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Patent Searching and Data


Title:
DRYING AND/OR CURING INSTALLATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/122121
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a drying and/or curing installation (1), which is used in particular for drying and/or curing painted or bonded bodywork (4) or bodywork parts, said installation having several zones (7 - 11). A controller (50) for a fresh and/or exhaust air quantity is provided that is used to control a quantity of fresh air that can be introduced into an airlock zone (7, 11) and a quantity of exhaust air that can be conducted out of a holding zone (10). This allows the quantities to be adapted to different operating conditions, in particular to varying degrees of loading.

Inventors:
NÄPFEL, Peter (Heilbronner Strasse 20, Tamm, 71732, DE)
Application Number:
EP2010/055382
Publication Date:
October 28, 2010
Filing Date:
April 22, 2010
Export Citation:
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Assignee:
DÜRR SYSTEMS GMBH (Carl-Benz-Strasse 34, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
NÄPFEL, Peter (Heilbronner Strasse 20, Tamm, 71732, DE)
IGLAUER, Oliver (Hegaustrasse 27, Stuttgart, 70469, DE)
International Classes:
F26B15/14
Attorney, Agent or Firm:
GAUSS, Nikolai et al. (Hauptmannsreute 93, Stuttgart, 70193, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage (1), insbesondere zum Trocknen und/oder Härten von lackierten und/oder geklebten Werkstücken (4), mit zumindest einer Zone (7 - 11) und einer Frischluft- und/oder

Abluftmengensteuerung (50), die zum Steuern einer in die Zone (7, 11) einleitbaren Frischluftmenge und/oder einer aus der Zone (8, 10) ausleitbaren Abluftmenge dient.

2. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage, insbesondere nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Ventilatoreinheit (45, 57, 86) mit einem veränderbaren Fördervolumenstrom vorgesehen ist, der einer Zone (7 - 11) zugeordnet ist, und dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) die Ventilatoreinheit (45, 57, 86) ansteuert, um die in die Zone (7, 11) einleitbare Frischluftmenge und/oder die aus der Zone (8, 10) ausleitbare Abluftmenge zu steuern.

3. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung

(50) die Frischluft- und/oder Abluftmenge so einstellt, dass die Frischluft- und/oder Abluftmenge ausreicht, um eine Kondensatbildung in der Zone (7 - 11) zu verhindern.

4. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) die Frischluft- und/oder Abluftmenge in Abhängigkeit von einer momentanen Anzahl an zugeführten Werkstücken (4) einstellt.

5. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft- und/oder Ab- Iuftmengensteuerung (50) die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einer momentanen Feuchtigkeit in zumindest einer Zone (7 - 11), insbesondere in einer als Schleusenzone (7, 11) ausgestalteten Zone.

6. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einem momentanen Gesamtkohlenstoff- Gehalt in zumindest einer Zone (7 - 11), insbesondere einer als

Schleusenzone (7, 11) oder als Haltezone (10) ausgestalteten Zone, und/oder dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einem E- nergieverbrauch einer Heizeinrichtung (15 - 19), insbesondere einem Gasverbrauch eines Gasbrenners (20) der Heizeinrichtung (15 - 19), und/oder in Abhängigkeit von der Stellung einer Gasregelklappe für den Gasbrenner (20) der Heizeinrichtung (15 - 19).

7. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zone (7, 11) als Schleusenzone (7, 11) ausgestaltet ist und dass an einem äußeren Ende (61 , 62) der Schleusenzone (7, 11) zumindest eine Düse (59, 60, 116, 117) vorgesehen ist, über die eine Frischluftmenge in die Schleusenzone (7, 11) einleitbar ist.

8. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (59, 60) in ein Inneres der Schleusenzone (7, 11) gerichtet ist und/oder dass die Düse (116, 117) an dem äußeren Ende (61 , 62) der Schleusenzone (7, 11) einen Frϊsch- luftvorhang (118, 119) bildet.

9. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Zone, insbesondere eine Haltezone (10) vorgesehen ist, und dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) die in die Schleusenzone (7, 11) einleitbare Frischluftmenge und die aus der weiteren Zone (10) ausleitbare Abluftmenge steuert.

10. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der aus der weiteren Zone (10) ausleitbaren Abluftmenge mit der in die Schleusenzone (7, 11) einleitbaren Frischluftmenge in die Schleusenzone (7, 11) eϊnleitbar ist und dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung (50) zumindest indirekt den in die Schleusenzone (7, 11) einleitbaren Teil der Abluftmenge steuert.

11. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Teil der aus der Zone (10) ausleitbaren Abluftmenge mit einer in eine weitere Schleusenzone (10, 11) einleitbaren Frischluftmenge in die weitere Schleusenzone (10, 11) einleitbar ist und dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung

(50) zumindest indirekt den in die weitere Schleusenzone (7, 11) einleitbaren weiteren Teil der Abluftmenge steuert.

12. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der aus der weiteren Zone (10) ausleitbaren Abluftmenge der in die Schleusenzone (7, 11) einleitbaren Frischluftmenge vor dem Einleiten in die Schleusenzone (7, 11) zumischbar ist und/oder dass die Frischluftmenge und die Abluftmenge, die in die Schleusenzone (10, 11) einleitbar sind, voneinander ge- trennt zu der Schleusenzone (7, 11) leitbar sind und dass eine

Schlitzdüse (59, 60) vorgesehen ist, an der die Frischluftmenge und die Abluftmenge in die Schleusenzone (10, 11) einleitbar sind.

13. Trocknungs- und/oder Härtungsaniage (1), insbesondere zum Trocknen und/oder Härten von lackierten und/oder geklebten Werkstücken (4), mit zumindest einer Zone (7 - 11), wobei zumindest eine Zone (7, 11) als Schleusenzone (7, 11) ausgestaltet ist und wobei eine Düse

(59, 60, 116, 117) vorgesehen ist, über die eine Frischluftmenge und eine Abluftmenge in die Schleusenzone (7, 11) einleϊtbar sind.

14. Trocknungs- und/oder Härtungsanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftmenge der in die Schleusenzone einleitbaren Frischluftmenge vor dem Einleiten in die Schleusenzone (7, 11) zumischbar ist und/oder dass die Frischluftmenge und die Abluftmenge, die in die Schleusenzone (7, 11) einleitbar sind, voneinander getrennt zu der Schleusenzone (7, 11) leitbar sind und/oder dass ei- ne Schlitzdüse (59, 60) vorgesehen ist, an der die Frischluftmenge und die Abluftmenge in die Schleusenzone (10, 11) einleitbar sind und/oder dass die Frischluft zur Kondensatvermeidung zugeführt wird und dass eine Dichtigkeit durch die zusätzliche als Umluft dienende Abluft gewährleistet ist.

15. Lackieranlage (2), die eine Trocknungs- und/oder Härtungsaniage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 aufweist.

Description:
Trocknungs- und/oder Härtungsaniage

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Trocknungs- und/oder Härtungsanlage, die insbesondere zum Trocknen und/oder Härten von lackierten und/oder geklebten Werkstücken dient. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Durchlauftrockner, Durchlaufhärtungsanlagen, Kammertrockner und Kammerhärtungsanlagen, in denen geklebte und/oder lackierte Karosserien bzw. Karosserie- teile getrocknet und/oder gehärtet werden können. Ferner betrifft die Erfindung eine Lackieranlage mit einer solchen Trocknungs- und/oder Härtungsanlage.

Aus der DE 29 45 914 A1 ist eine Lackieranlage mit Lackspritzkabinen bekannt, der eine mit Heißluft beschickte Trockenanlage für die lackierten Werkstücke nachgeschaltet ist. Die Lackieranlage ist ständig von einem temperierten Frisch- oder Mischluftstrom durchströmt, deren mit Farbnebel angereicherte Ab lüfte durch eine mit Umlaufwasser betriebene Waschvorrichtung gereinigt werden. Ferner ist eine Wärmepumpe zur Energierückgewinnung vorgese- hen, die einen Wasserbehälter als Wärmespeicher aufweist, wobei ein Sammelbehälter für das Umlaufwasser der Lackspritzkabϊnen zugleich als Wärmespeicher für die Wärmepumpe dient. Die Wärmepumpe dient hierbei auch zur Energieversorgung der Trockenanlage. Die bekannte Wärmepumpe ist hierbei als motorbetriebene Wärmepumpe ausgestaltet.

Die aus der DE 29 45 914 A1 bekannte Trockneranlage, die der Lackieranlage nachgeschaltet ist, hat den Nachteil, dass eine große Frischluftmenge erforderlich ist, um den Anforderungen zur Vermeidung einer Lösemittelanreicherung und zur Sicherstellung einer Abdichtung nach außen zu entspre- chen. Das Aufheizen dieser Frischluftmenge führt zu einem hohen Energiebedarf. Somit ist der Betrieb der Trocknungsanlage mit einem hohen Energiebedarf und somit mit hohen Kosten verbunden. Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Trocknungs- und/oder Härtungsanlage sowie eine Lackieranlage mit solch einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage zu schaffen, die einen optimierten Energieverbrauch ermöglicht.

Die Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Trocknungs- und/oder Härtungsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , des Anspruchs 2 oder des Anspruchs 13 und durch eine erfindungsgemäße Lackieranlage mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen der im Anspruch 1 , 2 oder 13 angegebenen Trocknungs- und/oder Härtungsanlage und der im Anspruch 15 angegebenen Lackieranlage möglich.

In vorteilhafter Weise können die Frischluftmenge und die Abluftmenge optimiert werden. Hierbei ist es auch möglich, dass die Abluftmenge, die aus einer Zone ausgeleitet wird, ganz oder teilweise in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage zurückgeführt wird. Die Abluftmenge kann dadurch ganz oder teilweise als Umluftmenge dienen.

Vorteilhaft ist es, wenn zumindest eine hinsichtlich ihres Durchsatzes ver- stellbare Ventilatoreϊnheit vorgesehen ist, die der Zone zugeordnet ist. Vorteilhaft steuert die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Ventilatoreinheit an und regelt den Durchsatz, um die in die Zone einleitbare Frischluftmenge und/oder die aus der Zone ausleitbare Abluftmenge bedarfsgerecht einzustellen. Hierbei kann eine Ventϊlatoreinheit mit mehreren ggf. unterschiedlichen Ventilatoren vorgesehen und einer Zone zugeordnet sein. Mehrere Ventilatoren können unabhängig voneinander angesteuert und in der Art einer einfachen Ein/Aus-Regelung einzeln geschaltet werden. Die mehreren, einzeln schaltbaren Ventilatoren funktionieren gemeinsam bevorzugt wie eine stufenweise geregelte Ventilatoreinheit. Ferner können mehrere Zonen vorgesehen sein, denen jeweils eine oder mehrere Ventilatoreinheiten zugeordnet sind. Außerdem ist es möglich, dass eine Ventilator- einheit für mehrere Zonen dient. Durch den Einsatz einer Ventilatoreinheit mit wenigstens einem frequenzgeregelten Ventilator ist es möglich, die Frischluft- und/oder Abluftmenge schnell und einfach zu variieren. Dadurch kann der Energieverbrauch optimiert werden. Ebenso kann in allen Ausführungsbeispielen ein Ventilator mit verstellbaren Rotor-Blättern vorgesehen sein, um mit diesem eine Durchsatz-Λ/olumenstrom-Einstellung realisieren zu können.

Vorteilhaft ist es ferner, wenn eine Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge insbesondere mittels einer erfindungsgemäß verstellbaren Ventilatoreinheit so variiert, dass die Frischluft- und/oder Abluftmenge ausreicht, um eine Kondensatbildung in der Zone zu verhindern. Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Taupunkt in der Zone bzw. die tatsächliche relative und/oder absolute Luftfeuchtigkeit ermittelt und als Einflussgrößen für die Anlagensteuerung verwendet wird. Hierdurch kann zum einen der Energieverbrauch optimiert werden und zum anderen die für die Dichtheit von Schleusenzonen benötigte Frischluftmenge ausreichend groß vorgegeben sein, um eine Kondensatbildung in der Anlage zu verhindern.

