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Title:
DUAL CLUTCH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/006978
Kind Code:
A2
Abstract:
A dual clutch for coupling an engine-side input shaft to a first gearbox-side output shaft and/or a second gearbox-side output shaft has a first clutch comprising a first pressure plate, which is axially movable relative to a central counterplate, for coupling a first clutch disc connected to the first output shaft. Furthermore, the dual clutch has a second clutch comprising a second pressure plate, which is axially movable relative to the central counterplate, for coupling a second clutch disc connected to the second output shaft. An actuating device for moving the first pressure plate and/or the second pressure plate is also provided. A clutch cover is connected to the central counterplate.

Inventors:
SELINGER, Andreas (Robert-Koch-Str. 30, Neuried, 77743, DE)
VOGEL, Florian (Friedrichsbühn 8, Baden-Baden, 76534, DE)
BUSSE, Jürgen (Gebersbergstrasse 35, Bühl, 77815, DE)
HOPPE, Marcus (Sasbacher Strasse 4a, Achern, 77855, DE)
RABER, Christoph (Ottweiler Strasse 53, Ottweiler-Steinbach, 66564, DE)
Application Number:
DE2011/001031
Publication Date:
January 19, 2012
Filing Date:
May 05, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
SELINGER, Andreas (Robert-Koch-Str. 30, Neuried, 77743, DE)
VOGEL, Florian (Friedrichsbühn 8, Baden-Baden, 76534, DE)
BUSSE, Jürgen (Gebersbergstrasse 35, Bühl, 77815, DE)
HOPPE, Marcus (Sasbacher Strasse 4a, Achern, 77855, DE)
RABER, Christoph (Ottweiler Strasse 53, Ottweiler-Steinbach, 66564, DE)
International Classes:
F16D21/06
Foreign References:
EP1850025A22007-10-31
Attorney, Agent or Firm:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (AT/BHL-GIndustriestr. 3, Bühl, 77815, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Doppelkupplung zum Kuppeln einer motorseitigen Eingangswelle (1) mit einer ersten ge- triebeseitigen Ausgangswelle (8) und/oder einer zweiten getriebeseitigen Ausgangswelle (10), mit

einer ersten Kupplung (21), die eine relativ zu einer zentralen Gegenplatte (7) axial bewegbare erste Anpressplatte (5) zum Kuppeln einer mit der ersten Ausgangswelle (8) verbundenen ersten Kupplungsscheibe (6) aufweist,

einer zweiten Kupplung (22), die eine relativ zu der zentralen Gegenpl atte (7) axial bewegbare zweite Anpressplatte (15) zum Kuppeln einer m it der zweiten Ausgangswelle (10) verbundenen zweiten Kupplungsscheibe (16) aufweist,

einer Betätigungseinrichtung (11 ) zum Bewegen der ersten Anpressplatte (5) und/oder der zweiten Anpressplatte (15),

einem mit der zentralen Gegenplatte (7) verbundenen K upplungsdeckel (13), und ein Drehschwingungsdäm pfer, insbesondere ein E inmassen - oder Zweimassenschwungrad (3), oder eine A ntriebsplatte, insbesondere eine Driveplate oder Flexplate, welcher bzw. welche eine motorseitige Antriebswelle mit der zentralen Gegenplatte der Doppel - kupplung verbindet,

dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplung sdeckel (13) mindestens einen nach radial außen weisenden Mitnehmer (13') aufweist, und ein Ausgangsflansch des Drehschwingungsdämpfers (3) bzw. die Antriebsplatte m indestens einen dem Mitnehmer (13') zugeordneten in axialer R ichtung verlaufenden Schlitz (28) aufweist und der Mitnehmer {13') in dem Schlitz (28) eingesetzt ist, oder dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgangsflansch des Drehschwingungsdämpfer (3) bzw. die Antriebsplatte mindestens einen nach radial außen weisenden Mitnehmer (13") aufweist, und der Kupplungsdeckel (13) mindestens einen diesem Mitnehmer (13") zugeordneten in axialer Ri chtung verlaufenden Schlitz (28') aufweist und dieser Mitnehmer (13") in dem Schlitz (28') eingesetzt ist.

