Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
EASY-ENTRY VEHICLE SEAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/096774
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a vehicle seat comprising the following: a seat part having a seat frame; a backrest part which is pivotally supported on the seat part; a seat base for supporting the seat part and an easy-entry mechanism for moving the seat part and the backrest part relative to the seat base, at least along a longitudinal axis between a usage position and an easy-entry position, the easy-entry mechanism comprising the following: at least one arm which is pivotally connected to the seat frame and is pivotally connected to the seat base at a first position; and at least one turning-and-sliding joint for supporting the seat frame on the seat base at a second position, the first position being spaced apart from the second position along the longitudinal axis; or the easy-entry mechanism comprises at least one easy-entry connection member which is pivotally mounted on the seat base and pivotally connected to a height-adjustment connection member of a height-adjustment mechanism, the height-adjustment connection member connecting the easy-entry connection member to a cross-member disposed between the frame element and another frame element of the seat frame.

Inventors:
HANDIGOL UMESH (US)
HARTMANN ULF (US)
Application Number:
EP2018/081054
Publication Date:
May 23, 2019
Filing Date:
November 13, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE (96450, DE)
International Classes:
B60N2/12
Foreign References:
DE102015222133A12017-05-11
DE10020923A12001-12-13
Attorney, Agent or Firm:
MAIKOWSKI & NINNEMANN PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (15 09 20, Berlin, 10671, DE)
Download PDF:
Claims:
ANSPRÜCHE

1. Fahrzeugsitz (VS; VS'), umfassend:

ein Sitzteil (1), das einen Sitzrahmen (10) aufweist; ein Rückenlehnenteil (2), das schwenkbar an dem Sitzteil (1) abgestützt ist;

eine Sitzbasis (7) zum Abstützen des Sitzteils (1); und einen Easy-Entry-Mechanismus (5; 5'; 5") zum Verlagern des Sitzteils (1) und des Rückenlehnenteils (2) bezüglich der Sitzbasis (7) zumindest entlang einer Längsachse (X) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry- Stellung, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5; 5'; 5")

Folgendes umfasst:

mindestens einen Arm (54), der schwenkbar mit dem Sitzrahmen (10) verbunden ist und an einer ersten Stelle schwenkbar mit der Sitzbasis (7) verbunden ist; und

mindestens ein Drehschubgelenk (SP; SP') zum Abstützen des Sitzrahmens (10) auf der Sitzbasis (7) an einer zweiten Stelle, wobei die erste Stelle entlang der Längsachse (X) von der zweiten Stelle beabstandet ist.

2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, wobei das

Drehschubgelenk (SP) einen an der Sitzbasis (7) montierten geschlitzten Halter (50) umfasst. 3. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, wobei das

Drehschubgelenk (SP') ein C-Profil (593) umfasst.

4. Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, wobei das

Drehschubgelenk (SP') einen Gleiter (594) oder eine Rolle umfasst, der oder die im C-Profil (593) bewegbar gelagert ist .

5. Fahrzeugsitz nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Arm (54) ein vorderer Arm ist und der Easy-Entry-Mechanismus (5") ferner einen hinteren Arm (590) umfasst, der über mindestens ein Gelenk (G3) mit dem Sitzrahmen (10) gekoppelt ist und über den der Sitzrahmen (10) über mindestens ein weiteres Gelenk (G4, G6) mit der Sitzbasis (7) gekoppelt ist.

6. Fahrzeugsitz nach Anspruch 5, wobei der Easy-Entry- Mechanismus (5") ferner einen zusätzlichen Verbindungsarm (591) umfasst, über den der Arm (54) mit dem hinteren Arm (590) gekoppelt ist.

7. Fahrzeugsitz nach Anspruch 5 oder 6, wobei das C- Profil (593) an der Sitzbasis (7) befestigt ist und der hintere Arm (590) mittels des C-Profils (593) an der Sitzbasis (7) gelagert ist.

8. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5") eine 7- Gelenkkinematik umfasst.

9. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen Höheneinstellungsmechanismus (6) zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens (1) bezüglich der Sitzbasis (7) .

10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 9, wobei ein Höheneinstellungsverbindungsglied (60) des Höheneinstellungsmechanismus (6) das Drehschubgelenk (SP) mit dem Sitzrahmen (10) verbindet.

11. Fahrzeugsitz nach Anspruch 10, wobei das Höheneinstellungsverbindungsglied (60) bezüglich der Sitzbasis (7) für eine Höheneinstellung des Sitzteils (1) gedreht werden kann.

12. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Führungsschienenanordnung (4), die an einem Fahrzeugboden (VF) montiert ist oder montierbar ist, zum Einstellen der Längsstellung (X) des Sitzteils (1) und des Rückenlehnenteils (2) bezüglich des Fahrzeugbodens (VF) .

13. Fahrzeugsitz nach Anspruch 12, wobei die Sitzbasis (7) auf einer oberen Schiene (40) der

Führungsschienenanordnung (4) montiert ist und/oder wobei die Sitzbasis (7) die obere Schiene (40) umfasst.

14. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5; 5') ferner ein lösbares Verriegelungsglied (55) zum Einschränken und Freigeben einer Schiebebewegung des Drehschubgelenks umfasst. 15. Fahrzeugsitz nach Anspruch 14, wobei das

Verriegelungsglied (55) durch Schwenken des

Rückenlehnenteils (2) bezüglich des Sitzteils (1) lösbar ist . 16. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5; 5') ferner einen lösbaren Sperrhebel (58) zum Einschränken und Freigeben einer Schiebebewegung des Drehschubgelenks umfasst .

17. Fahrzeugsitz nach Anspruch 16, wobei der Sperrhebel (58) durch Schwenken des Rückenlehnenteils (2) bezüglich des Sitzteils (1) lösbar ist. 18. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei ein Sitzlehnenversteller (3) das

Rückenlehnenteil (2) mit dem Sitzteil (1) schwenkbar verbindet . 19. Fahrzeugsitz nach Anspruch 18, wobei sich das

Drehschubgelenk (SP; SP') näher am Sitzlehnenversteller (3) als der Arm (54) befindet.

20. Fahrzeugsitz nach Anspruch 18 oder 19, wobei das Rückenlehnenteil (2) mittels des Sitzlehnenverstellers (2) bezüglich des Sitzteils (1) ohne Verlagern des Sitzteils (1) bezüglich der Sitzbasis (7) eingestellt werden kann.

21. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei der Sitzlehnenversteller (3) ein erstes Sitzlehnenverstellerteil, das am Sitzrahmen (1) fixiert ist, und ein zweites Sitzlehnenverstellerteil, das an einem Rückenlehnenrahmen (20) des Rückenlehnenteils (2) fixiert ist, enthält, wobei das erste Sitzlehnenverstellerteil und das zweite Sitzlehnenverstellerteil drehbar aneinander montiert sind .

22. Fahrzeugsitz nach Anspruch 21, wobei der erste Sitzlehnenverstellerteil an einem Rahmenelement (100) des Sitzrahmens (10) montiert ist.

23. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5) ferner eine Feder (53), die den Fahrzeugsitz (VS) in die Easy- Entry-Stellung vorspannt, oder einen Antriebsmotor (570) zum Antrieb des Fahrzeugsitzes (VS) in die Easy-Entry- Stellung umfasst.

24. Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sitzrahmen (10) zwei Rahmenelemente (100) umfasst, die lateral voneinander beabstandet und durch Stäbe (101, 102) miteinander verbunden sind.

25. Fahrzeugsitz nach Anspruch 24, ferner umfassend einen zweiten Arm (54), wobei beide Arme (54) an einem der Rahmenelemente (100) und an der Sitzbasis (7) schwenkbar montiert sind, und ein zweites Drehschubgelenk (SP; SP') zum Abstützen des Sitzrahmens (10) an der Sitzbasis (7) .

26. Fahrzeugsitz (VS), umfassend:

ein Sitzteil (1), das einen Sitzrahmen (10) mit einem Paar Rahmenelemente (100) aufweist;

eine Sitzbasis (7) zum Abstützen des Sitzteils (1);

einen Höheneinstellungsmechanismus (6) zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens (10) bezüglich der Sitzbasis ( 7 ) ; und

einen Easy-Entry-Mechanismus (5; 5') zum Verlagern des

Sitzteils (1) bezüglich der Sitzbasis (7) zumindest entlang einer Längsachse (X) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5; 5') zwei Drehschubgelenke (SP; SP') zum Abstützen des Sitzrahmens (10) auf der Sitzbasis (7) umfasst, wobei jedes des Paars Rahmenelemente (100) über ein

Höheneinstellungsverbindungsglied (60) des

Höheneinstellungsmechanismus (6) mit einem der Drehschubgelenke (SP; SP') verbunden ist.

27. Fahrzeugsitz (VS"), umfassend:

ein Sitzteil (1), das einen Sitzrahmen (10) mit einem Paar Rahmenelemente (100) und einen zwischen dem Paar Rahmenelemente (100) angeordneten Querträger (102) aufweist ;

eine Sitzbasis (7) zum Abstützen des Sitzteils (1);

einen Höheneinstellungsmechanismus (6) zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens (10) bezüglich der Sitzbasis (7), wobei der Höheneinstellungsmechanismus mindestens ein Höheneinstellungsverbindungsglied (60) umfasst; und einen Easy-Entry-Mechanismus (5), der dazu ausgeführt ist, das Sitzteil (1) bezüglich der Sitzbasis (7) zumindest entlang einer Längsachse (X) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung zu verlagern, wobei der Easy-Entry-Mechanismus mindestens ein Easy-Entry-Verbindungsglied (50) umfasst, das schwenkbar an der Sitzbasis (7) montiert ist und schwenkbar mit dem Höheneinstellungsverbindungsglied (60) verbunden ist, wobei das Höheneinstellungsverbindungsglied (60) das Easy-Entry- Verbindungsglied (50) mit dem Querträger (102) verbindet.

28. Fahrzeugsitz nach Anspruch 27, wobei das Höheneinstellungsverbindungsglied (60) bezüglich der Sitzbasis (7) zum Bewirken einer Höheneinstellung des Sitzteils (1) gedreht werden kann.

29. Fahrzeugsitz nach Anspruch 27 oder 28, wobei das Höheneinstellungsverbindungsglied (60) an dem Querträger (102) fixiert ist.

30. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 29, wobei der Querträger (102) schwenkbar an jedem des Paars Rahmenelemente (100) montiert ist.

31. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 30, wobei der Querträger (102) eine Stange oder ein gestanzter Halter ist.

32. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 31, ferner umfassend ein Rückenlehnenteil (2), das schwenkbar am Sitzteil (1) abgestützt ist.

33. Fahrzeugsitz nach Anspruch 32, wobei ein Sitzlehnenversteller (3) das Rückenlehnenteil (2) schwenkbar mit dem Sitzteil (1) verbindet.

34. Fahrzeugsitz nach Anspruch 32 oder 33, wobei das Rückenlehnenteil (2) mittels des Sitzlehnenverstellers (3) bezüglich des Sitzteils (1) ohne Verlagern des Sitzteils (1) bezüglich der Sitzbasis (7) eingestellt werden kann.

35. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 32 bis 34, wobei der Sitzlehnenversteller (3) ein erstes Sitzlehnenverstellerteil, das mit einem Rahmenelement (100) des Sitzrahmens (10) fest verbunden ist, und ein zweites Sitzlehnenverstellerteil, das mit einem Rückenlehnenrahmen (20) des Rückenlehnenteils (2) fest verbunden ist, enthält, wobei das erste Sitzlehnenverstellerteil und das zweite Sitzlehnenverstellerteil drehbar aneinander montiert sind .

36. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 35, ferner umfassend mindestens einen Arm (54), der schwenkbar an der Sitzbasis (7) montiert ist und schwenkbar mit einem der Rahmenelemente (100) verbunden ist .

37. Fahrzeugsitz nach Anspruch 36, wobei der Arm (54) an einer ersten Stelle schwenkbar an der Sitzbasis (7) montiert ist und das Easy-Entry-Verbindungsglied (50) an einer zweiten Stelle schwenkbar an der Sitzbasis (7) montiert ist, wobei die erste und die zweite Stelle voneinander beabstandet sind.

38. Fahrzeugsitz nach Anspruch 36 oder 37, ferner umfassend ein Rückenlehnenteil (2), das schwenkbar am Sitzteil (1) abgestützt ist, wobei ein Sitzlehnenversteller (3) das Rückenlehnenteil (2) schwenkbar mit dem Sitzteil (1) verbindet, und wobei sich das Easy-Entry-Verbindungsglied (50) näher am Sitzlehnenversteller (3) befindet als der Arm (54).

39. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 38, wobei der Höheneinstellungsmechanismus (6) ein Paar Höheneinstellungsverbindungsglieder (60) umfasst und der Easy-Entry-Mechanismus (5) ein paar Easy-Entry- Verbindungsglieder (50) umfasst.

40. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 39, ferner umfassend eine Führungsschienenanordnung (4), die an einem Fahrzeugboden (VF) montiert oder montierbar ist, zum Einstellen der Längsstellung des Sitzteils (1) bezüglich des Fahrzeugbodens (VF) .

41. Fahrzeugsitz nach Anspruch 40, ferner umfassend einen Verriegelungsmechanismus, der den Easy-Entry- Mechanismus (5) in der Gebrauchsstellung verriegelt, wenn der Fahrzeugsitz (VS) in einer ganz vorne befindlichen Position der Führungsschienenanordnung (4) angeordnet ist .

42. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 41, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5) ferner ein lösbares Verriegelungsglied (55) oder einen lösbaren Sperrhebel zum Einschränken und Freigeben einer Schwenkbewegung des Easy-Entry-Verbindungsglieds (50) bezüglich der Sitzbasis (7) umfasst.

43. Fahrzeugsitz nach Anspruch 42, wobei das Verriegelungsglied (55) oder der Sperrhebel durch mindestens eines von Schwenken eines Rückenlehnenteils (2) bezüglich des Sitzteils (1), Betätigen eines Griffs (562) und Einstellen der Längsstellung des Sitzteils (1) bezüglich des Fahrzeugbodens (VF) lösbar ist.

44. Fahrzeugsitz nach Anspruch 42 oder 43, wobei ein Bolzen oder ein Schließbügeldraht an dem Easy-Entry- Verbindungsglied (50) montiert ist und das Verriegelungsglied (55) oder der Sperrhebel mit dem Bolzen oder dem Schließbügeldraht zum Verriegeln des Easy-Entry-Verbindungsglieds (50) an der Sitzbasis (7) in Eingriff gebracht werden kann.

45. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 27 bis 44, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5) ferner eine Feder (53'), die den Fahrzeugsitz (VS") in die Easy-Entry- Stellung vorspannt, und/oder einen Antriebsmotor (570') zum Antrieb des Fahrzeugsitzes (VS") in die Easy-Entry- Stellung umfasst.

