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Title:
EARLY COLLISION DETECTION FOR TWO-MOTOR WIPER SYSTEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/106615
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a device for wiping a window (10), comprising at least two wipers (11, 12), which are each driven by a respective electric motor (14, 15), and with each of which a respective position sensor (16, 17) is associated, which position sensors generate position sensor signals in dependence on the position of the wipers, and comprising a signal-processing assembly (20), which operates the electric motors (14, 15) in dependence on the position sensor signals and the specified target positions and comprises a storage means (22), in which the target positions are stored, wherein the blocking position that a blocked wiper (12) assumes during a wiping cycle is stored in a storage means (23) of the signal-processing assembly (20) and is used to control an unblocked wiper (11) in a subsequent wiping cycle.

Inventors:
PRSKAWETZ, Philipp (Langrueck 3, Bietigheim, 76467, DE)
HOG, Norbert (Steinstr. 11, Appenweier, 77767, DE)
ECKERT, Klaus (Kirschenweg 4, Durbach Ebersweier, 77770, DE)
Application Number:
EP2013/078148
Publication Date:
July 10, 2014
Filing Date:
December 30, 2013
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B60S1/08; B60S1/16
Foreign References:
FR2939743A3
DE4032922A1
US20090119866A1
US20080005863A1
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe (10), mit wenigstens zwei Wischern (1 1 , 12), die jeweils von einem Elektromotor (14, 15) angetrieben sind, und denen jeweils ein Positionssensor (16, 17) zugeordnet ist, der Positionssensorsignale in Abhängigkeit von der Position der Wischer (1 1 , 12) erzeugt, und mit einer signalverarbeitenden Anordnung (20), die die Elektromotoren (14, 15) in Abhängigkeit von den Positionssensorsignalen und den vorgegebenen Sollpositionen betreibt und ein Speichermittel (22) aufweist, in dem die Sollpositionen gespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierposition, die ein blockierter Wischer (12) während eines Wischzyklus einnimmt, in einem Speichermittel (23) der signalverarbeitenden Anordnung (20) gespeichert wird und in einem darauffolgenden Wischzyklus zur Steuerung eines nicht blockierten Wischers (1 1 ) verwendet wird.

Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Abstoppvorgang für den nicht blockierten Wischer (1 1 ) eingeleitet wird bevor der blockierte Wischer (12) die Blockierposition (44) erreicht.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wischrichtung des blockierten Wischers (12) bei Erreichen der Blockierposition (44) geändert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht blockierte Wischer (1 1 ) bei Erreichen der Blockierposition (44) durch den blockierten Wischer (12) den Wischvorgang ebenfalls mit geänderter Wischrichtung fortsetzt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisation des blockierten und des nicht blockierten Wischers (1 1 , 12) an den Ruhepositionen (26, 27) oder den Wendelagen (26', 27') stattfindet. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht blockierte Wischer (1 1 ) vor dem blockierten Wischer (12) den Wischvorgang mit geänderter Wischrichtung fortsetzt und dadurch eine erneute Synchronisation der beiden Wischer (1 1 , 12) an der Blockierposition (44) erreicht wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die im Speichermittel (23) gespeicherte

Blockierposition in einem darauffolgenden Wischzyklus zur Steuerung des blockierten Wischers (12) verwendet wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Wischzyklus die im Speichermittel (23) gespeicherte Blockierposition des blockierten Wischers (12) aktualisiert wird, falls sich diese verändert.

Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe (10), mit wenigstens zwei Wischern (1 1 , 12), die jeweils von einem Elektromotor (14, 15) angetrieben sind, und denen jeweils ein Positionssensor (16, 17) zugeordnet ist, der Positionssensorsignale in Abhängigkeit von der Position der Wischer erzeugt, und mit einer signalverarbeitenden Anordnung (20), die die Elektromotoren (14, 15) in Abhängigkeit von den Positionssensorsignalen und den vorgegebenen Sollpositionen betreibt und ein Speichermittel (22) aufweist in dem die Sollpositionen gespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierposition, die ein blockierter Wischer (12) während eines Wischzyklus einnimmt, in einem Speichermittel (23) der signalverarbeitenden Anordnung (20) speicherbar ist und in einem darauffolgenden Wischzyklus zur Steuerung eines nicht blockierten Wischers (1 1 ) verwendbar ist.

