doppelt gebundene 6-er Ringe, die zu regelmäßigen, dreidimensionalen Raumnetzwerken verbunden sind. Die Raumnetzstruktur weist charakteristische Poren und Kanäle auf, die wieder über die eckenverknüpfte Tetraeder (A10 4 , Si0 4 , P0 4 ) ein-, zwei- oder dreidimensional miteinander verbunden sein können. Die Al/P/Si-Tetraeder werden als primäre Baueinheiten bezeichnet, deren Verknüpfung zur Bildung von sekundären Baueinheiten führt.

Ausgehend von Alumo-Phosphaten werden durch isomorphen Austausch von Phosphor mit beispielsweise Silizium sogenannte Silico-Alumo-Phosphate erhalten, die der allgemeinen Formel (Si x Al y P z )C>2 (wasserfrei) entsprechen.

Besonders geeignet sind Alumo-Phosphate, die einen teilweisen Ersatz von Phosphor durch Silizium aufweisen, mit einem Si / (AI, P) -Verhältnis von 0,01 : 1 bis 0,5 : 1, bevorzugt von 0,02 : 1 bis 0,1 : 1.

In einer Ausführungsform der Erfindung können mikroporöse Silico-Alumo-Phosphate (SAPO) des folgenden Typs eingesetzt werden, SAPO-5, SAPO-8, SAPO-11, SAPO-16, SAPO-17, SAPO-18, SAPO-20, SAPO-31, SAPO-34, SAPO-35, SAPO-36, SAPO-37, SAPO-40, SAPO-41, SAPO-42, SAPO-44, SAPO-47, SAPO-56.

Besonders bevorzugt werden SAPO-5, SAPO-11 oder SAPO-34 eingesetzt . Besonders geeignet sind SAPO-5, SAPO-11 und SAPO-34 aufgrund ihrer guten Eigenschaften als Adsorptionsmittel und der geringen Regenerationstemperatur. Erfindungsgemäß eignet sich besonders der Einsatz von mikroporösen Alumo-Phosphaten mit CHA-Struktur .

Neben Silizium können die erfindungsgemäßen Alumo-Phosphate auch andere Metalle aufweisen. Ein Teil des Phosphors kann auch durch Titan, Eisen, Mangan, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink und / oder Nickel ersetzt werden. Diese werden üblicherweise als SiAPOs, FeAPOs, TiAPOs, MnAPOs, CuAPOs, CoAPOs, CrAPOs, ZnAPOs, CoAPOs oder NiAPOs bezeichnet. Besonders geeignet sind die Typen MAPO-5, MAPO-8, MAPO-11, MAPO-16, MAPO-17, MAPO-18, MAPO-20, MAPO-31, MAPO-34, MAPO-35, MAPO-36, MAPO-37, MAPO-40, MAPO-41, MAPO-42, MAPO-44, MAPO-47, MAPO-56 (mit M = Si, Ti, Fe, Mn, Cu, Co, Cr, Zn, Ni) . Besonders bevorzugt MAPO-5, MAPO- 11 und MAPO-34.

Neben Silizium können die erfindungsgemäßen Alumo-Phosphate noch weitere Metalle aufweisen. Als besonders vorteilhaft erweisen sich der Ionenaustausch mit Titan, Eisen, Mangan, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink und Nickel. Besonders geeignet sind TiSAPO, FeSAPO, MnSAPO, CuSAPO, CoSAPO, CrSAPO, ZnSAPO, NiSAPO.

Erfindungsgemäß können die Alumo-Phosphate auch dotiert vorliegen, bei denen Metall im Gerüst eingebaut ist. Als besonders vorteilhaft erweisen sich Dotierungen mit Titan, Eisen, Mangan, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink und Nickel. Besonders geeignet sind FeAPSO, TiAPSO, MnAPSO, CuAPSO, CrAPSO, ZnAPSO, CoAPSO und NiAPSO.

Besonders geeignet sind mikroporöse MAPSOs (M = Ti, Mn, Cu, Cr, Zn, Co, Ni), wie MAPSO-5, MAPSO-8, MAPSO-11, MAPSO-16, MAPSO-17, MAPSO-18, MAPSO-20, MAPSO-31, MAPSO-34, MAPSO-35, MAPSO-36, MAPSO-37, MAPSO-40, MAPSO-41, MAPSO-42, MAPSO-44, MAPSO-47, MAPSO-56.