46. Fahrzeugsitz (VS"), umfassend:

ein Sitzteil (1), das einen Sitzrahmen (10) mit einem Rahmenelement (100) aufweist;

eine Sitzbasis (7) zum Abstützen des Sitzteils (1);

ein erstes Verbindungsglied (60) das ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei das erste Ende mittels eines Schwenklagers (P4) an dem Sitzrahmen (10) montiert ist, derart, dass es bezüglich des Rahmenelements (100) schwenkbar ist; und

einen Easy-Entry-Mechanismus (5) zum Verlagern des Sitzteils (1) bezüglich der Sitzbasis (7) zumindest entlang einer Längsachse (X) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung, wobei der Easy-Entry-Mechanismus (5) ein zweites

Verbindungsglied (50), das mittels eines Schwenklagers (P3) schwenkbar am zweiten Ende des ersten Verbindungsglieds (60) montiert ist und schwenkbar an der Sitzbasis (7) montiert ist, umfasst.

Description:
EASY-ENTRY-FAHRZEUGSITZ

GEB IET

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einem Easy-Entry-Mechanismus . HINTERGRUND

[0002] Fahrzeugsitze mit Easy-Entry-Mechanismen können zum Beispiel dazu verwendet werden, einen komfortablen Einstieg in eine zweite Sitzreihe in zweitürigen Fahrzeugen oder eine dritte Sitzreihe in viertürigen Fahrzeugen für Insassen zu gewährleisten. Dazu kann der Fahrzeugsitz zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung verlagert werden. Es sind Mechanismen bekannt, bei denen ein Rückenlehnenteil des Fahrzeugsitzes nach vorne zu einem Sitzteil umgeklappt wird oder bei denen der Fahrzeugsitz mittels Führungsschienen, die auch eine Längseinstellung des Fahrzeugsitzes in der Gebrauchsstellung gewährleisten, in Längsrichtung verlagert wird. In dem Fall, dass Fahrzeugsitze durch einen Aktuator, zum Beispiel einen Elektromotor, eingestellt werden, ist das Verlagern des Fahrzeugsitzes zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry-Stellung oftmals langsam, und nach der Aktivierung des Mechanismus müssen die Insassen möglicherweise warten, bis sie in das Fahrzeug einsteigen oder daraus aussteigen können oder bis sie sich in der Gebrauchsstellung hinsetzen können. Wenn der Easy-Entry- Mechanismus so konstruiert sein soll, dass der

Fahrzeugsitz durch Rückkehr in die Gebrauchsstellung problemlos seine zuvor eingestellte Längsstellung einnimmt, werden möglicherweise komplexe

Speichervorrichtungen erforderlich .

[0003] Die DE 10 2015 222 133 Al beschreibt einen Fahrzeugsitz mit einem Easy-Entry-Mechanismus, wobei das Rückenlehnenteil und das Sitzteil auf einer Sitzbasis getrennt gestützt werden, was zu einer komplexen Anordnung führt. Es ist bei dem Fahrzeugsitz keine Höheneinstellung möglich.

[0004] Die DE 100 20 923 Al beschreibt einen Fahrzeugsitz mit einem Easy-Entry-Mechanismus und einem Höheneinstellungsmechanismus. Ein Schwenkarm ist schwenkbar an einer Sitzrahmentraverse und an einer Sitzbasis montiert. Eine Höheneinstellung erfolgt durch eine komplexe Anordnung mit einer hohen Anzahl von Teilen .

KURZFASSUNG

[0005] Eine Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines verbesserten Fahrzeugsitzes mit einem Easy-Entry- Mechanismus .

[0006] Gemäß einem ersten Aspekt umfasst ein Fahrzeugsitz, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, ein Sitzteil, das einen Sitzrahmen aufweist. Der Sitzrahmen kann ein Rahmenelement aufweisen. Ein Insasse kann sich auf das Sitzteil setzen. Der Fahrzeugsitz umfasst ferner ein Rückenlehnenteil, das schwenkbar an dem Sitzteil abgestützt ist, insbesondere durch den Sitzrahmen schwenkbar gestützt wird. Der Insasse kann seinen Rücken gegen das Rückenlehnenteil lehnen, wenn er auf dem Sitzteil sitzt. Ferner umfasst der Fahrzeugsitz eine Sitzbasis, die zum Abstützen des Sitzteils ausgeführt ist. Die Sitzbasis stützt das Rückenlehnenteil durch das Sitzteil. Ferner umfasst der Fahrzeugsitz einen Easy- Entry-Mechanismus, der dazu ausgeführt ist, das Sitzteil zusammen mit dem Rückenlehnenteil bezüglich der Sitzbasis zumindest entlang einer Längsachse zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung zu verlagern. In der Gebrauchsstellung kann sich der Insasse auf den Fahrzeugsitz setzen. In der Easy-Entry-Stellung kann Einstieg in eine Sitzreihe hinter dem Fahrzeugsitz erleichtert werden, insbesondere indem der durch das Rückenlehnenteil in der Gebrauchsstellung eingenommene Raum zumindest teilweise freigemacht wird. Der Easy- Entry-Mechanismus umfasst einen Arm, der schwenkbar mit dem Sitzrahmen, insbesondere mit dem Rahmenelement des Sitzrahmens, verbunden ist und an einer ersten Stelle schwenkbar mit der Sitzbasis verbunden ist. Ferner umfasst der Easy-Entry-Mechanismus ein Drehschubgelenk, das zum Stützen des Sitzrahmens auf der Sitzbasis an einer zweiten Stelle ausgeführt ist. Es ist vorgesehen, dass die erste Stelle zumindest entlang der Längsachse von der zweiten Stelle beabstandet ist. Als eine Alternative zu dem Arm und Drehschubgelenk kann der Fahrzeugsitz mindestens ein Easy-Entry-Verbindungsglied umfassen, das schwenkbar an der Sitzbasis montiert ist und schwenkbar mit einem Höheneinstellungs V erbindungsglied eines Höheneinstellungsmechanismus verbunden ist, wobei das Höheneinstellungsverbindungsglied das Easy-Entry- Verbindungsglied mit einem zwischen dem Rahmenelement und einem anderen Rahmenelement des Sitzrahmens angeordneten Querträger verbindet .

[0007] Solch ein verbesserter Fahrzeugsitz kann weniger komplex als bekannte Fahrzeugsitze mit Easy-Entry- Mechanismen konstruiert sein. Ferner gestattet solch ein Fahrzeugsitz die Bereitstellung eines Höheneinstellungsmechanismus und/oder eines Längseinstellungsmechanismus, die/der nicht störend auf den Easy-Entry-Mechanismus einwirken/einwirkt. Insbesondere wird durch Betätigung des Easy-Entry- Mechanismus ein Fahrzeugsitzlängseinstellungsmechanismus nicht zwangsweise verstellt. Deshalb ist keine Speichervorrichtung zum Speichern der Längsstellung vor Verlagern in die Easy-Entry-Stellung erforderlich. Die Komplexität des Fahrzeugsitzes kann somit weiter reduziert werden. [0008] Das Drehschubgelenk kann insbesondere so konstruiert sein, dass eine Schwenkachse des Drehschubgelenks einen Verschiebeweg des

Drehschubgelenks, insbesondere an allen Stellen entlang des Wegs, kreuzt. Das Kreuzen kann orthogonal verlaufen.

[0009] Der Easy-Entry-Mechanismus kann manuell betätigbar sein, oder er kann einen Motor zum Verlagern des Fahrzeugsitzes aus der Gebrauchsstellung in die Easy- Entry-Stellung und umgekehrt umfassen. Der Motor kann selbsthemmend oder nicht selbsthemmend sein.

[0010] In einer Ausgestaltung umfasst das

Drehschubgelenk einen geschlitzten Halter, der an der Sitzbasis montiert ist oder einen Teil der Sitzbasis bildet. Der Schlitz des geschlitzten Halters kann von einem Bolzen oder einem Stift in Eingriff genommen werden, so dass der Bolzen oder der Stift entlang des Schlitzes verschiebbar und in dem Schlitz drehbar ist. Der Schlitz kann den Verschiebeweg definieren.

[0011] In einer Ausgestaltung umfasst das Drehschubgelenk ein C-Profil oder eine C-Profilführung . Ein C-Profil kann so ausgebildet werden, dass zwischen dem C-Profil und einem darin gelagerten Gleiter eine besonders große Kontaktfläche vorliegt. Hierdurch sind verbesserte Rautiefen und ein verbessertes Abrasionsverhalten möglich und im Ergebnis ein verringerter Verschleiß. Damit ist eine besonders große Lebensdauer des Drehschubgelenks möglich.

[0012] Das Drehschubgelenk kann einen Gleiter oder eine Rolle umfassen, der oder die im C-Profil bewegbar, insbesondere längsverschiebbar gelagert ist.

[0013] Der genannte Arm ist in einer Ausgestaltung ein vorderer Arm. Der Easy-Entry-Mechanismus kann ferner einen hinteren Arm umfassen, der über mindestens ein Gelenk mit dem Sitzrahmen gekoppelt ist und über den der Sitzrahmen über mindestens ein weiteres Gelenk mit der Sitzbasis gekoppelt ist.

[0014] Optional umfasst der Easy-Entry-Mechanismus ferner einen zusätzlichen Verbindungsarm. Der zusätzliche Verbindungsarm kann den (vorderen) Arm mit dem hinteren Arm koppeln.

[0015] In einer Ausgestaltung ist das C-Profil an der Sitzbasis befestigt und der hintere Arm ist mittels des C-Profils an der Sitzbasis gelagert.

[0016] Der Easy-Entry-Mechanismus umfasst in einer Ausgestaltung (optional jeweils pro linke und rechte Seite) sieben Schwenklager und bildet somit (je Seite) eine 7-Gelenkkinematik aus. Dies ermöglicht eine besonders platzsparende vorgeklappte Stellung des Fahrzeugsitzes .

[0017] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner einen Höheneinstellungsmechanismus, der zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens bezüglich der Sitzbasis ausgeführt ist. Der Höheneinstellungsmechanismus kann mit dem Easy-Entry- Mechanismus gekoppelt sein oder er kann Teil des Easy- Entry-Mechanismus sein. Eine Höheneinstellung kann den Komfort des Fahrzeugsitzes erhöhen und kann die Sicherheit verbessern, da unterschiedlich große Insassen den Sitz für ein optimales Sichtfeld einstellen können.

[0018] In einer Ausgestaltung ist ein Höheneinstellungs V erbindungsglied des Höheneinstellungsmechanismus vorgesehen und dahingehend angeordnet, das Drehschubgelenk mit dem Rahmenelement zu verbinden. Das Höheneinstellungsverbindungsglied kann das Rahmenelement des Sitzrahmens an dem Drehschubgelenk stützen. Ein Höheneinstellungsverbindungsglied kann leicht zum Widerstehen starker Kräfte hergestellt werden. Das Höheneinstellungsverbindungsglied kann als ein Schwingenarm gebildet sein. Ein an dem Höheneinstellungsverbindungsglied montierter Drehzapfen kann schwenkbar und verschiebbar an dem geschlitzten Halter befestigt sein.

[0019] In einer Ausgestaltung ist das Höheneinstellungsverbindungsglied insbesondere mittels des Drehschubgelenks drehbar an der Sitzbasis montiert. Eine Drehung des Höheneinstellungsverbindungsglieds bezüglich der Sitzbasis kann eine Höheneinstellung des Sitzteils zusammen mit dem Rückenlehnenteil bewirken.

[0020] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner eine Führungsschienenanordnung, die an einem Fahrzeugboden montiert ist oder montierbar ist. Die Führungsschienenanordnung ist zur Einstellung der Längsstellung der Sitzbasis und/oder des Sitzteils und des Rückenlehnenteils bezüglich des Fahrzeugbodens ausgeführt. Der Easy-Entry-Mechanismus kann den Fahrzeugsitz zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy- Entry-Stellung ohne Verstellen der Führungsschienenanordnung verlagern. Der Fahrzeugsitz kann einen Motor zur Längseinstellung des Fahrzeugsitzes umfassen. Der Easy-Entry-Mechanismus kann den Fahrzeugsitz aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry- Stellung und umgekehrt bewegen, ohne solch einen Längseinstellungsmotor zu aktivieren. Der Easy-Entry- Mechanismus kann den Fahrzeugsitz besonders schnell aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung und umgekehrt bewegen, weil es nicht erforderlich ist, den Längseinstellungsmotor zu aktivieren, der zum Beispiel zur Bereitstellung einer genauen, aber langsamen Einstellung ausgeführt sein kann.

[0021] In einer Ausgestaltung ist die Sitzbasis auf einer oberen Schiene der Führungsschienenanordnung montiert, oder sie kann die obere Schiene der Führungsschienenanordnung umfassen. Die obere Schiene kann als Sitzbasis dienen. Die Führungsschienenanordnung kann die obere Schiene und eine untere Schiene umfassen, wobei die obere Schiene verschiebbar mit der unteren Schiene in Eingriff steht. Die untere Schiene kann am Fahrzeugboden montiert oder montierbar sein.

[0022] In einer Ausgestaltung umfasst der Easy-Entry- Mechanismus ferner ein lösbares Verriegelungsgliedverriegelungsglied zum Einschränken und Freigeben einer Schiebebewegung des Drehschubgelenks. Auf diese Weise kann der Fahrzeugsitz in der Gebrauchsstellung fixiert werden.

[0023] In einer Ausgestaltung ist das Verriegelungsgliedverriegelungsglied durch Schwenken des Rückenlehnenteils bezüglich des Sitzteils lösbar. Dadurch kann das Verlagern des Fahrzeugsitzes aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung besonders leicht und intuitiv bewirkt werden.

[0024] In einer Ausgestaltung umfasst der Easy-Entry- Mechanismus ferner einen lösbaren Sperrhebel zum Einschränken und Freigeben einer Schiebebewegung des Drehschubgelenks. Auf diese Weise kann der Sitz in der Gebrauchsstellung fixiert werden.

[0025] In einer Ausgestaltung ist der Sperrhebel durch Schwenken des Rückenlehnenteils bezüglich des Sitzteils lösbar. Dadurch kann das Verlagern des Fahrzeugsitzes aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung besonders leicht bewirkt werden.

[0026] In einer Ausgestaltung verbindet ein Sitzlehnenversteller das Rückenlehnenteil schwenkbar mit dem Sitzteil. Mittels des Sitzlehnenverstellers kann ein Winkel des Rückenlehnenteils bezüglich des Sitzteils eingestellt werden.

[0027] In einer Ausgestaltung befindet sich das Drehschubgelenk näher am Sitzlehnenversteller als der Arm, insbesondere mit Blickrichtung entlang der Längsachse. Dies kann eine besonders effektive Kinematik des Easy-Entry-Mechanismus gewährleisten.

[0028] In einer Ausgestaltung ist das Rückenlehnenteil bezüglich des Sitzteils mittels des Sitzlehnenverstellers ohne Verlagern des Sitzteils bezüglich der Sitzbasis einstellbar. Deshalb können der Rückenlehnenteilwinkel und die Sitzteillängsstellung getrennt eingestellt werden, ohne sich gegenseitig zu behindern. Dies gestattet eine intuitive und leichte Einstellung des Fahrzeugsitzes.

[0029] In einer Ausgestaltung enthält der Sitzlehnenversteller ein erstes

Sitzlehnenverstellerteil, das am Sitzrahmen fixiert ist, und ein zweites Sitzlehnenverstellerteil, das an einem Rückenlehnenrahmen des Rückenlehnenteils fixiert ist, so dass das Rückenlehnenteil durch das Sitzteil gestützt wird und daran montiert ist. Das erste Sitzlehnenverstellerteil und das zweite

Sitzlehnenverstellerteil können drehbar aneinander montiert sein. Das erste und das zweite Sitzlehnenverstellerteil können miteinander in Eingriff stehen. Das erste und das zweite Sitzlehnenverstellerteil können Sitzlehnenverstellerbeschläge sein.