2. Doppelkupplung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschwingungsdämpfer, insbesondere das Zweimassenschwungrad (3), bzw. die Antriebsplatte drehfest aber axial verschiebbar mit dem Kupplungsdeckel (13) und/oder mit der zentralen Gegenplatte (7) verbunden ist.

3. Doppelkupplung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine nach radial außen weisenden Mitnehmer (13') durch eine aus dem Material des Kupplungsdeckels (13) bzw. des Ausgangsflansches des Drehschwingungsdämpfer bzw. der Antriebsplatte herausgebogene Lasche (13') ausgebildet ist.

5. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (28) zum Mitnehmer (13') hin geöffnet ist.

6. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (28) und / oder der Mitnehmer (13') in Umfangsrichtung der Kup plung betrachtet und/oder in radialer Ri chtung der Kupplung betrachtet konisch ausgebildet sind, so dass beim axialen Fügen eine Verspannung von Schlitz und Mitnehmer gegeneinander erfolgt.

7. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschwingungsdämpfer als Zweimassenschwungrad (3) ausgestaltet ist, wobei das Zweimassenschwungrad (3) einen Ausgangsflansch(3') aufweist und der Ausgangsflansch (3') ein im Wesentlichen axial verlaufendes insbesondere im Wesentlichen rohrförmiges Ansatzstück (29) aufweist, wobei das Ansatzstück (29) zur Verbindung m it dem Kupplungsdeckel (13) und/oder mit der zentralen Gegenplatte (7) zumindest teilweise die erste Kupplung (21) radial außen umgreift.

8. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass

der Kupplungsdeckel (13) über ein axial unbewegliches Axiallager (19) an der Getäti - gungseinrichtung (1 1 ) gelagert ist, wobei die Betätigungseinrichtung (11) eine insbesondere umlaufende Nut zur Aufnahme des Kupplungsdeckels (13) aufweisen kann, wobei die Nut mit dem Kupplungsdeckel (13) insbesondere als ein Gleitlager ausbildet sein kann.

9. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätrgungsei nrichtung (11) einen ersten ringförmigen Druckzylinder (24) zum Bewegen der ersten Anpressplatte (5) und einen z weiten ringförmigen Druckzylinder (26) zum Bewegen der zweiten Anpressplatte (15) aufweist, wobei der erste D ruckzylinder (24) und der zweite Druckzylinder (26) koaxial zueinander angeordnet sind.

10. Doppelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Gegenplatte (7) insbesondere direkt, mit einem axial beweglichen Radiallager (9) verbunden ist.

11. Getriebestrang für ein Kraftfahrzeug mit einer motorseitigen Eingangswelle (1), einer ersten getriebeseitigen Ausgangswelle (8), einer zweiten getriebeseitigen Ausgangswelle (10) und einer Doppelkupplung (20) nach ei nem der Ansprüche 1 bis 8 zum Kuppeln der Eingangswelle (1) mit der ersten Ausgangswelle (8) und/oder der z weiten Ausgangswelle (10), wobei die Betätigungseinrichtung (11) m it einem Kupplungsgehäuse und/oder einem Getriebegehä use axial unbeweglich verbunden ist.

Description:
Doppelkupplunq

Die Erfindung betrifft eine Doppelkupplung, mit dessen Hilfe bei einem Kraftfahrzeug eine motorseitige Eingangswelle mit zwei koaxial zueinander angeordneten getriebeseitigen Ausgangswellen im Wesentlichen zugkraftunterbrechungsfrei gekuppelt werden kann.