Besonders bevorzugt werden MAPSO-5, MAPSO-11 oder MAPSO-34 eingesetzt.

Das erfindungsgemäße Alumo-Phosphat kann weiter mindestens ein weiteres Metall enthalten, ausgewählt aus einer Gruppe enthaltend Titan, Eisen, Mangan, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink, und Nickel. Durch den Einbau eines oder mehrerer weiterer Metalle verbessern sich noch die Adsorptionseigenschaften der Alumo-Phosphate . Diese werden üblicherweise als FeAPOs, TiAPOs, MnAPOs, CuAPOs, CoAPOs, CrAPOs, ZnAPOs oder NiAPOs bezeichnet. Besonders geeignet ist FeAPO-5.

Das Alumo-Phosphat wird erfindungsgemäß als Festbett oder lose Materialschüttung eingesetzt. Eine lose Alumo-Phosphat- Schüttung oder im Festbett eingebrachtes Alumo-Phosphat eignet sich besonders, da es leicht in den Adsorptionsbehälter eingebracht werden kann.

Weiter ist von Vorteil, wenn das Alumo-Phosphat in der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung als loses Granulat in Form von Kügelchen, Zylindern, Perlen, Fäden, Stränge, Plättchen, Würfel, oder Agglomeraten vorliegt, da so die adsorptionsfähige Oberfläche des Alumo-Phosphats erhöht ist, was eine besonders effiziente Aufnahme von Feuchtigkeit ermöglicht . Das Alumo-Phosphat kann in der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung als binderhaltiges oder binderfreies Granulat eingesetzt werden, wodurch sich der Einbau in die Trocknungsvorrichtung und das Einbringen in den Adsorptionsbehälter vereinfacht. Vorteilhafterweise kann das Alumo-Phosphat auch in einer Beschichtung auf einem Formkörper vorliegen. Der Formkörper kann dabei jede beliebige geometrische Form annehmen, wie z.B. Hohlkörper, Platten, Netze oder Waben. Die Aufbringung erfolgt üblicherweise als Suspension (Washcoat) oder kann mit jedem weiteren dem Fachmann an sich bekannten Verfahren erfolgen.

Die Verwendung als Formkörper ist von Vorteil, da so das Adsorptionsmittel im Adsorptionsbehälter in der

Adsorptionsvorrichtung platzsparend in die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung integriert werden kann.

Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung weist einen Aufnahmeraum zur Aufnahme von zu trocknenden Gegenständen und Geräten auf, die von Restfeuchte befreit werden sollen.

Der eine Aufnahmeraum der erfindungsgemäßen

Trocknungsvorrichtung umfasst zwei miteinander verbundene Aufnahmeräume, von denen einer eine Adsorptionsvorrichtung umfasst, enthaltend einen Adsorptionsbehälter, enthaltend ein Alumo-Phosphat als Adsorptionsmittel. Die Restfeuchte der zu trocknenden Gegenstände und Geräte wird zu den verbundenen weiteren Aufnahmeräumen mittels eines Luftstroms transportiert und vom Adsorptionsmittel adsorbiert.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Trocknungsvorrichtung einen Aufnahmeraum enthalten, durch den die Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte zur Trocknung transportiert werden können. Dabei wird erfindungsgemäß das Wasser aus der feuchten Luft durch das Adsorptionsmittel aufgenommen, während die getrocknete sowie durch die Adsorptionswärme erwärmte Luft wieder zurück in den Aufnahmeraum geführt wird, um dort erneut Feuchtigkeit aufzunehmen. Durch diese Trocknungsvorrichtung kann besonders schnell und effizient die Trocknung der Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte erfolgen.

Weiter kann die Trocknungsvorrichtung einen weiteren damit verbundenen Aufnahmeraum für Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte enthalten. Durch eine gleichzeitige Nutzung von Zuluft und Abluft kann eine kontinuierliche Trocknung und Beladung der Trocknungsvorrichtung erfolgen. Während im ersten Aufnahmeraum durch einen Luftstrom feuchte Luft zum Adsorptionsmittel geführt wird, kann der weitere Aufnahmeraum beladen werden. Die trockene, vorgewärmte Luft wird zum weiteren Aufnahmeraum geführt, und nimmt dort erneut Feuchtigkeit auf, während der erste Aufnahmeraum entladen und beladen werden kann. Eine derartige Trocknungsvorrichtung ist insbesondere für die Gastronomie von Bedeutung, da hier schnellstmöglich größte Mengen an Geschirr und Besteck getrocknet werden müssen. Um weitere Arbeitsschritte unnötig zu machen, muss die Trocknung gleichmäßig, ohne Wasserflecken o.ä. zu hinterlassen, erfolgen.

Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung enthält weiter eine Heizvorrichtung. Diese dient dazu, dass zur schnelleren Trocknung die Gegenstände und Geräte, die von Restfeuchte zu befreien sind, schneller getrocknet werden können. Die Heizvorrichtung kann zum Aufwärmen der Gegenstände und Geräte eingesetzt werden, und ist vorzugsweise ein Wärmestrahler, ein Heißluftgebläse, ein Infrarotstrahler oder ein

Mikrowellenstrahler .

Dabei kann die Heizvorrichtung auch zeitgesteuert eingesetzt werden, z.B. erst nach einer vorbestimmten Zeit nach Trocknungsbeginn. Weiter kann die Heizvorrichtung so eingestellt werden, dass sie eine fortwährend gleichbleibende Temperatur gewährleistet, unter Vermeidung von Überhitzung der zu trocknenden Gegenstände und Geräte.

Die Leistung der Heizvorrichtung ist dabei so eingestellt, dass erfindungsgemäß die Trocknung schneller abläuft und / oder gegebenenfalls die Regenerierung des Adsorptionsmittels damit durchgeführt werden kann.

Von Vorteil ist, wenn die erfindungsgemäße

Trocknungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Erzeugung von Luftströmen aufweist. Diese Vorrichtung kann ein Gebläse, eine Luftpumpe, ein Kompressor oder ein Verdichter sein, und dient dazu, die feuchte Luft aus dem Aufnahmeraum zu den verbundenen weiteren Aufnahmeräumen zu transportieren und / oder aus der Trocknungsvorrichtung zu transportieren oder zurück in die Aufnahmeräume zu transportieren.

Erfindungsgemäß kann in den Aufnahmeräumen ein Überdruck herrschen. So wird die Feuchtigkeit durch den Luftstrom unter Überdruck zur Adsorptionsvorrichtung geführt, und dort vom Adsorptionsmittel adsorbiert. Gleichzeitig kann aufgrund der Wärme und des leichten Überdrucks des Luftstroms das wasserhaltige Adsorptionsmittel regeneriert werden. Bevorzugt kann ein Heizgebläse eingesetzt werden, das sowohl die Funktion des Heizens, als auch des Erzeugens eines Luftstroms erfüllt.

Erfindungsgemäß kann mit Hilfe des Gebläses oder einer Vakuumvorrichtung auch ein Unterdruck in der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung erzeugt werden. Mittels Unterdruck wird die feuchte Luft noch schneller aus dem Aufnahmeraum entfernt, wodurch das Trocknungsverfahren noch effizienter wird. Desweiteren kann die in der Trocknungsvorrichtung enthaltene Heizvorrichtung dazu genutzt werden, die Gegenstände und Geräte zur erleichterten Trocknung vorzuwärmen, als auch das wasserhaltige Adsorptionsmittel unter Desorption zu regenerieren. Dies kann während des Betriebes unter Abführen des wasserhaltigen Luftstroms aus der Adsorptionsvorrichtung erfolgen, oder nach einem Trocknungsvorgang.

Weiter kann die Regeneration des Adsorptionsmittels direkt vor einem Trocknungsvorgang erfolgen, da so die aufgewendete Restwärme der Regeneration zum vorwärmen der Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte genutzt werden kann, was eine erleichterte Trocknung ermöglicht.

Weiter kann die Regeneration des Adsorptionsmittels bereits vor einem Spülvorgang erfolgen, da so die aufgewendete Energie, die zur Erwärmung des Spülwassers nötig ist, gleichzeitig zur Regeneration des Adsorptionsmittels genutzt werden kann.

Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung kann zur Entfernung von Restfeuchte aus Gegenständen und Geräten auch nach einer Reinigung der Gegenstände und Geräte eingesetzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung eine Geschirrspülmaschine oder ein Wäschetrockner sein, die zur Trocknung und / oder Reinigung von Geschirrgut oder Textilien eingesetzt werden kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird weiter gelöst durch ein Verfahren zur Trocknung von Gegenständen und Geräten mit Restfeuchte unter Verwendung einer Trocknungsvorrichtung umfassend die Schritte des a) Bereit Stellens von zu trocknenden Gegenständen und Geräten mit Restfeuchte,

b) Adsorbierens von Restfeuchte durch das Alumo- Phosphat in der Adsorptionsvorrichtung, unter Erhalt von wasserhaltigem Alumo-Phosphat,

c) Erhaltens von getrockneten Gegenständen.

Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden von Restfeuchte zu befreiende Gegenstände und Geräte in einem Aufnahmeraum bereitgestellt .

Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet einen weiteren Schritt des Adsorbierens von Restfeuchte durch das Alumo- Phosphat, unter Erhalt von wasserhaltigem Alumo-Phosphat.

Erfindungsgemäß kann ein Luftstrom die an den Gegenständen und Geräten anhaftende Restfeuchte aufwirbeln, wodurch diese leichter durch das Alumo-Phosphat adsorbiert werden kann. Dies beschleunigt den Trocknungsvorgang der Gegenstände und Geräte, da das Alumo-Phosphat pro Zeiteinheit mehr Wasser adsorbieren kann .

Die Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte können, falls nötig, durch einen warmen Luftstrom erwärmt werden. Weiter wird durch den warmen Luftstrom die an den Gegenständen und Geräten anhaftende Restfeuchte aus dem Aufnahmeraum zur Adsorptionsvorrichtung geführt, in der das bereitgestellte Alumo-Phosphat die Restfeuchte unter Erhalt von wasserhaltigem Alumo-Phosphat adsorbiert.

Weiter kann erfindungsgemäß die Trocknung der Gegenstände und Geräte mit Restfeuchte unter erneutem Einsetzen der getrockneten Luft erfolgen. Die warme, trockene Luft nimmt im Aufnahmeraum Feuchtigkeit auf, wird zur Adsorptionsvorrichtung geführt, in der die Feuchtigkeit vom Adsorptionsmittel aufgenommen wird. Durch die Adsorption der Feuchtigkeit wird nun Adsorptionswärme frei, die die getrocknete Luft nun aufwärmt. Diese trockene, vorgewärmte Luft wird erneut in den Aufnahmeraum geleitet, in der sie wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. So kann die Trocknung der Gegenstände und Geräte noch effizienter gestaltet werden.

Im erfindungsgemäßen Verfahren beträgt die vom Alumo-Phosphat reversibel adsorbierte Restfeuchte zwischen 5 % bis 30 % der an den zu trocknenden Gegenständen anhaftenden Restfeuchte. Durch die Adsorption der Restfeuchte durch das Alumo-Phosphat wird die Trocknung der Gegenstände und Geräte schneller, effizienter, schonender und gleichmäßiger.

Im erfindungsgemäßen Verfahren wird das Alumo-Phosphat in einer Gewichtsmenge von 0,1 bis 10 kg bevorzugt von 0,3 bis 5 kg und am meisten bevorzugt von 0,5 bis 2,5 kg eingesetzt. Dies ist abhängig von der zu trocknenden Menge an Gegenständen und Geräten. Die Menge des Adsorptionsmittels wird entsprechend der Anzahl der Trocknungsvorgänge, der Menge der zu trocknenden Gegenstände und Geräte, sowie vor allem an die Größe der Trocknungsvorrichtung angepasst.

Dabei kann erfindungsgemäß auch eine große Menge an Alumo- Phosphat eingesetzt werden, bevorzugt in einer Gewichtsmenge von 10 bis 100 kg, wenn das Adsorptionsmittel nicht nach jedem einzelnen Trocknungsvorgang regeneriert werden muss, sondern ohne Regeneration die Feuchtigkeit z.B. auch in großen Mengen zuverlässig adsorbiert.

Erfindungsgemäß kann das Adsorptionsmittel in einer Menge eingesetzt werden, die der Menge des zu absorbierenden Wassers entspricht. Weiter kann auch ein Vielfaches davon eingesetzt werden. Hierfür kann das Einfache bis Fünfzigfache der Menge des zu absorbierendem Wassers eingesetzt werden. Somit können 1 1 zu entfernendem Wassers einer Menge von 1 kg bis 50 kg des Adsorptionsmittels entsprechen, bevorzugt pro 1 1 Wasser 1 kg bis 20 kg Adsorptionsmittel.

Zur Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung und ihrer Vorteile wird diese anhand der folgenden Beispiele beschrieben, ohne dass diese als einschränkend verstanden werden sollen.

Es zeigen:

Figur 1: die Wasser-Adsorptionsrate und Wasser-Desorptionsrate eines Silico-Alumo-Phosphats , als Funktion von Temperatur und absorbiertem Volumen an Wasser in Gewichtsprozent [Gew.-%], bei 4,1 mBar und bei 11,6 mBar Wasserdampfdruck.