[0030] In einer Ausgestaltung ist das erste Sitzlehnenverstellerteil an dem Rahmenelement des Sitzrahmens montiert. Das Rahmenelement kann als ein einziges Teil ausgebildet sein, oder es kann mehrere Teile umfassen, die aneinander fixiert sind. Das Rahmenelement kann insbesondere ein Seitenelement sein. [0031] In einer Ausgestaltung umfasst der Easy-Entry- Mechanismus ferner eine oder mehrere Federn, die dahingehend angeordnet sind, das Sitzteil in Richtung der Easy-Entry-Stellung vorzuspannen. Dadurch lässt sich der Fahrzeugsitz durch Entriegeln einer Verriegelung, zum Beispiel des lösbaren Verriegelungsgliedverriegelungsglieds oder dem lösbaren Sperrhebel, und durch Ausüben keiner oder von nur wenig Kraft auf den Fahrzeugsitz problemlos in die Easy-Entry- Stellung bewegen, denn nach dem Entriegeln wird die Bewegung des Fahrzeugsitzes von der Feder oder den Federn bewirkt oder unterstützt. Alternativ oder zusätzlich dazu umfasst der Easy-Entry-Mechanismus einen Antriebsmotor zum Antrieb des Fahrzeugsitzes in die Easy-Entry- Stellung .

[0032] In einer Ausgestaltung umfasst der Sitzrahmen zwei Rahmenelemente, die lateral voneinander beabstandet und zum Beispiel durch Stangen miteinander verbunden sind. Die Rahmenelemente können Seitenelemente sein.

[0033] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner einen zweiten Arm. Beide Arme sind an einem Ende des jeweiligen Arms an einem der Rahmenelemente und an dem anderen Ende des jeweiligen Arms an der Sitzbasis schwenkbar montiert. Der Fahrzeugsitz kann ferner ein zweites Drehschubgelenk umfassen, das zum Stützen des Sitzrahmens auf der Sitzbasis ausgeführt ist. Jedes Drehschubgelenk kann unter einem der Rahmenelemente des Sitzrahmens angeordnet sein.

[0034] Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Fahrzeugsitz bereitgestellt, wobei der Fahrzeugsitz Folgendes umfasst: ein Sitzteil, das einen Sitzrahmen mit einem Paar Rahmenelemente aufweist; eine Sitzbasis, die zum Stützen des Sitzteils ausgeführt ist; einen Höheneinstellungsmechanismus, der zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens bezüglich der Sitzbasis ausgeführt ist; und einen Easy-Entry-Mechanismus , der zum Verlagern des Sitzteils bezüglich der Sitzbasis entlang einer Längsachse zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung ausgeführt ist. Der Easy-Entry- Mechanismus umfasst zwei Drehschubgelenke, wobei jedes Drehschubgelenk zum Stützen des Sitzrahmens auf der Sitzbasis ausgeführt ist. Jedes Rahmenelement ist über ein Höheneinstellungsverbindungsglied des Höheneinstellungsmechanismus mit seinem entsprechenden Drehschubgelenk verbunden.

[0035] Die Höhe des Sitzrahmens bezüglich der Sitzbasis kann durch Schwenken des Höheneinstellungsverbindungsglieds oder der Höheneinstellungsverbindungsglieder bezüglich der Sitzbasis und/oder des Sitzrahmens eingestellt werden.

[0036] Der Easy-Entry-Mechanismus kann zwei Arme umfassen, wobei jeder Arm schwenkbar mit einem der Rahmenelemente verbunden ist und an ersten Stellen an der Sitzbasis schwenkbar mit der Sitzbasis verbunden ist. Jedes Drehschubgelenk kann den Sitzrahmen an einer zweiten Stelle auf der Sitzbasis stützen, wobei jede erste Stelle entlang der Längsachse von der jeweiligen zweiten Stelle beabstandet ist.

[0037] Der verbesserte Fahrzeugsitz gemäß dem zweiten Aspekt kann natürlich mit einem Fahrzeugsitz gemäß dem ersten Aspekt kombiniert werden. Demgemäß können oben bezüglich einer Ausgestaltung eines Fahrzeugsitzes gemäß dem ersten Aspekt genannte Merkmale auch in einer Ausgestaltung eines Fahrzeugsitzes gemäß dem zweiten Aspekt implementiert werden, und umgekehrt.

[0038] Gemäß einem dritten Aspekt umfasst ein Fahrzeugsitz, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, ein Sitzteil, das einen Sitzrahmen mit einem Paar Rahmenelemente und einen zwischen dem Paar Rahmenelemente angeordneten Querträger aufweist. Die Rahmenelemente können voneinander beabstandet sein. Ein Insasse kann sich auf das Sitzteil setzen. Der Fahrzeugsitz umfasst ferner eine Sitzbasis, die zum Stützen des Sitzteils ausgeführt ist. Der Fahrzeugsitz umfasst einen Höheneinstellungsmechanismus, der zum Einstellen der Höhe des Sitzrahmens bezüglich der Sitzbasis ausgeführt ist. Der Höheneinstellungsmechanismus umfasst mindestens ein Höheneinstellungsverbindungsglied, zum Beispiel in Form eines Schwingenarms. Ferner umfasst der Fahrzeugsitz einen Easy-Entry-Mechanismus , der dazu ausgeführt ist, das Sitzteil (insbesondere zusammen mit einem Rückenlehnenteil) bezüglich der Sitzbasis entlang einer Längsachse zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung zu verlagern. In der Gebrauchsstellung kann sich der Insasse auf den Fahrzeugsitz setzen. In der Easy-Entry-Stellung kann Einstieg in eine Sitzreihe hinter dem Fahrzeugsitz erleichtert werden, insbesondere, indem ein in der Gebrauchsstellung durch den Fahrzeugsitz eingenommener Raum freigemacht wird. Der Easy-Entry-Mechanismus umfasst mindestens ein Easy-Entry-Verbindungsglied, das schwenkbar an der Sitzbasis montiert ist und schwenkbar an dem Höheneinstellungsverbindungsglied montiert ist. Das Easy-Entry-Verbindungsglied kann als ein Schwingenarm ausgebildet sein. Es ist vorgesehen, dass das Höheneinstellungsverbindungsglied das Easy-Entry- Verbindungsglied mit dem Querträger verbindet. Das Easy- Entry-Verbindungsglied ist über das Höheneinstellungsverbindungsglied und durch dieses mit dem Querträger verbunden.

[0039] Solch ein verbesserter Fahrzeugsitz kann weniger komplex als bekannte Fahrzeugsitze mit Easy-Entry- Mechanismen konstruiert sein. Die Kinematik des Höheneinstellungsmechanismus und des Easy-Entry- Mechanismus kann mit einer geringen Anzahl von Teilen konstruiert und besonders robust sein. Im Gegensatz zu bekannten Fahrzeugsitzen wird ferner bei Betätigung des Easy-Entry-Mechanismus ein Fahrzeugsitzlängseinstellungsmechanismus nicht zwangsweise verstellt. Deshalb ist keine Speichervorrichtung zum Speichern der Längsstellung vor Verlagern in die Easy-Entry-Stellung erforderlich. Die Komplexität des Fahrzeugsitzes kann somit weiter reduziert werden.

[0040] Jedes der Rahmenelemente kann als ein einziges Teil ausgebildet sein, oder es kann mehrere Teile umfassen, die aneinander fixiert sind. Die Rahmenelemente können insbesondere Seitenelemente sein.

[0041] Der Höheneinstellungsmechanismus kann mit dem Easy-Entry-Mechanismus gekoppelt sein, oder er kann Teil des Easy-Entry-Mechanismus sein. Eine Höheneinstellung kann den Komfort des Fahrzeugsitzes erhöhen und kann die Sicherheit verbessern, da unterschiedlich große Insassen den Sitz für ein optimales Sichtfeld einstellen können.

[0042] Der Easy-Entry-Mechanismus kann manuell betätigbar sein, oder er kann einen Motor zum Verlagern des Fahrzeugsitzes aus der Gebrauchsstellung in die Easy- Entry-Stellung und umgekehrt umfassen. Der Motor kann selbsthemmend oder nicht selbsthemmend sein.

[0043] In einer Ausgestaltung ist das Höheneinstellungsverbindungsglied insbesondere mittels eines Schwenklagers drehbar an der Sitzbasis montiert. Eine Drehung des Höheneinstellungsverbindungsglieds bezüglich der Sitzbasis kann eine Höheneinstellung des Sitzteils bewirken.

[0044] In einer Ausgestaltung ist das Höheneinstellungsverbindungsglied fest am Querträger montiert. In einer alternativen Ausgestaltung ist das Höheneinstellungsverbindungsglied drehbar am Querträger montiert .

[0045] In einer Ausgestaltung ist der Querträger schwenkbar an jedem des Paars Rahmenelemente montiert.

[0046] In einer Ausgestaltung ist der Querträger eine Stange oder ein Rohr oder ein Stab oder ein gestanzter Halter, um zum Beispiel eine robuste und leichte Konfiguration bereitzustellen.

[0047] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner ein Rückenlehnenteil, das schwenkbar am Sitzteil gestützt wird. Der Insasse kann seinen Rücken gegen das Rückenlehnenteil lehnen, wenn er auf dem Sitzteil sitzt. Die Sitzbasis kann das Rückenlehnenteil durch das Sitzteil stützen.

[0048] In einer Ausgestaltung verbindet ein Sitzlehnenversteller schwenkbar das Rückenlehnenteil mit dem Sitzteil. Mittels des Sitzlehnenverstellers kann ein Winkel des Rückenlehnenteils bezüglich des Sitzteils eingestellt werden.

[0049] In einer Ausgestaltung ist das Rückenlehnenteil bezüglich des Sitzteils mittels des Sitzlehnenverstellers ohne Verlagern des Sitzteils bezüglich der Sitzbasis einstellbar. Deshalb können der Rückenlehnenteilwinkel und die Sitzteillängsstellung getrennt eingestellt werden, ohne sich gegenseitig zu behindern. Dies gestattet eine intuitive und leichte Einstellung des Fahrzeugsitzes.

[0050] In einer Ausgestaltung enthält der Sitzlehnenversteller ein erstes Sitzlehnenverstellerteil, das an einem der Rahmenelemente des Sitzrahmens fixiert ist, und ein zweites Sitzlehnenverstellerteil, das an einem Rückenlehnenrahmen des Rückenlehnenteils fixiert ist, so dass das Rückenlehnenteil durch das Sitzteil gestützt wird und daran montiert ist. Das erste Sitzlehnenverstellerteil und das zweite Sitzlehnenverstellerteil können drehbar aneinander montiert sein. Das erste und das zweite Sitzlehnenverstellerteil können miteinander in Eingriff stehen. Das erste und das zweite Sitzlehnenverstellerteil können Sitzlehnenverstellerbeschläge sein. [0051] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner einen oder zwei ( Schwingen- ) Arme, wobei jeder Arm schwenkbar an der Sitzbasis montiert ist und schwenkbar mit dem Rahmenelement verbunden ist.

[0052] In einer Ausgestaltung ist der Arm (oder sind die Arme) an einer ersten Stelle (oder an ersten Stellen) schwenkbar an der Sitzbasis montiert, und das Easy-Entry- Verbindungsglied ist (oder die Easy-Entry-

Verbindungsglieder sind) an einer zweiten Stelle (an zweiten Stellen) schwenkbar an der Sitzbasis montiert. Die erste und die zweite Stelle können insbesondere entlang der Längsachse voneinander beabstandet sein.

[0053] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ein Rückenlehnenteil, das schwenkbar am Sitzteil gestützt wird, wobei ein Sitzlehnenversteller das Rückenlehnenteil schwenkbar mit dem Sitzteil verbindet, und wobei sich das Easy-Entry-Verbindungsglied näher als der (jeweilige) Arm am Sitzlehnenversteller befindet. Der Arm oder die Arme kann/können Schwingenarme sein und in einem vorderen Bereich des Sitzrahmens angeordnet sein. [0054] In einer Ausgestaltung umfasst der

Höheneinstellungsmechanismus ein Paar

Höheneinstellungsverbindungsglieder, und der Easy-Entry- Mechanismus umfasst ein Paar Easy-Entry-

Verbindungsglieder . Jedes Easy-Entry-Verbindungsglied kann schwenkbar an einem des Paars

Höheneinstellungsverbindungsglieder montiert sein. Diese Anordnung gestattet eine robuste und einfache Konstruktion des Fahrzeugsitzes. [0055] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner eine Führungsschienenanordnung, die an einem Fahrzeugboden montiert ist oder montierbar ist und zur Einstellung der Längsstellung des Sitzteils und des Rückenlehnenteils bezüglich des Fahrzeugbodens ausgeführt ist. Der Easy-Entry-Mechanismus kann den

Fahrzeugsitz zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy- Entry-Stellung ohne Verstellen der

Führungsschienenanordnung verlagern. Der Fahrzeugsitz kann einen Motor zur Längseinstellung des Fahrzeugsitzes umfassen. Der Easy-Entry-Mechanismus kann den

Fahrzeugsitz aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry- Stellung und umgekehrt bewegen, ohne solch einen Längseinstellungsmotor zu aktivieren. Der Easy-Entry- Mechanismus kann den Fahrzeugsitz besonders schnell aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung und umgekehrt bewegen, weil es nicht erforderlich ist, den Längseinstellungsmotor zu aktivieren, der zum Beispiel zur Bereitstellung einer genauen, aber langsamen Einstellung ausgeführt sein kann. In einer Ausgestaltung ist die Sitzbasis an einer oberen Schiene der Führungsschienenanordnung montiert, oder sie kann die obere Schiene der Führungsschienenanordnung umfassen. Die Führungsschienenanordnung kann eine untere Schiene umfassen, wobei die obere Schiene verschiebbar mit der unteren Schiene in Eingriff steht. Die untere Schiene kann am Fahrzeugboden montiert oder montierbar sein.

[0056] In einer Ausgestaltung umfasst der Fahrzeugsitz ferner einen Verriegelungsmechanismus, der zum Verriegeln des Easy-Entry-Mechanismus in der Gebrauchsstellung, wenn der Fahrzeugsitz in einer ganz vorne befindlichen Position (oder im Bereich der ganz vorne befindlichen Position) der

Führungsschienenanordnung angeordnet ist, ausgeführt ist. Dadurch kann eine Kollision des Fahrzeugsitzes mit anderen Teilen des Fahrzeugs vermieden werden. [0057] In einer Ausgestaltung umfasst der Easy-Entry-

Mechanismus ferner ein lösbares Verriegelungsglied oder einen lösbare Sperrhebel zum Einschränken und Freigeben einer Schwenkbewegung des Easy-Entry-Verbindungsglieds bezüglich der Sitzbasis. Auf diese Weise kann der Fahrzeugsitz in der Gebrauchsstellung fixiert werden.