Die Frischluftmenge kann des weiteren auch in Bezug auf andere Anforde- rungen optimiert werden. Beispielsweise kann eine Lösemittelanreicherung in der Luft der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage in Bezug auf einen vorgegebenen Grenzwert begrenzt werden. Beispielsweise kann die Lösemittelanreicherung auf unter 25% der unteren Explosionsgrenze (UEG) nach DIN EN 1539 begrenzt werden. Für eine Berechnung der Frischluftmenge zur Vermeidung einer solchen Lösungsmittelanreϊcherung ist dann die UEG gemäß DIN EN 1539 maßgebend und für die Sicherstellung der Schleusendichtigkeit, insbesondere durch thermische Trennung mittels Luftvorhang, werden empirische Formeln herangezogen. Zur Erfüllung beider Kriterien, wäre für die installierte Frischluftmenge der größere von beiden sich ergebenden Werten bei einer Vollauslastung des Trockners bzw. Härters zu wählen. Die zugeführte Menge an Frischluft und somit der Energieverbrauch der Anlage kann dabei in Bezug auf die Einhaltung derartiger Grenzwerte optimiert werden. Dies ist besonders bei einer vorübergehenden Teiiauslastung der Anlage von Vorteil.

Vorteilhaft ist es, wenn die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge in Abhängigkeit von einer momentanen Anzahl an zugeführten Werkstücken steuert. Beispielsweise kann eine Anzahl der in die Anlage eingeführten Werkstücke, insbesondere die Zahl von Karosserien oder Karosserieteilen, gezählt werden, um den Auslastungsgrad der Anlage zu ermitteln. Bei einer hohen Anzahl an Werkstücken, die in der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage bzw. der Lackϊeranlage (Anlage) gehärtet und/oder getrocknet werden, kann die Frischluftmenge auf einen vorbestϊmmten Wert erhöht werden, der beispielsweise durch empirische Formeln und/oder durch eine individuell durchgeführte Messung ermittelt wird. Bei einer geringeren Auslastung kann dann eine entsprechende Absenkung der Frischluftmenge erfolgen.

Vorteilhaft ist es, wenn die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einer momentanen Feuchtigkeit in zumindest einer Zone, insbesondere in einer als Schleusenzone ausgestalteten Zone. Durch die Messung der Feuchtigkeit der Luft (relative oder absolute Luftfeuchtigkeit) in der Schleusenzone kann ein Prozess in der Anlage abgesichert werden, da eine Kondensatbildung im Schleusenraum und somit auch im Nutzraum von vornherein verhindert ist. Hierbei kann eine aus der Umgebung angesaugte, kalte Umgebungsluft, insbesondere Hallenluft, mit Hilfe eines zwischengeschalteten Luft-Luft- Wärmetauschers durch die aufgeheizte Frischluft auf Temperatur gebracht werden, bevor diese mit der Schleusenumluft in Berührung kommt. Einer Kondensatbildung in der Anlage ist somit entgegengewirkt. Vorteilhaft ist es, wenn die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge in Abhängigkeit von einer Größe, die auf einer Emission an organischen Stoffen (Kohlenwasserstoff-Verbindungen) in zumindest einer Zone, insbesondere in einer als Schleusenzone ausgestalteten Zone, basiert, steuert und/oder dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einem Energieverbrauch einer Heizeinrichtung, insbesondere einem Gasverbrauch eines Gasbrenners der Heizeinrichtung und/oder der Stellung einer Gasregelklappe für den Gasbrenner der Heizeinrichtung. Diese Größe, die auf der Emission an organischen Stoffen in der Anlage oder einem Nutzraum bzw. einer Zone der Anlage basiert, kann an einer Messstelle im Nutzraum bzw. der Zone oder in einem Abluftkanal mittels eines oder mehrerer Sensoren gemessen werden. In Bezug auf einen vorgegebenen Sollwert für diese Größe kann die Trocknungs- und oder Härtungsanlage gegebenenfalls auch eine Regelung durchführen. Allerdings kann diese Größe auch als ein Steuerungsparameter dienen, der gegebenenfalls zusammen mit anderen Steuerungsparametern berücksichtigt wird. Über die Energiezufuhr, insbesondere den Gasverbrauch oder die Stellung der Gasregelklappe, kann die genannte Größe auch indirekt bestimmt werden. Das heißt, in Form der Energiezufuhr der Heizeinrichtung ist eine indirekte Prozessgröße im Nutzraum gegeben, die zur Steuerung bzw. Regelung dienen kann.

Vorteilhaft ist es dabei, wenn diese Größe, die auf der Emission an organi- sehen Stoffen basiert, ein sogenannter Gesamtkohlenstoff Cges in der Abluft ist. Bei einer Regelung nach Cges geht es darum, einer Lösemittelanrei- chung, insbesondere zur Begrenzung einer Lösemittelanreicherung auf 25% der unteren Explosionsgrenze (UEG), entgegenzuwirken. Die Gesamtmenge an Kohlenstoff (Gesamtkohlenstoff Cges) kann absolut oder relativ bestimmt werden. Bei einer relativen Bestimmung erfolgt eine auf das Volumen der Abluft bezogene Bestimmung der Gesamtmenge an Kohlenstoff in der Abluft. Dies stellt eine Konzentrationsmessung dar. Dadurch kann zuverlässig das Erreichen einer Explosionsgrenze verhindert werden. Im Rahmen der Gesamtkohlenstoffmengen-Bestimmung werden insbesondere Kohlenwasserstoffe hinsichtlich ihres Kohlenstoff-Anteils erfasst und ggf. gewichte! In einem modifizierten Ausführungsbeispiel können ähnliche Größen wie ei- ne Halogengesamtmenge, eine Wasserstoffgesamtmenge oder eine CO2- Gesamtmenge alternativ oder ergänzend herangezogen werden.

Vorteilhaft ist es, wenn die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge in Abhängigkeit von einer momentanen Gesamtwärmekapazität der Luft und/oder einer Gesamtkohlenstoffmenge in der Luft in zumindest einer Zone, insbesondere in einer als Schleusenzone ausgestalteten Zone, steuert und/oder dass die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die Frischluft- und/oder Abluftmenge einstellt in Abhängigkeit von einem Energieverbrauch einer Heizeinrichtung, insbesondere einem Gasverbrauch eines Gasbrenners der Heizeinrichtung und/oder der Stellung einer Gasregelklappe für den Gasbrenner der Heϊzeinrichtung. Der Gasverbrauch bzw. die Stellung der TAR-Gasregelklappe, das ist die Stellung der Gasregelklappe für die thermische Abluftreinigung (TAR), dient dabei vorzugsweise als indirekte Prozessgröße zur Bestimmung des Gesamt- kohlenstoff-Gehalts (Cges). Der Gesamtkohlenstoff-Gehalt in der Abluft kann an einer geeignet angeordneten Mess-Stelle, zum Beispiel in einem Abluftkanal, mittels eines oder mehrerer Sensoren gemessen werden. In Bezug auf einen vorgegebenen Sollwert für den Gesamtkohlenstoff kann die Trocknungs- und oder Härtungsanlage gegebenenfalls auch eine Regelung durchführen. Allerdings kann der Gesamtkohlenstoff der Abluft auch als ein Steuerungsparameter dienen, der gegebenenfalls zusammen mit anderen Steuerungsparametern berücksichtigt wird. Durch den Energieverbrauch, insbesondere den Gasverbrauch oder die Stellung der Gasregelklappe, kann der Gesamtkohlenstoff der Abluft auch indirekt bestimmt werden. Das heißt, durch den Energieverbrauch (Gasverbrauch) der Heizeinrichtung ist eine indirekte Prozessgröße zur Bestimmung des Gesamtkohlenstoffs der Abluft im Nutzraum gegeben, die zur Steuerung bzw. Regelung dienen kann. Vorteilhaft ist es, wenn eine Zone als Schleusenzone ausgestaltet ist und wenn an einem äußeren Ende der Schleusenzone zumindest eine Düse vorgesehen ist, über die die Frischluftmenge in die Zone einleitbar ist. Solch eine Düse kann auf unterschiedliche Weise ausgestaltet sein, beispielsweise als Schlitzdüse oder Ausblasöffnung. Durch die Düse kann in vorteilhafter Weise eine gewünschte Strömung für die in die Zone eingeleitete Frischluftmenge vorgegeben sein. Hierbei ist auch eine gezielte Mischung von Frischluft und als Umluft dienender Abluft im Bereich der Schleusenzone möglich.

Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Düse in ein Inneres der Schleusenzone gerichtet ist oder wenn die Düse an dem äußeren Ende der Schleusenzone einen Frischluftvorhang bildet. Hierdurch kann die in der Anlage vorgesehe- ne, aufgeheizte Luft in der Anlage gehalten werden. Durch die Düse kann hierbei einem thermischen Druck der warmen Anlagenatmosphäre entgegengewirkt werden. Eine Verringerung der zugeführten Frischluft kann beispielsweise durch eine entsprechende Erhöhung einer zu der Frischluft gemischten Abluft ausgeglichen werden.

Vorteilhaft ist es, wenn eine weitere Zone, insbesondere eine Haltezone, vorgesehen ist und wenn die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung die in die Schleusenzone einleitbare Frischluftmenge und die aus der weiteren Zone ausleitbare Abluftmenge steuert bzw. regelt. Beispielsweise kann in der Haltezone eine verstärkte Abdunstung von Lösungsmitteln oder dergleichen erfolgen. Die tatsächliche Anreicherung der Luft in der Haltezone kann allerdings erheblich variieren, insbesondere bei unterschiedlicher Auslastung der Anlage. Durch die Steuerung der aus der Haltezone ausgeleiteten Abluftmenge kann somit eine Optimierung des Energiebedarfs erfolgen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn diese Abluftmenge ganz oder teilweise durch Frischluft ersetzt werden muss, die entsprechend aufzuheizen ist. Vorteilhaft ist es, zumindest einen Teil der aus der weiteren Zone ausleitba- ren Abluftmenge mit der in die Schleusenzone einleitbaren Frischluftmenge in die Schleusenzone einzuleiten, wobei vorzugsweise die Frischluft- und/öder Abluftmengensteuerung zumindest indirekt den in die Schleusen- zone einleitbaren Teil der Abluftmenge steuert bzw. regelt. Hierbei kann beispielsweise eine reduzierte Frischluftmenge durch eine Erhöhung der der Frischluftmenge hinzugefügten Abluftmenge ausgeglichen werden. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Abluftmenge aus einer Haltezone oder dergleichen entnommen wird, in der die Lösemittelanreicherung groß ist, um die Luft in der Anlage gleichmäßig zu verteilen. Die Überschreitung eines Grenzwerts kann dadurch in vorteilhafter Weise verhindert werden.

