KLEIN, Peter (Brahmstraße 16, Herzogenrath, 52134, DE)
MAMIÉ, André (Hinterwacht 17, Freienbach, CH-8807, CH)
KLEIN, Peter (Brahmstraße 16, Herzogenrath, 52134, DE)
| P A T E N T A N S P R Ü C H E 1. Kantenschutzelement zum Anlegen an eine zu schützende Kante (K) eines mittels eines Spannmittels (M) auf einer Ladefläche (F) zu verspannenden Guts (G) , mit einem ersten Schenkelabschnitt (3,52,102) und einem zweiten Schenkelabschnitt (2,53,103), wobei jeder der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,102,103) eine zur Anlage an das zu transportierende Gut (G) vorgesehene Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) und an seiner von der von seiner jeweiligen Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) jeweils abgewandten Oberseite eine Stütze (16,17,56,57,109,110; 20,21,61-64,112) für das Spannmittel (M) aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s mindestens an einem ersten der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,103) zwischen seiner ersten Stütze (16,17,56,57,109,110) und seinem von dem jeweils anderen Schenkelabschnitt (2,3,52,53,103) abgewandten Rand eine weitere Stütze (20,21,61-64,112) für das Spannmittel (M) ausgebildet ist, die in Bezug auf die Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) des ersten Schenkelabschnitts (2,3,52,53,103) eine größere Höhe (H2) aufweist als dessen erste Stütze. Kantenschutzelement nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz (1,51,101) die ersten Stützen (16,17,56,57,109,110) der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,103) in Bezug auf die Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) des jeweiligen Schenkelabschnitts eine Höhe (Hl) aufweisen, die größer ist als der Abstand (AI) des durch den Scheitel der Stütze (16,17,56,57,109,110) auf die jeweilige Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) gefällten Lots (Li) zur Schnittlinie (SL) zwischen den gedachten Verlängerungen der Anlageflächen (12,13,54,55,105,106) der Schenkelabschnitte (2, 3, 52, 53, 102, 103) . Kantenschutzelement nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutzelement (1,51,101) der Bereich, in dem zwischen den ersten Stützen (16,17,56,57,109,110) der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,102,103) Material des Kantenschutzelements (1,51,101) vorhanden ist, auf seiner von der zu schützenden Kante (K) abgewandten äußeren Seite durch eine gedachte, an die ersten Stützen (16,17,56,57,109,110) der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,102,103) angelegte Tangentialebene (111) begrenzt ist. Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz (1,51,101) die zweite Stütze (20,21,61-64,112) des mit den mindestens zwei Stützen (16,17,56,57,109, 110;20, 21, 61-64, 112) versehenen Schenkelabschnitts (2,3,52,53,103) in Bezug auf die Änlagefläche (12,13,54,55,105,106) des jeweiligen Schenkelabschnitts (2,3,52,53,103) eine Höhe (H2) aufweisen, die um das 1,3 - bis 2,0-fache, insbesondere um das 1,5- bis 1,6-fache, größer ist als die Höhe (Hl) der ersten Stütze (16,17,56,57,109,110) des betreffenden Schenkelabschnitts (2, 3, 52, 53, 103) . Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei dem mit den mindestens zwei Stützen (16,17,56,57,109,110; 20,21,61-64,112) versehenen Schenkelabschnitt (2,3,52,53,103) der Abstand (A2) des Fußpunkts des durch den Scheitel der jeweiligen zweiten Stütze (20,21,61-64,112) auf die jeweilige Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) gefällten Lots (L2) zur Schnittlinie (SL) zwischen den gedachten Verlängerungen der Anlageflächen (12,13,54,55,105,106) der Schenkelabschnitte (2,3,52,53,102,103) um das 2- bis 3,5-fache, insbesondere um das 2,5- bis 2,9-fache, größer ist als der Abstand (AI) des Fußpunkts des durch den Scheitel der ersten Stütze (16,17,56,57,109,110) auf die jeweilige Anlagefläche (12,13,54,55,105,106) gefällten Lots (Li) zur betreffenden Schnittlinie (SL) . Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s in die jeweilige Anlagefläche (12,13) der Schenkelabschnitte (2,3) im Bereich der Stützen ( 16, 17 ; 20, 21) jeweils mindestens eine in die jeweilige Stütze ( 16, 17 ; 20, 21 ) greifende Ausnehmung (24,25) eingeformt ist, deren Gestalt korrespondierend zur Gestalt der jeweiligen Stütze (16, 17;20, 21) geformt ist. Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei dem Schenkelabschnitt (52,53), an dem mindestens zwei Stützen (56, 57 ; 61-64 ) vorhanden sind, diese Stützen (56, 57 ; 61-64 ) gemeinsam eine Führungsfläche (67) für das Spannmittel (M) tragen. Kantenschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Stützen (16, 17, 109, 110; 20, 21, 112) im Bereich ihres freien Endes jeweils eine gewölbte Führungsfläche (18,19,22,23) für das Spannmittel (M) besitzen . 9. Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s er aus Kunststoff geformt ist. 10. Kantenschutzelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Schenkelabschnitte (2,3) gelenkig miteinander verbunden sind. 11. Kantenschutzelement nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Verbindung zwischen den Schenkelabschnitten (2,3) lösbar ist. 12. Kantenschutzelement nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Stützen (16,17,56,57,109,110; 20,21,61-64,112) des mit den mindestens zwei Stützen (16,17,56,57,109,110; 20,21,61-64,112) versehenen Schenkelabschnitts (2,3) gemeinsam ein Adapterstück (26) zum Abstützen eines in seiner jeweiligen Position zu fixierenden Guts tragen . |
Die Erfindung betrifft ein Kantenschutzelement zum Anlegen an eine zu schützende Kante eines mittels eines
Spannmittels auf einer Ladefläche zu verspannenden Guts. Der Kantenwinkel umfasst dabei zwei Schenkelabschnitte, von denen jeder eine zur Anlage an das zu transportierende Gut vorgesehene Anlagefläche und an seiner von der von seiner jeweiligen Anlagenfläche jeweils abgewandten
Oberseite eine Stütze für das Spannmittel aufweist. Solche Kantenschutzelemente werden beispielsweise eingesetzt, wenn aus dünnen Bahnen, beispielsweise Papier- oder
Stahlbändern, gewickelte Rollen oder aus ebenso
empfindlichen Platten gebildete Stapel auf der Ladefläche eines Transportfahrzeugs verspannt werden sollen. Die zum Verspannen verwendeten Spannmittel, z.B. Spanngurte oder -bänder, werden dabei über die auf die empfindlichen Kantenbereiche des jeweiligen Transportguts aufgesetzten Kantenschutzelemente geführt. Auf diese Weise werden die von den Spannmitteln aufgebrachten Kräfte großflächig auf das Transportgut verteilt und insbesondere Beschädigungen der jeweiligen Kante selbst verhindert.