Description:
Beschreibung

Titel

Kollisionsfrüherkennung bei Zweimotorenwischanlagen Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe, mit wenigstens zwei Wischern, die jeweils von einem Elektromotor angetrieben sind, und denen jeweils ein Positionssensor zugeordnet ist, der Positionssensorsignale in Abhängigkeit von der Position der Wischer erzeugt, und mit einer signalverarbeitenden Anordnung, die die Elektromotoren in Abhängigkeit von den Positionssensorsignalen und den vorgegebenen Sollpositionen betreibt und ein Speichermittel aufweist in dem die Sollpositionen gespeichert sind. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung.

Aus der EP 01 84 312 ist eine solche Vorrichtung zum Steuern eines Fahrzeug- scheibenwischsystems bekannt, das zwei unabhängig voneinander betreibbare Scheibenwischer aufweist, die jeweils von einem Elektromotor angetrieben werden, der die Laufrichtung ändern kann. Die Lagen der Scheibenwischer werden von jeweils einem Positionssensor erfasst, der die Ausgangssignale an eine

Steuerschaltung abgibt. In einem Speicher der Steueranordnung sind innere und äußere Grenzen von Wischbereichen sowie Beschleunigungs-, Geschwindig- keits- und Verzögerungswerte abgelegt, die die Scheibenwischer innerhalb des Wischbereichs aufweisen müssen. Die bekannte Vorrichtung ermöglicht das syn- chrone Betreiben der beiden unabhängigen Scheibenwischer. Eine Überlastung zum Beispiel durch Blockieren eines Scheibenwischers kann jedoch zu einer De- synchronisation der Wischer führen. Besteht eine Kollisionsgefahr, weil sich die Wischer zu nahe kommen, wird ein Notbetrieb eingeleitet, der das Anhalten der Wischer bzw. eine Änderung der Wischrichtung vorsieht. In der DE 40 32 922 wird ein verbesserter Regelkreis für eine Scheibenwischvor- richtung beschrieben, bei der die Scheibenwischer einzelne vorgegebene Positionen einhalten und ein beliebiger Geschwindigkeitsverlauf für jeden Wischer ermöglicht wird. Im Falle von überlappenden Mehrwischeranlagen sind bei Blockie- rung eines Wischers verschiedene Verfahren zur Kollisionsverhinderung und

Neusynchronisierung der Wischer möglich, die eine Umkehrung der Wischrichtung sowie eine Einschränkung des Wischbereichs der Wischer beinhalten. Nach Erkennung der Blockierung eines Wischblattes wird das nicht blockierte Wischblatt so schnell als möglich angehalten.

Nachteilig an den bisherigen Verfahren zur Kollisionsvermeidung ist, dass die Blockierungserkennung teilweise zeitlich zu kurz vor der Kollision der Wischer erfolgt und eine Kollision damit nicht in jedem Fall zu verhindern ist. Dies gilt insbesondere wenn Wischarme/Wischblätter mechanisch sehr flexibel sind. Nachteilig ist insbesondere, dass bei fortbestehender Blockierung eines Wischers auch in den nachfolgenden Wischzyklen eine Kollision der Wischer möglich ist.