Vorteilhaft ist es ferner, wenn ein Teil der aus der weiteren Zone aus- leitbaren Abluftmenge der in die Schleusenzone einleϊtbaren Frischluftmenge vor dem Einleiten in die Schleusenzone zumϊschbar ist und/oder wenn die Frischluftmenge und die Abluftmenge, die in die Schleusenzone einleitbar sind, voneinander getrennt zu der Schleusenzone leitbar sind. Ferner ist es vorteilhaft, wenn eine Schlitzdüse vorgesehen ist, an der die Frischluftmenge und die Abluftmenge in die Schleusenzone einleitbar sind. Hierbei kann die Frischluft durch die warme Abluft aufgeheizt werden. Ein Aufheizen der Frischluft kann dadurch optimiert werden.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entspre- chende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Anlage in einer schematϊschen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 2 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung; Fig. 3 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 4 eine Schleusenzone einer Anlage entsprechend einer möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei den in Fig. 1 , 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehen sein kann;

Fig. 5 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend ei- nem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 6 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 7 eine Schleusenzone einer Anlage entsprechend einer weiteren möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei den in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehen sein kann;

Fig. 8 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend ei- nem sechsten Ausführungsbeϊspiel der Erfindung;

Fig. 9 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem siebten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 10 eine Schleusenzone einer Anlage entsprechend einer möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei den in Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehen sein kann;

Fig. 11 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend ei- nem achten Ausführungsbeispiel der Erfindung; Fig. 12 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem neunten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 13 eine Schleusenzone einer Anlage entsprechend einer weiteren möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei den in Fig. 11 und

12 dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehen sein kann;

Fig. 14 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem zehnten Ausführungsbeispiel der Erfindung und

Fig. 15 eine Anlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem elften Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung

Fig. 1 zeigt eine Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 kann dabei Teil einer Lackieranlage 2 sein. Beispielsweise kann die Lackieranlage 2 eine oder mehrere Lackier- zonen 3 aufweisen, in denen ein Werkstück 4 und eine Vielzahl weiterer solcher Werkstücke lackiert werden. Die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 kann diesen Lackierzonen 3 angegliedert und insbesondere in einer Förderrichtung nachgeschaltet sein. Dieser Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 ist in der Regel noch eine nicht dargestellte Kühlzone nachgelagert, in der das Werkstück 4 für weitere Prozessschritte bzw. Arbeitsschritte abgekühlt wird. Speziell eignet sich die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 zum Trocknen und/oder Härten von lackierten und/oder geklebten Bauteilen, insbesondere von Karosserien, Karosserieteilen oder von anderen Bau- gruppen/-teilen eines Land-, Wasser- oder Luftfahrzeugs.

Ein weiterer möglicher Trocknertyp ist ein A-Trockner. Bei diesem befinden sich die Schleuse und die Anlage auf unterschiedlichem Niveau. Die eigentli- che Schleusenfunktion wird hierbei durch thermische Trennung erreicht. Bei A-Trocknern bzw. A-Härtungsanlagen arbeiten die Schleusen ebenfalls mit einem Luftvorhang. Hierzu wird heiße Frischluft auf der Höhe des Nutzraumbodens über eine Ausblasöffnung in das A-Teil geblasen.

Beispielsweise ist das in der Fig. 1 dargestellte Werkstück 4 als lackierte Karosserie für ein Fahr- oder Flugzeug ausgestaltet. Das Werkstück 4 ist hierbei auf einem geeigneten Träger 5 befestigt, der in einer Förderrichtung 6 verfahrbar ist, um das Werkstück 4 aus den Lackierzonen 3 in die Trock- nungs- und/oder Härtungsanlage 1 und durch die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 zu befördern. Der Transport des Werkstückes 1 , insbesondere der Karosse, kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen. Die erfindungsgemäße Trocknungs- und/oder Härtungsanlage sowie die erfindungsgemäße Lackϊeranlage 2 eignen sich jedoch auch für andere Anwen- dungsfälle.

Die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 weist mehrere Zonen 7, 8, 9, 10, 11 auf. Dabei ist eine Zone als Schleusenzone 7 in Form einer Einlaufschleuse 7 ausgestaltet. Eine Zone ist als erste Aufheizzone 8 ausgestaltet. Eine weitere Zone ist als zweite Aufheizzone 9 ausgestaltet. Ferner ist eine Zone als Haltezone 10 ausgestaltet. Und eine Zone ist als Schleusenzone 11 in Form einer Auslaufschleuse 11 ausgestaltet. Im Betrieb der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 gelangt das Werkstück 4 zunächst in die Einlaufschleuse 7, wobei die Einlaufschleuse 7 den Innenraum 12 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 gegenüber einer Umgebung, insbesondere einer Halle, in der die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 aufgestellt ist, abdichtet. Bei dieser Abdichtung erfolgt im Wesentlichen eine gewisse thermische Trennung zwischen dem Innenraum 12, der aufgeheizt wird, und der Umgebung. Dabei sind die Zonen 7 bis 11 gegen die Umge- bung an ihrer Außenwand thermisch isoliert, insbesondere durch geeignete Dämmmittel. Allerdings muss das Werkstück 4 in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 und wieder aus dieser heraus gelangen. Die Schleusen- zonen 7, 11 sind dabei vorteilhaft so ausgestaltet, dass insbesondere eine in dem Innenraum 12 vorgesehene, aufgeheizte Luft nicht entweicht oder ein Entweichen zumindest weitgehend vermieden wird.

Die erste Aufheizzone 8 und die zweite Aufheizzone 9 ermöglichen ein Aufheizen des Werkstücks 4, wobei in diesem Ausführungsbeispiel ein Aufheizen in zwei Stufen ermöglicht ist. Bei einer Vollauslastung können in den Zonen 8, 9 jeweils ein oder mehrere Werkstücke 4 aufgeheizt werden. Dabei kann das Werkstück 4 nach dem Aufheizen in der Zone 8 in die Zone 9 be- fördert werden, um ein weiteres Aufheizen zu ermöglichen. In der Haltezone 10 können ein oder mehrere Werkstücke 4 für einen gewissen Zeitraum verbleiben. Ein Trocknen und Härten des Werkstücks 4 erfolgt beispielsweise in der Haltezone 10 (ggf. mit Hilfe von elektromagnetischer Strahlung unterstützt). Lösungsmittel (Lösemittel) in Form von aliphatischen und/oder aro- matischen Kohlenwasserstoffen, Fluor-Kohlenwasserstoffen, Fluor-Chlor- Kohlenwasserstoffen, Estern, Ketonen, Glykolethern, Alkoholen, Wasser und dergleichen reichern sich dann hauptsächlich im Bereich der Zone 10 in der Luft des Innenraums 12 an. Bei welchen Bedingungen die Lösemittel in der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 entweichen, hängt allerdings vom jeweiligen Lösemittel bzw. der Lösemittelkomponente ab. Niedrigsieder entweichen bei niedrigen (< 100 0 C), Mittelsieder bei mittleren (100 0 C bis 150 0 C) und Hochsieder bei hohen (> 150 0 C) Temperaturen. Für den Trocknungs- und/oder Härtungsprozess in der Haltezone 10 kann eine gewisse Zeit vorgegeben sein, nach der das Werkstück 4 über die Schleusenzone 11 aus der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 befördert wird. Das geklebte und/oder lackierte Werkstück 4 ist dann getrocknet und/oder gehärtet.

Im Betrieb der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 ist ein gewisser Austausch der im Innenraum 12 vorgesehenen Luft erforderlich. Hierbei kann eine gewisse Luftmenge aus der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage entnommen werden, die durch Frischluft ersetzt wird. Dieser Luftaustausch bzw. die Frischluft sind erforderlich, da sich die Luft im Innenraum 12 mit Lö- sungsmitteln anreichert, die während des Trocknungs- und/oder Härtungsprozesses aus einem Lackfilm oder einem Klebstoff in den Innenraum (Nutzraum) 12 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 gelangen, und dieser Anreicherung entgegengewirkt werden muss. Dadurch kann die mit Lösungs- mittel angereicherte Luft nach und nach, insbesondere kontinuierlich, ausgetauscht werden, um zu gewährleisten, dass die Luft weiterhin Lösungsmittel aufnehmen kann. Hierbei kann ein gewisser Schwellwert vorgegeben sein, der zur Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Trocknungs- und/oder Härtungsprozesses nicht oder nur geringfügig überschritten werden soll. Dieser Aus- tausch bzw. die Zufuhr von Frischluft in den Innenraum 12 erfolgt hierbei gezielt, wobei ein Austausch über die Schleusenzonen 7, 11 möglichst verhindert wird, da ansonsten in unerwünschter Weise warme Luft aus dem Innenraum 12 in die Halle gelangt.

Die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 dieses Ausführungsbeispiels weist gasbetriebene Heizeinrichtungen 15, 16, 17, 18, 19 auf. Dabei ist an der Heizeinrichtung 15 ein Gasbrenner 20 vorgesehen, der zum Erwärmen eines geeigneten Mediums, insbesondere von Luft, dient. In diesem Ausfüh- rungsbeϊspiel ist eine thermische Abluftreϊnϊgung (TAR)gebildet, die eine be- vorzugt zentrale Heizeinheit bzw. Wärmequelle und Abluftreinigungsanlage in einem darstellt. Diese von dem Gasbrenner 20 erzeugten heißen Gase werden in diesem Ausführungsbeispiel über die Heizeinrichtungen 15 bis 19 geführt und dann an die Atmosphäre abgegeben, wie es durch den Pfeil 21 veranschaulicht ist. Das heißt, in diesem Ausführungsbeispiel werden die heißen Abgase des Gasbrenners 20 in den Heizeinrichtungen 15 bis 19 als Energiequelle genutzt. Hierbei weist beispielsweise die Heizeinrichtung 16 Drosselklappen 22, 23 auf, um einen gewissen Teil der von dem Gasbrenner 20 erzeugten Wärmeenergie in der Heizeinrichtung 16 zu nutzen, während der verbleibende Teil an die nächste Heϊzeϊnrichtung 17 weϊtergeleitet wird. Entsprechend weisen auch die Heizeinrichtungen 17, 18, 19 Drosselklappen auf. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Heizeinrichtung 15 ebenfalls eine Drosselklappe 24 auf, über die ein Teil der von dem Gasbrenner 20 er- zeugten, heißen Gase direkt an die Heizeinrichtung 16 weitergeleitet werden kann.

Die Heizeinrichtungen 15 bis 19 weisen Wärmetauscher 25, 26, 27, 28, 29 auf. Dem Wärmetauscher 26 der Heizeinrichtung 16 ist in diesem Ausführungsbeispiel eine Saugseite 30 und eine Ausströmseite 31 einer Abluftlei- tung 32 zugeordnet. Dabei ist der Wärmetauscher 26 zusammen mit einem Ventilator 33 in der Abluftleitung 32 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Ventilator 33 in Strömungsrichtung der durch die Abluftleitung 32 geführten Abluft nach dem Wärmetauscher 26 angeordnet. An der Saugseite 30 kann Luft aus der Zone 8 angesaugt und zu dem Wärmetauscher 26 geführt werden. In Abhängigkeit von der Stellung der Drosselklappen 22, 23 erfolgt eine mehr oder weniger starke Aufheizung der durch den Wärmetauscher 26 strömenden Abluft. Die aufgeheizte Abluft wird dann über den Ven- tilator 33 und die Abluftleitung 32 zurück in die Zone 8 geführt. Somit kann im Betrieb eine gewisse Temperatur der Luft in der ersten Aufheizzone 8 erreicht und aufrechterhalten werden. Entsprechend ist die Zone 9 über eine Abluftleitung 34 mit der Heizeinrichtung 17 verbunden, wobei der Wärmetauscher 27 in der Abluftleitung 34 angeordnet ist. Außerdem ist die Haltezone 10 über eine Abluftleitung 35 mit der Heizeϊnrichtung 18 verbunden, wobei der Wärmetauscher 28 in der Abluftleitung 35 angeordnet ist. Somit kann die Luft in den Zonen 8, 9, 10 aufgeheizt und deren Temperatur auf einem gewünschten Niveau gehalten werden. Hierbei kann die Temperatur in den Zonen 8, 9, 10 innerhalb gewisser Grenzen von den Heizeinrichtungen 16, 17, 18 getrennt voneinander beeinflusst werden. Beispielsweise kann die Temperatur von der Zone 8 zur Zone 9 sowie von der Zone 9 zur Zone 10 jeweils ansteigen.