Kantenschutzelemente der eingangs angegebenen Art sind beispielsweise aus der EP 1 911 625 Bl oder der
DE 199 04 843 C5 bekannt. Gemeinsam ist den bekannten Kantenschutzelementen, dass sie in Bezug auf eine unter etwa 45° angestellte Symmetrieebene symmetrisch
ausgebildet sind und im Bereich des von ihren
Schenkelabschnitten eingeschlossenen, der zu schützenden Kante zugeordneten Winkelbereichs eine kehlenförmige
Ausnehmung aufweisen, durch die ein direkter Kontakt zwischen der zu schützenden Kante und dem
Kantenschutzelement verhindert wird. Die auf den
Schenkelabschnitten ausgebildeten Stützen sollen dabei gewährleisten, dass die von dem jeweils verwendeten
Spannmittel aufgebrachten Kräfte nicht nur möglichst gleichmäßig verteilt auf das Gut übertragen werden, sondern auch verhindert wird, dass die
Kantenschutzelemente unter Last ihre Form verlieren und so aufspreizen, dass die jeweils zu schützende Kante einer direkten Kraftwirkung ausgesetzt ist.
Beim Stand der Technik gemäß der DE 199 04 843 C5 ist zu diesem Zweck an den Schenkelabschnitten jeweils ein nach außen gewölbter Stützabschnitt ausgebildet, an dem das Spannmittel relativ großflächig abgestützt ist.
Gleichzeitig ist ebenfalls an der Außenseite des bekannten Schutzwinkels im Bereich seines Eckbereichs ein Wulst ausgebildet, über den das Spannmittel im Gebrauch
zusätzliche Druckkräfte auf den Schutzwinkel ausübt. Im praktischen Einsatz wirken daher nicht nur senkrecht zu den Anlageflächen des Kantenschutzelements ausgerichtete Kräfte auf das zu haltende Gut, sondern zu einem
erheblichen Teil auch parallel zu der Anlagefläche ausgerichtete Kraftanteile. Unter nicht optimalen
Verspannbedingungen, wie sie in der Praxis regelmäßig auftreten, können diese so groß werden, dass das Kantenschutzelement sich verschiebt und die zu schützende Kante einer direkten Krafteinwirkung ausgesetzt ist.
Beim aus der EP 1 911 626 Bl bekannten Kantenschutzelement ist dieses Problem dadurch gelöst worden, dass die
Abmessungen sowie die Anordnung der zum Eckbereich des Kantenschutzelements benachbart positionierten Stützen so gewählt sind, dass das Spannmittel entweder berührungslos über den betreffenden Eckbereich hinweg geleitet wird oder weitestgehend kraftfrei an einer an die Stützen
angelegten, sich über den Eckbereich erstreckenden
Tangentialfläche anliegt. Dabei können in Richtung der zum Eckbereich beabstandeten Ränder seiner Schenkelabschnitte versetzt zusätzliche Stützen gleicher Höhe ausgebildet sein. Diese sollen bei minimiertem Materialbedarf
gemeinsam eine Auflagefläche bilden, durch die das
Spannmittel auch in diesem Bereich noch gegen ein
Verrutschen in Längsrichtung gesichert ist.
Praktische Erfahrungen zeigen, dass trotz der mit den voranstehend erläuterten Kantenschutzelementen erzielten Fortschritte ein Bedarf an hinsichtlich ihrer
Zuverlässigkeit und Wirksamkeit weiter optimierten
Kantenschutzelementen besteht.
Vor diesem Hintergrund bestand die Aufgabe der Erfindung darin, ein hoch belastbares und vielseitig einsetzbares Kantenschutzelement zu schaffen, das einfach zu handhaben und gleichzeitig kostengünstig herzustellen ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein
Kantenschutzelement mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst worden. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben und werden nachfolgend wie der allgemeine Erfindungsgedanke im Einzelnen erläutert.