Offenbarung der Erfindung Die vorliegende Erfindung hat daher die Aufgabe, eine verbesserte Vorrichtung sowie ein verbessertes Verfahren bereitzustellen, wodurch sichergestellt wird, dass bei fortbestehender Blockierung eines blockierten Wischers der nicht blockierte Wischer in nachfolgenden Wischzyklen so gesteuert werden kann, dass eine Kollision der beiden Wischer auf jeden Fall ausgeschlossen ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe gemäß Anspruch 1 gelöst sowie durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 9. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe, mit wenigstens zwei Wischern, die jeweils von einem Elektromotor angetrieben sind, und denen jeweils ein Positionssensor zugeordnet ist, der Positionssensorsignale in Abhängigkeit von der Position der Wischer erzeugt, und mit einer signalverarbeitenden Anordnung, die die Elektromotoren in Abhängigkeit von den Positionssensorsignalen und den vorgegebenen Sollpositionen betreibt und ein Speichermittel aufweist in dem die Sollpositionen gespeichert sind, wobei die Speicherung einer

Blockierposition, die ein blockierter Wischer während eines Wischzyklus einnimmt, in einem weiteren Speichermittel der signalverarbeitenden Anordnung gespeichert wird und in einem darauffolgenden Wischzyklus zur Steuerung eines nicht blockierten Wischers verwendet wird. Dies hat den Vorteil, dass der nicht blockierte Wischer die Blockierposition des blockierten Wischers .kennt' und so gesteuert werden kann, dass eine Kollision mit dem blockierten Wischer vermieden wird.

Bevorzugt ist ferner, dass der Abstoppvorgang des nicht blockierten Wischers eingeleitet wird bevor der blockierte Wischer die Blockierposition erreicht. Dies hat den Vorteil, dass der nicht blockierte Wischer rechtzeitig auf die Blockierung des blockierten Wischers reagieren kann, so dass eine Kollision sicher vermieden wird.

Gemäß einem bevorzugten Verfahren ist vorgesehen, dass der blockierte Wischer bei der Blockierposition die Wischrichtung ändert. Dadurch wird sichergestellt, dass der Wischer nicht an der Blockierposition stoppt sondern den verblei- benden Teil des Wischbereichs auf der Scheibe wischen kann.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass Synchronisation des blockierten und des nicht blockierten Wischers an den Ruhepositionen oder an den Wendelagen stattfindet. Dies ist vor allem dann vorteil- haft wenn der nicht blockierte Wischer vor Erreichen der Blockierposition des blockierten Wischers den Wischvorgang ebenfalls mit geänderter Wischrichtung fortsetzt, Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass beide Wischer am Ende jedes Wischzyklus wieder synchron laufen. Ferner ist ein Verfahren vorteilhaft, bei dem der nicht blockierte Wischer vor dem blockierten Wischer den Wischvorgang mit geänderter Wischrichtung fortsetzt und dadurch eine erneute Synchronisation der beiden Wischer an der

Blockierposition erreicht wird. Damit wird noch während des Wischzyklus eine Synchronisierung der Wischer erreicht. Besonders vorteilhaft ist ferner ein Verfahren, durch das bei jedem Wischzyklus die gespeicherte Blockierposition des blockierten Wischers aktualisiert wird falls sich diese verändert. Dadurch wird gewährleistet dass im darauffolgenden Wischzyklus auch die Stopp- oder Wendeposition des nicht blockierten Wischers an die geänderte Blockierposition angepasst wird. Bei einer Aufhebung der Blockierung des blockierten Wischers wird im darauffolgenden Wischzyklus der normale Systemzustand also der volle Wischbereich für beide Wischer wieder erreicht. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe, wenigstens zwei Wischer, die jeweils von einem Elektromotor angetrieben sind, und denen jeweils ein Positionssensor zugeordnet ist, der Positionssensorsignale in Abhängigkeit von der Position der Wischer erzeugt, und eine signalverarbeitende Anordnung, die die Elektromotoren in Abhängigkeit von den Positionssensorsignalen und den vorgegebenen Sollpositionen betreibt und ein Speichermittel aufweist, in dem die Sollpositionen gespeichert sind, wobei die Vorrichtung so ausgelegt ist, dass die Blockierposition, die ein blockierter Wischer während eines Wischzyklus einnimmt, in einem weiteren Speichermittel der signalverarbeitenden Anordnung speicherbar ist und in einem darauffolgen- den Wischzyklus zur Steuerung eines nicht blockierten Wischers verwendbar ist.