Figur 2: die Wasser-Adsorptionsrate und Wasser-Desorptionsrate des Zeolithen 13 X, des Standes der Technik, als Funktion von Temperatur und absorbiertem Volumen an Wasser in Gewichtsprozent [Gew.-%], bei 4,1 mBar und bei 11,6 mBar Wasserdampfdruck .

Methodenteil :

Nachfolgend sind verwendete Methoden und Geräte aufgeführt, die jedoch nicht als einschränkend verstanden werden sollen.

Druckkammer-Versuch :

Zur Untersuchung des Adsorptions- und Desorptionsvermögens des Alumo-Phosphats wurde eine Druckkammer des Typs „IGA003" der Firma Hiden Analytical verwendet. Der nötige Wasserdampf wurde in situ aus einem Flüssigreservoir erzeugt. Die Messung erfolgte statisch im Vakuum. Vor der Messung wurde Vakuumdichtheit und Hochvakuum eingestellt (<1CT 5 mBar, extern am Hochvakuumanschluss mit einem Gerät Pfeiffer des Typs „IKR 261") . Der Wasserdampfdruck wurde Geräteintern mittels zweier Drucksensoren des Typs „Baratron" der Firma MKS kontrolliert.

Die Temperatur in der Kammer wurde mit Thermostaten des Typs RTE-111 der Firma Neslab eingestellt.

Für das Ausführungsbeispiel wurde SAPO-34 der Firma Süd-Chemie AG verwendet . Für das Vergleichsbeispiel wurde Zeolith 13 X der Firma Süd- Chemie AG verwendet .

Allgemeine Versuchsbeschreibung:

Allgemeiner Versuch zur Desorption:

Die Regeneration des wasserhaltigen Alumo-Phosphat s kann durch Wärmebehandlung bei geringen Temperaturen von 50 °C bis 100 °C erfolgen, wenn ein geringer Druck angelegt wird.

In einer Druckkammer mit einer relativen Luftfeuchte von 38 % bzw. 63 % und einem Wasserdampfpartialdruck von bis zu 20 mBar wurde das Desorpt ionsvermögen eines wasserhaltigen Alumo-Phosphat s in Abhängigkeit vom Wasserdampfdruck getestet. Dafür wurde der Wasserdampfdruck in einer Druckkammer schrittweise von 29 mBar bis auf 10 ~3 mBar bei einer Temperatur von 25 °C eingestellt. Die adsorbierte Wassermenge im Adsorpt ions-Desorpt ionsgleichgewicht wurde gemessen. Es wurde die Wasseraufnahme an über 20 Druckpunkten nach einer gemessen. Nach Einstellung des Wasserdampfdrucks wurde bis zu 60 min die Masseänderung auf Gleichgewichtseinstellung verfolgt . Es zeigte sich, dass in Abhängigkeit vom angelegten Druck das Adsorptions-Desorptionsgleichgewicht verschoben werden kann. Bereits ein Wasserdampfdruck von 1 mBar reicht aus, damit die Desorption bevorzugt gegenüber der Adsorption abläuft. Eine Erhöhung des Wasserdampfdrucks auf 3 mBar (entspricht 9 % relativen Luftfeuchte bei Normaldruck) bewirkt eine Erhöhung der adsorbierten Wassermenge um über 20 Gew.-%. Das bedeutet, dass trotz hoher Feuchtigkeit das Adsorptions-

Desorptionsgleichgewicht durch Erhöhung des Wasserdampfdrucks zur Desorption verschoben werden kann.

Allgemeiner Teil der Versuchsbeschreibung:

In einer beheizbaren, mit Wasserdampf gefüllten Druckkammer wurde das Adsorptions- und Desorptionsverhalten eines Adsorptionsmittels in Abhängigkeit von der Temperatur untersucht .

Dafür wurde der Wasserdampfdruck in einer Druckkammer auf 4,1 mBar (siehe Figur 1, bzw. Figur 2: durchgezogene Linie) sowie auf 11,6 mBar (siehe Figur 1, bzw. Figur 2: gestrichelte Linie) eingestellt.

Es erfolgte zuerst eine Testreihe bei verschiedenen Temperaturen bei einem konstanten Wasserdampfdruck von 4,1 mBar, anschließend eine weitere Testreihe bei verschiedenen Temperaturen bei einem konstanten Wasserdampfdruck von 11,6 mBar in der Druckkammer.