Ein erfindungsgemäßes Kantenschutzelement zum Anlegen an eine zu schützende Kante eines mittels eines Spannmittels auf einer Ladefläche zu verspannendes Guts weist in
Übereinstimmung mit dem Stand der Technik einen ersten Schenkelabschnitt und einen zweiten Schenkelabschnitt auf. Dabei besitzt jeder der Schenkelabschnitte eine zur Anlage an das zu transportierende Gut vorgesehene Anlagefläche und an seiner von der von seiner jeweiligen Anlagefläche jeweils abgewandten Oberseite eine Stütze für das
Spannmittel .
Erfindungsgemäß ist nun an mindestens einem ersten der Schenkelabschnitte zwischen dessen ersten Stütze und dessen von dem jeweils anderen Schenkelabschnitt
abgewandten Rand eine weitere Stütze für das Spannmittel ausgebildet, die in Bezug auf die Anlagefläche des ersten Schenkelabschnitts eine größere Höhe aufweist als dessen erste Stütze.
Aufgrund der erfindungsgemäß vorgegebenen Dimensionierung der mindestens an einem der Schenkelabschnitte
ausgebildeten zwei Stützen liegt das jeweilige Spannmittel im praktischen Einsatz sowohl auf der zum kritischen
Eckbereich des Kantenschutzes nächstbenachbarten ersten Stütze als auch auf der zweiten Stütze auf, die höher ist als die erste Stütze. Da die weiter entfernt zum
Eckbereich angeordnete Stütze höher ist, ergibt sich dabei zwischen der ersten und der zweiten Stütze eine in Richtung des Eckbereichs des Kantenschutzes abfallende Verbindungslinie. Infolgedessen wirkt bei gespanntem
Spannmittel sowohl an der ersten als auch an der zweiten Stütze eine gegen das zu verspannende Gut gerichtete
Druckkraft. Infolgedessen, dass diese Druckkräfte
entsprechend der Anzahl der Stützen an mindestens zwei voneinander beabstandeten Stellen in den betreffenden Schenkelabschnitt eingeleitet werden, werden die von dem Spannmittel ausgeübten Druckkräfte gleichmäßiger auf die Anlagefläche des Schenkelabschnitts verteilt.
Auf diese Weise ist auch unter ungünstigen Bedingungen sichergestellt, dass der jeweilige Schenkelabschnitt stets großflächig an dem zu haltenden Gut anliegt. Der Gefahr eines Aufspreizens des Kantenschutzes in Folge von auf eine einzige eng begrenzte Stelle des jeweiligen
Schenkelabschnitts wirkenden Kräften ist so wirksam vorgebeugt, ohne dass es dazu besonderer zusätzlicher Hilfsmittel oder Handgriffe bei der Montage bedarf.
Vielmehr zeichnet sich ein erfindungsgemäßer Kantenschutz durch eine besonders einfache Handhabung aus. So reicht es für den Gebrauch des erfindungsgemäßen
Kantenschutzelements aus, diesen auf das zu verspannende Gut aufzusetzen. Anschließend kann dann das jeweilige Spannmittel auf das Kantenschutzelement gelegt werden. Dabei wird es so von den erfindungsgemäß vorgesehenen Stützen geführt, dass sich die erfindungsgemäße Wirkung zwangsläufig einstellt.
Mit der Erfindung steht somit ein Kantenschutz zur
Verfügung, der einerseits besonders hoch belastbar und vielseitig einsetzbar ist, der andererseits aber auch einfach handhabbar und gleichzeitig kostengünstig
herstellbar ist.
Gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung weisen bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz die zum Eckbereich des Kantenschutzes benachbart angeordneten ersten Stützen der Schenkelabschnitte in Bezug auf die Anlagefläche des jeweiligen Schenkelabschnitts eine Höhe auf, die größer ist als der Abstand des durch den Scheitel der Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots zur Schnittlinie zwischen den gedachten Verlängerungen der Anlageflächen der Schenkelabschnitte. Dies bedeutet, dass die Höhe der ersten Stützen jeweils so dimensioniert ist, dass der in Gebrauchsstellung zwischen ihnen verlaufende Abschnitt des Spannmittels an dem kritischen Eckbereich des Kantenschutzes vorbeigeführt wird, ohne dort gegen das Kantenschutzelement gerichtete Kräfte auszuüben.
Eine gegen den kritischen Eckbereich des Kantenschutzes gerichtete Kraftwirkung lässt sich dadurch besonders sicher verhindern, dass das Spannmittel zwischen den dem Eckbereich zugeordneten ersten Stützen frei, d.h. ohne Kontakt mit dem Kantenschutzelement, geführt ist. Dieselbe Wirkung ergibt sich allerdings auch dann, wenn bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutzelement der Bereich, in dem zwischen den ersten Stützen der
Schenkelabschnitte Material des Kantenschutzelements vorhanden ist, auf seiner von der zu schützenden Kante abgewandten Seite durch eine gedachte, an die ersten Stützen der Schenkelabschnitte angelegte Tangentialebene begrenzt ist. Letztere Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das erfindungsgemäße Kantenschutzelement in seinem Eckbereich durch dort versammeltes Material besonders verstärkt ausgelegt werden kann, um die im praktischen Gebrauch auftretenden Kräfte sicher aufnehmen zu können.