Dies hat den Vorteil, dass die Positionsdaten der Blockierposition über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen. So können etwa Blockierpositionen gespeichert werden und zur Regelung des Wischvorgangs in nachfolgenden Wischzyklen verwendet werden. Dadurch, dass der nicht blockierte Wischer die Blockierposition des blockierten Wischers .kennt' kann er so gesteuert werden, dass eine Kollision mit dem blockierten Wischer vermieden wird.

Die Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen: Es zeigen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe; Fig. 2 eine schematische Darstellung der Blockier- und Stoppposition bei überlappendem Wischbereich bei gleichlaufenden Wischern;

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Blockier- und Stoppposition bei überlappendem Wischbereich bei gegenlaufenden Wischern;

Fig. 4a ein Verfahren zur Kollisionsverhinderung bei Blockierung des Wischers;

Fig. 4b ein Verfahren zur Kollisionsverhinderung bei Aufhebung oder Änderung der Blockierung des Wischers.

Ausführungsformen der Erfindung

Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Wischen einer Scheibe 10, deren Oberfläche von einem ersten und einem zweiten Wischer 1 1 , 12 gereinigt werden kann. Der erste Wischer 1 1 wischt in einem Bereich, der durch die Buch- staben ABC in Fig. 1 angegeben ist. Der zweite Wischer 12 wischt in einem Bereich, der durch die Buchstaben DEF in Fig. 1 angegeben ist. Die Wischbereiche ABC und DEF weisen, wie Fig. 1 zeigt, einen überlappenden Wischbereich 13 auf. Die Scheibenwischer 1 1 , 12 werden jeweils von einem reversierbaren Elektromotor 14, 15 angetrieben. Die Position der beiden Wischer 1 1 , 12 wird jeweils von einem ersten und zweiten Positionssensor 16, 17 erfasst, der jeweils durch eine in Fig. 1 gezeigte erste und zweite mechanische Verbindung 18, 19 mit dem zugehörigen Wischer 1 1 ,12 gekoppelt ist um die Position der Scheibenwischer 1 1 , 12 zu bestimmen. Beispielsweise können die Positionssensoren 16, 17 auf den jeweiligen Antriebsachsen der Elektromotoren 14, 15 montiert sein. Neben mechanisch an die Wischer gekoppelten Positionssensoren sind auch andere Arten von Positionssensoren möglich wie z.B. optische Positionssensoren.

Die Positionssensoren 16, 17 geben die erfassten Ist-Positionen des ersten und zweiten Wischers 1 1 , 12 in Form eines ersten und zweiten Positionssensorsig- nals 16 ' , 17 ' aus. Die Positionssensorsignale 16 ' , 17 ' werden in eine signalverarbeitende Anordnung 20 eingespeist, die die Ist-Positionswerte mit Positionssollwerten der Wischer 1 1 ,12 in jeweils einem Vergleicher 25, 26 vergleicht. Die Positionssollwerte werden von einer Sollwertvorgabe 21 vorgegeben. Die durch den Vergleich ermittelten Regelabweichungen werden in Regelsignale 14 ' , 15 ' umgewandelt, die jeweils an die Elektromotoren 14, 15 abgegeben werden, die wiederum den ersten und zweiten Wischer 1 1 , 12 antreiben. Ein Blockieren eines Wischers 1 1 , 12 kann erkannt werden durch die Auswertung der Abweichung der Ist-Positionswerte von Positionssollwerten sowie der Auswertung der Regelsignale 14 ' , 15 ' und damit der an den Elektromotoren anliegenden Versorgungsspannung. Die Sollwerte sind in einem Speicher 22 der Sollwertvorgabe hinter- legt. Selektive Ist-Positionswerte eines Wischers 1 1 , 12 während eines Wischzyklus können in einem Speicher 23 hinterlegt werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um die Blockierposition eines der beiden Wischer 1 1 , 12 handeln. Die signalverarbeitende Anordnung 20 kann die hinterlegten Ist-Positionswerte eines der beiden Wischer 1 1 , 12 während eines nachfolgenden Wischzyklus aus- lesen und beispielsweise über die Sollwertvorgabe 21 zur Steuerung desselben oder eines weiteren Wischers verwenden. Die in Fig. 1 beschriebene Vorrichtung kann auch auf drei oder mehr Wischer erweitert werden.