In diesem Ausführungsbeispiel ist außerdem eine Abluftleitung 40 vorgese- hen. Eine Saugseite 41 der Abluftleitung 40 ist dabei in der Zone 10 angeordnet. Eine Ausströmseite 42 der Abluftleitung 40 mündet dabei in eine Brennkammer 43 des Gasbrenners 20. Der zum Verbrennen des Gases er- forderliche Sauerstoff kann somit aus der über die Abluftleitung 40 strömenden Luft aus der Haltezone 10 gewonnen werden, wobei diese Luft erhitzt wird. Hierbei wird die Abluft aus der Haltezone thermisch gereinigt, so dass in Richtung des Pfeils 21 Reingas an die Atmosphäre abgegeben wird. Da- bei ist in der Abluftieitung 40 der Wärmetauscher 25 angeordnet, so dass die an der Ausströmseite 42 in die Brennkammer 43 strömende Abluft vorgeheizt werden kann.

In der Abluftleitung 40 ist eine Drosselklappe 44 angeordnet. Außerdem ist in der Abluftleitung 40 ein Ventilator 45 angeordnet, der als insbesondere (fre- quenz-)geregelter Ventilator 45 ausgestaltet ist. Hierbei ist eine Steuereinrichtung 46 vorgesehen, die eine Schnittstelle zu dem Ventilator 45 bildet. In alternativen Varianten (die im übrigen auch zu den weiteren Ausführungsbeispielen gebildet werden können) ist der Ventilator über verstellbare Einlass- oder Auslassgitter bzw. Düsen und/oder über verstellbare Rotorblätter und/oder eine veränderbare Drehfrequenz hinsichtlich seines Durchsatzes (Volumenstrom) einstellbar ausgeführt.

Die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 weist eine Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 auf. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ist mit der Steuereinrichtung 46 des Ventilators 45 verbunden. Somit kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die über die Abluftleitung 40 aus der Zone 10 entnommene Abluftmenge gezielt steuern.

Außerdem weist die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 eine Frischluftleitung 51 auf. Die Frischluftleitung 51 weist einen Frischlufteingang 52 auf, über den Frischluft angesaugt werden kann. Aus dem Frischlufteingang 52 wird die Frischluft über die Frischluftleitung 51 zunächst durch die Heizeinrichtung 19 geleitet. Hierbei ist der Wärmetauscher 29 in der Frischluftleitung 51 angeordnet. Die Frischluftleitung 51 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine erste Auslassstelle 53 an der Schleusenzone 7 und eine zweite Auslassstelle 54 an der Schleusenzone 11 auf. Hierbei sind vor den Auslassstel- Ien 53, 54 Drosselklappen 55, 56 angeordnet, um den jeweils zu den Auslassstellen 43, 44 geführten Anteil der Frischluftmenge, die über die Frischluftleitung 51 zugeführt wird, zu bestimmen und gegebenenfalls zu variieren. Optional sind an einzelnen oder allen Auslassstellen verstellbare Gitter oder Düsen vorgesehen, um eine Einstellung der durchgesetzten Volumenströme vornehmen zu können.

In der Frischluftleitung 51 ist vorteilhaft wiederum ein frequenzgeregelter Ventilator 57 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Ventilator 57 in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 29 der Heizeinrichtung 19 in der Frischluftleitung 51 angeordnet. Ferner ist eine Steuereinrichtung 58 vorgesehen, die dem Ventilator 57 zugeordnet ist und eine Schnittstelle zu dem Ventilator 57 bildet. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ist mit der Steuereinrichtung 58 des Ventilators 57 verbunden. Somit kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die über die Frischluftleitung 51 in die Zonen 7, 11 geleitete Frischluftmenge steuern. Die Drosselklappen 55, 56 können fest eingestellt sein und gegebenenfalls in ihrer Stellung von einer Bedienperson verändert werden. Allerdings ist es auch möglich, dass die Drosselklappen 55, 56 von der Frischluft- und/oder Abluftmengen- Steuerung 50 variabel verstellt werden, um die Anteile der Frischluftmenge, die in die Zonen 7, 11 geleitet werden, zu steuern.

An den Auslassstellen 53, 54 der Frischluftleitung 51 sind Düsen 59, 60 angeordnet. Hierbei ist die Düse 59 an einem äußeren Ende 61 der Schleu- senzone 7 angeordnet Die Düse 59 ist dabei schräg in den Innenraum 12, das heißt in das Innere der Schleusenzone 7, gerichtet. Ferner ist die Düse 60 an einem äußeren Ende 62 der Schleusenzone 11 angeordnet. Die Düse 60 ist dabei schräg in den Innenraum 12, das heißt in das Innere der Schleusenzone 11 , gerichtet.

Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 steuert über die Steuereinrichtung 46 den Ventilator 45 und über die Steuereinrichtung 58 den Ven- tilator 57 variabel an. Die insbesondere frequenzgeregelten Ventilatoren 45, 57 können dabei einfach verstellt werden. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann somit über den Ventilator 45 die aus der Zone 10 momentan ausgeleitete Abluftmenge einstellen. Ferner kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die über die Frischluftleitung 51 in die Zonen 7, 11 eingeleitete Frischluftmenge einstellen. Die über die Abluftlei- tung 40 entnommene Abluftmenge kann hierdurch durch eine entsprechende Frischluftmenge ersetzt werden. Die eingeleitete Frischluftmenge sowie die ausgeleitete Abluftmenge sind hierbei so gewählt, dass eine Kondensat- Vermeidung im Bereich der Schleusenzonen 7, 11 verhindert ist. Ferner sind die Frischluftmenge und die Abluftmenge hierbei optimiert, das heißt möglichst klein gewählt, um Energie zu sparen. Insbesondere wird zum Aufheizen der über die Frischluftleitung 51 zugeführten Frischluft Energie in der Heizeinrichtung 19 benötigt, deren Verbrauch dadurch optimiert werden kann. Somit kann die erforderliche minimale Frischluftmenge und Abluftmenge eingestellt werden, wobei eine ausreichende Frischluftmenge zur Vermeidung einer Kondensatbildung in den Schleusenzonen 7, 11 erreicht ist. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann zur Steuerung der in die Zonen 7, 11 eingeleiteten Frischluftmenge und der aus der Zone 12 ausgeleiteten Abluftmenge einen oder mehrere Parameter berücksichtigen. Entsprechende Parameter sind vorteilhaft in der Steuerungssoftware hinterlegt, wobei die Parameter in Abhängigkeit vom Betrieb der Anlage veränderbar sind. Da bei verschiedenen Betrϊebszuständen, beispielsweise im Pausenbetrieb, Teillastbetrieb oder Volllastbetrieb, die in den Innenraum 12 eingebrachte Lösungsmittelmenge variiert, kann als ein Parameter die Anzahl der Werkstücke 4 dienen. In der Regel variiert die in den Innenraum 12 eingebrachte Lösungsmittelmenge in direkter Abhängigkeit von der Anzahl der Werkstücke 4, so dass die Frischluft- und Abluftmengen proportional zu der Anzahl der Werkstücke 4 variiert werden können. Hierbei ist es allerdings auch möglich, dass weitere Eigenschaften der Werkstücke 4 berücksichtigt werden, beispielsweise eine Größe des Werkstücks 4, ein Material des Werkstücks 4 oder die Art und Menge des Beschichtungsmaterials oder Klebstoffs. Diese Informationen kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 von einer übergeordneten Anlagensteuerung der Lackieranlage 2 erhalten,

Somit kann einer Anreicherung von Lösungsmitteln, die während des Trocknungs- und/oder Härtungsprozesses aus dem Lackfilm, einem Klebstoff oder dergleichen in den Nutzraum 12 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 gelangen, entgegengewirkt werden. Hierzu kann kontinuierlich ausreichend Frischluft in den Nutzraum 12 geleitet und gleichzeitig lösemittelhaltige Luft aus dem Nutzraum 12 ausgeleitet werden. Hierbei kann für die ausgeleitete Abluft eine thermische Abluftreinigung in der Heizeinrichtung 15 erfolgen. Der hierfür benötigte Energieverbrauch ist dabei optimiert.

Fig. 2 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungs- anläge 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In diesem Ausführungsbeispiel ist eine Werkstück-Erfassungseinrichtung 65 vorgesehen, die in der Förderrichtung 6 betrachtet vor der Schleusenzone 7 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 , aber nach der Lackierzone 3 angeordnet ist. In einem modifizierten Ausführungsbeispϊel ist alternativ oder zusätzlich eine Werkstück- Erfassungseinrichtung vorgesehen, die einem Trockner nachgeschaltet ist. In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird auf eine gesonderte Werkstück- Erfassungseinrichtung verzichtet, wenn über die Anlagensteuerung auf andere Weise ein Indikator für die Werkstückzahl definiert ist. Als Werkstück- Erfassungseinrichtungen kommen erfindungsgemäß bevorzugt Sensoren bzw. Sende-/Empfangseinheiten infrage, die auf der Basis elektromagnetischer Wellen, Induktion und/oder Gewichtskraftmessung arbeiten.

Die Werkstück-Erfassungseinrichtung 65 kann als Sensor ausgestaltet sein, der beim Passieren des Trägers 5 oder des Werkstücks 4 ein Taktsignal an die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ausgibt. Aus den erhaltenen Taktsignalen kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 dann den momentanen Auslastungsgrad der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 bestimmen. Der momentane Auslastungsgrad hängt hierbei von der pro Zeitintervall erfassten Anzahl der Werkstücke 4 ab. Somit kann mit relativ geringem Aufwand eine vorteilhafte Steuerung bzw. Regelung der Frischluftmenge, die in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 eingeleitet, und der Abluftmenge, die aus der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 ausgeleitet wird, erfolgen. Die Werkstück-Erfassungseinrichtung 65 kann allerdings auch als Lesegerät, RFID-Lesegerät, Barcode-Leser oder dergleichen ausgestaltet sein. Bei solch einer Ausgestaltung kann die Werkstück- Erfassungseinrichtung 65 eine Werkstücknummer des Werkstücks 4 oder mit dem Werkstück 4 in Zusammenhang stehende Informationen erfassen. Hierdurch kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 weitere Informationen über das Werkstück 4 bei der Steuerung berücksichtigen. Beispielsweise kann die Beschaffenheit des Werkstücks 4 berücksichtigt wer- den. Hierbei kann eine Größe des Werkstücks 4, ein Material des Werkstücks 4 oder auch die Art und Menge eines Beschichtungsmaterials, insbesondere einer Lackschicht, oder eines Klebstoffes, berücksichtigt werden. Diese Informationen können hierbei durch Bezugnahme auf eine Werkstücknummer des Werkstücks 4 von einem übergeordneten Anlagensteue- rungssystem erhalten werden. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann bei der Steuerung die Informationen der Werkstücke berücksichtigen, die sich bereits in der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 befinden, und/oder die Informationen von einem oder mehreren Werkstücken 4 berücksichtigen, für die ein Trocknungs- bzw. Härtungsprozess an- steht. Hierdurch kann die Steuerung der Frischluft- und/oder Abluftmengen weiter optimiert werden.

Eine weitere Prozessgröße, die von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 berücksichtigt wird, ist die Feuchtigkeit der Luft im Schleusenbereich, das heißt in der Schleusenzone 7 und/oder der Schleusenzone 11. In diesem Ausführungsbeispiel ist in der Schleusenzone 7 ein Feuchtϊgkeitssensor 66 angeordnet. Der Feuchtigkeitssensor 66 erfasst eine Luftfeuchtigkeit in der Schleusenzone 7, insbesondere eine relative Feuchtigkeit. Allerdings kann der Sensor 66 auch mehrere physikalische Größen erfassen, beispielsweise sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch eine Temperatur in der Zone 7.