[0058] In einer Ausgestaltung ist das

Verriegelungsglied oder den Sperrhebel durch Schwenken des Rückenlehnenteils bezüglich des Sitzteils lösbar. Dadurch kann das Verlagern des Fahrzeugsitzes aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung besonders leicht und intuitiv bewirkt werden. Alternativ oder zusätzlich dazu können andere Lösemechanismen vorgesehen sein. Zum Beispiel kann das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel mittels eines Griffs lösbar sein. Ein Griff kann sowohl mindestens einen Sitzlehnenversteller zum Schwenken der Rückenlehne als auch das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel zum Beispiel durch Bereitstellen von zwei oder mehr mit dem Griff und mit dem einen oder den mehreren Sitzlehnenverstellern und mit dem Verriegelungsglied oder dem Sperrhebel verbundenen Kabeln lösen. Ferner kann das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel alternativ oder zusätzlich dazu durch Verlagern des Sitzteils entlang der Längsachse, insbesondere um einen vorbestimmten Weg, lösbar sein. Eine andere Option ist die Bereitstellung eines Aktuators, insbesondere eines elektrischen Aktuators, zum Lösen des Verriegelungsglieds oder des Sperrhebels. Der Aktuator kann durch Drücken eines Knopfs betätigbar sein [0059] In einer Ausgestaltung ist ein Bolzen oder Schließbügeldraht an dem Easy-Entry-Verbindungsglied montiert, und das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel können mit dem Bolzen oder dem Schließbügeldraht zum Verriegeln des Easy-Entry-Verbindungsglieds an der Sitzbasis in Eingriff gebracht werden, um eine Drehung des Easy-Entry-Verbindungsglieds bezüglich der Sitzbasis zu verhindern. Dies kann eine einfache und sichere Verriegelung des Easy-Entry-Mechanismus in der Gebrauchsstellung bereitstellen . Alternativ ist das lösbare Verriegelungsglied oder der lösbare Sperrhebel am Easy-Entry-Verbindungsglied montiert, und der Bolzen oder der Schließbügeldraht ist an der oberen Schiene oder an der Sitzbasis, insbesondere an einem hinteren Halter der Sitzbasis, montiert. Gemäß einer anderen Alternative sind sowohl das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel als auch ein Gegenstück, wie zum Beispiel der Bolzen oder der Schließbügeldraht, an der oberen Schiene oder an der Sitzbasis, zum Beispiel auf zwei Seiten des Easy-Entry- Verbindungsglieds, montiert. Das Verriegelungsglied oder der Sperrhebel und das Gegenstück können in Eingriff gebracht werden, um das Easy-Entry-Verbindungsglied zu fixieren, und außer Eingriff gebracht werden, um das Easy-Entry-Verbindungsglied zu lösen.

[0060] In einer Ausgestaltung umfasst der Easy-Entry- Mechanismus ferner eine oder mehrere Federn, die dahingehend angeordnet sind, das Sitzteil in Richtung der Easy-Entry-Stellung vorzuspannen. Dadurch lässt sich der Fahrzeugsitz durch Entriegeln einer Verriegelung, zum Beispiel des lösbaren Verriegelungsglieds oder dem lösbaren Sperrhebel, und durch Ausüben keiner oder von nur wenig Kraft auf den Fahrzeugsitz problemlos in die Easy-Entry-Stellung bewegen, denn nach dem Entriegeln wird die Bewegung des Fahrzeugsitzes von der Feder oder den Federn bewirkt oder unterstützt. Alternativ oder zusätzlich dazu umfasst der Easy-Entry-Mechanismus einen Antriebsmotor zum Antrieb des Fahrzeugsitzes zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry-Stellung .

[0061] Gemäß einem vierten Aspekt wird ein Fahrzeugsitz bereitgestellt, wobei der Fahrzeugsitz Folgendes umfasst: ein Sitzteil, das einen Sitzrahmen mit einem Rahmenelement aufweist, eine Sitzbasis zum Stützen des Sitzteils und ein oder mehrere erste Verbindungsglieder, wobei jedes erste Verbindungsglied ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei das erste Ende mittels eines Schwenklagers am Sitzrahmenelement montiert ist, so dass es bezüglich des Rahmenelements schwenkbar ist. Das zweite Ende ist nicht am Sitzrahmen montiert. Das zweite Ende kann von dem Sitzrahmen weg weisen. Ferner umfasst der Fahrzeugsitz einen Easy-Entry-Mechanismus zum Verlagern des Sitzteils (insbesondere zusammen mit einem Rückenlehnenteil) bezüglich der Sitzbasis entlang einer Längsachse zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung. Der Easy-Entry-Mechanismus umfasst ein oder mehrere zweite Verbindungsglieder, wobei jedes zweite Verbindungsglied mittels eines Schwenklagers schwenkbar am zweiten Ende des ersten Verbindungsglieds montiert ist und schwenkbar an der Sitzbasis montiert ist.

[0062] Der verbesserte Fahrzeugsitz gemäß dem vierten Aspekt kann natürlich mit einem Fahrzeugsitz gemäß dem dritten Aspekt kombiniert werden. Demgemäß können oben bezüglich einer Ausgestaltung eines Fahrzeugsitzes gemäß dem dritten Aspekt genannte Merkmale auch in einer Ausgestaltung eines Fahrzeugsitzes gemäß dem vierten Aspekt implementiert werden, und umgekehrt.

[0063] Insbesondere kann das erste Verbindungsglied das Höheneinstellungsverbindungsglied des Fahrzeugsitzes gemäß dem dritten Aspekt sein, und das zweite Verbindungsglied kann das Easy-Entry-Verbindungsglied des Fahrzeugsitzes gemäß dem dritten Aspekt sein. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

[0064] Die zuvor genannten sowie weitere Vorteile der vorliegenden Lösung werden für den Fachmann bei Betrachtung der folgenden Beschreibung und der angehängten Zeichnungen ersichtlich.

[0065] Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugsitzes, der einen manuell betätigbaren Easy- Entry-Mechanismus mit einem lösbaren Verriegelungsglied aufweist ;

[0066] Figur 2 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Details des Easy-Entry-Mechanismus des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 1;

[0067] Figur 3 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Details eines Lösemechanismus des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 1;

[0068] Figur 4 ist eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugsitzes, der einen mittels eines Motors betätigbaren Easy-Entry-Mechanismus aufweist;

[0069] Figur 5 ist eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugsitzes, der einen Easy-Entry-Mechanismus mit einem lösbaren Sperrhebel aufweist;

[0070] Figur 6 ist eine Seitenansicht des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 1 in einer Gebrauchsstellung und einer Easy-Entry-Stellung;

[0071] Figur 7 ist eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugsitzes mit einem Drehschubgelenk, das ein C- Profil umfasst;

[0072] Figur 8 ist eine Detailansicht der Figur 7; [0073] Figur 9 ist eine Querschnittsansicht der Figur

7;

[0074] Figuren 10A und 10B sind verschiedene Ansichten einer Gelenkshebelkinematik des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 7;

[0075] Figur 11 ist eine perspektivische Ansicht der rechten Seite eines Fahrzeugsitzes, der einen Easy-Entry- Mechanismus mit lösbaren Verriegelungsgliedern aufweist;

[0076] Figur 12 ist eine perspektivische Ansicht der linken Seite des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11;

[0077] Figur 13 ist eine Vorderansicht des

Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11;

[0078] Figur 14 ist eine Querschnittsansicht des Fahrzeugsitzes gemäß dem Schnitt A-A in Figur 13;

[0079] Figur 15 ist eine Draufsicht des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11;

[0080] Figur 16A ist eine Seitenansicht des

Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11 in einer GebrauchsStellung;

[0081] Figur 16B ist eine Seitenansicht des

Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11 in einer Easy-Entry- Stellung;

[0082] Figur 17 ist eine Vorderansicht eines Easy-Entry- Verbindungsglieds des Easy-Entry-Mechanismus des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 11;

[0083] Figur 18 ist eine Seitenansicht eines Details eines Fahrzeugsitzes, der einen Easy-Entry-Mechanismus mit lösbaren Verriegelungsgliedern und einen zusätzlichen Verriegelungsmechanismus aufweist, wobei sich der Verriegelungsmechanismus in einem entriegelten Zustand befindet; und

[0084] Figur 19 ist eine Seitenansicht eines Details des Fahrzeugsitzes gemäß der Figur 18, wobei sich der Verriegelungsmechanismus in einem verriegelten Zustand befindet .

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

[0085] Figur 1 zeigt einen Fahrzeugsitz VS, der ein Sitzteil 1 und ein Rückenlehnenteil 2 aufweist. Das Sitzteil 1 umfasst einen Sitzrahmen 10. Der Sitzrahmen 10 ist zum Stützen eines Sitzkissens für einen Insassen ausgeführt. Das Rückenlehnenteil 2 umfasst einen Rückenlehnenrahmen 20. Der Rückenlehnenrahmen 20 ist zum Stützen eines Rückenlehnenkissens für den Insassen ausgeführt. Das Sitz- und das Rückenlehnenkissen werden gestrichelt gezeigt. Der Rückenlehnenrahmen 20 ist mittels eines Paars Sitzlehnenversteller 3 am Sitzrahmen 10 montiert.

[0086] Der Sitzrahmen 10 umfasst zwei Rahmenelemente 100, die an den Seiten des Sitzteils 1 angeordnet sind. Die Rahmenelemente 100 sind durch eine vordere Stange 101 und eine hintere Stange 102 miteinander verbunden. Die vordere und die hintere Stange 101, 102 sind zwischen den Rahmenelementen 100 angeordnet. Die Rahmenelemente 100 werden im Folgenden als Seitenelemente 100 bezeichnet. Die Seitenelemente 100 sind länglich und erstrecken sich allgemein entlang einer Längsachse X. Die vordere und die hintere Stange 101, 102 erstrecken sich allgemein entlang einer orthogonal zur Längsachse X verlaufenden Querachse Y. Der Rückenlehnenrahmen 20 umfasst zwei Seitenelemente 200, die mittels einer oberen Traverse 201 und einer unteren Traverse 202 miteinander verbunden sind. [0087] Der Fahrzeugsitz VS ist in sechs Richtungen einstellbar. Der Winkel des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Sitzteils 1 ist mittels der Sitzlehnenversteller 3 (nach vorne und nach hinten, um die Querachse Y herum) einstellbar. Eine Längsstellung des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 entlang der Längsachse X bezüglich eines Fahrzeugbodens VF eines Fahrzeugs, an dem der Fahrzeugsitz VS montiert ist, ist mittels einer Führungsschienenanordnung 4 (nach vorne und nach hinten) einstellbar. Eine Höhe des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Fahrzeugbodens VF entlang einer Vertikalachse Z oder innerhalb der xz-Ebene ist mittels eines Höheneinstellungsmechanismus 6 (nach oben und nach unten) einstellbar.

[0088] Die Längsachse X, die Querachse Y und die Vertikalachse Z bilden zusammen ein rechtwinkliges Koordinatensystem.

[0089] Der Fahrzeugsitz VS umfasst eine Sitzbasis 7. Die Sitzbasis 7 enthält ein Paar vorderer Halter 70. Eine obere Schiene 40 der Führungsschienenanordnung 4 ist auch Teil der Sitzbasis 7. Alternativ kann der Fahrzeugboden als Sitzbasis dienen, zum Beispiel, wenn keine Führungsschienenanordnung 4 vorgesehen ist. Die vorderen Halter 70 sind an der oberen Schiene 40 fixiert.

[0090] Ferner umfasst der Fahrzeugsitz VS einen Easy- Entry-Mechanismus 5. Mittels des Easy-Entry-Mechanismus 5 kann das Sitzteil 1 zusammen mit dem Rückenlehnenteil 2 bezüglich der Sitzbasis 7 verlagert werden. Insbesondere sind das Sitzteil 1 und das Rückenlehnenteil 2 zwischen einer Gebrauchs- oder Konstruktionsstellung und einer Easy-Entry-Stellung verlagerbar. In der Gebrauchsstellung kann sich ein Insasse auf den Fahrzeugsitz VS setzen. In der Easy-Entry-Position ist der Sitz entlang der Längsachse X nach vorne bewegt worden, um einen freien Raum bereitzustellen, damit ein Insasse in einen Teil des Fahrzeugs hinter dem Fahrzeugsitz VS einsteigen kann. Bevor der Easy-Entry- Mechanismus 5 unten unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 ausführlicher beschrieben wird, wird die Einstellung der Sitzlehnenversteller 3, der Führungsschienenanordnung 4 und des Höheneinstellungsmechanismus 6 beschrieben.

[0091] Zum Einstellen des Winkels des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Sitzteils 1 umfasst jeder der beiden Sitzlehnenversteller 3 einen ersten Sitzlehnenverstellerbeschlag, der fest mit dem Sitzrahmen 10 (genauer mit einem der Seitenelemente 100 des Sitzrahmens 10) verbunden ist, und einen zweiten Sitzlehnenverstellerbeschlag, der fest mit dem Rückenlehnenrahmen 20 (genauer mit einem der Seitenelemente 200 des Rückenlehnenrahmens 20) verbunden ist. Einer oder beide der Sitzlehnenversteller 3 kann oder können in verschiedenen Winkelstellungen des ersten Sitzlehnenverstellerbeschlags bezüglich des zweiten Sitzlehnenverstellerbeschlags verriegelt werden. Ein Antriebsmotor kann zum Einstellen der Winkelstellung vorgesehen sein.

[0092] Zum Einstellen der Längsstellung des Fahrzeugsitzes VS umfasst die Führungsschienenanordnung 4 zwei obere Schienen 40, die jeweils verschiebbar mit einer jeweiligen unteren Schiene 41 in Eingriff stehen. Die unteren Schienen 41 sind zum Beispiel mittels Bolzen mit dem Fahrzeugboden VF verbindbar oder verbunden. In dem in Figur 1 gezeigten Beispiel umfasst die Führungsschienenanordnung 4 einen Antriebsmotor 42. Der Antriebsmotor 42 treibt eine Spindelmutter zur Drehung entlang einer Spindel in Richtung der Längsachse X an.

[0093] Zum Einstellen der Höhe des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 umfasst der Fahrzeugsitz VS ein Gelenkviereck. Wie in Figur 1 gezeigt, umfasst der Fahrzeugsitz VS ein Gelenkviereck auf beiden Seiten (der linken und rechten Seite) des Fahrzeugsitzes VS. Jedes Gelenkviereck umfasst einen Arm 54 (oder Schwingenarm) und ein Höheneinstellungsverbindungsglied 60. Auf beiden Seiten bilden der Arm 54, das Höheneinstellungs verbindungsglied 60, das Seitenelement 100 des Sitzrahmens 10 und die obere Schiene 40 zusammen das Gelenkviereck. Jedes Gelenkviereck umfasst vier Schwenklager P1-P4. Die Arme 54 sind mit einem Ende an einem ersten Schwenklager PI schwenkbar an den vorderen Haltern 70 montiert. Das jeweilige andere Ende jedes der Arme 54 ist an einem zweiten Schwenklager P2 schwenkbar an dem entsprechenden Seitenelement 100 des Sitzrahmens 10, in dem in Figur 1 gezeigten Beispiel in dem Bereich des vorderen Endes des Seitenelements 100, montiert. Die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 sind jeweils schwenkbar an einem geschlitzten Halter 50 des Easy- Entry-Mechanismus 5 montiert. Der geschlitzte Halter 50 ist an der entsprechenden oberen Schiene 40, insbesondere in einem Hinterendbereich davon, fixiert. In dem geschlitzten Halter 50 ist ein Bolzen 51 schwenkbar (und verschiebbar) montiert, wodurch ein drittes Schwenklager P3 gebildet wird. An ihrem jeweiligen Ende gegenüber dem geschlitzten Halter 50 sind die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 an der hinteren Stange 102 des Sitzrahmens 10 fixiert. Die hintere Stange 102 ist an einem vierten Schwenklager P4 drehbar mit den Seitenelementen 100 verbunden. Alternativ kann die hintere Stange 102 fest mit den Seitenelementen 100 verbunden sein, und die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 können an einem vierten Schwenklager schwenkbar an der hinteren Stange 102 montiert sein.