Die Positionsregelung der Wischer 1 1 , 12 ermöglicht eine Synchronisierung von Mehrwischersystemen, bei denen die Wischer 1 1 , 12 jeweils separate Elektromotoren 14, 15 als Antrieb aufweisen. Eine Synchronisierung ist insbesondere dann zwingend erforderlich, wenn der überlappende Wischbereich 13 vorgesehen ist, innerhalb dessen eine Kollisionsgefahr besteht. In einem normalen ungestörten Betrieb der beiden Wischer 1 1 , 12 erfolgt die Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 durch ein synchrones Auslesen des Speichers 22, der die Positionssollwerte enthält, und synchrone Vorgabe der Positionssollwerte. Die vorgegebenen Sollpositionen der Wischer 1 1 , 12 werden durch Nachregeln mit Hilfe der signalverarbeitenden Anordnung 20 eingehalten. Erst bei vom Normalbetrieb abweichenden Bedingungen, die beispielsweise durch erhöhte Reibung oder Blockierung wenigstens eines der beiden Wischer 1 1 , 12 auftreten können, greift eine übergeordnete Synchronisierungsmaßnahme ein.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der Figuren 2 bis 4 näher erläutert. Fig. 2 stellt schematisch die Wischbereiche ABC des ersten Wischers 1 1 und DEF des zweiten Wischers 12 auf der Scheibe 10 dar. Ausgehend von einer ersten und zweiten Ruheposition 26, 27 überstreichen die beiden Wischer 1 1 , 12 während eines Wischzyklus die in Fig. 2 skizzierten kreissegmentförmigen Bereiche in einer ersten Bewegungsrichtung bis zu der ersten und zweiten Wendelage 26', 27'. An den Wendelagen 26', 27' erfolgt die Umkehr der Wischrichtung und die beiden Wischer 1 1 , 12 überstreichen erneut die Wischbereiche bis zur jeweiligen ersten und zweiten Ruheposition (Ausgangsposition) 26, 27. Damit ist ein Wischzyklus abgeschlossen und im Dauerbetrieb schließt sich der folgende Wischzyklus an.

Die beiden Wischer 1 1 , 12 können sich wie in Fig. 2 dargestellt in einem Wischzyklus gleichlaufend bewegen, es ist aber auch eine gegenläufige Bewegung der beiden Wischer 1 1 , 12 bei einer modifizierten Anordnung der Wischbereiche möglich, die in Fig. 3 gezeigt ist. Wiederum sind schematisch die Wischbereiche ABC des ersten Wischers 1 1 und DEF des zweiten Wischers 12 auf der Scheibe 10 dargestellt. Ausgehend von einer ersten und zweiten Ruheposition 26, 27 überstreichen die beiden Wischer 1 1 , 12 während eines Wischzyklus die in Fig. 3 skizzierten kreissegmentförmigen Bereiche in einer ersten Bewegungsrichtung bis zu der ersten und zweiten Wendelage 26', 27'. An den Wendelagen 26', 27' erfolgt die Umkehr der Wischrichtung und die beiden Wischer 1 1 , 12 überstreichen erneut die Wischbereiche bis zur jeweiligen ersten und zweiten Ruheposition (Ausgangsposition) 26, 27. Damit ist ein Wischzyklus abgeschlossen und im Dauerbetrieb schließt sich der folgende Wischzyklus an.