Die von dem Feuchtigkeitssensor 66 erfasste Luftfeuchtigkeit wird an die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 geleitet. Die Frischluft- und/öder Abluftmengensteuerung 50 steuert die Frischluft- und/oder Abluftmenge in Abhängigkeit der von dem Feuchtigkeitssensor 66 erfassten Luftfeuchtigkeit und weiterer Eingangsgrößen, insbesondere dem über die Werkstück-Erfassungseinrichtung 65 erfassten Auslastungsgrad der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1.

Ferner ist ein Sensor 77 vorgesehen, der über eine Leitung 78 mit der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 verbunden ist. Der Sensor 77 dient zum Erfassen des Gesamtkohlenstoffs im Nutzraum 12. Hierbei ist der Sensor 77 in diesem Ausführungsbeispiel in der Haltezone 10 angeordnet. Vorteilhaft ist es, wenn der Sensor 77 in der Abluftleitung 40 angeordnet ist, um den Gesamtkohlenstoff der Abluft zu messen, die durch die Abluftleitung 40 geführt wird. Ferner ist eine Erfassungseinrichtung 79 an einer Gasleitung 80 für einen Gasbrenner 20 vorgesehen, die zum Erfassen des momentanen Gasverbrauchs des Gasbrenners 20 dient. Die Erfassungseinrichtung 79 kann dabei auch die Stellung einer Gasregelklappe in der Gasleitung 80 erfassen. Dadurch sind indirekte Prozessgrößen zur Bestimmung des Gesamtkohlenstoffs bezüglich des Nutzraums 12 der Zone 10 möglich. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann den direkt oder indirekt bestimmten Gesamtkohlenstoff betreffend den Nutzraum 12 bei der Steuerung der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung allein oder zusammen mit anderen erfassten Größen berücksichtigen.

In diesem Ausführungsbeispiel ist eine Abluftleitung 40 vorgesehen. Die Saugseite 41 der Abluftleitung 40 ist dabei in der Haltezone 10 angeordnet. Ferner führt die Abluftleitung 40 durch den Wärmetauscher 25 der Heiz- einrichtung 15 zu dem Gasbrenner 20. Außerdem ist neben der Abluftleitung 40 eine weitere Abluftleitung 82 vorgesehen. Eine Saugseite 83 der Abluftleitung 82 ist ebenfalls in der Haltezone 10 angeordnet. Die weitere Abluftleitung 82 ist mit der Frischluftleitung 51 an einer Verbindungsstelle 84 zu- sammengeführt. Somit mischen sich an der Verbindungsstelle 84 die Frischluft aus der Frischluftleitung 51 und die Abluft aus der weiteren Abluftleitung 82. Ab der Verbindungsstelle 84 ist dieses Gemisch in einer gemeinsamen Leitung (Gasleitung) 85 weitergeführt. Die Leitung 85 weist hierbei entsprechend der in der Fig. 1 dargestellten Frischluftleitung 51 eine erste Aus- lassstelle 53 an der Schleusenzone 7 und eine zweite Auslassstelle 54 an der Schleusenzone 11 auf.

In der weiteren Abluftleitung 82 ist ein in seinem Durchsatz verstellbarer, insbesondere frequenzgeregelter Ventilator 86 angeordnet. Der Ventilator 86 ist mit einer Steuereinrichtung 87 verbunden, die als Schnittstelle zu dem Ventilator 86 dient. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ist mit der Steuereinrichtung 87 des Ventilators 86 verbunden. Ferner ist in der weiteren Abluftleitung 82 eine Drosselklappe 88 angeordnet. Die Drosselklappe 88 befindet sich in Strömungsrichtung der Abluft betrachtet hinter dem Ventilator 86 in der weiteren Abluftleitung 82. Die Drosselklappe 88 ist mittels eines Elektromotors 89 verstellbar. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ist mit dem Elektromotor 89 der Drosselklappe 88 verbunden. Außerdem ist in der Frischluftleϊtung 51 der frequenzgeregelte Ventilator 57 angeordnet, der über die Steuereinrichtung 58 von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ansteuerbar ist.

Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 steuert in Abhängigkeit der Eingangsgrößen die Frischluft- und/oder Abluftmengen. In diesem Aus- führungsbeispϊel erfolgt die Steuerung über einen insbesondere frequenzge- regelten Ventilator 45, der in der Abluftleitung 40 angeordnet ist, einen weiteren insbesondere frequenzgeregelten Ventilator 86, der in der weiteren Abluftleitung 82 angeordnet ist, eine Drosselklappe 88, die in der Abluftleitung 82 angeordnet ist, und einen weiteren insbesondere frequenzgeregelten Ventilator 57, der in der Frischluftleitung 51 angeordnet ist. Die Steuerung erfolgt hierbei in Bezug auf die beiden Kriterien, nämlich Energieeinsparung und Kondensatvermeidung, und das dritte Kriterium, nämlich die Begrenzung der Lösemittelkonzentration auf unterhalb 25% der UEG. Um diese Kriterien zu erfüllen, ist eine gewisse Menge an Abluft aus der Haltezone 10 auszuleiten. Die auszuleitende Abluft wird über die Abluftleitung 40 aus der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 entfernt, wobei eine thermische Abluftreinigung in der Brennkammer 43 erfolgt.

Die über die Abluftleitung 40 entnommene Abluft stellt allerdings nur einen Teil der insgesamt aus der Haltezone 10 entnommenen Abluft dar. Ein anderer Teil der aus der Haltezone 10 ausgeleiteten Abluft gelangt über die weitere Abluftleitung 82 in die Leitung 85. Dieser andere Teil der Abluft wird dann zusammen mit der Frischluft in die Zonen 7, 11 eingeleitet Der andere Teil der Abluft dient in Bezug auf die gesamte Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 somit als Umluft. Dadurch kann die mit dem Lösungsmittel angereicherte Luft über den Innenraum 12 verteilt werden. Hierdurch wird eine hohe Konzentration von Lösungsmitteln in der Luft der Zone 10 verringert, wobei die thermische Energie erhalten bleibt. Somit kann der Energiebedarf weiter verringert werden. Über die Ventilatoren 45, 86 kann die gesamte, aus der Haltezone 11 ausgeleitete Abluftmenge gezielt an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Außerdem kann der über die Abluftleitung 40 geführte Teil der Abluftmenge und der über die weitere Abluftleitung 82 geführte weϊ- tere Teil der Abluftmenge gezielt eingestellt werden. Außerdem kann die Drosselklappe 88 zur Steuerung des Teils der Abluftmenge, die über die weitere Abluftleitung 82 geführt wird, eingesetzt werden. Speziell kann die Drosselklappe 88 zum Sperren der weiteren Abluftleitung 82 dienen, so dass ein Einströmen von Frischluft aus der Frischluftleitung 51 in Gegenrichtung durch die weitere Abluftleitung 82 verhindert ist. Dies kann beispielsweise im voll ausgelasteten Zustand der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 erfolgen, in dem der Ventilator 86 ausgeschaltet sein kann. Somit kann der über die weitere Abluftleitung 82 geführte Teil der Abluftmenge einen Teil der zugeführten Frischluftmenge ersetzen. Dabei ist das über die Düsen 59, 60 in die Schleusenzonen 7, 11 gelangende Luftgemisch aus der Abluft und der Frischluft aufgeheizt und relativ trocken, wenn dieses mit der Schleusenumluft in den Schleusenzonen 7, 11 in Berührung kommt. Einer Kondensatbildung in den Schleusenzonen 7, 11 ist daher entgegengewirkt.

Die Luft im Innenraum 12 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 , ins- besondere die Schleusenluft in den Schleusenzonen 7, 11, kann außerdem auf geeignete Weise gefiltert werden.

Fig. 3 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist im Unterschied zu dem anhand der Fig. 2 beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel in der Leitung 85 ein insbesondere (frequenz-)geregelter Ventilator 57' angeordnet. In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist einem ggf. ungeregelten Ventilator 57' ein Durchlass-/Leitgitter und/oder eine Durchlassklappenvorrichtung zugeordnet, über die eine Durchströmung des Ventilators einstellbar ist. Der Ventilator 57' ist mit einer Steuereinrichtung 58' verbunden, die als Schnittstelle dient. Über die Steuereinrichtung 58' kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 den Ventilator 57' und/oder dessen Durchlassgitter ansteuern. Der Ventilator 57' in der Leitung 85 ersetzt somit in Bezug auf das zweite Ausführungsbeispiel den Ventilator 86 in der weiteren Abluftleitung 82 und den Ventilator 57 in der Frischluftleitung 51. Somit können auch die zugeordneten Steuereinrichtungen 58, 87 durch eine Steuereinrichtung 58' ersetzt werden. Der bevorzugt geregelt einstellbar ausgeführte Ventilator 57' dient in diesem Ausführungsbeispiel als (multsfunktionaler) Ventilator 57' zum Ansaugen der Frischluft über die Frischluftleitung 51 als auch zum Ansaugen der als Umluft für die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 dienenden Abluft aus der Haltezone 10. Alternativ oder zusätzlich kann die als Umluft dienende Abluft auch aus einer anderen Zone, beispielsweise der Aufheizzone 8 und/oder der Aufheizzone 9, entnommen werden. Über den Ventilator 57' ist somit direkt eine Einstellung der Gesamtluftmenge möglich, die über die Schleusenzonen 7, 11 in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 geleitet wird. Der Anteil der Abluft sowie der Anteil an Frischluft des in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 geleiteten Luftgemisches kann durch den Ventilator 57' allerdings nicht eingestellt werden, da dieser nur die Gesamtmenge beeinflusst. Zum Einstellen des über die weitere Abluftleitung 82 geführten Teils der Abluftmenge und der über die Frischluftleitung 51 ge- führten Frischluftmenge dienen die Drosselklappe 88 in der weiteren Abluftleitung 82 sowie eine Drosselklappe 90 in der Frischluftleitung 51. Hierbei ist für die Drosselklappe 90 ein Elektromotor 91 vorgesehen, der von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 ansteuerbar ist.

Somit kann in diesem Ausführungsbeispiel Frischluft mit einem als Umluft dienenden Teil der Abluft vor dem Eintritt in die Schleusenzonen 7, 11 gemischt werden. Ferner kann die Gesamtmenge des Luftgemisches über den Ventilator 57' beeinflusst werden. Die Anteile der Abluft und der Frischluft an diesem Luftgemisch können über die Drosselklappen 88, 90 eingestellt wer- den. Hierbei ist eine vorteilhafte Steuerung durch die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung möglich, die direkt oder indirekt vom momentanen Ausiastungsgrad und dem Betriebszustand der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 abhängen kann.

Fig. 4 zeigt eine Schleusenzone einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 entsprechend einer möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei den anhand der Figuren 1 , 2 und 3 beschriebenen Trocknungs- und/oder Härtungsanlagen 1 des ersten, zweiten bzw. dritten Ausführungsbeispiels vorgesehen sein kann. Die Schleusenzone 7 weist einen Boden 92 und eine De- cke 93 auf. Die erste Auslassstelle 53 der Frischluftleitung 51 bzw. der Leitung 85 mündet in einen durch geeignete Elemente 94 von dem Innenraum 12 abgetrennten Vorraum 95. In dem Vorraum 95 ist ein Filter 96 angeordnet, das von der über die Auslassstelle 53 in den Vorraum 95 gelangende Luft passiert wird. Aus dem Vorraum 95 strömt die Luft, das heißt die Frischluft bzw. das Gemisch aus Frischluft und Abluft, in den Innenraum 12. Wenigstens eine Düse 59 ist an dem äußeren Ende 61 der Schleusenzone 7 angeordnet und unter einem ge- wissen Winkel in den Innenraum 12 gerichtet. In bevorzugter Weise ist eine Seite der Schlitzdüse beweglich ausgeführt (z.B. in einer Langlochführung). Somit kann vom Inbetriebnahmepersonal die Schiitzbreite der Düse eingestellt und fixiert werden. Damit kann die Düsenaustrittsgeschwindigkeit eingestellt werden.