Die Testreihen wurden bei Temperaturen von 10 °C bis 110 °C durchgeführt, jeweils bei 4,1 mBar sowie bei 11,6 mBar. Die Temperatur wurde in der Druckkammer mit einem Thermostaten eingestellt, und erst nach konstantem Halten der Temperatur von 10 min wurde eine entsprechende Menge an Adsorptionsmittel in die Druckkammer über ein entsprechendes Ventil zugegeben.

Ausführungsbeispiel

Im Ausführungsbeispiel wurde SAPO-34 eingesetzt.

Die Testreihen bei 4,1 mBar Wasserdampfdruck zeigen für geringe Temperaturen von 10 °C bis 40 °C, dass viel Wasser adsorbiert wird. Die Werte des adsorbierten Wassers liegen hier in einem Bereich von 30 Gew.-% bis ca. 35 Gew.-% (siehe Figur 1 ) .

Wird die Temperatur erhöht, so sinkt in dem Temperaturbereich von 40 °C bis 70 °C die Adsorptionsrate an adsorbiertem Wasser von 30 Gew.-% auf ca. 5 Gew.-% (Figur 1) .

Im Temperaturbereich von 80 °C bis 110 °C sinkt die Adsorptionsrate an adsorbiertem Wasser dagegen kaum. In diesem Temperaturbereich bleibt die Adsorptionsrate relativ konstant, bei etwa unter 5 Gew.-% an adsorbiertem Wasser (Figur 1) .

Bei höherem Wasserdampfdruck von 11,6 mBar (Figur 1, gestrichelte Linie) verzögert sich das Sinken der Adsorptionsrate. Im Temperaturbereich von 20 °C bis 60 °C bleibt die Adsorptionsrate des adsorbierten Wassers bei 35 Gew.-% bis 30 Gew.-% relativ konstant.

Bei einer Temperaturerhöhung auf 70 °C beginnt die Adsorptionsfähigkeit des SAPO-34 zu sinken. Eine verstärkte Abnahme der Adsorptionsrate beginnt bei einer Temperatur von 70 °C bis 90 °C (25 Gew.-% bis 5 Gew.-% an adsorbiertem Wasser) .

Bei Temperaturen von über 90 °C liegen die geringsten Adsorptionsraten des SAPO-34, hier nähert sich die Adsorptionsrate etwa 5 Gew.-% an.

Anhand Figur 1 wird deutlich, dass SAPO-34 bei höheren Temperaturen weniger Wasser adsorbiert und die Adsorptionsrate sinkt. Adsorption und Desorption stehen miteinander in Konkurrenz. Das Gleichgewicht verschiebt sich bei höheren Temperaturen hin zur Desorption.

In Abhängigkeit vom Druck findet somit bei 4,1 mBar bereits bei über 40 °C eine verstärkte Desorption statt. Was bedeutet, dass bereits geringe Temperaturen ausreichen, um das adsorbierte Wasser aus SAPO-34 reversibel zu entfernen.

Vergleichsbeispiel

Im Vergleichsbeispiel wurde eine entsprechende Menge von Zeolith 13 X eingesetzt. Der Zeolith 13 X gehört zur FAU- Strukturklasse, zur Gruppe des Zeolith X, die insbesondere auch die Gruppe der Faujasite enthält. Zeolith 13 X weist eine Porengröße von 13 Ä auf, und wird als Molekularsieb zur Adsorption von Wasser und Wasserdampf eingesetzt.

Das Vergleichsbeispiel des Zeolith 13 X zeigt (Figur 2), dass die Adsorptionsrate nur wenig von der Temperatur beeinflusst wird. Hier findet keine Verschiebung des Adsorptions- Desorptions-Gleichgewichts innerhalb des untersuchten

Temperaturbereichs von 10 °C bis 150 °C statt. Figur 2 zeigt, dass der Wasserdampfdruck nur sehr wenig Einfluss auf das Adsorptionsverhalten des Zeolith 13 X hat.

Das langsame Sinken der Adsorptionsrate zeigt, dass für eine Umkehr des Adsorptions-Desorptions-Gleichgewichts eine viel höhere Temperatur (>> 150 °C) nötig ist. Dies bedeutet, dass um wasserhaltigen Zeolith 13 X zu regenerieren eine vielfach höhere Temperatur nötig ist, als im Test untersucht wurde.