Vorzugsweise sind die Abmessungen der mindestens zwei an dem mindestens einen Schenkelabschnitt eines
erfindungsgemäßen Kantenschutzelements vorhandenen Stützen so dimensioniert, dass die dort im Gebrauch jeweils wirkenden Kräfte annähernd gleich sind. Auf diese Weise lässt sich eine optimal gleichmäßige Belastung des jeweiligen Schenkelabschnitts und dementsprechend der über die Anlagefläche des Schenkelabschnitts belasteten Fläche des zu verspannenden Produktes erreichen. Zu diesem Zweck kann bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz die zweite Stütze des mit den mindestens zwei Stützen versehenen Schenkelabschnitts in Bezug auf die
Anlagefläche des jeweiligen Schenkelabschnitts eine Höhe aufweisen, die um das 1,3- bis 2,0-fache größer ist als die Höhe der ersten Stütze des betreffenden
Schenkelabschnitts, wobei sich eine optimale Wirkung ergibt, wenn die Höhe der jeweils zweiten Stütze um das 1,5- bis 1,6-fache größer ist als die Höhe der
zugeordneten ersten Stütze.
Ebenso trägt es zur Vergleichmäßigung der im praktischen Einsatz auftretenden Belastungen des erfindungsgemäßen Kantenschutzelements bei, wenn bei dem mit den mindestens zwei Stützen versehenen Schenkelabschnitt der Abstand des Fußpunkts des durch den Scheitel der zweiten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots zur Schnittlinie zwischen den gedachten Verlängerungen der Anlageflächen der Schenkelabschnitte um das 2- bis 3,5-fache größer ist als der Abstand des Fußpunkts des durch den Scheitel der ersten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots zur betreffenden Schnittlinie, wobei sich hier optimale Verhältnisse ergeben, wenn der Abstand des
Fußpunkts des durch den Scheitel der jeweiligen zweiten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots zur betreffenden Schnittlinie um das 2,5- bis 2,9-fache größer ist als der Abstand des Fußpunkts des durch den Scheitel der ersten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots zu der Schnittlinie.
Zwei oder mehr erfindungsgemäße Kantenschutzelemente, die nicht benötigt werden, lassen sich dann besonders
platzsparend aufbewahren, wenn sie stapelbar sind. Um dies zu ermöglichen, ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass in die jeweilige
Anlagefläche der Schenkelabschnitte im Bereich der Stützen jeweils mindestens eine in die jeweilige Stütze greifende Ausnehmung eingeformt ist, deren Gestalt korrespondierend zur Gestalt der jeweiligen Stütze geformt ist.
Um zu gewährleisten, dass das Spannmittel im Gebrauch auch zwischen den mindestens zwei Stützen des einen
Schenkelabschnitts sicher lagerichtig geführt wird, kann es zweckmäßig sein, wenn bei dem Schenkelabschnitt, an dem mindestens zwei Stützen vorhanden sind, diese Stützen gemeinsam eine Führungsfläche für das Spannmittel tragen. Die betreffende Führungsfläche kann dabei eben oder gewölbt ausgebildet sein, wobei im Fall einer gewölbten Führungsfläche auch von der betreffenden Fläche gegen den Kantenschutz gerichtete Kräfte aufgenommen werden. Im Fall, dass zwischen den Stützen keine Führungsfläche der voranstehend erläuterten Art ausgebildet ist, kann eine Beschädigung des Spannmittels auch unter hoher
Belastung dadurch sicher verhindert werden, dass die
Stützen im Bereich ihres freien Endes jeweils eine
gewölbte Führungsfläche für das Spannmittel besitzen.
Besonders einfach und kostengünstig herstellen lässt sich ein Kantenschutzelement aus Kunststoff.
Die Vielseitigkeit seiner Verwendung und die Möglichkeiten seiner Aufbewahrung können dadurch erweitert werden, dass bei einem erfindungsgemäßen Kantenschutzelement die
Schenkelabschnitte gelenkig miteinander verbunden sind. Durch die gelenkige Verbindung ist es nicht nur möglich, das Kantenschutzelement problemlos auch an solche Güter anzulegen, deren Seitenflächen an der zu schützenden Kante nicht in einem vorbestimmten Winkel zueinander
ausgerichtet sind, sondern die Schenkelabschnitte des Kantenschutzelements können ebenso problemlos auch so zueinander ausgerichtet werden, dass der Schutzwinkel platzsparend aufbewahrt werden kann. Eine besonders platzsparende Möglichkeit der Aufbewahrung ergibt sich dabei dann, wenn in die Aufnahmefläche Vertiefungen eingeformt sind, in die bei zwei oder mehr aufeinander gesetzten Schutzwinkeln die Stützen des jeweils unteren Kantenschutzelements greifen.
Eine in dieser Hinsicht die Vielseitigkeit der Erfindung weiter steigernde Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den
Schenkelabschnitten lösbar ist. Die Lösbarkeit der Verbindung erlaubt es nicht nur, unterschiedlich geformte Schenkelabschnitte miteinander zu kombinieren oder verschlissene Schenkelabschnitte auszutauschen, sondern sie ermöglicht es auch, jeden Schenkelabschnitt unabhängig vom jeweils anderen Schenkelabschnitt einzusetzen.