Aus EP 1 850 025 A2 ist eine Doppelkupplung zum Kuppeln einer motorseitigen Eingangswelle mit zwei verschiedenen koaxial zueinander angeordneten A usgangswellen bekannt. Die Doppelkupplung weist eine erste Kupplung und einen zweite Kupplung auf, wobei die jeweilige Kupplung eine relativ zu zentralen Gegenplatte axial bewegbare Anpressplatte zum Kuppeln der jeweiligen Kupplung m it der zugehörigen Ausgan gswelle aufweist. Ferner ist eine Betätigung seinrichtung zum Bewegen der ersten Anpressplatte und/oder der zweiten Anpressplatte jeweils mit Hilfe eines als Tellerfeder ausgestalteten Betätigungshebels vorgesehen. Mit der zentralen Gegenplatte ist ein Kupplungsdeckel axial verschraubt, der für die jeweiligen Betätigungshebel einen Schwenkpunkt ausbildet. Die zentrale Gegenplatte ist über ein Festlager an der zweiten Ausgangswelle abgestützt.

Es besteht ein ständiges Bedürfnis die Montage einer Doppelkupplung mit einem Kraftfahrzeuggetriebe und ei nem Kraftfahrzeugmotor eines Kraftfahrzeugs auch bei möglichen toleranzbedingten Fertigungsungenau igkeiten der beteiligten Bauteile zu vereinfachen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung die Montage der Doppelkupplung auch bei toleranz bedingten Fertigungsungenauigkeiten der beteiligten Bauteile zu vereinfachen

Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1. Bevorzugte

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüch en angegeben.

Beispielsweise kann die vorliegende Doppel kupplung zum Kuppeln einer motorseitigen Eingangswelle mit einer ersten getriebeseitigen Aus gangswelle und/oder einer zweiten getriebeseitigen Ausgangswelle, eine erste Kupplung aufweisen, die eine relativ zu einer zentralen Gegenplatte axial bewegbare erste Anpress platte zum Kuppeln einer mit der ersten Ausgangswelle verbundenen ersten upplungsscheibe aufweist. Zusätzlich kann die Doppelkupplung eine zweite Kupplung aufweisen, die eine relativ zu der zentralen Gegenplatte axial bewegbare zweite Anpressplatte zum Kuppeln einer mit der zweiten Ausgangswelle verbünde- nen zweiten Kupplungsscheibe aufweist. Ferner kann eine Betätigungseinrichtung zum Bewegen der ersten Anpressplatte und/oder der zweiten Anpressplatte vorgesehen sein. Mit der zentralen Gegenplatte kann ein Kupplungsdeckel verbunden sei n. Insbesondere ist es vortei I- haft, wenn die zentrale Gegenplatte insbesondere direkt, mit einem axial beweglichen Radiallager verbunden ist und der Kupplungsdeckel über ein axial unbewegliches Axiallager an der Betätigungsei nrichtung gelagert ist. Durch da s Radiallager und das Axiallager werden dann zwei unterschiedliche zueinander beabstandete Lager bereitgestellt , die beide in der Doppelkupplung auftretende Lasten abtragen können. Ein Schwingen der Doppel kupplung um ein einzelnes Lager ais Drehmittelpunkt kann dadurch vermieden oder zumindest reduziert werden. Durch die Aufteilung der axialen und radialen Fixierung der Doppelkupplung auf unterschiedliche Lager können besonders ei nfach Fluchtungsfehler und Lagefehler der Eingangswelle relativ zu den Ausgangswellen einfach ausgeglichen werden, da sich das Radiallager und das Axiallager bei der Montage der Doppelkupplung nie ht gegenseitig stören. Über das Axiallager kann die axiale Positionierung der Doppel kupplung definiert werden, wobei das Radiallager aufgrund seiner Bewegbarkeit in axialer Richtung seine axiale Position im Wesentlichen automatisch an die Position der Betätigungseinrichtung anpassen kann. Das Radiallager kann beispielsweise als Loslager ausgestaltet sein. Das Axiallager kann beispielsweise durch ein Nadellager ausgebil det werden. Das Axiallager kann auch als Gleitlager ausgeführt sein, indem beispielsweise der Kupplungsdeckel über eine insbesondere aus Kunststoff hergestellte Hülse an der Betätigungseinrichtung gelag ert ist. Besonders bevorzugt ist der Kupplungsdeckel in dem Axiallager verschwenkbar und/oder in radialer Richtung bewegbar, so dass die radiale Positionierung der Doppelkupplung über das Radial lager definiert werden kann. Fluchtungsfehler und Lagefehler des Kraftfahrzeugmotors relati zum Kraftfahrzeuggetriebe können dadurch einfach ausgeglichen werden. Gleichzeitig wird durch das Axiallager und die Betätigungseinrichtung für die übrigen Bauteile der Doppelkupplung ein definierter Ans chlag ausgebildet, so dass die Kupplungsscheiben und die zentrale Gegenplatte einfach auf die Ausgangswellen aufgesteckt werden können und automatisch die korrekte axiale Position einnehmen, wodurch die Montage der Doppel kupplung vereinfacht ist.