Durch die Richtung der Düse 59 ist eine Trennebene 106 vorgegeben, die in der Fig. 4 durch eine unterbrochen dargestellte Linie 106 veranschaulicht ist. Die Trennebene 106 teilt den Innenraum 12 im Bereich der Schleusenzone 7 in einen äußeren Teil 97 und einen inneren Teil 98 auf. Im inneren Teil 98 herrscht aufgrund der warmen Atmosphäre ein thermischer Druck, der eine Strömung 99 im inneren Teil 98 des Innenraums 12 in Richtung des äußeren Endes 61 der Schleusenzone 7 bedingt. Die Strömung 99 ist in der Fig. 4 durch Pfeile 99 veranschaulicht. Die über die Düse 59 einströmende Luft arbeitet gegen diese Strömung 99. Die Strömung 99 wird hierbei durch die über die Düse 59 in die Schleusenzone 7 einströmende Luft umgelenkt, so dass die aufgeheizte Luft zurück in den innenraum strömt, wie es durch Pfeile 100 veranschaulicht ist. Somit gelangt die heiße Luft aus dem inneren Teil 98 nicht in den äußeren Teil 97, so dass eine Schleuse gebildet ist. Zumindest ist eine Energieabgabe durch thermische Konvektion wesentlich verringert.

Speziell bei dem anhand der Figuren 2 und 3 beschriebenen zweiten und dritten Ausführungsbeispiel besteht der Vorteil, dass das Gasgemisch, das über die Düse 59 in den Innenraum 12 einströmt, gut vorgeheizt und relativ trocken ist, so dass eine Kondensation beim Aufeinandertreffen der Strömung 99 mit dem über die Düse 59 einströmenden Gemisch verhindert ist. Die in der Heizeinrichtung 19 benötigte Energie zum Aufheizen der Frischluft kann dadurch optimiert werden. Fig. 5 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem vierten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeϊspϊel ist eine Abluftleitung 82' vorgesehen, über die als Umluft dienende Abluft aus der Haltezone 10 ab- führbar ist. Eine Saugseϊte 83' der Abluftleitung 82' ist hierbei in Förderrichtung gesehen am Beginn der Haltezone 10 angeordnet. Außerdem ist die Abluftleitung 40 vorgesehen, deren Saugseite 41 ebenfalls zu Beginn der Haltezone 10 angeordnet ist. Die Abluftleitung 82' zweigt sich in einen Teil

101 und einen Teil 102 auf. Dabei führt der Teil 101 der Abluftleitung 82' zu einer ersten Auslaufstelle 53' der Abluftleitung 82'. Der zweite Teil 102 der

Abluftleitung 82' führt zu einer Auslassstelle 54' der Abluftleitung 82'. Die Abluftleitung 82' teilt sich hierbei an einer Verzweigungsstelle 103 in die Teile 101 , 102 auf. In Strömungsrichtung der Abluft betrachtet ist in der Abluftleitung 82' vor der Verzweigungsstelle 103 ein Ventilator 86' angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Ventilator 86' nicht notwendigerweise frequenzgeregelt. Insbesondere kann der Ventilator 86' einen konstanten Abluftvolumenstrom erzeugen. Die über die Abluftleitung 82' in die Zonen 7, 11 geführte Abluftmenge kann hierbei fest eingestellt sein. In den Teilen 101 ,

102 sind Drosselklappen 104, 105 angeordnet, die fest eingestellt sind. Hier- bei kann beispielsweise eine Bedienperson oder ein Hilfsantrieb die Drosselklappen 104, 105 manuell und/oder individuell verstellen, um die über die Abluftleitung 82' geführte Abluft auf die Teile 101 , 102 und somit die Schleusenzonen 7, 11 geeignet aufzuteilen.

In diesem Ausführungsbeispiel sind die Düsen 59, 60 der Schleusenzonen 7, 11 geteilt ausgestaltet. Hierbei weist die Düse 59 einen äußeren Teil 59' und einen inneren Teil 59" auf. Ferner weist die Düse 60 einen äußeren Teil 60' und einen inneren Teil 60" auf. Die Ausgestaltung der Düsen 59, 60 ist anhand der Fig. 7 in weiterem Detail beschrieben.

In diesem Ausführungsbeϊspiel bestimmt die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die erforderliche Frischluftmenge. Hierbei steuert die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 den frequenzgeregelten Ventilator 57', der in der Frischluftleitung 51 angeordnet ist, so an, dass die gewünschte Frischluftmenge in den Innenraum 12 geleitet wird. Entsprechend der eingeleiteten Frischluftmenge steuert die Frischluft- und/oder Ab- luftmengensteuerung 50 den Ventilator 45 an, um die der Frischluftmenge entsprechende Abluftmenge über die Abluftleitung 40 aus dem Innenraum 12 zu entnehmen. Die über die Abluftleitung 82' aus der Haltezone 10 ausgeleitete Abluft wird bei dieser Steuerung nicht berücksichtigt, da diese als Umluft in die Zonen 7, 11 geführt wird und somit zurück in den Innenraum 12 gelangt.

Fig. 6 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem fünften Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel sind Abluftleitungen 82', 82" vorgesehen. Im Unterschied zu dem anhand der Fig. 5 beschriebenen vierten Ausführungsbeispiel ist daher zusätzlich zu der Abluftleitung 82' eine weitere Abluftleitung 82" vorgesehen. Dadurch verändert sich auch die Ausgestaltung der Abluftleitung 82'. Bei dem in der Fig. 6 dargestellten fünften Ausführungsbeispiel befindet sich ein Saugbereich 83' im Bereich der Halte- zone 10. Ferner ist in diesem Ausführungsbeispiei neben der Haltezone 10 die Schleusenzone 11 angeordnet. Die Abluftleitung 82' führt die Abluft aus der Haltezone 10 in die neben der Haltezone 10 angeordnete Schleusenzone 11. Die Abluft wird dabei an der zweiten Auslassstelle 54' zu der Düse 60 geführt. In der Abluftleitung 82' sind ein Ventilator 86' und eine Drossel- klappe 105 angeordnet. Der Ventilator 86' ist dabei in Strömungsrichtung gesehen vor der Drosselklappe 105 angeordnet. Der Ventilator 86' ist in diesem Ausführungsbeispiel nicht frequenzgeregelt. Die Drosselklappe 105 ist fest eingestellt und kann gegebenenfalls von einer Bedienperson oder mittels eines Elektroantriebs verstellt werden.

Die Abluftleitung 82" weist einen Saugbereich 83" auf, der im Bereich der ersten Aufheizzone 8 angeordnet ist. Hierbei ist in der Förderrichtung 6 be- trachtet die Schleusenzone 7 direkt vor der ersten Aufheizzone 8 angeordnet. Die Abluftleitung 82" führt von der ersten Aufheizzone 8 in die neben der ersten Aufheizzone 8 angeordnete Schleusenzone 7. Dadurch kann eine gewisse Abluftmenge aus der ersten Aufheizzone 8 in die Schleusenzone 7 geleitet werden. In der Abluftleitung 82" sind ein Ventilator 86" und eine Drosselklappe 104 angeordnet. Dabei ist in Strömungsrichtung betrachtet die Drosselklappe 104 hinter dem Ventilator 86 angeordnet. Der Ventilator 86 ist nicht notwendigerweise frequenzgeregelt. Die Drosselklappe 104 kann von einer Bedienperson fest eingestellt werden. Über die Abluftleitungen 82', 82" können jeweils vorbestimmte, konstante, als Umluftmengen dienende Abluftmengen geleitet werden. Hierbei wird die über die Abluftleitung 82' geleitete Abluftmenge aus der Haltezone 10 entnommen. Ferner wird die über die Abluftleitung 82" geleitete Abluftmenge aus der ersten Aufheizzone 8 entnommen. Die entnommenen Abluftmengen werden dann über die Schleu- senzonen 7, 11 zurück in den Innenraum 12 geführt.

In diesem Ausführungsbeispiel steuert die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die über die Abluftleitung 40 endgültig aus dem Innenraum 12 entnommene Abluftmenge mittels eines Ventilators 45 mit einstellbarem Fördervolumenstrom. Ferner wird diese Abluftmenge durch eine entsprechende Frischluftmenge ersetzt. Hierfür stellt die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 bevorzugt die Drehfrequenz oder den Durchlassquerschnitt des Ventilators 57 ein und zwar angepasst an den Bedarf in der Anlage. Bei einer Mehrzahl von parallel geschalteten Ventilatoren können diese einzeln, angepasst an den Bedarf, stufenweise zu oder abgeschaltet werden.

Fig. 7 zeigt die Schleusenzone 7 einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 entsprechend einer weiteren möglichen Ausgestaltung, die ϊnsbesonde- re bei dem anhand der Fig. 5 beschriebenen vierten Ausführungsbeispiel und dem anhand der Fig. 6 beschriebenen fünften Ausführungsbeispiel vorgesehen sein kann. Der Schleusenzone 7 wird Frischluft über die erste Aus- IasssteIIe 53 der Frischluftleitung 51 zugeführt. Ferner wird der Schleusenzone 7 Abluft über die erste Auslassstelle 53 des Teils 101 der Abluftieitung 82' bzw. der Abluftieitung 82" zugeführt. Hierbei gelangt die Frischluft aus der Auslassstelle 53 in ein Filter 96, und die Abluft aus der Auslassstelle 53' gelangt in ein weiteres Filter 69'. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Vorraum 95 zweigeteilt. Hierbei ist ein Teil 95" zum Durchleiten der Frischluft aus der Auslassstelle 53 vorgesehen. Ein Teil 95" des Vorraums 95 ist für die Abluft aus der Auslassstelle 53 vorgesehen. Die beiden Teile 95', 95" des Vorraums 95 sind über eine feststehende Trennwand 107 voneinander ge- trennt. Die Trennwand 107 trennt die durch den Vorraum 95 strömende Frischluft von der durch den Vorraum 95 strömenden Abluft. Dadurch werden die Frischluft und die Abluft getrennt zu der Düse 59 geführt. Hierbei wird die Frischluft aus dem Teil 95' des Vorraums 95 in den äußeren Teil 59' der Düse 59 geführt, während die Abluft in den inneren Teil 59" der Düse 59 geführt wird. Die Düse 59 ist so ausgestaltet, dass zwei nebeneinander liegende Strömungen in den Innenraum 12 erzeugt sind. Dies ist in der Fig. 7 durch Trennebenen 106', 106" veranschaulicht. Hierbei liegt die Trennebene 106, die der Frischluft zugeordnet ist, näher an dem äußeren Ende 61 der Schleusenzone 7 als die Trennebene 106", die der Abluft zugeordnet ist. Von dem äußeren Ende 61 aus betrachtet ist der äußere Teil 59' dem inneren Teil 59" der Düse 59 vorgelagert. Somit wird eine angesaugte, kalte Hallenluft durch den Frischluftvorhang im Bereich der Trennebene 106' aufgeheizt, bevor diese mit der Schleusenumluft in Berührung kommt. Auf diese Weise kann beispielsweise einer Kondensatbildung entgegengewirkt werden.

Hierbei wird auch die Strömung 99 durch den Abluftstrom aus der Düse 59 sowie den Frischluftstrom aus der Düse 59 umgelenkt, wie es durch die Pfeile 100 veranschaulicht ist.

Auch bei diesem Ausführungsbeispiel können eine oder mehrere Schlitzdüsen an einer Seite beweglich gelagert sein (z.B. Langlochführung). Somit kann vom Inbetriebnahmepersonal die Schlitzbreite eingestellt und anschlie- ßend fixiert werden. Damit lässt sich die Düsenaustrϊttsgeschwindigkeit einstellen. Mehrere parallel geschaltete Düsen können des weiteren mit oder ohne größeren Abstand nebeneinander angeordnet sein.