[0094] Durch Nachvorne- oder Nachhintenschwenken der Arme 54 und der Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 beschreibt der Sitzrahmen 10 eine kombinierte Bewegung innerhalb der xz-Ebene bezüglich der Sitzbasis 7 und wird nach oben (und nach vorne) bzw. nach unten (und nach hinten) angehoben, um die Höhe des Fahrzeugsitzes VS einzustellen. Der Höheneinstellungsmechanismus 6 umfasst einen Antriebsmotor 61 zum Bewirken der Höheneinstellung. Der Antriebsmotor 61 ist fest an einem der Seitenelemente 100 des Sitzrahmens 10 montiert. Der Antriebsmotor 61 verschiebt eine Spindel 62 in Längsrichtung. Die Spindel 62 ist an einer zu der Schwenkachse des

Höheneinstellungsverbindungsglieds 60 an dem geschlitzten Halter 50 exzentrischen Stelle schwenkbar mit einem der Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 verbunden (der rechte geschlitzte Halter wird in Figur 1 nicht gezeigt, ist aber symmetrisch zu dem linken geschlitzten Halter 50 angeordnet). Das Höheneinstellungsverbindungsglied 60 kann eine L-förmige Konfiguration aufweisen, wobei sich ein Schwenklager (das dritte Schwenklager P3) an der Ecke der L-Form befindet, sich die Verbindung mit dem Querträger 102 am Ende des langen Teils der L-Form befindet und sich die Verbindung mit der Spindel 62 am Ende des kurzen Teils der L-Form befindet .

[0095] Durch Verschieben der Spindel 62 mittels des Antriebsmotors 61 wird das

Höheneinstellungsverbindungsglied 60 gedreht, um eine Höheneinstellung zu bewirken. Alternativ oder zusätzlich zu einem Antriebsmotor kann der

Höheneinstellungsmechanismus 6 manuell betätigbar sein. Zum Beispiel kann die Spindel 62 zum Beispiel durch Drehen einer die Spindel in Eingriff nehmenden Spindelmutter manuell betätigbar sein. Alternativ oder zusätzlich zu einem Spindelmechanismus kann der

Höheneinstellungsmechanismus 6 eine andere Art von Antriebsmechanismus, zum Beispiel einen

Ritzelantriebsmechanismus, umfassen. Das Ritzel kann entlang einer Zahnstange angetrieben werden. Der

Ritzelantrieb kann durch einen Motor angetrieben oder manuell getrieben werden. [0096] Figur 2 zeigt insbesondere ausführlicher den Easy-Entry-Mechanismus 5. Auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS umfasst der Easy-Entry-Mechanismus 5 einen Bolzen 51 oder einen Stift oder ein Rad, der bzw. das einen Längsschlitz 500 des geschlitzten Halters 50 in Eingriff nimmt. In dem Beispiel gemäß den Figuren 1 und 2 beschreibt der Längsschlitz 500 oder das Langloch allgemein eine Gerade. Die Gerade verläuft entlang der Längsachse X. Alternativ kann der Längsschlitz 500 eine Kurve beschreiben. Die Bolzen 51 sind mittels eines Synchronisierungsrohrs 52 fest miteinander verbunden. Die Bolzen 51 und das Synchronisierungsrohr 52 sind koaxial (und parallel zur Längsachse Y) angeordnet. Bei einer alternativen Konfiguration kann das Synchronisierungsrohr 52 weggelassen werden.

[0097] Die Bolzen 51 und das Langloch 500 bilden zusammen ein Drehschubgelenk SP. Das Drehschubgelenk SP gestattet eine translatorische Bewegung und eine Drehbewegung. Die durch das Drehschubgelenk SP gestattete Drehbewegung verläuft um eine vertikal zu der gestatteten translatorischen Bewegung verlaufende Achse. Die translatorische Bewegung verläuft entlang der Längsachse X. Die Drehbewegung verläuft um eine parallel zu der Querachse Y verlaufende Achse.

[0098] Das Drehschubgelenk SP stützt den Sitzrahmen 10 (und wiederum den Rückenlehnenrahmen 20) . Das Drehschubgelenk SP verbindet den Sitzrahmen 10 mit der Sitzbasis 7, insbesondere mit der oberen Schiene 40. Der geschlitzte Halter 50 oder eine Basisplatte davon kann als einen Teil der Sitzbasis 7 bildend betrachtet werden.

[0099] Auf jeder Seite des Fahrzeugsitzes VS ist das Drehschubgelenk SP entlang der Längsachse X von dem jeweiligen Arm 54 beabstandet. Der Arm 54 ist an einem vorderen Ende des Fahrzeugsitzes VS angeordnet, und das Drehschubgelenk SP ist an einem hinteren Ende des Fahrzeugsitzes VS unter dem Rückenlehnenteil 2 angeordnet .

[0100] Obgleich der Fahrzeugsitz VS gemäß den Figuren 1 und 2 die durch die Bolzen 51 in Eingriff genommenen Langlöcher 500 als die Drehschubgelenke SP umfasst, sind auch andere Formen von Drehschubgelenken SP möglich.

[0101] Die Figuren 1 und 2 zeigen den Fahrzeugsitz VS in der Gebrauchsstellung. Der Easy-Entry-Mechanismus 5 ist (auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS) mittels eines Verriegelungsglieds 55 verriegelt. Das Verriegelungsglied 55 fixiert das Synchronisierungsrohr 52 und die Bolzen 51 in der Gebrauchsstellung, das heißt mit sich am hinteren Ende des Langlochs 500 befindenden Bolzen 51. Wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, befindet sich das Verriegelungsglied 55 beim Verriegeln des Easy-Entry- Mechanismus 5 in Eingriff mit dem Synchronisierungsrohr 52 (oder mit dem Bolzen 51) . Zum Verlagern des Fahrzeugsitzes VS in die Easy-Entry-Stellung wird das Verriegelungsglied 55 gelöst. Zum Lösen des Verriegelungsglieds 55 umfasst der Easy-Entry- Mechanismus 5 einen Lösemechanismus 56, der (auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS) ein Verriegelungsgliedlösekabel (Bowdenkabel ) 560 aufweist. Durch Betätigen des Lösemechanismus wird das Verriegelungsglied 55 gelöst und außer Eingriff mit dem Synchronisierungsrohr 52 gebracht.

[0102] Nach dem Lösen des Verriegelungsglieds (der Verriegelungsglieder) 55 können die Bolzen 51 entlang dem entsprechenden Langloch 500 gleiten oder rollen. Die Arme 54 schwenken dann um die vorderen Halter 70, und der Fahrzeugsitz VS bewegt sich nach vorne in die Easy-Entry- Stellung. Deshalb haben die Teile des Gelenkvierecks einen doppelten Zweck. Sie werden sowohl für die Höheneinstellung als auch für den Easy-Entry-Mechanismus verwendet .

[0103] Zwei Federn 53 (oder im Allgemeinen eine oder mehrere Federn 53) unterstützen das Verlagern des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung . Die Federn 53 spannen den Fahrzeugsitz VS entlang der Längsachse X vor. Die Federn 53 sind Zugfedern 53, zum Beispiel Schraubenfedern, es sind aber auch andere Arten von Vorspannungsgliedern möglich. Ein Ende jeder der Federn 53 ist an dem Synchronisierungsrohr 52 (oder alternativ an einem Teil des Fahrzeugsitzes VS, das durch den Easy- Entry-Mechanismus 5 zusammen mit dem Sitzteil 1 verlagert wird) montiert. Das jeweilige andere Ende jeder der Federn 53 ist an einer Traverse 43 montiert, die fest mit den oberen Schienen 40 (oder alternativ mit einem anderen bezüglich der Sitzbasis 7 fixierten Teil) verbunden ist.

[0104] Beim Lösen des Verriegelungsglieds 55 mittels des Lösemechanismus 56 bewegen sich das Sitzteil 1 und das Rückenlehnenteil 2 unter Unterstützung oder Antrieb durch die Federn 53 nach vorne. Diese Bewegung kann im Vergleich zu herkömmlichen Easy-Entry-Mechanismen, die einen angetriebenen Längsversteller zur Bereitstellung des leichten Einstiegs verwenden, viel schneller sein.

[0105] Figur 6 zeigt den Fahrzeugsitz VS in der (durch dünnere Linien gezeigten) Gebrauchsstellung und, zum Vergleich überlagert, in der (durch dickere Linien gezeigten) Easy-Entry-Stellung.

[0106] Nunmehr auf Figur 3 Bezug nehmend, wird der Lösemechanismus 56 ausführlicher beschrieben. Der Lösemechanismus 56 umfasst einen Easy-Entry-Griff 562. Der Easy-Entry-Griff 562 ist in einem oberen Bereich des Rückenlehnenteils 2 angeordnet. Gemäß Figur 3 ist der Easy-Entry-Griff 562 an der oberen Traverse 201 des Rückenlehnenrahmens 20 montiert. Der Easy-Entry-Griff 562 ist mittels eines Sitzlehnenverstellerlösekabels (Bowdenkabels ) 561 mit einem Sitzlehnenversteller 3 (alternativ mit beiden Sitzlehnenverstellern 3) wirkverbunden. Durch Betätigen des Easy-Entry-Griffs 562 wird das Sitzlehnenverstellerlösekabel 561 betätigt, genauer gezogen. Durch Betätigen des Sitzlehnenverstellerlösekabels 561 wird ein Löseverbindungsglied 31 des Sitzlehnenverstellers 3 zum Lösen des Sitzlehnenverstellers 3 aktiviert. Eine Synchronisierungsstange 30 synchronisiert den verriegelten oder gelösten Zustand des betätigten Sitzlehnenverstellers 3 mit dem anderen Sitzlehnenversteller 3. Die Synchronisierungsstange 30 ist neben der unteren Traverse 202 des Rückenlehnenrahmens 20 angeordnet. Nach dem Lösen gestatten die Sitzlehnenversteller 3 ein Schwenken des Rückenlehnenteils 2 nach vorne, das heißt zu dem Sitzteil 1.

[0107] Das Verriegelungsgliedlösekabel 560 ist mit dem Rückenlehnenteil 2 wirkverbunden. Wie besonders in den Figuren 1 und 2 gezeigt, ist ein Ende 564 des Verriegelungsgliedlösekabels 560 an dem Rückenlehnenrahmen fixiert. Das Ende 564 ist an einer zu der Schwenkachse des Sitzlehnenverstellers 3 exzentrischen Stelle fixiert. Durch Nachvorneschwenken des Rückenlehnenteils 2 (in eine Abkippstellung) wird das Verriegelungsgliedlösekabel 560 (auf beiden Seiten) betätigt und zieht das Verriegelungsglied 55 außer Eingriff mit dem Drehschubgelenk SP, genauer außer Eingriff mit der Synchronisierungsstange 52 (oder dem Bolzen 51) . Der Fahrzeugsitz VS kann dann in die Easy- Entry-Stellung überführt werden. Durch Nachvorneschwenken des Rückenlehnenteils 2 zusätzlich zu dem Verlagern des Rückenlehnenteils 2 zusammen mit dem Sitzteil 1 kann ein größerer Raum hinter dem Fahrzeugsitz VS freigemacht werden, um einen komfortablen und leichten Einstieg für Insassen bereitzustellen.

[0108] Die Verwendung eines Drehschubgelenks SP am hinteren Teil des Sitzteils 1 gestattet das Nachvorneschieben des Sitz- und Rückenlehnenteils 1, 2 ohne Anheben des Rückenlehnenteils 2. Deshalb kann der Fahrzeugsitz VS ohne Kollision des Rückenlehnenteils 2 oder einer Kopfstütze am Rückenlehnenteil 2 mit einem Fahrzeughimmel in die Easy-Entry-Stellung verlagert werden .

[0109] In der Gebrauchsstellung sind die Arme 54 nach hinten geneigt (siehe Figur 6) und weisen insbesondere zu dem Rückenlehnenteil 2. Die oberen Enden der Arme 54, die mit den jeweiligen Seitenelementen 100 verbunden sind, befinden sich näher an dem Rückenlehnenteil 2 als die unteren Enden der Arme 54, die mit den vorderen Haltern 70 (mit Blickrichtung entlang der Längsachse X) verbunden sind. Bei Bewegung in die Easy-Entry-Stellung heben die Arme 54 die vorderen Enden der Seitenelemente 100 von der Sitzbasis 7 (und der Führungsschienenanordnung 4) weg. Wie in Figur 6 gezeigt, sind die Arme 54 in der Easy-Entry-Stellung im Wesentlichen vertikal angeordnet. Infolgedessen kippt der Sitzrahmen (leicht) nach hinten und senkt das Rückenlehnenteil 2 ab.

[0110] Wahlweise kann eine Kopfstütze durch Bewegen des Sitz- und Rückenlehnenteils 1,2 in die Easy-Entry- Stellung nach vorne geklappt werden.

[0111] Der Easy-Entry-Mechanismus 5 gemäß den Figuren 1-3 ist manuell betätigbar. In einem Notfall, zum Beispiel bei einem Unfall, gestattet der Fahrzeugsitz VS einen schnellen Ausstieg von den Rücksitzen durch Betätigung des Easy-Entry-Griffs 562 und Vorkippen des Rückenlehnenteils 2. Zum Vorkippen des Rückenlehnenteils 2 können zusätzliche Federn vorgesehen sein. Nach dem Lösen des Verriegelungsglieds 55 unterstützen die Federn 53 die Vorwärtsbewegung. Der Fahrzeugsitz VS kann besonders schnell in die Easy-Entry-Stellung überführt werden, um einen Notausstieg, insbesondere von den Rücksitzen des Fahrzeugs, bereitzustellen.

[0112] Unter besonderer Bezugnahme auf Figur 4 kann eine Ausgestaltung des Easy-Entry-Mechanismus 5' einen Antriebsmechanismus 57 zum Verlagern des Fahrzeugsitzes VS zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry- Stellung umfassen. Der Antriebsmechanismus 57 kann anstelle der oder zusätzlich zu den Federn 53 einen Antriebsmotor 570 und eine Spindel 571 enthalten. Der Antriebsmotor 570 kann ein Elektromotor sein, der mit einem das Rückenlehnenteil 2 schwenkenden anderen Antriebsmotor gekoppelt sein kann oder gleichzeitig oder nacheinander damit aktiviert werden kann. Das Verriegelungsglied 55 kann anstelle der manuellen Betätigung mit dem Easy-Entry-Griff 562 oder zusätzlich dazu durch einen Aktuator betätigbar sein.