Diese Möglichkeit erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn die Stützen des mit den mindestens zwei Stützen versehenen Schenkelabschnitts gemeinsam ein
Adapterstück zum Abstützen eines in seiner jeweiligen Position zu fixierenden Guts tragen. Mit dem Adapter kann das erfindungsgemäße Kantenschutzelement ohne Weiteres beispielsweise als Lager für ein zu transportierendes Gut dienen. Ebenso ist es bei entsprechender Formgebung des Adapterstücks möglich, das Kantenschutzelement nach Art eines Feststellkeils oder desgleichen einzusetzen, um beispielsweise die Lage einer Rolle oder eines Coil zu sichern. Besonders einfach ist dies dann, wenn sich die Schenkelabschnitte des Kantenschutzelements voneinander trennen lassen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch :
Fig. 1 ein an einem zu transportierenden Gut angeordnetes
Kantenschutzelement in verspannter
Gebrauchsstellung in einem Längsschnitt;
Fig. 2 zur Aufbewahrung gestapelte Kantenschutzelemente in einem Längsschnitt; Fig. 3 ein Schenkelelement des in Fig. 1 dargestellten Kantenschutzelements mit einem von ihm getragenen Adapter im Längsschnitt;
Fig. 4 eine alternative Ausführung eines
Kantenschutzelements in einer der Darstellung in Fig. 1 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 5 ein zu transportierendes Gut im mit Hilfe von
Kantenschutzelementen der in Fig. 4 dargestellten Art verspannten Zustand;
Fig. 6 ein drittes Kantenschutzelement in
perspektivischer Ansicht;
Fig. 7 das Kantenschutzelement gemäß Fig. 6 in einer der
Fig. 1 entsprechenden Schnittdarstellung.
Das in Fig. 1 dargestellte, als Hilfe für die Verspannung eines Guts G verwendete Kantenschutzelement 1 weist einen ersten Schenkelabschnitt 2 auf, der gelenkig mit einem zweiten Schenkelabschnitt 3 verbunden ist. Bei dem Gut G handelt es sich beispielsweise um eine Papierrolle, die zum Transport auf einer Ladefläche F eines hier im weiter nicht gezeigten Nutzfahrzeug befestigt ist.
Die Schenkelabschnitte 2,3 des Kantenschutzelements 1 sind jeweils aus Kunststoff geformt. An jeden der Schenkelabschnitte 2,3 sind zwei Schwenkarme 4,5 angeformt, von denen jeweils einer an einer der
Längsseiten der Schenkelabschnitte 2,3 angeordnet ist. Die Schwenkarme 4,5 stehen über den der zu schützenden Kante K zugeordneten Rand 6,7 der Schenkelabschnitte 2,3 hinaus. Ihre Länge ist dabei so bemessen, dass sie sich mit ihren freien Endabschnitten 8,9 überlappen. Im Bereich der
Überlappung ist in den jeweils innenliegenden, an seiner der Umgebung des Kantenschutzelements 1 zugeordneten Seite von dem anderen Schwenkarm 5 überdeckten Schwenkarm 4 eine Schlitzöffnung 10 eingeformt, während an den jeweils außen liegenden anderen Schwenkarm 5 jeweils ein in die
Schlitzöffnung 10 greifender Zapfen 11 angeformt ist. Die Zapfen 11 der Schwenkarme 5 bilden so in Kombination mit den Schlitzöffnungen 10 der Schwenkarme 4 eine
Schwenkachse, um die herum die Schenkelabschnitte 2,3 relativ zueinander verschwenkt werden können. Gleichzeitig erlauben es die Schlitzöffnungen 10 problemlos, durch eine Verschiebung, in Folge der die Zapfen 11 außer Eingriff mit den Schlitzöffnungen 10 gebracht werden, die
Schenkelabschnitte 2,3 voneinander zu trennen. Die Länge und Position der Schwenkarme 4,5 ist dabei so bemessen, dass sie bei in Gebrauchsstellung befindlichem
Kantenschutzelement 1 mit ausreichendem Abstand zur zu schützenden Kante K angeordnet sind (Fig. 1).
Anstelle der Schlitzöffnung 10 kann auch jeweils eine nach Art eines Sacklochs ausgebildete Aufnahme vorgesehen sein, in die der jeweils zugeordnete Zapfen 11 greift. Zum
Trennen der gelenkigen Verbindung der Schenkelabschnitte 2,3 können dann die Schwenkarme 4,5 unter Ausnutzung der ihnen eigenen Elastizität in Richtung der Längsachse der Zapfen 11 so weit auseinander bewegt werden, dass der jeweilige Zapfen 11 außer Eingriff mit der ihm
zugeordneten Aufnahme gerät.
An ihrer dem zu verspannenden Gut G zugeordneten Seite weisen die Schenkelabschnitte 2,3 jeweils eine
Anlagefläche 12,13 auf, mit der sie flächig an der ihnen jeweils zugeordneten Seitenfläche 14 bzw. Stirnfläche 15 des Guts G sitzen.
Abgesehen von den Zapfen 11 und den Schlitzöffnungen 10 sind die Schenkelabschnitte 2,3 identisch geformt. So ist an die Schenkelabschnitte 2,3 in dem Randbereich, der an ihre der zu schützenden Kante K zugeordneten Rand 6,7 angrenzt, jeweils eine erste Stütze 16,17 angeformt, die sich nach Art einer schlanken Rippe über die Breite des jeweiligen Schenkelabschnitts 2,3 erstreckt und an ihrem freien Scheitelbereich eine nach außen gewölbte
Führungsfläche 18,19 aufweist. Die Stützen 16,17 haben dabei eine Querschnittsform, die der eines schlanken
Zuckerhuts ähnelt.