Fig. 8 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematϊschen Darstellung entsprechend einem achten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Abluftleitung 82' vorgesehen, die an ihrer Saugseite 83' als Umluft dienende Abluft aus der Haltezone 11 über die Teile 101 , 102 der Abluftleitung 82' zu den Düsen 59, 60 der Schleusenzonen 7, 11 leitet. Allerdings ist im Unterschied zu dem anhand der Fig. 5 beschriebenen Ausführungsbeispiei eine Steuereinrichtung 87' für den Ventilator 86' vorgesehen. Der Ventilator 86' ist hierbei bevorzugt als frequenzgeregelter Ventilator 86' ausgestaltet. Die Steuereinrichtung 87' dient als Schnittstelle für den insbesondere (fre- quenz-)geregelten Ventilator 86'. Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann hierbei den Ventilator 86' über die Steuereinrichtung 87' ansteuern. Somit kann die als Umluft dienende Abluft, die über die Abluftleitung 82' aus der Haltezone 10 in die Schleusenzonen 7, 11 geleitet wird, hinsichtlich ihrer Abluftmenge von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 variiert werden. Hierdurch kann beispielsweise eine in der Haltezone 10 auftretende, erhöhte Konzentration von Lösungsmitteln verringert werden, indem eine stärkere Umverteilung im Innenraum 12 erfolgt. Hierdurch kann die über die Abluftleitung 40 ausgeleitete Abluftmenge und somit die über die Frischluftleitung 51 zugeführte Frischluft jeweils verringert werden. Dies ermög- licht eine Energieeinsparung.

Außerdem sind in diesem Ausführungsbeispiei Stellantriebe 108, 109 für die Düsen 59, 60 vorgesehen. Die Ausgestaltung der Stellantriebe 108, 109 für die Düsen 59, 60 ist anhand der Fig. 10 im weiteren Detail beschrieben.

Fig. 9 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem siebten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Abluftleitung 82" vorgesehen, die Abluft aus der ersten Aufheizzone 8 in die Schleusenzone 7 leitet. Ferner ist die Abiuftleitung 82 vorgesehen, die Abluft aus der Haltezone 10 in die Schleusenzone 11 leitet. Im Unterschied zu dem anhand der Fig. 6 beschriebenen fünften Ausführungsbeispiels ist eine Steuereinrichtung 87 für den Ventilator 86 vorgesehen. Der Ventilator 86 ist dabei als hinsichtlich des Volumenstroms einstellbarer Ventilator ausgestaltet. Außerdem ist eine Steuerung 87' für den Ventilator 86' vorgesehen. Der Ventilator 86' ist hierbei als insbesondere frequenzgeregelter Ventilator 86' ausgestaltet. In modifizierten Ausführungsbeispielen sind die Volumenströme der Ventilatoren 86, 86' (Ventilatoreinheit) mittels Leit-/Durchlassgittern oder Klappen e- lektromechanisch ferngesteuert einstellbar.

Die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 kann über die Steuerein- richtung 87 den in der Abluftleitung 82" angeordneten Ventilator 86 ansteuern. Ferner kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 über die Steuereinrichtung 87' den Ventilator 86', der in der Abluftleitung 82 angeordnet ist, ansteuern. Hierdurch kann die Abluftmenge, die in Form von Umluft aus der ersten Aufheizzone 8 in die Schleusenzone 7 geführt wird, einge- stellt werden. Außerdem kann die als Umluft dienende Abluft, die aus der Haltezone 10 in die Schleusenzone 11 geführt wird, bedarfsgerecht ange- passt werden. Ferner kann die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 die Stellantriebe 108, 109 betätigen, wie es im weiteren Detail auch anhand der Fig. 10 beschrieben ist.

Fig. 10 zeigt eine Schleusenzone 7 einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 entsprechend einer weiteren möglichen Ausgestaltung, die insbesondere bei dem anhand der Fig. 8 beschriebenen sechsten Ausführungsbeispiel und dem anhand der Fig. 9 beschriebenen siebten Ausführungsbeispiel vorgesehen sein kann. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Trennwand 107 mit dem Stellantrieb 108 verbunden. Der Stellantrieb 108 kann die Trennwand 107 hierbei verstellen, wie es durch den Doppelpfeil 115 veranschau- licht ist. Die Trennwand 107 kann beispielsweise als Trennblech 107 ausgestaltet sein. Bei der anhand der Fig. 7 beschriebenen Ausgestaltung der Schleu» senzone 7 ist die Trennwand 107 vorzugsweise so angeordnet, dass sich für den äußeren Teil 59" und den inneren Teil 59" der Düse 59 zumindest nähe- rungsweise gleich große Schlitzdüsenbreiten ergeben. Bevorzugt ist bei beiden Düsen jeweils eine Seite beweglich ausgeführt (z.B. Langlochführung). Somit kann vom Inbetriebnahmepersonal die Schlitzbreite eingestellt und anschließend fixiert werden. Damit lässt sich die Düsenaustrittsgeschwindigkeit beider Düsen einstellen.

Bei dem in der Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel kann hingegen die Trennwand 107 manuell oder automatisch verstellt werden, so dass ausgehend von einer Grundstellung beim Betrieb der Anlage eine Variierung der Schiitzdüsenbreiten des äußeren Teils 59' und des inneren Teils 59" der Du- se 59 möglich ist. Der Stellantrieb 108 kann hierbei von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 angesteuert werden, wie es in den Fig. 8 und 9 veranschaulicht ist. Entsprechend kann auch der Stellantrieb 109 von der Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 angesteuert werden, um die Schiitzdüsenbreiten des äußeren Teils 60' sowie des inneren Teils 60" der Düse 60 der Schleusenzone 11 zu variieren. Hierdurch ist eine Anpassung an unterschiedlich große Frischluftmengen und/oder Abluftmengen, die in die Schleusenzonen 7, 11 geleitet werden, möglich. Somit kann bei unterschiedlich großen Frischluft- bzw. Abluftmengen eine konstante Düsengeschwindigkeit realisiert werden.

Fig. 11 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem achten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel erzeugt der in der Ab- luftleitung 82' angeordnete Ventilator einen konstanten Umluftstrom. Somit wird über die Abluftleitung 82' eine konstante Abluftmenge in die Schleusenzonen 7, 11 geleitet. Im Unterschied zu dem anhand der Fig. 5 beschriebenen vierten Ausführungsbeispiel ist in der Schleusenzone 7 die Düse 59 an- geordnet, die in diesem Ausführungsbeϊspiel nur für die über die erste Auslassstelle 53' des Teils 101 der Abluftleitung 82' strömende Abluft dient. Entsprechend dient die Düse 60 der Schleusenzone 11 nur für die über den Teil 102 der Abluftleitung 82' strömende Abluft. Für die über die Frischluftleitung 51 an den Auslassstellen 53, 54 in die Schleusenzonen 7, 11 strömende Frischluft sind separate Frischlufteinlassbereiche 116, 117 vorgesehen, die nach unten orientiert sind und mittels derer ein Frischluftvorhang erzeugt wird. Die über die Frischlufteinlassbereiche 116, 117 in die Schleusenzonen 7, 11 geführten Frischluftmengen erzeugen hierbei bevorzugt vertikal ausge- dehnte Frischluftvorhänge, um den Innenraum 12 an den äußeren Enden 61 , 62 der Schleusenzonen 7, 11 gegenüber der kalten Hallenluft abzudichten. Derartige Frischlufteinlassbereiche können konkret wie folgt ausgestaltet sein: Düsen, beispielsweise Schlitzdüsen, Runddüsen, Hochdruckdüsen, Düsen mit veränderlichem Querschnitt für veränderliche Geschwin- digkeit. Daneben können Luftauslässe, beispielsweise umfassend Filter oder Jalousieklappen, zum Einsatz kommen und an verschienen Positionen über den gesamten lichten Schleusenquerschnitt verteilt angeordnet sein. Dadurch ist eine Kondensation in den Schleusenzonen 7, 11 verhindert. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel sind die Düsen 59, 60 schräg in den Innenraum gerichtet, um eine Strömung 99 zurückzuhalten.

Fig. 12 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem neunten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Abluftleitung 82" zwischen der ersten Aufheizzone 8 und der Schleusenzone 7 vorgesehen. Dadurch kann Abluft aus der ersten Aufheizzone 8 in die Schleusenzone 7 geleitet werden. Die Abluftmenge dient hierbei als Umluftmenge. Die Abluftmenge ist dabei konstant, wobei über die Drossel 104 eine gewisse Anpassung durch eine Bedϊenperson erfolgen kann. Entsprechend dient die Abluft- leitung 82' zum Leiten einer gewissen Abluftmenge von der Haltezone 10 in die Schleusenzone 11. Die Abluft strömt hierbei von der Abluftleitung 82" durch die Düse 59 in den Innenraum 12 der Schleusenzone 7. Ferner strömt die Abluft aus der Abluftleitung 82' über die Düse 60 in den Innenraum 12 der Schieusen- zone 11.

Für die zugeführte Frischluft, deren Frischluftmenge durch die Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 steuerbar ist, sind separate Frischlufteinlassbereiche 116, 117 vorgesehen. Die separaten Frischlufteinlassberei- che 116, 117 erzeugen vertikal orientierte Frischluftvorhänge. Verschiedene Düsen, zum Beispiel Schlitzdüsen, Runddüsen, Hochdruckdüsen und Düsen mit veränderlichem Querschnitt für veränderliche Geschwindigkeit, oder Luft- auslasse, wie Filter oder Jalousieklappen, können zum Einsatz kommen und an verschienen Positionen über den gesamten lichten Schleusenquerschnitt verteilt angeordnet sein.

Fig. 13 zeigt eine Schleusenzone 7 einer Trocknungs- und/oder Härtungsan- läge 1 entsprechend einer möglichen weiteren Ausgestaltung, die insbesondere bei dem anhand der Fig. 11 beschriebenen achten Ausführungsbeispiel oder bei dem anhand der Fig. 12 beschriebenen neunten Ausführungsbeispiel der Lackieranlage 2 mit der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 vorgesehen sein kann. Die Zone 7 weist im Bereich ihrer Decke 93 Elemente 94 auf, die den Vorraum 95 von dem Innenraum 12 abtrennen. Dabei wird durch den Vorraum 95 bei dieser Ausgestaltung nur die Abluft geführt. Die Frischluft wird über einen separaten Vorraum 95' geleitet. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Düse 116 in Form einer Blende gestaltet, die eine oder mehrere voneinander durch Stege oder dergleichen getrennte Blenden- Öffnungen aufweisen kann. In diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Düse 116 auch eine oder mehrere Öffnungen 116' an einer Seitenwand der Zone 7. Entsprechende Öffnungen, die den Öffnungen 116' der Düse 116 gegenüberliegen, sind an der anderen Seitenwand der Zone 7 vorgesehen. Somit strömt über die Düse 116 Frischluft sowohl von oben nach unten als auch von den beiden Seiten nach innen. Dadurch ist ein vertikal orientierter Frischluftvorhang 118 gebildet. Der Frischluftvorhang 118 bringt die kalte Hallenluft auf eine erhöhte Temperatur, bevor diese mit der Schieusenumluft in Berührung kommt. Somit sind Luftauslässe, wie Filter, Jalousieklappen, über den gesamten lichten Schleusenquerschnitt möglich.

Die über den Vorraum 95 geführte Abluft strömt durch die Düse 59, wobei die Düse 59 schräg in den Innenraum 12 gerichtet ist. Durch die Abluft wird somit die Strömung 99 umgelenkt, wie es durch die Pfeile 100 veranschaulicht ist.