[0113] Der Antriebsmechanismus 57 kann zum Verriegeln des Easy-Entry-Mechanismus 5 in der Gebrauchsstellung verwendet werden, insbesondere durch selbsthemmende Konstruktion des Antriebsmechanismus 57. In diesem Fall kann ein zusätzlicher Rastverriegelungsmechanismus, wie zum Beispiel das Verriegelungsglied 55, weggelassen werden .

[0114] Der Antriebsmechanismus 57 kann als ein Spindelantrieb, alternativ als ein Nockenantrieb, ein Zahnstangenantrieb oder eine andere Art von Antriebsmechanismus konstruiert sein.

[0115] Der Antriebsmotor 570 kann mit Energie durch das Fahrzeug gespeist werden. Bei einem Stromausfall im Fahrzeug, zum Beispiel aufgrund eines Unfalls des Fahrzeugs (was auch als "Panikfall" bezeichnet werden kann) , kann der Fahrzeugsitz VS immer noch manuell betätigbar sein. Dazu kann der Antriebsmechanismus 57 nicht selbsthemmend konstruiert sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann ein Entkopplungsmechanismus vorgesehen sein, der einen oder mehrere Antriebsmotoren, wie zum Beispiel den Antriebsmotor 570 des Antriebsmechanismus 57, entkoppelt, wenn ein Benutzer den Easy-Entry-Mechanismus 5' manuell betätigt.

[0116] Alternativ oder zusätzlich dazu kann der Antriebsmechanismus 57 mit einem zusätzlichen elektrischen Stromkreis (zusätzlich zu dem Stromversorgungssystem des Fahrzeugs), insbesondere mit einer Batterie, zum Beispiel einer aufladbaren Batterie, betätigbar sein. Mittels des zusätzlichen elektrischen Stromkreises kann der Fahrzeugsitz VS selbst im Falle eines Stromausfalls des Stromversorgungssystems des Fahrzeugs mittels des Antriebsmechanismus 57 zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry-Stellung bewegt werden .

[0117] Nunmehr auf Figur 5 Bezug nehmend, werden alternative Verriegelungs- und Lösemechanismen des Easy- Entry-Mechanismus 5, 5' gemäß den Figuren 1-3 oder 4 beschrieben. Der Verriegelungsmechanismus umfasst einen Sperrhebel 58 oder wird durch diesen gebildet. Der Sperrhebel 58 ist mittels eines Drehgelenks 581 schwenkbar an dem geschlitzten Halter 50 montiert. Das Drehgelenk 581 ist am vorderen Ende des Langlochs 500 des geschlitzten Halters 50 angeordnet. In der Gebrauchsstellung befinden/befindet sich der Bolzen 51 und/oder das Synchronisierungsrohr 52 am hinteren Ende des Langlochs 500 gegenüber dem vorderen Ende. Der Sperrhebel 58 ist länglich und erstreckt sich, wenn sie das Drehschubgelenk SP in der Gebrauchsstellung verriegelt, allgemein entlang dem Langloch 500 oder parallel dazu. Ferner umfasst der Sperrhebel 58 eine Verriegelungsfläche 580, die mit dem

Synchronisierungsrohr 52 und/oder dem Bolzen 51 in Kontakt ist. Die Verriegelungsfläche 580 verhindert, dass sich der Bolzen 51 entlang dem Langloch 500 bewegt, wenn sich der Sperrhebel 58 in der in Figur 5 gezeigten Verriegelungsstellung befindet. Der Sperrhebel 58 kann zum Beispiel mittels eines elastischen Glieds, wie zum Beispiel einer Feder, oder durch sein Gewicht in die Verriegelungsstellung vorgespannt sein. Der Sperrhebel 58 ist durch Schwenken des Sperrhebels 58 um das

Drehgelenk 581, zum Beispiel mittels des

Verriegelungsgliedlösekabels 560 des Lösemechanismus 56, lösbar. Das Verriegelungsgliedlösekabel 560 zieht die Verriegelungsfläche 580 nach oben, damit sich der Bolzen 51 entlang des Langlochs 500 bewegen kann. Über den

Sperrhebel 58 wird eine Hülse des

Verriegelungsgliedlösekabels 560 an einer Verlängerung des geschlitzten Halters 50 gestützt. Beide Seiten des Fahrzeugsitzes VS können mit einem durch einen jeweiligen Sperrhebel 58 verriegelbaren Gleitschwenklager versehen sein .

[0118] Es sei darauf hingewiesen, dass sich der

Lösemechanismus 56 und ein

Antriebsmotoraktivierungsmechanismus oder zumindest Teile des Lösemechanismus 56 von dem Fahrzeugsitz VS entfernt befinden können. Zum Beispiel kann der Easy- Entry-Griff 562 am Fahrzeugboden oder an einem anderen Teil des Fahrzeugs angeordnet sein. Der Easy-Entry-Griff 562 kann mit einem Aktuator ausgestattet sein, so dass durch Betätigung des Aktuators das Verriegelungsglied 55 oder der Sperrhebel 58 automatisch gelöst wird und die Federn 53 oder der Antriebsmechanismus 57 den

Fahrzeugsitz VS in die Easy-Entry-Stellung verlagern.

[0119] In allen Ausgestaltungen des Fahrzeugsitzes kann ein optionaler Weichverriegelungs- oder Klemmmechanismus zum Halten des Fahrzeugsitzes VS in der Easy-Entry- Stellung vorgesehen sein.

[0120] Figur 7 zeigt einen Fahrzeugsitz VS'. Der Fahrzeugsitz VS y umfasst ein Sitzteil 1 und ein Rückenlehnenteil 2, das mittels Beschlägen 3 schwenkbar am Sitzteil 1 montiert ist.

[0121] Der Fahrzeugsitz VS' umfasst ferner einen Easy- Entry-Mechanismus 5" in Form eines Koppelmechanismus, über den der Fahrzeugsitz VS' an einer oberen Schiene 40 einer Führungsschienenanordnung 4 befestigt ist. Die Führungsschienenanordnung 4 ist am Fahrzeugboden VF befestigt oder daran befestigbar. Der Fahrzeugsitz VS' gemäß Figur 7 ist ähnlich wie der Fahrzeugsitz VS gemäß Figur 1 aus der Gebrauchsstellung in eine vorgeschwenkte Easy-Entry-Stellung überführbar.

[0122] Die Figuren 8 bis 10B zeigen Teile des Easy- Entry-Mechanismus 5" in vergrößerten Ansichten. Der Easy- Entry-Mechanismus 5" umfasst einen vorderen Arm 54 in Form einer Schwinge und einen hinteren Arm 590 in Form einer Schwinge. Der hintere Arm 590 ist kürzer als der vordere Arm 54. Der Abstand zwischen den beiden äußeren Schwenklagern Gl, G2 des vorderen Arms 54 ist größer als der Abstand zwischen den beiden Schwenklagern G3, G4 des hinteren Arms 590.

[0123] Der vordere Arm 54 ist (an seinem einen Ende) mittels eines Schwenklagers Gl an der Sitzbasis 7 schwenkbar gelagert. Die Sitzbasis 7 ist an einer oberen Schiene 40 der Führungsschienenanordnung 4 montiert. Alternativ kann die obere Schiene 40 als Sitzbasis dienen. Mittels eines weiteren Schwenklagers G2 ist der vordere Arm 54 (an seinem anderen Ende) schwenkbar an einem seitlichen Rahmenelement 100 des Sitzrahmens 10 angelenkt . [0124] Der hintere Arm 590 ist (an seinem einen Ende) an einem Schwenklager G3 am Rahmenelement 100 schwenkbar angelenkt (im gezeigten Beispiel über einen Abstandshalter 592) . Ferner ist der hintere Arm 590 (an seinem anderen Ende) über einen Gleiter 594 oder Führungsclip an einem C-Profil gelagert. Konkret ist der hintere Arm 590 mittels eines Schwenklagers G4 an einem Stift 595 schwenkbar gelagert, wobei der Stift mittels eines Schwenklagers G6 schwenkbar am Gleiter 594 gelagert ist. Das C-Profil 594 ist an der Sitzbasis 7 befestigt.

[0125] Das C-Profil 593 weist einen C-förmigen Querschnitt auf. Das C-Profil 593 ist länglich mit einer Längsrichtung. Die Längsrichtung des C-Profils 593 ist parallel zur Längsachse X ausgerichtet. Zum Beispiel ist das C-Profil aus einem C-förmig umgebogenen Metallblech hergestellt .

[0126] Der Gleiter 594 ist im gezeigten Beispiel längsverschiebbar im C-Profil 593 aufgenommen. Alternativ könnte anstelle eines Gleiters auch z. B. eine Rolle eingesetzt werden, die entlang des C-Profils 593 rollen kann. Zusammen bilden das C-Profil 593, der Gleiter 594 und der Stift 595 ein Drehschubgelenk SP'.

[0127] Ferner ist ein Verbindungsarm 591 vorgesehen, welcher den vorderen Arm 54 mit dem hinteren Arm 590 koppelt. Der Verbindungsarm 591 dient als Koppel. Der Verbindungsarm 591 ist (an seinem einen Ende) über ein Schwenklager G5 am Gleiter 594 schwenkbar gelagert. Im gezeigten Beispiel ist der Verbindungsarm 591 mittels des Schwenklagers G5 am Stift 595 schwenkbar gelagert. Ferner ist der Verbindungsarm 591 (an seinem anderen Ende) mittels eines Schwenklagers G7 am vorderen Arm 54 schwenkbar angelenkt, konkret an einer Stelle zwischen den beiden anderen Schwenklagern Gl, G2 des vorderen Arms 54. [0128] Der Easy-Entry-Mechanismus 5" umfasst somit einen 7-Gelenkmechanismus (mit insbesondere, aber nicht zwingend, wie vorstehend beschrieben angeordneten Schwenklagern als Gelenke) . Alternativ ist der Stift 595 fest am Gleiter 594 befestigt und der Easy-Entry- Mechanismus 5" umfasst einen 6-Gelenkmechanismus .

[0129] Ein Verriegelungsmechanismus 8 ist dazu ausgebildet, das Sitzteil 1 lösbar mit der Sitzbasis 7 zu verriegeln. Durch Lösen des Verriegelungsmechanismus 8 kann der Fahrzeugsitz VS' von der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung überführt werden. Dabei schwenken der vordere Arm 54 und der hintere Arm 590 jeweils nach vorn. Über den Verbindungsarm 591 wird der hintere Arm 590 in der Bewegung (translatorisch) nach vorn (oder bei Rückkehr in die Gebrauchsstellung nach hinten) mitgenommen. Hierdurch erfolgt eine Verschiebung des Gleiters 594 entlang des C-Profils. Infolge dieser Verlagerung werden der hintere Bereich des Sitzteils 1 und das Rückenlehnenteil 2 bei der Bewegung in die Easy- Entry-Stellung nur leicht angehoben, sodass Kollisionen des Rückenlehnenteils 2, z. B. mit einem Fahrzeughimmel, vermieden werden können. Zudem ist eine Easy-Entry- Stellung möglich, die einen besonders komfortablen Einstieg in eine hinter dem Fahrzeugsitz VS' gelegene Sitzreihe ermöglicht. Ohne einen großen Hub des Rückenlehnenteils 2 entlang der Z-Achse ist der Fahrzeugsitz VS' besonders platzsparend in die vorgeschwenkte Easy-Entry-Stellung überführbar.

[0130] Auf der gegenüberliegenden Seite umfasst der Fahrzeugsitz VS' eine in gleicher Weise oder spiegelbildlich ausgebildete Anordnung eines vorderen Arms 54, eines hinteren Arms 590, eines C-Profils 593 und eines darin geführten Gleiters 594, sowie eines Verbindungsarms 591. [0131] Die Figuren 11-16B zeigen einen Fahrzeugsitz VS", der ein Sitzteil 1 und ein Rückenlehnenteil 2 aufweist. Das Sitzteil 1 umfasst einen Sitzrahmen 10. Der Sitzrahmen 10 ist zum Stützen eines Sitzkissens für einen Insassen ausgeführt. Das Rückenlehnenteil 2 umfasst einen Rückenlehnenrahmen 20. Der Rückenlehnenrahmen 20 ist zum Stützen eines Rückenlehnenkissens für den Insassen ausgeführt. Das Sitz- und das Rückenlehnenkissen werden in Figur 11 gestrichelt gezeigt. Der Rückenlehnenrahmen 20 ist mittels eines Paars Sitzlehnenversteller 3 am Sitzrahmen 10 montiert.

[0132] Der Sitzrahmen 10 umfasst zwei Rahmenelemente 100, die an den Seiten des Sitzteils 1 angeordnet sind. Die Rahmenelemente 100 sind durch eine vordere Stange 101 und eine hintere Stange 102 miteinander verbunden. Die vordere und die hintere Stange 101, 102 sind zwischen den Rahmenelementen 100 angeordnet. Die Rahmenelemente 100 werden im Folgenden als Seitenelemente 100 bezeichnet. Die Seitenelemente 100 sind länglich und erstrecken sich allgemein entlang einer Längsachse X. Die vordere und die hintere Stange 101, 102 erstrecken sich allgemein entlang einer orthogonal zur Längsachse X verlaufenden Querachse Y. Der Rückenlehnenrahmen 20 umfasst zwei Seitenelemente 200, die mittels einer oberen Traverse 201 und einer unteren Traverse 202 miteinander verbunden sind.

[0133] Der Fahrzeugsitz VS" ist in sechs Richtungen einstellbar. Der Winkel des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Sitzteils 1 ist mittels der Sitzlehnenversteller 3 (nach vorne und nach hinten, um die Querachse Y herum) einstellbar. Eine Längsstellung des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 entlang der Längsachse X bezüglich eines Fahrzeugbodens VF eines Fahrzeugs, an dem der Fahrzeugsitz VS" montiert ist, ist mittels einer Führungsschienenanordnung 4 (nach vorne und nach hinten) einstellbar. Eine Höhe des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Fahrzeugbodens VF entlang einer Vertikalachse Z oder innerhalb der xz-Ebene ist mittels eines Höheneinstellungsmechanismus 6 (nach oben und nach unten) einstellbar.

[0134] Die Längsachse X, die Querachse Y und die Vertikalachse Z bilden zusammen ein rechtwinkliges Koordinatensystem.

[0135] Der Fahrzeugsitz VS" umfasst eine Sitzbasis 7. Die Sitzbasis 7 enthält ein Paar vorderer Halter 70 und ein Paar hinterer Halter 71. Eine obere Schiene 40 der Führungsschienenanordnung 4 kann auch als Teil der Sitzbasis 7 betrachtet werden. Alternativ kann der Fahrzeugboden als Sitzbasis dienen, zum Beispiel, wenn keine Führungsschienenanordnung 4 vorgesehen ist. Die vorderen und die hinteren Halter 70, 71 sind an der oberen Schiene 40 fixiert.