Die jeweilige Anpressplatte kann über eine Verzahnung mit der jeweiligen Ausgangswelle drehfest, aber axial beweglich verbunden sein. Die jew eilige Anpressplatte kann aber auch nur mit einem Betätigungstopf und/oder Betätigungshebel verbunden sein. Die jeweilige Kupplungsscheibe kann insbesondere an voneinander wegweisenden axialen Stirnflächen jeweils einen Reibbelag aufweisen, der mit einem gegebenenfalls vorgesehenen Reibbela g der zentralen Gegenplatte und/oder Anpressplatte reibschlüssig in Kontakt kommen kann, um die jeweilige Kupplung zu schließen. Die jeweilige Kupplungsscheibe kann über eine Verzahnung mit der jeweiligen Ausgangswelle drehfest, aber axial beweglich verbunden sein. D ie jeweiligen Anpressplatten und die zentrale Gegenpl atte sind insbesondere als separate funktionell getrennte Bauteile ausgestaltet, so dass für die Doppelkupplung ein so genanntes„Drei- Platten-Design" möglich ist. Die Doppelkupplung kann insbesondere m it einem motorseitig vorgelagerten und/oder getriebes eitig nach gelagerten Schwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad und/oder Fliehk raftpendel und/oder Massependel direkt oder indirekt verbunden sein. Ferner kann die jeweilige Kupplungsscheibe insbesondere mit Hilfe eines Zweimassenschwungrads und/oder F liehkraftpendels, und/oder Massependels gedämpft sein. Die Doppelkupplung kann insbesondere über eine starre S cheibe (Driveplate) und/oder eine biegbare und/oder flexible Scheibe (Flexplate) mit der Eingangswelle verbunden sein, wobei die Scheibe Drehmomente übertragen kann, um in die Doppelkupplung das D rehmoment der Eingangswelle einleiten zu können. Durch die flexible Ausgestaltung der Scheibe können auftretende Schwingungen ganz oder teilweise gedämpft oder getilgt werden.

Insbesondere ist ei n Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, drehfest aber axial verschiebbar mit dem Kupplungsdeckel und/oder mit der zentralen Gegenplatte verbunden. Der Drehsc hwingungsdämpfer kann dadurch einfach auf den Kupplungsdeckel und/oder der zentralen Gegenplatte aufgesteckt werden, Der Drehschwingungsdämpfer kann hierbei bereits mit der Eingangswelle verbunden sei n. Durch Fertigungstoleranzen und Montagetoleranzen bedingte Abstandsfehler der Eingang swelle zu den Ausgangswellen können durch die axiale Verschiebbarkeit einfach ausgeglichen werden. Gleichzeitig wird durch die drehfeste Verbindung sichergestellt, dass das Drehmoment der Eingangswelle über den Drehschwingungsdämpfer in die Doppelkupplung eingeleit et werden kann.