Blockiert ein Wischer 1 1 , 12 im überlappenden Wischbereich 13 so muss der andere Wischer rechtzeitig angehalten werden um eine Kollision zu verhindern. Blockiert, wie in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt, im ersten Wischzyklus der zweite Wischer 12 an der Blockierposition 44 so kann der erste Wischer 1 1 maximal bis zur Berührposition 45 bewegt werden, an der er den zweiten Wischer 12 berührt. Dadurch wird der Wischbereich des ersten Wischers 1 1 um den schraffierten Bereich eingeschränkt. Um eine Kollision zu vermeiden, muss die Bewegung des ersten Wischers 1 1 ausgehend von seiner Ruhelage 27 (Fig. 2) oder seiner Wendelage 27 ' (Fig. 3) vor Erreichen der Berührposition 45 gestoppt werden. Bei Erkennung der Blockierung von Wischer 12 in Position 44 befindet sich Wischer 1 1 in Position 46. Die bekannte Blockierungserkennung und der Abstoppvorgang des ersten Wischers 1 1 erfolgen damit zeitlich zu kurz vor Erreichen der

Berührposition 45, so dass eine Kollision oder zumindest ein gegenseitiges Berühren der beiden Wischer nicht immer zu vermeiden ist. Dies ist insbesondere der Fall wenn die Wischarme bzw. Wischblätter mechanisch sehr flexibel sind. Nach Erreichen der Blockierposition 44 durch den zweiten Wischer 12 ändern der erste und der zweite Wischer 1 1 , 12 die Wischrichtung und überstreichen damit erneut den jeweils verbleibenden Teil der Wischbereiche ABC und DEF. Um bei fortbestehender Blockierung des zweiten Wischers 12 in Blockierposition 44 eine Kollision der beiden Wischer 1 1 ,12 in den nachfolgenden Wischzyklen zu verhindern, werden die Ist-Positionswerte der Blockierposition 44 des zweiten Wischers 12 im ersten Wischzyklus im Speicher 23 der signalverarbeitenden Anordnung 20 abgelegt. In nachfolgenden Wischzyklen werden die im Speicher 23 abgelegten Ist-Positionswerte ausgelesen und zur Steuerung des ersten Wischers 1 1 genutzt. Dadurch ist es möglich den ersten Wischer 1 1 bereits an der Position 47, also vor Erreichen der Position 46 und damit bevor der zweite Wi- scher 12 die Blockierposition 44 erreicht, das Signal zum Abstoppen zu geben.

Die verbleibende Strecke des ersten Wischers 1 1 bis zur Berührposition 45 ist nunmehr lang genug so dass der erste Wischer 1 1 sicher in Position 48 gestoppt werden kann, ohne den zweiten Wischer 12 zu berühren. An der Position 47 kann anstelle der Einleitung des Abstoppvorgangs auch die

Wischgeschwindigkeit des ersten Wischers (1 1 ) vermindert werden. Der eigentliche Abstoppvorgang kann damit erst bei Erreichen der Blockierposition 44 des zweiten Wischers (12) mit der bekannten Blockierungserkennung eingeleitet werden. Durch die dann aber bereits langsamere Geschwindigkeit des ersten Wischers (1 1 ) wird eine Kollision auch in diesem Fall sicher vermieden.