Fig. 14 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungs- anläge 1 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem zehnten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Abluftleitung 82' vorgesehen, die der Haltezone 10 zugeordnet ist. Hierbei ist über die Abluftleitung 82' Abluft aus der Haltezone 10 abführbar. Die Saugseite 83' der Abluftleitung 82' ist in der Haltezone 10 angeordnet. In der Abluftleitung 82' ist der Ventilator 86' angeordnet. Hierbei kann der Ventilator 86' gegebenenfalls durch eine Bedienperson eingestellt werden, um einen bestimmten, konstanten Abluftvolumenstrom zu erzeugen.

in diesem Ausführungsbeispiel ist der von dem Ventilator 86' erzeugte Ab- luftvolumenstrom hinter dem Ventilator 86' auf die Teile 101 , 102 der Abluftleitung 82' aufgeteilt. Hierbei führt der Teil 101 der Abluftleitung 82' zu der Schleusenzone 7, während der Teil 102 zu der Schleusenzone 11 führt. Eine Bedienperson oder ein Hilfsantrieb kann die Drosselklappen 104, 105 auf geeignete Weise einstellen. Durch die Einstellung der Drosselklappen 104, 105 sowie die Einstellung des Ventilators 86' können innerhalb gewisser Grenzen eine bestimmte Abluftmenge für die Schleusenzone 7 und eine bestimmte Abluftmenge für die Schleusenzone 11 vorgegeben werden. Die Abluftmenge für die Schleusenzone 7 kann dabei je nach Bedarf kleiner, gleich oder größer als die Abluftmenge für die Schleusenzone 11 eingestellt sein. Ober den Frischlufteingang 52 wird außerdem Frischluft angesaugt, wobei ein Frischluftvolumenstrom durch die Frischluftieitung 51 mittels des Ventilators 57 erzeugt ist. Eine Bedienperson oder eine Anlagensteuerungseinrichtung kann hierbei den Ventilator 57 einstellen, um den gewünschten Frisch- luftvolumenstrom durch die Frischluftleitung 51 zu erzeugen. Ferner kann die Bedienperson die Drosselklappen 55, 56, die den Schleusenzonen 7, 11 zugeordnet sind, geeignet einstellen. Durch Einstellen des Ventilators 57 und der Drosselklappen 55, 56 können somit eine Frischluftmenge für die Schleusenzone 7 und eine Frϊschluftmenge für die Schleusenzone 11 vorge- geben werden. Die Frischluftmengen für die Schleusenzonen 7, 11 sind hierbei abhängig vom gewünschten Betriebszustand gleich groß oder unterschiedlich groß einstellbar.

Bei der in der Fig. 14 dargestellten Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 des zehnten Ausführungsbeϊspiels kann daher auch ohne eine Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50, wie sie beispielsweise in den Figuren 5, 6 und 7 dargestellt ist, die Frischluftmenge durch eine Abluftmenge ergänzt werden. Dadurch kann die benötigte Frischluftmenge reduziert werden, wodurch sich eine Energieeinsparung ergibt. In diesem Ausführungs- beispiel wird die Abluft aus der Haltezone 10 entnommen. Dies entspricht einer Situation, wie sie beispielsweise auch anhand der Fig. 5 beschrieben ist. Es sind aber auch andere Ausgestaltungen möglich. Beispielsweise ist auch eine Ausgestaltung möglich, wie sie anhand der Fig. 6 beschrieben ist. Hierbei kann die Abluftmenge für die Schleusenzone 7 der ersten Aufheiz- zone 8 entnommen werden. Und die Abluftmenge für die Schleusenzone 11 kann der Haltezone 10 entnommen werden. Ferner ist es möglich, dass eine anhand der Fig. 2 beschriebene Variante in entsprechender Weise realisiert wird, bei der die Frischluft und die Abluft in der Leitung 85 gemischt werden. Der Ventilator 86, der in der Fig. 2 dargestellt ist, kann in diesem Fall eben- falls durch eine Bedienperson oder einen Hilfsantrieb individuell eingestellt werden. Ferner kann auch die Drosselklappe 88 durch eine Bedienperson oder einen Hilfsantrieb eingestellt werden. Somit kann auch in dieser Varian- te ohne eine Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 eine Energieeinsparung erfolgen, indem der Frischluft eine gewisse Abluftmenge zugemischt wird. Dadurch wird die benötigte Menge an Frischluft reduziert.

Ferner können in den Schleusenzonen 7, 11 unterschiedliche Schleusenkonzepte realisiert werden. Beispielsweise kann die Schleuse 7 entsprechend dem anhand der Fig. 7 beschriebenen Ausführungsbeispiel ausgestaltet sein.

Bei einer Ausgestaltung der in der Fig. 14 dargestellten Schleusenzone 7 entsprechend dem anhand der Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel kann dem durch den inneren Teil 59" gebildeten Trocknerabluftdüsenbereich der durch den äußeren Teil 59' gebildete Frischluftdüsenbereich vorgelagert sein. Dadurch wird die an dem äußeren Ende 61 der Schleusenzone 7 an- gesaugte, kalte Hallenluft zunächst durch den Frischluftvorhang auf Temperatur gebracht, bevor diese mit der Schleusenumluft in Berührung kommt.

Die Düse 59 kann hierbei auf unterschiedliche Weisen gestaltet sein. Beispielsweise kann die Düse 59 als Schlitzdüse, Runddüse, Hochdruckdüse, als Düse mit veränderlichem Querschnitt für veränderliche Geschwindigkeit oder dergleichen ausgestaltet sein. Möglich ist es auch, dass die Düse 59 auf mehrere Teildüsen aufgeteilt ist, die an verschiedenen Positionen über den gesamten lichten Schleusenquerschnitt verteilt sind. Somit kann mithilfe der Frischluft in vorteilhafter Weise einer Kondensatbildung entgegengewirkt werden.

In vorteilhafter Weise ist der als Trocknerabluftdüse oder Trocknerumluftdüse dienende innere Teil 59" der Düse 59 dem als Frischluftdüse dienenden äußeren Teil 59' der Düse 59 nachgelagert. Durch den inneren Teil 59" der Düse 59 wird ein Luftvorhang erzeugt, der in den inneren Teil 98 gerichtet ist und dem thermischen Druck der warmen Anlagenatmosphäre entgegenwirkt. Der innere Teil 98 stellt dabei das Anlageninnere und somit den Nutzraum dar. Die Düse 59 kann hierbei auf unterschiedliche Arten ausgestaltet sein. Beispielsweise als Schlϊtzdüse, Runddüse, Hochdruckdüse, als Düse mit veränderlichem Querschnitt für veränderliche Geschwindigkeit oder dergleichen. Ferner können unterschiedliche Luftauslässe zum Einsatz kommen, die an verschiedenen Positionen über den gesamten lichten Schleusenquerschnitt angeordnet sein können. Als Luftauslässe können unter anderem Filter oder Jalousieklappen dienen. Somit kann mithilfe der Trocknerabluft oder Trocknerumluft die Dichtigkeit der als Schleuse dienenden Schleusenzone 11 gewährleistet werden.

Durch die getrennten Düsenteile für die Frischluft und die Trocknerabluft beziehungsweise Trocknerumluft ist es auch möglich, bestimmte Funktionen einer Schleuse, nämlich Dichtigkeit und Kondensatvermeidung, voneinander zu trennen. Durch diese Funktionsunterscheidung kann die Frischluftmenge gegenüber anderen Schleusenkonzepten, die mit reiner Frischluft arbeiten, erheblich reduziert werden. Die Frischluftmenge ist hierbei ein besonders bedeutender Parameter für den Energiebedarf der Anlage 1.

Bei dem anhand des in Fig. 14 beschriebenen zehnten Ausführungsbeispiels wird die Frischluft auf der Kaltseite mittels des Ventilators 57 eingestellt. Mit dem Ventilator 86' wird der Umluftvolumenstrom bestimmt, wobei die Drosselklappen 104, 105 zur Aufteilung auf die Schleusenzonen 7, 11 verwendet werden. Eine mögliche Absaugstelle für die Umluft aus dem Innenraum (Nutzraum) 12 der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 liegt am Beginn der Haltezone 10. Dies ist in der Fig. 14 durch die Anordnung der Saugseite 83' an der Haltezone 10 veranschaulicht.

Fig. 15 zeigt eine Lackieranlage 2 mit einer Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 in einer schematϊschen Darstellung entsprechend einem elften Aus- führungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel wird die Abluftmenge für die Schleusenzone 7 aus der ersten Aufheizzone 8 entnommen. Die Abluftmenge für die Schleusenzone 11 wird aus der Haltezone 10 entnommen. Hierbei sind Abluftleitungen 82', 82" vorgesehen, um die jeweilige Abluftmenge zu den Schleusenzonen 7, 11 zu führen.

In diesem Ausführungsbeispiel stellt eine Bedienperson den Ventilator 86 und die Drosselklappe 104 ein, um die Abluftmenge für die Schleusenzone 7 festzulegen. Außerdem stellt die Bedienperson den Ventilator 86' und die Drosselklappe 105 ein, um die Abluftmenge für die Schieusenzone 11 festzulegen. Die jeweilige Frischluftmenge für die Schleusenzonen 7, 11 kann über den Ventilator 57 sowie die Drosselklappen 55, 56 durch die Bedienperson eingestellt werden. Somit kann zum einen die Frischluftmenge für die Schleusenzone 7 festgelegt werden und zum anderen kann die Frischluftmenge für die Schleusenzone 11 festgelegt werden. Auf eine Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50, wie sie beispielsweise bei dem anhand der Fig. 6 beschrieben Ausführungsbeispiel zum Einsatz kommt, kann hierbei ggf. verzichtet werden. Die Bedϊenperson kann im übrigen durch einen elektro-mechanischen, pneumatischen oder hydraulischen Fremdantrieb mit zugehöriger Ansteuerungseinrichtung ersetzt werden.

Somit kann die Frischluft durch Abluft ergänzt werden, so dass die benötigte Frischluftmenge reduziert ist. Dadurch ist eine erhebliche Energieeinsparung möglich. Ein vorteilhaftes Schleusenkonzept kann somit auch unabhängig von einer Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung 50 realisiert werden. Dies ist insbesondere anhand der Figuren 14 und 15 beschrieben. Allerdings kann eine

Frischluft- und/oder Abluftmengensteuerung oder -regelung in vorteilhafter Wei- se mit solch einem Schleusenkonzept kombiniert werden.

Bei den Ausführungsbeispielen der Lackieranlage 2 mit der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 ergeben sich somit mehrere Vorteile. Es kann eine Energϊeeϊnsparung durch optimierte, bedarfsgerechte Frischluft- und Abluftmengen erzielt werden. Ferner kann ein optimierter Lufthaushalt bezüglich Abluft, Frischluft und Schleusenumluft im Hinblick auf eine Kondensatbildung in den Schleusenzonen 7, 11 erzielt werden. Ferner kann ein Driftverhalten der Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 , insbesondere hin zu einer Übertemperatur, im Teillast- und Pausenbetrieb vermieden werden.

Somit kann flexibel auf unterschiedliche Betriebszustände, insbesondere die Zahl, Größe und das Material der zu trocknenden Werkstücke 4 reagiert und die bereitgestellte Wärmeenergie durch die thermische Abluftreinigung mittels des Gasbrenners optimal eingesetzt werden. Hierbei kann das Problem vermieden werden, dass bei einer konstant eingestellten Wärmeenergie durch die thermische Abluftreinigung der reingasbeheizten Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 ein Driften möglich ist, bei dem die Temperatur im Anlagennutzraum 12 über die Solltemperatur ansteigt. Hierbei kann beispielsweise im Pausen- oder Teillastbetrieb die in die Trocknungs- und/oder Härtungsanlage 1 eingebrachte Energie verringert und gegebenenfalls der Gasbrenner 20 hinsichtlich seiner Leistungsabgabe gedrosselt werden.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispϊele beschränkt. Des weiteren können verschiedene Merkmale unterschiedlicher Ausführungsbeispiele kombiniert und/oder gegeneinander ausgetauscht werden.