Vorzugsweise weist der Kupplungsdeckel mindestens einen nach radi al außen weisenden Mitnehmer auf, wobei der Drehschwingungsdämpfer mindestens einen dem Mitnehmer zugeordneten in axialer R ichtung verlaufenden Schlitz aufweist und der M itnehmer in dem Schlitz eingesetzt ist. Der in den Schlitz eingesetzte Mitnehmer bildet für die Ausgangsseite des Drehschwingungsdämpfers einen Anschlag aus, so dass das Drehmoment der Eingangswelle über den Drehschwingungsdämpfer und den Kupplungsdeckel in die Doppelkupplung eingeleitet werden kann. Der Kupplungsdeckel kann beispielsweise mit der zentralen Gegenplatte insbesondere durch Verschrauben oder Vernieten axiai verbunden sein, so dass zur Ausbildung des Mitnehmers ein an der zentralen Gegenplatte anl iegender im Wesentlichen radial verlaufender Teil des Kupplungsdeckels in einem Teilbereich lediglich über das radiale N iveau der zentralen Gegenplatte hinaus verlängert ausgeführt sein braucht. Insbesondere ist eine Mehrzahl von Mitnehmern vorgesehen, die in eine korrespondierende A nzahl von Schlitzen eingesetzt sein können, so dass sich zwischen der Ausgangsseite des Drehschwingungsdämpfers und dem Kupplungsdeckel eine im Wesentlichen umlaufende Verzahnung ergibt. Eine unnötig hohe Belastung eines einzelnen Schlitzes und/oder eines einzelnen Mitnehmers bei der Übertragung des Drehmoments der Eingangswelle kann dadurch vermieden werden. Ein mit der ersten Anpressplatte verbundener Zuganker, der radial außen an der zentralen Gegenplatte vorbei auf die Betätigungseinrichtung zu verläuft, kann Öffnungen und/oder Schlitze aufweisen, durch die der Mitnehmer nach radial außen hindurchgef ührt werden kann ohne mit dem Zuganker zu kollidieren.

Besonders bevorzugt ist der Mitnehmer durch eine aus dem Material des Kupplungsdeckels herausgebogene Lasche ausgebil det. Der Kupplungsdeckel kann insbesondere mit einem im Wesentlichen axial verlaufenden Teil des Kupplungsdeckels radial außen an der z entralen Gegenplatte anliegen und in radial er Richtung beispielsweise durch Verschrauben oder Vernieten mit der zentralen Gegenplatte verbunden sei n. Zur Ausbildung des M itnehmers können durch Schlitze im Kupplungsdeckel Laschen definiert werden, die durch spanl oses Umformen aus dem an der zentralen Gegenplatte anliegenden im Wesentlichen axial verlaufenden Teil des Kupplungsdeckels nach radial außen herausgebog en werden können. Dies ermöglicht es das Drehmoment der Eingangswelle im Wesentlichen mittig zur zentralen Gegenplatte und/oder im Wesentlichen mittig zum Radiallager in die Doppelkupplung einzuleiten, so dass auf die zentrale Gegenplatte und/oder das Radial lager besonders geringe Kippmomente wirken. Die Lagerbelastung des R adiallagers kann dadurch gering gehalte n werden, so dass das Radiallager eine entsprechend hohe Lebensdauer auf weist.