Bei in Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz 1 (Fig. 1) besitzen die ersten Stützen 16,17 der
Schenkelabschnitte 2,3 in Bezug auf die Anlagefläche 12,13 des jeweiligen Schenkelabschnitts 2,3 eine Höhe Hl, die größer ist als der Abstand AI des Fußpunkts des durch den Scheitel der jeweiligen Stütze 16,17 auf die jeweilige Anlagefläche 12,13 gefällten Lots LI zur Schnittlinie SL, in der sich die gedachten Verlängerungen der Anlageflächen 12,13 der Schenkelabschnitte 2,3 schneiden. Zusätzlich ist an jedem der Schenkelabschnitte 2,3 jeweils eine zweite Stütze 20,21 ausgebildet, die sich ebenfalls nach Art einer Rippe parallel zur jeweiligen ersten Stütze 16,17 des jeweiligen Schenkelabschnitts 2,3 erstreckt. Die Querschnittsform der Stützen 20,21 entspricht der
Querschnittsform der ersten Stützen 16,17. Ebenso weisen die Stützen 20,21 im Bereich ihres freien Scheitels eine nach außen gewölbte Führungsfläche 22,23 auf. Bei in
Gebrauchsstellung befindlichem Kantenschutz 1 hat die zweite Stütze der Schenkelabschnitte 2,3 in Bezug auf die jeweils zugeordnete Anlagefläche 12,13 der
Schenkelabschnitte eine Höhe H2, die um das 1,5- bis 1,6- fache größer ist als die Höhe Hl der ersten Stütze 16,17 des betreffenden Schenkelabschnitts 2,3. Gleichzeitig ist der Abstand A2 des Fußpunkts des durch den Scheitel der zweiten Stütze 20,21 auf die jeweilige Anlagefläche 12,13 gefällten Lots L2 zur Schnittlinie SL zwischen den
gedachten Verlängerungen der Anlageflächen 12,13 der
Schenkelabschnitte 2,3 um das 2,5- bis 2,9-fache,
insbesondere um das 2,7-fache, größer als der Abstand AI des Fußpunkts des durch den Scheitel der ersten Stütze 16,17 auf die jeweilige Anlagefläche 12,13 gefällten Lots LI zur betreffenden Schnittlinie SL .
Zum Verspannen des Guts G wird ein Spannmittel M, bei dem es sich beispielsweise um einen Spanngurt handelt, so über den Kantenschutzwinkel 1 gelegt, dass das Spannmittel flach auf den Führungsflächen 18,19 der ersten Stützen 16,17 und den Führungsflächen 22,23 der zweiten Stützen 20,21 aufliegend geführt ist. Die Höhen H1,H2 der Stützen 16,17,20,21 und die Abstände A1,A2 sind dabei so gewählt, dass das Spannmittel M zwischen den beiden ersten Stützen 16,17 in einer Diagonalen frei und mit Abstand zur zu schützenden Kante K des Guts G geführt ist. Die ersten Stützen 16,17 werden infolgedessen durch eine Kraft Kl belastet, deren wesentliche Kraftkomponente normal zur jeweiligen Anlagefläche 12,13 der Schenkelabschnitte 12,13 ausgerichtet ist. Genauso drückt das Spannmittel M gegen die höheren zweiten Stützen 20,21 der Schenkelabschnitte 2,3. Die Größe der auf diese Weise im Bereich der der zweiten Stützen 20,21 auf den jeweiligen Schenkelabschnitt 2,3 ausgeübten Kraft K2 ist dabei direkt abhängig von der Höhe H2 der Stützen 20,21 in Relation zur Höhe Hl der ersten Stützen 16,17. Bevorzugt ist die Differenz der Höhen H1,H2 dabei so ausgelegt, dass die Kräfte K1,K2 im Wesentlichen gleich sind. Im Ergebnis ergibt sich so über die Anlageflächen 12,13 eine weitestgehend gleichmäßige Druckverteilung, durch die einerseits verhindert wird, dass sich die Schenkelabschnitte 2,3 in die zugeordnete Stirn- 14 bzw. Seitenfläche 15 des Guts G eindrücken, und andererseits sichergestellt ist, dass der jeweilige
Schenkelabschnitt 2,3 auch unter hoher von dem Spannmittel M übertragener Last nicht aufspreizt und seine optimale Position beibehält.
Zur Aufbewahrung mehrerer Kantenschutzelemente 1 werden ihre Schenkelabschnitte 2,3 so verschwenkt, dass ihre Anlageflächen 12,13 in einer Ebene liegen. Anschließend können die Kantenschutzelemente 1 wie in Fig. 2
verdeutlicht aufeinander gesetzt werden. Dabei greifen die jeweils unteren Kantenschutzelemente 1 mit ihren ersten Stützen 16,17 und zweiten Stützen 20,21 in Ausnehmungen 24,25, die jeweils ausgehend von den Anlageflächen 12,13 in die Stützen 16,17,20,21 der Kantenschutzelemente 1 eingeformt sind. Die Gestalt und Abmessung der
Ausnehmungen 24,25 ist dabei so an die äußere Gestalt und Abmessungen der Stützen 16,17,20,21 angepasst, dass bei aufeinandergeset zten Kantenschutzelementen 1 die jeweils unten liegenden Kantenschutzelemente 1 mit ihren Stützen 16,17,20,21 formschlüssig in den Ausnehmungen 24,25 des darüber liegenden Kantenschutzelements 1 sitzen (Fig. 2).