[0136] Ferner umfasst der Fahrzeugsitz VS" einen Easy- Entry-Mechanismus 5'''. Mittels des Easy-Entry- Mechanismus 5' ' ' kann das Sitzteil 1 zusammen mit dem Rückenlehnenteil 2 bezüglich der Sitzbasis 7 verlagert werden. Insbesondere sind das Sitzteil 1 und das Rückenlehnenteil 2 zwischen einer Gebrauchs- oder Konstruktionsstellung und einer Easy-Entry-Stellung verlagerbar. In der Gebrauchsstellung kann sich ein Insasse auf den Fahrzeugsitz VS" setzen. In der Easy- Entry-Position ist der Sitz entlang der Längsachse X nach vorne bewegt worden, um einen freien Raum bereitzustellen, damit ein Insasse in einen Teil des Fahrzeugs hinter dem Fahrzeugsitz VS" einsteigen kann. Bevor der Easy-Entry-Mechanismus 5''' unten ausführlicher beschrieben wird, wird die Einstellung der Sitzlehnenversteller 3, der Führungsschienenanordnung 4 und des Höheneinstellungsmechanismus 6 beschrieben.

[0137] Zum Einstellen des Winkels des Rückenlehnenteils 2 bezüglich des Sitzteils 1 umfasst jeder der beiden Sitzlehnenversteller 3 einen ersten

Sitzlehnenverstellerbeschlag, der fest mit dem

Sitzrahmen 10 (genauer mit einem der Seitenelemente 100 des Sitzrahmens 10) verbunden ist, und einen zweiten Sitzlehnenverstellerbeschlag, der fest mit dem

Rückenlehnenrahmen 20 (genauer mit einem der

Seitenelemente 200 des Rückenlehnenrahmens 20) verbunden ist. Einer oder beide der Sitzlehnenversteller 3 kann oder können in verschiedenen Winkelstellungen des ersten Sitzlehnenverstellerbeschlags bezüglich des zweiten

Sitzlehnenverstellerbeschlags verriegelt werden. Ein

Antriebsmotor kann zum Einstellen der Winkelstellung vorgesehen sein.

[0138] Zum Einstellen der Längsstellung des Fahrzeugsitzes VS" umfasst die Führungsschienenanordnung 4 zwei obere Schienen 40, die jeweils verschiebbar mit einer jeweiligen unteren Schiene 41 in Eingriff stehen. Die unteren Schienen 41 sind zum Beispiel mittels Bolzen mit dem Fahrzeugboden VF verbindbar oder verbunden. In dem in Figur 11 gezeigten Beispiel umfasst die

Führungsschienenanordnung 4 einen Antriebsmotor 42. Der Antriebsmotor 42 treibt eine Spindelmutter zur Drehung entlang einer Spindel in Richtung der Längsachse X an.

[0139] Zum Einstellen der Höhe des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 umfasst der Fahrzeugsitz VS" ein Gelenkviereck. Wie insbesondere in den Figuren 11-16B gezeigt, umfasst der Fahrzeugsitz VS" ein Gelenkviereck auf beiden Seiten (auf der linken und rechten Seite) des Fahrzeugsitzes VS". Jedes Gelenkviereck umfasst einen Arm 54 (oder Schwingenarm) und ein

Höheneinstellungsverbindungsglied 60. Auf beiden Seiten bilden der Arm 54, das Höheneinstellungsverbindungsglied 60, das Seitenelement 100 des Sitzrahmens 10 und die Sitzbasis 7 (und die obere Schiene 40) zusammen das Gelenkviereck. Jedes Gelenkviereck umfasst vier Schwenklager P1-P4. Die Arme 54 sind mit einem Ende an einem ersten Schwenklager PI schwenkbar an den vorderen Haltern 70 montiert. Das jeweilige andere Ende jedes der Arme 54 ist an einem zweiten Schwenklager P2 schwenkbar an dem Seitenelement 100 des entsprechenden Sitzrahmens 10, in dem in den Figuren 11-16B gezeigten Beispiel in dem Bereich des vorderen Endes des Seitenelements 100, montiert. Die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 sind jeweils an einem dritten Schwenklager P3, das unten unter Bezugnahme auf den Easy-Entry Mechanismus 5''' genauer beschrieben wird, schwenkbar montiert. An ihrem jeweiligen Ende gegenüber dem Schwenklager P3 sind die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 an der hinteren Stange 102 des Sitzrahmens 10 fixiert. Die hintere Stange 102 ist an einem vierten Schwenklager P4 drehbar mit den Seitenelementen 100 verbunden. Alternativ kann die hintere Stange 102 fest mit den Seitenelementen 100 verbunden sein, und die Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 können an einem vierten Schwenklager schwenkbar an der hinteren Stange 102 montiert sein.

[0140] Durch Nachvorne- oder Nachhintenschwenken der Arme 54 und der Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 beschreibt der Sitzrahmen 10 eine kombinierte Bewegung innerhalb der xz-Ebene bezüglich der Sitzbasis 7 und wird nach oben (und nach vorne) bzw. nach unten (und nach hinten) angehoben, um die Höhe des Fahrzeugsitzes VS" einzustellen. Der Höheneinstellungsmechanismus 6 umfasst einen Antriebsmotor 61 zum Bewirken der Höheneinstellung. Der Antriebsmotor 61 ist fest an einem der Seitenelemente 100 des Sitzrahmens 10 montiert. Der Antriebsmotor 61 verschiebt eine Spindel 62 in Längsrichtung. Die Spindel 62 ist an einer zu dem dritten Schwenklager exzentrischen Stelle schwenkbar mit einem der Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 verbunden. Dieses Höheneinstellungsverbindungsglied 60 kann eine L-förmige Konfiguration aufweisen, wobei sich ein Schwenklager (das dritte Schwenklager P3) an der Ecke der L-Form befindet, sich die Verbindung mit dem Querträger 102 am Ende des langen Teils der L-Form befindet und sich die Verbindung mit der Spindel 62 am Ende des kurzen Teils der L-Form befindet .

[0141] Durch Verschieben der Spindel 62 mittels des Antriebsmotors 61 wird das Höheneinstellungsverbindungsglied 60 um das dritte Schwenklager P3 gedreht, um eine Höheneinstellung zu bewirken. Wenn der Easy-Entry-Mechanismus 5''' in der Gebrauchsstellung verriegelt ist, ist das dritte Schwenklager P3 bezüglich der Sitzbasis 7 in einer fixierten Stellung angeordnet.

[0142] Im Folgenden wird der Easy-Entry-Mechanismus 5''' ausführlicher beschrieben. Auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS" umfasst der Easy-Entry-Mechanismus 5''' ein Easy-Entry-Verbindungsglied 50. Das Easy-Entry- Verbindungsglied 50 kann als ein Schwingenarm und/oder als ein plattenförmiges Element konstruiert sein.

[0143] Figur 17 zeigt das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 der rechten Seite des Fahrzeugsitzes VS" gemäß der Darstellung in Figur 12. Das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 weist eine längliche und/oder dreieckige Form auf. Die dreieckige Form weist eine längste Seite und zwei kleinere Seiten auf. Das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 umfasst an zwei gegenüberliegenden Enden eine erste Öffnung 502 und eine zweite Öffnung 503. Wenn das Easy- Entry-Verbindungsglied 50, wie in den Figuren 11-16B gezeigt, in dem Fahrzeugsitz VS" montiert ist, ist die erste Öffnung 502 mittels des dritten Schwenklagers P3 an dem Höheneinstellungsverbindungsglied 60 montiert. Die zweite Öffnung 503 ist mittels eines fünften Schwenklagers P5 an der Sitzbasis 7 (genauer an dem hinteren Halter 71 davon) montiert. Ferner weist das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 eine dritte Öffnung 504 auf, die durch einen Schließbügeldraht 500 oder einen Bolzen oder Stift in Eingriff genommen ist. Alternativ können das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 und der Schließbügeldraht 500 einstückig ausgebildet sein. Die erste, die zweite und die dritte Öffnung 502, 503, 504 sind in Form eines Dreiecks angeordnet. Das Easy-Entry- Verbindungsglied 50 weist ferner einen Absatz 505 für eine optimierte Verbindung mit dem Höheneinstellungsverbindungsglied 60 (siehe Figur 12) auf. Aufgrund des Absatzes 500 befinden sich die erste und die zweite Öffnung 502, 503 des Easy-Entry- Verbindungsglieds 50 außerhalb der Ebene (aber ihre Öffnungsflächen verlaufen parallel zueinander) .

[0144] Das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 der linken Seite des Fahrzeugsitzes VS", wie in Figur 12 gezeigt, kann symmetrisch zu, insbesondere identisch mit, dem Easy-Entry-Verbindungsglied 50 der rechten Seite des Fahrzeugsitzes VS" konstruiert sein. Alternativ kann das linke Easy-Entry-Verbindungsglied 50 (allgemeiner eines der beiden Easy-Entry-Verbindungsglieder 50) im Vergleich zu dem anderen Easy-Entry-Verbindungsglied 50 einen kleineren Absatz 505 aufweisen, oder es hat möglicherweise keinen solchen Absatz 505, so dass die erste und die zweite Öffnung 502, 503 in der gleichen Ebene angeordnet sind.

[0145] Auf jeder Seite des Fahrzeugsitzes VS" ist das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 entlang der Längsachse X von dem jeweiligen Arm 54 beabstandet. Der Arm 54 ist am vorderen Ende des Fahrzeugsitzes VS" angeordnet, und das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 ist am hinteren Ende des Fahrzeugsitzes VS" unter dem Rückenlehnenteil 2 angeordnet .

[0146] Die Figuren 11-16A zeigen den Fahrzeugsitz VS" in der Gebrauchsstellung. Der Easy-Entry-Mechanismus 5''' ist mittels eines Verriegelungsglieds 55 (auf einer Seite oder, wie in den Figuren 11-16B gezeigt, auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS") verriegelt. Die

Verriegelungsglieder 55 fixieren die Easy-Entry-

Verbindungsglieder 50 in der Gebrauchsstellung, wobei das dritte und das fünfte Schwenklager P3, P5 in dem vorliegenden Beispiel entlang einer parallel zur Längsachse verlaufenden Linie angeordnet sind. Die längste Seite des dreieckigen Easy-Entry-

Verbindungsglieds 50 liegt am hinteren Halter 71 an.

[0147] In der Gebrauchsstellung sind die Arme 54 nach hinten geneigt (siehe Figur 16A) und weisen insbesondere zu dem Rückenlehnenteil 2. Die oberen Enden der Arme 54, die mit den jeweiligen Seitenelementen 100 verbunden sind, befinden sich näher am Rückenlehnenteil 2 als die unteren Enden der Arme 54, die mit den vorderen Haltern 70 (mit Blickrichtung entlang der Längsachse X) verbunden sind .

[0148] Wie in den Figuren 11-16A gezeigt, steht jedes Rastverbindungsglied 55 bei der Verriegelung des Easy- Entry-Mechanismus 5''' mit dem entsprechenden Schließbügeldraht 500 in Eingriff. Zum Verlagern des Fahrzeugsitzes VS" in die Easy-Entry-Stellung werden die Verriegelungsglieder 55 gelöst. Zum Lösen der

Verriegelungsglieder 55 umfasst der Easy-Entry-

Mechanismus 5''' einen Lösemechanismus 56, der Verriegelungsgliedlösekabel (Bowdenkabel ) 560 auf jeder

Seite aufweist. Durch Betätigen des Lösemechanismus werden die Verriegelungsglieder 55 gelöst und außer Eingriff mit den Schließbügeldrähten 500 gebracht.

[0149] Der Lösemechanismus 56 umfasst einen Easy-Entry- Griff 562. Der Easy-Entry-Griff 562 ist in einem oberen Bereich des Rückenlehnenteils 2 angeordnet. Der Easy- Entry-Griff 562 ist an der oberen Traverse 201 des Rückenlehnenrahmens 20 montiert. Der Easy-Entry-Griff 562 ist mittels eines Sitzlehnenverstellerlösekabels (Bowdenkabels ) 561 mit einem Sitzlehnenversteller 3 (alternativ mit beiden Sitzlehnenverstellern 3) wirkverbunden. Durch Betätigen des Easy-Entry-Griffs 562 wird das Sitzlehnenverstellerlösekabel 561 betätigt, genauer gezogen. Durch Betätigen des Sitzlehnenverstellerlösekabels 561 wird ein Löseverbindungsglied 31 des Sitzlehnenverstellers 3 zum Lösen des Sitzlehnenverstellers 3 aktiviert. Eine Synchronisierungsstange 30 synchronisiert den verriegelten oder gelösten Zustand des betätigten Sitzlehnenverstellers 3 mit dem anderen Sitzlehnenversteller 3. Die Synchronisierungsstange 30 ist neben der unteren Traverse 202 des Rückenlehnenrahmens 20 angeordnet. Nach dem Lösen gestatten die Sitzlehnenversteller 3 ein Schwenken des Rückenlehnenteils 2 nach vorne, das heißt zu dem Sitzteil 1.

[0150] Auf jeder Seite des Fahrzeugsitzes VS" ist das Verriegelungsgliedlösekabel 560 mit dem Rückenlehnenteil 2 wirkverbunden. Wie insbesondere in den Figuren 11 und 12 gezeigt wird, ist ein Ende 564 des Verriegelungsgliedlösekabels 560 am Rückenlehnenrahmen fixiert. Das Ende 564 ist an einer zu der Schwenkachse des Sitzlehnenverstellers 3 exzentrischen Stelle fixiert. Das jeweilige andere Ende des Verriegelungsgliedlösekabels 560 ist an einem Stift 563 des Lösemechanismus 56 montiert. Durch Ziehen des Stifts 563 mittels des Verriegelungsgliedlösekabels 560 wird das Verriegelungsglied 55 verschoben. Durch Nachvorneschwenken des Rückenlehnenteils 2 (in eine Abkippstellung) wird das Verriegelungsgliedlösekabel 560 auf beiden Seiten betätigt und zieht das Verriegelungsglied 55 außer Eingriff mit dem Schließbügeldraht 500 des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50.

[0151] Nach dem Lösen der Verriegelungsglieder 55 kann der Fahrzeugsitz VS" nach vorne in die Easy-Entry- Stellung, wie in Figur 16B gezeigt, bewegt werden. Die Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 können bezüglich der Sitzbasis 7, genauer bezüglich der hinteren Halter 71, (in eine Vorwärtsrichtung) gedreht werden. Die gelösten Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 drehen sich um das jeweilige fünfte Schwenklager P5. Durch Schwenken der Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 bezüglich der Sitzbasis 7 werden die Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 um das jeweilige dritte Schwenklager P3 bezüglich des entsprechenden Höheneinstellungsverbindungsglieds 60 gedreht .

[0152] Die Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 bewegen das Sitzteil 1 und das Rückenlehnenteil 2 nach oben und nach vorne, um einen Easy-Entry-Raum bereitzustellen. Auf diese Weise stellt der Easy-Entry-Mechanismus 5''' eine so genannte "Bunny-Hop"-Funktion bereit. Somit kann der Easy-Entry-Mechanismus 5''' als Bunny-Hop-Mechanismus konstruiert sein.

[0153] Die Arme 54 schwenken dann (in eine Vorwärtsrichtung) bezüglich der Sitzbasis 7, genauer bezüglich der vorderen Halter 70. Die Arme 54 drehen sich um die ersten Schwenklager PI bezüglich der Sitzbasis 7. Die Arme 54 drehen sich ferner um die zweiten Schwenklager P2 bezüglich des Sitzrahmens 10.