Insbesondere ist der Schlitz zum Mitnehmer hin geöffnet. Der Drehschwingungsdämpfer kann dadurch durch eine i m Wesentlichen ausschließlich axiale Bewegung auf den Kupplungsdeckel aufgesteckt und in Umfangsrichtung drehfest mit dem Kupplungsdeckel verbu nden werden. Vorzugsweise weist der mindestens eine Schlitz und/oder der mindestens eine itnehmer Einführungsschrägen auf , die ein Einführen des Mitnehmers in den Schlitz erleichtern und insbesondere eine automatische Ausrichtung in Umfangsrichtung des Drehschwingungsdämpfers relativ zum Kupplungsdeckel ermöglicht.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Drehschwingungsdäm fer als Zweimassenschwungrad ausgestaltet, wobei das Zweimassenschwungrad einen Ausgangsflansch aufweist und der Ausgangsflansch ein im Wesentlichen axial verlaufendes insbesondere im Wesentlichen rohrförmiges Ansatzstück aufweist, wobei das Ansatzstück zur Verbindung mit dem Kupplungsdeckel und/oder mit der zentralen Gegenplatte zumindest teilweise die erste Kupplung radial außen umgreift. Durch das A nsatzstück des Ausgangsflansches kann das Drehmoment der Eingangswelle im Wesentlichen über den gesamten Umfang der Doppelkupplung in die Doppelkupplung eingeleitet werden. Unwuchten und ungleichm äßige Bauteilbelastungen werden dadurch vermieden. Gleichzeitig kann der Ausgangsflansch des Zweimassenschwungrads für die Doppelkupplung wie ein Deckel wirken, der die innerhalb der Doppelkupplung angeordneten Bauteile beispielsweise vor Verschmutzung schützt.

Besonders bevorzugt weist die Betätigungseinrichtung eine insbesondere umlaufende Nut zur Aufnahme des Kupplungsdeckels auf , wobei die Nut mit dem Kupplungsdeckel insbesondere ein Gleitlager ausbildet. Der K upplungsdeckel kann beispielsweise mehrere im Umfangsrich- tung voneinander getrennte Segmente aufweisen, die jeweils von radial außen in die Nut eingesetzt werden können. Ferner kann die Nut durch zwei miteinander verbindbare B auteile der Betätigungseinrichtung ausgebildet werden, so dass zunächst der Kupplungsdeckel in axialer Richtung auf die Betätigungseinrichtung aufgeschoben wird und anschließend ein Bauteil mit einem nach radial außen abstehenden Ansatz mit der Betätigungseinrichtung verbunden wird, um mit der Betätigungseinrichtung eine Nut auszubilden, in welcher der Kupplungsdeckel verliersicher gelagert ist. Durch di e Nut kann der Kupplungsdeckel sowohl in getriebeseitiger axialer Richtung als auch in motorseitiger axialer Richtung gelagert sei n, so dass eine axiale Bewegbarkeit des Kupplungsdeckels relativ zur Betätigungseinrichtung minimiert werden kann. Der Kupplungsdeckel kann zur Ausbildung eines Gleitlagers insbesondere über eine Kunststoffhülse in der Nut eing esetzt sein.

Vorzugsweise weist die Betätigungseinrichtung einen ersten ringf örmigen Druckzylinder zum Bewegen der ersten Anpressplatte und einen zweiten ringförmigen Druckzylinder zum Bewegen der zweiten Anpressplatte auf, wobei der erste Druckzylinder und der zweite Druckzylinder koaxial zueinander angeordnet sind. Durch die koaxiale Anordnung der ringförmig ausgestalteten Druckzylinder ergibt sich ein besonders kompakter und bauraum sparender Aufbau für die Betätigungseinrichtung. Durch den kompakten Aufbau der Betätigungseinrichtung weist die Betätigungseinrichtung ein vergleichsweise geringes Eigengewicht auf, so dass das Eigengewicht der Betätigungseinrichtung ohne Schwierigkeiten abgetragen werden kann.

Die Erfindung betrifft ferner einen Getriebestrang für ein Kraftfahrzeug mit einer motorseitigen Eingangswelle, einer ersten getriebeseit igen Ausgangswelle, einer zweiten getriebeseitigen Ausgangswelle und einer Doppelkupplung z um Kuppeln der Eingangswelle mit der ersten Ausgangswelle und/oder der zweiten Ausgangswelle, wobei die Doppelkupplung wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet sein kann. Durch die Doppelkupplung ergibt sich für den Getriebestrang auch bei toleranzbedingten Fertigungsungenauigkeiten der beteili gten Bauteile eine vereinfachte Montage.