Die Schwenkabschnitte 2,3 können gemeinsam oder unabhängig voneinander auch zum Abstützen oder Fixieren eines hier weiter nicht dargestellten, beispielsweise zylindrischen, rollen- oder röhrenförmigen Guts benutzt werden, das mit seiner gekrümmten Umfangsflache auf der Ladefläche F liegt. Dazu wird auf die jeweiligen ersten und zweiten Stützen 16,20 bzw. 17,21 der Schenkelabschnitte 2,3 ein Adapterstück 26 lösbar aufgesetzt, in dessen Unterseite Aufnahmen 27,28 eingeformt sind, deren Form und
Abmessungen wie bei den Ausnehmungen 24,25 an die äußere Form und Abmessungen der jeweils zugeordneten Stütze 16,20 bzw. 17,21 angepasst ist. Dementsprechend greifen die Stützen 16,20 bzw. 17,21 der Schenkelabschnitte 2,3 bei aufgesetztem Adapterstück 26 formschlüssig in die
Aufnahmen 27,28. An seiner freien Oberseite weist das Adapterstück 26 eine zur Anlage an das jeweils
abzustützende Gut bestimmte Stützfläche 29 auf. Diese kann beispielsweise entsprechend der Krümmung der zugeordneten Fläche des abzustützenden Gutes gewölbt ausgebildet sein. Selbstverständlich können verschiedene austauschbare Adapterstücke 26 zur Verfügung gestellt werden, um unterschiedliche Stütz- und Fixieraufgaben zu lösen. So können die Adapterstücke 26 auch andere, hier nicht gezeigte Funktionselemente, wie gelenkig gelagerte Winkelstücke oder dergleichen, tragen, um die jeweilige Abstützung möglichst effektiv vornehmen zu können.
Das in den Figuren 4 und 5 dargestellte
Kantenschutzelement 51 ist als einstückiges
Kunststoffelement ausgebildet und weist ebenfalls zwei Schenkelabschnitte 52,53 auf.
Die fest und unlösbar miteinander verbundenen
Schenkelabschnitte 52,53 schließen mit ihren dem zu verspannenden Gut G zugeordneten Anlageflächen 54,55 einen Winkel ß von ca. 90° ein und sind symmetrisch zur
Winkelhalbierenden des Winkels ß ausgebildet. So weist jeder Schenkelabschnitt 52,53 jeweils eine erste Stütze 56,57 auf, die sich jeweils über die Breite des
Kantenschutzelements 51 erstreckt und mit geringem Abstand AI zu der inneren Kante 58 positioniert ist, an denen sich die Anlageflächen 54,55 der Schenkelabschnitte 52,53 treffen.
In den Bereich der inneren Kante 58 ist in an sich bekannter Weise eine Hohlkehle 59 eingeformt, die
sicherstellt, dass die zu schützende Kante K des Guts G bei aufgesetztem Kantenschutzelement 51 die Anlageflächen 54,55 nicht berührt und dementsprechend vollständig unbelastet bleibt.
Zusätzlich weist jeder Schenkelabschnitt 52,53 im Bereich zwischen seiner ersten Stütze 56 bzw. 57 und dem von der inneren Kante 58 abgewandten äußeren Rand 60 weitere Stützen 61,62 bzw. 63,64 auf, deren Höhe H2 jeweils größer ist als die Höhe Hl der ersten Stützen 56,57. Die höchste Stütze 62,64 ist dabei in der in den Figuren 4,5 dargestellten Seitenansicht betrachtet etwa in der Mitte des jeweiligen Schenkelabschnitts 52,53 angeordnet, während die nächst niedrigere Stütze 61,62 zwischen der jeweiligen ersten Stütze 56, 57 und der jev/eils höchsten Stütze 63,64 angeordnet ist. Weitere Stützen 65,66 mit gleichmäßig abnehmender Höhe sind im Bereich zwischen dem jeweiligen Rand 60 und der jeweiligen höchsten Stütze 63,64 angeordnet. Die Stützen 56,61,63 bzw. 57,62,64 tragen gemeinsam eine gleichmäßig nach außen gewölbte, sich über den gesamten äußeren Umfang des
Kantenschutzelements 51 geschlossen erstreckende
Führungsfläche 67.
Im Gebrauch liegt das Spannmittel M auf der Führungsfläche 67 auf, die aus der Verspannung des Spannmittels M
resultierende Kräfte auf die Stützen 56,57 und 61 - 66 der Schenkelabschnitte 52,53 überträgt. Die Höhen der Stützen 56,57,61-66 und ihre Positionierung sind dabei so
abgestimmt, dass sie die aufgenommenen Kräfte nach Art eines Stützgewölbes gleichmäßig auf die jeweils
zugeordnete Anlagefläche 54,55 übertragen. Dementsprechend werden auch die zugeordneten Seiten- 14 und Stirnflächen 15 des zu verspannenden Guts G optimal gleichmäßig belastet .
Das in den Figuren 6 und 7 dargestellte
Kantenschutzelement 101 ist ebenfalls einstückig aus Kunststoff geformt und weist zwei unter einem Winkel von ca. 90° zueinander ausgerichtete Schenkelabschnitte
102,103 auf. Wie beim Kantenschutzelement 51 ist im Bereich der inneren Kante 104, an dem sich die Anlageflächen 105,106 der
Schenkelabschnitte 102,103 des Kantenschutzelements 101 treffen, in an sich bekannter Weise eine Hohlkehle 107 eingeformt. Diese stellt auch hier sicher, dass die zu schützende Kante K des Guts G bei aufgesetztem
Kantenschutzelement 101 die Anlageflächen 105,106 nicht berührt und dementsprechend vollständig unbelastet bleibt.