Die Position, an der für den ersten Wischer (1 1 ) der Abstoppvorgang eingeleitet wird, kann durch einen festen , Offset' zur Blockierposition 44 des Wischers von der signalverarbeitenden Anordnung 20 ermittelt werden. Es ist aber auch mög- lieh, dass der , Offset' für den Beginn des Abstoppvorgangs variabel ist und zum

Beispiel abhängig von der Wischgeschwindigkeit, der Geometrie und der Materialbeschaffenheit der beiden Wischer 1 1 , 12 von der signalverarbeitenden Anordnung 20 ermittelt wird. Wesentlich ist, dass auch bei Betrieb der Scheibenwischvorrichtung mit blockiertem zweitem Wischer 12 und vorzeitigem Stopp des ersten Wischers 1 1 an Position 48, wie in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt, eine Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 wieder erreicht werden kann. Dies ist zum einen dadurch möglich, dass der erste Wischer 1 1 nachdem er an Position 48 gestoppt wurde vor dem zweiten Wischerl 2 den Wischvorgang mit geänderter Wischrichtung fortsetzt und eine erneute Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 an der Blockierposition 44 erreicht wird.. Zum anderen kann die erneute Synchronisation auch dadurch erreicht werden, dass der erste Wischer 1 1 nach Erreichen der Stoppposition 48 oder wenn der zweite Wischer 12 die Blockierposition 44 erreicht die Wischrichtung umkehrt und die Wischer 1 1 , 12 an der jeweiligen Ruheposition 26, 27 (Ausgangsposition) oder an der jeweiligen Wendelage 26 ' , 27 ' aufeinander .warten'.

Das mittels Fig. 2 und Fig. 3 oben beschriebene Verfahren zur Kollisionsvermeidung kann umgekehrt auch mit dem ersten Wischer 1 1 als blockiertem Wischer und Steuerung des zweiten nicht blockierten Wischers 12 in nachfolgenden

Wischzyklen durch die gespeicherte Blockierposition des blockierten ersten Wischers 1 1 durchgeführt werden.

Die gespeicherte Blockierposition eines Wischers kann ferner auch zur Steue- rung des blockierten Wischers im darauffolgenden Wischzyklus verwendet werden. So kann zum Beispiel die Wischgeschwindigkeit des blockierten Wischers verringert werden bevor er die Blockierposition erreicht. Damit wird verhindert, dass der Wischer mit voller Geschwindigkeit auf das Hindernis stößt und dadurch möglicherweise beschädigt werden kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Kollisionsvermeidung der beiden Wischer 1 1 , 12 einer Scheibenwischvorrichtung 10 bei Blockierung eines Wischers ist in den Flussdiagrammen der Fig. 4 gezeigt. Fig. 4a zeigt die Verfahrensschritte bei Auftreten eines blockierten Wischers 12. Zunächst wird überprüft, ob die

Blockierposition im Kollisionsbereich 13 der beiden Wischer 1 1 , 12 liegt. Ist dies nicht der Fall setzt der nicht blockierte Wischer 1 1 seinen Wischvorgang bis zur Wendelage fort und nimmt den blockierten Wischer 12 auf der Rückwärtsbewegung mit. Damit ist die Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 bei eingeschränktem Wischbereich des blockierten Wischers 12 gewahrt.