[0154] Bei der Bewegung in die Easy-Entry-Stellung heben die Arme 54 die vorderen Enden der Seitenelemente 100 von der Sitzbasis 7 (und der Führungsschienenanordnung 4) weg. Wie in Figur 16B gezeigt wird, sind die Arme 54 im Wesentlichen vertikal oder (leicht) nach vorne in die Easy-Entry-Stellung geneigt angeordnet. Die beiden Schwenklager P3, P5 an den Easy-Entry- Verbindungsgliedern 50 sind im Wesentlichen vertikal oder (leicht) nach vorne in die Easy-Entry-Stellung geneigt angeordnet . [0155] Durch Nachvorneschwenken des Rückenlehnenteils 2 zusätzlich zu der Verlagerung des Rückenlehnenteils 2 zusammen mit dem Sitzteil 1 kann hinter dem Fahrzeugsitz VS" ein größerer Raum freigemacht werden, um einen komfortablen und leichten Einstieg für Insassen bereitzustellen.

[0156] Wahlweise kann eine Kopfstütze durch Bewegen des Sitz- und Rückenlehnenteils 1,2 in die Easy-Entry- Stellung nach vorne geklappt werden. [0157] Nach dem Lösen bilden das Easy-Entry-

Verbindungsglied 50, der Arm 54, die Sitzbasis 7 und das Seitenelement 100 des Sitzrahmens 10 auf jeder beider Seiten des Fahrzeugsitzes VS" ein Gelenkviereck. Die

Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 sind mittels der Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 mit dem

Sitzrahmen verbunden. Solange der

Höheneinstellungsmechanismus 6 nicht eingestellt wird, bleibt die relative Position der

Höheneinstellungsverbindungsglieder 60 und des Sitzrahmens 10 gleich.

[0158] Es können eine oder mehrere, zum Beispiel zwei, optionale Federn 53 ' vorgesehen sein, um die Verlagerung des Sitzteils 1 und des Rückenlehnenteils 2 aus der Gebrauchsstellung in die Easy-Entry-Stellung zu unterstützen. Die Federn 53' spannen den Fahrzeugsitz VS" in die Easy-Entry-Stellung oder entlang der Längsachse X vor. Die Federn 53' sind Drehfedern, Zugfedern oder andere Arten von Vorspannungsgliedern. Figur 12 zeigt eine mögliche Anordnung einer Feder 53', die elastisch gegen die Sitzbasis 7 oder die obere Schiene 40 und gegen den Arm 54 drückt.

[0159] Der Easy-Entry-Mechanismus 5''' gemäß den Figuren 11-16B kann manuell betätigbar sein. In einem Notfall, zum Beispiel bei einem Unfall, gestattet der Fahrzeugsitz VS" einen schnellen Ausstieg von den Rücksitzen durch Betätigung des Easy-Entry-Griffs 562 und Vorkippen des Rückenlehnenteils 2. Zum Vorkippen des Rückenlehnenteils 2 können zusätzliche Federn vorgesehen sein. Nach dem Lösen der Verriegelungsglieder 55 unterstützen die Federn 53' die Vorwärtsbewegung. Der Fahrzeugsitz VS" kann besonders schnell in die Easy- Entry-Stellung überführt werden, um einen Notausstieg, insbesondere von den Rücksitzen des Fahrzeugs, bereitzustellen.

[0160] Unter weiterer Bezugnahme auf Figur 12 kann der Easy-Entry-Mechanismus 5''' wahlweise oder zusätzlich oder alternativ zu einer oder mehreren Federn 53 ' einen Antriebsmechanismus 57' zur Verlagerung des Fahrzeugsitzes VS" zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry-Stellung umfassen. Der Antriebsmechanismus 57' kann einen Antriebsmotor 570' und eine Spindel 571' enthalten. Ein Antriebsmotor 570' und eine Spindel 571' können auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes VS" vorgesehen sein. Der Antriebsmotor 570' kann ein Elektromotor sein, der mit einem das Rückenlehnenteil 2 schwenkenden anderen Antriebsmotor gekoppelt sein kann oder gleichzeitig oder nacheinander damit aktiviert werden kann. Das Verriegelungsglied 55 kann anstelle der manuellen Betätigung mit dem Easy- Entry-Griff 562 oder zusätzlich dazu durch einen Aktuator betätigbar sein. In dem in Figur 12 gezeigten Beispiel ist der Antriebsmotor 570' an der Sitzbasis 7 oder an der oberen Schiene 40 montiert, und die Spindel 571' (oder ein anderes mittels des Antriebsmotors 570' verschobenes Element) drückt gegen den Arm 54, um den Arm 54 in die Richtung der Easy-Entry-Stellung nach vorne zu drehen. Zum Zurückführen in die Gebrauchsstellung kann der Antriebsmechanismus 57' den Arm 54 nach hinten ziehen. Der Antriebsmechanismus 57' kann als ein Spindelantrieb, alternativ als ein Nockenantrieb, ein Zahnstangenantrieb oder eine andere Art von Antriebsmechanismus konstruiert sein .

[0161] Der Antriebsmechanismus 57' kann dazu verwendet werden, den Easy-Entry-Mechanismus 5' ' ' zusätzlich in der Gebrauchsstellung zu verriegeln, insbesondere indem der Antriebsmechanismus 57' selbsthemmend konstruiert wird. In diesem Fall kann ein zusätzlicher Rastverriegelungsmechanismus, wie zum Beispiel das Verriegelungsglied 55, weggelassen werden.

[0162] Der Antriebsmotor 570' kann mit Energie durch das Fahrzeug gespeist werden. Bei einem Stromausfall im Fahrzeug, zum Beispiel aufgrund eines Unfalls des Fahrzeugs (was auch als "Panikfall" bezeichnet werden kann) , kann der Fahrzeugsitz VS" immer noch manuell betätigbar sein. Dazu kann der Antriebsmechanismus 57' nicht selbsthemmend konstruiert sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann ein Entkopplungsmechanismus vorgesehen sein, der einen oder mehrere Antriebsmotoren, wie zum Beispiel den Antriebsmotor 570' des Antriebsmechanismus 57', entkoppelt, wenn ein Benutzer den Easy-Entry-Mechanismus 5''' manuell betätigt.

[0163] Alternativ oder zusätzlich dazu kann der Antriebsmechanismus 57' mit einem zusätzlichen elektrischen Stromkreis (zusätzlich zu dem Stromversorgungssystem des Fahrzeugs), insbesondere mit einer Batterie, zum Beispiel einer aufladbaren Batterie, betätigbar sein. Mittels des zusätzlichen elektrischen Stromkreises kann der Fahrzeugsitz VS" selbst im Falle eines Stromausfalls des Stromversorgungssystems des Fahrzeugs mittels des Antriebsmechanismus 57' zwischen der Gebrauchsstellung und der Easy-Entry-Stellung bewegt werden .

[0164] Beim Lösen des Verriegelungsglieds 55 mittels des Lösemechanismus 56 bewegen sich das Sitzteil 1 und das Rückenlehnenteil 2 unter Unterstützung oder Antrieb durch die Feder 53' (oder die Federn 53') und/oder mittels des Antriebsmechanismus 57' nach vorne. Diese Bewegung kann im Vergleich zu herkömmlichen Easy-Entry-Mechanismen, die einen angetriebenen Längsversteller zur Bereitstellung des leichten Einstiegs verwenden, viel schneller sein.

[0165] Unter besonderer Bezugnahme auf die Figuren 16A und 16B wird im Folgenden ein optionaler Mechanismus zum Verriegeln des Easy-Entry-Mechanismus 5''' in der Gebrauchsstellung beschrieben.

[0166] Ein oder beide der Easy-Entry-Verbindungsglieder 50 können mit einem Zahn oder einem Vorsprung 501 versehen sein. Der Vorsprung 501 ragt von dem Easy-Entry- Verbindungsglied 50 von der Seite des (fünften) Schwenklagers P5, das das Easy-Entry-Verbindungsglied 50 mit der Sitzbasis 7 verbindet, vor, die im Wesentlichen von dem (dritten) Schwenklager P3, das das Easy-Entry- Verbindungsglied 50 mit dem Höheneinstellungsverbindungsglied 60 verbindet, wegweist. In der Gebrauchsstellung erstreckt sich der Vorsprung 501 entlang einer Außenfläche der unteren Schiene 41 nach vorne und nach unten.

[0167] Die untere Schiene 41 umfasst eine Plattform 410. Die Plattform 410 ist an der Außenfläche der unteren Schiene 41 angeordnet. Wie in den Figuren 16A und 16B gezeigt, ist die Plattform 410 innerhalb des vorderen Bereichs der unteren Schiene 41 angeordnet.

[0168] Wenn der Fahrzeugsitz VS" in einer Längsstellung entsprechend oder nahe einer ganz vorne befindlichen Position eingestellt ist, befindet sich der Vorsprung 501 über der Plattform 410. Wenn der Lösemechanismus 56 in dieser Stellung betätigt wird, stößt der Vorsprung 501 des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50 gegen die Plattform 410. Somit verhindert die Plattform 410 eine Drehung des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50.

[0169] Wenn der Fahrzeugsitz in einer ganz vorne befindlichen Position angeordnet ist, kann der Raum zum Einstieg in eine hintere Sitzreihe in Abhängigkeit von der Form des Fahrzeugs groß genug sein, und es ist möglicherweise nicht erforderlich, den Easy-Entry- Mechanismus 5''' zusätzlich dazu zu aktivieren. Ferner kann eine Aktivierung des Easy-Entry-Mechanismus 5''' wieder in Abhängigkeit von der Form des Fahrzeugs dazu führen, dass das Rückenlehnenteil 2 mit einer Sonnenblende oder Frontscheibe des Fahrzeugs kollidiert. Um solche Kollisionen zu vermeiden, kann der Easy-Entry- Mechanismus den Vorsprung 501 und die Plattform 410 umfassen .

[0170] Nunmehr auf die Figuren 18 und 19 Bezug nehmend, wird ein anderer optionaler Mechanismus zum Verriegeln des Easy-Entry-Mechanismus 5''' in der Gebrauchsstellung beschrieben, der an dem Fahrzeugsitz VS" gemäß den Figuren 11-16B alternativ oder zusätzlich zu dem oben beschriebenen Mechanismus mit dem Vorsprung 501 und der Plattform 410 angeordnet sein kann.

[0171] Der Mechanismus gemäß den Figuren 18 und 19 umfasst eine Führung oder eine Rampe 411 an der unteren Schiene 41. Die Rampe 411 weist ein Plattformteil mit einer sich entlang der xy-Ebene erstreckenden Fläche auf. Ferner weist die Rampe einen schrägen Teil auf. Die Rampe 411 ist im vorderen Bereich der unteren Schiene 41 angeordnet. Ferner umfasst der Mechanismus einen am Easy- Entry-Verbindungsglied 50 montierten Stift 506. Ferner umfasst der Mechanismus einen Haken 58. Der Haken 58 ist drehbar an der Sitzbasis 7 oder an der oberen Schiene 40 montiert. In dem in den Figuren 18 und 19 gezeigten Beispiel ist der Haken 58 drehbar am hinteren Halter 71 montiert. Der Haken 58 ist mittels eines Bolzens 580 montiert. Der Haken 58 weist einen Lösezustand (siehe Figur 18) auf, in dem der Haken 58 nicht mit dem Stift 506 des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50 in Eingriff steht. Der Haken 58 weist einen Verriegelungszustand (siehe Figur 19) auf, in dem der Haken 58 mit dem Stift 506 des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50 in Eingriff steht. Im Verriegelungszustand umgreift der Haken 58 zumindest teilweise den Stift 506. Eine Feder 582 spannt den Haken 58 in den Lösezustand vor. [0172] Der Haken 58 weist ferner einen Arm 581 auf. Der

Arm 581 ist dahingehend angeordnet, die Rampe 411 zu berühren, wenn der Fahrzeugsitz VS" in einer Längsstellung entsprechend oder nahe einer ganz vorne befindlichen Position eingestellt wird. Durch Bewegung des Fahrzeugsitzes VS" in diese Stellung (siehe Figur 19) dreht die Rampe 411 den Haken 58 aus dem Lösezustand in den Verriegelungszustand .

[0173] Wenn sich der Haken 58 in dem Verriegelungszustand befindet, verhindert er eine Drehung des Easy-Entry-Verbindungsglieds 50 aus der

Gebrauchsstellung. Der Stift 506 wird durch den Haken 58 fixiert. Dieser Mechanismus verhindert sicher eine mögliche Kollision des Rückenlehnenteils 2 mit einer Sonnenblende oder einer Frontscheibe des Fahrzeugs. [0174] Alternativ zu den obigen

Verriegelungsmechanismen kann eine mechanische Logik vorgesehen werden, um den

Verriegelungsgliedlösemechanismus 56 des Easy-Entry- Mechanismus 5''' zu aktivieren und zu deaktivieren. Die mechanische Logik kann mit mehreren Verbindungsgliedern implementiert werden. Innerhalb eines zugelassenen Easy- Entry-Bereichs (zum Beispiel entlang der Längsrichtung) steht zum Beispiel eine

Verriegelungsgliedaktivierungsklinke mit dem Verriegelungsgliedlösekabel 560 (oder einer alternativen Gelenkverbindung) in Eingriff. Wenn sich der Fahrzeugsitz VS" in einem eingeschränkten Easy-Entry-Bereich (zum Beispiel entlang der Längsrichtung) befindet, wird der Easy-Entry-Griff 562 (oder ein anderer Hebel) mittels der Verriegelungsgliedaktivierungsklinke außer Eingriff gebracht. Solch eine Anordnung kann Kräfte an dem Verriegelungsgliedlösekabel 560, dem Sitzlehnenverstellerlösekabel 561 und/oder dem Easy- Entry-Lösegriff 562 durch falschen Gebrauch reduzieren.

[0175] Es sei darauf hingewiesen, dass sich der Lösemechanismus 56 und ein Antriebsmotoraktivierungsmechanismus oder zumindest Teile des Lösemechanismus 56 von dem Fahrzeugsitz VS" entfernt befinden können. Zum Beispiel kann der Easy- Entry-Griff 562 am Fahrzeugboden oder an einem anderen Teil des Fahrzeugs angeordnet sein. Der Easy-Entry-Griff 562 kann mit einem Aktuator ausgestattet sein, so dass durch Betätigung des Aktuators die Verriegelungsglieder 55 automatisch gelöst werden, und die Federn 53 ' oder der Antriebsmechanismus 57' verlagern/verlagert den Fahrzeugsitz VS" in die Easy-Entry-Stellung .

[0176] Ferner sei darauf hingewiesen, dass zwischen jedem Easy-Entry-Verbindungsglied 50 und dem entsprechenden hinteren Halter 71 ein anderes Verbindungsglied oder ein anderer Schwingenarm oder mehrere Verbindungsglieder oder Schwingenarme schwenkbar angeordnet sein kann/können, um zum Beispiel einen komplexeren Weg des Fahrzeugsitzes VS" in die Easy-Entry- Stellung bereitzustellen.

[0177] Anstelle des Montierens eines Verriegelungsmechanismus, wie zum Beispiel der Verriegelungsglieder 55, an den oberen Schienen 41 oder allgemein an der Führungsschienenanordnung 4 kann er auch an den Easy-Entry-Verbindungsgliedern 50 befestigt sein. [0178] In allen Ausgestaltungen des Fahrzeugsitzes kann ein optionaler Weichverriegelungs- oder Klemmmechanismus zum Halten des Fahrzeugsitzes VS" in der Easy-Entry- Stellung vorgesehen sein.