Angrenzend zu dem die innere Kante 104 auf der Außenseite des Kantenschutzelements 101 überspannenden äußeren
Eckbereich 108 ist an den Schenkelabschnitten 102,103 jeweils eine zur Außenseite hin weisende erste
buckeiförmige Stütze 109,110 ausgebildet. Zwischen den ersten Stützen 109,110 ist eine an die die Stützen 109,110 angelegte Tangentialflache 111 vorhanden. Die Höhe Hl der ersten Stützen 109,110 über den Anlageflächen 105,106 und ihr Abstand AI zu der inneren Kante 104 sind dabei so gewählt, dass das jeweilige Spannmittel M im Gebrauch an der Tangentialfläche 111 anliegt und dort geführt ist. Dabei ist die Höhe Hl der dem einen Schenkelabschnitt 102 zugeordneten ersten Stütze 110 größer als die Höhe Hl der ersten Stütze 109 des zweiten Schenkelabschnitts 103.
Diese ungleiche Gestaltung der Stützen 109,110 kann zweckmäßig sein, wenn die jeweilige Verspannsituation es erfordert, dass das Spannmittel M unter einem größeren Winkel von dem zu verspannenden Gut G weggeführt wird, als dies beispielsweise bei der in Fig. 5 dargestellten
Verspannung der Fall ist. Durch die ungleiche Höhe Hl der ersten Stützen 109,110 ist auch bei dieser Anwendung sichergestellt, dass das Spannmittel M jeweils optimal an der Tangentialfläche III geführt ist. Zusätzlich gesichert ist die Lage des Spannmittels dabei durch Wangen
lila, 111b, die die Tangentialflache 111 seitlich
begrenzen. Dabei wird die Positionierung des Spannmittels M an der Tangentialflache 111 während der Montage
zusätzlich dadurch vereinfacht, dass sich zwischen den Wangen lila, 111b eine Strebe 111c erstreckt, die mit der Tangentialflache 111 einen Schlitz llld begrenzt. Durch diesen Schlitz llld wird das Spannmittel M bei der Montage geschoben, so dass das Kantenschutzelement 101
verschiebbar an dem Spannmittel M gehalten ist.
An dem der Stirnfläche 15 des Guts G zugeordneten oberen Schenkelabschnitt 103 ist mit Abstand zu der ersten buckeiförmigen Stütze 109 versetzt eine zweite ebenfalls buckeiförmige, nach außen weisende Stütze 112 ausgebildet. Deren Höhe H2 ist größer als die Höhe Hl der ersten Stütze 110 des Schenkelabschnitts 103. Gleichzeitig ist ihr
Abstand A2 zur inneren Kante 104 des Kantenschutzelements 101 in Relation zum Abstand AI so gewählt, dass im
Gebrauch das auf dem Schenkelabschnitt 103 aufliegende, unter der für den Halt des Guts G stehenden Spannung stehende Spannmittel M sowohl über die erste Stütze
109,110 als auch über die zweite Stütze 112 jeweils eine resultierende Kraft K1,K2 auf den jeweiligen
Schenkelabschnitt 102,103 ausübt. Insbesondere der auf der Stirnseite 15 des Guts G aufliegende Schenkelabschnitt 103 wird auf diese Weise gleichmäßig belastet, so dass er großflächig auf dem Gut aufliegt und ein Verrutschen oder Aufspreizen des Kantenschutzelements 101 unter Last verhindert ist. Zur Minimierung des Materialbedarfs sind in die Schenkelabschnitte 102,103 schlitzartige Ausnehmungen 113,114 eingeformt, die sich in Längsrichtung LR des jeweiligen Schenkelabschnitts 102,103 erstrecken.
Bezugs- Element
zeichen
1 Kantenschutzelement
2,3 Schenkelabschnitte des Kantenschutzelements 1
4,5 Schwenkarme
6,7 Ränder der Schenkelabschnitte 2,3
8,9 Endabschnitte der Schwenkarme 4,5
10 Schlitzöff ung
11 Zapfen
12, 13 Anlagefläche der Schenkelabschnitte 2,3
14 Seitenfläche des Guts G
15 Stirnfläche des Guts G
16, 17 erste Stützen
18, 19 Führungsflächen der ersten Stützen
20,21 zweite Stützen
22,23 Führungsfläche der zweiten Stützen 20,21
24,25 Ausnehmungen
26 Adapterstück
27,28 Aufnahmen des Adapterstücks 26
29 Stützfläche des Adapterstücks 26
51 Kantenschutzelement
52, 53 Schenkelabschnitte
54, 55 Anlageflächen
56, 57 erste Stützen
58 innere Kante
59 Hohlkehle
60 äußerer Rand
61-66 weitere Stützen
67 Führungsfläche
101 Kantenschutzelement
102, 103 Schenkelabschnitte
104 innere Kante
105, 106 Anlageflächen
107 Hohlkehle
108 Eckbereich
109, 110 erste Stützen
III Tangentialfläche
lila, 111b Wangen
111c Strebe
llld Schlitz
112 zweite Stütze
113, 114 schlitzartige Ausnehmungen
AI jeweiliger Abstand des Fußpunkts des durch den
Scheitel der jeweiligen ersten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots LI zur Bezugs- Element
zeichen
Schnittlinie SL
A2 jeweiliger Abstand des Fußpunkts des durch den
Scheitel der zweiten Stütze auf die jeweilige Anlagefläche gefällten Lots L2 zur Schnittlinie SL
F Ladefläche
G zu verspannendes Gut (Papierrolle)
Hl jeweilige Höhe der ersten Stützen
H2 jeweilige Höhe der zweiten Stützen
K zu schützende Kante des Guts G
Kl, K2 resultierende Kräfte
L1,L2 auf die jeweilige Anlagefläche gefälltes Lot
LR Längsrichtung
M Spannmittel
SL Schnittlinie, in der sich die gedachten
Verlängerungen der jeweiligen Anlageflächen befinden