Liegt die Blockierposition im Kollisionsbereich 13 und entfernen sich die beiden Wischer 1 1 , 12 voneinander, nachdem ein Wischer blockiert, so setzt der nicht blockierte Wischer 1 1 seinen Wischvorgang bis zur Wendelage fort und nimmt den blockierten Wischer 12 auf der Rückwärtsbewegung mit. Damit ist die Syn- chronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 bei eingeschränktem Wischbereich des blockierten Wischers 12 auch in diesem Fall gewahrt. Liegt die Blockierposition im Kollisionsbereich 13 und bewegen sich die beiden Wischer 1 1 , 12 aufeinander zu nachdem ein Wischer blockiert, werden die Ist- Positionswerte der Blockierposition im Speicher 23 abgelegt. An der 5 Blockierposition des blockierten Wischers 12 erfolgt durch die bekannte Blockierungserkennung der Stopp und anschließend die Umkehr der Wischrichtung beider Wischer 1 1 , 12 sowie eine erneute Synchronisation der Wischer 1 1 , 12 an den jeweiligen Ruhepositionen (Ausgangspositionen) 26, 27 bzw. Wendelagen 26 ' , 27 ' . Im darauffolgenden Wischzyklus wird unter Auslesen des Speichers 23, 10 d.h. unter Verwendung der gespeicherten Ist-Positionswerte aus dem vorangegangenen Wischzyklus der Abstoppvorgang des nicht blockierten Wischers 1 1 eingeleitet bevor der blockierte Wischer 12 die Blockierposition erreicht. Dadurch wird eine Kollision der beiden Wischer 1 1 , 12 sicher vermieden (siehe Fig. 2 und Fig. 3). Es folgt der Stopp und eine Richtungsumkehr des nicht blockierten Wil s schers 1 1 . Die Neusynchronisation erfolgt entweder an der Stoppposition des- blockierten Wischers 12 oder an den jeweiligen Ruhepositionen (Ausgangspositionen) 26, 27 oder an den jeweiligen Wendelagen 26 ' , 27 ' . Damit ist die Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 bei eingeschränktem Wischbereich beider Wischer auch in diesem Fall gewahrt.

20

Fig. 4b zeigt die Verfahrensschritte bei Änderung der Blockierposition oder Aufhebung der Blockierung eines Wischers. Bei Änderung der Blockierposition eines Wischers wird zunächst überprüft, ob die neue Blockierposition außerhalb des Überlappbereichs 13 liegt oder zwar innerhalb des Überlappbereichs aber ohne 25 Kollisionsgefahr, da sich die Wischer 1 1 , 12 voneinander entfernen (siehe Fig.

4a). Ist dies der Fall wird die aktuelle Blockierposition aus dem Speicher 23 gelöscht und der ursprünglich nicht blockierte Wischer 1 1 überstreicht im darauffolgenden Wischzyklus wieder den gesamten Wischbereich.

30 Befindet sich die neue Blockierposition im Überlappbereich 13 und besteht Kollisionsgefahr, da sich die Wischer 1 1 , 12 aufeinander zu bewegen, so werden die Ist-Positionswerte der neuen Blockierposition des blockierten Wischers 12 im Speicher 23 abgelegt und gleichzeitig werden die Ist-Positionswerte der vorhergehenden Blockierposition gelöscht. In diesem Wischzyklus erfolgt die Steuerung

35 des nicht blockierten Wischers 1 1 je nach Lage der neuen Blockierposition entweder unter Verwendung der vorhergehenden Blockierposition oder durch die bekannte Blockierungserkennung. Im darauffolgenden Wischzyklus wird unter Auslesen von Speicher 23, d.h. unter Verwendung der neu im Speicher 23 abgelegten Ist-Positionswerte aus dem vorangegangenen Wischzyklus der Abstoppvorgang des nicht blockierten Wischers 1 1 eingeleitet bevor der blockierte Wischer 12 die neue Blockierposition erreicht. Dadurch wird eine Kollision der beiden Wischer 1 1 , 12 sicher vermieden (siehe Fig. 2 und Fig. 3). Es folgt der Stopp und eine Richtungsumkehr des nicht blockierten Wischers 1 1. Die Neusynchronisation erfolgt wiederum entweder an der Stoppposition des blockierten Wischers 12 oder an den jeweiligen Ruhepositionen (Ausgangspositionen) 26, 27 oder an den jeweiligen Wendelagen 26 ' , 27 ' . Damit ist die Synchronisation der beiden Wischer 1 1 , 12 bei eingeschränktem Wischbereich beider Wischer wiederum gewahrt.

Bei Aufhebung der Blockierung eines Wischers werden die Ist-Positionswerte der aktuellen Blockierposition aus dem Speicher 23 gelöscht. Im darauffolgenden Wischzyklus können damit beide Wischer 1 1 , 12 wieder den gesamten Wischbereich überstreichen.