Insbesondere ist die Betätigungseinrichtung m it einem Kupplungsgehäuse und/oder einem Getriebegehäuse axial unbeweglich verbunden. Die Betätigungseinrichtung kann dadurch a- xial fixiert werden, so dass sich über die axiale Positionierung der Betätigungseinrichtung ein eindeutiger Referenzpunkt ergibt, an dem die übrigen Bauteile der Doppelkupplung für die a- xiale Positionierung ausgerichtet werden können. Insbesondere wenn die Betätigungseinrichtung und/oder das Kupplungsgehäuse der Doppel kupplung mit dem Getriebegehäuse verbunden ist, entspricht die Position der Betätigungseinrichtung im Wesentlichen der Ausrichtung und Positionierung des Kraftfahrzeuggetriebes, das von dem Getriebegehäuse abgedeckt ist. Fluchtungsfehler und Lagefehler der Doppelkupplu ng relativ zum Kraftfahrzeuggetriebe können dadurch reduziert werden, so dass es ausreichend ist, über die Doppelkupplung lediglich Fluchtungsfehler und Lagefehler des Kraftfahrzeugmotors relativ zum Kraftfahrzeuggetriebe auszugleichen.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels exemplarisch erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 : eine schematische Draufsicht einer vorliegenden Doppelkupplung und

Fig. 2: eine schematische Schnittansicht der Doppelkupplung aus Fig. 1.

Die in Fig. 1 und Fig. 2 dargestell te Doppelkupplung 20 kann eine motorseitige Eingangswelle 1 mit einer inneren ersten Ausgangswelle 8 und/oder einer äußeren koaxial zur ersten Ausgangswelle 8 angeordneten zweiten Ausgangswelle 10 kuppeln. Die Doppelkupplung 20 weist hierzu eine erste Kupplung 21 und eine zweite Kupplung 22 auf. Die erste Kupplung 21 weist eine relativ zu einer zentralen Gegenplatte 7 axial bewegbare erste Anpressplatte 5 auf, um eine zwischen der zentralen Gegenplatte 7 und der ersten A npressplatte 5 angeordnete erste Kupplungsscheibe 6 über Reibbel ege reibschlüssig zu kuppeln. Die erste Kupplungsscheibe 6 kann über eine Verzahnung 23 drehfest aber axial verschiebbar mit der ersten Ausgangswelle 8 verbunden sein. Entsprechend weist die zweite Kupplung 22 eine relativ zu der zentralen Gegenplatte 7 axial verschiebbare zweite Anpressplatte 15 auf, um eine zwischen der zentra- len Gegenplatte 7 und der zweiten Anpressplatte 15 angeordnete zweite Kupplungsscheibe 16 über Reibbelege reibschl üssig zu kuppeln. Die zweite Kupplungsscheibe 16 kann über eine Verzahnung 23 mit der zweiten Ausgangswelle 10 drehfest aber axial verschiebbar verbunden sei n. Die erste Anpressplatte 5, die zweite Anpressplatte 15 und die zentrale Gegenplatte 7 sind als separate voneinander getrennte Bauteile ausgestaltet, wobei die erste Anpressplatte 5 und die zweite Anpressplatte 15 von unterschiedlichen axialen Richtung her auf die selbe zentrale Gegenplatte 7 drücken, um die jeweilige Kupplung 21 , 22 zu schließen.

Die zentrale Gegenplatte 7 ist über in radialer Richtung verlaufende Befestigungsmittel 18 mit einem Kupplungsdeckel 13 verbunden, der über ein nutförmiges Axiallager 19 mit einer Betätigungseinrichtung 11 verbunden ist. Di e Betätigungseinrichtung 11 ist drehfest ausgeführt und kann mit einem nicht dargestellten Kupplungsgehäuse und/oder einem nicht dargestellten Getriebegehäuse verbunden sein. Über das Axiallager 19 ist die Doppelkupplung 20 in axialer Richtung definiert positioniert. Die zentrale Gegenplatte 7 ist über ein Radial lager 9, beispielsweise ein Nadellager oder Gleitlager, axial bewegbar radial abgestützt. Durch das Radiallager 9 ist die Doppelkupplung 20 in radi aler Richtung definiert positioniert.

Die Betätigungseinrichtung 11 weist einen ringförmigen ersten D ruckzylinder 24 auf, mit dessen Hilfe ein erster Kolben 25 ausgerückt werden kann. Der erste Kolben 25 verschwenkt einen als Tellerfeder ausgestalteten ersten Betätigungshebel 12, um die erste Anpressplatte 5 zum Schließen der ersten Kuppl ung 21 auf die zentrale Gegenplatte 7 mit Hilfe eines Zugankers 4 zu zu bewegen. Der Zuganker 4 ist über ein Anbindungsstück 17 mit dem ersten Betätigungshebel 12 verbunden. Entsprechend weist die Betätigungseinrichtung 1 1 einen koaxial zum ersten ringförmigen Druckzylinder 24 radial innen angeordneten ring förmigen zweiten Druckzylinder 26 auf, mit dessen Hilfe ein zweiter Kolben 27 ausgerückt werden kann. Der zweite Kolben 27 kann einen als Tellerfeder ausgestalteten zweiten Betätigungshebel 14 verschwenken, um zum Schließen der zweiten Kupplung 22 die zweite Anpressplatte 15 auf die zentrale Gegenplatte 7 zu zu bewegen.

Mit der Eingangswelle 1 ist über eine Verschraubung 2 als D rehschwingungsdämpfer ein Zweimassenschwungrad 3 verbunden. Das Zweimassenschwungrad 3 weist einen Ausgangsflansch 3' auf, der in einem radial außerhalb zur ersten Kupplung 21 verlaufenden rohrförmi- ges Ansatzstück 29 getriebeseitig geöffnete Schlitze 28 aufweist. In die Schlitze sind als Mitnehmer Laschen 13' eingesetzt, die aus dem Material des Kupplungsdeckels 13 nach radial außen herausgebogen sind. Durch die Laschen 13' werden innerhalb der S chlitze 28 An- schläge ausgebildet, so dass bei der Übertragung des Drehmoments der Eingangswelle 1 durch das Zweimassenschwungrad 3 der Kupplungsdeckel 13 mitgenommen werden kann, um das Drehmoment in die Doppelkupplung 20 einzuleiten. Die Schlitze 28 weisen in axialer Richtung eine Erstreckung auf, die ausreichend ist einen axialen Versatz zwischen der Eingangswelle 1 und den Ausgangswellen 8, 10 auszugleichen.

Bezu qszeichen I iste

Eingangswelle

Versen raubung

Zweimassen Schwungrad

' Ausgangsflansch

Zuganker

erste Anpressplatte

erste Kupplungsscheibe

zentrale Gegenplatte

erste Ausgangswelle

Radiallager

0 zweite Ausgangswelle

1 Betätigung seinrichtung

2 erster Betätigungshebel

3 Kupplungsdeckel

3' Lasche

4 zweiter Betätigungshebel

5 zweite Anpressplatte

6 zweite Kupplungsscheibe

7 Anbindungsstück

8 Befesti gungsm ittel

9 Axiallager

0 Doppelkupplung

1 erste Kupplung

2 zweite Kupplung

3 Verzahnung

4 erster Druckzylinder

5 erster Kolben

6 zweiter Druckzylinder

7 zweiter Kolben

8 Schlitz

9 Ansatzstück